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Traktor basteln - sauberes Dieselross für frische Landluft

Die deut­schen Groß­städ­te plat­zen aus al­len Näh­ten. So wuchs die hes­si­sche Bör­sen­stadt Frank­furt am Main zwi­schen den Jah­ren 2010 und 2015 um 68.059 Men­schen¹. Die baye­ri­sche Lan­des­haupt­stadt Mün­chen hat im glei­chen Zeit­raum so­gar 142.307 Bür­ger² hin­zu­ge­won­nen. Die Bal­lungs­zen­tren in den Gren­zen der BRD sind vor al­lem we­gen der ho­hen Luft­qua­li­tät be­liebt. Bis zu 66 Mi­kro­gram­m³ Stick­oxi­de kann ein Ku­bik­me­ter gute Stadt­luft be­inhal­ten. Die­se Edel­ga­se ent­ste­hen lei­der nur bei der Ver­bren­nung von hoch­wer­ti­gem Die­sel­kraft­stoff, so­dass länd­li­che Re­gio­nen auch wei­ter­hin ei­nen gro­ßen Be­völ­ke­rungs­schwund er­lei­den wer­den. Schließ­lich sind die paar Trak­to­ren ein­fach zu we­nig um die Stick­stoff­di­oxid­wer­te hoch­zu­hal­ten und da­mit das Le­ben im Out­back at­trak­tiv zu ma­chen.

Bild von Bulldog aus Papier mit bayerischer Landesfahne. Patrona Bavariae beschützt die Wittelsbacher Bauern. Kostenlose Anleitung von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinIm Prin­zip wäre es kein Pro­blem, wenn die Deut­schen der gu­ten Luft hin­ter­her­zie­hen wür­den. Doch lei­der führt die Land­flucht dazu, dass die Im­mo­bi­li­en­prei­se in den Me­tro­pol­re­gio­nen ex­plo­die­ren. Aus die­sem Grund hat die Po­li­tik im Jah­re 2015 eine bun­des­län­der­über­grei­fen­de Miet­preis­brem­se ein­ge­führt. Die­ses In­stru­ment war al­ler­dings der­ma­ßen kom­pli­ziert ge­stal­tet, dass es voll­kom­men wir­kungs­los blieb.

An­ge­la Mer­kel: „Die Miet­brem­se ha­ben wir ge­macht, okay. Aber es hat sich auch ge­zeigt, dass sie das Pro­blem nicht löst.”

Zi­tel­mann, Rai­ner: Mer­kel: Miet­preis­brem­se ge­schei­tert. tichyseinblick.de (08/2017).

Erst zwei Jah­re spä­ter wid­me­ten sich die Lan­des­re­gie­run­gen der wah­ren Ur­sa­che des Pro­blems. Denn wenn der Stick­oxid­ge­halt in den ur­ba­nen Ge­bie­ten wie­der ge­nau so nied­rig wie auf dem fla­chen Land ist, dann ha­ben die Men­schen kei­nen Grund mehr in die Groß­städ­te zu zie­hen.

Picture of Paper Tractor. Self made Oldtimer Tutorial. Traction Engine free Template by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Des­halb wird es zu­künf­tig in dicht be­sie­del­ten Re­gio­nen im­mer häu­fi­ger Fahr­ver­bo­te für be­stimm­te Die­sel­fahr­zeu­ge ge­ben.

Die Fahr­ver­bo­te kom­men. In Stutt­gart wird es für Die­sel­au­to­fah­rer ab 2018 ernst.

Freak Akid: Der Au­to­skan­dal - Deutsch­lands Vor­zei­ge­bran­che in der Kri­se. youtube.com (08/2017).

Picture of two Vintage Tractors. Paper-Art made in Germany. Free Templates by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Falls Sie trotz al­le­dem nicht auf ei­nen in­ef­fi­zi­en­ten Ben­zi­ner um­stei­gen möch­ten, dann soll­ten Sie sich ein Die­sel­ross an­schaf­fen. Die­se Trak­to­ren­se­rie der Fir­ma Fendt gilt näm­lich als Old­ti­mer und ist so­mit von bö­sen Fahr­ver­bo­ten aus­ge­nom­men.

So­fern es kei­ne neue über­ge­ord­ne­te Re­gel gibt, ha­ben sie freie Fahrt. „In Deutsch­land sind Old­ti­mer mit H-Kennzeichen [...] nach bun­des­ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen vom Fahr­ver­bot aus­ge­nom­men [...] sagt Ste­fan Fer­ber, Lei­ter des Düs­sel­dor­fer Um­welt­am­tes.

Breit­kopf, Thors­ten: H-Kennzeichen. Oldtimer-Fahrer dür­fen wei­ter Gas ge­ben. rp-online.de (08/2017).

Wenn Sie im Hoch­som­mer mit Ih­rem Cabrio-Dieselross kraft­voll durch die In­nen­stadt tu­ckern, dann wer­den Ih­nen Pas­san­ten wo­mög­lich freu­dig zu­win­ken, da Sie auf ei­nem Stück deut­scher Ge­schich­te sit­zen.

Bild von Papiertraktor: Fendt Dieselross F17 LG, das neben einem Schwein steht, welches böse Islamisten fernhält. Schauplatz inszeniert von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Fendt Trak­to­ren wie mein selbst ge­bas­tel­tes Die­sel­ross F17 LG aus dem Jah­re 1957 wa­ren näm­lich maß­geb­lich für das deut­sche Wirt­schafts­wun­der ver­ant­wort­lich. So konn­te das süd­baye­ri­sche Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men auf­grund der ho­hen Werks­au­to­ma­ti­sie­rung im Jah­re 1950 trotz Roh­stoff­man­gels über 3000 er­schwing­li­che Die­sel­rös­ser aus­lie­fern. Dies war sei­ner­zeit enorm wich­tig, da­mit die noch vom Krieg ge­beu­tel­ten Land­wir­te auch ohne vie­le Hel­fer eine lü­cken­lo­se Volks­er­näh­rung ge­währ­leis­ten konn­ten.

Die Ka­pa­zi­tät der Vor­kriegs­jah­re, die bei ei­nem jähr­li­chen Aus­stoß von etwa 1000 Ma­schi­nen lag, konn­te trotz al­ler Roh­stoff­schwie­rig­kei­ten im Jah­re 1950 be­reits auf über 3000 Ma­schi­nen al­ler Ty­pen er­höht wer­den [...].

Fendt­Vi­deo: Fendt Die­sel­ross - Das bes­te Pferd in dei­nem Stall. youtube.com (08/2017).

Bild von einem selbst gebastelten Traktor. Dekoration für den Kirchenaltar zum Erntedankfest. Empfohlen vom Kirchenstift Maria Gail. Foto von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinTrak­to­ren von Fendt hat­ten da­mals aber nicht nur aus­sa­ge­kräf­ti­ge Na­men und eine gro­ße his­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung, son­dern vor al­lem auch ein schi­ckes De­sign. Ich ori­en­tier­te mich beim Bas­teln nur des­halb an ei­nem Die­sel­ross F17 LG, da die­se Zug­ma­schi­ne wie ein et­was mo­der­ne­rer Bull­dog aus­sieht. Das be­droh­li­che Wort Bull­dog wird oft­mals fälsch­li­cher­wei­se als Syn­onym für Trak­tor ver­wen­det. In Wahr­heit ist der Bull­dog al­ler­dings ein Acker­schlep­per der Fir­ma Lanz, der in den 1920er Jah­ren ent­wi­ckelt wur­de.

Je­der „Bull­dog” ist ein Trak­tor. Aber: Sag nie­mals nur Trak­tor zu ei­nem „Bull­dog”.

Ka­min­ski, Frank: Sag nie­mals nur Trak­tor zu ei­nem „Bull­dog”! In: Gie­ße­ner An­zei­ger. Aus­ga­be 110 (2010). S. 49.

Mein Pa­pier­trak­tor hat kein Wet­ter­dach und wür­de al­lei­ne des­halb schon bei mir hier in Bay­ern als Bull­dog be­zeich­net wer­den. Da­für ver­fügt mei­ne kräf­ti­ge Land­ma­schi­ne über vier be­weg­li­che Rä­der und ei­nen lan­gen Aus­puff, aus dem ga­ran­tiert kei­ne Stick­oxi­de her­aus­qual­men.

Bild von einem Fendt Dieselross F17 LG, welches den Mitgliedern des „Oldtimerclubs Autoklassika“ bestimmt gut gefallen würde. Traktoren geparkt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die hier ab­ge­bil­de­ten Die­sel­rös­ser in Mo­dell­form sind 18 Zen­ti­me­ter lang, 11,5 Zen­ti­me­ter breit und 12,5 Zen­ti­me­ter hoch. In der fol­gen­den Bas­tel­an­lei­tung er­zäh­le ich Ih­nen nun, wie Sie mit­hil­fe mei­ner Scha­blo­nen selbst zu ei­nem sol­chen Pa­pier­trak­tor kom­men.

