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Geschenkverpackung für Ostern basteln - Osterei in Hasenform

Der Os­ter­ha­se ist ganz klar ein Prag­ma­ti­ker und mag kei­ne Ex­pe­ri­men­te, denn Last-minute-Geschenke sind et­was fürs hip­pe­li­ge Christ­kind. Hin­ge­gen bei der welt­weit be­lieb­ten Fell­na­se weiß je­des Kind, was es am Os­ter­sonn­tag be­kommt. Ne­ben un­zäh­li­gen Os­ter­ei­ern und even­tu­ell ei­ni­gen Mo­ne­ten bringt der Os­ter­ha­se näm­lich vor al­lem ei­nes; Sü­ßig­kei­ten in al­len er­denk­li­chen, früh­lings­haf­ten For­men.

And I hope the Eas­ter Bun­ny brought you lots of yum­my Goo­dies.

Beau­tiful­Hu­sky: My Eas­ter Gifts 2015. youtube.com (03/2016).

Bild von zwei Osterhasen, die als bunte Osterverpackung dienenDie­se Be­stän­dig­keit hat vor al­lem im Be­zug auf die Ge­schenk­ver­pa­ckung in­so­fern den Vor­teil, dass sich zwei Ver­pa­ckungs­sti­le über die Jahr­hun­der­te hin­weg durch­ge­setzt ha­ben. Da wä­ren das all­seits be­lieb­te Os­ter­nest und der ge­schichts­träch­ti­ge Os­ter­korb. Wuss­ten Sie, dass letz­te­re, qua­dra­ti­sche Os­ter­ver­pa­ckung auf die al­ten Hei­den vor über 2000 Jah­ren zu­rück­geht?

Die­se fei­er­ten un­ge­fähr zum Zeit­punkt des christ­li­chen Os­ter­fes­tes eine Art Früh­lings­fest und man geht da­von aus, dass die Ger­ma­nen­stäm­me je­ner Zeit dies zu Eh­ren der Göt­tin East­re, auch be­kannt als Ost­ara, ver­an­stal­te­ten. Zu die­sem Fest wur­den Säm­lin­ge, Eier und Saat­gut in Kör­ben für East­re ge­op­fert, um von der an­mu­ti­gen Frucht­bar­keits­göt­tin ein er­folg­rei­ches Ern­te­jahr zu er­bit­ten.

As an of­fe­ring, peo­p­le would car­ry bas­kets of young seed­lings as an of­fe­ring to her. If the seed­lings plea­sed her, she would en­su­re that the har­ve­st was a suc­cessful one.

Abood, Ryan: Ger­ma­nic Fer­ti­li­ty God­dess. gourmetgiftbaskets.com (03/2016).

Die­ser Pro­zess er­in­nert stark an die ka­tho­li­sche Spei­se­seg­nung, bei der die Gläu­bi­gen eben­falls ei­nen so­ge­nann­ten Os­ter­weih­korb mit zum Os­ter­got­tes­dienst brin­gen.

Da­bei ist es Brauch, die ge­schmück­ten Os­ter­ei­er und an­de­re Spei­sen in ei­nem Körb­chen (»Wei­he­korb«) zum Got­tes­dienst mit­zu­brin­gen, wo nach dem Hoch­amt die Spei­se­seg­nung statt­fin­det.

Stret­cha, C.: Spei­se­seg­nung & Os­ter­weih­korb. christliche-geschenkideen.de (03/2016).

Bild von zwei Papierostereiern neben orangefarbenem OsterhasenWenn also die Ga­ben des Os­ter­ha­sen schon so et­was wie eine Kon­stan­te sind, kön­nen Sie als sein flei­ßi­ger Ge­hil­fe zu­min­dest bei der Ge­schenk­ver­pa­ckung zei­gen, wie viel Krea­ti­vi­tät in Ih­nen steckt. Au­ßer den bei­den oben ge­nann­ten For­men, gibt es bei der Ge­stal­tung näm­lich kei­ne Re­geln, denn für ei­nen Os­ter­korb, und ist die­ser noch so kit­schig, ist man be­kannt­lich nie zu alt.

Ich fin­de, aus dem Al­ter ist man nie raus, wo man ei­nen Os­ter­korb hat. [...] Und es ist so ein sü­ßer Hase. Ich habe ei­nen mit ei­nem oran­ge­far­be­nen Ober­teil, weil ich im­mer Oran­ge so ge­liebt habe.

xAlex­an­dra Coo­kiex: MEINE OSTERGESCHENKE. youtube.com (03/2016).

Bild vom abnehmbaren Osterhasenkopf aus PapierAus die­sem Grund habe ich die­ses Jahr ei­nen be­son­ders skur­ri­len Os­ter­korb ge­bas­telt. Die Ge­schenk­ver­pa­ckung ist ein Os­ter­ei, wel­ches wie ein knuf­fi­ger Hase aus­sieht. Im di­cken, run­den Bauch der Ver­pa­ckung ist viel Platz für Scho­ko­la­den­ei­er, zi­tro­ni­ge Os­ter­kek­se und so­gar Os­ter­gras. Da­bei ist das Pa­pierei nicht nur wie­der­ver­schließ­bar, der Ha­sen­kopf­de­ckel ras­tet so­gar fest ein. So­mit sind die Le­cker­ein nicht nur si­cher vor Staub und die­bi­schen Els­tern ge­schützt, son­dern gleich­zei­tig blei­ben auch die kost­ba­ren Aro­men lan­ge er­hal­ten.

