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Kuchenteller basteln - schnelle Verpackung für Fingerfood

Im Jah­re 1673 er­öff­ne­te in der Frei­en Han­se­stadt Bre­men das ers­te deut­sche Kaf­fee­haus. Wer die­se Lo­ka­li­tät auf­such­te, der konn­te kof­fe­in­hal­ti­ge Heiß­ge­trän­ke, Ge­mü­se­sup­pen¹ und Scho­ko­la­den­milch be­stel­len. Hin­ge­gen sü­ßes Back­werk hat­te der Wirt Jan Jantz van Hu­es­den nicht auf sei­ner Me­nü­kar­te ste­hen. Kein Wun­der, schließ­lich woll­te der Nie­der­län­der ge­wöhn­li­che Bür­ger in sei­ne Ca­fe­te­ria lo­cken. Und selbst das ba­nals­te Kon­fekt zähl­te sei­ner­zeit zu den Adels­spei­sen, was vor al­lem dar­an lag, dass Zu­cker un­glaub­lich teu­er war.

In der ers­ten Hälf­te des 17. Jahr­hun­derts muß­te ein Würz­bur­ger Stein­bruch­ar­bei­ter [...] für ein Ki­lo­gramm Zu­cker knapp 7 Tage lang ar­bei­ten.

Sa­ku­ra­gi, Sa­ts­uki: Vom Lu­xus­gut zum Lie­bes­be­weis: Zur so­zia­len Pra­xis und sym­bo­li­schen Be­deu­tung des selbst­ge­ba­cke­nen Ku­chens. uni-tuebingen.de (PDF) (07/2019).

Des Wei­te­ren ge­hör­te auch Wei­zen im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich zu den kost­ba­ren Roh­stof­fen. Die Bau­ern muss­ten das Lu­xus­ge­trei­de voll­stän­dig an ihre blau­blü­ti­gen Le­hens­her­ren² ab­ge­ben, da­mit die hö­fi­schen Weiß­bä­cker³ herz­haf­te Pfef­fer­ku­chen, fluffi­ge Sem­meln und hel­les Brot zu­be­rei­ten konn­ten.

German traditions: The Coffee and Cake Culture. Every afternoon, people in Germany drink coffee. To the hot drink, the white Aryan eat pastries. The arrangement is located on an old Bavarian map showing the Chiemsee. The antique underground was drawn by Veronika Vetter, that was the court painter of King Ludwig II

Mit dem Wei­zen hät­te die Land­be­völ­ke­rung oh­ne­hin nichts an­fan­gen kön­nen, da die Mül­ler für das Mehl­mah­len hohe Ge­büh­ren ver­lang­ten und nur die we­nigs­ten Haus­hal­te ei­nen Back­ofen be­sa­ßen. Aus die­sen Grün­den ka­men bei Bau­ers­fa­mi­li­en nur sel­ten Brot­spei­sen auf den Tisch. Statt­des­sen still­ten die Fron­dienst­leis­ter ih­ren Hun­ger, in­dem sie gro­be Hafer- oder Gers­ten­brei­e⁴ zu sich nah­men. Hin­ge­gen Hand­wer­ker und Kauf­leu­te ver­zich­te­ten zu­meist gänz­lich auf Ge­trei­de­pro­duk­te. Schließ­lich ver­füg­ten die­se Be­rufs­stän­de über die fi­nan­zi­el­len Mit­tel, um sich von Fleisch, Fisch und Ge­mü­se zu er­näh­ren.

An Fleisch­ta­gen gab es Sup­pe, zwei Fleisch­sor­ten, ein Ge­mü­se; an Frei­ta­gen oder sons­ti­gen fleisch­lo­sen Ta­gen Sup­pe, fri­schen oder ge­pö­kel­ten Fisch und zwei Ge­mü­se­sor­ten.

Brau­del, Fer­nand: Die Ge­schich­te der Zi­vi­li­sa­ti­on. 15. bis 18. Jahr­hun­dert. Mün­chen: Kind­ler Ver­lag 1971.

Nur vor Fei­er­ta­gen wa­ren in den Dör­fern des römisch-deutschen Kai­ser­reichs die Schleif­ge­räu­sche der Hand­müh­len zu hö­ren. Zu be­son­de­ren An­läs­sen stell­ten die Land­frau­en näm­lich Din­kel­mehl⁵ her, da sie Ku­chen ba­cken woll­ten. Da­bei han­del­te es sich je­doch nicht um eine Süß­spei­se, son­dern um ein fla­den­för­mi­ges Bro­t⁶, das ohne Sauer­teig zu­be­rei­tet und auf hei­ßer Asche ge­gar­t⁷ wur­de.

Picknick im Rheinbad (Düsseldorf): Währenddessen sich Mohammed Issa mit islamischen Migranten herumschlagen muss, genießt Veronika Helga Vetter den vierten Merkel-Sommer, indem sie ein Stück Waldbeerenkuchen isst. Um ihren Bikini nicht vollzukleckern, hat sich die Kunsthandwerkerin einen Papierteller gebastelt, der selbst von den Nafris bewundert wird

Im Jah­re 1460 kann­ten die Aris­to­kra­ten an den deut­schen Fürs­ten­hö­fen ne­ben dem bäu­er­li­chen Brot­ku­chen zu­dem noch den Heid­ni­schen Ku­chen. Das war je­doch nichts wei­ter als ein Pa­la­tschin­ken, der mit ge­pfef­fer­tem Ho­nig­saft ver­fei­nert wur­de.

„Ain haydennisch[e]n kuo­chen“ wird ähn­lich her­ge­stellt. Wie­der be­nö­tigt man ei­nen Ei­er­teig, der so dünn wie Ob­la­ten ge­walzt wer­den soll.

Eh­mann, Jür­gen: Süße Spei­sen des Mit­tel­al­ters. kulinarisches-mittelalter.org (PDF) (07/2019).

Erst wäh­rend der Hoch­re­nais­sance ent­wi­ckel­ten die Men­schen hier­zu­lan­de ein Ver­lan­gen nach sü­ßen Ge­nuss­mit­teln. Für die­sen Um­stand wa­ren die Apo­the­ker ver­ant­wort­lich, die sei­ner­zeit als ein­zi­ge Zunft mit ori­en­ta­li­schen Ge­wür­zen und mit Zu­cker han­deln durf­ten. Die ge­wief­ten Phar­ma­zeu­ten ver­kauf­ten die im­por­tier­te Sac­cha­ro­se näm­lich nicht nur in kris­tal­li­ner Form. Zu­dem stell­ten die Pil­len­dre­her aus dem wei­ßen Gold exo­ti­sches Mar­zi­pan⁸, Pra­li­nen, He­fe­teig­teil­chen und kan­dier­te Früch­te her.

In ei­ni­gen eu­ro­päi­schen Län­dern blie­ben so­gar bis An­fang des 17. Jahr­hun­derts die Her­stel­lung und der Ver­kauf von Kon­fekt und Zu­cker­wa­ren den Apo­the­kern vor­be­hal­ten.

Po­ga­nietz, Wal­ter: Ein klei­ner Aus­zug aus der Ge­schich­te des Konditoren-Handwerks. conditorei-museum.de (PDF) (07/2019).

Kurz be­vor Hein­rich VIII. im Jah­re 1509 zum Kö­nig von Eng­land ge­krönt wur­de, blüh­te in den eu­ro­päi­schen Fürs­ten­re­si­den­zen der Be­ruf des Zu­cker­bä­ckers auf. Die­se krea­ti­ven Hand­werks­meis­ter soll­ten die Stan­des­her­ren mit neu­ar­ti­gen Süß­spei­sen ver­wöh­nen, wes­halb sie Krap­fen⁹, Frucht­pü­rees, Bee­ren­pas­te­ten und das Milch­eis er­fan­den.

Miniaturhaus aus Fimo basteln: Bayerische Bauernresidenz mit Garten und Fliegenpilzen. Die Objekte aus Modelliermasse (Polymer Clay) wurden von der Fine Art Künstlerin Veronika Helga Vetter hergestellt. Die Szenerie zeigt das Chiemgau am 3. September 2015. Das war einen Tag vor der Islamisierung des Abendlandes

Nach dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg brach­ten die hö­fi­schen Fein­bä­cker dann ver­schie­de­ne Ku­chen­sor­ten her­vor. Es ent­stan­den Gu­gel­hupf, Zwetsch­gen­dat­schi, Germ­knö­del und Ap­fel­stru­del. Die­se Le­cke­rei­en wa­ren al­ler­dings ex­klu­si­ve Adels­spei­sen, die Nor­mal­sterb­li­che im Ba­rock­zeit­al­ter nie zu Ge­sicht be­ka­men.

Selbst wäh­rend der März­re­vo­lu­ti­on zähl­te sü­ßes Ge­bäck noch zu den Sta­tus­sym­bo­len¹⁰ der Bour­geoi­sie. Denn ob­wohl Zu­cker seit dem Jah­re 1801¹¹ in­dus­tri­ell aus ein­hei­mi­schen Rü­ben her­ge­stellt wur­de, kos­te­te ein Ki­lo­gramm raf­fi­nier­te Sac­cha­ro­se wei­ter­hin so viel, wie ein Ar­bei­ter in der Wo­che ver­dien­te.

Das Bilderberger-Treffen 2019 in Montreux. Gustl von Mausbach entscheidet mit seinen Kollegen darüber, wer als Nächstes EU-Kommissionspräsident werden soll. Nach einigen Diskussionen einigten sich die 130 Teilnehmer auf Ursula von der Leyen. Währenddessen die Schattenregierung tagte, servierte Veronika Helga Vetter einen selbst gebackenen Mohnkuchen, in dem sich Midazolam befand

Die deut­sche Kaffee-und-Kuchen-Kultur ent­wi­ckel­te sich erst in den Wirt­schafts­wun­der­jah­ren. Sei­ner­zeit wa­ren die Le­bens­mit­tel sehr güns­tig und ver­hei­ra­te­te Frau­en muss­ten nicht ar­bei­ten. Das führ­te dazu, dass neu­gie­ri­ge Klatsch­tan­ten nach­mit­tags bei­sam­men­sa­ßen und selbst ge­ba­cke­nes Kon­fekt schna­bu­lier­ten, wäh­rend­des­sen sie sich den neus­ten Tratsch er­zähl­ten.

