Die deutschen Großstädte platzen aus allen Nähten. So wuchs die hessische Börsenstadt Frankfurt am Main zwischen den Jahren 2010 und 2015 um 68.059 Menschen¹. Die bayerische Landeshauptstadt München hat im gleichen Zeitraum sogar 142.307 Bürger² hinzugewonnen. Die Ballungszentren in den Grenzen der BRD sind vor allem wegen der hohen Luftqualität beliebt. Bis zu 66 Mikrogramm³ Stickoxide kann ein Kubikmeter gute Stadtluft beinhalten. Diese Edelgase entstehen leider nur bei der Verbrennung von hochwertigem Dieselkraftstoff, sodass ländliche Regionen auch weiterhin einen großen Bevölkerungsschwund erleiden werden. Schließlich sind die paar Traktoren einfach zu wenig um die Stickstoffdioxidwerte hochzuhalten und damit das Leben im Outback attraktiv zu machen.
Im Prinzip wäre es kein Problem, wenn die Deutschen der guten Luft hinterherziehen würden. Doch leider führt die Landflucht dazu, dass die Immobilienpreise in den Metropolregionen explodieren. Aus diesem Grund hat die Politik im Jahre 2015 eine bundesländerübergreifende Mietpreisbremse eingeführt. Dieses Instrument war allerdings dermaßen kompliziert gestaltet, dass es vollkommen wirkungslos blieb.
Angela Merkel: „Die Mietbremse haben wir gemacht, okay. Aber es hat sich auch gezeigt, dass sie das Problem nicht löst.”
Zitelmann, Rainer: Merkel: Mietpreisbremse gescheitert. tichyseinblick.de (08/2017).
Erst zwei Jahre später widmeten sich die Landesregierungen der wahren Ursache des Problems. Denn wenn der Stickoxidgehalt in den urbanen Gebieten wieder genau so niedrig wie auf dem flachen Land ist, dann haben die Menschen keinen Grund mehr in die Großstädte zu ziehen.
Deshalb wird es zukünftig in dicht besiedelten Regionen immer häufiger Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge geben.
Die Fahrverbote kommen. In Stuttgart wird es für Dieselautofahrer ab 2018 ernst.
Freak Akid: Der Autoskandal - Deutschlands Vorzeigebranche in der Krise. youtube.com (08/2017).
Falls Sie trotz alledem nicht auf einen ineffizienten Benziner umsteigen möchten, dann sollten Sie sich ein Dieselross anschaffen. Diese Traktorenserie der Firma Fendt gilt nämlich als Oldtimer und ist somit von bösen Fahrverboten ausgenommen.
Sofern es keine neue übergeordnete Regel gibt, haben sie freie Fahrt. „In Deutschland sind Oldtimer mit H-Kennzeichen [...] nach bundesgesetzlichen Regelungen vom Fahrverbot ausgenommen [...] sagt Stefan Ferber, Leiter des Düsseldorfer Umweltamtes.
Breitkopf, Thorsten: H-Kennzeichen. Oldtimer-Fahrer dürfen weiter Gas geben. rp-online.de (08/2017).
Wenn Sie im Hochsommer mit Ihrem Cabrio-Dieselross kraftvoll durch die Innenstadt tuckern, dann werden Ihnen Passanten womöglich freudig zuwinken, da Sie auf einem Stück deutscher Geschichte sitzen.

Fendt Traktoren wie mein selbst gebasteltes Dieselross F17 LG aus dem Jahre 1957 waren nämlich maßgeblich für das deutsche Wirtschaftswunder verantwortlich. So konnte das südbayerische Traditionsunternehmen aufgrund der hohen Werksautomatisierung im Jahre 1950 trotz Rohstoffmangels über 3000 erschwingliche Dieselrösser ausliefern. Dies war seinerzeit enorm wichtig, damit die noch vom Krieg gebeutelten Landwirte auch ohne viele Helfer eine lückenlose Volksernährung gewährleisten konnten.
