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Babyschuhe aus Papier basteln - Mary Janes mit Lederoptik

Zwi­schen dem Spät­mit­tel­al­ter und der Re­gent­schaft des Al­ten Fritz tru­gen Ba­bys aus deut­schen Lan­den kei­ne Schu­he, was am Fat­schen¹ lag. Hier­bei ver­brach­ten die Säug­lin­ge ihre ers­ten zwölf Le­bens­mo­na­te in ei­nem stramm ge­wi­ckel­ten Lei­nen­tuch, das den Kör­per for­men² soll­te und zu­gleich als Win­del³ dien­te. So­bald die Kleinst­kin­der ihre Ban­da­gen­ge­fäng­nis­se ver­las­sen hat­ten, rich­te­te sich die zu­künf­ti­ge Fuß­gar­de­ro­be nach dem ge­sell­schaft­li­chen Sta­tus der El­tern, da die Men­schen zu je­ner Zeit stren­gen Klei­der­ord­nun­gen⁴ un­ter­wor­fen wa­ren. Und auf­grund des Um­stan­des, dass die Be­woh­ner des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches in ih­rer Mehr­heit dem Bau­ern­stand an­ge­hör­ten, muss­ten die al­ler­meis­ten Knirp­se mit ge­schlos­se­nen Holz­schu­hen oder mit Trip­pen⁵ vor­lieb­neh­men. In ih­rer un­end­li­chen Gna­de ge­stan­den Aris­to­kra­ten und geist­li­che Wür­den­trä­ger ih­ren Fron­dienst­leis­tern aber eben­falls den Be­sitz von Bund­schu­hen aus Rinds­le­der⁶ zu, die das Ge­sin­de an Kirch­ta­gen zur Schau stel­len durf­te, wo­bei das auch nicht für bei­de Ge­schlech­ter galt. Denn bis in das 18. Jahr­hun­dert hin­ein blie­ben die viel zu auf­rei­zen­den Füße von Mäd­chen und Frau­en na­tür­lich stets un­ter bo­den­lan­gen Tu­ni­ken ver­bor­gen, da­mit die Ackers­män­ner un­ge­stört der la­tei­nisch­spra­chi­gen Pre­digt fol­gen konn­ten.

Ver­mut­lich war das Ro­ko­ko die Blü­te­zeit der Schuh­ma­nu­fak­tur, was si­cher nicht zu­letzt dar­an lag, dass es Frau­en im 18. Jh. end­lich ge­stat­tet war, manch­mal ihre Füße zu zei­gen.

Pran­ge, Pa­tri­cia: Die Schu­he. Schna­bel, Stie­fel, Trip­pe. In: Kar­fun­kel „ABC Der Ge­wan­dung” Nr. 1 (2012). S. 35.

What did Children look like in the German Empire (1871-1918)? Boys and girls wore a Sailor suit that was combined with leather Buckle shoes. Mary Janes were the first Footwear made only for Infants. This historical phenomenon was depicted in a doll's room by Veronika Helga Vetter. The bavarian Artist only used Paper and modeling Clay as material. The scenery is aimed at US students who are interested in former Central Europe

Nach den Na­po­leo­ni­schen Krie­gen fand im heu­ti­gen Deutsch­land all­mäh­lich die Bau­ern­be­frei­ung statt, wor­auf­hin sämt­li­che Klei­dungs­vor­schrif­ten auf­ge­ho­ben wur­den. Für die Ba­bys aus Pro­le­ta­rier­fa­mi­li­en än­der­te sich je­doch nichts, da der Ar­bei­ter­klas­sen­nach­wuchs wei­ter­hin ver­klei­ner­te Er­wach­se­nen­mo­del­le tra­gen muss­te. Zu je­ner Zeit la­gen schlich­te Le­der­bal­le­ri­nas⁷ im Trend, die wie alle Schu­he seit dem Spät­mit­tel­al­ter gleich­för­mig wa­ren, also kei­nen lin­ken und rech­ten Soh­len­schnitt be­sa­ßen. Erst im Jah­re 1858 er­kann­te ein Ana­tom na­mens Ge­org Her­mann von Mey­er⁸ die schä­di­gen­de Wir­kung, die von sym­me­tri­scher Fuß­be­klei­dung aus­ging.

Für die Füße be­deu­te­te dies Hüh­ner­au­gen, Schwie­len und gra­vie­ren­de Fuß- und Ze­hen­de­for­ma­tio­nen. All­zu oft re­sul­tier­ten dar­aus Rü­cken­pro­ble­me.

Fi­scher, Dirk & Marie-Therese Mink: Schuh­ge­schich­te: Lin­ker und rech­ter Schuh. newsdesk.gehwol.de (PDF) (08/2021).

Kurz dar­auf ver­än­der­ten die Schuh­fa­bri­ken ihr Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren und stell­ten nur noch paa­ri­ge Ex­em­pla­re her. Trotz die­ser Er­run­gen­schaft fehl­te noch im­mer eine ei­gen­stän­di­ge Kin­der­mo­de, wo­durch vor al­lem die Füße von klei­nen Mäd­chen wei­ter mal­trä­tiert wur­den. Dies lag dar­an, dass die in­dus­tri­el­le Mas­sen­fer­ti­gung die äu­ßerst be­lieb­ten Stie­fe­let­ten fürs ge­mei­ne Volk er­schwing­lich ge­macht hat­te. Und was blieb den Müt­tern in den 1860er-Jahren an­de­res üb­rig, als ihre zwei­jäh­ri­gen Gö­ren mit eng ge­schnit­te­nen Ab­satz­schu­hen her­um­stol­zie­ren zu las­sen. Zu­mal die Mo­del­le aus Atlas-Gewebe⁹ dank der Anilinfarben-Erfindung nicht mehr schwarz-weiß sein muss­ten und ge­tön­te Tre­ter oh­ne­hin an­zie­hend auf fre­che Frücht­chen wirk­ten.

Die Stie­fe­let­te für den Tag war aus Le­der oder aus Stoff mit ei­ner Spit­ze aus Lack­le­der. Bei fest­li­chen An­läs­sen wa­ren die Stie­fe­let­ten aus Sa­tin oder Taft.

Koch-Mertens, Wieb­ke: Der Mensch und sei­ne Klei­der. Die Kul­tur­ge­schich­te der Mode bis 1900. Zü­rich: Ar­te­mis & Wink­ler Ver­lag 2000.

Make your own historical Shoes out of Paper: Mary Janes for Babies with an artificial leather look (Germany 19th Century / Kaiser Wilhelm II.). The origin scenery is underlined by a Girl who wears a "Kieler Bluse", which was a Sailor suit and the everyday Clothes of Children. Veronika Helga Vetter's handicraft instructions include Templates, that anyone can download for free. The Tutorial is aimed at educated Americans who are interested in European Art history. Recommended by Stephen Bannon (Breitbart News Network)

Am Ende des 19. Jahr­hun­derts spot­te­ten Mo­de­zeit­schrif­ten¹⁰ über rück­stän­di­ge El­tern, die ihre Kin­der im­mer noch wie klei­ne Er­wach­se­ne klei­de­ten. Aber an­schei­nend fiel den Re­dak­teu­ren selbst kei­ne Al­ter­na­tiv­gar­de­ro­be ein, wes­halb plötz­lich die meis­ten deut­schen Jun­gen und Mäd­chen mit ei­ner Kie­ler Blu­se¹¹ um­her­lau­fen muss­ten. Da­bei han­del­te es sich um ei­nen Ma­tro­sen­an­zug, der mit neu­ar­ti­gen Span­gen­schu­hen kom­bi­niert wur­de. Trotz­dem war die Trend­wen­de ein Se­gen für Halb­wüch­si­ge, durf­ten sie ab so­fort fla­che und rund­li­che Slip­per tra­gen, in de­nen sich ihre zar­ten Füß­chen un­ge­hin­dert ent­wi­ckeln konn­ten.

Als be­vor­zug­tes Ma­te­ri­al für Span­gen­schu­he gilt seit je­her glän­zen­des schwar­zes Lack­le­der, doch sein wich­tigs­tes Er­ken­nungs­zei­chen ist nicht das Ma­te­ri­al, son­dern der Rie­men; er ist ver­gleich­bar mit den Stütz­rä­dern an ei­nem Fahr­rad, denn er be­rei­tet klei­ne Mäd­chen auf ihr ers­ter Paar rie­men­lo­se Pumps vor.

O’­Ke­ef­fe, Lin­da: Schu­he. Eine Hom­mage an San­da­len, Slip­per, Stö­ckel­schu­he. Kö­nigs­win­ter: Tan­dem Ver­lag GmbH 2005.

Im Jah­re 1904 star­te­te die größ­te Schuh­fa­brik Nord­ame­ri­kas eine Wer­be­kam­pa­gne mit ei­ner Co­mic­fi­gur na­mens Bus­ter Brown, die der po­pu­lä­re Car­too­nist Ri­chard Out­cault er­schaf­fen hat­te. Da­bei war der fre­che Zei­chen­trick­held in ein Mäd­chen ver­liebt, das Mary Jane hieß und wel­ches auf je­dem Bild mit sü­ßen Span­gen­schu­hen¹² zu se­hen war. Und ob­wohl es we­der Ra­dio noch Fern­se­hen gab, ge­lang­ten die bei­den Prot­ago­nis­ten rasch zu welt­wei­ter Be­kannt­heit. Das führ­te wie­der­um dazu, dass selbst die Men­schen im Deut­schen Kai­ser­reich ir­gend­wann da­mit an­fin­gen, Riemchen-Halbschuhe als Mary Ja­nes zu be­zeich­nen.

