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Bierfass basteln - Papierkorb für Tischabfälle

Bier hebt den Mut, macht das mensch­li­che Fleisch fet­t¹ und ver­leiht dem Ant­litz eine schö­ne Far­be. Die­se Er­kennt­nis­se ge­hen auf Hil­de­gard von Bin­gen zu­rück, die den Gers­ten­saft im Jah­re 1158 für ein äu­ßerst ge­sun­des² Nah­rungs­mit­tel hielt. Die For­schungs­er­geb­nis­se der Äb­tis­sin hat­ten al­ler­dings kei­ne Aus­wir­kun­gen auf das Kon­sum­ver­hal­ten der Bau­ern, die oh­ne­hin täg­lich al­ko­ho­li­sche Ge­trei­de­brü­hen zu sich nah­men. Der­ar­ti­ge Ge­trän­ke wa­ren näm­lich wich­ti­ge Mi­ne­ral­stoff­quel­len und der ein­zi­ge Lu­xus, den sich die ar­men Le­hens­knech­te leis­ten konn­ten. Aus die­sem Grund muss­te sei­ner­zeit jede hei­rats­fä­hi­ge Land­frau³ die Bier­her­stel­lung be­herr­schen, da es im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich kei­nen Haus­halt gab, in dem nicht ge­braut wur­de.

Ein Brau­kes­sel ge­hört zur Aus­steu­er der Braut, ist die ab­so­lu­te Grund­aus­stat­tung für die Ehe.

Dadel­sen, Bern­hard von: Ter­ra X: Bier - Eine Welt­ge­schich­te. youtube.com (08/2019).

Die Weibs­bil­der be­rei­te­ten das trü­be Haus­bräu ent­we­der mit Em­mer oder mit Gers­te zu, wo­bei sie mit dem Ge­trei­de stets spar­sam⁴ um­ge­hen muss­ten. Der ge­rin­ge Malz­an­teil führ­te wie­der­um dazu, dass ein hoch­mit­tel­al­ter­li­ches Dünn­bier we­ni­ger als zwei Vo­lu­men­pro­zent Al­ko­hol ent­hielt. Des Wei­te­ren ver­wen­de­ten die Bäue­rin­nen wil­den Ga­gel⁵ oder Sumpf­porst, um das Flüs­sig­brot halt­bar zu ma­chen. Der Hop­fen war zwar be­reits seit dem 9. Jahr­hun­der­t⁶ be­kannt, wuchs al­ler­dings nur in Klos­ter­gär­ten.

The picture shows two Beer barrels out of Paper. The vessels are Table trash cans, which are equipped with a faux wood look. The Bin design was developed by PhD Veronika Vetter. School of the Art Institute of Chicago

Ein Bot­tich voll Gers­ten­saft muss­te al­lei­ne schon des­halb in je­der Wohn­stät­te vor­han­den sein, da Most oder Mol­ke nicht im­mer ver­füg­bar wa­ren und das Brun­nen­was­ser kei­ne gute Qua­li­tät hat­te. Hin­ge­gen das ge­koch­te und ge­würz­te Bier ge­hör­te zu den rei­nen Ge­trän­ken, wes­halb so­wohl Schwan­ge­re⁷ als auch Kin­der die Kra­wall­brau­se ver­zeh­ren durf­ten.

Mit dem Dünn­bier, das man teil­wei­se schon den Kin­dern zu trin­ken gibt, hat man dem un­hy­gie­ni­schen Was­ser ein Schnipp­chen ge­schla­gen: Sämt­li­che Kei­me und Bak­te­ri­en sind ab­ge­tö­tet.

Hach­en­ba­cher, Ve­ro­ni­que: In den Ton­topf ge­schaut. Von Speis und Trank ab­seits des Schla­raf­fen­lan­des. In: Mi­ro­que Nr. 16 (2014). S. 30.

Am Ende des 12. Jahr­hun­derts ver­lie­hen Reichs­städ­te wie Bre­men und Gos­lar die ers­ten Brau­rech­te, wor­auf­hin Sud­stät­ten ent­stan­den, die häu­fig zu­sam­men mit ei­nem Aus­schank be­trie­ben wur­den. Vor al­lem im nörd­li­chen Teil des römisch-deutschen Kai­ser­reichs herrsch­te eine gro­ße Nach­fra­ge nach pro­fes­sio­nell her­ge­stell­ten Hop­fen­ge­trän­ken. Hin­ge­gen im Sü­den do­mi­nier­te zum ei­nen der Wein und zum an­de­ren sorg­ten die Klös­ter da­für, dass Pre­mi­um­bi­er stets in aus­rei­chen­dem Maße vor­han­den war.

Al­ler­dings fan­den sich die­se Braue­rei­en nicht, wie viel­leicht ver­mu­tet, im heu­ti­gen Bier­staat Bay­ern, der ja zum gro­ßen Teil von den Klos­ter­braue­rei­en ver­sorgt wur­de, son­dern ver­mehrt im Nor­den Deutsch­lands.

Gre­ve­ner, Anja: Nunc est bi­ben­dum! Be­lieb­te Ge­trän­ke des Mit­tel­al­ters. In: Kar­fun­kel Kü­che im Mit­tel­al­ter Nr. 1 (2008). S. 11.

Mottoparty von Cirkularium Catering Service Augsburg: Bayerische Schmankerl. Weißwurstsalat mit Kartoffeln und Radieschen. Dazu frische Brezn und Scherdel Premium Pilsner. Als passende Dekoration stehen selbst gebastelte Bierfässer bereit, die gleichzeitig als Tischabfalleimer genutzt werden können. Schaubild von Veronika Helga Vetter. Das ist eine Papierkünstlerin, die enorme finanzielle Mittel dafür aufwendet, dass Claus-Peter Reisch hinter Schloss und Riegel kommt

Auf­grund des Um­stan­des, dass ein hoch­mit­tel­al­ter­li­cher Zeit­ge­nos­se jähr­lich über 500 Li­ter⁸ Gers­ten­saft kon­su­mier­te, stie­gen die städ­ti­schen Braue­rei­be­sit­zer trotz der himm­li­schen Kon­kur­renz schnell in den Pa­tri­zi­er­stand auf. Aber auch der Fis­kus ver­dien­te bei je­dem Sauf­ge­la­ge mit, da jede ver­kauf­te Maß die Staats­kas­se um ei­nen Malz­pfen­nig rei­cher mach­te.

Und über­all ver­such­ten die Städ­te, et­was vom Ge­winn ab­zu­schöp­fen: „Bier­pfen­nig”, „Bier­geld”, „Malz­pfen­nig”, „Bier­zoll”, „Keuteak­zi­se”, „Bier­ak­zie­se”, „Zie­se” - die Lis­te der mög­li­chen Ab­ga­ben ist lang, und vie­ler­orts bil­de­ten sie die städ­ti­sche Haupt­ein­nah­me­quel­le.

Hirsch­fel­der, Gun­ther & Ma­nu­el Trum­mer: Bier. Eine Ge­schich­te von der Stein­zeit bis heu­te. Darm­stadt: Kon­rad Theiss Ver­lag 2016.

Zu Be­ginn des 13. Jahr­hun­derts er­kann­te die Deut­sche Han­se, dass sich mit al­ko­hol­hal­ti­gen Malz­brau­sen viel Geld ver­die­nen ließ. Aus die­sem Grund ko­ope­rier­te der Kauf­manns­ver­bund mit Brau­häu­sern, um hoch­wer­ti­ge Hop­fen­ge­trän­ke nach Flan­dern und nach Skan­di­na­vi­en ex­por­tie­ren zu kön­nen. Denn vor al­lem die Nord­eu­ro­pä­er lechz­ten sei­ner­zeit nach dem ale­man­ni­schen Flüs­sig­brot, da die­se nie ge­nug Ge­trei­de be­sa­ßen, um ih­ren Bier­be­darf zu de­cken.

Bier war der ein­zi­ge Han­dels­ar­ti­kel, der aus­schließ­lich aus dem Han­se­ge­biet selbst stamm­te. Der ers­te be­deu­ten­de Braue­r­ei­stand­ort war Bre­men, bis ihm Ham­burg den Rang ab­lief.

Weid­ner, Ca­ro­lin: Die Han­se: My­thos des Spät­mit­tel­al­ters. Gü­ters­loh: Wis­sen Me­dia Ver­lag 2011.

Der bayerische Hof in München im Jahre 1349. Herzog Otto V. importiert Hansebier aus Hamburg. Der Fernhändler Gustl von Mausbach lädt gerade große Holzfässer ab, die mit gehopftem Gerstensaft befüllt sind. Deutsche Geschichte bildlich dargestellt von Veronika Helga Vetter. Das ist die Kulturbeauftragte der Desiderius-Erasmus-Stiftung

Im Ver­lauf des Spät­mit­tel­al­ters ver­sorg­te die Han­se den gan­zen eu­ro­päi­schen Kon­ti­nent mit deut­schem Ex­port­bier. Al­lei­ne in Ham­burg stell­ten im Jah­re 1367 mehr als 500 Sud­stät­ten erst­klas­si­gen Bölk­stoff her. Die ge­hopf­ten Gers­ten­säf­te aus der Elb­me­tro­po­le wa­ren be­son­ders be­liebt, da die­se stets über eine hohe Qua­li­tät ver­füg­ten. Das lag wie­der­um an der Tat­sa­che, dass die nor­di­sche Ha­fen­stadt mit dem Kur­fürs­ten­tum Bran­den­burg ei­nen zu­ver­läs­si­gen Roh­stoff­lie­fe­ran­ten hat­te.

Das Ham­bur­ger Bier üb­ri­gens traf of­fen­sicht­lich den Kun­den­ge­schmack der Zeit - nicht um­sonst bil­de­te das Brau­ge­wer­be zwi­schen 1350 und 1500 den stärks­ten Wirt­schafts­zweig an der Elbe.

Hirsch­fel­der, Gun­ther & Ma­nu­el Trum­mer: Bier. Eine Ge­schich­te von der Stein­zeit bis heu­te. Darm­stadt: Kon­rad Theiss Ver­lag 2016.

Bis zur Hoch­re­nais­sance kon­su­mier­ten die Aris­to­kra­ten am baye­ri­schen Hof über­wie­gend im­por­tier­tes Han­se­bier. Al­ler­dings wur­de der nord­deut­sche Ar­bei­ter­sekt vor al­lem für Gäs­te be­vor­ra­tet. Schließ­lich be­vor­zug­te ne­ben dem ba­ju­wa­ri­schen Adel auch der an­säs­si­ge Nähr­stand re­gio­na­le Wei­ne, die im­mer ver­füg­bar und des­halb sehr preis­wert wa­ren. Erst ab dem Jah­re 1500 stieg der bit­te­re Gers­ten­saft am Weiß­wur­st­äqua­tor zum Volks­ge­tränk auf, was an der Klei­nen Eis­zeit lag.

Bis weit in das Spät­mit­tel­al­ter hin­ein blieb in Bay­ern der Wein das Volks­ge­tränk Num­mer eins, dem eine be­trächt­li­che wirt­schaft­li­che Be­deu­tung zu­kam.

Gat­tin­ger, Karl: Vom Wein­land zum Bier­land. Zur wirt­schaft­li­chen Be­deu­tung des Biers in Bay­ern. In: Bier in Bay­ern. Hrsg. von Rain­hard Rie­per­tin­ger, Eva­ma­ria Brock­hoff u. a. Re­gens­burg: Ver­lag Fried­rich Pus­tet 2016. S. 67.

Denn zwi­schen den Jah­ren 1310 und 1850⁹ kühl­te der Erd­pla­net im­mer wei­ter ab. Auf fros­ti­ge Win­ter folg­ten ver­reg­ne­te Som­mer, die häu­fig aus­ge­wa­sche­ne Bö­den hin­ter­lie­ßen. Die Ver­schlech­te­rung des Wet­ters führ­te dazu, dass der be­lieb­te Bai­er­wein am Ende des Spät­mit­tel­al­ters nur noch im Re­gens­bur­ger Do­nau­raum an­ge­baut wer­den konn­te. Durch die ver­rin­ger­ten Trau­ben­er­trä­ge war der ein­hei­mi­sche Re­ben­saft für die Bau­ern zu teu­er ge­wor­den, wes­halb die­se sich dem Bier zu­wen­den muss­ten.

