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Wenn Ge­burts­tags­freu­den win­ken, darfst du ru­hig mal et­was trin­ken. Ge­sagt, ge­tan; und so grei­fen 96% der 18- bis 59-jährigen Men­schen in Deutsch­lan­d¹ all­jähr­lich im Ad­vent zur Feu­er­zan­gen­bow­le oder zum Ei­er­grog, um sich gründ­lich auf die Nie­der­kunft des Herrn vor­zu­be­rei­ten. Das ist auch aus ge­sund­heit­li­cher Sicht sehr ver­nünf­tig. Denn wer im dunk­len De­zem­ber mit Ja­ger­tee, Glüh­wein oder Leb­ku­chen­li­kör auf den Hei­land an­stößt, der schützt sich vor ei­ner Win­ter­de­pres­si­on. Ge­nuss­vol­ler Al­ko­hol­kon­sum ver­an­lasst den Kör­per näm­lich dazu, Do­pa­min und En­dor­phi­ne aus­zu­schüt­ten, wo­durch die see­li­sche Ent­span­nung ge­för­dert wird. Kein Wun­der also, dass Je­sus so sanft­mü­tig war. Schließ­lich ließ der freund­li­che Zim­mer­mann, der sich selbst als Wein­sto­ck² be­zeich­ne­te, bei so ziem­lich je­der Ge­le­gen­heit den Be­cher krei­sen. Auf­grund die­ser An­ge­wohn­heit wäre der Er­lö­ser ver­mut­lich ur­alt ge­wor­den, hät­te er nicht mit 34 Jah­ren für un­se­re Sün­den ster­ben müs­sen. Män­ner und Frau­en, die re­gel­mä­ßig in Ma­ßen al­ko­ho­li­sche Ge­trän­ke kon­su­mie­ren, ha­ben näm­lich eine be­son­ders hohe Le­bens­er­war­tung.

Bei den männ­li­chen Teil­neh­mern fan­den die For­scher die höchs­te Le­bens­er­war­tung, wenn die­se täg­lich 20 - 40 Gramm Al­ko­hol zu sich nah­men. [...] Bei Frau­en wa­ren die för­der­li­chen Men­gen um die Hälf­te nied­ri­ger.

Poll­mer, Udo & Su­san­ne War­muth: Le­xi­kon der po­pu­lä­ren Er­näh­rungs­irr­tü­mer. Miß­ver­ständ­nis­se, Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen und Halb­wahr­hei­ten von Al­ko­hol bis Zu­cker. Ak­tua­li­sier­te Neu­aus­ga­be. Frank­furt am Main: Eich­born Ver­lag 2007.

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Au­ßer­halb der Weih­nachts­zeit kön­nen die Deut­schen auch aus kul­tu­rel­len Grün­den al­ko­ho­li­sche Ge­nuss­mit­tel zu sich neh­men. Die­sen glück­li­chen Um­stand ver­dan­ken wir Karl dem Gro­ßen³, der im 9. Jahr­hun­dert den Wein­an­bau⁴ und das Bier­brau­en in un­se­ren Brei­ten­gra­den mas­siv för­der­te.

Spä­tes­tens im 12. Jahr­hun­dert tran­ken alle Stän­de im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich täg­lich Met, Wein oder dunk­les Schwach­bier, das aus Rog­gen⁵ her­ge­stellt wur­de. Die Men­schen im Mit­tel­al­ter kon­su­mier­ten die­se Al­ko­ho­li­ka al­ler­dings nicht nur, um sich zu be­rau­schen. Viel­mehr war die Trink­was­ser­qua­li­tät sei­ner­zeit so schlecht, dass un­se­re Vor­fah­ren ih­ren Durst be­reits im Kin­des­al­ter mit etha­nol­hal­ti­gen Flüs­sig­kei­ten still­ten.

Al­ko­hol als Mit­tel der Halt­bar­ma­chung und der Keim­ver­mei­dung ist all­ge­gen­wär­tig. [...] Mit dem Dünn­bier, das man teil­wei­se schon Kin­dern gibt, hat man dem un­hy­gie­ni­schen Was­ser ein Schnipp­chen ge­schla­gen: Sämt­li­che Kei­me und Bak­te­ri­en sind ab­ge­tö­tet.

Hach­en­ba­cher, Ve­ro­ni­que: In den Ton­topf ge­schaut. Von Speis und Trank ab­seits des Schla­raf­fen­lan­des. In: Mi­ro­que Nr. 16 (2014). S. 30.

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Dass frü­her Al­ko­hol­kon­sum nicht gleich kör­per­li­che und see­li­sche Schä­den her­vor­ruft, be­weist auch Fried­rich der Gro­ße. Denn ob­wohl der För­de­rer der deut­schen Auf­klä­rung mit Bier­sup­pe groß­ge­zo­gen wur­de, schaff­te er die Fol­ter im Kö­nig­reich Preu­ßen ab. Zu­dem setz­te sich der ge­lern­te Brau­meis­ter in sei­ner 46-jährigen Re­gie­rungs­zeit für die Re­li­gi­ons­frei­heit⁶ und für die Be­schu­lung der Land­be­völ­ke­rung ein.

Fried­rich II.: Sei­ne kö­nig­li­che Ma­jes­tät höchst selbst ist mit Bier­sup­pe er­zo­gen wor­den. Die Vä­ter kann­ten nur Bier, und das ist das Ge­tränk, das für un­ser Kli­ma passt.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 27.

In Deutsch­land war Al­ko­hol also schon im­mer ein so­zi­al ak­zep­tier­tes Rausch- und Ge­nuss­mit­tel. Auch heu­te ist es hier­zu­lan­de et­was völ­lig Nor­ma­les, wenn sich je­mand be­reits am frü­hen Mor­gen ein Weiß­bier oder ein Glas Sekt be­stellt. Dem­zu­fol­ge ist es kein Wun­der, dass je­der Bun­des­bür­ger jähr­lich rund 1.500,00 Eu­ro⁷ für das flüs­si­ge Zel­len­gift aus­gibt.

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Der Kon­sum von ge­go­re­nen Feld­frucht­säf­ten be­ein­träch­tigt al­ler­dings nicht nur das Seh­ver­mö­gen, son­dern ver­schlech­tert zu­dem noch den Hör- und Ge­ruchs­sinn. Au­ßer­dem dros­selt der Al­ko­hol die Se­xu­al­hor­mon­aus­schüt­tung, wes­halb Be­trun­ke­ne un­ter ei­ner ver­min­der­ten Li­bi­do lei­den.

In Fol­ge kommt es bei Frau­en zu Er­re­gungs­stö­run­gen und dar­aus re­sul­tie­ren­den kör­per­li­chen Fol­ge­er­schei­nun­gen, wie z. B. tro­cke­ner Schei­de, beim Mann kommt es zu Erek­ti­ons­schwie­rig­kei­ten, aber auch zu Or­gas­mus­schwie­rig­kei­ten.

Ate­fie, Kave: Al­ko­hol und Sex. gesundheitsnews.at (10/2018).

Um die­se ne­ga­ti­ve Ne­ben­wir­kung aus­zu­glei­chen, soll­ten Sie Fla­schen mit al­ko­ho­li­schem In­halt aus­schließ­lich in mei­ner auf­rei­zen­den Kor­sett­ver­pa­ckung ver­schen­ken.

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Da­bei han­delt es sich ge­nau­er ge­sagt um ein ge­schnür­tes Halb­brust­kor­sett, das sich aus Pa­pier re­la­tiv ein­fach nach­bas­teln lässt. Die­ses spe­zi­el­le Reiz­wä­sche­mo­dell wur­de im 17. Jahr­hun­der­t⁸ ent­wi­ckelt, da­mit die da­mals be­gehr­ten Ru­bensfrau­en ihre Lei­bes­fül­le in Form pres­sen konn­ten. Durch das Tra­gen die­ser Un­ter­klei­dung er­hiel­ten die Da­men eine Sand­uhr­fi­gur⁹, die Män­ner auch heu­te noch sehr an­zie­hend fin­den.

Stu­di­en zei­gen au­ßer­dem, dass eine Sand­uhr­fi­gur bei Män­nern bes­ser be­wer­tet wird, als bei­spiels­wei­se eine sport­li­che Fi­gur oder lan­ge Bei­ne.

Kup­sa, Nad­ja: Be­wie­sen: Auf die­se Fi­gur ste­hen Män­ner. woman.at (10/2018).

