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Picknickkorb basteln - rustikal für bayerische Schmankerl

Ei­ner der be­deu­tends­ten Kö­ni­ge Eng­lands war Edu­ard III., der wäh­rend sei­ner Herr­schaft nur zwei gro­ßen Lei­den­schaf­ten nach­ging. Sein größ­tes In­ter­es­se galt da­bei selbst­ver­ständ­lich dem Krieg. Zu­sam­men mit Kai­ser Lud­wig IV. aus dem Hau­se Wit­tels­bach, des­sen Wap­pen­mus­ter noch heu­te die Staats­flag­ge Bay­erns ziert, ver­such­te er fort­wäh­rend die fran­zö­si­sche Kro­ne zu stür­zen. Da­ne­ben lieb­te der eng­li­sche Re­gent die Jagd. Be­vor er sich je­doch mit sei­nen Jagd­ge­nos­sen auf die Pirsch leg­te, war es sei­ner­zeit Usus ein gro­ßes Pick­nick zu ver­an­stal­ten. Im Frei­en wur­den da­bei Schin­ken, Pas­te­ten und Ge­bäck ge­reicht, wäh­rend­des­sen man ei­nen Kom­plott ge­gen das Haar­wild schmie­de­te.

In Eu­ro­pe du­ring the 14th cen­tu­ry, the ear­liest pic­nics were me­di­eval hun­ting fe­asts in Eng­land. The­se fe­asts be­fo­re the hunt be­gan were of spe­cial im­por­t­an­ce and the main foods that could be found at the­se fe­asts would be hams [...].

Bloom, Clai­re: The Histo­ry of Pic­ni­cking. picnic-basket.com (08/2016).

Bild von bayerischen Picknickkorb aus Papier mit FIMO Blumen von DAoCFrEakWäh­rend der Adel sei­ne Brot­zeit ge­noss, wuss­te er nicht, dass er ge­ra­de pick­nick­te. Denn es wa­ren aus­ge­rech­net die Fran­zo­sen, die mehr als 250 Jah­re spä­ter das Wort Pick­nick (frz. pi­queni­que) er­fan­den. Es um­schrieb im 17. Jahr­hun­dert den Um­stand, wenn eine Grup­pe von Men­schen ein Re­stau­rant be­such­te und da­bei ih­ren ei­ge­nen Wein mit­brach­te.

Was das Ori­gi­nal­wort je­doch ge­nau be­deu­tet ist heu­te noch un­klar, es könn­te sich auch ein­fach nur um ei­nen mo­di­schen Singsang­aus­druck han­deln, der von den fran­zö­si­schen Hip­stern des Ba­rocks ver­wen­det wur­de.

We are un­su­re what the word pi­que ac­tual­ly me­ans. The­re are two op­ti­ons: leisu­rely ea­ting (pi­cking) or a de­li­cacy of food. Ni­que was selec­ted sin­ce it rhy­med with Pi­que.

Out­law, Greg: Ori­gin of the Word Pic­nic. allabouthistory.org (08/2016).

Bild von bayerischem Brotzeitbrett mit selbst gebasteltem PicknickkorbDie größ­ten Lieb­ha­ber des Pick­ni­ckens in der BRD sind die Bay­ern. Der li­be­ra­le Um­gang mit dem Grund­nah­rungs­mit­tel Bier so­wie die baye­ri­sche Ge­müt­lich­keit sind da­für ver­ant­wort­lich, dass von der Isar über die Do­nau, bis hin­auf zum Main bei Son­ne und weiß­blau­em Him­mel das hei­te­re Pick­ni­cken be­ginnt. Wer im Frei­staat im Frei­en zwei Hal­be und eine Le­ber­käs­sem­mel zu sich nimmt, der macht je­doch kein Pick­nick, son­dern Brot­zeit, Jau­se oder in den neu­en Ge­bie­ten auch Ves­per.

