GWS2.de: Das Portal für Bastelanleitungen und Papier

Warum basteln die Menschen?

Das Bas­teln (eng­lisch han­di­c­raft) ist eine Kom­po­si­ti­on aus Hand­werk und Kunst. Der Um­gang mit Werk­zeug und der Drang nach Krea­ti­vi­tät sind ne­ben dem Scham­ge­fühl es­sen­ti­el­le Din­ge, die den Men­schen vom Tier un­ter­schei­den. Seit wann die Men­schen zum Aus­le­ben ih­rer Krea­ti­vi­tät bas­teln, ist weit­ge­hendst un­be­kannt. Der Du­den führt in die­sem Zu­sam­men­hang das Verb päst­len aus dem 13. Jahr­hun­dert an, wel­ches fol­gen­der­ma­ßen be­schrie­ben wird:

Hand­wer­ker­ar­beit ver­rich­ten, ohne in ei­ner Zunft zu sein.

Du­den: Bas­teln - Her­kunft. duden.de (09/2015).

Bild von Fimo Armband (DAoCFrEak)Es ist also da­von aus­zu­ge­hen, dass die Zeit­ge­nos­sen des Hoch­mit­tel­al­ters im mit­tel­hoch­deut­schen Sprach­raum in ih­rer Frei­zeit ge­stal­te­risch tä­tig wa­ren. Dazu sei ge­sagt, dass es Kunst im all­täg­li­chen Le­ben der nor­ma­len Be­völ­ke­rung in die­ser Zeit nicht gab. Künst­ler in Form von Mu­si­kern, Ly­ri­kern und Ma­lern wie Wolf­ram von Eschen­bach oder Giot­to di Bon­do­ne gab es nur an Adels­hö­fen. Kup­fer­ste­cher, Bild­hau­er, Glas­blä­ser und Sil­ber­schmie­de wa­ren ge­wöhn­li­che Hand­wer­ker.

Entwicklung des Bastelns - Überblick

Erst zwi­schen dem 15. und 16. Jahr­hun­dert in der Zeit von Al­brecht Dü­rer wur­de der Hand­werks­be­griff wei­ter dif­fe­ren­ziert. So zähl­ten bei­spiels­wei­se Zim­mer­män­ner und Mau­rer wei­ter zum Hand­werk - Kup­fer­ste­cher und Bild­hau­er ge­hör­ten von da an zum Kunst­hand­werk bzw. eher zu den bil­den­den Küns­ten (eng­lisch fine arts).

La­ter, at least in Eu­ro­pe, from the Re­nais­sance on­wards, it is pos­si­ble to dis­tin­guish two fur­ther sta­ges of de­ve­lop­ment. The­re was an in­tel­lec­tu­al se­pa­ra­ti­on bet­ween the idea of craft and that of fine art, which even­tual­ly came to be re­gar­ded as su­pe­ri­or.

Lucie-Smith, Ed­ward: The Sto­ry of Craft: The Craftsman’s Role in So­cie­ty. Cor­nell Uni­ver­si­ty Press 1981.

Bild von Fimo Asia Foodbox (DAoCFrEak)Das ge­sell­schafts­fä­hi­ge Bas­teln, oft­mals auch als Volks­kunst be­zeich­net kam erst im 19. Jahr­hun­dert im Zuge der in­dus­tri­el­len Re­vo­lu­ti­on auf. Klei­dung, Mö­bel und Werk­zeu­ge wa­ren auf­grund der Mas­sen­fer­ti­gung er­schwing­lich ge­wor­den und muss­ten nicht mehr zwangs­läu­fig selbst her­ge­stellt wer­den. Vor al­lem Frau­en nutz­ten die da­durch ge­won­ne­ne Frei­zeit zum Bas­teln von de­ko­ra­ti­ven Wohn­ge­gen­stän­den.

De­co­ra­ti­ve home crafts, as we re­co­gni­ze them to­day, came into being as a by­pro­duct of the In­dus­tri­al Re­vo­lu­ti­on in the ear­ly 19th cen­tu­ry. [...] In wes­tern cul­tu­re, home craf­ting tur­ned to the de­co­ra­ti­ve and folk arts.

Bray­er­son Pu­bli­ca­ti­ons: The in­dus­tri­al re­vo­lu­ti­on mo­ves crafts from func­tio­n­al to de­co­ra­ti­ve. vintageimagecraft.com (09/2015).

Bild von Origami Sonnenblume (DAoCFrEak)Eine an­de­re Kunst­dis­zi­plin brach­te dem Bas­teln Ende des 19. Jahr­hun­derts wei­te­ren Auf­wind. Durch die Fo­to­gra­fie ent­stand auch dank da­ma­li­ger Frau­en­zeit­schrif­ten ein re­gel­rech­ter Trend, be­son­de­re Fa­mi­li­en­sam­mel­al­ben an­zu­fer­ti­gen und zu pfle­gen. Die­se ge­schichts­träch­ti­gen Vin­ta­ge Fo­to­al­ben wer­den auch heu­te noch ger­ne von Bast­lern nach­ge­stellt und teil­wei­se für meh­re­re Hun­dert Eu­ros bei Etsy und Co. ver­kauft.

