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Lebkuchenrolle basteln - schnelle Verpackung für sechs runde Nürnberger

Hö­ren Sie end­lich auf sich selbst im Weg zu ste­hen! Rei­ten Sie auf der Bitcoin-Welle, tes­ten Sie das neus­te Online-Casino, in­ves­tie­ren Sie in Noni-Saft und ge­ben Sie dem net­ten Pa­ki­sta­ni aus der E-Mail doch in Got­tes Na­men Ihre Kon­to­da­ten, da­mit er Ih­nen 100.000 Euro über­wei­sen kann. Ja, im In­ter­net ging es schon im­mer dar­um, frem­de Men­schen reich zu ma­chen. Des­halb habe ich die Mil­lio­nen­idee ei­ner Be­su­che­rin um­ge­setzt und eine klas­si­sche Leb­ku­chen­rol­le für selbst ge­ba­cke­ne Ob­la­ten­leb­ku­chen ge­bas­telt.

Hi Vro­ni, ich habe die Mil­lio­nen­idee für Dich! Du kennst doch die­se durch­sich­ti­gen Schach­teln mit den 3-fach sor­tier­ten Leb­ku­chen? Es gibt im gan­zen Netz kei­ne Bas­tel­an­lei­tung für sol­che Ver­pa­ckun­gen! Ich ba­cke je­des Jahr run­de Nürn­ber­ger Eli­sen­leb­ku­chen und muss im­mer die­se un­prak­ti­schen Bo­den­beu­tel aus Plas­tik kau­fen, weil es die­se rund­li­chen Leb­ku­chen­kar­tons für Pri­vat­per­so­nen nir­gend­wo gibt und ich eine to­tal un­ge­schick­te Bast­le­rin bin. Wie­so machst Du nicht mal so was Ein­fa­ches?

Apetz, Bri­git­te: Mil­lio­nen­idee für Vro­ni! Bit­te mel­de Dich! E-Mail vom 03.12.2017.

Bis zu die­ser Stel­le fin­de ich den Vor­schlag der für­sorg­li­chen Dame aus­ge­spro­chen gut. Und es ist wahr; mir geht es bei mei­nen Mo­ti­ven in ers­ter Li­nie um die Kunst und nicht um den prak­ti­schen Nut­zen. Aber bei ei­ner Mil­lio­nen­idee ma­che selbst ich eine Aus­nah­me. Aus die­sem Grund sind die­ses Mal auch wirk­lich nur fünf Ar­beits­schrit­te nö­tig, um mei­ne Leb­ku­chen­schach­tel nach­zu­bas­teln.

Bild vom Christkind mit gemischten Oblatenlebkuchen. Bastelanleitung für Lebkuchenrolle von Lebkuchen Schmidt (Nürnberg) kostenlos bereitgestellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Trotz­dem wer­de ich auch zu­künf­tig nicht in Esels­milch ba­den kön­nen, da ich die Bas­tel­scha­blo­ne für mei­ne Leb­ku­chen­rol­le wie im­mer kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­le.

Wenn Du das Schnitt­mus­ter ge­zeich­net hast, dann musst Du da­mit zum An­walt ge­hen und es auf Dei­nen Na­men pa­ten­tie­ren las­sen. Das kos­tet zwar, aber es lohnt sich, weil Du die Schach­tel­form dann Back­buch­ver­la­gen zum Ab­dru­cken an­bie­ten kannst und Tan­tie­men be­kommst. [...] Oder Du be­wirbst Dich mit dem Pro­dukt bei der Sen­dung „Die Höh­le der Lö­wen”.

Apetz, Bri­git­te: Mil­lio­nen­idee für Vro­ni! Bit­te mel­de Dich! E-Mail vom 03.12.2017.

Die Um­set­zung sol­cher Plä­ne ist lei­der mit äu­ßerst viel Ar­beit ver­bun­den, mit der es Men­schen wie ich nicht über­trei­ben dür­fen.

CONTI: Ar­bei­ten? Das ist sei­ne Lust. Nur zu viel ar­bei­ten müs­sen, kann ihn um den Na­men Künst­ler brin­gen.

Les­sing, Gott­hold Ephraim: Emi­lia Ga­lot­ti. Durch­ge­se­he­ne Aus­ga­be. Stutt­gart: Phil­lip Re­clam jun. GmbH & Co. KG 2001.