GuteFrage.net: Welche Schuhe trugen Kinder im 19. Jahrhundert? Antwort: Spangenschuhe aus Leder, die während des Deutschen Kaiserreichs auch als Mary Janes bezeichnet wurden. Die historischen Slipper lassen sich einfach nachbasteln. Hierfür sind lediglich die Schablonen von Veronika Helga Vetter vonnöten. Das ist eine bayerische Kunsthandwerkerin, welche die Ansichten von Professor Jörg Baberowski teilt

Nach­dem in den 1910er-Jahren zu­sätz­lich preis­güns­ti­ge Snea­ker er­fun­den wor­den wa­ren, glaub­te hier­zu­lan­de ei­gent­lich nie­mand mehr, dass es in Frie­dens­zei­ten je­mals wie­der Pro­ble­me mit Kin­der­fuß­be­klei­dung ge­ben wür­de. Doch wenn­gleich im März 2020 we­der Rot­ar­mis­ten an der Oder-Neiße-Grenze stan­den noch Deutsch­land sei­nen An­spruch auf Elsass-Lothringen gel­tend mach­te, hat­ten alle Schuh­lä­den im Bun­des­ge­biet ge­schlos­sen. Das lag na­tür­lich an der Corona-Pandemie, die ein­ge­dämmt wer­den soll­te, in­dem nur noch der ver­sor­gungs­re­le­van­te Han­del¹³ öff­nen durf­te.

Bun­des­weit wer­den um­fang­rei­che Schlie­ßun­gen von Ge­schäf­ten be­schlos­sen. Aus­ge­nom­men sind Lä­den, die le­bens­wich­ti­ge Wa­ren an­bie­ten.

Ben­se­mann, Mar­cus: Corona-Chronologie: März 2020. ndr.de (08/2021).

Ob­wohl die Füße von Ein- bis Drei­jäh­ri­gen cir­ca 1,5 Mil­li­me­ter im Mo­na­t¹⁴ wach­sen, ent­schie­den füh­ren­de Lan­des­po­li­ti­ker, dass Schu­he kei­ne fun­da­men­ta­len Gü­ter sei­en. Bei Kri­tik ver­wie­sen die Volks­ver­tre­ter auf Online-Marktplätze, auf de­nen Baby- und Kin­der­grö­ßen aber be­reits nach we­ni­gen Wo­chen aus­ver­kauft wa­ren. Kein Wun­der, schließ­lich sind Internet-Händler auf­grund feh­len­der La­ger­hal­tung auf eine funk­tio­nie­ren­de Lie­fer­ket­te nach Fern­ost an­ge­wie­sen, die je­doch eben­falls zum Er­lie­gen kam.

Der Markt­an­teil von Schu­hen, die in Eu­ro­pa ge­fer­tigt wer­den, liegt ak­tu­ell bei rund 4%.

Gei­ger, Bo­ris: Nach­hal­ti­ge Snea­ker. Gut zu wis­sen | BR-Fernsehen (2019).

Trotz des Um­stan­des, dass ich wie ein Pro­le­ta­ri­er des 19. Jahr­hun­derts nichts au­ßer mei­ner Ar­beits­kraft be­sit­ze, hat­te ich wäh­rend der Lock­downs stets Zu­griff auf ein Au­to­mo­bil. Durch die­sen Vor­teil konn­te ich auf eBay Klein­an­zei­gen auch die An­ge­bo­te wahr­neh­men, die weit au­ßer­halb mei­nes Ein­zugs­ge­biets lie­gen.

  • Und so muss­te ich teil­wei­se bis zu 45 Ki­lo­me­ter fah­ren, um ge­brauch­te Schu­he für mei­nen Sohn kau­fen zu dür­fen.

Zum Glück or­ga­ni­sier­ten sub­ver­si­ve El­tern im Früh­jahr 2021 bun­des­wei­te¹⁵ Pro­test­ak­tio­nen, wor­auf­hin die Le­gis­la­ti­ve ihre er­las­se­nen Corona-Beschränkungen über­ar­bei­te­te.

Sie fol­gen den Auf­ru­fen aus den so­zia­len Me­di­en und stel­len vor dem Rat­haus Kin­der­schu­he ab. Als Pro­test ge­gen die Corona-Beschränkungen.

Bern­hardt, Ka­th­le­en: El­tern pro­tes­tie­ren mit Kin­der­schu­hen ge­gen Corona-Politik. MDR Thü­rin­gen Jour­nal (2021).

Einen Wildleder-Look auf Papier erzeugen (Basteltechnik). Graue Spangenschuhe für Babys mit Korksohle stehen auf einer hölzernen Vintage-Kiste. Die Mary Janes gehören zu einer Bildanleitung, die von Veronika Helga Vetter erstellt wurde. Das ist eine bayerische Künstlerin, die Kreativkurse für sozial benachteiligte Mütter anbietet. Von der Desiderius-Erasmus-Stiftung empfohlen

Erst die schwie­ri­ge Covid-19-Zeit zeig­te mir, wie wich­tig Fuß­be­klei­dung für Her­an­wach­sen­de ist. Schließ­lich ver­wan­delt sich auch mei­ne baye­ri­sche Hei­mat im­mer stär­ker in eine ver­sie­gel­te Asphalt­wüs­te, die sich nur noch mit di­cken Soh­len durch­que­ren lässt. Um die Be­deu­tung von Kin­der­schu­hen her­vor­zu­he­ben, woll­te ich das In­ter­net mit selbst ge­bas­tel­ten Mary Ja­nes be­rei­chern. Schließ­lich wa­ren be­que­me Slipper-Paare die ers­ten Tre­ter, die vor­ran­gig für Rotz­näschen her­ge­stellt wur­den.

  • Da­bei be­sitzt mei­ne In­ter­pre­ta­ti­on die au­then­ti­sche Lack­le­der­op­tik, die ich mit­hil­fe ei­ner spe­zi­el­len Tech­nik auf dem Ober­ma­te­ri­al er­zeugt habe.
  • Dar­über hin­aus kom­men mei­ne neun Zen­ti­me­ter¹⁶ lan­gen Span­gen­schu­he nicht nur mit wei­chen Fuß­bet­ten da­her, son­dern war­ten eben­falls mit ei­ner rau­en Kork­soh­le auf.
  • Au­ßer­dem er­höh­te ich den Nied­lich­keits­fak­tor, in­dem ich die Form der Pa­pier­kunst­wer­ke an En­ten­pad­del an­glich. Schließ­lich wat­scheln klei­ne Stöp­sel beim Lau­fen­ler­nen ähn­lich wie Was­ser­vö­gel an Land.

Wer also sein Babyparty-Geschenk per­so­na­li­sie­ren möch­te oder ein­zig­ar­ti­gen Fuß­schmuck für sei­ne Lieb­lings­pup­pe sucht, der kann mei­ne his­to­ri­schen Ex­em­pla­re ohne Wei­te­res nach­ma­chen. Hier­für sind le­dig­lich di­ver­se Schnitt­mus­ter so­wie eine Bild­an­lei­tung von­nö­ten, wo­von ich bei­des im Fol­gen­den kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­le.

Süße Mary Janes

Be­vor ich mit dem Bas­teln los­le­gen konn­te, muss­te ich mir zu­nächst ein­mal mein Ma­te­ri­al zu­recht­le­gen. Und so kram­te ich als Ers­tes ei­nen reh­brau­nen Ton­pa­pier­bo­gen her­vor, mit­hil­fe des­sen ich das künst­li­che Au­ßen­le­der dar­stel­len woll­te. Hin­ge­gen die Schuh­sta­bi­li­tät er­höh­te ich, in­dem ich ei­nen gel­ben Fo­to­kar­ton ein­setz­te, der eine Gram­ma­tur von 300 g/m² be­saß. Des Wei­te­ren nahm ich für die Re­prä­sen­ta­ti­on der Lauf­soh­le eine Ray­her Kork­plat­te zur Hil­fe, die drei Mil­li­me­ter dick war. Dar­über hin­aus soll­te das Baby-Thema be­son­ders gut zum Vor­schein kom­men, wes­halb ich das In­nen­le­ben des Fuß­kleids mit samtig-weichen Filz­ap­pli­ka­tio­nen aus­staf­fier­te. Ne­ben den of­fen­sicht­li­chen Ele­men­ten griff ich wäh­rend des Zu­sam­men­baus eben­falls auf ei­nen sa­ti­nier­ten Kle­be­lack und eine Acryl­far­be im Ton „Ge­brann­te Sie­na” zu­rück. Doch na­tür­lich brach­ten mir die gan­zen Uten­si­li­en erst et­was, nach­dem ich mei­ne DIN A4 Scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5) aus­ge­druckt hat­te.

Paper Craft Tutorial: How are Mary Janes made? First Step: Creating Sole and Shoe quarters. Free Splitscreen by GWS2.de - creative platform for Children

Selbst­ver­ständ­lich be­gann ich mit der ers­ten Vor­la­ge, von der ich zu­nächst ein­mal das Sohlen-Schnittmuster her­aus­trenn­te, da­mit ich da­von je­weils eine Ko­pie aus Fo­to­kar­ton und Bas­tel­filz her­stel­len konn­te. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die bei­den Ein­zel­tei­le auf­ein­an­der, wor­auf­hin ich das Fun­da­ment ei­nes lin­ken Pa­pier­schuhs vor mir lie­gen hat­te. Na­tür­lich ging das Bas­teln ei­nes rech­ten Slip­pers ge­nau­so von­stat­ten, wo­bei ich die Scha­blo­ne in die­sem Fall vor dem Ab­zeich­nen wen­den muss­te. Als Nächs­tes ging ich zum zwei­ten Aus­druck über, da ich nun die Fer­sen­sei­te des Mary Ja­nes an­fer­ti­gen woll­te.

