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Washi Papier - Spezialpapier aus Japan

Wa­shi be­deu­tet über­setzt so viel wie al­tes Ja­pan Pa­pier und ist eine hand­ge­schöpf­te Pa­pier­sor­te. Die­ses Spe­zi­al­pa­pier ist auf­grund der viel­sei­ti­gen Ein­satz­ge­bie­te und der auf­wen­di­gen Her­stel­lung, wel­che bis ins 8. Jahr­hun­dert zu­rück­geht, welt­weit be­liebt. Hier er­fah­ren Sie zum ei­nen wie gut Wa­shi Pa­pier für Bast­ler ge­eig­net ist und zum an­de­ren, wie der edle Werk­stoff her­ge­stellt wird. Au­ßer­dem er­zäh­le ich Ih­nen ei­ni­ges über die Be­son­der­hei­ten des po­pu­lä­ren ja­pa­ni­schen Pa­piers und zu wel­chen Prei­sen es ge­han­delt wird.

Washi muss aus Japan kommen

Weiße japanische Winkekatze aus Washi PapierWa­shi darf sich nur hand­ge­schöpf­tes Pa­pier nen­nen, wel­ches aus Ja­pan kommt und nach tra­di­tio­nel­ler Her­stel­lung ge­fer­tigt wur­de. Da­bei ist Wa­shi nicht gleich Wa­shi, denn es gibt drei un­ter­schied­li­che Aus­gangs­ma­te­ria­li­en. Wa­shi wird aus Mit­su­ma­ta (Sei­del­bast­ge­wächs), aus Kozo (Maul­beer­baum­rin­de) oder aus Gam­pi (mal­ven­ar­ti­ges Sei­del­bast­ge­wächs) her­ge­stellt.

  • Je nach ver­wen­de­tem Roh­stoff be­kommt das Wa­shi an­de­re Ei­gen­schaf­ten.
  • So gilt Gam­pi mit sei­nen fünf Mil­li­me­ter lan­gen Fa­sern als das teu­ers­te Wa­shi auf dem Markt. Dies liegt zum ei­nen dar­an, dass es das dünns­te Wa­shi ist und zum an­de­ren sieht es be­son­ders sei­dig aus.
  • Da­ge­gen ist Wa­shi aus Mit­su­ma­ta am weichs­ten. Dies liegt vor al­lem an den sehr kur­zen Fa­sern. Auf­grund der Be­schaf­fen­heit ist Mit­su­ma­ta auch gro­ßer Be­stand­teil von ja­pa­ni­schen Bank­no­ten.
  • Wa­shi aus Kozo ist dem uns­ri­gen hand­ge­schöpf­ten Pa­pier am ähn­lichs­ten. Die sehr lan­gen Fa­sern ma­chen es be­son­ders wi­der­stands­fä­hig. Am meis­ten wur­de frü­her Kozo Wa­shi zum Be­schrei­ben be­nutzt aber auch zum Be­span­nen von La­ter­nen oder Fä­chern.

Traditionelle Herstellung von Washi

Gemusterte, pinkfarbene Blume aus Washi PapierEgal, aus wel­chem Aus­gangs­ma­te­ri­al das Wa­shi be­steht, die tra­di­tio­nel­le Her­stel­lung ist im­mer gleich. Die Pflan­zen wer­den zu Be­ginn des Win­ters ge­schnit­ten, die Zwei­ge ent­fernt und ge­bün­delt. An­schlie­ßend wird mit Was­ser­dampf die Rin­de ge­lo­ckert und mit Mes­sern ab­ge­zo­gen. Der dar­aus ent­ste­hen­de Rin­den­bast wird in Holz­aschen­lau­ge ge­kocht und da­nach ge­wäs­sert. Der nas­se Bast wird da­nach mit Höl­zern ge­schla­gen, so ent­steht der Fa­ser­brei.

  • Der Fa­ser­brei wird im An­schluss wie­der in kla­rem Was­ser ge­kocht. Als Bin­de­mit­tel wird Neri hin­zu­ge­ge­ben. Das ist eine kleb­ri­ge Sub­stanz aus der Wur­zel des Tororo-aoi.
  • Der Roh­stoff wird fol­gend mit ei­nem Bam­bus­sieb ge­schöpft und als Pa­pier­bo­gen auf ei­nen Sta­pel ge­legt. Durch leich­tes Pres­sen wird da­nach ein Groß­teil der Feuch­tig­keit ent­fernt.
  • Ab­schlie­ßend wird je­der Bo­gen ein­zeln, wie eine Fah­ne, an der Wand auf­ge­han­gen und ge­bürs­tet. Des­halb gibt es Wa­shi auch mit ver­schie­de­nen Mus­tern (Blu­men, Rau­ten, etc.). Au­ßer­dem ist da­durch eine Sei­te des Pa­piers im­mer glatt und die an­de­re rau.

