GWS2.de: Kunst, Papier und Vordrucke seit 2011 A. D.

Snackschale selber machen – die praktische Papierschale für Picknick, Party & Fernsehabend

Im Jahr 2018 be­sa­ßen be­reits 90 % der deut­schen Haus­hal­te¹ Pro­duk­te von Tup­per­ware. „Na, dann ist es ja kein Wun­der, dass ge­gen die Tup­per­ware Deutsch­land GmbH im Früh­jahr 2025 ein In­sol­venz­ver­fah­ren er­öff­net wur­de“, könn­te die eine oder der an­de­re nun den­ken. Doch die Zah­lungs­un­fä­hig­keit des deut­schen Frischhalteboxen-Vertriebs hat­te nicht un­be­dingt et­was mit ei­ner sin­ken­den Nach­fra­ge zu tun. Schließ­lich braucht man stän­dig Schüs­seln, Scha­len und luft­dich­te Do­sen. Ein­mal ver­gisst der Soh­ne­mann sei­ne Brot­box beim Schul­aus­flug, ein an­de­res Mal be­kommt der Schwa­ger ein Ge­fäß mit Kir­schen aus dem Gar­ten mit. Man­che Toch­ter er­hält zur Hoch­zeit gleich ein gan­zes Tupperware-Set – das nach der Schei­dung dann aus­ge­rech­net im Haus­halt des Ex­man­nes bleibt. Auch der fran­zö­si­sche Un­ter­neh­mer Céd­ric Me­s­ton glaub­te of­fen­bar nicht dar­an, dass Tup­per­ware ein­fach ver­schwin­den wür­de. Ge­mein­sam mit Mit­in­ves­to­ren über­nahm² der Vi­sio­när im März 2025 Tup­per­ware France. An­schlie­ßend wur­de mit der US-Muttergesellschaft eine ex­klu­si­ve Ver­triebs­li­zenz für fünf eu­ro­päi­sche Län­der aus­ge­han­delt – dar­un­ter auch Deutsch­land. Der Plan: Tup­per­ware soll­te wie­der zu­rück­kom­men.

ℹ️ Der da­mals 31-jährige Céd­ric Me­s­ton ret­te­te mit sei­ner In­ves­ti­ti­on nicht ein­fach die rund 100 Be­zirks­händ­ler in Deutsch­land. Viel­mehr er­mög­lich­te er den Wie­der­ein­stieg tau­sen­der selbst­stän­di­ger Tupperparty-Beraterinnen, die ihre Pro­duk­te wie­der auf Pri­vat­par­tys über den per­sön­li­chen Di­rekt­ver­trieb an­bie­ten konn­ten.

Ein zünftiger bayerischer Abend könnte kaum gemütlicher beginnen: Der Bezirksverband München der Bayernpartei lädt alle Interessierten und Gäste zu einem geselligen Abend ins Gasthaus Alter Wirt in Thalkirchen, Frauenbergstraße 8 in München ein. Und natürlich darf bei einer solchen Gelegenheit eines nicht fehlen: ordentlich was zum Essen und Trinken! Für die passende Bewirtung ist bestens gesorgt – auf dem liebevoll eingedeckten Tisch warten bayerische Schmankerl darauf, vernascht zu werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die selbst gefalteten Origami-Snackschalen, die passend zum Anlass in den bayerischen Landesfarben Blau und Weiß gestaltet sind. Die gelben Innenseiten bilden einen schönen Kontrast und lassen die kleinen Schalen gleichzeitig freundlich und festlich wirken. Gefüllt sind sie mit allerlei Leckereien: In einer Schale liegen knusprige Brezen, während eine weitere mit cremigem Kartoffelsalat mit Mayonnaise und Eiern gefüllt ist. In der vorderen Schale wartet selbstgemachter Obatzda, bereit, mit Brezen oder einfach direkt mit der Gabel probiert zu werden. Auch für das kleine Fingerfood zwischendurch ist gesorgt. Auf dem Holzbrett liegen saftige grüne und dunkle Trauben, kombiniert mit würzigem Allgäuer Emmentaler. Dazu steht bereits ein frisch gezapft wirkendes Glas Bier bereit – denn ein bayerischer Abend ohne ein kühles Bier wäre schließlich nur ein halber bayerischer Abend. Kleine weiße Blüten und weitere liebevolle Details lockern das Arrangement auf, während eine dekorative Dirndl-Darstellung auf dem Holzbrett noch einmal unmissverständlich daran erinnert, dass hier bayerische Gemütlichkeit auf dem Programm steht. Die gesamte Tafel wurde von Veronika Helga Vetter mit viel Liebe zum Detail eingedeckt und in Szene gesetzt. Selbst die vermeintlich nebensächlichen Dinge bekommen dabei ihren großen Auftritt: Die Snackschalen sind nicht einfach nur praktische Behälter für Kartoffelsalat, Obatzda und Brezen, sondern werden durch ihre bayerische Farbgestaltung selbst zum Teil der Tischdekoration. So verbindet sich die Papierfaltkunst mit einer ordentlichen Portion bayerischer Lebensart – und spätestens beim Anblick der gefüllten Schalen dürfte auch der letzte Gast feststellen: Da kann die Brotzeit kommen! Szenerie von Computerheld Linz - Veronika Helga Vetter - September 2026

Nun stellt sich na­tür­lich die Fra­ge, wie Tup­per­ware Eu­ro­pa un­ter der neu­en Füh­rung wie­der auf die Bei­ne kom­men möch­te. Schließ­lich ha­ben be­reits frü­he­re Ver­ant­wort­li­che ei­ni­ges ver­sucht, um das Un­ter­neh­men aus den ro­ten Zah­len zu ho­len. Schon 2018 wur­de ein Online-Shop ein­ge­rich­tet, so­dass das Tupperware-Sortiment nicht mehr aus­schließ­lich über den klas­si­schen Di­rekt­ver­trieb er­hält­lich war.

Hier zeigt die selbst gefaltete Origami-Snackschale noch einmal ganz deutlich, was in ihr steckt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schale wurde aus zwei miteinander verklebten Papiersorten gefertigt: Im Inneren sorgt stabiles Tonpapier mit einer Grammatur von 130 g/m² für die notwendige Festigkeit, während außen ein dünnes Naturpapier aufgebracht wurde. Dieses bildet die dekorative Oberfläche und wurde passend zur sommerlichen Szenerie mit zarten rötlichen und rosafarbenen Pastelltönen bemalt. Auch die sorgfältig gefalteten und stabilisierten Ecken tragen dazu bei, dass die Schale ihre Form behält und nicht bereits bei der ersten größeren Portion die Flügel streckt. Und eine größere Portion hat sie hier tatsächlich zu tragen: Die Schale ist randvoll mit einem bunten Beerenmix aus Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren. Gerade bei frischem Obst zeigt sich der praktische Vorteil dieser Konstruktion, denn die Früchte bringen natürlich auch Feuchtigkeit mit. Durch die doppelte Papierlage eignet sich die Schale dadurch wesentlich besser für feuchte Lebensmittel als eine einfache, einlagige Papierfaltung. So kann selbst eine großzügige Portion Beeren serviert werden, ohne dass aus dem kleinen Snackbehälter gleich eine unfreiwillige Saftschale wird. Die dekorative Gestaltung fügt sich wunderbar in die sommerliche Szene ein. Hinter der Schale steht ein kleines Einmachglas, das mit Fimo-Modelliermasse in ein fantasievolles Erdbeerhäuschen verwandelt wurde. Das liebevoll gestaltete Häuschen mit seinen Erdbeeren, Blättern, Blüten und rosafarbenen Details greift die Farben der Schale wieder auf und macht aus dem praktischen Küchenhelfer gleichzeitig ein hübsches Dekorationsstück. Auch rund um die Schale finden sich kleine selbst gebastelte Erdbeeren und Papierblüten – ganz so, als wäre die Beeren-Ernte gerade frisch vom sommerlichen Garten auf den Tisch gewandert. Das Foto zeigt damit nicht nur eine hübsche Bastelidee, sondern vor allem die praktische Leistungsfähigkeit der selbst gefalteten Snackschale: Durch die Kombination aus stabilem Tonpapier und einer dekorativen Außenschicht entsteht ein erstaunlich robuster kleiner Behälter, der auch eine ordentliche Portion Obst aufnehmen kann. Und wenn der gemütliche Snackabend, das Picknick oder die Kaffeerunde vorbei ist, muss anschließend kein aufwendiges Geschirr gespült werden. Die gesamte liebevoll gestaltete Szene wurde von Veronika Helga Vetter gebastelt, arrangiert, fotografiert und nachbearbeitet. Veronika Helga Vetter ist eine vielseitige Künstlerin, die unter anderem bereits im ZDF-Fernsehgarten zu Gast war und seit Jahren mit ihren kreativen Papier- und Bastelarbeiten sowie ihren Anleitungen das Internet bereichert. GWS2.de - September 2026

Wäh­rend der Covid-19-Pandemie ging man so­gar noch ei­nen Schritt wei­ter: Bei hy­bri­den Tup­per­par­tys saß ein Teil der Gäs­te ganz klas­sisch zu­sam­men am Kü­chen­tisch, wäh­rend sich der Rest per Vi­deo­cha­t³ da­zu­schal­te­te. Und selbst für die kon­takt­scheue Ge­ne­ra­ti­on Z gibt es in­zwi­schen eine text­ba­sier­te Va­ri­an­te: die Tup­per­par­ty auf dem Smart­phone. Bei den so­ge­nann­ten WhatsApp-Partys wer­den die Pro­duk­te kur­zer­hand in den Grup­pen­chat ge­bracht.

Fi­liz Lem­mer­mey­er: Wäh­rend die­ser zwei bis drei Tage pos­tet die Par­ty­ma­na­ge­rin die ak­tu­el­len An­ge­bo­te, Ka­ta­log­pro­duk­te mit den ge­nau­en Be­schrei­bun­gen, schö­ne Pro­dukt­vi­de­os, Sprach­nach­rich­ten und, und, und.

Der Tup­per­Ka­nal: Tup­per­ware - Die Whats­App Tup­per­par­ty. youtube.com (08/2026).

Auf dem Bild steht die selbst gefaltete Snackschale ganz im Mittelpunkt und zeigt, wie aus einem einfachen Stück Papier ein hübsches kleines Serviergeschirr werden kann. Die Schale ist in einem kräftigen Lila gestaltet, ihre Außenseite wurde mit einer Sizzix Big Shot geprägt und anschließend mit Acrylfarben liebevoll akzentuiert, sodass das Muster besonders schön zur Geltung kommt. Gefüllt ist die Schale mit selbstgemachten Plätzchen: Zwischen den zart gebackenen Keksen blitzt orangefarbene Marillenmarmelade hervor, während andere Plätzchen mit Vollmilch-Backschokolade gefüllt sind und für einen schönen braunen Farbkontrast sorgen. Angerichtet ist die kleine Nascherei auf einem warmen Holzbrett, das der Szene eine gemütliche, natürliche Note verleiht. Rund um die Schale finden sich farbenfrohe Quilling-Figuren aus gedrehten Papierstreifen – darunter Blumen und Blätter in Lila, Gelb und Grün –, die das sommerliche Arrangement verspielt ergänzen. Im Hintergrund sorgt ein kleines Schild mit der Aufschrift „Sommerplätzchen!“ für zusätzliche Sommerstimmung, während weitere liebevoll gestaltete Papierblumen und Blätter die Szene abrunden. Das gesamte Arrangement wurde von Veronika Helga Vetter gebastelt, liebevoll in Szene gesetzt, fotografiert und anschließend nachbearbeitet. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - September 2026

ℹ️ Die zu­neh­men­de Zahl von Single-Haushalten und eine im­mer in­di­vi­du­el­le­re Le­bens­wei­se blie­ben auch Tup­per­ware nicht ver­bor­gen. War­um also im­mer auf die Gast­ge­be­rin war­ten, wenn man sich auch an ei­nem neu­tra­len Ort tref­fen konn­te? 2016 plan­te das Un­ter­neh­men des­halb, deutsch­land­weit 500 Stu­di­os zu er­öff­nen, in de­nen Tupper-Partys au­ßer­halb des ei­ge­nen Wohn­zim­mers statt­fin­den konn­ten. Tat­säch­lich dau­er­te es al­ler­dings noch bis zum 27. Mai 2019, ehe in Bü­dels­dor­f⁴ das ers­te Tup­per­ware Par­ty Cen­ter Deutsch­lands er­öff­ne­te. Lan­ge hielt sich das Kon­zept al­ler­dings nicht: Das Par­ty Cen­ter ist in­zwi­schen wie­der ge­schlos­sen.

An­ge­sichts der vie­len Ex­pe­ri­men­te stellt sich er­neut die Fra­ge: Was möch­te die neue Füh­rung von Tup­per­ware Eu­ro­pa ei­gent­lich an­ders ma­chen als ihre Vor­gän­ger?