Traktor aus Papier basteln - Anleitung

Bild von rotem Ackerschlepper aus Papier. GWS2.de Maskottchen erntet deutsche Kartoffeln. Arrangiert von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZum Bas­teln ei­nes Trak­tors ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier und dün­nes Krepp­pa­pier in drei auf­ein­an­der ab­ge­stimm­ten Far­ben. De­zen­te Ver­zie­run­gen mal­te ich mit un­ter­schied­li­chen Acryl­far­ben auf. Für die Rei­fen­par­tie nahm ich des Wei­te­ren eine Moos­gum­mi­plat­te und ei­nen Ver­pa­ckungs­kar­ton zur Hil­fe, der cir­ca drei Mil­li­me­ter dick war. Au­ßer­dem ka­men Schasch­lik­spie­ße für die Ach­sen und eine creme­far­be­ne Mo­del­lier­pas­te für die bei­den Schein­wer­fer zum Ein­satz. Ne­ben die­sen Kern­ma­te­ria­li­en soll­ten Sie sich zu­dem noch eine Sche­re, ei­nen flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser, ei­nen Eyelet-Setter und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zu­recht­le­gen.

Hin­weis: Um die Sta­bi­li­tät mei­nes Trak­tors zu er­hö­hen, habe ich die Bau­tei­le für den Mo­tor­block und für das Fahr­werk ver­stärkt. Da­für kleb­te ich ein­fach im­mer zwei iden­ti­sche Ton­pa­pier­la­gen auf­ein­an­der. So­mit er­hielt die Ba­sis mei­nes Ge­fährts an je­der Sei­te eine Gram­ma­tur von 260 g/m².

Bild vom Chassis eines Traktors - Fendt Dieselross ModellIch be­gann mit dem Bas­teln des Fahr­werks und da­mit mit Scha­blo­ne #1. Nach­dem ich das grö­ße­re Ele­ment auf die­ser Vor­la­ge zu­recht­ge­schnit­ten und ver­stärkt hat­te, falz­te ich zu­nächst ein­mal sämt­li­che Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Gleich dar­auf schoss ich die fünf Lö­cher an den X-Markierungen mit­hil­fe ei­nes han­dels­üb­li­chen Eyelet-Setters ein. Im nächs­ten Schritt nahm ich dann ein schar­fes Bas­tel­mes­ser zur Hand und schnitt da­mit die bei­den Li­ni­en frei, um spä­ter den Sitz und den Mo­tor­block im Fahr­werk ver­an­kern zu kön­nen.

Nun ver­kleb­te ich das prä­pa­rier­te Bau­teil mit sich selbst, so­dass es dar­auf­hin wie eine Schach­tel aus­sah. Die Un­ter­sei­te die­ses Recht­ecks ver­stärk­te ich dann ab­schlie­ßend noch mit zwei Quer­stre­ben, die ich zu­vor aus dem klei­nen Ele­ment von Scha­blo­ne #1 an­ge­fer­tigt hat­te.

Collage mit Anleitungsbildern: Motorblock und Sitzbank auf das Fahrwerk eines Modelltraktors setzen

Nach­dem mein stra­pa­zier­fä­hi­ges Chas­sis ein­satz­be­reit war, stell­te ich den Mo­tor­block von Scha­blo­ne #2 her. Dazu fer­tig­te ich mir als Ers­tes alle Ein­zel­tei­le auf die­sem Schnitt­mus­ter aus Ton­pa­pier an. Da­nach küm­mer­te ich mich zu­nächst ein­mal in­ten­siv um das klei­ne Len­ker­ele­ment.

  • In die­ses muss­te ich näm­lich nach dem Fal­zen er­neut ein Loch für die Len­ker­stan­ge ein­schie­ßen. Als das er­le­digt war, schob ich die un­te­re Kle­be­la­sche des Bau­teils durch den zwei­ten Ein­schnitt im Fahr­werk. Dar­auf­hin dreh­te ich das Chas­sis um, so­dass ich das Len­ker­ele­ment sau­ber an­kle­ben konn­te.
  • Im nächs­ten Schritt fi­xier­te ich die lan­ge Mo­tor­hau­be zu­erst am be­reits ver­an­ker­ten Len­ker­ele­ment und da­nach an den Sei­ten des Fahr­werks.

Zu gu­ter Letzt brach­te ich noch den Küh­ler am vor­de­ren Ende des Trak­tors an. Da­mit hat­te ich die Mon­ta­ge des Mo­tor­blocks voll­endet.

Bequemer Fahrersitz für lange Arbeitstage

Be­vor ich den ge­müt­li­chen Fah­rer­sitz am Trak­tor an­brin­gen konn­te, muss­te ich zu­nächst die Sitz­bank von Scha­blo­ne #3 am Chas­sis be­fes­ti­gen. Dazu ver­kleb­te ich die­ses Ele­ment zu­erst mit sich selbst. Gleich da­nach ver­an­ker­te ich die Sitz­bank über den ers­ten Ein­schnitt im Fahr­werk.

Bildcollage: Vier Anleitungsschritte zum Basteln eines luxuriösen Fahrersitzes für einen Modelltraktor

Di­rekt im An­schluss bau­te ich den äu­ßerst be­que­men Sitz aus zwei ver­schie­de­nen Moos­gum­mi­ele­men­ten zu­sam­men.

  • Nun nahm ich dün­ne Krepp­pa­pier­strei­fen zur Hand und ka­schier­te da­mit die un­schö­nen Kle­be­kan­ten. Hin­ge­gen die wei­ten Flä­chen des Sit­zes ver­klei­de­te ich mit ei­nem ge­präg­ten Ton­pa­pier. Au­ßer­dem be­mal­te ich das Gan­ze ab­schlie­ßend noch mit gel­ber Acryl­far­be.

Bild vom Grundgerüst eines Papiertraktors, auf dem ein gelber Fahrersitz throntWäh­rend­des­sen mein Fah­rer­sitz trock­ne­te, be­rei­te­te ich eine lu­xu­riö­se Luft­fe­de­rung für die Sitz­bank vor. Dazu fer­tig­te ich zwei schwar­ze Moos­gum­mi­plat­ten mit­hil­fe von Scha­blo­ne #3 an, die ich di­rekt im An­schluss ak­ku­rat auf­ein­an­der­kleb­te. Gleich da­nach be­fes­tig­te ich die wei­che Fe­de­rung auf der Sitz­bank. Dar­auf­hin nahm ich den Sitz und fi­xier­te die­sen wie­der­um mit­tig auf der Luft­fe­de­rung. Da­mit ver­fügt der Pa­pier­trak­tor über eine hoch­wer­ti­ge Sitz­kon­struk­ti­on, die es dem Land­wirt er­laubt, auch lan­ge Ar­beits­ta­ge auf dem Feld ohne gro­ße Wir­bel­säu­len­schä­den zu über­ste­hen.

Große Traktorreifen mit mächtigem Stollenprofil

Na­tür­lich möch­te der Bau­er beim Trak­tor­fah­ren nicht nur ge­sund, son­dern vor al­lem auch sau­ber blei­ben. Aus die­sem Grund brach­te ich mit­hil­fe von Scha­blo­ne #4 vier Rad­käs­ten an mei­nem Die­sel­ross an.

Bilder vom Befestigen eines Radkastens an einem Fendt Dieselross. Fotos von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dazu fer­tig­te ich zu­nächst zwei gro­ße und zwei klei­ne ge­zack­te Hal­te­run­gen aus Ton­pa­pier an. Als ich die­se Bau­tei­le dann ge­falzt und ge­locht hat­te, fi­xier­te ich die Rad­kas­ten­stüt­zen an den Sei­ten des Fahr­werks. Da­bei ach­te­te ich dar­auf, dass die Lö­cher in den Hal­te­run­gen ge­nau über den Lö­chern in der Ka­ros­se­rie la­gen.

  • Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die Rad­kas­ten­ble­che über die ge­falz­ten Za­cken. Je­des Blech be­stand da­bei aus zwei Moos­gum­mi­la­gen, die oben und un­ten von je­weils zwei Ton­pa­pier­la­gen um­man­telt wur­den.

Wie schon beim Fah­rer­sitz ver­klei­de­te ich auch die Kle­be­stel­len der Rad­käs­ten ab­schlie­ßend noch mit dün­nen Krepp­pa­pier­strei­fen. Au­ßer­dem ver­edel­te ich die mas­si­ven Ble­che, in­dem ich die­se mit ro­ter Acryl­far­be be­mal­te.

Anleitungsschritte zum Basteln eines Traktorreifens. Der Reifen besteht aus acht Scheiben, die aus einem Juwel Primo Aquariumkarton vom Dehner ausgeschnitten wurden. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Nach den vor­an­ge­gan­ge­nen Schrit­ten sah mein Die­sel­ross so aus, als hät­te es eine Nacht in Duisburg-Marxloh ver­bracht. Um dies zu än­dern, bas­tel­te ich nun die vier ty­pi­schen Trak­tor­rei­fen. Da­für leg­te ich mir zu­nächst ei­nen drei Mil­li­me­ter di­cken Ver­pa­ckungs­kar­ton zu­recht, den ich noch vom On­line­shop­ping üb­rig hat­te.