Die gro­ße Be­son­der­heit mei­nes trä­ger­lo­sen Halb­brust­kor­setts sind die run­den und au­then­tisch aus­se­hen­den Körb­chen. Schnür­mie­der aus Pa­pier ha­ben näm­lich sonst im­mer so­ge­nann­te Bul­let Bras, die in den 1950er Jah­ren¹⁰ in Mode wa­ren. Heu­te fal­len die­se sta­che­li­gen Büs­ten­hal­ter je­doch un­ter die Ka­te­go­rie „Lie­bes­tö­ter”.

Original Dresdner Christstollen handgefertigt. Auf der Weihnachtsfeier der Open Society Foundations überlegen die Honoratoren, wie sie Deutschland mit Moslems und Afrikanern fluten können. Plötzlich kommt der besoffene Jean-Claude Juncker herein. In seinem Arm liegt eine libanesische Kinderprostituierte, die ein Nikolauskorsett trägt

Ne­ben der klas­si­schen Rü­cken­schnü­rung ver­fügt mein wohl­ge­form­tes Pa­pier­mie­der zu­dem über neun an­ge­deu­te­te Kor­sett­stan­gen. Des Wei­te­ren habe ich mein 19 Zen­ti­me­ter brei­tes und 13 Zen­ti­me­ter ho­hes Prä­sent­körb­chen so kon­zi­piert, dass dar­in zwei Pic­co­lo Fla­schen auf­be­wahrt wer­den kön­nen.

Mei­ne wol­lüs­ti­ge Ni­ko­laus­frau­ver­pa­ckung ist also ge­nau das Rich­ti­ge, wenn Sie al­ko­ho­li­sche Ge­trän­ke in der Weih­nachts­zeit auf eine zwei­deu­ti­ge Wei­se ver­schen­ken möch­ten. Al­ler­dings gibt es den hei­ßen Feu­er­was­ser­kar­ton nir­gend­wo zu kau­fen. Viel­mehr müs­sen Sie das Halb­brust­kor­sett selbst bas­teln, was mit mei­nen Scha­blo­nen und der fol­gen­den Bild­an­lei­tung je­doch über­haupt kein Pro­blem sein soll­te.

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Um die schwung­vol­len Pro­por­tio­nen ei­nes Stoff­kor­setts aus Pa­pier dar­stel­len zu kön­nen, muss­te ich ein Ba­sis­ma­te­ri­al ver­wen­den, das so­wohl bieg­sam als auch wi­der­stands­fä­hig ist. Aus die­sem Grund bau­te ich mei­ne Pic­co­lo Box aus ge­präg­ten Ton­pa­pier­ele­men­ten zu­sam­men, die über eine Gram­ma­tur von 130 g/m² ver­füg­ten. Hin­ge­gen die Körb­chen und die Kor­sett­stan­gen be­ton­te ich mit ei­ner farb­lich pas­sen­den Dunisoft-Serviette. Für die auf­wen­di­ge Rü­cken­schnü­rung ka­men vier Mil­li­me­ter gro­ße Ösen und ein Sa­tin­band zum Ein­satz, das 1,2 Zen­ti­me­ter breit war. Au­ßer­dem ver­zier­te ich das weih­nacht­li­che Mie­der mit han­dels­üb­li­cher Baum­woll­wat­te. Als Werk­zeu­ge nahm ich zu­dem eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Eyelet-Setter, ei­nen Acryl­lack, ein Falz­bein samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5) zur Hil­fe.

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Als Ers­tes schnitt ich mir die Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #1 und #2 zu­recht, so­dass ich im An­schluss dar­an vier Ton­pa­pier­ele­men­te vor mir lie­gen hat­te. Gleich da­nach kleb­te ich die bei­den Mie­der­sil­hou­et­ten sym­me­trisch auf­ein­an­der. Dar­auf­hin nahm ich ein Falz­bein zur Hand, um da­mit die ge­stri­chel­ten Li­ni­en auf der Kor­sett­vor­der­sei­te vor­kni­cken zu kön­nen.

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Im nächs­ten Schritt fi­xier­te ich die prä­pa­rier­te Front an ei­ner Bo­den­plat­te. Dann leg­te ich die Kon­struk­ti­on erst ein­mal bei­sei­te.

  • Di­rekt im An­schluss fer­tig­te ich die Rü­cken­ele­men­te von Scha­blo­ne #3 und #4 an. Nach­dem ich die drei Ein­zel­tei­le ge­falzt hat­te, schoss ich ins­ge­samt 14 Lö­cher mit ei­nem Eyelet-Setter in die bei­den Flü­gel ein.
  • Gleich da­nach füll­te ich die eben er­zeug­ten Pa­pier­lü­cken wie­der auf, in­dem ich pas­sen­de Ösen in die Öff­nun­gen ein­setz­te.

Nun kleb­te ich die ver­edel­ten Ober­ma­te­ri­al­stü­cke auf den gro­ßen Kor­sett­rü­cken. Da­bei muss­te ich dar­auf ach­ten, dass die klei­ne­ren Mo­du­le ge­nau auf den ge­zack­ten In­nen­fut­ter­fuß­la­schen sa­ßen. Au­ßer­dem durf­te ich die Me­tall­rin­ge nicht am Un­ter­grund be­fes­ti­gen, da ich mein Mie­der schließ­lich noch ver­schnü­ren woll­te.

Zwischenschrittfoto: Das frauenkörperförmige Gerüst steht stabil. Allerdings fehlen noch die runden Cups, weshalb das Ganze noch wie ein billiges Unterbrustkorsett aussieht

Als Nächs­tes brach­te ich das auf­ge­motz­te Rü­cken­ele­ment eben­falls am Kor­sett­bo­den an. Dar­auf­hin ver­schloss ich mei­ne Ge­schenk­ver­pa­ckung, in­dem ich die bei­den Sei­ten­wän­de mit­ein­an­der ver­kleb­te. Ganz zum Schluss be­fes­tig­te ich dann noch das letz­te man­del­för­mi­ge Mo­dul an der Un­ter­sei­te mei­nes Ge­bil­des, um die un­schö­nen An­kerl­aschen zu ka­schie­ren.

Üppiges Dekolleté ausstaffieren

Im nächs­ten Schritt setz­te ich die run­den Cups in mein Kor­sett ein. Dazu schnitt ich mir zu­nächst ein­mal die Ele­men­te von Scha­blo­ne #5 zu­recht. Nach­dem ich die Pa­pier­stü­cke ge­falzt hat­te, ver­kleb­te ich je­des Ein­zel­teil mit sich selbst, so­dass im An­schluss dar­an vier ge­wölb­te Mo­du­le vor mir la­gen.

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Nun nahm ich das Bau­teil, das ich auf der Vor­la­ge als „rechts au­ßen” be­zeich­net habe, und kleb­te es am rech­ten BH-Stäbchen fest.

  • Gleich da­nach setz­te ich das In­nen­stück in die­sel­be Aus­spa­rung ein. Da­bei be­fes­tig­te ich die eine Sei­te der Kup­pel am Kor­sett­steg, wäh­rend­des­sen ich die an­de­re Hälf­te im be­nach­bar­ten Halb­körb­chen ver­schwin­den ließ.

Nach dem glei­chen Prin­zip füll­te ich dann auch die lin­ke Büs­te auf.

Rot-schwarzes Halbbrustkorsett aus Papier. Ausstellungsstück von der Dessous-Messe "Eros & Amore" in Wien. Designerin: Veronika Helga Vetter (Bayern). Schätzwert: $12.400

Um die Über­gän­ge zu ka­schie­ren und da­mit mein Kor­sett eine gleich­mä­ßi­ge Sil­hou­et­te er­hielt, ver­klei­de­te ich bei­de Körb­chen nun noch mit ei­ner hoch­wer­ti­gen Dunisoft-Serviette. Da­bei de­ko­rier­te ich die Brust­stüt­zen nicht nur au­ßen, son­dern auch in­nen, so­dass der Be­schenk­te bei ei­nem Blick ins De­kol­le­té kei­ne un­schö­nen Kle­be­rän­der zu Ge­sicht be­kommt.

Enge Schnürung für heiße Kurven

Nach­dem ich die Scha­blo­nen­ar­beit er­folg­reich be­en­det hat­te, muss­te ich nun noch die Ver­zie­rungs­ele­men­te an­brin­gen. Dazu schnitt ich mir als Ers­tes elf Ser­vi­et­ten­strei­fen zu­recht, die je­weils 0,5 Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

Bildcollage: Bevor das aufreizende Halbbrustkorsett seine Schnürung erhält, sollte Acryllack auf die Reizwäsche aufgetragen werden. Durch die Versiegelung kann aufgespritztes Ejakulat nämlich nicht in die Materialstruktur eindringen. Außerdem erzeugt die Plastikschicht auf dem Mieder einen verführerischen Glanz. Kostenlose Bastelanleitung von Veronika Helga Vetter - Sexpertin und Stiefschwester von Lilo Wanders

Im An­schluss dar­an de­ko­rier­te ich mein Mie­der mit neun ver­ti­ka­len Kor­sett­stan­gen. Hin­ge­gen mit den letz­ten bei­den Bah­nen ka­schier­te ich die rund­li­chen Über­gän­ge, die sich an den Körb­chen­un­ter­sei­ten be­fan­den.