  • Zum ei­nen sol­len die Pro­duk­te stär­ker im Ein­zel­han­del und über Ama­zon prä­sent sein, um die Sicht­bar­keit der Mar­ke zu er­hö­hen.
  • Zum an­de­ren setzt man auf den Zeit­geist der Nach­hal­tig­keit und möch­te mit­tel­fris­tig vor­wie­gend auf Glas- und Edel­stahl­be­häl­ter set­zen.

Hin­ge­gen an der Preis­ge­stal­tung sind kei­ne Än­de­run­gen ge­plant. Der Nie­der­gang von Tup­per­ware ging zeit­gleich mit dem Aus­schei­den der Ba­by­boo­mer aus dem Ar­beits­markt ein­her. Jün­ge­re Ge­ne­ra­tio­nen ha­ben durch ge­stie­ge­ne Le­bens­hal­tungs­kos­ten ein­fach we­ni­ger⁵ Geld für Premium-Haushaltswaren und stei­gen auf Al­ter­na­ti­ven von IKEA oder Temu um.

Eine zwei Li­ter Sa­lat­schüs­sel mit De­ckel kos­tet bei Tup­per fast 17 Euro. Bei IKEA be­kommt man für knapp 13 Euro gan­ze fünf Schüs­seln in un­ter­schied­li­chen Grö­ßen.

Strahl­mann, Jo­sef: Come­back der Plas­tik­do­sen – Tup­per­ware ist zu­rück. Wir im Saar­land – Ser­vice | SR (2026).

Auf dem Bild steht die selbst gefaltete Origami-Snackschale im Mittelpunkt einer spätsommerlichen, farbenfrohen Ernteszene. Die Schale wurde aus zwei miteinander verklebten Papierschichten gefertigt: Im Inneren befindet sich stabiles Tonpapier, während die Außenseite aus einem naturfarbenen, rauen Naturpapier besteht. Durch das doppelte Verkleben der beiden Papiersorten erhält die gefaltete Schale eine besonders gute Stabilität und eignet sich dadurch auch für feuchtere Lebensmittel. Gleichzeitig bildet das natürliche Papier einen schönen Kontrast zur farbenfroh gestalteten Innenseite. Die Außenseite der Schale wurde anschließend mit Acrylfarben von Hand bemalt und mit zarten rosa und weißen Farbtupfern verziert. Gefüllt ist die fertige Papierschale mit einem üppigen Beerenmix aus Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren. Die kräftigen Rot-, Blau- und Violetttöne der frischen Früchte bilden einen wunderschönen Kontrast zum hellen Papier und vermitteln sofort das Gefühl von Sommer und Erntezeit. Besonders dekorativ sind die großen Erdbeeren, die zwischen den verschiedenen Beeren hervorleuchten. Auch rund um die Schale dreht sich alles um die spätsommerliche Ernte. Auf dem Holzbrett liegen liebevoll gebastelte Papiererdbeeren mit grünen Blättern, die wie frisch gepflückt wirken. Daneben sitzt eine kleine Maus aus Fimo-Modelliermasse, die genüsslich an einer Erdbeere knabbert und der Szene einen verspielten, augenzwinkernden Charakter verleiht. Weiße Papierblüten mit leuchtend gelben Blütenmitten und kräftig grünen Blättern ergänzen die Dekoration und greifen die Farben der Erdbeeren und des Beerenmixes wieder auf. Das rustikale Holzbrett und die natürliche Hintergrundgestaltung unterstreichen zusätzlich den gemütlichen Charakter einer spätsommerlichen Ernteszene. Die gesamte liebevoll arrangierte Szenerie wurde von Veronika Helga Vetter gestaltet, gebastelt, in Szene gesetzt, fotografiert und nachbearbeitet. Veronika Helga Vetter ist eine Papier- und Photoshop-Künstlerin, die seit 2011 mit ihren kreativen Papierideen und ausführlichen Anleitungen das Internet bereichert. GWS2.de - September 2026

Vie­le jun­ge Er­wach­se­ne zwi­schen 18 und 30 Jah­ren be­sit­zen über­haupt kei­ne Frisch­hal­te­bo­xen. Durch Lie­fer­diens­te, Take-away und neue Snack-Gewohnheiten gibt es schließ­lich im­mer we­ni­ger, was für die nächs­ten Tage or­dent­lich ein­ge­tup­pert wer­den müss­te.

Wäh­rend klas­si­sche­re Ess­ge­wohn­hei­ten oft an den Tisch ge­bun­den sind, sna­cken jun­ge Er­wach­se­ne viel fle­xi­bler – und die Gen Znack mag es be­son­ders ge­müt­lich: Gut 30 Pro­zent sna­cken am liebs­ten im Bett.

Klei­nen, Sa­rah: Ess­kul­tur im Wan­del: Die Ge­ne­ra­ti­on Z wird zur Gen Znack. hogapage.de (08/2026).

Sommerliches Picknick auf einer blühenden Wiese: Im Mittelpunkt stehen zwei selbst gefaltete Papierschalen, die von Veronika Helga Vetter nach der Anleitung gefertigt wurden. Die beiden Schalen werden von Kinderhänden gehalten und zeigen auf besonders anschauliche Weise, wie praktisch die kleinen Snackschalen für einen Ausflug ins Grüne sein können. Auf der linken Seite hält Robert Ludwig Vetter eine Schale mit selbstgebackenen Sommerplätzchen, die mit Vollmilchschokolade gefüllt und anschließend großzügig mit Puderzucker bestäubt wurden. In der gegenüberliegenden Schale, die von seinem kleinen Bruder Ludwig Albert Vetter gehalten wird, liegen dieselben zarten Plätzchen – diesmal allerdings mit einer fruchtigen Füllung aus selbstgemachter Marillenmarmelade. Die Marmelade wurde von Hannelore Bogner aus Linz gekocht und für die Fotoaufnahmen zur Verfügung gestellt. Zwischen den goldbraunen Keksen leuchtet die orangefarbene Marillenfüllung besonders schön hervor, während die schokoladengefüllten Plätzchen mit ihrer dunklen Mitte einen reizvollen Kontrast bilden. Im Hintergrund erstreckt sich eine sommerlich grüne Wiese, auf der kleine gelbe Blüten zwischen den Gräsern hervorblitzen. Das warme Sonnenlicht unterstreicht die natürliche Picknickstimmung und lässt die beiden Papierschalen beinahe wie kleine Körbchen für eine spontane Naschpause wirken. Gleichzeitig vermittelt das Foto eine ganz praktische Idee: Für ein Picknick mit Kindern muss man kein großes Geschirr mitschleppen. Mit einem geeigneten Stück Papier lassen sich die Snackschalen schnell selbst falten und direkt vor Ort für Kekse, Obst oder andere kleine Snacks verwenden. Nach dem Picknick können die leichten Papierschalen – je nach verwendeten Materialien und örtlichen Entsorgungsmöglichkeiten – einfach entsorgt werden. So verbinden sich kreatives Basteln, gemeinsames Naschen und ein unkompliziertes Picknick zu einer schönen sommerlichen Idee für die ganze Familie. Foto Linz-Bindermichl Computerheld Linz September 2026

Wer eine Grill­par­ty ver­an­stal­tet und Freun­de auf den Bal­kon ein­lädt, wird sein Fin­ger­food heut­zu­ta­ge ver­mut­lich auch nicht mehr auf bie­de­ren Ser­vier­scha­len von Tup­per­ware prä­sen­tie­ren. Ge­ra­de bei sol­chen Frei­luft­ver­an­stal­tun­gen bie­ten sich mei­ne selbst ge­bas­tel­ten Pa­pier­scha­len an.

  • Das bes­te Ar­gu­ment: kein Ab­spü­len und kei­ne Bruch­ge­fahr. Die Scha­len las­sen sich ein­fach aus Back-, Butterbrot- oder Kraft­pa­pier bas­teln – und nach der Par­ty wan­dern sie samt Krü­meln und Res­ten ein­fach in den Müll.

  • Aber was heißt hier bas­teln? Mei­ne Servier- und Dipscha­len be­nö­ti­gen we­der Kle­be­stift noch Bors­ten­pin­sel, son­dern aus­schließ­lich ein qua­dra­ti­sches Stück Pa­pier.

Krea­ti­ve ha­ben trotz­dem alle Mög­lich­kei­ten, ihre Pa­pier­schäl­chen pas­send zur Tisch­de­ko zu ge­stal­ten. Ge­ra­de die Au­ßen­sei­ten sind prä­de­sti­niert dazu, mit Far­ben, Mus­tern oder klei­nen Ver­zie­run­gen in­di­vi­du­ell ge­stal­tet zu wer­den.

Papierschale basteln

✂️ Für die Snack­scha­le wird le­dig­lich ein qua­dra­ti­sches Blatt Pa­pier be­nö­tigt. Je grö­ßer das Pa­pier, des­to grö­ßer wird die fer­ti­ge Scha­le. Tipp: Kle­be vor dem Fal­ten ein gleich gro­ßes Stück Back­pa­pier auf die In­nen­sei­te des Falt­pa­piers. So bleibt der Un­ter­grund stets ge­schützt und feuch­te Le­bens­mit­tel kön­nen nicht durch­wei­chen.

Faltanleitung für eine Snackschale aus Origami-Papier: Die dreiteilige Bildcollage zeigt die ersten Schritte zum Vorfalten der Snackschale. Verwendet wird ein quadratisches Blatt Origami-Papier mit einer Größe von 15 × 15 cm und einem Papiergewicht von 70 g/m². Zunächst werden auf beiden Seiten jeweils 5 cm abgemessen und die entsprechenden Faltlinien vorgeprägt. Die einzelnen Bilder zeigen das Abmessen, Falten und anschließende Öffnen des Papiers. Die vorgefalteten Linien dienen später als Orientierung beim Formen der Snackschale. Foto und Bearbeitung: Veronika Helger-Fetter. Die Papier- und Photoshop-Künstlerin bereichert das Internet seit 2011 mit kreativen Bastel-, Papier- und Faltanleitungen. GWS2.de - September 2026

Zum Bas­teln mei­ner Snack­scha­le ent­schied ich mich für ein qua­dra­ti­sches Blatt Pa­pier mit ei­ner Grö­ße von 15 × 15 cm. Da­mit sich die Scha­le spä­ter leich­ter for­men lässt, be­rei­te ich zu­erst die not­wen­di­gen Falt­li­ni­en vor.

  • Ich lege das Pa­pier vor mich und mes­se von der un­te­ren Kan­te aus 5 cm nach oben ab. An die­ser Stel­le fal­te ich das Pa­pier nach oben und strei­che die ent­stan­de­ne Falt­kan­te mit dem Fin­ger oder dem Fin­ger­na­gel sorg­fäl­tig glatt. An­schlie­ßend klap­pe ich das Pa­pier wie­der auf. Die ers­te Falt­li­nie ist da­mit be­reits deut­lich vor­ge­prägt.
  • Nun dre­he ich das Pa­pier um und wie­der­ho­le den Vor­gang an der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te. Auch hier mes­se ich 5 cm von der Kan­te ab, fal­te das Pa­pier bis zur ent­spre­chen­den Stel­le und strei­che die Falt­kan­te or­dent­lich glatt. Da­nach öff­ne ich auch die­se Fal­tung wie­der.

Am Ende habe ich auf mei­nem 15 × 15 cm gro­ßen Pa­pier zwei waa­ge­rech­te, par­al­lel ver­lau­fen­de Falt­li­ni­en, die je­weils 5 cm von der äu­ße­ren Kan­te ent­fernt lie­gen. Zwi­schen den bei­den Falt­li­ni­en be­fin­det sich ein 5 cm brei­ter Mit­tel­be­reich.

Der Comic zeigt Gustl von Mausbach, das Maskottchen von GWS2.de, als freundlich gekleideten Lehrer in einem Klassenzimmer. Vor einer Tafel präsentiert Gustl den nächsten Schritt der Faltanleitung für die Snackschale. Auf der Tafel wird anschaulich dargestellt, dass das Origami-Papier um 90° gedreht und anschließend die bereits ausgeführten Faltvorgänge wiederholt werden. Die humorvolle Darstellung mit Gustl als Lehrer lockert die Schritt-für-Schritt-Anleitung auf und vermittelt den nächsten Arbeitsschritt auf spielerische Weise. September 2026

Jetzt wird es ganz ein­fach: Ich dre­he mein Pa­pier um 90°. Die bei­den be­reits vor­ge­fal­te­ten Li­ni­en ver­lau­fen nun nicht mehr waa­ge­recht, son­dern senk­recht vor mir.

  • An­schlie­ßend wie­der­ho­le ich die vor­he­ri­gen Schrit­te. Ich mes­se wie­der 5 cm von der ent­spre­chen­den Kan­te ab, fal­te das Pa­pier an die­ser Stel­le und strei­che die Falt­kan­te sorg­fäl­tig glatt. Da­nach öff­ne ich die Fal­tung wie­der. Die­sen Vor­gang wie­der­ho­le ich an­schlie­ßend auch auf der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te.

Da­mit habe ich nun ins­ge­samt vier Falt­li­ni­en auf mei­nem Pa­pier: zwei ver­lau­fen waa­ge­recht und zwei senk­recht. Sie tei­len das 15 × 15 cm gro­ße Blatt in meh­re­re Be­rei­che und bil­den das Grund­ge­rüst für die spä­te­re Form der Snack­scha­le.

