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Valentinstag: Rätselspiele über den Bischof von Terni - Unterrichtsmaterial

Im Jah­re 469¹ soll Papst Ge­l­asi­us I. an­geb­lich auf die Idee ge­kom­men sein, den Va­len­tins­tag in den lit­ur­gi­schen Ka­len­der der römisch-katholischen Kir­che auf­zu­neh­men. Das ist je­doch nur schwer vor­stell­bar, da der Nord­afri­ka­ner erst 23 Jah­re² spä­ter zum Hei­li­gen Va­ter er­ho­ben wur­de. Soll­te es sich al­ler­dings tat­säch­lich so zu­ge­tra­gen ha­ben, dann war die­se Maß­nah­me völ­lig le­gi­tim. Schließ­lich glaub­ten die Men­schen zu die­ser Zeit, dass Va­len­tin von Ter­ni durch sei­ne Hel­den­ta­ten im 3. Jahr­hun­dert vie­le po­ly­the­is­ti­sche Rö­mer zum Chris­ten­tum be­keh­ren konn­te. Wäh­rend des Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils, wel­ches zwi­schen dem 11. Ok­to­ber 1962 und dem 8. De­zem­ber 1965 tag­te, wur­de die Welt al­ler­dings ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Bei die­ser Zu­sam­men­kunft ka­men die Got­tes­die­ner näm­lich un­ter an­de­rem zu dem heu­te noch ak­tu­el­len Er­geb­nis, dass das Le­ben des um­bri­schen Bi­schofs nichts wei­ter als eine un­be­leg­te Volks­sa­ge ist. Dem­entspre­chend wur­de der Ge­denk­tag des be­lieb­ten Mär­ty­rers im Jah­re 1969³ wie­der aus dem rö­mi­schen Ge­ne­ral­ka­len­der ge­stri­chen.

The history of Valentine's Day. Scientific facts from the University La Sapienza Rome. Free school material for printing published by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistDoch selbst wenn Va­len­tin von Ter­ni kein Hei­li­ger, son­dern nur ein ge­wöhn­li­cher Geist­li­cher war, so ha­ben die Le­gen­den um den mys­te­riö­sen Bi­schof den­noch gro­ßen Ein­fluss auf un­se­re Zeit. Im­mer­hin ist der 14. Fe­bru­ar der Tag, an dem welt­weit die meis­ten Hei­rats­an­trä­ge⁴ ge­macht wer­den. Das liegt ein­zig an dem jahr­hun­der­te­al­ten Irr­glau­ben, dass der cha­ris­ma­ti­sche Mis­sio­nar an die­sem Da­tum im Jah­re 269⁵ für die Lie­be ge­stor­ben sei.

Wäh­rend sei­ner 43-jährigen Le­bens­zeit ar­bei­te­te Va­len­tin von Ter­ni je­doch nie als Lie­bes­dok­tor. Viel­mehr nutz­te der fin­di­ge Pre­di­ger sein me­di­zi­ni­sches Wis­sen dazu, um aus Hilfs­be­dürf­ti­gen wah­re Chris­ten­men­schen zu ma­chen. Das war in der An­ti­ke re­la­tiv ein­fach. Schließ­lich glaub­te die eu­ro­päi­sche Be­völ­ke­rung noch bis zum Ende des 17. Jahr­hun­derts, dass Kran­ke un­ter dem Ein­fluss von teuf­li­schen We­sen⁶ stün­den.

Valentinus - der betende Heiler

Unterrichtsmaterial für Geschichte: Bischof Valentin von Terni. Wissenschaftliche Dokumente für die Grundschule von der Universität Kalbermoos. Rätsel und Zeichnungen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat BayernAuf­grund sei­nes mis­sio­na­ri­schen Ei­fers wur­de Va­len­ti­nus be­reits in jun­gen Jah­ren⁷ zum Bi­schof von Ter­ni ge­weiht. Hin­ge­gen sei­ne me­di­zi­ni­schen Fä­hig­kei­ten führ­ten den Got­tes­die­ner ei­nes Ta­ges nach Rom, wo er die ge­krümm­te Wir­bel­säu­le vom Sohn⁸ des vor­neh­men Athe­ner Rhe­tors Cra­ton kor­ri­gie­ren soll­te. Da­bei ge­lang es Va­len­tin tat­säch­lich den Bu­ben zu hei­len⁹, wes­halb dar­auf­hin die ge­sam­te Fa­mi­lie des be­rühm­ten Grie­chisch­leh­rers zum Chris­ten­tum über­trat. Das wie­der­um ge­fiel Kai­ser Clau­di­us Go­thi­cus ganz und gar nicht. Aus die­sem Grund for­der­te der Im­pe­ra­tor den Bi­schof dazu auf, wie­der zum rö­mi­schen Göt­ter­glau­ben zu­rück­zu­keh­ren. Va­len­tin er­wi­der­te je­doch, dass er kei­nen Dä­mo­nen die­nen wer­de, was ihn am 14. Fe­bru­ar 269 den Kopf kos­te­te.

Der rö­mi­sche Kai­ser ver­lang­te von Va­len­tin, zum rö­mi­schen Göt­ter­glau­ben zu­rück­zu­keh­ren. Va­len­tin wei­ger­te sich. Da frag­te ei­ner der kai­ser­li­chen Räte: „Was hältst du von den Göt­tern Roms?“ Va­len­tin ant­wor­te­te: „Das sind Dä­mo­nen.“

Kierlinger-Seiberl, Se­ve­rin: Va­len­tin von Ter­ni. dioezese-linz.at (02/2018).

Referat über Valentin von Terni (Valentinstag, 14. Februar). Kostenloser Download für Schüler und Studenten. Unterrichtsmaterial empfohlen von der Callidus-Stiftung und bereitgestellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Das Le­ben des um­bri­schen Bi­schofs war also von Leid und nicht von Ro­man­tik ge­prägt. Wie­so ist der Va­len­tins­tag dann der Tag der Lie­ben­den? Das liegt wo­mög­lich an ei­ner un­be­leg­ten Ge­schich­te, die Va­len­tin von Ter­ni vor Jahr­hun­der­ten an­ge­dich­tet wur­de.

