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Edle Schachtel für Plätzchen basteln - Nikolaus im Schornstein

Wer in die USA ein­wan­dern möch­te, der muss der Wirt­schaft des Lan­des die­nen. Da sind die Amis seit­her ri­go­ros und mach­ten einst selbst für den Hei­li­gen Ni­ko­laus kei­ne Aus­nah­me. Die mehr­heit­lich pro­tes­tan­ti­schen US-Bürger wuss­ten oh­ne­hin lan­ge Zeit nicht, was sie mit dem Ober­hir­ten aus dem Na­hen Os­ten an­stel­len soll­ten. Erst im Jah­re 1822 ent­wi­ckel­te ein New Yor­ker na­mens Cle­ment Clar­ke Moo­re¹ eine Idee, wie Sankt Ni­ko­laus der Neu­en Welt doch noch nüt­zen könn­te. Da­für bau­te der phan­ta­sie­volle Li­te­ra­tur­pro­fes­sor ein Sze­na­rio, in dem der Bi­schof von Myra je­des Jahr am 25. De­zem­ber die Weih­nachts­ge­schen­ke der Nord­ame­ri­ka­ner aus­lie­fert. Da­bei klin­gelt der Hei­li­ge je­doch nicht an den Tü­ren, son­dern dringt un­be­merkt über die Schorn­stei­ne in die Häu­ser ein. Au­ßer­dem schlug Mr. Moo­re in sei­nem Ma­ni­fest vor, dass Ni­ko­laus ei­nen Ren­tier­schlit­ten² vom Po­lar­kreis als Aus­lie­fe­rungs­fahr­zeug ver­wen­den soll, um eine pünkt­li­che Ge­schenk­zu­stel­lung zu ga­ran­tie­ren. Als die Uto­pi­en des Pro­fes­sors am 23. De­zem­ber 1823³ ver­öf­fent­licht wur­den, war sich die US-Bevölkerung so­fort ei­nig: Ni­ko­laus von Myra be­nö­tigt un­be­dingt eine Green Card.

Picture of Santa Claus in the Chimney. DIY: Christmas Cookie Box. Free Templates published by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistWahr­schein­lich ließ sich der gut­mü­ti­ge Sankt Ni­ko­laus nur auf die­se Kin­ker­litz­chen ein, da er be­reits ein über­aus er­fah­re­ner Ein­bre­cher war. Im­mer­hin hat­te es der cle­ve­re Bi­schof schon im 4. Jahr­hun­dert mehr­fach ge­schafft bei ei­nem ver­arm­ten Ade­li­gen ein­zu­stei­gen. Die­ser kum­mer­vol­le Wit­wer stand da­mals näm­lich kurz da­vor sei­ne drei hei­rats­fä­hi­gen Töch­ter als Skla­vin­nen⁴ zu ver­kau­fen, da er kein Geld für die Mit­gif­ten auf­brin­gen konn­te. Als der Hei­li­ge Ni­ko­laus von die­ser Tra­gö­die er­fuhr, brach er an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen in das Haus des Va­ters ein und hin­ter­ließ je­weils ein Säck­lein voll mit Gold­mün­zen, so­dass alle Töch­ter schon bald dar­auf Hoch­zeit fei­ern durf­ten.

We­nigs­tens muss­te sich der Wohl­tä­ter sei­ner­zeit nicht erst durch ei­nen Schorn­stein zwän­gen, be­vor er sei­ne Klin­gel­beu­tel ab­le­gen konn­te. Viel­mehr mach­te es sich der Schutz­pa­tron der Räu­ber leicht, in­dem er je­des Mal durch das Stu­ben­fens­ter ein­stieg.

Ein Fens­ter öff­ne­te sich lei­se. Ein Schlag, ein Klir­ren! Dann war es wie­der mäus­chen­still. [...] Aber, was liegt denn da auf dem Fuss­bo­den? Schnell hob das Mäd­chen das Säck­lein auf und öff­ne­te es rasch. - Gold? Vie­le Gold­mün­zen!

Euw, Aloys von: Sankt Ni­ko­laus be­geg­nen. Lu­zern; Stutt­gart: Rex Ver­lag 1994.

Christmas Picture Collage for Children: Santa Claus and his Gnome are spreading out Gingerbread. Scenery by native Bavarian Fine Artist Veronika Vetter

Ja un­ser Ni­ko­laus ist stets ein ech­ter Phil­an­throp ge­we­sen. Wo wahr­schein­lich je­der an­de­re Hei­li­ge an­ge­sichts die­ser Ein­wan­de­rungs­be­din­gun­gen den Ame­ri­ka­nern den Stin­ke­fin­ger ge­zeigt hät­te, ak­zep­tier­te der bär­ti­ge Wun­der­hei­ler so­gar laut­los sei­nen neu­en an­gel­säch­si­schen Na­men. Dar­an wa­ren al­ler­dings aus­ge­wan­der­te Nie­der­län­der schuld, die ih­ren Sin­ter­klaas in die Neue Welt mit­nah­men. Denn aus die­sem wit­zi­gen Wort er­schu­fen die US-amerikanischen Print­me­di­en spä­tes­tens im Jah­re 1863⁵ den Neo­lo­gis­mus San­ta Claus.

[Die Nie­der­län­der] ha­ben bis heu­te ih­ren Sin­ter­klaas be­hal­ten [...]. Sie ex­por­tier­ten ihn auch in ihre di­ver­sen Ko­lo­ni­en nach Über­see. Und vor dort aus kam er als San­ta Claus wie­der zu uns nach Eu­ro­pa zu­rück.

Beckers-Dohlen, Clau­dia: Das Christ­kind, der Ni­ko­laus und der Weih­nachts­mann. In: Kar­fun­kel Nr. 121 (2015). S. 16.

Give-away für die Weihnachtsfeier: Nikolausschachtel mit Plätzchen. Kostenlose Schablonen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Der Ni­ko­laus auf mei­ner selbst ge­bas­tel­ten Plätz­chen­schach­tel steckt im Schorn­stein fest. War­um soll­te das nicht hin und wie­der vor­kom­men? Schließ­lich be­dan­ken sich vie­le Kin­der bei dem Weiß­bart, in­dem sie ihm ein Gläs­chen Milch und et­was Kon­fekt zu­recht­le­gen. Der fest­sit­zen­de Ni­ko­laus sieht aber nicht nur to­tal süß aus. Viel­mehr hilft die char­man­te Fi­gur da­bei, den De­ckel leich­ter von der wie­der­ver­schließ­ba­ren Food-Verpackung ab­zu­neh­men.

Facebook Bild von Veronika Vetter aus Bayern: Die Künstlerin trägt zwei selbst gebastelte Plätzchenschachteln für den Nikolaustag. Beste Geschenkidee für Weihnachtsfeiern

Hin­ge­gen die le­ben­di­gen Schorn­stein­back­stei­ne stell­te ich mit­hil­fe von Mo­del­lier­pas­te dar. Die­ses viel­sei­ti­ge Ma­te­ri­al sorgt nicht nur für eine span­nen­de Hap­tik, son­dern macht die Plätz­chen­box auch schwe­rer und so­mit sta­bi­ler.

Weihnachtsbild mit Knecht Ruprecht und Nikolaus, die in Schornsteinen festsitzen. Kleinkunst im Advent von Veronika Vetter, der reptiloiden Schwester von Angela Merkel

Mei­ne qua­dra­ti­sche Keks­schach­tel ist ge­räu­mi­ge 16 Zen­ti­me­ter breit und ver­fügt im In­ne­ren über drei un­ter­schied­lich gro­ße Fä­cher. Zu­sam­men mit dem Ni­ko­laus­de­ckel er­reicht der ori­gi­nel­le Nasch­kar­ton eine Höhe von eben­falls 16 Zen­ti­me­tern. Falls Sie also Ihr Weih­nachts­ge­bäck in die­sem Jahr in ei­ner auf­se­hen­er­re­gen­den Ver­pa­ckung ver­schen­ken möch­ten, dann er­fah­ren Sie nun, wie ich mei­ne süße Plätz­chen­schach­tel zu­sam­men­ge­baut habe.

