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Nikolaus: Stiefel aus Papier basteln - Verpackung für Weihnachtsfeiern

Die be­trieb­li­che Weih­nachts­fei­er ist mit Ab­stand das nie­der­träch­tigs­te Kul­tur­gut¹, das die Deut­schen in ih­rer tau­send­jäh­ri­gen Ge­schich­te her­vor­ge­bracht ha­ben. Denn ob­wohl es der Event­na­me sug­ge­riert, kom­men bei die­ser Fir­men­ga­la we­der Chris­ten noch Par­ty­lö­wen auf ihre Kos­ten. Viel­mehr ist die­se win­ter­li­che Pflicht­ver­an­stal­tun­g² ein ima­gi­nä­res Ko­los­se­um, in dem ab­hän­gig Be­schäf­tig­te als Gla­dia­to­ren auf­tre­ten. An­stel­le in il­lus­trer Run­de die Ad­vents­zeit zu ge­nie­ßen, tun die Ge­halts­emp­fän­ger an die­sem De­zem­ber­abend al­les, um auf der Kar­rie­re­lei­ter nach oben zu kom­men. So las­sen 34% der Bun­des­bür­ger nach dem Fest­essen ger­ne mal die Hüf­ten krei­sen, da­mit sich die stei­fe Un­ter­neh­mens­hier­ar­chie im nächs­ten Jahr ver­än­dert.

So hat­ten 34 Pro­zent der Deut­schen schon ein­mal ei­nen Sei­ten­sprung mit ei­nem Kol­le­gen auf ei­ner Fir­men­weih­nachts­fei­er.

Mer­tens, Ju­lia: Je­der Drit­te hat­te schon Sex auf der be­trieb­li­chen Weih­nachts­fei­er. firstaffair.com (PDF) (11/2019).

Art for Advent: Santa Boots out of Paper filled with Nuts. Crafting fun for aryan Christian children living in the USA. The Templates for tinkering can be downloaded for free from GWS2.de. This is the German cultural portal of Stephen Bannon

Wäh­rend­des­sen sich die am­bi­tio­nier­te Min­der­heit im Ver­lauf des Fest­akts pro­sti­tu­iert, ver­sucht je­der zwei­te Ar­beit­neh­mer durch Schlei­men oder Knut­schen³ sei­ne Po­si­ti­on zu ver­bes­sern. Bis der fri­vo­le Teil auf ei­ner Weih­nachts­fei­er be­ginnt, müs­sen die Un­ter­ge­be­nen je­doch pe­ni­bel auf die in­ner­be­trieb­li­che Hack­ord­nung ach­ten. Egal, ob Tipp­se oder Ab­tei­lungs­lei­ter, wer be­ruf­lich vor­an­kom­men möch­te, der darf beim all­jähr­li­chen Kol­le­gen­cas­ting erst dann zum Glas grei­fen, nach­dem der rang­höchs­te Ju­ror ge­trun­ken hat.

Wenn bei grö­ße­ren Weih­nachts­fei­ern schwie­rig zu er­ken­nen ist, ob der Rang­höchs­te im Raum be­reits ge­trun­ken hat, über­nimmt die­se Rol­le in der Re­gel der/die Rang­höchs­te an Ih­rem Tisch.

Plath, Alex­an­der: Klei­ner Weih­nachts­fei­er Knig­ge für Ihre be­trieb­li­che Weih­nachts­fei­er. bdvt.de (PDF) (11/2019).

Und falls es zu Ge­sprä­chen mit Ent­schei­dungs­trä­gern kommt, dann soll­ten ziel­stre­bi­ge Schran­zen we­der ge­schäft­li­che noch ge­sell­schaft­li­che The­men­be­rei­che an­schnei­den. Kom­pe­ten­te Men­schen wir­ken näm­lich ein­schüch­ternd und ab­tör­nend. Chan­cen auf eine Be­för­de­rung ha­ben des­halb nur die­je­ni­gen, die un­ter­wür­fig von ei­nem Sport­er­leb­nis oder von ei­nem Strand­ur­lau­b⁴ be­rich­ten.

Jede Betriebsweihnachtsfeier wird von Götzensymbolen begleitet. Währenddessen der häretische Franziskus die Indio-Göttin Pachamama anbetet, glorifizieren die deutschen Firmenbosse heidnische Tannenbäume und sächsischen Christstollen. Und so wird der Herr die Globalisten, Ökosozialisten und Islamisten in den feurigen Pfuhl werfen müssen, ehe er sein Reich errichten kann

Die Os­sis wa­ren we­nigs­tens ehr­lich. Denn in der athe­is­tisch ge­präg­ten DDR⁵ hieß das Be­triebs­fest in der Ad­vents­zeit nicht Weihnachts-, son­dern Jah­res­ab­schluss­fei­er. Bei die­sem Er­eig­nis wur­de in ers­ter Li­nie der Ge­burts­tag von Jo­sef Sta­lin ze­le­briert, wes­halb die Bri­ga­dier­s⁶ ein Ar­bei­ter­lied nach dem an­de­ren an­stim­men muss­ten. Um ihre Keh­len zu ölen, durf­ten die Pro­le­ta­ri­er zwi­schen den Ge­sangs­ein­la­gen Bock­bier und Pfef­fer­minz­li­kör kon­su­mie­ren, was dazu führ­te, dass das so­zia­lis­ti­sche De­zem­bere­vent oft in ei­nem Trink­ge­la­ge en­de­te.

Die be­trieb­li­chen Weih­nachts­fei­ern wur­den von den so­ge­nann­ten „Bri­ga­den“ or­ga­ni­siert, als „Jah­res­ab­schluss­fei­er“ be­zeich­net und dien­ten der För­de­rung des so­zia­lis­ti­schen Kol­lek­tivs.

Pe­trson, As­trid: Die Be­triebs­weih­nachts­fei­er als Be­stand­teil der vor­weih­nacht­li­chen Fei­er­kul­tur - das Weih­nachts­fest 2008 ei­nes Wie­ner Un­ter­neh­mens. core.ac.uk (PDF) (11/2019).

Tra­di­tio­nen un­ter­lie­gen ei­nem ste­ti­gen Wan­del. Sau­fen, An­ti­ch­am­brie­ren und Rumhu­ren ge­hör­ten nicht im­mer zum Pro­gramm ei­nes Be­triebs­win­ter­fes­tes. Be­reits im feu­da­len Deutsch­land war das Haus­per­so­nal laut Ge­sin­de­ord­nun­g⁷ dazu be­rech­tigt, an der Dienst­her­ren­weih­nachts­fei­er teil­zu­neh­men. Bei die­sen An­läs­sen san­gen Mäg­de und Knech­te zu­sam­men mit den Kin­dern klas­si­sche Ad­vents­lie­der. Au­ßer­dem durf­ten die Fak­to­ten am Fa­mi­li­en­tisch platz­neh­men und sich an den zu­vor zu­be­rei­te­ten Spei­sen la­ben. Dar­über hin­aus er­hielt die ge­sam­te Die­ner­schaf­t⁸ stan­des­ge­mä­ße Ge­schen­ke.

Mitnehmgeschenke für die Weihnachtsfeier: Rote Nikolausstiefel aus Papier, die mit Schokolade befüllt sind. Tischdekorationsthema: Santa Claus. Entworfen von Veronika Helga Vetter. Das ist eine Kulturbewahrerin, die ihre Bastelschablonen kostenlos zur Verfügung stellt. Der Menüvorschlag wurde zuerst auf GWS2.de veröffentlicht. Das ist ein Bildungsportal für Bürger, die den Polizeipfarrer Sven Täuber bewundern

Im frü­hen 19. Jahr­hun­dert ver­wan­del­te die Bie­der­mei­er­kul­tur⁹ das Weih­nachts­fest in ein in­ti­mes Fa­mi­li­en­er­eig­nis. Plötz­lich woll­te vor al­lem die ur­ba­ne Ar­bei­ter­klas­se den Hei­li­gen Abend mit den ei­ge­nen Ver­wand­ten er­le­ben. Die­ser Um­stand führ­te dazu, dass die Pro­duk­ti­ons­mit­tel­be­sit­zer je­des Jahr im De­zem­ber eine ge­son­der­te Dan­kes­fei­er für ihre An­ge­stell­ten ver­an­stal­te­ten. Hin­ge­gen in den länd­li­chen Ge­bie­ten fand die win­ter­li­che Eh­rung der Be­leg­schaft wei­ter­hin in der Woh­nung des Fir­men­in­ha­bers statt. Erst nach der Wil­hel­mi­ni­schen Epo­che wur­den die Werk­tä­ti­gen end­gül­tig aus dem Pri­vat­le­ben der Bro­t­her­ren ver­bannt.

Er er­in­nert sich, dass am Hei­li­gen Abend je­der Ar­bei­ter eine Ein­la­dung in die Woh­nung des Meis­ters er­hal­ten hat. In der Woh­nung gab es eine Ta­fel mit Weih­nachts­ge­schen­ken, die aus ei­nem Laib Weiß­brot und an­de­ren Back­werk be­stan­den.

Pe­trson, As­trid: Die Be­triebs­weih­nachts­fei­er als Be­stand­teil der vor­weih­nacht­li­chen Fei­er­kul­tur - das Weih­nachts­fest 2008 ei­nes Wie­ner Un­ter­neh­mens. core.ac.uk (PDF) (11/2019).