  • Gleich da­nach strich ich mein Klei­dungs­stück von oben bis un­ten mit Acryl­lack ein. Dar­auf­hin leg­te ich das matt glän­zen­de Kor­sett 30 Mi­nu­ten lang zum Trock­nen.
  • Als die Ver­sie­ge­lung nach ei­ner hal­ben Stun­de aus­ge­här­tet war, fä­del­te ich ein 70 Zen­ti­me­ter lan­ges Sa­tin­band so durch die Ösen, dass auf der Rück­sei­te des künst­li­chen Frau­en­ober­kör­pers eine sau­be­re Kreuz­schnü­rung ent­stand.

Ganz zum Schluss er­hielt mein Sekt­fla­schen­kar­ton ein weih­nacht­li­ches Äu­ße­res, in­dem ich wei­ße Baum­woll­wat­te an den Mo­ti­ven­den an­brach­te. Nach­dem ich dann noch eine gro­ße Schlei­fe am Kor­sett­steg fest­ge­klebt hat­te, war mei­ne Mi­ni­reiz­wä­sche auch schon be­reit dazu, um mit ed­len Tröpf­chen be­füllt zu wer­den.

Friede durch Flüssigbrot und Spiele

Bier, Wein, Sekt und Spi­ri­tuo­sen si­chern den so­zia­len Frie­den in Deutsch­land. Denn so­lan­ge der Al­ko­hol in Strö­men fließt, ge­hen die Men­schen hier­zu­lan­de trotz Woh­nungs­man­gel, Pfle­ge­not­stand, Mas­sen­mi­gra­ti­on und dro­hen­der Al­ters­ar­mut je­den Tag ar­bei­ten. Wit­zi­ger­wei­se wa­ren un­se­re Vor­fah­ren in die­ser Be­zie­hung auch nicht bes­ser. So wis­sen wir dank ei­nes alt­rö­mi­schen His­to­ri­kers na­mens Ta­ci­tus, dass es in den Ger­ma­nen­stäm­men im Prin­zip nur dann krach­te, wenn kei­ne Rausch­mit­tel zur Ver­fü­gung stan­den.

Da­bei hat­te Ta­ci­tus [...] kon­sta­tiert, dass die fremd­ar­ti­gen Geg­ner mit Käl­te und Hun­ger zwar bes­tens fer­tig wur­den, auf Bier­ent­zug aber äu­ßerst emp­find­lich re­agier­ten.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 24.

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Um Volks­auf­stän­de zu ver­hin­dern, muss Al­ko­hol in Deutsch­land nicht nur stets ver­füg­bar, son­dern auch be­son­ders güns­tig sein, da­mit alle Ein­kom­mens­schich­ten das be­ru­hi­gen­de Zel­len­gift re­gel­mä­ßig kon­su­mie­ren kön­nen.

Sie fin­den, dass ich über­trei­be? Wie Sie zwei­fel­te auch mein ge­lieb­ter Bay­ern­kö­nig Lud­wig I. an die­sem Fak­tum. Ohne über die Fol­gen nach­zu­den­ken, ließ sei­ne Ma­jes­tät im Jah­re 1844 den da­mals noch ein­heit­li­chen Bier­preis um ei­nen Pfen­ni­g¹¹ er­hö­hen, was prompt dazu führ­te, dass ein wü­ten­der Mob durch Mün­chen zog und die Re­si­denz­stadt in ein Schlacht­feld ver­wan­del­te.

Der Mon­arch muss­te klein bei­geben, nach­dem sich das Mi­li­tär wei­ger­te, ge­gen die „Bier­re­vo­lu­tio­nä­re” vor­zu­ge­hen.

Lim­bourg, Pe­ter: Kommt der Bier­preis­de­ckel? Der Münch­ner Bier­krieg schäumt über. dw.com (10/2018).

Funny Picture: Santa Claus stuck in the Chimney, so he can't take his leaving Food. Celebrating Christmas with Children. Crafting ideas, recipes and games provided by the Educational Scientist Veronika Vetter

Ob­wohl bil­li­ge be­rau­schen­de Flüs­sig­kei­ten un­se­re Ge­sell­schaft zu­sam­men­hal­ten, gibt es tat­säch­lich Brand­stif­ter, die ei­nen Min­dest­preis¹² für Al­ko­hol for­dern. Doch zum Glück ha­ben wir hier­zu­lan­de eine re­prä­sen­ta­ti­ve De­mo­kra­tie. Und so­lan­ge selbst grü­ne Spaß­brem­sen wie Dr. An­ton Hof­rei­ter die Wir­kung von Rum¹³ und Rauch­bier¹⁴ zu schät­zen wis­sen, wird die Bun­des­re­pu­blik ein Land blei­ben, in dem wir viel­leicht nicht gut aber zu­min­dest ger­ne le­ben.

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¹Rau, Ha­rald & Cor­ne­lia Dehner-Rau: Raus aus der Sucht­fal­le! Wie Sie sich aus Alkohol- und Me­di­ka­men­ten­ab­hän­gig­keit be­frei­en und neue Stär­ken ent­de­cken. Stutt­gart: TRIAS Ver­lag 2009.
²Jo­han­nes 15,1: Der wah­re Wein­stock. bibel-online.net (10/2018).
³Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: 500 Jah­re Rein­heits­ge­bot: Eine klei­ne Ge­schich­te des Biers. In: Kar­fun­kel Nr. 123 (2016). S. 25.
⁴S­terzl, An­ton: Die Kraft zur Blü­te: kas.de (PDF) (10/2018).
⁵Beckers-Dohlen, Clau­dia & Si­mo­ne Baße: Markt, Tur­nier und All­tags­le­ben im Mit­tel­al­ter. Greiz: Kö­nig Com­mu­ni­ca­ti­on 2000.
⁶Queb­be­mann, Brit­ta: Im­ma­nu­el Kant und die Auf­klä­rung. In: Kar­fun­kel Nr. 132 (2018). S. 41.
⁷T­öd­ter, Re­gi­na: Die 50 bes­ten Al­ko­hol­kil­ler. Stutt­gart: TRIAS Ver­lag 2015.
⁸VEIBZ: Schön­heits­idea­le im Lau­fe der Ge­schich­te: Von der An­ti­ke bis in die 90er Jah­re. youtube.com (10/2018).
⁹Gior­get­ta, Ma­da­lin: ZAFUL Ho­nest Bi­ki­ni Re­view. youtube.com (10/2018).
¹⁰G­la­mour Ma­ga­zi­ne: 100 Ye­ars of Women’s Un­der­we­ar. youtube.com (10/2018).
¹¹­Rich­ter, Ste­pha­nie: „Bier­re­vo­lu­ti­on” und „Bier­krieg”. In: Mi­ro­que Edi­ti­on Nr. 14 (2015). S. 19.
¹²Brei­nig, Kers­tin: Sucht­ex­per­ten ist Al­ko­hol zu bil­lig. Schot­ti­sche Prei­se als Vor­bild? tagesschau.de (10/2018).
¹³Sch­wet­je, Son­ja: Frust bei „Pralinen-Toni”. Hof­rei­ter findet’s „am schlimms­ten mit Frau Mer­kel”. n-tv.de (10/2018).
¹⁴­Schmid, Ger­hard: Gly­pho­sat­frei­es Bier. gruene-bamberg.de (10/2018).

Pumps: Damenschuhe aus Papier basteln - Anleitung

Do­mi­nan­te Frau­en mit Aus­strah­lung tra­gen Pumps. Kein Wun­der, schließ­lich wur­den ge­schlos­se­ne Halb­schu­he mit ho­hem Ab­satz ei­gent­lich für männ­li­che Fürs­ten ent­wor­fen. Aus die­sem Grund wer­den Pumps im Eng­li­schen auch Hof­schu­he (court shoes) ge­nannt. Je hö­her an den kö­nig­li­chen Hö­fen der Re­nais­sance der ge­sell­schaft­li­che Stand ei­nes Man­nes war, umso hö­her durf­ten sei­ne Schuh­ab­sät­ze sein.