Es gibt auch Wa­shi Sor­ten, bei de­nen die un­ter­schied­li­chen Fa­sern von Gam­pi, Kozo und Mit­su­ma­ta ge­mischt wur­den. Wa­shi darf sich je­doch nur Wa­shi nen­nen, wenn min­des­tens 90% der Fa­sern aus die­sen drei Roh­stof­fen be­stehen.

Washi ist nicht Washi-Tape - oder?

Auf­grund des Na­mens, wird das hand­ge­schöpf­te, tra­di­tio­nel­le Wa­shi oft mit dem in­dus­tri­ell ge­fer­tig­tem Washi-Tape gleich­ge­setzt.

Washi Tape verziert eine Karte

Washi-Tapes sind be­druck­te Kle­be­bän­der aus ja­pa­ni­schem Reis­pa­pier.

Ray­her Hob­by GmbH: Washi-Tapes. rayher-hobby-shop.de (10/2014).

Reis­pa­pier ist je­doch ein so­ge­nann­tes Pseu­do­pa­pier bzw. Na­tur­pa­pier, wel­ches aus dem Mark des Reis­bau­mes ge­won­nen wird.

An­de­re Quel­len be­schrei­ben Washi-Tapes als Wei­ter­ent­wick­lung von Wa­shi:

[...] „Mas­king Tape“ (kurz MT ge­nannt), ein Ab­deck­kle­be­band aus Washi-Papier wie es bei­spiels­wei­se beim La­ckie­ren von Au­tos ein­ge­setzt wer­den kann.

Fen­ner, Gu­nar: Masking-Tape. japanwelt.de (10/2014).

Wir von GWS2.de fin­den, dass Washi-Tapes nichts mit Wa­shi zu tun ha­ben. Dies liegt na­tür­lich nicht nur an der Tat­sa­che, dass Washi-Tapes auch in Deutsch­land oder Chi­na her­ge­stellt wer­den. Zum Na­men kam das Band wahr­schein­lich, weil eine ja­pa­ni­sche Fir­ma es er­fun­den hat und sich in Wa­shi auch der Be­griff Pa­pier ver­birgt.

Ka­moi Pa­per, seit 1923 be­rühmt für sei­ne Flie­gen­fän­ger und Ab­deck­bän­der für In­dus­trie und Bau­ge­wer­be, be­gann vor rund drei Jah­ren mit der Pro­duk­ti­on von «mt mas­king­tape» [...].

IDC GmbH: Sto­ry of Masking-Tape. tapefactory.de (10/2014).

Basteln mit Washi

Bild von weißer Katze aus Washi

Die wei­che, glat­te Sei­te des Wa­shi Pa­piers lässt sich sehr gut be­ma­len oder mit Kle­ber be­strei­chen, um bei­spiels­wei­se Bas­tel­mo­ti­ve zu ver­klei­den. Die durch das Bürs­ten auf­ge­rau­te Sei­te, wel­che sich ein we­nig an­fühlt wie ein Ei­er­kar­ton, gibt ein schö­nes na­tür­li­ches Mus­ter. So hat un­se­re Win­ke­kat­ze hier au­to­ma­tisch ein schö­nes wei­ßes Fell­mus­ter er­hal­ten.

  • Das hand­ge­schöpf­te Ja­pan­pa­pier lässt sich ge­nau­so mit­hil­fe ei­ner Sche­re oder ei­nes Bas­tel­mes­sers schnei­den, wie Sie es vom Drucker- oder Ton­pa­pier ge­wöhnt sind.
  • In Ja­pan wird Wa­shi auch als Ori­ga­mi­pa­pier ver­wen­det. Durch sei­ne Kon­sis­tenz ist das Pa­pier je­doch sehr stör­risch, wes­halb für die Fal­tun­gen im­mer ein Falz­beil ver­wen­det wird.
  • Egal, ob glat­te oder raue Sei­te, wei­ßes Wa­shi lässt sich mit al­len er­denk­li­chen Far­ben be­ma­len. Ob­wohl es was­ser­ab­wei­send ist, nimmt das Pa­pier auch Was­ser­far­ben her­vor­ra­gend auf.
  • Es gibt auch ge­färb­tes Wa­shi. In Rot, Schwarz oder Gelb las­sen sich die Pa­pier­bö­gen je­doch nicht mehr so gut be­ma­len.
Preise und Fazit

