Wie lange lassen sich Smartphones das noch gefallen? Obwohl die flachen Alleskönner gegen niedrigen Blutdruck¹ helfen und den Frühling nach Arabien² gebracht haben, werden Mobiltelefone weiterhin grausam gequält. So dürfen die armen Handcomputer im Durchschnitt nicht länger als 18 Minuten³ am Stück schlafen und müssen täglich rund 2.600 Berührungen⁴ ertragen. Auch der Staat sieht keinen Grund, die leidenden Smartphones aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Ganz im Gegenteil. Das Bundesamt für Verfassungsschutz zwingt die Kunststoffrechtecke sogar dazu, heimlich ihre Besitzer auszuspionieren.
Der Bundesverfassungsschutz präferiert das Versenden von „Stillen SMS” [...]. Die Nachrichten werden nicht auf dem Empfängergerät angezeigt, erzeugen allerdings auswertbare Verbindungsdaten.
Schulzki-Haddouti, Christiane: IMSI-Catcher, „Stille SMS” und Funkzellenauswertung: Digitale Überwachung auf Allzeit-Hoch. heise.de (01/2018).
Leider werden die Schikanen gegen die hilflosen Smartphones in Zukunft weiter zunehmen. Schließlich möchten immer mehr Menschen mobil nach Sexualpartnern⁵ in ihrer Nähe suchen oder sich nackt im Badezimmerspiegel fotografieren.
Die Frage wird jedoch sein, ob die elektronischen Diener überhaupt noch stärker belastet werden können. Die hohen Strapazen sorgen nämlich jetzt schon dafür, dass nur noch die wenigsten Mobiltelefone ihren zweiten Geburtstag erleben.
Nach den Zahlen des Bundesverbandes für IT und Telekommunikation Bitkom bleiben nur 15 Prozent der Smartphones länger als zwei Jahre im Einsatz.
Link, Michael: Tupfer, Skalpell, Display! Große Umfrage über Smartphone-Defekte unter 5000 Handy-Käufern. In: c’t – Magazin für Computertechnik Nr. 3 (2018). S. 95.
Dabei ist ein zerbrochenes Display die häufigste Todesursache. Daneben führen vor allem verschlissene Ladebuchsen dazu, dass Smartphones bereits nach kurzer Zeit bestattet werden müssen.
Ladebuchsen sind Verschleißteile, wobei nicht haltende Kabel [...] nur eine nervige Einschränkung sind, aber Wackelkontakte, die das Laden irgendwann ganz verhindern, einen funktionalen Totalschaden bedeuten.
Wirtgen, Jörg: Dem gekauften Gaul. Ältere Smartphones kaufen, reparieren und aufmöbeln. In: c’t – Magazin für Computertechnik Nr. 14 (2017). S. 92.
Um vor allem der Umwelt einen Gefallen zu tun, überlegte ich mir, wie ich das massenhafte Handysterben eindämmen könnte. Also entwickelte ich eine praktische Ladestation⁶, welche die Smartphone-Abnutzung deutlich verringert. Dabei erinnert mein Etui optisch an einen klassischen Türanhänger, der in jedem Hotelzimmer zu finden ist. Dadurch kann mein Handyhalter nicht nur an Türklinken, sondern auch direkt am eingesteckten Ladegerät angehängt werden.
- Somit muss das Smartphone während des Ladevorgangs nicht mehr auf dem Fußboden oder auf einer harten Tischplatte liegen. Außerdem ist der rechteckige Handcomputer in der Parkstation immer aufgeräumt und trotzdem griffbereit.
- Hingegen das Kabelloch an der Unterseite der Einstecktasche habe ich so konzipiert, dass selbst ein kleineres Handy bei angeschlossenem Ladekabel nicht umherrutschen kann. Das ist wichtig, damit die empfindliche Ladebuchse mit der Zeit nicht ausleiert.
Des Weiteren staffierte ich das Innere der Smartphonetasche nicht nur mit Moosgummi, sondern auch mit einer weichen Dunisoft-Serviette aus. Diese sanfte Polsterung verhindert, dass weder das Display noch die Hülle des Mobiltelefons beim Einlegen in die Ladestation verkratzen.