Die Kapazität der Vorkriegsjahre, die bei einem jährlichen Ausstoß von etwa 1000 Maschinen lag, konnte trotz aller Rohstoffschwierigkeiten im Jahre 1950 bereits auf über 3000 Maschinen aller Typen erhöht werden [...].
FendtVideo: Fendt Dieselross - Das beste Pferd in deinem Stall. youtube.com (08/2017).
Traktoren von Fendt hatten damals aber nicht nur aussagekräftige Namen und eine große historische Verantwortung, sondern vor allem auch ein schickes Design. Ich orientierte mich beim Basteln nur deshalb an einem Dieselross F17 LG, da diese Zugmaschine wie ein etwas modernerer Bulldog aussieht. Das bedrohliche Wort Bulldog wird oftmals fälschlicherweise als Synonym für Traktor verwendet. In Wahrheit ist der Bulldog allerdings ein Ackerschlepper der Firma Lanz, der in den 1920er Jahren entwickelt wurde.
Jeder „Bulldog” ist ein Traktor. Aber: Sag niemals nur Traktor zu einem „Bulldog”.
Kaminski, Frank: Sag niemals nur Traktor zu einem „Bulldog”! In: Gießener Anzeiger. Ausgabe 110 (2010). S. 49.
Mein Papiertraktor hat kein Wetterdach und würde alleine deshalb schon bei mir hier in Bayern als Bulldog bezeichnet werden. Dafür verfügt meine kräftige Landmaschine über vier bewegliche Räder und einen langen Auspuff, aus dem garantiert keine Stickoxide herausqualmen.

Die hier abgebildeten Dieselrösser in Modellform sind 18 Zentimeter lang, 11,5 Zentimeter breit und 12,5 Zentimeter hoch. In der folgenden Bastelanleitung erzähle ich Ihnen nun, wie Sie mithilfe meiner Schablonen selbst zu einem solchen Papiertraktor kommen.
Traktor aus Papier basteln - Anleitung
Zum Basteln eines Traktors verwendete ich Tonpapier und dünnes Krepppapier in drei aufeinander abgestimmten Farben. Dezente Verzierungen malte ich mit unterschiedlichen Acrylfarben auf. Für die Reifenpartie nahm ich des Weiteren eine Moosgummiplatte und einen Verpackungskarton zur Hilfe, der circa drei Millimeter dick war. Außerdem kamen Schaschlikspieße für die Achsen und eine cremefarbene Modellierpaste für die beiden Scheinwerfer zum Einsatz. Neben diesen Kernmaterialien sollten Sie sich zudem noch eine Schere, einen flüssigen Kleber, ein Falzbein samt Lineal, ein Bastelmesser, einen Eyelet-Setter und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zurechtlegen.
Hinweis: Um die Stabilität meines Traktors zu erhöhen, habe ich die Bauteile für den Motorblock und für das Fahrwerk verstärkt. Dafür klebte ich einfach immer zwei identische Tonpapierlagen aufeinander. Somit erhielt die Basis meines Gefährts an jeder Seite eine Grammatur von 260 g/m².
Ich begann mit dem Basteln des Fahrwerks und damit mit Schablone #1. Nachdem ich das größere Element auf dieser Vorlage zurechtgeschnitten und verstärkt hatte, falzte ich zunächst einmal sämtliche Knick- und Klebelinien. Gleich darauf schoss ich die fünf Löcher an den X-Markierungen mithilfe eines handelsüblichen Eyelet-Setters ein. Im nächsten Schritt nahm ich dann ein scharfes Bastelmesser zur Hand und schnitt damit die beiden Linien frei, um später den Sitz und den Motorblock im Fahrwerk verankern zu können.
Nun verklebte ich das präparierte Bauteil mit sich selbst, sodass es daraufhin wie eine Schachtel aussah. Die Unterseite dieses Rechtecks verstärkte ich dann abschließend noch mit zwei Querstreben, die ich zuvor aus dem kleinen Element von Schablone #1 angefertigt hatte.
Nachdem mein strapazierfähiges Chassis einsatzbereit war, stellte ich den Motorblock von Schablone #2 her. Dazu fertigte ich mir als Erstes alle Einzelteile auf diesem Schnittmuster aus Tonpapier an. Danach kümmerte ich mich zunächst einmal intensiv um das kleine Lenkerelement.