Auf­grund der auf­wen­di­gen Her­stel­lung und des Im­ports aus Ja­pan sind die Prei­se für Wa­shi sehr hoch. Ein DIN A3 Bo­gen Kozo Wa­shi Pa­pier kos­tet un­ge­fähr 3,00 Euro.

Auf­grund des ho­hen Prei­ses soll­ten Sie sich als Bast­ler also gut über­le­gen, wo­für Sie das Edel­pa­pier ein­set­zen möch­ten. In der Re­gel wird das hand­ge­schöpf­te Ja­pan­pa­pier zur Ver­klei­dung und Ver­ede­lung von Bas­tel­mo­ti­ven ver­wen­det, zum Bei­spiel um un­schö­ne Well­pap­pe da­hin­ter zu ver­ste­cken.

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Tannenbaum als Geschenkverpackung basteln

Ein Ge­schenk für Weih­nach­ten muss selbst­ver­ständ­lich weih­nacht­lich ver­packt sein. Im­mer nur Ge­schenk­pa­pier mit Christ­baum­ku­geln und En­geln ist auf Dau­er lang­wei­lig, des­halb habe ich ei­nen Tan­nen­baum aus Pa­pier ent­wor­fen, wel­cher Ge­schenk­ver­pa­ckung und gleich­zei­tig schö­ne De­ko­ra­ti­on für den Ad­vent ist. Hier be­kom­men Sie die Scha­blo­nen und die An­lei­tung für Ihr High­light un­ter dem Weih­nachts­baum.

Grüner Tannenbaum aus Papier
Die­ser grü­ne Pa­pier­tan­nen­baum ist 15 Zen­ti­me­ter hoch und 13 Zen­ti­me­ter breit. An der Ober­sei­te der Ver­pa­ckung ist es mög­lich, eine klei­ne Gruß­kar­te an­zu­brin­gen.

Geöffnete Geschenkverpackung für WeihnachtenDer Tan­nen­baum ist in­nen hohl und bie­tet Platz für klei­ne Weih­nachts­prä­sen­te wie Pra­li­nen, So­cken, Reiz­wä­sche oder Li­körfla­schen. Zum Öff­nen muss die Ge­schenk­ver­pa­ckung nicht zer­stört wer­den und kann wie­der­ver­wen­det wer­den. Mit der rich­ti­gen Ver­zie­rung macht die­ser Tan­nen­baum auch auf dem Fens­ter­brett, als Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on, eine gute Fi­gur.

Funkelnder Tannenbaum durch Papiermix

Bild von Material zum Basteln eines PapiertannenbaumsDer Tan­nen­baum be­steht aus wei­ßem und hell­grü­nem Ton­pa­pier so­wie grau­em Ge­schenk­pa­pier mit Ster­nen­mus­ter. Das Ver­schluss­band ist aus ro­tem Krepp­pa­pier. Für die auf­wän­di­gen, weih­nacht­li­chen Ver­zie­run­gen ka­men die Stem­pel­far­ben Rot, Grün und Ma­gen­ta so­wie das Stem­pel­mus­ter „Mid­night Snow­fla­ke” und ein Bas­tel­sieb samt Schwämm­chen zum Ein­satz. Wei­ter habe ich den Tan­nen­baum mit ei­nem Pa­per Pen 902 (sil­ber), Sil­ber­mar­ker, Fine­li­ner und mit klei­nen Schmuck­stei­nen de­ko­riert.

Bild von sechs Papierteilen für einen TannenbaumAu­ßer­dem nahm ich mir die Em­bos­sing Tech­nik und ei­nen Eyelet-Setter zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 / #2) zu­recht­le­gen. Zu­nächst fer­ti­gen Sie alle Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 aus hell­grü­nem Ton­pa­pier an. Am Ende ha­ben Sie vier Tan­nen­baum­sei­ten und zwei Qua­dra­te vor sich lie­gen.