  • Da­nach schnitt ich aus dem Kar­ton mit­hil­fe von Scha­blo­ne #5 acht klei­ne und 16 gro­ße Krei­se aus. Gleich dar­auf schoss ich in die Mit­te je­der Schei­be ein Loch, das vom Um­fang so groß war, dass ein ge­wöhn­li­cher Schasch­lik­spieß ge­ra­de so hin­durch­pass­te.

Im nächs­ten Bas­tel­schritt kleb­te ich dann zwei­mal acht gro­ße und zwei­mal vier klei­ne Kar­ton­schei­ben sym­me­trisch auf­ein­an­der. Da­mit hat­te ich die vier run­den Rei­fen­ge­rüs­te fer­tig­ge­stellt, die ich nun noch mit schwar­zen Lauf­flä­chen und gel­ben Ton­pa­pier­rad­kap­pen ver­zier­te. Au­ßer­dem stat­te­te ich die brei­ten Lauf­flä­chen der bei­den gro­ßen Hin­ter­rä­der zu­sätz­lich mit je­weils 15 v-förmigen Moos­gum­mi­stol­len aus. Die Vor­la­ge da­für be­fin­det sich eben­falls auf Scha­blo­ne #5.

Dieselross für das Oldtimertreffen aufpolieren

Die vier Trak­tor­rä­der be­fes­tig­te ich an zwei Schasch­lik­spie­ßen, die als Ach­sen aus den Lö­chern der Rad­käs­ten rag­ten. Dar­auf­hin ver­schö­ner­te ich mei­ne Zug­ma­schi­ne noch, in­dem ich eine schma­le Zier­leis­te mit gol­de­ner Acryl­far­be auf die Ka­ros­se­rie mal­te. Au­ßer­dem stat­te­te ich mei­nen Schlep­per mit zwei Rück­lich­tern und ei­nem schlich­ten Lenk­rad von Scha­blo­ne #6 aus.

Bildanleitung: Quilling-Figur Tight Coil, die zu einem Frontscheinwerfer von einem Papiertraktor wird. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Bei den Front­schein­wer­fern woll­te ich es mir al­ler­dings nicht ganz so leicht ma­chen, wes­halb ich die­se aus der Quilling-Figur Tight Coil an­ge­fer­tigt habe.

  • Dazu schnitt ich mir zwei Ton­pa­pier­strei­fen zu­recht, die je­weils 75 Zen­ti­me­ter lang und 0,7 Zen­ti­me­ter breit wa­ren.
  • Da­nach dreh­te ich je­den Pa­pier­strei­fen mit­hil­fe ei­nes ein­ge­schnit­te­nen Schasch­lik­spieß­chens so auf, dass da­durch di­cke Schne­cken ent­stan­den, die je­weils ei­nen Durch­mes­ser von 1,5 Zen­ti­me­tern hat­ten.
  • Nach dem Auf­dre­hen drück­te ich das In­ne­re mei­ner Schne­cken nach hin­ten. Da­mit das Gan­ze dau­er­haft sei­ne Schein­wer­fer­form be­hielt, tröp­fel­te ich ei­nen wei­ßen Kle­ber auf Was­ser­ba­sis in die Hohl­räu­me mei­ner Fi­gu­ren.
  • Als die­ser be­son­de­re Kleb­stoff dann ge­trock­net war, füll­te ich bei­de Hohl­räu­me mit Moos­gum­mi auf, den ich dar­auf­hin wie­der­um mit ei­ner creme­far­be­nen Mo­del­lier­pas­te be­strich.

So­bald die gel­ar­ti­ge Pas­te ge­trock­net war, kleb­te ich mei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­chen Trak­tor­schein­wer­fer sym­me­trisch zu­ein­an­der vor­ne am Mo­tor­block fest.

Anleitungsbilder zum Basteln eines Auspuffs: Quilling-Figuren lassen das Dieselross von Fendt schnurren. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ein wei­te­res High­light mei­nes Trak­tors ist der gro­ße Aus­puff. Auch beim An­fer­ti­gen die­ses Ac­ces­soires mach­te ich mir die Quilling-Technik zu­nut­ze. Des­halb schnitt ich mir zu­nächst ein­mal fol­gen­de Ton­pa­pier­strei­fen zu­recht:

  • So­ckel: 2x 75 Zen­ti­me­ter lang und 0,7 Zen­ti­me­ter breit.
  • Aus­puff­rohr: 1x 25 Zen­ti­me­ter lang und 3,5 Zen­ti­me­ter breit.
  • Aus­puff­ab­de­ckung: 1x 60 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit.

Als Ers­tes dreh­te ich mir für den So­ckel zwei­mal die Quilling-Figur Tight Coil mit je­weils ei­nem Durch­mes­ser von 1,5 Zen­ti­me­tern. Eine der Schne­cken spitz­te ich ähn­lich wie die Front­schein­wer­fer an, ehe ich die­se auf die zwei­te Fi­gur kleb­te. Das Gan­ze um­wi­ckel­te ich an­schlie­ßend mit ei­nem Ver­bin­dungs­stück, das zehn Zen­ti­me­ter lang und ei­nen Zen­ti­me­ter breit war. Als Nächs­tes kleb­te ich das schma­le Aus­puff­rohr un­ten am So­ckel fest.

  • Di­rekt im An­schluss fer­tig­te ich mir aus mei­nem letz­ten Pa­pier­strei­fen eine wei­te­re leicht an­ge­spitz­te Tight Coil Quilling-Figur mit ei­nem Durch­mes­ser von ei­nem Zen­ti­me­ter an. Die­se klei­ne Aus­puff­ab­de­ckung fi­xier­te ich dann an der noch frei­en Sei­te des Aus­puff­rohrs.

Nach­dem ich dar­auf­hin mei­ne hoch­wer­ti­ge Aus­puff­an­la­ge mit schwar­zer Acryl­far­be be­malt und seit­lich am Mo­tor­block an­ge­klebt hat­te, war mein Die­sel­ross end­lich be­reit für die Feld­ar­beit.

Der Traktor ist ein sauberes und sicheres Nutzfahrzeug

Bild von GWS2.de Maskottchen Gustl, der mit seinem Fendt Dieselross eine Straße sperrt, damit böse Nafris nicht mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge fahren können. Szenerie von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinMein nach­ah­mens­wer­ter Pa­pier­trak­tor ist ein idea­les Bas­tel­mo­tiv für kal­te und ver­reg­ne­te Herbst­ta­ge. Die vie­len klei­nen De­tails und Tech­ni­ken er­for­dern näm­lich viel Aus­dau­er. Selbst mit vor­be­rei­te­ten Scha­blo­nen habe ich es nicht ge­schafft, ein Die­sel­ross in un­ter sie­ben Stun­den zu bas­teln. Doch die Mühe lohnt sich, da Sie am Ende ei­nen to­tal sü­ßen Old­ti­mer vor sich ste­hen ha­ben, der so man­chem Trak­tor­freund die Trä­nen in die Au­gen trei­ben wird.

Ge­ne­rell wäre es wohl bes­ser für die Welt, wenn die Men­schen nur noch Trak­to­ren an­stel­le von Au­tos fah­ren wür­den. Zu­min­dest gäbe es dann we­ni­ger Ver­kehrs­to­te. Denn auf­grund des­sen, dass die Land­ma­schi­nen sehr laut sind und re­la­tiv lang­sam fah­ren, käme wohl kein nord­afri­ka­ni­scher Mann auf die Idee, mit die­sen Fahr­zeu­gen ge­zielt eine Men­schen­men­ge um­zu­mä­hen.

Die Po­li­zei geht da­von aus, dass der Ma­rok­ka­ner am Don­ners­tag das Tat­fahr­zeug bei dem An­schlag in Bar­ce­lo­na ge­steu­ert hat. Er fuhr mit ei­nem Lie­fer­wa­gen in der Fla­nier­mei­le Las Ram­blas Pas­san­ten nie­der.

Nei­din­ger, Gui­do: Po­li­zei tö­tet Terror-Verdächtigen von Bar­ce­lo­na. verlagshaus-jaumann.de (08/2017).

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Lo­ko­mo­ti­ve aus Pa­pier bas­teln - mit Voll­gas in den Ru­he­stand
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¹Stadt Frank­furt am Main: Be­völ­ke­rung. frankfurt.de (08/2017).
²Lan­des­haupt­stadt Mün­chen: Re­fe­rat für Stadt­pla­nung und Bau­ord­nung. muenchen.de (PDF) (08/2017).
³Wur­nig, Do­mi­nik: Ber­li­ner Luft ist schlech­ter als ge­dacht. rbb24.de (08/2017).