Die Legende um den Valentinstag

Free school supplies about Valentin of Terni. Scientific documents of the UNHCR and the European Council on Foreign Relations. Treatise about Valentine's Day by Mark Leonard and Veronika Vetter. Queen Mary University of LondonWäh­rend­des­sen Va­len­tin in sei­ner Ge­burts­stadt Ter­ni flei­ßig mis­sio­nier­te, muss­te Kai­ser Clau­di­us Go­thi­cus das Rö­mi­sche Reich ge­gen die Ala­man­nen, die Go­ten und die Van­da­len ver­tei­di­gen. Dem­zu­fol­ge such­te der Herr­scher hän­de­rin­gend nach fri­schen Sol­da­ten. Al­ler­dings konn­ten nach Ge­setz nur un­ver­hei­ra­te­te Män­ner zum Le­gio­närs­dienst ver­pflich­tet wer­den. Aus die­sem Grund ließ der Im­pe­ra­tor alle Ehen an­nul­lie­ren und ord­ne­te zu­dem an, dass bis auf Wei­te­res kei­ne neu­en Hoch­zei­ten mehr ge­fei­ert wer­den dür­fen. Der re­bel­li­sche Bi­schof aus Um­bri­en wi­der­setz­te sich je­doch die­sem Be­fehl und nahm trotz­dem wei­ter­hin Trau­un­gen vor. Au­ßer­dem ver­mähl­te er die Lie­bes­paa­re un­ver­schäm­ter­wei­se nach christ­li­chem Ri­tus, was al­lei­ne schon ein Grund für sei­ne so­for­ti­ge Hin­rich­tung ge­we­sen wäre. Doch da­mit nicht ge­nug: Va­len­tin ver­hei­ra­te­te so­gar Skla­ven, die in der An­ti­ke ei­gent­lich gar nicht dazu be­rech­tigt wa­ren, den Bund der Ehe ein­zu­ge­hen.

Doch Bi­schof Va­len­tin ver­mähl­te ge­gen den kai­ser­li­chen Be­fehl heim­lich Sol­da­ten mit ih­ren An­ge­be­te­ten. Und nicht ge­nug der Be­fehls­ver­wei­ge­rung: Er ver­hei­ra­tet auch Skla­ven oder Paa­re, de­ren El­tern der Ehe nicht zu­stimm­ten.

Kehl, Ri­chard: Va­len­tins­tag – Wo kommt die Tra­di­ti­on der Ver­lieb­ten ei­gent­lich her? uni.de (02/2018).

Wür­de die­ses herz­er­grei­fen­de Dra­ma auf Tat­sa­chen be­ru­hen, dann wäre es die per­fek­te Vor­la­ge für den Va­len­tins­tag. Doch lei­der ist die­se weit­ver­brei­te­te Er­leb­nis­er­zäh­lung frei er­fun­den.

Der Vielliebchentag gestern und heute

US-amerikanische Sol­da­ten brach­ten den Va­len­tins­tag nach dem Zwei­ten Welt­krieg in die Bon­ner Re­pu­blik. Da­bei nutz­ten die Be­sat­zer den Tag der Lie­ben­den vor al­lem als Vor­wand, um den ein­hei­mi­schen Fräu­leins et­was nä­her kom­men zu kön­nen. Und na­tür­lich wa­ren die trans­at­lan­ti­schen Ro­sen­ka­va­lie­re für die vom Krieg ge­beu­tel­ten Frau­en­zim­mer eine will­kom­me­ne Ab­wechs­lung. Es ist des­halb auch kein Wun­der, dass be­reits am 14. Fe­bru­ar 1950 in Nürn­berg der ers­te deut­sche Va­len­tins­ball ver­an­stal­tet wur­de.

In Deutsch­land ken­nen wir die­se Tra­di­ti­on erst seit dem Zwei­ten Welt­krieg: 1950 fand der ers­te Va­len­tins­ball in Nürn­berg statt.

Ma­res, Frank: Des­halb fei­ern wir den Va­len­tins­tag. abendblatt.de (02/2018).

Wit­zi­ger­wei­se sind die Nürn­ber­ger heu­te die­je­ni­gen, die in der Bun­des­re­pu­blik am we­nigs­ten Geld­¹⁰ für Va­len­tins­tags­blu­men aus­ge­ben.

Die beliebtesten Valentinstagsgeschenke der Stars. Was schenkt Giuliana Farfalla ihrem Liebsten und wie groß ist der Butt-Plug, den Tatjana Gsell am 14. Februar zugeschickt bekommen hat? Liste vom Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie. Zeichnungen von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDas könn­te wie­der­um dar­an lie­gen, dass die Mit­tel­fran­ken fort­schritt­lich mit der Zeit ge­hen. Schließ­lich schin­den Ro­sen heut­zu­ta­ge längst nicht mehr den Ein­druck wie noch in den 1950er Jah­ren. Aus die­sem Grund ver­schen­ken die Deut­schen mitt­ler­wei­le lie­ber per­sön­li­che Fo­to­s¹¹ zum Viel­lieb­chen­tag. Aber auch Gut­schei­ne für auf­re­gen­de Städ­te­rei­sen lan­den im­mer häu­fi­ger auf dem ro­man­ti­schen Ga­ben­tisch. Hin­ge­gen die prag­ma­ti­schen Ja­pa­ner woll­ten sich nicht je­des Jahr den Kopf über tren­di­ge Va­len­tins­tags­ge­schen­ke zer­bre­chen, und ha­ben des­halb ei­ni­ge Re­geln auf­ge­stellt. So wer­den am 14. Fe­bru­ar im Land der auf­ge­hen­den Son­ne nur die Män­ner mit ei­ner Ta­fel Scho­ko­la­de be­schenkt.

Giri Cho­co wird an Män­ner ver­teilt, zu de­nen die Dame kei­ne ro­man­ti­sche Ver­bin­dung hat. [...] Die Hon­mei Cho­co ist die teu­re­re Form der Scho­ko­la­de – des­halb be­kom­men sie auch nur die Män­ner, für die die Dame Ge­füh­le hat.

Nego­vec, Lju­bi­ca: Brauch­tum zum Va­len­tins­tag. translate-trade.com (02/2018).

Die Ja­pa­ne­rin­nen gin­gen da­ge­gen lan­ge Zeit leer aus. Die­se Un­ge­rech­tig­keit konn­te ein selbst­lo­ser Kon­di­tor je­doch nicht mehr er­tra­gen, wes­halb er im Jah­re 1977 den White Day er­fand. Seit­dem be­dan­ken sich die Män­ner am 14. März mit wei­ßer Scho­ko­la­de für ihre Va­len­tins­tags­ge­schen­ke.

Also rief im Jah­re 1977 kur­zer­hand ein Kon­di­tor den White Day ins Le­ben. An je­dem 14. März sol­len sich die Män­ner für die Ge­schen­ke, die sie zum Va­len­tins­tag er­hal­ten ha­ben, be­dan­ken.

Gie­se, Sven: Der Wei­ße Tag – White Day oder der ja­pa­ni­sche Va­len­tins­tag Howai­to dē. kuriose-feiertage.de (02/2018).