Falls Sie also die Leiden Ihres geschundenen Smartphones etwas verringern möchten, dann kann ich Ihnen meine Aufladestation wärmstens empfehlen. Die halb offene Handytasche auf der Steckdosenbefestigung ist zehn Zentimeter breit und 9 Zentimeter hoch. Durch diese großzügigen Maße können selbst opulente Modelle wie das iPhone 8 Plus komfortabel in der Ladehalterung aufbewahrt werden.
Handyhalter für Steckdosen selber machen
Zum Basteln einer Ladestation verwendete ich als Basis ein Stück Graupappe mit einer Grammatur von 700 g/m². Außerdem nahm ich drei unterschiedliche Tonpapierfarben zur Hilfe, damit mein Handyhalter ein vielschichtiges Äußeres erhielt. Hingegen die samtweiche Polsterung stellte ich aus einer zwei Millimeter dicken Moosgummiplatte und aus einer Dunisoft-Serviette her. Des Weiteren setzte ich hier und da Acrylfarben ein, um einzelne Verzierungselemente auf den Steckdosenhalter aufzumalen. Als Werkzeuge sollten Sie sich zudem eine Schere, viel flüssigen Kleber, ein Bastelmesser, ein Falzbein samt Lineal und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10) zurechtlegen.
Im ersten Bastelschritt schnitt ich mir zunächst einmal das Basiselement von Schablone #1 aus Graupappe zurecht. Gleich danach trug ich mehrere Tonpapierschichten auf das blanke Türhängeschild auf, sodass die Ladestation noch stabiler wurde und gleichzeitig ein akkurates Streifenmuster erhielt.
- Dabei kümmerte ich mich zuallererst um die Vorderseite meines Bastelmotivs, weshalb ich als Nächstes die Frontverkleidung von Schablone #2 anfertigte.
- Nachdem ich die Klebelaschen im Steckdosenloch mithilfe eines Bastelmessers freigeschnitten hatte, nahm ich ein Falzbein und ein Lineal zur Hand, um daraufhin sämtliche Knicklinien auf dem Verkleidungselement zu falzen.
Im Anschluss daran klebte ich die vorbereitete Frontverzierung auf die spätere Vorderseite meines strammen Basiselements.
Als Nächstes drehte ich das Fundament meines Steckdosenhalters um, sodass die noch unverkleidete Graupappe zu mir blickte.
- Daraufhin fertigte ich die beiden Elemente von Schablone #3 und das Einzelteil von Schablone #4 aus unterschiedlichen Tonpapierfarben an.
Anschließend verkleidete ich die untere Rückseite meiner Ladestationsbasis, indem ich die drei verschiedenfarbigen Achtecke nacheinander und der Größe nach auf der Pappe fixierte. Dadurch kaschierte ich nicht nur die Klebelaschen der Frontverzierung, sondern erzeugte zudem ein ansehnliches Streifenmuster.
Um nun das Steckdosenloch auf der Türanhängerrückseite nach dem gleichen Prinzip zu verkleiden, schnitt ich mir im nächsten Bastelschritt die drei Kreise von Schablone #5 ebenfalls aus unterschiedlichen Tonpapierfarben zurecht.
- Nachdem ich die Löcher in der Mitte der Kreise mithilfe eines Bastelmessers freigeschnitten hatte, klebte ich die drei verschiedengroßen Donuts nacheinander auf die Steckdosenöffnung.
Als ich daraufhin die Rückseite der Ladestation vollständig verkleidet und verziert hatte, legte ich mein Werkstück erst einmal beiseite.
Geräumige Papiertasche für alle Handymodelle
Im nächsten Bastelschritt stellte ich die komfortable Smartphoneablage her. Dazu fertigte ich zunächst einmal die Verschlusslasche von Schablone #6 zweimal aus Tonpapier an.
Nachdem ich die beiden Einzelteile symmetrisch aufeinandergeklebt hatte, schnitt ich die rechteckige Öffnung für das Ladekabel mit einem Bastelmesser frei.
- Gleich darauf falzte ich die Knicklinien und die Klebelaschen, sodass die fünf Glieder der Verschlusslasche zur Geltung kamen.
