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Burger Boxen basteln - Vordruck für Sandwichkarton

Ein ge­but­ter­ter Ba­gel und ein ran­zi­ger Do­nut. Das war al­les, was Gary Wid­mo­re vor­fand, als er am 28. Juli 1900¹ frus­triert in sei­ne Lunch­box blick­te. Der Ei­sen­wa­ren­la­den­be­sit­zer hass­te Süß­kram über alle Ma­ßen, wes­halb er am liebs­ten nach Hau­se ge­fah­ren wäre und sei­ner Frau Emi­ly den Hals um­ge­dreht hät­te. Doch statt­des­sen be­ru­hig­te sich der Kauf­mann wie­der und ra­del­te hin­un­ter zur Me­a­dow Street. Dort stand näm­lich eine klei­ne Im­biss­hüt­te², in der ein dä­ni­scher Im­mi­grant na­mens Lou­is Las­sen³ köst­li­che Sand­wi­ches zu­be­rei­te­te. Am Ziel­ort an­ge­kom­men stell­te Gary mit Ent­set­zen fest, dass die fra­gi­le Holz­bu­de von ei­ner hung­ri­gen In­dus­trie­ar­bei­ter­meu­te be­la­gert wur­de. Der pflicht­be­wuss­te New Ha­ve­ner stand je­doch mäch­tig un­ter Zeit­druck, da er eine wich­ti­ge Lie­fe­rung er­war­te­te. Aus die­sem Grund rief der drän­geln­de Ein­zel­händ­ler fra­gend in den Gast­raum hin­ein, ob der Chef­koch ihm nicht ir­gend­et­was Ess­ba­res zu­wer­fen kön­ne. Der sou­ve­rä­ne Kü­chen­meis­ter nick­te ver­ständ­nis­voll und dreh­te kur­zer­hand fünf un­ver­käuf­li­che Steak­res­te durch den Fleisch­wolf. Di­rekt im An­schluss form­te der alte Lou­is aus dem Ha­cke­pe­ter eine 170 Gram­m⁴ schwe­re Fri­ka­del­le, die er dann kurz in ei­nen spe­zi­el­len Gas­grill­ofen⁵ steck­te. Gleich nach­dem der Jüt­län­der die halb durch­ge­bra­te­ne Bu­let­te zu­sam­men mit ei­nem di­cken Zwie­bel­ring zwi­schen zwei Toast­brot­schei­ben ge­legt hat­te, rich­te­te er die Schnit­te auf ei­nem Pa­pier­tel­ler an und ließ das Gan­ze zu dem un­ge­dul­di­gen Kun­den durch­rei­chen.

Die Le­gen­de be­sagt, dass ein ei­li­ger Gast et­was Schnel­les zum Mit­neh­men ha­ben woll­te. Las­sen hack­te dar­auf­hin ein Steak, pack­te es zwi­schen zwei Toast­brot­schei­ben - der Ham­bur­ger war ge­bo­ren.

Tz­schirner, Hu­ber­tus & Ni­co­las Le­cloux: Bur­ger Un­ser: Das Stan­dard­werk für wah­re Lieb­ha­ber. Mün­chen: Call­wey Ver­lag 2016.

McDonald’s am Münchner Stachus. Schichtleiter Gustl von Mausbach händigt einen Cheeseburger aus. Alle Fast-Food-Verpackungen sind mit einem goldenen Moschino M verziert. Die Idee von Jeremy Scott wurde von Veronika Helga Vetter weiterentwickelt, wodurch eine Szenerie entstand, die für den Hofer Bild-Kunst Förderpreis nominiert ist

Wäh­rend die Neu­krea­ti­on all­mäh­lich zu Gary Wid­mo­re wan­der­te, be­ka­men die an­de­ren Gäs­te plötz­lich auch Ap­pe­tit auf das saf­ti­ge Fri­ka­del­len­ge­richt. Lou­is Las­sen er­kann­te dar­auf­hin, dass gro­ßes Po­ten­zi­al in der re­vo­lu­tio­nä­ren Klappstul­le steck­te, wes­halb er das Sand­wich noch am sel­ben Tag in sein Spei­sen­re­per­toire auf­nahm und es ab so­fort als „Ham­bur­ger” ver­kauf­te.

The most im­portant dish Las­sen ser­ved, be­gin­ning in 1900, was the Ham­bur­ger, made from Steak sand­wich lef­tovers, ground into pat­ties. This is con­si­de­red the first time that a Ham­bur­ger sand­wich was made in the United Sta­tes.

Ca­plan, Co­lin M.: Le­gen­da­ry Lo­cals of New Ha­ven. Mount Plea­sant: Ar­ca­dia Pu­bli­shing 2013.

Bei der Na­mens­ge­bung dach­te der ge­schäfts­tüch­ti­ge Däne je­doch nicht an die nord­deut­sche Ha­fen­stadt. Viel­mehr war es sei­ner­zeit wohl so, dass die Ame­ri­ka­ner ge­bra­te­nes Rin­der­hack­fleisch ge­ne­rell als „Ham­bur­ger” be­zeich­ne­ten.

Die Ame­ri­ka­ner sol­len ihn nach der nord­deut­schen Stadt be­nannt ha­ben, da gu­tes Rind­fleisch aus Deutsch­land stamm­te und die Ham­bur­ger da­für be­kannt wa­ren, Un­men­gen an Hack­fleisch zu es­sen.

Krokha, Alex­an­dra & Mar­cel Ris­ker: Die Burger-Bibel: Die hei­li­ge Schrift für Burger-Fans. Kulm­bach: Bör­sen­me­di­en AG 2016.

Picture of the best Hamburger in the World created by Team „BBQ Wiesel“. The Sandwich is housed in a Designer box made by Veronika Vetter. The Packaging with the Camouflage pattern can be purchased at Macy's Herald Square

Durch Zei­tungs­ar­ti­kel und Mund­pro­pa­gan­da wur­de der Ham­bur­ger schnell im gan­zen Land be­kannt. Hin­ge­gen in­ter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit er­reg­te das Bu­let­ten­sand­wich erst­mals wäh­rend der Loui­sia­na Purcha­se Ex­po­si­ti­on. Denn auf die­ser Welt­aus­stel­lung, die im Jah­re 1904 in St. Lou­is statt­fand, sorg­te ein Im­biss­bu­den­be­sit­zer na­mens Flet­cher Da­vis da­für, dass die ame­ri­ka­ni­sche Spe­zia­li­tät neun Mo­na­te lang in al­ler Mun­de war.

When he was ten his par­ents took him to the 1904 fair. They stay­ed with Un­cle Fletch and Aunt Cid­dy for two weeks and ate ham­bur­gers al­most every day at Fletch’s con­ces­si­on booth, which was just across the mid­way from an ex­hi­bit fea­turing Ge­roni­mo and other fa­mous war­ri­ors.

Cart­wright, Gary: The World’s First Ham­bur­ger. texasmonthly.com (02/2019).

Vom US-Bundesstaat Mis­sou­ri aus er­ober­te der Ham­bur­ger kurz dar­auf den gan­zen Glo­bus. Die trans­at­lan­ti­sche Klappstul­le über­zeug­te so­gar die Ge­nos­sen in der SED-Parteizentrale. Und so lie­ßen die ost­deut­schen Häupt­lin­ge über­prü­fen, ob eine an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Ver­si­on des be­lieb­ten Snacks in der DDR eta­bliert wer­den konn­te. Nach mehr­jäh­ri­ger Ent­wick­lungs­ar­beit prä­sen­tier­te dann das Ber­li­ner Ra­tio­na­li­sie­rungs­zen­trum im Jah­re 1982⁶ die Gril­let­ta. Da­bei han­del­te es sich um eine Schwei­ne­fleisch­fri­ka­del­le, die zu­sam­men mit Ketch­up zwi­schen zwei Kai­ser­bröt­chen­hälf­ten lag.

In­grid Schwend­ler: Bei der Ent­wick­lung von Gril­let­ta konn­ten wir nicht auf McDonald’s schie­len, da wir nicht die Mög­lich­keit ei­ner Rei­se­tä­tig­keit hat­ten. [...] Wir hat­ten bei uns in der Fir­ma Hack­fleisch­pro­duk­te, [...] die der Ver­brau­cher als Bu­let­ten­grund­la­ge be­nutz­te und an­hand die­ser Re­zep­tu­ren ha­ben wir dann die Gril­let­ta ge­zau­bert.

