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Osterglocken aus Papier basteln: Tischgesteck - zweites Arrangement

Es gibt auf der Welt wohl kei­ne an­de­re Blu­men­art, die mit so viel Pech ge­seg­net ist wie die Gel­be Nar­zis­se. Nicht nur, dass ihre Zwie­bel zum Groß­teil aus gif­ti­gen Al­ka­lo­iden be­steht, auch ihre bei­den deutsch­spra­chi­gen Na­men ge­ben zu­nächst we­nig An­lass zum Froh­lo­cken. So er­in­nern Os­ter­glo­cken stets an die Kreu­zi­gung von Je­sus Chris­tus. Eben­so die Be­zeich­nung Gel­be Nar­zis­se stammt von ei­nem nicht we­ni­ger tra­gi­schen Er­eig­nis. Denn ein un­be­dach­ter Vor­fah­re der Früh­lings­blu­me wuchs aus­ge­rech­net an der Stel­le, an der Nar­ziss - Sohn des Fluss­got­tes Ke­phis­sos - an Selbst­ver­liebt­heit ver­starb.

Af­ter he died, the wa­ter nymphs and wood nymphs sear­ched for his body. But all they found was a ma­gni­fi­cent­ly beau­tiful flower bes­i­de the hid­den pool [...]. The flower had white pe­tals and a yel­low cen­ter, and from that time on, it was cal­led Nar­cis­sus.

Ma­ras­sa, M.: The Sto­ry of Echo and Nar­cis­sus. lrs.ed.uiuc.edu (03/2017).

Bild von selbst gebasteltem Ostergesteck. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinTrotz die­ser schlech­ten Vor­bo­ten müs­sen Os­ter­glo­cken (eng­lisch daf­fo­dil) un­be­dingt ein Teil ei­nes voll­stän­di­gen Os­ter­ar­ran­ge­ments sein. Schließ­lich er­fül­len Gel­be Nar­zis­sen ne­ben Wei­den­kätz­chen sämt­li­che re­li­giö­sen An­for­de­run­gen und sind des­halb eine äu­ßerst an­ge­mes­se­ne De­ko­ra­ti­on. Dies liegt üb­ri­gens nicht nur an den sanf­ten Blü­ten der Früh­lings­bo­ten, die wie im­po­san­te Kir­chen­glo­cken aus­se­hen. Viel­mehr ste­hen die schö­nen Os­ter­glöck­chen für die Wie­der­ge­burt und so­mit für die Auf­er­ste­hung von Je­sus Chris­tus.

The daf­fo­dils are cho­sen be­cau­se as the first flowers of spring, the time when na­tu­re is re­born, they re­mind us of Re­sur­rec­tion.

Tu­do­ra, Va­si­le: Sun­day of the Holy Cross - The Daf­fo­dils of Re­sur­rec­tion. pravoslavie.ru (03/2017).

Es ist kein Wun­der, dass ge­ra­de die west­eu­ro­päi­sche Gel­be Nar­zis­se die­se sym­bo­li­sche Be­deu­tung in­ne­hat. Denn nach­dem Os­ter­glo­cken­zwie­beln im Herbst ein­ge­pflanzt wur­den, lie­gen die­se zu­nächst lan­ge ver­ges­sen be­gra­ben. Plötz­lich zur Früh­jahrs­zeit schie­ßen die grü­nen Stie­le aus dem Bo­den und die Ge­wäch­se er­wa­chen in Win­des­ei­le zum Le­ben.

Mag sie den Rest des Jah­res auch tot ge­glaubt sein, so er­wacht sie pünkt­lich zur Os­ter­zeit zu neu­em Le­ben.

Ale­na: Früh­lings­freu­de mit Nar­zis­sen. blumen.de (03/2017).

Picture of Daffodil (Easter Flower) out of Paper. Crafted by Veronika Vetter Fine Artist

Nach kur­zer Zeit ver­las­sen Os­ter­glöck­chen die­se Welt al­ler­dings ge­nau­so schnell wie­der, wie sie ge­kom­men sind.

Bild von der Blüte der Gelben Narzisse. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZum Glück ist die Gel­be Nar­zis­se eine mehr­jäh­ri­ge Pflan­ze, so­dass sich der Vor­gang der Wie­der­ge­burt je­des Jahr an der glei­chen Stel­le wie­der­holt. Ab­ge­se­hen von den vie­len re­li­giö­sen Grün­den, dür­fen Os­ter­glo­cken selbst­ver­ständ­lich auch we­gen ih­res far­ben­fro­hen Aus­se­hens in kei­nem Os­ter­ar­ran­ge­ment feh­len. Schließ­lich spielt es kei­ne Rol­le, auf wel­ches Wo­chen­en­de das Os­ter­fest fällt, zwi­schen März und April sind die eit­len Nar­zis­sen im­mer gern ge­se­he­ne Farb­kleck­se in der noch kar­gen Früh­lings­land­schaft.

Im Gar­ten wird die Os­ter­glo­cke mit ih­rer Blü­te­zeit von März bis April oft als Vor­blü­her im Stau­den­beet ein­ge­setzt.

Kersch­bau­mer, Sa­bi­ne: Die Blü­te­zeit der Os­ter­glo­cken. gartenjournal.net (03/2017).

Bild von Ostergesteck mit Frühlingsblumen aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinÜb­ri­gens ist die Os­ter­glo­cke nicht nur ein wohl­ge­form­ter Hin­gu­cker mit re­li­giö­ser Be­deu­tung, son­dern eben­falls eine Heil­pflan­ze. Es ist noch gar nicht so lan­ge her, da wur­den die to­xi­schen Säf­te in der Blu­men­zwie­bel als Me­di­zin ge­gen Haut­krank­hei­ten und Ver­dau­ungs­stö­run­gen ein­ge­setzt. Heut­zu­ta­ge wür­de sich je­doch kei­ne fach­kun­di­ge Kräu­ter­he­xe mehr trau­en, wild wach­sen­de Os­ter­glo­cken zu pflü­cken. Denn auch wenn die Gel­be Nar­zis­se auf­grund ih­res ge­rin­gen Pollen- und Nek­tar­an­ge­bots für Bie­nen und Co. kaum eine Rol­le spielt, ist die ma­kel­lo­se Blu­me selbst in un­be­wohn­ten Ge­gen­den so sel­ten ge­wor­den, dass sie un­ter Na­tur­schutz steht.

In Deutsch­land fin­det man heu­te noch ei­ni­ge letz­te Wild­be­stän­de in der Ei­fel und im Na­tur­schutz­ge­biet Perlenbach-Fuhrtsbachtal [...]. Die wil­den For­men ste­hen un­ter Na­tur­schutz und dür­fen nicht ge­pflückt wer­den.

Schwarz, To­bi­as: Os­ter­glo­cken. alinki.com (03/2017).

Um sich die rei­zen­de Nar­zis­sen­art auch in die ei­ge­nen vier Wän­de zu ho­len, müs­sen Sie nicht mit der Gar­ten­sche­re durch das Blu­men­beet Ih­res Nach­barn lau­fen.

Bild von Ostergesteck mit Gelben Narzissen, Weidenkätzchen und Ostereiern. Arrangiert von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ich zei­ge Ih­nen näm­lich in der fol­gen­den An­lei­tung, wie Sie Os­ter­glo­cken aus Pa­pier bas­teln. Und weil eine Blu­me be­kannt­lich noch kei­nen Früh­ling macht, kön­nen Sie mit­hil­fe mei­ner Scha­blo­nen gleich ein gan­zes Tisch­ge­steck im Blu­men­topf er­rich­ten. Die hüb­sche Os­ter­de­ko ist 15 Zen­ti­me­ter breit und 36 Zen­ti­me­ter hoch.