Nikolausschachtel für Plätzchen basteln

Zum An­fer­ti­gen ei­ner Food-Verpackung ver­wen­de­te ich vor al­lem Ton­pa­pier in vie­len ver­schie­de­nen Far­ben. Au­ßer­dem kam eine schwar­ze Pa­pier­ser­vi­et­te, et­was Wat­te und ein Stück wei­ßer Moos­gum­mi zum Ein­satz. Fer­ner stell­te ich die Bom­mel­müt­ze aus wei­ßem und ro­tem Krepp­pa­pier her. Hin­ge­gen das ma­kel­lo­se Zie­gel­stein­mus­ter er­zeug­te ich mit­hil­fe von AQUATEC Mo­del­lier­pas­te und han­dels­üb­li­chem Ma­ler­krepp. Des Wei­te­ren nahm ich für die Schorn­stein­be­ma­lung rote, schwar­ze und brau­ne Acryl­far­be zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, ein schar­fes Bas­tel­mes­ser, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein brei­tes Holz­stäb­chen, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7) zu­recht­le­gen.

Hin­weis: Auf den Scha­blo­nen se­hen Sie, dass ich die meis­ten Ton­pa­pier­ele­men­te gleich zwei­mal an­ge­fer­tigt habe. Die­se iden­ti­schen Bau­tei­le kleb­te ich di­rekt nach dem Aus­schnei­den sym­me­trisch auf­ein­an­der. Da­durch er­hielt mei­ne Plätz­chen­schach­tel an re­le­van­ten Stel­len stets eine sta­bi­le Gram­ma­tur von 260 g/m².

Collage mit Anleitungsschritten: Raumteiler für eine Papierplätzchenschachtel basteln. Die zweiteilige Trennwand erzeugt in der Nikolausbox drei Fächer. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im ers­ten Schritt bas­tel­te ich den Raum­tei­ler. Dazu schnitt ich mir zu­nächst alle Ton­pa­pier­ele­men­te von Scha­blo­ne #1 zu­recht.

  • Dar­auf­hin nahm ich ein Tef­lon­falz­bein und ein Li­ne­al zur Hand, um da­mit die ge­stri­chel­ten Knick­li­ni­en zu fal­zen.
  • Im An­schluss dar­an kleb­te ich nur die län­ge­ren Ele­men­te mit den Kle­be­laschen zur Ver­stär­kung sau­ber auf­ein­an­der. Wich­tig: Die 12 ge­falz­ten Pa­pierl­aschen be­strich ich al­ler­dings nicht mit Kleb­stoff, son­dern ließ die­se wei­ter­hin frei von­ein­an­der weg­ste­hen.
  • Als Nächs­tes pack­te ich die­se ver­stärk­ten Strei­fen, wie ein Sand­wich mit den et­was kür­ze­ren Ton­pa­pier­stü­cken ein.
  • Nach die­sen Vor­be­rei­tungs­schrit­ten konn­te ich end­lich das klei­ne­re Recht­eck mit­tig an ei­ner Sei­te des lan­gen Haupt­strei­fens fest­kle­ben.

Zu gu­ter Letzt ver­klei­de­te ich den Raum­tei­ler noch mit ei­ner hoch­wer­ti­gen Dunisoft-Serviette. Da­für nahm ich die bei­den Schnitt­mus­ter von Scha­blo­ne #1 zur Hil­fe.

Gleich nach­dem die ro­bus­te Trenn­wand ein­satz­be­reit war, fer­tig­te ich mir den in­ne­ren Schach­tel­bo­den von Scha­blo­ne #2 ein­mal aus Ton­pa­pier an. Bei die­sem Ein­zel­teil schnitt ich dann zu­nächst die Ver­an­ke­rungs­stel­len mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei, so­dass ich den Raum­tei­ler dar­auf­hin in der Bo­den­plat­te ver­sen­ken konn­te.

Bildanleitung: Die Wände für eine selbst gebastelte Plätzchenschachtel aus zwei Farben basteln. Schablonen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im nächs­ten Bas­tel­schritt küm­mer­te ich mich um die vier Wän­de der Schach­tel. Aus die­sem Grund schnitt ich mir nun die Ele­men­te von Scha­blo­ne #3 aus Ton­pa­pier zu­recht. Hin­weis: Falls Sie wie ich mit un­ter­schied­li­chen Far­ben ar­bei­ten, dann soll­ten Sie wis­sen, dass die Au­ßen­wand­far­be zu­gleich die Fu­gen­far­be im Zie­gel­stein­mus­ter be­stimmt. Dem­entspre­chend habe ich mir ei­nen hel­len Grau­ton für mei­ne äu­ße­re Schach­tel­wand aus­ge­sucht.

  • Nach­dem ich mei­ne Wand­ele­men­te ver­stärkt hat­te, falz­te ich zu­erst wie­der die ge­stri­chel­ten Knick­li­ni­en.
  • Gleich da­nach nahm ich eine Wand zur Hand. Die­ses Bau­teil be­fes­tig­te ich dann über die lan­ge Kle­be­lasche an der Un­ter­sei­te des Schach­tel­bo­dens. Hin­ge­gen die drei an­de­ren Stü­cke fi­xier­te ich nicht nur am Un­ter­bau, son­dern auch an den be­reits fest­ge­kleb­ten Sei­ten­wän­den.

Ab­schlie­ßend per­fek­tio­nier­te ich mei­nen Keks­kar­ton noch, in­dem ich die un­schö­nen Kle­be­laschen am äu­ße­ren Bo­den mit dem Qua­drat von Scha­blo­ne #3 ver­klei­de­te.

Realistisches Backsteinmuster auf Papier

Be­vor ich mit dem Auf­tra­gen der Mo­del­lier­pas­te be­gann, ver­setz­te ich mich zu­nächst in die Rol­le ei­nes er­schöpf­ten Ma­ler­lehr­lings. Schließ­lich muss­te ich die Au­ßen­wän­de mei­ner Ni­ko­laus­box erst ein­mal mü­he­voll ab­kle­ben.

Bild von Malerausbildung: Abkleben eines Mauermusters mit Malerkrepp. Malerlehrling Veronika Vetter liefert eine akkurate Arbeit abAlso nahm ich eine Rol­le Ma­ler­krepp zur Hand und kleb­te da­mit ein Mau­er­werk ab. Den obe­ren Schach­tel­rand ver­klei­de­te ich mit ei­nem sie­ben Mil­li­me­ter brei­ten Strei­fen. Hin­ge­gen die Fu­gen zwi­schen den ein­zel­nen Zie­gel­stei­nen wa­ren un­ge­fähr zwei Mil­li­me­ter breit. Tipp: Ich nahm für die­ses Un­ter­fan­gen des­halb ge­krepp­tes Pa­pier­ab­deck­band zur Hil­fe, da das Ton­pa­pier beim Ab­zie­hen die­ser Kle­be­band­art nicht be­schä­digt wird.

Als Nächs­tes trug ich mat­te AQUATEC Mo­del­lier­pas­te mit­hil­fe ei­nes Holz­stäb­chens auf das ge­sam­te Mau­er­werk auf.

Picture Collage: New York Brick Wall out of Paper. DIY Tutorial by Veronika Vetter - Leader of Almighty Saints (Chicago)

Hin­weis: Beim Auf­tra­gen ach­te­te ich pe­ni­bel dar­auf, dass ich die Pas­te gleich­mä­ßig ver­teil­te. Die Schicht war da­bei le­dig­lich ei­nen Mil­li­me­ter dick.