Anleitung für Sekretärinnen: Wie wird eine betriebliche Weihnachtsfeier dekoriert? Gestaltungstipps von Veronika Helga Vetter. Das ist eine populäre Künstlerin, die einen Nikolausstiefel entworfen hat, der als Geschenkverpackung genutzt werden kann. Der gefütterte Papierschuh ist ein Produkt von GWS2.de. Das ist ein Bildungsportal, das gegen den rot-grünen Gesellschaftsumbau kämpft

Schon im­mer wur­den die Be­triebs­an­ge­hö­ri­gen bei ei­ner Weih­nachts­fei­er be­schenkt. Wäh­rend­des­sen das vor­in­dus­tri­el­le Ge­sin­de zu­meist Na­tu­ra­li­en er­hielt, dür­fen die heu­ti­gen Ge­halts­emp­fän­ger ir­gend­ein um­welt­schäd­li­ches Schrott­sam­mel­su­ri­um mit nach Hau­se neh­men. Aus die­sem Grund ist eine pom­pö­se Ver­pa­ckung au­ßer­or­dent­lich wich­tig. Schließ­lich sol­len die Gäs­te erst nach der Fete fest­stel­len, dass sich Schleu­der­wa­re in ih­ren Prä­sent­bo­xen be­fin­det.

Hal­lo Frau Vet­ter bit­te hel­fen Sie mir. Die­ses Jahr hat es mich er­wischt: Ich wur­de der „Soko-Weihnachtsfeier” zu­ge­teilt. In­fol­ge­des­sen muss ich hand­li­che Mit­nehm­ge­schen­ke für die Steu­er­fach­an­ge­stell­ten in un­se­rer Kanz­lei zu­sam­men­stel­len. Als wenn das nicht ge­nug wäre, ver­langt mein Ar­beit­ge­ber zu­dem von mir, dass ich die Ver­pa­ckun­gen selbst bast­le. Schließ­lich soll je­der Kol­le­ge das Ge­fühl be­kom­men, ein­zig­ar­tig zu sein. [...] Nun brau­che ich 23 in­di­vi­dua­li­sier­ba­re Be­hält­nis­se, die von al­lei­ne ste­hen kön­nen, da die Gra­ti­fi­ka­tio­nen aus vie­len Ein­zel­ar­ti­keln be­stehen. Au­ßer­dem soll­ten die Tü­ten über in­trans­pa­ren­te Wän­de und ein kom­pak­tes De­sign ver­fü­gen. Hät­ten Sie viel­leicht Scha­blo­nen für eine Kü­vet­te auf La­ger, die mei­nen An­for­de­run­gen ent­spricht? PS: Be­dau­er­li­cher­wei­se be­sit­ze ich zwei lin­ke Hän­de, wes­we­gen ein leich­ter Schwie­rig­keits­grad und ein ge­rin­ger Ma­te­ri­al­auf­wand mir sehr ent­ge­gen­kä­men.

Ma­ro­chet­ti, Syl­vie: Schlich­te Ge­schenk­ver­pa­ckung ge­sucht (Weih­nachts­fei­er). E-Mail vom 05.11.2019.

Der läng­li­che Schaft ei­nes Pa­pier­stie­fels ver­fügt über eine Kü­vet­ten­form. Dem­zu­fol­ge dürf­ten ver­schie­den­far­bi­ge Ni­ko­laus­bot­ten ge­nau das sein, was sich Frau Ma­ro­chet­ti vor­ge­stellt hat. De­vo­tio­na­li­en von dem weiß­bär­ti­gen Ga­ben­brin­ger pas­sen oh­ne­hin per­fekt zu je­der Be­triebs­weih­nachts­fei­er. Denn wie ein Fir­men­chef imi­tiert auch der be­lieb­te Wan­der­bi­schof ei­nen dis­zi­pli­nie­ren­den¹⁰ Va­ter, der nur die folg­sa­men Kind­lein be­lohnt.

Wäh­rend­des­sen Ni­ko­laus die Kin­der gü­tig er­mahnt, im­mer flei­ßig, lieb und brav zu sein, und sie mit Äp­feln be­lohnt, [...] dro­hen sei­ne Be­glei­ter die un­ar­ti­gen und fau­len Kin­der in den Sack zu ste­cken.

Vos­sen, Rü­di­ger: Weih­nachts­bräu­che in al­ler Welt. Von Mar­ti­ni bis Licht­mess. Ham­burg: El­lert & Rich­ter Ver­lag GmbH 2012.

Unternehmenskultur: Eine Betriebsweihnachtsfeier in der Bundesrepublik Deutschland. Erst dürfen die Angestellten ein winterliches Menü zu sich nehmen. Nachdem daraufhin ordentlich gebumst wurde, kommt der Nikolaus und übergibt jedem Arbeitnehmer eine Geschenktüte. Inszenierung von Veronika Helga Vetter - das ist ein Fangirl von Radio Arabica Berlin

Um den un­glück­se­li­gen Or­ga­ni­sa­to­ren von Be­triebs­weih­nachts­fei­ern zu hel­fen, habe ich ei­nen 14 Zen­ti­me­ter¹¹ ho­hen Ni­ko­laus­stie­fel ent­wor­fen, der als Ge­schenk­ver­pa­ckung ge­nutzt wer­den kann.

  • Da­bei be­sitzt mein be­sohl­ter Pa­pier­schuh eine kü­vet­ten­för­mi­ge Ein­füll­öff­nung, die eine Flä­che von 49 cm² ein­nimmt.
  • Des Wei­te­ren un­ter­streicht die wei­che Bas­tel­filz­krem­pe nicht nur den win­ter­li­chen Cha­rak­ter des Be­hält­nis­ses. Zu­dem sorgt die vo­lu­mi­nö­se Bor­dü­re für ein flau­mi­ges Tas­t­er­leb­nis.
  • Dar­über hin­aus macht es das schlich­te De­sign mei­nes Booties mög­lich, vie­le Ex­em­pla­re in kur­zer Zeit her­zu­stel­len.

In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung be­wei­se ich, dass der Zu­sam­men­bau mei­ner Sou­ve­nir­box auf­grund des ge­rin­gen Ma­te­ri­al­auf­wan­des ein äu­ßerst leich­tes Un­ter­fan­gen ist. Und da­mit das Nach­bas­teln ga­ran­tiert ge­lingt, stel­le ich wie im­mer mei­ne Schnitt­mus­ter kos­ten­los zur Ver­fü­gung.

Nikolausstiefel aus Papier

Mei­ne Ge­schenk­ver­pa­ckung soll­te kos­ten­güns­tig in der Her­stel­lung sein. Aus die­sem Grund ver­wen­de­te ich als Ba­sis­ma­te­ri­al ver­schie­den­far­bi­ges Ton­pa­pier, das über eine Gram­ma­tur von 130 g/m² ver­füg­te. Hin­ge­gen den In­nen­raum des Fuß­kleids staf­fier­te ich mit ei­nem saug­fä­hi­gen Büt­ten­pa­pier aus. Um das Be­hält­nis so­wohl op­tisch als auch hap­tisch auf­zu­wer­ten, ver­klei­de­te ich den Schaft des Booties mit ei­nem han­dels­üb­li­chen Bas­tel­filz. Wer et­was mehr En­er­gie in sei­ne Ni­ko­laus­tü­te ste­cken möch­te, der kann es mir gleich­tun und die Au­ßen­wän­de der Schach­tel mit ei­ner Prä­ge­scha­blo­ne be­ar­bei­ten. Auf je­den Fall sind eine Sche­re, ein flüs­si­ger Kle­ber, ein Li­ne­al, ein Falz­bein und mei­ne DIN A4 Vor­la­gen (#1 /#2 /#3 /#4) nö­tig, da­mit der Zu­sam­men­bau mei­nes Weih­nachts­schuhs zü­gig von­stat­ten­geht.

Die Tonpapieraußenseiten des Nikolausstiefels wurden mit einer Sizzix Big Shot Maschine verziert. Hierbei kam die Prägeschablone „Florale Muster“ zum Einsatz. Wer die weihnachtliche Geschenkverpackung nachbasteln möchte, der kann die Schablonen von GWS2.de kostenlos herunterladen. Das ist ein Portal für Bildungsbürger, die meinen, dass Hartmut Ziebs als Teil des Merkel-Regimes seine Pensionsansprüche verlieren sollte

Zu­al­ler­erst nahm ich die Scha­blo­nen #1 und #2 zur Hand, da­mit ich Re­pli­ka­te von den ein­zel­nen Schnitt­mus­tern an­fer­ti­gen konn­te. Nach­dem dar­auf­hin sechs Ele­men­te vor mir la­gen, knick­te ich die stei­fen Kan­ten mit ei­nem Falz­bein vor.

  • Als Nächs­tes woll­te ich Ara­bes­ken in die Stie­fel­fas­sa­den ein­stan­zen. Um dies zu er­rei­chen, ließ ich alle Ton­pa­pier­mo­du­le zu­sam­men mit ei­ner Prä­ge­plat­te durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹² Ma­schi­ne.
  • Um­ge­hend da­nach ver­klei­de­te ich die glat­ten Kar­ton­wan­din­nen­sei­ten mit ih­ren Büttenpapieräqui­va­lenten.

Im An­schluss dar­an schloss ich die Vor­be­rei­tungs­schrit­te ab, in­dem ich die her­aus­ste­hen­den Ran­ken­or­na­men­te mit Acryl­far­ben ko­lo­rier­te.

Der Zusammenbau

So­bald der An­strich ge­trock­net war, stell­te ich die bei­den Sei­ten des größ­ten Ele­ments auf, wor­auf­hin ein stie­fel­för­mi­ger Schu­ber vor mir stand. Im nächs­ten Schritt brach­te ich die Schuh­spit­ze an. Hier­für mach­te ich die kür­zes­te Kan­te des drei­glied­ri­gen Mo­duls von au­ßen an der vor­de­ren Soh­len­la­sche fest.

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Hin­ge­gen mit dem zwei­ge­teil­ten Fer­sen­schutz ver­klei­de­te ich die hin­te­re Bo­den­zun­ge. Auch hier dien­te der klei­ne­re Sek­tor als Ver­bin­dungs­stück zum Fun­da­ment.