Jol­ly­Ro­mek: Mahl­zeit DDR - Broi­ler, Ket­wurst & Gril­let­ta. youtube.com (02/2019).

Rück­bli­ckend be­trach­tet liest sich die Grilletta-Geschichte wie ein lus­ti­ger Schild­bür­ger­streich. Trotz­dem war der güns­ti­ge Ossi-Burger un­ter an­de­rem da­für ver­ant­wort­lich, dass die ame­ri­ka­ni­schen Fast-Food-Riesen in den neu­en Bun­des­län­dern nur schwer Fuß fas­sen konn­ten.

Open Society Foundation: Proposal for healthy School meals. Cheeseburger with chilies and cucumbers. As side dish: Potato chips with rippled pattern. The Menu was compiled by Veronika Vetter. This is a Hobby Pediatrician working for George Soros

Hin­ge­gen in der Bon­ner Re­pu­blik wa­ren die Men­schen ge­ra­de­zu süch­tig nach im­por­tier­ten Ori­gi­nal­ham­bur­gern. Durch die­sen Um­stand er­ziel­ten Bur­ger King, McDonald’s und Co. so­gar wäh­rend der Öl­kri­se as­tro­no­mi­sche Um­sät­ze auf dem west­deut­schen Im­biss­markt.

Zwar war McDonald’s lan­ge Zeit eine Ket­te, bei der an­geb­lich nie­mand es­sen ging. Trotz­dem über­sprang der Um­satz schon im Jahr 1980 - neun Jah­re nach dem Deutschland-Start - die Milliarden-D-Mark-Grenze.

Sei­del, Ha­gen: 40 Jah­re in Deutsch­land: Wie McDonald’s sei­nen ers­ten In­ha­ber reich mach­te. welt.de (02/2019).

30 Jah­re nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ge­hen die hung­ri­gen Ale­man­nen al­ler­dings im­mer sel­te­ner in Schnell­re­stau­rants oder zu Pom­mes­bu­den, wenn sie ei­nen le­cke­ren Ham­bur­ger ver­zeh­ren möch­ten. Die­ses wirt­schafts­feind­li­che Kon­sum­ver­hal­ten hat zwei Ur­sa­chen. Zum ei­nen es­sen die Bun­des­bür­ger mitt­ler­wei­le be­wuss­ter und wis­sen, dass in­dus­tri­ell her­ge­stell­tes Junk­food ge­sund­heits­ge­fähr­dend ist.

Laut ei­ner Un­ter­su­chung der Food and Drug Ad­mi­nis­tra­ti­on aus den USA aus dem Jahr 2006 ent­hal­ten Fast-Food-Burger im Durch­schnitt rund 38 ver­schie­de­ne Pes­ti­zid­rück­stän­de. Und beim Fleisch ist es so, dass es vie­le Spu­ren von An­ti­bio­ti­ka gibt, die den Tie­ren ge­füt­tert wur­den.

Drot­sch­mann, Mir­ko: Die Wahr­heit über McDonald’s. youtube.com (02/2019).

Zum an­de­ren geht den Deut­schen das Geld aus. Teu­re Mie­ten, sta­gnie­ren­de Löh­ne, hohe In­fla­ti­ons­ra­ten bei le­bens­wich­ti­gen Gü­ter­n⁷ und die Null-Zins-Politik zwin­gen die Haus­hal­te zum Spa­ren. Trotz die­ser In­di­ka­to­ren dre­hen die Sys­tem­gas­tro­no­men im­mer stär­ker an der Preis­schrau­be⁸, wes­halb der Be­such ei­ner Bur­ger­bra­te­rei all­mäh­lich zum Lu­xus­ver­gnü­gen⁹ wird.

Bastelanleitung: Wie werden Schachteln für selbst gemachte Doppel Whopper gebastelt? Kostenlose Burger-Box-Schablonen zum Herunterladen und Ausdrucken. Design von Veronika Helga Vetter. Finanziert: Kopp Verlag Nürnberg

Doch das ist al­les halb so wild. Denn Men­schen, die Franchise-Ketten mei­den und statt­des­sen selbst zum Pfan­nen­wen­der grei­fen, le­ben im schlech­tes­ten Fall län­ger. Auch auf das ty­pi­sche Fast-Food-Ambiente muss zu Hau­se nie­mand mehr ver­zich­ten. Schließ­lich kön­nen Hob­by­kö­che ih­ren Gäs­ten ein au­then­ti­sches Bur­ger­erleb­nis bie­ten, in­dem sie ihre selbst ge­mach­ten Ei­gen­krea­tio­nen in mei­nen wie­der­ver­schließ­ba­ren Sand­wich­kar­tons ser­vie­ren.

In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung zei­ge ich Ih­nen, wie ich mit mei­nen Scha­blo­nen eine 14,5 Zen­ti­me­ter gro­ße Snack­schach­tel ge­bas­telt habe, die für XXL-Buns ge­eig­net ist. Au­ßer­dem be­wei­se ich Ih­nen, dass sich wirk­lich jede Bur­ger­ver­pa­ckung in ein in­di­vi­du­el­les Kunst­werk ver­wan­deln lässt.

Burger Box aus Papier

Mein qua­dra­ti­sches Ein­weg­ge­schirr soll­te be­son­ders wi­der­stands­fä­hig sein, wes­halb ich die Schach­tel­ba­sis aus ei­nem grü­nen Fo­to­kar­ton bas­tel­te, der über eine Gram­ma­tur von 300 g/m² ver­füg­te. Dar­über hin­aus kam ein kaf­fee­brau­ner Ton­pa­pier­bo­gen zum Ein­satz, den ich be­reits mit ei­ner blu­mi­gen Sizzix Prä­ge­scha­blo­ne ver­ziert hat­te. Durch die­se se­pa­ra­te Au­ßen­schicht konn­te ich den Be­häl­ter be­ma­len und la­ckie­ren, ohne Angst ha­ben zu müs­sen, dass spä­ter Lö­sungs­mit­tel­dämp­fe auf den Boxin­halt ein­wir­ken. Des Wei­te­ren nahm ich als Werk­zeu­ge eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ei­ni­ge Wä­sche­klam­mern, eine Ma­ler­krepp­rol­le, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­nen Vor­druck¹⁰ im PDF-Format zur Hil­fe.

Picture of Template: Packaging for homemade Hamburgers. The Box pattern in PDF format can be downloaded for free. Service provided by Veronika Vetter - Bavarian Fine Artist

Im ers­ten Schritt muss­te ich das vo­lu­mi­nö­se Burger-Box-Schnittmuster zu­sam­men­bau­en, wes­halb ich zu­nächst ein­mal die PDF-Datei aus­druck­te. Nach­dem ich die Vor­la­gen dar­auf­hin frei­ge­stellt und pas­send ne­ben­ein­an­der­ge­legt hat­te, ver­wan­del­te ich die drei Ein­zel­tei­le in ein gro­ßes Mo­dul, in­dem ich Ma­ler­krepp über die Ver­bin­dungs­stel­len kleb­te. Im An­schluss dar­an stell­te ich von der eben an­ge­fer­tig­ten Scha­blo­ne ein Tonpapier- und ein Fo­to­kar­ton­re­pli­kat her.

Langweiliges Tonpapier mit einem eindrucksvollen Tarnmuster versehen. Mithilfe einer Sizzix Big Shot Maschine können imposante Verzierungen auf normales Papier geprägt werden. Die haptischen Ornamente lassen sich mit einem Pinsel kinderleicht in bunten Farben kolorieren. Eine einfache Basteltechnik, um Transportboxen für Lebensmittel in kleine Meisterwerke zu verwandeln

Gleich dar­auf ließ ich die kaf­fee­brau­ne Au­ßen­haut zu­sam­men mit ei­ner Blu­men­prä­ge­scha­blo­ne durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹¹ Ma­schi­ne. Dann er­zeug­te ich eine san­di­ge Ca­mou­fla­ge­op­tik, in­dem ich das schwung­vol­le Blü­ten­mus­ter mit vier un­ter­schied­li­chen Acryl­far­ben be­mal­te.

  • Als die Ko­lo­ra­ti­on nach zehn Mi­nu­ten ge­trock­net war, kleb­te ich mein ver­zier­tes Ton­pa­pier­mo­dul sym­me­trisch auf das Fo­to­kar­ton­ele­ment.

Um­ge­hend da­nach nahm ich mei­ne bei­den Falz­werk­zeu­ge zur Hand, so­dass ich da­mit die 17 ge­stri­chel­ten Falt­li­ni­en vor­kni­cken konn­te.