- Daraufhin schnitt ich mir zweimal die Taschenvorderseite zurecht, welche sich ebenfalls auf Schablone #6 befindet.
- Als Nächstes nahm ich meine präparierte Verschlusslasche und klebte diese einmal um eines der beiden Rechtecke. Direkt im Anschluss fixierte ich dann das zweite Sechseck außen auf der Vorderseite, um die Klebelaschen der Taschenseiten zu kaschieren.
Im Prinzip wäre meine Handyablage nach diesen Bastelschritten bereits einsatzbereit. Allerdings wollte ich eine besonders stabile Telefonbox basteln, die optisch zur Steckdosenhalterung passt. Also fertigte ich mir noch die beiden Elemente von Schablone #7 aus unterschiedlichen Tonpapierfarben an. Diese klebte ich dann wieder nacheinander und der Größe nach auf die Vorderseite der Smartphonetasche, sodass erneut ein Streifenmuster entstand.
Weiche Polster schonen müde Smartphones
Als Nächstes bastelte ich weiche Kissen, die später dafür sorgen, dass das Handy beim Einlegen in die Ladestation nicht zerkratzt.
Dafür musste ich mir zunächst alle Einzelteile von Schablone #8 aus Moosgummi und aus einer Serviette zurechtschneiden.
- Gleich danach packte ich die sieben EVA-Schaumstoffstücke mit den etwas größeren Serviettenpapierelementen ein.
- Im nächsten Schritt drehte ich meine bereits fertiggestellte Mobiltelefontasche auf den Rücken, damit ich daraufhin die Schutzpolster sauber in den Innenraum einkleben konnte.
Hinweis: Nach dieser Arbeit blieb ein sechseckiges Kissen übrig. Dieses Bauteil legte ich erst einmal beiseite.
Handyetui verschmilzt mit dem Steckdosenhalter
Nun war es an der Zeit, die robuste Smartphonetasche an den Steckdosenhalter zu heften. Hierfür wendete ich eine besondere Ankertechnik an, damit die Telefonbox auch dauerhaft mit der Ladestationsbasis verbunden bleibt.
Dazu schnitt ich mir als Erstes die beiden Achtecke von Schablone #9 aus verschiedenen Tonpapierfarben zurecht.
- Gleich danach klebte ich die geräumige Smartphonetasche auf das kleinere Rechteck. Hinweis: Beim Befestigen achtete ich darauf, dass der Telefonhalter bündig mit der Unterseite des eckigen Tonpapierelements abschloss.
- Im nächsten Bastelschritt fixierte ich das gesamte Konstrukt auf dem größeren Achteck. Dabei entstand dann wieder automatisch ein Streifenmuster.
- Daraufhin nahm ich das übrig gebliebene Kissen zur Hand, um damit die innere Rückseite der nun geschlossenen Handyablage auszustaffieren.
Abschließend klebte ich das gepolsterte Etui samt Rückendeckung sauber auf die Vorderseite des Steckdosenhalters.
Zu guter Letzt verzierte ich auch die kreisförmige Oberseite meiner Ladestationsfront mit drei unterschiedlich großen Kringeln. Zum Anfertigen dieser Elemente nahm ich Schablone #10 zur Hilfe.
Nachdem ich daraufhin einige Dekorationen mit Acrylfarbe auf mein Bastelmotiv aufgemalt hatte, machte ich den kompletten Steckdosenhalter zudem noch mit einer dünnen Acryllackschicht haltbar. Damit hatte ich mein luxuriöses Urlaubsresort für ausgelaugte Smartphones fertiggestellt.
Relaxte Smartphones schonen langfristig die Umwelt
Falls Sie das Leben Ihres Handys mit meiner Ladestation verlängern, dann setzen Sie sich aktiv für eine saubere Umwelt ein. Schließlich verstaubten bereits im Jahre 2012 rund 83 Millionen⁷ ausrangierte Mobiltelefone in bundesdeutschen Haushalten. Das ist einerseits sehr gut, denn bekanntlich ist sozial, was Arbeit schafft. Und ohne die Spezialisten, die alle sechs Monate einen neuen Handyvertrag abschließen, um kostenlos ein aktuelles Smartphonemodell abzugreifen, wären die Angestellten von Inkassounternehmen arbeitslos.