Bild von roter Lebkuchenschachtel für selbst gebackene Oblatenlebkuchen. Bastelanleitung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Au­ßer­dem ist an ei­ner schnö­den Leb­ku­chen­rol­le über­haupt nichts In­no­va­ti­ves, was be­kannt­lich die Grund­vor­aus­set­zung für ein Pa­tent ist. Kein Wun­der, schließ­lich wa­ren run­de Ob­la­ten­leb­ku­chen be­reits im Deut­schen Kai­ser­reich eine be­lieb­te Weih­nachts­le­cke­rei, die je­der Pfef­fer­küch­ler spä­tes­tens im Jah­re 1845¹ im An­ge­bot hat­te. In An­be­tracht des­sen dürf­te es wohl auch nie­man­den über­ra­schen, dass In­dus­triel­eb­ku­chen min­des­tens schon seit den frü­hen 1960er² Jah­ren in die­sen halb of­fe­nen Kar­to­na­gen ver­kauft wer­den. Und wo­mög­lich gibt es die al­ten Pa­pier­leb­ku­chen­rol­len oh­ne­hin bald nicht mehr, da der Trend hin zu hip­pen Voll­plas­tik­ver­pa­ckun­gen geht. Die­se Ent­wick­lung ist mei­ner Mei­nung nach sehr be­dau­er­lich, zu­mal durch den Kunst­stoff­kon­takt fie­se Mi­ne­ral­öl­rück­stän­de in die himm­li­schen Ge­würz­ku­chen ge­lan­gen kön­nen.

Was ge­nau in den Leb­ku­chen drin steckt, er­fah­ren wir beim La­bor­check. Wir las­sen alle sechs Pro­duk­te auf Mineralöl-Rückstände tes­ten. Die kön­nen aus der Ver­pa­ckung auf die Le­bens­mit­tel über­ge­hen und schäd­lich sein.

Smil­ja­nic, Nera: WISO: Teu­er oder bil­lig: Leb­ku­chen. zdf.de (12/2017).

Bild von GWS2.de Maskottchen Gustl von Mausbauch, der als Nürnberger Christkind traditionelle Elisenlebkuchen auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Szenerie und Foto von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die Leb­ku­chen­rol­le auf mei­ner Bas­tel­scha­blo­ne ori­en­tiert sich an dem klas­si­schen Discounter-Modell. Mit ei­ner Län­ge von 11 Zen­ti­me­tern bie­tet das Be­hält­nis da­mit aus­rei­chend Platz für sechs selbst ge­ba­cke­ne Ob­la­ten­leb­ku­chen, die je­weils ei­nen Durch­mes­ser von 7,5 Zen­ti­me­tern auf­wei­sen dür­fen.

Sie möch­ten Ihre Ho­nig­ku­chen nicht nur sau­ber ver­pa­cken, son­dern auch gleich an­sehn­lich ver­schen­ken? Dann er­fah­ren Sie in der fol­gen­den An­lei­tung zu­dem, wie Sie den Food-Karton mit ei­ner uri­gen Holz­op­tik auf­pep­pen kön­nen.

Schachtel für Lebkuchen basteln

Zum An­fer­ti­gen ei­ner kon­ven­tio­nel­len Leb­ku­chen­rol­le ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in den Far­ben Weiß, Va­nil­le, Grün und Braun. Für das Holz­mus­ter nahm ich zu­dem ei­nen wei­ßen Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis so­wie schwar­ze und brau­ne Acryl­far­be zur Hil­fe. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Haus­halts­kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­ne zu­recht­le­gen.

Bild von kostenloser Bastelschablone für eine Lebkuchenschachtel. Verpackung für Bahlsen Contessa Schokolebkuchen 3-fach sortiert. Schnittmuster von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im ers­ten Schritt druck­te ich zu­nächst ein­mal das Schnitt­mus­ter im Quer­for­mat aus. Gleich da­nach schnitt ich die Schach­tel­vor­la­ge frei, um die­se sau­ber auf mei­ne Ton­pa­pier­bö­gen auf­zeich­nen zu kön­nen.

Mei­ne Leb­ku­chen­rol­le soll­te zwei­far­big sein, wes­halb ich die prä­pa­rier­te Scha­blo­ne ein­mal aus brau­nem und ein­mal aus va­nill­e­far­be­nem Ton­pa­pier an­fer­tig­te. Die bei­den iden­ti­schen Ein­zel­tei­le kleb­te ich di­rekt im An­schluss sym­me­trisch auf­ein­an­der, so­dass mei­ne Ver­pa­ckung an je­der Sei­te eine Gram­ma­tur von 260 g/m² er­hielt.

Picture Collage with Instructions: How to tinker German Gingerbread Boxes? Free DIY Tutorial for Christmas wrapping published by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Im drit­ten Bas­tel­schritt falz­te ich dann sämt­li­che Knick­li­ni­en und Kle­be­laschen, da­mit ich das Bau­teil gleich dar­auf zu ei­ner Leb­ku­chen­schach­tel zu­sam­men­kle­ben konn­te.

Hin­weis: Die vier Kle­be­laschen der lan­gen Sei­ten­tei­le fi­xier­te ich au­ßen an den ab­ge­run­de­ten Stirn­sei­ten. Die­se Maß­nah­me sorg­te da­für, dass mei­ne Ver­pa­ckung sta­bi­ler wur­de. Na­tür­lich ent­stan­den da­bei un­schö­ne Kan­ten, die ich je­doch gänz­lich durch die Ver­tä­fe­lung ver­schwin­den ließ.