- In dieses musste ich nämlich nach dem Falzen erneut ein Loch für die Lenkerstange einschießen. Als das erledigt war, schob ich die untere Klebelasche des Bauteils durch den zweiten Einschnitt im Fahrwerk. Daraufhin drehte ich das Chassis um, sodass ich das Lenkerelement sauber ankleben konnte.
- Im nächsten Schritt fixierte ich die lange Motorhaube zuerst am bereits verankerten Lenkerelement und danach an den Seiten des Fahrwerks.
Zu guter Letzt brachte ich noch den Kühler am vorderen Ende des Traktors an. Damit hatte ich die Montage des Motorblocks vollendet.
Bequemer Fahrersitz für lange Arbeitstage
Bevor ich den gemütlichen Fahrersitz am Traktor anbringen konnte, musste ich zunächst die Sitzbank von Schablone #3 am Chassis befestigen. Dazu verklebte ich dieses Element zuerst mit sich selbst. Gleich danach verankerte ich die Sitzbank über den ersten Einschnitt im Fahrwerk.
Direkt im Anschluss baute ich den äußerst bequemen Sitz aus zwei verschiedenen Moosgummielementen zusammen.
- Nun nahm ich dünne Krepppapierstreifen zur Hand und kaschierte damit die unschönen Klebekanten. Hingegen die weiten Flächen des Sitzes verkleidete ich mit einem geprägten Tonpapier. Außerdem bemalte ich das Ganze abschließend noch mit gelber Acrylfarbe.
Währenddessen mein Fahrersitz trocknete, bereitete ich eine luxuriöse Luftfederung für die Sitzbank vor. Dazu fertigte ich zwei schwarze Moosgummiplatten mithilfe von Schablone #3 an, die ich direkt im Anschluss akkurat aufeinanderklebte. Gleich danach befestigte ich die weiche Federung auf der Sitzbank. Daraufhin nahm ich den Sitz und fixierte diesen wiederum mittig auf der Luftfederung. Damit verfügt der Papiertraktor über eine hochwertige Sitzkonstruktion, die es dem Landwirt erlaubt, auch lange Arbeitstage auf dem Feld ohne große Wirbelsäulenschäden zu überstehen.
Große Traktorreifen mit mächtigem Stollenprofil
Natürlich möchte der Bauer beim Traktorfahren nicht nur gesund, sondern vor allem auch sauber bleiben. Aus diesem Grund brachte ich mithilfe von Schablone #4 vier Radkästen an meinem Dieselross an.
Dazu fertigte ich zunächst zwei große und zwei kleine gezackte Halterungen aus Tonpapier an. Als ich diese Bauteile dann gefalzt und gelocht hatte, fixierte ich die Radkastenstützen an den Seiten des Fahrwerks. Dabei achtete ich darauf, dass die Löcher in den Halterungen genau über den Löchern in der Karosserie lagen.
- Direkt im Anschluss klebte ich die Radkastenbleche über die gefalzten Zacken. Jedes Blech bestand dabei aus zwei Moosgummilagen, die oben und unten von jeweils zwei Tonpapierlagen ummantelt wurden.
Wie schon beim Fahrersitz verkleidete ich auch die Klebestellen der Radkästen abschließend noch mit dünnen Krepppapierstreifen. Außerdem veredelte ich die massiven Bleche, indem ich diese mit roter Acrylfarbe bemalte.
Nach den vorangegangenen Schritten sah mein Dieselross so aus, als hätte es eine Nacht in Duisburg-Marxloh verbracht. Um dies zu ändern, bastelte ich nun die vier typischen Traktorreifen. Dafür legte ich mir zunächst einen drei Millimeter dicken Verpackungskarton zurecht, den ich noch vom Onlineshopping übrig hatte.
