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Verkaufsstand für den Weihnachtsmarkt basteln – Anleitung

Je­des Jahr pünkt­lich zum ers­ten Ad­vent öff­nen die Weih­nachts­märk­te ihre Pfor­ten. Es ist noch gar nicht so lan­ge her, da be­ru­hig­ten die­se an­däch­ti­gen Han­dels­plät­ze für ei­ni­ge Wo­chen die auf­ge­scheuch­ten In­nen­städ­te wie Bal­dri­an­trop­fen. Auf­grund der vor­an­ge­schrit­te­nen Di­gi­ta­li­sie­rung sind die Stadt­zen­tren klei­ner und mit­tel­gro­ßer Städ­te aber zwi­schen­zeit­lich wie leer ge­fegt. Dort wir­ken Christ­kindl­märk­te mit ih­ren put­zi­gen Ver­kaufs­stän­den heut­zu­ta­ge wie Mun­ter­ma­cher, die ein­mal im Jahr wie­der et­was Le­ben hin­ter die Stadt­mau­ern brin­gen.

Bild von Verkaufshütte aus Papier mit Fimo Lebkuchen von DAoCFrEak für den WeihnachtsmarktEs ist je­doch nicht das ers­te Mal, dass sich die Be­deu­tung der idyl­li­schen Märk­te ver­än­dert hat. Wer heu­te ei­nen Weih­nachts­markt be­sucht, der trifft sich mit Freun­den oder Kol­le­gen auf ei­nen Glüh­wein im Frei­en bei sanf­ter christ­li­cher Mu­sik. An­de­re wie­der­um stö­bern lie­ber durch die An­ge­bo­te der Händ­ler auf der Su­che nach weih­nacht­li­chem Tand. Hin­ge­gen wer im Jah­re 1384 den wohl al­ler­ers­ten Weih­nachts­markt im säch­si­schen Baut­zen be­such­te, der war auf der Jagd nach dem bes­ten Stück Fleisch.

Die Ge­schich­te des Baut­zener Weih­nachts­mark­tes ist eine sehr alte. Be­reits 1384 ver­lieh Kö­nig Wen­zel der Stadt Bu­dis­sin das Recht zur Ab­hal­tung ei­nes frei­en Fleisch­mark­tes. Vom St. Mi­cha­els­tag an war es sonn­abends je­dem Flei­scher er­laubt, [...].

Schult­heis, Klaus: Weih­nachts­markt in Baut­zen: Der Baut­zener Wen­zels­markt. weihnachtsmarkt-bautzen.de (11/2016).

Bild von selbst gebastelter Verkaufsbude aus Papier für PlaymobilfigurenViel­leicht auf­grund der Tat­sa­che, dass das kul­tu­rel­le Zen­trum der Sor­ben über 40 Jah­re Teil der Deut­schen De­mo­kra­ti­schen Re­pu­blik war und des­halb seit­her nicht mehr so für den Ka­tho­li­zis­mus steht wie im 14. Jahr­hun­dert, möch­ten vie­le Quel­len Baut­zen die­sen Ruhm nicht gön­nen. Des­halb liest man oft, dass der ers­te Weih­nachts­markt be­reits im Jah­re 1296 in Wien ab­ge­hal­ten wur­de. Hier­bei han­del­te es sich je­doch le­dig­lich um ein 14-tägiges Kir­chen­fest, bei dem es um die Ver­län­ge­rung der Stadt­rech­te ging. Der ers­te Christ­kindl­markt in der spä­te­ren Kai­ser­stadt war wohl erst im 17. Jahr­hun­dert.

The as­sump­ti­on that the first pre­cur­sors of the Vi­en­na Christ­mas mar­ket were al­rea­dy held more than 700 ye­ars ago does not hold true. Usual­ly the­se as­sump­ti­ons re­fer to 1296, [...]. Sin­ce the 17th cen­tu­ry bills are only frag­men­ta­ry, it is not pos­si­ble to know the exact date of the first Christ­mas mar­kets.

Town Hall Vi­en­na: Vi­en­na Christ­mas Mar­ket - Histo­ry. wien.gv.at (11/2016).