Bild eines Picknickkorbs auf einer bayerischen Wiese mit sonnengereiften StrauchtomatenIm Üb­ri­gen ist es den Fran­ken und Schwa­ben zu ver­dan­ken, dass sich die Pick­nick­kul­tur in Bay­ern so aus­prä­gen konn­te. Denn als sich auch nach vier Jah­ren die Be­woh­ner die­ser bei­den Lan­des­tei­le im neu­en Kö­nig­reich ein­fach nicht hei­misch füh­len woll­ten, zer­brach sich der Stab rund um Ma­xi­mi­li­an I. den Kopf dar­über, wie man rasch ein ge­samt­baye­ri­sches Na­tio­nal­be­wusst­sein ent­wi­ckeln kön­ne. Und was bot sich da­für bes­ser an als eine Hoch­zeit? Des­halb wur­de an­läss­lich der Ver­mäh­lung des Kron­prin­zen Lud­wig I. mit The­re­se von Sachsen-Hildburghausen am 17. Ok­to­ber 1810 auf der The­re­si­en­wie­se in Mün­chen ein spek­ta­ku­lä­res Pfer­de­ren­nen ver­an­stal­tet.

Da­mals hat­te man den Wunsch, dass man in Bay­ern nicht nur die­se Hoch­zeit ge­büh­rend ver­macht, son­dern dass man eben auch ein na­tio­na­les Fest auf die Bei­ne stellt [...].

Luit­pold Prinz von Bay­ern: Oide Wiesn 2013. youtube.com (08/2016).

Bild vom aufklappbaren Picknickkorb im bäuerlichen DesignDer Plan ging auf, denn das Groß­ereig­nis kam beim Vol­ke so gut an, dass es die Fei­er­lich­kei­ten von da an je­des Jahr wie­der­ho­len woll­te. Der „Land­wirt­schaft­li­che Ver­ein in Bay­ern“ or­ga­ni­sier­te die ers­ten Jah­re das da­durch ent­stan­de­ne Ok­to­ber­fest und Sie kön­nen sich vor­stel­len, dass es zu je­ner Zeit noch kei­ne gro­ßen Bier­zel­te, Fahr­ge­schäf­te und Hendlbra­te­rei­en gab. Des­halb brach­ten sich die Be­su­cher ihre Ver­pfle­gung selbst mit und ver­an­stal­te­ten wohl das größ­te Pick­nick Eu­ro­pas.

Bild von selbst gebastelten Picknickkorb in Trapezform mit großer Tragelasche Auf­grund des­sen, dass sich zu die­sem Fest auch re­gel­mä­ßig Lud­wig I. und sei­ne spä­te­ren Nach­fol­ger bli­cken lie­ßen, fei­er­te auf der „Wiesn” der ein­fa­che Bau­ers­mann zu­sam­men mit der Bour­geoi­sie und dem Adel. Üb­ri­gens nicht nur, da­mit die mit­ge­brach­ten Schman­kerl nicht stän­dig nass wur­den, son­dern da es sich bei son­ni­gem Wet­ter auch bes­ser an­ban­deln ließ, wur­de das Ok­to­ber­fest im Jah­re 1872 kur­zer­hand in den Alt­wei­ber­som­mer vor­ver­legt.

In 1872 the Ok­to­ber­fest was mo­ved to sep­tem­ber, be­cau­se the wea­ther was bet­ter.

Tell­mann, Vera: 200 Jah­re Ok­to­ber­fest - Die Ge­schich­te der ‘Wiesn’. dw.com (08/2016).