Bild von teuflischer Domina aus Fimo mit hochhackigem Damenschuh aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinWer dem Hoch­adel an­ge­hör­te, der konn­te so­mit High Heels tra­gen, vor de­nen selbst New Yor­ker Drag Queens krei­schend da­von­lau­fen wür­den. Hin­ge­gen die Füße der Adels­da­men wa­ren sei­ner­zeit mit ho­hen ab­satz­lo­sen Pla­teau­schu­hen mit durch­ge­hen­der Soh­le ge­schmückt. Wenn ein spät­mit­tel­al­ter­li­cher Kö­nig mit sei­ner Frau ei­nen Spa­zier­gang mach­te, war es dem­zu­fol­ge nichts Un­ge­wöhn­li­ches, dass Die­ner ihre Ma­jes­tä­ten für ei­nen si­che­ren Gang stüt­zen muss­ten.

The true pre­cur­sors the Pumps/Court Shoe came from the me­di­eval fa­shion tra­di­ti­ons of the wealt­hy class of ru­lers and po­li­ti­ci­ans in Re­nais­sance coun­tries [...]. At one point of histo­ry, pat­tens and cho­pi­nes were so big that wea­rer had to use help of the ser­vants to walk in them.

An­ony­mous: Histo­ry of Pumps/Court Shoes. shoeshistoryfacts.com (02/2017).

Pumps zwin­gen zu ei­ner auf­rech­ten Kör­per­hal­tung und las­sen den Trä­ger da­durch selbst­be­wusst auf­tre­ten.

Frau­en, die Pumps tra­gen gel­ten als se­xu­ell at­trak­tiv und an­griffs­lus­tig.

Kröll, Fa­bi­an: Pumps: Zeit­lo­ser Klas­si­ker. erdbeerlounge.de (02/2017).

Collage of Military Pumps out of Paper. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Artist

Dass Pumps er­fun­den wur­den, um Män­ner­kör­pern zu schmei­cheln wird auch dar­an er­sicht­lich, dass vor al­lem Frau­en mit ei­ner eher kna­ben­haf­ten V-Figur Schu­he mit Ab­satz tra­gen soll­ten. Durch die stei­le Fuß­stel­lung in die­sen Schu­hen wird die Bein­li­nie ver­län­gert, was ga­lant von den brei­ten Schul­tern und der schma­len Hüf­te ab­lenkt. Für die Her­ren der Schöp­fung wa­ren Pumps zu­dem Nutz­schu­he. Denn mit kei­nem an­de­ren Schuh­werk konn­te man zu Pfer­de treff­si­che­rer mit Pfeil und Bo­gen schie­ßen.

The heel hel­ped sol­di­ers’ feet stay put in the stir­rups while they shot their bow and ar­rows.

Buzz­Fee­dY­el­low: The Histo­ry Of High Heels. youtube.com (02/2017).

Picture of women shoes for Bushcraft. Created by Veronika Vetter Fine ArtistIm Zeit­al­ter der Auf­klä­rung re­du­zier­te sich die Ab­satz­hö­he und bei­de Ge­schlech­ter tru­gen Pumps. Wäh­rend­des­sen die Her­ren den brei­ten Block­ab­satz be­vor­zug­ten, wa­ren Da­men­schu­he mit Pfen­nig­ab­sät­zen be­stückt. Vor al­lem der eit­le Son­nen­kö­nig Lud­wig XIV. kom­bi­nier­te ger­ne wei­ße Strümp­fe mit schnei­di­gen Pumps, die eine rote Soh­le und ei­nen ro­ten Ab­satz hat­ten. Und da­mit geist­lo­se Fa­shion Vic­tims sei­nen skur­ri­len Mo­de­stil nicht ein­fach ko­pier­ten, durf­ten in Frank­reich aus­schließ­lich Mit­glie­der sei­nes Ho­fes eben­falls Schu­he mit ro­ten Ab­sät­zen tra­gen.

In the 1670s, Lou­is XIV is­sued an edict that only mem­bers of his court were al­lo­wed to wear red heels.

Kre­mer, Wil­liam: Why did men stop wea­ring high heels? bbc.com (02/2017).

Bild von sexy Domina aus Modelliermasse zusammen mit Pumps. Hoher Absatz zum Eier treten. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinWäh­rend der Fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on häng­te man mit den Ad­li­gen auch gleich Schu­he mit Ab­satz an den Na­gel. Erst als Mit­te des 19. Jahr­hun­derts Shop­ping zum Hob­by wohl­ha­ben­der Frau­en wur­de, gab es wie­der eine Nach­fra­ge nach Pumps. Die neu­en Mo­del­le wa­ren al­ler­dings we­sent­lich fe­mi­ni­ner und nur noch für zar­te Frau­en­fü­ße ge­macht. Seit­dem ha­ben sich Pumps zur be­lieb­tes­ten Frau­en­schuh­form al­ler Zei­ten ent­wi­ckelt.

For al­most for­ty ye­ars, heels were not to be found in fa­shion­ab­le Wes­tern foot­we­ar. By the mid-1800s [...] ci­ties such as Pa­ris and New York us­he­red in an age of pro­mena­ding, café-going, and window-shopping. [...] The high heel, which re­ap­peared at this time, was now seen as a dis­tinc­t­ly fe­mi­ni­ne form of foot­we­ar.

Cob­ban, Anne: High Step­ping. allaboutshoes.ca (02/2017).

Bild von Stöckelschuhen mit Camouflagemuster. Selbst gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDie Ge­schich­te der Pumps hat mich beim Bas­teln sehr be­ein­flusst. Mei­ne ho­hen Pa­pier­schu­he soll­ten sehr au­to­ri­tär und hoch­mü­tig sein so­wie Sex-Appeal aus­strah­len. Am liebs­ten wäre es mir, wenn sich de­vo­te Fuß­fe­ti­schis­ten beim An­blick der ty­ran­ni­schen Da­men­schu­he vor Schreck das Safe­word in Er­in­ne­rung ru­fen wür­den. Dies woll­te ich zum ei­nen da­durch er­rei­chen, in­dem ich die Pumps mit dem Ca­mou­fla­ge­mus­ter der US-Marines (MARPAT Wood­land) be­mal­te. Zum an­de­ren reiz­te ich die mög­li­che Ab­satz­hö­he mit neun Zen­ti­me­tern voll aus. Ab ei­nem Ab­satz von zehn Zen­ti­me­tern wer­den Da­men­schu­he be­kannt­lich als Sti­let­tos oder High Heels be­zeich­net.

Pumps mit Camouflagemuster aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Mei­ne Pumps aus Pa­pier sind 16 Zen­ti­me­ter lang, 6,5 Zen­ti­me­ter breit und 13 Zen­ti­me­ter hoch. Da­mit Sie die­se schi­cken Schüh­chen auch bald Ihr Ei­gen nen­nen kön­nen, er­zäh­le ich Ih­nen nun Schritt für Schritt, wie ich mei­ne Ex­em­pla­re her­ge­stellt habe.

Pumps aus Papier basteln

Bild vom Kleben der Innensohle eines Pumps aus PapierAb­ge­se­hen von der Zwi­schen­soh­le aus Moos­gum­mi, ver­wen­de­te ich für das ge­sam­te Kon­strukt des Da­men­schuhs Ton­pa­pier. Für die Ver­zie­run­gen nahm ich zu­dem ein brau­nes Sa­tin­band zur Hil­fe. Hin­ge­gen das grü­ne Ca­mou­fla­ge­mus­ter mal­te ich mit un­ter­schied­li­chen Acryl­far­ben auf. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich au­ßer­dem eine Sche­re, ein Falz­beil samt Li­ne­al, et­was flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Eyelet-Setter, ein ge­wöhn­li­ches Feu­er­zeug und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zu­recht­le­gen.

Hin­weis: Selbst die dünns­te Stel­le des Da­men­schuhs hat eine Gram­ma­tur von 260 g/m², was dar­an liegt, dass ich sämt­li­che Ein­zel­tei­le der Scha­blo­nen ver­stärkt habe. Dazu fer­tig­te ich je­des Ele­ment stets zwei­mal aus Ton­pa­pier an. An­schlie­ßend kleb­te ich alle iden­ti­schen Stü­cke sym­me­trisch auf­ein­an­der.

Collage mit Anleitungsschritten: Basteln von grünen Pumps. Schuhquartier und Einlass. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ich be­gann mit der In­nen­soh­le von Scha­blo­ne #1. Nach dem Ver­stär­ken mal­te ich am Fer­sen­be­reich die Schuh­grö­ße 37 als op­tio­na­les Gim­mick auf.