Osterglocken aus Papier basteln

Zum Bas­teln des Os­ter­ge­stecks ver­wen­de­te ich al­tes Zei­tungs­pa­pier so­wie Ton­pa­pier und Krepp­pa­pier in ver­schie­de­nen Far­ben. Als be­son­de­res Ma­te­ri­al nahm ich zu­dem Moos­gum­mi, Alu­fo­lie, ei­nen Bas­tel­draht, klei­ne Per­len, et­was Sty­ro­por und ein Sa­tin­band zur Hil­fe. Au­ßer­dem be­mal­te ich man­che Stel­len des Mo­tivs mit un­ter­schied­li­chen Acryl­far­ben. Als Werk­zeu­ge be­nö­ti­gen Sie nichts wei­ter als eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­beil samt Li­ne­al, eine Zan­ge zum Schnei­den des Bas­tel­drah­tes und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7).

Collage mit Anleitungsschritten zum Basteln eines Blütenkelchs einer gelben Osterglocke. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ich be­gann mit dem Blü­ten­kelch der Os­ter­glo­cke und fer­tig­te dazu das recht­ecki­ge Ele­ment von Scha­blo­ne #1 aus Krepp­pa­pier an.

  • Die­ses Stück Pa­pier fal­te­te ich zu­nächst in der Mit­te.
  • Als Nächs­tes er­zeug­te ich durch leich­tes hin und her Kni­cken an ei­ner Rand­sei­te ein Wel­len­mus­ter. Da­durch sieht die Vor­der­sei­te des Blü­ten­kelchs aus­ge­franst und sehr na­tür­lich aus.

Bild vom Bemalen eines Zeitungspapierröllchens mit gelber AcrylfarbeGleich im An­schluss bas­tel­te ich den Blü­ten­stiel. Dazu roll­te ich eine Zei­tungs­pa­pier­sei­te so lan­ge auf, bis das da­durch ent­stan­de­ne Röll­chen ei­nen Durch­mes­ser von 0,5 Zen­ti­me­tern hat­te. Da­nach be­mal­te ich den kom­plet­ten Stiel mit gel­ber Acryl­far­be. Als die Far­be ge­trock­net war, ver­kleb­te ich die glat­te Sei­te des Blü­ten­kelchs mit der Zei­tungs­pa­pier­rol­le. Nun küm­mer­te ich mich um die zar­ten Blü­ten­blät­ter, wel­che sich eben­falls auf Scha­blo­ne #1 be­fin­den.

Eine Os­ter­glo­cke hat ins­ge­samt sechs Blü­ten­blät­ter. Um mei­ne Pa­pier­ex­em­pla­re vo­lu­mi­nös wir­ken zu las­sen, fer­tig­te ich die Vor­la­ge zwölf­mal aus Krepp­pa­pier an und kleb­te im­mer zwei Ein­zel­tei­le hin­ten an der ge­ra­den Sei­te auf­ein­an­der.

Collage mit Anleitungsschritten vom Basteln einer Gelben Narzisse aus Krepppapier. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die fer­tig­ge­stell­ten Blü­ten­blät­ter kleb­te ich dar­auf­fol­gend von au­ßen ein­mal rings­um den Blü­ten­kelch.

  • Für den Blü­ten­stem­pel und die Staub­blät­ter schnitt ich mir zu­nächst fünf Bas­tel­draht­stü­cke zu­recht, die je sechs Zen­ti­me­ter lang wa­ren.
  • Di­rekt im An­schluss fä­del­te ich auf je­des Draht­stück drei Bas­tel­per­len und fi­xier­te die­se, in­dem ich die ein­zel­nen Me­tall­stü­cke mit sich selbst ver­dreh­te. Hin­ge­gen die ent­ge­gen­ge­setz­ten Drah­ten­den stat­te­te ich mit­hil­fe ei­ner Rund­zan­ge mit je­weils ei­ner klei­nen Öse aus.
  • Nun fä­del­te ich ein wei­te­res Draht­stück durch den lan­gen Zei­tungs­pa­pier­stiel. In das obe­re Drah­ten­de, wel­ches ich aus dem Blü­ten­kelch ra­gen ließ, dreh­te ich dar­auf­hin eben­falls eine Öse.
  • In die­se gro­ße Draht­schlin­ge hing ich da­nach mei­ne fünf klei­nen Blü­ten­stem­pel samt Per­len fest ein.

Im letz­ten Schritt muss­te ich das lan­ge Draht­stück nur noch in die rich­ti­ge Po­si­ti­on zie­hen, so­dass die Staub­blät­ter oben fest im Blü­ten­kelch sa­ßen.

Hin­weis: Den un­te­ren Draht­zip­fel, wel­cher aus dem Zei­tungs­pa­pier­röll­chen rag­te, kürz­te ich mit der Zan­ge auf eine Län­ge von zwei Zen­ti­me­tern. Da­mit lässt sich die Pa­pier­nar­zis­se spä­ter ganz un­kom­pli­ziert in den Steck­schwamm drü­cken.

Osterglockenblätter und giftige Zwiebeln

Bild vom Fixieren der Blüte und des Kelchblatts am StielUm die bis­he­ri­gen Ar­beits­spu­ren zu ka­schie­ren und der Pflan­ze et­was Le­ben ein­zu­hau­chen be­gann ich da­mit, den Blu­men­stiel mit grü­nem Krepp­pa­pier ein­zu­wi­ckeln. Hin­weis: Da­bei ging es mir zu­nächst dar­um, die Blü­te wei­ter am Stiel zu fi­xie­ren. Das rest­li­che Zei­tungs­röll­chen ließ ich zu­nächst un­be­deckt. Als Nächs­tes küm­mer­te ich mich um die Stiel­de­ko, denn jede Os­ter­glo­cke im Ge­steck hat je­weils fünf Blät­ter - ein Kelch­blatt und vier Stiel­blät­ter.

Bild eines grünen Stielblatts, welches innen aus Alufolie bestehtDie Vor­la­gen da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #2. Das klei­ne Kelch­blatt fer­tig­te ich zwei­mal aus grü­nem Krepp­pa­pier an. Als ich das er­le­digt hat­te, kleb­te ich bei­de Ein­zel­tei­le wie zu­vor die Blü­ten­blät­ter leicht auf­ein­an­der. Gleich da­nach be­fes­tig­te ich das Blätt­chen un­ter­halb der Blü­te. Dar­auf­hin wi­ckel­te ich mei­ne Ver­klei­dung aus Krepp­pa­pier erst um die Un­ter­sei­te des Kelch­blat­tes und kleb­te das Grün da­nach um den gan­zen Blu­men­stiel.

Bild vom Befestigen der Blätter an einem OsterglockenstielDas Bas­teln der lan­gen Stiel­blät­ter war da­ge­gen ein we­nig auf­wen­di­ger. Zu­nächst fer­tig­te ich die lat­ten­zaun­för­mi­gen Ele­men­te der Scha­blo­ne an. Zwi­schen zwei Krepp­pa­pier­stü­cke kleb­te ich an­schlie­ßend im­mer ein fünfla­gi­ges Stück aus Alu­fo­lie. Durch die­se Kle­be­tech­nik kön­nen die Stiel­blät­ter nicht nur steif nach oben ste­hen, son­dern las­sen sich im Ge­steck auch in­di­vi­du­ell ver­bie­gen.

  • Als die vier prä­pa­rier­ten Blät­ter vor mir la­gen, kleb­te ich sie un­ten am Stiel fest.
  • Nun nahm ich wie­der mei­ne grü­ne Ver­klei­dung aus Krepp­pa­pier zur Hand und wi­ckel­te die Stiel­un­ter­sei­te und die Blatt­an­fän­ge er­neut ein.