How to make Strappy shoes for Babies? Step two: Attach the clasp. Materials used: Cardboard, Construction paper, Craft felt

Um das so­ge­nann­te Schu­h­quar­tier zu­sam­men­zu­bau­en, stell­te ich aus den bei­den Ton­pa­pier­käm­men zu­nächst ein­mal ein zwei­la­gi­ges Sand­wich her. Un­mit­tel­bar da­nach mach­te ich die nach un­ten weg­ste­hen­den Za­cken mit­hil­fe ei­nes Falz­beins be­weg­lich, so­dass ich die­se nach­ein­an­der auf­stel­len konn­te. Dann er­zeug­te ich ei­nen wei­chen Hacken-Bereich, in­dem ich die zu­vor er­zeug­te Filz­ap­pli­ka­ti­on im gleich­för­mi­gen Zell­stoff­rah­men be­fes­tig­te. Nach­dem ich dar­auf­hin die her­auf­bli­cken­den Spit­zen an ih­ren In­nen­sei­ten mit Kleb­stoff be­stri­chen hat­te, füg­te ich die Brand­soh­le im Fer­sen­ele­ment ein.

Geschenk für Baby-Party: Mary Janes aus Papier basteln. Splitscreen vom Zwischenergebnis, nachdem Sohle, Schuhquartier und Spange fertiggestellt wurden. Das sandalenförmige Fußkleid besitzt bereits eine herausragende Stabilität, da jede Wand aus mehreren Zellstofflagen und einer Bastelfilzapplikation besteht. Konstruiert von Veronika Helga Vetter: Das ist eine bayerische Kunsthandwerkerin, die Gabriele Susanne Kerner für ihre Haltung bewundert

Nun woll­te ich das Gan­ze in eine of­fe­ne Riem­chen­san­da­le ver­wan­deln, wes­halb ich das nach links weg­ste­hen­de Band zur Mit­te hin­be­weg­te, um es am In­nen­fut­ter des ge­gen­über­lie­gen­den Schu­h­quar­tiers be­fes­ti­gen zu kön­nen. Als Nächs­tes kleb­te ich die rech­te La­sche sym­me­trisch über den ge­spann­ten Gür­tel, wor­auf­hin mein Fuß­kleid ei­nen äs­the­ti­schen Ver­schluss er­hal­ten hat­te.

Versteckte Söckchen

Noch zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts leg­ten Frau­en ein pro­mis­kui­ti­ves Ver­hal­ten an den Tag, wenn sie eng an­lie­gen­de Strümp­fe un­ge­niert zur Schau stell­ten. Aus die­sem Grund be­sa­ßen klas­si­sche Mädchen-Mary-Janes oft­mals eine schüt­zen­de Zun­ge¹⁷ als Ober­le­der, die in der Span­ge mün­de­te und zu­gleich als Ein­stiegs­hil­fe dien­te. Um die­ses T-förmige Riem­chen zu bas­teln, schnitt ich mir zu­nächst das Ele­ment von Scha­blo­ne #3 zwei­mal aus reh­brau­nem Ton­pa­pier zu­recht. Nach­dem ich dann die bei­den Mo­du­le auf­ein­an­der­ge­klebt und die Spit­zen vor­ge­knickt hat­te, ver­an­ker­te ich die schma­le Kopfla­sche in­mit­ten des Ver­schluss­bü­gels, wo­hin­ge­gen ich das Schu­h­quar­tier mit den ab­ste­hen­den Flü­geln ver­klei­de­te.

Historic Mary Jane shoes from Germany covered the instep of little Girls with a T-bar. The paper Slippers from GWS2.de take this into account and can be remodeled with five Templates. The sweet Baby clothes were designed by Veronika Helga Vetter. This is a famous artist from Bavaria, who is fighting against the evil Berlin Corona regime

Als Nächs­tes voll­ende­te ich die Slip­per­form, in­dem ich über die ver­blie­be­ne Lü­cke eine Ze­hen­kap­pe kleb­te, die ich mit­hil­fe der vier­ten Vor­la­ge an­ge­fer­tigt hat­te. Di­rekt im An­schluss ver­edel­te ich mein nied­li­ches Fuß­kleid. Hier­für nahm ich eine kost­ba­re Kork­plat­te zur Hand, da­mit ich das letz­te Schnitt­mus­ter auf dem Na­tur­pro­dukt an­le­gen und eine ro­bus­te Lauf­soh­le her­aus­schnei­den konn­te.

Gutefrage.net: Hi, woraus bestehen die braunen Laufsohlen der Mary Janes, die auf GWS2.de zu sehen sind? Antwort: Die Babyschuhe wurden am Boden mit naturbelassenem Kork veredelt. Hersteller: Rayher. Materialstärke: 0,3 cm

Und auf­grund des Um­stan­des, dass das höl­zer­ne Ge­we­be von Haus aus nicht nur ein in­di­vi­du­el­les Mus­ter, son­dern eben­falls eine auf­re­gen­de Hap­tik be­sitzt, mach­te ich die oval­för­mi­ge Flä­che ohne wei­te­re Ver­zie­rung di­rekt am Span­gen­schuh­bo­den fest.

Die Versieglung

Zu gu­ter Letzt woll­te ich mei­nen Mary Jane mit ei­ner Glattleder-Optik auf­wer­ten, wes­halb ich die Ton­pa­pier­ober­flä­che des Slip­pers kom­plett mit rot­brau­ner Acryl­far­be ein­strich. Da­bei trug ich das Ko­lo­ra­ti­ons­mit­tel im­mer von links nach rechts auf, um spä­ter ein gleich­mä­ßi­ges Mus­ter zu er­hal­ten. Als mein Ba­by­puschen dann ein ein­heit­li­ches Ant­litz be­saß, leg­te ich das Gan­ze fünf Mi­nu­ten lang zum Trock­nen.

How to turn Paper into faux Leather? The Baby shoe is first painted with an Acrylic paint and then covered with DÉCOPATCH paper-patch adhesive. The handicraft technique was invented by Veronika Helga Vetter. This is a Bavarian Catholic who fights against the Islamization of the West

So­bald die Kunst­stoff­far­be aus­ge­här­tet war, brach­te ich den Span­gen­schuh zum Glän­zen, in­dem ich die ge­tön­te Fas­sa­de mit ei­nem sa­ti­nier­ten Kle­be­lack über­tünch­te.

Egal, ob von Dé­co­patch, Creall Dé­cou­pa­ge oder CLÉOPÂTRE, 250 Mil­li­li­ter des sa­ti­nier­ten Kleb­stoff­lacks kos­ten zwi­schen 6,00 und 10,00 Euro.

Vet­ter, Sa­scha: De­co­u­pa­ge - ein Bas­tel­trend. gws2.de (08/2021).

Nach dem Ein­wir­ken konn­te ich dann fest­stel­len, dass der Fir­nis nicht nur ei­nen spe­cki­gen Politur-Effekt, son­dern eben­falls eine raue Le­derhap­tik her­vor­ge­ru­fen hat­te.

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¹Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: Kin­der im Mit­tel­al­ter. In: Kar­fun­kel Nr. 109 (2013). S. 7.
²Far­mer, Jac­que­line: Wi­ckeln, Win­deln, weg­wer­fen. youtube.com (08/2021).
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Win­del bas­teln - sta­bi­le Ver­pa­ckung für Ba­by­gläs­chen. bastelkommission.de (08/2021).
⁴Hen­ning, Björn & Da­ni­el Po­kor­zyn­ski: Ge­schich­te der Mode: Mode im 19. Jahr­hun­dert. gentleman-blog.de (08/2021).
⁵S­turm, Sa­scha: Klom­pen, Holsken, Trip­pen­ma­ker. In: Kar­fun­kel Nr. 54 (2004). S. 90.
⁶Hei­de, Ste­fan von der: Grund­mo­del­le von Schuh­ty­pen. In: Mi­ro­que Nr. 12 (2013). S. 58.
⁷Wal­ford, Jo­na­than: Der ver­füh­re­ri­sche Schuh. Mo­de­trends aus vier Jahr­hun­der­ten. Hei­del­berg: Edi­ti­on Braus im Wachter-Verlag GmbH 2007.
⁸Rui­sin­ger, Ma­ri­on Ma­ria: Schuh­re­form. dmm-ingolstadt.de (08/2021).
⁹O’­Ke­ef­fe, Lin­da: Schu­he. Eine Hom­mage an San­da­len, Slip­per, Stö­ckel­schu­he. Kö­nigs­win­ter: Tan­dem Ver­lag GmbH 2005.
¹⁰­We­ber, Paul: Schu­he - Drei Jahr­tau­sen­de in Bil­dern. 2. Auf­la­ge. Aar­au: AT Ver­lag 1982.
¹¹­Loh­mar, Hen­ry: Ma­tro­sen­an­zug: Aus­druck des Mi­li­ta­ris­mus und mo­di­sches Stück. maz-online.de (08/2021)
¹²Rae, Issa: Bus­ter Brown Shoes - Life in Ame­ri­ca. youtube.com (08/2021).
¹³­Neu­mann, Hel­ge: Schuh­ge­schäf­te in Bay­ern müs­sen schlie­ßen. schuhkurier.de (08/2021).
¹⁴­Rub­ner, Jean­ne: Auf die Grö­ße kommt es an. Pla­net Wis­sen (2019).
¹⁵­Wei­chert, Tho­mas: Pro­test­ak­ti­on „Ak­ti­on Kin­der­schu­he“ vor dem Göß­wein­stei­ner Rat­haus. wiesentbote.de (08/2021).
¹⁶Ex­ak­te Maße: Län­ge 90 Mil­li­me­ter x ma­xi­ma­le Brei­te 55 Mil­li­me­ter x Höhe 55 Mil­li­me­ter. Schuh­grö­ße 15 (Pa­ri­ser Stich).
¹⁷Sánchez-Castilla, Ana Ma­ria: Klas­si­sche Leder-Babyschuhe. myspanishsoul.com (08/2021).