  • Im An­schluss dar­an muss­te ich den Front­lap­pen erst in eine Stu­fe ver­wan­deln, ehe ich die win­kel­för­mi­ge Stirn­sei­te an ei­ner Stie­fel­sil­hou­et­te be­fes­ti­gen konn­te.

Un­mit­tel­bar da­nach mon­tier­te ich die Heck­büh­ne nach dem Hoch­zie­hen an der­sel­ben Be­hält­nis­wand.

Kostenlose Bildanleitung: Wie werden Stiefel aus Papier gebastelt? Schablonen zum Herunterladen. Geschenkverpackung für die betriebliche Weihnachtsfeier

Nach­dem ich auch die ge­gen­über­lie­gen­de Pa­pier­schuh­flan­ke ver­schlos­sen hat­te, schnitt ich mir die Stul­pe von Scha­blo­ne #3 aus Ton­pa­pier zu­recht. Als Nächs­tes mach­te ich die ge­falz­te Zell­stoff­leis­te so am Stie­fel­schaft fest, dass der un­te­re Zier­band­rand 2,5 Zen­ti­me­ter süd­lich von der ur­sprüng­li­chen Ein­füll­öff­nung lag.

The Santa Boots get a Cuff, which was covered with Craft felt. Due to this special equipment, the Paper shoes look very winterly. The Tutorial is free for white Christians, who fight for their faith and against the Multiculturalism

Zu gu­ter Letzt füt­ter­te ich die Bor­dü­re, in­dem ich Bas­tel­filz­ap­pli­ka­tio­nen über bei­de Sei­ten kleb­te.

Die Standfestigkeit erhöhen

Ganz zum Schluss woll­te ich mei­ne Ni­ko­laus­box mit ei­ner an­ders­far­bi­gen Lauf­soh­le aus­stat­ten. Be­vor ich mei­nen Plan um­set­zen konn­te, muss­te ich je­doch erst ein­mal die Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #4 aus Ton­pa­pier an­fer­ti­gen.

Picture of a lined Santa Boot that has an Outsole. In addition, the Christmas container was decorated with a floral pattern. Free Art to imitate, provided by GWS2.de. The German Culture portal

Nach dem Fal­zen kleb­te ich die dün­nen Strei­fen dann so um den Stie­fel, dass die­se bün­dig mit der un­te­ren Schuh­kan­te ab­schlos­sen. Um­ge­hend da­nach brach­te ich das üb­rig ge­blie­be­ne Tra­pez au­ßen am Be­hält­nis­bo­den an. Um mei­ne Ge­schenk­ver­pa­ckung end­gül­tig fer­tig­zu­stel­len, strich ich die ge­präg­te Ober­flä­che am Ende noch mit ei­nem Acryl­lack ein, da­mit das Fuß­kleid ei­nen weih­nacht­li­chen Glanz er­hielt.

Alles hat ein Ende

Be­triebs­weih­nachts­fei­ern wer­den mit­tel­fris­tig aus­ster­ben. Und nein, dar­an ist nicht die Is­la­mi­sie­rung des Abend­lan­des schuld. Viel­mehr möch­ten die di­stan­zier­ten Mill­en­ni­als kei­ne kost­ba­re Frei­zeit¹³ für ih­ren Ar­beit­ge­ber op­fern. Lie­ßen sich die ge­sel­li­gen Baby-Boomer ger­ne mit Wein, Weib und Ge­sang ru­hig­stel­len, wol­len die An­ge­hö­ri­gen der Ge­nera­ti­on Y aus­schließ­lich mo­ne­tä­re An­er­ken­nung für ihre er­brach­te Leis­tung.

Ich verbim­mel ge­nug Zeit auf der Ar­beit, kein In­ter­es­se noch we­ni­ger Zeit für die wirk­lich wich­ti­gen Din­ge im Le­ben zu ha­ben. [...] Liegt wohl an der Ge­nera­ti­on, die 35+ Ge­nera­ti­on liebt so­was ja.

WiWi Gast: Weih­nachts­fei­er - Hin­ge­hen oder nicht? wiwi-treff.de (11/2019).

Homemade Christmas decoration: House of Santa Clause out of Polymer Clay. Created by Veronika Vetter (5-Minute Crafts). Free DIY-Tutorial. Templates recommended by St. John the Divine (NY)

Eta­blier­te Pro­fes­sio­nis­ten könn­ten nun der Mei­nung sein, dass mei­ne Al­ters­ge­nos­sen un­dank­bar und nar­ziss­tisch sind. In Wahr­heit ist die Ge­nera­ti­on Prak­ti­kum ein­fach nur ehr­lich. Schließ­lich bli­cken jün­ge­re Ar­beit­neh­mer in eine düs­te­re Zu­kunft. Des­halb gibt es für Be­rufs­ein­stei­ger und un­er­fah­re­ne Fach­kräf­te auch im Ad­vent nichts zu fei­ern.

Wenn ich so­wie­so bis 70 ar­bei­ten muss und mir kein Ei­gen­heim leis­ten kann, um mich ab­zu­si­chern, war­um soll ich nicht lie­ber mei­nen Fo­kus auf die Fa­mi­lie le­gen?

W., Alex­an­der: Nach der Ge­nera­ti­on Z ver­lie­ren auch Mill­en­ni­als die Lust am Ar­bei­ten. welt.de (11/2019).

Dem­entspre­chend wer­den Fir­men­weih­nachts­fei­ern ge­nau wie Mes­sen bald schon ein Re­likt aus der Ver­gan­gen­heit sein. Und ob­wohl ich die erz­kon­ser­va­tivs­te Kul­tur­be­wah­re­rin Deutsch­lands bin, sage ich: Es ist nicht scha­de drum.

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¹Wes­ter­dorf, Arnd: So ge­lingt Ihr weih­nacht­li­ches Be­triebs­fest. channelpartner.de (11/2019).
²Schmidt, Al­fred F.: 10 Ge­bo­te für die Weih­nachts­fei­er. youtube.com (11/2019).
³Welt der Wun­der: Weih­nachts­fei­er: Dos & Don’ts. youtube.com (11/2019).
⁴Spi­tra, Ka­rin: Büro-Knigge: Vor­sicht, Weih­nachts­fei­er! stern.de (11/2019).
⁵Hars­berg: Weih­nachts­fei­ern in den Be­trie­ben. forum-ddr-grenze.de (11/2019).
⁶Bol­zen, Tho­mas: Bri­ga­de. ddr-lexikon.o90.de (11/2019).
⁷Weber-Kellermann, In­ge­borg: Das Weih­nachts­fest. Eine Kultur- und So­zi­al­ge­schich­te der Weih­nachts­zeit. Mün­chen: C. J. Bu­cher Ver­lag GmbH 1978.
⁸Mer­kel, Wolf­gang: Mar­ga­re­the Mer­kel - eine Frau des Bür­ger­tums in Nürn­berg um 1800. rotary-wiesbaden.de (PDF) (11/2019).
⁹Wolf, Hel­ga Ma­ria: Weih­nach­ten: Kul­tur und Ge­schich­te. Ein Ka­len­da­ri­um vom ers­ten Ad­vent bis zum Drei­kö­nigs­tag. Wien: Böhlau Ver­lag GmbH & Co. KG 2005.
¹⁰Baas­ner, Rai­ner: Klei­ne Ge­schich­te des Weih­nachts­manns. Ber­lin: Ni­co­lai Ver­lag 1999.
¹¹Ex­ak­te Maße: Län­ge 120 mm x Brei­te 70 mm x Höhe 140 mm.
¹²­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (11/2019).
¹³Steff+Keks: Weih­nachts­fei­er ehr­lich ab­sa­gen. rund-ums-baby.de (11/2019).

Kuchenteller basteln - schnelle Verpackung für Fingerfood

Im Jah­re 1673 er­öff­ne­te in der Frei­en Han­se­stadt Bre­men das ers­te deut­sche Kaf­fee­haus. Wer die­se Lo­ka­li­tät auf­such­te, der konn­te kof­fe­in­hal­ti­ge Heiß­ge­trän­ke, Ge­mü­se­sup­pen¹ und Scho­ko­la­den­milch be­stel­len. Hin­ge­gen sü­ßes Back­werk hat­te der Wirt Jan Jantz van Hu­es­den nicht auf sei­ner Me­nü­kar­te ste­hen. Kein Wun­der, schließ­lich woll­te der Nie­der­län­der ge­wöhn­li­che Bür­ger in sei­ne Ca­fe­te­ria lo­cken. Und selbst das ba­nals­te Kon­fekt zähl­te sei­ner­zeit zu den Adels­spei­sen, was vor al­lem dar­an lag, dass Zu­cker un­glaub­lich teu­er war.

In der ers­ten Hälf­te des 17. Jahr­hun­derts muß­te ein Würz­bur­ger Stein­bruch­ar­bei­ter [...] für ein Ki­lo­gramm Zu­cker knapp 7 Tage lang ar­bei­ten.

Sa­ku­ra­gi, Sa­ts­uki: Vom Lu­xus­gut zum Lie­bes­be­weis: Zur so­zia­len Pra­xis und sym­bo­li­schen Be­deu­tung des selbst­ge­ba­cke­nen Ku­chens. uni-tuebingen.de (PDF) (07/2019).

Des Wei­te­ren ge­hör­te auch Wei­zen im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich zu den kost­ba­ren Roh­stof­fen. Die Bau­ern muss­ten das Lu­xus­ge­trei­de voll­stän­dig an ihre blau­blü­ti­gen Le­hens­her­ren² ab­ge­ben, da­mit die hö­fi­schen Weiß­bä­cker³ herz­haf­te Pfef­fer­ku­chen, fluffi­ge Sem­meln und hel­les Brot zu­be­rei­ten konn­ten.