Ein verschließbarer Behälter

Im nächs­ten Bas­tel­schritt bau­te ich den Bo­den der Bur­ger Box zu­sam­men. Dazu be­strich ich die Au­ßen­sei­ten der fle­xi­blen Ha­ken­la­schen mit Kle­ber. Dann klapp­te ich die un­te­re Schach­tel­front so weit nach hin­ten, bis die­se bün­dig mit den bei­den Sei­ten­wän­den ab­schloss.

Montage einer Burger Box: Die klebrigen Laschen des verschließbaren Snackbehälters werden mit Wäscheklammern fixiert. Der Imbisskarton erhält dadurch eine feste und stabile Form zum sicheren Transport von selbst gemachtem Fast Food. Als Verschluss fungieren zwei kleine Papiernasen, sodass der Deckel jederzeit sicher fixiert werden kann

Di­rekt im An­schluss stell­te ich ei­nen Kon­takt zwi­schen den drei Zun­gen her, in­dem ich die brei­ten Ein­fass­leis­ten gleich­zei­tig an die glibbe­ri­gen Flü­gel drück­te. So­bald die Kon­struk­ti­on von al­lei­ne ihre neue Form be­hielt, klipps­te ich Wä­sche­klam­mern über die Ver­bin­dungs­stel­len, so­dass der Kleb­stoff in Ruhe aus­här­ten konn­te.

  • Nach dem glei­chen Prin­zip mach­te ich dann auch die bei­den hin­te­ren Bo­den­spit­zen an den Sei­ten­wän­den fest.

Noch wäh­rend die Fi­xie­rungs­werk­zeu­ge am Box­fun­da­ment hin­gen, fer­tig­te ich den De­ckel des Be­hält­nis­ses an. Hier­für schlug ich als Ers­tes die vier be­weg­li­chen Za­cken nach in­nen ein.

Gesunde Snackpause für Kinder: Die wiederverschließbaren Papierverpackungen können von Kindern selbstständig gebastelt und bemalt werden. PDF-Schablone zum Nachmachen für den Kindergeburtstag oder das Schulfest kostenlos zur Verfügung gestellt von GWS2.de

Nach­dem ich die De­ckel­spit­zen an ih­ren Nach­barl­aschen fest­ge­klebt hat­te, klemm­te ich auch hier wie­der Wä­sche­klam­mern über die feuch­ten Kon­takt­stel­len. Fünf Mi­nu­ten spä­ter ent­fern­te ich dann alle Fremd­kör­per von der Schach­tel, so­dass ich das Schmuck­stück zu­klap­pen und ver­schlie­ßen konn­te. Ab­schlie­ßend trug ich noch eine dün­ne Acryl­lack­schicht auf die ko­lo­rier­te Au­ßen­sei­te auf, um ein Durch­wei­chen des Im­biss­be­häl­ters zu ver­hin­dern. Kurz dar­auf war mei­ne Trans­port­box ein­satz­be­reit und freut sich seit­dem auf den Tag, an dem sie ei­nen damp­fen­den Ham­bur­ger spa­zie­ren füh­ren darf.

Nichts für schwache Mitläufer

Wer in der heu­ti­gen Zeit ger­ne Bur­ger isst, der ist kein an­ge­pass­ter Fol­lo­wer, son­dern ein re­ni­ten­ter Re­vo­luz­zer. Bes­tes Bei­spiel hier­für ist Do­nald Gor­ske. Denn die­ser pen­sio­nier­te Ge­fäng­nis­wär­ter hin­ter­fragt nicht, ob Hack­fleisch, Ma­yon­nai­se und Ana­log­kä­se in eine nach­hal­ti­ge Will­kom­mens­ge­sell­schaft pas­sen. Nein, viel­mehr wäre der US-Amerikaner selbst dann noch bei McDonald’s an­zu­tref­fen, wenn die Pro­duk­ti­on ei­nes Fast-Food-Menüs 7000 Li­ter Was­ser ver­brau­chen wür­de.

Ham­bur­ger, Pom­mes und Soft­drink: Die Pro­duk­ti­on ei­nes ein­zi­gen Fast-Food-Menüs ver­braucht 6000 Li­ter Was­ser.

Schmitz, Gre­gor Pe­ter: Welt­was­ser­tag: In ei­nem Fast-Food-Menü ste­cken 6000 Li­ter Was­ser. augsburger-allgemeine.de (02/2019).

Kunstwerk: American Diner aus den 1950er Jahren. Auf einem Speisetablett liegen Hamburgerverpackungen und eine kleine Pommestüte. Die rotgelben Burger Boxen wurden von Veronika Helga Vetter entworfen. Das ist die Vorsitzende der Deutschen Bastelkommission, die ihre Schablonen kostenlos zur Verfügung stellt

Schließ­lich ist Do­nald Gor­ske ein un­beug­sa­mer Re­kord­jä­ger, der be­reits über 30.000 Big Macs ge­ges­sen hat und auch wei­ter­hin täg­lich zwei¹² von sei­nen Lieb­lings­bur­gern ver­spei­sen möch­te. Was soll­te da­ge­gen spre­chen? Im­mer­hin er­brach­te der am­bi­tio­nier­te Im­biss­freund selbst den wis­sen­schaft­li­chen Be­weis, dass Bu­let­ten­bröt­chen we­der dick noch krank ma­chen.

Doch es scheint gut für den Rent­ner aus­zu­se­hen. Schließ­lich habe er in den letz­ten Jah­ren nicht zu­ge­nom­men - im Ge­gen­teil: Er soll so­gar über zwei Kilo ver­lo­ren ha­ben. Zu­dem sei­en sei­ne Blut- und Cho­le­ste­rin­wer­te op­ti­mal.

Po­spiech, Jas­min: Mann isst 46 Jah­re lang je­den Tag Big Mac - so geht es ihm jetzt. merkur.de (02/2019).

In­ter­es­san­ter­wei­se liebt Do­nald Gor­ske nicht nur die Bur­ger, son­dern auch die Ver­pa­ckun­gen, wes­halb er zeit­wei­se über 7.000 Big-Mac-Boxen be­ses­sen hat. Doch lei­der wur­de die kon­sum­his­to­ri­sche Samm­lung des Pfer­de­schwanz­trä­gers im Jah­re 1990 von ei­nem Tor­na­do¹³ zu­nich­te­ge­macht.

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¹Of­fice of the Sta­te His­to­ri­an of Con­nec­ti­cut: July 28: New Ha­ven ser­ves up the first Ham­bur­ger. todayincthistory.com (02/2019).
²Ro­gers, Owen: Lou­is’ Lunch and the Birth of the Ham­bur­ger. connecticuthistory.org (02/2019).
³M­cKim, Sean: Lou­is Las­sen. findagrave.com (02/2019).
⁴Mil­len, Garth: Lou­is’ Lunch. youtube.com (02/2019).
⁵AOL: The Ori­gi­nal Ham­bur­ger: Jeff Las­sen. youtube.com (02/2019).
⁶Den­zer, Fe­lix: Ham­bur­ger und Tur­bo­ka­pi­ta­lis­mus. youtube.com (02/2019).
⁷A­na­sta­sia­dis, Ge­org: Wer­den But­ter und Milch wie­der teu­rer? Die­se Tage sind ent­schei­dend. merkur.de (02/2019).
⁸Don­Corleo­ne: McDonald’s - Teu­rer denn je zu­vor! konsolentreff.de (02/2019).
⁹Virgindo­gnot­re­al­ly: War­um ist McDonald’s ei­gent­lich so teu­er? reddit.com (02/2019).
¹⁰Bei den Druck­ein­stel­lun­gen „Hoch­for­mat” und „Tat­säch­li­che Grö­ße” aus­wäh­len.
¹¹­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (02/2019).
¹²KARE 11: Wis­con­sin man eats his 30,000th Big Mac. youtube.com (02/2019).
¹³Roz­nik, Sharon: Fond du Lac’s Don Gor­ske eats mi­le­stone 30,000th Big Mac. eu.fdlreporter.com (02/2019).