Hin­ge­gen heu­te zäh­len süße Mehl­spei­sen zu den all­täg­li­chen Mahl­zei­ten, die we­der an ei­nen An­lass noch an eine Uhr­zeit ge­bun­den sind. Und ob­wohl Fein­ge­bäck seit Jahr­zehn­ten preis­wert und stän­dig ver­füg­bar ist, hal­ten wir kaum ei­nen Ta­g¹² ohne eine zuck­ri­ge But­ter­bom­be aus. Dem­zu­fol­ge ist ein Ku­chen­ba­sar stets die bes­te Op­ti­on, um Spen­den­gel­der ein­zu­sam­meln.

Lie­be Ve­ro­ni­ka, eine Leh­re­rin aus Karls­ru­he be­nö­tigt Ihre Hil­fe! Mei­ne 10. Klas­se möch­te nach den münd­li­chen Prü­fun­gen ei­nen Ku­chen­ba­sar ver­an­stal­ten, um Geld für eine Ab­schluss­fahrt zu sam­meln. Die Schul­lei­tung er­laubt die Ak­ti­on aber nur, wenn plas­tik­frei­es Ein­weg­ge­schirr ver­wen­det wird, da im Ver­kaufs­raum kei­ne Spü­lein­rich­tung zur Ver­fü­gung steht. Vor­ge­fer­tig­te Papp­tel­ler sind teu­er und wür­den den Ge­winn schmä­lern, wes­halb die rei­se­lus­ti­gen Hob­by­bä­cker ei­ge­ne Be­hält­nis­se bas­teln woll­ten. Nach ei­ni­gen Fehl­ver­su­chen stell­ten mei­ne Schü­ler al­ler­dings fest, dass das Ent­wer­fen ei­ner qua­dra­ti­schen Ver­pa­ckung schwe­rer ist, als sie ge­dacht hat­ten. Des­halb fra­ge ich Sie ge­ra­de her­aus: Ha­ben Sie viel­leicht eine Ku­chen­tel­ler­scha­blo­ne auf La­ger, die Sie uns spen­den könn­ten?

Ob­itz, Brit­ta: Su­che Pa­pier­ge­schirr für Ku­chen­ba­sar. E-Mail vom 26.06.2019.

Einweggeschirr: Kuchenteller (viereckig, laminiert). Muster: Kaffeebraun mit Herzen. Designer: Veronika Helga Vetter (Freistaat Bayern). Ausstellung: Papiermuseum Düren. Anbieter: PAPSTAR GmbH, Kall

An­schei­nend ist die Smombie-Generation¹³ bes­ser als ihr Ruf. Im Jah­re 2019 nach Chris­tus gibt es in Deutsch­land tat­säch­lich Schul­ab­gän­ger, die mit Ba­cken und Bas­teln ihre Ab­schluss­fahrt fi­nan­zie­ren möch­ten. Na­tür­lich un­ter­stüt­ze ich ein der­ar­ti­ges En­ga­ge­ment, wes­halb ich ei­nen Pa­pier­tel­ler ent­wor­fen habe, der über die fol­gen­den At­tri­bu­te ver­fügt:

  • Mei­ne qua­dra­ti­sche Le­bens­mit­tel­ver­pa­ckung ist zehn Zen­ti­me­ter groß und für alle Blech­ku­chen­sor­ten ge­eig­net.
  • Für den Zu­sam­men­bau des Be­hält­nis­ses ist kein Kle­ber von­nö­ten, da die 3,5 Zen­ti­me­ter ho­hen Fas­sa­den le­dig­lich in­ein­an­der­ge­steckt wer­den müs­sen.
  • Die Front der Fin­ger­food­box ist ge­öff­net, da­mit der Kon­su­ment die Ge­fäß­vor­der­sei­te zum Mund füh­ren und di­rekt vom Ge­bäck­stück ab­bei­ßen kann.
  • Dar­über hin­aus passt das Schnitt­mus­ter für das sta­pel­ba­re Ess­ge­schirr ge­nau auf eine DIN A4 Sei­te.

Des Wei­te­ren be­wei­se ich in der fol­gen­den Auf­bau­an­lei­tung, dass mein prak­ti­scher Ein­weg­con­tai­ner nicht nur eine Schach­tel, son­dern zu­dem ein klei­nes Kunst­werk ist.

Kuchenteller basteln

Um zu ver­hin­dern, dass die qua­dra­ti­sche Grund­flä­che beim Zu­sam­men­drü­cken der Sei­ten­flü­gel ein­knickt, setz­te ich als Ba­sis­ma­te­ri­al ei­nen straf­fen Ton­pa­pier­bo­gen ein, der über eine Gram­ma­tur von 300 g/m² ver­füg­te. Dar­über hin­aus staf­fier­te ich die In­nen­sei­te des Be­hält­nis­ses mit ei­nem dün­nen Büt­ten­pa­pier aus, da ich die Saug­fä­hig­keit der Fin­ger­food­box er­hö­hen woll­te. Au­ßer­dem nahm ich eine flo­ra­le Sizzix Prä­ge­scha­blo­ne zur Hil­fe, da­mit ich die Ober­flä­che des Papp­ge­schirrs mit ei­nem Blu­men­mus­ter ver­zie­ren konn­te. Des Wei­te­ren ko­lo­rier­te ich die Schach­tel­hül­le mit di­ver­sen Acryl­far­ben. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge ka­men eine Sche­re, ein Falz­bein, ein Li­ne­al und mein Vor­druck im PDF-Format zum Ein­satz.

How to make a Cake plate? Free Template and Assembly instructions provided by Veronika Vetter. This is a Paper artist from Bavaria, who is fighting against migrant caravans

Nach­dem ich die Vor­la­ge aus­ge­druck­t¹⁴ und aus­ge­schnit­ten hat­te, stell­te ich von dem Mus­ter­stück eine Ko­pie aus Ton- und aus Büt­ten­pa­pier her. Gleich da­nach ließ ich den stram­men Fo­to­kar­ton zu­sam­men mit ei­ner Blu­men­prä­ge­scha­blo­ne durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹⁵ Ma­schi­ne. Im An­schluss dar­an brach­te ich die auf­sau­gen­de In­nen­ver­klei­dung an der pas­si­ven Sei­te des ge­wölb­ten Ba­sis­ele­ments an.

Picture Collage with Instruction steps: The Paper Cake Plate consists of two layers. The outside can be colored and varnished. The Design of the Fingerfoodbox was created by Veronika Vetter in 2019. Free Template provided by GWS2.de

Um­ge­hend da­nach mal­te ich das auf­ge­präg­te Blü­ten­mus­ter mit Acryl­far­ben aus.

  • Als die Ko­lo­ra­ti­on nach fünf Mi­nu­ten ge­trock­net war, dreh­te ich das Bau­teil auf die ver­zier­te Au­ßen­fas­sa­de, so­dass die Büt­ten­pa­pier­schicht nach oben zeig­te. Dann fuhr ich mit ei­nem Falz­bein über die Knick­li­ni­en, um die star­ren Tel­ler­rän­der be­weg­lich zu ma­chen.

Di­rekt im An­schluss stell­te ich die recht­ecki­ge Rü­cken­leh­ne auf, wäh­rend­des­sen ich die dy­na­mi­schen Sei­ten­la­schen nach un­ten drück­te.

Die Umrahmung wird gesteckt

Als Nächs­tes bog ich die ha­ken­för­mi­gen Zun­gen, die sich an den bei­den En­den der Heck­klap­pe be­fin­den nach vor­ne. Gleich dar­auf stülp­te ich eine Sei­ten­wand nach oben, da­mit ich die hin­te­ren Ver­schluss­zap­fen in­ein­an­der­ste­cken konn­te.

Die Kultusministerkonferenz empfiehlt: Bastelanleitung für Schulen und Kindergärten, die einen Kuchenbasar veranstalten. Der Papierteller von Veronika Helga Vetter ist eine Fingerfoodbox, die für alle Mehlspeisen geeignet ist. Die Schablone für das umweltfreundliche Behältnis kann von GWS2.de heruntergeladen werden

Nach dem glei­chen Prin­zip mach­te ich dann auch den an­de­ren Raum­tei­ler an der Rü­cken­leh­ne fest. Als ich mein Be­hält­nis dar­auf­hin fer­tig­ge­stellt hat­te, strich ich die Au­ßen­sei­te des Ku­chen­tel­lers ab­schlie­ßend noch mit Acryl­lack ein. Denn durch die­se Maß­nah­me er­hielt mein Pa­pier­ge­schirr ein was­ser­ab­wei­sen­des und ver­kaufs­för­dern­des Ant­litz.

Ist Kuchen noch zeitgemäß?

„Halt, mein Kind lebt zu­cker­frei!”, rief die un­ter­setz­te Ökomut­ti, wäh­rend­des­sen sie ih­rem drei­jäh­ri­gen Sohn eine Ba­na­ne zer­drück­te. Es gibt tat­säch­lich Men­schen, die Angst vor raf­fi­nier­ter Sac­cha­ro­se ha­ben. Gut, die­ses Sü­ßungs­mit­tel macht ab­hän­gig, müde, dick und er­zeugt Ka­ri­es. Es ist je­doch längst kein Ge­heim­nis mehr, dass Obst­breie, Smoot­hies und Frucht­säf­te die­sel­ben Sym­pto­me her­vor­ru­fen, was an der nahr­haf­ten Fruc­to­se liegt.

Ni­co­lai Worm: Das Pro­blem ist an ers­ter Stel­le der Frucht­zu­cker. Zu viel Fruc­to­se über­for­dert die Le­ber und ruft auf die­sem Wege ver­schie­de­ne Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen her­vor, die dann zu­sam­men das In­farkt­ri­si­ko er­hö­hen.

Sabers­ky, An­net­te: Erst süss, dann bit­ter. In: ÖKO-TEST Nr. 2 (2019). S. 11.