Craf­ting skills be­gan to be used for crea­ting fa­mi­ly scrap­books and al­bums. This be­ca­me a gre­at fa­mi­ly ac­tivi­ty and peop­le pre­pa­red spe­ci­al­ly craf­ted scrap­books for mo­men­tous oc­ca­si­ons in their life and as sou­ve­nirs and gifts for the loved ones.

Bi­zy­moms: Histo­ry of craf­ting. bizymoms.com (09/2015).

Keine Zeit fürs Basteln - die dunklen Jahre der BRD

Mit dem Zer­fall des Drit­ten Rei­ches 1945, in die­sem sich das da­mals neue Film­we­sen zu den bis dato be­kann­ten bil­den­den Küns­ten ge­sell­te, be­gann die mei­ner Mei­nung nach krea­ti­ve Dür­re­pha­se der BRD. Zwi­schen Wirt­schafts­wun­der, Ei­ser­ner Vor­hang, Flower Power, Neue Deut­sche Wel­le und Wie­der­ver­ei­ni­gung blieb nur we­nig Zeit fürs häus­li­che Bas­teln.

Pes­ta­loz­zi Päd­ago­gik tat ihr Üb­ri­ges, um even­tu­ell auf­kom­men­de Neu­gier in den Be­rei­chen Kunst so­wie Kunst- und Hand­werks­ge­schich­te im Keim zu er­sti­cken.

Fa­mi­lie und Schu­le ge­hö­ren zu­sam­men, und in der Schu­le muß es so zu­ge­hen, wie in ei­ner in­tak­ten Fa­mi­lie.

Kraft, Vol­ker: Pes­ta­loz­zi oder das päd­ago­gi­sche Selbst. Eine Stu­die zur Psy­cho­ana­ly­se päd­ago­gi­schen Den­kens. Bad Heil­brunn: Klink­hardt 1996.

Mein Kunst- und Hand­werks­un­ter­richt in den Se­kun­dar­stu­fen I. und II. be­stand an un­ter­schied­li­chen baye­ri­schen Schul­ar­ten aus gu­ter Lau­ne und Was­ser­far­ben. Zen­su­ren in die­sen Ne­ben­fä­chern wur­den nach Sym­pa­thie und streng nach Gauß­scher Nor­mal­ver­tei­lung ver­ge­ben.

Basteln ist heutzutage beliebt wie nie

Bild von Fimo Schmetterling (DAoCFrEak)Erst seit 2003 mit dem Be­ginn der Do-it-Yourself-Shows um Sonya Kraus und Tine Witt­ler so­wie dank des In­ter­nets mit You­Tube, Pin­te­rest, De­vi­ant­art, Die Bastel-Elfe und Co. ist in Sa­chen Bas­teln eine ge­nera­ti­ons­über­grei­fen­de Ei­gen­dy­na­mik ent­stan­den. Seit­her ist Deutsch­land mit den gro­ßen Bastel- und Hand­ar­beits­mes­sen CREATIVA und Pa­per­world die Bas­tel­hoch­burg Eu­ro­pas und da­durch selbst­ver­ständ­lich auch ein gro­ßer Ab­satz­markt für Bas­tel­be­darf.

54% ga­ben an, im Mit­tel­wert 23,00 Euro mo­nat­lich für Bas­tel­sa­chen aus­zu­ge­ben. Das sind 276,00 Euro im Jahr.

Sa­scha: Bas­tel­bran­che wächst wei­ter – Han­del den­noch skep­tisch. gws2.de (09/2015).

Wir von GWS2.de woll­ten wis­sen, was im Jah­re 2015 die trei­ben­de Kraft für Bast­ler ist und stell­ten die Fra­ge: „War­um bas­teln Men­schen?” Aus 400 Teil­neh­mern be­stehend, er­gab un­se­re Um­fra­ge ein ein­deu­ti­ges Er­geb­nis.

Screenshot von Umfrage zum Thema warum die Menschen basteln

  • Wie vor gut 200 Jah­ren, als das Bas­teln in die Haus­hal­te ein­zog, ist auch heu­te noch der Drang sei­ne Krea­ti­vi­tät aus­zu­le­ben der Haupt­grund fürs Bas­teln.
  • Weit da­hin­ter mit 28% wird das Bas­teln erst ei­nem Nut­zen zu­ge­schrie­ben und die klei­nen Kunst­wer­ke für die Wohn­raum­de­ko­ra­ti­on ver­wen­det.
  • Na­tür­lich be­su­chen auch pro­fes­sio­nel­le Bast­ler un­se­ren Blog, de­ren Er­zeug­nis­se so gut sind, dass an­de­re Men­schen Geld da­für be­zah­len. 13% bas­teln, um ihre Wer­ke da­nach zu ver­kau­fen.
  • Le­dig­lich 11% spie­len mit ih­ren Bas­tel­ar­bei­ten.