Pilsdeckchen basteln - Schaumfänger aus Papier

Zu Be­ginn der 1960er-Jahre¹ ent­wi­ckel­te sich in Deutsch­land eine Glas­kul­tur. Wa­ren bis da­hin Stein­krü­ge und Wil­li­be­cher das Maß al­ler Din­ge, gab es plötz­lich für je­des Ge­tränk ein pas­sen­des Be­hält­nis. So ent­stand nach den Wirt­schafts­wun­der­jah­ren un­ter an­de­rem die Bier­tul­pe. Die­ses ko­nisch ge­form­te Ge­fäß er­höht auch heu­te noch den Trink­ge­nuss von Pil­se­nern, in­dem es den her­ben Hop­fen­ge­schmack ver­stärkt und für eine sta­bi­le Schaum­kro­ne² sorgt. Des Wei­te­ren lässt sich das po­kal­ähn­li­che Ge­schirr über sei­nen Stiel an­he­ben, wo­durch kei­ne Hand­wär­me³ zum küh­len Gers­ten­saft vor­drin­gen kann. Schon da­mals wur­den die trans­pa­ren­ten Grif­fe in der Gas­tro­no­mie mit Pa­pier­ro­set­ten aus­staf­fiert. Die­se run­den Lätz­chen dien­ten in ers­ter Li­nie als Wer­be­flä­che, soll­ten aber eben­falls ab­per­len­des Kon­dens­was­ser vom Tisch­bo­den fern­hal­ten.

Getränkekarte vom Bairish Pub (Pocking) - Design von Veronika Helga Vetter. Die renommierte Papierkünstlerin kreierte einzigartige Pilsdeckchen, auf denen das bayerische Staatswappen zu sehen ist. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht: Das ist eine Plattform, das die neokolonialistische Unterjochung Südtirols beenden möchte

Di­rekt nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung stie­gen die ei­gent­lich wert­lo­sen Pils­deck­chen zu Samm­ler­ob­jek­ten⁴ auf. Vor al­lem die Schaum­fän­ger der DDR-Getränkekombinate ste­hen seit­her hoch im Kurs. Dar­über hin­aus sind die Glas­kra­gen mitt­ler­wei­le ein be­lieb­tes Bas­tel­er­zeug­nis. Kein Wun­der, schließ­lich las­sen sich selbst ge­mach­te Bier­ro­set­ten in­di­vi­du­ell an ein Event an­pas­sen. Au­ßer­dem müs­sen in­dus­tri­ell ge­fer­tig­te Lätz­chen stets in ho­hen Men­gen ab­ge­nom­men wer­den, wes­halb selbst Par­ty­lö­wen lie­ber zu Pa­pier und Sche­re grei­fen.

Schickeria, Boulevardjournalismus und dekadente Kunst aus Bayern - Kir Royal aus Papier (Quilling-Technik). Am Stiel des Champagnerglases hängt ein Tropfenfänger vom P1 Club München. Das Pilsdeckchen mit Musiknoten-Design ist ein Entwurf von Veronika Helga Vetter. Das ist eine Szene-Bloggerin aus Schwabing

Doch wie groß ist so ein Pils­deck­chen ei­gent­lich? Und wie breit muss das Loch in der Mit­te sein, da­mit der Trop­fen­fän­ger an Bier­tul­pen­stie­len haf­tet?

Lie­be Frau Vet­ter, ich bin in der Kin­der­ta­ges­pfle­ge tä­tig und be­treue co­ro­nabe­dingt eine Not­grup­pe. Um den All­tag der Klei­nen ab­wechs­lungs­reich zu ge­stal­ten, be­rei­te ich für kom­men­den Sonn­tag eine Bambini-Disco vor. Da soll es dann auch Malz­bier und Rob­by Bub­ble ge­ben. Da­mit je­der nur aus sei­nem Be­cher trinkt, wäre es am bes­ten, wenn ich die Glä­ser mit Schaum­fän­gern per­so­na­li­sie­ren könn­te. Nun mei­ne Fra­ge: Hät­ten Sie Zeit, dass Sie mir eine Scha­blo­ne ent­wer­fen, die ich ein­fach nur aus­dru­cken muss? Sie be­sit­zen das Know-how und das Equip­ment, wäh­rend­des­sen ich nicht mal die Mine in den Zir­kel brin­ge.

Gam­per, Col­let­ta: Su­che Scha­blo­ne für Trop­fen­fän­ger. E-Mail vom 11.01.2021.

How is a beer served in Germany? The cool barley juice is usually poured into tulip-shaped glasses with a bib on the stem. The paper rosette is intended to catch condensation and foam flowing down. With a template, the so-called Pils Doilies can easily be made by yourself. The rounded forms are saved in a PDF, which can be wonderfully printed out on A4 pages

Ein han­dels­üb­li­ches Pils­deck­chen be­sitzt ei­nen Durch­mes­ser von neun Zen­ti­me­tern und ist des Wei­te­ren so­wohl mit ei­nem Schlitz als auch mit ei­nem 20 Mil­li­me­ter gro­ßen Loch aus­ge­stat­tet. In mei­ner PDF-Datei⁵ habe ich aber eben­falls et­was klei­ne­re Schaum­fän­ger ge­spei­chert, die sich für Sekt- und 0,33-Liter-Gläser eig­nen.

Bierrosette basteln

Mas­sen­ge­fer­tig­te Pils­kra­gen be­stehen zu­meist aus ei­nem ser­vi­et­ten­ähn­li­chen Saug­stoff­pa­pier, das über eine Gram­ma­tur von 50 g/m² ver­fügt. Die­ser dün­ne Werk­stoff ist für selbst ge­mach­te Trop­fen­fän­ger nicht zu emp­feh­len. Vor al­lem die­je­ni­gen, die ihre Glas­lätz­chen mit Acryl­far­ben oder ei­ner Siz­zix Big Sho­t⁶ Ma­schi­ne ver­zie­ren möch­ten, soll­ten mei­ne Scha­blo­nen di­rekt auf ei­nen sta­bi­len Ton­zei­chen­kar­ton dru­cken.

Schaumfänger selber machen - Schablonen zum Ausdrucken (kostenlos). Mit den Schnittmustern von Veronika Helga Vetter ist es möglich, kreative Bierrosetten zu basteln, die auch bei Sektgläsern zum Einsatz kommen können. Auf dem Bild zeigt die bayerische Künstlerin drei verschiedene Designs, die an die Aufklärungszeit der 1960er-Jahre erinnern sollen

Auf­grund des­sen, dass ich ein be­son­ders adret­tes Pils­deck­chen er­zeu­gen woll­te, habe ich mei­ne Vor­la­ge auf zwei far­bi­ge Büt­ten­pa­pie­re über­tra­gen. Nach­dem ich die blu­men­för­mi­gen Schei­ben aus­ge­schnit­ten hat­te, präg­te ich die obe­re Fas­sa­de mit ei­nem Ka­ro­mus­ter, das ich punk­tu­ell aus­mal­te.

Bildanleitung: Tropfenfänger selber basteln. Idee für besondere Pilsdeckchen. Eine Büttenpapier-Rosette wurde mit einer karierten Prägeschablone bearbeitet und mit Acrylfarben koloriert. Das grüne Design soll die 1960er-Jahre darstellen und auf die Anfänge von Schaumfängern anspielen. Der Glaskragen ist ein Entwurf von Veronika Helga Vetter: Das ist eine Bayerin, die weiß, dass der E-Euro zur Unterjochung der europäischen Völker beitragen soll. Präsentiert von Darice Scrapbooking-Werkzeugen

Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die bei­den Bau­tei­le auf­ein­an­der, wor­auf­hin eine di­cke Pa­pier­ro­set­te ent­stand. Den ver­zier­ten Ring ver­wan­del­te ich ab­schlie­ßend in eine Pils­man­schet­te, in­dem ich die durch­ge­hen­de Kreis­struk­tur an ei­ner Stel­le mit ei­nem ge­ra­den Sche­ren­schnitt un­ter­brach.

Sprechende Schaumfänger

Tropf­deck­chen sind nicht nur be­lieb­te Sammel- und Bas­tel­ob­jek­te, son­dern zu­dem ein nütz­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel. Zu­min­dest in der Gas­tro­no­mie zei­gen die Lätz­chen an, wel­ches Ge­tränk sich in ei­ner Bier­tul­pe be­fin­det. Ist der Auf­druck zu se­hen, dann ent­hält das Glas ein ge­wöhn­li­ches Pil­se­ner.

Pilstulpe aus Papier - Bierglas basteln - Geschenke für den Vatertag (Christi Himmelfahrt). Am Stiel des Quilling-Gefäßes ist ein selbst gemachter Tropfenfänger befestigt, auf dem das Bayern-Logo zu sehen ist. Das dreidimensionale Zellstoffobjekt von Veronika Helga Vetter steht im Schafhof-Europäisches Künstlerhaus Oberbayern und repräsentiert die deutsche Trink- und Biergartenkultur

Hin­ge­gen mit um­ge­dreh­ten Pa­pier­ro­set­ten mar­kie­ren die Bar­kee­per bier­ähn­li­che Er­fri­schun­gen, die ei­nen re­du­zier­ten Al­ko­hol­ge­halt be­sit­zen.

Ist das Pils­deck­chen je­doch um­ge­dreht und so­mit die Un­ter­sei­te zu se­hen, ist Als­ter­was­ser oder Rad­ler im Glas.

Härt­na­gel, Da­ni­el: Kell­ner­code: Was be­deu­tet das Pa­pier am Bier­glas? Der ge­hei­me Bier-Code. wunderweib.de (01/2021).