Bild von selbst gebastelter, nikolausroter Holzhütte aus Papier mit HolzoptikWuss­ten Sie, dass der weih­nacht­li­che Ge­schen­ke­aus­tausch vor Mar­tin Lu­ther be­reits am Ni­ko­laus­tag statt­fand? Die Nach­ah­mer des Hei­li­gen Ni­ko­laus von Myra brach­ten be­kannt­lich im Spät­mit­tel­al­ter für die Kin­der manch­mal Äp­fel und Nüs­se, je­doch meis­tens nur die Rute. Erst als im 16. Jahr­hun­dert das gü­ti­ge Christ­kind am 24. De­zem­ber selbst für klei­ne Ra­bau­ken im­mer ein rich­ti­ges Prä­sent be­reit­hielt, wur­den Christ­kindl­märk­te zu dem, was sie heu­te sind.

Re­li­gious re­for­mer Mar­tin Lu­ther play­ed a ma­jor role in our cur­rent Christ­mas customs. Lu­ther in­sti­tu­ted new Christ­mas gift gi­ving tra­di­ti­ons. Be­fo­re Lu­ther, the ex­chan­ge of Christ­mas pres­ents took place on the Saint Days of St. Ni­cho­las (De­cem­ber 6) [...].

Lord, Ste­ve: Histo­ry of Ger­man Christ­kindl­mar­ket: Mar­tin Luther’s Role in Christ­mas Customs. christkindlmarktleavenworth.com (11/2016).

Collage von selbst gebasteltem Verkaufsstand für den Weihnachtsmarkt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Wie Sie se­hen, sind Ver­kaufs­stän­de die ein­zi­ge Kon­stan­te auf Weih­nachts­märk­ten. Nicht ein­mal der gro­ße Christ­baum kann da­ge­gen auf­war­ten. Die­ser wur­de näm­lich erst im Jah­re 1605 ein Teil der Ad­vents­de­ko­ra­ti­on.

Es war wohl im Jah­re 1605 in Straß­burg, wel­ches zu je­ner Zeit noch zum Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich Deut­scher Na­ti­on ge­hör­te, als der ers­te Weih­nachts­baum ge­schmückt und da­mit die­se schö­ne Tra­di­ti­on ge­star­tet wur­de.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Be­leuch­te­ter Weih­nachts­baum – Bas­tel­an­lei­tung. gws2.de (11/2016).

Bild von Verkaufsstand, der Nacht auf einem beleuchtetem Weihnachtsmarkt steht mit NußknackerSelbst der Aus­tra­gungs­ort hat sich ver­än­dert. Konn­te man im Spät­mit­tel­al­ter noch eine Phio­le Ar­sen dar­auf neh­men, den Weih­nachts­markt um die größ­te Stadt­kir­che her­um zu fin­den, ist selbst dies nicht mehr zwin­gend nö­tig. Vor al­lem in Me­tro­po­len sind die schmu­cken Ad­vents­märk­te wild übers gan­ze Stadt­bild ver­teilt. Da­für könn­te ein Nürn­ber­ger Pfar­rer ver­ant­wort­lich sein, der sich im Jah­re 1616 dar­über be­schwer­te, dass sei­ne Schäf­lein nicht in aus­rei­chen­der An­zahl zur Nach­mit­tags­mes­se an Hei­lig­abend er­schie­nen sind. Schuld dar­an soll der Christ­kindl­markt vor der Lo­renz­kir­che ge­we­sen sein, der die Gläu­bi­gen mit köst­li­chem Ho­nig­wein und Pfef­fer­ku­chen pa­ra­ly­sier­te.

Usual­ly, the Christ­mas Mar­kets were held around the city’s main church to at­tract church-goers. But they were so en­t­i­cing that a priest in Nürn­berg in 1616 com­p­lai­ned that he could not hold the af­ter­noon ser­vice on Christ­mas Eve.

An­ony­mous: The Histo­ry of Christ­mas Mar­kets. germany-christmas-markets.org.uk (11/2016).

Um mei­ne Wert­schät­zung ge­gen­über den weih­nacht­li­chen Holz­hüt­ten und ih­ren Päch­tern zum Aus­druck zu brin­gen, habe ich ei­nen Ver­kaufs­stand aus Pa­pier ent­wor­fen. Denn wer oder was schafft es sonst noch, seit Jahr­hun­der­ten vier Wo­chen lang ei­nen gan­zen Stadt­be­reich zu ver­zau­bern?