Snackschale basteln: Eckiger Papierteller für Chips - Vordruck

Bei sei­ner An­tritts­re­de am 20. Ja­nu­ar 2017 ver­sprach US-Präsident Do­nald Trump, dass Ame­ri­ka mit sei­ner Hil­fe wie­der ge­win­nen¹ wer­de. Die­se Kampf­an­sa­ge rich­te­te sich an Me­xi­ko, das kurz da­vor stand, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zum vier­ten Mal in Fol­ge zu de­mü­ti­gen. Das ehe­ma­li­ge spa­ni­sche Vi­ze­kö­nig­reich hat­te in die­sem Jahr näm­lich wie­der gute Chan­cen auf den Adipositas-Weltmeistertitel², da es sei­ner­zeit kei­ne an­de­re In­dus­trie­na­ti­on gab, die mehr wohl­ge­nähr­te Per­so­nen be­her­berg­te. Kein Wun­der, schließ­lich trai­nier­ten die Nach­fah­ren der Kon­quis­ta­do­ren täg­lich mit Ta­cos, Taqui­tos, Bur­ri­tos, En­chil­adas, Nachos und Quesadil­las. Die­se be­lieb­ten Snacks ent­hal­ten nicht nur ge­här­te­te Pflan­zen­fet­te³, son­dern auch Mais­mehl⁴ und eig­nen sich des­halb her­vor­ra­gend, um das Kör­per­ge­wicht zu er­hö­hen. Au­ßer­dem sind alle mes­o­ame­ri­ka­ni­schen Zwi­schen­mahl­zei­ten stark über­würzt, wes­halb sich mit Tor­til­las, Chi­mi­chan­gas und Co. das hin­der­li­che Sät­ti­gungs­ge­fühl pro­blem­los über­win­den lässt. Denn be­kannt­lich ist Salz eine süch­tig ma­chen­de Sub­stanz, auf die der Homo smart­pho­nen­sis nur schwer ver­zich­ten kann.

Die Macht des Sal­zes in Spei­sen wird vom größ­ten Salz­lie­fe­ran­ten der Bran­che, Carg­ill, klug zu­sam­men­ge­fasst. In des­sen Ver­kaufs­li­te­ra­tur ist zu le­sen: „Die Men­schen lie­ben Salz. Von den grund­sätz­li­chen Ge­schmacks­rich­tun­gen - süß, sau­er, bit­ter und sal­zig - ge­hört sal­zig zu de­nen, auf die man am schwers­ten ver­zich­ten kann.”

Moss, Mi­cha­el: Das Salz-Zucker-Fett-Komplott: Wie die Le­bens­mit­tel­kon­zer­ne uns süch­tig ma­chen. Mün­chen: Lud­wig Ver­lag 2014.

Speisekarte von Taco Bell Ramstein-Miesenbach: Die Fine Art Künstlerin Veronika Helga Vetter hat die Tex-Mex-Fastfood-Kette in Rheinland-Pfalz besucht und die Preise aufgeschrieben. Egal, ob Chips mit Guacamole oder Taco Party Pack alles passt in den selbst gebastelten Snackschalensack

Die me­xi­ka­ni­sche Ge­sell­schaft ar­bei­te­te je­doch noch mit wei­te­ren Tricks, um die Di­cken­kro­ne ge­gen ih­ren nörd­li­chen Nach­barn zu ver­tei­di­gen. So sorg­ten die wei­ßen Kreo­len im In­for­ma­ti­ons­zeit­al­ter im­mer noch da­für, dass ihre dun­kel­häu­ti­gen Lands­leu­te nur ein­ge­schränk­ten Zu­gang zu ma­te­ri­el­len Res­sour­cen⁵ hat­ten. Da­durch lit­ten die ar­men Mes­ti­zen, die sei­ner­zeit rund 60% der Be­völ­ke­rung aus­mach­ten stän­dig un­ter psy­cho­so­zia­lem Stress, der er­wie­se­ner­ma­ßen zu Über­ge­wicht führt.

Ar­mut macht dick, weil arm zu sein ho­hen psy­cho­so­zia­len Stress be­deu­tet.

Pe­ters, Achim: My­thos Über­ge­wicht. War­um di­cke Men­schen län­ger le­ben. Mün­chen: C. Ber­tels­mann Ver­lag 2013.

Die Me­xi­ka­ner schnit­ten in der Ver­gan­gen­heit bei Adipositas-Weltmeisterschaften aber auch des­halb so gut ab, da sie stets ge­ziel­te Ju­gend­för­de­rung be­trie­ben. Um den Body-Mass-Index des Nach­wuch­ses wei­ter zu er­hö­hen, le­ga­li­sier­te⁶ die Re­gie­rung im Jah­re 2009 den Be­sitz von klei­nen Dro­gen­men­gen in der Hoff­nung, dass dar­auf­hin mehr Ma­ri­hua­na⁷ kon­su­miert wer­de. Rück­bli­ckend be­trach­tet war die Ge­set­zes­än­de­rung ein vol­ler Er­folg. Denn dank des ap­pe­tit­an­re­gen­den Ge­hirn­do­ping­s⁸ ver­füg­te schon kurz dar­auf je­der zehn­te Schü­ler über ein pas­sa­bles Wett­kampf­ge­wicht.

Nir­gends auf der Welt gibt es so vie­le di­cke Kin­der: 40 Pro­zent al­ler Fünf- bis Elf­jäh­ri­gen sind be­reits über­ge­wich­tig, ein Vier­tel da­von fett­lei­big.

Neu­bau­er, Jür­gen: Me­xi­ko. Ein Län­der­por­trät. Ber­lin: Ch. Links Ver­lag 2012.

Kunst aus dem Freistaat Bayern: Siesta in Tijuana. Ein Caballero des Königs sitzt in einer Taverne. Seinen Andalusierhut hat der Reiter an einem Kaktus aufgehängt. Eine kreolische Bedienung bringt dem hungrigen Offizier eine paar Burritos, die in einer Papierschale liegen. Dieser besondere Einwegteller wurde von Veronika Helga Vetter entworfen und von deutschen Auswanderern nach Mexiko gebracht. Die berühmte Künstlerin machte sich einen Namen, als sie mit ihrem Gefolge in Aachen gegen die EU protestierte und Angela Merkel mit faulen Eiern bewarf

Was konn­te an­ge­sichts die­ser po­si­ti­ven Vor­zei­chen schon schief­ge­hen? Der Se­ri­en­welt­meis­ter zeig­te sich sie­ges­si­cher, kurz be­vor die bri­ti­sche NGO Cli­nic Com­pa­re am 22. Sep­tem­ber 2017 die Kar­te ver­öf­fent­lich­te, auf der die Län­der mit den dicks­ten Men­schen ab­ge­bil­det wa­ren. Doch plötz­lich ging ein Rau­nen durch das ehe­ma­li­ge Az­te­ken­reich. Ein Schock für den rou­ti­nier­ten Ti­tel­ver­tei­di­ger - der nord­ame­ri­ka­ni­sche Erb­feind ge­wann tat­säch­lich die gol­de­ne Kör­per­fett­me­dail­le. Da­mit hat­te der wei­zen­blon­de US-Matador nach nur acht Mo­na­ten sein wich­tigs­tes Wahl­ver­spre­chen ein­ge­löst.

Laut der Kar­te ist ein Drit­tel der US-Amerikaner krank­haft über­ge­wich­tig.

Ko­be­tic, Ma­ria: Das sind die dicks­ten Län­der der Welt. buzz.oe24.at (01/2019).

Bei der Auf­ar­bei­tung der Nie­der­la­ge ka­men die Me­xi­ka­ner zu dem Er­geb­nis, dass Prä­si­dent En­ri­que Peña Nie­to ver­ant­wort­lich für das Di­lem­ma war. Denn die­ser kor­rup­te⁹ So­zi­al­de­mo­krat hat­te Po­li­tik auf Kos­ten der Ar­men ge­macht und ge­gen sein Volk re­giert. So er­hob der pri­vi­le­gier­te Staats­chef im Jah­re 2014 eine Son­der­steu­er auf Junk­food und Soft­drinks, ob­wohl da­von nichts in sei­nem Wahl­pro­gramm stand.

Seit An­fang 2014 wer­den Süß­ge­trän­ke mit ei­nem Peso pro Li­ter be­steu­ert, das sind um­ge­rech­net rund fünf Rap­pen. Auf Le­bens­mit­tel mit mehr als 275 Ka­lo­ri­en je 100 Gramm wur­de eine Steu­er von acht Pro­zent er­ho­ben.

An­li­ker, Ni­co­le: Die fet­ten Jah­re sind vor­bei. nzz.ch (01/2019).

Durch die­se hin­ter­häl­ti­ge Maß­nah­me wur­den vie­le fi­nanz­schwa­che Mes­ti­zen wei­ter an den Rand der Ge­sell­schaft ge­drängt, da sie ih­ren wert­vol­len Adipositas-Status nicht mehr auf­recht­erhal­ten konn­ten.