Vierteilige Bildcollage zur Faltanleitung einer Snackschale aus Origami-Papier. Die einzelnen Bilder zeigen, wie das quadratische Papier an den beiden Diagonalen vorgefaltet wird. Zunächst wird die untere linke Ecke zur oberen rechten Ecke gefaltet und anschließend wieder geöffnet. Danach wird die obere linke Ecke zur unteren rechten Ecke gefaltet und ebenfalls wieder aufgeklappt. Die gestrichelten Linien markieren die jeweiligen diagonalen Faltlinien, die sich später in der Mitte des Papiers kreuzen. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - September 2026

Nach­dem ich die waa­ge­rech­ten und senk­rech­ten Falt­li­ni­en vor­be­rei­tet habe, kom­men nun die bei­den Dia­go­na­len hin­zu. Da­für lege ich das Pa­pier wie­der flach vor mich.

  • Ich fal­te zu­nächst die un­te­re lin­ke Ecke zur obe­ren rech­ten Ecke. Da­bei ach­te ich dar­auf, dass die bei­den Ecken ge­nau auf­ein­an­der­lie­gen. An­schlie­ßend strei­che ich die ent­stan­de­ne dia­go­na­le Falt­kan­te von der Mit­te nach au­ßen sorg­fäl­tig glatt. Da­nach öff­ne ich das Pa­pier wie­der.

Nun wie­der­ho­le ich den Vor­gang mit der an­de­ren Dia­go­na­le. Da­für fal­te ich die obe­re lin­ke Ecke zur un­te­ren rech­ten Ecke, rich­te die bei­den Ecken wie­der mög­lichst ge­nau aus und strei­che auch die­se Falt­kan­te or­dent­lich glatt. An­schlie­ßend öff­ne ich auch die­se Fal­tung wie­der. Am Ende habe ich auf mei­nem Pa­pier ne­ben den be­reits vor­han­de­nen waa­ge­rech­ten und senk­rech­ten Li­ni­en nun auch zwei dia­go­na­le Falt­li­ni­en, die sich ge­nau in der Mit­te des Blat­tes kreu­zen.

Die Schale in Form bringen

Nun sind alle not­wen­di­gen Falt­li­ni­en vor­be­rei­tet und ich kann da­mit be­gin­nen, aus dem fla­chen Pa­pier die ei­gent­li­che Snack­scha­le zu for­men. Ich lege das Pa­pier zu­nächst wie­der mit der be­druck­ten Sei­te nach un­ten vor mich. In der Mit­te ist durch die bis­he­ri­gen Fal­tun­gen ein qua­dra­ti­scher Be­reich ent­stan­den, der mir als Ori­en­tie­rung dient.

Zweiteilige Bildcollage zur Faltanleitung einer Snackschale aus Papier. Auf der linken Seite ist das vollständig vorgefaltete, flach liegende Origami-Papier zu sehen. Pfeile zeigen, dass die vier Seiten zur Mitte hin gefaltet werden. Das gestrichelte Quadrat markiert den mittleren Bereich des Papiers. Auf der rechten Seite ist zu sehen, wie sich durch das Zusammenfalten die vier Seitenwände der Snackschale aufrichten und aus dem flachen Papier nach und nach ein dreidimensionaler Behälter entsteht. Origami von GWS2.de - September 2026

Jetzt füh­re ich die vier Sei­ten des Pa­piers zur Mit­te. Dazu klap­pe ich zu­nächst die obe­re Kan­te ent­lang der be­reits vor­ge­fal­te­ten Li­nie nach in­nen. An­schlie­ßend fal­te ich die un­te­re Kan­te eben­falls zur Mit­te. Da­nach sind die bei­den Sei­ten an der Rei­he: Auch die lin­ke und die rech­te Kan­te klap­pe ich nach in­nen, so­dass sich die vier Sei­ten rund um das mitt­le­re Qua­drat nach oben be­zie­hungs­wei­se in­nen auf­rich­ten.

  • Wäh­rend ich die Sei­ten zu­sam­men­füh­re, ent­ste­hen an den Ecken au­to­ma­tisch die ers­ten schrä­gen Sei­ten­flä­chen der Scha­le. Ich strei­che die be­reits vor­han­de­nen Falt­li­ni­en noch ein­mal mit den Fin­gern nach und hel­fe den Ecken da­bei, sich sau­ber nach in­nen zu le­gen. So nimmt das bis­her fla­che Pa­pier Schritt für Schritt die Form ei­nes klei­nen Be­häl­ters an.

Auf dem zwei­ten Bild ist be­reits gut zu er­ken­nen, wie sich die vier Sei­ten­wän­de auf­stel­len und in der Mit­te der Bo­den der Snack­scha­le ent­steht. Ich rich­te die Kan­ten noch et­was aus und ach­te dar­auf, dass die Ecken mög­lichst gleich­mä­ßig ge­fal­tet sind.

Die Ecken der Schale verschließen

Comic zur Faltanleitung einer Origami-Snackschale: Gustl von Mausbach, das Maskottchen von GWS2.de, steht als freundlich gekleideter Lehrer vor einer Tafel in einem Klassenzimmer. Auf der Tafel wird der nächste Arbeitsschritt veranschaulicht: Der Blick soll gedanklich auf eine einzelne Ecke der Origami-Schale herangezoomt werden, da nun die Ecken Schritt für Schritt gefaltet und die Schale damit verschlossen wird. Die Darstellung dient als humorvolle Auflockerung der Faltanleitung und weist auf den folgenden, detaillierten Faltschritt hin. Zeichnung und Gestaltung: Veronika Helga Vetter - GWS2.de - September 2026

Jetzt geht es lang­sam an den letz­ten Schritt: Die Ecken wer­den ge­schlos­sen, da­mit aus dem bis­her of­fe­nen Pa­pier­be­häl­ter eine sta­bi­le Snack­scha­le ent­steht. Wie Gustl auf der Ta­fel zeigt, kon­zen­trie­re ich mich da­bei zu­nächst im­mer nur auf eine Ecke. Die an­de­ren drei Ecken las­se ich vor­erst so, wie sie sind.

Zweiteilige Bildcollage zur Faltanleitung einer Snackschale aus Origami-Papier. Das grüne Papier ist bereits entsprechend der vorherigen Schritte vorgefaltet und wird nun an einer einzelnen Ecke weiter bearbeitet. Im linken Bild ist die diagonale Faltlinie eingezeichnet, an der die Ecke nach innen gefaltet werden soll. Das rechte Bild zeigt die bereits umgelegte Ecke und verdeutlicht, wie die einzelnen Papierlagen dabei aufeinanderliegen. Eingezeichnete Punkte und Linien dienen als Orientierung, damit die Ecke möglichst genau gefaltet und die Snackschale anschließend sicher verschlossen werden kann. Origami für Essen

Für die­sen Schritt neh­me ich mir eine Ecke der Scha­le vor und zoo­me ge­dank­lich ganz nah an die ent­spre­chen­de Falt­stel­le her­an. Auf dem Foto ist gut zu er­ken­nen, wel­che be­reits vor­han­de­nen Falt­li­ni­en mir da­bei als Ori­en­tie­rung die­nen. Ich fal­te die Ecke ent­lang der vor­ge­fal­te­ten dia­go­na­len Li­nie nach in­nen. Da­bei ach­te ich dar­auf, dass die bei­den mar­kier­ten Punk­te be­zie­hungs­wei­se die ent­spre­chen­den Falt­stel­len sau­ber auf­ein­an­der aus­ge­rich­tet sind.

  • Ich strei­che die neue Fal­tung an­schlie­ßend kräf­tig mit dem Fin­ger aus, da­mit die Ecke mög­lichst flach und sau­ber an­liegt. Da­durch wird die of­fe­ne Ecke der Snack­scha­le nach und nach ver­schlos­sen und die Sei­ten­wän­de er­hal­ten zu­sätz­li­chen Halt.

Tipp: Ich ar­bei­te hier be­son­ders sorg­fäl­tig und neh­me mir wirk­lich eine Ecke nach der an­de­ren vor. Die vor­han­de­nen Falt­li­ni­en sind da­bei mei­ne wich­tigs­te Ori­en­tie­rung. Wenn die ers­te Ecke sau­ber sitzt, las­sen sich die üb­ri­gen Ecken nach dem­sel­ben Prin­zip deut­lich ein­fa­cher fal­ten.

Nun geht es dar­an, die zu­vor vor­be­rei­te­te Ecke voll­stän­dig zu ver­schlie­ßen. Ich neh­me mir wei­ter­hin eine Ecke nach der an­de­ren vor und ar­bei­te mög­lichst ge­nau ent­lang der be­reits vor­han­de­nen Falt­li­ni­en.

Zweiteilige Bildcollage zur Faltanleitung der Origami-Snackschale. Die Detailaufnahmen zeigen, wie eine der Ecken verschlossen wird. Im linken Bild ist die obere Papierlasche entlang der bereits vorgefalteten Linie zum Umlegen vorbereitet. Im rechten Bild wurde die Lasche nach unten über die Ecke gefaltet und liegt nun auf der darunterliegenden Papierfläche auf. Die Faltkante wird dabei sorgfältig ausgerichtet und geglättet, sodass die Ecke der Snackschale Schritt für Schritt stabil verschlossen wird. GWS2.de

Wie auf den ers­ten bei­den Bil­dern zu se­hen ist, klap­pe ich zu­nächst die obe­re Pa­pier­la­sche ent­lang der vor­ge­fal­te­ten Li­nie nach un­ten über die Ecke. Da­bei ent­steht eine drei­ecki­ge Pa­pier­flä­che, die an­schlie­ßend als Ver­schluss dient. Ich strei­che die neue Falt­kan­te sorg­fäl­tig glatt und ach­te dar­auf, dass die Kan­ten sau­ber auf­ein­an­der­lie­gen.

Zweiteilige Bildcollage zur Faltanleitung der Origami-Snackschale. Die Detailaufnahmen zeigen den nächsten Schritt beim Verschließen einer Ecke. Die zuvor über die Ecke gefaltete Papierlasche wird nun weiter nach innen gefaltet und sorgfältig an der Seitenwand der Schale angelegt. Dabei wird die Lasche entlang der vorhandenen Faltlinien umgelegt und anschließend glattgestrichen. So wird die Ecke fixiert und erhält zusätzlichen Halt. GWS2.de

An­schlie­ßend fal­te ich die ent­stan­de­ne La­sche wei­ter nach in­nen, so­dass sie flach an der Sei­ten­wand der Scha­le an­liegt. Da­durch wird die Ecke zu­neh­mend sta­bil und die ein­zel­nen Pa­pier­la­gen hal­ten sich ge­gen­sei­tig in Po­si­ti­on. Ich drü­cke die Fal­tung noch ein­mal kräf­tig mit dem Fin­ger nach, da­mit sie nicht wie­der auf­springt.

  • Die­sen Vor­gang wie­der­ho­le ich an­schlie­ßend bei den üb­ri­gen drei Ecken.

Da­bei ar­bei­te ich im­mer nach dem­sel­ben Prin­zip: Ecke aus­rich­ten, ent­lang der vor­han­de­nen Falt­li­ni­en fal­ten, die La­schen sau­ber nach in­nen le­gen und die Falt­kan­ten gut aus­strei­chen.

Die fertige Papierschale

Fertig gefaltete Snackschale aus Origami-Papier mit einer dekorativen grünen Außenseite. Das Papier zeigt ein abwechslungsreiches Muster aus verschiedenen Grünschattierungen und geometrisch geschwungenen Formen, wodurch die Schale besonders lebendig und dekorativ wirkt. Im Inneren der Schale ist die orangefarbene Papierseite zu sehen, die einen schönen farblichen Kontrast zur grünen Außenseite bildet. Die vier Seitenwände stehen aufrecht und werden an den Ecken durch die sorgfältig gefalteten und ineinandergreifenden Papierlaschen stabilisiert. Durch die mehrfache Faltung ist eine formstabile kleine Schale entstanden, die sich hervorragend zum Servieren von trockenen Snacks wie Nüssen, Chips, Süßigkeiten oder Obst eignet. Wer die Schale auch für feuchte Lebensmittel verwenden möchte, kann zusätzlich ein passend zugeschnittenes Stück Backpapier oder Butterbrotpapier hineinlegen beziehungsweise befestigen. Damit lässt sie sich beispielsweise auch für Kartoffelsalat, Nudelsalat oder andere feuchte Speisen verwenden. Das Papier der eigentlichen Origami-Schale bleibt dabei vor Feuchtigkeit geschützt. Foto und Bearbeitung: Veronika Helga Vetter - GWS2.de - September 2026

Wenn alle vier Ecken auf die­se Wei­se ver­schlos­sen sind, ist mei­ne Snack­scha­le fer­tig. Das obi­ge Bild zeigt das Er­geb­nis: Die Sei­ten­wän­de ste­hen sta­bil nach oben, wäh­rend die ge­fal­te­ten Ecken die Scha­le zu­sam­men­hal­ten. Durch die un­ter­schied­li­chen Pa­pier­la­gen ent­steht gleich­zei­tig ein schö­ner, de­ko­ra­ti­ver Rand. Ich kon­trol­lie­re zum Schluss noch ein­mal alle Ecken und drü­cke ge­ge­be­nen­falls ein­zel­ne Falt­kan­ten nach. So er­hält die ro­bus­te Pa­pier­scha­le ihre end­gül­ti­ge Form und kann an­schlie­ßend di­rekt für klei­ne Snacks, Sü­ßig­kei­ten oder an­de­re tro­cke­ne Le­bens­mit­tel ver­wen­det wer­den.