Bild von einem Nußknacker, der in einem Verkaufsstand Lebkuchen auf dem Weihnachtsmarkt in Nürnberg verkauft. Szenerie gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Die ver­schnei­te Block­hüt­te ist 12,5 Zen­ti­me­ter lang, 7,5 Zen­ti­me­ter breit und 13,5 Zen­ti­me­ter hoch. Die Maße ka­men da­durch zu­stan­de, da ich woll­te, dass eine Play­mo­bil­fi­gur mit ih­ren 7,2 Zen­ti­me­tern be­quem im Haus ste­hen kann.

Falls Sie sich ei­nen Mi­nia­tur­weih­nachts­markt für Ihre Mo­dell­ei­sen­bahn­ku­lis­se, Ihre Play­mo­bil­fi­gu­ren oder Ihre selbst mo­del­lier­ten Peppa Pigs er­schaf­fen wol­len, er­hal­ten Sie nun kos­ten­los die da­für nö­ti­gen Bas­tel­scha­blo­nen samt den An­lei­tungs­schrit­ten.

Bastelanleitung für Verkaufsstand

Bild von den drei Bauteilen für den HausbodenAls Bau­ma­te­ri­al für mei­ne ver­schnei­te Weih­nachts­hüt­te ver­wen­de­te ich han­dels­üb­li­ches Ton­pa­pier in vie­len un­ter­schied­li­chen Far­ben. Für die De­ko­ra­tio­nen und die rus­ti­ka­le Holz­op­tik ka­men zu­dem Kunst­schnee, ein wei­ßer Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und di­ver­se Acryl­far­ben zum Ein­satz. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 / #2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9) zu­recht­le­gen.

Bild vom Zusammenkleben der stabilen BodenplattenZu­al­ler­erst bas­tel­te ich den Haus­bo­den von Scha­blo­ne #1. Dazu fer­tig­te ich das grö­ße­re Ele­ment zwei­mal aus mei­nen Ton­pa­pier­far­ben an und falz­te gleich dar­auf die Knick- und Kle­be­li­ni­en. Das klei­ne­re, qua­der­för­mi­ge Ele­ment ist le­dig­lich eine Ver­stär­kung des Bo­dens, die ich zwi­schen die an­de­ren bei­den Ein­zel­tei­le kleb­te. Gleich dar­auf fer­tig­te ich die Rück­wand von Scha­blo­ne #2 an.

Weihnachtshaus bekommt stabile Wände

Die groß­flä­chi­ge Rück­wand wie auch alle wei­te­ren Wand­ele­men­te stell­te ich zu­nächst wie­der aus zwei iden­ti­schen Ton­pa­pier­stü­cken her. Die In­nen­sei­te mei­nes Ver­kaufs­hau­ses soll­te da­bei ro­sa­far­ben und die Au­ßen­sei­te ni­ko­laus­rot sein. Als ich das Bau­teil ver­stärkt hat­te, kleb­te ich die Rück­wand di­rekt nach dem Fal­zen an der sta­bi­len Bo­den­plat­te fest.

Bild von Blockhütte, die im Rohbau ist. Einbauen der VerkaufsfensterwandAus den­sel­ben Far­ben und nach dem glei­chen Prin­zip fer­tig­te ich mir dar­auf­hin zu­erst die bei­den Sei­ten­wän­de von Scha­blo­ne #3 und da­nach die Vor­der­wand mit dem Ver­kaufs­fens­ter von Scha­blo­ne #4 an. Alle Pa­pier­wand­ele­men­te ver­kleb­te ich im nächs­ten Schritt mit­ein­an­der und mit dem Bo­den. Wich­tig: Das Dach ließ ich wei­ter­hin ge­öff­net, um den Ver­kaufs­tre­sen ein­bau­en zu kön­nen.

Ladentheke einbauen und Dachmuster anbringen

Bild von einem gefalzten Stück Papier, welches zu einem Verkaufstresen gefaltet wirdDas Zu­sam­men­bau­en des Ver­kaufs­tre­sens war der schwie­rigs­te Teil des Bas­tel­mo­tivs. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #5. Nach dem An­fer­ti­gen, Zu­sam­men­kle­ben und Fal­zen hat­te ich ins­ge­samt drei prä­pa­rier­te Bau­tei­le vor mir lie­gen. Die bei­den klei­nen Tei­le kleb­te ich sich ge­gen­über­lie­gend an das Ende des gro­ßen Pa­pier­qua­ders, wel­ches über kei­ne Kle­be­lasche ver­fügt.