Hin­weis: Dank die­ser Wi­ckel­tech­nik sah es am Ende so aus, als wä­ren die Blät­ter mit dem Stiel ver­schmol­zen und nicht nur an­ge­klebt.

Bild von Steckschwamm aus Styropor mit NarzissenzwiebelnFür den Bo­den mei­nes Os­ter­ge­stecks nahm ich ein Stück Sty­ro­por zur Hil­fe. Dar­aus schnitz­te ich mir ei­nen run­den Steck­schwamm mit ei­nem Durch­mes­ser von acht Zen­ti­me­tern. Au­ßer­dem schnitt ich mir drei Zwie­bel­ober­sei­ten aus dem Hart­schaum zu­recht. Die­se wi­ckel­te ich zu­erst mit hell­grü­nem Krepp­pa­pier ein. An­schlie­ßend kleb­te ich mei­ne Nar­zis­sen­zwie­beln auf den Steck­schwamm und be­mal­te das ge­sam­te Fun­da­ment mit brau­ner Acryl­far­be.

Hin­weis: Be­vor ich mei­ne Gel­ben Nar­zis­sen in ihre Zwie­beln steck­te, be­tröp­fel­te ich das Drah­ten­de, wel­ches un­ten aus dem Zei­tungs­pa­pier rag­te mit flüs­si­gem Kle­ber.

Stilvoller Topf rundet die Osterdeko ab

Um mei­nem Tisch­ge­steck ein wür­de­vol­les Zu­hau­se zu ge­ben, bas­tel­te ich im nächs­ten Schritt ei­nen pas­sen­den Topf.

Dazu fer­tig­te ich zu­al­ler­erst den Bo­den­kreis von Scha­blo­ne #3 zwei­mal aus Ton­pa­pier an. Die bei­den Ein­zel­tei­le kleb­te ich di­rekt im An­schluss sym­me­trisch auf­ein­an­der. Gleich da­nach ver­län­ger­te ich die Ele­men­te auf Scha­blo­ne #4 an der Mar­kie­rung A. Aus der neu ent­stan­de­nen Vor­la­ge schnitt ich mir dar­auf­fol­gend zwei Ton­pa­pier­stü­cke zu­recht, die ich wie­der auf­ein­an­der­kleb­te.

Bild von Grundgerüst eines PapiertopfesAls ich das Sei­ten­ele­ment des Top­fes so weit vor­be­rei­tet hat­te, falz­te ich die ge­zack­ten Knick- und Kle­be­l­i­ni­en mit­hil­fe ei­nes Falz­beils und ei­nes Li­ne­als. Da­nach kleb­te ich die Sei­ten ein­mal rings­um den Bo­den­kreis. Zum Ver­klei­den der Kle­be­la­schen am äu­ße­ren Bo­den des Zy­lin­ders schnitt ich mir an­schlie­ßend den Kreis von Scha­blo­ne #5 in ei­ner pas­sen­den Ton­pa­pier­far­be zu­recht. Als ich die­sen auf­ge­klebt hat­te, war das Grund­ge­rüst des Pa­pier­topfs be­reits fer­tig­ge­stellt.

Mein Töpf­chen soll­te wie ein klas­si­scher Blu­men­topf aus Ton oben ei­nen brei­ten Rand ha­ben. Aus die­sem Grund ver­län­ger­te ich zu­nächst die Strei­fen­vor­la­gen auf Scha­blo­ne #6.

Collage mit Anleitungsschritten: Einen Rand an einen Papiertopf ankleben.

Zwei der drei Strei­fen fer­tig­te ich dar­auf­hin aus Moos­gum­mi an. Die­se kleb­te ich im An­schluss so um den Topf­rand, dass eine gleich­mä­ßi­ge Rand­wöl­bung ent­stand.

  • Den drit­ten Strei­fen schnitt ich mir hin­ge­gen aus Ton­pa­pier zu­recht und ver­klei­de­te da­mit farb­lich pas­send den Moos­gum­mi­rand.

Bild eines Grußschilds auf selbst gebasteltem OstertopfUm die Rand­o­ber­sei­te eben­falls sau­ber ver­klei­den zu kön­nen, fer­tig­te ich mir den Kreis von Scha­blo­ne #7 an. Nach­dem ich die­sen auf­ge­klebt hat­te, ver­zier­te ich den Topf­bau­ch. Dazu wi­ckel­te ich zum ei­nen ver­schie­den­far­bi­ge Sa­tin­bän­der um das Mo­tiv. Zum an­de­ren bas­tel­te ich das Gruß­schild von Scha­blo­ne #7 und kleb­te es vor­ne auf den Pa­pier­topf auf.

Tipp: Um das Os­ter­ge­steck per­fekt im Topf zu plat­zie­ren, füll­te ich die­sen teil­wei­se mit De­ko­sand auf. Da­durch ge­winnt das Bas­tel­mo­tiv wei­ter an Sta­bi­li­tät.

Fazit: Die Gelbe Narzisse - eine florale Diva

Bild von Osterglöckchen für Mama. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDas Os­ter­glo­cken­ge­steck im Pa­pier­topf ist ein mit­tel­schwe­res Bas­tel­mo­tiv. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Ex­em­plars be­nö­tig­te ich un­ge­fähr vier Stun­den rei­ne Bas­tel­zeit. Falls Sie der An­sicht sind, dass die Ge­stal­tung der Pa­pier­blu­men für Sie zu schwer ist, soll­ten Sie wis­sen, dass Gel­be Nar­zis­sen auch in der Na­tur ech­te Di­ven sind. Ihre Bies­tig­keit geht so­gar so weit, dass selbst Wühl­mäu­se ei­nen gro­ßen Bo­gen um sie ma­chen. Wer sich die­se Pflänz­chen zu Os­tern im Gar­ten zie­hen möch­te, der muss weit­aus mehr Ge­duld auf­brin­gen als ein Bas­tel­lieb­ha­ber.

Nar­zis­sen mö­gen nähr­stoff­rei­chen, durch­läs­si­gen, nicht zu feuch­ten Bo­den. Son­ni­ge Stand­or­te wer­den be­vor­zugt. Lich­ter Schat­ten un­ter Laub­bäu­men sagt ih­nen aber auch zu.

An­ony­mous: Nar­zis­sen – mehr als nur Os­ter­glo­cken. nebelung.de (03/2017).

Ne­ben flo­ra­len Ge­nüs­sen ge­hö­ren auch noch ganz an­de­re Kom­po­nen­ten zu ei­nem per­fek­ten Os­ter­ar­ran­ge­ment. Falls Sie wis­sen möch­ten, war­um der Os­ter­ha­se sei­ne Eier in ein Nest legt, dann freu­en Sie sich auf die nächs­te Bas­tel­an­lei­tung.

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Pumps: Damenschuhe aus Papier basteln - Anleitung

Do­mi­nan­te Frau­en mit Aus­strah­lung tra­gen Pumps. Kein Wun­der, schließ­lich wur­den ge­schlos­se­ne Halb­schu­he mit ho­hem Ab­satz ei­gent­lich für männ­li­che Fürs­ten ent­wor­fen. Aus die­sem Grund wer­den Pumps im Eng­li­schen auch Hof­schu­he (court shoes) ge­nannt. Je hö­her an den kö­nig­li­chen Hö­fen der Re­nais­sance der ge­sell­schaft­li­che Stand ei­nes Man­nes war, umso hö­her durf­ten sei­ne Schuh­ab­sät­ze sein.