- Danach schnitt ich aus dem Karton mithilfe von Schablone #5 acht kleine und 16 große Kreise aus. Gleich darauf schoss ich in die Mitte jeder Scheibe ein Loch, das vom Umfang so groß war, dass ein gewöhnlicher Schaschlikspieß gerade so hindurchpasste.
Im nächsten Bastelschritt klebte ich dann zweimal acht große und zweimal vier kleine Kartonscheiben symmetrisch aufeinander. Damit hatte ich die vier runden Reifengerüste fertiggestellt, die ich nun noch mit schwarzen Laufflächen und gelben Tonpapierradkappen verzierte. Außerdem stattete ich die breiten Laufflächen der beiden großen Hinterräder zusätzlich mit jeweils 15 v-förmigen Moosgummistollen aus. Die Vorlage dafür befindet sich ebenfalls auf Schablone #5.
Dieselross für das Oldtimertreffen aufpolieren
Die vier Traktorräder befestigte ich an zwei Schaschlikspießen, die als Achsen aus den Löchern der Radkästen ragten. Daraufhin verschönerte ich meine Zugmaschine noch, indem ich eine schmale Zierleiste mit goldener Acrylfarbe auf die Karosserie malte. Außerdem stattete ich meinen Schlepper mit zwei Rücklichtern und einem schlichten Lenkrad von Schablone #6 aus.
Bei den Frontscheinwerfern wollte ich es mir allerdings nicht ganz so leicht machen, weshalb ich diese aus der Quilling-Figur Tight Coil angefertigt habe.
- Dazu schnitt ich mir zwei Tonpapierstreifen zurecht, die jeweils 75 Zentimeter lang und 0,7 Zentimeter breit waren.
- Danach drehte ich jeden Papierstreifen mithilfe eines eingeschnittenen Schaschlikspießchens so auf, dass dadurch dicke Schnecken entstanden, die jeweils einen Durchmesser von 1,5 Zentimetern hatten.
- Nach dem Aufdrehen drückte ich das Innere meiner Schnecken nach hinten. Damit das Ganze dauerhaft seine Scheinwerferform behielt, tröpfelte ich einen weißen Kleber auf Wasserbasis in die Hohlräume meiner Figuren.
- Als dieser besondere Klebstoff dann getrocknet war, füllte ich beide Hohlräume mit Moosgummi auf, den ich daraufhin wiederum mit einer cremefarbenen Modellierpaste bestrich.
Sobald die gelartige Paste getrocknet war, klebte ich meine außergewöhnlichen Traktorscheinwerfer symmetrisch zueinander vorne am Motorblock fest.
Ein weiteres Highlight meines Traktors ist der große Auspuff. Auch beim Anfertigen dieses Accessoires machte ich mir die Quilling-Technik zunutze. Deshalb schnitt ich mir zunächst einmal folgende Tonpapierstreifen zurecht:
- Sockel: 2x 75 Zentimeter lang und 0,7 Zentimeter breit.
- Auspuffrohr: 1x 25 Zentimeter lang und 3,5 Zentimeter breit.
- Auspuffabdeckung: 1x 60 Zentimeter lang und 0,5 Zentimeter breit.
Als Erstes drehte ich mir für den Sockel zweimal die Quilling-Figur Tight Coil mit jeweils einem Durchmesser von 1,5 Zentimetern. Eine der Schnecken spitzte ich ähnlich wie die Frontscheinwerfer an, ehe ich diese auf die zweite Figur klebte. Das Ganze umwickelte ich anschließend mit einem Verbindungsstück, das zehn Zentimeter lang und einen Zentimeter breit war. Als Nächstes klebte ich das schmale Auspuffrohr unten am Sockel fest.
- Direkt im Anschluss fertigte ich mir aus meinem letzten Papierstreifen eine weitere leicht angespitzte Tight Coil Quilling-Figur mit einem Durchmesser von einem Zentimeter an. Diese kleine Auspuffabdeckung fixierte ich dann an der noch freien Seite des Auspuffrohrs.
Nachdem ich daraufhin meine hochwertige Auspuffanlage mit schwarzer Acrylfarbe bemalt und seitlich am Motorblock angeklebt hatte, war mein Dieselross endlich bereit für die Feldarbeit.