German traditions: The Coffee and Cake Culture. Every afternoon, people in Germany drink coffee. To the hot drink, the white Aryan eat pastries. The arrangement is located on an old Bavarian map showing the Chiemsee. The antique underground was drawn by Veronika Vetter, that was the court painter of King Ludwig II

Mit dem Wei­zen hät­te die Land­be­völ­ke­rung oh­ne­hin nichts an­fan­gen kön­nen, da die Mül­ler für das Mehl­mah­len hohe Ge­büh­ren ver­lang­ten und nur die we­nigs­ten Haus­hal­te ei­nen Back­ofen be­sa­ßen. Aus die­sen Grün­den ka­men bei Bau­ers­fa­mi­li­en nur sel­ten Brot­spei­sen auf den Tisch. Statt­des­sen still­ten die Fron­dienst­leis­ter ih­ren Hun­ger, in­dem sie gro­be Hafer- oder Gers­ten­brei­e⁴ zu sich nah­men. Hin­ge­gen Hand­wer­ker und Kauf­leu­te ver­zich­te­ten zu­meist gänz­lich auf Ge­trei­de­pro­duk­te. Schließ­lich ver­füg­ten die­se Be­rufs­stän­de über die fi­nan­zi­el­len Mit­tel, um sich von Fleisch, Fisch und Ge­mü­se zu er­näh­ren.

An Fleisch­ta­gen gab es Sup­pe, zwei Fleisch­sor­ten, ein Ge­mü­se; an Frei­ta­gen oder sons­ti­gen fleisch­lo­sen Ta­gen Sup­pe, fri­schen oder ge­pö­kel­ten Fisch und zwei Ge­mü­se­sor­ten.

Brau­del, Fer­nand: Die Ge­schich­te der Zi­vi­li­sa­ti­on. 15. bis 18. Jahr­hun­dert. Mün­chen: Kind­ler Ver­lag 1971.

Nur vor Fei­er­ta­gen wa­ren in den Dör­fern des römisch-deutschen Kai­ser­reichs die Schleif­ge­räu­sche der Hand­müh­len zu hö­ren. Zu be­son­de­ren An­läs­sen stell­ten die Land­frau­en näm­lich Din­kel­mehl⁵ her, da sie Ku­chen ba­cken woll­ten. Da­bei han­del­te es sich je­doch nicht um eine Süß­spei­se, son­dern um ein fla­den­för­mi­ges Bro­t⁶, das ohne Sauer­teig zu­be­rei­tet und auf hei­ßer Asche ge­gar­t⁷ wur­de.

Picknick im Rheinbad (Düsseldorf): Währenddessen sich Mohammed Issa mit islamischen Migranten herumschlagen muss, genießt Veronika Helga Vetter den vierten Merkel-Sommer, indem sie ein Stück Waldbeerenkuchen isst. Um ihren Bikini nicht vollzukleckern, hat sich die Kunsthandwerkerin einen Papierteller gebastelt, der selbst von den Nafris bewundert wird

Im Jah­re 1460 kann­ten die Aris­to­kra­ten an den deut­schen Fürs­ten­hö­fen ne­ben dem bäu­er­li­chen Brot­ku­chen zu­dem noch den Heid­ni­schen Ku­chen. Das war je­doch nichts wei­ter als ein Pa­la­tschin­ken, der mit ge­pfef­fer­tem Ho­nig­saft ver­fei­nert wur­de.

„Ain haydennisch[e]n kuo­chen“ wird ähn­lich her­ge­stellt. Wie­der be­nö­tigt man ei­nen Ei­er­teig, der so dünn wie Ob­la­ten ge­walzt wer­den soll.

Eh­mann, Jür­gen: Süße Spei­sen des Mit­tel­al­ters. kulinarisches-mittelalter.org (PDF) (07/2019).

Erst wäh­rend der Hoch­re­nais­sance ent­wi­ckel­ten die Men­schen hier­zu­lan­de ein Ver­lan­gen nach sü­ßen Ge­nuss­mit­teln. Für die­sen Um­stand wa­ren die Apo­the­ker ver­ant­wort­lich, die sei­ner­zeit als ein­zi­ge Zunft mit ori­en­ta­li­schen Ge­wür­zen und mit Zu­cker han­deln durf­ten. Die ge­wief­ten Phar­ma­zeu­ten ver­kauf­ten die im­por­tier­te Sac­cha­ro­se näm­lich nicht nur in kris­tal­li­ner Form. Zu­dem stell­ten die Pil­len­dre­her aus dem wei­ßen Gold exo­ti­sches Mar­zi­pan⁸, Pra­li­nen, He­fe­teig­teil­chen und kan­dier­te Früch­te her.

In ei­ni­gen eu­ro­päi­schen Län­dern blie­ben so­gar bis An­fang des 17. Jahr­hun­derts die Her­stel­lung und der Ver­kauf von Kon­fekt und Zu­cker­wa­ren den Apo­the­kern vor­be­hal­ten.

Po­ga­nietz, Wal­ter: Ein klei­ner Aus­zug aus der Ge­schich­te des Konditoren-Handwerks. conditorei-museum.de (PDF) (07/2019).

Kurz be­vor Hein­rich VIII. im Jah­re 1509 zum Kö­nig von Eng­land ge­krönt wur­de, blüh­te in den eu­ro­päi­schen Fürs­ten­re­si­den­zen der Be­ruf des Zu­cker­bä­ckers auf. Die­se krea­ti­ven Hand­werks­meis­ter soll­ten die Stan­des­her­ren mit neu­ar­ti­gen Süß­spei­sen ver­wöh­nen, wes­halb sie Krap­fen⁹, Frucht­pü­rees, Bee­ren­pas­te­ten und das Milch­eis er­fan­den.

Miniaturhaus aus Fimo basteln: Bayerische Bauernresidenz mit Garten und Fliegenpilzen. Die Objekte aus Modelliermasse (Polymer Clay) wurden von der Fine Art Künstlerin Veronika Helga Vetter hergestellt. Die Szenerie zeigt das Chiemgau am 3. September 2015. Das war einen Tag vor der Islamisierung des Abendlandes

Nach dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg brach­ten die hö­fi­schen Fein­bä­cker dann ver­schie­de­ne Ku­chen­sor­ten her­vor. Es ent­stan­den Gu­gel­hupf, Zwetsch­gen­dat­schi, Germ­knö­del und Ap­fel­stru­del. Die­se Le­cke­rei­en wa­ren al­ler­dings ex­klu­si­ve Adels­spei­sen, die Nor­mal­sterb­li­che im Ba­rock­zeit­al­ter nie zu Ge­sicht be­ka­men.

Selbst wäh­rend der März­re­vo­lu­ti­on zähl­te sü­ßes Ge­bäck noch zu den Sta­tus­sym­bo­len¹⁰ der Bour­geoi­sie. Denn ob­wohl Zu­cker seit dem Jah­re 1801¹¹ in­dus­tri­ell aus ein­hei­mi­schen Rü­ben her­ge­stellt wur­de, kos­te­te ein Ki­lo­gramm raf­fi­nier­te Sac­cha­ro­se wei­ter­hin so viel, wie ein Ar­bei­ter in der Wo­che ver­dien­te.

Das Bilderberger-Treffen 2019 in Montreux. Gustl von Mausbach entscheidet mit seinen Kollegen darüber, wer als Nächstes EU-Kommissionspräsident werden soll. Nach einigen Diskussionen einigten sich die 130 Teilnehmer auf Ursula von der Leyen. Währenddessen die Schattenregierung tagte, servierte Veronika Helga Vetter einen selbst gebackenen Mohnkuchen, in dem sich Midazolam befand

Die deut­sche Kaffee-und-Kuchen-Kultur ent­wi­ckel­te sich erst in den Wirt­schafts­wun­der­jah­ren. Sei­ner­zeit wa­ren die Le­bens­mit­tel sehr güns­tig und ver­hei­ra­te­te Frau­en muss­ten nicht ar­bei­ten. Das führ­te dazu, dass neu­gie­ri­ge Klatsch­tan­ten nach­mit­tags bei­sam­men­sa­ßen und selbst ge­ba­cke­nes Kon­fekt schna­bu­lier­ten, wäh­rend­des­sen sie sich den neus­ten Tratsch er­zähl­ten.

Hin­ge­gen heu­te zäh­len süße Mehl­spei­sen zu den all­täg­li­chen Mahl­zei­ten, die we­der an ei­nen An­lass noch an eine Uhr­zeit ge­bun­den sind. Und ob­wohl Fein­ge­bäck seit Jahr­zehn­ten preis­wert und stän­dig ver­füg­bar ist, hal­ten wir kaum ei­nen Ta­g¹² ohne eine zuck­ri­ge But­ter­bom­be aus. Dem­zu­fol­ge ist ein Ku­chen­ba­sar stets die bes­te Op­ti­on, um Spen­den­gel­der ein­zu­sam­meln.

Lie­be Ve­ro­ni­ka, eine Leh­re­rin aus Karls­ru­he be­nö­tigt Ihre Hil­fe! Mei­ne 10. Klas­se möch­te nach den münd­li­chen Prü­fun­gen ei­nen Ku­chen­ba­sar ver­an­stal­ten, um Geld für eine Ab­schluss­fahrt zu sam­meln. Die Schul­lei­tung er­laubt die Ak­ti­on aber nur, wenn plas­tik­frei­es Ein­weg­ge­schirr ver­wen­det wird, da im Ver­kaufs­raum kei­ne Spü­lein­rich­tung zur Ver­fü­gung steht. Vor­ge­fer­tig­te Papp­tel­ler sind teu­er und wür­den den Ge­winn schmä­lern, wes­halb die rei­se­lus­ti­gen Hob­by­bä­cker ei­ge­ne Be­hält­nis­se bas­teln woll­ten. Nach ei­ni­gen Fehl­ver­su­chen stell­ten mei­ne Schü­ler al­ler­dings fest, dass das Ent­wer­fen ei­ner qua­dra­ti­schen Ver­pa­ckung schwe­rer ist, als sie ge­dacht hat­ten. Des­halb fra­ge ich Sie ge­ra­de her­aus: Ha­ben Sie viel­leicht eine Ku­chen­tel­ler­scha­blo­ne auf La­ger, die Sie uns spen­den könn­ten?

