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Wenn Ge­burts­tags­freu­den win­ken, darfst du ru­hig mal et­was trin­ken. Ge­sagt, ge­tan; und so grei­fen 96% der 18- bis 59-jährigen Men­schen in Deutsch­lan­d¹ all­jähr­lich im Ad­vent zur Feu­er­zan­gen­bow­le oder zum Ei­er­grog, um sich gründ­lich auf die Nie­der­kunft des Herrn vor­zu­be­rei­ten. Das ist auch aus ge­sund­heit­li­cher Sicht sehr ver­nünf­tig. Denn wer im dunk­len De­zem­ber mit Ja­ger­tee, Glüh­wein oder Leb­ku­chen­li­kör auf den Hei­land an­stößt, der schützt sich vor ei­ner Win­ter­de­pres­si­on. Ge­nuss­vol­ler Al­ko­hol­kon­sum ver­an­lasst den Kör­per näm­lich dazu, Do­pa­min und En­dor­phi­ne aus­zu­schüt­ten, wo­durch die see­li­sche Ent­span­nung ge­för­dert wird. Kein Wun­der also, dass Je­sus so sanft­mü­tig war. Schließ­lich ließ der freund­li­che Zim­mer­mann, der sich selbst als Wein­sto­ck² be­zeich­ne­te, bei so ziem­lich je­der Ge­le­gen­heit den Be­cher krei­sen. Auf­grund die­ser An­ge­wohn­heit wäre der Er­lö­ser ver­mut­lich ur­alt ge­wor­den, hät­te er nicht mit 34 Jah­ren für un­se­re Sün­den ster­ben müs­sen. Män­ner und Frau­en, die re­gel­mä­ßig in Ma­ßen al­ko­ho­li­sche Ge­trän­ke kon­su­mie­ren, ha­ben näm­lich eine be­son­ders hohe Le­bens­er­war­tung.

Bei den männ­li­chen Teil­neh­mern fan­den die For­scher die höchs­te Le­bens­er­war­tung, wenn die­se täg­lich 20 - 40 Gramm Al­ko­hol zu sich nah­men. [...] Bei Frau­en wa­ren die för­der­li­chen Men­gen um die Hälf­te nied­ri­ger.

Poll­mer, Udo & Su­san­ne War­muth: Le­xi­kon der po­pu­lä­ren Er­näh­rungs­irr­tü­mer. Miß­ver­ständ­nis­se, Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen und Halb­wahr­hei­ten von Al­ko­hol bis Zu­cker. Ak­tua­li­sier­te Neu­aus­ga­be. Frank­furt am Main: Eich­born Ver­lag 2007.

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Au­ßer­halb der Weih­nachts­zeit kön­nen die Deut­schen auch aus kul­tu­rel­len Grün­den al­ko­ho­li­sche Ge­nuss­mit­tel zu sich neh­men. Die­sen glück­li­chen Um­stand ver­dan­ken wir Karl dem Gro­ßen³, der im 9. Jahr­hun­dert den Wein­an­bau⁴ und das Bier­brau­en in un­se­ren Brei­ten­gra­den mas­siv för­der­te.

Spä­tes­tens im 12. Jahr­hun­dert tran­ken alle Stän­de im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich täg­lich Met, Wein oder dunk­les Schwach­bier, das aus Rog­gen⁵ her­ge­stellt wur­de. Die Men­schen im Mit­tel­al­ter kon­su­mier­ten die­se Al­ko­ho­li­ka al­ler­dings nicht nur, um sich zu be­rau­schen. Viel­mehr war die Trink­was­ser­qua­li­tät sei­ner­zeit so schlecht, dass un­se­re Vor­fah­ren ih­ren Durst be­reits im Kin­des­al­ter mit etha­nol­hal­ti­gen Flüs­sig­kei­ten still­ten.

Al­ko­hol als Mit­tel der Halt­bar­ma­chung und der Keim­ver­mei­dung ist all­ge­gen­wär­tig. [...] Mit dem Dünn­bier, das man teil­wei­se schon Kin­dern gibt, hat man dem un­hy­gie­ni­schen Was­ser ein Schnipp­chen ge­schla­gen: Sämt­li­che Kei­me und Bak­te­ri­en sind ab­ge­tö­tet.

Hach­en­ba­cher, Ve­ro­ni­que: In den Ton­topf ge­schaut. Von Speis und Trank ab­seits des Schla­raf­fen­lan­des. In: Mi­ro­que Nr. 16 (2014). S. 30.

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Dass frü­her Al­ko­hol­kon­sum nicht gleich kör­per­li­che und see­li­sche Schä­den her­vor­ruft, be­weist auch Fried­rich der Gro­ße. Denn ob­wohl der För­de­rer der deut­schen Auf­klä­rung mit Bier­sup­pe groß­ge­zo­gen wur­de, schaff­te er die Fol­ter im Kö­nig­reich Preu­ßen ab. Zu­dem setz­te sich der ge­lern­te Brau­meis­ter in sei­ner 46-jährigen Re­gie­rungs­zeit für die Re­li­gi­ons­frei­heit⁶ und für die Be­schu­lung der Land­be­völ­ke­rung ein.

Fried­rich II.: Sei­ne kö­nig­li­che Ma­jes­tät höchst selbst ist mit Bier­sup­pe er­zo­gen wor­den. Die Vä­ter kann­ten nur Bier, und das ist das Ge­tränk, das für un­ser Kli­ma passt.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 27.

In Deutsch­land war Al­ko­hol also schon im­mer ein so­zi­al ak­zep­tier­tes Rausch- und Ge­nuss­mit­tel. Auch heu­te ist es hier­zu­lan­de et­was völ­lig Nor­ma­les, wenn sich je­mand be­reits am frü­hen Mor­gen ein Weiß­bier oder ein Glas Sekt be­stellt. Dem­zu­fol­ge ist es kein Wun­der, dass je­der Bun­des­bür­ger jähr­lich rund 1.500,00 Eu­ro⁷ für das flüs­si­ge Zel­len­gift aus­gibt.

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Der Kon­sum von ge­go­re­nen Feld­frucht­säf­ten be­ein­träch­tigt al­ler­dings nicht nur das Seh­ver­mö­gen, son­dern ver­schlech­tert zu­dem noch den Hör- und Ge­ruchs­sinn. Au­ßer­dem dros­selt der Al­ko­hol die Se­xu­al­hor­mon­aus­schüt­tung, wes­halb Be­trun­ke­ne un­ter ei­ner ver­min­der­ten Li­bi­do lei­den.

In Fol­ge kommt es bei Frau­en zu Er­re­gungs­stö­run­gen und dar­aus re­sul­tie­ren­den kör­per­li­chen Fol­ge­er­schei­nun­gen, wie z. B. tro­cke­ner Schei­de, beim Mann kommt es zu Erek­ti­ons­schwie­rig­kei­ten, aber auch zu Or­gas­mus­schwie­rig­kei­ten.

Ate­fie, Kave: Al­ko­hol und Sex. gesundheitsnews.at (10/2018).

Um die­se ne­ga­ti­ve Ne­ben­wir­kung aus­zu­glei­chen, soll­ten Sie Fla­schen mit al­ko­ho­li­schem In­halt aus­schließ­lich in mei­ner auf­rei­zen­den Kor­sett­ver­pa­ckung ver­schen­ken.