Grundgerüst eines geöffneten Papiertannenbaums

Die glei­chen Ele­men­te fer­tig­te ich im An­schluss aus ei­nem Ge­schenk­pa­pier an. Ach­tung: Sie be­nö­ti­gen da­von nur ein Qua­drat. Be­son­ders gut ist es, wenn das Ge­schenk­pa­pier mit ei­nem win­ter­li­chen Mus­ter be­druckt ist. Die acht Tan­nen­baum­sei­ten habe ich da­nach, nach dem Mus­ter der Scha­blo­ne, mit­hil­fe von Falz­beil und Li­ne­al, ge­falzt. Das Ge­schenk­pa­pier kleb­te ich fol­gend auf das Ton­pa­pier.

  • Wie ein Stern wer­den die vier Tan­nen­baum­sei­ten an dem mit Ge­schenk­pa­pier ver­klei­de­ten Bo­den­ele­ment fest­ge­klebt.
  • Die un­schö­nen Kle­be­la­schen am un­te­ren Ende des Bo­den­ele­ments wer­den da­nach mit dem zwei­ten Qua­drat aus hell­grü­nem Ton­pa­pier ver­klei­det.

Tannenbaum-Verzierung ist innen und außen

Bild von Embossing Technik im Papiertannenbaum

Von Scha­blo­ne #2 fer­tig­te ich das Qua­drat aus hell­grü­nem Ton­pa­pier an. Mit ei­nem Stem­pel mit Schneeflocken-Muster, Stem­pel­kis­sen­far­be und dem Em­bos­sing­pul­ver „pe­trol glit­ter” setz­te ich in die Mit­te des Qua­drats eine glit­zern­de Schnee­flo­cke. Au­ßer­halb der Schnee­flo­cke setz­te ich Nu­an­cen mit ei­nem Pa­per Pen 902 (sil­ber). Die Rand­ver­zie­rung zeich­ne­te ich mit­hil­fe ei­nes tür­kis­far­be­nen Fine­li­ners und ei­nes Li­ne­als ein.

Verzieren und Bestempeln des PapiertannenbaumsIch dreh­te das fla­che Mo­tiv um und nahm ei­nen Bas­tel­sieb, ein Schwämm­chen und ein grü­nes Stem­pel­kis­sen zur Hand. Da­mit ver­zier­te ich die Au­ßen­sei­te des grü­nen Tan­nen­baums mit grü­nen Punk­ten. Mit ei­nem No­ten­stem­pel und der Stem­pel­far­be Ma­gen­ta (Pa­per Soft Co­lor 501), setz­te ich ver­teilt No­ten­zei­chen auf den Tan­nen­baum. Ab­schlie­ßend setz­te ich auch an der Au­ßen­sei­ten klei­ne Punk­te mit dem sil­ber­far­be­nem Pa­per Pen und kleb­te klei­ne oran­ge­far­be­ne Schmuck­stei­ne auf.

Aufstellen und Karte des Papiertannenbaums

Aufstellen des selbst gebastelten PapiertannenbaumsNach der Ver­zie­rung kön­nen die Sei­ten des Tan­nen­baums auf­ge­stellt wer­den. Ich stell­te zwei Sei­ten auf und kleb­te die­se zu­sam­men. In die noch lie­gen­den Sei­ten stanz­te ich in die Tan­nen­baum­spit­zen je­weils ein Loch mit dem Eyelet-Setter ein. Im An­schluss folg­te die drit­te Sei­te, wel­che an den an­de­ren bei­den Sei­ten fest­ge­klebt wird. Wich­tig: Die vier­te und letz­te Sei­te wird nur auf­ge­stellt und nicht fest­ge­klebt.

Bilder vom Basteln einer Grußkarte aus PapierDas klei­ne Kärt­chen von Scha­blo­ne #2 habe ich aus wei­ßem Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt und die Kon­tu­ren mit ro­ter Stem­pel­kis­sen­far­be ver­ziert. Auch beim Gruß­kärt­chen set­ze ich den Deko-Stil mit den sil­ber­far­be­nen Punk­ten und den No­ten­zei­chen fort. Mit ei­nem Sil­ber­mar­ker be­schrieb ich fol­gend die Kar­te. Zum Bei­spiel kön­nen Sie hier den Ab­sen­der und den Geschenke-Empfänger ein­tra­gen. Das Gruß­kärt­chen be­kam da­nach eben­falls ein Loch mit dem Eyelet-Setter ver­passt.