Chinesisches Fahrrad aus Zeitungspapier basteln - stilvolles Geldgeschenk

Und in Chi­na fällt ein Rad um. Auch wenn sie sich we­gen des dich­ten Koh­les­mogs in den Me­tro­pol­re­gio­nen im­mer schwe­rer zäh­len las­sen, sind im Reich der Mit­te auch heu­te noch rund 500 Mil­lio­nen¹ Fahr­rä­der un­ter­wegs. Doch wor­an liegt es, dass die Chi­ne­sen ihre schnit­ti­gen Zwei­rä­der so sehr lie­ben? Das hat vor al­lem fi­nan­zi­el­le Grün­de. Schließ­lich gibt es kein güns­ti­ge­res Ver­kehrs­mit­tel, mit dem sich in dicht be­sie­del­ten Ge­bie­ten schnel­ler vor­an­kom­men lässt. Hin­zu kommt, dass der an­spruchs­lo­se Draht­esel die Ge­schäfts­grund­la­ge für die un­zäh­li­gen Lie­fer­bo­ten, Rik­scha­fah­rer und Stra­ßen­ver­käu­fer dar­stellt.

Picture of Chinese Three-wheeled Bicycle Cart out of Paper. Crafted by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist Das mul­ti­funk­tio­nel­le Fahr­rad spielt für den ewi­gen Ex­port­vi­ze­welt­meis­ter aber auch au­ßer­halb sei­ner lan­gen Gren­zen eine gro­ße Rol­le. Denn be­reits neun von zehn der neu ver­kauf­ten Rä­der in den USA stam­men aus der Volks­re­pu­blik. Es ist des­halb durch­aus le­gi­tim zu be­haup­ten, dass der Rote Dra­che sei­ne hohe wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät vor al­lem ei­nem durch Mus­kel­kraft be­trie­be­nen Land­fahr­zeug ver­dankt.

[...] 130 mil­li­on bikes ma­nu­fac­tu­red world­wi­de last year, Chi­na made 90 mil­li­on and ex­por­ted two-thirds of them. About 9 in 10 bikes bought by Ame­ri­cans are made in Chi­na.

Kur­ten­bach, Elai­ne: Bicy­cles a main­stay in Chi­na. nytimes.com (07/2017).

Aus­rei­chend Sta­bi­li­tät ist auch bei ei­nem selbst ge­bas­tel­ten Fahr­rad sehr wich­tig, denn das Pa­pier­ve­hi­kel soll schließ­lich nicht zu win­dig aus­se­hen. An­de­rer­seits muss es sich trotz­dem noch deut­lich von ei­nem wuch­ti­gen Mo­tor­rad un­ter­schei­den.

[...] kennst du die selbst ge­bas­tel­ten Fahr­rä­der, bei de­nen die Spei­chen aus Geld­schei­nen be­stehen? Ich will mei­ner Cou­si­ne so ein Geld­ge­schenk zur Hoch­zeit ma­chen, weil wir als Teen­ager im­mer el­len­lan­ge Rad­tou­ren ge­macht ha­ben. [...] Die Geld­rä­der aus dem In­ter­net ste­hen aber nicht von al­lei­ne und se­hen ir­gend­wie bil­lig aus. [...] Hast du viel­leicht eine Idee, wie ich ein sta­bi­les Rad bas­teln könn­te, das von al­lei­ne steht?

Kindt, Jo­han­na: Hi! Wie wür­dest du ein sta­bi­les Fahr­rad bas­teln? E-Mail vom 25.06.2017.

Bildcollage mit chinesischem Lieferfahrrad aus Peking: Asia Tischdekoration zum Selbermachen. Arrangement von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die größ­te Her­aus­for­de­rung beim Bas­teln ei­nes Fahr­ra­des ist der Rah­men, der aus vie­len dün­nen Roh­ren be­steht. Um die­ses Bau­teil sta­bil aus Pa­pier nach­zu­bil­den, ha­ben Sie im Prin­zip nur zwei Ma­te­ri­al­op­tio­nen. Ent­we­der Sie ent­schei­den sich für Well­pap­pe oder für Zei­tungs­pa­pier­röll­chen. Ich be­vor­zu­ge da­bei in der Re­gel die zwei­te Va­ri­an­te, da Zei­tungs­pa­pier eine glat­te Ober­flä­che hat und sich we­sent­lich bes­ser bie­gen lässt.

Bild von selbst gebasteltem Fahrrad. Chinesisches Geldgeschenk mit Goldfisch und Glückskeksen. Arrangement gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinNa­tür­lich ist es auch ei­nem Pa­pier­z­wei­rad phy­si­ka­lisch nicht mög­lich, von al­lei­ne zu ste­hen. Das macht aber auch gar nichts, da sich ro­bus­te chi­ne­si­sche Trans­port­drei­rä­der oh­ne­hin viel bes­ser als de­zen­te Ver­pa­ckung für Hoch­zeits­geld­ge­schen­ke eig­nen. Denn schließ­lich spie­len bei Ver­mäh­lun­gen im­mer auch Sym­bo­li­ken eine gro­ße Rol­le. Und wie zu Be­ginn er­wähnt wer­den die­se viel­sei­ti­gen Drei­rä­der in der Volks­re­pu­blik als mo­bi­le Ver­kaufs­stän­de ge­nutzt, wes­halb al­lei­ne schon die Rad­form für den ma­te­ri­el­len Zu­wachs steht.

Au­ßer­dem bie­tet die ge­räu­mi­ge Wa­ren­box vor­ne am Trans­port­rad wei­te­ren Platz für Glücks­zei­chen. Chi­ne­si­sche Hoch­zeits­gäs­te wür­den das recht­ecki­ge Geld­ver­steck wahr­schein­lich mit der Zif­fer 8 be­ma­len.

Bild von chinesischem Transportdreirad aus Papier, welches von einer weißen Maus bewacht wird, die wie ein Shaolin-Mönch verkleidet ist. Idee und Bastelanleitung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

In ei­nem süd­chi­ne­si­schen Dia­lekt wird die Acht näm­lich ge­nau­so wie das Wort Reich­wer­den aus­ge­spro­chen. Kein Wun­der also, dass 888 Yuan zu den be­lieb­tes­ten Hoch­zeits­ge­schen­ken im Reich der Mit­te ge­hö­ren.

The num­ber 8 in Chi­ne­se cul­tu­re in­di­ca­tes pro­spe­ri­ty and wealth be­cau­se it sounds like the Chi­ne­se word for “be­co­ming rich”.

Zh­eng, Ani­ta: Sym­bo­lic Mea­nings of Chi­ne­se Num­bers. attractchina.com (07/2017).

Picture of red Chinese Bicycle made of Paper with very stupid German Money. Wedding gift tutorial by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistÜb­ri­gens, auch im hei­li­gen Eu­ro­pa er­höh­te das Fahr­rad einst den Wohl­stand. Im Jah­re 1816 brach hier­zu­lan­de näm­lich auf­grund zahl­rei­cher Feld­über­schwem­mun­gen eine schlim­me Hun­gers­not² aus. Schnell gab es kein Nutz­vieh mehr, wel­ches die schwe­ren Kut­schen zie­hen konn­te, wo­durch die Men­schen kom­plett im­mo­bil wur­den. Aus die­ser Not her­aus be­gann der Bade Karl von Drais da­mit die Lauf­ma­schi­ne zu ent­wi­ckeln, wel­che als Vor­fah­re des Pe­dal­ra­des gilt.

The first bicy­cle was made in 1817 by the ger­man Ba­ron Karl von Drais.

Wal­hout, Fébe: Bicy­cle Do­cu­men­ta­ry. youtube.com (07/2017).

Durch die­se Er­fin­dung wur­den vor al­lem arme Men­schen un­ab­hän­gi­ger und konn­ten end­lich auch Stel­len weit au­ßer­halb ih­res Wohn­or­tes an­neh­men, was zu mehr Wett­be­werb und so­mit zu Lohn­stei­ge­run­gen führ­te.

Bild von selbst gebasteltem Fahrrad aus Papier. Asiatischer Dekogegenstand, der für Reichtum steht. Kreation von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Wie Sie se­hen, ist das Fahr­rad per­fekt als sym­bol­träch­ti­ge Ver­pa­ckung für ein Geld­ge­schenk ge­eig­net. Falls Sie mein 20 Zen­ti­me­ter lan­ges und neun Zen­ti­me­ter brei­tes Trans­port­drei­rad aus Chi­na nach­bas­teln möch­ten, dann er­fah­ren Sie nun, wie vie­le Zei­tungs­pa­pier­röll­chen Sie da­für dre­hen müs­sen.

Fahrrad aus Papier basteln - Anleitung

Zum Bas­teln ei­nes Pa­pier­ra­des ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier, Krepp­pa­pier und viel Zei­tungs­pa­pier. Da­mit das Ge­fährt eben­falls eine hoch­wer­ti­ge Hap­tik er­hielt, kam zu­dem zwei Mil­li­me­ter di­cker Moos­gum­mi zum Ein­satz. Au­ßer­dem nahm ich Schasch­lik­spie­ße für die Fahr­rad­na­ben zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ei­nen Eyelet-Setter und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zu­recht­le­gen.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Rechteckige Lieferbox aus Papier mit chinesischem Renminbi Zeichen. Fotos von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ich be­gann mit dem Bas­teln der Trans­port­box und schnitt mir des­halb zu­nächst ein­mal sämt­li­che Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #1 aus Ton­pa­pier zu­recht. Da­mit das Geld­ge­schenk auch si­cher in der Kis­te auf­be­wahrt ist, fer­tig­te ich jede Sei­te des Recht­ecks aus zwei Ton­pa­pier­la­gen mit je­weils ei­ner Gram­ma­tur von 130 g/m² an.