Kreativität und Kunst wagen - heutzutage oftmals schwierig

In letz­ter Zeit stell­ten wir auf un­se­ren YouTube-Kanälen und bei be­freun­de­ten Bast­lern so­wie in Fo­ren fest, dass vor al­lem jun­ge Er­wach­se­ne zwi­schen 20 und 30 Jah­ren nach dem Sinn des Bas­telns bzw. ge­ne­rell der Kunst fra­gen.

- Was ist das?
- Das ist blau­es Licht.
- Und was macht es?
- Es leuch­tet blau.

Wat­che­ver­DE: RAMBO: Es leuch­tet blau! youtube.com (09/2015).

Na­tür­lich muss je­der für sich selbst wis­sen, was ihm das Aus­le­ben sei­ner Krea­ti­vi­tät und der Kon­sum von Kunst bringt. Ich kann Ih­nen eine kur­ze An­ek­do­te aus vie­len er­zäh­len, was Kunst bei mir als Re­zi­pi­ent be­wirk­te.

Im Jah­re 2005 hat der För­der­ver­ein Münch­ner Lö­wen­pa­ra­de Leo e.V. mehr als 500 Kunst­lö­wen, die von Künst­lern be­malt wur­den, auf­ge­stellt.

Seit Früh­jahr 2005 wer­den ca. 500 le­bens­gro­ße „Kunst­lö­wen“ als sym­pa­thi­sche und freund­li­che Image­trä­ger in der Stadt Mün­chen auf­ge­stellt und da­mit un­se­re Stadt kul­tu­rell um ein wei­te­res High­light zu be­rei­chern.

Schmitz, Mar­tin: Sym­pa­thie­wer­bung für Mün­chen: Kul­tur­pro­jekt „Münch­ner Lö­wen­pa­ra­de” vor­ge­stellt. ganz-münchen.de (09/2015).

Ei­ni­ge Jah­re spä­ter wäh­rend mei­ner Stu­di­en­zeit lief ich fast täg­lich an ei­ni­gen die­ser wun­der­schön be­mal­ten Lö­wen am Münch­ner Sie­ges­tor vor­bei, ohne die­se wirk­lich wahr­zu­neh­men. Ir­gend­wann wa­ren die bun­ten Kat­zen auch nicht mehr da, wie sich her­aus­stell­te, wur­den die­se ver­stei­gert und so­mit im gan­zen Land ver­teilt.

Hin und wie­der gehe ich ger­ne in die Sau­na und so fuhr ich vor Kur­zem in die Ther­me Bad Steben und sah vor dem Ge­bäu­de zwei die­ser ehe­ma­li­gen Münch­ner Lö­wen wie­der. Mein gan­zer Auf­ent­halt in der Ther­me be­stand auf­grund der Wie­der­erken­nung die­ser Kunst­ge­gen­stän­de dar­aus, an mei­ne be­son­ders schö­ne Stu­di­en­zeit zu den­ken.

Aus Sicht ei­ner se­mi­pro­fes­sio­nel­len Bast­le­rin ist Bas­teln:

Man könn­te mei­nen, wenn man mei­ne An­lei­tun­gen so an­schaut, dass das Bas­teln to­tal an­stren­gend ist. Bei mir ist es ge­nau das Ge­gen­teil! Beim Bas­teln schal­te ich völ­lig ab. Ich neh­me mir et­was vor und ver­lie­re mich dar­in. Wenn das Mo­tiv dann ir­gend­wann fer­tig ist, ist das Ge­fühl der Er­fül­lung und Be­stä­ti­gung je­des Mal un­be­schreib­lich groß.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka ali­as DAoC­FrEak - 2015.

Fazit

Men­schen bas­teln also, weil sie ihr na­tür­li­ches Be­dürf­nis ihre Krea­ti­vi­tät aus­zu­le­ben be­frie­di­gen wol­len.

Dass die­ses Be­dürf­nis nicht bei al­len Men­schen gleich aus­ge­prägt ist, soll­te je­dem klar sein. Oft­mals bas­telt man, ohne zu wis­sen, dass man es tut. Syn­ony­me vom Verb bas­teln sind ge­stal­ten und an­fer­ti­gen.

Syn­ony­me für: bas­teln - ge­stal­ten, an­fer­ti­gen [...].

Eis­bär Me­dia GmbH: Syn­ony­me für: bas­teln | Be­deu­tung. synonyme.woxikon.de (09/2015).

Dem­nach bas­teln Sie auch, wenn Sie eine Web­sei­te er­stel­len, ei­nen Tel­ler an­rich­ten, di­gi­ta­le Fo­tos Ih­rer Kat­zen mit Sprü­chen ver­se­hen oder Schwarz­fo­lie an die Heck­schei­be Ih­res Au­tos kle­ben.