Bild von Veronika Vetter beim Picknicken in BayernAuch ich lie­be als baye­ri­sches Cow­girl das Pick­ni­cken sehr. Da­bei bin ich je­doch we­ni­ger in den Bier­gär­ten des hie­si­gen Land­krei­ses zu fin­den, son­dern esse lie­ber ge­müt­lich mit Freun­den in der Na­tur. Um mei­ne zünf­ti­gen Schman­kerl bes­ser trans­por­tie­ren zu kön­nen, habe ich des­halb ei­nen sta­bi­len Pick­nick­korb aus Pa­pier ent­wi­ckelt. Ne­ben der Funk­tio­na­li­tät war mir das rus­ti­ka­le De­sign des Kor­bes be­son­ders wich­tig. Bei der Form ori­en­tier­te ich mich an ei­nem gleich­schenk­li­gen Tra­pez, so­dass der Pick­nick­korb ein we­nig an ein Bier­zelt auf dem Ok­to­ber­fest er­in­nert. Zu­dem ver­fügt mein Mo­tiv über eine bäu­er­li­che Holz­op­tik, die in Kom­bi­na­ti­on mit dem weiß­blau­en Bay­ern­wap­pen sehr gut har­mo­niert.

Bild von dunkelbraunem Picknickkorb, der von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin gebastelt wurde

Der ge­räu­mi­ge Pick­nick­korb ist 25 Zen­ti­me­ter lang, 16 Zen­ti­me­ter breit und 19 Zen­ti­me­ter hoch (ohne Tra­ge­lasche). Der Klapp­korb aus Pa­pier lässt sich oben an zwei Sei­ten un­ab­hän­gig von­ein­an­der öff­nen und ver­fügt an den äu­ße­ren Längs­sei­ten über zwei Hal­te­run­gen für Ser­vi­et­ten und Be­steck.

Falls Ih­nen mein rei­zen­der Pick­nick­korb ge­fällt, be­kom­men Sie im fol­gen­den Ar­ti­kel eine aus­führ­li­che Bas­tel­an­lei­tung mit den da­zu­ge­hö­ri­gen Scha­blo­nen da­mit Sie das Mo­tiv ohne Wei­te­res nach­ma­chen kön­nen.

Bastelanleitung für Picknickkorb

Bild von drei Papieren, die als Boden des Picknickkorbs fungierenBa­sis­ma­te­ri­al mei­nes Pick­nick­korbs ist Ton­pa­pier in den Far­ben Reh­braun, Hell­blau, Gelb und Weiß. Au­ßer­dem nahm ich fes­ten Ton­kar­ton, blau­es Krepp­pa­pier und et­was Moos­gum­mi zur Hil­fe. Die Holz­op­tik er­zeug­te ich mit ei­nem Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und dun­kel­brau­ner Acryl­far­be. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, Falz­beil samt Li­ne­al, ei­nen Eyelet-Setter, ver­schie­de­ne Pin­sel und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10) zu­recht­le­gen.

Bild vom Bestempeln der Innenseite des Picknickkorbs mit blauen KronenZu­al­ler­erst fer­tig­te ich den Bo­den des Pick­nick­korbs von Scha­blo­ne #1 an. Dazu schnitt ich mir das gro­ße Ele­ment zwei­mal aus mei­nen Ton­pa­pier­far­ben und ein­mal aus Ton­kar­ton zu­recht. Im An­schluss kleb­te ich mei­ne Ein­zel­tei­le so auf­ein­an­der, dass der fes­te Ton­kar­ton im­mer in der Mit­te war. Hin­weis: Die­se drei­la­gi­ge Kle­be­tech­nik sorgt für die au­ßer­or­dent­li­che Sta­bi­li­tät des Pa­pier­pick­nick­korbs, wes­halb ich die­ses Ver­fah­ren für alle wei­te­ren Bau­tei­le wie­der­hol­te.

  • Nach dem Fal­zen der Knick- und Kle­be­li­ni­en ver­deut­lich­te ich das The­ma mei­nes De­signs wei­ter, in­dem ich alle In­nen­sei­ten des Pick­nick­korbs mit blau­en Kro­nen bes­tem­pel­te.

Clevere Halterungen stabilisieren den Klappkorb

Die bei­den lan­gen Sei­ten sind der schwie­rigs­te Teil des Bas­tel­mo­tivs, was dar­an liegt, dass die­se eine Stütz­funk­ti­on ha­ben. Nicht nur die bei­den Öff­nungs­klap­pen, son­dern auch die äu­ße­ren Ser­vi­et­ten­hal­te­run­gen sind von den Längs­sei­ten des Pick­nick­korbs ab­hän­gig.