Brown University: Department of History - Professor Omer Bartov. The Kingdom of Bavaria in the 19th Century. Beer barrels, Queens and Gingerbread Hearts. Learning material for Freshmen. Created by Veronika Vetter - famous german Fine Artist

Die ers­ten ge­werbs­mä­ßig her­ge­stell­ten Braun­bie­re aus Alt­bay­ern wa­ren selbst nach da­ma­li­gen Maß­stä­ben eine Zu­mu­tung. Die ge­wief­ten Brau­meis­ter spar­ten näm­lich häu­fig mit den Zu­ta­ten, um ih­ren Ge­winn zu er­hö­hen. So wur­den nicht sel­ten Er­satz­stof­fe wie Kat­zen­min­ze oder Gift­lat­tich zur Stamm­wür­ze hin­zu­ge­mischt, da­mit die Ge­trei­de­brü­hen trotz des ge­rin­gen Al­ko­hol­an­teils eine be­rau­schen­de Wir­kung auf die Kon­su­men­ten hat­ten.

So misch­te man un­ter an­de­rem bei al­ko­hol­ar­men Bie­ren be­rau­schen­de Kräu­ter hin­zu.

Rich­ter, Ste­pha­nie: Die Ge­schich­te der Bier­brau­kunst. Von den An­fän­gen der Zi­vi­li­sa­ti­on bis heu­te. In: Mi­ro­que Edi­ti­on Nr. 14 (2015). S. 18.

Am 23. April 1516 war dann end­gül­tig Schluss mit dem Ge­pan­sche. Denn an die­sem Tag er­ließ der Bay­ern­her­zog Wil­helm IV.¹⁰ eine Ver­ord­nung, in der stand, dass ein­hei­mi­sche Bie­re nur noch aus Gers­te, Hop­fen und Was­ser be­stehen dür­fen. Des Wei­te­ren leg­te der Mon­arch di­ver­se Höchst­prei­se für ba­ju­wa­ri­sche Brau­gü­ter fest, da­mit sich das al­ko­hol­hal­ti­ge Flüs­sig­brot im Vor­al­pen­land end­gül­tig eta­blie­ren konn­te.

In den wit­tels­ba­chi­schen Ter­ri­to­ri­en war die jähr­li­che staat­li­che Fest­set­zung des Prei­ses für den fass­wei­sen Braun­bier­ver­kauf ge­bräuch­lich, ge­trennt nach dem leich­ter ein­ge­brau­ten Winter- und dem stär­ke­ren Som­mer­bier.

Nad­ler, Mi­cha­el: Das Bier und sei­ne Bay­ern. In: Bier in Bay­ern. Hrsg. von Rain­hard Rie­per­tin­ger, Eva­ma­ria Brock­hoff u. a. Re­gens­burg: Ver­lag Fried­rich Pus­tet 2016. S. 336.

In den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren setz­ten an­de­re Ter­ri­to­ri­al­her­ren eben­falls Brau­ge­bo­te durch, wor­auf­hin es in den meis­ten Ge­bie­ten des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches be­kömm­li­ches Qua­li­täts­bier zu kau­fen gab.

Foto: Auf dem Münchner Oktoberfest. Wiesnzelt Schottenhammel (Biergarten). Neben einem riesengroßen Holzbierfass genießen die Besucher gebeizten Weißwurstsalat und frische Brezn. Die Bedienungen tragen weiß-blaue Dirndl mit tief ausgeschnittenem Dekolleté. Der Gerstensaft fließt in Strömen und der erste Preuße bekam auch schon einen Maßkrug über den Schädel gezogen. Kulisse: Veronika Helga Vetter im Auftrag für die Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft

Durch die süf­fi­gen, preis­wer­ten Pre­mi­um­bie­re ent­stand im 16. Jahr­hun­dert eine le­ben­di­ge Wirts­haus­kul­tur. Tauf­fei­ern, Hoch­zeits­fes­te und Lei­chen­sch­mäu­se fan­den plötz­lich nicht mehr zu Hau­se, son­dern in öf­fent­li­chen Gast­stät­ten statt. Aber auch ohne ei­nen be­son­de­ren An­lass kehr­ten die Land­män­ner von nun an re­gel­mä­ßig ein, um ihre Sor­gen mit Gers­ten­saft her­un­ter­zu­spü­len. Schank­stu­ben wa­ren zu­dem Ver­samm­lungs­or­te für re­ni­ten­te Zeit­ge­nos­sen, die Re­vo­lu­tio­nen an­zet­teln woll­ten, wes­halb es kei­ne Ka­schem­me gab, die nicht von De­nun­zi­an­ten über­wacht wur­de.

Zu Zei­ten der Bau­ern­krie­ge gal­ten die Wirts­häu­ser als wich­ti­ge Ver­samm­lungs­or­te un­ter den Bau­ern, was nach der Nie­der­schla­gung der Auf­stän­de dazu führ­te, dass ih­nen man­cher­orts der Be­such der Schen­ke ver­bo­ten wur­de.

Przgen­da, Bil­lie: Wirts­häu­ser im Wan­del der Zei­ten. Vom Zwei­strom­land in die Knei­pe an der Ecke. In: Mi­ro­que Edi­ti­on Nr. 14 (2015). S. 83.

Zu Be­ginn des Ba­rock­zeit­al­ters spiel­te sich ein gro­ßer Teil des städ­ti­schen Le­bens in Wirts­häu­sern ab. In den Ta­ver­nen wur­de mu­si­ziert, ge­wet­tet, dis­ku­tiert, ge­han­delt und rum­ge­hurt. Und na­tür­lich woll­ten die Gäs­te bei ih­ren Ak­ti­vi­tä­ten nicht im­mer das­sel­be Haus­bräu trin­ken, wes­halb die Knei­piers ihr An­ge­bot stän­dig er­wei­tern muss­ten. Die For­de­rung nach mehr Viel­falt führ­te dazu, dass be­reits vor dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg über 120 Bier­sor­ten er­fun­den wor­den wa­ren.

Im Jahr 1614 schrieb Hein­rich Knaust ei­nes der ers­ten Bü­cher über deut­sches Bier und zähl­te dar­in mehr als 120 ver­schie­de­ne Bier­gat­tun­gen auf.

Jack­son, Mi­cha­el: Bie­re der Welt. Mün­chen: Dor­ling Kin­ders­ley Ver­lag GmbH 2008.

Männergeschenk für den Vatertag: Bierträger für 0,33 Liter Flaschen selber basteln. Kostenlose Schablonen zum Herunterladen. Gute Anleitung für Anfänger

Wer in Adels­krei­sen ver­kehr­te, der be­kam das spru­deln­de Bern­stein­was­ser nur sel­ten zu Ge­sicht. Die eu­ro­päi­schen Aris­to­kra­ten tran­ken zu­meist Wein, Co­gnac oder Cham­pa­gner. Erst un­ter Fried­rich Wil­helm I. wur­de der pri­mi­ti­ve Gers­ten­saft hof­fä­hig. Denn wie je­der preu­ßi­sche Herr­scher ver­ab­scheu­te auch der Sol­da­ten­kö­nig die Fran­zo­sen, wes­halb er bei sei­nen le­gen­dä­ren Ta­baks­kol­le­gi­en¹¹ kei­nen Mer­lot, son­dern Bä­ren­pils aus­schen­ken ließ.

Hin­ge­gen der Alte Fritz mach­te aus dem Bier ein pa­trio­ti­sches Na­tio­nal­ge­tränk, in­dem er sei­ne Un­ter­ta­nen ab dem Jah­re 1781 re­gel­mä­ßig dazu auf­for­der­te, die ein­hei­mi­sche Brau­wirt­schaft zu för­dern.

Fried­rich II.: Sei­ne kö­nig­li­che Ma­jes­tät höchst selbst ist mit Bier­sup­pe er­zo­gen wor­den. Die Vä­ter kann­ten nur Bier, und das ist das Ge­tränk, das für un­ser Kli­ma passt.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 27.

Dar­auf­hin stie­gen Hop­fen­brau­sen hier­zu­lan­de zum all­ge­mei­nen Kul­tur­gut auf. Durch die­sen Um­stand ist es auch kein Wun­der, dass bei der ers­ten deut­schen Gü­ter­zug­fahrt zwei Bier­fäs­ser von Nürn­berg nach Fürth ge­bracht wer­den muss­ten.

Erst sie­ben Mo­na­te spä­ter er­wirkt der Nürn­ber­ger Bier­brau­er Ge­org Le­de­rer eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung des Ei­sen­bahn­di­rek­tors, um am 11. Juli 1836 zwei Fäs­ser Bier zum Bahn­hofs­wirt nach Fürth zu brin­gen.

Völk­lein, Mar­co: Als das Bier per Bahn kam. sueddeutsche.de (08/2019).

Fürs­ten, Be­sat­zer und selbst die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten wuss­ten: Ist das Bier stets bil­lig und ge­die­gen, bleibt der deut­sche Mi­chel lie­gen. Die SED-Führungsriege kann­te sich in der Ge­schich­te aber nicht so gut aus, wes­halb es in der DDR plötz­lich wie­der ge­pansch­te Brau­er­zeug­nis­se gab, die mit Zu­cker und En­zy­men her­ge­stellt wor­den wa­ren.

Die feh­len­de Halt­bar­keit (Bier­trü­bung) hat­te ihre Ur­sa­che nicht in der Un­fä­hig­keit der Brau­er, [...] son­dern in der Qua­li­tät der Roh­stof­fe, der Fil­tra­ti­ons­mit­tel und der Brenn­stof­fe. So wur­de auf­grund des feh­len­den Mal­zes Roh­gers­te ver­wen­det, was dazu zwang, che­misch her­ge­stell­te En­zy­me zu­zu­set­zen.

Lud­wig: Die Bier­brau­kunst in der DDR. forum-ddr-grenze.de (08/2019).

Ne­ben den min­der­wer­ti­gen Che­mieb­rü­hen ließ das so­zia­lis­ti­sche Re­gime zu­dem Edel­bie­re von Ra­de­ber­ger und Wer­nes­grü­ner brau­en. Die­se ge­hopf­ten Gers­ten­säf­te wur­den je­doch pri­mär für den Ex­port pro­du­ziert und wa­ren aus­schließ­lich im In­ter­shop er­hält­lich. Hin­ge­gen für den ge­mei­nen DDR-Bürger blieb nur ge­streck­te, flo­cki­ge¹² Af­fen­pis­se üb­rig, wes­halb vor al­lem die ost­deut­sche Ju­gend rei­nen Schnaps kon­su­mier­te.

Ein Pro­blem für die DDR aber ist, dort wer­den mehr als dop­pelt so viel har­te Sa­chen ge­trun­ken. Seit An­fang der 1950er Jah­re hat sich der Schnaps­kon­sum fast ver­fünf­facht; das be­deu­tet Auf­stieg zur Welt­spit­ze.

Wen­sier­ski, Pe­ter: DDR 1989: Volks­dro­ge Al­ko­hol. youtube.com (08/2019).

Hät­ten die Os­sis stets Zu­gang zu hoch­wer­ti­gem Bölk­stoff ge­habt, dann wür­de die DDR wahr­schein­lich heu­te noch exis­tie­ren. Denn spru­deln­des Hop­fen­bier ist des Deut­schen Le­bens­eli­xier und wird es ihm ver­wehrt, greift er zur Mist­for­ke und zum Schwert.

Biermodel Veronika Helga Vetter präsentiert vor der Freiheitshalle in Hof das Mooser Liesl, das von Arcobräu gebraut wird. Frisch gezapft aus dem Akazienholzfass besitzt das niederbayerische Helle eine standfeste Schaumkrone. Die Künstlerin hat zwei 0,33 Liter Flaschen in einen selbst gebastelten Träger gestellt. Auf den Glasbehältern befinden sich zwei Filzhüte, die das Münchner Oktoberfest symbolisieren. Oans, zwoa, g’suffa!