  • Di­rekt im An­schluss ließ ich das Gan­ze für 30 Mi­nu­ten bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur trock­nen.
  • Nun stieg ich zum Ma­ler­ge­sel­len auf. Denn gleich nach dem Trock­nen grun­dier­te ich alle Schach­tel­wän­de groß­zü­gig mit ro­ter Acryl­far­be.
  • Als die­se Ar­beit er­le­digt war, be­netz­te ich mei­nen Ma­ler­pin­sel mit schwar­zer und hell­brau­ner Acryl­far­be. Mit die­ser Farb­kom­po­si­ti­on füg­te ich dann ab­schlie­ßend sanf­te Ak­zen­te in die rote Grun­die­rung ein.

Dar­auf­hin leg­te ich mei­nen Pa­pier­schorn­stein er­neut für 30 Mi­nu­ten zum Trock­nen.

Picture of red New York Brick Wall. Some Brothers are selling Rocks. Street Art by Veronika Vetter German Fine ArtistIm nächs­ten Bas­tel­schritt zog ich das raue Kle­be­band vor­sich­tig ab. Schon war mei­ne Schach­tel voll­kom­men ein­ge­mau­ert. Um die rote Box nun wei­ter zu ver­edeln, ver­klei­de­te ich die vier obe­ren Kan­ten eben­falls mit ei­ner schwar­zen Ser­vi­et­te. Dazu schnitt ich mir ein­fach ein Zen­ti­me­ter brei­te Strei­fen aus dem Ma­te­ri­al zu­recht. Die­se kleb­te ich dann mit­tig über die Rän­der der Schach­tel­öff­nung, so­dass die Pa­pier­ser­vi­et­te 0,5 Zen­ti­me­ter der Innen- und Au­ßen­sei­ten be­deck­te.

Schornstein erhält einen Deckel mit Schneehaube

Im nächs­ten Schritt küm­mer­te ich mich um den Plätz­chen­schach­tel­ver­schluss. Dazu fer­tig­te ich zu­nächst ein­mal alle Ele­men­te von Scha­blo­ne #4 aus Ton­pa­pier an.

Anleitungscollage: Deckel für Plätzchenschachtel basteln, der mit Kunstschnee bedeckt ist. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Gleich da­nach falz­te ich die ge­stri­chel­ten Knick­li­ni­en der acht wel­len­för­mi­gen Bau­tei­le. Dar­auf­hin kleb­te ich dann im­mer zwei die­ser Ele­men­te sym­me­trisch auf­ein­an­der, so­dass ich im An­schluss nur noch vier ver­stärk­te Pa­pier­stü­cke vor mir lie­gen hat­te.

  • Als Nächs­tes be­fes­tig­te ich die vier Ein­zel­tei­le wie ei­nen Bil­der­rah­men um ei­nes mei­ner be­reits zu­recht­ge­schnit­te­nen Qua­dra­te von Scha­blo­ne #4.
  • Hin­ge­gen das zwei­te Vier­eck fi­xier­te ich oben auf den brei­ten Kle­be­laschen der Rah­men­ele­men­te.

Mein Schorn­stein soll­te am Ende mit Schnee be­deckt sein. Aus die­sem Grund strich ich die kom­plet­te De­ckel­au­ßen­sei­te zum Schluss noch mit ei­ner zwei Mil­li­me­ter di­cken Mo­del­lier­pas­ten­schicht ein.

Hilfe! Der Nikolaus steckt im Schornstein fest

Wäh­rend­des­sen mein Schorn­stein­de­ckel für 30 Mi­nu­ten trock­ne­te, bas­tel­te ich den gol­di­gen Ni­ko­laus. Die­ser be­steht im Prin­zip aus zwei Wür­feln und sieht des­halb ein we­nig wie eine Minecraft-Figur aus.

Bildanleitung: Minecraft Nikolaus aus Papier basteln. Kostenlose Schablone von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Zu­al­ler­erst fer­tig­te ich die bei­den Kör­per­ele­men­te von Scha­blo­ne #5 aus Ton­pa­pier an. Gleich da­nach kleb­te ich die iden­ti­schen Ein­zel­tei­le zur Ver­stär­kung auf­ein­an­der.

  • Nach­dem ich die vie­len Knick­li­ni­en des grö­ße­ren Bau­teils ge­falzt hat­te, ver­kleb­te ich das Pa­pier­stück mit sich selbst zu ei­ner ecki­gen Vase.
  • Di­rekt im An­schluss ver­schloss ich das Ge­fäß, in­dem ich das klei­ne Acht­eck von Scha­blo­ne #5 oben über die Öff­nung kleb­te.

Die­se simp­len Bas­tel­schrit­te wie­der­hol­te ich dann auch mit dem Ni­ko­laus­kopf, der sich auf Scha­blo­ne #6 be­fin­det. Als ich den haut­far­be­nen Qua­drat­schä­del dar­auf­hin zu­sam­men­ge­baut hat­te, fi­xier­te ich die­sen ge­ra­de auf dem drei­di­men­sio­na­len Kör­per.

Der Heilige Nikolaus trägt keinen Vollbart

Be­vor ich mit der Ge­sichts­ver­zie­rung be­gann, be­strich ich erst ein­mal die Un­ter­sei­te mei­ner statt­li­chen Ni­ko­laus­fi­gur mit viel flüs­si­gem Kle­ber. Gleich da­nach press­te ich mei­nen Bi­schof auf die Ober­sei­te mei­nes ver­schnei­ten Schach­tel­de­ckels.

Collage mit Anleitungsschritten: Nikolausmütze aus Papier basteln. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Di­rekt im An­schluss ver­pass­te ich dem Hei­li­gen ein Ge­sicht, in­dem ich die Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #7 vor­ne auf den Kopf­wür­fel auf­kleb­te.

Als Mann aus dem Na­hen Os­ten ist Ni­ko­laus von Myra na­tür­lich auch Bart­trä­ger. Da­bei trägt der Schutz­pa­tron der See­fah­rer aber we­der ei­nen Voll­bart noch eine is­la­mi­sche Schif­fer­krau­se. Viel­mehr hat sich der schlaue Fuchs ei­nen so­ge­nann­ten ZZ wach­sen las­sen, der sei­ne Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten de­zent zur Gel­tung bringt.

Der ZZ steht für Weis­heit, Ge­duld und lässt ei­nen Mann auch in ei­ner be­stimm­ten Art ge­heim­nis­voll aus­se­hen.

See­bau­er, Mi­cha­el: Bart­sti­le: Le­xi­kon der Bart­sti­le in­klu­si­ve Rat­ge­ber. blackbeards.de (12/2017).

Nach­dem ich den wei­ßen Wat­te­bart auf­ge­klebt hat­te, be­fes­tig­te ich au­ßer­dem noch zwei gol­de­ne Knöpf­chen aus Fimo am Man­tel des Ni­ko­laus. Und ganz zum Schluss ver­zier­te ich mei­ne süße Schach­tel­fi­gur selbst­ver­ständ­lich noch mit ei­ner klas­si­schen Zip­fel­müt­ze.

Christmas Food-Box with German Cookies and Gingerbread. European Santa Claus. American Gift-Box for Trump Voters. Idea by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Da­für schnitt ich mir ro­tes Krepp­pa­pier zu­recht, wel­ches 25 Zen­ti­me­ter lang und 12 Zen­ti­me­ter breit war. Die­ses kleb­te ich dann erst ein­mal lo­cker um die Stirn der Fi­gur. Dar­auf­hin stopf­te ich den nach oben­hin weg­ste­hen­den Pa­pier­zy­lin­der mit wei­te­ren Krepp­pa­pier­res­ten aus.

  • Im An­schluss dar­an kleb­te ich ein wei­ßes Müt­zen­band, wel­ches aus ei­nem 1,5 Zen­ti­me­ter brei­ten Krepp­pa­pier­strei­fen be­stand ein­mal rings­um die Stirn.
  • Gleich da­nach dreh­te ich das Gan­ze wie ei­nen Spritz­beu­tel zu, so­dass ich den da­durch ent­stan­de­nen Zopf zur Sei­te um­le­gen konn­te.