Ich fer­tig­te das Ele­ment von Scha­blo­ne #2 zwei­mal aus reh­brau­nem Ton­pa­pier und zwei­mal aus Ton­kar­ton an. An­schlie­ßend schoss ich mit­hil­fe ei­nes Eyelet-Setters klei­ne Lö­cher (sie­he Scha­blo­ne) in die Ein­zel­tei­le und kleb­te im­mer ein Ton­pa­pier­ele­ment sym­me­trisch auf ein Ton­kar­ton­ele­ment. Nach dem Fal­zen bei­der Bau­tei­le fä­del­te ich je­weils zwei 50 Zen­ti­me­ter lan­ge und 2,5 Zen­ti­me­ter brei­te zu­sam­men­ge­knüll­te Krepp­pa­pie­re durch die Lö­cher. Dies sind die äu­ße­ren Ser­vi­et­ten­hal­te­run­gen.

  • Auf Scha­blo­ne #3 be­fin­det sich die In­nen­sei­te, wel­che ich zwei­mal aus hell­blau­em Ton­pa­pier an­fer­tig­te. Auch die­se Ele­men­te falz­te ich und ver­sah sie mit je­weils zwei klei­nen Lö­chern.
  • Für je­des Teil nahm ich dar­auf­hin ein 35 Zen­ti­me­ter lan­ges Krepp­pa­pier, wel­ches ich auf eine Brei­te von 0,7 Zen­ti­me­tern zu­sam­men­leg­te und an­schlie­ßend durch die Lö­cher fä­del­te. Die­se Bän­der sind die Hal­te­run­gen für die Öff­nungs­klap­pen.

Bild vom Aufkleben des Daches auf den PapierpicknickkorbAn­schlie­ßend kleb­te ich mei­ne prä­pa­rier­ten In­nen­sei­ten auf den Ton­kar­ton der Au­ßen­sei­ten. Dar­auf­fol­gend be­fes­tig­te ich die bei­den ver­stärk­ten Längs­sei­ten in­nen an den Kle­be­laschen des be­reits fer­tig­ge­stell­ten Bo­den­ele­ments. Da­nach voll­ende­te ich das Grund­ge­rüst des Pick­nick­korbs mit dem Dach von Scha­blo­ne #4, wel­ches ich nach dem be­währ­ten Prin­zip an­fer­tig­te und mit des­sen Hil­fe ich ho­ri­zon­tal von oben bei­de Längs­sei­ten mit­ein­an­der ver­band.

Aufklappbare Flügeltüren und gebogene Tragelasche

Bild von Flügelklappen des PicknickkorbsIm nächs­ten Schritt fer­tig­te ich die Öff­nungs­klap­pen des Pick­nick­korbs an. Dazu schnitt ich mir die Au­ßen­sei­ten der Flü­gel­tü­ren von Scha­blo­ne #5 zu­recht. Nach dem Zu­sam­men­kle­ben und Fal­zen küm­mer­te ich mich um die ge­loch­ten In­nen­sei­ten von Scha­blo­ne #6. Nun nahm ich im­mer eine vor­be­rei­te­te In­nen­sei­te der Flü­gel­tü­ren und fä­del­te durch die bei­den Lö­cher je­weils zwei Krepp­pa­pier­bän­der des Grund­ge­rüsts.

Bild vom Festkleben der Öffnungsklappen am PapierpicknickkorbDie Hal­te­bän­der kleb­te ich an der Rück­sei­te mei­nes hell­blau­en Ton­pa­pier­ele­ments fest. Hin­weis: Vor dem Kle­ben maß ich die Bän­der ge­naus­tens aus, so­dass die­se auch wirk­lich sym­me­trisch zu­ein­an­der lie­fen. Zu­dem be­fes­tig­te ich die In­nen­sei­ten der Öff­nungs­klap­pen im In­ne­ren des Pick­nick­korbs. Um die un­schö­nen Kle­be­rän­der zu ver­klei­den und die Tü­ren zu ver­stär­ken, kleb­te ich dar­auf­hin die bei­den Au­ßen­sei­ten von hin­ten auf die be­reits an­ge­brach­ten In­nen­sei­ten. Wich­tig: Ich ließ mei­nen bier­zelt­för­mi­gen Pick­nick­korb nun für eine Stun­de trock­nen. Da­mit die Tü­ren sau­ber schlie­ßen, be­schwer­te ich die­se wäh­rend des Vor­gangs mit Bü­chern.