Ver­wand­te The­men:

Gute Er­fah­rung mit Da­Wan­da
CREATIVA - un­se­re Er­fah­run­gen

Buch selbst binden: Coptic Stitch - Anleitung

Im Jah­re 2012 ha­ben vor al­lem nord­ame­ri­ka­ni­sche Bast­le­rin­nen die his­to­ri­sche Buch­bin­de­tech­nik Cop­tic Stitch bzw. Cop­tic Bin­ding (dt. Kop­ti­sche Naht bzw. Kop­ti­sche Bin­dung) wie­der ent­deckt und über so­zia­le Netz­wer­ke in den deut­schen Bas­tel­raum ver­brei­tet. Die Kop­ten sind an­ge­hö­ri­ge der Kop­ti­schen Kir­che, die zir­ka 200 vor Chris­tus in Ägyp­ten ent­stand. An­thro­po­lo­gisch ge­se­hen gel­ten die Kop­ten als Nach­fah­ren der al­ten Ägyp­ter.

The Copts are the de­scen­dants of the an­ci­ent Egyp­ti­ans.

An­ba­bo­la: Histo­ry of the Cop­tic Or­tho­dox Church. de.scribd.com (03/2015).

Bild von zwei roten Büchern mit Coptic Stitch Binding Technik

Die Kop­ten wa­ren in geis­tes­wis­sen­schaft­li­cher Hin­sicht ih­ren Zeit­ge­nos­sen weit vor­aus. Sie spre­chen auch heu­te teil­wei­se noch die alt­ägyp­ti­sche Spra­che, ha­ben eine ei­ge­ne Schrift ent­wi­ckelt (cop­tic fonts), kop­ti­sche Kunst war sei­ner­zeit schon be­rühmt und wäh­rend­des­sen über­all noch auf Schrift­rol­len ge­schrie­ben wur­de, näh­ten die Kop­ten Pa­py­rus zwi­schen zwei Holz­ein­bän­de und hat­ten da­mit auf das heu­ti­ge Buch­de­sign gro­ßen Ein­fluss.

Cop­tic stitch bin­ding pro­du­ced co­di­ces, which was es­sen­ti­al­ly she­ets of pa­per sta­cked bet­ween woo­den co­vers. [...] Ear­ly Cop­tic Books were writ­ten on pa­py­rus.

Reinfeld, Fred: Cop­tic Book­bin­ding: Past, Pre­sent, and Fu­ture. just-book-binding.com (03/2015).

Wenn Sie also ein Buch selbst bin­den möch­ten, ist die alt­be­währ­te und künst­le­risch sehr an­spre­chen­de Cop­tic Stitch Me­tho­de die bes­te Wahl.

Bild von Coptic Stitching Buch mit Monster Gesicht aus FIMO (DAoCFrEak/Vroni)
Da­bei ist nicht nur das Buch­bin­den selbst ein Er­leb­nis. Ich habe bei­spiels­wei­se ein Cop­tic Stitch Buch, wel­ches 17,5 Zen­ti­me­ter hoch und 12 Zen­ti­me­ter breit ist, mit ei­nem Mons­ter­ge­sicht aus FIMO und Re­sin ver­ziert.

Buch binden - wenig Material vonnöten

Bild von zwei selbst gebundenen Büchern, die schwarz und rot sind.Für die Buch­sei­ten ver­wen­de­te ich 14 Sei­ten ganz ge­wöhn­li­ches Ton­pa­pier. Als Buch­de­ckel nahm ich zwei Stü­cke Kar­ton­pa­pier zur Hil­fe, die ich mit farb­lich pas­sen­dem Ton­pa­pier be­kleb­te. An­sons­ten ka­men nur noch ein spit­zes Dot­ting­tool, zum Ein­ste­chen der Lö­cher, ein Li­ne­al mit Blei­stift, eine ge­wöhn­li­che Näh­na­del und ein schwar­zer Fa­den zum Ein­satz. Zu­nächst fal­te­te ich jede der 14 Sei­ten ge­nau in der Mit­te.

Bilder vom vorbereiten der Papierseiten

Im An­schluss leg­te ich im­mer zwei ge­fal­te­te Sei­ten, Rü­cken an Rü­cken, in­ein­an­der. Wei­ter nahm ich eine zu­sam­men­ge­leg­te Sei­te und setz­te mir die Mar­kie­run­gen am Rü­cken, wo ich die Lö­cher ha­ben möch­te. Bei mir sind die Lö­cher, an je­dem Bu­chen­de, bei 3 und bei 5 Zen­ti­me­tern. Da­nach leg­te ich die nun­mehr 7 Buch­sei­ten auf­ein­an­der und über­trug mei­ne Mar­kie­run­gen. Fol­gend stach ich mit­hil­fe ei­nes Dot­ting­tools in jede Buch­sei­te klei­ne Lö­cher ein.