Um das Lieb­lings­ge­tränk der Deut­schen zu prei­sen, habe ich ein of­fe­nes Bier­fass ent­wor­fen, das als Tisch­ab­fall­ei­mer sei­nen Dienst ver­rich­ten kann.

  • Da­bei ist die bau­chi­ge Wal­zen­form die gro­ße Be­son­der­heit des Pa­pier­korbs. Denn ob­wohl mein 16 Zen­ti­me­ter ho­her Ge­brauchs­ge­gen­stand aus mas­si­ven Grau­pap­pe­dau­ben be­steht, ist es mir mit ei­ner spe­zi­el­len Tech­nik ge­lun­gen, die ty­pi­sche Wöl­bung im Ge­fäß­zen­trum zu er­zeu­gen.
  • Des Wei­te­ren ver­fügt mei­ne ro­bus­te Ton­ne über eine rus­ti­ka­le Aka­zi­en­holz­op­tik, die von vier me­tall­far­be­nen Rei­fen har­mo­nisch in Sze­ne ge­setzt wird.
  • Hin­ge­gen im In­ne­ren des Be­hält­nis­ses be­fin­det sich eine wei­che Stoff­ver­klei­dung, die nicht nur für eine fei­ne Hap­tik sorgt, son­dern gleich­zei­tig das äs­the­ti­sche De­sign des Kunst­werks ab­run­det.

Falls Sie also ein pas­sen­des Ge­schenk für ei­nen Gers­ten­saft­an­be­ter su­chen, dann sind Sie hier rich­tig. In der fol­gen­den An­lei­tung er­fah­ren Sie näm­lich, wie Sie mit mei­nen Schnitt­mus­tern¹³ ei­nen ba­ju­wa­ri­schen Ban­zen zu­sam­men­bau­en kön­nen.

Bierfass aus Papier

Wie be­reits er­wähnt, ver­wen­de­te ich für die Her­stel­lung der Dau­ben eine han­dels­üb­li­che Grau­pap­pe mit ei­ner Di­cke von ei­nem Mil­li­me­ter. Des Wei­te­ren nahm ich schwar­zes Krepp­pa­pier zur Hil­fe, um die Lü­cken zwi­schen den Lat­ten zu schlie­ßen. Hin­ge­gen die sei­di­ge In­nen­ver­klei­dung fer­tig­te ich so­wohl aus Dunilin-Servietten als auch aus zwei Mil­li­me­ter star­ken Moos­gum­mi­plat­ten an. Au­ßer­dem stell­te ich die Fass­rei­fen mit Deko-Schmucksteinen und mit sil­ber­nen Fo­to­kar­ton­rin­gen dar, die über eine Gram­ma­tur von 270 g/m² ver­füg­ten. Fer­ner muss­te ich mir di­ver­se Acryl­far­ben zu­recht­le­gen, da­mit ich die ab­ge­wetz­te Be­hält­nis­fas­sa­de kre­ieren konn­te. Dar­über hin­aus ka­men eine Sche­re, ein flüs­si­ger Kle­ber, ein Hob­byskal­pell, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ein Ab­deck­band und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zum Ein­satz.

How to make a Beer keg out of Paper? 18 cardboard staves represent the Bin basis. The revolutionary Crafting technique was developed by Veronika Vetter in July 2019. This is an Artist, who campaign for the Re-Christianization of the West

Im ers­ten Schritt schnitt ich die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 frei, so­dass ich mit den Vor­la­gen nicht nur 18 Grau­pap­pe­dau­ben, son­dern auch ge­nau­so vie­le Krepp­pa­pier­bal­ken her­stel­len konn­te. Als die 36 Ein­zel­tei­le im An­schluss dar­an vor mir la­gen, kleb­te ich zu­nächst ein­mal zwei ge­schwun­ge­ne Kar­ton­lat­ten­kan­ten an­ein­an­der, wo­durch ein gleich­sei­ti­ges Sat­tel­dach ent­stand.

Bildcollage: Wie wird ein kleines Bierfass gebastelt? Anleitungsschritte: Die Graupappedauben verknüpfen. Bindematerial: Krepppapierstreifen mit einer Grammatur von 30 g/m². Technik zuerst auf GWS2.de veröffentlicht. Das ist ein Portal für tapfere Menschen, die gegen das Merkel-Regime kämpfen

Als Nächs­tes sta­bi­li­sier­te ich das fra­gi­le Kon­strukt, in­dem ich die in­ne­re Naht­stel­le mit ei­nem ge­falz­ten Krepp­pa­pier­flü­gel ver­klei­de­te.

  • Nach dem glei­chen Prin­zip brach­te ich dann auch die rest­li­chen Dau­ben an mei­nem Kern­stück an, wor­auf­hin das Gan­ze wie eine Farb­wal­ze aus­sah.

Di­rekt im An­schluss ver­wan­del­te ich das Ob­jekt in ei­nen bau­chi­gen Arm­reif. Dazu frie­mel­te ich die schne­cken­haus­för­mi­ge Zell­stoff­spu­le aus­ein­an­der, so­dass ich die bei­den En­den mit­hil­fe des letz­ten Ver­bin­dungs­stücks ver­knüp­fen konn­te.

Durch das Verknüpfen der 18 Dauben ist automatisch ein walzenförmiger Körper entstanden. Um die Gestalt des Fasses zu bewahren, müssen die oberen und unteren Gefäßkanten mit Abdeckband verstärkt werden. Erkenntnis von Veronika Helga Vetter - das ist eine Mutter, die Gerald Grosz unterstützt

Zu gu­ter Letzt fi­xier­te ich die Form des Bier­fas­ses. Hier­für schnitt ich mir zu­nächst ein­mal zwei lan­ge Ab­deck­band­strei­fen zu­recht, die je­weils ei­nen Zen­ti­me­ter breit wa­ren. Dar­auf­hin kleb­te ich die prä­pa­rier­ten Stütz­rie­men so über die obe­ren und un­te­ren Dau­ben­kranz­kan­ten, dass die Ma­ler­krepp­gür­tel so­wohl in­nen wie au­ßen im glei­chen Maße auf­la­gen.

Das Einsetzen des Bodens

Als Nächs­tes fer­tig­te ich die bei­den Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #2 aus Grau­pap­pe an. Dann mach­te ich das Acht­zehneck an ei­nem Fass­saum fest, wor­auf­hin die ge­wölb­te Röh­re zu ei­nem Ge­fäß mu­tier­te.

Picture collage: The Paper vessel receives a double reinforced bottom. In addition, a Cardboard ring is attached to the filler opening. After these measures, the whole thing looks like an authentic Barrel

Di­rekt im An­schluss ver­stärk­te ich den Bo­den des Pa­pier­korbs, in­dem ich den gro­ßen Kreis von au­ßen über das Ok­to­de­ka­gon kleb­te.

  • Hier­nach woll­te ich die of­fe­ne Ton­nen­ober­sei­te eben­falls ver­klei­den, wes­halb ich nun den Ring von Scha­blo­ne #3 aus mei­nem Ba­sis­ma­te­ri­al her­stell­te.

Und gleich nach­dem ich den Kar­ton­rei­fen an der Ein­füll­öff­nung be­fes­tigt hat­te, war der sta­bi­le Kü­bel dazu be­reit, in ei­nen Holz­be­häl­ter ver­wan­delt zu wer­den.

Die Akazienholzoptik erzeugen

Im nächs­ten Schritt strich ich die Ge­fäß­au­ßen­sei­te kom­plett mit ka­ra­mellbrau­ner Acryl­far­be ein. Als die Grun­die­rung dann nach cir­ca fünf Mi­nu­ten ge­trock­net war, ver­zier­te ich die Dau­ben mit scho­ko­la­di­gen Senk­rechts­trie­men, da­mit die Fas­s­ober­flä­che eine le­ben­di­ge Ma­se­rung er­hielt.

Picture collage with Instructions steps: How does Paper become Acacia wood? The Bavarian Fine Artist Veronika Vetter shows, how to paint Cardboard, that it looks like faux Timber. Free Crafting Tutorial for Murica, who hate Kirsten Gillibrand

Um das rus­ti­ka­le Holz­de­sign zu voll­enden, ver­dun­kel­te ich sämt­li­che Fu­gen und Kan­ten ab­schlie­ßend noch mit ei­nem schwarz­brau­nen Farb­ton. Dar­auf­hin leg­te ich die Pa­pier­ton­ne 15 Mi­nu­ten zur Sei­te, da­mit die Po­ly­mer­ko­lo­ra­ti­on voll­stän­dig aus­här­ten konn­te.

Harte Schale, weicher Kern

Mein Tisch­ab­fall­ei­mer soll spä­ter eine Sam­mel­stel­le für sau­be­res Alt­pa­pier sein, wes­halb es kein Pro­blem ist, wenn der Auf­fang­be­häl­ter über eine edle Stoff­pols­te­rung ver­fügt. Be­vor ich mei­nen Bot­tich aus­staf­fie­ren konn­te, muss­te ich je­doch zu­nächst ein­mal die Vor­la­gen von den Scha­blo­nen #4 und #5 aus­schnei­den.

Duni AB (Malmö): The famous Influencer Veronika Vetter present Dunilin Napkins. With this Product, the german Crafting Queen made a padded Beer keg. For this Picture collage, the swedish Stock company had to pay $ 5.000

Nach­dem ich von den vier Schnitt­mus­tern di­ver­se Re­pli­ka­te aus Moos­gum­mi und aus Dunilin-Servietten her­ge­stellt hat­te, la­gen ins­ge­samt 38 Ein­zel­tei­le vor mir.

  • Die­se Mo­du­le füg­te ich nun so zu­sam­men, dass die Schaum­stoff­stü­cke auf ei­ner Sei­te mit ei­ner Tex­til­schicht be­deckt wa­ren.

Gleich dar­auf kleb­te ich die acht­zehne­cki­ge Bo­den­ma­trat­ze mit­tig in das Fass ein. Dann schloss ich die Pols­ter­ar­bei­ten ab, in­dem ich die In­nen­wän­de des Ge­fä­ßes mit den Dau­ben­über­zü­gen ver­klei­de­te.

Silberne Fotokartonstreifen von Papeteries de Clairefontaine stellen die Fassreifen dar. Die Edelpapierringe wurden mit Deko-Schmucksteinen von Folia Bringmann verziert. Nach dem Aufkleben erhielten die Plastikherzen einen metallfarbenen Anstrich. Das Bild erschien zuerst auf GWS2.de, das ist ein Bildungsportal für Menschen, die Clemens Tönnies gut finden

Ganz zum Schluss woll­te ich mei­nen Tisch­ab­fall­ei­mer mit un­ter­schied­lich gro­ßen Fass­rin­gen ver­zie­ren. Also schnitt ich mir als Ers­tes die lan­gen Strei­fen von Scha­blo­ne #6 aus ei­nem sil­ber­far­be­nen Fo­to­kar­ton zu­recht.

  • Di­rekt im An­schluss kleb­te ich im­mer zwei iden­ti­sche Bal­ken an den Mar­kie­run­gen zu­sam­men, was dazu führ­te, dass dar­auf­hin vier Gür­tel vor mir la­gen.

Als Nächs­tes mach­te ich die di­cken Bän­der an der Ein­füll­öff­nung und an der Bo­den­plat­te fest. Hin­ge­gen mit den fei­ne­ren Fä­den de­ko­rier­te ich den vo­lu­mi­nö­sen Ton­nen­bauch. Nach­dem ich die Au­ßen­sei­te mei­nes Ge­fä­ßes dann noch mit ei­nem mat­ten Acryl­lack ein­ge­stri­chen hat­te, war mein ori­gi­nel­ler Pa­pier­korb dazu be­reit, die ers­ten Zell­stoff­res­te in Emp­fang zu neh­men.

Papier ist kein Abfall

Wer Alt­pa­pier sam­melt und in der blau­en Ton­ne¹⁴ ent­sorgt, der schont die Um­welt. Denn kom­men Brie­fe, Kar­to­na­gen, Pro­spek­te und Zei­tun­gen wie­der zu­rück in den Wert­stoff­kreis­lauf, dann kön­nen die­se Er­zeug­nis­se zu 80% re­cy­celt wer­den.