Bild von Geschenkverpackung für Ostern gebastelt von DAoCFrEak Fine-Art Künstlerin

Mei­ne nied­li­che Ge­schenk­ver­pa­ckung für Os­tern ist 11 Zen­ti­me­ter hoch und 10,5 Zen­ti­me­ter breit. Auf­grund der Form kann das drei­di­men­sio­na­le Bas­tel­mo­tiv sta­bil von al­lei­ne ste­hen.

Eckiger Eierkopf mit Hasenohren

Bild von drei Papierelementen zum Bastlen des HasenkopfesDie Ge­schenk­ver­pa­ckung be­steht zum größ­ten Teil aus Ton­pa­pier in den Far­ben Oran­ge, Lachs und Lila so­wie aus oran­ge­far­be­nem Krepp­pa­pier. Für die Ver­zie­run­gen nahm ich des Wei­te­ren Wachs­mal­krei­de, ein Bü­gel­eisen, süße Kul­ler­au­gen und Fimo Mo­del­lier­mas­se in der Far­be Vio­lett zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, ein Falz­beil samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser, flüs­si­gen Kle­ber und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4) zu­recht­le­gen.

Bild vom Zusammenkleben der Papierelemente für den Kopf

Zu­al­ler­erst fer­tig­te ich die gro­ßen Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 fünf­mal aus lachs­far­be­nem und fünf­mal aus oran­ge­far­be­nem Ton­pa­pier an. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich im­mer zwei un­ter­schied­lich far­bi­ge Ein­zel­tei­le auf­ein­an­der. Da­nach fer­tig­te ich das läng­li­che Ele­ment der­sel­ben Scha­blo­ne fünf­mal aus lachs­far­be­nem Ton­pa­pier an und kleb­te es auf die lan­ge,

Bild von den fünf fertiggestellten Elementen für den Hasenkopf lachs­far­be­ne Un­ter­sei­te der fünf be­reits zu­sam­men­ge­kleb­ten Tei­le auf. Dar­auf­fol­gend falz­te ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Bei mei­nem Pa­pierost­e­rei zeigt die oran­ge­far­be­ne Sei­te im­mer nach au­ßen, die­se habe ich bei al­len fol­gen­den Schrit­ten durch­ge­hend nach dem­sel­ben Prin­zip ver­ziert. Zu­nächst schab­te ich mit mei­nem Bas­tel­mes­ser Wachs­mal­krei­de in den Far­ben Gelb, Oran­ge und Lachs auf das Ton­pa­pier.

Bild vom Abschaben der Wachsmalkride mithilfe eines Bastelmessers

Das vor­be­rei­te­te Ele­ment leg­te ich gleich da­nach zwi­schen ein nor­ma­les, wei­ßes Blatt Pa­pier. An­schlie­ßend ließ ich mein Bü­gel­eisen auf die hei­ßes­te Stu­fe auf­hei­zen und fuhr da­mit ei­ni­ge Male über das wei­ße Dru­cker­pa­pier. Mit­hil­fe die­ser Tech­nik schmolz die Wachs­mal­krei­de und brann­te sich tief ins Ton­pa­pier ein. Als Er­geb­nis zeig­te sich mir dar­auf­hin ein wun­der­schö­nes, wil­des Mus­ter.

Osterhasenohren aus Papier werden angesteckt

Auf Scha­blo­ne #2 be­fin­den sich die Ele­men­te für die bei­den Os­ter­ha­sen­oh­ren und die Kopf­haut des Häs­chens. Nach­dem ich wie­der alle oran­ge­far­be­nen Ein­zel­tei­le mit mei­ner Wachs­tech­nik ver­ziert hat­te, falz­te ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en der vier prä­pa­rier­ten Ein­zel­tei­le. Da­nach schnitt ich mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers zwei Ein­schnit­te in die äu­ße­re Kopf­haut (sie­he Scha­blo­ne #2) und steck­te die bei­den Ha­sen­oh­ren dar­in ein. Da­mit die Oh­ren fest im Ober­kopf ver­an­kert sind, kleb­te ich ab­schlie­ßend das lachs­far­be­ne Ele­ment ohne Ein­schnit­te von un­ten über die Kle­be­la­schen.

Bild vom fertiggestellten Hasenkopf für die Geschenkverpackung für Ostern

Aus­ge­hend von mei­nem Ober­kopf kleb­te ich dar­auf­fol­gend die fünf be­reits fer­tig­ge­stell­ten Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 um die Kle­be­la­schen der Oh­ren. Als ich auch die­se fünf Ele­men­te mit­ein­an­der ver­klebt hat­te, war der De­ckel der Ge­schenk­ver­pa­ckung ein­satz­be­reit. Ich mach­te wei­ter mit dem di­cken Bauch des Ha­sen und da­mit mit Scha­blo­ne #3.

Osterhasenei hat einen dicken Bauch

Alle Ele­men­te von Scha­blo­ne #3 fer­tig­te ich wie­der in glei­cher An­zahl in mei­nen bei­den Leit­far­ben aus Ton­pa­pier an. Gleich da­nach kleb­te ich die lachs­far­be­nen auf die oran­ge­far­be­nen Ein­zel­tei­le und ver­zier­te die Au­ßen­sei­ten mit mei­ner Wachs­tech­nik. Nach­dem ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en ge­falzt hat­te, kleb­te ich mei­ne ins­ge­samt 11 Ein­zel­tei­le zum Bauch des Os­ter­ha­sen zu­sam­men. Be­gin­nend vom Bo­den kleb­te ich zu­nächst die klei­ne­ren und da­nach die grö­ße­ren Ein­zel­tei­le der Scha­blo­ne zu ei­ner run­den Ei­er­form zu­sam­men.