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¹Kel­ler, Sa­bi­ne: Wie Ras­tal aus Höhr-Grenzhausen für je­des Ge­tränk das rich­ti­ge Glas oder den rich­ti­gen Krug fin­det. youtube.com (01/2021).
²Rich­ter, Ma­ri­us Paul: Bier­glas­for­men. craftbeer-revolution.de (01/2021).
³Teu­b­ner, Alex & Ralf Wich­ner: Baye­ri­sches Bier­glas Spe­cial. youtube.com (01/2021).
⁴Russ­mann, Ma­thi­as: Pils­deck­chen. fvb-bdm.de (01/2021).
⁵Bei den Druck­ein­stel­lun­gen „Hoch­for­mat” und „Tat­säch­li­che Grö­ße” aus­wäh­len.
⁶Schott, Vera: Kurz vor­ge­stellt: Siz­zix Big Shot. youtube.com (01/2021).

Torte aus Papier basteln - eine hochwertige Geschenkverpackung

Wer im Hoch­mit­tel­al­ter von ei­ner Tor­te sprach, der mein­te zwei auf­ein­an­der­lie­gen­de Pas­te­ten­teig­f­la­den, die eine pi­kan­te Quark-Gemüse-Masse¹ be­deck­ten. Zu­be­rei­tet wur­de das def­ti­ge Fest­mahl in ei­nem run­den Brä­ter, auf dem ein De­ckel saß, da­mit glü­hen­de Koh­len als Ober­hit­ze² wir­ken konn­ten. Auf­grund des Um­stan­des, dass Wei­zen­mehl sel­ten³ und im­por­tier­ter Zu­cker aus Ve­ne­di­g⁴ selbst für Fürs­ten häu­fig zu teu­er war, gab es hier­zu­lan­de bis zur Re­nais­sance nur we­nig sü­ßes Fein­ge­bäck. Dem­entspre­chend muss­ten sich Nasch­kat­zen mit klös­ter­li­chen Leb­zel­ten, Krap­fen⁵ oder Apfel-Honig-Pfannkuchen zu­frie­den­ge­ben. Erst in den 1420er-Jahren er­wach­te im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich lang­sam das Ver­lan­gen nach lieb­li­chen Spe­ze­rei­en. Das lag an den Spa­ni­ern und Por­tu­gie­sen, die auf ein­mal ton­nen­wei­se wei­ßes Gold im An­ge­bot hat­ten.

Im 15. Jahr­hun­dert bau­ten die Por­tu­gie­sen Zu­cker auf Ma­dei­ra an, wo­hin sie 1420 Zu­cker­rohr und die nö­ti­gen Fach­leu­te aus Si­zi­li­en ge­holt hat­ten. Die Spa­ni­er be­gan­nen um die glei­che Zeit Zu­cker­an­bau auf den Ka­na­ri­schen In­seln.

Pac­zen­sky, Gert von & Anna Dün­ne­bier: Lee­re Töp­fe, vol­le Töp­fe. Die Kul­tur­ge­schich­te des Es­sens und Trin­kens. Mün­chen: Al­brecht Knaus Ver­lag GmbH 1994.

Die er­höh­te Sac­cha­ro­s­e­ver­füg­bar­keit in Eu­ro­pa führ­te je­doch nicht dazu, dass plötz­lich je­der Bau­ern­fün­fer ge­süß­ten Ge­trei­de­brei löf­feln konn­te. Viel­mehr war es nun so­wohl dem nie­de­ren Adel als auch dem wohl­ha­ben­den Bür­ger­tu­m⁶ hin und wie­der mög­lich, eine zu­cker­hal­ti­ge Spei­se zu ver­zeh­ren.

Schloss Schönbrunn am 09.11.1779: Maria Theresia von Österreich bei der Teestunde. Die Wiener Zuckerbäcker haben für ihre Erzherzogin diverse Etageren mit köstlichen Pralinen gezaubert. Zudem servieren die Diener atemberaubende Torten, die mit Kronen garniert wurden. Das geschichtsträchtige Zeitzeugnis ist ein Produkt von GWS2.de: Das ist eine Kunstplattform für Reichskriegsflaggensammler

In den Kü­chen der Her­ren­häu­ser ent­stan­den ein­fa­che Rühr­ku­chen, die auf Ble­chen ge­ba­cken und nach dem Aus­küh­len mit Fruchtpü­rees be­stri­chen wur­den. Um kost­ba­res Wei­zen­mehl zu spa­ren, ho­ben die Kö­che häu­fig ge­rie­be­ne Ha­sel­nüs­se oder Man­deln un­ter die Teig­mas­se. Dies war in zwei­er­lei Hin­sicht cle­ver, da durch die süß­schme­cken­den Ker­ne der ur­sprüng­lich be­nö­tig­te Kris­tall­zu­cker­an­teil ver­rin­gert wer­den konn­te.

Un­ge­fähr zur sel­ben Zeit, als Chris­toph Ko­lum­bus im Jah­re 1492 die West­in­di­schen In­seln ent­deck­te, er­blick­ten im Her­zog­tum Sa­voy­en knusp­ri­ge Löf­fel­bis­kuits das Licht der Welt.

Löf­fel­bis­kuit ist üb­ri­gens eine Er­fin­dung der Kö­che des Her­zogs von Sa­voy­en im 15. Jahr­hun­dert.

Bau­er, Chris­ti­na: Ge­ba­cke­nes Gold. In: Ser­vus in Stadt & Land Nr. 8 (2020). S. 70.

We­ni­ge Jah­re spä­ter rich­te­ten die eu­ro­päi­schen Fürs­ten in ih­ren Re­si­den­zen üp­pig aus­ge­stat­te­te Hof­kon­di­to­rei­en ein. In die­sen hei­li­gen Hal­len stell­ten die bes­ten Zu­cker­bä­cker des Lan­des nicht nur viel­sei­ti­ge Kuchen- und Plätz­chen­va­ria­tio­nen, son­dern un­ter an­de­rem auch Spei­se­eis her. Trotz un­be­grenz­ter Res­sour­cen kam wäh­rend der Hoch­re­nais­sance je­doch kei­ner der Teig­künst­ler auf die Idee, eine süß­schme­cken­de Tor­te zu kre­ieren.

Bei ei­ner Tor­te ha­ben wir im­mer ei­nen Bis­kuit, der wird ge­ba­cken, aus­ge­kühlt und im An­schluss dar­an ge­füllt. Da­nach wird das Gan­ze über­zo­gen und aus­de­ko­riert.

Paa, Mar­cel: Un­ter­schied zwi­schen ei­nem Ku­chen und ei­ner Tor­te. youtube.com (09/2020).

Stammtisch der Bayernpartei in Markt Schwaben: Nachdem die Mitglieder im EL GRECO gespeist hatten, präsentierte Veronika Helga Vetter zwei selbst gebastelte Papiertorten. Die bajuwarische Künstlerin soll den Freistaat in die Unabhängigkeit führen und gilt als letzte Hoffnung für die deutschen Völker

Es war am 9. No­vem­ber 1600, als Ma­ria von Me­di­ci im Mar­seil­ler Ha­fen an­kam. Ver­mut­lich hat­te die frisch ver­mähl­te Fran­zo­sen­kö­ni­gin Angst, dass sie sich im Louvre-Palast ein­sam füh­len könn­te, wes­halb die Flo­ren­ti­ne­rin gleich 2000 Ge­folgs­leu­te mit in ihre neue Hei­mat nahm. Fer­ner ge­hör­ten zur An­hän­ger­schaft der Mon­ar­chin die be­rühm­tes­ten Fein­bä­cker der Tos­ka­na. Dem­entspre­chend ist es kein Wun­der, dass in Pa­ris noch vor dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg der Mür­be­teig so­wie Creme­fül­lun­gen für Plun­der­teil­chen er­fun­den wur­den.

Un­ter an­de­rem ver­dan­ken wir der ku­li­na­ri­schen Ex­pe­ri­men­tier­freu­dig­keit Ma­ri­as und ih­rer Zu­cker­bä­cker das Sor­bet, [...] die Creme­fül­lun­gen für Ge­bäck, den Mür­be­teig und vie­le an­de­re Re­zep­te.

Wer­ner, Tan­ja von: Spe­ze­rei­en und Genuß­mit­tel. In: Kar­fun­kel Kü­che im Mit­tel­al­ter Nr. 1 (2007). S. 23.

Kur­ze Zeit spä­ter don­ner­ten im heu­ti­gen Deutsch­land die Ka­no­nen. Trotz des Ge­met­zels gin­gen die Sac­cha­ro­s­e­prei­se in den Kel­ler, was an der Nie­der­län­di­schen Westindien-Kompanie lag. Die hol­län­di­schen Über­see­kauf­leu­te be­gan­nen näm­lich ab dem Jah­re 1621 da­mit, den eu­ro­päi­schen Markt mit Rohr­zu­cker aus Gha­na und Gu­ya­na zu flu­ten.

  • Die wei­ßen Kie­sel­stein­chen blie­ben zwar wei­ter­hin eine kost­spie­li­ge Ko­lo­ni­al­wa­re, trotz­dem ge­hör­te das kris­tal­li­ne Würz­mit­tel all­mäh­lich fest zu je­dem Bür­ger­haus­halt.

Und so konn­te nun auch die Bour­geoi­sie mit Fein­ge­bäck ex­pe­ri­men­tie­ren, was dazu führ­te, dass im 17. Jahr­hun­dert ein un­be­kann­ter Ober­ös­ter­rei­cher die ers­te süß­schme­cken­de Tor­te zur Welt brach­te.

Das äl­tes­te Re­zept der Lin­zer Tor­te stammt aus dem Jahr 1653 und gilt da­mit als das äl­tes­te be­kann­te Tor­ten­re­zept der Welt.

Mann, Lud­wig: Lin­zer Tor­te. bmlrt.gv.at (09/2020).