Ob­itz, Brit­ta: Su­che Pa­pier­ge­schirr für Ku­chen­ba­sar. E-Mail vom 26.06.2019.

Einweggeschirr: Kuchenteller (viereckig, laminiert). Muster: Kaffeebraun mit Herzen. Designer: Veronika Helga Vetter (Freistaat Bayern). Ausstellung: Papiermuseum Düren. Anbieter: PAPSTAR GmbH, Kall

An­schei­nend ist die Smombie-Generation¹³ bes­ser als ihr Ruf. Im Jah­re 2019 nach Chris­tus gibt es in Deutsch­land tat­säch­lich Schul­ab­gän­ger, die mit Ba­cken und Bas­teln ihre Ab­schluss­fahrt fi­nan­zie­ren möch­ten. Na­tür­lich un­ter­stüt­ze ich ein der­ar­ti­ges En­ga­ge­ment, wes­halb ich ei­nen Pa­pier­tel­ler ent­wor­fen habe, der über die fol­gen­den At­tri­bu­te ver­fügt:

  • Mei­ne qua­dra­ti­sche Le­bens­mit­tel­ver­pa­ckung ist zehn Zen­ti­me­ter groß und für alle Blech­ku­chen­sor­ten ge­eig­net.
  • Für den Zu­sam­men­bau des Be­hält­nis­ses ist kein Kle­ber von­nö­ten, da die 3,5 Zen­ti­me­ter ho­hen Fas­sa­den le­dig­lich in­ein­an­der­ge­steckt wer­den müs­sen.
  • Die Front der Fin­ger­food­box ist ge­öff­net, da­mit der Kon­su­ment die Ge­fäß­vor­der­sei­te zum Mund füh­ren und di­rekt vom Ge­bäck­stück ab­bei­ßen kann.
  • Dar­über hin­aus passt das Schnitt­mus­ter für das sta­pel­ba­re Ess­ge­schirr ge­nau auf eine DIN A4 Sei­te.

Des Wei­te­ren be­wei­se ich in der fol­gen­den Auf­bau­an­lei­tung, dass mein prak­ti­scher Ein­weg­con­tai­ner nicht nur eine Schach­tel, son­dern zu­dem ein klei­nes Kunst­werk ist.

Kuchenteller basteln

Um zu ver­hin­dern, dass die qua­dra­ti­sche Grund­flä­che beim Zu­sam­men­drü­cken der Sei­ten­flü­gel ein­knickt, setz­te ich als Ba­sis­ma­te­ri­al ei­nen straf­fen Ton­pa­pier­bo­gen ein, der über eine Gram­ma­tur von 300 g/m² ver­füg­te. Dar­über hin­aus staf­fier­te ich die In­nen­sei­te des Be­hält­nis­ses mit ei­nem dün­nen Büt­ten­pa­pier aus, da ich die Saug­fä­hig­keit der Fin­ger­food­box er­hö­hen woll­te. Au­ßer­dem nahm ich eine flo­ra­le Sizzix Prä­ge­scha­blo­ne zur Hil­fe, da­mit ich die Ober­flä­che des Papp­ge­schirrs mit ei­nem Blu­men­mus­ter ver­zie­ren konn­te. Des Wei­te­ren ko­lo­rier­te ich die Schach­tel­hül­le mit di­ver­sen Acryl­far­ben. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge ka­men eine Sche­re, ein Falz­bein, ein Li­ne­al und mein Vor­druck im PDF-Format zum Ein­satz.

How to make a Cake plate? Free Template and Assembly instructions provided by Veronika Vetter. This is a Paper artist from Bavaria, who is fighting against migrant caravans

Nach­dem ich die Vor­la­ge aus­ge­druck­t¹⁴ und aus­ge­schnit­ten hat­te, stell­te ich von dem Mus­ter­stück eine Ko­pie aus Ton- und aus Büt­ten­pa­pier her. Gleich da­nach ließ ich den stram­men Fo­to­kar­ton zu­sam­men mit ei­ner Blu­men­prä­ge­scha­blo­ne durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹⁵ Ma­schi­ne. Im An­schluss dar­an brach­te ich die auf­sau­gen­de In­nen­ver­klei­dung an der pas­si­ven Sei­te des ge­wölb­ten Ba­sis­ele­ments an.

Picture Collage with Instruction steps: The Paper Cake Plate consists of two layers. The outside can be colored and varnished. The Design of the Fingerfoodbox was created by Veronika Vetter in 2019. Free Template provided by GWS2.de

Um­ge­hend da­nach mal­te ich das auf­ge­präg­te Blü­ten­mus­ter mit Acryl­far­ben aus.

  • Als die Ko­lo­ra­ti­on nach fünf Mi­nu­ten ge­trock­net war, dreh­te ich das Bau­teil auf die ver­zier­te Au­ßen­fas­sa­de, so­dass die Büt­ten­pa­pier­schicht nach oben zeig­te. Dann fuhr ich mit ei­nem Falz­bein über die Knick­li­ni­en, um die star­ren Tel­ler­rän­der be­weg­lich zu ma­chen.

Di­rekt im An­schluss stell­te ich die recht­ecki­ge Rü­cken­leh­ne auf, wäh­rend­des­sen ich die dy­na­mi­schen Sei­ten­la­schen nach un­ten drück­te.

Die Umrahmung wird gesteckt

Als Nächs­tes bog ich die ha­ken­för­mi­gen Zun­gen, die sich an den bei­den En­den der Heck­klap­pe be­fin­den nach vor­ne. Gleich dar­auf stülp­te ich eine Sei­ten­wand nach oben, da­mit ich die hin­te­ren Ver­schluss­zap­fen in­ein­an­der­ste­cken konn­te.

Die Kultusministerkonferenz empfiehlt: Bastelanleitung für Schulen und Kindergärten, die einen Kuchenbasar veranstalten. Der Papierteller von Veronika Helga Vetter ist eine Fingerfoodbox, die für alle Mehlspeisen geeignet ist. Die Schablone für das umweltfreundliche Behältnis kann von GWS2.de heruntergeladen werden

Nach dem glei­chen Prin­zip mach­te ich dann auch den an­de­ren Raum­tei­ler an der Rü­cken­leh­ne fest. Als ich mein Be­hält­nis dar­auf­hin fer­tig­ge­stellt hat­te, strich ich die Au­ßen­sei­te des Ku­chen­tel­lers ab­schlie­ßend noch mit Acryl­lack ein. Denn durch die­se Maß­nah­me er­hielt mein Pa­pier­ge­schirr ein was­ser­ab­wei­sen­des und ver­kaufs­för­dern­des Ant­litz.

Ist Kuchen noch zeitgemäß?

„Halt, mein Kind lebt zu­cker­frei!”, rief die un­ter­setz­te Ökomut­ti, wäh­rend­des­sen sie ih­rem drei­jäh­ri­gen Sohn eine Ba­na­ne zer­drück­te. Es gibt tat­säch­lich Men­schen, die Angst vor raf­fi­nier­ter Sac­cha­ro­se ha­ben. Gut, die­ses Sü­ßungs­mit­tel macht ab­hän­gig, müde, dick und er­zeugt Ka­ri­es. Es ist je­doch längst kein Ge­heim­nis mehr, dass Obst­breie, Smoot­hies und Frucht­säf­te die­sel­ben Sym­pto­me her­vor­ru­fen, was an der nahr­haf­ten Fruc­to­se liegt.

Ni­co­lai Worm: Das Pro­blem ist an ers­ter Stel­le der Frucht­zu­cker. Zu viel Fruc­to­se über­for­dert die Le­ber und ruft auf die­sem Wege ver­schie­de­ne Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen her­vor, die dann zu­sam­men das In­farkt­ri­si­ko er­hö­hen.

Sabers­ky, An­net­te: Erst süss, dann bit­ter. In: ÖKO-TEST Nr. 2 (2019). S. 11.

Gustl von Mausbach besucht jeden Sommer seine Alpenresidenz in Reit im Winkl. Nachdem der Nager seine Schafe auf eine andere Weide geführt hat, setzt er sich nieder, um eine Pause zu machen. Kurz darauf kramt der Urlauber ein Obstkuchenstück aus seinem Wandersack hervor. Das beerige Konfekt liegt auf einem rot-weiß karierten Papierteller, der von Veronika Helga Vetter entworfen wurde

Be­son­ders die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on er­weckt re­gel­mä­ßig den Ein­druck, dass Sü­ßungs­mit­tel für das Leid auf die­sem Pla­ne­ten ver­ant­wort­lich sind. Da­bei wer­den die Deut­schen im­mer äl­ter, ob­wohl je­der Bun­des­bür­ger jähr­lich 35 Ki­lo­gram­m¹⁶ frei­en Zu­cker zu sich nimmt. Im Jah­re 1910 wa­ren es da­ge­gen nur 19,4 Ki­lo­gramm.