Bild vom Aufstecken des Deckels auf die GeschenkverpackungAn der Ober­sei­te des Pa­piereis blei­ben au­to­ma­tisch fünf La­schen über, die­se sind Teil des Ver­schluss­sys­tems. So­bald der Ha­sen­kopf­de­ckel über die­se La­schen ge­setzt wird, ras­tet die­ser an den fünf Quer­stre­ben von Scha­blo­ne #1 ein, so­dass Sie die Ge­schenk­ver­pa­ckung auch an den Oh­ren tra­gen kön­nen. Da­mit ist das Grund­ge­rüst der Ge­schenk­ver­pa­ckung fer­tig­ge­stellt, ich habe es dar­auf­hin noch ös­ter­lich ver­ziert.

Hasenverpackung mit Stummelschwänzchen und Schnuffel

Bild vom Ankleben der Füße an die GeschenkverpackungZu­nächst ver­klei­de­te ich alle Kan­ten mit oran­ge­far­be­nem Krepp­pa­pier. Aus die­ser Pa­pier­sor­te knüll­te ich mir eben­falls ein Stum­mel­schwänz­chen zu­recht, wel­ches ich an die un­te­re Rück­sei­te der Ge­schenk­ver­pa­ckung kleb­te. Im An­schluss fer­tig­te ich mir die Füße von Scha­blo­ne #4 aus oran­ge­far­be­nem Ton­pa­pier an, ver­zier­te das Gan­ze wie ge­habt und kleb­te die­se dem Os­ter­ha­sen­ei auf.

Bild von den Augen und der Schnuffel des Hasenkopfes

Die sechs Ze­hen und die Herz­schnuf­fel back­te ich mir aus vio­lett­far­be­ner Fimo Mo­del­lier­mas­se und kleb­te die­se mit viel flüs­si­gem Kle­ber auf das Ton­pa­pier. Zwi­schen Schnuf­fel und Pa­pier leg­te ich noch drei Schnü­re aus Krepp­pa­pier als Bart­haa­re. Ganz zum Schluss kleb­te ich zwei vor­ge­fer­tig­te Kul­ler­au­gen auf das Ge­sicht des Ha­sen und da­mit war die drol­li­ge Os­ter­ver­pa­ckung für Os­tern be­reit, um mit köst­li­chen Na­sche­rei­en be­füllt zu wer­den.

Fazit

Bild von zwei Osterhasen als WohnzimmerdekorationDas Os­ter­ha­sen­ei ist prin­zi­pi­ell ein to­tal ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv, wel­ches Sie pro­blem­los mit Kin­dern nach­bas­teln kön­nen. Für ein Ex­em­plar habe ich un­ge­fähr 90 Mi­nu­ten Bas­tel­zeit be­nö­tigt. Die­se bei­den Ka­me­ra­den ste­hen üb­ri­gens bei mir auf dem Wohn­zim­mer­tisch und hal­ten bun­te Scho­ko­la­den­ei­er aus Voll­milch und selbst ge­ba­cke­ne Os­ter­kek­se aus Blät­ter­teig für mei­ne Gäs­te be­reit.

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Marienkäfer basteln - drollige Deko für den Frühling

Als ich die­ses Jahr An­fang Fe­bru­ar mei­nen Kel­ler auf­räum­te, woll­te ich gleich die Ge­le­gen­heit nut­zen, um auch das klei­ne Fens­ter zu put­zen. Als ich es dazu öff­ne­te, kreisch­te ich je­doch erst ein­mal un­ge­fähr so, wie Ja­net Leigh un­ter der Du­sche in Al­fred Hitch­cocks Klas­si­ker „Psycho”. Der Grund da­für wa­ren Dut­zen­de, be­we­gungs­lo­se Ma­ri­en­kä­fer, die in den Fens­ter­rit­zen ih­ren Win­ter­schlaf hiel­ten und de­ren An­blick mich völ­lig über­rasch­te.

Bild vom roten Marienkäfer als FrühlingsdekoWis­sen Sie, war­um Ma­ri­en­kä­fer, ob­wohl die­se im Gro­ßen und Gan­zen Ein­zel­gän­ger sind, sich im Win­ter zu gro­ßen Schlaf­ko­lo­nien zu­sam­men­rot­ten? Es liegt nur dar­an, dass sie sich di­rekt nach wo­chen­lan­ger Re­gungs­lo­sig­keit hem­mungs­los paa­ren kön­nen. Mit wem spielt eine un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le, denn Ma­ri­en­kä­fer wech­seln in die­ser Pha­se oh­ne­hin alle zwei Tage den Part­ner. Kein Wun­der also, dass fast alle die­ser In­sek­ten von Ge­schlechts­krank­hei­ten be­trof­fen sind.

Beim Ge­schlechts­akt wird je­doch auch eine Mil­be über­tra­gen [...]. In­ner­halb von zwei Wo­chen er­höht sich die Be­falls­ra­te der Po­pu­la­ti­on von 20 auf 80 Pro­zent [...].

Schal­len­berg, Chris­ti­na: Mun­te­rer Part­ner­tausch beim Ma­ri­en­kä­fer. wissenschaft.de (02/2016).