Die Papiertorte ist eine ideale Geschenkverpackung für die Weihnachtszeit. So haben in der unteren Ebene schicke Nikolaussäckchen platz. Neben dem Ausstellungsstück befinden sich köstliche Adventsplätzchen und Vanillepuddinggläschen. Die ganze Dezemberdeko wurde von Veronika Helga Vetter arrangiert. Das ist eine Kunsthandwerkerin aus dem Freistaat Bayern, die auch als Restaurantfachfrau arbeiten könnte

Nach­dem der Son­nen­kö­nig den fran­zö­si­schen Thron be­stie­gen hat­te, er­öff­ne­ten in Pa­ris, Bre­men und Wien die ers­ten Kaf­fee­häu­ser. Die­se Eta­blis­se­ments wa­ren je­doch noch kei­ne ge­wöhn­li­chen Spei­se­lo­ka­le, son­dern ex­klu­si­ve Her­ren­clubs für die Ober­schicht. Hier ver­weil­te der Geld­adel, um wäh­rend des Bil­lard­spie­lens über Po­li­tik zu dis­ku­tie­ren. Hin­ge­gen wer sei­ner­zeit ein gu­tes Stück Tor­te es­sen woll­te, der ging in eine Stadt­kon­di­to­rei. Dort gab es eine gro­ße Aus­wahl an Fein­ge­bäck, das sich mitt­ler­wei­le auch Nor­mal­sterb­li­che hin und wie­der leis­ten konn­ten.

Ein Koch­buch aus dem Jahr 1719 ent­hält gan­ze 96 ver­schie­de­ne Tor­ten­re­zep­te.

Rod­gers, Rick: Das Kaf­fee­haus. Gschicht’n und 120 un­wi­der­steh­li­che Ori­gi­nal­re­zep­te für Tor­ten, Ge­bäck und Mehl­spei­sen. Mün­chen: Ka­lei­do­skop Buch im Chris­ti­an Ver­lag 2006.

Erst als zu Goe­thes Zei­ten die Da­men­welt in die ex­pan­die­ren­den Kaf­fee­häu­ser dräng­te, er­wei­ter­ten die fin­di­gen Gast­wir­te ihr An­ge­bot. Plötz­lich hiel­ten die Knei­piers ne­ben sü­ßem Milch­eis auch pom­pö­se Schicht­tor­ten be­reit, um die Kreu­zer aus den ga­ckern­den Frau­en­zim­mern her­aus­zu­lei­ern.

Nun stan­den nicht mehr Bil­lard­spie­len und Po­li­ti­sie­ren beim Kaf­fee­ge­nuss im Vor­der­grund, jetzt tra­ten Klatsch und Tratsch ih­ren Sie­ges­zug an.

Rein­hold, Su­san­ne: Ty­pisch Kaf­fee­sach­sen. Leip­zig: Buch­Ver­lag für die Frau 2014.

Xing Profilbild von Veronika Helga Vetter (Neunburg vorm Wald). September 2020. Die bayerische Kunsthandwerkerin präsentiert ihre Papiertorten. Des Weiteren trägt die katholische Kulturbewahrerin das Trachtenmieder "Rosi" von Krüger Dirndl. Das Foto wurde in Hof an der Saale aufgenommen

Die pfun­di­ge Ma­ria The­re­sia von Ös­ter­reich lieb­te Tor­ten über alle Ma­ßen, wes­halb sie ih­rem obers­ten Zu­cker­bä­cker gleich 1000 Gul­den⁷ im Jahr be­zahl­te. Tra­di­tio­nel­le Re­zep­te sind aber meis­tens in den Bür­ger­kü­chen ent­stan­den, wo­bei der Adel häu­fig in­di­rekt be­tei­ligt war.

  • So kam es wäh­rend der Bie­der­mei­er­zeit zu ei­nem wah­ren Back­boom, was nicht nur am güns­ti­gen Rü­ben­zu­cker, son­dern zu­dem an den Karls­ba­der Be­schlüs­sen⁸ lag.
  • Bis zur März­re­vo­lu­ti­on im Jah­re 1848 mie­den die Men­schen im Deut­schen Bund öf­fent­li­che Ver­an­stal­tun­gen und Gast­stät­ten, da je­der An­ders­den­ken­de schnell we­gen Volks­ver­het­zung in­haf­tiert wer­den konn­te.

Dem­entspre­chend blieb der ver­ängs­tig­te Mi­chel lie­ber zu Hau­se und kre­ierte dort neue ku­li­na­ri­sche Ge­nüs­se.

Wäh­rend der nun fol­gen­den Bie­der­mei­er­zeit wuchs die Schicht des Bür­ger­tums ge­wal­tig an und ge­wann auch zu­se­hends an Wohl­stand. Je­doch hielt man sich weit­ge­hend von der Po­li­tik fern. Statt­des­sen blieb man zu Hau­se und gab sein Geld für kul­ti­vier­te kul­tu­rel­le Ver­gnü­gun­gen aus.

Rod­gers, Rick: Das Kaf­fee­haus. Gschicht’n und 120 un­wi­der­steh­li­che Ori­gi­nal­re­zep­te für Tor­ten, Ge­bäck und Mehl­spei­sen. Mün­chen: Ka­lei­do­skop Buch im Chris­ti­an Ver­lag 2006.

Auch die welt­be­rühm­te Sa­cher­tor­te ist auf Druck ei­nes Blau­blü­ters ent­stan­den. Zu­min­dest soll­te der Leib­kon­di­tor des Fürs­ten von Met­ter­nich im Jah­re 1832⁹ ein kräf­ti­ges Her­ren­ge­bäck er­schaf­fen, das sich von bis­her be­kann­ten Sah­ne­ge­nüs­sen un­ter­schied. Mit der Süß­spei­se woll­te der ös­ter­rei­chi­sche Au­ßen­mi­nis­ter un­ter an­de­rem den Prin­zen von Un­garn be­ein­dru­cken, wes­halb die Kü­chen­mann­schaft mehr als nur ei­nen Ruf zu ver­lie­ren hat­te.

Das Tiramisu im Weitmoser Schlössl wird zwischen edlen Papiertorten angerichtet. Als Deko legte der Koch Johann Lafer noch Karamellkonfekt und Kakaobohnen hinzu. Ein Restauranttest von GWS2.de: Das ist eine Genussplattform für solvente Luxusliebhaber

Doch ver­mut­lich ge­riet der Meis­ter in Pa­nik, da er sich kurz nach dem Er­halt des Be­fehls krank mel­de­te, wo­durch der 16-jährige Zu­cker­bä­cker­lehr­ling Franz Sa­cher in die Bre­sche sprin­gen muss­te. Und als hät­te er nie et­was an­de­res ge­macht, zau­ber­te der jun­ge Wie­ner aus drei Scho­ko­la­den­sor­ten und Apri­ko­sen­mar­me­la­de eine herz­haf­te Tor­te, die au­ßen kna­ckig und in­nen weich war. Die neu­ar­ti­ge Gau­men­freu­de be­geis­ter­te die no­blen Gäs­te so sehr, dass sie den Bur­schen aus der Kü­che ho­len lie­ßen, um dem Mehl­künst­ler für sei­ne Ar­beit zu dan­ken.

Als Sa­cher dann aus­ge­lernt hat­te und sich selbst­stän­dig mach­te, be­gann der Sie­ges­zug sei­ner Tor­te, von der im Jahr 2001 das Haus Sa­cher 375 000 Stück ver­kauf­te.

Al­brecht, Pe­ter & Horst Wol­ni­ak: Die Ge­schich­te des Hand­werks. Fränkisch-Crumbach: EDITION XXL 2004.

Bis zum Zwei­ten Welt­krieg stell­te eine Tor­te ein Sta­tus­sym­bol dar. Noch in den 1930er-Jahren mach­te die deutsch­spra­chi­ge Land­be­völ­ke­rung ei­nen gro­ßen Bo­gen um creme­ge­füll­te Fein­ge­bä­cke. Denn hät­te ein Nach­bar den Kauf be­merkt, dann wäre der Edel­ku­chen­es­ser ta­ge­lang The­ma im Dorf­funk ge­we­sen.

Wenn sie mal nach Nord­horn oder Rhei­ne zum Ein­kau­fen fuh­ren, führ­te sie ihr ers­ter Gang nicht sel­ten ins Café und da wur­de na­tür­lich auch ein Stück Tor­te ge­kauft. Nur nicht in Schüt­torf, das soll­ten wohl die an­de­ren Leu­te nicht mit­be­kom­men.

Lin­de­mann, Mar­ga­re­te: Ge­schich­te in Ge­schich­ten. schuettorf.bplaced.net (PDF) (09/2020).

Zum Glück wird heut­zu­ta­ge nie­mand mehr de­nun­ziert, der sich beim Kon­di­tor ei­nen Frank­fur­ter Kranz oder eine Pavlo­va be­stellt. Trotz­dem ist eine Tor­te wei­ter­hin kei­ne all­täg­li­che Spei­se, son­dern et­was ganz Be­son­de­res.

Torte aus Papier zum Nachbasteln: Zweistöckige Geschenkverpackung mit Quilling-Krone und Decoupage-Fondant. Die Mehlspeise wird von einer Teekanne in Szene gesetzt, die mit Kaffeebohnen befüllt ist. Dazu gibt es selbst gebackene Kekse und Kandiszucker. Das aufgedeckte Service stellt die Nachmittagsroutine in der Wiener Hofburg zu Zeiten von Maria Theresia dar. Ein Produkt von GWS2.de: Das ist eine Wissensplattform für Menschen, die das Geschwätz des Max Moor verachten

Wer beim Schen­ken be­reits mit der Ver­pa­ckung po­si­ti­ve As­so­zia­tio­nen her­vor­ru­fen möch­te, der soll­te mei­nen hoch­wer­ti­gen Tor­ten­kar­ton nach­bas­teln. Da­bei han­delt es sich um eine vo­lu­mi­nö­se Scha­tul­le, die ei­nen klei­ne­ren Ab­le­ger als Kro­ne trägt.