Bild vom Zusammenbau der Ladentheke aus PapierIm An­schluss knick­te ich das qua­der­för­mi­ge Ele­ment (sie­he Scha­blo­ne) und be­fes­tig­te es Stück für Stück an den Kle­be­laschen der bei­den Sei­ten­tei­le, bis eine drei­di­men­sio­na­le Tisch­plat­te ent­stand. Die Plat­te kipp­te ich dar­auf­hin hin­ten über das Kon­strukt und ver­kleb­te das Gan­ze am Bo­den. Da­mit hat­te ich aus nur drei Pa­pier­stü­cken eine ro­bus­te La­den­the­ke ge­bas­telt.

Bild von roter Verkaufshütte aus PapierDen Bo­den und die Sei­ten des Tre­sens be­strich ich di­rekt im An­schluss mit flüs­si­gem Kle­ber und bau­te die­sen über das Dach in mei­ne Ver­kaufs­hüt­te ein. Hin­weis: Ich ach­te­te dar­auf, dass sich die The­ke fest an die Vor­der­wand an­schmieg­te, so­dass ein klei­nes Brett für die Glüh­weint­as­sen der Kun­den aus dem Ver­kaufs­fens­ter her­aus­rag­te. Nun konn­te ich mein Dach end­lich ver­schlie­ßen.

Bild vom Zusammenkleben der braunen PapierdachziegelnDa­mit das Dach der Hüt­te auch schwe­re Schnee­mas­sen pro­blem­los tra­gen kann, habe ich es aus meh­re­ren Pa­pier­la­gen in zwei un­ter­schied­li­chen Braun­tö­nen an­ge­fer­tigt. Ich be­gann mit dem Dach­bau mit­hil­fe von Scha­blo­ne #6. Nach dem rou­ti­nier­ten Vor­be­rei­ten der Ein­zel­tei­le kleb­te ich ein­fach das Ele­ment mit den run­den Dach­zie­geln mit­tig auf das fla­che Pen­dant.

Bild vom gedeckten, braunen Dach einer Weihnachtshütte aus PapierIm nächs­ten Schritt be­rei­te­te ich mir auch die drei Ele­men­te von Scha­blo­ne #7 vor und kleb­te die­se der Rei­he nach be­gin­nend mit dem größ­ten Teil auf mein Dach­ge­rüst auf. Mein un­ver­wüst­li­ches Sat­tel­dach kleb­te ich dar­auf­fol­gend oben auf die Pa­pier­hüt­te. Wenn Sie wie ich zwei un­ter­schied­li­che Far­ben für die Dach­zie­geln ver­wen­den, er­hal­ten Sie mit­hil­fe die­ser Kle­be­tech­nik au­to­ma­tisch ein ab­wechs­lungs­rei­ches Mus­ter.

  • Op­tio­nal: Möch­ten Sie, dass der Dach­über­stand von un­ten be­trach­tet ge­nau­so rot aus­sieht wie die Wän­de des Ver­kaufs­stan­des? Dann ver­stär­ken Sie die ge­rad­li­ni­ge Vor­la­ge von Scha­blo­ne #6 nicht mit dem­sel­ben Farb­ton der Ober­sei­te, son­dern mit ei­nem ro­ten Ton­pa­pier­ele­ment.

Rustikale Holzwand und besinnliche Adventsdekorationen

Bild vom Bestreichen der roten Papierwände mit weißem Bastelkleber, um Holzoptik zu erzeugenMir war es wich­tig, dass der Ver­kaufs­stand so aus­sieht, als hät­te er schon ei­ni­ge Jah­re auf dem Bu­ckel. Aus die­sem Grund ver­pass­te ich dem Ge­bäu­de noch eine Holz­ma­se­rung. Dazu schnitt ich mir zu­nächst rote Ton­pa­pier­strei­fen zu­recht, die un­ter­schied­lich breit wa­ren. Im An­schluss be­strich ich eine Au­ßen­wand mit wei­ßem Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und leg­te mei­ne Strei­fen wie ein­zel­ne Quer­bal­ken auf.