Bild von selbst gebasteltem Marienkäfer aus PapierNun ist mir auch end­lich klar, war­um Ma­ri­en­kä­fer im­mer als Zier­de im Os­ter­nest sit­zen. Beim vor­christ­li­chen Os­ter­fest ging es be­kannt­lich um die Frucht­bar­keit und die Er­neue­rung nach dem Win­ter, wes­halb man sich auch auf den Ha­sen als Sym­bol­trä­ger ge­ei­nigt hat. Den pos­sier­li­chen Fell­na­sen dürf­ten Ma­ri­en­kä­fer zur Früh­lings­zeit in nichts nach­ste­hen.

Ha­sen wa­ren schon da­mals be­kannt als die frucht­bars­ten Tie­re der Früh­lings­sai­son und stan­den da­mit für das neue Le­ben.

Sa­scha: Os­ter­ha­sen zum Aus­ma­len – Rät­sel­spiel für Kin­der. gws2.de (02/2016).

Bild von Marienkäfer in lilafarbener OsterschachtelAn­de­rer­seits wer­ten die knall­ro­ten, ein­hei­mi­schen Ma­ri­en­kä­fer mit ih­ren sie­ben Punk­ten oh­ne­hin rein op­tisch je­des Os­ter­nest auf. Die rote Far­be der drol­li­gen Kä­fer dient üb­ri­gens zum Schutz und ist eine Warn­far­be für Fress­fein­de. Ist ein Ma­ri­en­kä­fer in Le­bens­ge­fahr, schei­det er über die Bein­chen ein gel­bes Se­kret aus, wel­ches gif­ti­ge Al­ka­lo­ide be­inhal­tet. Durch die rote Far­be der Flü­gel wis­sen Spin­nen, Ei­dech­sen, Amei­sen und Co. so­fort, dass die­ser Krabb­ler nicht be­son­ders köst­lich schmeckt.

They exu­de an un­p­lea­sant yel­low sub­s­tance (re­flex blood) from their leg joints when at­ta­cked which is rich in to­xic al­ka­lo­ids.

Yule, Gre­gor: Facts about la­dy­birds. onekind.org (02/2016).

Bild von Marienkäfer aus Papier auf einem Teller mit OstereiernWelt­weit ist der Ma­ri­en­kä­fer un­ter sei­nem la­tei­ni­schen Na­men Coc­ci­nelli­dae be­kannt. Man geht da­von aus, dass sich der deut­sche Name von der eng­li­schen Über­set­zung ab­lei­tet. Be­reits am An­fang des 15. Jahr­hun­derts soll der Coc­ci­nelli­dae in Eng­land auf la­dy­bird ge­tauft wor­den sein, wo­bei sich das „Lady” auf die Jung­frau Ma­ria be­zieht. Das „Bird” gilt in die­sem Fall als an­gel­säch­si­sche, künst­le­ri­sche Frei­heit, wie bei dra­gon­fly (dt. Li­bel­le) oder but­ter­fly (dt. Schmet­ter­ling). Wenn der Eng­län­der des Spät­mit­tel­al­ters et­was flie­gen sah, war es also ent­we­der eine Flie­ge (eng. fly) oder ein Vo­gel (eng. bird).

The lady for whom they were na­med was „the Vir­gin Mary” [...]. Of cour­se the­se in­sects are not birds, but but­ter­flies are not flies [...].

Uni­ver­si­ty of Flo­ri­da: Fea­tured Crea­tures. entomology.ifas.ufl.edu (02/2016).

Um mein Schre­ckens­er­leb­nis mit den rei­zen­den Ma­ri­en­kä­fern zu ver­ar­bei­ten, habe ich zwei Va­ria­tio­nen als früh­lings­haf­te Os­ter­de­ko ge­bas­telt.

Bild von gebastelten Marienkäfern Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine-Art Künstlerin

Das ein­fa­che Mo­dell zeigt ei­nen klei­nen krab­beln­den Ma­ri­en­kä­fer, der 6 Zen­ti­me­ter lang und 4,5 Zen­ti­me­ter hoch ist. Das drei­di­men­sio­na­le In­sekt ist per­fekt als fri­sche, ka­ri­es­freie De­ko­ra­ti­on fürs Fens­ter­brett oder das Os­ter­nest ge­eig­net. Hin­ge­gen der gro­ße Brum­mer ist 13 Zen­ti­me­ter lang und 11 Zen­ti­me­ter breit. Die­ser ist eine Pa­pier­ver­pa­ckung, die viel Platz zum Ver­ste­cken von sü­ßen Le­cke­rei­en bie­tet.

Kleiner Marienkäfer aus Papier

Bild vom Halbieren der Styroporkugel mithilfe eines MessersZum Bas­teln des ein­fa­chen Ma­ri­en­kä­fers ver­wen­de­te ich eine ei­er­för­mi­ge Sty­ro­por­ku­gel (Grö­ße M) und schwar­zen Chen­il­le­draht. Für das ty­pi­sche Kä­fer­mus­ter ka­men die Acryl­far­ben Rot und Schwarz so­wie Deck­weiß zum Ein­satz. Als Bas­tel­werk­zeu­ge be­nö­ti­gen Sie ein Bas­tel­mes­ser, eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Blei­stift und ei­nen Holz­spieß.