Weihnachtsgeschenk für Swinger: Alkoholische Getränke, die in einem Papierkorsett stecken. Das Nussknackermieder steht neben Fimo Lebkuchen, die von der Fine Art Künstlerin Veronika Helga Vetter zubereitet wurden

Da­bei han­delt es sich ge­nau­er ge­sagt um ein ge­schnür­tes Halb­brust­kor­sett, das sich aus Pa­pier re­la­tiv ein­fach nach­bas­teln lässt. Die­ses spe­zi­el­le Reiz­wä­sche­mo­dell wur­de im 17. Jahr­hun­der­t⁸ ent­wi­ckelt, da­mit die da­mals be­gehr­ten Ru­bensfrau­en ihre Lei­bes­fül­le in Form pres­sen konn­ten. Durch das Tra­gen die­ser Un­ter­klei­dung er­hiel­ten die Da­men eine Sand­uhr­fi­gur⁹, die Män­ner auch heu­te noch sehr an­zie­hend fin­den.

Stu­di­en zei­gen au­ßer­dem, dass eine Sand­uhr­fi­gur bei Män­nern bes­ser be­wer­tet wird, als bei­spiels­wei­se eine sport­li­che Fi­gur oder lan­ge Bei­ne.

Kup­sa, Nad­ja: Be­wie­sen: Auf die­se Fi­gur ste­hen Män­ner. woman.at (10/2018).

Die gro­ße Be­son­der­heit mei­nes trä­ger­lo­sen Halb­brust­kor­setts sind die run­den und au­then­tisch aus­se­hen­den Körb­chen. Schnür­mie­der aus Pa­pier ha­ben näm­lich sonst im­mer so­ge­nann­te Bul­let Bras, die in den 1950er Jah­ren¹⁰ in Mode wa­ren. Heu­te fal­len die­se sta­che­li­gen Büs­ten­hal­ter je­doch un­ter die Ka­te­go­rie „Lie­bes­tö­ter”.

Original Dresdner Christstollen handgefertigt. Auf der Weihnachtsfeier der Open Society Foundations überlegen die Honoratoren, wie sie Deutschland mit Moslems und Afrikanern fluten können. Plötzlich kommt der besoffene Jean-Claude Juncker herein. In seinem Arm liegt eine libanesische Kinderprostituierte, die ein Nikolauskorsett trägt

Ne­ben der klas­si­schen Rü­cken­schnü­rung ver­fügt mein wohl­ge­form­tes Pa­pier­mie­der zu­dem über neun an­ge­deu­te­te Kor­sett­stan­gen. Des Wei­te­ren habe ich mein 19 Zen­ti­me­ter brei­tes und 13 Zen­ti­me­ter ho­hes Prä­sent­körb­chen so kon­zi­piert, dass dar­in zwei Pic­co­lo Fla­schen auf­be­wahrt wer­den kön­nen.

Mei­ne wol­lüs­ti­ge Ni­ko­laus­frau­ver­pa­ckung ist also ge­nau das Rich­ti­ge, wenn Sie al­ko­ho­li­sche Ge­trän­ke in der Weih­nachts­zeit auf eine zwei­deu­ti­ge Wei­se ver­schen­ken möch­ten. Al­ler­dings gibt es den hei­ßen Feu­er­was­ser­kar­ton nir­gend­wo zu kau­fen. Viel­mehr müs­sen Sie das Halb­brust­kor­sett selbst bas­teln, was mit mei­nen Scha­blo­nen und der fol­gen­den Bild­an­lei­tung je­doch über­haupt kein Pro­blem sein soll­te.

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Um die schwung­vol­len Pro­por­tio­nen ei­nes Stoff­kor­setts aus Pa­pier dar­stel­len zu kön­nen, muss­te ich ein Ba­sis­ma­te­ri­al ver­wen­den, das so­wohl bieg­sam als auch wi­der­stands­fä­hig ist. Aus die­sem Grund bau­te ich mei­ne Pic­co­lo Box aus ge­präg­ten Ton­pa­pier­ele­men­ten zu­sam­men, die über eine Gram­ma­tur von 130 g/m² ver­füg­ten. Hin­ge­gen die Körb­chen und die Kor­sett­stan­gen be­ton­te ich mit ei­ner farb­lich pas­sen­den Dunisoft-Serviette. Für die auf­wen­di­ge Rü­cken­schnü­rung ka­men vier Mil­li­me­ter gro­ße Ösen und ein Sa­tin­band zum Ein­satz, das 1,2 Zen­ti­me­ter breit war. Au­ßer­dem ver­zier­te ich das weih­nacht­li­che Mie­der mit han­dels­üb­li­cher Baum­woll­wat­te. Als Werk­zeu­ge nahm ich zu­dem eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Eyelet-Setter, ei­nen Acryl­lack, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5) zur Hil­fe.

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Als Ers­tes schnitt ich mir die Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #1 und #2 zu­recht, so­dass ich im An­schluss dar­an vier Ton­pa­pier­ele­men­te vor mir lie­gen hat­te. Gleich da­nach kleb­te ich die bei­den Mie­der­sil­hou­et­ten sym­me­trisch auf­ein­an­der. Dar­auf­hin nahm ich ein Falz­bein zur Hand, um da­mit die ge­stri­chel­ten Li­ni­en auf der Kor­sett­vor­der­sei­te vor­kni­cken zu kön­nen.

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Im nächs­ten Schritt fi­xier­te ich die prä­pa­rier­te Front an ei­ner Bo­den­plat­te. Dann leg­te ich die Kon­struk­ti­on erst ein­mal bei­sei­te.

  • Di­rekt im An­schluss fer­tig­te ich die Rü­cken­ele­men­te von Scha­blo­ne #3 und #4 an. Nach­dem ich die drei Ein­zel­tei­le ge­falzt hat­te, schoss ich ins­ge­samt 14 Lö­cher mit ei­nem Eyelet-Setter in die bei­den Flü­gel ein.
  • Gleich da­nach füll­te ich die eben er­zeug­ten Pa­pier­lü­cken wie­der auf, in­dem ich pas­sen­de Ösen in die Öff­nun­gen ein­setz­te.

Nun kleb­te ich die ver­edel­ten Ober­ma­te­ri­al­stü­cke auf den gro­ßen Kor­sett­rü­cken. Da­bei muss­te ich dar­auf ach­ten, dass die klei­ne­ren Mo­du­le ge­nau auf den ge­zack­ten In­nen­fut­ter­fuß­la­schen sa­ßen. Au­ßer­dem durf­te ich die Me­tall­rin­ge nicht am Un­ter­grund be­fes­ti­gen, da ich mein Mie­der schließ­lich noch ver­schnü­ren woll­te.

Zwischenschrittfoto: Das frauenkörperförmige Gerüst steht stabil. Allerdings fehlen noch die runden Cups, weshalb das Ganze noch wie ein billiges Unterbrustkorsett aussieht

Als Nächs­tes brach­te ich das auf­ge­motz­te Rü­cken­ele­ment eben­falls am Kor­sett­bo­den an. Dar­auf­hin ver­schloss ich mei­ne Ge­schenk­ver­pa­ckung, in­dem ich die bei­den Sei­ten­wän­de mit­ein­an­der ver­kleb­te. Ganz zum Schluss be­fes­tig­te ich dann noch das letz­te man­del­för­mi­ge Mo­dul an der Un­ter­sei­te mei­nes Ge­bil­des, um die un­schö­nen An­kerl­aschen zu ka­schie­ren.

Üppiges Dekolleté ausstaffieren

Im nächs­ten Schritt setz­te ich die run­den Cups in mein Kor­sett ein. Dazu schnitt ich mir zu­nächst ein­mal die Ele­men­te von Scha­blo­ne #5 zu­recht. Nach­dem ich die Pa­pier­stü­cke ge­falzt hat­te, ver­kleb­te ich je­des Ein­zel­teil mit sich selbst, so­dass im An­schluss dar­an vier ge­wölb­te Mo­du­le vor mir la­gen.

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Nun nahm ich das Bau­teil, das ich auf der Vor­la­ge als „rechts au­ßen” be­zeich­net habe, und kleb­te es am rech­ten BH-Stäbchen fest.