Bild von Einzelteilen für die Tragelasche des PicknickkorbsDa­mit ich mein Nasch­körb­chen auch am Fahr­rad­len­ker ein­hän­gen kann, gab ich die­sem eine be­son­ders weit­läu­fi­ge Tra­ge­lasche. Ehe ich die­se an­fer­ti­gen konn­te, muss­te ich je­doch zu­nächst die Ele­men­te von Scha­blo­ne #7 an den Mar­kie­run­gen A und B ver­län­gern. Nach­dem ich die 44 Zen­ti­me­ter lan­ge La­sche nach er­prob­ter Tech­nik zu­sam­men­ge­klebt hat­te, be­fes­tig­te ich die­se mit­tig an den Längs­sei­ten des Pick­nick­korbs.

Rustikales Aussehen dank dunkelbrauner Holzoptik

Bild vom Versehen des Papierpicknickkorbs mit einer HolzoptikDa­mit es so aus­sieht, als sei der Pa­pier­pick­nick­korb aus Holz, prä­pa­rier­te ich al­les, was am Grund­ge­rüst des Kor­bes eine reh­brau­ne Far­be hat­te. Da­für schnitt ich zu­nächst vie­le dün­ne Ton­pa­pier­strei­fen zu­recht. Hin­weis: We­der die Far­be der Strei­fen noch die Grö­ße spielt da­bei eine Rol­le. Im An­schluss be­pin­sel­te ich eine Sei­te des Pick­nick­korbs groß­flä­chig mit wei­ßem Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis.

Dar­auf­hin leg­te ich mei­ne Pa­pier­strei­fen auf den Kle­ber. Wich­tig: Das Mus­ter ist spä­ter noch zu er­ken­nen. Sie kön­nen also ein wil­des oder ein ak­ku­ra­tes Äu­ße­res le­gen. Al­les was über­stand schnitt ich ab. Im nächs­ten Schritt be­strich ich die kom­plet­te Sei­te samt Ton­pa­pier­strei­fen er­neut mit dem Kle­ber. Nach­dem ich mei­nen ge­sam­ten Pick­nick­korb un­ten und oben mit die­ser Tech­nik be­legt hat­te, leg­te ich das Gan­ze für 30 Mi­nu­ten zum Trock­nen. Zu gu­ter Letzt be­mal­te ich mein Mo­tiv noch gänz­lich mit dun­kel­brau­ner Acryl­far­be, die ich da­nach 60 Mi­nu­ten trock­nen ließ.

Bayerisches Dekor vollendet den Picknickkorb

Bild vom Weben des Bayernwappens aus PapierFür die zwei mitt­le­ren Wap­pen auf dem Pick­nick­korb fer­tig­te ich mir 20 Zen­ti­me­ter lan­ge und ei­nen Zen­ti­me­ter brei­te Pa­pier­strei­fen aus wei­ßem und blau­em Ton­pa­pier an. Aus die­sen Far­ben habe ich mir mein Rau­ten­mus­ter ge­webt, wel­ches ich zu­nächst auf die klei­ne Un­ter­la­ge von Scha­blo­ne #8 kleb­te. Die gro­ße Wap­pen­un­ter­la­ge der­sel­ben Scha­blo­ne fer­tig­te ich gleich da­nach aus gel­bem Ton­pa­pier an und kleb­te dar­auf mein weiß­blau­es Em­blem.

