Washi bedeutet übersetzt so viel wie altes Japan Papier und ist eine handgeschöpfte Papiersorte. Dieses Spezialpapier ist aufgrund der vielseitigen Einsatzgebiete und der aufwendigen Herstellung, welche bis ins 8. Jahrhundert zurückgeht, weltweit beliebt. Hier erfahren Sie zum einen wie gut Washi Papier für Bastler geeignet ist und zum anderen, wie der edle Werkstoff hergestellt wird. Außerdem erzähle ich Ihnen einiges über die Besonderheiten des populären japanischen Papiers und zu welchen Preisen es gehandelt wird.
Washi muss aus Japan kommen
Washi darf sich nur handgeschöpftes Papier nennen, welches aus Japan kommt und nach traditioneller Herstellung gefertigt wurde. Dabei ist Washi nicht gleich Washi, denn es gibt drei unterschiedliche Ausgangsmaterialien. Washi wird aus Mitsumata (Seidelbastgewächs), aus Kozo (Maulbeerbaumrinde) oder aus Gampi (malvenartiges Seidelbastgewächs) hergestellt.
- Je nach verwendetem Rohstoff bekommt das Washi andere Eigenschaften.
- So gilt Gampi mit seinen fünf Millimeter langen Fasern als das teuerste Washi auf dem Markt. Dies liegt zum einen daran, dass es das dünnste Washi ist und zum anderen sieht es besonders seidig aus.
- Dagegen ist Washi aus Mitsumata am weichsten. Dies liegt vor allem an den sehr kurzen Fasern. Aufgrund der Beschaffenheit ist Mitsumata auch großer Bestandteil von japanischen Banknoten.
- Washi aus Kozo ist dem unsrigen handgeschöpften Papier am ähnlichsten. Die sehr langen Fasern machen es besonders widerstandsfähig. Am meisten wurde früher Kozo Washi zum Beschreiben benutzt aber auch zum Bespannen von Laternen oder Fächern.
Traditionelle Herstellung von Washi
Egal, aus welchem Ausgangsmaterial das Washi besteht, die traditionelle Herstellung ist immer gleich. Die Pflanzen werden zu Beginn des Winters geschnitten, die Zweige entfernt und gebündelt. Anschließend wird mit Wasserdampf die Rinde gelockert und mit Messern abgezogen. Der daraus entstehende Rindenbast wird in Holzaschenlauge gekocht und danach gewässert. Der nasse Bast wird danach mit Hölzern geschlagen, so entsteht der Faserbrei.
- Der Faserbrei wird im Anschluss wieder in klarem Wasser gekocht. Als Bindemittel wird Neri hinzugegeben. Das ist eine klebrige Substanz aus der Wurzel des Tororo-aoi.
- Der Rohstoff wird folgend mit einem Bambussieb geschöpft und als Papierbogen auf einen Stapel gelegt. Durch leichtes Pressen wird danach ein Großteil der Feuchtigkeit entfernt.
- Abschließend wird jeder Bogen einzeln, wie eine Fahne, an der Wand aufgehangen und gebürstet. Deshalb gibt es Washi auch mit verschiedenen Mustern (Blumen, Rauten, etc.). Außerdem ist dadurch eine Seite des Papiers immer glatt und die andere rau.
Es gibt auch Washi Sorten, bei denen die unterschiedlichen Fasern von Gampi, Kozo und Mitsumata gemischt wurden. Washi darf sich jedoch nur Washi nennen, wenn mindestens 90% der Fasern aus diesen drei Rohstoffen bestehen.
Washi ist nicht Washi-Tape - oder?
Aufgrund des Namens, wird das handgeschöpfte, traditionelle Washi oft mit dem industriell gefertigtem Washi-Tape gleichgesetzt.

Washi-Tapes sind bedruckte Klebebänder aus japanischem Reispapier.