Kartonage erhält lebendige Scheunenoptik

Beim Ver­zie­ren mei­ner Food-Box ori­en­tier­te ich mich an tra­di­tio­nel­len nord­ame­ri­ka­ni­schen Scheu­nen, die im Mitt­le­ren Wes­ten der USA an­zu­tref­fen sind.

Historische Verpackung für Pfefferkuchen mit Holzvertäfelung aus der Schatzkammer der Liudolfinger. Umsetzung und Idee von Veronika Vetter Pfefferküchlerin aus Pulsnitz (Sachsen)

Für den fünf­ten Bas­tel­schritt muss­te ich mir als Ers­tes 40 dün­ne Ton­pa­pier­strei­fen für die Ver­tä­fe­lung zu­recht­schnei­den. Da­mit ein auf­re­gen­des Holz­mus­ter ent­ste­hen konn­te, durf­ten die Bal­ken je­doch nicht alle gleich­groß sein. Aus die­sem Grund fer­tig­te ich mir un­ter­schied­lich di­cke Strei­fen an, die zwi­schen 0,3 und 0,7 Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

  • Als Nächs­tes be­strich ich eine gan­ze Schach­tel­sei­te groß­zü­gig mit wei­ßem Bas­tel­kle­ber. Gleich da­nach leg­te ich mei­ne Pa­pier­bal­ken ho­ri­zon­tal und par­al­lel zu­ein­an­der auf die feuch­te Stel­le.
  • Hin­weis: Beim Auf­kle­ben ach­te­te ich dar­auf, dass zwi­schen den Bal­ken stets ein klei­ner Ab­stand blieb.
  • Nach­dem ich die Ton­pa­pier­strei­fen nicht nur an den drei an­de­ren Sei­ten, son­dern auch am äu­ße­ren Bo­den mei­ner Leb­ku­chen­rol­le an­ge­bracht hat­te, leg­te ich mei­ne Ver­pa­ckung erst ein­mal für 30 Mi­nu­ten zum Trock­nen.

Im An­schluss dar­an grun­dier­te ich mein Ge­bälk mit brau­ner Acryl­far­be. Wich­tig: So­lan­ge die Grun­die­rung noch feucht war, nutz­te ich die Chan­ce, um zu­dem noch schwar­ze Ak­zen­te in mein Holz­mus­ter ein­zu­zie­hen. Dar­auf­hin ließ ich mei­ne Food-Box er­neut für 30 Mi­nu­ten trock­nen.

Bild von roten Lebkuchenrollen für runde Oblatenpfefferkuchen aus Nürnberg. Bastelanleitung für die Weihnachtsfeier bereitgestellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ganz zum Schluss gar­nier­te ich die höl­zer­ne Au­ßen­sei­te mei­ner Ver­pa­ckung noch mit wei­ßen Zier­bal­ken, die dem Scheu­nen­de­sign eine ex­klu­si­ve Fach­werk­op­tik ver­lie­hen. Gleich dar­auf war mei­ne selbst ge­bas­tel­te Leb­ku­chen­rol­le be­reit, um mit sechs Nürn­ber­ger Eli­sen­leb­ku­chen be­füllt zu wer­den.

Lebkuchen sind das Winterbrot der Deutschen

Im Früh­jahr 2017 leg­te der da­ma­li­ge Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re an­läss­lich der Is­la­mis­mus­de­bat­te ei­nen Zehn-Punkte-Katalog zur deut­schen Leit­kul­tur vor. In die­sem Ma­ni­fest be­haup­tet der Künst­le­rin­nen­sohn rich­ti­ger­wei­se, dass un­se­re schö­ne Bun­des­re­pu­blik eine Kul­tur­na­ti­on sei.

Wir sind Kul­tur­na­ti­on. Kaum ein Land ist so ge­prägt von Kul­tur und Phi­lo­so­phie wie Deutsch­land.

Mai­ziè­re de, Tho­mas: Leit­kul­tur für Deutsch­land - Was ist das ei­gent­lich? bmi.bund.de (12/2017).