  • Für den Buch­de­ckel nahm ich mir zu­nächst ein Li­ne­al und ging von der lan­gen Kan­te 1,5 cm nach in­nen. Nun zog ich mir mit dem Blei­stift eine Hilfs­li­nie.
  • Auf mei­ne Hilfs­li­nie über­trug ich nun die Loch­mar­kie­run­gen der Sei­ten. Dazu leg­te ich eine Sei­te an der Hilfs­li­nie an und mar­kier­te mir die Loch­punk­te mit dem Blei­stift.
  • Mit dem spit­zen Dot­ting­tool stach ich nun klei­ne Lö­cher in den Buch­de­ckel. An­schlie­ßend wie­der­hol­te ich die Schrit­te mit dem zwei­ten Ele­ment.

Nun sind die Vor­be­rei­tun­gen ab­ge­schlos­sen, das Zu­sam­men­nä­hen des Bu­ches kann be­gin­nen.

Anleitung fürs Coptic Stitching

Zum Nä­hen des Bu­ches ver­wen­de­te ich eine Na­del mit dop­pel­tem Fa­den. Dann nahm ich mir die ers­te Sei­te und ei­nen Buch­de­ckel zur Hand. Ich klapp­te die Sei­te auf, wähl­te das äu­ße­re Loch rechts au­ßen und stach mit der Na­del nach au­ßen. An­schlie­ßend zog ich den Fa­den straff, bis die­ser durch den klei­nen Kno­ten im In­ne­ren ge­bremst wird.

Bilder vom Binden eines Bucheinbandes mit einer NähnadelAls Nächs­tes be­fes­tig­te ich den De­ckel. Mit der Na­del stach ich von au­ßen durch den Buch­de­ckel und führ­te den Fa­den links ne­ben dem Ver­bin­dungs­fa­den, zwi­schen ers­ter Sei­te und De­ckel, vor­bei (sie­he Bild). An­schlie­ßend fi­xier­te ich das Gan­ze, in­dem ich mei­ne Na­del ein­mal um den Ver­bin­dungs­fa­den wi­ckel­te. Da­nach stach ich zu­rück in das ers­te Loch. An­schlie­ßend ging es wei­ter mit Loch 2. Bei die­sem, wie auch bei den Lö­chern 3 und 4, wie­der­hol­te ich die Be­fes­ti­gungs­schrit­te.

Auf­ge­passt: An­ge­kom­men am letz­ten Loch, wird nach dem Fest­nä­hen die Na­del samt Fa­den nicht mehr in die ers­te Sei­te zu­rück­ge­sto­chen.

Bilder vom Binden eines Buches mit einer NähnadelJetzt wer­den näm­lich alle Sei­ten nach dem glei­chen Prin­zip an­ge­näht. Ich stach von Loch 4 der ers­ten Sei­te in das dar­über­lie­gen­de Loch der zwei­ten Sei­te. Im An­schluss führ­te ich den Fa­den am nächs­ten Loch wie­der nach au­ßen. Wie im Bild lenk­te ich den Fa­den durch den un­te­ren Fa­den und ging dann zu­rück in das Loch. Ich wie­der­hol­te die­se Schrit­te nun mit al­len wei­te­ren Lö­chern so­wie Sei­ten, aus­ge­nom­men der letz­ten Sei­te.

Tipp: Wech­seln Sie den Fa­den stets im In­ne­ren der Sei­te. Sie kön­nen die­sen so­wohl ganz leicht ver­kno­ten als auch eben­so naht­los mit ei­nem neu­en Fa­den das Buch­bin­den fort­füh­ren.

Bilder vom Vernähen von PapierseitenDer zwei­te Buch­de­ckel wird zeit­gleich mit der letz­ten Sei­te an­ge­näht. Ich leg­te mir bei­de Tei­le griff­be­reit zur Hand. Die Na­del führ­te ich zu­nächst von au­ßen durch den Buch­de­ckel, zog den Fa­den straff und wi­ckel­te die Na­del ein­mal un­ter dem Be­fes­ti­gungs­fa­den, zwi­schen vor­letz­ter Sei­te und De­ckel, hin­durch. Erst da­nach stach ich durch das ers­te Loch der letz­ten Sei­te. Am nächs­ten Loch pieks­te ich wie­der nach au­ßen. Nun stell­te ich die Ver­bin­dung zur un­te­ren Sei­te her, wie ich dies bis­her bei den an­de­ren Sei­ten auch ge­macht habe. Schließ­lich band ich den Buch­de­ckel an. Ich stach wie­der von au­ßen durch den De­ckel, um­wi­ckel­te den Fa­den und wie­der­hol­te die Tech­nik bei den rest­li­chen Lö­chern.

Letzte Handgriffe und Besonderheiten

Bild vom Abschneiden des Fadens in der BuchinnenseiteMit dem letz­ten Loch schloss ich mein Buch ab. Den Fa­den ver­näh­te ich im In­ne­ren am Loch der letz­ten Sei­te mit ei­nem zwei­fa­chen Kno­ten. Am Ende schnitt ich den rest­li­chen Fa­den knapp hin­ter dem klei­nen Kno­ten ab. Beim Blät­tern in Ih­rem Buch wer­den Sie fest­stel­len, dass im­mer in der Mit­te der vor­ab zu­sam­men­ge­leg­ten Sei­ten der Fa­den von Loch zu Loch ent­lang läuft und die­se fi­xiert. Wenn Sie sich Ih­ren Buch­rü­cken ge­nau­er an­se­hen, wer­den Sie zu­dem be­mer­ken, dass sich an den Sei­ten und in der Mit­te ein ein­heit­li­ches Mus­ter ab­bil­det.