Verpackung verschließen und Fazit

Bild von Grußkarte befestigt an einer TannenbaumspitzeZu gu­ter Letzt wi­ckel­te ich mir eine Kor­del aus ro­tem Krepp­pa­pier. Die­se fä­del­te ich durch die Gruß­kar­te und die bei­den Lö­cher der Tan­nen­baum­sei­ten und ver­schloss da­mit mei­ne weih­nacht­li­che Ge­schenk­ver­pa­ckung. Für den ed­len Pa­pier­tan­nen­baum be­nö­tig­te ich zir­ka 90 Mi­nu­ten Bas­tel­zeit. Be­son­ders gut ge­fällt mir, dass die Ver­pa­ckung in­nen und au­ßen fun­kelnd ver­ziert ist. So wird das Ge­schenk im In­ne­ren des Tan­nen­baums per­fekt prä­sen­tiert. Auch die nö­ti­ge Sta­bi­li­tät wird durch die dop­pel­te Pa­pier­stär­ke ge­währ­leis­tet.

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Halloween Geist basteln

Hal­lo­ween ist die Bas­tel­zeit für Kin­der im Herbst. Wenn Sie also für den 31. Ok­to­ber pla­nen, Ihre Woh­nung pas­send zum Gru­sel­fest zu de­ko­rie­ren, las­sen Sie Ihre Schütz­lin­ge ak­tiv dar­an teil­ha­ben. Ich zei­ge Ih­nen in die­ser Bild­an­lei­tung, wie Sie ei­nen freund­li­chen Hal­lo­ween Geist aus Pa­pier und an­schlie­ßend eine Tisch­kar­te ganz ein­fach mit Kin­dern bas­teln kön­nen.

Bild von zwei Halloween Geistern (Origami)
Für die­se klei­nen Pa­pier­geis­ter be­nö­ti­gen Sie kei­nen Kle­ber, denn die­se sind ge­fal­tet. Sie be­nö­ti­gen nichts wei­ter als ein qua­dra­ti­sches Stück Ori­ga­mi­pa­pier oder Sie schnei­den sich ein Qua­drat mit 10 x 10 oder 15 x 15 Zen­ti­me­tern aus ei­nem an­de­ren Pa­pier aus.

Halloween Geist wird gefaltet

Bild von quadratischem Origamipapier, welches in der Mitte gefaltet werden muss.

Der Geist ist ein sehr ein­fa­ches Origami-Motiv, wel­ches nur 9 Falt­schrit­te¹ hat, also per­fekt für Origami-Anfänger oder Kin­der. Le­gen Sie das qua­dra­ti­sche Stück Pa­pier als Rau­te vor sich hin. Wenn Sie ein Pa­pier ver­wen­den, wel­ches auf ei­ner Sei­te be­druckt ist, muss die­se Sei­te zu Be­ginn nach un­ten zei­gen. Fal­ten Sie das Blatt Pa­pier zu­erst in der Mit­te und ent­fal­ten Sie es da­nach wie­der.

Bild vom Falten eines OrigamiAls nächs­tes fal­ten Sie ent­lang der ge­stri­chel­ten Li­nie, d. h. zu­erst die un­te­ren seit­li­chen Pa­pier­kan­ten zur Mit­te hin. Da­nach sieht das Gan­ze so aus wie eine Schul­tü­te. An­schlie­ßend fal­ten Sie die bei­den obe­ren Pa­pier­kan­ten eben­falls zur Mit­te hin. Jetzt sieht das Pa­pier so aus wie ein Dra­chen, den Sie im Herbst auf­stei­gen las­sen. Im An­schluss ent­fal­ten Sie das Pa­pier wie­der kom­plett, Sie be­nö­ti­gen näm­lich nur die Knick­li­ni­en.

Bild vom Falten des GeistkörpersNach­dem Ent­fal­ten se­hen Sie in­mit­ten des Pa­piers eine Rau­te. Um die­se Rau­te kni­cken Sie die obe­ren und die un­te­ren Pa­pier­kan­ten. In der Mit­te blei­ben da­durch zwei klei­ne „Ärm­chen” ste­hen, die­se kni­cken Sie zu­nächst so, dass die­se nach oben hin weg­ste­hen, im An­schluss kni­cken Sie die „Ärm­chen” flach nach oben hin um. Fol­gend kni­cken Sie die bei­den un­te­ren Knick­li­ni­en zur Mit­te hin.