  • Gleich da­nach setz­te ich das In­nen­stück in die­sel­be Aus­spa­rung ein. Da­bei be­fes­tig­te ich die eine Sei­te der Kup­pel am Kor­sett­steg, wäh­rend­des­sen ich die an­de­re Hälf­te im be­nach­bar­ten Halb­körb­chen ver­schwin­den ließ.

Nach dem glei­chen Prin­zip füll­te ich dann auch die lin­ke Büs­te auf.

Rot-schwarzes Halbbrustkorsett aus Papier. Ausstellungsstück von der Dessous-Messe "Eros & Amore" in Wien. Designerin: Veronika Helga Vetter (Bayern). Schätzwert: $12.400

Um die Über­gän­ge zu ka­schie­ren und da­mit mein Kor­sett eine gleich­mä­ßi­ge Sil­hou­et­te er­hielt, ver­klei­de­te ich bei­de Körb­chen nun noch mit ei­ner hoch­wer­ti­gen Dunisoft-Serviette. Da­bei de­ko­rier­te ich die Brust­stüt­zen nicht nur au­ßen, son­dern auch in­nen, so­dass der Be­schenk­te bei ei­nem Blick ins De­kol­le­té kei­ne un­schö­nen Kle­be­rän­der zu Ge­sicht be­kommt.

Enge Schnürung für heiße Kurven

Nach­dem ich die Scha­blo­nen­ar­beit er­folg­reich be­en­det hat­te, muss­te ich nun noch die Ver­zie­rungs­ele­men­te an­brin­gen. Dazu schnitt ich mir als Ers­tes elf Ser­vi­et­ten­strei­fen zu­recht, die je­weils 0,5 Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

Bildcollage: Bevor das aufreizende Halbbrustkorsett seine Schnürung erhält, sollte Acryllack auf die Reizwäsche aufgetragen werden. Durch die Versiegelung kann aufgespritztes Ejakulat nämlich nicht in die Materialstruktur eindringen. Außerdem erzeugt die Plastikschicht auf dem Mieder einen verführerischen Glanz. Kostenlose Bastelanleitung von Veronika Helga Vetter - Sexpertin und Stiefschwester von Lilo Wanders

Im An­schluss dar­an de­ko­rier­te ich mein Mie­der mit neun ver­ti­ka­len Kor­sett­stan­gen. Hin­ge­gen mit den letz­ten bei­den Bah­nen ka­schier­te ich die rund­li­chen Über­gän­ge, die sich an den Körb­chen­un­ter­sei­ten be­fan­den.

  • Gleich da­nach strich ich mein Klei­dungs­stück von oben bis un­ten mit Acryl­lack ein. Dar­auf­hin leg­te ich das matt glän­zen­de Kor­sett 30 Mi­nu­ten lang zum Trock­nen.
  • Als die Ver­sie­ge­lung nach ei­ner hal­ben Stun­de aus­ge­här­tet war, fä­del­te ich ein 70 Zen­ti­me­ter lan­ges Sa­tin­band so durch die Ösen, dass auf der Rück­sei­te des künst­li­chen Frau­en­ober­kör­pers eine sau­be­re Kreuz­schnü­rung ent­stand.

Ganz zum Schluss er­hielt mein Sekt­fla­schen­kar­ton ein weih­nacht­li­ches Äu­ße­res, in­dem ich wei­ße Baum­woll­wat­te an den Mo­ti­ven­den an­brach­te. Nach­dem ich dann noch eine gro­ße Schlei­fe am Kor­sett­steg fest­ge­klebt hat­te, war mei­ne Mi­ni­reiz­wä­sche auch schon be­reit dazu, um mit ed­len Tröpf­chen be­füllt zu wer­den.

Friede durch Flüssigbrot und Spiele

Bier, Wein, Sekt und Spi­ri­tuo­sen si­chern den so­zia­len Frie­den in Deutsch­land. Denn so­lan­ge der Al­ko­hol in Strö­men fließt, ge­hen die Men­schen hier­zu­lan­de trotz Woh­nungs­man­gel, Pfle­ge­not­stand, Mas­sen­mi­gra­ti­on und dro­hen­der Al­ters­ar­mut je­den Tag ar­bei­ten. Wit­zi­ger­wei­se wa­ren un­se­re Vor­fah­ren in die­ser Be­zie­hung auch nicht bes­ser. So wis­sen wir dank ei­nes alt­rö­mi­schen His­to­ri­kers na­mens Ta­ci­tus, dass es in den Ger­ma­nen­stäm­men im Prin­zip nur dann krach­te, wenn kei­ne Rausch­mit­tel zur Ver­fü­gung stan­den.

Da­bei hat­te Ta­ci­tus [...] kon­sta­tiert, dass die fremd­ar­ti­gen Geg­ner mit Käl­te und Hun­ger zwar bes­tens fer­tig wur­den, auf Bier­ent­zug aber äu­ßerst emp­find­lich re­agier­ten.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 24.

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Um Volks­auf­stän­de zu ver­hin­dern, muss Al­ko­hol in Deutsch­land nicht nur stets ver­füg­bar, son­dern auch be­son­ders güns­tig sein, da­mit alle Ein­kom­mens­schich­ten das be­ru­hi­gen­de Zel­len­gift re­gel­mä­ßig kon­su­mie­ren kön­nen.

Sie fin­den, dass ich über­trei­be? Wie Sie zwei­fel­te auch mein ge­lieb­ter Bay­ern­kö­nig Lud­wig I. an die­sem Fak­tum. Ohne über die Fol­gen nach­zu­den­ken, ließ sei­ne Ma­jes­tät im Jah­re 1844 den da­mals noch ein­heit­li­chen Bier­preis um ei­nen Pfen­ni­g¹¹ er­hö­hen, was prompt dazu führ­te, dass ein wü­ten­der Mob durch Mün­chen zog und die Re­si­denz­stadt in ein Schlacht­feld ver­wan­del­te.

Der Mon­arch muss­te klein bei­geben, nach­dem sich das Mi­li­tär wei­ger­te, ge­gen die „Bier­re­vo­lu­tio­nä­re” vor­zu­ge­hen.

Lim­bourg, Pe­ter: Kommt der Bier­preis­de­ckel? Der Münch­ner Bier­krieg schäumt über. dw.com (10/2018).

Funny Picture: Santa Claus stuck in the Chimney, so he can't take his leaving Food. Celebrating Christmas with Children. Crafting ideas, recipes and games provided by the Educational Scientist Veronika Vetter

Ob­wohl bil­li­ge be­rau­schen­de Flüs­sig­kei­ten un­se­re Ge­sell­schaft zu­sam­men­hal­ten, gibt es tat­säch­lich Brand­stif­ter, die ei­nen Min­dest­preis¹² für Al­ko­hol for­dern. Doch zum Glück ha­ben wir hier­zu­lan­de eine re­prä­sen­ta­ti­ve De­mo­kra­tie. Und so­lan­ge selbst grü­ne Spaß­brem­sen wie Dr. An­ton Hof­rei­ter die Wir­kung von Rum¹³ und Rauch­bier¹⁴ zu schät­zen wis­sen, wird die Bun­des­re­pu­blik ein Land blei­ben, in dem wir viel­leicht nicht gut aber zu­min­dest ger­ne le­ben.