Ein gemütlicher Fernsehabend mit der Familie: Auf einer weichen gelben Decke stehen drei selbst gefaltete Origami-Snackschalen bereit und warten nur darauf, mit den Lieblingssnacks des Abends gefüllt zu werden. Die Schalen wurden aus Backpapier gefaltet und anschließend mit farbenfrohen Motiven verziert. Für die Muster kamen selbst hergestellte Kartoffelstempel zum Einsatz, die mit Wassermalfarben eingefärbt und direkt auf das Backpapier gestempelt wurden. Durch diese einfache Technik entstehen auf dem ansonsten schlichten Backpapier kleine bunte Blumen- und Blütenmotive, die jede Schale zu einem individuellen Einzelstück machen. Die große Schale im Hintergrund ist randvoll mit luftigem Popcorn gefüllt – perfekt für einen spannenden Film oder den nächsten Familienfilmabend. In der kleinen Schale links warten farbenfrohe Gummibärchen in verschiedenen Formen und Farben auf die kleinen und großen Naschkatzen. Die Schale rechts ist mit einem herzhaften Snackmix aus Brezen, Salzgebäck und verschiedenen Knabbereien gefüllt. So bekommt jedes Familienmitglied seinen eigenen kleinen Snackteller, ohne dass dafür das gute Geschirr aus dem Küchenschrank geholt werden muss. Neben den Schalen steht als stilechte Begleitung eine kleine Coca-Cola-Dose aus Fimo-Modelliermasse, die ebenfalls selbst gestaltet wurde. Ein einzelnes Stück Popcorn liegt daneben und vermittelt beinahe den Eindruck, als hätte der Fernsehabend bereits begonnen. Die warme gelbe Decke, das natürliche Umfeld und die bunten Snacks schaffen eine gemütliche Atmosphäre, die sofort an einen entspannten Abend auf dem Sofa erinnert. Die Idee dahinter ist ebenso praktisch wie kreativ: Mit Backpapier, selbst gemachten Kartoffelstempeln und etwas Farbe lassen sich im Handumdrehen individuelle Snackschalen für einen Fernsehabend gestalten. Popcorn, Gummibärchen oder Knabbereien können darin direkt serviert werden – und nach dem Film bleibt vor allem eines übrig: kein voller Abwaschberg in der Küche. Die gesamte Szenerie wurde von Veronika Helga Vetter gestaltet, gebastelt, arrangiert und fotografisch in Szene gesetzt. GWS2.de - September 2026

Ver­wand­te The­men:

„Wie geht’s dir, Soh­ne­mann?“ - La­mi­nier­te Stim­mungs­s­mi­leys bas­teln
Chi­cken­box wie bei McDonald’s bas­teln - kos­ten­lo­se Scha­blo­ne & Design-Ideen

¹Terpitz, Kat­rin: Tup­per­ware star­tet deut­schen Web­shop – Plä­ne für 500 Stu­di­os auf Eis. handelsblatt.com (08/2026).
²Giersch, Thors­ten: Tup­per­ware is back! Start-up-Star Céd­ric Me­s­ton bringt Kult­do­sen zu­rück nach Eu­ro­pa. marktundmittelstand.de (08/2026).
³Mann, Ja­ni­na: Wie funk­tio­niert eine Online-Tupperparty? haushaltsmann.de (08/2026).
⁴BDD: Er­öff­nung des ers­ten Tup­per­ware Par­ty Cen­ters im neu­en De­sign. direktvertrieb.de (08/2026).
⁵OECD (2025), OECD Em­ploy­ment Out­look 2025: Can We Get Th­rough the De­mo­gra­phic Crunch? OECD Pu­bli­shing, Pa­ris. doi.org (08/2026).

Zertifikat für Gartenmeister: Wertschätzung für Hobbygärtner und Selbstversorger

Zwi­schen den 1970ern und den 2010er-Jahren er­leb­te Mit­tel­eu­ro­pa eine his­to­ri­sche Pha­se au­ßer­ge­wöhn­lich güns­ti­ger Le­bens­mit­tel­prei­se. Bil­li­ge En­er­gie, Agrar­sub­ven­tio­nen, sta­bi­le Lie­fer­ket­ten und ein bis ins Letz­te op­ti­mier­ter Ein­zel­han­del sorg­ten da­für, dass Nah­rungs­mit­tel im Ver­hält­nis zum Ein­kom­men im­mer er­schwing­li­cher wur­den. Wäh­rend die Welt­kriegs­zeu­gen aus Ge­wohn­heit wei­ter­hin im Gar­ten wer­kel­ten, frag­ten sich die Jün­ge­ren: „War­um ta­ge­lang To­ma­ten zie­hen, wenn ich zwei Kilo da­von für klei­nes Geld kau­fen kann?“ Klein­gar­ten­ver­ei­ne gal­ten als spie­ßig, in de­nen eine Ka­ri­ka­tur des Haus­meis­ter Krau­se die zu­läs­si­ge Ra­sen­hö­he mit ei­nem Maß­band kon­trol­lier­te. Gleich­zei­tig wirk­ten 14 Tage All-inclusive in Aga­dir deut­lich at­trak­ti­ver als die Par­zel­len­pfle­ge in Wanne-Eickel. Auch vie­le Ei­gen­heim­käu­fer der gol­de­nen 1990er-Jahre ver­wan­del­ten ihre Vor­gär­ten lie­ber in pfle­ge­leich­te Schot­ter­flä­chen: Haupt­sa­che, der Grill stand sta­bil und das Au­ßen­ge­län­de mach­te mög­lichst we­nig Ar­beit. Durch haus­ge­mach­te und glo­ba­le Kri­sen hat sich das Blatt seit der COVID-19-Pandemie je­doch grund­le­gend ge­wen­det. Wäh­rend sich die Gen Z heu­te im Dis­coun­ter fragt, was ge­nau die sechs schwar­zen Ku­geln für 4,99 Euro ei­gent­lich dar­stel­len sol­len, er­in­nern sich vie­le Mil­len­ni­als weh­mü­tig dar­an, wie sie einst ei­mer­wei­se Brom­bee­ren aus Omas Gar­ten na­schen konn­ten.

ℹ️ Kri­sen­si­cher­heit, bes­se­re Le­bens­mit­tel­qua­li­tät und der Wunsch, Kos­ten zu sen­ken: Das sind die wich­tigs­ten Grün­de¹ für die Re­nais­sance des Gar­ten­baus. Be­reits 2021 exis­tier­ten in Deutsch­land rund 17 Mil­lio­nen² Privat- und Schre­ber­gär­ten – ein Re­kord­wert. Seit­dem ist der Flä­chen­ver­brauch für Gar­ten­an­la­gen wei­ter an­ge­stie­gen.

Die liebevoll gestaltete Szene erinnert auf den ersten Blick an einen gemütlichen Sommerabend im Schrebergarten – irgendwo zwischen Kräuterbeet, Gartenlaube und dem Duft frisch geernteter Tomaten. Im Mittelpunkt des Bildes liegt eine stilvolle Urkunde mit der Aufschrift „Gartenmeisterin“, die auf einer rustikalen Holzplatte präsentiert wird. Bereits die Farbgestaltung vermittelt eine warme, natürliche Atmosphäre: sanfte Creme- und Grüntöne treffen auf dekorative Ornamente und verleihen der Auszeichnung einen nostalgischen Charakter, der an traditionelle Gartenbauvereine und alte Ehrenurkunden erinnert. Im oberen Bereich der Urkunde befindet sich ein botanisch inspiriertes Emblem mit gekreuzten Gartengeräten und einem jungen Pflänzchen – ein Symbol für Fleiß, Naturverbundenheit und die Freude am Gärtnern. Die feinen Verzierungen im Hintergrund wirken dezent und elegant, ohne überladen zu sein. Besonders harmonisch fügt sich der Name „Renate Schubert“ in das Gesamtbild ein. Zusammen mit dem Ort „Dresden“ und der „Sommerernte 2026“ entsteht der Eindruck einer persönlichen Ehrung für viele Stunden harter, aber erfüllender Gartenarbeit. Die Urkunde liegt nicht einfach nur auf dem Tisch – sie wurde bewusst in Szene gesetzt. Rechts oben steht ein kleines Glas Bier mit goldgelber Farbe und feiner Schaumkrone. Es vermittelt das Gefühl eines wohlverdienten Feierabends nach einem langen Tag im Garten. Vielleicht wurde gerade das Beet gegossen, Unkraut gezupft oder die erste Zucchini des Jahres geerntet. Das Bier steht sinnbildlich für Entspannung, Geselligkeit und die kleinen Glücksmomente, die das Gärtnern mit sich bringt. Links unten befindet sich eine Schale mit frischem Gemüse und einem Laugengebäck. Die bunten Paprikastücke, Gurken, Karotten und Kräuter verleihen dem Bild Lebendigkeit und unterstreichen die Botschaft der Selbstversorgung. Besonders der frische Dill sorgt für einen natürlichen, beinahe sommerlichen Akzent. Die Kombination aus Brotzeit, Gemüse und Urkunde vermittelt das Gefühl eines einfachen, aber erfüllten Lebens – fernab von Hektik, Fast Food und Großstadtstress. Der Hintergrund in warmer Korkoptik rundet die gesamte Komposition angenehm ab und lässt die Szene fast wie eine Einladung wirken: zurück zur Natur, zurück zu echten Lebensmitteln und zurück zu einem Hobby, das Geduld, Wissen und Hingabe erfordert. Gerade Frauen zwischen 35 und 65 Jahren dürften sich in dieser Bildwelt wiederfinden – sei es als leidenschaftliche Hobbygärtnerin, stolze Schrebergartenbesitzerin oder einfach als Mensch, der Freude an Blumen, Gemüse und kleinen Auszeiten im Grünen hat. Die im Bild gezeigte Urkunde kann übrigens kostenlos als PDF-Vorlage auf gws2.de heruntergeladen werden – inklusive verschiedener Designs für Gartenmeister und Gartenmeisterinnen. Damit eignet sie sich wunderbar als humorvolle, aber zugleich wertschätzende Auszeichnung für Freunde, Familienmitglieder oder Vereinskollegen mit grünem Daumen. Urheberin: Veronika Helga Vetter Linz Oberösterreich

Auf­grund des ho­hen Ar­beits­auf­wan­des bei gleich­zei­tig ver­gleichs­wei­se ge­rin­gem Er­trag lag der Selbst­ver­sor­gungs­grad bei Ge­mü­se im Jahr 2023³ bei le­dig­lich 36 %. Wer­den in­ter­na­tio­na­le Lie­fer­ket­ten durch Krie­ge oder po­li­ti­sche Span­nun­gen ge­stört, schlägt sich die Ab­hän­gig­keit von aus­län­di­schen Pro­du­zen­ten un­mit­tel­bar in den Su­per­markt­prei­sen nie­der. Deut­sches Obst ist für Nor­mal­ver­die­ner schon län­ger nicht mehr be­zahl­bar, wes­halb es oh­ne­hin kaum noch an­ge­baut wird. Die we­ni­gen Obst­bau­ern, die es noch gibt, ha­ben mas­siv mit Dieb­stahl zu kämp­fen.

Chris­toph Pfei­fer: Vor ein paar Wo­chen hat­ten wir re­la­tiv häu­fig Por­ti­ons­grö­ßen von 50 Ki­lo­gramm und mehr, die von un­se­ren Fel­dern ge­holt wur­den.

Feh­ring, Yve: Kampf ge­gen Obst­dieb­stahl. Heu­te in Deutsch­land | ZDF (2018).

ℹ️ In den 1960er-Jahren⁴ lag der Er­zeu­ger­preis für ei­nen Zent­ner (50 Ki­lo­gramm) Stein­obst in West­deutsch­land bei etwa 2,00 bis 5,00 DM. Der Selbst­ver­sor­gungs­grad bei hei­mi­schem Obst lag da­mals deut­lich über 100 % – ent­spre­chend güns­tig wa­ren die Prei­se für End­ver­brau­cher.