Der Valentinstag: Geschenke, Liebe und Legenden

Wie Sie se­hen, ist am 14. Fe­bru­ar im Prin­zip al­les er­laubt. Mit Va­len­tin von Ter­ni hat der Tag der Lie­ben­den aber fast gar nichts zu tun. Denn der Bi­schof ver­hei­ra­te­te we­der Skla­ven noch ver­schenk­te er Ro­sen aus sei­nem Blu­men­gar­ten. Ge­nau­so we­nig war der um­bri­sche Mär­ty­rer ein an­ti­ker Ner­ven­arzt. Zwar gilt der Mis­sio­nar als Hel­fer ge­gen Epi­lep­sie¹², das liegt je­doch le­dig­lich an sei­nem Vor­na­men Va­len­tin.

Weil das, was ähn­lich klingt, im Volks­mund auch ähn­li­ches be­deu­tet, wur­de „Va­len­tin – Fall net hin” zum Schutz­pa­tron ge­gen die „fal­len­de Krank­heit”.

Ren­zi­kow­ski, Chris­toph: Der Hei­li­ge Va­len­tin schützt auch vor Epi­lep­sie. „Fall-net-hin”. bistum-muenster.de (02/2018).

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¹He­cke­ley, Chris­toph: Ma­ga­zin: Va­len­tins­tag 2018: Ein Fei­er­tag der Lie­ben­den. erzbistum-koeln.de (02/2018).
²Schä­fer, Joa­chim: Ge­l­asi­us I. heiligenlexikon.de (02/2018).
³Schie­pan­ski, Mar­tin: My­then zum Va­len­tins­tag. hildesheimer-allgemeine.de (02/2018).
⁴Af­fenArrrt: Va­len­tins­tag - Wie ent­stand er? Zah­len, Fak­ten! youtube.com (02/2018).
⁵Bis­tum Lim­burg: Wo­her kommt der Va­len­tins­tag? youtube.com (02/2018).
⁶Hein, Chris­ti­ne: Dr. Ei­sen­bart im Mul­den­tal - Er war an­ders als sein Ruf. In: Kar­fun­kel Nr. 10 (1995). S. 16.
⁷Schä­fer, Joa­chim: Va­len­tin von Ter­ni. heiligenlexikon.de (02/2018).
⁸Kel­ler, Hiltgart L.: Re­clams Le­xi­kon der Hei­li­gen und der bi­bli­schen Ge­stal­ten. Le­gen­de und Dar­stel­lung in der bil­den­den Kunst. 8. durch­ge­se­he­ne Auf­la­ge. Stutt­gart: Phil­lip Re­clam jun. GmbH & Co. KG 1996.
⁹Ot­to, An­dre­as: Va­len­tin: Hei­li­ger der Zärt­lich­keit. katholisch.de (02/2018).
¹⁰Prie­be, Han­na: 14. Fe­bru­ar: Rei­bach mit Ro­man­tik – Wirt­schafts­fak­tor Va­len­tins­tag. orange.handelsblatt.com (02/2018).
¹¹Tem­mel, Franz: Top 10: Die be­lieb­tes­ten Va­len­tins­tags­ge­schen­ke der Deut­schen. pressetext.com (02/2018).
¹²­Bie­ritz, Karl-Heinrich: Das Kir­chen­jahr: Fes­te, Gedenk- und Fei­er­ta­ge in Ge­schich­te und Ge­gen­wart. Über­ar­bei­te­te Auf­la­ge. Mün­chen: Ver­lag C. H. Beck 1994.

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Die Deut­schen sind äu­ßerst für­sorg­lich und ver­schen­ken des­halb nur un­gern Bar­geld. Statt­des­sen lan­den hier­zu­lan­de vor al­lem mar­ken­ge­bun­de­ne Wa­ren­gut­schei­ne auf dem Ga­ben­tisch. Schließ­lich ist nur so si­cher­ge­stellt, dass sich der Be­schenk­te auch wirk­lich et­was Ver­nünf­ti­ges kauft. Der Ge­setz­ge­ber un­ter­stützt eben­falls die­se Art der Zu­wen­dung, in­dem er es den Ein­zel­händ­lern frei­stell­t¹, ob die­se ei­nen Gut­schein wie­der in ein an­de­res Zah­lungs­mit­tel um­tau­schen. Da­durch hat der Emp­fän­ger ei­nes so­ge­nann­ten klei­nen In­ha­ber­pa­piers ab­so­lut kei­ne Chan­ce das zu be­kom­men, was er sich wünscht. An­ge­sichts die­ser Rechts­si­cher­heit und des päd­ago­gisch wert­vol­len Nut­zens ist es kein Wun­der, dass ein sach­be­zo­ge­ner Gut­schein mitt­ler­wei­le das be­lieb­tes­te² Ge­schenk in Deutsch­land ist. So ge­ben die Bun­des­bür­ger al­lei­ne in der Vor­weih­nachts­zeit je­des Jahr 1,7 Mil­li­ar­den Euro für Wert­schei­ne aus.

Gut­schei­ne im Wert von 1,7 Mil­li­ar­den Euro lan­den in Deutsch­land je­des Jahr zu Weih­nach­ten un­term Tan­nen­baum.

Steil, Da­ni­el: Ge­schenk­ide­en: Die Fal­schen pro­fi­tie­ren: War­um Sie zu Weih­nach­ten kei­ne Gut­schei­ne ver­schen­ken soll­ten. focus.de (02/2018).

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Doch lei­der schrän­ken die käuf­li­chen Wa­ren­cou­pons nicht nur die Wahl­frei­heit des Be­schenk­ten ein. Die prag­ma­ti­schen Ge­schenk­zer­ti­fi­ka­te ste­hen zu­dem in dem Ruf, äu­ßerst un­per­sön­li­ch³ und un­krea­tiv zu sein. Des­halb wer­den auch vie­le Gut­schei­ne trotz der drei­jäh­ri­gen Gül­tig­keits­dau­er⁴ nicht ein­ge­löst.

30 Pro­zent ha­ben im ent­spre­chen­den La­den oder Web­shop nichts Pas­sen­des ge­fun­den. 28 Pro­zent ha­ben die Su­che gar nicht erst be­gon­nen, weil sie vom je­wei­li­gen An­bie­ter nichts brauch­ten und je­der Fünf­te (18 Pro­zent) konn­te mit Mar­ke oder Shop all­ge­mein nichts an­fan­gen.

Pau­se, Chris­toph: Vie­le Gut­schei­ne wer­den gar nicht ein­ge­löst. haufe.de (02/2018).

Auch als Last-minute-Geschenk sind Wa­ren­wert­schei­ne nicht ge­eig­net, da die­se erst im In­ter­net be­stellt oder um­ständ­lich in ei­nem Ge­schäft ge­kauft wer­den müs­sen.