Bild von teuflischer Domina aus Fimo mit hochhackigem Damenschuh aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinWer dem Hoch­adel an­ge­hör­te, der konn­te so­mit High Heels tra­gen, vor de­nen selbst New Yor­ker Drag Queens krei­schend da­von­lau­fen wür­den. Hin­ge­gen die Füße der Adels­da­men wa­ren sei­ner­zeit mit ho­hen ab­satz­lo­sen Pla­teau­schu­hen mit durch­ge­hen­der Soh­le ge­schmückt. Wenn ein spät­mit­tel­al­ter­li­cher Kö­nig mit sei­ner Frau ei­nen Spa­zier­gang mach­te, war es dem­zu­fol­ge nichts Un­ge­wöhn­li­ches, dass Die­ner ihre Ma­jes­tä­ten für ei­nen si­che­ren Gang stüt­zen muss­ten.

The true pre­cur­sors the Pumps/Court Shoe came from the me­dieval fa­shion tra­di­ti­ons of the wealt­hy class of ru­lers and po­li­ti­ci­ans in Re­nais­sance count­ries [...]. At one point of histo­ry, pat­tens and cho­pi­nes were so big that wea­rer had to use help of the ser­vants to walk in them.

An­ony­mous: Histo­ry of Pumps/Court Shoes. shoeshistoryfacts.com (02/2017).

Pumps zwin­gen zu ei­ner auf­rech­ten Kör­per­hal­tung und las­sen den Trä­ger da­durch selbst­be­wusst auf­tre­ten.

Frau­en, die Pumps tra­gen gel­ten als se­xu­ell at­trak­tiv und an­griffs­lus­tig.

Kröll, Fa­bi­an: Pumps: Zeit­lo­ser Klas­si­ker. erdbeerlounge.de (02/2017).

Collage of Military Pumps out of Paper. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Artist

Dass Pumps er­fun­den wur­den, um Män­ner­kör­pern zu schmei­cheln wird auch dar­an er­sicht­lich, dass vor al­lem Frau­en mit ei­ner eher kna­ben­haf­ten V-Figur Schu­he mit Ab­satz tra­gen soll­ten. Durch die stei­le Fuß­stel­lung in die­sen Schu­hen wird die Bein­li­nie ver­län­gert, was ga­lant von den brei­ten Schul­tern und der schma­len Hüf­te ab­lenkt. Für die Her­ren der Schöp­fung wa­ren Pumps zu­dem Nutz­schu­he. Denn mit kei­nem an­de­ren Schuh­werk konn­te man zu Pfer­de treff­si­che­rer mit Pfeil und Bo­gen schie­ßen.

The heel hel­ped sol­diers’ feet stay put in the stir­rups while they shot their bow and ar­rows.

BuzzFee­dY­el­low: The Histo­ry Of High Heels. youtube.com (02/2017).

Picture of women shoes for Bushcraft. Created by Veronika Vetter Fine ArtistIm Zeit­al­ter der Auf­klä­rung re­du­zier­te sich die Ab­satz­hö­he und bei­de Ge­schlech­ter tru­gen Pumps. Wäh­rend­des­sen die Her­ren den brei­ten Block­ab­satz be­vor­zug­ten, wa­ren Da­men­schu­he mit Pfen­nig­ab­sät­zen be­stückt. Vor al­lem der eit­le Son­nen­kö­nig Lud­wig XIV. kom­bi­nier­te ger­ne wei­ße Strümp­fe mit schnei­di­gen Pumps, die eine rote Soh­le und ei­nen ro­ten Ab­satz hat­ten. Und da­mit geist­lo­se Fa­shion Vic­tims sei­nen skur­ri­len Mo­de­stil nicht ein­fach ko­pier­ten, durf­ten in Frank­reich aus­schließ­lich Mit­glie­der sei­nes Ho­fes eben­falls Schu­he mit ro­ten Ab­sät­zen tra­gen.

In the 1670s, Lou­is XIV is­sued an edict that only mem­bers of his court were al­lo­wed to wear red heels.

Kre­mer, Wil­liam: Why did men stop wea­ring high heels? bbc.com (02/2017).

Bild von sexy Domina aus Modelliermasse zusammen mit Pumps. Hoher Absatz zum Eier treten. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinWäh­rend der Fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on häng­te man mit den Ad­li­gen auch gleich Schu­he mit Ab­satz an den Na­gel. Erst als Mit­te des 19. Jahr­hun­derts Shop­ping zum Hob­by wohl­ha­ben­der Frau­en wur­de, gab es wie­der eine Nach­fra­ge nach Pumps. Die neu­en Mo­del­le wa­ren al­ler­dings we­sent­lich fe­mi­ni­ner und nur noch für zar­te Frau­en­fü­ße ge­macht. Seit­dem ha­ben sich Pumps zur be­lieb­tes­ten Frau­en­schuh­form al­ler Zei­ten ent­wi­ckelt.

For al­most for­ty ye­ars, heels were not to be found in fa­shionable Wes­tern foot­wear. By the mid-1800s [...] ci­ties such as Pa­ris and New York us­he­red in an age of pro­me­na­ding, café-going, and window-shopping. [...] The high heel, which re­ap­peared at this time, was now seen as a di­stinct­ly fe­mi­ni­ne form of foot­wear.

Cob­ban, Anne: High Step­ping. allaboutshoes.ca (02/2017).

Bild von Stöckelschuhen mit Camouflagemuster. Selbst gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDie Ge­schich­te der Pumps hat mich beim Bas­teln sehr be­ein­flusst. Mei­ne ho­hen Pa­pier­schu­he soll­ten sehr au­to­ri­tär und hoch­mü­tig sein so­wie Sex-Appeal aus­strah­len. Am liebs­ten wäre es mir, wenn sich de­vo­te Fuß­fe­ti­schis­ten beim An­blick der ty­ran­ni­schen Da­men­schu­he vor Schreck das Safe­word in Er­in­ne­rung ru­fen wür­den. Dies woll­te ich zum ei­nen da­durch er­rei­chen, in­dem ich die Pumps mit dem Ca­mou­fla­ge­mus­ter der US-Marines (MARPAT Wood­land) be­mal­te. Zum an­de­ren reiz­te ich die mög­li­che Ab­satz­hö­he mit neun Zen­ti­me­tern voll aus. Ab ei­nem Ab­satz von zehn Zen­ti­me­tern wer­den Da­men­schu­he be­kannt­lich als Sti­let­tos oder High Heels be­zeich­net.

Pumps mit Camouflagemuster aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Mei­ne Pumps aus Pa­pier sind 16 Zen­ti­me­ter lang, 6,5 Zen­ti­me­ter breit und 13 Zen­ti­me­ter hoch. Da­mit Sie die­se schi­cken Schüh­chen auch bald Ihr Ei­gen nen­nen kön­nen, er­zäh­le ich Ih­nen nun Schritt für Schritt, wie ich mei­ne Ex­em­pla­re her­ge­stellt habe.

Pumps aus Papier basteln

Bild vom Kleben der Innensohle eines Pumps aus PapierAb­ge­se­hen von der Zwi­schen­soh­le aus Moos­gum­mi, ver­wen­de­te ich für das ge­sam­te Kon­strukt des Da­men­schuhs Ton­pa­pier. Für die Ver­zie­run­gen nahm ich zu­dem ein brau­nes Sa­tin­band zur Hil­fe. Hin­ge­gen das grü­ne Ca­mou­fla­ge­mus­ter mal­te ich mit un­ter­schied­li­chen Acryl­far­ben auf. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich au­ßer­dem eine Sche­re, ein Falz­beil samt Li­ne­al, et­was flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Eyelet-Setter, ein ge­wöhn­li­ches Feu­er­zeug und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zu­recht­le­gen.