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¹Rau, Ha­rald & Cor­ne­lia Dehner-Rau: Raus aus der Sucht­fal­le! Wie Sie sich aus Alkohol- und Me­di­ka­men­ten­ab­hän­gig­keit be­frei­en und neue Stär­ken ent­de­cken. Stutt­gart: TRIAS Ver­lag 2009.
²Jo­han­nes 15,1: Der wah­re Wein­stock. bibel-online.net (10/2018).
³Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 25.
⁴S­terzl, An­ton: Die Kraft zur Blü­te: kas.de (PDF) (10/2018).
⁵Beckers-Dohlen, Clau­dia & Si­mo­ne Baße: Markt, Tur­nier und All­tags­le­ben im Mit­tel­al­ter. Greiz: Kö­nig Com­mu­ni­ca­ti­on 2000.
⁶Queb­be­mann, Brit­ta: Im­ma­nu­el Kant und die Auf­klä­rung. In: Kar­fun­kel Nr. 132 (2018). S. 41.
⁷T­öd­ter, Re­gi­na: Die 50 bes­ten Al­ko­hol­kil­ler. Stutt­gart: TRIAS Ver­lag 2015.
⁸VEIBZ: Schön­heits­idea­le im Lau­fe der Ge­schich­te: Von der An­ti­ke bis in die 90er Jah­re. youtube.com (10/2018).
⁹Gior­get­ta, Ma­da­lin: ZAFUL Ho­nest Bi­ki­ni Re­view. youtube.com (10/2018).
¹⁰G­la­mour Ma­ga­zi­ne: 100 Ye­ars of Women’s Un­der­we­ar. youtube.com (10/2018).
¹¹­Rich­ter, Ste­pha­nie: „Bier­re­vo­lu­ti­on” und „Bier­krieg”. In: Mi­ro­que Edi­ti­on Nr. 14 (2015). S. 19.
¹²Brei­nig, Kers­tin: Sucht­ex­per­ten ist Al­ko­hol zu bil­lig. Schot­ti­sche Prei­se als Vor­bild? tagesschau.de (10/2018).
¹³Sch­wet­je, Son­ja: Frust bei „Pralinen-Toni”. Hof­rei­ter findet’s „am schlimms­ten mit Frau Mer­kel”. n-tv.de (10/2018).
¹⁴­Schmid, Ger­hard: Gly­pho­sat­frei­es Bier. gruene-bamberg.de (10/2018).

Schultasche aus Papier basteln - Lederoptik durch Kaffee

Fast in der ge­sam­ten Eu­ro­päi­schen Uni­on be­gin­nen die Schu­len um acht Uhr mor­gens. Die­se un­christ­li­che Zeit wur­de ir­gend­wann wäh­rend der ers­ten in­dus­tri­el­len Re­vo­lu­ti­on fest­ge­legt, um das Ta­ges­licht voll­stän­dig aus­nut­zen zu kön­nen. Heu­te wis­sen wir, dass der frü­he Un­ter­richts­be­ginn die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit hemmt und Fett­lei­big­keit¹ för­dert. Lei­der kann die ers­te Schul­stun­de nicht nach hin­ten ver­legt wer­den, da sonst die be­währ­ten Fahr­plä­ne des öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs ge­än­dert wer­den müss­ten, was in un­se­rer ma­kel­lo­sen frei­heit­li­chen de­mo­kra­ti­schen Grund­ord­nung nicht mög­lich ist.

Die Län­der war­nen au­ßer­dem vor dem Auf­wand, der ent­ste­hen wür­de, wenn die Fahr­plä­ne des Nah­ver­kehrs an­ge­passt wer­den müss­ten.

Padt­berg, Ca­ro­la: War­um die ers­te Stun­de für Ju­gend­li­che Fol­ter ist. spiegel.de (07/2017).

Bild von brauner Lederschultasche aus Papier. Hautfreundlich wie aus der Taurus Lederwerkstatt ideal für Freie Waldorfschulen. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZum Glück gibt es köst­li­chen Kaf­fee. Denn wäh­rend­des­sen die glück­li­chen Schü­ler aus Süd­eu­ro­pa fast täg­lich sanft von der war­men Son­ne wach­ge­küsst wer­den, müs­sen wir hier­zu­lan­de ein na­tür­li­ches Auf­putsch­mit­tel zu uns neh­men, um ei­ni­ger­ma­ßen fit für den Un­ter­richts­be­ginn zu sein. Je nörd­li­cher ein Mit­glieds­staat in der EU liegt, umso hö­her ist dort der Kaf­fee­ver­brauch. Wäh­rend uns Deut­schen in der Re­gel ein Täss­chen zum Wach­wer­den ge­nügt, müs­sen die Fin­nen in ih­rer kal­ten und zu­meist dau­er­dunk­len Tris­tesse fast dop­pelt so viel Röst­kaf­fee trin­ken, um ihre ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten im glei­chen Maße für das früh­mor­gend­li­che Ler­nen zu ak­ti­vie­ren.

Spit­zen­rei­ter in Eu­ro­pa sind die Fin­nen, die mit durch­schnitt­lich gut 12 Kilo Kaf­fee pro Kopf und Jahr deut­lich auf Rang 1 lie­gen. Und auch in Nor­we­gen trinkt man mit rund 9 Kilo pro Jahr be­son­ders ger­ne Kaf­fee. [...] Deutsch­land liegt im Mit­tel­feld und mit 7 Kilo Kaf­fee pro Bun­des­bür­ger [...].

Rici, Vik­to­ria: Im Nor­den Eu­ro­pas trinkt man be­son­ders viel Kaf­fee. kaffee-profis.de (07/2017).

Das Kof­fe­in im Kaf­fee stei­gert näm­lich er­wie­se­ner­ma­ßen die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und schärft die Sin­ne. Die sind wie­der­um nicht nur beim Ler­nen wich­tig, son­dern auch wenn Sie mei­ne selbst ge­bas­tel­te Schul­ta­sche in Ih­ren Hän­den hal­ten.

Neu­ro­wis­sen­schaft­ler An­dre­as Bau­er sagt: „In an­ge­mes­se­nen Men­gen führt Kof­fe­in tat­säch­lich zu ei­ner vor­über­ge­hen­den Ver­bes­se­rung der Konzentrations- und Leis­tungs­fä­hig­keit.“

Mül­ler, Ma­ria: Kaf­fee in Ma­ßen er­höht Leis­tungs­fä­hig­keit. berliner-zeitung.de (07/2017).

Collage mit Bildern eines Pausenhofs: Vor den Schultaschen liegen Zigaretten, Kondome, Alkohol und islamistische Symbole. Inspiriert von der Theodor-König-Gesamtschule Duisburg. Arrangiert von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Schließ­lich ist die ge­räu­mi­ge Bü­cher­ta­sche durch ihr ele­gan­tes Äu­ße­res ein ganz be­son­de­rer Au­gen­schmaus. Des Wei­te­ren sorgt die knitt­ri­ge Le­der­op­tik für eine ein­zig­ar­ti­ge Hap­tik. Und auf­grund des­sen, dass auf­ge­brüh­ter Röst­kaf­fee für das Ge­samt­bild der Kom­bi­map­pe ver­ant­wort­lich ist, duf­tet die wie­der­ver­schließ­ba­re Ge­schenk­ver­pa­ckung zu­dem auf­re­gend nach La­tein­ame­ri­ka.

Bild von Maus mit Erstklässlermütze, die mit Sunkist in der Schultasche in das Maximiliansgymnasium geht. Bastelarbeit von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDenn von dort im­por­tie­ren wir un­se­ren Mun­ter­ma­cher haupt­säch­lich. Wit­zi­ger­wei­se wür­den in Bra­si­li­en, Ko­lum­bi­en und Peru wahr­schein­lich über­haupt kei­ne Ara­bi­ca Kaf­fee­boh­nen an­ge­baut wer­den, hät­ten die Eu­ro­pä­er die wert­vol­len Früch­te im 18. Jahr­hun­dert nicht in der Neu­en Welt eta­bliert. Den An­fang mach­te der Ma­ri­ne­of­fi­zier Gabriel-Mathieu de Clieu im Jah­re 1720, als er die ers­te Kaf­fee­pflan­ze auf die Ka­ri­bik­in­sel Mar­ti­ni­que brach­te, die auch heu­te noch zu Frank­reich ge­hört.