Das Gan­ze ver­sie­gel­te ich gleich da­nach auch von oben mit dem Bas­tel­kle­ber. Nach­fol­gend wie­der­hol­te ich die Schrit­te bei den an­de­ren drei Au­ßen­wän­den. Als ich da­mit fer­tig war, leg­te ich mei­ne Holz­hüt­te für cir­ca 30 Mi­nu­ten zum Trock­nen. Um die ver­we­ge­ne Holz­op­tik nun noch ab­zu­schlie­ßen, be­mal­te ich die Pa­pier­holz­bal­ken groß­zü­gig mit ro­ter Acryl­far­be.

  • Wich­tig: So­lan­ge die Far­be noch nicht ge­trock­net war, zog ich zu­dem noch High­lights mit schwar­zer Acryl­far­be in das Wand­mus­ter. Be­vor ich mit der weih­nacht­li­chen De­ko­ra­ti­on wei­ter­mach­te, ließ ich mein Pa­pier­haus über Nacht aus­här­ten.

Bild vom Verkaufsfenster einer Hütte, welches mit einem Holzbrett verschlossen wirdAm nächs­ten Bas­tel­tag ver­edel­te ich mei­ne Au­ßen­wän­de zu­dem noch mit wei­ßen Zier­leis­ten. Da­für fer­tig­te ich mir wei­ße Strei­fen aus Ton­pa­pier an. Alle Haus­ecken ver­klei­de­te ich mit Zier­leis­ten, die ei­nen Zen­ti­me­ter breit wa­ren. Hin­ge­gen die Wand­ver­schö­ne­rung fand mit wei­ßen Strei­fen statt, die le­dig­lich über eine Brei­te von 0,5 Zen­ti­me­tern ver­füg­ten. Dar­auf­fol­gend kleb­te ich die Ver­kaufs­schil­der von Scha­blo­ne #8 auf mei­ne Holz­hüt­te.

  • Für die Tan­nen­zweig­gir­lan­den schnitt ich grü­ne Ton­pa­pier­strei­fen mit ei­ner Brei­te von ei­nem Zen­ti­me­ter fran­sig. Da­nach dreh­te ich die Zwei­ge eng zu ei­ner Wurst und kleb­te die­se auf mei­nen Ver­kaufs­stand.

Bild vom Verzieren eines Hausdachs mit KunstschneeDa­mit die klei­ne Block­hüt­te nach La­den­schluss vor Wind, Wet­ter und Van­da­lis­mus ge­schützt ist, kann das Ver­kaufs­fens­ter mit ei­nem Holz­brett ver­schlos­sen wer­den. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #9. Ne­ben dem gro­ßen Fens­ter­ver­schluss die­nen die Strei­fen le­dig­lich zum An­brin­gen von zwei Hand­grif­fen und zur De­ko­ra­ti­on. Zu gu­ter Letzt ver­zier­te ich mein Bas­tel­mo­tiv noch groß­zü­gig mit Kunst­schnee, da­nach hat­te ich mei­ne Weih­nachts­markt­hüt­te fer­tig­ge­stellt.

Fazit: Vorweihnachtliche Traditionen sind etwas Wundervolles

Bild von selbst gebauter Verkaufshütte für Weihnachtsmärkte für Lebensmittel wie Gebäck (Lebkuchen/Stollen)Ab­ge­se­hen vom Bas­teln des Tre­sens, ist der Ver­kaufs­stand ein re­la­tiv ein­fa­ches Mo­tiv, wel­ches je­doch viel Aus­dau­er er­for­dert. Ein Ex­em­plar habe ich ge­müt­lich in­ner­halb von zwei Ta­gen voll­endet. Falls Sie mö­gen, kön­nen Sie wie ich noch klei­ne Pa­pier­fä­cher auf der La­den­the­ke be­fes­ti­gen und Le­cke­rei­en aus Fimo zum Ver­kauf an­bie­ten. Eben­so bie­tet sich das Häus­chen zum An­brin­gen ei­ner pas­si­ven In­nen­be­leuch­tung an.