Bild von bunten Einzelteilen, die für das Basteln eines Gutscheins benötigt werden. Kostenlose Schablone im PDF-Format von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Aber was sol­len Sie sonst schen­ken, wenn jede Mi­nu­te zählt und Sie auf gar kei­nen Fall mit lee­ren Hän­den zu ei­ner Fei­er kom­men möch­ten? In die­sem Sze­na­rio kann Ih­nen mei­ne drei­di­men­sio­na­le Gut­schein­fi­gur aus der Pat­sche hel­fen.

  • Denn mein selbst ge­bas­tel­ter Ge­schenk­gut­schein ist ein gran­dio­ser Par­ty­kra­cher, der aus le­dig­lich sechs Ein­zel­tei­len be­steht, die nach dem Aus­dru­cken ein­fach nur zu­sam­men­ge­klebt wer­den müs­sen.
  • Da­durch er­hal­ten Sie dann ei­nen 11 Zen­ti­me­ter ho­hen und acht Zen­ti­me­ter brei­ten Grund­kör­per, der sich im Hand­um­dre­hen in ei­nen Zei­chen­trick­cha­rak­ter Ih­rer Wahl ver­wan­deln lässt.

Mit die­ser Ver­zie­rung ver­lei­hen Sie Ih­rem ori­gi­nel­len Gut­sch­ein­trä­ger eine per­sön­li­che Note. Schließ­lich wis­sen nur Sie, wel­che Co­mic­fi­gu­ren der Ge­schenk­schein­emp­fän­ger gern hat.

Gift ideas for Valentine's Day. Gift Certificate Template for Smurfs. Free DIY Tutorial by Veronika Vetter Fine Artist. Perfect men's gift recommended by Grandpa Smurf

Au­ßer­dem kön­nen Sie Ihr Gut­schein­ver­spre­chen so­fort am Com­pu­ter auf den Bauch der Pa­pier­fi­gur schrei­ben. Das spart nicht nur Zeit. Viel­mehr ver­schlei­ern die ak­ku­ra­ten Druck­buch­sta­ben zu­dem die Tat­sa­che, dass Ihr Ge­schenk erst vor ei­ni­gen Mi­nu­ten ent­stan­den ist.

Gutschein basteln - so einfach geht’s

Be­vor ich mit dem An­fer­ti­gen des Grund­kör­pers los­le­gen konn­te, öff­ne­te ich zu­nächst ein­mal mei­ne ODS-Datei (Libre­Of­fice), um das vier­zei­li­ge Gut­schein­feld in der ers­ten Ta­bel­le aus­zu­fül­len. Tipp: Mein Ge­schenk­zer­ti­fi­kat soll­te von Papa Schlumpf prä­sen­tiert wer­den, wes­halb ich mei­nen Dru­cker gleich da­nach mit drei blau­en DIN A4 Ton­pa­pier­bö­gen aus­stat­te­te. Nach­dem ich die Scha­blo­nen dar­auf­hin auf das Bas­tel­pa­pier aus­ge­druckt hat­te, be­gann ich so­fort da­mit die sechs Bau­tei­le frei­zu­schnei­den.

Bild von einer Papierschablone zum Basteln eines selbst gemachten Gutscheins. Last-minute-Geschenk für den Valentinstag oder den Muttertag. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Hin­weis: Sie ha­ben die kos­ten­lo­se Bü­ro­soft­ware Libre­Of­fice ge­ra­de nicht in­stal­liert oder möch­ten die Gut­schein­fi­gur lie­ber mit der Hand be­schrif­ten? Dann kön­nen Sie auch auf mein Schnitt­mus­ter im PDF-Format zu­rück­grei­fen.

Picture of Templates for crafting a Gift Certificate: Free Pattern for printing by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Als die aus­ge­schnit­te­nen Ele­men­te vor mir la­gen, falz­te ich erst ein­mal sämt­li­che Knick­li­ni­en mit­hil­fe ei­nes Falz­beins und ei­nes Li­ne­als.

  • Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die sie­ben­glied­ri­ge Kör­per­sei­te vom zwei­ten Schnitt­mus­ter un­ten um ei­nes der drei un­be­schrif­te­ten Vier­zehne­cke.
  • Hin­ge­gen die Ober­sei­te des Grund­kör­pers um­schloss ich mit dem klei­ne­ren Kopf­ele­ment von Sei­te #3.

Nach die­sen Bas­tel­schrit­ten sah das Gan­ze dann be­reits wie ein ge­öff­ne­ter Sarg aus.

Collage mit Anleitungsschritten: Wie wird Papa Schlumpf aus Papier gebastelt? Gutscheinidee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Gleich da­nach dreh­te ich das Kon­strukt um, da­mit ich die of­fe­ne Stirn­sei­te mit ei­nem wei­te­ren Vier­zehneck ver­schlie­ßen konn­te.

  • Tipp: Da­bei be­fes­tig­te ich die Ab­deck­plat­te nicht nur un­ter, son­dern manch­mal auch auf den Kle­be­laschen der Sei­ten­ver­klei­dun­gen. Die­se ab­wech­seln­de Fi­xier­tech­nik sorgt da­für, dass der in­ne­re Front­de­ckel ro­bus­ter wird und Stö­ße wie ein Trom­mel­fell ab­fe­dert.
  • Zu gu­ter Letzt ka­schier­te ich die brei­ten Kle­be­zun­gen, die noch auf der Vorder- und Rück­sei­te der Pa­pier­fi­gur zu se­hen wa­ren. Also nahm ich nun die Kör­per­sil­hou­et­te mit mei­nem auf­ge­druck­ten Gut­schein­ver­spre­chen zur Hand und kleb­te die­se auf ei­nes der bei­den Vier­zehne­cke.

Als ich dann auch die Rück­sei­te der Fi­gur mit dem letz­ten üb­rig ge­blie­be­nen Bau­teil ver­klei­det hat­te, war mein Grund­kör­per be­reit, um in ei­nen Zei­chen­trick­cha­rak­ter ver­wan­delt zu wer­den.

Blauer Papierkörper wird zum Schlumpf

Wie be­reits er­wähnt, soll­te mein Gut­schein von Papa Schlumpf prä­sen­tiert wer­den, wes­halb ich erst ein­mal eine nach vor­ne ge­rich­te­te Bom­mel­müt­ze an­fer­ti­gen muss­te. Dazu wi­ckel­te ich den Kopf mei­ner Fi­gur so lan­ge mit ro­tem Krepp­pa­pier ein, bis ich ge­nug Ma­te­ri­al zu­sam­men­ge­rafft hat­te, um ei­nen di­cken An­ten­nen­knub­bel zu dre­hen.