Ga­bri­el Ma­thieu de Clieu is the one who holds the most credit for ac­tual­ly to brin­ging cof­fee into the New World. Ga­bri­el, a na­val of­fi­cer, be­lie­ved that cof­fee would grow well in the warm tem­pe­ra­te re­gi­ons of Mar­ti­ni­que and in 1720, set sail for the French co­lo­ny.

Ri­ve­ra, Jo­seph: Histo­ry of Cof­fee. coffeechemistry.com (07/2017).

Bild von geöffneter Schultasche von Pepe Nietnagel aus der Filmreihe: Die Lümmel von der ersten Bank. Idee des Arrangements von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinKurz dar­auf pflanz­ten auch die Spa­ni­er und die Por­tu­gie­sen die ro­ten kof­fe­in­hal­ti­gen Stein­früch­te in ih­ren Ko­lo­ni­en an und so kam es, dass ge­trock­ne­te Kaf­fee­boh­nen in Süd­ame­ri­ka plötz­lich zum Ex­port­schla­ger wur­den. Sei­nen ei­gent­li­chen Ur­sprung hat Kaf­fee al­ler­dings im Mor­gen­land, wes­halb er am Mor­gen auch be­son­ders gut schmeckt. Als das schwar­ze Pul­ver im 17. Jahr­hun­dert aus dem Ori­ent nach Ve­ne­dig kam, hat­ten die gläu­bi­gen Ka­tho­li­ken zu­nächst gro­ße Angst vor dem Heiß­ge­tränk.

Man­che der an­säs­si­gen Pries­ter gin­gen so­gar da­von aus, dass Kaf­fee die bit­te­re Er­fin­dung Sa­tans sei, und sa­hen den Ge­nuss des Ge­bräus des­halb als un­christ­lich an. Zu mei­nem Glück war Papst Cle­mens VIII. je­doch so von der brau­nen Teu­fels­brü­he be­geis­tert, dass er den Kaf­fee­kon­sum in sei­nem Reich zu­ließ. Sonst wüss­te ich heu­te nicht, wie ich mei­nen lu­xu­riö­sen Pa­pier­schul­ta­schen eine raue Le­der­op­tik ver­lei­hen soll­te.

Some peop­le re­ac­ted to this new be­verage with sus­pi­ci­on or fear, cal­ling it the “bit­ter in­ven­ti­on of Sa­tan.” [...] The con­tro­ver­sy was so gre­at that Pope Cle­ment VIII was as­ked to in­ter­vene. He de­ci­ded to tas­te the be­verage for him­s­elf be­fo­re ma­king a de­cisi­on, and found the drink so sa­tis­fy­ing that he gave it pa­pal ap­pro­val.

Auf­fer­mann, Kyra: The Histo­ry of Cof­fee. ncausa.org (07/2017).

Picture of Homemade School Shoulder Bag out of Paper. Template by Leather Wolf. Tutorial by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Mei­ne ge­räu­mi­ge Kom­bi­map­pe im Re­tro­de­sign ist 16 Zen­ti­me­ter lang, 11 Zen­ti­me­ter hoch und acht Zen­ti­me­ter breit. Möch­ten Sie auch bald eine sol­che aus Kaf­fee her­ge­stell­te Ge­schenk­ta­sche in Ih­ren Hän­den hal­ten? Dann ver­ra­te ich Ih­nen in der fol­gen­den An­lei­tung, wie ich beim An­fer­ti­gen mei­ner char­man­ten Pa­pier­le­der­ta­sche vor­ge­gan­gen bin.

Schultasche basteln - die Vorbereitung

Bild von braunem geknülltem Tonpapier, welches gleich in Kaffee gebadet wirdZum Bas­teln ei­ner klas­si­schen Schul­ta­sche ver­wen­de­te ich haupt­säch­lich Ton­pa­pier in zwei ver­schie­de­nen Braun­tö­nen. Hin­ge­gen für die Ver­zie­run­gen nahm ich reh­brau­nes Krepp­pa­pier so­wie brau­ne Acryl­far­be zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser, eine gro­ße Schüs­sel mit ge­koch­tem Kaf­fee und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8) zu­recht­le­gen.

Bild von braunem Tonpapier mit einer Grammatur von 130 g/m², das in einem Kaffeebad liegtIch kon­zi­pier­te mei­ne Schul­ta­sche so, dass je­des Bau­teil aus ei­ner hell­brau­nen In­nen­sei­te und aus ei­ner dun­kel­brau­nen Au­ßen­sei­te be­steht. Des­halb fer­tig­te ich zu­nächst alle Ein­zel­tei­le von den Scha­blo­nen in mei­nen bei­den Braun­tö­nen an. Wich­tig: Auf­grund des­sen, dass die Au­ßen­sei­ten durch das Kaf­fee­bad klei­ner wer­den, schnitt ich die dun­kel­brau­nen Ele­men­te un­ge­fähr 0,5 Zen­ti­me­ter grö­ßer zu­recht. Dar­auf­hin koch­te ich han­dels­üb­li­chen Fil­ter­kaf­fee und gab die­sen in eine gro­ße Schüs­sel.

  • Gleich da­nach knautsch­te ich sämt­li­che Au­ßen­sei­ten zu klei­nen Ku­geln.

Bild von zwei braunen Tonpapierstücken. Das dunklere Element wurde in Kaffee gebadetIm nächs­ten Schritt bü­gel­te ich die knitt­ri­gen Ein­zel­tei­le mit mei­nen Hän­den wie­der glatt. Nun gab ich eine dun­kel­brau­ne Au­ßen­sei­te nach der an­de­ren in das war­me Kaf­fee­bad. Im­mer wenn ein Pa­pier­stück voll­stän­dig mit dem Heiß­ge­tränk be­deckt war, ent­nahm ich es der Schüs­sel, ließ es kurz ab­trop­fen und leg­te es an­schlie­ßend zum Trock­nen. Tipp: Um die Flüs­sig­keit schnel­ler wie­der aus dem Ton­pa­pier zu be­kom­men, gab ich mei­ne Bau­tei­le bei 100 Grad Cel­si­us für zehn Mi­nu­ten in den Back­ofen. Da­mit hat­te ich die Ar­bei­ten zum Er­zeu­gen der der­ben Le­der­op­tik be­reits ab­ge­schlos­sen.

Das Grundgerüst der Papierschultasche basteln

Nach­dem die in Kaf­fee ge­tränk­ten Ele­men­te völ­lig ge­trock­net wa­ren, schnitt ich die­se nicht nur auf die ex­ak­te Grö­ße ih­rer In­nen­sei­ten­pen­dants zu, son­dern kleb­te bau­glei­che Ein­zel­tei­le auch im­mer gleich sym­me­trisch auf­ein­an­der. Da­durch hat­te je­des mei­ner Bau­tei­le eine Gram­ma­tur von 260 g/m² so­wie eine hel­le In­nen­sei­te und eine led­ri­ge Au­ßen­sei­te.

Collage mit Anleitungsschritten: Zusammenbau einer rechteckigen Papierschultasche. Fotos von Schulmeisterin Veronika Vetter

Zu­nächst falz­te ich die Knick- und Kle­be­li­ni­en der Mit­tel­wand von Scha­blo­ne #2 und kleb­te die­se gleich da­nach mit­tig auf das Bo­den­ele­ment von Scha­blo­ne #1.

  • Als Nächs­tes mon­tier­te ich die bei­den Sei­ten­tei­le von Scha­blo­ne #3 in­nen am Bo­den und an der Mit­tel­wand.
  • Im nächs­ten Schritt be­rei­te­te ich die Vor­der­sei­te von Scha­blo­ne #4 und die Rück­sei­te von Scha­blo­ne #5 vor. Dazu falz­te ich als Ers­tes wie­der sämt­li­che Knick- und Kle­be­li­ni­en. Di­rekt im An­schluss nahm ich ein schar­fes Bas­tel­mes­ser zur Hand und schnitt da­mit die Ver­an­ke­rungs­stel­len für den Ta­schen­de­ckel und die bei­den Front­täsch­chen frei.