Gustl von Mausbach besucht jeden Sommer seine Alpenresidenz in Reit im Winkl. Nachdem der Nager seine Schafe auf eine andere Weide geführt hat, setzt er sich nieder, um eine Pause zu machen. Kurz darauf kramt der Urlauber ein Obstkuchenstück aus seinem Wandersack hervor. Das beerige Konfekt liegt auf einem rot-weiß karierten Papierteller, der von Veronika Helga Vetter entworfen wurde

Be­son­ders die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on er­weckt re­gel­mä­ßig den Ein­druck, dass Sü­ßungs­mit­tel für das Leid auf die­sem Pla­ne­ten ver­ant­wort­lich sind. Da­bei wer­den die Deut­schen im­mer äl­ter, ob­wohl je­der Bun­des­bür­ger jähr­lich 35 Ki­lo­gram­m¹⁶ frei­en Zu­cker zu sich nimmt. Im Jah­re 1910 wa­ren es da­ge­gen nur 19,4 Ki­lo­gramm.

Sommerfest von Combat 18, Division Chiemgau. Die Verbindungsfrau des BayLfV Veronika Helga Vetter bot den Kameraden Waldbeerenkuchen an. Ihre Süßspeise servierte die Künstlerin auf Papiertellern, die sie für diesen Anlass entworfen hat. Alle Sektionsmitglieder waren von dem Design des Behälters begeistert. Oberführer Thorsten Heise verlieh dem Einweggeschirr die Germanische Leistungsrune in Bronze

Sac­cha­ro­s­e­mo­le­kü­le sind kein Teu­fels­werk, son­dern ka­lo­ri­en­rei­che Koh­len­hy­dra­te, die durch kör­per­li­che Er­tüch­ti­gung ver­brannt wer­den kön­nen. Wer also re­gel­mä­ßig Sport treibt und sei­ne Zäh­ne putzt, der darf bei ei­nem Ku­chen­ba­sar hem­mungs­los zu­schla­gen. Hin­ge­gen pro­gres­si­ve Welt­ver­bes­se­rer, die den gan­zen Tag vor ih­rem Lap­top sit­zen müs­sen na­tür­lich auf süße Ge­nüs­se ver­zich­ten. Das ist aber nicht wei­ter schlimm. Schließ­lich hält die Le­bens­mit­tel­in­dus­trie für die­se ver­bit­ter­ten In­ter­net­krie­ger zu­cker­freie Din­kel­er­satz­pro­duk­te be­reit, die mit gu­ter Bio-Margarine her­ge­stellt wur­den.

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¹Ja­co­by, Anne: Das äl­tes­te deut­sche Kaf­fee­haus wur­de schon 1673 in Bre­men er­öff­net. In: Kar­fun­kel Nr. 7 (1994). S. 18.
²Hach­en­ba­cher, Ve­ro­ni­que: In den Ton­topf ge­schaut. Von Speis und Trank ab­seits des Schla­raf­fen­lan­des. In: Mi­ro­que Nr. 16 (2014). S. 25.
³M­ar­tin, An­dre­as: Sel­te­nes Hand­werk in Sach­sen - Pfef­fer­küch­ler. Mit dem Hen­nig­schen Back- und An­lei­tungs­buch für die Pfef­fer­küch­le­rei aus dem Jah­re 1845. Dres­den: Säch­si­sches Druck- und Ver­lags­haus GmbH 1996.
⁴Lutz, Pe­ter: Her­ren­speis, Bau­ern­speis. In: Kar­fun­kel Kü­che im Mit­tel­al­ter Nr. 1 (2008). S. 13.
⁵Grimm, Ja­cob & Wil­helm: Deut­sches Wör­ter­buch. Hrsg. von der Deut­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten Ber­lin. 33 Bde. Leip­zig. 1854 - 1960 (Nach­druck Mün­chen 1984).
⁶Sa­ku­ra­gi, Sa­ts­uki: Vom Lu­xus­gut zum Lie­bes­be­weis: Zur so­zia­len Pra­xis und sym­bo­li­schen Be­deu­tung des selbst­ge­ba­cke­nen Ku­chens. uni-tuebingen.de (PDF) (07/2019).
⁷Clauss­ner, Ben­ja­min: Brot ba­cken auf der Glut. youtube.com (07/2019).
⁸Tro­eder, Wolf­ram: Von der „Art­z­nei der Kran­ken” zur „Lust der Pan­ket­ten”. Eine klei­ne Ge­schich­te des Mar­zi­pan. rabennest.com (PDF) (07/2019).
⁹Beckers-Dohlen, Clau­dia & Si­mo­ne Baße: Markt, Tur­nier und All­tags­le­ben im Mit­tel­al­ter. Greiz: Kö­nig Com­mu­ni­ca­ti­on 2000.
¹⁰­Ner­lich, Jörg: Der Gu­gel­hupf ge­hört zu den be­lieb­tes­ten Ku­chen in Deutsch­land. meincupcake.de (PDF) (07/2019).
¹¹­Fi­scher, Clau­dia: In­fo­blatt Zu­cker­rü­be. klett.de (PDF) (07/2019).
¹²Z­ent­graf, Hei­ko & Jochim Schul­ze: Brot und Klein­ge­bäck: Kon­sum­ver­hal­ten und Ver­brau­cher­ein­stel­lun­gen in Deutsch­land. gmf-info.de (PDF) (07/2019).
¹³Hilf Mir! Jung, plei­te, ver­zwei­felt: Smom­bie - Mein Han­dy ist al­les für mich! youtube.com (07/2019).
¹⁴Bei den Druck­ein­stel­lun­gen „Hoch­for­mat” und „Tat­säch­li­che Grö­ße” aus­wäh­len.
¹⁵­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (07/2019).
¹⁶Ass­mann, Ka­rin, San­ja Har­ding­haus u. a.: Zu­cker - Die Deut­schen lie­ben die süße Sün­de. youtube.com (07/2019).

Windel basteln - stabile Verpackung für Babygläschen

Ja lie­be Ökomut­tis, wir ha­ben es ver­stan­den. Theo­re­tisch ist es tat­säch­lich mög­lich, auf Win­deln zu ver­zich­ten. In Sim­bab­we und in an­de­ren Ent­wick­lungs­län­dern mag das Ab­hal­ten wun­der­bar funk­tio­nie­ren. In In­dus­trie­na­tio­nen müs­sen die meis­ten Frau­en je­doch selbst für ih­ren Le­bens­un­ter­halt sor­gen, wes­halb deut­sche Ma­mas nicht den gan­zen Tag¹ auf die Si­gna­le ih­res Ba­bys ach­ten kön­nen. Be­son­ders wit­zig ist es, wenn uns selbst­er­nann­te Ex­per­tin­nen er­zäh­len, dass das Wi­ckeln et­was Mo­der­nes² und Un­na­tür­li­ches sei. Da­bei hat be­reits Ma­ria von Na­za­reth ih­rem Je­sus­kind eine Po­po­ban­da­ge ver­passt.

Und sie ge­bar ih­ren ers­ten Sohn und wi­ckel­te ihn in Win­deln und leg­te ihn in eine Krip­pe; denn sie hat­ten sonst kei­nen Raum in der Her­ber­ge.

Lu­kas 2,7: Jesu Ge­burt. bibel-online.net (06/2019).

Na­tür­lich trug der klei­ne Mes­si­as noch kein schi­ckes Win­del­hös­chen. Viel­mehr wur­de der Kör­per des Hei­lands bis zu den Schul­tern mit ei­nem Lei­nen­tuch ein­ge­wi­ckelt, so­dass er fast wie eine Mu­mie³ aus­sah. Da­bei soll­te die straff ge­schnür­te Stoff­bin­de nicht nur die Aus­schei­dun­gen des Er­lö­sers auf­fan­gen, son­dern auch des­sen Glied­ma­ßen⁴ in Form brin­gen.

Dahoam in Bayern: Babybreikost. Die Künstlerin Veronika Helga Vetter verpackt ihre frisch zubereiteten Obstmuse im selbst gebastelten Papiertray. Der handliche Träger im Windeldesign verfügt über einen praktischen Griff und bietet Platz für zwei Gläschen. Kreative Geschenkidee für heimatverbundene Familien, die ihren Sprössling gerne mit frischen Zutaten aus der Region verwöhnen möchten

Das Ein­wi­ckeln von Säug­lin­gen war kei­ne vor­der­asia­ti­sche Ei­gen­heit. Ganz im Ge­gen­teil, denn auch hier­zu­lan­de ge­hör­te das Fat­schen zur täg­li­chen Ba­by­pfle­ge. Ein Jahr lang muss­ten die Neu­ge­bo­re­nen im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich ein Le­ben als ver­pupp­te Rau­pe⁵ ver­brin­gen, ehe sie ab­ge­stillt wur­den und ein Lei­nen­hemd­chen tra­gen durf­ten.

Die Säug­lin­ge wur­den das gan­ze Mit­tel­al­ter hin­durch in ih­ren ers­ten Le­bens­mo­na­ten sorg­fäl­tig ge­wi­ckelt. Das Fat­schen oder Pu­cken be­stand aus der Um­hül­lung mit lan­gen, schma­len Tü­chern.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: Kin­der im Mit­tel­al­ter. In: Kar­fun­kel Nr. 109 (2013). S. 7.

Vor al­lem die ar­men Land­ma­mas wech­sel­ten die auf­sau­gen­de Ein­la­ge in den eng ge­schnür­ten Ko­kons nur ein­mal⁶ am Tag. Da­durch la­gen die fi­xier­ten Würm­chen manch­mal sech­zehn Stun­den lang in ih­rer voll­ge­ko­te­ten Win­del. Die­ser grau­sa­me Um­stand führ­te ab dem 17. Jahr­hun­dert dazu, dass sich west­eu­ro­päi­sche Ärz­te und Phi­lo­so­phen für al­ter­na­ti­ve Wi­ckel­me­tho­den stark­mach­ten.