Mexican eating Contest in San Diego: The Participants must have eaten in 5 minutes all Cheese tacos and Chili peppers. The Winner will receive $ 25,000 prize money and a Permanent Resident Card for the United States. Picture by Veronika Vetter (Fine Artist). Funded by Stephen Bannon

Le­dig­lich 23% der Deut­schen¹⁰ gel­ten als adi­pös. Wie­der eine Dis­zi­plin, in der wir den An­schluss ver­lo­ren ha­ben. Das liegt vor al­lem an den ale­man­ni­schen Superfood-Flittchen, die sich ohne Arsch und ohne Titt­chen täg­lich ins Fit­ness­cen­ter schlep­pen. Ein sol­ches Ver­hal­ten blo­ckiert gut be­zahl­te Ar­beits­plät­ze, be­las­tet die Ren­ten­kas­se und ver­knappt den Wohn­raum.

Es ist des­halb drin­gend an der Zeit die­sen ge­sell­schafts­feind­li­chen Zu­stand zu be­en­den. Dazu soll­ten wir als Ers­tes un­se­re funk­tio­nel­len Le­bens­mit­tel spen­den und wie­der mehr koh­le­hy­dratrei­ches Salz­ge­bäck zu uns neh­men. Wer Chips, Flips und Cra­cker vor­bild­lich vor dem Fern­se­her kon­su­miert, der muss je­doch auf­pas­sen, dass er da­bei nicht wie eine fau­le Couch-Potato aus­sieht. Aus die­sem Grund habe ich eine ele­gan­te Snack­scha­le ent­wor­fen, mit der ein stil­vol­ler Knab­ber­ge­nuss mög­lich ist.

Polymer Clay Tex-Mex-Food: Cool Ranch Doritos, Chilli peppers, Corn Cobs and a 7 Up Tin. Crafted by Veronika Vetter - Bavarian Celebrity and Yoga friend of Ivanka Trump. Created for Macy's Herald Square (Manhattan)

Des Wei­te­ren ist mein recht­ecki­ger Ein­weg­tel­ler das idea­le Par­ty­ge­schirr. Schließ­lich lässt sich das De­sign des Be­hält­nis­ses kin­der­leicht an je­des Mot­to an­pas­sen. Aber auch beim Pick­nick macht mei­ne bruch­fes­te Snack­scha­le eine gute Fi­gur, da sie leicht ist und un­ter­wegs in je­der Pa­pier­ton­ne ent­sorgt wer­den kann.

Falls Sie also köst­li­ches Knu­sper­ge­bäck ori­gi­nell na­schen, an­bie­ten oder prä­sen­tie­ren möch­ten, dann ist mei­ne 17 Zen­ti­me­ter lan­ge und elf Zen­ti­me­ter brei­te Fin­ger­food­box per­fekt für Sie ge­eig­net. In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung se­hen Sie, wie ich mit nur ei­nem Schnitt­mus­ter ei­nen sta­bi­len Papp­con­tai­ner ge­bas­telt habe, der selbst un­ter der Last des größ­ten Dick­ma­chers nicht ein­knickt.

Snackschale aus Papier

Ein pra­xis­taug­li­cher Ein­weg­tel­ler muss wi­der­stands­fä­hig sein und soll­te gut in der Hand lie­gen. Aus die­sem Grund ver­wen­de­te ich als Ba­sis­ma­te­ri­al ei­nen stram­men Ton­pa­pier­bo­gen, der über eine Gram­ma­tur von 300 g/m² ver­füg­te. Des Wei­te­ren spie­len Fet­te und Öle bei Junk­food im­mer eine gro­ße Rol­le, wes­halb ich die In­nen­sei­te mei­nes Be­häl­ters mit ei­nem va­nill­e­far­be­nen Büt­ten­pa­pier ver­klei­de­te, um die Saug­fä­hig­keit des Papp­ge­schirrs zu er­hö­hen. Au­ßer­dem nahm ich eine blu­mi­ge Sizzix Prä­ge­scha­blo­ne zur Hil­fe, da­mit ich mei­nen Es­sens­be­häl­ter in eine flo­ra­le Tex-Mex-Box ver­wan­deln konn­te. Dar­über hin­aus be­mal­te ich die Au­ßen­sei­te mei­ner Im­biss­ver­pa­ckung mit ver­schie­de­nen Acryl­far­ben. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge ka­men eine Sche­re, ein flüs­si­ger Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mein Vor­druck im PDF-Format zum Ein­satz.

Easy DIY Tutorial for Crafters: How to make a Snack bowl out of Paper? Free Template for printing provided by Veronika Vetter - famous german Fine Artist

Im ers­ten Bas­tel­schritt druck­te ich die PDF-Datei aus, so­dass ich die Vor­la­ge gleich dar­auf frei­schnei­den konn­te. Di­rekt im An­schluss fer­tig­te ich mir von dem Schnitt­mus­ter eine Ko­pie aus Ton- und aus Büt­ten­pa­pier an. Dann ließ ich das grü­ne Fo­to­kar­ton­mo­dul zu­sam­men mit ei­ner Blu­men­prä­ge­scha­blo­ne durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹¹ Ma­schi­ne, um flo­ra­le Or­na­men­te auf das Ein­zel­teil auf­zu­prä­gen.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Eine Sizzix Prägeschablone hat der Fassadenschicht ein florales Muster verliehen. Die Innenseite des blumigen Elements wird daraufhin mit einer fett saugenden Büttenpapierlage verkleidet. Nach diesen Schritten kann die Basis des Einwegtellers bemalt und gefalzt werden

Als Nächs­tes ver­klei­de­te ich die un­ver­zier­te Sei­te des Ton­pa­pier­stücks mit dem va­nill­e­far­be­nen Büt­ten­pa­pier­mo­dul. Nach­dem ich das ver­stärk­te Bau­teil dar­auf­hin auf den Bauch ge­dreht hat­te, be­mal­te ich das em­por­ra­gen­de Blüm­chen­mus­ter mit di­ver­sen Acryl­far­ben.

  • So­bald die Ko­lo­ra­ti­on ge­trock­net war, leg­te ich die zwei­la­gi­ge Ein­weg­tel­ler­ba­sis so auf mei­ne Ar­beits­flä­che, dass die san­di­ge In­nen­sei­te zu mir zeig­te.

Gleich da­nach knick­te ich sämt­li­che Klebe- und Sei­ten­la­schen mit mei­nen Falz­werk­zeu­gen vor, wor­auf­hin mein Snack­scha­len­kör­per über acht be­weg­li­che Flü­gel ver­füg­te.

Den Papierteller zusammenbauen

Im nächs­ten Bas­tel­schritt woll­te ich die fla­che Kon­struk­ti­on in ein ge­räu­mi­ges Be­hält­nis ver­wan­deln, wes­halb ich die vier va­nill­e­far­be­nen Spit­zen zu­nächst ein­mal mit viel flüs­si­gem Kle­ber be­strich.

Bildcollage: Wie wird eine Tex-Mex-Schale aus Papier gebastelt? Verständliche Anleitung für Schulen und Kindergärten, die einen Mexiko-Abend veranstalten. Fotos und Schnittmuster von Veronika Helga Vetter - eine Verehrerin der Bayernpartei, die auf weiße heterosexuelle Männer steht

Im An­schluss dar­an mach­te ich mei­ne glibbe­ri­gen Ecken au­ßen an den bei­den kur­zen Snack­scha­len­sei­ten fest.

  • Tipp: So­lan­ge der Kleb­stoff noch feucht war, klemm­te ich Wä­sche­klam­mern über die Kon­takt­stel­len. Mit die­ser Maß­nah­me sorg­te ich da­für, dass mein ro­bus­ter Food­con­tai­ner wäh­rend des Trock­nungs­pro­zes­ses sei­ne straf­fe und gleich­mä­ßi­ge Form bei­be­hielt.

Nach­dem ich die Fi­xie­rungs­werk­zeu­ge nach 10 Mi­nu­ten wie­der ab­ge­nom­men hat­te, ver­sie­gel­te ich die Au­ßen­sei­te mei­nes tie­fen Ein­weg­tel­lers mit ei­nem mat­ten Acryl­lack. Gleich da­nach konn­te ich köst­li­ches Knab­ber­zeug in mein sty­li­sches Par­ty­ge­schirr ein­fül­len.