Der Traktor ist ein sauberes und sicheres Nutzfahrzeug
Mein nachahmenswerter Papiertraktor ist ein ideales Bastelmotiv für kalte und verregnete Herbsttage. Die vielen kleinen Details und Techniken erfordern nämlich viel Ausdauer. Selbst mit vorbereiteten Schablonen habe ich es nicht geschafft, ein Dieselross in unter sieben Stunden zu basteln. Doch die Mühe lohnt sich, da Sie am Ende einen total süßen Oldtimer vor sich stehen haben, der so manchem Traktorfreund die Tränen in die Augen treiben wird.
Generell wäre es wohl besser für die Welt, wenn die Menschen nur noch Traktoren anstelle von Autos fahren würden. Zumindest gäbe es dann weniger Verkehrstote. Denn aufgrund dessen, dass die Landmaschinen sehr laut sind und relativ langsam fahren, käme wohl kein nordafrikanischer Mann auf die Idee, mit diesen Fahrzeugen gezielt eine Menschenmenge umzumähen.
Die Polizei geht davon aus, dass der Marokkaner am Donnerstag das Tatfahrzeug bei dem Anschlag in Barcelona gesteuert hat. Er fuhr mit einem Lieferwagen in der Flaniermeile Las Ramblas Passanten nieder.
Neidinger, Guido: Polizei tötet Terror-Verdächtigen von Barcelona. verlagshaus-jaumann.de (08/2017).
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¹Stadt Frankfurt am Main: Bevölkerung. frankfurt.de (08/2017).
²Landeshauptstadt München: Referat für Stadtplanung und Bauordnung. muenchen.de (PDF) (08/2017).
³Wurnig, Dominik: Berliner Luft ist schlechter als gedacht. rbb24.de (08/2017).








Müsste ich eine rote Elektrolokomotive der Deutschen Bahn AG als Geschenk zum Ruhestand entgegennehmen, wäre ich innerlich ziemlich traurig. Ich würde mir wohl wie ein beliebig austauschbares Werkzeug vorkommen, welches ausrangiert und auf das Abstellgleis gestellt werden soll. Hingegen wenn mir jemand eine einzigartige Dampflok zum beruflichen Abschied schenken würde, hätte ich vor Rührung Tränen in den Augen. Denn diese alten Stahlrösser sahen nicht nur umwerfend gut aus, sondern standen vor allem für Fortschritt, Kraft, Ausdauer und Entwicklungsfähigkeit.
Damit die Lokomotiven schneller fahren konnten, mussten die Dampfkessel immer größer werden. Dies führte zu einem neuen Problem. Der Zugführer konnte dadurch nämlich schon bald nicht mehr sehen, was vor ihm auf den Gleisen war. Vor allem im Süden der USA führte dies seinerzeit oftmals zu Kollisionen mit
Trotz vieler Kinderkrankheiten wurden Dampflokomotiven schnell unverzichtbare Stützpfeiler ganzer Gesellschaften. Damit lässt sich die Entwicklungsgeschichte der stählernen Transportmaschinen gut mit dem Arbeitsleben eines Menschen vergleichen. Zudem zeigen die tuckernden Kolosse kürzlich aus dem Beruf ausgeschiedenen Senioren, wie wichtig sie weiterhin für die Gemeinschaft sind. Denn auch wenn Dampflokomotiven seit dem 26.10.1977 in Deutschland nicht mehr gewinnbringend eingesetzt werden können, sind diese dennoch nicht auf der Strecke geblieben. So bieten die alten Zugmaschinen heute nicht nur lehrreiches Anschauungsmaterial für angehende Ingenieure und Historiker, sondern sind zugleich immer ein idyllisches Freizeiterlebnis für die ganze Familie.