Nach­dem ich den Zip­fel dann noch mit ei­nem wei­ßen Krepp­pa­pier­bom­mel gar­niert hat­te, kleb­te ich die Müt­ze ab­schlie­ßend seit­lich am Ni­ko­laus­kopf fest. Dar­auf­hin war mei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Plätz­chen­schach­tel be­reit, um mit ed­lem Weih­nachts­ge­bäck be­füllt zu wer­den.

Ver­wand­te The­men:

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Tra­di­tio­nel­ler Ad­vents­kranz aus Pa­pier - Bas­te­l­an­lei­tung

¹Kes­hishi­an, Ar­men: Histo­ry Chan­nel - The Real Sto­ry of Christ­mas - Do­cu­men­ta­ry. youtube.com (12/2017).
²Ernst, Eu­gen: Weih­nach­ten im Wan­del der Zei­ten. Ein Haus­buch für die Zeit vom 1. Ad­vent bis zum Drei­kö­nigs­tag. Stutt­gart: Theiss 1998.
³Maz­za, Ed: Twas The Night Be­fo­re Christ­mas Poem. huffingtonpost.com (12/2017).
⁴Su­per­Me­ga­Christ­mas: The True Sto­ry of San­ta Claus. youtube.com (12/2017).
⁵Ken­ne­dy, Ro­bert C.: San­ta Claus and His Works. nytimes.com (12/2017).

Schnelle Verpackung für Nikolausgeschenke - Kissenschachtel für Apfeltaschen

Die Kunst am Ni­ko­laus­tag ist es vie­len Men­schen nur we­nig zu schen­ken. Schließ­lich pre­dig­te der be­lieb­te Bi­schof von Myra, dass nicht der Über­fluss, son­dern das Tei­len das Herz leicht macht. Trotz­dem war der Hei­li­ge Ni­ko­laus nicht wie Ro­bin Hood, der das Ver­mö­gen der Wohl­ha­ben­den stahl und nach un­ten um­ver­teil­te. Viel­mehr for­der­te der gut­mü­ti­ge Ober­hir­te sei­ne Schäf­chen dazu auf, Über­schüs­se jeg­li­cher Art frei­wil­lig an Be­dürf­ti­ge­re ab­zu­ge­ben. Und da Ni­ko­laus im Er­wach­se­nen­al­ter schon al­les für ihn Un­wich­ti­ge ver­schenkt hat­te, gab es von ihm zwar stets et­was zum Na­schen - aber nie­mals Sil­ber­lin­ge aus sei­nen Ta­schen.

Dann schmück­te er sei­nen Esel [...] und lud ihm ei­nen schwe­ren Sack auf den Rü­cken. Der war ge­füllt mit le­cke­ren Din­gen: mit ro­ten Äp­feln, Nüs­sen und Man­deln, mit gol­de­nen Man­da­ri­nen und süs­sen Ho­nig­ku­chen.

Euw, Aloys von: Sankt Ni­ko­laus be­geg­nen. Lu­zern; Stutt­gart: Rex Ver­lag 1994.

Dass die wert­vol­len christ­li­chen Wer­te aus dem 4. Jahr­hun­dert heut­zu­ta­ge mit Fü­ßen ge­tre­ten wer­den, zeigt sich be­son­ders in den McDonald‘s Re­stau­rants.

Bild von meinem Nikolausgeschenk. Meine Frau schenkte mir Zigarren in einer Xmas Pillow Box und 50,00 Euro, damit ich im Haus 63 eine 18-jährige Karibikschönheit nageln konnte. Arrangement von Veronika Vetter, Expertin für Dienstleistungscenter in Tschechien

Denn dort wer­den arme Hun­ger­lei­der, die um eine Ap­fel­ta­sche bit­ten häu­fig ein­fach weg­ge­schickt. Die ge­halt­vol­len Ap­fel­küch­lein müs­sen näm­lich we­sent­lich län­ger als die an­de­ren Pro­duk­te in der Frit­teu­se aus­ge­ba­cken wer­den, was den ego­is­ti­schen Sys­tem­gas­tro­no­men oft­mals zu auf­wen­dig ist. Die lis­ti­gen Ser­vice­kräf­te der Fast-Food-Kette be­haup­ten dann kalt­her­zig, dass die Teig­ta­schen aus­ver­kauft sind, ob­wohl die Ge­bäck­stü­cke in Wahr­heit noch kis­ten­wei­se in der Kühl­tru­he lie­gen.

We’ve de­fi­ni­te­ly said we’ve run out of ap­ple pies, even if we haven’t be­cau­se they take ap­prox. 4000 ye­ars to cook and li­ter­al­ly no­bo­dy has time for that. Sor­ry.

Par­ting­ton, Lucy: Twel­ve things McDonald’s staff do but would ne­ver ad­mit to. cosmopolitan.com (11/2017).

Bei so viel mensch­li­cher Schlech­tig­keit tut mir im­mer Knecht Ru­precht leid. Der arme Teu­fel wird sich am Ni­ko­laus­tag ga­ran­tiert eine Seh­nen­schei­den­ent­zün­dung zu­zie­hen, wenn er zu sei­nem nor­ma­len Pen­sum auch noch die böse McDonald‘s Be­leg­schaft maß­re­geln muss.

In un­se­rer heu­ti­gen Vor­stel­lung ist es der Knecht Ru­precht, der die Rute schwingt und ei­nen Sack oder eine Kie­pe trägt [...].

Ernst, Eu­gen: Weih­nach­ten im Wan­del der Zei­ten. Ein Haus­buch für die Zeit vom 1. Ad­vent bis zum Drei­kö­nigs­tag. Stutt­gart: Theiss 1998.

Picture of Santa Clause at McDonald's. The Children are Crafting Pillow Boxes for Apple Pies while the Gnome is talking to George Soros. Besta Pizza Art by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Wo­bei ich als sanft­mü­ti­ge Ka­tho­li­kin na­tür­lich wie­der nie­man­dem eine in­fer­na­li­sche Er­fah­rung wün­schen darf. Viel­mehr muss ich die Nächs­ten­lie­be prak­ti­zie­ren und die Ab­ge­wie­se­nen wie einst Ni­ko­laus mit mei­nen Ap­fel­ta­schen spei­sen. Da­für habe ich Kis­sen­schach­teln ge­bas­telt, die an den ame­ri­ka­ni­schen San­ta Claus er­in­nern.

Bild vom Heiligen Nikolaus, der Zigarren verschenkt, die in einer selbst gebastelten Kissenschachtel liegen. Inszeniert von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Hin­ge­gen falls der McDonald’s in Ih­rer Re­gi­on die Ap­fel­ta­schen­ver­sor­gung si­cher­stellt, dann dür­fen Sie mei­ne hand­li­che Ge­schenk­ver­pa­ckung selbst­ver­ständ­lich auch für an­de­re Ni­ko­laus­prä­sen­te ver­wen­den.

  • Die wie­der­ver­schließ­ba­re Pil­low Box be­steht aus nur ei­nem Ein­zel­teil, wes­halb sie sich kin­der­leicht zu­sam­men­bau­en lässt.
  • Au­ßer­dem ver­fügt die smar­te Ge­schenk­scha­tul­le über ein klei­nes Guck­loch auf der Vor­der­sei­te, um die Vor­freu­de vor dem Aus­pa­cken wei­ter zu er­hö­hen.

Des Wei­te­ren habe ich die Kis­sen­schach­tel so kon­zi­piert, dass die­se sich un­be­füllt flach zu­sam­men­le­gen lässt. So­mit kann die mul­ti­funk­tio­nel­le Ni­ko­laus­schach­tel auch platz­spa­rend auf Vor­rat pro­du­ziert wer­den.