  • Nach­dem ich mei­ne Ele­men­te dop­pelt ver­klebt hat­te, falz­te ich alle Knick- und Kle­be­l­i­ni­en mit­hil­fe ei­nes Falz­beins und ei­nes Li­ne­als.
  • Di­rekt im An­schluss schoss ich klei­ne Lö­cher mit mei­nem Eyelet-Setter in zwei der sich ge­gen­über­lie­gen­den Sei­ten­tei­le. Die­se bei­den run­den Aus­spa­run­gen sind spä­ter für die Vor­der­rad­na­be.
  • Dar­auf­hin leg­te ich das drei­tei­li­ge Bo­den­ele­ment ho­ri­zon­tal vor mich hin. Ich nahm da­nach die bei­den ge­loch­ten Sei­ten zur Hand und kleb­te die­se am Mit­tel­stück des Bo­dens fest.
  • Als Nächs­tes voll­ende­te ich die Box, in­dem ich die bei­den Sei­ten­flü­gel des drei­tei­li­gen Bo­den­stücks auf­stell­te und die­se gleich dar­auf an den Kle­be­la­schen der ge­loch­ten Sei­ten fi­xier­te.

Zu gu­ter Letzt muss­te ich nur noch den De­ckel mit sich selbst ver­kle­ben und konn­te da­mit dann so­fort mei­ne Geld­kis­te ver­schlie­ßen.

Fahrradrahmen besteht aus Zeitungspapier

Nach­dem ich die ecki­ge Trans­port­box fer­tig­ge­stellt hat­te, stell­te ich den ro­bus­ten Fahr­rad­rah­men her. Dazu schnitt ich mir zu­nächst 19 Zei­tungs­pa­pier­sei­ten so zu­recht, dass die­se alle 25 Zen­ti­me­ter lang und 18 Zen­ti­me­ter breit wa­ren.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: 19 Rollen aus Zeitungspapier drehen, um einen stabilen Fahrradrahmen zu basteln. Anleitungsbilder von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Im nächs­ten Schritt nahm ich ein Schasch­lik­spieß­chen zur Hand und roll­te da­mit mei­ne Zei­tungs­pa­pier­sei­ten zu 19 gleich­di­cken Pa­pier­röll­chen auf.

Hin­weis: Auf­grund des­sen, dass ich mei­nen Fahr­rad­rah­men am Ende kom­plett mit Krepp­pa­pier ein­ge­wi­ckelt habe, war das Be­ma­len der Zei­tungs­pa­pier­rol­len ei­gent­lich nicht not­wen­dig. Ich ko­lo­rier­te die Röll­chen je­doch trotz­dem, um Ih­nen bes­ser ver­deut­li­chen zu kön­nen, aus wie vie­len Roh­ren je­der Rah­men­ab­schnitt be­steht.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Fahrradgestell aus Zeitungspapierröllchen um eine Transportbox für Geldgeschenke bauen

Ich be­gann mit dem Bas­teln des Fahr­rad­rah­mens, in­dem ich ein Ge­stell um die Trans­port­box bau­te. Das Geld­ver­steck dien­te mir hier­bei je­doch le­dig­lich als Platz­hal­ter, wes­halb ich die Röll­chen nicht an der Kis­te fest­kleb­te.

  • Um den Kis­ten­bo­den ein­mal um­ran­den zu kön­nen, be­nö­tig­te ich ein Röll­chen, wel­ches län­ger als mei­ne zu­vor vor­be­rei­te­ten Pa­pier­röh­ren war. Aus die­sem Grund kleb­te ich zwei Zei­tungs­pa­pier­rol­len so an­ein­an­der, dass die­se sich an der Ver­bin­dungs­stel­le leicht über­lapp­ten. Dar­auf­hin kürz­te ich das da­durch neu ent­stan­de­ne Rohr auf eine Län­ge von 35 Zen­ti­me­tern. Nun leg­te ich die­ses Ele­ment ein­mal um mei­ne Box und ver­kleb­te es dar­auf­hin mit sich selbst zu ei­nem Recht­eck.
  • Als Nächs­tes ver­stärk­te ich das recht­ecki­ge Fun­da­ment am Bo­den mit zwei Quer­stre­ben, die je­weils sie­ben Zen­ti­me­ter lang wa­ren.
  • Im An­schluss schnitt ich ein neu­es Röll­chen auf eine Län­ge von 18 Zen­ti­me­tern zu und knick­te es da­nach zwei­mal zu ei­nem Tor. Die­ses Bau­teil be­fes­tig­te ich dar­auf­fol­gend als Len­ker­rah­men an der äu­ße­ren Rück­sei­te des Fun­da­ments.

Um den sta­bi­len Rah­men für die Trans­port­box ab­zu­schlie­ßen, fi­xier­te ich au­ßer­dem noch zwei sechs Zen­ti­me­ter lan­ge Zei­tungs­pa­pier­rol­len, die als Ver­bin­dungs­stü­cke zwi­schen Len­ker­rah­men und Fun­da­ment die­nen.

Transportdreirad verfügt über einen Gepäckträger

Das ers­te Fahr­rad­rah­men­ele­ment, wel­ches ich an der so­li­den Trans­port­box­hal­te­rung be­fes­tig­te, war das Un­ter­rohr. Die­ses stell­te ich aus zwei 15,5 Zen­ti­me­ter lan­gen Röll­chen her, die ich zu ei­ner Ga­bel ver­klebt hat­te.

Nach­dem ich das Un­ter­rohr am Fun­da­ment und am Len­ker­rah­men be­fes­tigt hat­te, kleb­te ich zur Ver­stär­kung zwei Sta­bi­li­sa­to­ren über die Ga­bel, die je­weils drei Zen­ti­me­ter lang wa­ren. Als Nächs­tes klemm­te ich das sechs Zen­ti­me­ter lan­ge Sitz­rohr zwi­schen die bei­den Ele­men­te des Un­ter­rohrs. Auch die­ses Bau­teil ver­stärk­te ich dar­auf­hin mit dem Ober­rohr, wel­ches ich mir aus zwei par­al­lel ver­lau­fen­den Pa­pier­röll­chen zu­sam­men­ge­klebt hat­te, die je­weils 4,5 Zen­ti­me­ter lang wa­ren.

Bild von einem Fahrradrahmen aus Zeitungspapier, der mit Krepppapier lackiert wirdUm das mas­si­ve Ge­stell zu voll­enden, fer­tig­te ich nun den Ge­päck­trä­ger­rah­men an. Dazu kleb­te ich mir zwei Drei­ecke aus zwei Zei­tungs­pa­pier­röll­chen, die je­weils eine Län­ge von 15 Zen­ti­me­tern hat­ten. Die bei­den Drei­ecke be­fes­tig­te ich dar­auf­fol­gend au­ßen an je­dem Zin­ken der Un­ter­rohr­gabel. Die gro­ße Lü­cke in der Ge­päck­trä­ger­flä­che füll­te ich gleich da­nach mit drei Pa­pier­roh­ren auf, die je­weils 5,5 Zen­ti­me­ter lang wa­ren. Der fer­tig­ge­stell­te Fahr­rad­rah­men hat­te bei mir nun noch vie­le un­schö­ne Kle­be­stel­len. Um die­se zu ka­schie­ren, la­ckier­te ich das Gan­ze, in­dem ich den kom­plet­ten Rah­men mit meh­re­ren Krepp­pa­pier­schich­ten ein­wi­ckel­te.

Bewegliche Reifen bringen das Rad in Schwung

Eine wei­te­re Be­son­der­heit mei­nes Pa­pier­fahr­zeugs sind die drei be­weg­li­chen Rä­der. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Fahr­rad­rei­fens schnitt ich mir zu­nächst ein­mal drei gleich­gro­ße Moos­gum­mi­schei­ben mit­hil­fe von Scha­blo­ne #2 zu­recht.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Fahrradreifen aus Moosgummi basteln. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die­se drei Krei­se kleb­te ich an­schlie­ßend sym­me­trisch auf­ein­an­der. Zum Ver­klei­den der Lauf­flä­che fer­tig­te ich mir gleich da­nach den lan­gen Strei­fen von Scha­blo­ne #2 aus schwar­zem Ton­pa­pier an. Die­ses Ele­ment kleb­te ich dar­auf­fol­gend ein­mal kom­plett um die schma­le Rei­fen­sei­te.