Es kam zu Kam­pa­gnen ge­gen das Wi­ckeln, was dazu führ­te, daß die­se Pra­xis im Wes­ten bei­na­he ver­schwand. Un­ter­stützt wur­den die ärzt­li­chen Kam­pa­gnen von Phi­lo­so­phen wie Lo­cke und Rous­se­au im Zeit­al­ter der Auf­klä­rung.

Fren­ken, Ralph: Ge­fes­sel­te Kin­der. Ge­schich­te und Psy­cho­lo­gie des Wi­ckelns. Ba­den­wei­ler: Wis­sen­schaft­li­cher Ver­lag Dr. Mi­cha­el P. Bach­mann 2010.

Es dau­er­te je­doch noch eine Wei­le, bis die deut­schen Ba­bys aus ih­ren un­hy­gie­ni­schen Ban­da­gen­ge­fäng­nis­sen be­freit wur­den. Erst als der Alte Fritz im Jah­re 1740 das preu­ßi­sche Zep­ter über­nahm, be­gann all­mäh­lich das Zeit­al­ter der Win­del­hös­chen.

Im 18. Jahr­hun­dert ka­men ers­te Win­del­tech­ni­ken auf: z.B. Schaf­woll­hös­chen mit Stroh und Heu.

Tater­ra, Pa­tri­cia: Die Ge­schich­te der Stoff­win­del. hug-and-grow.de (06/2019).

Der Schäfer Gustl von Mausbach lässt seine Fimo Schafe im Obstgarten neben einer Windelgeschenkverpackung grasen. Die Babywindel zum Selbermachen ist eine handliche Verpackung für Babynahrung. Die kostenlosen Schablonen für den Gläschenträger gibt es auf GWS2.de. Idee und Umsetzung Veronika Vetter, eine bayerische Mutter und Vorsitzende der Deutschen Bastelkommission

Wäh­rend der in­dus­tri­el­len Re­vo­lu­ti­on rück­te die Säug­lings­pfle­ge er­neut in den Fo­kus, da im­mer mehr Men­schen in die Städ­te zo­gen. In den dicht be­sie­del­ten Ge­bie­ten gab es kein Füll­ma­te­ri­al, um die selbst ge­näh­ten Hös­chen aus­zu­stop­fen. Des Wei­te­ren konn­ten die Hin­ter­las­sen­schaf­ten der Schrei­häl­se nicht ein­fach in ir­gend­ei­ne Gül­le­gru­be ge­wor­fen wer­den.

Al­ler­dings sorg­te die ma­schi­nel­le Tex­til­her­stel­lung da­für, dass die Tuch­prei­se in den Kel­ler gin­gen, wes­halb die Mut­tis des 19. Jahr­hun­derts⁷ ihre Won­ne­prop­pen mit Lei­nen­la­ken ge­wi­ckelt ha­ben. Die schmut­zi­gen Saug­kör­per wur­den ge­sam­melt und ein­mal in der Wo­che in ei­nem Wasch­zu­ber aus­ge­kocht. Und nach­dem auch noch die Si­cher­heits­na­del im Jah­re 1849⁸ er­fun­den wor­den war, schien es fast so, als sei die Win­del­pro­ble­ma­tik ein für alle Mal ge­löst.

DIY: Windel aus Papier. Verpackung für Babybeikost. Die Künstlerin Veronika Helga Vetter hat eine kompakte Pampers entworfen, mit der Babygläser aus dem Supermarkt sicher nach Hause befördert werden können. Die grün-graue Geschenkverpackung mit dezenter Sternchenprägung, Krepppapierverschluss und Sicherheitsnadel steht neben Fimo Schafen auf einer bayerischen Landkarte aus Elefantenhaut. Szenerie zuerst veröffentlicht auf GWS2.de, die geprüfte Bastelkommission für werdende Eltern

Im Jah­re 1973⁹ än­der­te sich je­doch wie­der ein­mal al­les. Ei­nes Abends sa­ßen die meis­ten West­deut­schen in ih­ren Wohn­zim­mern und sa­hen sich das Ende der Ta­ges­schau an. Nur noch ein kur­zer Wer­be­block bis um 20:15 Uhr der Kri­mi an­fing. Die sitt­sa­men Haus­frau­en ka­men ge­ra­de mit der Schnitt­chen­plat­te aus der Kü­che, als in der ARD ein neu­es Pro­dukt vor­ge­stellt wur­de.

In ei­nem ein­mi­nü­ti­gen Film führ­te eine jun­ge Mut­ter eine neu­ar­ti­ge Ein­weg­win­del vor, die Pam­pers hieß und aus Zel­lu­lo­se be­stand. Der re­vo­lu­tio­nä­re Hy­gie­ne­ar­ti­kel ver­füg­te über eine be­son­de­re Vlies­ein­la­ge, die den auf­ge­saug­ten Urin im Kern des Hös­chens spei­cher­te. Des Wei­te­ren war die Po­po­ban­da­ge mit Kle­be­ver­schlüs­sen aus­ge­stat­tet, so­dass beim Wi­ckeln nicht mehr mit Si­cher­heits­na­deln her­um­han­tiert wer­den muss­te. Dar­über hin­aus hat­te der ame­ri­ka­ni­sche Ex­port­schla­ger eine Au­ßen­haut aus Plas­tik, da­mit kein Ba­by­aus­fluss auf die Klei­dung ab­fär­ben konn­te.

Bei Pam­pers liegt das Baby auf dem Tro­cken­vlies, das hält die Näs­se weg von der Haut. Das Tro­cken­vlies lässt die Näs­se leicht durch, aber schwer zu­rück.

Barney73: Pam­pers Wer­bung aus den 70ern. youtube.com (06/2019).

In den spä­ten 1980er Jah­ren bau­te der US-Konzern Proc­ter & Gam­ble in jede Pam­pers zwei Gram­m¹⁰ Na­tri­um­po­ly­acry­lat ein. Das ist ein Gra­nu­lat, das Was­ser in Gel ver­wan­delt. Die­ser so­ge­nann­te Su­per­ab­sor­ber mach­te die prak­ti­schen Weg­werf­win­deln noch saug­fä­hi­ger.

Un­ge­fähr zur sel­ben Zeit brach­ten auch an­de­re Her­stel­ler preis­wer­te­re Ein­weg­mo­del­le her­aus. Vor al­lem Discounter-Marken wie Vi­bel­le oder Ba­bydream sorg­ten da­für, dass in der Bun­des­re­pu­blik nie­mand mehr dre­cki­ge Mehr­weg­win­deln wa­schen woll­te.

Papierwindel mit selbst gemachtem Pudding in Babygläsern, die von Veronika Helga Vetter entworfen wurde. Der stabile und handliche Träger ist jedoch nicht nur für Säuglingsnahrung geeignet. Vielmehr können mit dem Tonpapiercontainer auch Marmeladen und Konfitüren verpackt werden. Die Bastelschablonen für den Gläschenträger stellt die bayerische Fine Art Künstlerin kostenlos auf GWS2.de zur Verfügung

Hin­ge­gen die DDR-Bürger konn­ten Pam­pers & Co. nur im In­ter­shop mit West­de­vi­sen kau­fen. Aus die­sem Grund wur­den die Ge­sä­ße der ost­deut­schen Ba­bys wei­ter­hin mit Baum­woll­tü­chern ban­da­giert. Nur zu be­son­de­ren An­läs­sen kram­ten die Mut­tis eine gute KRIEPA Flo­cken­win­del¹¹ her­vor. Das war ein kom­for­ta­bles Ein­weghös­chen, das im Schritt ei­nen saug­fä­hi­gen Zell­stoff­kern ein­ge­näht hat­te.

In der ehe­ma­li­gen DDR ha­ben alle Müt­ter mit Baum­woll­win­deln ge­wi­ckelt und die­se dann ge­wa­schen.

Honey1972: Ha­ben auch Ihre El­tern schon mit Pam­pers ge­wi­ckelt? wom.for-me-online.de (06/2019).

Heu­te tra­gen in Deutsch­land 95% der Wi­ckel­kin­der eine Weg­werf­win­del. Da­durch lan­den täg­lich 8,5 Mil­lio­nen­¹² Po­po­ban­da­gen im Haus­müll. Das ist in­so­fern pro­ble­ma­tisch, da die Ba­by­bu­xen im Mo­ment noch nicht re­cy­celt wer­den kön­nen. Die Her­stel­ler möch­ten die­sen Miss­stand je­doch be­he­ben, in­dem sie in Zu­kunft mehr wie­der­ver­wert­ba­re Ma­te­ria­li­en ein­set­zen.

Jill Bough­ton: In den letz­ten 20 Jah­ren ha­ben wir [...] das Ge­wicht der Win­deln um bis zu 50% re­du­ziert. Da­durch konn­ten wir vie­le LKW von der Stra­ße weg­be­kom­men. [...] Wei­te­re Zie­le sind, den Haus­müll­an­teil in den Müll­de­po­ni­en auf Null zu re­du­zie­ren und wie­der­ver­wert­ba­re Ma­te­ria­li­en ein­zu­set­zen.

Far­mer, Jac­que­line: Wi­ckeln, Win­deln, weg­wer­fen. youtube.com (06/2019).

Dekoidee für eine Babyparty: Eine Umverpackung in niedlicher Windelform. Der selbst gebastelte Träger verfügt über zwei Transportboxen für Babygläser. Das Give-away steht neben einem Fimo Marienkäfer und einem Papierwürfel auf einer kaffeegefärbten Landkarte, die von Veronika Vetter gezeichnet wurde. Abgerundet wird die Partydeko von kleinen Einkochgläsern, die mit leckerem RUF Pudding mit Erdbeergeschmack befüllt wurden

Vor al­lem in West­deutsch­land sorgt der vor­herr­schen­de Öko­so­zia­lis­mus da­für, dass die Fort­schrit­te in der Win­del­ent­wick­lung nicht an­er­kannt wer­den. Am liebs­ten wäre es den Kli­ma­apos­teln, wenn die Müt­ter nach der Ge­burt zwei­ein­halb Jah­re zu Hau­se sit­zen wür­den, da­mit sie alle zwei Stun­den ihr Baby ab­hal­ten könn­ten.