Bild von heiligen Lebkuchen, die bei einer Invasion den aggressiven Moslemmob aus Deutschland fernhalten. Deus lo vult Lebkuchenverpackung zum Nachbasteln für Katholiken des Abendlandes

Zum Glück müs­sen die Deut­schen nicht un­be­dingt Ri­chard Wag­ner hö­ren oder Walt­her von der Vo­gel­wei­de le­sen, um sich hei­mat­ver­bun­den zu füh­len. Schließ­lich sind Leb­ku­chen eben­falls ein ur­deut­sches Kul­tur­gut. Wie ist es sonst zu er­klä­ren, dass der Augs­bur­ger Christ­kind­les­markt im Jah­re 1498 „Lebzeltermarkt”³ hieß? Hin­ge­gen im frü­hen 17. Jahr­hun­dert sorg­ten Ho­nig­ku­chen der Le­gen­de nach da­für, dass die Gläu­bi­gen am Hei­lig­abend den Got­tes­dienst in der Nürn­ber­ger Lo­renz­kir­che⁴ schwänz­ten. Und auch heut­zu­ta­ge müs­sen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land jähr­lich rund 80.700 Ton­nen⁵ Leb­ku­chen her­ge­stellt wer­den, da­mit die Nach­fah­ren der Ot­to­nen ihr kul­tu­rel­les Erbe ze­le­brie­ren kön­nen.

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¹M­ar­tin, An­dre­as: Sel­te­nes Hand­werk in Sach­sen - Pfef­fer­küch­ler. Mit dem Hennig- schen Back- und An­lei­tungs­buch für die Pfef­fer­küch­le­rei aus dem Jah­re 1845. Dres­den: Säch­si­sches Druck- und Ver­lags­haus GmbH 1996.
²Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Pfef­fer­ku­chen aus Fimo mo­del­lie­ren - klas­si­sche Eli­sen­leb­ku­chen. fimo.gws2.de (12/2017).
³Beckers-Dohlen, Clau­dia: Weih­nachts­märk­te. In: Kar­fun­kel Nr. 121 (2015). S. 15.
⁴Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Ver­kaufs­stand für den Weih­nachts­markt bas­teln. gws2.de (12/2017).
⁵S­mil­ja­nic, Nera: WISO: Teu­er oder bil­lig: Leb­ku­chen. zdf.de (12/2017).

Verkaufsstand für den Weihnachtsmarkt basteln – Anleitung

Je­des Jahr pünkt­lich zum ers­ten Ad­vent öff­nen die Weih­nachts­märk­te ihre Pfor­ten. Es ist noch gar nicht so lan­ge her, da be­ru­hig­ten die­se an­däch­ti­gen Han­dels­plät­ze für ei­ni­ge Wo­chen die auf­ge­scheuch­ten In­nen­städ­te wie Bal­dri­an­trop­fen. Auf­grund der vor­an­ge­schrit­te­nen Di­gi­ta­li­sie­rung sind die Stadt­zen­tren klei­ner und mit­tel­gro­ßer Städ­te aber zwi­schen­zeit­lich wie leer ge­fegt. Dort wir­ken Christ­kindl­märk­te mit ih­ren put­zi­gen Ver­kaufs­stän­den heut­zu­ta­ge wie Mun­ter­ma­cher, die ein­mal im Jahr wie­der et­was Le­ben hin­ter die Stadt­mau­ern brin­gen.

Bild von Verkaufshütte aus Papier mit Fimo Lebkuchen von DAoCFrEak für den WeihnachtsmarktEs ist je­doch nicht das ers­te Mal, dass sich die Be­deu­tung der idyl­li­schen Märk­te ver­än­dert hat. Wer heu­te ei­nen Weih­nachts­markt be­sucht, der trifft sich mit Freun­den oder Kol­le­gen auf ei­nen Glüh­wein im Frei­en bei sanf­ter christ­li­cher Mu­sik. An­de­re wie­der­um stö­bern lie­ber durch die An­ge­bo­te der Händ­ler auf der Su­che nach weih­nacht­li­chem Tand. Hin­ge­gen wer im Jah­re 1384 den wohl al­ler­ers­ten Weih­nachts­markt im säch­si­schen Baut­zen be­such­te, der war auf der Jagd nach dem bes­ten Stück Fleisch.

Die Ge­schich­te des Baut­zener Weih­nachts­mark­tes ist eine sehr alte. Be­reits 1384 ver­lieh Kö­nig Wen­zel der Stadt Bu­dis­sin das Recht zur Ab­hal­tung ei­nes frei­en Fleisch­mark­tes. Vom St. Mi­cha­els­tag an war es sonn­abends je­dem Flei­scher er­laubt, [...].

Schult­heis, Klaus: Weih­nachts­markt in Baut­zen: Der Baut­zener Wen­zels­markt. weihnachtsmarkt-bautzen.de (11/2016).

Bild von selbst gebastelter Verkaufsbude aus Papier für PlaymobilfigurenViel­leicht auf­grund der Tat­sa­che, dass das kul­tu­rel­le Zen­trum der Sor­ben über 40 Jah­re Teil der Deut­schen De­mo­kra­ti­schen Re­pu­blik war und des­halb seit­her nicht mehr so für den Ka­tho­li­zis­mus steht wie im 14. Jahr­hun­dert, möch­ten vie­le Quel­len Baut­zen die­sen Ruhm nicht gön­nen. Des­halb liest man oft, dass der ers­te Weih­nachts­markt be­reits im Jah­re 1296 in Wien ab­ge­hal­ten wur­de. Hier­bei han­del­te es sich je­doch le­dig­lich um ein 14-tägiges Kir­chen­fest, bei dem es um die Ver­län­ge­rung der Stadt­rech­te ging. Der ers­te Christ­kindl­markt in der spä­te­ren Kai­ser­stadt war wohl erst im 17. Jahr­hun­dert.