Doch global betrachtet zerstört der große Hunger nach immer neuen Mobiltelefonen unseren Planeten. Denn für die Smartphoneherstellung werden nicht nur wertvolle Elemente wie Gold oder Germanium, sondern auch Unmengen an Strom benötigt.
In den vergangenen zehn Jahren verschlang die Smartphone-Produktion laut Greenpeace weltweit 968 Terawattstunden Strom, das entspreche der kompletten jährlichen Energieversorgung Indiens.
Fiene, Daniel: Mobile World Congress: Das Smartphone, Umweltsünder in der Tasche. rp-online.de (01/2018).
Gehen Sie also schonend mit Ihrem Smartphone um und gönnen Sie Ihrem täglichen Begleiter öfter etwas Ruhe. Nicht nur Mutter Natur, sondern auch Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.
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¹FunkWissen: Macht das Smartphone Kinder krank? Interview mit Prof. Manfred Spitzer. youtube.com (01/2018).
²Difraoui El, Asiem & Leoni Abel: Das gute alte Handy: Für mehr Freiheit simsen. mgfa.de (PDF) (01/2018).
³Bayerischer Rundfunk: Smartphone-Sucht: Wenn das Handy das Leben übernimmt. youtube.com (01/2018).
⁴Link, Michael: Tupfer, Skalpell, Display! Große Umfrage über Smartphone-Defekte unter 5000 Handy-Käufern. In: c’t – Magazin für Computertechnik Nr. 3 (2018). S. 95.
⁵Wiechers, Henning: Lovoo, Badoo oder Tinder? Dating-Apps im Test. youtube.com (01/2018).
⁶Inspiriert von Sandra Larson. sandra-larsons-blog.blogspot.de (01/2018).
⁷Todeskino, Marie: Politik: Grüne fordern zehn Euro Pfand fürs Handy. derwesten.de (01/2018).












Normalerweise beachte ich E-Mails dieser Art nicht weiter, ganz egal wie liebenswürdig die fragende Person auch sein mag. Schließlich bin ich keine Suchmaschine. Männer mögen bekanntlich nicht nur am Valentinstag schöne Frauen. Dass deshalb ein selbst gebastelter Bilderrahmen mit einem heißen 
Sobald die Baby-Boomer in den wohlverdienten Ruhestand gegangen sind und ihre Häuser auf Teneriffa bezogen haben, gibt es keine Wochenzeitungen mehr. Die kostenlosen Infoblätter, bei denen der Inhalt die Werbung stört, werden nämlich immer mehr von digitalen Smartphoneapplikationen verdrängt. Bis es jedoch so weit ist, verstopfen selbst in meiner strukturschwachen Heimatregion an Wochentagen noch über 30.000 Exemplare die 
Zusammenfassend verfügt jeder Haushalt über Pappkarton, Zeitungspapier, eine Schere, einen Kleber und Farben. Deshalb habe ich meinen Bilderrahmen für den Valentinstag auch nur aus diesen fünf Materialien gebastelt. Wussten Sie, dass aus kunstgeschichtlicher Perspektive vor allem das Motiv auf einem Bilderrahmen von Bedeutung ist? Die Kirche hat diese Tradition mit ihren Tabernakel-Rahmen im 14. Jahrhundert begonnen. Diese möbelstückähnlichen Schaukästen sehen wie kleine Tempel aus. Zudem sind die Bilderrahmen so verziert, dass sie die Geschichte des gezeigten Bildes oder der darin ausgestellten Schriften weitererzählen.


Für die Kreisverzierung meines Bilderrahmens schnitt ich mir unterschiedlich große Zeitungspapierstücke zurecht. Hinweis: Je breiter das Stück Papier war, umso dicker wurde der Kringel. Ich begann damit mein Papier fünfmal einzuschlagen, sodass ein langes, dickes Band entstand. Beim Knicken konnte ich gleich die Größe der runden Verzierungselemente bestimmen. Denn je weiter die einzelnen Faltlinien voneinander weg lagen, umso höher wurde der Zeitungskringel.