Bild vom Ankleben des Kopfes an den Panzer des KäfersZu­al­ler­erst hal­bier­te ich die Sty­ro­por­ku­gel. Die eine Hälf­te bleibt, wie sie ist, dies ist der Pan­zer des Kä­fers. Von der an­de­ren Hälf­te schnitt ich ein klei­nes Stück ab. Aus dem ab­ge­schnit­te­nen Ein­zel­teil schnitz­te ich mir mit­hil­fe ei­nes Mes­sers eine klei­ne, run­de Kopf­form zu­recht. Den prä­pa­rier­ten Kopf kleb­te ich di­rekt im An­schluss mit viel flüs­si­gem Kle­ber an der Vor­der­sei­te des Kör­pers fest.

Sieben Punkte und weiße Augen

Bild vom Aufmalen des Marienkäfermusters mit Acrylfarbe

Nach­dem der Kle­ber im Grund­ge­rüst aus Sty­ro­por ge­trock­net war, zeich­ne­te ich das ty­pi­sche Ma­ri­en­kä­fer­mus­ter mit ei­nem Blei­stift auf. Dar­auf­fol­gend mal­te ich das Gan­ze mit Acryl­far­ben und Deck­weiß (Kopf/Hals) aus. Ich zog üb­ri­gens des­halb Acryl­far­ben ge­wöhn­li­chen Was­ser­far­ben vor, da die­se auf dem wei­ßen Sty­ro­por we­sent­lich bes­ser de­cken.

Bild vom Ankleben der Beine an den Marienkäfer

Tipp: Um den Kä­fer un­ten und oben sau­ber aus­ma­len zu kön­nen, soll­ten Sie die­sen tem­po­rär auf ei­nen Holz­spieß ste­cken. Zu gu­ter Letzt bog ich mir aus schwar­zem Chen­il­le­draht ins­ge­samt sechs Bein­chen zu­recht. Die Spit­ze der Bei­ne be­strich ich gleich da­nach mit Kle­ber und steck­te die­se in den Bauch des Ma­ri­en­kä­fers. Ge­tes­tet: Falls Sie meh­re­re die­ser ein­fa­chen Ma­ri­en­kä­fer ma­chen, emp­feh­le ich Ih­nen die­se ganz zum Schluss noch mit ei­nem mat­ten Acryl­lack zu ver­sie­geln. Die­ser bringt die Acryl­far­be noch mehr zum Leuch­ten und glät­tet zu­gleich die Ober­flä­che.

Marienkäfer als Geschenkverpackung

Bild von Randelementen für die MarienkäferverpackungFür die Pa­pier­ver­pa­ckung in Ma­ri­en­kä­fer­form ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in den Far­ben Rot, Oran­ge, Grau und Schwarz so­wie schwar­zen Chen­il­le­draht. Für den Kopf ka­men au­ßer­dem eine ei­er­för­mi­ge Sty­ro­por­ku­gel (Grö­ße M), Kul­ler­au­gen und schwar­ze Acryl­far­be zum Ein­satz. Die Punk­te sind gar­niert mit schwar­zen Fa­sern der Rei­he ef­fect nails von es­sence cos­me­tics. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, Falz­beil samt Li­ne­al, ei­nen Eyelet-Setter samt Eye­lets, ein Bas­tel­mes­ser so­wie mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zu­recht­le­gen.

Bild vom Verkleben des RandelementsIch be­gann mit den Rand des Pan­zers und da­mit mit Scha­blo­ne #1. Ich fer­tig­te das Ele­ment ein­mal aus grau­em und ein­mal aus schwar­zem Ton­pa­pier an. Im An­schluss kleb­te ich die bei­den Ein­zel­tei­le auf­ein­an­der und falz­te die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Wich­tig: Die Ver­pa­ckung ist über ei­nen Steck­me­cha­nis­mus wie­der­ver­schließ­bar. Des­halb kleb­te ich in die­sem Ar­beits­schritt eben­falls die drei Steck­la­schen (sie­he Scha­blo­ne) zu­sam­men.

Auf Scha­blo­ne #2 be­fin­den sich die Bo­den­ele­men­te. Das gro­ße Teil mit dem Kopf fer­tig­te ich ein­mal aus grau­em und ein­mal aus schwar­zem Ton­pa­pier an. Hin­ge­gen das Acht­eck be­rei­te­te ich mir aus ro­tem Ton­pa­pier vor. Da­nach kleb­te ich die be­reits fer­tig­ge­stell­ten Rand­ele­men­te um die graue Bo­den­plat­te und kleb­te das rote Acht­eck ein. An­schlie­ßend ver­kleb­te ich die ein­zel­nen Klapp­la­schen des Rand­ele­ments.

Bild vom Verkleiden der Klebelaschen am BodenWich­tig: Die drei be­weg­li­chen Klapp­la­schen wer­den nicht ver­klebt, son­dern in die Ein­schnit­te ge­steckt. Zu gu­ter Letzt kleb­te ich zum Ver­klei­den der Kle­be­la­schen das letz­te schwar­ze Bo­den­ele­ment auf die Un­ter­sei­te der Pa­pier­box. Da­mit ist die Schach­tel im Bauch des Ma­ri­en­kä­fers und da­mit der schwie­rigs­te Teil des Bas­tel­mo­tivs fer­tig­ge­stellt.