Fazit

Rückseite von Buch, welches mit einer Fimo Haut überzogen istVer­schie­de­ne Bü­cher nach der ge­schichts­träch­ti­gen Cop­tic Stitch Tech­nik selbst zu bin­den hat mir sehr viel Spaß ge­macht. Wenn man den Bo­gen ein­mal raus hat, geht das Nä­hen fast wie von selbst und wird zur Sucht. Wuss­ten Sie, dass das äl­tes­te Buch auf eu­ro­päi­schem Bo­den, wel­ches nach die­ser Me­tho­de ge­bun­den wur­de, aus dem Jah­re 698 und ein eng­li­sches Kir­chen­buch na­mens „St Cuth­bert Gos­pel”, mit la­tei­ni­scher Hand­schrift ist?

[...] very ear­ly Eu­ropean bin­dings to sur­vi­ve use the Cop­tic sewing tech­ni­que, no­ta­b­ly the St Cuth­bert Gos­pel in the Bri­tish Li­bra­ry (c. 698) [...]

Har­ri­son, Ju­li­an: St Cuth­bert Gos­pel Saved for the Na­ti­on. britishlibrary.typepad.co.uk (03/2015).

Im Un­ter­richts­fach „Hand­ar­beit und Wer­ken” habe ich als Kind in der Schu­le Nä­hen, Stri­cken und Hä­keln ge­lernt. War­um nicht so et­was Na­ti­ves und Nütz­li­ches wie das Bin­den von Bü­chern auf dem Lehr­plan steht ist mir ein Rät­sel.

Ver­wand­te The­men:

Was ist Rain­bow Loom?
Kann man Ess­pa­pier wirk­lich es­sen?

Rainbow Loom und Rubber Loops - was ist das?

Seit An­fang 2014 ist der ame­ri­ka­ni­sche Bas­tel­trend, aus klei­nen, bun­ten Gum­mi­ö­sen Arm­bän­der, Gür­tel, Hals­ket­ten, Rin­ge und Ver­zie­run­gen fürs Smart­pho­ne zu flech­ten, ge­för­dert von der Bas­tel­mes­se CREATIVA und You­Tube, in den deutsch­spra­chi­gen Raum über­ge­schwappt. Für die­se Bas­tel­tech­nik wur­de im Jah­re 2011 der Rain­bow Loom (Re­gen­bo­gen Web­stuhl), von Che­ong Cho­on Ng in Mi­chi­gan (USA), ent­wi­ckelt. Die dazu pas­sen­den Gum­mi­ö­sen wer­den als Rub­ber Loops be­zeich­net. Aus un­ter­schied­li­chen Web­tech­ni­ken las­sen sich bun­te Rub­ber Bands (Gum­mi­bän­der) bas­teln, die vor al­lem bei Kin­dern sehr im Trend lie­gen.

Eine Millionenidee - Rainbow Loom

Bild von Rubber Loops von FoliaIn­spi­riert durch sei­ne Toch­ter, die mit ge­wöhn­li­chen Gum­mi­bän­dern ein Hals­band bas­tel­te, woll­te Che­ong Cho­on Ng ein Ge­rät ent­wi­ckeln, mit des­sen Hil­fe es ein­fa­cher ist, die Gum­mi­bän­der mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Die Idee für den Rain­bow Loom war ge­bo­ren. In sei­nem Kel­ler ent­stand 2010 der ers­te Pro­to­typ aus Holz, das Peg­board (Steck­ta­fel). Das Board mit sei­nen 39 Er­hö­hun­gen, hat eine Län­ge von 20 Zen­ti­me­tern und eine Brei­te von 5,1 Zen­ti­me­tern.

Die erst­ma­li­gen Pro­duk­ti­ons­kos­ten, das Peg­board aus Plas­tik her­zu­stel­len und die An­mel­dung fürs Pa­tent, be­lie­fen sich auf rund 12.000 Dol­lar.

To have his pro­duct ma­nu­fac­tu­red in the U.S. would have cost Ng $12,000 [...].

Clif­ford, Ca­the­ri­ne: In­ven­tor of the Wild­ly Po­pu­lar ‘Rain­bow Loom’ Wea­ves the Ame­ri­can Dream With Rub­ber Bands in a De­troit Ba­se­ment. entrepreneur.com (01/2015).