Die zweite Urkunde wirkt deutlich repräsentativer und erinnert bewusst an die feierliche Ästhetik historischer Ehrenzertifikate oder alter Vereinsauszeichnungen. Während das erste Design eher naturverbunden und bodenständig gestaltet ist, vermittelt diese Variante einen fast aristokratischen Charakter – irgendwo zwischen Gartenbauverein, Traditionsurkunde und liebevoll ironischer „Adelung“ des modernen Hobbygärtners. Im Zentrum des Bildes liegt die prachtvoll verzierte „Gartenmeister“-Urkunde auf einer dunklen Holzplatte. Der cremefarbene Hintergrund wird von filigranen Ornamenten eingerahmt, die an klassische Drucktechniken vergangener Jahrzehnte erinnern. Bereits die Schriftgestaltung im oberen Bereich springt sofort ins Auge: Das Wort „Urkunde“ erscheint in einer kunstvollen Frakturschrift mit roten und schwarzen Elementen, wodurch sofort Assoziationen an alte Ehrenbriefe, Traditionsvereine und historische Auszeichnungen entstehen. Besonders dominant wirkt das zentrale Wappenmotiv. Über zwei gekreuzten Gartengeräten – Spaten und Rechen – thront eine goldene Krone. Dadurch erhält die Urkunde bewusst einen monarchistischen, beinahe humorvoll-heroischen Stil. Die Botschaft ist klar: Wer Jahr für Jahr Beete pflegt, Pflanzen zieht, Schnecken bekämpft und Ernten einfährt, hat sich eine königliche Ehrung verdient. Gleichzeitig bleibt das Design charmant und augenzwinkernd, ohne jemals kitschig zu wirken. Die feinen grünen Rankenornamente im Hintergrund verstärken den Eindruck eines traditionsreichen Gartenordens. Besonders schön ist die Kombination aus klassischen Symbolen und modernen Details: Der eingetragene Name „Willi Brenner“, der Ort „Hannover“ sowie die Jahreszahl „2026“ lassen die Urkunde wie eine echte persönliche Auszeichnung erscheinen – fast so, als hätte ein Kleingartenverein seinen langjährigen Vereinsmeister geehrt. Ein besonderer Blickfang befindet sich links oben auf der Urkunde: eine kleine Sonnenblume mit leuchtend gelben Blütenblättern und dunkler Mitte. Sie wurde aus Fimo-Modelliermasse gefertigt und verleiht dem Bild eine warme, handwerkliche Note. Gerade dieses Detail macht die Szene besonders authentisch, weil es den kreativen Charakter der gesamten Komposition unterstreicht. Die Sonnenblume wirkt wie ein kleines Symbol für Sommer, Naturverbundenheit und Lebensfreude. Rechts unten steht ein Glas mit frischen Erdbeeren und Heidelbeeren, die großzügig mit Puderzucker bestäubt wurden. Die kräftigen Rottöne der Erdbeeren harmonieren wunderbar mit den gedeckten Farben der Urkunde. Gleichzeitig vermittelt die Szene ein Gefühl von Sommerernte, Gartenfest und selbst angebauten Köstlichkeiten. Die Kombination aus Beeren, Holzunterlage und nostalgischer Urkunde erzeugt beinahe eine romantisierte Vorstellung des modernen Schrebergartenlebens – entschleunigt, naturverbunden und voller kleiner Rituale. Der warme Hintergrund in Korkoptik sorgt dafür, dass die Szene ruhig und wohnlich wirkt. Nichts erscheint steril oder künstlich inszeniert. Stattdessen entsteht der Eindruck eines echten Küchentisches oder eines Vereinsabends nach erfolgreicher Ernte. Genau darin liegt die Stärke des Fotos: Es verbindet Humor, Nostalgie, Handarbeit und Wertschätzung zu einer stimmigen Gesamtkomposition. Besonders bemerkenswert ist außerdem, dass sämtliche Elemente auf dem Bild von Veronika Helga Vetter gestaltet, konzipiert und umgesetzt wurden. Als renommierte Papier- und Webkünstlerin gestaltet sie seit 2011 kreative Projekte mit hohem Wiedererkennungswert. Die sorgfältige Auswahl der Farben, Materialien und Dekorationen zeigt deutlich das Gespür für nostalgische Bildwelten und detailreiche Inszenierungen. Die gezeigten Gartenmeister-Urkunden können kostenlos als PDF-Datei auf gws2.de heruntergeladen werden. Enthalten sind zwei unterschiedliche Stilrichtungen: ein eher neutrales, naturverbundenes Design sowie diese monarchistisch inspirierte Variante für alle, die ihre Gartenleidenschaft mit einem Augenzwinkern zelebrieren möchten. GWS2.de Mai 2026

Längst hat es sich her­um­ge­spro­chen: Wer heut­zu­ta­ge mehr als eine Hand­voll Kir­schen, Erd­bee­ren, Him­bee­ren, Apri­ko­sen oder Zwetsch­gen im Jahr ge­nie­ßen möch­te, muss selbst zur Gar­ten­schau­fel grei­fen. Pro­ble­ma­tisch ist je­doch, dass Wunsch und Wirk­lich­keit da­bei häu­fig weit aus­ein­an­der­lie­gen. Zwar kön­nen sich im­mer mehr jun­ge Men­schen vor­stel­len, ei­nen ei­ge­nen Schre­ber­gar­ten zu be­wirt­schaf­ten – schließ­lich klingt die Vor­stel­lung ver­lo­ckend, mit­ten in der Groß­stadt in ei­ner grü­nen Oase zu gril­len und ei­ge­nes Obst so­wie Ge­mü­se an­zu­bau­en.

  • Vie­le un­ter­schät­zen je­doch, dass zu ei­ner Ver­eins­mit­glied­schaft ver­pflich­ten­de Ge­mein­schafts­ar­beit ge­hört. Kon­kret be­deu­tet das: Wege in­stand hal­ten, das Ver­eins­heim rei­ni­gen oder Container- und Müll­diens­te über­neh­men.
  • Zu­dem han­delt es sich bei Klein­gär­ten um öf­fent­lich ein­seh­ba­re Flä­chen. Die He­cken­hö­hen sind meist auf 1,25 Me­ter⁵ be­grenzt, wo­durch Nach­barn und Spa­zier­gän­ger pro­blem­los be­ob­ach­ten kön­nen, was im ei­ge­nen Gar­ten ge­schieht.

  • Dar­über hin­aus gibt es in Deutsch­land zu we­ni­ge Par­zel­len. War­te­zei­ten zwi­schen zwei und acht Jah­ren⁶ sind da­her kei­ne Aus­nah­me, son­dern die Re­gel. Vie­le Schre­ber­gär­ten wer­den in­ner­halb der Fa­mi­lie wei­ter­ver­erbt oder un­ter der Hand ver­mit­telt.

Wer trotz all die­ser Hür­den tat­säch­lich den Zu­schlag für ei­nen Klein­gar­ten er­hält, be­nö­tigt meh­re­re Tau­send Euro für die Ab­lö­se⁷ – zu­sätz­lich zu den lau­fen­den Pacht- und Ne­ben­kos­ten. Ent­spre­chend ge­hö­ren vie­le Kleingarten-Millennials⁸ eher zur Ka­te­go­rie „Instagram-Rich-Kid“, die ihre grü­ne Wohl­fühl­oa­se mit Schlag­wor­ten wie „Bio­di­ver­si­tät“ oder „Mischkultur-Beetplan“ mög­lichst stil­voll in den so­zia­len Me­di­en ver­mark­tet.

ℹ️ Die Ur­sprün­ge der Schre­ber­gär­ten lie­gen in den Armen- und Ar­bei­ter­gär­ten des 19. Jahr­hun­derts. Sie dien­ten dem In­dus­trie­pro­le­ta­ri­at als Mög­lich­keit zur Selbst­ver­sor­gung und soll­ten die Le­bens­be­din­gun­gen der städ­ti­schen Un­ter­schicht ver­bes­sern.

Auszeichnung zum Gartenmeister. Kostenlose PDF-Vorlage zum Herunterladen. GWS2.de - Mai 2026

Die meis­ten Klein­gar­ten­ver­ei­ne be­fin­den sich in Ost­deutsch­land, da die DDR-Führung den pri­va­ten An­bau von Obst und Ge­mü­se ge­zielt för­der­te. Trotz der hö­he­ren Par­zel­len­dich­te äh­neln die Pro­ble­me je­doch je­nen im Wes­ten. Zwar sinkt vie­ler­orts das Durch­schnitts­al­ter der Päch­ter, doch Kin­der blei­ben in den An­la­gen wei­ter­hin Man­gel­wa­re. Das wirkt be­son­ders wi­der­sprüch­lich, wenn man be­denkt, dass die ers­te Schrebervereins-Fläche 1864 in Leip­zig ur­sprüng­lich als päd­ago­gi­scher Spiel- und Be­we­gungs­raum für Kin­der ge­dacht war.

Schre­ber selbst war be­geis­ter­ter Tur­ner und Mit­be­grün­der des ers­ten Turn­ver­eins in Leip­zig. Er plan­te Spiel- und Tum­mel­plät­ze, sei­ne Ideen setz­te dann Ernst Hau­schild um, ein Schul­di­rek­tor.

Ar­nold, Ron­ny: Der ers­te Schre­ber­gar­ten war ein Spiel­platz. deutsch­land­funk­kul­tur (05/2026).

Das dritte Motiv präsentiert die neutralere Variante der Gartenmeister-Urkunde und wirkt dadurch besonders modern, ruhig und naturverbunden. Im Vergleich zur monarchistischen Ausführung mit Krone und prunkvollen Ornamenten setzt dieses Design stärker auf schlichte Wertigkeit, klare Formen und eine harmonische Farbgebung. Gerade dadurch entsteht eine warme, authentische Atmosphäre, die hervorragend zum Thema Garten, Selbstversorgung und handwerklicher Leidenschaft passt. Die Urkunde liegt leicht schräg auf einer dunklen Holzplatte und hebt sich dadurch elegant vom warmen Hintergrund in Korkoptik ab. Bereits auf den ersten Blick fällt die große Überschrift „URKUNDE“ ins Auge, die in einer klassischen Serifenschrift gehalten ist und dem Dokument einen offiziellen, beinahe traditionsreichen Charakter verleiht. Darunter befindet sich ein dezentes botanisches Emblem mit gekreuzten Gartengeräten und einem jungen Pflänzchen. Dieses Symbol steht sinnbildlich für Pflege, Wachstum und die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur. Die zurückhaltende Gestaltung wirkt bewusst seriös und zeitlos. Feine Blattornamente im Hintergrund verleihen der Urkunde Tiefe, ohne sie überladen erscheinen zu lassen. Der eingetragene Name „Karl-Heinz Moser“, der Ort „Essen-Kray“ sowie die Saison „2026“ machen die Auszeichnung persönlich und glaubwürdig – fast so, als wäre sie von einem traditionsreichen Gartenbauverein offiziell verliehen worden. Besonders liebevoll wurde erneut die kulinarische Dekoration inszeniert. Links oben steht ein kleines Glas mit einem cremigen High-Protein-Kokosnussjoghurt der Marke Milbona von Lidl. Verfeinert wurde dieser mit Erdbeeren, Heidelbeeren und Kirschen, die dekorativ über den Glasrand hinausragen. Eine feine Schicht aus Zucker und Staubzucker verleiht den Früchten eine beinahe märchenhafte Optik und erinnert an sommerliche Desserts aus dem eigenen Garten. Die satten Rot- und Dunkelvioletttöne der Früchte setzen lebendige Farbakzente und harmonieren wunderbar mit den sanften Grün- und Cremetönen der Urkunde. Rechts unten befinden sich zwei kleine Fliegenpilze aus Fimo-Modelliermasse. Die roten Kappen mit ihren weißen Punkten sorgen für einen verspielten Akzent und verstärken den märchenhaften Charakter der Szene. Gerade dieses Detail weckt Erinnerungen an Waldspaziergänge, Herbstdekorationen und liebevoll gestaltete Gartenwelten. Gleichzeitig lockern die Pilze die eher sachliche Gestaltung der Urkunde charmant auf und verleihen dem Bild eine kreative Handschrift. Die gesamte Komposition wirkt bewusst entschleunigt und handgemacht. Nichts erscheint steril oder künstlich. Stattdessen entsteht der Eindruck eines gemütlichen Nachmittags zwischen Gartenlaube, Erntekorb und selbstgemachten Köstlichkeiten. Genau darin liegt die Stärke der Inszenierung: Sie verbindet Naturverbundenheit, Humor und Wertschätzung zu einer kleinen Hommage an all jene Menschen, die trotz stressigem Alltag noch Zeit und Energie in Pflanzen, Obst und Gemüse investieren. Besonders bemerkenswert ist erneut, dass sämtliche Elemente der Szene – von der Gestaltung der Urkunde über die Dekoration bis hin zur fotografischen Umsetzung – von Veronika Helga Vetter konzipiert und umgesetzt wurden. Als renommierte Papier- und Webkünstlerin entwickelt sie seit 2011 kreative Projekte mit hohem Wiedererkennungswert und einem ausgeprägten Gespür für nostalgische Bildwelten, liebevolle Details und handwerkliche Ästhetik. Die gezeigte Gartenmeister-Urkunde kann kostenlos als PDF-Datei auf gws2.de heruntergeladen werden. Enthalten sind unterschiedliche Designs für Gartenmeister und Gartenmeisterinnen – von schlicht-modern bis hin zur monarchistisch inspirierten Ehrenurkunde. Mai 2026

Für Maxi und Mia gibt es heu­te Tik­Tok und En­er­gy­drinks – auf Fe­li­ci­tas war­tet ge­zu­cker­ter Rha­bar­ber vor der Gar­ten­lau­be. Was über­spitzt klingt, ist in Deutsch­land längst Rea­li­tät ge­wor­den. Ge­ra­de vor dem Hin­ter­grund, dass Wohn­ei­gen­tum für wei­te Tei­le der Be­völ­ke­rung in­zwi­schen un­er­reich­bar ist, er­gibt die Be­wer­bung auf eine Klein­gar­ten­par­zel­le für die un­te­re Mit­tel­schicht im­mer mehr Sinn. Schließ­lich be­rich­tet selbst die Ta­ges­schau re­gel­mä­ßig dar­über, dass äu­ße­re Schocks⁹ wirt­schaft­lich schwa­che Grup­pen am här­tes­ten tref­fen.