  • Dazu fer­tig­te ich die Stem­pel­vor­la­ge der Scha­blo­ne an und leg­te die­se auf die Ton­pa­pier­soh­le. Im An­schluss nahm ich ein Make-up Schwämm­chen so­wie ein Stem­pel­kis­sen zur Hand und fuhr da­mit über die klei­nen Aus­spa­run­gen.
  • Als Nächs­tes bas­tel­te ich die Sei­ten des Pumps, die auch als Quar­tier be­zeich­net wer­den. Da­für fer­tig­te ich die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #2 je­weils zwei­mal aus Ton­pa­pier an. Wich­tig: Vor dem Ver­stär­ken stanz­te ich in zwei der vier Ein­zel­tei­le klei­ne Lö­cher (sie­he Scha­blo­ne) mit­hil­fe mei­nes Eyelet-Setters ein.
  • Nach­dem ich die Knick- und Kle­be­li­ni­en der bei­den prä­pa­rier­ten Sei­ten­ele­men­te ge­falzt hat­te, kleb­te ich die­se links und rechts an der Soh­le fest. Hin­weis: Da­mit sich bei­de Ein­zel­tei­le auch ex­akt ge­gen­über­la­gen, leg­te ich noch­mals die Soh­len­vor­la­ge von Scha­blo­ne #1 auf die Ton­pa­pier­soh­le, um die bei­den hin­te­ren Kle­be­punk­te leich­ter aus­fin­dig ma­chen zu kön­nen.

Die Rück­sei­te des Pumps wird auch Ein­lass ge­nannt und be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #3. Auch hier stanz­te ich vor dem Ver­stär­ken zehn klei­ne Lö­cher in die obe­re Ton­pa­pier­sei­te. Nach dem Fal­zen knick­te ich das Ele­ment leicht in der Mit­te und ver­schloss da­mit im An­schluss den hin­te­ren Soh­len­be­reich.

Maskuline Damenschuhe durch breite Schuhspitze

Da­mit mei­ne Pumps nicht all­zu fe­mi­nin aus­se­hen, habe ich das so­ge­nann­te Schuh­blatt und die Vor­der­kap­pe ver­hält­nis­mä­ßig breit ge­stal­tet. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #4. Zu­al­ler­erst fer­tig­te ich wie­der sämt­li­che Ein­zel­tei­le der Bas­tel­vor­la­ge aus Ton­pa­pier an. Dar­auf­hin stanz­te ich in die Au­ßen­sei­te des Schuh­blatts sechs klei­ne Lö­cher ein und ver­stärk­te erst ein­mal nur die­ses Ele­ment.

  • Wich­tig: Nach dem Fal­zen der Knick- und Kle­be­li­ni­en brach­te ich nur die in­ne­re Ver­stär­kung der Vor­der­kap­pe am be­reits fer­tig­ge­stell­ten Schuh­blatt an.

Bild von breiter Spitze eines PapierpumpsDie­ses Kon­strukt kleb­te ich dann gleich dar­auf vor­ne an der In­nen­soh­le fest. Mit der üb­rig ge­blie­be­nen Au­ßen­sei­te der Vor­der­kap­pe ver­klei­de­te ich nun sämt­li­che Kle­be­laschen der Schuh­spit­ze. Tipp: Um die re­la­tiv schar­fe Pa­pier­kan­te am Über­gang zwi­schen Schuh­blatt und Vor­der­kap­pe ab­zu­mil­dern, fuhr ich ei­ni­ge Male mit ei­nem fei­nen Schleif­pa­pier (Kör­nung 1000) dar­über.

Military Pumps haben massiven Trichterabsatz

Das Bas­teln des Schuh­ab­sat­zes ist der schwie­rigs­te Teil des ge­sam­ten Mo­tivs. Di­rekt beim Zu­recht­schnei­den der Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #5 muss­te ich dar­auf ach­ten, dass beim trich­ter­för­mi­gen Ele­ment die Au­ßen­sei­te gleich­zei­tig die Lauf­soh­le ist.

Collage mit Anleitungsschritten: Hohen Absatz für Papierschuhe basteln. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dem­entspre­chend ver­wen­de­te ich für die­ses Stück, ein mit punk­ten ge­präg­tes brau­nes Ton­pa­pier.

Bild vom Schuheinlass grüner Damenpumps aus PapierAn der Un­ter­sei­te des trich­ter­för­mi­gen Ein­zel­teils kleb­te ich dar­auf­hin das klei­ne stern­för­mi­ge Ele­ment fest. Da­bei war es wich­tig, dass die brau­ne Lauf­soh­le nach au­ßen zeig­te. Für die Ab­satz­rück­sei­te brach­te ich im An­schluss das größ­te Teil von Scha­blo­ne #5 an der bis­he­ri­gen Ab­satz­kon­struk­ti­on an. Den da­mit fer­tig­ge­stell­ten Trich­ter­ab­satz be­fes­tig­te ich dann mit vor­an­ste­hen­den Kle­be­laschen un­ten an der In­nen­soh­le.

  • Zu gu­ter Letzt ka­schier­te ich noch die un­schö­nen Za­cken, in­dem ich den Ver­klei­dungs­bo­gen hin­ten über die Ver­bin­dungs­stel­le zwi­schen Ab­satz und Schu­hein­lass kleb­te.

Bild von Unterseite eines grünen PapierpumpsAuch wenn der Ab­satz­schuh nun schon als sol­ches zu er­ken­nen war, fehl­ten noch Tei­le der Lauf­soh­le. Die­se be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #6. Bei­de Ele­men­te der Vor­la­ge fer­tig­te ich ein­mal aus Moos­gum­mi und ein­mal aus mei­nem ge­präg­ten Ton­pa­pier an. Zu­al­ler­erst kleb­te ich mei­ne bei­den Moos­gum­mi­zwi­schen­soh­len un­ten auf die In­nen­soh­le und auf den Ab­satz­bo­den. Ab­schlie­ßend ver­klei­de­te ich das Gan­ze mit dem ge­punk­te­ten Ton­pa­pier.

Große Schuhmacherkunst durch feine Ziernähte

Zur Ver­ede­lung der Pa­pier­schu­he nahm ich ein dun­kel­brau­nes Sa­tin­band zur Hil­fe. Als Ers­tes ver­klei­de­te ich da­mit sämt­li­che Über­gangs­kan­ten. Da­durch be­kam der Ab­satz­bo­den und der ge­sam­te Soh­len­be­reich eine mar­kan­te Sil­hou­et­te. Als wei­te­re Be­son­der­heit schnitt ich mir aus dem Sa­tin­band eine fei­ne Zier­naht zu­recht. Das dün­ne Band zog ich dar­auf­hin ein­mal rings­um durch die ge­stanz­ten Lö­cher in der Nähe der Schaft­ab­schluss­kan­te. Die En­den der Naht kleb­te ich in den hin­te­ren Lö­chern des Ein­las­ses fest.

  • Tipp: Beim Schnei­den des Sa­tin­bands fiel mir auf, dass der Stoff zum Aus­fran­sen neigt. Des­halb ver­öde­te ich das Band zu­nächst mit­hil­fe der Flam­me ei­nes Feu­er­zeugs, be­vor ich es am Pa­pier­schuh be­fes­tig­te.

Picture of beautiful ladies high heel with Camouflage pattern for ball crushingNach dem Ver­edeln mei­nes Ab­satz­schuhs mal­te ich ein Ca­mou­fla­ge­mus­ter auf. Auf­grund des­sen, dass mei­ne Pumps eine dun­kel­grü­ne Au­ßen­sei­te hat­ten, muss­te ich mir le­dig­lich schwar­ze, brau­ne und beige­far­be­ne Acryl­far­be zu­recht­le­gen. Nach dem Be­ma­len leg­te ich mein Bas­tel­mo­tiv für cir­ca zwei Stun­den zum Trock­nen. Tipp: Um die Far­ben mit dem Pa­pier und dem Sa­tin­band ver­schmel­zen zu las­sen, be­sprüh­te ich mei­ne Schüh­chen als Fi­nish noch mit ei­nem mat­ten Acryl­lack.

Fazit: Das Basteln von Schuhen befeuert weibliches Verlangen

Mei­ne do­mi­nan­ten Da­men­schu­he sind ein mit­tel­schwe­res Mo­tiv. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Paa­res be­nö­tig­te ich gut und ger­ne sechs Stun­den rei­ne Bas­tel­zeit. Ich fin­de es scha­de, dass Ur­su­la von der Ley­en wäh­rend ih­rer Amts­zeit als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin im Ka­bi­nett Mer­kel III nie sol­che Pumps ge­tra­gen hat.