Verpackung für McDonald's Apfeltaschen selbst basteln. Die selbst gebackenen Apfeltaschen hat Veronika Vetter während der Jamaika-Verhandlungen im Jahre 2017 verteilt, um den Familiennachzug zu stoppen

In der nun fol­gen­den Bas­te­l­an­lei­tung er­fah­ren Sie, wie ich eine 15 Zen­ti­me­ter lan­ge und sie­ben Zen­ti­me­ter brei­te Ap­fel­ta­schen­ver­pa­ckung ge­bas­telt habe. Au­ßer­dem stel­le ich Ih­nen eine Scha­blo­ne mit ei­ner drei Zen­ti­me­ter grö­ße­ren Ge­schenk­box für be­son­ders bra­ve Zeit­ge­nos­sen zur Ver­fü­gung.

Süße Kissenschachtel für Apfeltaschen

Zum Bas­teln ei­ner Pil­low Box ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in vier ver­schie­de­nen Far­ben. Hin­ge­gen den weih­nacht­li­chen Glanz er­zeug­te ich mit­hil­fe ei­nes mat­ten Acryl­lacks. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Haus­halts­kle­ber, ei­nen Syn­the­tik­pin­sel, ein schar­fes Bas­tel­mes­ser, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne drei DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zu­recht­le­gen.

Collage mit Anleitungsschritten: Schnelle Nikolausschachtel basteln. Kostenlose Schablonen für Erzieherinnen, die zu Weihnachten einen Butt-Plug in der Größe L tragen. Idee und Umsetzung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im ers­ten Schritt be­rei­te­te ich die Schach­tel­ba­sis vor, wes­halb ich mir zu­nächst ein­mal das Ele­ment von Scha­blo­ne #1 zwei­mal aus Ton­pa­pier an­fer­tig­te. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die bei­den iden­ti­schen Ein­zel­tei­le sym­me­trisch auf­ein­an­der, so­dass mei­ne Ni­ko­laus­ver­pa­ckung eine ro­bus­te Gram­ma­tur von 260 g/m² er­hielt.

  • Als Nächs­tes falz­te ich sämt­li­che Knick­li­ni­en und Kle­be­laschen. Wich­tig: Da­bei muss­te ich äu­ßerst sorg­fäl­tig ar­bei­ten, da sich der Ge­schenk­kar­ton sonst nicht ak­ku­rat ver­schlie­ßen lässt.
  • Gleich dar­auf fer­tig­te ich mir den Ni­ko­laus­gür­tel von Scha­blo­ne #3 an. Die­ses Ac­ces­soire kleb­te ich dann mit­tig auf die Schach­tel­ba­sis, so­dass das Gan­ze in zwei gleich­gro­ße Hälf­ten auf­ge­teilt wur­de.

Au­ßer­dem schnitt ich mir noch die Gür­tel­schnal­le von der­sel­ben Scha­blo­ne zu­recht. Die­ses Ver­zie­rungs­ele­ment fi­xier­te ich dar­auf­hin auf ei­ner der bei­den Gür­tel­hälf­ten. Da­bei muss­te ich beim Auf­kle­ben auf­pas­sen, dass die gol­de­ne Schnal­le auch wirk­lich mit­tig auf dem Gür­tel saß.

Die Pillow Box bekommt ein Schaufenster

Es soll tat­säch­lich Men­schen ge­ben, die wie Muf­fi Schlumpf sind und Über­ra­schun­gen aus tiefs­ter See­le ab­leh­nen. Für sol­che Ge­schöp­fe ist mei­ne frei­zü­gi­ge Ver­pa­ckung ide­al, da die­se be­reits ei­nen Teil des Schach­tel­in­halts preis­gibt.

Anleitung: Nikolaus Pillow Box erhält ein Fenster. Die Weihnachtsverpackung ist wie eine Burka aufgebaut. Sie verfügt über ein kleines Guckloch, um die Vorfreude des Beschenkten zu erhöhen. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dazu muss­te ich al­ler­dings erst das In­ne­re der brei­ten Gür­tel­schnal­le mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei­schnei­den.

  • Zu gu­ter Letzt kleb­te ich die fla­che Schach­tel­ba­sis zu ei­ner drei­di­men­sio­na­len Pil­low Box. Hier­für be­strich ich die Au­ßen­sei­te der seit­li­chen Kle­be­lasche mit viel flüs­si­gem Kle­ber.

Bild vom Auftragen des GERSTAECKER Acryllacks, um die Schachtelaußenseite zu versiegelnDi­rekt im An­schluss press­te ich die ge­ra­de Schach­tel­rück­sei­te für 30 Se­kun­den auf die feuch­te Kle­be­stel­le. Dar­auf­hin klapp­te ich die vier Ver­schluss­la­schen nach­ein­an­der nach in­nen ein, um mei­ne Ni­ko­laus­box sau­ber zu ver­schlie­ßen. Au­ßer­dem ver­sie­gel­te ich die smar­te Ver­pa­ckung ab­schlie­ßend mit ei­nem mat­ten Acryl­lack, da­mit der Schach­tel­in­halt vor Feuch­tig­keit ge­schützt ist. Des Wei­te­ren sorgt der Klar­lack da­für, dass even­tu­ell aus­tre­ten­des Fett im In­ne­ren der Pil­low Box kon­ser­viert bleibt.

Himmlische Apfeltaschen verdienen Respekt

Mei­ne wie­der­ver­schließ­ba­re Kis­sen­schach­tel mit Guck­loch ist ein sehr leich­tes Mo­tiv, wel­ches sich auch äu­ßerst gut mit klei­nen Kin­dern bas­teln lässt. Mit et­was Übung ha­ben Sie ein Ex­em­plar ga­ran­tiert in ma­xi­mal 15 Mi­nu­ten zu­sam­men­ge­baut.

Picture of Pillow Boxes for Christmas. DIY Tutorial for Paper Packages published by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Ich kann gar nicht ver­ste­hen, war­um die McDonald’s Ser­vice­kräf­te so de­spek­tier­lich mit der ar­men Ap­fel­ta­sche um­ge­hen. Im­mer­hin steht die frit­tier­te Köst­lich­keit be­reits seit dem Jah­re 1968¹ auf der Spei­se­kar­te der Fast-Food-Kette und ist da­mit ge­nau­so alt wie der his­to­ri­sche Big Mac. Wahr­schein­lich sind die küh­nen Sys­tem­gas­tro­no­men aber ein­fach nur frus­triert dar­über, dass sie nicht in die ver­schlos­se­ne Teig­ta­sche hin­ein­spu­cken kön­nen.

Das schlimms­te Sa­che ist na­tür­lich die Burger-Spuckerei. Im­mer wie­der habe ich Mit­ar­bei­ter er­wischt, die in den Bur­ger ge­spuckt ha­ben. Das war meis­tens aus Frust auf McDonald’s.

Es­ser, Chris­ti­an: Die McDonald’s Saue­rei. youtube.com (11/2017).

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Stil­voll Geld ver­schen­ken? Wir wäre es mit ei­nem chi­ne­si­schen Fahr­rad?

¹Ha­tic, Dana: A Brief Histo­ry of McDonald’s Ap­ple Pie. eater.com (11/2017).