  • Als Nächs­tes ver­klei­de­te ich den Fahr­rad­rei­fen noch mit ei­nem herz­för­mi­gen Spei­chen­mus­ter, wel­ches sich auf der­sel­ben Scha­blo­ne be­fin­det.
  • Nach­dem ich nach die­sem Prin­zip auch die bei­den an­de­ren Rä­der an­ge­fer­tigt hat­te, nahm ich er­neut mei­nen Eyelet-Setter zum Lö­cher­schie­ßen zur Hand.
  • Wäh­rend­des­sen ich die Mit­te des Hin­ter­ra­des kom­plett durch­schoss, ver­pass­te ich bei den Vor­der­rä­dern le­dig­lich den Moos­gum­mi­plat­ten ein Loch.
  • Im An­schluss fä­del­te ich das Hin­ter­rad auf mei­ne Hin­ter­rad­na­be auf, die aus ei­nem 1,5 Zen­ti­me­ter lan­gen Schasch­lik­spieß­chen be­stand. Die­ses Kon­strukt kleb­te ich gleich dar­auf in die Un­ter­rohr­gabel un­ter dem Ge­päck­trä­ger ein.

Hin­ge­gen be­vor ich die bei­den Vor­der­rei­fen am Fahr­rad an­brin­gen konn­te, muss­te ich zu­nächst ein­mal die Trans­port­box auf das Vor­der­ge­stell le­gen. Da­nach führ­te ich un­ter­halb des Ge­stells ei­nen 9,5 Zen­ti­me­ter lan­gen Schasch­lik­spieß durch die Lö­cher der Kis­te.

Bild vom Sattel und von den Pedalen eines selbst gebastelten FahrradesNun konn­te ich die bei­den Rei­fen an der Vor­der­rad­na­be an­ste­cken und hat­te da­mit zu­gleich mei­ne Trans­port­box am Fahr­rad fi­xiert. Ganz zum Schluss fer­tig­te ich noch den Sat­tel und die Pe­da­le von Scha­blo­ne #3 nach dem glei­chen Prin­zip wie die Rei­fen an. Wäh­rend­des­sen ich die Pe­da­le ein­fach an die Sei­ten des Un­ter­rohrs kleb­te, steck­te ich den Sat­tel auf ein Schasch­lik­spieß­stück, wel­ches ich zu­vor in das Sitz­rohr ge­drückt hat­te.

Tipp: Ich ver­sie­gel­te das Ve­hi­kel nach Ab­schluss der Bas­tel­ar­bei­ten noch kom­plett mit Acryl­lack. Durch die­se letz­te Ver­ede­lung stel­le ich si­cher, dass mein chi­ne­si­sches Trans­port­drei­rad stets ei­nen glanz­vol­len Auf­tritt hin­legt.

Fazit: Chinesische Männer lieben Fahrräder und viel Kohle

Bild von chinesischem Transportrad, welches Frühlingsrollen in Asia Snackboxen liefert. Szenerie von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinMein selbst ge­bas­tel­tes Trans­port­drei­rad mit Lie­fer­box ist ein mit­tel­schwe­res Bas­tel­mo­tiv, für das Sie gut und ger­ne ei­nen kom­plet­ten Ar­beits­tag in­ves­tie­ren müs­sen. Der Auf­wand lohnt sich je­doch, da sich das äu­ßerst sta­bi­le Fahr­rad ga­ran­tiert von al­len an­de­ren ste­ri­len Geld­ge­schen­ken in wei­ßen Pa­pier­ku­verts ab­hebt. Apro­pos, in Chi­na kom­men nur wohl­stän­di­ge Män­ner in den Ge­nuss, ein sym­bol­kräf­ti­ges Hoch­zeits­ge­schenk ent­ge­gen­zu­neh­men. Dies liegt dar­an, dass es im Reich der Mit­te ei­nen gro­ßen Män­ner­über­schuss gibt und die Da­men so­mit na­tür­lich Her­ren mit di­cken Brief­ta­schen be­vor­zu­gen.

Selbst wenn ein Chi­ne­se eine Frau zum Hei­ra­ten ge­fun­den hat, spielt für ihn die Koh­le im­mer noch eine gro­ße Rol­le. Schließ­lich sind teu­re E-Bikes ein Sta­tus­sym­bol, wel­ches sich erst rund 21 Mil­lio­nen Chi­ne­sen ge­leis­tet ha­ben. Und so­gar wenn der Bräu­ti­gam sei­ner Göt­ter­gat­tin so ein Ve­hi­kel ge­schenkt hat, lässt sein Koh­le­be­darf nicht nach. Denn schließ­lich muss viel En­er­gie er­zeugt wer­den, um die elek­tro­nisch be­trie­be­nen Fahr­rä­der jede Nacht auf­zu­la­den.

Last year, Chi­ne­se bought 21 mil­li­on e-bikes, com­pared with 9.4 mil­li­on au­tos.

Ram­zy, Aus­tin: On the Streets of Chi­na, Elec­tric Bikes Are Swarm­ing. content.time.com (07/2017).

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¹Hays, Jef­frey: Bicy­cles and Cy­cling in Chi­na. factsanddetails.com (07/2017).
²Mer­gner, Gun­nar: 200 Jah­re Fahr­rad. Wie sieht die Zu­kunft aus? br.de (07/2017).

Lokomotive aus Papier basteln - Bummelzug in den Ruhestand

Ken­nen Sie ei­nen Glück­li­chen, der bald die Frei­hei­ten des Ru­he­stands ge­nie­ßen darf? Dann be­nö­ti­gen Sie auf je­den Fall ein wür­de­vol­les Ab­schieds­ge­schenk mit gro­ßer Sym­bol­kraft. Was mei­nen Sie, wür­de eine selbst ge­bas­tel­te Lo­ko­mo­ti­ve die­se An­for­de­run­gen er­fül­len?

[...] ich be­nö­ti­ge ei­nen künst­le­ri­schen Rat von Dir, da un­ser Ab­tei­lungs­lei­ter lei­der in Ren­te geht und ich ihm et­was Per­sön­li­ches bas­teln möch­te. [...] Was hältst Du von ei­ner Lo­ko­mo­ti­ve nach dem Mot­to: Das Le­ben ist eine Rei­se und so? Dazu wür­de ich dann noch eine ge­rahm­te Col­la­ge mit schö­nen al­ten Fo­tos von Be­triebs­fei­ern ma­chen.

Nie­der­brö­ker, An­drea: Bit­te um Rat für Ab­schieds­ge­schenk. E-Mail vom 04.05.2017.

Picture of British Steam Locomotive. Crafted by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistMüss­te ich eine rote Elek­tro­lo­ko­mo­ti­ve der Deut­schen Bahn AG als Ge­schenk zum Ru­he­stand ent­ge­gen­neh­men, wäre ich in­ner­lich ziem­lich trau­rig. Ich wür­de mir wohl wie ein be­lie­big aus­tausch­ba­res Werk­zeug vor­kom­men, wel­ches aus­ran­giert und auf das Ab­stell­gleis ge­stellt wer­den soll. Hin­ge­gen wenn mir je­mand eine ein­zig­ar­ti­ge Dampf­lok zum be­ruf­li­chen Ab­schied schen­ken wür­de, hät­te ich vor Rüh­rung Trä­nen in den Au­gen. Denn die­se al­ten Stahl­rös­ser sa­hen nicht nur um­wer­fend gut aus, son­dern stan­den vor al­lem für Fort­schritt, Kraft, Aus­dau­er und Ent­wick­lungs­fä­hig­keit.

Dampf­lo­ko­mo­ti­ven wa­ren von An­fang an be­liebt, da sie den Men­schen die Ar­beit un­heim­lich er­leich­ter­ten. Be­reits das ers­te fahr­ba­re Mo­dell konn­te in Eng­land im Jah­re 1804 zehn Ton­nen Stahl und 70 Per­so­nen gleich­zei­tig trans­por­tie­ren.

On Fe­bru­ary 21, 1804, Trevithick’s pio­nee­ring en­gi­ne hau­led 10 tons of iron and 70 men ne­ar­ly ten mi­les from Pe­ny­dar­ren, at a speed of five miles-per-hour [...].

Bar­ton, Bob: Steam trains and rail­ways. historic-uk.com (05/2017).

Picture Collage: Steam Locomotive made of paper. Crafted by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Wäh­rend­des­sen Dampf­lo­ko­mo­ti­ven in ih­rem Ge­burts­land zu­nächst vor­wie­gend als Zug­ma­schi­nen für Roh­stoff­trans­por­te ein­ge­setzt wur­den, nutz­ten die Ame­ri­ka­ner die kraft­vol­len Ei­sen­bah­nen di­rekt als Per­so­nen­be­för­de­rungs­mit­tel. Im Jah­re 1830 fuhr die ers­te Lok mit ei­nem Wag­gon für 36 Fahr­gäs­te re­gel­mä­ßig von Charles­ton nach Ham­burg (South Ca­ro­li­na). Die durch­schnitt­li­che Rei­se­ge­schwin­dig­keit be­trug al­ler­dings le­dig­lich 30 km/h, wes­halb Züge des Öf­te­ren von be­rit­te­nen Ban­di­ten aus­ge­raubt wur­den.

In 1830, the steam lo­co­mo­ti­ve known as The Best Fri­end of Charles­ton was the first lo­co­mo­ti­ve to pull cars in Ame­ri­ca and re­gu­lar­ly car­ry pas­sen­gers.