Zum Basteln einer Lokomotive verwendete ich in erster Linie
Zuallererst stellte ich den Unterboden der Lok her. Dazu fertigte ich die Elemente von Schablone #1 aus Tonpapier an. Nach dem Verstärken, Einschneiden und Falzen schoss ich außerdem sechs Löcher für die Achsen mithilfe eines Eyelet-Setters in das große Element ein. Daraufhin stellte ich die Knicklinien des Fahrgestells gerade auf und verklebte diese mit sich selbst, sodass das Ganze darauffolgend wie ein
Als Nächstes bastelte ich das eckige Führerhaus von Schablone #2. Ich schnitt die fünf rundlichen Fenster mithilfe eines Bastelmessers frei und falzte im Anschluss die Knick- und Klebelinien. Danach klebte ich das präparierte Häuschen symmetrisch über die Rückseite des bereits fertiggestellten Unterbodens. Das Motiv sah nach diesen Bastelschritten fast ein wenig wie ein Sattelschlepper ohne Dach aus.
Zwischen den beiden zusammengeklebten Kesselwänden befand sich nun noch eine Schweißnaht. Diese kaschierte ich abschließend mit der breiten Zierleiste von Schablone #3. Als Nächstes brachte ich die Kesselfront von Schablone #4 an. Dazu klebte ich die gezackten Klebelaschen der verstärkten Verbundleiste an einem Kesselgrill fest. Die unschönen Klebestellen verkleidete ich darauffolgend mit dem zweiten Grillelement. Im Anschluss klebte ich die Verbundleiste vorne so auf den Kessel, dass dieser durch die Front komplett verschlossen wurde.


Als Nächstes brachte ich die Zierstreifen und das Licht von Schablone #7 am Kessel an. Hinweis: Die Vorderseite des Lichts dekorierte ich ebenfalls mit weißer Modellierpaste. Anschließend fertigte ich die ganzen abstehenden Einzelteile an. Dafür machte ich mir die Quilling-Technik zunutze, welche aus einzelnen Papierstreifen besteht. Aus folgenden Tonpapierstreifen drehte ich mir mithilfe eines angeschnittenen Schaschlikspießes modifizierte 
Meine Papierlok ist mit Absicht ein Motiv für erfahrene Bastler. Ich konnte mir nämlich nicht vorstellen, dass ein Anfänger auf die Idee kommt, einem Kollegen oder einem Familienmitglied etwas Derartiges zu basteln. Zum Anfertigen eines Exemplars benötigte ich einen ganzen Arbeitstag. Übrigens lässt sich mit der interessanten Entwicklungsgeschichte der Lokomotive nicht nur das Arbeitsleben eines Menschen, sondern auch die Automatisierung der Gesellschaft widerspiegeln.
Dass Deutsche schon immer gerne flott unterwegs waren, beweist die Tatsache, dass selbst der kleiner motorisierte Golf Mk1 mit einer sportlichen 1,1-Liter-Maschine und 50 PS verfügbar war. Gasgeben wie Hans-Joachim Stuck hatte 1974 aufgrund der Ölkrise jedoch seinen Preis. Der Liter Benzin kostete seinerzeit nämlich rekordverdächtige 40 Pfennig. Doch auch hier konnte der Golf Mk1 punkten, da er bei 90 km/h lediglich 6,4 Liter pro 100 Kilometer verbrauchte.
Der findige Künstler hatte sich bereits bei italienischen Automobilkonzernen einen Namen gemacht und ist unter anderem für das schnittige Design des legendären Fiat 850 Spider verantwortlich. Während der bedauernswerte Giorgetto bei schlechtem Wetter in Niedersachsen saß und an der Hülle des Golf Mk1 arbeitete, soll ihm 1972 Ferdinand Piëch als Praktikant assistiert haben. Der Neffe von Ferry Porsche mochte es typisch deutsch - also rund. Er prophezeite, dass der Golf Mk1 mit diesem Aussehen ein Flop werden würde.
Mehr als 40 Jahre nach dem Verkaufsstart besiedelt der erste Golf immer noch die Straßen unseres Planeten. Es ist angesichts dieses Qualitätsbeweises deshalb nicht verwunderlich, dass auf viele Fahranfänger nach dem Bestehen des Führerscheins ein Nachfolgemodell des Mk1 in der Einfahrt wartet. Falls Sie Ihrem Schützling zum 18. Geburtstag nicht nur den nackten Zündschlüssel überreichen wollen, habe ich die perfekte Geschenkverpackung für Sie entworfen. Mein Auto aus Papier bietet nämlich nicht nur genug Platz für Fahrzeugschein, Schlüssel und Benzingeld, sondern ist garantiert auch das Highlight auf dem Geschenktisch.