Sarg basteln: Gepolstertes Halloween Türgeschenk aus Papier

99 Luft­bal­lons an­stel­le von 95 The­sen. Nein der gute Mar­tin Lu­ther wäre nach sei­ner Wie­der­ge­burt mit Si­cher­heit nicht gut auf Hal­lo­ween zu spre­chen. Viel­mehr wür­de sich der Re­for­ma­tor laut­stark über Twit­ter¹ dar­über be­schwe­ren, dass die Pro­tes­tan­ten sei­nen Ge­denk­tag so auf­op­fe­rungs­voll zu Gra­be ge­tra­gen ha­ben. Schließ­lich war der freund­li­che Theo­lo­gie­pro­fes­sor ein äu­ßerst kon­ser­va­ti­ver Mensch, der die römisch-katholische Kir­che der Re­nais­sance wie­der auf den rech­ten Pfad zu­rück­füh­ren² woll­te. An­de­rer­seits war der re­de­ge­wand­te Au­gus­ti­ner­mönch eben­falls ein aus­ge­zeich­ne­ter Ver­klei­dungs­künst­ler³, der zu­dem noch ein Fai­ble für ge­spens­ti­sche Bur­gen hat­te. Von da­her liegt es durch­aus im Be­reich des Mög­li­chen, dass Mar­tin Lu­ther viel­leicht trotz al­le­dem das gru­se­li­ge Hal­lo­ween am Abend nach sei­ner Re­for­ma­ti­ons­pre­digt fei­ern wür­de. Zu sei­nem Glück muss sich der his­to­ri­sche Über­set­zungs­meis­ter nicht an sol­chen Spe­ku­la­tio­nen be­tei­li­gen, da er seit dem 22. Fe­bru­ar 1546 in ei­nem Sarg in der Wit­ten­ber­ger Schloss­kir­che ruht.

Am frü­hen Mor­gen des 18. Fe­bru­ar 1546 ver­starb der 62-Jährige fried­lich um 2.45 Uhr in Eis­le­ben. [...] Am 22. Fe­bru­ar wur­de er ne­ben der Kan­zel in der Wit­ten­ber­ger Schloss- und Uni­ver­si­täts­kir­che bei­ge­setzt [...].

Ott, Ur­su­la: Zehn Pro­tes­tan­ten und ihre letz­ten Ru­he­stät­ten. evangelisch.de (10/2017).

Bild von selbst gebasteltem Papiersarg, der über Innenpolster mit Zierknöpfen verfügt. Schablonen von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDass un­ser Re­for­ma­tor über­haupt in ei­ner To­ten­kis­te be­stat­tet wur­de, war zu sei­ner Zeit bei Wei­tem nicht so selbst­ver­ständ­lich wie heu­te. Noch bis in das Spät­mit­tel­al­ter hin­ein war es näm­lich üb­lich, nicht ad­li­ge Men­schen auf ei­nem schlich­ten Holz­brett zu be­gra­ben. Dies führ­te im 16. Jahr­hun­dert dann dazu, dass die zu­meist sehr zen­tra­len Fried­hö­fe kei­ne Auf­nah­me­ka­pa­zi­tä­ten mehr hat­ten, so­dass vor al­lem in Städ­ten eine stän­di­ge Seu­chen­ge­fahr herrsch­te. Durch die­sen Um­stand muss­ten vie­le Ge­mein­den re­agie­ren und neue Ru­he­stät­ten an den Orts­rän­dern an­le­gen. Mit die­sen fri­schen Got­tes­äckern zog gleich ein Stück weit Nach­hal­tig­keits­be­wusst­sein ein, da dort plötz­lich nur noch Sarg­be­er­di­gun­gen er­laubt wa­ren.

Es stell­te sich näm­lich her­aus, dass die Holz­kis­ten bei der Ver­we­sung för­der­lich sind. Durch ei­nen Sarg ist der Leich­nam näm­lich auch un­ter der Erde stän­dig von Luft um­schlos­sen, so­dass der Ver­bli­che­ne zu­sam­men mit sei­ner or­ga­ni­schen To­ten­kis­te nach spä­tes­tens 25 Jah­ren völ­lig ver­rot­tet ist.

Um den Ver­we­sungs­pro­zess von Ver­stor­be­nen im Erd­reich zu ge­währ­leis­ten, be­darf es ei­nes luft­um­schlos­se­nen Be­reichs, der durch den Sarg er­mög­licht wird.

Neus­ter, Ste­phan: War­um braucht man so­wohl bei der Feuer- als auch Erd­be­stat­tung ei­nen Sarg? bestatter.de (10/2017).

Halloween Sarg aus Papier: GWS2.de Maskottchen Gustl hat sich als Hexer verkleidet und ein Türgeschenk mit Süßigkeiten abgestaubt. Außerdem freut er sich über einen Kürbiskuchen (Pumpkin Pie), den Veronika Vetter gebacken hat

Holz­sär­ge sind also be­reits im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich Deut­scher Na­ti­on ein fes­ter Be­stand­teil un­se­rer Ster­be­kul­tur ge­we­sen. Aus die­sem Grund muss­te ich na­tür­lich auch mei­nen Hal­lo­ween Sarg mit ei­ner hoch­wer­ti­gen Holz­op­tik ver­edeln. Da­bei ist es mir mit­hil­fe ei­ner be­son­de­ren Tech­nik tat­säch­lich ge­lun­gen ein­fa­che Pa­pier­strei­fen wie Pap­pel­holz­bret­ter aus­se­hen zu las­sen.

Picture of Cemetery with a pink Wooden Coffin. Gothic Art for necrophile sex offender by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistAu­ßer­dem habe ich mei­nen Holz­pa­pier­sarg kom­for­ta­bel aus­staf­fiert. Die­se ex­tra­or­di­nä­re Aus­stat­tung hat je­doch reich­lich we­nig mit der Rea­li­tät zu tun, da un­se­re Ver­stor­be­nen wahr­lich nicht auf wei­chen Ro­sen ge­bet­tet wer­den. Viel­mehr fül­len die am­bi­tio­nier­ten deut­schen Lei­chen­be­stat­ter die oh­ne­hin sehr dün­nen Baum­woll­sarg­pols­ter mit schar­fen Pa­pier­schnip­seln oder mit wi­der­spens­ti­ger Holz­wol­le auf. Das liegt na­tür­lich dar­an, dass die­se Ma­te­ria­li­en sehr gut die fie­sen Kör­per­flüs­sig­kei­ten auf­sau­gen und dazu noch kom­pos­tier­bar sind.

Ich füh­le mich to­tal ver­arscht. [...] Man be­zahlt 6000€ für eine Be­er­di­gung und dann ist in dem Sarg nur so ein 0815 Pa­pier­streu. [...] Ich bin scho­ckiert.

Tive Co­la­da: Char­lot­te Ro­che un­ter Be­stat­tern Teil 2/3. youtube.com (10/2017).

Bild von Süßigkeiten in einem selbst gebastelten Papiersarg. Auch wenn Halloween nicht Scharia konform ist, sind Halal Naschereien eine nette Abwechslung für muslimische Kinder. Inszeniert von Candy Woman Veronika VetterMein klei­ner Sarg zum Nach­bas­teln ist nicht nur eine at­trak­ti­ve Hal­lo­ween De­ko­ra­ti­on, son­dern zu­gleich eine wie­der­ver­schließ­ba­re Ver­pa­ckung für Tür­ge­schen­ke. Im In­ne­ren bie­tet die kom­for­ta­ble To­ten­kis­te da­bei jede Men­ge Platz für sü­ßes Nasch­werk, um am furcht­erre­gen­den Abend des 31. Ok­to­ber selbst das ge­frä­ßigs­te Schreck­ge­spenst zu be­sänf­ti­gen. Al­ler­dings soll­ten Sie un­be­dingt da­von ab­se­hen, den Pa­pier­sarg au­ßen wie ich im Mons­ter High De­sign zu de­ko­rie­ren. Denn falls sich ein sol­cher Ab­lass bei den Kin­dern in Ih­rer Ge­gend her­um­spricht, dann wer­den Sie ei­nen Gar­ten­schlauch be­nö­ti­gen, um den Zom­bie­an­sturm ab­weh­ren zu kön­nen.