Gebogene Flügel sind aufklappbar

Für die Flü­gel fer­tig­te ich das gro­ße Ele­ment von Scha­blo­ne #3 ein­mal aus ro­tem und ein­mal aus oran­ge­far­be­nem Ton­pa­pier an. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die bei­den Ein­zel­tei­le auf­ein­an­der und falz­te die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Fol­gend nahm ich mei­nen Eyelet-Setter zur Hand und stanz­te die 12 Lö­cher (sie­he Scha­blo­ne) aus. Im An­schluss nahm ich eine Flü­gel­sei­te und drück­te die sechs Rip­pen so über­ein­an­der, dass nur noch ein Loch zu se­hen war. In die­ses Loch drück­te ich ein run­des Eye­let und stanz­te es mit dem Eyelet-Setter fest. Di­rekt da­nach wie­der­hol­te ich die Schrit­te mit der an­de­ren Sei­te.

  • Dar­auf­fol­gend kleb­te ich den Flü­geln die schwar­zen Ton­pa­pier­punk­te auf, die ich da­nach noch mit den flau­schi­gen Kos­me­tik­fa­sern ver­klei­de­te.
  • Nun kleb­te ich die Flü­gel wie ei­nen Man­tel über die Schach­tel. Hin­weis: Da­mit die Flü­gel be­weg­lich blei­ben, wer­den die­se nur am Hals des Ma­ri­en­kä­fers fest­ge­klebt.

Bild vom Marienkäferkopf

Für den Kopf hal­bier­te ich eine ei­er­för­mi­ge Sty­ro­por­ku­gel und be­mal­te die­se mit schwar­zer Acryl­far­be. Da­nach kleb­te ich die­ser zwei Kul­ler­au­gen und zwei Füh­ler aus Chen­il­le­draht auf und kleb­te das Gan­ze oben auf die Pa­pier­kopf­sil­hou­et­te. Da­mit ist der di­cke Brum­mer be­reit, um mit Os­ter­sü­ßig­kei­ten be­füllt und ver­schenkt zu wer­den.

Fazit

Bild von bunten Ostereiern aus Schokolade im MarienkäferWenn in mei­ner Kind­heit im Som­mer ein Ma­ri­en­kä­fer auf mir lan­de­te, freu­te ich mich und ließ ihn im­mer von Arm zu Arm krab­beln. Das hat je­des Mal so schön ge­kit­zelt. Mit zu­neh­men­dem Al­ter bin ich In­sek­ten nicht mehr so wohl­ge­son­nen. Als letz­tes Jahr bei­spiels­wei­se ein di­cker Mai­kä­fer in mein Ar­beits­zim­mer ge­flo­gen ist, bin ich erst ein­mal schrei­end mit we­deln­den Ar­men durch die Woh­nung ge­rannt.

Trotz­dem habe ich mein Kel­ler­fens­ter un­ver­rich­te­ter Din­ge wie­der ge­schlos­sen und mei­ne Ma­ri­en­kä­fer­ko­lo­nie wei­ter­schla­fen las­sen. Schließ­lich soll es gro­ßes Un­glück brin­gen, wenn man den ro­ten Krabb­lern das Le­ben nimmt. Im Som­mer dich­te ich das Fens­ter aber ab, um dem fri­vo­len Trei­ben im kom­men­den Früh­ling vor­zu­beu­gen.

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Chi­ne­sen gel­ten als be­schei­den, ziel­stre­big und in­tro­ver­tiert, sind also wasch­ech­te Lei­se­tre­ter. Umso in­ter­es­san­ter ist es, dass die Er­fin­dun­gen der Men­schen die­ser Volks­grup­pe oft­mals so laut wa­ren, dass durch die Druck­wel­len so man­chem Mäd­chen der Mia­o­hut vom Kopf ge­fegt wur­de. Be­gon­nen hat al­les 5500 vor Chris­tus, als Chi­ne­sen klei­ne Trom­meln er­fan­den, um re­li­giö­se Ri­tua­le aus­zu­üben. Im 7. Jahr­hun­dert vor Chris­tus wur­den aus den Frie­den­strom­meln wein­fass­gro­ße Kriegs­trom­meln, die zum ei­nen die Sol­da­ten durch die Auf­stel­lun­gen der Schlacht lei­ten, und zum an­de­ren vor al­lem in der Nacht den Feind, durch dump­fe, lau­te Schlä­ge ein­schüch­tern soll­ten.

The drums of war (684 - BC). Drums have been used to set a mar­ching beat for sol­diers, as well as to mo­ti­va­te sol­diers [...].

Br­ax­t­on, Pe­ter: Histo­ry of Drums Time­line. softschools.com (12/2015).

Bild von Papierkanonenschlag für die SilvesterfeierNur zur Freu­de knall­ten die Chi­ne­sen je­ner Zeit be­reits, je­doch nur um böse Geis­ter zu ver­trei­ben. Der Le­gen­de nach ha­ben sie dies ei­nem Mi­li­tär­koch zu ver­dan­ken, der Holz­koh­le, Sal­pe­ter und Schwe­fel in ei­nem Bam­bus­rohr kom­pri­mier­te, an­zün­de­te und da­durch eine De­fla­gra­ti­on er­zeug­te. Da­mit war der ers­te, noch ziem­lich ge­fähr­li­che Feu­er­cra­cker er­fun­den wor­den.

The most pr­e­va­lent le­gend has it that fire­works were dis­co­ver­ed or in­ven­ted by ac­ci­dent by a Chi­ne­se cook working in a field kit­chen who hap­pen­ed to mix char­co­al, sulp­hur and salt­pe­ter [...].

Ram­sey, Jim: Histo­ry of Fire­works. jakesfireworks.com (12/2015).