The as­sump­ti­on that the first pre­cur­sors of the Vi­en­na Christ­mas mar­ket were al­rea­dy held more than 700 ye­ars ago does not hold true. Usual­ly the­se as­sump­ti­ons re­fer to 1296, [...]. Sin­ce the 17th cen­tu­ry bills are only frag­men­ta­ry, it is not pos­si­ble to know the exact date of the first Christ­mas mar­kets.

Town Hall Vi­en­na: Vi­en­na Christ­mas Mar­ket - Histo­ry. wien.gv.at (11/2016).

Bild von selbst gebastelter, nikolausroter Holzhütte aus Papier mit HolzoptikWuss­ten Sie, dass der weih­nacht­li­che Ge­schen­ke­aus­tausch vor Mar­tin Lu­ther be­reits am Ni­ko­laus­tag statt­fand? Die Nach­ah­mer des Hei­li­gen Ni­ko­laus von Myra brach­ten be­kannt­lich im Spät­mit­tel­al­ter für die Kin­der manch­mal Äp­fel und Nüs­se, je­doch meis­tens nur die Rute. Erst als im 16. Jahr­hun­dert das gü­ti­ge Christ­kind am 24. De­zem­ber selbst für klei­ne Ra­bau­ken im­mer ein rich­ti­ges Prä­sent be­reit­hielt, wur­den Christ­kindl­märk­te zu dem, was sie heu­te sind.

Re­li­gious re­for­mer Mar­tin Lu­ther play­ed a ma­jor role in our cur­rent Christ­mas customs. Lu­ther in­sti­tu­ted new Christ­mas gift gi­ving tra­di­ti­ons. Be­fo­re Lu­ther, the ex­chan­ge of Christ­mas pres­ents took place on the Saint Days of St. Ni­cho­las (De­cem­ber 6) [...].

Lord, Ste­ve: Histo­ry of Ger­man Christ­kindl­mar­ket: Mar­tin Luther’s Role in Christ­mas Customs. christkindlmarktleavenworth.com (11/2016).

Collage von selbst gebasteltem Verkaufsstand für den Weihnachtsmarkt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Wie Sie se­hen, sind Ver­kaufs­stän­de die ein­zi­ge Kon­stan­te auf Weih­nachts­märk­ten. Nicht ein­mal der gro­ße Christ­baum kann da­ge­gen auf­war­ten. Die­ser wur­de näm­lich erst im Jah­re 1605 ein Teil der Ad­vents­de­ko­ra­ti­on.

Es war wohl im Jah­re 1605 in Straß­burg, wel­ches zu je­ner Zeit noch zum Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich Deut­scher Na­ti­on ge­hör­te, als der ers­te Weih­nachts­baum ge­schmückt und da­mit die­se schö­ne Tra­di­ti­on ge­star­tet wur­de.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Be­leuch­te­ter Weih­nachts­baum – Bas­tel­an­lei­tung. gws2.de (11/2016).

Bild von Verkaufsstand, der Nacht auf einem beleuchtetem Weihnachtsmarkt steht mit NußknackerSelbst der Aus­tra­gungs­ort hat sich ver­än­dert. Konn­te man im Spät­mit­tel­al­ter noch eine Phio­le Ar­sen dar­auf neh­men, den Weih­nachts­markt um die größ­te Stadt­kir­che her­um zu fin­den, ist selbst dies nicht mehr zwin­gend nö­tig. Vor al­lem in Me­tro­po­len sind die schmu­cken Ad­vents­märk­te wild übers gan­ze Stadt­bild ver­teilt. Da­für könn­te ein Nürn­ber­ger Pfar­rer ver­ant­wort­lich sein, der sich im Jah­re 1616 dar­über be­schwer­te, dass sei­ne Schäf­lein nicht in aus­rei­chen­der An­zahl zur Nach­mit­tags­mes­se an Hei­lig­abend er­schie­nen sind. Schuld dar­an soll der Christ­kindl­markt vor der Lo­renz­kir­che ge­we­sen sein, der die Gläu­bi­gen mit köst­li­chem Ho­nig­wein und Pfef­fer­ku­chen pa­ra­ly­sier­te.

Usual­ly, the Christ­mas Mar­kets were held around the city’s main church to at­tract church-goers. But they were so en­t­i­cing that a priest in Nürn­berg in 1616 com­p­lai­ned that he could not hold the af­ter­noon ser­vice on Christ­mas Eve.