Dar­auf­hin stell­te ich das Grund­ge­rüst der Schul­ta­sche fer­tig, in­dem ich die prä­pa­rier­te Ta­schen­vor­der­sei­te und die Rück­sei­te an den Sei­ten und in­nen am Bo­den be­fes­tig­te.

Edle Ledertasche erhält Gürtelschnallenverschluss

Zum An­brin­gen der schi­cken Front­täsch­chen fä­del­te ich zu­erst ein­mal die bei­den ge­zack­ten Ab­stand­hal­ter von Scha­blo­ne #6 nach dem Fal­zen durch die u-förmigen Ver­an­ke­rungs­stel­len in der Ta­schen­vor­der­sei­te.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: An einer braunen Schultasche werden die beiden Fronttaschen und der Gürtelschnallenverschluss angebracht. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin, inspiriert durch Leder Wolf

Un­mit­tel­bar da­nach kleb­te ich die Ab­stand­hal­ter in­nen an der Rück­wand der ein­ge­schnit­te­nen Ta­schen­front fest.

  • Als Nächs­tes ver­klei­de­te ich die u-förmigen Ab­stand­hal­ter vor­ne mit zwei wap­pen­för­mi­gen Plat­ten, die sich eben­falls auf Scha­blo­ne #6 be­fin­den.
  • Auf die­se bei­den groß­flä­chi­gen Plat­ten kleb­te ich da­nach wie­der­um die klei­nen Gür­tel­schnal­len­ver­schlüs­se von der­sel­ben Scha­blo­ne.

Hin­weis: Beim Be­fes­ti­gen die­ser Ver­schlüs­se ach­te­te ich pe­ni­bel dar­auf, dass ich die mitt­le­ren ho­ri­zon­ta­len Bal­ken der bei­den Acht­ecke nicht am Un­ter­grund fi­xier­te. Dies war des­halb wich­tig, da sich spä­ter die Ver­schluss­schnal­len auf dem De­ckel sonst nir­gend­wo durch­fä­deln las­sen.

Schultaschendeckel verfügt über handfreundlichen Griff

Bild von geöffneter und Scharia konformer Schultasche aus Papier. Empfohlen für Koranschüler ab neun Jahren

Apro­pos De­ckel, die­ses groß­flä­chi­ge Bau­teil von Scha­blo­ne #7 fä­del­te ich durch die Ver­an­ke­rungs­stel­le in der Ta­schen­rück­sei­te. Als ich das Ele­ment dann im In­ne­ren der Ta­sche fi­xiert hat­te, kleb­te ich noch das recht­ecki­ge Adress­schild von der­sel­ben Scha­blo­ne auf die glat­te De­cke­lin­nen­sei­te. Als Nächs­tes bau­te ich mir aus den vie­len Ein­zel­tei­len von Scha­blo­ne #8 ei­nen Tra­ge­griff, zwei lan­ge Ver­schluss­la­schen und ein recht­ecki­ges Na­mens­schild.

Auf­grund des­sen, dass der Griff und das Schild le­dig­lich Ver­zie­run­gen sind, spiel­te es über­haupt kei­ne Rol­le, wo ich die­se bei­den Ac­ces­soires au­ßen am De­ckel be­fes­tig­te. Hin­ge­gen muss­te ich vor dem An­kle­ben der Ver­schluss­bän­der dar­auf ach­ten, dass die­se bei zu­ge­klapp­tem Ta­schen­de­ckel ex­akt über den acht­ecki­gen Gür­tel­schnal­len la­gen, um die Schul­ta­sche auch wirk­lich ver­schlie­ßen zu kön­nen. Zu gu­ter Letzt hübsch­te ich mei­ne Kom­bi­map­pe noch ein we­nig auf, in­dem ich sämt­li­che Kan­ten mit brau­nem Krepp­pa­pier ver­klei­de­te. Des Wei­te­ren mal­te ich hier und da schma­le Näh­te mit­hil­fe ei­ner dun­kel­brau­nen Acryl­far­be auf.

Fazit: Viel Kaffee bedeutet viel Erfolg in der Schule

Picture of Leather Shoulder Bag made of Paper. Perfect for for Montessori School or Madrasa. Free Template by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistMei­ne klei­ne Le­der­schul­ta­sche ist prin­zi­pi­ell ein ein­fa­ches Mo­tiv, wel­ches je­doch sehr auf­wen­dig zu bas­teln ist. Durch die vie­len Vor­be­rei­tungs­schrit­te be­nö­tig­te ich un­ge­fähr sechs Stun­den, bis ein nach Röst­kaf­fee duf­ten­des Täsch­chen vor mir stand. Ne­ben der auf­re­gen­den Hap­tik bin ich vor al­lem von der Sta­bi­li­tät der Bü­cher­ta­sche be­geis­tert. Es ist pro­blem­los mög­lich, Prä­sen­te bis zwei Ki­lo­gramm in der ge­räu­mi­gen Ge­schenk­ta­sche auf­zu­be­wah­ren.

Üb­ri­gens gibt es kein bes­se­res Bas­tel­mo­tiv als eine Schul­ta­sche, um mit der Kaf­fee­le­der­tech­nik zu ar­bei­ten. Denn Er­folg in der Schu­le hängt ganz klar vom Kaf­fee­kon­sum ab. Oder wie ist es sonst zu er­klä­ren, dass die fin­ni­schen Kaf­fee­fe­ti­schis­ten in je­der PISA-Studie ei­nen Spit­zen­platz be­le­gen? Die­se fin­di­gen Skan­di­na­vi­er ha­ben ihr Er­folgs­ge­heim­nis so­gar gleich ge­setz­lich ver­an­kert. So hat näm­lich je­der Fin­ne das Recht täg­lich wäh­rend der Ar­beits­zeit zwei Kaf­fee­pau­sen ein­zu­le­gen.

Die Fin­nen lie­ben Kaf­fee. Er scheint über­le­bens­wich­tig zu sein [...]. Je­dem Fin­nen ste­hen im Büro per Ge­setz zwei „kah­vi­paus­si“ von je­weils 15 Mi­nu­ten zu. Des­we­gen wird hier auch der meis­te Kaf­fee ge­trun­ken.

Hock, Sven: Welt­weit höchs­ter Kaf­fee­kon­sum in Finn­land. servicepartner.one (07/2017).

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¹Krü­ger, Jörg: Ist ein frü­her Un­ter­richts­be­ginn schäd­lich für mein Kind? koelnerprivatschule.de (07/2017).

Clutch basteln: Geschenke im Monster High Design verpacken

Frau­en mit Clutch sind cha­rak­ter­stark und wis­sen, was sie wol­len. Dies liegt dar­an, dass die klei­ne hen­kel­lo­se Hand­ta­sche zu­meist das haut­enge Abend­kleid un­ter­strei­chen soll, wel­ches die selbst­be­wuss­te Trä­ge­rin pas­send zu ih­ren reiz­vol­len Schu­hen ge­wählt hat. Das ge­rin­ge Platz­an­ge­bot in ei­ner Clutch er­for­dert von den Fa­shio­nis­tas zu­dem ein ge­wis­ses Maß an Ri­si­ko­be­reit­schaft und den Wil­len, auf ge­wohn­ten Kom­fort zu ver­zich­ten.