Bild von Kanonenschlag mit grünem Origami KleeblattEs ist nicht ganz klar wann, je­doch vie­le Jah­re spä­ter, er­fan­den chi­ne­si­sche Al­che­mis­ten, spä­tes­tens un­ter der Song-Dynastie (960 - 1271) das Schwarz­pul­ver und da­mit nahm die Ge­schich­te des Feu­er­werks ih­ren Lauf. Be­mer­kens­wert hier­bei ist, dass die Chi­ne­sen das Schwarz­pul­ver als lau­tes Feu­er­werk haupt­säch­lich für re­li­giö­se Ze­re­mo­nien bzw. zur Un­ter­hal­tung des Hoch­adels ver­wen­de­ten. Als Schieß­pul­ver und da­mit als Treib­mit­tel für Ka­no­nen wur­de es nach der Ein­füh­rung im 13. Jahr­hun­dert erst in Eu­ro­pa eta­bliert.

The­re are many opi­ni­ons about the time of the in­ven­ti­on of fire­works. Some think they were de­ve­lo­ped in the Sui and Tang Dy­nasties (581-907 AD), but others in­sist the­re were no fire­works un­til the Nor­t­hern Song Dy­nasty.

Schu­mann, Jenn: The Ori­gin of Fire­works. bigfireworks.com (12/2015).

Auch heut­zu­ta­ge ver­sorgt uns haupt­säch­lich Chi­na noch mit Feu­er­werks­kör­pern und Knal­lern zu Sil­ves­ter. Am Lau­tes­ten von al­len Knall­kör­pern ist im­mer noch der all­seits be­lieb­te, ge­wi­ckel­te Ka­no­nen­schlag der Klas­se 2. An­ge­zün­det im dicht be­sie­del­ten Ge­biet, klingt der dump­fe Knall des Ka­no­nen­schlags so, als wür­de ne­ben ei­nem eine Ku­gel ei­nes al­ten Ar­til­le­rie­ge­schüt­zes von Al­brecht II. von Habs­burg ein­schla­gen.

Bild von zwei Kanonenschlägen aus Papier von Fine Art Künstlerin (DAoCFrEak) gebastelt

In­spi­riert von die­sem schlag­kräf­ti­gen Wür­fel habe ich eine Sil­ves­ter­tisch­de­ko­ra­ti­on ge­bas­telt, die zwar nicht laut knallt, je­doch so man­che Über­ra­schung be­reit­hält. Mein Pa­pier­ka­no­nen­schlag ist 8 Zen­ti­me­ter breit und 14 Zen­ti­me­ter (in­klu­si­ve Zünd­schnur) hoch.

Bastelanleitung für Kanonenschlag

Bild von Grundgerüst des KanonenschlagsZum An­fer­ti­gen ei­nes Ka­no­nen­schlags be­nö­ti­gen Sie Ton­pa­pier in drei zu­ein­an­der­pas­sen­den Far­ben. Ich ent­schied mich bei­spiels­wei­se für Schwarz, Gelb und Rosa. Für die Zünd­schnur und die vier Fens­ter kam des Wei­te­ren gel­ber Bast zum Ein­satz. Für die Ver­zie­rung nahm ich ei­nen wei­ßen Wachs­mal­stift, ein Bü­gel­eisen, dop­pel­sei­ti­ges Kle­be­band, Bunt­stif­te so­wie sie­ben 1-Cent-Münzen zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich au­ßer­dem eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, Falz­beil samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zu­recht­le­gen.

Bild vom Bespränkeln des Grundgerüsts mit WachsmalkreideFür das Grund­ge­rüst fer­tig­te ich zu­al­ler­erst die Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 ein­mal aus schwar­zem und ein­mal aus gel­bem Ton­pa­pier an. Glei­ches wie­der­hol­te ich mit den Ele­men­ten von Scha­blo­ne #2. Die An­zahl von schwar­zen und gel­ben Ein­zel­tei­len muss im­mer im glei­chen Ver­hält­nis ste­hen. Wei­ter falz­te ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en der ins­ge­samt acht Stü­cke.

Bild vom Aufbügeln des weißen WachsmalstiftesDar­auf­fol­gend brei­te­te ich nur die schwar­zen Ein­zel­tei­le vor mir aus, nahm ein Bas­tel­mes­ser zu Hand und schab­te da­mit wei­ße Wachs­mal­krei­de auf das Pa­pier. Gleich da­nach leg­te ich ein wei­ßes DIN A4 Blatt über die Wachs­krü­mel und fuhr ei­ni­ge Male mit ei­nem hei­ßen Bü­gel­eisen dar­über, so­dass die Wachs­mal­krei­de schmolz und in das Ton­pa­pier ein­ge­brannt wur­de. Mit­hil­fe die­ser Bü­gel­tech­nik er­hält der Ka­no­nen­schlag ein ein­zig­ar­ti­ges Mus­ter.

Den viereckigen Kanonenschlag zusammenkleben

Bild vom Verstärken des Kanonenschlags mit zwei TonpapierelementenIm nächs­ten Ar­beits­schritt kleb­te ich die schwar­zen, ver­zier­ten Ele­men­te auf ihre gel­ben Pen­dants. Da­durch be­kommt der Ka­no­nen­schlag mehr Sta­bi­li­tät und sieht in­nen an­ders aus als au­ßen. Gleich da­nach kleb­te ich die nun­mehr vier Stü­cke zu ei­ner drei­di­men­sio­na­len Schach­tel zu­sam­men. Ich leg­te dazu alle Ein­zel­tei­le zu­nächst als Kreuz auf die gel­be Sei­te.