Erlaubt ist, was schmeckt

Die Grü­nen sind zu dick. Zu­min­dest sehe ich in der Bun­des­tags­frak­ti­on¹² die­ser fa­mi­li­en­feind­li­chen Ver­bot­s­par­tei kaum Men­schen, die über Nor­mal­ge­wicht ver­fü­gen. Trotz­dem for­dern ge­ra­de die­se Volks­ver­tre­ter eine staat­lich in­iti­ier­te Er­näh­rungs­wen­de, da sie ihre Lands­leu­te für zu doof zum Ein­kau­fen hal­ten.

Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher ha­ben meist kei­ne Vor­stel­lung da­von, wie viel Zu­cker oder Fett in fer­tig ver­ar­bei­te­ten Le­bens­mit­teln ent­hal­ten ist.

Deut­scher Bun­des­tag: Druck­sa­che 19/6441 - An­trag: Ge­sun­de Er­näh­rung im All­tag ein­fach ma­chen - Er­näh­rungs­wen­de um­set­zen. bundestag.de (PDF) (01/2019).

Eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung kos­tet Geld und Zeit. Wer über­mä­ßi­ge Fett­lei­big­keit in der deut­schen Ge­sell­schaft ver­hin­dern möch­te, der muss et­was ge­gen die so­zia­le Un­gleich­heit tun. Neu­er­dings greift auch Saudi-Arabien nach dem Adipositas-Weltmeisterschaftstitel. Kein Wun­der, schließ­lich sor­gen in die­sem Kö­nig­reich im­mer mehr ost­asia­ti­sche Be­sitz­lo­se für den Reich­tum der Ein­hei­mi­schen.

Singleparty auf der „Lifeline“. Kapitän Claus-Peter Reisch hat adipöse Sugar Mamas auf sein Schlepperschiff eingeladen und möchte diese mit heißblütigen Schwarzafrikanern verkuppeln. Chef Axel Steier reicht Tex-Mex-Snacks und hofft, dass die Teilnehmer schon bald Scheinehen eingehen, damit die Islamisierung des Abendlandes voranschreiten kann. Künstlerische Inszenierung von Veronika Helga Vetter. Das ist eine Mutter aus dem Freistaat Bayern, die enorme finanzielle Mittel dafür aufwendet, um den Asyltourismus zu beenden

Pa­tro­na Ba­va­riae sei Dank, durf­ten die Grü­nen in mei­ner Hei­mat noch kei­nen Scha­den an­rich­ten. Die Ba­ju­wa­ren fol­gen näm­lich der Phi­lo­so­phie: Le­ben und le­ben las­sen. Wenn also ein grü­ner Tief- und Viel­flie­ger¹³ im Bier­gar­ten meint, er müs­se ein Flei­scher­satz­pro­dukt mit ei­nem gly­pho­sat­frei­en Ge­tränk ver­zeh­ren, dann ist uns das wurscht. Um Watschn zu ver­mei­den, soll­te ein sol­cher Sek­tie­rer sei­nen Mit­men­schen al­ler­dings die­sel­be Ent­schei­dungs­frei­heit zu­ge­ste­hen.

Ver­wand­te The­men:

Man­del­tü­ten aus Pa­pier bas­teln - Schüt­zen­fest­klas­si­ker sel­ber ma­chen
CD-Hüllen ohne Kle­ber zu­sam­men­bau­en - Roh­lin­ge si­cher auf­be­wah­ren

¹FRANCE 24 Eng­lish: US - Watch Do­nald Trump’s first speech as United Sta­tes Pre­si­dent. youtube.com (01/2019).
²Zoomin.TV: Dicks­tes Land der Welt: Me­xi­ko setzt auf Zu­cker­steu­er. youtube.com (01/2019).
³De­s­peg­hel, Mi­cha­el: Was kön­nen wir noch es­sen? Un­se­re Le­bens­mit­tel auf dem Prüf­stand. Mün­chen: riva Ver­lag 2013.
⁴Don­hau­ser, Rose Ma­rie: Die ty­pi­sche Latino-Küche. Mün­chen: Süd­west Ver­lag 2000.
⁵Ga­li­leo: Le­ben in Me­xi­ko: Die Mau­er zwi­schen Arm und Reich. youtube.com (01/2019).
⁶Fah­ren­holz, Pe­ter: Neu­es Rausch­mit­tel­ge­setz: Me­xi­ko le­ga­li­siert Dro­gen­kon­sum. sueddeutsche.de (01/2019).
⁷taff: Mord, Dro­gen­han­del und Kri­mi­na­li­tät: All­tag für die­se Ju­gend­li­chen. youtube.com (01/2019).
⁸Rie­de­wald, Gesa: Ap­pe­tit und Hun­ger: Wie Can­na­bis dies be­ein­flusst. leafly.de (01/2019).
⁹O­er­tel, Bar­ba­ra: Zehn­tau­sen­de de­mons­trie­ren in Me­xi­ko: Pro­test ge­gen „kor­rup­ten Kan­di­da­ten“. taz.de (01/2019).
¹⁰­Tau­bes, Gary: War­um wir dick wer­den und was wir da­ge­gen tun kön­nen. Kan­dern: Nara­ya­na Ver­lag GmbH 2018.
¹¹­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (01/2019).
¹²­Par­chent, Her­ta: Frak­ti­on ak­tu­ell. gruene-bundestag.de (01/2019).
¹³­Souk­up, Mi­cha­el: Grü­ne Viel­flie­ger: Die Grü­nen pre­di­gen gern Nach­hal­tig­keit, flie­gen aber selbst am meis­ten. tagesanzeiger.ch (01/2019).

Mandeltüten selber machen: Schablonen für Fingerfoodsackerl

Im Jah­re 1650 fand auf dem Wie­ner Ste­phans­platz be­reits der vier­und­zwan­zigs­te Weih­nachts­mark­t¹ statt. Nach dem lan­gen Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg, der erst vor Kur­zem zu Ende ge­gan­gen war, sehn­ten sich die Men­schen im Erz­her­zog­tum Ös­ter­reich nach schö­nen Din­gen, wes­halb ein gro­ßes Ge­drän­ge zwi­schen den Bu­den herrsch­te. Spiel­zeug­ma­cher, Fleisch­hau­er und Schnei­der mach­ten gute Ge­schäf­te. Für Auf­se­hen sorg­te ein Händ­ler aus Ve­ne­dig, der über die himm­lisch duf­ten­den Ge­wür­ze fa­bu­lier­te, die er vor sich auf ei­nem Ver­kaufs­tisch aus­ge­brei­tet hat­te. Gleich hin­ter dem kau­zi­gen Wel­schen stand ein ein­hei­mi­scher Zu­cker­bä­cker­meis­ter, der ne­ben gla­sier­ten Früch­ten, Ho­nig­ku­chen und Nou­ga­t² merk­wür­dig aus­se­hen­de Ker­ne an­bot, die mit ei­ner brau­nen Krus­te über­zo­gen wa­ren. Die „Wie­ner Man­deln”, wie der krea­ti­ve Fein­bä­cker sei­ne sü­ßen Ha­sen­kö­tel nann­te, schmeck­ten so, als sei­en sie zu­sätz­lich mit Mus­kat, Zimt und Ko­kos­pul­ver³ ver­fei­nert wor­den.

Bild vom Nürnberger Christkindlesmarkt. Neben dem Weihnachtsbaum stehen die Händler, die gebrannte Mandeln und Zimtsterne verkaufen. Der Oberbürgermeister Ulrich Maly ist als Nussknacker verkleidet und hilft einem Flüchtling dabei katholisch zu werden. Adventspanorama zuerst veröffentlicht auf GWS2.de, das Portal für Menschen, die gegen das Merkelregime aufbegehren

Am spä­ten Nach­mit­tag schlen­der­te ein Fern­händ­ler aus Nürn­berg mit sei­ner Gat­tin an dem Süß­wa­ren­stand vor­bei und wur­de auf die kan­dier­ten Sa­men auf­merk­sam. Nach­dem der Kauf­mann ei­ni­ge Dra­gees ge­kos­tet hat­te, war er von dem ein­zig­ar­ti­gen Ge­schmack so be­geis­tert, dass er sich gleich ein gan­zes Pfund ge­brann­te Man­deln ein­pa­cken ließ.