  • COVID-19 oder Hantavirus-Pandemie? Egal – Frei­zeit im Schre­ber­gar­ten.
  • Das Schäl­chen Erd­bee­ren kos­tet in­zwi­schen acht Euro? Egal – die kom­men oh­ne­hin aus dem ei­ge­nen Beet.

„Mama, mir ist lang­wei­lig?“ Im Schre­ber­gar­ten gibt es für Groß und Klein im­mer et­was zu tun.

Urkunde grüner Daumen

Auch wenn die so­zia­len Me­di­en in­zwi­schen vol­ler Selbstversorger- und Balkongarten-Tipps sind, fehlt den meis­ten Men­schen nach Ar­beit, Haus­halt und Fa­mi­lie schlicht die En­er­gie, noch stun­den­lang in der Erde zu wüh­len. Doch es gibt sie: die­je­ni­gen, die wis­sen, dass Hei­del­bee­ren sau­ren Bo­den­¹⁰ be­nö­ti­gen. Die­je­ni­gen, die sich mit Frucht­fol­gen, Pflanz­loch­grö­ßen, dy­na­mi­schen Ak­ku­mu­la­to­ren und torf­frei­er Erde aus­ken­nen. Die stil­len Hel­den des All­tags, die Mit­strei­tern ganz selbst­ver­ständ­lich ein vor­ge­zo­ge­nes Salat-Jungpflänzchen oder ein paar Früh­blü­her mit­ge­ben. Wer sol­che Men­schen im Familien- oder Freun­des­kreis hat, darf sich glück­lich schät­zen.

📜 Hin­wei­se: Gärt­ner ver­sor­gen Fa­mi­lie, Freun­de und Nach­barn mit wert­vol­len Le­bens­mit­teln – höchs­te Zeit, die­se Leis­tung zu ho­no­rie­ren. Aus die­sem Grund ha­ben wir spe­zi­el­le Zer­ti­fi­ka­te für Gar­ten­meis­ter ent­wi­ckelt. Die kos­ten­lo­se PDF-Da­tei ent­hält zwei un­ter­schied­li­che De­signs, je­weils in weib­li­cher und männ­li­cher An­spra­che. Be­son­ders hoch­wer­tig wir­ken die vor­ko­lo­rier­ten Vor­la­gen, wenn sie auf DIN-A4-Papier mit ei­ner Gram­ma­tur zwi­schen 120 und 160 g/m² aus­ge­druckt wer­den.

In der Schweiz nimmt mitt­ler­wei­le rund ein Vier­tel der Kin­der und Ju­gend­li­chen re­gel­mä­ßig Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ein. Da­hin­ter steckt oft die Sor­ge vie­ler El­tern, Obst und Ge­mü­se aus dem Su­per­markt sei­en längst nicht mehr so nähr­stoff­reich wie frü­her die Er­zeug­nis­se aus Omas Gar­ten. Wis­sen­schaft­lich lässt sich die­se An­nah­me je­doch nicht be­le­gen.

Heu­te wer­den an­de­re Sor­ten an­ge­baut, was sich grund­sätz­lich auch im Nähr­stoff­ge­halt nie­der­schla­gen kann. Die­ser muss aber nicht zwin­gend ge­rin­ger sein als frü­her.

Bie­ler, Sté­pha­nie: Nah­rungs­er­gän­zung: Hil­fe oder Hype? In: Wir El­tern Nr. 2 (2026). S. 22.

Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel sind – so­fern sie nicht ärzt­lich ver­ord­net wur­den – oft nichts wei­ter als teu­rer Urin und wir­ken in vie­len Fäl­len wie ein mo­der­ner Ab­lass­han­del für El­tern, die kaum noch re­gel­mä­ßig frisch ko­chen. Wäh­rend in Leit­me­di­en ger­ne von kos­ten­lo­sem oder güns­ti­gem Schu­les­sen ge­spro­chen wird, sieht die Rea­li­tät in Süd­west­deutsch­land, Bay­ern, Ös­ter­reich und der Schweiz häu­fig an­ders aus. Ganz­tags­schu­len mit ei­ge­ner Men­sa sind dort die ab­so­lu­te Aus­nah­me. Der Un­ter­richt en­det meist ge­gen 13:00 Uhr – und zu Hau­se war­ten dann nicht sel­ten Lap­top, Smart­phone und Früh­stücks­flo­cken.

43 % der deutschen Frauen sind übergewichtig. Wie es anders geht, zeigt Veronika Helga Vetter im knappen Bikini von Temu. Die renommierte Kunsthandwerkerin hält eine Urkunde, die eine Gartenmeisterin auszeichnet. Das DIN-A4-Zertifikat ist gerahmt und ist für Hobbygärtner, die mit ihrem Obst- und Gemüse gegen die allgemeine Fettleibigkeit in Mitteleuropa ankämpfen. Von führenden Ernährungswissenschaftlern empfohlen

In mei­nem Millennial-Umfeld hört man von El­tern im­mer wie­der die­sel­ben Recht­fer­ti­gun­gen:

  • „Al­les wird teu­rer. Wir müs­sen im­mer mehr ar­bei­ten, um un­se­ren Le­bens­stan­dard über­haupt hal­ten zu kön­nen.“
  • „Un­se­re El­tern küm­mern sich nicht um ihre En­kel­kin­der. Wir ha­ben kei­ne Kraft mehr für stän­di­ges Dis­ku­tie­ren und Ge­bet­tel – da bleibt eben man­ches auf der Stre­cke.“

Die­ser Zeit­geist mag nach­voll­zieh­bar sein, trotz­dem wir­ken vie­le die­ser Aus­sa­gen eher wie Aus­re­den. Wenn der Er­halt des Au­tos oder di­ver­ser Un­ter­hal­tungs­abos wich­ti­ger ist als ver­nünf­ti­ge Er­näh­rung, dann setzt eben je­der sei­ne ei­ge­nen Prio­ri­tä­ten. Und wer sich dau­er­haft auf an­de­re ver­lässt, ist am Ende so­wie­so ver­las­sen – das galt be­reits zu Bis­marcks Zei­ten.

Das ei­gent­li­che Kern­pro­blem steckt je­doch in ei­ner an­de­ren Aus­sa­ge:

  • „Wie soll ich als al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter mit­tags zu Hau­se sein? Das funk­tio­niert fi­nan­zi­ell ein­fach nicht.“

Rund 170.000 Ehen wer­den in Deutsch­land je­des Jahr ge­schie­den. In etwa der Hälf­te der Fäl­le le­ben min­der­jäh­ri­ge Kin­der im Haus­halt. Die Be­reit­schaft zu Kom­pro­mis­sen zwi­schen Män­nern und Frau­en scheint im­mer wei­ter ab­zu­neh­men. Wie ver­gif­tet vie­le De­bat­ten in­zwi­schen ge­führt wer­den, zei­gen die teils un­ter­ir­di­schen Kom­men­ta­re un­ter ei­nem YouTube-Short mit ei­nem Aus­schnitt aus dem Wes­tern „Ein Fres­sen für die Gei­er“ (1970).

Bleiben deutsche Männer lieber allein? Warum finden Frauen keine Männer mehr? Screenshot von Diskussion

🥗 Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­am­t¹¹ sind 62 % der Män­ner und 43 % der Frau­en über­ge­wich­tig. Lie­feran­do und Energy-Drinks am Abend las­sen den Bauch­um­fang wach­sen und die Lust sin­ken. Die se­xu­el­le Ak­ti­vi­tät von Men­schen un­ter 30 Jah­ren¹² geht ste­tig zu­rück. Viel­leicht fehlt heu­te die na­tür­li­che Aphro­di­sia­ka aus Omas Gar­ten.

Mei­ner Mei­nung nach ist eine Ehe wie ein Gar­ten, den zwei Gärt­ner ge­mein­sam pfle­gen. Je­der bringt sei­ne ei­ge­nen Sa­men, Werk­zeu­ge und Ideen mit und darf sich frei ver­wirk­li­chen. Wenn bei­de er­ken­nen, dass sie zu­sam­men re­gel­mä­ßig gie­ßen, Un­kraut jä­ten und sich um die Wur­zeln küm­mern müs­sen, wächst ein Ort, der bei­den Schutz, Schön­heit und Ern­te schenkt – und der mit der Zeit im­mer rei­cher wird.

Ver­wand­te The­men:

Papa, du hast es dir ver­dient: Ur­kun­de für ech­te Grill­meis­ter
Son­nen­blu­men bas­teln: Von Quilling-Figuren zur Kom­pass­pflan­ze

¹Hutt, Ro­sa­mond: The hot­test new cra­ze for Ger­man mil­len­ni­als? Gar­dening. weforum.org (05/2026).
²Op­per­mann, Hans: Zahl des Mo­nats. In: ÖKO-TEST Nr. 7 (2021). S. 114.
³Rasch­ke, Bernd: Deutsch­land und die Selbst­ver­sor­gung. Pla­net Wis­sen | SWR (2023).
⁴Le­gath, Hans: Obst­schwem­me. Abend­schau | SWR Re­tro (1963).
⁵Pe­ter­mann, Bar­ba­ra: Der Traum vom Schre­ber­gar­ten. Er­leb­nis Hes­sen | hr (2024).
⁶Rohr­ho­fer, Mar­kus: Der Schre­ber­gar­ten: Klei­nes Gar­ten­glück. derstandard.at (05/2026).
⁷La­cher, An­drea: Ein ei­ge­ner Gar­ten für ei­nen Euro am Tag. In: ÖKO-TEST Spe­zi­al. Nr. 2 (2020). S. 25.
⁸Ma­ger, Horst: Selbstversorger-Glück! Gar­ten­zeit | rbb (2022).
Fi­scher, Ka­ta­ri­na: Deut­sches Idyll: Der Klein­gar­ten und sei­ne Ge­schich­te. nationalgeographic.de (05/2026).
⁹Kun­ze, Naï­ma & Mo­ritz Zim­mer­mann: Ar­mut in Deutsch­land: Wenn das Geld trotz Ar­beit nicht reicht. tagesschau.de (05/2026).
¹⁰­Di­ede­rich, Ma­rie: Hei­del­bee­re Anbau-Guide: So ern­test du 17 kg pro Pflan­ze. youtube.com (05/2026).
¹¹­Eig­ner, Isa­bel­la: Fast ein Drit­tel hat Adi­po­si­tas, krank­haf­tes Über­ge­wicht. In: Stif­tung Wa­ren­test Nr. 1 (2026). S. 12.
¹²­Gott­berg, Joa­chim von: Men­schen ha­ben im­mer we­ni­ger Sex. medienkurs.online (05/2026).

Chicorée ist bitter? Nicht auf Papier! Naturstempel selber machen

Im Früh­jahr 1763 en­de­te der Sie­ben­jäh­ri­ge Krieg. Das Kö­nig­reich Preu­ßen ging ge­mein­sam mit sei­nen Ver­bün­de­ten als Sie­ger her­vor, lag je­doch wirt­schaft­lich am Bo­den. Fried­rich II. be­nö­tig­te drin­gend Geld und re­agier­te mit ho­hen Ein­fuhr­zöl­len auf Kaf­fee­boh­nen, ei­ner star­ken Be­steue­rung des Ge­nuss­mit­tels so­wie der Ein­füh­rung ei­nes staat­li­chen Rös­te­rei­mo­no­pols. Ge­ne­rell wäre es dem Al­ten Fritz lie­ber ge­we­sen, sein Volk hät­te auf Ko­lo­ni­al­wa­ren ver­zich­tet und statt­des­sen die hei­mi­sche Brau­wirt­schaf­t¹ un­ter­stützt. Um Schmug­gel und pri­va­tes Kaf­fee­rös­ten zu un­ter­bin­den, ließ der fin­di­ge Kö­nig so­ge­nann­te Kaf­fee­rie­cher² ein­stel­len. Die­se durch­stö­ber­ten Woh­nun­gen, schnüf­fel­ten in Spei­se­kam­mern und ho­ben not­falls auch die De­ckel von Koch­töp­fen. Bau­ern und Bür­ger, die sich die­sen Zir­kus er­spa­ren woll­ten, grif­fen auf eine alte Tech­nik zu­rück, die be­reits seit dem spä­ten 16. Jahr­hun­der­t³ be­kannt war: Sie rös­te­ten und mahl­ten die Wur­zel ei­ner Pflan­ze, die aus der Ge­mei­nen Weg­war­te kul­ti­viert wor­den war, und stell­ten dar­aus Zi­cho­ri­en­kaf­fee her. Der war zwar kof­fe­in­frei, schmeck­te aber er­staun­lich nah am Ori­gi­nal. Wäh­rend die Be­völ­ke­rung das Ge­tränk char­mant als Land­kaf­fee be­zeich­ne­te, nann­ten es die Fran­zo­sen Café de Prus­se - also Preu­ßen­kaf­fee.