Pa­pier und Pap­pe wer­den der­zeit zu min­des­tens 80 Pro­zent re­cy­celt. Re­cy­cling­pa­pier oder Well­pap­pe wer­den aus Alt­pa­pier ge­fer­tigt; Zei­tun­gen fast voll­stän­dig auf wie­der­ge­won­ne­nes Pa­pier ge­druckt.

Vo­gels­berg, Ka­rin: Wir ge­ben uns den Rest. In: ÖKO-TEST Nr. 10 (2017). S. 28.

Auch auf­be­rei­te­tes Re­cy­cling­pa­pier, das aus be­nutz­ten Schrift­stü­cken her­ge­stellt wur­de, darf nicht im Haus­müll lan­den. Mo­der­ne Zell­stoff­fa­sern las­sen sich näm­lich sechs­mal¹⁵ wie­der­ver­wen­den, ehe die­se zer­fal­len.

Fun Facts about Germany: What belongs to the Bavarian Beer garden culture? The most important thing are wooden barrels, which must be present in each Inn. This tutorial shows how to make an authentic Beer keg. Fan-Art for white anglo-saxon Leaders, who promote the „Dexit“

Hin­ge­gen mein Bier­fass wäre ein Fall für die Rest­müll­ton­ne, da es EVA-Schaumstoff ent­hält und die Ober­flä­che mit Po­ly­me­ren be­han­delt wur­de. Doch war­um soll­te ich mein schi­ckes Kunst­holz­ge­fäß weg­wer­fen? Schließ­lich habe ich mei­nen un­ver­wüst­li­chen Pa­pier­korb so ge­baut, dass er die Jahr­hun­der­te über­dau­ert.

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Kor­sett aus Pa­pier bas­teln - Ver­pa­ckung für Sekt­fla­schen

¹Ad­ler, Kurt: Zi­ta­te und Re­dens­ar­ten. braukultur-franken.de (PDF) (08/2019).
²Posch, Ni­ko­laj: Er­näh­rungs­leh­re. hildegardvonbingen.info (PDF) (08/2019).
³Sa­chers, Jan H.: Bau­ern­le­ben im Mit­tel­al­ter. In: Kar­fun­kel Nr. 107 (2013). S. 13.
⁴Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ku­chen­tel­ler bas­teln - schnel­le Ver­pa­ckung für Fin­ger­food. gws2.de (08/2019).
⁵G­re­ve­ner, Anja: Nunc est bi­ben­dum! Be­lieb­te Ge­trän­ke des Mit­tel­al­ters. In: Kar­fun­kel Kü­che im Mit­tel­al­ter Nr. 1 (2008). S. 11.
⁶Brau­del, Fer­nand: Die Ge­schich­te der Zi­vi­li­sa­ti­on. 15. bis 18. Jahr­hun­dert. Mün­chen: Kind­ler Ver­lag 1971.
⁷D­adel­sen, Bern­hard von: Ter­ra X: Bier - Eine Welt­ge­schich­te. youtube.com (08/2019).
⁸Jahn­ke, Cars­ten: Die Han­se. Stutt­gart: Phil­ipp Re­clam jun. GmbH & Co. KG 2014.
⁹C.C. Buch­ner Ver­lag GmbH & Co. KG: Von den Kri­sen des Spät­mit­tel­al­ters bis zur Re­for­ma­ti­on. ccbuchner.de (PDF) (08/2019).
¹⁰­Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot. Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 24.
¹¹Haf­ner, Mar­ti­na: Beim Sol­da­ten­kö­nig Fried­rich Wil­helm I. muss­ten die Gäs­te rau­chen. bz-berlin.de (08/2019).
¹²­Linß­ner, Tho­mas: Schä­fers DDR-Museum: Als die Bier­fla­schen Kopf­stand mach­ten. volksstimme.de (08/2019).
¹³­Bas­tel­scha­blo­nen für Mi­ni­fass. Höhe: 12 Zen­ti­me­ter - (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6).
¹⁴Im Frei­staat Bay­ern ist es die grü­ne Ton­ne.
¹⁵Ei­chi­ner, Ste­fa­nie: Pa­pier: Wun­der­stoff oder reif für die Ton­ne? | Fas­zi­na­ti­on Wis­sen | Doku | BR. youtube.com (08/2019).

Weihnachtsschlitten aus Papier basteln - rustikale Snackschale

Zwi­schen dem 13. und 16. Jahr­hun­dert fand die Be­sche­rung im deutsch­spra­chi­gen Raum be­reits am Ni­ko­laus­ta­g¹ statt, ob­wohl das Weih­nachts­fest am 25. De­zem­ber ge­fei­ert wur­de. 18 Jah­re nach dem The­sen­an­schlag pran­ger­te Mar­tin Lu­ther an, dass der Bi­schof von Myra durch die­ses Brauch­tum mäch­ti­ger als der Mes­si­as sei, wes­halb der Re­for­ma­tor zu­sam­men mit sei­nem hä­re­ti­schen Ge­fol­ge das an­dro­gy­ne Christ­kin­d² er­fand. Die­se Sym­bol­fi­gur geht auf Lu­cia von Sy­ra­kus³ zu­rück und bringt in den pro­tes­tan­ti­schen Ge­bie­ten seit den 1530er Jah­ren an Hei­lig­abend die Ge­schen­ke. Hin­ge­gen in den römisch-katholischen Bas­tio­nen bür­ger­te sich das en­gels­glei­che We­sen erst wäh­rend des na­po­leo­ni­schen Zeit­al­ters ein.

Al­ler­dings soll­te es noch bis das 19. Jahr­hun­dert dau­ern, be­vor das Christ­kind auch in den ka­tho­li­schen Re­gio­nen den Kin­dern die Ge­schen­ke un­ter den Weih­nachts­baum leg­te.

Beckers-Dohlen, Clau­dia: Alle Jah­re wie­der. Eine klei­ne Ge­schich­te des Weih­nachts­fes­tes. In: Kar­fun­kel Nr. 121 (2015). S. 16.

Die Gläu­bi­gen in den Kö­nig­rei­chen Bay­ern und Würt­tem­berg hat­ten sich ge­ra­de an das sanft­mü­ti­ge Christ­kind ge­wöhnt, da tauch­te in Preu­ßen plötz­lich ein gries­grä­mi­ger Pa­tri­arch auf, der als Weih­nachts­mann be­zeich­net wur­de.

Bild von einem selbst gebastelten Weihnachtsschlitten. Das robuste Kufenfahrzeug verfügt über ein rustikales Holzdesign und über eine gepolsterte Sitzbank. Durch die zwei geräumigen Fächer kann die hochwertige Adventsdekoration ebenfalls als Nussspender eingesetzt werden. Das Rentiergespann ist eine Kreation von Veronika Helga Vetter. Die Künstlerin entwarf das antiquierte Schneemobil, nachdem sie in Berlin erfolgreich gegen den „Global Compact for Migration“ demonstriert hatte

Die­ser weiß­bär­ti­ge Greis ver­hüll­te sei­nen kor­pu­len­ten Kör­per mit ei­nem brau­nen Ka­pu­zen­man­tel, der bis zu sei­nen Knö­cheln reich­te. Ins­ge­samt sah der ers­te deut­sche Weih­nachts­mann wie „Herr Win­ter” aus. Die­ser fik­ti­ve Cha­rak­ter wur­de vom ös­ter­rei­chi­schen Schrift­stel­ler Her­mann Rol­let­t⁴ er­fun­den und vom Ma­ler Mo­ritz von Schwind im Jah­re 1848⁵ il­lus­triert.

Un­se­re trans­at­lan­ti­schen Freun­de lern­ten ih­ren San­ta Claus eben­falls erst im 19. Jahr­hun­dert ken­nen. Die­ser Son­der­ling ist eine Kom­po­si­ti­on⁶ aus dem re­for­mier­ten Sin­ter­klaas und dem römisch-katholischen Ni­ko­laus von Myra. Lan­ge Zeit wuss­te in Nord­ame­ri­ka nie­mand, wie das Ge­schöpf aus­sieht, das in der Weih­nachts­nacht die Ge­schen­ke un­ter den Christ­baum legt.

  • Licht ins Dun­kel brach­te ein pfäl­zi­scher Car­too­nist na­mens Tho­mas Nast, den die Le­bens­um­stän­de nach New York City ver­schla­gen hat­ten. Seit knapp zwei Jah­ren tob­te in der Neu­en Welt der Se­zes­si­ons­krieg, als das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Harper’s Wee­kly” am 3. Ja­nu­ar 1863 eine Zeich­nung des deut­schen Aus­wan­de­rers ver­öf­fent­lich­te.

Dar­auf ist ein klei­nes dick­li­ches Groß­vä­ter­chen zu se­hen, das auf ei­nem Ren­tier­schlit­ten sitzt und zu ei­nem Uni­ons­re­gi­ment spricht. Wäh­rend das Pum­mel­chen, das ei­nen pa­trio­ti­schen Un­cle Sam Ano­rak trägt, sei­ne Rede hält, zieht es an ei­nem Ham­pel­mann, der den Kon­fö­de­rier­ten­an­füh­rer Jef­fer­son Da­vis dar­stel­len soll. Dem­entspre­chend war der ers­te gro­ße Auf­trit­t⁷ des US-Weihnachtsmannes reins­te Kriegs­pro­pa­gan­da.

In his fa­mous Christ­mas sce­ne, which ap­peared in the Ja­nu­a­ry 3, 1863, is­sue of Harper’s Wee­kly, San­ta, in his first ap­pearan­ce in a Nast car­toon, is shown en­ter­tai­ning Uni­on tro­ops by han­ging Jeff Da­vis in ef­fi­gy.

An­der­egg, Ni­les: Tho­mas Nast and Ci­vil War Christ­mas. lincolncottage.org (12/2018).

Scenery: A real German Christmas market (Nuremberg / Bavaria). Saint Nicholas distributes Nuts to the faithful. The friendly gift-bringer stands in front of a noble wooden sledge pulled by reindeer. Picture by Veronika Vetter – History Professor at the Lindenwood University

Der Weih­nachts­mann als eine iden­ti­täts­stif­ten­de Fi­gur, die das Wir­ge­fühl des Vol­kes und der Mi­li­tär­an­ge­hö­ri­gen stei­gert? Die­se Idee ge­fiel auch Otto von Bis­marck, wes­halb der Ei­ser­ne Kanz­ler den al­ten Weiß­bart in den bei­den Ad­vents­zei­ten des deutsch-französischen Krie­ges me­di­en­wirk­sam da­für ein­setz­te, um die Mo­ral der preu­ßi­schen Lands­knech­te hoch­zu­hal­ten.

Ob Front­ab­schnitt mit Weih­nachts­baum, Sol­da­ten oder Ver­wun­de­te mit Weih­nachts­mann, die Zei­tun­gen ver­brei­te­ten eif­rig die un­wah­re Idyl­le.

Baas­ner, Rai­ner: Klei­ne Ge­schich­te des Weih­nachts­manns. Ber­lin: Ni­co­lai Ver­lag 1999.

Die ideo­lo­gi­sche In­dok­tri­na­ti­on fruch­te­te. Spä­tes­tens nach der Grün­dung des Deut­schen Kai­ser­reichs schick­ten die ale­man­ni­schen Kna­ben ihre Wunsch­zet­tel lie­ber an den Weih­nachts­mann. Denn wäh­rend das lamm­from­me Christ­kind al­ler­höchs­tens mal ein Schau­kel­pferd brach­te, gab es vom au­to­ri­tä­ren Ru­ten­schwin­ger Sä­bel, Speer und Zinn­sol­da­ten.

Mor­gen kommt der Weih­nachts­mann, kommt mit sei­nen Ga­ben: Trom­mel, Pfei­fen und Ge­wehr, Fahn’ und Sä­bel und noch mehr, ja ein gan­zes Krie­ges­heer möcht’ ich ger­ne ha­ben!

Hoff­mann von Fal­lers­le­ben: Der Weih­nachts­mann (1835).