Hin­weis: Selbst die dünns­te Stel­le des Da­men­schuhs hat eine Gram­ma­tur von 260 g/m², was dar­an liegt, dass ich sämt­li­che Ein­zel­tei­le der Scha­blo­nen ver­stärkt habe. Dazu fer­tig­te ich je­des Ele­ment stets zwei­mal aus Ton­pa­pier an. An­schlie­ßend kleb­te ich alle iden­ti­schen Stü­cke sym­me­trisch auf­ein­an­der.

Collage mit Anleitungsschritten: Basteln von grünen Pumps. Schuhquartier und Einlass. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ich be­gann mit der In­nen­soh­le von Scha­blo­ne #1. Nach dem Ver­stär­ken mal­te ich am Fer­sen­be­reich die Schuh­grö­ße 37 als op­tio­na­les Gim­mick auf.

  • Dazu fer­tig­te ich die Stem­pel­vor­la­ge der Scha­blo­ne an und leg­te die­se auf die Ton­pa­pi­er­soh­le. Im An­schluss nahm ich ein Make-up Schwämm­chen so­wie ein Stem­pel­kis­sen zur Hand und fuhr da­mit über die klei­nen Aus­spa­run­gen.
  • Als Nächs­tes bas­tel­te ich die Sei­ten des Pumps, die auch als Quar­tier be­zeich­net wer­den. Da­für fer­tig­te ich die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #2 je­weils zwei­mal aus Ton­pa­pier an. Wich­tig: Vor dem Ver­stär­ken stanz­te ich in zwei der vier Ein­zel­tei­le klei­ne Lö­cher (sie­he Scha­blo­ne) mit­hil­fe mei­nes Eyelet-Setters ein.
  • Nach­dem ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en der bei­den prä­pa­rier­ten Sei­ten­ele­men­te ge­falzt hat­te, kleb­te ich die­se links und rechts an der Soh­le fest. Hin­weis: Da­mit sich bei­de Ein­zel­tei­le auch ex­akt ge­gen­über­la­gen, leg­te ich noch­mals die Soh­len­vor­la­ge von Scha­blo­ne #1 auf die Ton­pa­pi­er­soh­le, um die bei­den hin­te­ren Kle­be­punk­te leich­ter aus­fin­dig ma­chen zu kön­nen.

Die Rück­sei­te des Pumps wird auch Ein­lass ge­nannt und be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #3. Auch hier stanz­te ich vor dem Ver­stär­ken zehn klei­ne Lö­cher in die obe­re Ton­pa­pier­sei­te. Nach dem Fal­zen knick­te ich das Ele­ment leicht in der Mit­te und ver­schloss da­mit im An­schluss den hin­te­ren Soh­len­be­reich.

Maskuline Damenschuhe durch breite Schuhspitze

Da­mit mei­ne Pumps nicht all­zu fe­mi­nin aus­se­hen, habe ich das so­ge­nann­te Schuh­blatt und die Vor­der­kap­pe ver­hält­nis­mä­ßig breit ge­stal­tet. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #4. Zu­al­ler­erst fer­tig­te ich wie­der sämt­li­che Ein­zel­tei­le der Bas­tel­vor­la­ge aus Ton­pa­pier an. Dar­auf­hin stanz­te ich in die Au­ßen­sei­te des Schuh­blatts sechs klei­ne Lö­cher ein und ver­stärk­te erst ein­mal nur die­ses Ele­ment.

  • Wich­tig: Nach dem Fal­zen der Knick- und Kle­be­l­i­ni­en brach­te ich nur die in­ne­re Ver­stär­kung der Vor­der­kap­pe am be­reits fer­tig­ge­stell­ten Schuh­blatt an.

Bild von breiter Spitze eines PapierpumpsDie­ses Kon­strukt kleb­te ich dann gleich dar­auf vor­ne an der In­nen­soh­le fest. Mit der üb­rig ge­blie­be­nen Au­ßen­sei­te der Vor­der­kap­pe ver­klei­de­te ich nun sämt­li­che Kle­be­la­schen der Schuh­spit­ze. Tipp: Um die re­la­tiv schar­fe Pa­pier­kan­te am Über­gang zwi­schen Schuh­blatt und Vor­der­kap­pe ab­zu­mil­dern, fuhr ich ei­ni­ge Male mit ei­nem fei­nen Schleif­pa­pier (Kör­nung 1000) dar­über.

Military Pumps haben massiven Trichterabsatz

Das Bas­teln des Schuh­ab­sat­zes ist der schwie­rigs­te Teil des ge­sam­ten Mo­tivs. Di­rekt beim Zu­recht­schnei­den der Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #5 muss­te ich dar­auf ach­ten, dass beim trich­ter­för­mi­gen Ele­ment die Au­ßen­sei­te gleich­zei­tig die Lauf­soh­le ist.

Collage mit Anleitungsschritten: Hohen Absatz für Papierschuhe basteln. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dem­entspre­chend ver­wen­de­te ich für die­ses Stück, ein mit punk­ten ge­präg­tes brau­nes Ton­pa­pier.

Bild vom Schuheinlass grüner Damenpumps aus PapierAn der Un­ter­sei­te des trich­ter­för­mi­gen Ein­zel­teils kleb­te ich dar­auf­hin das klei­ne stern­för­mi­ge Ele­ment fest. Da­bei war es wich­tig, dass die brau­ne Lauf­soh­le nach au­ßen zeig­te. Für die Ab­satz­rück­sei­te brach­te ich im An­schluss das größ­te Teil von Scha­blo­ne #5 an der bis­he­ri­gen Ab­satz­kon­struk­ti­on an. Den da­mit fer­tig­ge­stell­ten Trich­ter­ab­satz be­fes­tig­te ich dann mit vor­an­ste­hen­den Kle­be­la­schen un­ten an der In­nen­soh­le.

  • Zu gu­ter Letzt ka­schier­te ich noch die un­schö­nen Za­cken, in­dem ich den Ver­klei­dungs­bo­gen hin­ten über die Ver­bin­dungs­stel­le zwi­schen Ab­satz und Schuh­ein­lass kleb­te.

Bild von Unterseite eines grünen PapierpumpsAuch wenn der Ab­satz­schuh nun schon als sol­ches zu er­ken­nen war, fehl­ten noch Tei­le der Lauf­soh­le. Die­se be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #6. Bei­de Ele­men­te der Vor­la­ge fer­tig­te ich ein­mal aus Moos­gum­mi und ein­mal aus mei­nem ge­präg­ten Ton­pa­pier an. Zu­al­ler­erst kleb­te ich mei­ne bei­den Moos­gum­mizwi­schen­soh­len un­ten auf die In­nen­soh­le und auf den Ab­satz­bo­den. Ab­schlie­ßend ver­klei­de­te ich das Gan­ze mit dem ge­punk­te­ten Ton­pa­pier.

Große Schuhmacherkunst durch feine Ziernähte

Zur Ver­ede­lung der Pa­pier­schu­he nahm ich ein dun­kel­brau­nes Sa­tin­band zur Hil­fe. Als Ers­tes ver­klei­de­te ich da­mit sämt­li­che Über­gangs­kan­ten. Da­durch be­kam der Ab­satz­bo­den und der ge­sam­te Soh­len­be­reich eine mar­kan­te Sil­hou­et­te. Als wei­te­re Be­son­der­heit schnitt ich mir aus dem Sa­tin­band eine fei­ne Zier­naht zu­recht. Das dün­ne Band zog ich dar­auf­hin ein­mal rings­um durch die ge­stanz­ten Lö­cher in der Nähe der Schaft­ab­schluss­kan­te. Die En­den der Naht kleb­te ich in den hin­te­ren Lö­chern des Ein­las­ses fest.