Zum Bauen des Autos verwendete ich hauptsächlich 
Als ich nach diesem Prinzip noch drei weitere Radkästen angefertigt hatte, widmete ich mich dem Unterboden von Schablone #2. Nachdem auch dieses lange Element gefalzt und mit Löchern versehen war, klebte ich die vier vorbereiteten Radkästen in die Aussparungen. Dabei fixierte ich diese Bauteile einerseits an den Achsenlöchern des Unterbodens. Außerdem drückte ich je Radkasten noch vier mit Kleber bestrichene Zacken auf den Untergrund.


Daraufhin schloss ich die Lackierung zunächst einmal ab, indem ich auch die beiden Seiten verkleidete. Dazu fertigte ich das Element von Schablone #6 zweimal aus meiner blauen Tonpapierfarbe an. Hinweis: Auch diese Autoseiten musste ich vor dem Aufkleben falzen und in Form biegen. Mit dem Befestigen der Seitenverkleidungen kaschierte ich zudem automatisch die schwarzen Klebelaschen der Radkästen.
Zunächst bastelte ich das Armaturenbrett und die Mittelkonsole von Schablone #7 aus Tonpapier. Den Tacho und die anderen Bedienelemente malte ich gleich darauf mit 
Die Rückbank von Schablone #9 habe ich nach genau dem gleichen Prinzip wie die Vordersitze angefertigt. Der einzige nennenswerte Unterschied zwischen den beiden Elementen ist, dass ich die Bank nicht auf einem Hocker platzierte. Das war nicht nötig, da ich das bequeme
Nachdem ich die Sitzgarnitur über das Dach in den Innenraum geklebt hatte, konnte ich das Auto verschließen. Dazu fertigte ich sämtliche Elemente von Schablone #10 an. Daraufhin klebte ich das erste Quadrat von unten über die Dachöffnung. Hingegen mit dem zweiten Quadrat lackierte ich das Ganze von außen mit meiner königsblauen Leitfarbe. Abschließend vollendete ich das sportive Muster mit dem schmalen orangefarbenen Streifen.
Bevor ich jedoch die Räder anbrachte, beklebte ich den Unterboden mit dem Element von Schablone #11 um sämtliche Kleberänder auf der Unterseite zu kaschieren. Gleich darauf fertigte ich mir zwei Achsen aus Schaschlikspießen an, die jeweils 10 Zentimeter lang waren. Nachdem ich die beiden Holzstäbchen in die Achsenlöcher geschoben hatte, widmete ich mich den Reifen von Schablone #12.
Nachdem ich meine vier Moosgummireifen innen und außen mit diesen Zierelementen beklebt hatte, steckte ich diese auf die Achsen. Mein Auto war damit bereit, um vom TÜV für fahrtauglich erklärt zu werden. Für den Grill, die Scheinwerfer, die Blinker und die Stoßstange habe ich keine Schablone bereitgestellt. Denn diese winzigen optischen Dinge habe ich spontan aus den bereits verwendeten Materialien individuell hergestellt oder aufgemalt.
Falls Sie Motoröl geleckt haben und meine Interpretation des VW Golf Mk1 nachbasteln möchten, brauchen Sie vor allem Geduld. Zum Basteln eines auslieferungsfertigen Modells habe ich zwei volle Arbeitstage aufwenden müssen. In meinen Augen ist Giorgetto Giugiaro ein Genie, denn selbst in Miniaturform sieht der erste Golf auch heute noch einfach genial aus. Meiner Meinung nach haben die aktuellen Golfmodelle ihren damaligen Charme allerdings eingebüßt, da sie von japanischen Autos auf den ersten Blick fast nicht mehr zu unterscheiden sind.