Wie­der zu Hau­se mar­schier­te der fin­di­ge Fran­ke schnur­stracks in die bes­te Leb­küch­ne­rei der Stadt. Dort prä­sen­tier­te der Pa­tri­zi­er dem Meis­ter sei­ne fremd­län­di­sche Gau­men­freu­de und sag­te: „Fin­de her­aus, wie der Wie­ner Zu­cker­bä­cker die­se Ad­vents­kost zu­be­rei­tet hat und du wirst nie wie­der in der Back­stu­be schwit­zen müs­sen.” Der am­bi­tio­nier­te Kon­di­tor schlug in den Han­del ein und mach­te sich ans Werk.

Artistic collage from Pinterest: Beautiful packaging for Christmas cookies. How to make Cornet bags with ornaments? Free Tutorial by the Bavarian Fine Artist Veronika Vetter for white anglo-american Protestants. The templates were donated by the residents of the city of Elk Horn (Iowa)

Die Mo­na­te ver­gin­gen und der Herbst stand be­reits vor der Tür, als ei­nes Nachts ein Jauch­zen aus der Leb­küch­ne­rei er­tön­te. Der Fein­bä­cker hat­te tat­säch­lich das Re­zept für die „Wie­ner Man­deln” her­aus­ge­fun­den. Nun stand der Mas­sen­pro­duk­ti­on nichts mehr im Wege.

  • Nur we­ni­ge Tage spä­ter ver­kauf­ten die pfif­fi­gen Ge­schäfts­part­ner ihre brand­neue Spe­zia­li­tät in der Nürn­ber­ger Groß­markt­hal­le an klei­ne Tand­ler, die mit ih­ren Wa­ren die Land­be­völ­ke­rung im Fürs­ten­tum Ans­bach ver­sorg­ten.

Mit voll be­pack­ten Och­sen­kar­ren zo­gen die Wan­der­händ­ler dar­auf­hin durch die mit­tel­frän­ki­schen Dör­fer, in de­nen ge­ra­de Kirch­weih ge­fei­ert wur­de. Auf­grund die­ses An­las­ses sa­ßen die Kreu­zer lo­cker, wes­halb selbst arme Holz­knech­te ih­ren Dirndln eine Hand­voll von den aro­ma­ti­schen „Ker­wa­split­tern” schenk­ten.

Die häu­figs­ten Kirch­weih­fes­te fal­len in den Herbst. [...] Kirch­wei­hen sind der ei­gent­li­che Ge­burts­tag der Got­tes­häu­ser und wa­ren in den ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten der An­lass, ein gro­ßes Dorf- und Ver­wand­ten­fest zu fei­ern.

Fi­scher, Anke: Fes­te und Bräu­che in Deutsch­land. Fränkisch-Crumbach: Edi­ti­on XXL Ver­lag 2004.

Und da so­wohl Jung als auch Alt die köst­li­chen Vit­amin­bom­ben glei­cher­ma­ßen lieb­ten, gab es in Süd­deutsch­land schon bald kein Volks­fest mehr, auf dem nicht ir­gend­wo ge­brann­te Man­deln ge­knus­pert wur­den.

Original German Christmas Cookies with Jam. Leaving Food for Santa Claus. Picture and Idea by Veronika Vetter the Bavarian Bride of Christ

An­ge­nom­men die Ge­schich­te ist wahr, dann wür­de mich in­ter­es­sie­ren, wie die Markt­händ­ler ihre por­tio­nier­ten Nüss­chen im 17. Jahr­hun­dert ver­packt ha­ben, be­vor sie die­se ih­ren Kun­den über­reich­ten. Zwar gab es schon Pa­pier, die­ses be­stand je­doch aus al­ten Lum­pen und war ein äu­ßerst kost­ba­rer und sel­te­ner Be­schreib­stoff.

Der ste­tig stei­gen­de Pa­pier­be­darf führ­te aber be­reits im 16. Jh. zur Roh­stoff­knapp­heit.

Re­clams Sach­le­xi­kon des Bu­ches. Von der Hand­schrift zum E-Book. Hrsg. von Ur­su­la Rau­ten­berg. 3. voll­stän­dig über­ar­bei­te­te und ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Stutt­gart: Phil­ipp Re­clam jun. GmbH & Co. KG 2015.

Da auch Fo­li­en und Papp­schäl­chen noch nicht er­fun­den wa­ren, kann es durch­aus sein, dass die Ver­käu­fer ihre ge­brann­ten Man­deln auf hart ge­ba­cke­nen Brot­fla­den ser­viert ha­ben.

Papp- oder Plas­tik­schäl­chen gab es nicht, eben­so kei­ne Pa­pier­ser­vi­et­ten, Holz oder Kunst­stoff­gä­bel­chen. Die meis­ten Ge­rich­te wur­den des­halb auf har­ten Brot­fla­den als Tel­ler­er­satz ge­reicht oder wa­ren in Teig ein­ge­ba­cken.

Beckers-Dohlen, Clau­dia & Si­mo­ne Baße: Markt, Tur­nier und All­tags­le­ben im Mit­tel­al­ter. Greiz: Kö­nig Com­mu­ni­ca­ti­on 2000.

Hilfspakete für das Richard Lugar Public Health Research Center in Georgien: Veronika Vetter bringt den Gefangenen des US-amerikanischen Folterlagers süßes Weihnachtsgebäck. Um den verlorenen Seelen Mut zu machen, hat die Künstlerin ihr Naschwerk in bunte Blockbodenbeutel eingepackt

Heut­zu­ta­ge sind ge­brann­te Man­deln ein Lu­xus­gut, das je­des Jahr teu­rer wird. Das liegt dar­an, dass die zar­ten Stein­früch­te in der Re­gel aus dem Ka­li­for­ni­schen Längs­tal kom­men. Dort müs­sen die Far­mer auf­grund des ner­vi­gen Kli­ma­wan­dels im­mer mehr Geld für die Be­wäs­se­rung aus­ge­ben, was sich na­tür­lich auf den Man­del­preis aus­wirkt.

Ohne Was­ser wächst nichts, die Far­mer müs­sen also ver­su­chen, über die zu­stän­di­ge Was­ser­be­hör­de des Be­zirks Was­ser zu kau­fen. [...] „Wir zah­len in­zwi­schen 1000 bis 1300 Dol­lar pro acre-foot Was­ser”, sagt Joe Del Bos­que.

Bom­mert, Wil­fried & Ma­ri­an­ne Land­zet­tel: Ver­brann­te Man­deln. Wie der Kli­ma­wan­del un­se­re Tel­ler er­reicht. Mün­chen: dtv Ver­lags­ge­sell­schaft mbH und Co. KG 2017.

Die be­sorg­nis­er­re­gen­de Preis­ent­wick­lung führt dazu, dass sich cle­ve­re Nasch­kat­zen ih­ren Zu­cker­kick längst nicht mehr auf über­teu­er­ten Weih­nachts­märk­ten oder Volks­fes­ten ho­len. Wozu auch, schließ­lich ist es kin­der­leicht mög­lich, ge­brann­te Man­deln sel­ber zu ma­chen. Wuss­ten Sie, dass sich die kna­cki­gen De­li­ka­tes­sen so­gar in der Mi­kro­wel­le zu­be­rei­ten las­sen?

Das ist wirk­lich die ein­fachs­te Me­tho­de, um ge­brann­te Man­deln selbst zu­zu­be­rei­ten. Es dau­ert nur knap­pe 10 Mi­nu­ten, bis du sie ge­nie­ßen kannst.

Ter­haag, Fa­ri­na: Ge­brann­te Man­deln aus der Mi­kro­wel­le. springlane.de (10/2018).

Papiertüten für selbst gemachte Mandeln und Apfelringe. Snackbeutel für die Adventszeit schnell selber falten. Bastelidee von Chefköchin Veronika Helga Vetter, die saisonale Weihnachtsleckereien für die Familie gerne authentisch verpackt

Falls Sie Ihre kan­dier­ten Ei­gen­krea­tio­nen auf ei­ner Weih­nachts­fei­er oder auf ei­nem Schul­ba­sar an­bie­ten möch­ten, dann müs­sen Sie kei­ne har­ten Brot­fla­den als Tel­ler­er­satz ba­cken. Bas­teln Sie statt­des­sen mei­ne Spitz­tü­ten, die über ein Fas­sungs­ver­mö­gen von 125 Gramm ver­fü­gen und oben ver­schlos­sen wer­den kön­nen. Hin­ge­gen zum Ver­kös­ti­gen ei­ner be­son­ders hung­ri­gen Meu­te bie­ten sich mei­ne recht­ecki­gen Block­bo­den­beu­tel an, da die­se für ei­nen Süß­wa­ren­in­halt von bis zu 400 Gramm ge­eig­net sind.