Picture Tutorial: How to tinker Papa Smurf out of Papier? Free DIY Templates by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Nach­dem ich die Zip­fel­müt­ze dar­auf­hin am Grund­kör­per fi­xiert hat­te, kleb­te ich zu­dem zwei Au­gen und ei­nen wei­ßen Wat­te­bart auf das Schlumpf­ge­sicht.

Papa Smurf has a stubby tail. Rear view of the Boss Smurf. Free Paper-Art from Bavaria by Veronika VetterIm An­schluss dar­an zog ich mei­nem Papa Schlumpf eine farb­lich pas­sen­de Hose an. Da­für ver­klei­de­te ich das un­te­re Drit­tel mei­ner Gut­schein­fi­gur ein­fach mit ro­ten Ton­pa­pier­res­ten. Au­ßer­dem leg­te ich mir noch zwei blau ein­ge­färb­te Pom­pons zu­recht. Denn wie soll­te mein Schlumpf­chef sonst zu sei­ner Nase und zu sei­nem Schwänz­chen kom­men? Ganz zum Schluss ver­sie­gel­te ich mei­nen Zei­chen­trick­hel­den zu­dem noch mit ei­ner dün­nen Acryl­lack­schicht. Schließ­lich konn­te ich nur so si­cher­stel­len, dass mein lus­ti­ger Ge­schenk­gut­schein auch die feucht­fröh­lichs­te Par­ty über­lebt.

Gutscheinfigur schlägt jedes Last-minute-Geschenk

Wäh­rend­des­sen ich den Grund­kör­per be­reits nach zehn Mi­nu­ten fer­tig­ge­stellt hat­te, muss­te ich für die schlump­fi­ge Ver­zie­rung noch ein­mal wei­te­re 15 Mi­nu­ten auf­wen­den. Da­mit stand mir nach nicht ein­mal ei­ner hal­ben Stun­de eine hoch­wer­ti­ge und krea­ti­ve Gut­schein­fi­gur zur Ver­fü­gung, die den an­de­ren Ge­schen­ken auf dem Ga­ben­tisch ga­ran­tiert die Show stiehlt.

Was wünschen sich Männer? Nachts im Bett zu furzen. Gutschein für einen Freifurz im Ehebett wird von Schlumpfine präsentiert. Die kann es überhaupt nicht leiden, wenn Opa Schlumpf ihr Pilzhäuschen mit seinen Darmwinden beglückt. Szenerie und Gutscheinidee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Wenn es also schnell ge­hen muss, dann ist mein selbst ge­bas­tel­ter 3D-Gutschein im­mer die bes­te Wahl. Schließ­lich sind die al­ler­meis­ten Last-minute-Geschenke aus Ramsch­lä­den oh­ne­hin nichts wei­ter als teu­re Ab­fall­pro­duk­te. Hin­zu­kommt, dass Prä­sen­te die auf den letz­ten Drü­cker ge­kauft wur­den, höchst­wahr­schein­lich wie­der um­ge­tauscht wer­den.

Wenn über­haupt um­ge­tauscht wür­de, dann sei­en es in ers­ter Li­nie Ge­schen­ke, die in letz­ter Mi­nu­te ge­kauft wur­den oder weil die Grö­ße ei­nes Klei­dungs­stü­ckes nicht rich­tig aus­ge­fal­len war, sagt Hues­mann.

Tap­pe, Irm­gard: Um­fra­ge bei den Ein­zel­händ­lern: Vie­le Gut­schei­ne, we­ni­ge Fehl­käu­fe. wn.de (02/2018).

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¹Nitz, Tho­mas: Ak­tu­el­les The­ma: De­zem­ber 2011: Gül­tig­keit von Be­schrän­kun­gen in ent­gelt­li­chen Gut­schei­nen. deutscher-verbraucherschutzverein.de (02/2018).
²A­na­sta­sia­dis, Ge­org: An Weih­nach­ten wer­den oft Gut­schei­ne ver­schenkt. merkur.de (02/2018).
³Hub­schmid, Ma­ris: Wirt­schaft: Gut­schei­ne wer­den im­mer be­lieb­ter: Schö­ner Schein. tagesspiegel.de (02/2018).
⁴§ 195 Abs. 1 S. 1 BGB.

Ladestation für Smartphones basteln - ein praktischer Steckdosenhalter

Wie lan­ge las­sen sich Smart­pho­nes das noch ge­fal­len? Ob­wohl die fla­chen Al­les­kön­ner ge­gen nied­ri­gen Blut­druck¹ hel­fen und den Früh­ling nach Ara­bi­en² ge­bracht ha­ben, wer­den Mo­bil­te­le­fo­ne wei­ter­hin grau­sam ge­quält. So dür­fen die ar­men Hand­com­pu­ter im Durch­schnitt nicht län­ger als 18 Mi­nu­ten³ am Stück schla­fen und müs­sen täg­lich rund 2.600 Be­rüh­run­gen er­tra­gen. Auch der Staat sieht kei­nen Grund, die lei­den­den Smart­pho­nes aus ih­rer miss­li­chen Lage zu be­frei­en. Ganz im Ge­gen­teil. Das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz zwingt die Kunst­stoff­recht­ecke so­gar dazu, heim­lich ihre Be­sit­zer aus­zu­spio­nie­ren.

Der Bun­des­ver­fas­sungs­schutz prä­fe­riert das Ver­sen­den von „Stil­len SMS” [...]. Die Nach­rich­ten wer­den nicht auf dem Emp­fän­ger­ge­rät an­ge­zeigt, er­zeu­gen al­ler­dings aus­wert­ba­re Ver­bin­dungs­da­ten.

Schulzki-Haddouti, Chris­tia­ne: IMSI-Catcher, „Stil­le SMS” und Funk­zel­len­aus­wer­tung: Di­gi­ta­le Über­wa­chung auf Allzeit-Hoch. heise.de (01/2018).

Bestes Valentinstagsgeschenk für Männer und Fußballfans: Steckdosenhalter im FCB-Design für Smartphones. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin und Unterstützerin des Frauenbündnisses Kandel

Lei­der wer­den die Schi­ka­nen ge­gen die hilf­lo­sen Smart­pho­nes in Zu­kunft wei­ter zu­neh­men. Schließ­lich möch­ten im­mer mehr Men­schen mo­bil nach Se­xu­al­part­nern in ih­rer Nähe su­chen oder sich nackt im Ba­de­zim­mer­spie­gel fo­to­gra­fie­ren.

Die Fra­ge wird je­doch sein, ob die elek­tro­ni­schen Die­ner über­haupt noch stär­ker be­las­tet wer­den kön­nen. Die ho­hen Stra­pa­zen sor­gen näm­lich jetzt schon da­für, dass nur noch die we­nigs­ten Mo­bil­te­le­fo­ne ih­ren zwei­ten Ge­burts­tag er­le­ben.