Bild von Werkzeug für Rainbow Looms

Ein Rain­bow Loom Kit be­steht da­mals wie heu­te aus ei­nem Peg­board, ei­ner Hä­kel­na­del (Hook Tool), 600 bun­ten Rub­ber Loops und 24 C-Clips (Ver­schluss­ö­sen). Be­son­ders be­liebt wa­ren die Kits bei Mäd­chen in ame­ri­ka­ni­schen Som­mer­camps. Die ge­bas­tel­ten Schmuck­stü­cke wur­den an­schlie­ßend in der Nach­bar­schaft ver­kauft und Video-Anleitungen zum Nach­ma­chen auf You­Tube ver­öf­fent­licht. Durch die da­durch ent­stan­de­ne Po­pu­la­ri­tät, konn­te Ng be­reits im Som­mer 2013 mehr als 1,2 Mil­lio­nen Rain­bow Loom Kits, mit ei­nem Ver­kaufs­preis von um­ge­rech­net 9,00 Euro, ab­set­zen.

he’s sold more than 1.2 mil­li­on Rain­bow Loom kits so far [...].

Need­le­man, Sa­rah E.: Pa­tent Fight Erupts Over Kids’ Fad. wsj.com (01/2015).

In der Zwi­schen­zeit darf sich Che­ong Cho­on Ng Selfmade-Millionär nen­nen, der ste­tig dar­an ar­bei­tet, sei­ne Er­fin­dung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Eine Gabel ersetzt das Pegboard

Bild von Kunst mit Rainbow Loom
Möch­ten Sie oder Ihre Kin­der zu­nächst aus­pro­bie­ren, ob Rain­bow Loom et­was für Sie ist, kön­nen Sie das Gan­ze auch erst ein­mal mit ei­ner Ga­bel aus­pro­bie­ren. Die Rub­ber Loops sind auch ohne Kit, sehr güns­tig, er­hält­lich. Mit die­sen Hilfs­mit­teln lässt sich ein Freund­schafts­arm­band ganz ein­fach her­stel­len.

Bild von vier grünen Rubber Loops um Gabel

Neh­men Sie da­für eine ge­wöhn­li­che Ga­bel mit vier Za­cken und ins­ge­samt 48 Loops. Ich flech­te mit 15 ne­on­pin­ken und 33 ne­on­grü­nen Loops. Sie be­gin­nen das Arm­band mit 2 ne­on­grü­nen Loops. Ein Gum­mi­band le­gen Sie als Acht (ver­kreuzt) um die Ga­bel­za­cken 1 und 2. Der zwei­te Loop wird eben­falls als Acht um die Za­cken 3 und 4 ge­legt.

Wich­tig: Bei die­ser Tech­nik müs­sen Sie die Gum­mi­rin­ge stets nach hin­ten zie­hen, da­mit die­se auf der Vor­der­sei­te der Ga­bel auf Span­nung sind. Ich fi­xie­re mein Ge­flecht fort­wäh­rend mit­hil­fe der lin­ken Hand.

Bilder vom Rubber Looming mit einer Gabel

Als Nächs­tes folgt ein ne­on­pin­kes Gum­mi­band. Dies le­gen Sie als Acht über die Za­cken 2 und 3 über die ne­on­grü­nen Gum­mis. Nun wird das ers­te Mal ge­floch­ten. Ent­we­der grei­fen Sie zur Hä­kel­na­del oder Sie neh­men die Fin­ger zur Hil­fe. Zie­hen Sie den ne­on­grü­nen Gum­mi auf Za­cke 2 über den ne­on­pin­ken Loop nach hin­ten über die Ga­bel­za­cke. An­schlie­ßend wie­der­ho­len Sie den Schritt mit dem ne­on­grü­nen Loop auf Za­cke 3. Nach dem Straf­fen der Gum­mis muss die Farb­fol­ge auf der Vor­der­sei­te der Ga­bel wie folgt lau­ten: Grün, Pink, Pink, Grün.

Wiederholungsschritt für das Muster des Gabelarmbands

Für das Mus­ter des Gum­mi­arm­bands neh­men Sie wie­der 2 Gum­mi­ö­sen. Le­gen Sie ei­nen Loop un­ver­kreuzt über die Ga­bel­za­cken 1 und 2 so­wie ei­nen wei­te­ren un­ver­kreuzt über 3 und 4. Hal­ten Sie die Loops mit der lin­ken Hand fest und he­ben Sie nach­ein­an­der alle Loops der un­te­ren Rei­he über die obe­re Rei­he nach hin­ten über die Ga­bel­za­cken. Die Farb­fol­ge lau­tet nun bei mei­nem Farb­bei­spiel: Grün, Grün, Grün, Grün.

Über das ge­straff­te Ge­flecht auf die mitt­le­ren Za­cken 2 und 3 ge­ben Sie nun ein un­ver­kreuz­tes ne­on­pin­kes Gum­mi­band. Da­nach wer­den nur die mitt­le­ren ne­on­grü­nen Loops über die ne­on­pin­ken Gum­mi­ö­sen nach hin­ten über die Ga­bel­za­cken ge­ho­ben. Die Rück­sei­te sieht jetzt noch sehr chao­tisch aus. Dies än­dert sich al­ler­dings sehr schnell so­bald Sie das Mus­ter ein paar Mal wie­der­holt ha­ben.