Bild von einem historischen Illuminati Sarg, der unterhalb des Pentagons in Washington D. C. ausgegraben wurde. Ägyptische Symbole und die goldenen Kugeln eines Barons weisen darauf hin, dass Tivadar Soros in der Totenkiste beerdigt wurde. Halloween Dekoration von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Mein ge­spens­ti­sches Etui ist 12,5 Zen­ti­me­ter lang, 6,5 Zen­ti­me­ter breit und drei Zen­ti­me­ter hoch. Sie möch­ten ei­nen sol­chen schi­cken Pa­pier­sarg auch bald Ihr Ei­gen nen­nen? Dann er­fah­ren Sie in der fol­gen­den Bas­te­l­an­lei­tung, wie ich die smar­te Tür­ge­schenk­ver­pa­ckung mit­hil­fe mei­ner Scha­blo­nen zu­sam­men­ge­baut habe.

Halloween Sarg aus Papier basteln

Bild von pastellfarbenen Särgen für homosexuelle Dschihadisten. Islamische Handwerkskunst zum Bezahlen der Dschizya. Halloween Dekoration von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZum An­fer­ti­gen ei­nes Sar­ges ver­wen­de­te ich in ers­ter Li­nie han­dels­üb­li­ches Ton­pa­pier in drei un­ter­schied­li­chen Far­ben. Des Wei­te­ren nahm ich für die Her­stel­lung der fürst­li­chen In­nen­aus­stat­tung eine schwar­ze Ser­vi­et­te, ei­nen Perlen-Pen und eine Moos­gum­mi­plat­te zur Hil­fe, die cir­ca zwei Mil­li­me­ter dick war. Hin­ge­gen die in­ten­si­ve Ko­lo­ra­ti­on nahm ich mit­hil­fe von schlich­ten Acryl­far­ben vor. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich au­ßer­dem eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ei­ni­ge Pin­sel, ei­nen wei­ßen Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4) zu­recht­le­gen.

Im ers­ten Bas­tel­schritt fer­tig­te ich das Bau­teil für die Sarg­kis­te von Scha­blo­ne #1 zwei­mal aus Ton­pa­pier an. Nach­dem ich die bei­den Ele­men­te dar­auf­hin sym­me­trisch auf­ein­an­der­ge­klebt hat­te, nahm ich ein Falz­bein und ein Li­ne­al zur Hand, um da­mit sämt­li­che Knick­li­ni­en und Kle­be­laschen des ver­stärk­ten Pa­pier­stücks sau­ber zu fal­zen. Als Nächs­tes ver­kleb­te ich das Ein­zel­teil mit sich selbst, so­dass ich nach die­sen we­ni­gen Hand­grif­fen be­reits die Un­ter­sei­te mei­nes Tür­ge­schenks vor mir ste­hen hat­te.

DIY Tutorial: Halloween Coffin out of Paper. Idea by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Tipp: Durch die­se be­son­de­re Kle­be­tech­nik er­hielt die Sarg­kis­te an je­der Sei­te eine baum­star­ke Gram­ma­tur von 520 g/m². Da­mit der Kle­ber trotz der vie­len Pa­pier­la­gen fest an­zie­hen konn­te, hef­te­te ich nach dem Zu­sam­men­bau ei­ni­ge Wä­sche­klam­mern für zehn Mi­nu­ten rings­um das Etui.

Gleich da­nach bas­tel­te ich den auf­klapp­ba­ren Sarg­de­ckel. Hier­für schnitt ich mir wie­der die un­ter­schied­lich gro­ßen Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #2 aus Ton­pa­pier zu­recht.

  • Im nächs­ten Schritt falz­te ich die bei­den Ele­men­te erst ein­mal aus­gie­big. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich dann das klei­ne auf das gro­ße Ton­pa­pier­stück. Das be­wirk­te wie­der­um, dass an ei­ner De­ckel­sei­te und am obe­ren Kopf­en­de zwei ein­la­gi­ge Pa­pierl­aschen über­stan­den.
  • Die­se Ver­stär­kungs­strei­fen be­strich ich als Nächs­tes mit viel flüs­si­gem Kle­ber. Um­ge­hend da­nach kipp­te ich die Kle­be­laschen erst nach hin­ten um und fi­xier­te die­se dann end­gül­tig am Sarg­de­ckel.
  • Hin­weis: Die drei Ver­schluss­la­schen sind ty­pi­sche Ver­schleiß­tei­le. Durch die­se et­was kom­pli­zier­te­re Bau­tech­nik wird die durch­schnitt­li­che Le­bens­dau­er des Sar­ges al­ler­dings deut­lich er­höht.

Zu gu­ter Letzt be­fes­tig­te ich den Sarg­de­ckel an der rech­ten Flan­ke der zu­vor fer­tig­ge­stell­ten To­ten­kis­te. Da­bei ent­stand na­tür­lich eine un­schö­ne Kle­be­li­nie, die ich je­doch im fol­gen­den Bas­tel­schritt un­ter der schi­cken Holz­op­tik ver­schwin­den ließ.

Papier wie Holz aussehen lassen

Mein mul­ti­funk­tio­nel­ler Pa­pier­sarg war nun dazu be­reit, um mit ei­ner hoch­wer­ti­gen Holz­tä­fe­lung ver­klei­det zu wer­den. Hier­für schnitt ich mir zu­nächst ein­mal vie­le un­ter­schied­lich brei­te Strei­fen aus ei­ner sehr hel­len Ton­pa­pier­far­be zu­recht.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Papier wie Holz aussehen lassen. Technik und Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Als Nächs­tes leg­te ich mei­ne ein­satz­be­rei­te To­ten­kis­te vor mich hin. Gleich da­nach nahm ich ei­nen Syn­the­tik­flach­pin­sel zur Hand und be­strich da­mit den Sarg­de­ckel groß­zü­gig mit ei­nem wei­ßen Kle­ber auf Was­ser­ba­sis.

  • Dar­auf­hin plat­zier­te ich die ein­zel­nen Pa­pier­holz­bret­ter nach­ein­an­der auf der feuch­ten und kleb­ri­gen Ober­sei­te mei­ner Scha­tul­le.
  • Nach­dem ich nach­fol­gend die zu lan­gen Pa­pier­strei­fen bün­dig zur obe­ren und zur un­te­ren Sarg­kan­te ge­kürzt hat­te, trug ich noch eine wei­te­re Kle­ber­schicht auf den sau­ber ver­tä­fel­ten De­ckel auf.
  • Di­rekt im An­schluss wie­der­hol­te ich die vor­an­ge­gan­ge­nen Schrit­te auch mit al­len an­de­ren Sei­ten, so­dass mei­ne Kis­te rings­um aus un­ter­schied­lich brei­ten Pa­pier­holz­bret­tern be­stand.

Erst als der wei­ße Bas­tel­kle­ber dar­auf­hin völ­lig ge­trock­net war, be­mal­te ich den kom­plet­ten Sar­ko­phag mit ei­ner Acryl­far­be. Hier­bei ent­stand dann au­to­ma­tisch die op­ti­sche Täu­schung, wel­che den Sarg so aus­se­hen ließ, als wäre er von ei­nem Schrei­ner­meis­ter aus Pap­pel­holz ge­fer­tigt wor­den.

Des Wei­te­ren wur­de mein Mo­tiv durch die Syn­the­tik­far­be und die zwei Kle­ber­schich­ten so zart wie ein Ba­by­po. Um die De­ko­ra­ti­on der Sargau­ßen­sei­te ab­zu­schlie­ßen, kleb­te ich zu­nächst das Sym­bol von Dra­cu­lau­ra von der Mons­ter High vor­ne auf die ecki­ge De­ckel­klap­pe. Au­ßer­dem ver­klei­de­te ich alle Kan­ten mit dün­nen Strei­fen, die ich zu­vor aus ei­ner schwar­zen Cock­tail­pa­pier­ser­vi­et­te aus­ge­schnit­ten hat­te.