  • Tipp: Beim Schnei­den des Sa­tin­bands fiel mir auf, dass der Stoff zum Aus­fran­sen neigt. Des­halb ver­öde­te ich das Band zu­nächst mit­hil­fe der Flam­me ei­nes Feu­er­zeugs, be­vor ich es am Pa­pier­schuh be­fes­tig­te.

Picture of beautiful ladies high heel with Camouflage pattern for ball crushingNach dem Ver­edeln mei­nes Ab­satz­schuhs mal­te ich ein Ca­mou­fla­ge­mus­ter auf. Auf­grund des­sen, dass mei­ne Pumps eine dun­kel­grü­ne Au­ßen­sei­te hat­ten, muss­te ich mir le­dig­lich schwar­ze, brau­ne und beige­far­be­ne Acryl­far­be zu­recht­le­gen. Nach dem Be­ma­len leg­te ich mein Bas­tel­mo­tiv für cir­ca zwei Stun­den zum Trock­nen. Tipp: Um die Far­ben mit dem Pa­pier und dem Sa­tin­band ver­schmel­zen zu las­sen, be­sprüh­te ich mei­ne Schüh­chen als Fi­nish noch mit ei­nem mat­ten Acryl­lack.

Fazit: Das Basteln von Schuhen befeuert weibliches Verlangen

Mei­ne do­mi­nan­ten Da­men­schu­he sind ein mit­tel­schwe­res Mo­tiv. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Paa­res be­nö­tig­te ich gut und ger­ne sechs Stun­den rei­ne Bas­tel­zeit. Ich fin­de es scha­de, dass Ur­su­la von der Ley­en wäh­rend ih­rer Amts­zeit als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin im Ka­bi­nett Mer­kel III nie sol­che Pumps ge­tra­gen hat.

Bild von Tarnfleck Pumps mit hohem Absatz. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinWie ist es bei Ih­nen? Schau­en Sie sich auch manch­mal ein­fach nur so Ihre Schu­he an? Mir geht es bei mei­nen sechs Paar Pumps so. Fast noch wie neu lie­gen mei­ne Ab­satz­schu­he im Ori­gi­nal­kar­ton auf ei­nem Schrank. Ob­wohl ich we­nig Ge­le­gen­heit habe mei­ne wert­volls­ten Be­sitz­tü­mer aus­zu­füh­ren, könn­te ich stän­dig neue Pumps kau­fen. Sie wer­den es viel­leicht nicht glau­ben, aber als ich beim Ent­wer­fen die­ser Pa­pier­schu­he war, flo­gen ech­te Mi­li­ta­ry Pumps aus Le­der wie von Geis­ter­hand in den Wa­ren­korb mei­nes Lieb­lings­on­line­shops. Sie nicht zu kau­fen war wohl das Schwers­te, was ich bis zu die­sem Zeit­punkt tun muss­te. Vor al­lem da mein Schuh­kon­tin­gent noch lan­ge nicht aus­ge­reizt ist.

So fand eine bri­ti­sche Stu­die her­aus, dass eine durch­schnitt­li­che, er­wach­se­ne Frau nicht mehr als 40 Paar Schu­he be­sitzt.

Sa­scha: Schu­he zum Aus­ma­len – Rät­sel­spie­le für Kin­der. gws2.de (02/2017).

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Die Heiligen Drei Könige basteln - Anleitung

20*C+M+B+17 ist nicht etwa eine an­ti­ke Weg­be­schrei­bung zum Hei­li­gen Gral, son­dern ein gött­li­cher Se­gen. Die Zei­chen­fol­ge be­deu­tet: Je­sus seg­ne die­ses Haus (lat. Chris­tus man­sio­nem be­ne­di­cat) im Jah­re 2017. Die über­na­tür­li­che Pro­tek­ti­on ei­nes Haus­halts ist nur wirk­sam, wenn sie am 6. Ja­nu­ar von den Stern­sin­gern Ih­rer ört­li­chen Kir­che mit Krei­de an Ihre Haus­tü­re ge­schrie­ben wird. Das Gan­ze kos­tet Sie zwar eine klei­ne Spen­de, da­für be­kom­men Sie je­doch ein schö­nes Lied und ein ge­schichts­träch­ti­ges Ge­dicht zu hö­ren. Au­ßer­dem ha­ben Sie da­mit ei­nen Lenz lang die Vor­der­tü­re für Me­phis­to­phe­les und des­sen Ge­hil­fen ver­sperrt.

Bild von den Heiligen Drei Königen mit Myrrhe, Weihrauch und Gold. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinDie Stern­sin­ger sol­len die Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge sym­bo­li­sie­ren, die dem Hei­land nach sei­ner Ge­burt glän­zen­des Gold, damp­fen­den Weih­rauch und heil­kräf­ti­ge Myr­rhe schenk­ten. Be­vor ich mit dem Bas­teln die­ser bi­bli­schen Fi­gu­ren be­gin­nen konn­te, saß ich ta­ge­lang am Zei­chen­brett, denn es ist völ­lig un­klar, wie Cas­par, Mel­chi­or und Bal­tha­sar zu Leb­zei­ten aus­ge­se­hen ha­ben. Als je­mand der die Bi­bel ein we­nig kennt, weiß ich al­ler­dings, dass die Be­su­cher der beth­leh­emi­ti­schen Ba­by­par­ty kei­ne Kö­ni­ge wa­ren.

Da Je­sus ge­bo­ren war zu Beth­le­hem im jü­di­schen Lan­de, zur Zeit des Kö­nigs He­ro­des, sie­he, da ka­men die Wei­sen vom Mor­gen­land nach Je­ru­sa­lem [...].

Mat­thä­us 2,1: Die Wei­sen aus dem Mor­gen­land. bibel-online.net (01/2017).

Wäh­rend­des­sen für uns hier­zu­lan­de das Mor­gen­land an der Ost­gren­ze vom an­ti­ken By­zanz be­ginnt, sah das Gan­ze für den ge­fürch­te­ten Kö­nig He­ro­des im heu­ti­gen Is­ra­el ein we­nig an­ders aus.

Collage of the Three Wise Men. Paper Crafting Tutorial. Created by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Artist

Es gibt des­halb vie­le Quel­len, die dar­auf hin­deu­ten, dass die Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge wahr­schein­lich As­tro­no­men aus Per­si­en wa­ren. Dem­zu­fol­ge sa­hen die Wei­sen aus dem Mor­gen­land wohl eher wie die Söh­ne Is­ma­els aus und nicht so wie un­se­re gra­vi­tä­ti­schen Stern­sin­ger.

So if the th­ree Kings were from Per­sia, this is how they would have dres­sed. In Tu­nics, Trou­sers and poin­ted Hats.

Do­cu­men­ta­ry Films HD: The Th­ree Kings Mys­te­ries. youtube.com (01/2017).

Bild von Melchior und Balthasar (die Weisen aus dem Morgenland) an der Jesuskrippe. Erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinUm nicht drei gleich aus­se­hen­de Fi­gu­ren bas­teln zu müs­sen, ver­such­te ich die Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge nach ih­ren Na­men zu cha­rak­te­ri­sie­ren. Dies stell­te sich schnell als Sack­gas­se her­aus, denn si­cher ist, dass die­se nicht Cas­per, Mel­chi­or und Bal­tha­sar hie­ßen. Wer die drei Ge­lehr­ten so ge­tauft hat, ist un­klar. In der im 6. Jahr­hun­dert er­öff­ne­ten ita­lie­ni­schen Ba­si­li­kal­kir­che Sant’Apollinare Nuo­vo gibt es al­ler­dings ein Mo­sa­ik, wel­ches die Wei­sen aus dem Mor­gen­land mit den uns be­kann­ten Na­men dar­stellt.