In einem dunkelbraunen, elegant gerahmten Bild entfaltet sich eine zarte Komposition aus Farbe, Struktur und Material – eine poetische Verbindung zwischen Natur und Handwerk. Das Innere des Rahmens ist mit sepiafarbenem Papier ausgekleidet, das dem Gesamtwerk eine warme, fast nostalgische Stimmung verleiht. Im oberen Bereich, etwa den oberen 60 % der Fläche, entfalten sich leuchtend rote Rosenblüten – gestempelt mit der Schnittfläche eines Chicorée-Strunks und in Acrylfarbe aufgetragen. Jeder Abdruck ist einzigartig, mal kräftiger, mal weicher, doch stets erkennbar als Teil eines organischen Ganzen. Zwischen den Blüten ziehen sich zarte grüne Stiele und Blätter hindurch, mit Pinsel ergänzt, um die einzelnen Blütenköpfe zu einem lebendigen Strauß zu verbinden. Doch das wahre Highlight offenbart sich im unteren Drittel des Bildes: Der gesamte Strauß scheint in einem halbierten, echten Rattankorb zu ruhen – dieser ist nicht gemalt, sondern als plastisches Element aufgeklebt. Die geflochtene Korbstruktur tritt leicht hervor und verleiht dem Werk eine spürbare Tiefe. Dieser raffinierte Eingriff erzeugt einen überraschenden 3D-Effekt, der die Grenze zwischen Bild und Objekt, Illustration und Collage spielerisch auflöst. Der Hintergrund des Bildes ist freigestellt und in neutralem Grau gehalten, sodass das Arrangement wie ein stilles, schwebendes Kunstobjekt wirkt – fast wie ein Rahmen im Raum, losgelöst von Zeit und Ort. Die gesamte Arbeit stammt aus der Hand von Veronika Helga Vetter, renommierte Webkünstlerin seit 2011. Ihre kreative Handschrift zeigt sich in jedem Detail: im feinen Spiel von Farbe und Fläche, im mutigen Einsatz von Alltagsmaterialien und in der Fähigkeit, aus einem gewöhnlichen Gemüse ein kleines Kunstwunder zu schaffen. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht Juli 2025

Im Jahr 1830 er­ho­ben sich die süd­li­chen Pro­vin­zen des Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs der Nie­der­lan­de - Fla­men und Wal­lo­nen - ge­gen die nie­der­län­di­sche Herr­schaft. Re­li­giö­se Span­nun­gen, wirt­schaft­li­che Un­gleich­heit und kul­tu­rel­le Ent­frem­dung führ­ten zur Bel­gi­schen Re­vo­lu­ti­on, an de­ren Ende Brüs­sel zur Haupt­stadt des neu ge­grün­de­ten Staa­tes Bel­gi­en wur­de. Vor den To­ren der jun­gen Me­tro­po­le lag die Ge­mein­de Schaer­beek, wo Bau­ern und Gärt­ner tra­di­tio­nell Obst und Ge­mü­se an­bau­ten.

Nir­gends im Um­kreis gab es so vie­le Esel, denn mit ih­nen wur­de die Ware in die Stadt ge­bracht. „Mehr Esel als Ein­woh­ner” hieß es eher scherz­haft als eh­ren­hal­ber.

Spar­rer, Pe­tra: Brüs­sel. 6., kom­plett über­arb. u. akt. Aufl. Er­lan­gen: Mi­cha­el Mül­ler Ver­lag 2018, S. 154.

Wäh­rend des Kriegs­ge­tö­ses soll der Le­gen­de nach ein Bo­ta­ni­ker na­mens Jan Lam­mers sei­ne Zi­cho­ri­en­wur­zeln in ei­nem Kel­ler un­ter der Erde ver­steckt ha­ben. Je nach Er­zäh­lung woll­te der cle­ve­re Neu­bel­gi­er sei­ne wert­vol­len Vik­tua­li­en ent­we­der vor na­hen­den Steu­er­be­am­ten⁴ oder vor ma­ro­die­ren­den Sol­da­ten in Si­cher­heit brin­gen. Die ei­nen hät­ten Geld ge­wollt, die an­de­ren Land­kaf­fee.

Auf dem Foto entfaltet sich eine sorgfältig komponierte Szene, die auf den ersten Blick wie ein kreatives Stillleben wirkt – und sich auf den zweiten als eine feinsinnige Studie über Form, Farbe und Struktur entpuppt. Der Untergrund besteht aus einem kunstvoll gealterten Papier, dessen Oberfläche an Pergament erinnert. Die Kanten sind unregelmäßig, teils gewellt, als hätten Zeit und Handarbeit daran mitgeschrieben – ein lebendiger Träger für das Experiment, das sich darauf abzeichnet. In ordentlichen Reihen wurden Rosenmuster aufgestempelt, mit Acrylfarben in warmen Tönen: Grün, Orange, Gelb und kräftigem Rot. Jede Reihe unterscheidet sich sichtbar von der nächsten – nicht nur farblich, sondern auch in der Struktur. Mal sind es eng geschichtete Blütenblätter, mal weit geöffnete Formen – je nachdem, welcher Ausschnitt des Chicorée-Strunks verwendet wurde. Die verwendeten Chicorée-Stempel liegen offen auf dem Papier, mit der Schnittfläche nach oben. Die feuchten Farbränder glänzen noch leicht und machen sichtbar, welche Schnittpartie zu welchem Abdruck gehört. Dieser offene Umgang mit dem Arbeitsprozess verleiht dem Werk eine unmittelbare Authentizität – Kunst und Werkzeug existieren hier nebeneinander. Im rechten oberen Bildrand liegt ein halbierter Chicorée, dessen beiden Hälften akkurat aufeinandergelegt sind – wie ein ruhender Pinsel, der auf seinen nächsten Einsatz wartet. Die gesamte Komposition stammt von Veronika Helga Vetter – Kauffrau, stellvertretende Filialleiterin bei Lidl, Mutter und Webkünstlerin seit 2011. Ihre Arbeiten verbinden handwerkliches Gespür mit kreativem Mut und zeigen, wie sich Alltagsmaterialien in eigenständige Bildsprachen verwandeln lassen. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht Juli 2025

Nach ei­ni­gen Mo­na­ten, als sich die Lage be­ru­higt und Kö­nig Leo­pold I. aus dem Hau­se Sachsen-Coburg sein Bel­gi­en sta­bi­li­siert hat­te, er­in­ner­te sich Lam­mers an die ver­gra­be­nen Wur­zeln. Beim Nach­se­hen stell­te er ver­wun­dert fest, dass die Pflan­ze ganz ohne Licht weiß-gelbliche, zar­te Spros­sen ge­trie­ben hat­te, die oben­drein schmack­haft und äu­ßerst nähr­stoff­reich⁵ wa­ren. Kurz dar­auf kul­ti­vier­te der Bo­ta­ni­ker aus sei­ner Ent­de­ckung den Witloof-Chicorée - was auf nie­der­län­disch „wei­ßes Laub“ be­deu­tet - und der heu­te in West­eu­ro­pa⁶ zu den be­lieb­tes­ten Win­ter­ge­mü­sen zählt.

Im Mittelpunkt dieses Querformatbildes steht der kleine Gärtner Gustl von Mausbach – eine detailreich modellierte Fimo-Maus, die nicht nur durch ihre Haltung, sondern auch durch ihre Ausstrahlung sofort ins Herz trifft. Gustl trägt eine blaue Latzhose, einen breitkrempigen Hut und eine winzige Brille, die ihm einen wissenden, leicht verschmitzten Blick verleiht. In der linken Pfote hält er eine kleine Schaufel, bereit zur Gartenarbeit, während sein rechter Arm einen überdimensionalen Chicorée umfasst – ebenfalls aus Fimo gefertigt und fast so groß wie Gustl selbst. Die Figur steht am linken Bildrand auf einem alt wirkenden, leicht strukturierten Papier, das wie vergilbtes Pergament anmutet. Darauf prangt in großen, farbenfrohen Buchstaben der Name „GUSTL“ – aufgestempelt mit einer Schablone und Chicorée-Stempeln in Blau, Gelb, Rot, Grün und Orange. Jeder Buchstabe trägt die charakteristische Textur des Gemüsedrucks, was dem Namen eine lebendige, verspielte Tiefe verleiht. Im rechten oberen Bereich des Blattes wurde eine einzelne rote Rose aufgestempelt, die das Gesamtbild harmonisch abrundet. Unten links – diagonal gegenüber der Maus – liegt ein echter, frischer Chicorée, dessen Form und Farbe einen reizvollen Kontrast zur stilisierten Fimo-Version in Gustls Armen bildet. Die übrigen Flächen des Hintergrunds wurden dezent grau getönt, sodass die Farben und Formen der Szene noch stärker zur Geltung kommen. Dieses liebevoll komponierte Arrangement stammt aus der Hand von Veronika Helga Vetter – Kauffrau, stellvertretende Filialleiterin bei Lidl, Mutter und Webkünstlerin seit 2011. Ihre unverwechselbare Mischung aus Modellbau, Gemüsekunst und typografischem Spiel zeigt sich auch hier in jedem liebevollen Detail. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Juli 2025

Hin­ge­gen in Deutsch­land und Ös­ter­reich fra­gen sich vie­le, was sie mit Chi­co­rée an­stel­len sol­len. Im Sa­lat ist er den meis­ten zu bit­ter, wes­halb die Pflan­ze oft mit kräf­ti­gen Käse- oder Bé­cha­mel­so­ßen kom­bi­niert wird. Hips­ter in mo­der­nen Food­trucks nut­zen die schiffs­för­mi­gen Blät­ter in­zwi­schen so­gar als ess­ba­re Tel­ler und rich­ten dar­in Fin­ger­food an. Im Ge­gen­satz zu To­ma­ten, Kar­tof­feln oder Gur­ken ge­hört Chi­co­rée nicht zum Stan­dard­sor­ti­ment der Dis­coun­ter - vor al­lem we­gen sei­ner heik­len La­ge­rung. Er mag es dun­kel und kühl, dann bleibt das bel­gi­sche Win­ter­ge­mü­se etwa eine Wo­che⁷ frisch. In Bio­märk­ten ist Chi­co­rée ganz­jäh­rig er­hält­lich, meist in wie­der­ver­schließ­ba­ren Bo­xen, da­für aber mit ei­nem Ki­lo­preis von rund 9,90 Euro teu­rer als so man­ches Grill­hähn­chen.

Dieses Stillleben zeigt eine besonders poetische Komposition aus Farbe, Natur und Technik. Im Zentrum steht ein alt anmutendes Papier, dessen gewellte Kanten und sanft vergilbte Oberfläche an historisches Pergament erinnern – ein ruhiger, handwerklich wirkender Hintergrund für ein zartes Spiel mit Farbe und Struktur. In aufgereihten Bahnen sind darauf Rosenblüten zu sehen, gestempelt mit der Schnittfläche eines Chicorée-Strunks – diesmal jedoch nicht in kräftigen Acrylfarben, sondern in sanft verlaufenden Wasserfarben in Lila, Orange und Rosa. Die Blütenformen wirken dadurch durchscheinender, fast aquarellhaft – denn die Pigmente vermischen sich mit dem natürlichen Chicoréesaft, wodurch die Kanten verschwimmen und die Farben weicher ineinander übergehen. Die Wirkung ist subtil, beinahe flüchtig – wie ein florales Echo auf Papier. Zur Verdeutlichung der Technik liegen im oberen Bereich des Bildes zwei geöffnete Malkastentöpfchen, in Lila und Orange, sowie ein Borstenpinsel, dessen Spitzen noch lilafarben benetzt sind. Sie zeigen anschaulich, wie die Farbe nicht durch Eintauchen, sondern mit dem Pinsel gezielt auf die Schnittfläche des Gemüsestempels aufgetragen wurde – ein Vorgehen, das Präzision und Feingefühl verlangt. Am linken Rand des Querformatbildes liegt ein ganzer, frischer Chicorée, dessen Form und Farbe den handwerklichen Ursprung der gestempelten Blütenmotive noch einmal sichtbar macht. Der Hintergrund wurde neutral grau gehalten, wodurch sich Papier, Farben und Objekte klar abheben und die zarte Farbigkeit der Wasserfarben nicht in Konkurrenz zur Umgebung treten muss. Das Werk stammt von Veronika Helga Vetter, Kauffrau, stellvertretende Filialleiterin bei Lidl, Mutter und Webkünstlerin seit 2011. Ihre Kunst vereint naturverbundene Materialien mit fein abgestimmter Farbkomposition – und zeigt, wie viel Ausdruckskraft selbst in den sanftesten Tönen liegen kann. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht Juli 2025

Mit Chicorée basteln

Wäh­rend die meis­ten deut­schen Hob­by­kö­che Chi­na­kohl, Ra­dic­chio, Pak Choi und Chi­co­rée oh­ne­hin im Ge­mü­se­re­gal lie­gen las­sen, statt sie zu un­ter­schei­den, macht sich vor al­lem letz­te­rer ei­nen Na­men als be­lieb­ter Na­tur­stem­pel für Ma­ler, Ku­lis­sen­bau­er oder Kunst­leh­rer.