Sommerfest von Combat 18, Division Chiemgau. Die Verbindungsfrau des BayLfV Veronika Helga Vetter bot den Kameraden Waldbeerenkuchen an. Ihre Süßspeise servierte die Künstlerin auf Papiertellern, die sie für diesen Anlass entworfen hat. Alle Sektionsmitglieder waren von dem Design des Behälters begeistert. Oberführer Thorsten Heise verlieh dem Einweggeschirr die Germanische Leistungsrune in Bronze

Sac­cha­ro­s­e­mo­le­kü­le sind kein Teu­fels­werk, son­dern ka­lo­ri­en­rei­che Koh­len­hy­dra­te, die durch kör­per­li­che Er­tüch­ti­gung ver­brannt wer­den kön­nen. Wer also re­gel­mä­ßig Sport treibt und sei­ne Zäh­ne putzt, der darf bei ei­nem Ku­chen­ba­sar hem­mungs­los zu­schla­gen. Hin­ge­gen pro­gres­si­ve Welt­ver­bes­se­rer, die den gan­zen Tag vor ih­rem Lap­top sit­zen müs­sen na­tür­lich auf süße Ge­nüs­se ver­zich­ten. Das ist aber nicht wei­ter schlimm. Schließ­lich hält die Le­bens­mit­tel­in­dus­trie für die­se ver­bit­ter­ten In­ter­net­krie­ger zu­cker­freie Din­kel­er­satz­pro­duk­te be­reit, die mit gu­ter Bio-Margarine her­ge­stellt wur­den.

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¹Ja­co­by, Anne: Das äl­tes­te deut­sche Kaf­fee­haus wur­de schon 1673 in Bre­men er­öff­net. In: Kar­fun­kel Nr. 7 (1994). S. 18.
²Hach­en­ba­cher, Ve­ro­ni­que: In den Ton­topf ge­schaut. Von Speis und Trank ab­seits des Schla­raf­fen­lan­des. In: Mi­ro­que Nr. 16 (2014). S. 25.
³M­ar­tin, An­dre­as: Sel­te­nes Hand­werk in Sach­sen - Pfef­fer­küch­ler. Mit dem Hen­nig­schen Back- und An­lei­tungs­buch für die Pfef­fer­küch­le­rei aus dem Jah­re 1845. Dres­den: Säch­si­sches Druck- und Ver­lags­haus GmbH 1996.
⁴Lutz, Pe­ter: Her­ren­speis, Bau­ern­speis. In: Kar­fun­kel Kü­che im Mit­tel­al­ter Nr. 1 (2008). S. 13.
⁵Grimm, Ja­cob & Wil­helm: Deut­sches Wör­ter­buch. Hrsg. von der Deut­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten Ber­lin. 33 Bde. Leip­zig. 1854 - 1960 (Nach­druck Mün­chen 1984).
⁶Sa­ku­ra­gi, Sa­ts­uki: Vom Lu­xus­gut zum Lie­bes­be­weis: Zur so­zia­len Pra­xis und sym­bo­li­schen Be­deu­tung des selbst­ge­ba­cke­nen Ku­chens. uni-tuebingen.de (PDF) (07/2019).
⁷Clauss­ner, Ben­ja­min: Brot ba­cken auf der Glut. youtube.com (07/2019).
⁸Tro­eder, Wolf­ram: Von der „Art­z­nei der Kran­ken” zur „Lust der Pan­ket­ten”. Eine klei­ne Ge­schich­te des Mar­zi­pan. rabennest.com (PDF) (07/2019).
⁹Beckers-Dohlen, Clau­dia & Si­mo­ne Baße: Markt, Tur­nier und All­tags­le­ben im Mit­tel­al­ter. Greiz: Kö­nig Com­mu­ni­ca­ti­on 2000.
¹⁰­Ner­lich, Jörg: Der Gu­gel­hupf ge­hört zu den be­lieb­tes­ten Ku­chen in Deutsch­land. meincupcake.de (PDF) (07/2019).
¹¹­Fi­scher, Clau­dia: In­fo­blatt Zu­cker­rü­be. klett.de (PDF) (07/2019).
¹²Z­ent­graf, Hei­ko & Jochim Schul­ze: Brot und Klein­ge­bäck: Kon­sum­ver­hal­ten und Ver­brau­cher­ein­stel­lun­gen in Deutsch­land. gmf-info.de (PDF) (07/2019).
¹³Hilf Mir! Jung, plei­te, ver­zwei­felt: Smom­bie - Mein Han­dy ist al­les für mich! youtube.com (07/2019).
¹⁴Bei den Druck­ein­stel­lun­gen „Hoch­for­mat” und „Tat­säch­li­che Grö­ße” aus­wäh­len.
¹⁵­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (07/2019).
¹⁶Ass­mann, Ka­rin, San­ja Har­ding­haus u. a.: Zu­cker - Die Deut­schen lie­ben die süße Sün­de. youtube.com (07/2019).

Burger Boxen basteln - Vordruck für Sandwichkarton

Ein ge­but­ter­ter Ba­gel und ein ran­zi­ger Do­nut. Das war al­les, was Gary Wid­mo­re vor­fand, als er am 28. Juli 1900¹ frus­triert in sei­ne Lunch­box blick­te. Der Ei­sen­wa­ren­la­den­be­sit­zer hass­te Süß­kram über alle Ma­ßen, wes­halb er am liebs­ten nach Hau­se ge­fah­ren wäre und sei­ner Frau Emi­ly den Hals um­ge­dreht hät­te. Doch statt­des­sen be­ru­hig­te sich der Kauf­mann wie­der und ra­del­te hin­un­ter zur Me­a­dow Street. Dort stand näm­lich eine klei­ne Im­biss­hüt­te², in der ein dä­ni­scher Im­mi­grant na­mens Lou­is Las­sen³ köst­li­che Sand­wi­ches zu­be­rei­te­te. Am Ziel­ort an­ge­kom­men stell­te Gary mit Ent­set­zen fest, dass die fra­gi­le Holz­bu­de von ei­ner hung­ri­gen In­dus­trie­ar­bei­ter­meu­te be­la­gert wur­de. Der pflicht­be­wuss­te New Ha­ve­ner stand je­doch mäch­tig un­ter Zeit­druck, da er eine wich­ti­ge Lie­fe­rung er­war­te­te. Aus die­sem Grund rief der drän­geln­de Ein­zel­händ­ler fra­gend in den Gast­raum hin­ein, ob der Chef­koch ihm nicht ir­gend­et­was Ess­ba­res zu­wer­fen kön­ne. Der sou­ve­rä­ne Kü­chen­meis­ter nick­te ver­ständ­nis­voll und dreh­te kur­zer­hand fünf un­ver­käuf­li­che Steak­res­te durch den Fleisch­wolf. Di­rekt im An­schluss form­te der alte Lou­is aus dem Ha­cke­pe­ter eine 170 Gram­m⁴ schwe­re Fri­ka­del­le, die er dann kurz in ei­nen spe­zi­el­len Gas­grill­ofen⁵ steck­te. Gleich nach­dem der Jüt­län­der die halb durch­ge­bra­te­ne Bu­let­te zu­sam­men mit ei­nem di­cken Zwie­bel­ring zwi­schen zwei Toast­brot­schei­ben ge­legt hat­te, rich­te­te er die Schnit­te auf ei­nem Pa­pier­tel­ler an und ließ das Gan­ze zu dem un­ge­dul­di­gen Kun­den durch­rei­chen.

Die Le­gen­de be­sagt, dass ein ei­li­ger Gast et­was Schnel­les zum Mit­neh­men ha­ben woll­te. Las­sen hack­te dar­auf­hin ein Steak, pack­te es zwi­schen zwei Toast­brot­schei­ben - der Ham­bur­ger war ge­bo­ren.

Tz­schirner, Hu­ber­tus & Ni­co­las Le­cloux: Bur­ger Un­ser: Das Stan­dard­werk für wah­re Lieb­ha­ber. Mün­chen: Call­wey Ver­lag 2016.

McDonald’s am Münchner Stachus. Schichtleiter Gustl von Mausbach händigt einen Cheeseburger aus. Alle Fast-Food-Verpackungen sind mit einem goldenen Moschino M verziert. Die Idee von Jeremy Scott wurde von Veronika Helga Vetter weiterentwickelt, wodurch eine Szenerie entstand, die für den Hofer Bild-Kunst Förderpreis nominiert ist

Wäh­rend die Neu­krea­ti­on all­mäh­lich zu Gary Wid­mo­re wan­der­te, be­ka­men die an­de­ren Gäs­te plötz­lich auch Ap­pe­tit auf das saf­ti­ge Fri­ka­del­len­ge­richt. Lou­is Las­sen er­kann­te dar­auf­hin, dass gro­ßes Po­ten­zi­al in der re­vo­lu­tio­nä­ren Klappstul­le steck­te, wes­halb er das Sand­wich noch am sel­ben Tag in sein Spei­sen­re­per­toire auf­nahm und es ab so­fort als „Ham­bur­ger” ver­kauf­te.

The most im­portant dish Las­sen ser­ved, be­gin­ning in 1900, was the Ham­bur­ger, made from Steak sand­wich lef­tovers, ground into pat­ties. This is con­si­de­red the first time that a Ham­bur­ger sand­wich was made in the United Sta­tes.

Ca­plan, Co­lin M.: Le­gen­da­ry Lo­cals of New Ha­ven. Mount Plea­sant: Ar­ca­dia Pu­bli­shing 2013.

Bei der Na­mens­ge­bung dach­te der ge­schäfts­tüch­ti­ge Däne je­doch nicht an die nord­deut­sche Ha­fen­stadt. Viel­mehr war es sei­ner­zeit wohl so, dass die Ame­ri­ka­ner ge­bra­te­nes Rin­der­hack­fleisch ge­ne­rell als „Ham­bur­ger” be­zeich­ne­ten.

Die Ame­ri­ka­ner sol­len ihn nach der nord­deut­schen Stadt be­nannt ha­ben, da gu­tes Rind­fleisch aus Deutsch­land stamm­te und die Ham­bur­ger da­für be­kannt wa­ren, Un­men­gen an Hack­fleisch zu es­sen.