An­ony­mous: The Histo­ry of Christ­mas Mar­kets. germany-christmas-markets.org.uk (11/2016).

Um mei­ne Wert­schät­zung ge­gen­über den weih­nacht­li­chen Holz­hüt­ten und ih­ren Päch­tern zum Aus­druck zu brin­gen, habe ich ei­nen Ver­kaufs­stand aus Pa­pier ent­wor­fen. Denn wer oder was schafft es sonst noch, seit Jahr­hun­der­ten vier Wo­chen lang ei­nen gan­zen Stadt­be­reich zu ver­zau­bern?

Bild von einem Nußknacker, der in einem Verkaufsstand Lebkuchen auf dem Weihnachtsmarkt in Nürnberg verkauft. Szenerie gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Die ver­schnei­te Block­hüt­te ist 12,5 Zen­ti­me­ter lang, 7,5 Zen­ti­me­ter breit und 13,5 Zen­ti­me­ter hoch. Die Maße ka­men da­durch zu­stan­de, da ich woll­te, dass eine Play­mo­bil­fi­gur mit ih­ren 7,2 Zen­ti­me­tern be­quem im Haus ste­hen kann.

Falls Sie sich ei­nen Mi­nia­tur­weih­nachts­markt für Ihre Mo­dell­ei­sen­bahn­ku­lis­se, Ihre Play­mo­bil­fi­gu­ren oder Ihre selbst mo­del­lier­ten Peppa Pigs er­schaf­fen wol­len, er­hal­ten Sie nun kos­ten­los die da­für nö­ti­gen Bas­tel­scha­blo­nen samt den An­lei­tungs­schrit­ten.

Bastelanleitung für Verkaufsstand

Bild von den drei Bauteilen für den HausbodenAls Bau­ma­te­ri­al für mei­ne ver­schnei­te Weih­nachts­hüt­te ver­wen­de­te ich han­dels­üb­li­ches Ton­pa­pier in vie­len un­ter­schied­li­chen Far­ben. Für die De­ko­ra­tio­nen und die rus­ti­ka­le Holz­op­tik ka­men zu­dem Kunst­schnee, ein wei­ßer Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und di­ver­se Acryl­far­ben zum Ein­satz. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 / #2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9) zu­recht­le­gen.

Bild vom Zusammenkleben der stabilen BodenplattenZu­al­ler­erst bas­tel­te ich den Haus­bo­den von Scha­blo­ne #1. Dazu fer­tig­te ich das grö­ße­re Ele­ment zwei­mal aus mei­nen Ton­pa­pier­far­ben an und falz­te gleich dar­auf die Knick- und Kle­be­li­ni­en. Das klei­ne­re, qua­der­för­mi­ge Ele­ment ist le­dig­lich eine Ver­stär­kung des Bo­dens, die ich zwi­schen die an­de­ren bei­den Ein­zel­tei­le kleb­te. Gleich dar­auf fer­tig­te ich die Rück­wand von Scha­blo­ne #2 an.

Weihnachtshaus bekommt stabile Wände

Die groß­flä­chi­ge Rück­wand wie auch alle wei­te­ren Wand­ele­men­te stell­te ich zu­nächst wie­der aus zwei iden­ti­schen Ton­pa­pier­stü­cken her. Die In­nen­sei­te mei­nes Ver­kaufs­hau­ses soll­te da­bei ro­sa­far­ben und die Au­ßen­sei­te ni­ko­laus­rot sein. Als ich das Bau­teil ver­stärkt hat­te, kleb­te ich die Rück­wand di­rekt nach dem Fal­zen an der sta­bi­len Bo­den­plat­te fest.

Bild von Blockhütte, die im Rohbau ist. Einbauen der VerkaufsfensterwandAus den­sel­ben Far­ben und nach dem glei­chen Prin­zip fer­tig­te ich mir dar­auf­hin zu­erst die bei­den Sei­ten­wän­de von Scha­blo­ne #3 und da­nach die Vor­der­wand mit dem Ver­kaufs­fens­ter von Scha­blo­ne #4 an. Alle Pa­pier­wand­ele­men­te ver­kleb­te ich im nächs­ten Schritt mit­ein­an­der und mit dem Bo­den. Wich­tig: Das Dach ließ ich wei­ter­hin ge­öff­net, um den Ver­kaufs­tre­sen ein­bau­en zu kön­nen.

Ladentheke einbauen und Dachmuster anbringen

Bild von einem gefalzten Stück Papier, welches zu einem Verkaufstresen gefaltet wirdDas Zu­sam­men­bau­en des Ver­kaufs­tre­sens war der schwie­rigs­te Teil des Bas­tel­mo­tivs. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #5. Nach dem An­fer­ti­gen, Zu­sam­men­kle­ben und Fal­zen hat­te ich ins­ge­samt drei prä­pa­rier­te Bau­tei­le vor mir lie­gen. Die bei­den klei­nen Tei­le kleb­te ich sich ge­gen­über­lie­gend an das Ende des gro­ßen Pa­pier­qua­ders, wel­ches über kei­ne Kle­be­lasche ver­fügt.