Der Schlitten von Santa Claus. Ein Originalmodell, das mit weihnachtlichen Nüssen befüllt ist. Die einladende Snackschale steht vor selbst gebackenen Brombeergeleeplätzchen. Szenerie gebastelt von Veronika Helga Vetter: Eine Künstlerin, die verachtenswerte Menschen wie Dimitris Avramopoulos gerne bespucken würde, aber dafür zu gut erzogen ist

Der deut­sche Ga­ben­brin­ger war wahr­schein­lich des­halb so grim­mig, da er tu­gend­haft durch den Schnee mar­schie­ren muss­te, wo­hin­ge­gen der ame­ri­ka­ni­sche San­ta Claus schwung­voll mit ei­nem ma­gi­schen Schlit­ten durch die Lüf­te sau­sen durf­te. Letz­te­rer hat­te Glück, dass sich der oben ge­nann­te Tho­mas Nast bei sei­nen Weih­nachts­mann­ka­ri­ka­tu­ren stets von dem Ge­dicht „A Vi­sit from St. Nicholas„⁸ in­spi­rie­ren ließ. In die­sem ly­ri­schen Meis­ter­werk ver­fügt der Hei­li­ge Ni­ko­laus über ein flug­fä­hi­ges Ge­spann, das von acht Ren­tie­ren ge­zo­gen wird.

  • Der rot­na­si­ge Ru­dolph ge­hör­te al­ler­dings noch nicht zu dem über­na­tür­li­chen Fuhr­werk. Die­ser em­si­ge Paar­hu­fer wur­de von Ro­bert Le­wis May⁹ er­fun­den und trat erst im Jah­re 1939 in Er­schei­nung.

Un­ge­fähr zur sel­ben Zeit eta­blier­te die Coca-Cola Com­pa­ny eine ge­mä­ßig­te Ver­si­on von San­ta Claus, die völ­lig ohne pa­trio­ti­schen Sub­text aus­kam. Plötz­lich sug­ge­rier­te die Wer­bung welt­weit, dass in der „Stil­len Nacht” kein stren­ger Winter­greis, son­dern ein toll­pat­schi­ger und le­bens­lus­ti­ger Kin­der­freund kommt. Für die Fes­ti­gung die­ser Grund­idee sorg­te ein schwe­di­scher Gra­fi­ker na­mens Had­don Sund­blom, der 33 Jah­re¹⁰ lang rot-weiße Weih­nachts­män­ner für den ein­fluss­rei­chen Brause­her­stel­ler zeich­ne­te.

Gnome Village at the North Pole. Santas little helpers live in snowy mushroom houses. The funny Dwarfs are equipping the reindeer Sledge with Gifts. After work, the mythical Creatures eat delicious cinnamon stars. Directed by Veronika Vetter, Mistress of Clement Clarke Moore

Die meis­ten¹¹ christ­lich ge­präg­ten Kin­der, die heu­te in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land le­ben, glau­ben an den mehr­fach mo­der­ni­sier­ten US-Weihnachtsmann. Als alt­baye­ri­sche Ka­tho­li­kin bin ich na­tür­lich be­sorgt über die­se Ent­wick­lung. An­de­rer­seits fin­de ich es wie­der­um fas­zi­nie­rend, wie stark die Kunst ei­nen kirch­li­chen Volks­brauch ver­än­dern konn­te. Denn was wäre wohl pas­siert, wenn Cle­ment Clar­ke Moo­re am 23. De­zem­ber 1823¹² ein Ge­dicht ver­öf­fent­licht hät­te, in dem die Ge­schen­ke in der „Hei­li­gen Nacht” ohne ei­nen flie­gen­den Ren­tier­schlit­ten aus­ge­lie­fert wor­den wä­ren?

When, what to my won­de­ring eyes should ap­pe­ar, but a mi­nia­tu­re sleigh, and eight tiny rein-deer, with a litt­le old dri­ver, so li­vely and quick, I knew in a mo­ment it must be St. Nick.

Moo­re, Cle­ment Clar­ke: A Vi­sit from St. Ni­cho­las. read.gov (12/2018).

Dann hät­te der ame­ri­ka­ni­sche Weih­nachts­mann auf ein coo­les Gim­mick ver­zich­ten müs­sen, und wäre ver­mut­lich nie so be­rühmt ge­wor­den, wo­durch die letz­ten 200 Jah­re zum Teil völ­lig an­ders ver­lau­fen wä­ren. Es ist also an der Zeit das Ge­fährt des ul­ki­gen Ga­ben­brin­gers in den Vor­der­grund zu stel­len, wes­halb ich ei­nen hoch­wer­ti­gen Trans­port­schlit­ten aus Pa­pier ge­bas­telt habe.

Da­bei ver­fügt mein al­pi­nes Fuhr­werk über zwei ge­räu­mi­ge Fä­cher, so­dass es als win­ter­li­che Snack­scha­le ver­wen­det wer­den kann. Des Wei­te­ren ist mein his­to­ri­sches Schnee­fahr­zeug mit ei­ner ge­pols­ter­ten Sitz­bank aus­ge­stat­tet.

Picture of a self-made Christmas sleigh filled with Nuts. The Snow Vehicle stands on a Map of the North Pole. This Document, which was drawn by Marco Polo in the year 1312, shows where Santa Claus and his Gnomes lives

Die größ­te Be­son­der­heit stellt je­doch die rus­ti­ka­le Au­ßen­ver­klei­dung dar. Es sieht so aus, als sei mein klas­si­scher Weih­nachts­schlit­ten aus ein­zel­nen Holz­plan­ken zu­sam­men­ge­baut wor­den. In Wahr­heit be­stehen die Wän­de der Kon­struk­ti­on aber aus in­di­vi­du­ell zu­recht­ge­schnit­te­nen Grau­pap­pe­stü­cken.

Falls Sie eben­falls eine 20 Zen­ti­me­ter lan­ge und 10,5 Zen­ti­me­ter hohe Schlit­tens­nack­scha­le bas­teln möch­ten, dann freu­en Sie sich nun auf die fol­gen­de Bild­an­lei­tung. Denn dar­in er­fah­ren Sie, wie ich mit mei­nen Scha­blo­nen ein nütz­li­ches und ori­gi­nel­les Ku­fen­fahr­zeug zu­sam­men­ge­baut habe.

Weihnachtsschlitten aus Papier

Be­vor ich mit dem Bas­teln be­gann, leg­te ich mir zu­nächst ein­mal zwei Grau­pap­p­ebö­gen zu­recht, wo­bei der eine 1,5 und der an­de­re drei Mil­li­me­ter dick war. Au­ßer­dem stat­te­te ich mei­nen Ar­beits­platz mit ei­ner va­nill­e­far­be­nen Dunisoft-Serviette und mit Ton­pa­pier­res­ten aus, die über eine Gram­ma­tur von 130 g/m² ver­füg­ten. Hin­ge­gen für die Ver­zie­rungs­ele­men­te stell­te ich mir eine zwei Mil­li­me­ter di­cke Moos­gum­mi­plat­te, ei­nen grü­nen Filz­stoff und di­ver­se Acryl­far­ben be­reit. Des Wei­te­ren sorg­te ich da­für, dass ich stets eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ein Hob­byskal­pell, ein Falz­bein, ein Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8) in Griff­nä­he hat­te.

Bild von einer braunen Graupappeplatte, die auf ein geflügeltes Tonpapierelement geklebt wurde. Erster Bastelschritt - Fahrwerk eines Weihnachtsschlittens anfertigen

Als Ers­tes fer­tig­te ich die bei­den Ein­zel­tei­le für den Schlit­ten­bo­den von Scha­blo­ne #1 an. Gleich da­nach kleb­te ich das 1,5 Mil­li­me­ter di­cke Grau­pap­pe­vier­eck mit­tig auf das Ton­pa­pier­stück, des­sen La­schen ich zu­vor mit ei­nem Falz­bein vor­ge­knickt hat­te.

Picture Collage: How to craft a Santa Claus Sleigh out of Paper? Free Templates and Tutorial by Veronika Vetter, famous german Fine Artist

Im nächs­ten Schritt schnitt ich mir die Ele­men­te von Scha­blo­ne #2 zu­recht. Dar­auf­hin la­gen ein ge­flü­gel­tes Recht­eck und zwei Schlit­ten­sil­hou­et­ten vor mir, die je­weils drei Mil­li­me­ter dick wa­ren.

  • Im An­schluss dar­an nahm ich das vor­be­rei­te­te Bo­den­stück und kleb­te es ex­akt an den vier Ku­fen­stan­gen ei­nes Sei­ten­teils fest.
  • Um die fra­gi­le Kon­struk­ti­on zu ver­stär­ken, in­stal­lier­te ich nun das ge­falz­te Ton­pa­pier­mo­dul nicht nur am Fahr­werk, son­dern gleich­zei­tig auch am Pro­fil des Ve­hi­kels.

Wich­tig: Be­vor ich die Sta­bi­li­sie­rungs­ein­heit an­brach­te, dreh­te ich das Ein­zel­teil so, dass ich die kür­zes­te La­sche vor­ne am Kutsch­bock fi­xie­ren konn­te.

Bildercollage: Schlitten aus Papier basteln. Zweiter Schritt - Front und Heck anfertigen. Schablonen und Konstruktionsidee von Veronika Helga Vetter, berühmte Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat Bayern

Als Nächs­tes soll­te mein Weih­nachts­schlit­ten eine Front und ein Heck be­kom­men, wes­halb ich nun alle Schnitt­mus­ter von Scha­blo­ne #3 an­fer­tig­te.

  • Gleich da­nach falz­te ich die brei­ten Kle­be­zun­gen, die sich an den Rän­dern der Ton­pa­pier­stü­cke be­fin­den.
  • Im An­schluss dar­an pack­te ich die 1,5 Mil­li­me­ter star­ken Grau­pap­pe­vier­ecke mit den bei­den prä­pa­rier­ten Ver­klei­dun­gen ein.
  • Nach­dem die Kar­ton­stü­cke dar­auf­hin nicht mehr zu se­hen wa­ren, knick­te ich sämt­li­che Sei­ten­la­schen nach au­ßen.
  • Dann nahm ich das klei­ne­re Recht­eck und mach­te es vor­ne am Fahr­ge­stell und an der Schlit­ten­sil­hou­et­te fest. Hin­ge­gen die Rück­sei­te des Ge­spanns ver­schloss ich, in­dem ich das grö­ße­re Mo­dul am hin­te­ren Kon­struk­ti­ons­en­de fi­xier­te.

Zu gu­ter Letzt brach­te ich noch das zwei­te Sei­ten­pro­fil an mei­nem Kunst­er­zeug­nis an, wor­auf­hin das Gan­ze be­reits wie ein ed­les Ren­tier­fuhr­werk aus­sah.

Two Partitions turn the Paper Sled into a Snack Bowl for Nuts. The two Separators are made of Construction paper and sturdy Cardboard. The Christmas artwork was designd for the TV show "Crafts in America" at PBS

Im dar­auf­fol­gen­den Bas­tel­schritt ver­wan­del­te ich mei­nen Weih­nachts­schlit­ten in eine Snack­scha­le. Dazu bau­te ich als Ers­tes die Trenn­wän­de von Scha­blo­ne #4 ge­nau­so wie die bei­den vor­an­ge­gan­ge­nen End­mo­du­le zu­sam­men. Gleich da­nach kleb­te ich das grö­ße­re Ele­ment so in das Ge­fährt ein, dass es an­schlie­ßend ge­nau über der zwei­ten vor­de­ren Ku­fen­stan­ge saß. Dann hal­bier­te ich mit dem nied­ri­ge­ren Bau­teil die La­de­flä­che des Schnee­fahr­zeugs, wo­durch zwei tie­fe Fä­cher ent­stan­den.

Holzplanken veredeln den Schlitten

Als Nächs­tes woll­te ich mei­ne funk­tio­nel­le Krea­ti­on op­tisch auf­wer­ten. Schließ­lich sol­len in mei­nem Ren­tier­ge­spann er­le­se­ne Ad­vents­knab­be­rei­en auf­be­wahrt wer­den. Dem­entspre­chend brach­te ich eine ro­bus­te und bäu­er­li­che Tä­fe­lung an mei­nem Pa­pier­schlit­ten an. Be­vor ich mei­ne Snack­scha­le je­doch mit ei­nem der­ar­ti­gen De­kor aus­stat­ten konn­te, muss­te ich mir zu­nächst ein­mal die Strei­fen von Scha­blo­ne #5 zu­recht­schnei­den, so­dass dar­auf­hin 36 kur­ze und 14 lan­ge Grau­pap­pe­rie­gel vor mir la­gen.