Krokha, Alex­an­dra & Mar­cel Ris­ker: Die Burger-Bibel: Die hei­li­ge Schrift für Burger-Fans. Kulm­bach: Bör­sen­me­di­en AG 2016.

Picture of the best Hamburger in the World created by Team „BBQ Wiesel“. The Sandwich is housed in a Designer box made by Veronika Vetter. The Packaging with the Camouflage pattern can be purchased at Macy's Herald Square

Durch Zei­tungs­ar­ti­kel und Mund­pro­pa­gan­da wur­de der Ham­bur­ger schnell im gan­zen Land be­kannt. Hin­ge­gen in­ter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit er­reg­te das Bu­let­ten­sand­wich erst­mals wäh­rend der Loui­sia­na Purcha­se Ex­po­si­ti­on. Denn auf die­ser Welt­aus­stel­lung, die im Jah­re 1904 in St. Lou­is statt­fand, sorg­te ein Im­biss­bu­den­be­sit­zer na­mens Flet­cher Da­vis da­für, dass die ame­ri­ka­ni­sche Spe­zia­li­tät neun Mo­na­te lang in al­ler Mun­de war.

When he was ten his par­ents took him to the 1904 fair. They stay­ed with Un­cle Fletch and Aunt Cid­dy for two weeks and ate ham­bur­gers al­most every day at Fletch’s con­ces­si­on booth, which was just across the mid­way from an ex­hi­bit fea­turing Ge­roni­mo and other fa­mous war­ri­ors.

Cart­wright, Gary: The World’s First Ham­bur­ger. texasmonthly.com (02/2019).

Vom US-Bundesstaat Mis­sou­ri aus er­ober­te der Ham­bur­ger kurz dar­auf den gan­zen Glo­bus. Die trans­at­lan­ti­sche Klappstul­le über­zeug­te so­gar die Ge­nos­sen in der SED-Parteizentrale. Und so lie­ßen die ost­deut­schen Häupt­lin­ge über­prü­fen, ob eine an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Ver­si­on des be­lieb­ten Snacks in der DDR eta­bliert wer­den konn­te. Nach mehr­jäh­ri­ger Ent­wick­lungs­ar­beit prä­sen­tier­te dann das Ber­li­ner Ra­tio­na­li­sie­rungs­zen­trum im Jah­re 1982⁶ die Gril­let­ta. Da­bei han­del­te es sich um eine Schwei­ne­fleisch­fri­ka­del­le, die zu­sam­men mit Ketch­up zwi­schen zwei Kai­ser­bröt­chen­hälf­ten lag.

In­grid Schwend­ler: Bei der Ent­wick­lung von Gril­let­ta konn­ten wir nicht auf McDonald’s schie­len, da wir nicht die Mög­lich­keit ei­ner Rei­se­tä­tig­keit hat­ten. [...] Wir hat­ten bei uns in der Fir­ma Hack­fleisch­pro­duk­te, [...] die der Ver­brau­cher als Bu­let­ten­grund­la­ge be­nutz­te und an­hand die­ser Re­zep­tu­ren ha­ben wir dann die Gril­let­ta ge­zau­bert.

Jol­ly­Ro­mek: Mahl­zeit DDR - Broi­ler, Ket­wurst & Gril­let­ta. youtube.com (02/2019).

Rück­bli­ckend be­trach­tet liest sich die Grilletta-Geschichte wie ein lus­ti­ger Schild­bür­ger­streich. Trotz­dem war der güns­ti­ge Ossi-Burger un­ter an­de­rem da­für ver­ant­wort­lich, dass die ame­ri­ka­ni­schen Fast-Food-Riesen in den neu­en Bun­des­län­dern nur schwer Fuß fas­sen konn­ten.

Open Society Foundation: Proposal for healthy School meals. Cheeseburger with chilies and cucumbers. As side dish: Potato chips with rippled pattern. The Menu was compiled by Veronika Vetter. This is a Hobby Pediatrician working for George Soros

Hin­ge­gen in der Bon­ner Re­pu­blik wa­ren die Men­schen ge­ra­de­zu süch­tig nach im­por­tier­ten Ori­gi­nal­ham­bur­gern. Durch die­sen Um­stand er­ziel­ten Bur­ger King, McDonald’s und Co. so­gar wäh­rend der Öl­kri­se as­tro­no­mi­sche Um­sät­ze auf dem west­deut­schen Im­biss­markt.

Zwar war McDonald’s lan­ge Zeit eine Ket­te, bei der an­geb­lich nie­mand es­sen ging. Trotz­dem über­sprang der Um­satz schon im Jahr 1980 - neun Jah­re nach dem Deutschland-Start - die Milliarden-D-Mark-Grenze.

Sei­del, Ha­gen: 40 Jah­re in Deutsch­land: Wie McDonald’s sei­nen ers­ten In­ha­ber reich mach­te. welt.de (02/2019).

30 Jah­re nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ge­hen die hung­ri­gen Ale­man­nen al­ler­dings im­mer sel­te­ner in Schnell­re­stau­rants oder zu Pom­mes­bu­den, wenn sie ei­nen le­cke­ren Ham­bur­ger ver­zeh­ren möch­ten. Die­ses wirt­schafts­feind­li­che Kon­sum­ver­hal­ten hat zwei Ur­sa­chen. Zum ei­nen es­sen die Bun­des­bür­ger mitt­ler­wei­le be­wuss­ter und wis­sen, dass in­dus­tri­ell her­ge­stell­tes Junk­food ge­sund­heits­ge­fähr­dend ist.

Laut ei­ner Un­ter­su­chung der Food and Drug Ad­mi­nis­tra­ti­on aus den USA aus dem Jahr 2006 ent­hal­ten Fast-Food-Burger im Durch­schnitt rund 38 ver­schie­de­ne Pes­ti­zid­rück­stän­de. Und beim Fleisch ist es so, dass es vie­le Spu­ren von An­ti­bio­ti­ka gibt, die den Tie­ren ge­füt­tert wur­den.

Drot­sch­mann, Mir­ko: Die Wahr­heit über McDonald’s. youtube.com (02/2019).

Zum an­de­ren geht den Deut­schen das Geld aus. Teu­re Mie­ten, sta­gnie­ren­de Löh­ne, hohe In­fla­ti­ons­ra­ten bei le­bens­wich­ti­gen Gü­ter­n⁷ und die Null-Zins-Politik zwin­gen die Haus­hal­te zum Spa­ren. Trotz die­ser In­di­ka­to­ren dre­hen die Sys­tem­gas­tro­no­men im­mer stär­ker an der Preis­schrau­be⁸, wes­halb der Be­such ei­ner Bur­ger­bra­te­rei all­mäh­lich zum Lu­xus­ver­gnü­gen⁹ wird.

Bastelanleitung: Wie werden Schachteln für selbst gemachte Doppel Whopper gebastelt? Kostenlose Burger-Box-Schablonen zum Herunterladen und Ausdrucken. Design von Veronika Helga Vetter. Finanziert: Kopp Verlag Nürnberg

Doch das ist al­les halb so wild. Denn Men­schen, die Franchise-Ketten mei­den und statt­des­sen selbst zum Pfan­nen­wen­der grei­fen, le­ben im schlech­tes­ten Fall län­ger. Auch auf das ty­pi­sche Fast-Food-Ambiente muss zu Hau­se nie­mand mehr ver­zich­ten. Schließ­lich kön­nen Hob­by­kö­che ih­ren Gäs­ten ein au­then­ti­sches Bur­ger­erleb­nis bie­ten, in­dem sie ihre selbst ge­mach­ten Ei­gen­krea­tio­nen in mei­nen wie­der­ver­schließ­ba­ren Sand­wich­kar­tons ser­vie­ren.

In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung zei­ge ich Ih­nen, wie ich mit mei­nen Scha­blo­nen eine 14,5 Zen­ti­me­ter gro­ße Snack­schach­tel ge­bas­telt habe, die für XXL-Buns ge­eig­net ist. Au­ßer­dem be­wei­se ich Ih­nen, dass sich wirk­lich jede Bur­ger­ver­pa­ckung in ein in­di­vi­du­el­les Kunst­werk ver­wan­deln lässt.

Burger Box aus Papier

Mein qua­dra­ti­sches Ein­weg­ge­schirr soll­te be­son­ders wi­der­stands­fä­hig sein, wes­halb ich die Schach­tel­ba­sis aus ei­nem grü­nen Fo­to­kar­ton bas­tel­te, der über eine Gram­ma­tur von 300 g/m² ver­füg­te. Dar­über hin­aus kam ein kaf­fee­brau­ner Ton­pa­pier­bo­gen zum Ein­satz, den ich be­reits mit ei­ner blu­mi­gen Sizzix Prä­ge­scha­blo­ne ver­ziert hat­te. Durch die­se se­pa­ra­te Au­ßen­schicht konn­te ich den Be­häl­ter be­ma­len und la­ckie­ren, ohne Angst ha­ben zu müs­sen, dass spä­ter Lö­sungs­mit­tel­dämp­fe auf den Boxin­halt ein­wir­ken. Des Wei­te­ren nahm ich als Werk­zeu­ge eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ei­ni­ge Wä­sche­klam­mern, eine Ma­ler­krepp­rol­le, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­nen Vor­druck¹⁰ im PDF-Format zur Hil­fe.

Picture of Template: Packaging for homemade Hamburgers. The Box pattern in PDF format can be downloaded for free. Service provided by Veronika Vetter - Bavarian Fine Artist

Im ers­ten Schritt muss­te ich das vo­lu­mi­nö­se Burger-Box-Schnittmuster zu­sam­men­bau­en, wes­halb ich zu­nächst ein­mal die PDF-Datei aus­druck­te. Nach­dem ich die Vor­la­gen dar­auf­hin frei­ge­stellt und pas­send ne­ben­ein­an­der­ge­legt hat­te, ver­wan­del­te ich die drei Ein­zel­tei­le in ein gro­ßes Mo­dul, in­dem ich Ma­ler­krepp über die Ver­bin­dungs­stel­len kleb­te. Im An­schluss dar­an stell­te ich von der eben an­ge­fer­tig­ten Scha­blo­ne ein Tonpapier- und ein Fo­to­kar­ton­re­pli­kat her.