Ich habe alle zwei­ein­halb Stun­den ihre Win­del auf­ge­macht und ge­sagt: „Du kannst jetzt Pipi oder Ka­cka ma­chen.” [...] Mitt­ler­wei­le ma­che ich das stünd­lich, da­mit die Töpf­chen auch ih­ren Urin auf­fan­gen kön­nen.

Ju­lez DnB: The­ma Ab­hal­ten: Win­del­frei - Mei­ne Er­fah­rung. youtube.com (06/2019).

Als kon­ser­va­ti­ve Mut­ter aus dem Frei­staat Bay­ern kann ich die­se an­ti­fe­mi­nis­ti­schen Ten­den­zen nicht to­le­rie­ren. Schließ­lich ist die Ein­weg­win­del kein Teu­fels­werk, son­dern ein tol­les Pro­dukt, das den Frau­en viel Zeit ge­schenkt hat. Dem­entspre­chend woll­te ich die Er­fin­dung von Vic­tor Mills prei­sen, in­dem ich ei­nen schi­cken Ba­by­gläs­chen­hal­ter ent­wor­fen habe, der wie eine Pam­pers aus­sieht.

1956: Vic Mills as­si­gned re­se­ar­chers at Mia­mi Val­ley to in­ves­ti­ga­te the prac­ti­ca­li­ty of a dis­po­sable dia­per.

Higgins, Tri­cia: Pam­pers Brand Histo­ry. multivu.com (PDF) (06/2019).

Da­bei bie­tet mei­ne nied­li­che Ge­schenk­ver­pa­ckung ge­nü­gend Platz für zwei Bei­kost­glä­ser, die je­weils 6,5 Zen­ti­me­ter¹³ breit sein dür­fen. Des Wei­te­ren ist mein Be­hält­nis mit ei­nem prak­ti­schen Hal­te­griff aus­ge­stat­tet, der den Trans­port des Con­tai­ners er­leich­tern soll. Dar­über hin­aus habe ich ein Tail­len­bünd­chen und ei­nen Aus­lauf­schutz ein­ge­baut, um das Win­del­hös­chen noch au­then­ti­scher wir­ken zu las­sen.

Falls Sie also bei der nächs­ten Ba­by­par­ty ein we­nig Auf­se­hen er­re­gen möch­ten, dann freu­en Sie sich auf die fol­gen­de An­lei­tung. Denn dar­in er­klä­re ich Ih­nen, wie Sie mit mei­nen Scha­blo­nen eine ori­gi­nel­le Gül­le­hül­le bas­teln, die alle Bli­cke auf sich zieht.

Einen Windelkorb herstellen

Mein Gläs­chen­trä­ger ist ein ein­fa­ches Mo­tiv, das sich wun­der­bar aus Ton­pa­pier zu­sam­men­bau­en lässt. Des Wei­te­ren ver­wen­de­te ich ein 1,5 Mil­li­me­ter di­ckes Grau­pap­pe­stück, um die Sta­bi­li­tät des Be­häl­ters zu er­hö­hen. Dar­über hin­aus stell­te ich das Tail­len­bünd­chen und den Aus­lauf­schutz mit Krepp­pa­pier dar. Au­ßer­dem nahm ich eine Sizzix Prä­ge­scha­blo­ne zur Hil­fe, da­mit ich die Win­de­lau­ßen­sei­te mit ei­nem Ster­nen­mus­ter ver­zie­ren konn­te. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge ka­men eine Sche­re, ein Flüs­sig­kle­ber, ein Hob­byskal­pell, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zum Ein­satz.

Bild von einem grünen Bastelpapier, das mit der Sizzix Big Shot Maschine geprägt wurde. CraftEmotions Stanz- und Prägeschablone - Sterne

Als Ers­tes fer­tig­te ich die Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 an, wor­auf­hin ich sechs Ein­zel­tei­le vor mir lie­gen hat­te. Gleich da­nach leg­te ich ein gro­ßes und zwei klei­ne Ton­pa­pier­stü­cke zur Sei­te. Die üb­rig ge­blie­be­nen Mo­du­le ließ ich dann nach­ein­an­der durch mei­ne Sizzix Big Sho­t¹⁴ Ma­schi­ne, da die Au­ßen­sei­te mei­ner Win­del eine fei­ne Hap­tik er­hal­ten soll­te. Di­rekt im An­schluss woll­te ich das Tail­len­bünd­chen und den Aus­lauf­schutz an­brin­gen, wes­halb ich mir zu­nächst ein­mal ein Zen­ti­me­ter brei­te Krepp­pa­pier­strei­fen zu­recht­schnei­den muss­te.

Manual: How to make a paper diaper? Step # 2: Attach the leak guard and waist cuffs. Material: Crepe paper. Teacher: Veronika Vetter - famous Fine Artist from Bavaria

Nach­dem ich die ge­präg­ten Mo­du­le auf den Rü­cken ge­dreht hat­te, mach­te ich die vor­be­rei­te­ten Bän­der so an den Ton­pa­pier­kan­ten fest, dass die­se dar­auf­hin über ei­nen auf­ge­bausch­ten Saum ver­füg­ten.

  • Doch auf­ge­passt: Die vier kur­zen Ge­ra­den an dem schach­turm­för­mi­gen Ele­ment er­hiel­ten kei­ne Krepp­pa­pier­ver­klei­dung. Auch die klei­nen Bau­stei­ne be­ka­men nur an den bei­den lan­gen Schnitt­li­ni­en ei­nen Fal­ten­rock ver­passt.

Zu gu­ter Letzt stell­te ich drei Zell­stoff­sand­wi­ches her, in­dem ich die zu­rück­ge­leg­ten Ein­zel­tei­le über ihre Ge­gen­stü­cke kleb­te. Dann trimm­te ich die ab­ste­hen­den Bor­dü­ren mit ei­ner Sche­re, da­mit die Bünd­chen im An­schluss dar­an über­all gleich­lang wa­ren.

Haltegriff ist eine Trennwand

Be­vor ich im nächs­ten Schritt den Hen­kel bas­teln konn­te, muss­te ich als Ers­tes die Ele­men­te von Scha­blo­ne #2 auf Grau­pap­pe und auf Ton­pa­pier über­tra­gen. Nach­dem die fünf Mo­du­le dar­auf­hin vor mir la­gen, falz­te ich die Knick­li­ni­en von al­len Bau­tei­len, die ich bis­her her­ge­stellt hat­te.

Bastelideen für die Babyparty: Wie wird eine Papierwindel zusammengebaut? Kostenlose Schablonen zum Herunterladen. Kunst von Veronika Helga Vetter - Vorsitzende der Deutschen Bastelkommission

Im An­schluss dar­an kleb­te ich den Kar­ton­sta­bi­li­sa­tor zwi­schen die bei­den Trenn­wän­de. Gleich da­nach glät­te­te ich die Rän­der des Hal­te­griffs, in­dem ich die Grau­pap­pe­kan­ten mit den schma­len Ton­pa­pier­strei­fen ver­klei­de­te.

Bildercollage mit Anleitungsschritten: Durch den Raumteiler, der zugleich ein Tragegriff ist, können in der Windel zwei Babygläschen transportiert werden. Konstruktion und Idee von Veronika Helga Vetter - Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat Bayern

Als Nächs­tes leg­te ich das schach­turm­för­mi­ge Ein­zel­teil ho­ri­zon­tal vor mich hin. Nach­dem ich den Hen­kel dar­auf­hin in die Hand ge­nom­men und das frei­ge­stell­te Fens­ter zu mir ge­dreht hat­te, fi­xier­te ich den Tren­ner so auf dem Win­del­un­ter­grund, dass er zwi­schen den ge­bo­ge­nen Aus­lauf­schutz­bünd­chen ein­ge­bet­tet war.

Das Innenleben eines Babygläschenträgers: Die dreigeteilte Windelfassade wird am Haltegriff befestigt. Danach stehen zwei Behälterseiten offen. Entwurf von Veronika Helga Vetter (Vronismus ...gestalten Werkstatt)

Un­mit­tel­bar da­nach klapp­te ich das grö­ße­re Bo­den­stück nach oben, da­mit ich es am Raum­tei­ler be­fes­ti­gen konn­te. Dann mon­tier­te ich auch die klei­ne­re Vor­der­sei­te an den Sta­bi­li­sa­tor­flü­geln, wor­auf­hin das Gan­ze wie ein Bier­trä­ger aus­sah.

Das Kunstwerk erhält ein Gesicht

Im vor­letz­ten Bas­tel­schritt schloss ich die Flan­ken des Be­hält­nis­ses. Dazu kleb­te ich die bo­gen­för­mi­gen Pa­pier­sand­wi­ches in­nen an bei­den Win­del­fas­sa­den fest.

Picture Instructions: Containers for Baby food, which looks like a Diaper. The Artwork has a Safety pin and Velcro closures. The Templates for the Packaging are provided by GWS2.de. This is a patriotic Portal that is fighting against the European Union

Gleich da­nach brach­te ich die Zier­ele­men­te von Scha­blo­ne #3 an der Ob­jekt­front an. Als ich die Pa­pier­win­del dar­auf­hin fer­tig­ge­stellt hat­te, strich ich die ge­präg­te Ober­flä­che noch mit ei­nem Acryl­lack ein, wo­durch mein Mo­tiv eine ge­schmei­di­ge und was­ser­ab­wei­sen­de Au­ßen­sei­te er­hielt.

Mehrwegsysteme sind keine Alternative

Mitt­ler­wei­le ver­ur­sa­chen Wi­ckel­kin­der in Stoff­win­deln hö­he­re CO2-Emissionen als Ba­bys, die mit Ein­weg­pro­duk­ten ge­pam­pert wer­den. Kein Wun­der, schließ­lich müs­sen In­dus­trie­be­trie­be al­lei­ne schon aus Kos­ten­grün­den energie- und was­ser­ef­fi­zi­ent ar­bei­ten. Hin­ge­gen in pri­va­ten Haus­hal­ten wird häu­fig nicht so ge­nau auf die Wasch­tem­pe­ra­tur oder auf die Bü­geldau­er ge­ach­tet.