Bild von Tarnfleck Pumps mit hohem Absatz. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinWie ist es bei Ih­nen? Schau­en Sie sich auch manch­mal ein­fach nur so Ihre Schu­he an? Mir geht es bei mei­nen sechs Paar Pumps so. Fast noch wie neu lie­gen mei­ne Ab­satz­schu­he im Ori­gi­nal­kar­ton auf ei­nem Schrank. Ob­wohl ich we­nig Ge­le­gen­heit habe mei­ne wert­volls­ten Be­sitz­tü­mer aus­zu­füh­ren, könn­te ich stän­dig neue Pumps kau­fen. Sie wer­den es viel­leicht nicht glau­ben, aber als ich beim Ent­wer­fen die­ser Pa­pier­schu­he war, flo­gen ech­te Mi­li­ta­ry Pumps aus Le­der wie von Geis­ter­hand in den Wa­ren­korb mei­nes Lieb­lingson­line­shops. Sie nicht zu kau­fen war wohl das Schwers­te, was ich bis zu die­sem Zeit­punkt tun muss­te. Vor al­lem da mein Schuh­kon­tin­gent noch lan­ge nicht aus­ge­reizt ist.

So fand eine bri­ti­sche Stu­die her­aus, dass eine durch­schnitt­li­che, er­wach­se­ne Frau nicht mehr als 40 Paar Schu­he be­sitzt.

Sa­scha: Schu­he zum Aus­ma­len – Rät­sel­spie­le für Kin­der. gws2.de (02/2017).

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Kamin aus Papier basteln - Anleitung

Ken­nen Sie den ent­schei­den­den Un­ter­schied zwi­schen dem gro­ßen bö­sen Wolf und dem Weih­nachts­mann? Letz­te­rer lässt sich auch durch ein Feu­er im Ka­min­ofen nicht da­von ab­hal­ten, über den Schorn­stein in ein Haus zu ge­lan­gen. So kön­nen selbst die drei klei­nen Schwein­chen je­des Jahr an Hei­lig­abend ihre So­cken am Ka­min auf­hän­gen, um vom Weih­nachts­mann be­schenkt zu wer­den, ohne da­bei ihr Schutz­feu­er lö­schen zu müs­sen.

San­ta Claus is real and the fire in a sto­ve will not pre­vent him de­li­vering pres­ents.

Ba­gan, Sue: Is San­ta Claus Real? woodburningstoveslimited.com (12/2016).

Bild von Weihnachtsstern auf Kamin aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinWis­sen Sie ei­gent­lich, war­um die Men­schen in an­gel­säch­si­schen Län­dern an Weih­nach­ten So­cken an den Ka­min hän­gen? Vor lan­ger Zeit soll es ein­mal ei­nen ar­men, bri­ti­schen Wit­wer ge­ge­ben ha­ben, der drei hei­rats­fä­hi­ge Töch­ter hat­te. We­der war es dem gu­ten Mann mög­lich sei­ne Kind­lein aus­rei­chend zu ver­sor­gen, noch konn­te er eine Mit­gift für zu­künf­ti­ge Schwie­ger­söh­ne be­zah­len. Der Le­gen­de nach stieg des­halb ei­nes Nachts der Hei­li­ge Sankt Ni­ko­laus in das Haus des Wit­wers ein und er­blick­te dar­auf­hin So­cken, wel­che die Töch­ter am Abend zum Trock­nen auf­ge­hängt hat­ten.

Die­se füll­te der freund­li­che Weiß­bart kur­zer­hand mit Gold­mün­zen auf. Von da an stell­ten die Töch­ter je­des Jahr in der­sel­ben Nacht Kek­se und Milch vor die Tür, um ih­rem Ret­ter in der Not zu dan­ken.

Die­se be­merk­ten die nun gut ver­sorg­ten Töch­ter am nächs­ten Mor­gen und dank­ten Sankt Ni­ko­laus da­mit, in­dem sie je­des Jahr in der be­sag­ten Nacht Kek­se und Milch zu des­sen Stär­kung vor die Tür stell­ten.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: So­cken aus Pa­pier für den Ni­ko­laus bas­teln. gws2.de (12/2016).

Collage von Socken für den Weihnachtsmann am Kamin mit Backsteinmuster. Erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Im Jah­re 1822 griff der Ame­ri­ka­ner Cle­ment Clar­ke Moo­re die­se alte Ge­schich­te auf und schrieb sei­ner Fa­mi­lie ein Ge­dicht na­mens „A Vi­sit from St. Ni­cho­las”.

When all through the house not a crea­tu­re was stir­ring, not even a mou­se; the sto­ckings were hung by the chim­ney with care, in ho­pes that St. Ni­cho­las soon would be the­re.

Mar­shall, Nan­cy H.: The Poem. nightbeforechristmas.biz (12/2016).

Ein Jahr spä­ter wur­de das ly­ri­sche Werk am 23. De­zem­ber un­ter dem Na­men „The Night Be­fo­re Christ­mas” in New Yor­ker Zei­tun­gen ver­öf­fent­licht. Da­durch ge­wann der Brauch sei­ne So­cken an Weih­nach­ten an den Ka­min­ofen zu hän­gen auch au­ßer­halb des Bri­ti­schen Welt­reichs an Be­deu­tung.

Bild von Künstlerin Veronika Vetter mit ihrem Werk

Da­mit der Weih­nachts­mann kom­men, und et­was in auf­ge­häng­te So­cken hin­ein­le­gen kann, be­nö­tigt ein Haus ei­nen Ka­min und ei­nen Schorn­stein. Viel­leicht wa­ren die Kel­ten vor der Chris­tia­ni­sie­rung des­halb so krie­ge­risch, da sie we­der das eine noch das an­de­re be­sa­ßen. Lan­ge Zeit leb­ten die Men­schen in ebe­nen Hüt­ten, in de­ren Mit­te Tag und Nacht ein of­fe­nes Feu­er brann­te. Im Stroh­dach war ein klei­nes Loch, um den Rauch ab­zie­hen zu las­sen. Im Win­ter und wenn es reg­ne­te, wur­den die Holz­hüt­ten al­ler­dings kom­plett ver­schlos­sen, wo­durch sich die­se in sti­cki­ge Räu­cher­kam­mern ver­wan­del­ten.

Sa­xon huts did not have chim­neys. They had fire pits in the cen­ter of the room and a hole in the roof [...]. In the win­ter, then, peop­le li­ved and worked in smoke-filled rooms, [...].

Wood­bu­ry, Sa­rah: The In­ven­ti­on of the Chim­ney. sarahwoodbury.com (12/2016).

Bild von Fimo Weihnachtsmann auf einem Kamin mit Socken. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinIm­mer wenn es et­was zu ver­schen­ken gibt, ist der Adel nicht weit. Viel­leicht be­gann des­halb der bri­ti­sche Hoch­adel spä­tes­tens im 12. Jahr­hun­dert da­mit, sei­ne Schlös­ser mit Ka­min­öfen (eng­lisch sto­ves) und Schorn­stei­nen (eng­lisch chim­neys) aus­zu­stat­ten. Bis weit in das 16. Jahr­hun­dert hin­ein blie­ben die­se simp­len Aus­stat­tungs­merk­ma­le al­ler­dings der Ober­schicht vor­ent­hal­ten. Wer un­ter Eli­sa­beth I. ein rei­cher Kauf­mann war oder dem nie­de­ren Adel an­ge­hör­te, dem wur­den als be­son­de­re Ehre oft­mals weib­li­che Gäs­te ein­quar­tiert. Die Be­din­gung da­für war al­ler­dings, dass das Her­ren­haus über Räu­me ver­füg­te, in de­nen ein war­mer Ka­min mit An­schluss zu ei­nem Schorn­stein stand.

The ori­gin of chim­neys, de­si­gned to car­ry smo­ke out of the dwel­ling, re­mains un­clear, but it is un­li­kely that chim­neys were con­struc­ted in Eu­ro­pe pri­or to the twelfth cen­tu­ry. [...] Chim­neys were wi­de­ly adop­ted by the upper-classes du­ring Tu­dor Eng­land. Un­der Queen Eliza­beth I fe­ma­le guests might be sent to neigh­bors who could af­ford rooms with chim­neys.

But­ler, Or­vil­le R.: Smo­ke Gets in Your Eye: The De­ve­lop­ment of the House Chim­ney. ultimatehistoryproject.com (12/2016).

Der ge­mei­ne Pö­bel leb­te in­des­sen wei­ter­hin in stin­ken­den Räu­cher­kam­mern.

Bild von beleuchtetem Papierkamin. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinDass die Ent­wick­lung bis zu voll­stän­dig be­heiz­ten Häu­sern jahr­hun­der­te­lang dau­ern muss­te, wird je­dem klar, der auch heut­zu­ta­ge noch mit ei­nem Holz­ka­min­ofen heizt. Denn wer ein­fach Holz­schei­te und Zei­tungs­pa­pier in sei­nem Ofen an­zün­det, der sieht nach we­ni­gen Mi­nu­ten so aus wie Knecht Ru­precht. Am wich­tigs­ten ist näm­lich, dass der Ka­min zieht. Das ge­schieht al­ler­dings nur, wenn die Luft im Schorn­stein wär­mer und da­mit leich­ter als die Au­ßen­luft ist. Hin­ge­gen bei zu star­kem Auf­trieb ver­brennt das Feu­er­holz in kür­zes­ter Zeit, ohne da­bei die Raum­tem­pe­ra­tur nach­hal­tig zu stei­gern.