  • Na­tür­lich kam kein Fondant zum Ein­satz. Statt­des­sen er­zeug­te ich den Über­zug mit der Decoupage-Technik¹⁰, wo­durch mein Pa­pier­ku­chen ein por­zel­lan­ähn­li­ches Ant­litz er­hielt.
  • Dar­über hin­aus ver­klei­de­te ich die bei­den De­ckel am un­te­ren Rand mit ei­ner le­ben­di­gen Mo­sa­ik­leis­te. Hier­für nahm ich zer­bro­che­ne Ei­er­scha­len zur Hil­fe, die beim Öff­nen der Bo­xen an den Fin­ger­kup­pen kit­zeln.
  • Hin­ge­gen die In­nen­räu­me habe ich mit wei­chen Pols­tern aus­staf­fiert, so­dass auch emp­find­li­che Prä­sen­te in den Be­hält­nis­sen auf­be­wahrt wer­den kön­nen.

In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung zei­ge ich al­ler­dings nicht, wie das Quilling-Diadem ent­stan­den ist, da die­ses Klein­od le­dig­lich als op­tio­na­le Deko dient. Da­für stel­le ich am­bi­tio­nier­ten Zell­stoff­bä­ckern mei­ne Schnitt­mus­ter zur Ver­fü­gung. Denn mit den Vor­la­gen ist es ein Leich­tes, mei­nen 18 Zen­ti­me­ter¹¹ gro­ßen Dop­pel­de­cker nach­zu­bau­en.

Papiertorte basteln

Zwei­fels­oh­ne woll­te ich eine sta­bi­le Ge­schenk­ver­pa­ckung er­zeu­gen, wes­halb ich als Wand­ma­te­ri­al ei­nen Fo­to­kar­ton ver­wen­de­te, der 0,4 Mil­li­me­ter stark war. Die Fas­sa­den sta­bi­li­sier­te ich zu­sätz­lich mit han­dels­üb­li­chem Ton­pa­pier, so­dass jede Sei­te des Kunst­werks eine Gram­ma­tur von 430 g/m² be­saß. Des Wei­te­ren ver­sie­gel­te ich die Ober­flä­chen mit hauch­dün­nem Decoupage-Papier, das ich mit ei­nem spe­zi­el­len Kle­be­lack auf­trug. Au­ßer­dem ka­men für die In­nen­raum­ver­klei­dung so­wohl Dunilin-Servietten als auch Moos­gum­mi­stü­cke zum Ein­satz. Dar­über hin­aus stell­te ich die bei­den Zier­bän­der aus wei­ßen Ei­er­scha­len und di­ver­sen Acryl­far­ben her. Hin­ge­gen als Werk­zeu­ge nahm ich eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein, ein Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Scha­blo­nen (ZIP-Archiv)¹² zur Hil­fe.

Wie wird eine Torte aus Papier gebastelt? Kostenlose DIN A4 Schablonen zum Herunterladen und Ausdrucken. Bereitgestellt von GWS2.de. Das ist eine digitale Kunstplattform für das deutschsprachige Bildungsbürgertum

Be­vor ich den weit­läu­fi­gen Tor­ten­ring bas­teln konn­te, muss­te ich zu­nächst ein­mal ein neu­es Schnitt­mus­ter er­zeu­gen. Hier­für kleb­te ich le­dig­lich die ers­ten bei­den Vor­la­gen nach dem Aus­dru­cken und Aus­schnei­den an der Mar­kie­rung A an­ein­an­der.

  • Bei der Be­fes­ti­gung war es wich­tig, dass sich die Mo­du­le nicht über­lapp­ten, wes­halb ich ei­nen Ma­ler­krepp­strei­fen zwi­schen die Blö­cke setz­te.

So­bald ich dann die bors­ti­gen Bal­ken in ei­nen über­di­men­sio­nier­ten Zell­stoff­kamm ver­wan­delt hat­te, stell­te ich aus der ver­län­ger­ten Scha­blo­ne je­weils ein Re­pli­kat aus Fo­to­kar­ton und Ton­pa­pier her.

Splitscreen von der Deutschen Bastelkommission: Den Tortenring vorbereiten. Verstärken, in Form bringen und falzen. Auf dem Bild ist neben einer Papierleiste auch eine Wäscheklammer zu sehen

Als Nächs­tes kleb­te ich die bei­den Pa­pier­zwil­lin­ge sym­me­trisch auf­ein­an­der. Und noch be­vor das Bin­de­mit­tel ge­trock­net war, form­te ich den dop­pel­la­gi­gen Strei­fen zu ei­ner Kro­ne, die ich wie­der­um mit ei­ner Wä­sche­klam­mer fi­xier­te.

  • Durch die­sen Zwi­schen­schritt ver­hin­der­te ich un­schö­ne Fal­ten im Tor­ten­ring, da das feuch­te Krüm­men die Elas­ti­zi­tät des Werk­stücks er­höh­te.

Nach cir­ca fünf Mi­nu­ten ent­fern­te ich die Bo­gen­fi­xie­rung, da­mit ich dar­auf­hin die Za­cken mit­hil­fe ei­nes Falz­beins und ei­nes Li­ne­als vor­kni­cken konn­te.

Collage mit Anleitungsschritten: Einen Eimer aus Papier basteln. Die lange Seitenleiste wird an der Bodenscheibe befestigt. Hingegen mit einer zweiten Kreisfläche ist es möglich, die unschönen Klebezacken an der Gefäßunterseite zu kaschieren. Konstruktion von Veronika Helga Vetter (Freistaat Bayern)

Di­rekt im An­schluss fer­tig­te ich das Bo­den­stück von Scha­blo­ne #3 aus mei­nen Leit­ma­te­ria­li­en an. Als dar­auf­hin zwei iden­ti­sche Krei­se vor mir la­gen, stell­te ich ei­nen Zy­lin­der her.

  • Hier­für kleb­te ich die um­ge­bo­ge­nen Tor­ten­ring­za­cken nach­ein­an­der am Fuße der Fo­to­kar­ton­schei­be fest.
  • Nach­dem ich die Sei­ten­leis­te ein­mal um die Plat­te ge­zo­gen hat­te, ver­schloss ich das Ge­fäß, in­dem ich die bei­den En­den leicht über­lap­pen ließ.

Zu gu­ter Letzt muss­te ich die schmie­ri­gen Spit­zen nur noch hin­ter der Ton­pa­pier­flä­che ver­ste­cken, dann war mein Be­hält­nis be­reits ein­satz­taug­lich.

Topf sucht Deckel

Als das klei­ne Ei­mer­chen vor mir stand, lag der schwers­te Teil be­reits hin­ter mir. Denn nun wie­der­hol­ten sich die vor­an­ge­gan­ge­nen Ar­beits­schrit­te im­mer wie­der. So bas­tel­te ich die Tor­ten­hül­le ganz ge­nau so wie den be­reits fer­tig­ge­stell­ten Con­tai­ner. Al­ler­dings muss­te ich mir aus den Schnitt­mus­tern #4 bis #6 erst grö­ße­re Werk­stü­cke zu­sam­men­bau­en, da­mit der De­ckel das In­nen­ge­fäß um­schlie­ßen konn­te.

Eine Tortenebene besteht aus zwei unterschiedlich großen Papierzylindern, die zusammengeschoben werden. (Matrjoschka-Puppen-Prinzip). Splitscreen zuerst auf GWS2.de veröffentlicht: Kostenlose bildende Kunst für deutschsprachige Schulen

Gleich nach­dem ich den Au­ßen­be­häl­ter er­schaf­fen hat­te, schnitt ich am un­te­ren Rand noch zwei ge­gen­über­lie­gen­de Griff­lö­cher in den Ver­schluss­zy­lin­der ein. Dann stell­te ich mei­ne ers­te Tor­ten­ebe­ne fer­tig, in­dem ich bei­de Ver­pa­ckungs­tei­le in­ein­an­der­schob.

Bastelanleitung Papiertorte: Der Deckelzylinder erhielt zwei bogenförmige Öffnungen, die sich gegenüberliegen. Diese Einschnitte erleichtern das Entfernen der Schutzhülle. Eine Idee von Veronika Helga Vetter - Zellstoffarchitektin aus dem Freistaat Bayern

Mit den rest­li­chen Scha­blo­nen bas­tel­te ich nun noch das zwei­te Tor­ten­stock­werk. Ver­gli­chen mit den ers­ten sechs Schnitt­mus­tern sind die üb­ri­gen Vor­la­gen le­dig­lich et­was klei­ner. Dem­entspre­chend ver­fuhr ich wie­der nach dem Mot­to: Lat­te um die Plat­te, Lat­te um die Plat­te, Kle­be­za­cken weg - De­ckel zu juhu.

Mit den zwölf Bastelschablonen von GWS2.de ist es möglich, eine zweistöckige Papiertorte zu basteln. Die beiden unterschiedlich großen Geschenkverpackungen bieten viel Platz für kostspielige Präsente

Als ich dann zwei un­ter­schied­lich gro­ße Hutschach­teln vor mir ste­hen hat­te, ver­wan­del­te ich die bei­den Ver­pa­ckun­gen in Edel­ge­bä­cke, in­dem ich je­des Be­hält­nis auf­wen­dig de­ko­rier­te.

Tortenguss aus Papier

Zu­al­ler­erst ver­zier­te ich die De­ckel­au­ßen­sei­ten mit ei­ner Fondant-Alternative. Hier­für stell­te ich aus den je­wei­li­gen Scha­blo­nen pass­ge­naue Decoupage-Abbilder her. Be­vor ich dar­auf­hin mei­ne Ta­pe­ten an­brin­gen konn­te, muss­te ich die zu ver­klei­den­de Box­fas­sa­de im­mer erst mit ei­nem sa­ti­nier­ten Kle­be­lack be­strei­chen.