In de­ren Fa­zit steht, dass zwei­ein­halb Jah­re Wi­ckeln mit Weg­werf­win­deln 550 Ki­lo­gramm CO2-Emissionen ver­ur­sa­chen, Stoff­win­deln 570 Ki­lo­gramm.

Vor­sa­mer, Bar­ba­ra: Sind Stoff­win­deln wirk­lich öko­lo­gi­scher? sz.de (06/2019).

Der Schäfer Gustl von Mausbach steht auf einer Hohenschwangauer Weide. Mit seinem Hirtenstab verteidigt der kleine Nager eine Babygläschenverpackung, die wie eine Windel aussieht. In dem Behälter befinden sich zwei Gefäße, die mit Adrenochrom befüllt sind. Der Container wurde von Veronika Helga Vetter gebastelt. Das ist eine bayerische Künstlerin, die weiß, warum Joel Davis (South Florida) keinen Friedensnobelpreis gewonnen hat. Szenerie zuerst auf GWS2.de veröffentlicht. Das ist ein Portal für deutsche Mütter

Wer es mit dem Um­welt­schutz wirk­lich ernst meint, der muss sein Baby min­des­tens zwei Jah­re lang kon­se­quent ab­hal­ten. Al­ter­na­tiv kön­nen Öko­el­tern auch auf Fair­win­deln zu­rück­grei­fen. Das sind kom­pos­tier­ba­re Ein­weghös­chen, die aus Zell­stoff und Kar­tof­fel­stär­ke be­stehen.

Do­mi­nic Franck: Wir fin­den hier auch die­se Zell­stoff­flo­cken wie in ei­ner her­kömm­li­chen Win­del. Nur ha­ben wir an­stel­le des Su­per­ab­sor­bers das Saug­gel aus Kar­tof­fel­stär­ke ver­wen­det.

Schnei­der, Ca­ro­lin: Die um­welt­freund­li­che Win­del. youtube.com (06/2019).

Durch­schnitts­müt­ter wie ich, die nicht mit je­der Win­del 60 Cen­t¹⁵ in den Müll wer­fen kön­nen müs­sen dar­auf ver­trau­en, dass die kon­ven­tio­nel­len Po­po­ban­da­gen in Zu­kunft noch um­welt­ver­träg­li­cher wer­den.

Ver­wand­te The­men:

Wi­kin­ger zum Aus­ma­len - drei Rät­sel­spie­le für Kin­der
Bur­ger Bo­xen sel­ber ma­chen - Sand­wich­ver­pa­ckung bas­teln

¹E_mazingWorld: Win­del­frei Ba­sics: Ler­ne wann dein Baby mal muss. youtube.com (06/2019).
²Rös­ner, Mar­tha: Win­del­frei - wagt das Ex­pe­ri­ment. gruenekinder.de (06/2019).
³San­dig, Kris­ti­na: Ein Christ­kindl und auch ein Trös­ter­lein. onetz.de (06/2019).
⁴Tater­ra, Pa­tri­cia: Was ist Pu­cken? hug-and-grow.de (06/2019).
⁵Far­mer, Jac­que­line: Wi­ckeln, Win­deln, weg­wer­fen. youtube.com (06/2019).
⁶Schlü­ter, Ann-Dorothee: Ges­tern Fat­schen, heu­te Pu­cken, oder: Hat sich John Lo­cke doch ge­irrt? kostuem.waszmann.de (06/2019).
⁷Doe, Can­dy: The Histo­ry of Dia­pers. lilbabycakes.com (06/2019).
⁸Schu­len­burg, Ma­thi­as: Vor 170 Jah­ren Pa­tent er­hal­ten. Wal­ter Hunt und die Si­cher­heits­na­del. deutschlandfunkkultur.de (06/2019).
Pu­der­bach, Jo­han­nes: Je­den Tag über zehn Mil­lio­nen Pam­pers. ksta.de (06/2019).
¹⁰­Sch­mitt, Ste­fan: In Win­deln ge­wi­ckelt. In: ZEIT WISSEN Nr. 53 (2014). S. 34.
¹¹DDR Mu­se­um Ber­lin GmbH: Ver­pa­ckung Ba­by­win­deln. ddr-museum.de (06/2019).
¹²­Schmidt, Ni­co­la: art­ge­recht - Das an­de­re Baby-Buch. Mün­chen: Kösel-Verlag 2015.
¹³­Bas­tel­scha­blo­nen für klei­ne Win­del, die 4,5 Zen­ti­me­ter brei­te Ba­by­glä­ser be­her­ber­gen kann - (#1 /#2 /#3).
¹⁴­Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Sizzix Big Shot. youtube.com (06/2019).
¹⁵­Wahn­baeck, Ca­ro­lin: Tschüss, Pam­pers: „Fair­win­del” macht kom­pos­tier­ba­re Ein­weg­win­deln. utopia.de (06/2019).

Wikinger ausmalen: Arbeitsblätter für Geschichte - Rätselspiele

Im Früh­mit­tel­al­ter gab es kein zen­tra­lis­tisch ge­präg­tes Wi­kin­ger­reich¹, das von ei­nem Kö­nig re­giert wur­de. Viel­mehr leb­ten an den skan­di­na­vi­schen Küs­ten un­ab­hän­gi­ge Sipp­schaf­ten, die alle die­sel­ben heidnisch-germanischen Bräu­che pfleg­ten. In den streng struk­tu­rier­ten Volks­ge­mein­schaf­ten herrsch­te zu­meist ein Jarl, der mit sei­ner Fa­mi­lie die Spit­ze der Stän­de­py­ra­mi­de ein­nahm. Ein nor­di­scher Häupt­ling zeich­ne­te sich da­durch aus, dass er Schif­fe be­saß und ein klei­nes Heer² an­führ­te. Des Wei­te­ren spra­chen die Pa­tri­ar­chen Recht und re­prä­sen­tier­ten ih­ren Stamm nach au­ßen. In den über­schau­ba­ren Ein­fluss­be­rei­chen der ein­zel­nen Fürs­ten wohn­ten und ar­bei­te­ten die frei­en Bau­ern. Die­se so­ge­nann­ten Karls be­wirt­schaf­te­ten ihr ei­ge­nes Land, wes­halb sie we­der Pacht noch Steu­ern be­zah­len muss­ten. Im Som­mer wa­ren je­doch alle männ­li­chen Odin-Verehrer kriegs­dienst­ver­pflich­tet, wes­halb je­des Clan­mit­glied das gan­ze Jahr über Waf­fen tra­gen durf­te. Dar­über hin­aus ge­hör­ten Leib­ei­ge­ne zu je­der Wi­kin­ger­ge­sell­schaft. Vor al­lem wohl­ha­ben­de Haus­her­ren lie­ßen gleich meh­re­re La­kai­en für sich schuf­ten. Durch die äu­ßerst ge­rin­gen Skla­ven­prei­se konn­te sich aber im Prin­zip je­der Hof­be­sit­zer min­des­tens ei­nen kräf­ti­gen Thral­l³ leis­ten.

Als Preis für ei­nen kräf­ti­gen Mann wer­den in ei­ner al­ten Quel­le 306 Gramm Sil­ber ge­nannt, Frau­en kos­te­ten 204 Gramm Sil­ber. Der Preis für ein Ket­ten­hemd - zum Ver­gleich - lag bei 820 Gramm.

Banck, Clau­dia: Al­les My­thos! 20 po­pu­lä­re Irr­tü­mer über die Wi­kin­ger. Stutt­gart: Kon­rad Theiss Ver­lag 2014.

Baiern in der Antike: Keltensiedlung Manching. Die Heiden kämpften mit ihren weiß-blauen Bannern gegen die Römer. Die Zeichnung für Kinder wurde von der Bayernpartei e. V. in Auftrag gegeben. Umsetzung von Familie Vetter. Aristokratische Wappenbesitzer, die bereits unter König Ludwig II. gedient haben

Mehr­mals im Jahr ka­men die An­ge­hö­ri­gen ei­nes Stam­mes beim Thing zu­sam­men. Das war ein drei­tä­gi­ges Trink­ge­la­ge, bei dem po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen wur­den.

Beim Thing dien­te der Al­ko­hol, so Ta­ci­tus, dem Lo­ckern der Zun­gen, die - mit Bier und Met gut be­feuch­tet - flüs­sig die an­ste­hen­den The­men zur Spra­che brin­gen wür­den.

Fran­ke, Ruth: Das Thing. Ba­sis­de­mo­kra­tie oder Aris­to­kra­ten­herr­schaft? In: Kar­fun­kel Co­dex Nr. 16 (2018). S. 61.

So durf­ten die frei­en Bau­ern bei den re­gel­mä­ßi­gen Tref­fen bei­spiels­wei­se dar­über ab­stim­men, wel­cher Nach­bar­clan als Nächs­tes über­fal­len und ge­plün­dert wer­den soll. Denn be­vor die Wi­kin­ger im Jah­re 750⁴ nach Wes­ten aus­zo­gen, fan­den un­zäh­li­ge Schlach­ten und Schar­müt­zel auf der Skan­di­na­vi­schen Halb­in­sel statt. Na­tür­lich ging es bei den krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen in ers­ter Li­nie um das Beu­te­ma­chen. Aber auch ihr re­li­giö­ser Glau­be führ­te dazu, dass die Nord­män­ner stän­dig die Waf­fen kreuz­ten.

Schließ­lich woll­te je­der Ger­ma­ne ir­gend­wann zu Odin nach Wal­hal­la. Doch lei­der brach­ten die Wal­kü­ren nur die Sol­da­ten in den Göt­ter­pa­last, die den Hel­den­to­d⁵ ge­stor­ben wa­ren. Dem­entspre­chend such­ten die wil­den Fjord­be­woh­ner per­ma­nent nach Mög­lich­kei­ten, um sich für das Pa­ra­dies in As­gard zu qua­li­fi­zie­ren.