In the Ba­si­li­ca of Sant’Apollinare Nuo­vo in Ra­ven­na you can see a won­derful mo­saic of the Th­ree Wise Men in tra­di­tio­nal Per­si­an dress and car­ry­ing their gifts, along with their names abo­ve: Cas­par, Mel­chi­or and Balt­ha­zar. The­se mo­saics were com­ple­ted ca. 565 AD [...].

Phil­lips, Fran­cis: The Th­ree Wise Men are not just a fairy tale. catholicherald.co.uk (01/2017).

Bild von selbst gebastelten Heiligen Drei Königen aus Papier auf einem Kaminsims. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinSo lang­sam stieg mei­ne Ver­zweif­lung und ich über­leg­te mir so­gar, das Mo­tiv zu ver­wer­fen. Ver­ant­wort­lich da­für war vor al­lem auch der Pfarr­brief mei­ner Ge­mein­de. Dar­in stand nicht nur, dass es wahr­schein­lich mehr als drei Mor­gen­län­der an der Krip­pe gab, es war au­ßer­dem eine neue In­ter­pre­ta­ti­on der Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge ab­ge­bil­det. Ne­ben ei­nem Eu­ro­pä­er mit Me­lo­ne als Hut wa­ren auf der Il­lus­tra­ti­on ein Schwarz­afri­ka­ner und ein Pil­ger ost­asia­ti­scher Her­kunft zu se­hen.

Nir­gends ist je­doch von drei Kö­ni­gen die Rede. Doch drei gilt als hei­li­ge Zahl und spä­ter nahm man die Zahl drei als Sym­bol für die drei da­mals be­kann­ten Erd­tei­le, Eu­ro­pa, Afri­ka und Asi­en.

Wied-Thiersch, Ani­ta: Hal­lo Kin­der! In: Ge­mein­sa­mer Pfarr­brief. Weih­nach­ten 2016. Ka­tho­li­sche Pfar­rei­en Hof & Quer. Aus­ga­be 4. S. 34.

Zu gu­ter Letzt dach­te ich laut: „Was wür­de Je­sus tun?” Ver­mut­lich wür­de er wol­len, dass ich mich an den Pon­ti­fex hal­te. Das Aus­se­hen un­se­rer Stern­sin­ger ist ja im­mer­hin so et­was wie die Aus­ga­be letz­ter Hand. Des­halb habe ich mich beim Ent­wer­fen mei­ner Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge an dem Bild­nis „An­be­tung der Kö­ni­ge” von Jan De Bray aus dem 17. Jahr­hun­dert ori­en­tiert.

Picture of the Three Wise Men (The Magi) out of Papier. Crafted by Veronika Vetter Fine Artist

Eine Be­son­der­heit mei­ner drei Pa­pier­fi­gu­ren ist, dass je­der Kör­per eine an­de­re Ge­fäß­form hat. Das soll die un­ter­schied­li­chen Ge­schen­ke an das Je­sus­kind der drei Wei­sen re­prä­sen­tie­ren. Au­ßer­dem trägt je­der Kö­nig ei­nen ab­nehm­ba­ren Hut. Mei­ne drei hoch­ge­bo­re­nen Cha­rak­te­re sind zwi­schen 10 und 13 Zen­ti­me­ter breit so­wie 19 Zen­ti­me­ter hoch.

Bastelanleitung für drei Papierkönige

Bild von zwei Bodenelementen zum Basteln der PapiergefäßeZum Bas­teln mei­ner Fi­gu­ren ver­wen­de­te ich vor al­lem Ton­pa­pier in vie­len ver­schie­de­nen Far­ben. Für die Kro­nen ka­men Krepp­pa­pier, klei­ne Pom­pons und Moos­gum­mi zum Ein­satz. Die Bär­te sind alle un­ter­schied­lich. Die­se fer­tig­te ich aus wei­ßer Wat­te und Filz­wol­le an, die ich mit Acryl­far­ben ein­färb­te. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, ein Falz­beil, ein Li­ne­al, viel flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Schasch­lik­spieß und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9) zu­recht­le­gen.

Bild vom Verstärken sämtlicher EinzelteileOb­wohl je­des Ge­fäß ein we­nig an­ders aus­sieht, ha­ben die drei Kör­per der Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge iden­ti­sche Bas­tel­schrit­te. Auf den Scha­blo­nen #1 - #3 be­fin­den sich je­weils ein Bo­den­ele­ment und die Sei­ten­wän­de. Um die Sta­bi­li­tät zu er­hö­hen, habe ich als Ers­tes je­des Ein­zel­teil aus zwei Ton­pa­pier­schich­ten an­ge­fer­tigt. So­mit hat­te ich je Fi­gur ei­nen Bo­den und sechs Sei­ten vor mir lie­gen. Im nächs­ten Schritt falz­te ich sämt­li­che Knick- und Kle­be­l­i­ni­en, so­dass mir der Zu­sam­men­bau leich­ter fiel.

Ich be­gann mit dem auf­ge­stell­ten Bo­den und be­fes­tig­te dar­an mein ers­tes Sei­ten­ele­ment. Gleich da­nach kleb­te ich ein Sei­ten­teil nach dem an­de­ren un­ten am Fun­da­ment und am be­nach­bar­ten Pen­dant fest. So ent­stan­den ganz au­to­ma­tisch eine Vase, ein Krug und ein Be­cher. Hin­weis: Wäh­rend­des­sen die Ton­pa­pier­far­be der ver­steck­ten in­ne­ren Ver­stär­kung für mich kei­ne Rol­le spiel­te, ach­te­te ich au­ßen dar­auf, dass je­der Kö­nig eine et­was an­de­re Klei­der­far­be er­hielt.

Bärte Rahmen die königlichen Gesichter

Als Nächs­tes ver­pass­te ich mei­nen drei Ge­fä­ßen in­di­vi­du­el­le Ge­sich­ter. Die Vor­la­gen da­für be­fin­den sich auf den Scha­blo­nen #4 - #6. Wich­tig: Jede Ge­sichts­form ist ge­nau auf eine der Kör­per­sil­hou­et­ten an­ge­passt und kann des­halb nicht ge­tauscht wer­den. Au­ßer­dem habe ich die Ge­sichts­vor­la­gen nicht ver­stärkt.

Collage mit Anleitungsschritten zum Basteln der Gesichter von den Heiligen Drei Königen. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Nach dem An­fer­ti­gen und Fal­zen kleb­te ich die Ge­sich­ter mit­tig auf mei­ne Pa­pier­ge­fä­ße. Für die Au­gen griff ich auf vor­ge­fer­tig­te Auf­kle­ber zu­rück und die knuf­fi­gen Na­sen­pom­pons habe ich ein­fach pas­send zum je­wei­li­gen Haut­typ mit Acryl­far­ben be­malt. Hin­ge­gen das Deck­haar und die flau­schi­gen Bär­te wa­ren wie­der eine rei­ne Maß­an­fer­ti­gung.

Bild von individueller Gesichtsbehaarung der Heiligen Drei KönigeWäh­rend­des­sen ich eine Ge­sichts­be­haa­rung aus han­dels­üb­li­cher, wei­ßer Wat­te form­te und ei­nem Kö­nigs­kör­per auf­kleb­te, sind die an­de­ren bei­den Brö­sel­be­sen aus Filz­wol­le. Zu­nächst muss­te ich die Wol­le mit ei­ner Filz­na­del zu ei­ner ebe­nen Mat­te ste­chen. Da­nach schnitt ich mir dar­aus die Bär­te und die Haar­an­sät­ze. Zu gu­ter Letzt be­mal­te ich mei­ne ver­filz­ten Kunst­haa­re mit rot­brau­ner und schwar­zer Acryl­far­be und kleb­te Kö­nig Bar­ba­ros­sa und dem Prin­zen von Za­mun­da sei­ne cha­rak­te­ris­ti­sche Haar­pracht auf.