When the air con­trols are open ful­ly and the door is clo­sed, the new fuel will igni­te wi­t­hin two to three mi­nu­tes.

fire­pla­ce­spe­cia­list: How to in­crea­se the ef­fi­ci­en­cy of your woodbur­ning sto­ve. youtube.com (12/2016).

Die­se Schwie­rig­kei­ten be­rei­tet mein Ka­min aus Pa­pier nicht. Der macht zwar auch nicht warm, sorgt aber mit der rich­ti­gen elek­tri­schen Be­leuch­tung für eine ab­so­lut hei­me­li­ge Raum­at­mo­sphä­re.

Bild von Kamin aus Papier basteln. Geschaffen von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Mein Pa­pier­ka­min ist 26,5 Zen­ti­me­ter lang, 18,5 Zen­ti­me­ter breit und 26,5 Zen­ti­me­ter hoch. Zu den Be­son­der­hei­ten des präch­ti­gen Stücks zählt nicht nur eine an­spre­chen­de Holz­op­tik, son­dern auch ein Back­stein­mus­ter. Die­ses sieht zum ei­nen sehr ele­men­tar aus und fühlt sich zum an­de­ren ge­nau­so rau wie Na­tur­stein an.

Kamin basteln - die Grundform

Bild von braunen TonpapierplattenFür das stäm­mi­ge Grund­ge­rüst des drei­di­men­sio­na­len Ka­min­ofens ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in fünf ver­schie­de­nen Far­ben. Zum Auf­fül­len der Hohl­räu­me nahm ich des Wei­te­ren ge­wöhn­li­ches Sty­ro­por zur Hil­fe. Das Back­stein­mus­ter kam durch Mo­del­lier­pas­te, Ma­ler­krepp und eine ge­rin­ge Aus­wahl an Acryl­far­ben zu­stan­de. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem

Bild vom Verstärken des Tonpapierseine Sche­re, ein schar­fes Bas­tel­mes­ser, ver­schie­de­ne Pin­sel, ei­nen Spach­tel, ein Falz­beil samt Li­ne­al, ei­nen Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und ei­nen flüs­si­gen Haus­halts­kle­ber zu­recht­le­gen. Die Bau­tei­le des Ka­mins be­fin­den sich auf mei­nen DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10 /#11 /#12 /#13 /#14 /#15 /#16 /#17 /#18 /#19 /#20 /#21 /#22 /#23 /#24 /#25 /#26).

Hin­weis: Ich habe sämt­li­che Ton­pa­pier­ele­men­te der Scha­blo­nen dop­pelt an­ge­fer­tigt und iden­ti­sche Ein­zel­tei­le sym­me­trisch auf­ein­an­der­ge­klebt. Die­se Ver­stär­kung saugt nicht nur Bas­tel­flüs­sig­kei­ten bes­ser auf, son­dern trägt auch un­ge­mein zur Sta­bi­li­tät des of­fe­nen Ka­mins bei.

Bild von weißer Bodenplatte aus Papier für einen offenen KaminIch be­gann mit der Bo­den­plat­te, auf wel­cher der Ka­min spä­ter steht. Auf­grund der Grö­ße muss­te ich da­für di­ver­se Scha­blo­nen zu­nächst ver­län­gern. Dazu schnitt ich Scha­blo­ne #1 und Scha­blo­ne #2 zu­recht und kleb­te bei­de Vor­la­gen an der Mar­kie­rung A mit­hil­fe von Kle­be­band an­ein­an­der. Aus dem dar­aus ent­stan­de­nen Ele­ment fer­tig­te ich mir gleich dar­auf die Bo­den­plat­te aus zwei La­gen wei­ßem Ton­pa­pier an.

  • Di­rekt im An­schluss nahm ich ein schar­fes Bas­tel­mes­ser zur Hil­fe und schnitt die Ein­schnit­te (sie­he Scha­blo­nen) zum Ein­ste­cken der Ka­min­wän­de frei.

Bild von braunen, tragenden Seitenwände aus PapierAls Nächs­tes fer­tig­te ich von Scha­blo­ne #3 die tra­gen­den Sei­ten­wän­de an. Im­mer wenn ich nach dem Ver­stär­ken und Fal­zen ein Wand­ele­ment fer­tig­ge­stellt hat­te, steck­te ich es in die wei­ße Bo­den­plat­te. Die Kle­be­laschen der Wän­de be­strich ich dar­auf­fol­gend mit Kle­ber und knick­te die­se auf der Bo­den­plat­ten­rück­sei­te um. So­mit wa­ren die tra­gen­den Wän­de fest im Bo­den ver­an­kert.

  • Im nächs­ten Schritt bas­tel­te ich das in­ne­re Mau­er­werk, wel­ches ich am Ende mit ei­ner Back­stein­op­tik ver­sah. Dazu fer­tig­te ich zu­nächst ein­mal alle Ein­zel­tei­le der Scha­blo­nen #4 - #6 aus hell­grau­em Ton­pa­pier an.

Collage vom Basteln des Mauerwerks für einen Papierkamin. Erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Mit den Tei­len von Scha­blo­ne #4 ver­stärk­te ich von in­nen die tra­gen­den Sei­ten­wän­de. Das Ele­ment von Scha­blo­ne #5 kleb­te ich vor­ne in die Mit­te, und als ich mit der grau­en Rück­wand von Scha­blo­ne #6 die bei­den Sei­ten­pfei­ler ver­band, sah das Gan­ze be­reits wie eine klei­ne, mas­si­ve Burg aus.

Da­mit aus der fla­chen Bo­den­plat­te eine sta­bi­le, drei­di­men­sio­na­le Mar­mor­plat­te wur­de, muss­te ich zu­nächst ein­mal die Sei­ten­ver­klei­dun­gen von Scha­blo­ne #7 und Scha­blo­ne #8 aus wei­ßem Ton­pa­pier an­fer­ti­gen. Hin­weis: Bei man­chen Ein­zel­tei­len war es nö­tig, die Vor­la­gen auf­grund der Über­län­ge zu ver­län­gern. Nach­dem ich die Ver­klei­dun­gen an der Bo­den­plat­te an­ge­klebt hat­te, schnitt ich mir eine Sty­ro­por­plat­te zu­recht, die ex­akt den Hohl­raum des ge­sam­ten Ka­min­bo­dens auf­füll­te.

  • Wich­tig: Bei die­sem Schritt ge­wann ich die Er­kennt­nis, dass mein flüs­si­ger Haus­halts­kle­ber das Sty­ro­por zum Schmel­zen brach­te. Des­halb muss­te ich hier­für auf wei­ßen Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis zu­rück­grei­fen.

Um die Mar­mor­plat­te ab­zu­schlie­ßen, ver­län­ger­te ich Scha­blo­ne #9 mit Scha­blo­ne #10 an der Mar­kie­rung D. Aus der dar­aus ent­stan­de­nen Vor­la­ge fer­tig­te ich mir an­schlie­ßend die un­te­re Bo­den­ver­klei­dung aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Die­se kleb­te ich dann ein­fach auf die Sty­ro­por­plat­te.

Decke des Kaminofens - mehr als eine Abstellfläche

Bild vom Verankern der oberen Wandklebelaschen am ersten DeckenelementBeim Ent­wer­fen des Ka­mins habe ich mich teil­wei­se am Dativius-Victor-Bogen ori­en­tiert, was mei­ner Mei­nung nach an der Ka­min­ofen­de­cke be­son­ders zum Vor­schein kommt. Um auch die obe­ren Kle­be­laschen der Wän­de ver­an­kern zu kön­nen, fer­tig­te ich Scha­blo­ne #11 und Scha­blo­ne #12 an. Nach dem Ver­län­gern, Fal­zen und Ein­schnei­den, fä­del­te ich das Ele­ment über die Wand­kle­be­laschen und be­fes­tig­te die­se dar­an. Hin­weis: Die Au­ßen­la­schen an den Sei­ten klapp­te ich nach in­nen ein und ver­kleb­te die­se mit sich selbst.