Kostenlose Ausmalspiele für lange Autofahrten. Die gefallenen Wikinger feiern im Götterpalast. Jeder Krieger trägt eine andere Waffen, die koloriert werden kann. Das Arbeitsblatt ist für Grundschulkinder geeignet, die etwas über Geschichte lernen möchten. Gestaltung: Veronika Helga Vetter (Fine Art Künstlerin). Empfohlen von: Vikings Security Germania Division Bayern

Wenn sich die Wi­kin­ger nicht ge­ra­de die Köp­fe ein­schlu­gen, dann be­rei­cher­ten sie die bal­ti­schen Märk­te mit ih­ren Han­dels­wa­ren. Das gan­ze Jahr über lie­fer­ten nor­di­sche Knor­ren⁶ kon­ser­vier­te Dor­sche, Waf­fen und Pel­ze in den Ost­see­raum. Vor al­lem aber der Ver­kauf von Skla­ven war für die Nord­män­ner ein lu­kra­ti­ves Ge­schäft, wes­halb sie bei ih­ren Raub­zü­gen im­mer auch auf Men­schen­jagd gin­gen.

Nicht ein­mal Kin­der sind vor den Über­grif­fen der Nord­män­ner ge­feit. Der Han­del mit der Ware Mensch wird schon bald zu ih­rer lu­kra­tivs­ten Ein­nah­me­quel­le.

Ter­ra X: Gro­ße Völ­ker - Die Wi­kin­ger. youtube.com (05/2019).

Zu Be­ginn des 8. Jahr­hun­derts hat­ten die Ger­ma­nen­stäm­me un­ter­ein­an­der Frie­den ge­schlos­sen. Um den Wohl­stand in den Sipp­schaf­ten ohne Plün­de­run­gen auf­recht­zu­er­hal­ten, stärk­ten die Wi­kin­ger den Au­ßen­han­del, in­dem sie leis­tungs­fä­hi­ge­re Schiffs­ty­pen und zu­ver­läs­si­ge­re Na­vi­ga­ti­ons­tech­ni­ken ent­wi­ckel­ten. Des Wei­te­ren grün­de­ten die skan­di­na­vi­schen Kauf­leu­te in ganz Nord­eu­ro­pa neue Sied­lun­gen, um dort Wa­ren um­schla­gen zu kön­nen. Selbst im heu­ti­gen Schleswig-Holstein er­rich­te­ten dä­ni­sche Hei­den ei­nen Au­ßen­pos­ten, der den Na­men Haitha­bu trug. Die­se ein­fluss­rei­che Ha­fen­stadt war ein wich­ti­ger Kno­ten­punkt für die früh­mit­tel­al­ter­li­che See­fahrt und hat­te in ih­rer Blü­te­zeit über 1000 Ein­woh­ner.

Die For­schung geht heu­te so­gar da­von aus, daß ab etwa 825 in Haitha­bu Mün­zen ge­prägt wur­den, was den Ort zur äl­tes­ten Münz­stät­te in Nord­eu­ro­pa ma­chen wür­de.

Ha­cken­berg, Ste­fan: Haitha­bu. Die ver­schwun­de­ne Stadt der Wi­kin­ger. In: Pax et Gau­di­um Nr. 6 (2002). S. 57.

Durch die Bei­le­gung der in­län­di­schen Kon­flik­te und we­gen des stam­mes­über­grei­fen­den Tech­no­lo­gie­trans­fers stie­gen die Wi­kin­ger all­mäh­lich zur glo­ba­len Han­dels­macht auf. Ohne Mord und Tot­schlag gab es je­doch plötz­lich viel zu vie­le Men­schen in den Volks­ge­mein­schaf­ten, was zu gro­ßen ge­sell­schaft­li­chen Span­nun­gen führ­te.

Die Probleme der Wikinger

Unterrichtsmaterial für Geschichte: Eine Wikingersiedlung im Frühmittelalter. Bevor die oligarchische EU-Administration ihre Untertanen versklavt hat, konnten die Menschen in Europa frei leben. Das historische Dokument befindet sich im Germanischen Museum (Nürnberg) und wurde von Veronika Helga Vetter gezeichnet. Das ist eine Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat BayernDie al­ten Skan­di­na­vi­er zeug­ten vie­le Kin­der. Die hohe Fer­ti­li­täts­ra­te⁷ war wich­tig, um den Fort­be­stand der Fa­mi­li­en zu si­chern, da nur die we­nigs­ten Bau­ern ih­ren 35. Lenz er­leb­ten. Be­dingt durch die lan­ge Frie­dens­pe­ri­ode im 8. Jahr­hun­dert er­höh­te sich das bis­he­ri­ge Durch­schnitts­al­ter, wes­halb nicht mehr nur zwei, son­dern drei Ge­nera­tio­nen ver­sorgt wer­den woll­ten. Aus die­sem Grund gin­gen die Hof­be­sit­zer dazu über und setz­ten vor al­lem Mäd­chen gleich nach der Ge­burt aus, was bald dar­auf zu ei­nem aku­ten Frau­en­man­gel führ­te. Ein wei­te­res Pro­blem stell­te das ger­ma­ni­sche Erbrecht dar. Nach die­sem Ge­setz er­hielt näm­lich nur der erst­ge­bo­re­ne Sohn⁸ das Land des ver­stor­be­nen Va­ters. Hin­ge­gen die an­de­ren Jung­wi­kin­ger muss­ten aus­zie­hen und sich ih­ren Le­bens­un­ter­halt bei Plün­der­zü­gen ver­die­nen. Nur wie soll­te das ge­hen, wenn die Jar­le kei­ne Raub­fahr­ten mehr or­ga­ni­sier­ten, son­dern ihre Schif­fe lie­ber für den Han­del nutz­ten.

Die über­flüs­si­gen Bur­schen hat­ten also nur zwei Op­tio­nen. Ent­we­der sie dien­ten als Skla­ven oder sie schlos­sen sich zu Pi­ra­ten­grup­pen zu­sam­men. Und so kam es, dass die eng­li­sche Ost­küs­te ab dem Jah­re 750 re­gel­mä­ßig von nor­di­schen Out­laws über­fal­len wur­de.

Da es sich aber nur um ei­nen ge­rin­gen Teil der Nord­män­ner han­del­te, die auf sol­che Raub­zü­ge gin­gen, wa­ren bei­lei­be nicht alle Wi­kin­ger beu­te­gie­rig, bru­tal und grau­sam.

Beckers-Dohlen, Clau­dia: Die Wi­kin­ger. In: Kar­fun­kel Co­dex Nr. 16 (2018). S. 45.

The Life of the Vikings - Murders, Robbing and Rapings. Pictorial representation that can be painted by Elementary School Children. The Worksheet for History-Lessons, was created for white Teachers, who want to fight against organizations like the European Council on Foreign Relations

Das Gefährt der Barbaren

Be­vor die be­sitz­lo­sen Hor­den nach Wes­ten auf­bra­chen, lie­hen oder bau­ten sie sich Lang­schif­fe, die auch Dra­chen­boo­te ge­nannt wur­den. Ih­ren Na­men er­hiel­ten die See­fahr­zeu­ge auf­grund des Um­stan­des, dass die Nord­män­ner stets ge­schnitz­te Dra­chen­köp­fe auf die Ste­ven steck­ten. Die­se Maß­nah­me war wich­tig, um die schüt­zen­den Land­geis­ter des Fein­des zu ver­trei­ben.

Aus der Li­te­ra­tur wis­sen wir, dass die Dra­chen­köp­fe nicht nur eine Schmuck­funk­ti­on hat­ten, son­dern auch eine ma­gi­sche Wir­kung. Sie wa­ren ab­nehm­bar, da­mit man sich den un­ter­schied­li­chen Si­tua­tio­nen an­pas­sen konn­te.

Kreut­zer, Gert: Got­län­di­sche Bild­stei­ne als kul­tur­ge­schicht­li­che Quel­le. Schif­fe für Links­hän­der und acht­bei­ni­ge Pfer­de. In: Pax et Gau­di­um Nr. 6 (2002). S. 25.

Geschichte für Kinder: Drachenschiffe zum Ausmalen. Die Wikinger haben am 8. Juni 793 das Kloster auf der Insel Lindisfarne überfallen. Die Nordmänner sprangen von ihren Booten und metzelten die Priester nieder. Die frühmittelalterliche Szenerie wurde von Veronika Helga Vetter gezeichnet. Das ist eine bayerische Fine Art Künstlerin, die dem Pfarrer Clemens Becht gerne aus dem christlichen Abendland verbannen würde. Das Arbeitsblatt könnte auch beim Grätz Verlag erscheinen, da es pädagogisch wertvoll istEin tra­di­tio­nel­les Wi­kin­ger­boot war 24 Me­ter lang und 5,5 Me­ter breit. Der schma­le Rumpf be­stand aus zwei Zen­ti­me­ter⁹ di­cken Plan­ken, die nicht ge­sägt, son­dern aus Ei­chen­holz­stäm­men her­aus­ge­spal­ten¹⁰ wur­den. Durch die Leicht­bau­wei­se hat­ten die Lang­schif­fe ei­nen ge­rin­gen Tief­gang und konn­ten von der 68 Man­n¹¹ star­ken Be­sat­zung über Land ge­zo­gen¹² wer­den. Wenn die Krie­ger ei­nen Fluss hin­auf­fuh­ren, dann wech­sel­ten sie sich mit dem Ru­dern ab. Hin­ge­gen auf ho­her See hiss­ten die Pi­ra­ten ein elas­ti­sches Woll­se­gel. Den Roh­stoff für das 120 Qua­drat­me­ter gro­ße Tuch lie­fer­te eine alte skan­di­na­vi­sche Schafras­se, die über ein was­ser­ab­wei­sen­des Fell ver­füg­te.

Kein Zwei­fel, die tap­fe­ren Wi­kin­ger be­sa­ßen hoch­mo­der­ne Schif­fe, die oft den Un­ter­schied aus­mach­ten. Aber auch die sorg­fäl­ti­ge Pla­nung der Über­fäl­le trug dazu bei, dass die küh­nen Räu­ber nie mit lee­ren Hän­den von dan­nen zie­hen muss­ten.