Nach den Zah­len des Bun­des­ver­ban­des für IT und Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on Bit­kom blei­ben nur 15 Pro­zent der Smart­pho­nes län­ger als zwei Jah­re im Ein­satz.

Link, Mi­cha­el: Tup­fer, Skal­pell, Dis­play! Gro­ße Um­fra­ge über Smartphone-Defekte un­ter 5000 Handy-Käufern. In: c’t – Ma­ga­zin für Com­pu­ter­tech­nik Nr. 3 (2018). S. 95.

Bild von einer Collage, auf der eine selbst gemachte Papierladestation für Smartphones abgebildet ist. In der Handytasche befindet sich ein Lenovo Moto G5. Szenerie und Bastelidee von Veronika Vetter, FC Bayern München Fan und Fine Art Künstlerin

Da­bei ist ein zer­bro­che­nes Dis­play die häu­figs­te To­des­ur­sa­che. Da­ne­ben füh­ren vor al­lem ver­schlis­se­ne La­de­buch­sen dazu, dass Smart­pho­nes be­reits nach kur­zer Zeit be­stat­tet wer­den müs­sen.

La­de­buch­sen sind Ver­schleiß­tei­le, wo­bei nicht hal­ten­de Ka­bel [...] nur eine ner­vi­ge Ein­schrän­kung sind, aber Wa­ckel­kon­tak­te, die das La­den ir­gend­wann ganz ver­hin­dern, ei­nen funk­tio­na­len To­tal­scha­den be­deu­ten.

Wirt­gen, Jörg: Dem ge­kauf­ten Gaul. Äl­te­re Smart­pho­nes kau­fen, re­pa­rie­ren und auf­mö­beln. In: c’t – Ma­ga­zin für Com­pu­ter­tech­nik Nr. 14 (2017). S. 92.

BVB ECHTE LIEBE. Handyhalter ist das Erkennungssymbol der patriotischen Westfalen gegen die Islamisierung des Ruhrpotts. Ostborussen Chef J. Spreda. Ladetasche gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin und FuPa Amateurfußball Bitch

Um vor al­lem der Um­welt ei­nen Ge­fal­len zu tun, über­leg­te ich mir, wie ich das mas­sen­haf­te Han­dy­ster­ben ein­däm­men könn­te. Also ent­wi­ckel­te ich eine prak­ti­sche La­de­sta­ti­on, wel­che die Smartphone-Abnutzung deut­lich ver­rin­gert. Da­bei er­in­nert mein Etui op­tisch an ei­nen klas­si­schen Tür­an­hän­ger, der in je­dem Ho­tel­zim­mer zu fin­den ist. Da­durch kann mein Han­dy­hal­ter nicht nur an Tür­klin­ken, son­dern auch di­rekt am ein­ge­steck­ten La­de­ge­rät an­ge­hängt wer­den.

  • So­mit muss das Smart­pho­ne wäh­rend des La­de­vor­gangs nicht mehr auf dem Fuß­bo­den oder auf ei­ner har­ten Tisch­plat­te lie­gen. Au­ßer­dem ist der recht­ecki­ge Hand­com­pu­ter in der Park­sta­tion im­mer auf­ge­räumt und trotz­dem griff­be­reit.
  • Hin­ge­gen das Ka­bel­loch an der Un­ter­sei­te der Ein­steck­ta­sche habe ich so kon­zi­piert, dass selbst ein klei­ne­res Han­dy bei an­ge­schlos­se­nem La­de­ka­bel nicht um­her­rut­schen kann. Das ist wich­tig, da­mit die emp­find­li­che La­de­buch­se mit der Zeit nicht aus­lei­ert.

Des Wei­te­ren staf­fier­te ich das In­ne­re der Smart­pho­ne­ta­sche nicht nur mit Moos­gum­mi, son­dern auch mit ei­ner wei­chen Dunisoft-Serviette aus. Die­se sanf­te Pols­te­rung ver­hin­dert, dass we­der das Dis­play noch die Hül­le des Mo­bil­te­le­fons beim Ein­le­gen in die La­de­sta­ti­on ver­krat­zen.

Valentinstagsgeschenk für Männer: Fußball Fanartikel vom BVB und FCB. Selbst gebastelte Aufladestation für das Smartphone. Kostenloses Merchandising von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Falls Sie also die Lei­den Ih­res ge­schun­de­nen Smart­pho­nes et­was ver­rin­gern möch­ten, dann kann ich Ih­nen mei­ne Auf­la­de­sta­ti­on wärms­tens emp­feh­len. Die halb of­fe­ne Han­dy­ta­sche auf der Steck­do­sen­be­fes­ti­gung ist zehn Zen­ti­me­ter breit und 9 Zen­ti­me­ter hoch. Durch die­se groß­zü­gi­gen Maße kön­nen selbst opu­len­te Mo­del­le wie das iPho­ne 8 Plus kom­for­ta­bel in der La­de­hal­te­rung auf­be­wahrt wer­den.

Handyhalter für Steckdosen selber machen

Zum Bas­teln ei­ner La­de­sta­ti­on ver­wen­de­te ich als Ba­sis ein Stück Grau­pap­pe mit ei­ner Gram­ma­tur von 700 g/m². Au­ßer­dem nahm ich drei un­ter­schied­li­che Ton­pa­pier­far­ben zur Hil­fe, da­mit mein Han­dy­hal­ter ein viel­schich­ti­ges Äu­ße­res er­hielt. Hin­ge­gen die samt­wei­che Pols­te­rung stell­te ich aus ei­ner zwei Mil­li­me­ter di­cken Moos­gum­mi­plat­te und aus ei­ner Dunisoft-Serviette her. Des Wei­te­ren setz­te ich hier und da Acryl­far­ben ein, um ein­zel­ne Ver­zie­rungs­ele­men­te auf den Steck­do­sen­hal­ter auf­zu­ma­len. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Bas­tel­mes­ser, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10) zu­recht­le­gen.

Türhängeschild aus Pappe selbst basteln. Kostenlose Anleitung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im ers­ten Bas­tel­schritt schnitt ich mir zu­nächst ein­mal das Ba­sis­ele­ment von Scha­blo­ne #1 aus Grau­pap­pe zu­recht. Gleich da­nach trug ich meh­re­re Ton­pa­pier­schich­ten auf das blan­ke Tür­hän­ge­schild auf, so­dass die La­de­sta­ti­on noch sta­bi­ler wur­de und gleich­zei­tig ein ak­ku­ra­tes Strei­fen­mus­ter er­hielt.