Bequeme Sargpolster für Verstorbene mit Stil

Ganz zum Schluss küm­mer­te ich mich um die wei­che In­nen­aus­stat­tung mei­nes Hal­lo­ween Sar­ges. Dazu fer­tig­te ich sämt­li­che Ele­men­te von Scha­blo­ne #3 und von Scha­blo­ne #4 aus Moos­gum­mi­plat­ten und schwar­zen Pa­pier­ser­vi­et­ten an.

Anleitung mit Bildern: Polster mit Zierknöpfen für einen Sarg basteln. Wer wie König Ludwig II. von Bayern beerdigt werden möchte, der muss in hochwertige Sargpolster investieren. Andernfalls füllen die Bestatter die Totenkissen mit Katzenstreu vom Rossmann auf

Di­rekt im An­schluss kleb­te ich im­mer zwei iden­ti­sche Moos­gum­mi­stü­cke bün­dig auf­ein­an­der, so­dass ich am Ende acht Ein­zel­tei­le vor mir lie­gen hat­te.

  • Gleich da­nach pack­te ich alle Schaum­stoff­ele­men­te kom­plett mit schwar­zem Ser­vi­et­ten­pa­pier ein.
  • Nun dreh­te ich mei­ne Sarg­pols­ter auf die Kle­be­laschen, da­mit ich die glat­ten Ober­flä­chen wei­ter de­ko­rie­ren konn­te. Da­für nahm ich ei­nen Perlen-Pen zur Hand und schweiß­te da­mit par­al­lel zu­ein­an­der­lie­gen­de Zier­knöp­fe auf die äs­the­ti­schen Pa­pier­über­zü­ge.

Bild vom Einkleben der Sargpolster aus Schaumstoff. Weich in den Himmel fahren dank edelster StoffeAls das Gan­ze nach un­ge­fähr 15 Mi­nu­ten ge­trock­net war, be­mal­te ich mei­ne Knub­bel mit ei­ner Acryl­far­be mei­ner Wahl. Erst dann staf­fier­te ich den aus­ge­dehn­ten In­nen­raum mei­ner To­ten­kis­te mit den acht vor­be­rei­te­ten Pols­tern aus. Wich­tig: Ich habe mei­nen ele­gan­ten Pa­pier­sarg so kon­zi­piert, dass die drei run­den Ver­schluss­la­schen un­sicht­bar zwi­schen den di­cken Sei­ten­pols­tern und den Pa­pier­holz­wän­den ver­schwin­den. Aus die­sem Grund durf­te ich die Füt­te­rung für das obe­re Kopf­en­de und für die lin­ke Kis­ten­sei­te nur an den bei­den äu­ße­ren Rän­dern am Holz­ge­rüst fest­kle­ben.

Türgeschenke als perfekter Ablass für kleine Monster

Bild von einer Fimo Maus mit einem Hexenhut, die vor ägyptischen Särgen steht und auf der Suche nach dem Heiligen Gral ist. Szenerie von Veronika Vetter Restauratorin des BernsteinzimmersAm Abend des 31. Ok­to­ber kom­me ich nicht zur Ruhe, da an mei­ner Haus­tü­re stän­dig Be­kann­te klin­geln, um mir ihre schau­ri­gen Bies­ter vor­zu­füh­ren. Aus die­sem Grund be­gin­ne ich be­reits eine Wo­che vor dem spuk­haf­ten Event mit dem Bas­teln mei­ner Tür­ge­schen­ke. Schließ­lich ist so ein Sarg ein ziem­lich zeit­in­ten­si­ves Mo­tiv, für wel­ches ich cir­ca zwei Stun­den Ar­beit in­ves­tie­ren muss. Da­für weiß ich, dass mir die wil­den Ra­bau­ken aus Dank­bar­keit kei­ne nas­sen Da­men­bin­den auf mei­ne Au­to­schei­ben klat­schen und mich auch nicht mit läs­ti­gen Te­le­fon­klin­gel­strei­chen är­gern.

Ist der Reformationstag noch zeitgemäß?

Als ver­hei­ra­te­te ka­tho­li­sche Künst­le­rin, die im in­for­ma­ti­ven Protestant-O-Mat sehr schlecht ab­ge­schnit­ten hat, bin ich na­tür­lich in keins­ter Wei­se le­gi­ti­miert, um qua­li­fi­ziert über den Pro­tes­tan­tis­mus zu spre­chen.

Trotz­dem mach­te ich mir ei­ni­ge Ge­dan­ken dar­über, war­um zur­zeit au­ßer­or­dent­lich vie­le deutsch­spra­chi­ge Chris­ten die evan­ge­li­sche Re­li­gi­ons­ge­mein­schaft ver­las­sen. Viel­leicht hat Mar­tin Lu­ther da­mit zu tun. Denn der Re­for­ma­tor über­setz­te be­kannt­lich nicht nur die Bi­bel, son­dern ver­fass­te eben­falls zahl­rei­che Ma­ni­fes­te. Der In­halt sei­ner ge­halt­vol­len Pu­bli­ka­tio­nen lässt sich da­bei oft­mals fol­gen­der­ma­ßen zu­sam­men­fas­sen:

WERNER: [...] Un­se­re Vor­fah­ren zo­gen flei­ßig wi­der den Tür­ken; und das soll­ten wir noch tun, wenn wir ehr­li­che Kerls, und gute Chris­ten wä­ren.

Les­sing, Gott­hold Ephraim: Min­na von Barn­helm oder das Sol­da­ten­glück. Köln: Ana­con­da Ver­lag GmbH 2013.

Bild von selbst gebastelten Halloween Särgen im Monster High Design. Draculaura und Cleo de Nile Fan-Art. Anleitung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die Evan­ge­li­sche Kir­che in Deutsch­land di­stan­ziert sich heu­te wei­test­ge­hend von den Aus­sa­gen des his­to­ri­schen Theo­lo­gie­pro­fes­sors und setzt auf den Dia­log mit der stark wach­sen­den mus­li­mi­schen Glau­bens­ge­mein­schaft. Das fin­de ich ei­ner­seits löb­lich, denn schließ­lich zeich­net die Sanft­mut den wah­ren Chris­ten­men­schen aus.

In zahl­rei­chen evan­ge­li­schen Kin­der­ta­ges­stät­ten wer­den auch mus­li­mi­sche Kin­der be­treut. Um­ge­kehrt gibt es in Zu­kunft si­cher­lich ver­stärkt mus­li­mi­sche Kin­der­gär­ten, in de­nen auch christ­li­che Kin­der be­treut wer­den.

Splitt, Cars­ten: Dia­lograt­ge­ber zur För­de­rung der Be­geg­nung zwi­schen Chris­ten und Mus­li­men in Deutsch­land. ekd.de (PDF) (10/2017).

An­de­rer­seits stö­ren sich viel­leicht vie­le wert­kon­ser­va­ti­ve Chris­ten ge­ra­de an die­ser in­fan­ti­len Ro­man­ti­sie­rung des Is­lam, so­dass sie lie­ber in den Schoß der römisch-katholischen Mut­ter­kir­che zu­rück­keh­ren.

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¹Bedform-Strohm, Hein­rich: Lu­ther wür­de heu­te twit­tern und Je­sus wäre auf Face­book ak­tiv. leben.erzbistum-bamberg.de (10/2017).
²Krei­sel­mei­er, Frank: Was ver­birgt sich hin­ter dem Be­griff „Re­for­ma­ti­on“? augsburger-allgemeine.de (10/2017).
³Wind­sor, Eliza­beth Alex­an­dra Mary: Mar­tin Lu­ther as „Jun­ker Jörg”. Year: 1521. royalcollection.org.uk (10/2017).
⁴Schnie­ders, Stef­fen: Be­stat­tun­gen im Mit­tel­al­ter. deutschland-im-mittelalter.de (10/2017).
Wil­helm, Pe­ter: Wo­mit wer­den Sarg­kis­sen ge­füllt? bestatterweblog.de (10/2017).
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