Rayher Hobby GmbH: Washi-Tapes. rayher-hobby-shop.de (10/2014).
Reispapier ist jedoch ein sogenanntes Pseudopapier bzw. Naturpapier, welches aus dem Mark des Reisbaumes gewonnen wird.
Andere Quellen beschreiben Washi-Tapes als Weiterentwicklung von Washi:
[...] „Masking Tape“ (kurz MT genannt), ein Abdeckklebeband aus Washi-Papier wie es beispielsweise beim Lackieren von Autos eingesetzt werden kann.
Fenner, Gunar: Masking-Tape. japanwelt.de (10/2014).
Wir von GWS2.de finden, dass Washi-Tapes nichts mit Washi zu tun haben. Dies liegt natürlich nicht nur an der Tatsache, dass Washi-Tapes auch in Deutschland oder China hergestellt werden. Zum Namen kam das Band wahrscheinlich, weil eine japanische Firma es erfunden hat und sich in Washi auch der Begriff Papier verbirgt.
Kamoi Paper, seit 1923 berühmt für seine Fliegenfänger und Abdeckbänder für Industrie und Baugewerbe, begann vor rund drei Jahren mit der Produktion von «mt maskingtape» [...].
IDC GmbH: Story of Masking-Tape. tapefactory.de (10/2014).
Basteln mit Washi

Die weiche, glatte Seite des Washi Papiers lässt sich sehr gut bemalen oder mit Kleber bestreichen, um beispielsweise Bastelmotive zu verkleiden. Die durch das Bürsten aufgeraute Seite, welche sich ein wenig anfühlt wie ein Eierkarton, gibt ein schönes natürliches Muster. So hat unsere Winkekatze hier automatisch ein schönes weißes Fellmuster erhalten.
- Das handgeschöpfte Japanpapier lässt sich genauso mithilfe einer Schere oder eines Bastelmessers schneiden, wie Sie es vom Drucker- oder Tonpapier gewöhnt sind.
- In Japan wird Washi auch als Origamipapier verwendet. Durch seine Konsistenz ist das Papier jedoch sehr störrisch, weshalb für die Faltungen immer ein Falzbeil verwendet wird.
- Egal, ob glatte oder raue Seite, weißes Washi lässt sich mit allen erdenklichen Farben bemalen. Obwohl es wasserabweisend ist, nimmt das Papier auch Wasserfarben hervorragend auf.
- Es gibt auch gefärbtes Washi. In Rot, Schwarz oder Gelb lassen sich die Papierbögen jedoch nicht mehr so gut bemalen.
Preise und Fazit
Aufgrund der aufwendigen Herstellung und des Imports aus Japan sind die Preise für Washi sehr hoch. Ein DIN A3 Bogen Kozo Washi Papier kostet ungefähr 3,00 Euro.
Aufgrund des hohen Preises sollten Sie sich als Bastler also gut überlegen, wofür Sie das Edelpapier einsetzen möchten. In der Regel wird das handgeschöpfte Japanpapier zur Verkleidung und Veredelung von Bastelmotiven verwendet, zum Beispiel um unschöne Wellpappe dahinter zu verstecken.
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Nachdem Entfalten sehen Sie inmitten des Papiers eine Raute. Um diese Raute knicken Sie die oberen und die unteren Papierkanten. In der Mitte bleiben dadurch zwei kleine „Ärmchen” stehen, diese knicken Sie zunächst so, dass diese nach oben hin wegstehen, im Anschluss knicken Sie die „Ärmchen” flach nach oben hin um. Folgend knicken Sie die beiden unteren Knicklinien zur Mitte hin.
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Ich verwendete für die Tischkarte ein goldfarbenes
Auf den Kopf des Kürbisses klebte ich einen kleinen Strunk aus grünem Tonpapier. Die Konturen der Karte fuhr ich mit einem Schwämmchen, welches mit roter Stempelfarbe benetzt war nach. Damit die