Bild vom Ankleben der weißblauen Bordüre am BierzeltkorbNach­dem ich die bei­den baye­ri­schen Wap­pen auf gol­de­nem Grund am Pick­nick­korb an­ge­bracht hat­te, fer­tig­te ich mir für den Bo­den des Korbs noch die Bor­dü­re von Scha­blo­ne #9 an. Da­mit die Öff­nungs­klap­pen des Kor­bes auch fest ver­schlos­sen blei­ben, fer­tig­te ich zu­dem noch das ova­le Wap­pen von Scha­blo­ne #10 mit­hil­fe der be­währ­ten Web­tech­nik an. Das Em­blem kleb­te ich ab­schlie­ßend auf ein Stück Moos­gum­mi, wel­ches ich mit­tig am Dach­ele­ment be­fes­tig­te. Un­ter die­sem Wap­pen ras­te­te ich, so­bald der Kle­ber ge­trock­net war die bei­den Öff­nungs­klap­pen ein und hat­te da­mit mei­nen rus­ti­ka­len Pick­nick­korb fer­tig­ge­stellt.

Fazit - Picknicken ist beste Alternative zur „Wiesn”

Bild von bayerischem Bier im selbst gebastelten PicknickkorbWäh­rend mei­ner Stu­di­en­zeit in Mün­chen be­such­te ich le­dig­lich ein­mal das Ok­to­ber­fest. Dies lag dar­an, dass mei­ne Kom­mi­li­to­nen, wel­che größ­ten­teils ge­bür­ti­ge Münch­ner wa­ren, die „Wiesn” als „Trach­ten­fa­sching” oder „Bal­ler­mann im Bier­zelt” be­zeich­ne­ten. Tat­säch­lich dient die The­re­si­en­wie­se heut­zu­ta­ge nicht mehr dazu ei­ner his­to­ri­schen Hoch­zeit zu ge­den­ken, son­dern eher die au­ßer­baye­ri­schen Tou­ris­ten zu plün­dern. Die Ober­bay­ern wei­chen oh­ne­hin eher auf die Volks­fes­te in Dach­au, Fürs­ten­feld­bruck und so­gar Lands­hut aus, bei de­nen eine Maß Bier im Ver­gleich nur die Hälf­te kos­tet und es sich min­des­tens ge­nau­so schön fei­ern lässt.

Bild von Picknick in BayernHeut­zu­ta­ge ge­nie­ße ich wie be­reits er­wähnt nicht mehr das Bier­zelt, son­dern eher das weiß­blaue baye­ri­sche Him­mels­zelt. Da­für hat sich mein selbst ge­bas­tel­ter Pick­nick­korb die­sen Som­mer schon mehr­fach be­währt. Der Korb ist ein mit­tel­schwe­res Bas­tel­mo­tiv, für wel­ches ich gut und ger­ne zwei Tage Bas­tel­zeit be­nö­tig­te. Der Auf­wand lohnt sich je­doch, da die­ser Pick­nick­korb nach mei­ner An­lei­tung für die Ewig­keit ge­baut wer­den kann.

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Ve­ro­ni­ka Hel­ga Vet­ter ist frei­schaf­fen­de Kunst­hand­wer­ke­rin und Gra­fi­ke­rin aus dem Frei­staat Bay­ern. Seit dem Jah­re 2011 be­treibt die kon­ser­va­ti­ve Ehe­frau und Mut­ter meh­re­re In­ter­net­prä­sen­zen. Auf GWS2.de stellt „Vro­ni” nicht nur Bas­tel­an­lei­tun­gen, son­dern auch Vor­dru­cke und Kin­der­mal­spie­le kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Zu­dem setzt sich die Ka­tho­li­kin da­für ein, dass die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein sou­ve­rä­ner Na­tio­nal­staat bleibt, in dem kul­tu­rel­le Bil­dung und Fa­mi­li­en­wer­te ei­nen ho­hen Stel­len­wert ha­ben. Ihr Mot­to: Je ka­put­ter die Welt drau­ßen, des­to hei­ler muss sie zu Hau­se sein. (Rein­hard Mey)


Kategorie: Basteln

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