An­ony­mous: Trans­por­ta­ti­on Histo­ry: The Steam Lo­co­mo­ti­ve. custom-qr-codes.net (05/2017).

Bild von blauer Königlich Bayerischer Staatseisenbahn mit GWS2.de Schaffner Gustl. Szenerie von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDa­mit die Lo­ko­mo­ti­ven schnel­ler fah­ren konn­ten, muss­ten die Dampf­kes­sel im­mer grö­ßer wer­den. Dies führ­te zu ei­nem neu­en Pro­blem. Der Zug­füh­rer konn­te da­durch näm­lich schon bald nicht mehr se­hen, was vor ihm auf den Glei­sen war. Vor al­lem im Sü­den der USA führ­te dies sei­ner­zeit oft­mals zu Kol­li­sio­nen mit Rin­dern, wo­durch manch­mal so­gar gan­ze Züge ent­gleis­ten. Um die­sen schwe­ren Un­fäl­len vor­zu­beu­gen, ent­wi­ckel­ten Ei­sen­bahn­in­ge­nieu­re den Kuh­fän­ger (eng­lisch cow­cat­cher), der wie ein Schnee­pflug vor­ne an die Dampf­lok an­ge­schweißt wur­de.

That is why lo­co­mo­ti­ve de­si­gners in­ven­ted the cow­cat­cher.

Histo­ry TV: Histo­ry Of Steam Lo­co­mo­ti­ves Do­cu­men­ta­ry. youtube.com (05/2017).

Bild von Papiereisenbahn, die mit Kohle betrieben wird und über einen Cowcatcher verfügt. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinTrotz vie­ler Kin­der­krank­hei­ten wur­den Dampf­lo­ko­mo­ti­ven schnell un­ver­zicht­ba­re Stütz­pfei­ler gan­zer Ge­sell­schaf­ten. Da­mit lässt sich die Ent­wick­lungs­ge­schich­te der stäh­ler­nen Trans­port­ma­schi­nen gut mit dem Ar­beits­le­ben ei­nes Men­schen ver­glei­chen. Zu­dem zei­gen die tu­ckern­den Ko­los­se kürz­lich aus dem Be­ruf aus­ge­schie­de­nen Se­nio­ren, wie wich­tig sie wei­ter­hin für die Ge­mein­schaft sind. Denn auch wenn Dampf­lo­ko­mo­ti­ven seit dem 26.10.1977 in Deutsch­land nicht mehr ge­winn­brin­gend ein­ge­setzt wer­den kön­nen, sind die­se den­noch nicht auf der Stre­cke ge­blie­ben. So bie­ten die al­ten Zug­ma­schi­nen heu­te nicht nur lehr­rei­ches An­schau­ungs­ma­te­ri­al für an­ge­hen­de In­ge­nieu­re und His­to­ri­ker, son­dern sind zu­gleich im­mer ein idyl­li­sches Frei­zeit­er­leb­nis für die gan­ze Fa­mi­lie.

Es war die 043 903-4 [...] und am 26. Ok­to­ber 1977 um 16:04 Uhr war sie kalt­ge­macht, wie die Ei­sen­bah­ner sa­gen. Sie steht heu­te als Denk­mal­lok vor dem Em­der Bahn­hof.

We­ge­ner, Ur­su­la: 26.10.1977: Die letz­te Dampf­lo­ko­mo­ti­ve der Bun­des­bahn wird aus­ge­mus­tert. swrmediathek.de (05/2017).

Beim Bas­teln mei­nes Mo­dells ori­en­tier­te ich mich an der Dampf­lo­ko­mo­ti­ve 59751 von Bald­win Lo­co­mo­ti­ve Works aus dem Jah­re 1927.

Bild von nostalgischer Dampflokomotive mit Kohlewagen (Schlepptender). Idee und Bastelanleitung von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ne­ben ei­nem Sand­dom, ei­ner Glo­cke und ei­nem Schlot habe ich auch ei­nen lus­ti­gen Kuh­fän­ger am Dampf­kes­sel an­ge­bracht. Bei der Farb­aus­wahl ori­en­tier­te ich mich am Wap­pen von Kö­nig Ge­org III., in des­sen Re­gent­schafts­zeit die Dampf­ei­sen­bahn im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich Groß­bri­tan­ni­en ent­wi­ckelt wur­de.

Picture of two Trains made of paper. Tutorial by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Bavarian Fine Artist

Mei­ne Pa­pier­lok ist 23 Zen­ti­me­ter lang, 11 Zen­ti­me­ter breit und 14 Zen­ti­me­ter hoch. In der fol­gen­den An­lei­tung er­fah­ren Sie nun, wie Sie mit­hil­fe mei­ner Scha­blo­nen selbst ein per­fek­tes Ab­schieds­ge­schenk für Neu­ru­he­ständ­ler bas­teln kön­nen.

Dampflokomotive aus Papier basteln

Bild von roter Dampfeisenbahn mit Schlepptender. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZum Bas­teln ei­ner Lo­ko­mo­ti­ve ver­wen­de­te ich in ers­ter Li­nie Ton­pa­pier in drei un­ter­schied­li­chen Far­ben. Für die Zugrä­der ka­men au­ßer­dem Schasch­lik­spie­ße so­wie schwar­zer Moos­gum­mi zum Ein­satz. Die Ver­zie­run­gen nahm ich mit­hil­fe von Mo­del­lier­pas­te und Acryl­far­ben vor. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, ein Bas­tel­mes­ser, ein Falz­beil samt Li­ne­al, ei­nen Eyelet-Setter, viel flüs­si­gen Kle­ber und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8) zu­recht­le­gen.

Hin­weis: Für eine hö­he­re Sta­bi­li­tät der Lok habe ich je­des Ein­zel­teil im­mer aus zwei iden­ti­schen Ton­pa­pier­ele­men­ten zu­sam­men­ge­klebt. Dank die­ser Tech­nik er­hielt das Mo­tiv an je­der Sei­te eine Gram­ma­tur von min­des­tens 260 g/m².

Bild vom Zusammenkleben des Fahrgestells einer PapierlokomotiveZu­al­ler­erst stell­te ich den Un­ter­bo­den der Lok her. Dazu fer­tig­te ich die Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 aus Ton­pa­pier an. Nach dem Ver­stär­ken, Ein­schnei­den und Fal­zen schoss ich au­ßer­dem sechs Lö­cher für die Ach­sen mit­hil­fe ei­nes Eyelet-Setters in das gro­ße Ele­ment ein. Dar­auf­hin stell­te ich die Knick­li­ni­en des Fahr­ge­stells ge­ra­de auf und ver­kleb­te die­se mit sich selbst, so­dass das Gan­ze dar­auf­fol­gend wie ein Ta­blett aus­sah. Wich­tig: Da­mit der Un­ter­bo­den den schwe­ren Kes­sel ohne ein­zu­kni­cken tra­gen kann, kleb­te ich schließ­lich noch die bei­den klei­nen Stütz­ele­men­te vor und hin­ter die Mit­tel­ach­se.

Bild vom Lokführerhaus, nach dem es auf das Fahrgestell geklebt wurdeAls Nächs­tes bas­tel­te ich das ecki­ge Füh­rer­haus von Scha­blo­ne #2. Ich schnitt die fünf rund­li­chen Fens­ter mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei und falz­te im An­schluss die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Da­nach kleb­te ich das prä­pa­rier­te Häus­chen sym­me­trisch über die Rück­sei­te des be­reits fer­tig­ge­stell­ten Un­ter­bo­dens. Das Mo­tiv sah nach die­sen Bas­tel­schrit­ten fast ein we­nig wie ein Sat­tel­schlep­per ohne Dach aus.

Papierlok bekommt mächtigen Dampfkessel

Der Dampf­kes­sel be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #3. Auch hier ver­stärk­te und falz­te ich zu­nächst alle Ein­zel­tei­le, ehe ich mich der Front des Füh­rer­hau­ses wid­me­te.

Collage mit Anleitungsbildern: Dampfkessel an einer Papierlokomotive befestigen

Nach­dem ich die Wind­schutz­schei­ben aus bei­den Ele­men­ten frei­ge­schnit­ten hat­te, muss­te ich eine Front zu­dem drei­mal ein­schnei­den.

  • In die­se Ein­schnit­te steck­te ich dann die bei­den ge­falz­ten und ge­bo­ge­nen Kes­sel­wän­de.
  • Da­mit der Kes­sel auch gut mit dem Füh­rer­haus ver­bun­den war, kleb­te ich die ge­zack­ten Kle­be­la­schen der Kes­sel­ele­men­te hin­ter den Ein­schnit­ten fest.
  • Um den Kes­sel noch wei­ter zu fi­xie­ren, ver­klei­de­te ich die un­schö­nen Kle­be­la­schen zu­dem mit der zwei­ten Füh­rer­haus­front.
  • Im nächs­ten Schritt be­fes­tig­te ich den Dampf­kes­sel samt noch feh­len­der Front am Un­ter­bo­den und an den Füh­rer­haus­sei­ten­wän­den.