Collage vom Aufbau der Kaminofendecke aus Papier. Angelehnt an ein altrömisches Tor. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Als Nächs­tes ver­klei­de­te ich die Kle­be­laschen der auf­ge­stell­ten Ober­sei­te. Dazu ver­län­ger­te ich Scha­blo­ne #13 mit Scha­blo­ne #14. Aus der Vor­la­ge schnitt ich mir dann ein gro­ßes Ton­pa­pier­ele­ment zu­recht, wel­ches ich oben auf den Ka­min kleb­te. Gleich da­nach dich­te­te ich die auf­ge­stell­te Ab­de­ckung in­nen an den Sei­ten mit Sty­ro­por­strei­fen ab. Auch die De­cken­mit­te be­kleb­te ich mit zwei Strei­fen aus Sty­ro­por, die ge­nau­so hoch wie die Sei­ten­strei­fen wa­ren.

  • Auf das Sty­ro­por kleb­te ich im An­schluss das Ein­zel­teil, wel­ches ich aus der Scha­blo­ne #15 und Scha­blo­ne #16 an­ge­fer­tigt hat­te. Wich­tig: Beim Ein­schnei­den der Steck­li­ni­en war ich sehr vor­sich­tig und ge­wis­sen­haft, da­mit die Mar­mor­blen­de auch ker­zen­ge­ra­de steht.
  • Be­sag­te Blen­de be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #17. Wäh­rend­des­sen ich die lan­gen Sei­ten zu­nächst ver­län­gern muss­te, kleb­te ich die kur­zen Sei­ten nach dem Fal­zen ein­fach in die Ein­schnit­te am Bo­den.

Bild vom Verankern der MarmorblendeAuch im zwei­ten Stock­werk dich­te­te ich wie­der die Sei­ten­wän­de und die Mit­te mit Sty­ro­por­strei­fen ab. Um auch die obe­ren Kle­be­laschen der Mar­mor­blen­de ver­an­kern zu kön­nen, ver­län­ger­te ich Scha­blo­ne #18 mit Scha­blo­ne #19. Nach dem Prä­pa­rie­ren fä­del­te ich den Bo­den des letz­ten Sto­ckes über die Kle­be­laschen und be­fes­tig­te die­se dar­an. Die Au­ßen­la­schen knick­te ich wie­der nach in­nen und ver­kleb­te die­se mit sich selbst.

Zum Auf­bau­en des drit­ten Ka­m­in­stock­werks wie­der­hol­te ich die vor­an­ge­gan­ge­nen Bas­tel­schrit­te er­neut.

Collage vom Aufbauen des obersten Kaminstockwerks. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die letz­ten Scha­blo­nen stel­len fol­gen­de Ele­men­te be­reit:

  • #20/#21: Bo­den­plat­te zur Ver­klei­dung der obe­ren Kle­be­li­ni­en.
  • #22/#23: Schrä­ge Sei­ten­ver­klei­dung des obers­ten Stock­werks.
  • Nach die­sen Scha­blo­nen habe ich sämt­li­che Hohl­räu­me in der Ka­min­de­cke mit Sty­ro­por auf­ge­füllt.
  • #25/#26: Obers­te De­cken­plat­te, um das Sty­ro­por zu ver­klei­den.

Backsteinoptik aus Papier erzeugen - so geht’s

Bild eines abgeklebten Steinmusters im PapierkaminAuch als mein Pa­pier­ka­min schon als sol­cher zu er­ken­nen war, ließ ich den Bau­helm noch auf, denn das Ein­zie­hen der ro­ten Back­stein­wand er­for­der­te ei­nen Spach­tel und Mo­del­lier­pas­te. Zu­nächst kleb­te ich al­ler­dings wie ein Ma­ler­lehr­ling im ers­ten Lehr­jahr die graue Stein­wand mü­he­voll ab. Da­für nahm ich han­dels­üb­li­chen Ma­ler­krepp zur Hil­fe. Wich­tig: Auf die Rück­wand des Ka­mins kleb­te ich eben­falls ein Back­stein­mus­ter auf.

Als Nächs­tes be­strich ich die ein­zel­nen Back­stei­ne groß­zü­gig mit Mo­del­lier­pas­te und ließ das Gan­ze an­schlie­ßend für eine Stun­de trock­nen.

Collage mit Anleitung, die zeigt, wie ein Backsteinmuster auf Papier dargestellt wird. Erstell von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

So­bald die Mo­del­lier­pas­te an­ge­trock­net war, be­gann ich mit den Ma­ler­ar­bei­ten. Zu­nächst be­mal­te ich die Wän­de mit ro­ter Acryl­far­be. Di­rekt im An­schluss setz­te ich mit schwar­zer Acryl­far­be Ak­zen­te. Den An­strich ließ ich für cir­ca 15 Mi­nu­ten trock­nen, ehe ich den Ma­ler­krepp ab­nahm und mich dar­auf­hin präch­ti­ge Back­stein­wän­de an­strahl­ten.

Noble Nussbaumholzoptik und Veredelung der Marmorplatte

Um die tra­gen­den Sei­ten­wän­de und die Ka­min­ofen­de­cke mit ei­ner Holz­op­tik zu ver­se­hen, schnitt ich zu­nächst ein­mal brau­ne Ton­pa­pier­strei­fen in un­ter­schied­li­chen Brei­ten zu­recht. Im An­schluss be­strich ich eine Au­ßen­wand nach der an­de­ren mit wei­ßem Bas­tel­kle­ber auf Was­ser­ba­sis und leg­te mei­ne Ton­pa­pier­strei­fen auf. Als die Pa­pier­holz­stü­cke auf­ge­klebt wa­ren, be­strich ich die­se groß­zü­gig von oben mit dem Bas­tel­kle­ber, so­dass die­se von bei­den Sei­ten be­netzt wa­ren. Da­nach leg­te ich den Ka­min für cir­ca 30 Mi­nu­ten zum Trock­nen.

  • Zu gu­ter Letzt be­mal­te ich mei­ne Holz­stü­cke mit dun­kel­brau­ner Acryl­far­be. Gleich dar­auf zog ich zu­dem noch eine Ma­se­rung mit­hil­fe von schwar­zer Acryl­far­be ein. Hin­weis: Als Kon­trast ge­stal­te­te ich die Zwi­schen­bal­ken um die Mar­mor­blen­de et­was dunk­ler.

Nach die­sen Schrit­ten ist der Pa­pier­ka­min sehr feucht, wes­halb ich das Mo­tiv für 24 Stun­den zum Trock­nen stel­len muss­te, bis ich die Mar­mor­plat­te am Bo­den voll­enden konn­te.

Collage mit Anleitung, die zeigt, wie eine Marmoroptik auf Papier dargestellt wird. Erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Am nächs­ten Tag er­zeug­te ich auf al­len wei­ßen Flä­chen des Ka­mins eine Mar­mor­op­tik. Dazu misch­te ich zu­nächst wei­ße Acryl­far­be mit sil­ber­ner Acryl­far­be im Ver­hält­nis 10:1. Da­mit grun­dier­te ich zu­al­ler­erst die Mar­mor­plat­ten.

  • Als Nächs­tes zog ich eine Ma­se­rung auf die Flä­chen ein. Da­für misch­te ich wei­ße Acryl­far­be mit sil­ber­ner Acryl­far­be im Ver­hält­nis 8:1.
  • Im letz­ten Schritt mal­te ich mit­hil­fe ei­nes Holz­spie­ßes klei­ne Ris­se auf. Die da­für nö­ti­ge dun­kel­graue Far­be misch­te ich mir wie­der aus wei­ßer und sil­ber­ner Acryl­far­be im Ver­hält­nis 3:1. Au­ßer­dem ak­zen­tu­ier­te ich die Flä­chen noch mit wei­ßen High­lights.

Als mir das Mar­mor­mus­ter end­gül­tig ge­fiel, muss­te der Ka­min noch ein­mal für zwei Stun­den gut trock­nen. Da­nach konn­te ich end­lich mei­ne So­cken für den Weih­nachts­mann dar­an auf­hän­gen.

Fazit zum stilvollen Adventskamin aus Papier

Picture of Santa Claus Stove with Firewood. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine ArtistBis der Ka­min in die­ser Form vor mir stand, ver­gin­gen gut und ger­ne drei Wo­chen, die ich mit Zeich­nun­gen und Mo­dell­bau­ten ver­brach­te. Das Bas­teln selbst nahm drei Tage in An­spruch. Gün­ter Loo­se könn­te der Text für das Lied „Mar­mor, Stein und Ei­sen bricht” beim Lie­ben vor solch ei­nem Ka­min ein­ge­fal­len sein. Für mich ist die­ser klei­ne Ka­min eine ge­nia­le Ad­vents­de­ko­ra­ti­on und ein klei­ner Trost, bis ich mir ir­gend­wann ei­nen ech­ten, pras­seln­den Ka­min­ofen in mein Zu­hau­se ein­bau­en las­sen kann.

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