Bild von selbst gebastelter Clutch als Muttertagsgeschenkverpackung mit Rocher von Ferrero. Idee von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinBe­vor ich mei­ne Mi­ni­hand­ta­sche ent­warf, such­te ich nach ei­ner Power­frau mit fe­mi­ni­nem Aus­se­hen, die auf­grund ih­rer Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten prä­de­sti­niert da­für ist Clut­ches (eng­lisch clutch bags) zu tra­gen. Bei mei­ner Re­cher­che stieß ich auf Dra­cu­lau­ra von der Mons­ter High. Die auf­ge­weck­te Toch­ter von Graf Dra­cu­la ist ein ve­ge­ta­ri­scher Vam­pir mit ei­nem ras­si­gen Ak­zent und ei­nem to­tal coo­len Mo­de­stil.

I’m six­te­en hund­red ye­ars old, I’m a ve­ge­ta­ri­an vam­pi­re [...].

Mons­ter High: Dra­cu­lau­ra | Meet The Ghouls | Mons­ter High. youtube.com (05/2017).

Ne­ben Dra­cu­lau­ras Mi­ni­kleid­chen mit Rü­schen­kra­gen ge­fal­len mir vor al­lem die Far­ben ih­res Out­fits. Aus die­sem Grund habe ich mei­ne selbst ge­bas­tel­te Clutch der klei­nen Vam­pi­rin ge­wid­met.

Picture of self-made paper clutch bag. Monster High style (Draculaura) with cosmetics for girls. Crafted by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Po­chet­tes (deutsch Brief­ta­schen) hie­ßen klei­ne Da­men­hand­ta­schen, in de­nen die mo­de­be­wuss­ten Frau­en der 1920er Jah­re ihre Kos­me­tik und ihre Wert­sa­chen mit sich tru­gen.

Wo­men car­ri­ed „po­chet­tes”, a clutch fea­turing geo­metric mo­tifs, which they car­ri­ed ca­sual­ly un­der their arms, it came into main­stream fa­shion.

Feng, De­sen: The Histo­ry of Evening Bags and Clut­ches. hunghee.com (05/2017).

Collage mit Bildern von Veronika Vetter, die Clutches zum Nachbasteln in den Händen hält

Zehn Jah­re spä­ter ent­stand aus der Po­chet­te die Clutch, wel­che nicht mehr nur eine simp­le Auf­be­wah­rungs­ta­sche, son­dern zu­gleich ein gla­mou­rö­ses Mo­de­ac­ces­soire war. Al­ler­dings konn­ten nicht alle Frau­en gleich et­was mit den Mi­nitäsch­chen an­fan­gen. Als der Künst­ler Andy War­hol sei­ner Muse Isa­bel­le Duf­res­ne die be­gehr­te Her­mès Black Box Ver­rou Clutch schenk­te, soll die­se die neu­ar­ti­ge Hand­ta­sche gleich wie­der um­ge­tauscht ha­ben.

Ori­gi­nal­ly cal­led the Ver­rou clutch, it was trans­for­med and re­de­si­gned af­ter Andy Warhol’s muse, Ul­tra Vio­let, re­tur­ned the clutch to Her­mès, com­p­lai­ning about the ori­gi­nal de­sign.

An­ony­mous: Her­mès Long Wal­let Clutch. baghunter.com (05/2017).

Bild von essence Kosmetik in einer selbst gebastelten Clutch im Monster High Design für coole Mädchen. Arrangement von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDa­mit mei­ne selbst ge­bas­tel­te Clutch im Mons­ter High De­sign nicht wie­der zu­rück­ge­bracht wird, soll­te sie ne­ben dem schi­cken Aus­se­hen auch noch ei­nen Nut­zen ha­ben. Des­halb habe ich das auf­fal­len­de Mi­nitäsch­chen als Ge­schenk­ver­pa­ckung kon­zi­piert. Die durch­dach­te Clutch ist wie­der­ver­schließ­bar und hat an je­der Sei­te eine statt­li­che Gram­ma­tur von 390 g/m². Da­durch las­sen sich mit der Pa­pier­ta­sche ori­gi­nel­le Ge­schenksets mit Pfle­ge­pro­duk­ten für die bes­te Freun­din oder die Mama zum Mut­ter­tag zu­sam­men­stel­len. Au­ßer­dem habe ich noch eine In­nen­ta­sche für eine Gruß­kar­te oder ei­nen Gut­schein ein­ge­baut.

Hin­ge­gen wer als Dra­cu­lau­ra zur Hal­lo­ween­par­ty geht, der kann mit der gru­se­li­gen Clutch na­tür­lich auch ein­fach nur sein Out­fit ab­run­den.

Bild von Monster High Clutch für Mädchen. Fan-Art von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Da­mit die Clutch auch un­ter zar­te Mäd­chen­ar­me passt, ist die Pa­pier­ta­sche le­dig­lich 22 Zen­ti­me­ter lang, 4 Zen­ti­me­ter breit und 15 Zen­ti­me­ter hoch. In der fol­gen­den Bas­tel­an­lei­tung sage ich Ih­nen nun, wie Sie im Hand­um­dre­hen selbst zu Ih­rer ei­ge­nen Mi­ni­ta­sche kom­men.

Clutch aus Papier basteln - Anleitung

Bild von Monster High Clutch für Halloween. Fan-Art gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZum Bas­teln der Hand­ta­sche habe ich Ton­pa­pier in drei un­ter­schied­li­chen Far­ben ver­wen­det. Au­ßer­dem nahm ich für die De­ko­ra­tio­nen schwar­zes Krepp­pa­pier, Glit­ter und un­ter­schied­li­che Acryl­far­ben zur Hil­fe. Für den Ver­schluss ka­men zu­dem ein Ma­gnet­band und drei Knopf­ma­gne­ten zum Ein­satz. Als Bas­tel­werk­zeu­ge soll­ten Sie sich dar­über hin­aus eine Sche­re, ein Bas­tel­mes­ser, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne zwölf DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10 /#11 /#12) zu­recht­le­gen.

  • Farb­hin­weis: Jede Sei­te der Clutch be­steht aus drei Ton­pa­pier­la­gen. Wäh­rend­des­sen Sie da­durch für die Wand­mit­ten so­gar Pa­pier­res­te ver­wen­den könn­ten, soll­ten Sie beim Zu­sam­men­kle­ben im­mer über­le­gen, wel­che Far­be nach in­nen und wel­che nach au­ßen zei­gen soll.

Bild vom Verkleben des Taschenbodens, der aus drei Tonpapierlagen bestehtIch star­te­te mit dem Ta­schen­bo­den von Scha­blo­ne #1. Nach­dem ich die drei Strei­fen in mei­nen Far­ben aus­ge­schnit­ten und vor mir lie­gen hat­te, be­gann ich mit dem Auf­ein­an­der­kle­ben. Hin­weis: Der schmals­te Strei­fen ist für die Au­ßen­sei­te des Bo­dens. Die­sen kleb­te ich so auf die bei­den grö­ße­ren, dass der Ab­stand zu den Rän­dern an al­len Sei­ten gleich war. Di­rekt im An­schluss fer­tig­te ich die gro­ße Vor­der­sei­te von Scha­blo­ne #2 an. Auch hier kleb­te ich zu­nächst die bei­den Ein­zel­tei­le zur Ver­stär­kung sym­me­trisch auf­ein­an­der.

Bild von Taschenvorderseite mit Magnetstreifen, die am Boden festgeklebt ist Gleich da­nach falz­te ich die un­te­re Kle­be­lasche des Ele­ments und brach­te an­schlie­ßend ei­nen neun Zen­ti­me­ter lan­gen Ma­gnet­strei­fen (sie­he Scha­blo­ne) an. Im nächs­ten Schritt kleb­te ich die prä­pa­rier­te Vor­der­sei­te dann so auf die Bo­den­plat­te, dass der Ma­gnet­strei­fen nach in­nen zeig­te. Dar­auf­fol­gend schnitt ich mir das Ele­ment von Scha­blo­ne #3 zu­recht und ver­klei­de­te da­mit die äu­ße­re Front­sei­te.