Bild vom Zusammenbau der Ladentheke aus PapierIm An­schluss knick­te ich das qua­der­för­mi­ge Ele­ment (sie­he Scha­blo­ne) und be­fes­tig­te es Stück für Stück an den Kle­be­laschen der bei­den Sei­ten­tei­le, bis eine drei­di­men­sio­na­le Tisch­plat­te ent­stand. Die Plat­te kipp­te ich dar­auf­hin hin­ten über das Kon­strukt und ver­kleb­te das Gan­ze am Bo­den. Da­mit hat­te ich aus nur drei Pa­pier­stü­cken eine ro­bus­te La­den­the­ke ge­bas­telt.

Bild von roter Verkaufshütte aus PapierDen Bo­den und die Sei­ten des Tre­sens be­strich ich di­rekt im An­schluss mit flüs­si­gem Kle­ber und bau­te die­sen über das Dach in mei­ne Ver­kaufs­hüt­te ein. Hin­weis: Ich ach­te­te dar­auf, dass sich die The­ke fest an die Vor­der­wand an­schmieg­te, so­dass ein klei­nes Brett für die Glüh­weint­as­sen der Kun­den aus dem Ver­kaufs­fens­ter her­aus­rag­te. Nun konn­te ich mein Dach end­lich ver­schlie­ßen.

Bild vom Zusammenkleben der braunen PapierdachziegelnDa­mit das Dach der Hüt­te auch schwe­re Schnee­mas­sen pro­blem­los tra­gen kann, habe ich es aus meh­re­ren Pa­pier­la­gen in zwei un­ter­schied­li­chen Braun­tö­nen an­ge­fer­tigt. Ich be­gann mit dem Dach­bau mit­hil­fe von Scha­blo­ne #6. Nach dem rou­ti­nier­ten Vor­be­rei­ten der Ein­zel­tei­le kleb­te ich ein­fach das Ele­ment mit den run­den Dach­zie­geln mit­tig auf das fla­che Pen­dant.

Bild vom gedeckten, braunen Dach einer Weihnachtshütte aus PapierIm nächs­ten Schritt be­rei­te­te ich mir auch die drei Ele­men­te von Scha­blo­ne #7 vor und kleb­te die­se der Rei­he nach be­gin­nend mit dem größ­ten Teil auf mein Dach­ge­rüst auf. Mein un­ver­wüst­li­ches Sat­tel­dach kleb­te ich dar­auf­fol­gend oben auf die Pa­pier­hüt­te. Wenn Sie wie ich zwei un­ter­schied­li­che Far­ben für die Dach­zie­geln ver­wen­den, er­hal­ten Sie mit­hil­fe die­ser Kle­be­tech­nik au­to­ma­tisch ein ab­wechs­lungs­rei­ches Mus­ter.

  • Op­tio­nal: Möch­ten Sie, dass der Dach­über­stand von un­ten be­trach­tet ge­nau­so rot aus­sieht wie die Wän­de des Ver­kaufs­stan­des? Dann ver­stär­ken Sie die ge­rad­li­ni­ge Vor­la­ge von Scha­blo­ne #6 nicht mit dem­sel­ben Farb­ton der Ober­sei­te, son­dern mit ei­nem ro­ten Ton­pa­pier­ele­ment.

Rustikale Holzwand und besinnliche Adventsdekorationen

Bild vom Bestreichen der roten Papierwände mit weißem Bastelkleber, um Holzoptik zu erzeugenMir war es wich­tig, dass der Ver­kaufs­stand so aus­sieht, als hät­te er schon ei­ni­ge Jah­re auf dem Bu­ckel. Aus die­sem Grund ver­pass­te ich dem Ge­bäu­de noch eine Holz­ma­se­rung. Dazu schnitt ich mir zu­nächst rote Ton­pa­pier­strei­fen zu­recht, die un­ter­schied­lich breit wa­ren. Im An­schluss be­strich ich eine Au­ßen­wand mit wei­ßem Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und leg­te mei­ne Strei­fen wie ein­zel­ne Quer­bal­ken auf.

Das Gan­ze ver­sie­gel­te ich gleich da­nach auch von oben mit dem Bas­tel­kle­ber. Nach­fol­gend wie­der­hol­te ich die Schrit­te bei den an­de­ren drei Au­ßen­wän­den. Als ich da­mit fer­tig war, leg­te ich mei­ne Holz­hüt­te für cir­ca 30 Mi­nu­ten zum Trock­nen. Um die ver­we­ge­ne Holz­op­tik nun noch ab­zu­schlie­ßen, be­mal­te ich die Pa­pier­holz­bal­ken groß­zü­gig mit ro­ter Acryl­far­be.