Nach dem Anfertigen der vielen Kringel waren meine Finger müde und schwarz durch die Druckerschwärze. Leider war die Fleißarbeit noch lange nicht vorbei. Damit die Verzierung auch ein sattes Farbenmeer widerspiegelte, musste ich nämlich jeden Kreis einzeln bemalen. Dafür nahm ich Acrylfarben zur Hilfe. Beim Kolorieren gewann ich die Erkenntnis, dass der Zeitungstext nach dem Trocknen durch die hellen Farben schimmerte. Mir gefiel dieser unfreiwillig entstandene Effekt jedoch ziemlich gut, sodass ich es bei einem Anstrich beließ.
Als ich die Verzierungselemente bemalt hatte, legte ich alles für eine Stunde zum Trocknen beiseite. Anschließend nahm ich meinen

Die ersten Tulpen kamen im 16. Jahrhundert von Istanbul über Wien und Amsterdam nach Westeuropa. Aufgrund ihrer Schönheit und Seltenheit wurden Tulpengärten rasch zum Statussymbol der Bourgeoisie. Anfangs war es jedoch nicht möglich, Zwiebeln dieser Blumen käuflich zu erwerben. Wer mit diesen Pflanzen seinen Garten aufhübschen wollte, der musste demzufolge jemanden kennen, der Tulpen privat kultivierte und mit einem tauschte.
Zu jener Zeit waren vor allem Sorten mit gemusterten Blütenblättern mehrere tausend Gulden wert. Diese Mondpreise kamen allerdings nur zustande, da selbst einfache Leute anfingen, an der Börse mit den Gewächsen zu spekulieren. Im Frühjahr 1637 waren Tulpenzwiebeln dann so teuer, dass keiner mehr bereit war, die aufgerufenen Preise zu bezahlen. Die Blase platzte und zerstörte die finanzielle Existenz etlicher niederländischer Familien.

Für das Außenleben meiner Papiertulpen verwendete ich dünnes 

Für meinen kräftigen Blumenstiel schnitt ich mir ein Stück Zeitungspapier so zurecht, dass es danach 25 Zentimeter lang und 35 Zentimeter breit war. Danach nahm ich das dünne Papier und rollte es bis zu einem Durchmesser von 0,5 Zentimetern auf. Die Zeitungspapierrolle verklebte ich im Anschluss mit sich selbst und kürzte sie zugleich auf eine Länge von 22 Zentimetern.
Im nächsten Schritt bemalte ich den Stiel mit einer Acrylfarbe. Ich nahm dabei immer die Farbe der Blüte, da der Stiel aus manchen Perspektiven nach Abschluss des Motivs zu sehen ist. Tipp: Falls Sie keine Acrylfarben besitzen, können Sie gegebenenfalls auch auf

Zu guter Letzt entfaltete ich die horizontale Knickung wieder und rollte ein Ende meines Streifens zu einem Pfeil. Das Stielblatt war daraufhin einsatzbereit. Für die Verkleidung des Stiels nahm ich grünes Krepppapier und wickelte damit die bemalte Zeitungspapierrolle von der Blüte beginnend straff ein. Nachdem ich das obere Drittel eingepackt hatte, legte ich die eckige Rückseite meines Blattes an den Stiel und wickelte es mithilfe des Krepppapiers daran fest. Am Ende der Stange angekommen verklebte ich die grüne Papierverkleidung mit sich selbst und hatte damit eine wunderschöne Papiertulpe fertiggestellt.
Die Tulpe aus Papier ist ein sehr einfaches Bastelmotiv, welches wenig Material bedarf und somit auch für Menschen geeignet ist, die bisher keine Bastelerfahrung haben. Zum Anfertigen eines Exemplars benötigte ich nicht länger als 30 Minuten. Wir wissen nun, dass die Tulpe so etwas wie die verklemmte Schwester der Rose ist. Da stille Wasser bekanntlich tief sind, bietet die Tulpe allerdings eine Farbe an, die selbst Rosen vor Scham erröten lässt. Schwarze Tulpen stehen nämlich für Lust und hemmungslose Leidenschaft. Tipp: Garniert mit kleinen Marienkäfern lässt sich diese Bedeutung noch verstärken.