Bild von Front, die den Lokomotivenkessel verschließtZwi­schen den bei­den zu­sam­men­ge­kleb­ten Kes­sel­wän­den be­fand sich nun noch eine Schweiß­naht. Die­se ka­schier­te ich ab­schlie­ßend mit der brei­ten Zier­leis­te von Scha­blo­ne #3. Als Nächs­tes brach­te ich die Kes­sel­front von Scha­blo­ne #4 an. Dazu kleb­te ich die ge­zack­ten Kle­be­la­schen der ver­stärk­ten Ver­bund­leis­te an ei­nem Kes­sel­grill fest. Die un­schö­nen Kle­be­stel­len ver­klei­de­te ich dar­auf­fol­gend mit dem zwei­ten Grill­ele­ment. Im An­schluss kleb­te ich die Ver­bund­leis­te vor­ne so auf den Kes­sel, dass die­ser durch die Front kom­plett ver­schlos­sen wur­de.

Der Kuhfänger sorgt für freie Fahrt

Den Kuh­fän­ger von Scha­blo­ne #5 habe ich mit­hil­fe ei­ner simp­len Kle­be­tech­nik an der Lok­vor­der­sei­te an­ge­bracht. Zu­nächst be­fes­tig­te ich das qua­dra­ti­sche Ele­ment mit den bei­den ab­ste­hen­den Flü­geln un­ten an der Zug­front.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Cowcatcher an Dampflokomotive befestigen

Als Nächs­tes kleb­te ich die Flü­gel nach oben, so­dass die­se mit der Ver­bund­leis­te ab­schlos­sen. Dar­auf­hin fi­xier­te ich den Bo­den des Kuh­fän­gers an der un­te­ren Kle­be­la­sche des Flü­gel­ele­ments.

Bild von Papierlok mit Cowcatcher

Im An­schluss kleb­te ich die Ober­sei­te des Cow­cat­chers in die drei Ein­schnit­te des Qua­drats. Da­nach muss­te ich nur noch die ecki­ge Schau­fel un­ter die Ober­sei­te und auf den Bo­den kle­ben und hat­te da­mit mei­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Dampf­lo­ko­mo­ti­ve ei­nen wasch­ech­ten Kuh­fän­ger ver­passt. Gleich dar­auf küm­mer­te ich mich um das drei­di­men­sio­na­le Dach von Scha­blo­ne #6. Die­ses be­steht le­dig­lich aus zwei Ein­zel­tei­len, wes­halb der Zu­sam­men­bau selbst­er­klä­rend ist.

Dampflokomotiven waren damals einzigartig dekoriert

Im Ver­gleich zu den heu­ti­gen Elek­tro­loks wa­ren die ver­schnör­kel­ten Stahl­rös­ser von da­mals äu­ßerst auf­wen­dig ver­ziert. Um dem ge­recht zu wer­den, setz­te ich für mei­ne Pa­pier­lok eben­falls ver­schie­de­ne De­ko­tech­ni­ken ein.

Collage mit Anleitungsbildern: Dach einer Dampflokomotive zusammenbauen und verzieren

Für eine be­son­de­re Hap­tik be­strich ich das kom­plet­te Dach, den Grill und den Kuh­fän­ger mit Mo­del­lier­pas­te. Nach ei­ner Trock­nungs­zeit von 15 Mi­nu­ten be­mal­te ich die wei­ße Pas­te an­schlie­ßend mit grau­er Acryl­far­be.

Bild von Sanddom, Glocke und Kamin, die aus der Quilling-Figur Tight Coil gedreht wurdenAls Nächs­tes brach­te ich die Zier­strei­fen und das Licht von Scha­blo­ne #7 am Kes­sel an. Hin­weis: Die Vor­der­sei­te des Lichts de­ko­rier­te ich eben­falls mit wei­ßer Mo­del­lier­pas­te. An­schlie­ßend fer­tig­te ich die gan­zen ab­ste­hen­den Ein­zel­tei­le an. Da­für mach­te ich mir die Quilling-Technik zu­nut­ze, wel­che aus ein­zel­nen Pa­pier­strei­fen be­steht. Aus fol­gen­den Ton­pa­pier­strei­fen dreh­te ich mir mit­hil­fe ei­nes an­ge­schnit­te­nen Schasch­lik­spie­ßes mo­di­fi­zier­te Tight Coil Quilling-Figuren:

  • Sand­dom (Bauch):  120 cm lang und 1 cm breit.
  • Sand­dom (De­ckel): 150 cm lang und 0,5 cm breit.
  • Glo­cke (Stiel): 30 cm lang und 0,5 cm breit.
  • Glo­cke (Kap­pe): 100 cm lang und 0,5 cm breit.
  • Schlot: 350 cm lang und 1 cm breit.
  • Puf­fer (Stiel): 2x 75 cm lang und 0,7 cm breit.
  • Puf­fer (Kap­pe): 2x 200 cm und 0,5 cm breit.

Nach­dem ich die Fi­gu­ren ge­dreht hat­te, be­mal­te ich die­se mit Acryl­far­ben. Dar­auf­hin kleb­te ich die Ein­zel­tei­le ein­fach an mei­ner Dampf­lo­ko­mo­ti­ve fest.

Sechs Räder bringen die Lokomotive auf die Schiene

Die Ele­men­te zum Bas­teln der Zugrä­der be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #8. Ich habe je­des Rad aus sechs un­ter­schied­lich gro­ßen und ge­loch­ten Moos­gum­mikrei­sen zu­sam­men­ge­klebt.

Collage mit Anleitungsbildern: Zugräder aus Moosgummi basteln

Da­nach ver­klei­de­te ich die Lauf­flä­che der ein­zel­nen Rä­der erst mit Ton­pa­pier­strei­fen und an­schlie­ßend mit grau­er Acryl­far­be. Au­ßer­dem de­ko­rier­te ich mei­ne Moos­gum­mikrei­se noch mit sechs farb­lich ab­ge­stimm­ten Rad­kap­pen.

  • Als Nächs­tes schnitt ich mir drei Ach­sen­stan­gen aus Schasch­lik­spie­ßen zu­recht, die je­weils zehn Zen­ti­me­ter lang wa­ren.
  • Die klei­nen Holz­spie­ße be­fes­tig­te ich dar­auf­hin in den Ach­sen­lö­chern der Lo­ko­mo­ti­ve und steck­te dar­an dann mei­ne sechs Rä­der fest.

Zu gu­ter Letzt kleb­te ich noch die bei­den Kup­pel­stan­gen von Scha­blo­ne #8 quer über die Zugrä­der. Da­mit hat­te ich mei­ne selbst ge­bas­tel­te Dampf­lo­ko­mo­ti­ve fer­tig­ge­stellt.

Fazit: Eisenbahn spiegelt die Automatisierung der Gesellschaft wider

Bild von englischer Dampfeisenbahn als Abschiedsgeschenk für den Ruhestand. Arrangiert von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinMei­ne Pa­pier­lok ist mit Ab­sicht ein Mo­tiv für er­fah­re­ne Bast­ler. Ich konn­te mir näm­lich nicht vor­stel­len, dass ein An­fän­ger auf die Idee kommt, ei­nem Kol­le­gen oder ei­nem Fa­mi­li­en­mit­glied et­was Der­ar­ti­ges zu bas­teln. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Ex­em­plars be­nö­tig­te ich ei­nen gan­zen Ar­beits­tag. Üb­ri­gens lässt sich mit der in­ter­es­san­ten Ent­wick­lungs­ge­schich­te der Lo­ko­mo­ti­ve nicht nur das Ar­beits­le­ben ei­nes Men­schen, son­dern auch die Au­to­ma­ti­sie­rung der Ge­sell­schaft wi­der­spie­geln.

Am An­fang wur­den Schie­nen­fahr­zeu­ge noch von ei­nem Pferd und ei­nem Kut­scher be­dient. Mit der Er­fin­dung der Dampf­lok wa­ren dann ein Zug­füh­rer und ein Hei­zer zum Fah­ren von­nö­ten. Heu­te steu­ert nur noch ein Bahn­an­ge­stell­ter ei­nen ICE mit bis zu 1500 Fahr­gäs­ten.

Und bald wer­den Züge völ­lig ohne mensch­li­che Hil­fe fah­ren, wie es be­reits in der Nürn­ber­ger U-Bahn der Fall ist. Falls Sie in ei­nem Be­ruf ar­bei­ten, der von der Au­to­ma­ti­sie­rung be­trof­fen sein könn­te, soll­ten Sie sich von den Leit­me­di­en nicht ver­rückt ma­chen las­sen. Füh­rer­lo­ses Zug­fah­ren wird näm­lich be­reits seit 1962 ge­tes­tet und ist trotz­dem noch lan­ge nicht Stan­dard. Manch­mal geht al­les doch lang­sa­mer als man denkt.

Au­to­ma­tic trains were first tes­ted on the Lon­don un­der­ground in 1962 bet­ween Stam­ford Brook and Ra­vens­court Park af­ter ye­ars of plan­ning.

An­ony­mous: 1963: Train dri­ves its­elf. news.bbc.co.uk (05/2017).

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