  • Da­bei küm­mer­te ich mich zu­al­ler­erst um die Vor­der­sei­te mei­nes Bas­tel­mo­tivs, wes­halb ich als Nächs­tes die Front­ver­klei­dung von Scha­blo­ne #2 an­fer­tig­te.
  • Nach­dem ich die Kle­be­laschen im Steck­do­sen­loch mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei­ge­schnit­ten hat­te, nahm ich ein Falz­bein und ein Li­ne­al zur Hand, um dar­auf­hin sämt­li­che Knick­li­ni­en auf dem Ver­klei­dungs­ele­ment zu fal­zen.

Im An­schluss dar­an kleb­te ich die vor­be­rei­te­te Front­ver­zie­rung auf die spä­te­re Vor­der­sei­te mei­nes stram­men Ba­sis­ele­ments.

Basteltechnik: Wer nur schlecht malen kann, der muss trotzdem nicht auf ein gerades Streifenmuster verzichten. Durch das Aufeinanderkleben von drei unterschiedlich großen Tonpapierachtecken ist es nämlich möglich, gerade Linien ohne einen Pinselstrich zu erzeugen. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Als Nächs­tes dreh­te ich das Fun­da­ment mei­nes Steck­do­sen­hal­ters um, so­dass die noch un­ver­klei­de­te Grau­pap­pe zu mir blick­te.

  • Dar­auf­hin fer­tig­te ich die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #3 und das Ein­zel­teil von Scha­blo­ne #4 aus un­ter­schied­li­chen Ton­pa­pier­far­ben an.

An­schlie­ßend ver­klei­de­te ich die un­te­re Rück­sei­te mei­ner La­de­sta­ti­ons­ba­sis, in­dem ich die drei ver­schie­den­far­bi­gen Acht­ecke nach­ein­an­der und der Grö­ße nach auf der Pap­pe fi­xier­te. Da­durch ka­schier­te ich nicht nur die Kle­be­laschen der Front­ver­zie­rung, son­dern er­zeug­te zu­dem ein an­sehn­li­ches Strei­fen­mus­ter.

Türschild im Design des FC Bayern München basteln. Rot, Blau und Weiß sind die Farben des Fußballvereins, in dem Könige und Kaiser geschmiedet werden

Um nun das Steck­do­sen­loch auf der Tür­an­hän­ger­rück­sei­te nach dem glei­chen Prin­zip zu ver­klei­den, schnitt ich mir im nächs­ten Bas­tel­schritt die drei Krei­se von Scha­blo­ne #5 eben­falls aus un­ter­schied­li­chen Ton­pa­pier­far­ben zu­recht.

  • Nach­dem ich die Lö­cher in der Mit­te der Krei­se mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei­ge­schnit­ten hat­te, kleb­te ich die drei ver­schie­den­gro­ßen Do­nuts nach­ein­an­der auf die Steck­do­sen­öff­nung.

Als ich dar­auf­hin die Rück­sei­te der La­de­sta­ti­on voll­stän­dig ver­klei­det und ver­ziert hat­te, leg­te ich mein Werk­stück erst ein­mal bei­sei­te.

Geräumige Papiertasche für alle Handymodelle

Im nächs­ten Bas­tel­schritt stell­te ich die kom­for­ta­ble Smart­pho­ne­ab­la­ge her. Dazu fer­tig­te ich zu­nächst ein­mal die Ver­schluss­la­sche von Scha­blo­ne #6 zwei­mal aus Ton­pa­pier an.

Bildanleitung: Handytasche für alle Smartphonemodelle aus Papier basteln. Die Mobiltelefontasche ist in den Farben des FC Bayern München. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Nach­dem ich die bei­den Ein­zel­tei­le sym­me­trisch auf­ein­an­der­ge­klebt hat­te, schnitt ich die recht­ecki­ge Öff­nung für das La­de­ka­bel mit ei­nem Bas­tel­mes­ser frei.

  • Gleich dar­auf falz­te ich die Knick­li­ni­en und die Kle­be­laschen, so­dass die fünf Glie­der der Ver­schluss­la­sche zur Gel­tung ka­men.
  • Dar­auf­hin schnitt ich mir zwei­mal die Ta­schen­vor­der­sei­te zu­recht, wel­che sich eben­falls auf Scha­blo­ne #6 be­fin­det.
  • Als Nächs­tes nahm ich mei­ne prä­pa­rier­te Ver­schluss­la­sche und kleb­te die­se ein­mal um ei­nes der bei­den Recht­ecke. Di­rekt im An­schluss fi­xier­te ich dann das zwei­te Sechs­eck au­ßen auf der Vor­der­sei­te, um die Kle­be­laschen der Ta­schen­sei­ten zu ka­schie­ren.

Im Prin­zip wäre mei­ne Han­dy­ab­la­ge nach die­sen Bas­tel­schrit­ten be­reits ein­satz­be­reit. Al­ler­dings woll­te ich eine be­son­ders sta­bi­le Te­le­fon­box bas­teln, die op­tisch zur Steck­do­sen­hal­te­rung passt. Also fer­tig­te ich mir noch die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #7 aus un­ter­schied­li­chen Ton­pa­pier­far­ben an. Die­se kleb­te ich dann wie­der nach­ein­an­der und der Grö­ße nach auf die Vor­der­sei­te der Smart­pho­ne­ta­sche, so­dass er­neut ein Strei­fen­mus­ter ent­stand.

Weiche Polster schonen müde Smartphones

Als Nächs­tes bas­tel­te ich wei­che Kis­sen, die spä­ter da­für sor­gen, dass das Han­dy beim Ein­le­gen in die La­de­sta­ti­on nicht zer­kratzt.

Bildcollage: Die Moosgummipolsterung wird mit einer weichen Dunisoft-Serviette eingepackt, um dem geschundenen Smartphone den größtmöglichen Komfort zu bieten

Da­für muss­te ich mir zu­nächst alle Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #8 aus Moos­gum­mi und aus ei­ner Ser­vi­et­te zu­recht­schnei­den.

  • Gleich da­nach pack­te ich die sie­ben EVA-Schaumstoffstücke mit den et­was grö­ße­ren Ser­vi­et­ten­pa­pier­ele­men­ten ein.
  • Im nächs­ten Schritt dreh­te ich mei­ne be­reits fer­tig­ge­stell­te Mo­bil­te­le­fon­ta­sche auf den Rü­cken, da­mit ich dar­auf­hin die Schutz­pols­ter sau­ber in den In­nen­raum ein­kle­ben konn­te.

Hin­weis: Nach die­ser Ar­beit blieb ein sechs­ecki­ges Kis­sen üb­rig. Die­ses Bau­teil leg­te ich erst ein­mal bei­sei­te.