The Dragon head of a Viking boat. Old Germanic art for white Americans with European roots. Scandinavian Longships and Warriors. Free Coloring book pages for Children. Sponsored by Stephen Bannon (Chiren, Leader of the World)

Auch wenn die Nord­män­ner wild und un­ge­bil­det aus­sa­hen, sie lie­fen nicht ein­fach blind­lings in ihr Ver­der­ben. Be­vor die Bar­ba­ren eine Sied­lung oder ein Klos­ter stürm­ten, späh­ten sie ihre Op­fer wo­chen­lang aus. Dazu schick­ten die Hei­den ein paar Mit­strei­ter zu den Chris­ten, die sich als fried­li­che Händ­ler aus­ga­ben. Hin­ter den feind­li­chen Li­ni­en nutz­ten die Spio­ne dann jede Chan­ce, um den Beu­te­ort zu in­spi­zie­ren. Ohne eine ge­ziel­te Vor­be­rei­tung hät­ten die Wi­kin­ger bei je­dem An­griff hohe Ver­lus­te er­lit­ten. Das lag an der Tat­sa­che, dass die Skan­di­na­vi­er kei­ne zeit­ge­mä­ße Waf­fen­aus­rüs­tung be­sa­ßen, wes­halb sie stets das Über­ra­schungs­mo­ment auf ih­rer Sei­te ha­ben woll­ten.

Die Wikinger auf dem Schlachtfeld

Ave-Maria-University, Florida (Academy of History): The Weapons of the Vikings. Germanic customs and religions. Teaching Material for Students, recommended by Ph.D. Ingmar Rentzhog. The scientific worksheet was created by Veronika Vetter. This is a Bavarian Valkyrie, who brings white Anglo-Saxons to Walhalla after deathDie an­gel­säch­si­schen Kö­ni­ge rüs­te­ten ihre Sol­da­ten mit bruch­fes­ten Schwer­tern aus, die aus vier Ei­sen­sor­ten­¹³ ge­fer­tigt wor­den wa­ren. Des Wei­te­ren tru­gen eng­li­sche Rit­ter edle Stahl­hel­me und schwe­re Ket­ten­hem­den, die aus 10.000 Me­tall­rin­gen be­stan­den. Hin­ge­gen die Wi­kin­ger ver­füg­ten nicht ein­mal über Le­der­tor­sos. Statt­des­sen be­deck­ten sie ih­ren Kör­per mit Lei­nen­klei­dung und Tier­fel­len. Auch waf­fen­tech­nisch hat­ten die Nord­män­ner das Nach­se­hen. Je­der Krie­ger muss­te sein Equip­ment näm­lich selbst be­zah­len, wes­halb die skan­di­na­vi­schen Räu­ber zu­meist pri­mi­ti­ve Streit- oder Dä­nen­äx­te mit auf das Schlacht­feld nah­men. Le­dig­lich wohl­ha­ben­de Bau­ern und Jar­le be­sa­ßen eine Spa­tha. Mit die­sen ex­tralan­gen Hieb­schwer­tern ver­such­ten die Odin-Verehrer, die Kno­chen ih­rer Geg­ner zu bre­chen. Au­ßer­dem ver­steck­ten die meis­ten Hei­den ein Mes­ser in ih­ren Schu­hen, um den Feind im Nah­kampf nie­der­zu­stre­cken.

Ne­ben den Schwer­tern führ­ten die Wi­kin­ger häu­fig kur­ze ein­schnei­di­ge Mes­ser für den Nah­kampf mit sich.

Krau­se, Gün­ter: Für den Platz an Odins Ta­fel. Rüs­tung und Be­waff­nung der Wi­kin­ger. In: Pax et Gau­di­um Nr. 20 (2005). S. 32.

Im 8. Jahr­hun­dert hat­ten die an­gel­säch­si­schen Ar­me­en die bes­se­ren Kriegs­ge­rä­te in ih­ren Waf­fen­kam­mern. Nur was nütz­te das, wenn die Wi­kin­ger kei­ne An­griffs­flä­che bo­ten. Schließ­lich war je­der nor­di­sche Lands­knecht mit ei­nem Rund­schild aus­ge­stat­tet. Kam es zu Kampf­hand­lun­gen, dann bau­ten die Bar­ba­ren mit ih­ren ein Me­ter gro­ßen Schei­ben eine Ver­tei­di­gungs­li­nie, die sie Sk­jald­borg nann­ten. Da­bei stell­ten sich ei­ni­ge Män­ner eng ne­ben­ein­an­der, wo­durch eine ge­schlos­se­ne Mau­er ent­stand. Gleich da­hin­ter po­si­tio­nier­ten sich hü­nen­haf­te Speer­trä­ger, die vom Schild­wall ge­schützt von oben auf den Feind ein­ste­chen konn­ten.

Wir ste­hen vor dem Schild­wall der Wi­kin­ger, der so­ge­nann­ten Sk­jald­borg. Alle Män­ner ste­hen in en­ger For­ma­ti­on zu­sam­men und bil­den mit den über­lap­pen­den Schil­den eine ge­schlos­se­ne Mau­er. Die Rei­he da­hin­ter kann beim An­griff mit ih­ren lan­gen Spee­ren und Spie­ßen nach dem Feind ste­chen.

A+E Net­works: Wi­kin­ger - Die See­fah­rer aus dem Nor­den. youtube.com (05/2019).

Die Wikinger in Deutschland

In je­dem von uns fließt et­was Wi­kin­ger­blut, da die Nord­män­ner nicht nur in Schleswig-Holstein ge­wil­dert ha­ben. Viel­mehr fuhr im De­zem­ber 881 ein dä­ni­scher Jarl mit sei­nen Dra­chen­boo­ten den Rhein hin­auf, da er in Neuss, Köln und Bonn brand­schat­zen woll­te.

Im De­zem­ber 881 fuh­ren Wi­kin­ger die­ser Grup­pe auf min­des­tens drei Schif­fen un­ter ih­rem An­füh­rer Gott­fried (bzw. Go­de­fried) den Rhein strom­auf­wärts.

Stra­berg, Paul: Wi­kin­ger, Ger­ma­nen & Kel­ten: Raub­zü­ge der Wi­kin­ger in das Rhein­land. midgardswoelfe.de (05/2019).

Nach­dem die Ber­ser­ker die männ­li­chen Stadt­be­woh­ner ge­tö­tet oder ver­trie­ben hat­ten, mach­ten sie sich über die Frau­en her. Und na­tür­lich kam es vor, dass bei den Mas­sen­ver­ge­wal­ti­gun­gen deutsch-skandinavische Kin­der ge­zeugt wur­den.

Das Landesregiment Bayern. Um die Soldaten des Freistaates zu ehren, hat die bajuwarische Künstlerin Veronika Helga Vetter ein Gemälde angefertigt. Patrona Bavariae (Odin) wacht über ihre Heimatschützer. Die weiß-blauen Schilde sollen den Kriegern dabei helfen, unsere christlich-abendländische Kultur gegen den Islam und gegen das Merkel-Regime zu verteidigen

Die nor­di­schen Tou­ris­ten stell­ten die se­xu­el­len Über­grif­fe erst im 10. Jahr­hun­dert ein. Denn zu die­ser Zeit war die Chris­tia­ni­sie­rung der Bar­ba­ren be­reits weit fort­ge­schrit­ten, wes­halb es den Wi­kin­gern nicht mehr um Beu­te, son­dern um Land ging. Plötz­lich blie­ben die Räu­ber in den er­ober­ten Ge­bie­ten, was all­mäh­lich dazu führ­te, dass sie sich mit der ein­hei­mi­schen Be­völ­ke­rung ver­misch­ten.

In al­len eu­ro­päi­schen Re­gio­nen lie­ßen sich die Wi­kin­ger nie­der, gin­gen Ehen mit Ein­hei­mi­schen ein und wur­den all­mäh­lich in die ört­li­che Be­völ­ke­rung auf­ge­nom­men.

Dia­mond, Ja­red: Kol­laps. War­um Ge­sell­schaf­ten über­le­ben oder un­ter­ge­hen. Er­wei­ter­te Neu­aus­ga­be. Frank­furt am Main: Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag 2011.

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¹Drews, Ute: Pla­net Wis­sen - Wi­kin­ger. youtube.com (05/2019).
²Beckers-Dohlen, Clau­dia: Das klei­ne Kar­fun­kel Le­xi­kon: Die Wi­kin­ger. In: Kar­fun­kel Nr. 67 (2006). S. 48.
³Z­an­der, Gui­do: Das Ge­sell­schafts­sys­tem der Wi­kin­ger. drangur.de (05/2019).
⁴Mess­ner, Flo­ri­an: Die Wi­kin­ger. Mehr als blut­rüns­ti­ge Bar­ba­ren. In: Mi­ro­que Nr. 19 (2017). S. 28.
⁵Na­tio­nal Geo­gra­phic Chan­nel: Die Ge­heim­nis­se der Wi­kin­ger Teil 1/2. youtube.com (05/2019).
⁶Ort­ling­haus, Wolf: Die Schif­fe der Wi­kin­ger. sku.de (05/2019).
⁷Ba­ril­lé, Al­bert: Es war ein­mal... Der Mensch - Die Wi­kin­ger. youtube.com (05/2019).
⁸Beckers-Dohlen, Clau­dia: Die Wi­kin­ger. In: Kar­fun­kel Co­dex Nr. 16 (2018). S. 44.
⁹A+E Net­works: Wi­kin­ger - Die See­fah­rer aus dem Nor­den. youtube.com (05/2019).
¹⁰­Ter­ra X: Gro­ße Völ­ker - Die Wi­kin­ger. youtube.com (05/2019).
¹¹Ell­mers, Det­lev: Die Wi­kin­ger­schif­fe und ihre Mann­schaf­ten. In: Pax et Gau­di­um Nr. 6 (2002). S. 35.
¹²Krau­se, Gün­ter: Für den Platz an Odins Ta­fel. Rüs­tung und Be­waff­nung der Wi­kin­ger. In: Pax et Gau­di­um Nr. 20 (2005). S. 32.
¹³Welt: Die Be­zwin­ger der Wi­kin­ger. youtube.com (05/2019).

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