Diese detailreiche Dreier-Collage auf alt gemachtem Papier dokumentiert anschaulich den kreativen Entstehungsprozess eines Chicorée-Naturstempels – Schritt für Schritt, von der Vorbereitung bis zum fertigen Abdruck. Im oberen Bildbereich, der die gesamte obere Hälfte einnimmt, liegt ein Chicorée-Strunk, dessen äußere Blätter mit einem kräftig roten Haushaltsgummi zusammengebunden wurden. Der Gummi fixiert die Pflanze stabil, da bereits zwei größere Stücke aus dem unteren Strunkbereich herausgeschnitten wurden. Diese beiden abgetrennten Teile liegen rechts neben dem Hauptstück – bereit für den kreativen Einsatz als Stempel. Die Szene wirkt wie ein Blick auf eine improvisierte Werkbank in der Naturdruckwerkstatt. Im linken unteren Segment ist ein Chicorée-Stück zu sehen, das zur Hälfte mit oranger Acrylfarbe bemalt wurde. Die Farbe wurde gezielt mit einem Borstenpinsel aufgetragen, der noch sichtbar an der Schnittfläche anliegt. Die intensiven Pigmente leuchten auf dem rauen Pflanzenschnitt – ein Moment, der die handwerkliche Kontrolle und Präzision bei der Vorbereitung der Stempelfläche zeigt. Im rechten unteren Bereich präsentiert sich das Ergebnis: Eine orangefarbene Rosenblüte, frisch gestempelt auf das pergamentartige Papier. Die Blütenform ist klar erkennbar, leicht strukturiert durch die natürlichen Fasern des Chicorée. Darunter ergänzen zart grüne Blätter, die ebenfalls mit Chicorée-Stücken gestempelt wurden, das florale Motiv – liebevoll abgestimmt in Form und Farbe. Die grün benetzten Blattstücke liegen noch daneben und verweisen direkt auf das verwendete Material. Die gesamte Komposition wirkt nicht nur harmonisch, sondern vermittelt zugleich ein Gefühl von Experimentierfreude und natürlicher Eleganz. Sie demonstriert eindrucksvoll, wie sich mit einfachen Mitteln – Gemüse, Farbe, Papier – ein individuelles Kunstwerk erschaffen lässt. Urheberin dieser kreativen Anleitung ist Veronika Helga Vetter, Unternehmerin, Künstlerin und Gründerin von Computerheld Linz. Ihre Projekte vereinen handwerkliches Geschick mit künstlerischer Finesse – und zeigen, dass sich technische Präzision und kreative Leichtigkeit wunderbar ergänzen. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Juli 2025

Ro­sen­blü­ten sind schwer zu zeich­nen, weil ihre Blät­ter kom­ple­xe Schich­ten bil­den. Bei grö­ße­ren Pro­jek­ten lässt sich das Pro­blem mit ei­nem Chi­co­rée lö­sen. Ein Haus­halts­gum­mi bün­delt die Blät­ter, ein schar­fer Schnitt legt die Stem­pel­flä­che frei und schon ent­ste­hen kla­re Ro­sen­ab­drü­cke auf Pa­pier oder Stoff.

ℹ️ Am bes­ten eig­nen sich Acryl­far­ben: Sie haf­ten gut und sor­gen für kräf­ti­ge, gleich­mä­ßi­ge Ab­drü­cke. Was­ser­far­ben sind we­ni­ger de­ckend, da­für kin­der­freund­li­cher in der Hand­ha­bung. Wich­tig: Die Mal­kas­ten­töpf­chen soll­ten mög­lichst mit we­nig Was­ser schau­mig an­ge­rührt wer­den, da­mit sie gut an der feuch­ten Schnitt­flä­che des Chi­co­rées haf­ten blei­ben.

Ne­ben den dich­ten Knos­pen kön­nen auch ein­zel­ne Chicorée-Blätter als Stem­pel die­nen - zum Bei­spiel, um Scha­blo­nen nicht ein­fach aus­zu­ma­len, son­dern mit fei­nen Blatt­struk­tu­ren zu fül­len. So ent­steht etwa aus ei­nem Buch­sta­ben wie dem „T“ kein glat­ter Farb­block, son­dern ein in­di­vi­du­el­les Mus­ter mit le­ben­di­ger Tex­tur.

Diese dreiteilige Collage zeigt eindrucksvoll, wie mit Chicorée, Wasserfarbe und etwas Geduld ein einfaches Schablonenbild zu einem individuellen Kunstwerk wird. Das gesamte Geschehen spielt sich auf alt gemachtem Papier ab, dessen wellige Struktur die kreative Handarbeit unterstreicht. Anders als bei vorherigen Motiven liegt bei dieser Collage der Fokus in der großflächigen unteren Bildhälfte, wo das fertige Ergebnis zu sehen ist: ein farbenfrohes „GUSTL“, das durch geschickte Naturstempeltechnik entstanden ist. Im linken oberen Bildausschnitt wird die Vorbereitung sichtbar: Zwei Stücke eines Chicorée-Blattes werden mit einem Pinsel in orangefarbener Wasserfarbe getränkt. Daneben liegt eine gelbe Buchstabenschablone, durch die das große, hohle „T“ des späteren Namenszugs sichtbar ist. Auf dem Papier selbst sind bereits die Buchstaben „GUS“ aufgedruckt – jeder einzelne mit Chicorée-Stempeln ausgefüllt, was ein feines, pflanzlich strukturiertes Muster ergibt. Der Arbeitsprozess ist klar nachvollziehbar: Farbe, Material, Technik. Rechts daneben, im zweiten Bildausschnitt, wird die eigentliche Stempeltechnik gezeigt: Die Chicorée-Stücke liegen direkt auf der T-Schablone. Deutlich sind bereits vier X-förmige Stempelbewegungen zu erkennen, die ineinandergreifen und so nach und nach die Fläche des Buchstabens ausfüllen. Das Ergebnis ist kein gleichmäßiger Farbauftrag, sondern ein lebendiges Spiel aus Form, Textur und Transparenz – jede Stempelbewegung hinterlässt ihre eigene Signatur. In der unteren, großen Fläche ist das fertige Werk zu sehen: Das Wort „GUSTL“ erscheint nun vollständig, in einer harmonischen Farbkomposition aus Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot. Die Buchstaben wirken wie von Hand gewebt, jedes „X“ sitzt präzise – und gleichzeitig wirkt das Gesamtbild organisch, durch die natürliche Maserung der Chicorée-Stempel. Es ist eine Hommage an die Verbindung von Typografie und Natur, von Struktur und Zufall. Die kreative Idee, Gemüse zur individuellen Gestaltung von Buchstaben und Motiven zu nutzen, stammt von Veronika Helga Vetter – Unternehmerin, Mutter und Webkünstlerin seit 2011. Ihre Projekte zeigen, wie sich alltägliche Materialien in einzigartige Kunstwerke verwandeln lassen. Und dass selbst hinter einem einfachen Namen wie „GUSTL“ viel Fantasie, Technik und Leidenschaft stecken kann. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Juli 2025

Ein­zel­ne Chicorée-Blätter las­sen sich eben­so her­vor­ra­gend für freie Mo­ti­ve wie eine Pal­me ein­set­zen. Da­für wur­de ein Blatt der Län­ge nach hal­biert und die fri­sche Schnitt­flä­che als Druck­flä­che für den Stamm ge­nutzt. Durch die na­tür­li­che Bie­gung er­gibt sich ganz von selbst ein über­zeu­gen­der, leicht ge­bo­ge­ner Stamm­ver­lauf.

Auf einer strukturierten Naturkorkplatte, die sowohl Wärme als auch handwerkliche Bodenständigkeit vermittelt, entfaltet sich eine liebevoll arrangierte Szenerie, die auf den ersten Blick an ein Diorama erinnert – und auf den zweiten als detailverliebtes Gesamtkunstwerk aus Modellbau, Malerei und Drucktechnik überzeugt. Im linken Vordergrund steht der altbekannte Held: Gustl von Mausbach, die charmante Fimo-Maus in Gärtnerkluft. Mit seiner Schaufel in der einen und einem ganzen Chicorée in der anderen Pfote blickt er wissend in Richtung eines farbenfrohen Geschehens. Die Figur verankert das Bild und gibt ihm eine erzählerische Achse – als wäre Gustl gerade dabei, das grüne Paradies zu gestalten, das sich hinter ihm erstreckt. Rechts von ihm, ordentlich angeordnet, liegen zwei Malkastentöpfchen – in Hell- und Dunkelgrün – deren Inhalte gleich darauf in der Szenerie wiederzufinden sind. Daneben ist ein in mehrere Stücke zerteilter Chicorée platziert – jedes einzelne Teil bereit, als Stempel genutzt zu werden. Diese Komposition verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise den kreativen Prozess hinter dem Werk: der direkte Bezug von Material zu Ergebnis wird sichtbar und greifbar. Im Hintergrund, leicht angewinkelt aufgestellt, befindet sich ein braun gerahmtes, auf alt getrimmtes Papier. Darauf tanzen zahlreiche grüne Palmen, gestempelt in verschiedenen Grüntönen, mal filigran, mal kräftig. Jede Palme ist ein wenig anders – ihre Wipfel biegen sich im Wind, was dem Bild eine spürbare Lebendigkeit verleiht. Der untere Bereich des Papiers wurde mit feinen Pinselschwüngen zu einem natürlichen Untergrund gestaltet: sanfte Hügel, gemalte Grasflächen, in denen die Palmen scheinbar verwurzelt sind. Diese Verbindung aus Naturdruck und freier Malerei erschafft eine kleine, fantasievolle Landschaft – irgendwo zwischen Urlaubssehnsucht und Kinderbuchillustration. Die gesamte Komposition ist nicht nur ein technisches Meisterstück, sondern auch Ausdruck eines kreativen Selbstverständnisses: Veronika Helga Vetter, Künstlerin und Unternehmerin, verbindet hier auf einzigartige Weise ihre künstlerische Ader mit ihrem Beruf. Als Gründerin von Computerheld Linz, einem mobilen IT-Service in Oberösterreich, beweist sie tagtäglich, dass Kreativität und Technik keine Gegensätze sein müssen – sondern sich gegenseitig beflügeln können. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Juli 2025

Für die Pal­men­we­del ka­men die Blatt­res­te er­neut zum Ein­satz: Sie wur­den ho­ri­zon­tal in klei­ne Ab­schnit­te ge­schnit­ten, mit Was­ser­far­ben be­stri­chen und v-förmig von der Kro­ne nach au­ßen ge­stem­pelt. So ent­stan­den im Hand­um­dre­hen schwung­vol­le Blatt­we­del, die wie vom Wind be­wegt wir­ken.

Ver­wand­te The­men:

Mit Kaf­fee neu­es Pa­pier alt ma­chen - Tech­nik für Mit­tel­al­ter­fans
Tel­ler für Ku­chen­stü­cke sel­ber bas­teln - Pa­pier­qua­drat hält Fin­ger sau­ber

¹Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Bier­fass bas­teln - Pa­pier­korb für Tisch­ab­fäl­le. gws2.de (07/2025).
²Pac­zen­sky, Gert von & Anna Dün­ne­bier: Lee­re Töp­fe, vol­le Töp­fe. Die Kul­tur­ge­schich­te des Es­sens und Trin­kens. Mün­chen: Al­brecht Knaus Ver­lag GmbH 1994.
³Luc­chin, Mar­ghe­ri­ta & Va­rot­to, Se­re­na & Bar­c­ac­cia, Gi­an­ni & Par­ri­ni, Pao­lo. (2008). Chi­co­ry and En­di­ve. researchgate.net (07/2025).
⁴Gla­dis, Tho­mas: For­men­man­nig­fal­tig­keit und Nut­zungs­viel­falt von Chi­co­ri­um in­ty­bus L. nutzpflanzenvielfalt.de (PDF) (07/2025).
⁵Hass­kerl, Hei­de: Selbst­ver­sorgt durch die kal­te Jah­res­zeit. Sor­ten, Kul­tur, Pfle­ge, Re­zep­te. Graz: Leo­pold Sto­cker Ver­lag 2017, S. 83.
⁶Da Jae­ge­re, Isa­bel: Over­view of Wit­loof Chi­co­ry. frontiersin.org (PDF) (07/2025).
⁷Fi­ckin­ger, Nico: Chi­co­rée: Aro­ma­ti­sches Win­ter­ge­mü­se für Sa­la­te und Auf­läu­fe. ndr.de (07/2025).