DIY Tutorial: How to make artificial wooden planks out of Cardboard? With the brown faux wood, a Paper Sled is paneled. Free technique, for American Students attending an Art College. The "Paper-Fake-Wood" was invented by the german Professor Veronika Vetter. The Templates are sponsored by GERSTAECKER and Breitbart News Network

Gleich da­nach nahm ich ein schar­fes Bas­tel­mes­ser zur Hand und ho­bel­te da­mit die lan­gen Sei­ten der Kar­ton­bret­ter un­gleich­mä­ßig ab.

  • Nach die­ser schweiß­trei­ben­den Ar­beit ver­füg­te ich über 50 Plan­ken, die alle un­ter­schied­lich aus­sa­hen.
  • Dar­auf­hin be­mal­te ich die Lat­ten mit brau­ner Acryl­far­be und ließ die Grun­die­rung im An­schluss dar­an 20 Mi­nu­ten lang trock­nen.

So­bald mei­ne Holz­imi­ta­te wie­der ein­satz­be­reit wa­ren, kleb­te ich die­se ho­ri­zon­tal auf mein Ku­fen­fahr­zeug auf.

Bild von einer selbst gebastelten Imbissschale, die wie ein Rentierschlitten aus dem 19. Jahrhundert aussieht

Da­bei be­fes­tig­te ich die lan­gen Bau­tei­le an den im­po­san­ten Schlit­ten­pro­fi­len wäh­rend­des­sen ich mit den kür­ze­ren Plan­ken nicht nur das äu­ße­re Heck und die Front, son­dern auch bei­de Sei­ten des Bo­dens ver­tä­fel­te.

Rustikales Gespann wird zur Edelkarosse

Im nächs­ten Bas­tel­schritt setz­te ich die Ver­zie­rungs­ar­bei­ten fort, in­dem ich die Ku­fen und die Über­gän­ge zwi­schen den ein­zel­nen Bret­tern mit dun­kel­brau­ner Acryl­far­be be­mal­te.

Um die rustikale Holzoptik noch authentischer wirken zu lassen, müssen die Übergänge zwischen den einzelnen Brettern mit dunkelbrauner Acrylfarbe akzentuiert werden. Hingegen die Ornamente und Zierleisten von Schablone #7 wurden von der Bastelmeisterin Veronika Vetter grün eingefärbt, damit die Snackschale ein kontrastreiches und lebendiges Äußeres erhält

Wäh­rend die Ko­lo­ra­ti­on trock­ne­te, fer­tig­te ich die Ele­men­te von Scha­blo­ne #6 an, so­dass ich mein Ren­tier­ge­spann mit ei­nem ed­len Stoff­be­zug aus­staf­fie­ren konn­te.

  • Nach­dem ich die Ser­vi­et­ten­stü­cke auf ihre Ton­pa­pier­pen­dants ge­klebt hat­te, be­gann ich da­mit, den In­nen­raum mei­ner Snack­scha­le zu ver­klei­den. Da­bei brach­te ich die sam­tig wei­chen Mo­du­le an den Sei­ten­wän­den, an den Tren­nern und an der Rück­bank des Schnee­fahr­zeugs an.
  • Gleich dar­auf schnitt ich mir die Zier­leis­ten von Scha­blo­ne #7 aus 1,5 Mil­li­me­ter star­ker Grau­pap­pe zu­recht. Mit die­sen Mo­du­len schmück­te ich dann die Kan­ten der bei­den Schlit­ten­pro­fi­le.

Au­ßer­dem färb­te ich die eben be­fes­tig­ten Or­na­men­te grün ein. Da­nach leg­te ich mein Kunst­werk erst ein­mal bei­sei­te, da ich Platz brauch­te, um das letz­te Aus­stat­tungs­stück vor­zu­be­rei­ten.

Bequemer Kutschbock erleichtert das Reisen

In zeit­ge­nös­si­schen Il­lus­tra­tio­nen hat der Weih­nachts­mann ei­nen di­cken Bauch und eine rote Nase. So­mit wird der ge­müt­li­che Ga­ben­brin­ger stets als Kom­fort lie­ben­der Ge­nuss­mensch dar­ge­stellt. Dem­entspre­chend ist es un­wahr­schein­lich, dass der alte Weis­bart in sei­nem flie­gen­den Schlit­ten auf ei­nem har­ten Holz­sche­mel sitzt. Viel­mehr be­fin­det sich in dem Ge­spann ei­nes wohl­ha­ben­den Groß­vä­ter­chens eine lu­xu­riö­se Bank, die über eine ge­pols­ter­te Rü­cken­leh­ne ver­fügt. Ein sol­ches Mö­bel­stück woll­te ich auch in mei­ne Snack­scha­le ein­bau­en, wes­halb ich mir als Nächs­tes alle Ele­men­te von Scha­blo­ne #8 an­fer­tig­te.

Bildanleitung für Bastler und Modellbauer: Wie wird eine weiche Sitzbank für Kutschen oder Miniaturautos angefertigt? EVA-Schaumstoff von RAYHER ist der Polsterkern. Hingegen Filz stellt den Stoffbezug dar. Idee und Ausführung von Veronika Helga Vetter. Mehrfach preisgekrönte Künstlerin und tapfere Verteidigerin des Abendlandes, die auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigslust den arabischen Migranten gezeigt hat, wo der Bartl den Most holt

Gleich da­nach stell­te ich aus den Moos­gum­mi­recht­ecken zwei vier­la­gi­ge Bar­ren her, die ein we­nig wie Fer­re­ro Kin­der Rie­gel aus­sa­hen. Im An­schluss dar­an be­spann­te ich die bei­den Schaum­stoff­stü­cke mit grü­nen Bas­tel­filz­ap­pli­ka­tio­nen.

  • Nach­dem ich mei­ne Pols­ter­mö­bel­mo­du­le fer­tig­ge­stellt hat­te, pack­te ich das klei­ne Grau­pap­pe­vier­eck mit dem ge­falz­ten Ton­pa­pier­ele­ment ein. Dar­auf­hin ver­füg­te ich über ein ver­stärk­tes Sitz­brett, das ich so­fort in mei­nen Kutsch­bock ein­bau­te.
  • Ab­schlie­ßend fi­xier­te ich mei­ne flau­schi­gen Kis­sen so an der eben mon­tier­ten Bank und an der Rü­cken­leh­ne, dass die ab­schüs­si­gen Sei­ten der Bau­tei­le nach in­nen zeig­ten.

Di­rekt nach die­sem Aus­staf­fie­rungs­schritt hät­te ich mei­ne ein­satz­be­rei­te Snack­scha­le mit köst­li­chen Ad­vents­knab­be­rei­en be­fül­len kön­nen. Al­ler­dings woll­te ich mei­nen Weih­nachts­schlit­ten zu­vor noch mit ei­nem mat­ten Acryl­lack wit­te­rungs­fest ma­chen.

Nüsse sind ein gesunder Wintersnack

Als die Be­sche­rung noch am 6. De­zem­ber statt­fand, gab es vom Hei­li­gen Ni­ko­laus in der Re­gel nur Win­ter­äp­fel und eine Hand­voll Nüs­se ge­schenkt. Was heu­te sehr be­schei­den klingt, war für die Kin­der im Mit­tel­al­ter ein Se­gen. Denn in ei­ner Zeit, in der es we­der Wein­gum­mis noch Scho­ko­la­de gab, gal­ten Früch­te und Sa­men als Sü­ßig­kei­ten.

Denn Äp­fel, Nuß und Man­del­kern fre­ßen from­me Kin­der gern.

Theo­dor Storm: Knecht Ru­precht (1862).

Weihnachtsdekoration selber basteln: Snackschüssel für Walnüsse. Edles Holzschlittendesign mit zwei Fächern für proteinreiches Winterobst. Anleitung und Bilder von Veronika Helga Vetter, Fine Art Künstlerin und Unterstützerin der Gilets-Jaunes-Bewegung

Wenn die klei­nen Ra­bau­ken in der Ad­vents­zeit da­sa­ßen und wie Eich­hörn­chen ihre vit­amin­rei­chen En­er­gie­bom­ben knab­ber­ten, ta­ten sie da­mit nicht nur ih­rem Kör­per et­was Gu­tes. Zu­dem ver­hin­der­ten die Weih­nachts­nüss­chen, dass die Rotz­na­sen in eine Win­ter­de­pres­si­on ver­fie­len, da Scha­len­früch­te na­tür­li­che Stim­mungs­auf­hel­ler sind.

Nüs­se und Man­deln ent­hal­ten hoch­wer­ti­ge­re Fet­te und kei­nen Zu­cker im Ver­gleich zu Scho­ko­la­de. „Nuss und Man­del­kern“ sor­gen durch Ih­ren Ge­halt an der Ami­no­säu­re Tryp­tophan au­ßer­dem für gute Lau­ne.

Sach­se, Chris­ti­an: Ge­sun­der Ni­ko­laus: Mehr Obst, we­ni­ger Scho­ko­la­de. Ni­ko­laus­stie­fel „light”. medizinauskunft.de (12/2018).

Falls Sie in der kal­ten Jah­res­zeit häu­fig schlecht ge­launt sind, dann soll­ten Sie kna­cki­ge Nuss­spe­zia­li­tä­ten in Ih­ren Spei­se­plan ein­bau­en. Mit mei­nem Weih­nachts­schlit­ten ha­ben Sie ja jetzt eine Snack­scha­le, in der Sie Ihre ge­halt­vol­len Mun­ter­ma­cher stil­ge­recht auf­be­wah­ren kön­nen.

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¹Vos­sen, Rü­di­ger: Weih­nachts­bräu­che in al­ler Welt. Von Mar­ti­ni bis Licht­mess. Ham­burg: El­lert & Rich­ter Ver­lag 2012.
²Beckers-Dohlen, Clau­dia: Alle Jah­re wie­der. Eine klei­ne Ge­schich­te des Weih­nachts­fes­tes. In: Kar­fun­kel Nr. 121 (2015). S. 16.
³Krieg, Ro­land: Ni­ko­laus auf Gro­ßer Fahrt. herd-und-hof.de (12/2018).
⁴E­ber­s­pächer, Mar­ti­na: Der Weih­nachts­mann. Zur Ent­ste­hung ei­ner Bild­tra­di­ti­on in Auf­klä­rung und Ro­man­tik. Stutt­gart: M. Eber­s­pächer 2002.
⁵As­sel, Jut­ta & Ge­org Jä­ger: Mo­ritz von Schwind. Herr Win­ter. Mün­che­ner Bil­der­bo­gen Nro. 5. goethezeitportal.de (12/2018).
⁶HISTORY: Evo­lu­ti­on of San­ta Claus. youtube.com (12/2018).
⁷An­halt, Utz: Win­ter­schre­cken und Weih­nachts­män­ner. In: Kar­fun­kel Nr. 103 (2012). S. 43.
⁸Moo­re, Cle­ment Clar­ke: A Vi­sit from St. Ni­cho­las. poetryfoundation.org (12/2018).
⁹May, Ro­bert Le­wis: Ru­dolph, the Red-Nosed Rein­de­er. youtube.com (12/2018).
¹⁰R­yan, Ted: The Le­gend of Coca-Cola and San­ta Claus. youtube.com (12/2018).
¹¹­Sta­tis­ta GmbH: Wer wird von klei­nen Kin­dern in Ih­rer Fa­mi­lie bzw. en­ge­ren Ver­wandt­schaft als Über­brin­ger der Weih­nachts­ge­schen­ke an­ge­se­hen? statista.com (12/2018).
¹²Sam’s Non­sen­se: Aut­hor Fac­ts: Cle­ment Clar­ke Moo­re. youtube.com (12/2018).