Gummiarmband verschließen

Ich schlie­ße mein Rub­ber Band ab, so­bald nur noch ein ne­on­grü­ner Loop üb­rig ist. Dazu wer­den die äu­ße­ren Loops auf den Ga­bel­za­cken 1 und 4 auf die mitt­le­ren Ga­bel­za­cken 2 und 3 ge­ho­ben. Da­nach geht es auf der Rück­sei­te wei­ter, wel­che et­was wild wirkt, ge­strafft je­doch be­reits das Mus­ter des Ban­des zeigt. Fä­deln Sie eine Hä­kel­na­del durch die Schlin­gen der ne­on­grü­nen Loops,

so­dass die­se zeit­gleich auf Ga­bel und Na­del auf­ge­spießt sind. Neh­men Sie den letz­ten ne­on­grü­nen Loop und hän­gen die­sen in die Hä­kel­na­del ein. Zie­hen Sie den Gum­mi­ring durch die Schlin­gen, so­dass je ein Ende an den Sei­ten greif­bar ist. Die über­ste­hen­den En­den neh­men Sie mit der Hä­kel­na­del auf. An­schlie­ßend zie­hen Sie das Arm­band von der Ga­bel und neh­men ei­nen Clip­ver­schluss (C-Clip) zur Hand.

In die eine Sei­te des Clips fä­deln Sie die zwei En­den, wel­che auf der Hä­kel­na­del lie­gen. Für die an­de­re Sei­te neh­men Sie die ers­ten 3 Gum­mi­ö­sen, die zwei ne­on­grü­nen und den ne­on­pin­ken Loop, und be­fes­ti­gen die­se in der zwei­ten Schlau­fe des Clips. Fer­tig ist Ihr Rub­ber Band.

Für wen ist Rainbow Loom geeignet?

Die fest­ge­leg­te Ziel­grup­pe von Rain­bow Loom sind Mäd­chen im Al­ter zwi­schen 8 und 14 Jah­ren. Wenn Sie für Kin­der in die­sem Al­ter ein Ge­schenk su­chen, fah­ren Sie mit ei­nem Rain­bow Loom Kit sehr gut. Ach­tung: Jün­ge­re Kin­der wer­den sich mit dem Zu­sam­men­flech­ten der Gum­mi­bän­der schwer tun, denn die Loops sind oft­mals sehr wi­der­spens­tig. Für wei­te­re Rain­bow Loom An­lei­tun­gen müs­sen Sie prin­zi­pi­ell kein Geld in­ves­tie­ren. Der Her­stel­ler selbst bie­tet auf des­sen YouTube-Kanal eine Viel­zahl an kos­ten­lo­sen Vi­deo­an­lei­tun­gen an. Im Ka­nal mel­det sich auch des Öf­te­ren der Er­fin­der Che­ong Cho­on Ng zu Wort.

Im Ur­sprungs­land USA lässt der Trend mit den bun­ten Gum­mi­bän­dern so lang­sam nach. Spä­tes­tens seit­dem Papst Fran­zis­kus sich mit ei­nem Rub­ber Band ab­lich­ten hat las­sen, ging die Coolnes-Kurve für Kids nach un­ten.

Looks like even the Pope has caught the loom bands cra­ze.

Mio­net­te, In­grid: Pope Fran­cis wears a loom band. thedigitalspy.com (01/2015).

Bild mit Papiereule und Rubber BandFür Pa­pier­bast­ler sind Rub­ber Bands eben­falls in­ter­es­sant, um ein Mo­tiv zu ver­edeln. Im Hand­um­dre­hen sind, wie auf dem Bild zu se­hen, farb­lich pas­sen­de Rub­ber Bands im Paracord-Design ge­zau­bert. Aber auch für Ver­zie­run­gen für Schlüs­sel­an­hän­ger oder als sty­li­sches Band für FIMO Charms sind Rub­ber Bands ge­eig­net.

Fazit

Egal, ob groß oder klein, weib­lich oder männ­lich, Rain­bow Loom macht süch­tig. Wenn Sie ein­mal an­ge­fan­gen ha­ben die klei­nen Gum­mi­ö­sen zu ver­bin­den und fest­stel­len, wie leicht es ist, bei­spiels­wei­se ei­nen Ring zu bas­teln, wol­len Sie di­rekt wei­ter­ma­chen und schwe­re­re Mo­ti­ve flech­ten.

Ich den­ke Rain­bow Loom wird sich lang­fris­tig bei Kin­dern eta­blie­ren. Die Kos­ten für die Kits bzw. Add-ons sind re­la­tiv mo­de­rat und ich selbst habe in mei­ner Ver­wandt­schaft fest­ge­stellt, dass bei den Mäd­chen eine ge­wis­se Grup­pen­dy­na­mik beim „Loo­m­ing” ent­steht. Au­ßer­dem ha­ben die Kids dann gleich et­was, was sie der Mama zum Mut­ter­tag bas­teln kön­nen.

Ver­wand­te The­men:

Was sind Kratz­bil­der?
Quil­ling - Bas­tel­tech­nik mit Pa­pier­strei­fen