Die drei Kronen des Morgenlandes

Das ei­gent­li­che High­light die­ses Bas­tel­mo­tivs sind die drei un­ter­schied­li­chen Kro­nen. Mein wei­ßer Kö­nig, der dem Prinz­re­gen­ten Luit­pold ähn­lich sieht, trägt eine ty­pi­sche eu­ro­päi­sche Kro­ne.

Collage von Anleitungsschritten für eine Papierkrone. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Zum Bas­teln der ge­schlos­se­nen Za­cken­kro­ne fer­tig­te ich zu­al­ler­erst ein sechs­ecki­ges Grund­ge­rüst aus Moos­gum­mi mit­hil­fe von Scha­blo­ne #7 an. Im An­schluss dreh­te ich das Sechs­eck um und be­spann­te es mit Krepp­pa­pier. Dar­auf­hin schnitt ich mir von der­sel­ben Scha­blo­ne sechs­mal den um­ge­dreh­ten Tor­bo­gen aus farb­lich pas­sen­dem Moos­gum­mi zu­recht.

  • Die­se sechs Ein­zel­tei­le kleb­te ich an­schlie­ßend rings­um die run­de Kro­ne.
  • Zu gu­ter Letzt setz­te ich den Za­cken noch gold­be­mal­te Pom­pons auf.
  • Au­ßer­dem ka­schier­te ich die Kle­be­l­i­ni­en mit lan­gen Krepp­pa­pier­strei­fen.

Mein ro­ter Kö­nig Bar­ba­ros­sa trägt eine Art Mit­ren­kro­ne. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #8.

Collage mit Bastelschritten zum Anfertigen einer Mitrenkrone aus Papier. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Zu­al­ler­erst bau­te ich mir aus den Moos­gum­mi­strei­fen der Scha­blo­ne eine Kup­pel. Wich­tig: Ei­nen der un­te­ren Ver­bin­dungs­rin­ge habe ich zu­nächst nicht ver­schlos­sen. Da­nach steck­te ich von un­ten ei­nen Schasch­lik­spieß durch die Kup­pel­mit­te, so­dass ein Stück oben her­aus­schau­te. Als Nächs­tes be­spann­te ich das Gan­ze mit Krepp­pa­pier.

  • Dar­auf­hin wi­ckel­te ich um das obe­re Holz­spieß­stück ei­ni­ge La­gen Krepp­pa­pier, die ich gleich im An­schluss mit gol­de­ner Acryl­far­be be­mal­te.
  • Im nächs­ten Schritt bas­tel­te ich mir aus ei­nem wei­te­ren lan­gen Stück Krepp­pa­pier eine Hut­krem­pe, wel­che ich eben­falls mit gold­be­mal­ten Pom­pons ver­zier­te. Die fer­ti­ge Krem­pe be­fes­tig­te ich am un­te­ren Rand der Kro­ne.
  • Be­vor ich die Hut­krem­pe der Mit­ren­kro­ne je­doch end­gül­tig ver­schloss, setz­te ich die edle Kopf­be­de­ckung mei­nem Kö­nig Bar­ba­ros­sa auf. Dar­auf­fol­gend pass­te ich das Band auf den Kopf­um­fang an und ver­kleb­te es an­schlie­ßend mit sich selbst.

Mein schwar­zer Prinz von Za­mun­da trägt als Kopf­be­de­ckung eine Ku­fi­ya, die auch als Pa­li­tuch be­kannt ist.

Collage vom Basteln eines Palituchs aus Papier. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Zum An­fer­ti­gen des Pa­li­tuchs bas­tel­te ich mir aus den Ele­men­ten von Scha­blo­ne #9 zu­erst ei­nen of­fe­nen Moos­gum­mi­ring. Im An­schluss dreh­te ich den Ring um und kleb­te ei­nen klei­nen Krepp­pa­pier­hau­fen oben auf der größ­ten Flä­che fest. Als Nächs­tes setz­te ich das Gan­ze mei­ner Fi­gur so auf den Kopf, dass die Öff­nung ge­ra­de nach hin­ten zeig­te.

  • Im An­schluss nahm ich ein gro­ßes Stück Krepp­pa­pier zur Hand und kleb­te es bün­dig auf den vor­ders­ten Za­cken ober­halb der Stirn. Das rest­li­che Pa­pier ließ ich wei­ter nach un­ten fal­len. Als mir die Län­ge zu­sag­te, be­fes­tig­te ich das dün­ne Krepp­pa­pier auch an den an­de­ren vier Ring­za­cken.
  • Dar­auf­hin schnitt ich drei gleich­gro­ße Moos­gum­mi­strei­fen zu­recht und dreh­te mir dar­aus ein Hut­band.
  • Ganz zum Schluss brach­te ich das Pa­li­tuch zu­nächst in Form und fi­xier­te es an­schlie­ßend mit mei­nem schi­cken Moos­gum­mi­band.

Fazit: Was wissen Sie über die Heiligen Drei Könige?

Bild von den Heiligen Drei Königen mit Gold und Myrrhe. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinMei­ne In­ter­pre­ta­ti­on der Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge ist zwar ge­ne­rell ein ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv, wel­ches al­ler­dings sehr zeit­auf­wen­dig ist. Zum Bas­teln mei­ner un­ter­schied­li­chen Fi­gu­ren und Kro­nen be­nö­tig­te ich gut und ger­ne ei­nen gan­zen Tag. Ne­ben den wür­de­vol­len Hü­ten ge­fal­len mir vor al­lem die lus­ti­gen Bär­te. Über­rascht hat mich, dass die drei Ge­fä­ße wirk­lich sehr sta­bil sind und auch als ver­schließ­ba­res Uten­si­lo für das Kin­der­zim­mer zum Ein­satz kom­men könn­ten.

Der Drei­kö­nigs­tag ist ähn­lich wie Chris­ti Him­mel­fahrt in den meis­ten Bun­des­län­dern zwar ein Fei­er­tag, lei­der in­ter­es­siert es im­mer we­ni­ger Men­schen, war­um sie bei die­sen An­läs­sen ein­mal die See­le bau­meln las­sen dür­fen. Was mei­nen Sie, wie vie­le der knapp 18 Mil­lio­nen Nordrhein-Westfalen wis­sen, dass in ih­rem Köl­ner Dom wahr­schein­lich die Ge­bei­ne der Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge lie­gen?

For tho­se who have vi­si­ted Co­lo­gne Ca­the­dral, the im­pres­si­ve and sta­te­ly Shri­ne of the Th­ree Kings ser­ves as a vi­su­al re­min­der of events that tran­spi­red over two thousand ye­ars ago, when th­ree men left the com­fort of their ho­mes to wor­ship at the feet of an in­fant.

An­ony­mous: The Shri­ne of the Th­ree Kings: Grand Re­li­qua­ry of the Magi. reliquarian.com (01/2017).

Zu­min­dest steht in der ma­le­ri­schen Ka­the­dra­le am Rhein der Drei­kö­nigs­schrein. Die­ser gol­de­ne Kas­ten wur­de im 13. Jahr­hun­dert fer­tig­ge­stellt und ist nicht nur ein wun­der­schö­nes Ar­te­fakt, son­dern vor al­lem ein Stück alt­deut­sche Ge­schich­te.

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