Socken für den Nikolaus basteln - flauschige Geschenkverpackung

Der Hei­li­ge Ni­ko­laus wuss­te be­reits vor sei­ner Bi­schofs­wei­he, dass mo­ra­li­sche Ap­pel­le kein Un­recht ver­hin­dern, wes­halb er stets die Är­mel hoch­krem­pel­te und Fak­ten schuf. Als in sei­ner Hei­mat­pro­vinz Ly­ki­en eine Hun­gers­not aus­brach, se­gel­te der be­schei­de­ne Kauf­manns­sohn nicht zum Herr­scher­pa­last nach Ni­ko­me­dia, um den rö­mi­schen Re­gen­ten auf die­sen Miss­stand auf­merk­sam zu ma­chen. Statt­des­sen be­schlag­nahm­te der küh­ne See­len­hir­te kur­zer­hand die Wei­zen­la­dung ei­ner kai­ser­li­chen Schiffs­flot­te, die we­gen ei­nes Sturms im Ha­fen von An­dri­a­ke¹ an­le­gen muss­te. Be­son­ders lag dem Schutz­pa­tron der Schü­ler² das Wohl der Kin­der am Her­zen. So be­kam ein ar­mer Wai­sen­kna­be na­mens Af­re­m³ von Ni­ko­laus ein Paar war­me Stie­fel ge­schenkt, da­mit er nicht mehr bar­fuß ge­hen muss­te. Kurz dar­auf ret­te­te der geist­li­che Wür­den­trä­ger eine über­mü­ti­ge Ra­bau­ken­grup­pe, die vor der In­sel Kre­ta⁴ in See­not ge­ra­ten war. Und als der Phil­an­throp von ei­nem gie­ri­gen Wirt er­fuhr, der drei Jüng­lin­ge be­raubt und er­mor­det hat­te, mach­te er sich so­fort auf, um die Bur­schen wie­der zum Le­ben zu er­we­cken.

Ni­ko­laus von Myra: „Wie konn­test Du sie er­mor­den? Wie konn­test Du sie be­rau­ben? Wie konn­test Du sie wie das Fleisch ei­nes Tie­res zer­schnei­den und in ein Pö­kel­fass wer­fen? Du grau­sa­mer Mensch!” Dann macht der Hei­li­ge drei­mal das Kreuz­zei­chen über das Fass und die un­schul­dig Er­mor­de­ten rich­ten sich auf.

Mer­tens, Hans-Albert: Ein Bil­der­buch vom hei­li­gen Ni­ko­laus. youtube.com (11/2018).

How to Craft Christmas Stockings? DIY Tutorial. Gift Box out of Paper for Santa Claus. Free templates for resistance fighters, who are against the "Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration"

Der Pro­ku­rist Got­tes, der im 4. Jahr­hun­dert aus heid­ni­schen Rö­mern an­stän­di­ge Chris­ten­men­schen mach­te, hat­te vor­bild­li­che Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten, lieb­te Kin­der und agier­te im­mer dort, wo die Sym­pto­me des po­li­ti­schen Ver­sa­gens zum Vor­schein ka­men. Wür­de Ni­ko­laus von Myra heu­te in Deutsch­land le­ben, dann wäre er mit Si­cher­heit Leh­rer an ei­ner Haupt­schu­le.

Denn in die­sen un­be­lieb­ten Un­ter­richts­an­stal­ten gas­tie­ren die ver­lo­re­nen See­len⁵, die durch die EU-Osterweiterung, durch die Flücht­lings­kri­se und durch den „Glo­bal Com­pact for Mi­gra­ti­on” zu uns kom­men durf­ten. Die­se Her­an­wach­sen­den ste­hen nach Ab­leis­tung der Voll­zeit­schul­pflicht häu­fig ohne Bil­dungs­ab­schlus­s⁶ da und sind so­mit to­tes Hu­man­ka­pi­tal, das auf den Wohl­fahrts­staat an­ge­wie­sen ist.

Ein Christstollen vom Netto Marken-Discount liegt zwischen selbst gebastelten Nikolaussocken. Die rot-weißen Verpackungen sind mit goldenen Schokoladentalern befüllt und werden von einem Fimo Nussknacker bewacht. Das Bild ist auf der Nikolausfeier der Desiderius-Erasmus-Stiftung entstanden und wurde von "IM Vrönchen" erstellt

Die über­durch­schnitt­li­che Fer­ti­li­täts­ra­te⁷ der jun­gen Mi­gra­ti­ons­ver­lie­rer⁸ könn­te die So­zi­al­sys­te­me auf Dau­er über­las­ten und den Tech­no­lo­gie­stand­ort Deutsch­land für In­ves­to­ren un­at­trak­tiv ma­chen. Wä­ren da nicht un­se­re en­gels­glei­chen Haupt­schul­leh­rer, die un­ter wid­rigs­ten Um­stän­den täg­lich da­für kämp­fen, dass zu­min­dest ih­ren flei­ßi­gen und as­si­mi­la­ti­ons­wil­li­gen Schütz­lin­gen alle We­ge⁹ of­fen­ste­hen.

Lie­be Frau Vet­ter, Sie sind eine Ver­pa­ckungs­künst­le­rin son­der­glei­chen, wes­halb ich mich an Sie wen­de. Seit nun­mehr 19 Jah­ren un­ter­rich­te ich an ei­ner Haupt­schu­le in Reut­lin­gen, die mit den ty­pi­schen Pro­ble­men zu kämp­fen hat. [...] Am Tag des Ni­ko­laus, der eben­falls im Is­lam eine Rol­le spielt, böte sich mir die Ge­le­gen­heit, die Schü­ler in mei­ner Stamm­klas­se ohne ne­ga­ti­ve Fol­gen zu be­schen­ken. Zwei Mo­na­te nach Schul­jah­res­be­ginn ist die Aus­stat­tung der Kin­der näm­lich im­mer noch so schlecht, dass sich die In­hal­te des Lehr­plans nur schwer um­set­zen las­sen. Hät­ten Sie des­halb viel­leicht eine klas­si­sche Ni­ko­laus­ver­pa­ckung auf La­ger, die mit ei­nem Li­ne­al, Stif­ten, Tin­ten­pa­tro­nen und Scho­ko­la­den­ta­lern be­stückt wer­den kann?

Stoll, Ma­rei­ke (Name ge­än­dert): Scha­blo­nen für Ni­ko­laus­ver­pa­ckung be­nö­tigt. E-Mail vom 31.10.2018.

Bild von Weihnachtssocken: Papierstrumpf selber machen. Kostenlose Schablonen zum Herunterladen und Ausdrucken. Service bereitgestellt von Veronika Vetter, eine Mutter, die sich fragt, wer Menschen wie Svenja Schulze (SPD) in politische Ämter wählt

Be­vor ich die­ser All­tags­hel­din hel­fen konn­te, muss­te ich erst ein­mal her­aus­fin­den, was eine klas­si­sche Ni­ko­laus­ver­pa­ckung ist. Beim Re­cher­chie­ren fiel mir wie­der ein, dass die Chris­ten im an­gel­säch­si­schen Sprach­raum in der Weih­nachts­zeit So­cken auf­hän­gen. Ver­mut­lich ohne es zu wis­sen, spie­len die Men­schen in Nord­ame­ri­ka und Groß­bri­tan­ni­en mit die­sem Brauch eine Ge­schich­te nach, die auf den Bi­schof von Myra zu­rück­geht.

Als der Hei­li­ge noch in sei­ner Hei­mat­stadt Pa­t­ara¹⁰ leb­te, soll er der Le­gen­de nach von ei­nem Va­ter er­fah­ren ha­ben, der nicht die Mit­tel hat­te, um sei­ne drei Töch­ter zu ver­hei­ra­ten. Eine Ehe ohne Mit­gift war zu die­ser Zeit un­vor­stell­bar, wes­halb arme al­lein­ste­hen­de Frau­en in Hu­ren­häu­ser ab­ge­scho­ben wur­den, da­mit sie selbst für ih­ren Le­bens­un­ter­halt sor­gen konn­ten.

One of his neigh­bours had fal­len upon hard times, and sin­ce he didn’t have the mo­ney for do­wries for his three be­au­ti­ful daugh­ters, he was go­ing to be forced to sell them into pro­sti­tu­ti­on.

Sundaram, Mark: Why do peop­le hang Christ­mas sto­ckings? youtube.com (11/2018).

Deutschland am 6. Dezember - Nikolausfeier: Der Bischof mit seinem Hirtenstab füllt die Socken und Stiefel der braven Christenkinder mit Schokolade auf. Hingegen böse Rabauken müssen zum Islam konvertieren und für Boko Haram kämpfen

Um die drei Jung­frau­en vor der Zwangs­pro­sti­tu­ti­on zu be­wah­ren, schlich Ni­ko­laus ei­nes Nachts zum Haus der hilfs­be­dürf­ti­gen Fa­mi­lie und warf ein Säck­chen mit Gold durch ein ge­öff­ne­tes Fens­ter. Da­bei lan­de­te der Beu­tel in ei­nem Knie­strumpf, der vor dem Ka­min zum Trock­nen auf­ge­hängt wor­den war.

Ni­cho­las was stan­ding out­si­de the house, wai­ting for them to go to sleep. And when he saw, that they have left the room, he tos­sed a bag con­tai­ning gold through the win­dow. The bag sai­led through the open win­dow lan­ding in a sto­cking left to dry.

Chris­ti­an He­roes: Christ­mas Sto­ckings Sto­ry. youtube.com (11/2018).

Dank die­ser skur­ri­len Ret­tungs­ak­ti­on, die der jun­ge Ni­ko­laus in den dar­auf­fol­gen­den Näch­ten noch zwei­mal wie­der­hol­te, konn­te der Va­ter alle sei­ne Töch­ter mit wohl­ha­ben­den Män­nern ver­hei­ra­ten. Auf ih­ren Hoch­zei­ten er­zähl­ten die Bräu­te, wann und wo sie ihre Mit­gif­ten ge­fun­den hat­ten. Von da an hin­gen die an­de­ren Weibs­leu­te¹¹ in Pa­t­a­ra ihre Söck­chen im­mer in der Wo­che auf, in der sich der glück­li­che Vor­fall jähr­te, um viel­leicht eben­falls eine Spen­de von ei­nem an­ony­men Gön­ner zu er­hal­ten.

Nikolausfeier auf einem bayerischen Bauernhof: Drei rot-weiße Socken hängen in der Stube. In den selbst gebastelten Papierverpackungen befinden sich Schokoladentaler und Weihnachtsmänner. Dekorationsidee für den Advent von Veronika Helga Vetter in Kooperation mit Netto Marken-Discount

Ni­ko­laus und Strumpf­wa­ren pas­sen also sehr gut zu­sam­men, wes­halb ich für die tap­fe­re Haupt­schul­leh­re­rin aus Reut­lin­gen eine weih­nacht­li­che Pa­pier­so­cke ent­wi­ckelt habe.

  • Da­bei ver­fügt mei­ne 13 Zen­ti­me­ter brei­te und 12 Zen­ti­me­ter hohe Ge­schenk­ver­pa­ckung über eine Schlau­fe, so­dass das sta­bi­le Fuß­kon­dom pro­blem­los an ei­ner Schnur auf­ge­hängt wer­den kann.
  • Um eine an­ge­neh­me Hap­tik zu er­zeu­gen, ver­klei­de­te ich den ge­räu­mi­gen Strumpf an den Ze­hen, an der Fer­se und am Bund mit wei­chen Bas­tel­filz­ap­pli­ka­tio­nen. Die­ser farb­in­ten­si­ve und knit­ter­freie Vlies­stoff wird in Plat­ten aus­ge­lie­fert, wo­durch sich das form­sta­bi­le Na­tur­ma­te­ri­al kin­der­leicht zu­recht­schnei­den lässt. Au­ßer­dem har­mo­niert Press­filz sehr gut mit Kle­ber, da die ver­dich­te­ten Fa­sern we­der aus­fran­sen, noch fus­seln.