Bild von einer weißen Maus aus Fimo von DAoCFrEak auf dem WeihnachtsmarktIch ze­le­brie­re den Be­ginn der Ad­vents­zeit je­des Jahr mit ei­nem Be­such auf dem Weih­nachts­markt. Dort schlen­de­re ich ein we­nig um­her und kau­fe mir dann ei­nen ein Ki­lo­gramm schwe­ren, saf­ti­gen But­ter­stol­len und Leb­ku­chen mit wei­ßer Gla­sur. Wie­der zu Hau­se leh­ne ich mich in mei­nen Ses­sel und schaue mir „Ke­vin – Al­lein zu Haus” an. Ne­ben­bei ver­put­ze ich so viel wie nur mög­lich von mei­nem himm­li­schen Weih­nachts­ge­bäck. Un­ge­fähr so wie Kate Moss in ih­ren bes­ten Zei­ten, nur mit dem Un­ter­schied, dass ich auf­grund des vie­len Zu­ckers noch wäh­rend des Films ein­schla­fe und des­halb am nächs­ten Tag nicht den Bauch­um­fang ei­nes Su­per­mo­dels, son­dern den ei­ner Olym­pia­sie­ge­rin im Ku­gel­sto­ßen habe.

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Mein Name ist Ve­ro­ni­ka und ich bin frei­schaf­fen­de Fine Art Künst­le­rin aus dem Frei­staat Bay­ern. Um mei­ner Lei­den­schaft Aus­druck zu ver­lei­hen, be­trei­be ich seit 2011 die­se Web­sei­te und wir­ke in di­ver­sen YouTube-Kanälen mit. In mei­ner Frei­zeit lie­be ich ku­li­na­ri­sche Ge­nüs­se und bin im­mer für gute Bü­cher zu ha­ben. Zur Ent­span­nung pho­to­shop­pe ich ger­ne mit sü­ßen Tier­bil­dern und weiß fes­seln­de Online-Rollenspiele über­aus zu schät­zen. Ich freue mich sehr auf Ihre Kom­men­ta­re - Di­li­ge et quod vis fac!


Kategorie: Basteln
  • Heinz Nepper sagt:

    Gu­ten Tag! Über ei­nen Be­kann­ten auf Face­book bin ich auf Ihre Web­sei­te ge­kom­men und be­wun­de­re Ihr Kön­nen. Ich bin Samm­ler von Por­zel­lan­fi­gu­ren und Ü-Eier-Serien und habe mich ge­fragt, wo Sie die tol­len Nuss­kna­cker be­zo­gen ha­ben bzw. zu wel­cher Se­rie die­se ge­hö­ren. Ich wür­de mich sehr freu­en, wenn Sie mir die­ses Ge­heim­nis an­ver­trau­en könn­ten. Vie­le lie­be Grü­ße, Heinz Nep­per, Witt­mund.

    • Helpdesk sagt:

      Hal­lo Herr Nep­per! Die Nuss­kna­cker gibt es nicht käuf­lich zu er­wer­ben, da die­se eine Son­der­an­fer­ti­gung aus Mo­del­lier­mas­se sind. Vie­len Dank für das net­te Lob und Ih­ren Kom­men­tar!

  • Reinhard sagt:

    Ja Tag­chen, ich bin Mo­dell­ei­sen­bah­ner - haupt­säch­lich Roco - und fin­de den Weih­nachts­markt Stand hier sehr schön. Lei­der bin ich sehr un­ge­schickt im Pa­pier­bas­teln, so­dass ich mei­ne äl­tes­te Toch­ter Mar­gret dar­um bat, mir zwei die­ser Stän­de zu bas­teln. Als Weih­nachts­ge­schenk ver­steht sich 😉 Ich möch­te mich für die An­re­gung und die Scha­blo­nen be­dan­ken und wün­sche Ih­nen eine fröh­li­che Ad­vents­zeit. Al­les Gute, Rein­hard.

  • Opa Helmut sagt:

    Gu­ten Tag wie fan­ge ich an? Ich habe Ihr wun­der­ba­res Ständ­chen zum Schau­stel­l­er­häus­chen für Jahr­märk­te um­ge­baut. Da­mit es in mei­ne Mo­dell­land­schaft passt, habe ich Ihre Scha­blo­nen un­ge­fähr um die Hälf­te ver­klei­nert. Das funk­tio­nier­te mit Pho­to­shop ein­wand­frei. Ei­gent­lich ar­bei­te ich eher mit Kunst­stoff, aber die Holz­ma­se­rung Ih­res Häus­chens hat mir so gut ge­fal­len, dass ich es ein­mal mit Pa­pier pro­bie­ren woll­te. Mein ers­ter Ver­such ist noch weit nicht so schön wie die Häu­ser auf den Bil­dern, aber ich blei­be dran. Vie­le Grü­ße aus dem Sauer­land und dan­ke für Ihre Mühe.

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