Als Ers­tes kleb­te ich die Kle­be­la­schen an den Un­ter­sei­ten der Ele­men­te zu­sam­men. Im An­schluss dreh­te ich das Gan­ze um und ver­kleb­te Wand für Wand, bis ein form­voll­ende­ter Wür­fel zum Vor­schein kam. Wich­tig: Die obe­re Öff­nung ließ ich zu­nächst ge­öff­net. Nun müs­sen Sie sich be­reits ent­schei­den, was Sie hin­ter die vier Fens­ter des Ka­no­nen­schlags für Ihre Gäs­te ver­ste­cken.

Vier Überraschungsfenster und eine dicke Zündschnur

Bild vom Ankleben eines Kleeblattes aus Papier an einen KanonenschlagEgal, ob Sie Geld­schei­ne, Mün­zen oder an­de­re Glücks­brin­ger hin­ter den Tü­ren ver­ste­cken, wich­tig ist nur, dass es sich um ei­nen fla­chen, zwei­di­men­sio­na­len Ge­gen­stand han­delt. Ich ent­schied mich für Ori­ga­mi Klee­blät­ter, die ich mir nach die­ser ein­fa­chen An­lei­tung fal­te­te. Ich fer­tig­te mir dazu 16 Ori­ga­mi­blät­ter á 3,5 x 3,5 Zen­ti­me­ter an und fal­te­te dar­aus ins­ge­samt vier Klee­blät­ter. Auf jede Sei­te mei­nes Ka­no­nen­schlags kleb­te ich di­rekt im An­schluss ein Klee­blatt mit­hil­fe ei­nes dop­pel­sei­ti­gen Kle­be­ban­des.

Die Über­ra­schungs­fens­ter be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #3, die­se fer­tig­te ich aus gel­bem und ro­sa­far­be­nem Ton­pa­pier an. Die klei­ne­ren, ro­sa­far­be­nen Qua­der präg­te ich als Ver­zie­rung mit 1-Cent-Glücksmünzen. Dazu kleb­te ich sie­ben Mün­zen auf ei­nen be­lie­bi­gen Un­ter­grund, leg­te im­mer ein ro­sa­far­be­nes Stück dar­über und paus­te die Mün­zen mit­hil­fe ei­nes Bunt­stif­tes ab. Da­nach fä­del­te ich eine Bast­schnur durch die Lö­cher und kleb­te die ver­zier­ten Ele­men­te auf die gro­ßen, gel­ben Fens­ter auf.

  • Die vier fer­ti­gen Über­ra­schungs­fens­ter leg­te ich Sei­te für Sei­te über mei­ne an­ge­hef­te­ten Glücks­brin­ger und be­fes­tig­te die­se über die bei­den La­schen. So­mit kön­nen die klei­nen Fens­ter ein­fach nach vor­ne hin ab­ge­zo­gen wer­den.

Bild vom Befestigen der Zündschnur am KanonenschlagZu gu­ter Letzt ver­schloss ich mei­nen Ka­no­nen­schlag mit ei­ner Art Quas­te aus Bast. Ich steck­te das ge­bun­de­ne Stück oben in die Öff­nung und um­schloss es mit den vier Pa­pier­sei­ten. Fol­gend nahm ich ein wei­te­res dün­nes Stück Bast zur Hand und ver­band da­mit Quas­te und Ka­no­nen­schlag. Mit­hil­fe die­ser Tech­nik bie­tet sich Ih­ren Gäs­ten die Ge­le­gen­heit, mit ge­rin­gem Kraft­auf­wand an der Zünd­schnur zu zie­hen, so­dass sich der Pa­pier­b­öl­ler knall­ar­tig öff­net.

Jagermilch an Silvester - Inspiration zum Kanonenschlag

Bild vom Explodieren eines Kanonenschlags an Silvester aus PolenIm Jah­re 2012 fei­er­te ich im Chiem­gau mit ein­hei­mi­schen Be­kann­ten Sil­ves­ter. Kurz vor 24 Uhr ver­teil­te der Gast­ge­ber an je­den Gast ein Ta­blett, auf dem sich 12 Klein­fla­schen Jä­ger­meis­ter, ein Li­ter Frisch­milch, ein klei­ner Sekt­küh­ler und eine Pa­ckung Feucht­tü­cher be­fan­den. Ziel war es, die 12 Jä­ger­meis­ter zu­sam­men mit Milch zu trin­ken (Ja­ger­milch) ohne da­bei den Sekt­küh­ler als Spuck­ei­mer be­nut­zen zu müs­sen.

Bild von geöffnetem PaierkanonenschlagBei mir war nach zwei Fläsch­chen Ende, so et­was Wi­der­li­ches hat­te ich zu­vor noch nie ge­trun­ken. Mei­ne Freun­din hin­ge­gen hielt mit den Män­nern mit und da­nach war auch klar, wo­für die Feucht­tü­cher ge­dacht wa­ren. Falls Sie also et­was ähn­lich Fri­vo­les mit Ih­ren Gäs­ten pla­nen, ge­ben Sie doch ein­fach ei­ni­ge Klein­fla­schen Korn in die Sil­ves­ter­de­ko­ra­ti­on. An­stel­le der Glücks­brin­ger ver­ste­cken Sie drei Päck­chen Ahoi-Brause und ein ver­pack­tes Zi­tro­nen­tuch dazu.

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