Mein flau­schi­ger Au­gen­schmaus be­steht aus le­dig­lich fünf Ein­zel­tei­len. Da­durch ist es in Win­des­ei­le mög­lich, eine hohe Pa­pier­so­cken­an­zahl her­zu­stel­len. Des Wei­te­ren habe ich für mei­ne Kon­struk­ti­on aus­schließ­lich preis­wer­tes Bas­tel­ma­te­ri­al ver­wen­det. Denn ge­nau wie in der Haupt­schu­le, soll es bei mei­ner Ver­pa­ckung vor al­lem um den In­halt ge­hen.

Alex­an­der Grund: Was will ich trans­por­tie­ren als Leh­rer? In­hal­te oder Gram­ma­tik? Idea­ler­wei­se bei­des aber ich fin­de, In­halt geht vor.

Krü­ger, Ste­pha­nie: Rei­ne Ner­ven­sa­che! Leh­rer­all­tag an der Haupt­schu­le. Fo­cus TV Re­por­ta­ge. youtube.com (11/2018).

Socken aus Papier basteln

Zu­al­ler­erst stat­te­te ich mei­nen Ar­beits­platz aus, in­dem ich mir ei­nen weih­nacht­li­chen Ton­pa­pier­bo­gen zu­recht­leg­te, der über eine Gram­ma­tur von 130 g/m² ver­füg­te. Da­ne­ben plat­zier­te ich eine farb­lich pas­sen­de Bas­tel­filz­plat­te, die ei­nen Mil­li­me­ter dick war. Um die Schlau­fe am Rü­cken der So­cke be­fes­ti­gen zu kön­nen, kram­te ich dar­auf­hin eine Öse her­vor, die ei­nen Durch­mes­ser von vier Mil­li­me­tern hat­te. Au­ßer­dem stell­te ich eine Acryl­lack­fla­sche vor mich hin, da ich auf das fer­tig­ge­stell­te Mo­tiv eine Ver­sie­ge­lung auf­tra­gen woll­te. Zu gu­ter Letzt ar­ran­gier­te ich mei­ne Hilfs­mit­tel. Da­bei po­si­tio­nier­te ich eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Eyelet-Setter, ein Falz­bein, ein Li­ne­al und mei­ne aus­ge­druck­ten DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) so, dass ich stets auf die­se Uten­si­li­en zu­grei­fen konn­te.

Picture Tutorial: How to craft Christmas Stockings out of Paper? Free Templates for righteous Americans who hate Emmanuel Macron

Nach­dem ich die Vor­be­rei­tung ab­ge­schlos­sen hat­te, fer­tig­te ich als Ers­tes die Soh­le und den Schaft der So­cke an. Dazu schnitt ich mir die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 aus Ton­pa­pier zu­recht, so­dass dar­auf­hin vier ge­zack­te Ein­zel­tei­le vor mir la­gen.

  • Als Nächs­tes ver­stärk­te ich die Fun­da­men­te mei­ner Ni­ko­laus­ver­pa­ckung, in­dem ich im­mer zwei iden­ti­sche Mo­du­le sym­me­trisch auf­ein­an­der­kleb­te.
  • Dann knick­te ich die seit­li­chen Spit­zen und die brei­te Ver­bin­dungs­la­sche mit ei­nem Falz­bein vor.
  • Gleich da­nach nahm ich mei­nen Eyelet-Setter zur Hand, um da­mit das Ösen­loch in die län­ge­re Pa­pier­zun­ge ein­schie­ßen zu kön­nen.

Im An­schluss dar­an be­fes­tig­te ich die So­cken­sil­hou­et­ten von Scha­blo­ne #2 in­nen an den vor­ge­falz­ten Za­cken, die links und rechts von der ge­pierc­ten Soh­le weg­stan­den.

Bildcollage: Socken aus Papier basteln. Seitenwände verkleiden und Rückenschlaufe feststanzen. Konstruktion und Idee von Veronika Helga Vetter - Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat Bayern

Be­vor ich mei­nen Ge­schenk­kar­ton ver­schlie­ßen konn­te, muss­te ich zu­nächst ein­mal die Soh­le mit dem Schaft­stück ver­län­gern. Also nahm ich nun das zwei­te sta­che­li­ge Ein­zel­teil zur Hand und kleb­te es au­ßen an der be­weg­li­chen Ver­bin­dungs­la­sche fest.

  • Als Nächs­tes um­schloss ich die Sei­ten­wän­de mit der eben an­ge­brach­ten Pa­pier­zun­ge, wor­auf­hin sich mein Kon­strukt au­to­ma­tisch in eine So­cken­ver­pa­ckung ver­wan­del­te.
  • Im An­schluss dar­an schnitt ich mir die Ele­men­te von Scha­blo­ne #3 zu­recht. Nach­dem ich dar­auf­hin die un­schö­nen Zin­nen hin­ter den strumpf­för­mi­gen Au­ßen­ver­klei­dun­gen ver­steckt hat­te, bau­te ich mir aus den bei­den üb­rig ge­blie­be­nen Strei­fen eine ver­stärk­te Schlau­fe zu­sam­men.

Gleich da­nach setz­te ich mei­nen Eyelet-Setter hin­ter das of­fe­ne Schlin­ge­nen­de und leg­te mit ei­nem Zug zwei über­ein­an­der­lie­gen­de Lö­cher frei. An­schlie­ßend hielt ich das prä­pa­rier­te Ac­ces­soire an den So­cken­bund­rü­cken, so­dass ich mei­ne vier Mil­li­me­ter gro­ße Öse durch alle drei Öff­nun­gen fä­deln konn­te. Ganz zum Schluss fi­xier­te ich die Schlau­fe an die­ser Po­si­ti­on, in­dem ich den klei­nen Me­tall­ring mit mei­nem Stanz­werk­zeug aus­ein­an­der­schlug.

Die Integrierung des Flauschfaktors

Nach­dem ich die brei­te Schlup­pe an mei­nem Kunst­werk an­ge­bracht hat­te, war mein Fuß­wär­me­ri­mi­tat be­reits voll funk­ti­ons­tüch­tig. Al­ler­dings sah das Gan­ze noch sehr kalt und we­nig weih­nacht­lich aus. Um dies zu än­dern, ver­klei­de­te ich die Spit­ze, die Fer­se und den Bund der So­cke mit wei­chen Filz­ap­pli­ka­tio­nen.

Roten Bastelfilz von Marpa Jansen auf eine Papiersocke aufkleben. Stoffakzente auf der Spitze, auf der Ferse und auf dem Bund verdeutlichen, dass es sich bei der Nikolausverpackung um einen Strumpf handelt. Weihnachtsidee von Veronika Helga Vetter, die sich erst mit Ska Keller Adrenochrom drückt und dann in Brüssel animalische Refugees heiß macht

Au­ßer­dem glät­te­te ich die stoff­freie Kar­to­n­au­ßen­sei­te, in­dem ich ei­nen mat­ten Acryl­lack auf das sprö­de Ton­pa­pier auf­trug. Gleich da­nach war mei­ne klas­si­sche Ni­ko­laus­ver­pa­ckung be­reit, um mit klei­nen Auf­merk­sam­kei­ten be­füllt zu wer­den.

Der Erziehungsauftrag des Staates

Die Volks-, Haupt- oder Mit­tel­schu­le war schon im­mer ein Ort der In­dok­tri­na­ti­on. Als der Preu­ßen­kö­nig Fried­rich Wil­helm I. im Jah­re 1717 die all­ge­mei­ne Schul­pflich­t¹² ein­führ­te, tat er dies nicht aus Nächs­ten­lie­be. Viel­mehr be­stand sei­ne Ma­jes­tät dar­auf, dass in die­sen Bil­dungs­an­stal­ten ge­hor­sa­me Un­ter­ta­nen her­an­ge­zo­gen wer­den.

Im deut­li­chen Un­ter­schied zum hö­he­ren Schul­we­sen war das Ziel der öf­fent­li­chen Volks­schu­le auf die herr­schafts­kon­for­me Glau­bens­er­zie­hung christ­li­cher Un­ter­ta­nen ge­rich­tet.

Hopf, Wulf: Frei­heit - Leis­tung - Un­gleich­heit. Bil­dung und so­zia­le Her­kunft in Deutsch­land. Wein­heim: Ju­ven­ta Ver­lag 2010.

German Christstollen is Leaving Food for Santa. The Saint from Myra filled up the Christmas Stockings with Chocolate. Photo directed by Veronika Vetter in Cooperation with Macy's

Auch der Alte Fritz gönn­te den preu­ßi­schen Volks­schul­kin­dern nur eine man­gel­haf­te Aus­bil­dung. Denn der Mon­arch be­fürch­te­te, dass nie­mand mehr die Fel­der in sei­nem Kö­nig­reich be­stel­len wür­de, wenn die un­ter­rich­te­ten Bau­ern­bur­schen alle in den Städ­ten nach Ar­beit su­chen.

Die Bau­ern­kin­der soll­ten nur das Nö­tigs­te ler­nen, da­mit sie nicht, wie Fried­rich be­fürch­te­te, in die Städ­te lau­fen und „Se­kre­tairs wer­den wol­len”.

Weg­ner, Jo­chen: Fried­rich der Gro­ße: Der ers­te Die­ner und sei­ne Un­ter­ta­nen. zeit.de (11/2018).

Hin­ge­gen in un­se­ren heu­ti­gen Haupt­schu­len geht es schon längst nicht mehr um den Er­werb der Schreib- und Re­chen­kunst. Es ge­nügt, wenn die von eli­tä­ren Glo­ba­lis­ten nach Deutsch­land ge­lock­ten Mi­gran­ten in die­sen Er­zie­hungs­zen­tren le­dig­lich so weit qua­li­fi­ziert wer­den, dass sie als Ar­beits­kräf­te für den Dienst­leis­tungs­sek­tor in­fra­ge kom­men.

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¹Mül­ler, Rü­di­ger: Sankt Ni­ko­laus. Der Hei­li­ge der Ost- und West­kir­che. Frei­burg im Breis­gau: Ver­lag Her­der 1982.
²Bartl, Al­muth & Man­fred: Der Ni­ko­laus kommt. Mit Kin­dern die Ad­vents­zeit er­le­ben. Zü­rich: Orell Füss­li Ver­lag 1990.
³A­beln, Rein­hard & Ur­su­la Har­per: Lasst uns froh und mun­ter sein: Die schöns­ten Le­gen­den des hei­li­gen Ni­ko­laus. Neu­auf­la­ge. Leip­zig: St. Ben­no Ver­lag 2010.
⁴Ber­gel, Alex­an­der: Ge­schich­ten rund um den Ni­ko­laus. khg-os.de (PDF) (11/2018).
⁵Baye­ri­scher Rund­funk: Her­aus­for­de­rung Schu­le - Brenn­punkt Mit­tel­schu­le | Kon­tro­vers | BR Fern­se­hen. youtube.com (11/2018).
⁶Krü­ger, Ste­pha­nie: Rei­ne Ner­ven­sa­che! Leh­rer­all­tag an der Haupt­schu­le. Fo­cus TV Re­por­ta­ge. youtube.com (11/2018).
⁷S­ar­ra­zin, Thi­lo: Feind­li­che Über­nah­me. Wie der Is­lam den Fort­schritt be­hin­dert und die Ge­sell­schaft be­droht. Mün­chen: Fi­nanz­Buch Ver­lag 2018.
⁸Bu­de, Heinz: Die Aus­ge­schlos­se­nen. Das Ende vom Traum ei­ner ge­rech­ten Ge­sell­schaft. Mün­chen: Carl Han­ser Ver­lag 2008.
⁹Bal­ci, Gü­ner & Ni­co­la Gra­el: Das Ge­setz des Stär­ke­ren - All­tag in der Haupt­schu­le. youtube.com (11/2018).
¹⁰Im­hof, Paul: Ni­ko­laus. Auf den Spu­ren sei­ner Le­gen­den. Augs­burg: Patt­loch Ver­lag 1997.
¹¹­The Of­fi­ci­al 700 Club: The Christ­mas Sto­cking. youtube.com (11/2018).
¹²Un­be­haun, Va­nes­sa: Schu­le auf dem Weg zur In­sti­tu­ti­on. In: Kar­fun­kel Nr. 56 (2005). S. 6.