  • Wich­tig: So­lan­ge die Far­be noch nicht ge­trock­net war, zog ich zu­dem noch High­lights mit schwar­zer Acryl­far­be in das Wand­mus­ter. Be­vor ich mit der weih­nacht­li­chen De­ko­ra­ti­on wei­ter­mach­te, ließ ich mein Pa­pier­haus über Nacht aus­här­ten.

Bild vom Verkaufsfenster einer Hütte, welches mit einem Holzbrett verschlossen wirdAm nächs­ten Bas­tel­tag ver­edel­te ich mei­ne Au­ßen­wän­de zu­dem noch mit wei­ßen Zier­leis­ten. Da­für fer­tig­te ich mir wei­ße Strei­fen aus Ton­pa­pier an. Alle Haus­ecken ver­klei­de­te ich mit Zier­leis­ten, die ei­nen Zen­ti­me­ter breit wa­ren. Hin­ge­gen die Wand­ver­schö­ne­rung fand mit wei­ßen Strei­fen statt, die le­dig­lich über eine Brei­te von 0,5 Zen­ti­me­tern ver­füg­ten. Dar­auf­fol­gend kleb­te ich die Ver­kaufs­schil­der von Scha­blo­ne #8 auf mei­ne Holz­hüt­te.

  • Für die Tan­nen­zweig­gir­lan­den schnitt ich grü­ne Ton­pa­pier­strei­fen mit ei­ner Brei­te von ei­nem Zen­ti­me­ter fran­sig. Da­nach dreh­te ich die Zwei­ge eng zu ei­ner Wurst und kleb­te die­se auf mei­nen Ver­kaufs­stand.

Bild vom Verzieren eines Hausdachs mit KunstschneeDa­mit die klei­ne Block­hüt­te nach La­den­schluss vor Wind, Wet­ter und Van­da­lis­mus ge­schützt ist, kann das Ver­kaufs­fens­ter mit ei­nem Holz­brett ver­schlos­sen wer­den. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #9. Ne­ben dem gro­ßen Fens­ter­ver­schluss die­nen die Strei­fen le­dig­lich zum An­brin­gen von zwei Hand­grif­fen und zur De­ko­ra­ti­on. Zu gu­ter Letzt ver­zier­te ich mein Bas­tel­mo­tiv noch groß­zü­gig mit Kunst­schnee, da­nach hat­te ich mei­ne Weih­nachts­markt­hüt­te fer­tig­ge­stellt.

Fazit: Vorweihnachtliche Traditionen sind etwas Wundervolles

Bild von selbst gebauter Verkaufshütte für Weihnachtsmärkte für Lebensmittel wie Gebäck (Lebkuchen/Stollen)Ab­ge­se­hen vom Bas­teln des Tre­sens, ist der Ver­kaufs­stand ein re­la­tiv ein­fa­ches Mo­tiv, wel­ches je­doch viel Aus­dau­er er­for­dert. Ein Ex­em­plar habe ich ge­müt­lich in­ner­halb von zwei Ta­gen voll­endet. Falls Sie mö­gen, kön­nen Sie wie ich noch klei­ne Pa­pier­fä­cher auf der La­den­the­ke be­fes­ti­gen und Le­cke­rei­en aus Fimo zum Ver­kauf an­bie­ten. Eben­so bie­tet sich das Häus­chen zum An­brin­gen ei­ner pas­si­ven In­nen­be­leuch­tung an.

Bild von einer weißen Maus aus Fimo von DAoCFrEak auf dem WeihnachtsmarktIch ze­le­brie­re den Be­ginn der Ad­vents­zeit je­des Jahr mit ei­nem Be­such auf dem Weih­nachts­markt. Dort schlen­de­re ich ein we­nig um­her und kau­fe mir dann ei­nen ein Ki­lo­gramm schwe­ren, saf­ti­gen But­ter­stol­len und Leb­ku­chen mit wei­ßer Gla­sur. Wie­der zu Hau­se leh­ne ich mich in mei­nen Ses­sel und schaue mir „Ke­vin – Al­lein zu Haus” an. Ne­ben­bei ver­put­ze ich so viel wie nur mög­lich von mei­nem himm­li­schen Weih­nachts­ge­bäck. Un­ge­fähr so wie Kate Moss in ih­ren bes­ten Zei­ten, nur mit dem Un­ter­schied, dass ich auf­grund des vie­len Zu­ckers noch wäh­rend des Films ein­schla­fe und des­halb am nächs­ten Tag nicht den Bauch­um­fang ei­nes Su­per­mo­dels, son­dern den ei­ner Olym­pia­sie­ge­rin im Ku­gel­sto­ßen habe.

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