Bild von zwei angeklebten Seitenteilen, welche die Clutch bereits von alleine stehen lassenUm die da­mit fer­tig­ge­stell­te Stirn­sei­te zum Ste­hen zu brin­gen, fer­tig­te ich nun die bei­den Sei­ten der Clutch aus den Ele­men­ten von Scha­blo­ne #4 an. Da­bei ging ich ähn­lich wie beim Bas­teln des Bo­dens vor. Zu­erst kleb­te ich im­mer zwei von den ge­zack­ten Ein­zel­tei­len auf­ein­an­der. Da­nach falz­te ich die Knick- und Kle­be­li­ni­en. Be­vor ich dar­auf­hin die bei­den ge­falz­ten Sei­ten­tei­le mit dem Bo­den und der Vor­der­sei­te ver­kleb­te, brach­te ich noch an je­dem Ele­ment die Au­ßen­ver­klei­dung an.

Selbst gebastelte Clutch hat eine Innentasche

Wäh­rend­des­sen das Bas­teln der Mi­ni­ta­sche bis hier­hin kin­der­leicht war, wur­de es nun auf­grund der funk­tio­nel­len Rück­sei­te um ei­ni­ges an­spruchs­vol­ler.

Bild vom Basteln der Clutch InnentascheFür die in­ne­re Ta­schen­rück­sei­te schnitt ich mir ein­mal das Ele­ment von Scha­blo­ne #5 zu­recht und falz­te gleich dar­auf die un­te­re Kle­be­lasche. An­schlie­ßend fer­tig­te ich die In­nen­ta­sche von Scha­blo­ne #6 an und kleb­te die­se nach dem Fal­zen über den frei­ge­schnit­te­nen Schlitz der in­ne­ren Ta­schen­rück­sei­te. Die­ses fer­tig­ge­stell­te Ein­zel­teil leg­te ich da­nach erst ein­mal bei­sei­te. Um den De­ckel der Clutch sta­bil an der Ta­schen­rück­wand be­fes­ti­gen zu kön­nen, war eine be­son­de­re Kle­be­tech­nik von­nö­ten.

Bild von präparierter Innentasche und Rückwand der ClutchDes­halb muss­te ich eine wei­te­re spe­zi­el­le Ta­schen­rück­wand bas­teln. Dazu fer­tig­te ich das Ele­ment von Scha­blo­ne #7 in mei­ner Wand­mit­ten­far­be an. Dar­auf kleb­te ich dann das Ein­zel­teil von Scha­blo­ne #8, wel­ches ich zu­vor in mei­ner Au­ßen­far­be an­ge­fer­tigt hat­te. Nach dem Fal­zen der Kle­be­lasche schnitt ich die Aus­spa­rung zum Ein­kle­ben des De­ckels mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei. Ich hat­te nun drei vor­be­rei­te­te Be­stand­tei­le der Clutch vor mir lie­gen. Be­vor ich die­se mit­ein­an­der ver­kle­ben konn­te, muss­te ich zu­nächst den wie­der­ver­schließ­ba­ren De­ckel zu­sam­men­bau­en.

Magnetverschluss gegen böse Taschendiebe

Die In­nen­sei­te des De­ckels be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #9. Nach­dem ich mir die­ses Ele­ment zwei­mal zu­recht­ge­schnit­ten und die Tei­le auf­ein­an­der­ge­klebt hat­te, kleb­te ich drei Knopf­ma­gne­ten (sie­he Scha­blo­ne) im glei­chen Ab­stand zu­ein­an­der fest.

Collage vom Befestigen des Taschendeckels im Einschnitt der Rückwand

Gleich da­nach ver­klei­de­te ich die Au­ßen­sei­te des De­ckels mit dem Ele­ment von Scha­blo­ne #10. An­schlie­ßend falz­te ich noch die bei­den Knick­li­ni­en und kleb­te dar­auf­hin den da­mit fer­tig­ge­stell­ten Ta­schen­de­ckel in den Ein­schnitt der äu­ße­ren Rück­wand.

Bild von selbst gebastelter Handtasche aus Papier

Als Nächs­tes kleb­te ich das Ele­ment mit der In­nen­ta­sche auf die äu­ße­re Rück­wand. Hin­weis: Durch die­se sehr auf­wen­di­ge Kle­be­tech­nik er­zeugt der De­ckel kei­ne un­schö­nen Kle­be­rän­der. Au­ßer­dem ist er dop­pelt be­fes­tigt. Zu gu­ter Letzt fi­xier­te ich die Rück­wand an den bei­den Sei­ten­tei­len und am Bo­den. Als ich dar­auf­hin den De­ckel über die Clutch stülp­te, zo­gen die Ma­gne­ten an und ver­schlos­sen so­mit mei­ne Pa­pier­ta­sche.

Monster High Design und letzte Schönheitskorrekturen

Bild vom Aufkleben eines MuttertagemblemsMein Mi­nitäsch­chen kam noch et­was sche­ckig da­her. Um das zu än­dern, ver­klei­de­te ich die Vorder- und Rück­sei­te der Ta­sche mit den Strei­fen von Scha­blo­ne #11. Als das Strei­fen­mus­ter mei­ne Clutch zier­te, fuhr ich die Rän­der der Pa­pier­strei­fen mit flüs­si­gem Kle­ber nach und träu­fel­te farb­lich pas­sen­den Glit­ter dar­über. An­schlie­ßend küm­mer­te ich mich um das Em­blem.

Bild vom Kaschieren der Kanten mit schwarzem Krepppapier

Mei­ne auf­fäl­li­ge Pa­pier­ta­sche soll­te eine Ge­schenk­ver­pa­ckung für den Mut­ter­tag wer­den. Aus die­sem Grund bas­tel­te ich mir aus den Tei­len von Scha­blo­ne #12 ein pom­pö­ses Schild­chen mit der Auf­schrift „MUM”. Nach­dem ich das Em­blem auf die Front des De­ckels ge­klebt hat­te, ka­schier­te ich au­ßer­dem noch alle Kan­ten mit schwar­zem Krepp­pa­pier. Die­se Pa­pier­sor­te ist ähn­lich fle­xi­bel wie ein Kinesio-Tape und lässt so­mit sämt­li­che Lü­cken und Kle­ber­kleck­se ele­gant ver­schwin­den. Dar­auf­hin war mei­ne selbst ge­bas­tel­te Clutch ein­satz­be­reit.

Fazit: Clutch in die Hände

Picture of Draculaura’s Clutch (Monster High) with pink nail polish. Fan-Art created by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistDas Bas­teln der klei­nen Mäd­chen­ta­sche ist to­tal ein­fach. In un­ge­fähr drei Stun­den hat­te ich ein Ex­em­plar kom­plett an­ge­fer­tigt. Ne­ben dem coo­len Dra­cu­lau­ra De­sign ge­fällt mir vor al­lem die Sta­bi­li­tät und die Ge­räu­mig­keit mei­ner Clutch. Apro­pos, was ist das ei­gent­lich für ein ko­mi­scher Name? Ich habe mir ein­mal an­ge­se­hen, wie die­se Hand­ta­schen­art im Eng­li­schen de­fi­niert ist:

A small, stra­p­less pur­se that is car­ri­ed in the hand; a clutch.

Far­lex, Inc.: clutch bag. thefreedictionary.com (05/2017).

Aha, eine Clutch muss in der Hand ge­tra­gen wer­den, da sie kei­ne Tra­ge­riem­chen hat. Et­was um­klam­mern be­deu­tet im Eng­li­schen to clutch. Der Name ist zwar an­stren­gend, macht aber ei­ni­ger­ma­ßen Sinn.

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