Dreieckige Zuckertüte basteln

Be­vor ich eine klas­si­sche Man­del­tü­te zu­sam­men­bau­en konn­te, muss­te ich mir zu­nächst ein­mal mei­ne Scha­blo­ne im Quer­for­mat aus­dru­cken. Nach­dem ich das recht­ecki­ge Mus­ter dar­auf­hin frei­ge­schnit­ten hat­te, leg­te ich mir ei­nen Kle­ber und ei­nen be­schich­te­ten Pa­pier­bo­gen zu­recht, der über eine Gram­ma­tur von 70 g/m² ver­füg­te.

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Als Nächs­tes über­trug ich die Vor­la­ge auf mein reiß­fes­tes Tü­ten­pa­pier. Nach dem Aus­schnei­den der Skiz­ze hat­te ich ein Qua­drat vor mir lie­gen, das ich nun in ein Drei­eck ver­wan­del­te. Al­ler­dings knick­te ich das Blatt nicht ge­nau in der Mit­te. Viel­mehr ver­lief mei­ne dia­go­na­le Falt­li­nie et­was ver­setzt, so­dass das Tri­gon nach der Ope­ra­ti­on über zwei über­ste­hen­de Rän­der ver­füg­te, die je­weils ei­nen Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

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Im An­schluss dar­an schlug ich den lin­ken Rand nach vor­ne hin ein.

  • Nach­dem ich dar­auf­hin eine ge­ra­de Falt­li­nie er­zeugt hat­te, klapp­te ich die La­sche wie­der zu­rück und knick­te die klei­ne Ecke, die sich an der Ober­sei­te des be­weg­li­chen Strei­fens be­fand nach in­nen.
  • Gleich da­nach be­strich ich die prä­pa­rier­te Zun­ge mit Kle­ber und stülp­te die­se über mei­ne Pa­pier­ba­sis.

Als Nächs­tes dreh­te ich mei­nen ver­schlos­se­nen Süß­wa­ren­beu­tel auf die Rück­sei­te, da­mit ich das ab­ste­hen­de Fähn­chen an der un­te­ren Spit­ze be­fes­ti­gen konn­te.

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Ganz zum Schluss leg­te ich die Snack­ver­pa­ckung un­ter ein schwe­res Buch und ließ die Bas­te­lei fünf Mi­nu­ten lang trock­nen. Gleich dar­auf war mei­ne Man­del­tü­te dazu be­reit, um mit köst­li­chem Nasch­werk be­füllt zu wer­den.

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Mei­ne vo­lu­mi­nö­se­re Süß­wa­ren­tü­te kann von al­lei­ne ste­hen und hat ein Fas­sungs­ver­mö­gen von 400 Mil­li­li­tern. Um eine sol­che Le­bens­mit­tel­hül­le zu bas­teln, muss­te ich als Ers­tes wie­der mei­ne frei­ge­leg­te Vor­la­ge auf ei­nen schö­nen Pa­pier­un­ter­grund über­tra­gen.

Block bottom bags for fat american Snack sellers. Free Template with bend pattern for download. Provided by Veronika Vetter, Fangirl of Brett KavanaughNach­dem ich mei­ne Tü­ten­ba­sis dar­auf­hin aus­ge­schnit­ten und im Quer­for­mat vor mich hin­ge­legt hat­te, schlug ich die rech­te Sei­te des Vier­ecks nach in­nen ein. Be­vor ich die Knick­li­nie zog, ach­te­te ich dar­auf, dass am lin­ken Pa­pier­rand ein schma­ler Strei­fen un­be­deckt blieb, der cir­ca ei­nen Zen­ti­me­ter breit war.

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Als Nächs­tes be­strich ich die eben er­zeug­te La­sche mit Kle­ber und knick­te die­se nach vor­ne um, so­dass das Gan­ze im An­schluss dar­an wie eine CD-Hülle aus­sah.

  • Gleich da­nach er­zeug­te ich eine Falt­li­nie für den Bo­den, in­dem ich das un­te­re Drit­tel des Qua­drats nach oben stülp­te.

Nach­dem ich die brei­te Pa­pier­kan­te dann wie­der in ihre Aus­gangs­po­si­ti­on ge­bracht hat­te, ar­bei­te­te ich zwei Flü­gel in mei­nen Snack­beu­tel ein.

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Dazu bog ich die bei­den Ecken, die sich am un­te­ren Ende des Wür­fels be­fan­den dia­go­nal nach oben. Vor dem Kni­cken jus­tier­te ich die Drei­ecke so, dass die­se ge­nau auf der ho­ri­zon­ta­len Bo­den­li­nie la­gen.

  • Als ich das Gan­ze dann wie­der ent­fal­tet hat­te, stell­te ich die ers­te Pa­pier­la­ge der vor­ge­falz­ten Fuß­la­sche auf. Da­durch ent­stand au­to­ma­tisch ein He­xa­gon, das ich nun flach nach un­ten drück­te.

Im An­schluss dar­an hal­bier­te ich den obe­ren und un­te­ren Flü­gel des Sechs­ecks. Gleich dar­auf rich­te­te ich die eben ge­knick­ten Zun­gen zur Mit­te hin aus und kleb­te die­se auf­ein­an­der.

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Nach­dem ich den Bo­den mei­ner Ver­pa­ckung ver­schlos­sen hat­te, schlug ich rechts und links zwei Sei­ten­flä­chen nach in­nen ein, die je­weils 2,3 Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

  • Hin­weis: Durch die­se bei­den senk­rech­ten Knick­li­ni­en ent­stan­den prak­ti­sche Zick­zack­fal­ten, die in Zu­kunft da­für sor­gen, dass sich die Pa­pier­tü­te so­wohl weit öff­nen als auch eng ver­schlie­ßen lässt.

Ganz zum Schluss griff ich in die obe­re Öff­nung und brei­te­te die zu­sam­men­ge­fal­te­te Man­del­tü­te mit mei­nen Hän­den aus. Nach die­sem letz­ten Ar­beits­schritt konn­te ich mei­nen selbst­ste­hen­den Süß­wa­ren­beu­tel mit le­cke­rem Kon­fekt be­fül­len.

Auch als Fruchttüte geeignet

Im Jah­re 2018 hat­te je­der Sechs­jäh­ri­ge in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land im Schnitt 1,73 Zäh­ne⁴, die von Ka­ri­es be­fal­len wa­ren. Eine Bes­se­rung der Si­tua­ti­on ist nicht in Sicht, da die Vor­schü­ler so viel zu­cker­hal­ti­ge Nah­rung zu sich neh­men, dass der Fluo­ri­d­an­teil in den Kin­der­zahn­cremes mitt­ler­wei­le zu ge­ring ist, um die klei­nen Ge­bis­se vor bö­sen Bak­te­ri­en zu schüt­zen.

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Wenn Sie den Zähn­chen Ih­res Kin­des eine Pau­se gön­nen möch­ten, dann be­fül­len Sie Ihre selbst ge­bas­tel­ten Nasch­tü­ten doch ein­fach mit ge­trock­ne­tem Obst. Zwar ist der Frucht­zu­cker ge­nau­so un­ge­sund wie je­des an­de­re Mo­nosac­charid, al­ler­dings macht wie im­mer die Do­sis das Gift. So ent­hält ein Ap­fel pro 100 Gramm nur sechs Gram­m⁵ Fruk­to­se. Die­sel­be Sac­cha­ro­s­e­men­ge neh­men Sie zu sich, wenn Sie fünf ge­brann­te Man­deln es­sen.

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¹Town Hall Vi­en­na: Vi­en­na Christ­mas Mar­ket - Histo­ry. wien.gv.at (10/2018).
²Beckers-Dohlen, Clau­dia & Si­mo­ne Baße: Markt, Tur­nier und All­tags­le­ben im Mit­tel­al­ter. Greiz: Kö­nig Com­mu­ni­ca­ti­on 2000.
³S­cra­py­ard Ape: SINFUL CANDIED ALMONDS! youtube.com (10/2018).
⁴Hamm, Mag­da­le­na: Mund­hy­gie­ne Zahn­ärz­te emp­feh­len mehr Fluo­rid für Vor­schul­kin­der. spiegel.de (10/2018).
⁵Schu­ma­cher, Ma­rei­ke: Macht Obst dick? Frucht­zu­cker: Wie ge­sund ist Fruk­to­se wirk­lich? vital.de (10/2018).