Falten der Arme des PapiergeistesNun wer­den die Arme des Hal­lo­ween Geis­tes ge­fal­tet. Dazu kni­cken Sie die bei­den mitt­le­ren Spit­zen nach un­ten. An­schlie­ßend wird der Kopf in Form ge­bracht. Dazu kni­cken Sie die gro­ße obe­re Spit­ze nach hin­ten hin weg. Ihr Falt­blatt soll­te nun ähn­lich wie eine Eis­waf­fel aus­se­hen, auf der sich eine Ku­gel Eis be­fin­det, die be­ginnt nach un­ten zu trop­fen.

Knicken vom Körper des PapiergeistesZu gu­ter Letzt wird der Kör­per des Geis­tes in Form ge­bracht. Un­ter­halb der Arme fal­ten Sie die un­te­re Spit­ze, rechts nach hin­ten hin weg. Der Schweif des Geis­tes wird nun noch­mals in der Mit­te nach hin­ten ge­knickt, schon ist der lus­ti­ge Ori­ga­mi Geist fer­tig. Ich habe mei­nen Geis­tern noch ein Ge­sicht mit ei­nem schwar­zen Fine­li­ner auf­ge­malt. Das Mo­tiv kön­nen Sie nun wei­ter­ver­wen­den, z. B. als De­ko­ra­ti­on für eine Hal­lo­ween Tisch­kar­te.

Tischkarte für Halloween basteln

Bild von Halloween Tischkarte mit Papiergeist und Kürbis
Die­se Tisch­kar­te ist 11 Zen­ti­me­ter hoch und 8 Zen­ti­me­ter (in­klu­si­ve Kür­bis) breit. Ne­ben den Na­men des Gas­tes klebt der Hal­lo­ween Geist von der obi­gen An­lei­tung.

Bild vom Falzen und ausschneiden des KürbissesIch ver­wen­de­te für die Tisch­kar­te ein gold­far­be­nes Me­tal­lic­pa­pier und für die De­ko­ra­ti­on des Kür­bis­ses ein grü­nes Ton­pa­pier. Ich zeich­ne­te die Tisch­kar­ten­vor­la­ge von mei­ner DIN A4 Bas­tel­scha­blo­ne auf das Me­tal­lic­pa­pier und schnitt an­schlie­ßend den Grund­riss aus. Im An­schluss schnitz­te ich mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers die Kon­tu­ren des Kür­bis­ses zu­recht und falz­te die Mit­te der Tisch­kar­te mit ei­nem Falz­beil und ei­nem Li­ne­al.

Verzierung der Tischkarte

Bild von Sieb und Stempelkissen, mit denen ich die Tischkarte verzierteAuf den Kopf des Kür­bis­ses kleb­te ich ei­nen klei­nen Strunk aus grü­nem Ton­pa­pier. Die Kon­tu­ren der Kar­te fuhr ich mit ei­nem Schwämm­chen, wel­ches mit ro­ter Stem­pel­far­be be­netzt war nach. Da­mit die Tisch­kar­te ein Mus­ter be­kommt, klapp­te ich die­se auf, leg­te ein Sieb dar­auf und tupf­te das Schwämm­chen mit der Stem­pel­far­be dar­auf. Nach­dem Trock­nen der Far­be, schrieb ich mit ei­nem schwar­zen Lack­mal­stift den Na­men un­ter den Kür­bis und kleb­te links da­ne­ben den Hal­lo­ween Geist.

Fazit

Wie Sie se­hen, ist es mög­lich, in Win­des­ei­le und mit we­nig Ma­te­ri­al, mit Kin­dern eine fröh­li­che Hal­lo­ween De­ko­ra­ti­on zu bas­teln. Als ich mei­nen bei­den Nich­ten bei­brach­te, wie sie den Geist fal­ten, brach­ten die­se es dar­auf­hin ih­ren Klas­sen­ka­me­ra­den bei. Mei­ne gro­ße Nich­te er­zähl­te mir dann, dass an dem Tag ihre gan­ze Klas­se, wäh­rend des Un­ter­richts, Pa­pier­geis­ter ge­fal­tet hat. Na toll, die arme Lehr­kraft hat­te jetzt we­gen mir noch mehr Stress.

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¹Falls Ih­nen die Bil­der zu klein sind, drü­cken Sie auf Ih­rer Tas­ta­tur gleich­zei­tig „Strg und +”. Da­mit kön­nen Sie im Mo­zil­la Fire­fox zoo­men. Mit „Strg und -” wird das Bild wie­der klei­ner.