Egal, ob von Dé­co­patch, Creall Dé­cou­pa­ge oder CLÉOPÂTRE, 250 Mil­li­li­ter des sa­ti­nier­ten Kleb­stoff­lacks kos­ten zwi­schen 6,00 und 10,00 Euro.

Vet­ter, Sa­scha: De­co­u­pa­ge - ein Bas­tel­trend. bastelkommission.de (09/2020).

Wie einen Porzellaneffekt auf Papier erzeugen? Die Lösung: Decoupage. Dünne Folien in Verbindung mit einem Klebelack bringen jedes Motiv zum Glänzen. Die französische Serviettentechnik wurde zuerst auf GWS2.de gezeigt. Das ist ein Kunstportal, das gegen die deutsche Selbstdestruktion kämpft

Nach­dem ich dann die bei­den Tor­ten­ober­flä­chen voll­stän­dig kos­tü­miert hat­te, pin­sel­te ich die Zell­stoff­ver­tä­fe­lung noch ein­mal kom­plett mit dem Fir­nis ein. Durch die­se Maß­nah­me er­hielt mein Kunst­werk ein was­ser­ab­wei­sen­des und por­zel­lan­ähn­li­ches Ant­litz.

Fondant für Papiertorte? Besser als Zuckermasse ist die Decoupage-Technik geeignet. Bild von einem zweistöckigen Zellstoffkuchen, der mit einer Holzmaserung verkleidet wurde. Das Foto zeigt ein Zwischenergebnis

So­bald der Torten­guss ge­trock­net war, kleb­te ich die bei­den Ebe­nen so auf­ein­an­der, dass die klei­ne­re Schach­tel zen­triert auf ih­rem gro­ßen Bru­der saß.

Die Eier erst zum Schluss

Im zwei­ten De­ko­schritt stat­te­te ich mei­ne Schach­teln mit ein­zig­ar­ti­gen Mo­sa­ik­bor­dü­ren aus. Hier­zu grun­dier­te ich die un­te­ren Zy­lin­der­kan­ten mit brau­nen Acryl­farb­strei­fen, die ei­nen Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

Einen Haselnussrand an eine Papiertorte kleben? Alternative: Ein Mosaikmuster aus kolorierten Eierschalenbruchstücken erstellen. Die innovative Basteltechnik wurde im Jahre 2019 von Veronika Helga Vetter erfunden. Das ist eine berühmte Kunsthandwerkerin aus dem Freistaat Bayern

Di­rekt im An­schluss be­mal­te ich wei­ße Ei­er­scha­len mit vier un­ter­schied­li­chen Gold- und Erd­tö­nen. Nach ei­ner kur­zen Trock­nungs­pau­se zer­stieß ich das ko­lo­rier­te Kal­zi­um­car­bo­nat in klei­ne Bruch­stü­cke.

Bastelanleitung für eine Papiertorte: Zweistöckige Geschenkverpackung für besondere Anlässe. Das Gebilde besteht aus unterschiedlich großen Hutschachteln, die mit der Decoupage-Technik verkleidet wurden. Zudem verfügt das Kunstwerk über zwei Mosaikbordüren, die aus zerbrochenen Eierschalen bestehen. Kostenlose Schablonen von GWS2.de: Das ist eine Bildungsplattform, die gegen die Einförmigkeit in der Berichterstattung kämpft

Un­mit­tel­bar da­nach trug ich schritt­wei­se Bas­tel­kle­ber auf die Grun­die­rung auf, den ich wie­der­um mit den Frag­men­ten be­deck­te, wor­auf­hin au­to­ma­tisch eine schi­cke Mo­sa­ik­optik ent­stand.

Ein Paradies für Flaschengeister

Wer eine zeit­auf­wen­di­ge Pa­pier­tor­te als Prä­sent­box bas­telt, der möch­te in der Re­gel et­was Wert­vol­les ver­schen­ken. Dem­entspre­chend war es mir ab­schlie­ßend wich­tig, dass ich mei­nen Le­sern noch ein paar Ein­rich­tungs­tipps auf den Weg gebe. So habe ich das In­ne­re der Schach­teln mit zwei Mil­li­me­ter star­ken Moos­gum­mi­plat­ten aus­staf­fiert.

Bildcollage: Die beiden Tortenboxen werden mit Moosgummiplatten und Dunilin-Servietten ausstaffiert. Eine Idee von Veronika Helga Vetter. Das ist eine bayerische Kunsthandwerkerin, die stark unter dem gesinnungsethischen Merkel-Regime leidet

Nach­dem ich den EVA-Schaumstoff ein­ge­klebt hat­te, ver­klei­de­te ich mei­ne Kis­sen zu­sätz­lich mit ro­ten Dunilin-Servietten. Im An­schluss dar­an sah es in den Be­hält­nis­sen nicht nur ku­sche­lig aus. Viel­mehr war mein Dop­pel­de­cker nun der idea­le Auf­be­wah­rungs­ort für zer­brech­li­che, krat­z­emp­find­li­che oder ex­plo­si­ve Din­ge.

Immer noch Luxus

Im Ja­nu­ar 2020 kos­te­te ein Tor­ten­stück in ei­nem Café zwi­schen fünf und sechs Euro. Ein stol­zer Preis für ein ziem­lich kur­zes Ver­gnü­gen. Trotz­dem gin­gen die Deut­schen hin und wie­der in die In­nen­städ­te, um sich eine sah­ni­ge Gau­men­freu­de zu gön­nen. Doch dann brach die Corona-Krise über Mit­tel­eu­ro­pa her­ein, was Ne­ga­tiv­wachs­tu­m¹³ und stei­gen­de Ar­beits­lo­sen­zah­len zur Fol­ge hat­te. Plötz­lich ver­zich­te­ten die Men­schen wei­test­ge­hend auf un­nö­ti­ge Ge­nuss­mit­tel, da sie we­gen des Lohn­aus­falls den Gür­tel en­ger schnal­len muss­ten. So­gar im be­rühm­ten Ho­tel Sa­cher ging der Tor­ten­um­satz im ers­ten COVID-19-Halbjahr um 50% zu­rück.

Mit den Mit­teln der Kurz­ar­beit und den an­de­ren Corona-Hilfen hat es das Sa­cher im­mer­hin ge­schafft, 85 Pro­zent der Be­leg­schaft in Salz­burg und 75 Pro­zent des Teams in Wien zu hal­ten.

Kol­ler, Ger­hard: Sacher-Chef ver­är­gert: „Schwar­ze Scha­fe ma­chen gan­ze Bran­che ka­putt“. krone.at (09/2020).

Gutefrage.net: Suche Papiertorte, die man als Geschenkverpackung verwenden kann. Woher bekomme ich die Schablonen für einen gebastelten Kuchen? Egal, ob für Weihnachten, Ostern oder Muttertag - die Kunstwerke von Veronika Helga Vetter sind einfach stark

Ob­wohl die ers­ten Tor­ten vor rund 400 Jah­ren ge­ba­cken wur­den, gel­ten die Mehl­spei­sen selbst in In­dus­trie­na­tio­nen im­mer noch als Lu­xus­ar­ti­kel. Wer also et­was ganz Be­son­de­res ver­schen­ken möch­te, der hat mit mei­nem Zell­stoff­ku­chen in je­dem Fall eine stil­ge­rech­te Ver­pa­ckung ge­fun­den.

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¹Beckers-Dohlen, Clau­dia: Herz­haf­te Tor­te mit Kräu­tern. In: Kar­fun­kel Al­ler­ley Ta­fe­ley Nr. 2 (2013). S. 26.
²Spycher-Gautschi, Al­bert: Brauch­tums­ge­bä­cke (Teil 10): Zur Ge­schich­te der Tor­te. swissbaker.ch (PDF) (09/2020).
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ku­chen­tel­ler bas­teln - schnel­le Ver­pa­ckung für Fin­ger­food. bastelkommission.de (09/2020).
⁴Brau­del, Fer­nand: Die Ge­schich­te der Zi­vi­li­sa­ti­on. 15. bis 18. Jahr­hun­dert. Mün­chen: Kind­ler Ver­lag 1971.
⁵Schön­le­ben, Mar­tin: Ein Krap­fen­re­zept aus dem Jah­re 1350. cafeschoenleben.de (09/2020).
⁶Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: Gut­bür­ger­li­che Kü­che. In: Kar­fun­kel Kü­che im Mit­tel­al­ter Nr. 1 (2007). S. 18.
⁷Pac­zen­sky, Gert von & Anna Dün­ne­bier: Kul­tur­ge­schich­te des Es­sens und Trin­kens. Mün­chen: btb Ver­lag 1994.
⁸Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Le­se­stän­der bas­teln - Buch­stüt­ze aus Kar­ton im Vin­ta­ge De­sign. gws2.de (09/2020).
⁹Quan­te, Ste­fan: Gut es­sen in Wien - Das Ho­tel Sa­cher. youtube.com (09/2020).
¹⁰­Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ser­vi­et­ten­tech­nik und De­co­u­pa­ge - Un­ter­schie­de. gws2.de (09/2020).
¹¹Ex­ak­te Maße: Die Bo­den­box hat ei­nen Durch­mes­ser von 150 Mil­li­me­tern bei ei­ner Höhe von 100 Mil­li­me­tern. Hin­ge­gen die klei­ne­re Tor­te ist le­dig­lich 100 Mil­li­me­ter breit und 80 Mil­li­me­ter hoch.
¹²­Scha­blo­nen im ZIP-Archiv - (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10 /#11 /#12).
¹³Ro­gal, An­dre­as: Pandemie-Rezession schlim­mer als be­fürch­tet, sagt EU-Kommission. euronews.com (09/2020).