Langweiliges Tonpapier mit einem eindrucksvollen Tarnmuster versehen. Mithilfe einer Sizzix Big Shot Maschine können imposante Verzierungen auf normales Papier geprägt werden. Die haptischen Ornamente lassen sich mit einem Pinsel kinderleicht in bunten Farben kolorieren. Eine einfache Basteltechnik, um Transportboxen für Lebensmittel in kleine Meisterwerke zu verwandeln

Gleich dar­auf ließ ich die kaf­fee­brau­ne Au­ßen­haut zu­sam­men mit ei­ner Blu­men­prä­ge­scha­blo­ne durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹¹ Ma­schi­ne. Dann er­zeug­te ich eine san­di­ge Ca­mou­fla­ge­op­tik, in­dem ich das schwung­vol­le Blü­ten­mus­ter mit vier un­ter­schied­li­chen Acryl­far­ben be­mal­te.

  • Als die Ko­lo­ra­ti­on nach zehn Mi­nu­ten ge­trock­net war, kleb­te ich mein ver­zier­tes Ton­pa­pier­mo­dul sym­me­trisch auf das Fo­to­kar­ton­ele­ment.

Um­ge­hend da­nach nahm ich mei­ne bei­den Falz­werk­zeu­ge zur Hand, so­dass ich da­mit die 17 ge­stri­chel­ten Falt­li­ni­en vor­kni­cken konn­te.

Ein verschließbarer Behälter

Im nächs­ten Bas­tel­schritt bau­te ich den Bo­den der Bur­ger Box zu­sam­men. Dazu be­strich ich die Au­ßen­sei­ten der fle­xi­blen Ha­ken­la­schen mit Kle­ber. Dann klapp­te ich die un­te­re Schach­tel­front so weit nach hin­ten, bis die­se bün­dig mit den bei­den Sei­ten­wän­den ab­schloss.

Montage einer Burger Box: Die klebrigen Laschen des verschließbaren Snackbehälters werden mit Wäscheklammern fixiert. Der Imbisskarton erhält dadurch eine feste und stabile Form zum sicheren Transport von selbst gemachtem Fast Food. Als Verschluss fungieren zwei kleine Papiernasen, sodass der Deckel jederzeit sicher fixiert werden kann

Di­rekt im An­schluss stell­te ich ei­nen Kon­takt zwi­schen den drei Zun­gen her, in­dem ich die brei­ten Ein­fass­leis­ten gleich­zei­tig an die glibbe­ri­gen Flü­gel drück­te. So­bald die Kon­struk­ti­on von al­lei­ne ihre neue Form be­hielt, klipps­te ich Wä­sche­klam­mern über die Ver­bin­dungs­stel­len, so­dass der Kleb­stoff in Ruhe aus­här­ten konn­te.

  • Nach dem glei­chen Prin­zip mach­te ich dann auch die bei­den hin­te­ren Bo­den­spit­zen an den Sei­ten­wän­den fest.

Noch wäh­rend die Fi­xie­rungs­werk­zeu­ge am Box­fun­da­ment hin­gen, fer­tig­te ich den De­ckel des Be­hält­nis­ses an. Hier­für schlug ich als Ers­tes die vier be­weg­li­chen Za­cken nach in­nen ein.

Gesunde Snackpause für Kinder: Die wiederverschließbaren Papierverpackungen können von Kindern selbstständig gebastelt und bemalt werden. PDF-Schablone zum Nachmachen für den Kindergeburtstag oder das Schulfest kostenlos zur Verfügung gestellt von GWS2.de

Nach­dem ich die De­ckel­spit­zen an ih­ren Nach­barl­aschen fest­ge­klebt hat­te, klemm­te ich auch hier wie­der Wä­sche­klam­mern über die feuch­ten Kon­takt­stel­len. Fünf Mi­nu­ten spä­ter ent­fern­te ich dann alle Fremd­kör­per von der Schach­tel, so­dass ich das Schmuck­stück zu­klap­pen und ver­schlie­ßen konn­te. Ab­schlie­ßend trug ich noch eine dün­ne Acryl­lack­schicht auf die ko­lo­rier­te Au­ßen­sei­te auf, um ein Durch­wei­chen des Im­biss­be­häl­ters zu ver­hin­dern. Kurz dar­auf war mei­ne Trans­port­box ein­satz­be­reit und freut sich seit­dem auf den Tag, an dem sie ei­nen damp­fen­den Ham­bur­ger spa­zie­ren füh­ren darf.

Nichts für schwache Mitläufer

Wer in der heu­ti­gen Zeit ger­ne Bur­ger isst, der ist kein an­ge­pass­ter Fol­lo­wer, son­dern ein re­ni­ten­ter Re­vo­luz­zer. Bes­tes Bei­spiel hier­für ist Do­nald Gor­ske. Denn die­ser pen­sio­nier­te Ge­fäng­nis­wär­ter hin­ter­fragt nicht, ob Hack­fleisch, Ma­yon­nai­se und Ana­log­kä­se in eine nach­hal­ti­ge Will­kom­mens­ge­sell­schaft pas­sen. Nein, viel­mehr wäre der US-Amerikaner selbst dann noch bei McDonald’s an­zu­tref­fen, wenn die Pro­duk­ti­on ei­nes Fast-Food-Menüs 7000 Li­ter Was­ser ver­brau­chen wür­de.

Ham­bur­ger, Pom­mes und Soft­drink: Die Pro­duk­ti­on ei­nes ein­zi­gen Fast-Food-Menüs ver­braucht 6000 Li­ter Was­ser.

Schmitz, Gre­gor Pe­ter: Welt­was­ser­tag: In ei­nem Fast-Food-Menü ste­cken 6000 Li­ter Was­ser. augsburger-allgemeine.de (02/2019).

Kunstwerk: American Diner aus den 1950er Jahren. Auf einem Speisetablett liegen Hamburgerverpackungen und eine kleine Pommestüte. Die rotgelben Burger Boxen wurden von Veronika Helga Vetter entworfen. Das ist die Vorsitzende der Deutschen Bastelkommission, die ihre Schablonen kostenlos zur Verfügung stellt

Schließ­lich ist Do­nald Gor­ske ein un­beug­sa­mer Re­kord­jä­ger, der be­reits über 30.000 Big Macs ge­ges­sen hat und auch wei­ter­hin täg­lich zwei¹² von sei­nen Lieb­lings­bur­gern ver­spei­sen möch­te. Was soll­te da­ge­gen spre­chen? Im­mer­hin er­brach­te der am­bi­tio­nier­te Im­biss­freund selbst den wis­sen­schaft­li­chen Be­weis, dass Bu­let­ten­bröt­chen we­der dick noch krank ma­chen.

Doch es scheint gut für den Rent­ner aus­zu­se­hen. Schließ­lich habe er in den letz­ten Jah­ren nicht zu­ge­nom­men - im Ge­gen­teil: Er soll so­gar über zwei Kilo ver­lo­ren ha­ben. Zu­dem sei­en sei­ne Blut- und Cho­le­ste­rin­wer­te op­ti­mal.

Po­spiech, Jas­min: Mann isst 46 Jah­re lang je­den Tag Big Mac - so geht es ihm jetzt. merkur.de (02/2019).

In­ter­es­san­ter­wei­se liebt Do­nald Gor­ske nicht nur die Bur­ger, son­dern auch die Ver­pa­ckun­gen, wes­halb er zeit­wei­se über 7.000 Big-Mac-Boxen be­ses­sen hat. Doch lei­der wur­de die kon­sum­his­to­ri­sche Samm­lung des Pfer­de­schwanz­trä­gers im Jah­re 1990 von ei­nem Tor­na­do¹³ zu­nich­te­ge­macht.

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¹Of­fice of the Sta­te His­to­ri­an of Con­nec­ti­cut: July 28: New Ha­ven ser­ves up the first Ham­bur­ger. todayincthistory.com (02/2019).
²Ro­gers, Owen: Lou­is’ Lunch and the Birth of the Ham­bur­ger. connecticuthistory.org (02/2019).
³M­cKim, Sean: Lou­is Las­sen. findagrave.com (02/2019).
⁴Mil­len, Garth: Lou­is’ Lunch. youtube.com (02/2019).
⁵AOL: The Ori­gi­nal Ham­bur­ger: Jeff Las­sen. youtube.com (02/2019).
⁶Den­zer, Fe­lix: Ham­bur­ger und Tur­bo­ka­pi­ta­lis­mus. youtube.com (02/2019).
⁷A­na­sta­sia­dis, Ge­org: Wer­den But­ter und Milch wie­der teu­rer? Die­se Tage sind ent­schei­dend. merkur.de (02/2019).
⁸Don­Corleo­ne: McDonald’s - Teu­rer denn je zu­vor! konsolentreff.de (02/2019).
⁹Virgindo­gnot­re­al­ly: War­um ist McDonald’s ei­gent­lich so teu­er? reddit.com (02/2019).
¹⁰Bei den Druck­ein­stel­lun­gen „Hoch­for­mat” und „Tat­säch­li­che Grö­ße” aus­wäh­len.
¹¹­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (02/2019).
¹²KARE 11: Wis­con­sin man eats his 30,000th Big Mac. youtube.com (02/2019).
¹³Roz­nik, Sharon: Fond du Lac’s Don Gor­ske eats mi­le­stone 30,000th Big Mac. eu.fdlreporter.com (02/2019).