Handyetui verschmilzt mit dem Steckdosenhalter

Nun war es an der Zeit, die ro­bus­te Smart­pho­ne­ta­sche an den Steck­do­sen­hal­ter zu hef­ten. Hier­für wen­de­te ich eine be­son­de­re An­ker­tech­nik an, da­mit die Te­le­fon­box auch dau­er­haft mit der La­de­sta­ti­ons­ba­sis ver­bun­den bleibt.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Wie wird ein Papieretui an einem Graupappeuntergrund befestigt? Ankertechnik von Veronika Vetter, inspiriert durch den nordkoreanischen Atomingenieur Ri Ju Hyok

Dazu schnitt ich mir als Ers­tes die bei­den Acht­ecke von Scha­blo­ne #9 aus ver­schie­de­nen Ton­pa­pier­far­ben zu­recht.

  • Gleich da­nach kleb­te ich die ge­räu­mi­ge Smart­pho­ne­ta­sche auf das klei­ne­re Recht­eck. Hin­weis: Beim Be­fes­ti­gen ach­te­te ich dar­auf, dass der Te­le­fon­hal­ter bün­dig mit der Un­ter­sei­te des ecki­gen Ton­pa­pier­ele­ments ab­schloss.
  • Im nächs­ten Bas­tel­schritt fi­xier­te ich das ge­sam­te Kon­strukt auf dem grö­ße­ren Acht­eck. Da­bei ent­stand dann wie­der au­to­ma­tisch ein Strei­fen­mus­ter.
  • Dar­auf­hin nahm ich das üb­rig ge­blie­be­ne Kis­sen zur Hand, um da­mit die in­ne­re Rück­sei­te der nun ge­schlos­se­nen Han­dy­ab­la­ge aus­zu­staf­fie­ren.

Ab­schlie­ßend kleb­te ich das ge­pols­ter­te Etui samt Rü­cken­de­ckung sau­ber auf die Vor­der­sei­te des Steck­do­sen­hal­ters.

Bildanleitung: FC Bayern München Logo aus Papier basteln. Der Fußballverein darf nur vier Sterne auf dem Trikot führen, obwohl die Bayern schon über 25 Mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen haben. Das liegt an den Regeln des DFB

Zu gu­ter Letzt ver­zier­te ich auch die kreis­för­mi­ge Ober­sei­te mei­ner La­de­sta­ti­ons­front mit drei un­ter­schied­lich gro­ßen Krin­geln. Zum An­fer­ti­gen die­ser Ele­men­te nahm ich Scha­blo­ne #10 zur Hil­fe.

Nach­dem ich dar­auf­hin ei­ni­ge De­ko­ra­tio­nen mit Acryl­far­be auf mein Bas­tel­mo­tiv auf­ge­malt hat­te, mach­te ich den kom­plet­ten Steck­do­sen­hal­ter zu­dem noch mit ei­ner dün­nen Acryl­lack­schicht halt­bar. Da­mit hat­te ich mein lu­xu­riö­ses Ur­laubs­re­sort für aus­ge­laug­te Smart­pho­nes fer­tig­ge­stellt.

Relaxte Smartphones schonen langfristig die Umwelt

Falls Sie das Le­ben Ih­res Han­dys mit mei­ner La­de­sta­ti­on ver­län­gern, dann set­zen Sie sich ak­tiv für eine sau­be­re Um­welt ein. Schließ­lich ver­staub­ten be­reits im Jah­re 2012 rund 83 Mil­lio­nen⁷ aus­ran­gier­te Mo­bil­te­le­fo­ne in bun­des­deut­schen Haus­hal­ten. Das ist ei­ner­seits sehr gut, denn be­kannt­lich ist so­zi­al, was Ar­beit schafft. Und ohne die Spe­zia­lis­ten, die alle sechs Mo­na­te ei­nen neu­en Han­dy­ver­trag ab­schlie­ßen, um kos­ten­los ein ak­tu­el­les Smart­pho­ne­mo­dell ab­zu­grei­fen, wä­ren die An­ge­stell­ten von In­kas­so­un­ter­neh­men ar­beits­los.

Fanartikel für die Weltmeisterschaft. Merchandising Deutsche Fußballnationalmannschaft. Geschenkidee für umweltbewusste Ökoradikale wie Annalena Baerbock, da die Ladestation die Lebensdauer von Smartphones um Jahre verlängert. Schariakonformes Handyaccessoire für Moruks mit Undercut Frisur. Inszeniert von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Doch glo­bal be­trach­tet zer­stört der gro­ße Hun­ger nach im­mer neu­en Mo­bil­te­le­fo­nen un­se­ren Pla­ne­ten. Denn für die Smart­pho­ne­her­stel­lung wer­den nicht nur wert­vol­le Ele­men­te wie Gold oder Ger­ma­ni­um, son­dern auch Un­men­gen an Strom be­nö­tigt.

In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren ver­schlang die Smartphone-Produktion laut Green­peace welt­weit 968 Te­ra­watt­stun­den Strom, das ent­spre­che der kom­plet­ten jähr­li­chen En­er­gie­ver­sor­gung In­di­ens.

Fie­ne, Da­ni­el: Mo­bi­le World Con­gress: Das Smart­pho­ne, Um­welt­sün­der in der Ta­sche. rp-online.de (01/2018).

Ge­hen Sie also scho­nend mit Ih­rem Smart­pho­ne um und gön­nen Sie Ih­rem täg­li­chen Be­glei­ter öf­ter et­was Ruhe. Nicht nur Mut­ter Na­tur, son­dern auch Ihr Geld­beu­tel wird es Ih­nen dan­ken.

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¹Funk­Wis­sen: Macht das Smart­pho­ne Kin­der krank? In­ter­view mit Prof. Man­fred Spit­zer. youtube.com (01/2018).
²Dif­raoui El, Asiem & Leo­ni Abel: Das gute alte Han­dy: Für mehr Frei­heit sim­sen. mgfa.de (PDF) (01/2018).
³Baye­ri­scher Rund­funk: Smartphone-Sucht: Wenn das Han­dy das Le­ben über­nimmt. youtube.com (01/2018).
Link, Mi­cha­el: Tup­fer, Skal­pell, Dis­play! Gro­ße Um­fra­ge über Smartphone-Defekte un­ter 5000 Handy-Käufern. In: c’t – Ma­ga­zin für Com­pu­ter­tech­nik Nr. 3 (2018). S. 95.
Wie­chers, Hen­ning: Lo­voo, Ba­doo oder Tin­der? Dating-Apps im Test. youtube.com (01/2018).
In­spi­riert von San­dra Lar­son. sandra-larsons-blog.blogspot.de (01/2018).
⁷To­des­ki­no, Ma­rie: Po­li­tik: Grü­ne for­dern zehn Euro Pfand fürs Han­dy. derwesten.de (01/2018).