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Schaukelpferd aus Papier basteln

His­to­ri­ker ge­hen da­von aus, dass be­reits die al­ten Ägyp­ter Schau­kel­pfer­de (eng­lisch ro­cking hor­ses) für ihre Kin­der an­fer­tig­ten. Ers­te Ex­em­pla­re, die wie heu­ti­ge Schau­kel­pfer­de aus­se­hen, wer­den je­doch erst auf das 17. Jahr­hun­dert da­tiert. Das be­rühm­tes­te al­ler Schau­kel­pfer­de wur­de 1603 von Kö­nig Karl I. von Eng­land ge­rit­ten.

[...] the ear­liest rid­den by King Charles I of Eng­land when he was a boy.

Rel­ko: The Histo­ry of Ro­cking Hor­ses. rockinghorses.com (01/2015).

Wäh­rend­des­sen in Eu­ro­pa nach und nach das ty­pi­sche Schau­kel­pferd mit dem Bo­gen an den Hu­fen in Haus­hal­ten des Adels ein­zog, mach­te 1880 eine ame­ri­ka­ni­sche Ma­nu­fak­tur, eine an­de­re Form von Holz­pfer­den, all­mäh­lich für je­der­mann zu­gäng­lich. Das „Swin­ger Ro­cker” stand auf­recht und wur­de, wie eine Wip­pe, vor- und zu­rück­be­wegt. Auch noch im 21. Jahr­hun­dert er­freut sich das klas­si­sche Schau­kel­pferd gro­ßer Be­liebt­heit, des­halb habe ich ein Pa­pier­ex­em­plar ent­wor­fen, wel­ches Sie so­wohl mit Kin­dern, als auch als Prä­sent für die Ba­by­par­ty bas­teln kön­nen.

Bild von Papierschaukelpferd
Das Schau­kel­pferd aus Pa­pier ist 20 Zen­ti­me­ter lang und 13 Zen­ti­me­ter hoch.

Bild von Sattel des Schaukelpferdes

Mein Schau­kel­pferd ist äu­ßerst sta­bil, dies liegt an vie­len La­gen Pa­pier. Die brei­tes­te Stel­le des Fuß­bo­gens be­trägt 4 Zen­ti­me­ter, so­dass das drei­di­men­sio­na­le Pa­pier­pferd schau­keln kann wie ein gro­ßes aus Holz. Bei der Pfer­de­ras­se habe ich mich an ei­nem Haf­lin­ger, mit sei­nen stäm­mi­gen Bei­nen, dem brei­ten Kör­per und dem ver­hält­nis­mä­ßig kur­zen Hals, ori­en­tiert.

Papierlagen machen stabiles Schaukelpferd

Bild von Material zum Basteln eines SchaukelpferdesAls Ba­sis­ma­te­ri­al ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in den Far­ben Weiß, Oran­ge und Lila. Für die Ver­zie­rung ka­men 3D-Schnee, li­la­far­be­ne Stem­pel­far­be mit Make-up Schwamm, Sil­ber­mar­ker und gel­ber Bast zum Ein­satz. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, eine Zick-Zack-Schere, Falz­beil samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser, Schasch­lik­spie­ße, ei­nen Mal­kas­ten,

Drei Schaukelpferd Silhouetten Eyelet-Setter mit Eye­lets und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zu­recht­le­gen. Ich be­gann mit Scha­blo­ne #1 und fer­tig­te alle Ele­men­te aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Die­ser Teil ist sehr an­stren­gend. Auf der Scha­blo­ne fin­den Sie die An­ga­be 5x + 5x. Dies be­deu­tet, Sie müs­sen das Ele­ment 10x an­fer­ti­gen. Da­nach kle­ben Sie je­weils fünf Ele­men­te auf­ein­an­der. Mit­hil­fe die­ser Tech­nik wird das Schau­kel­pferd sta­bil.

Bild vom zerlegten Körpder des Papierpferdes

Alle au­ßen sicht­ba­ren Ele­men­te, ab­ge­se­hen von den Ele­men­ten mit Mäh­ne und Schweif, habe ich mit li­la­far­be­ner Stem­pel­far­be ver­ziert. Sie könn­ten auch gleich ein far­bi­ges Ton­pa­pier ver­wen­den, ich fin­de je­doch die Wisch­tech­nik gibt zu­gleich ein ein­zig­ar­ti­ges Mus­ter. Jetzt kleb­te ich den Kör­per des Pfer­des zu­sam­men. Erst die Sil­hou­et­ten um das wei­ße Schweif-Element und dann die Bauch­ele­men­te, um das Schau­kel­pferd kräf­ti­ger wir­ken zu las­sen.

Bild von lilafarbenem Papierpferd

Zu gu­ter Letzt brach­te ich die vier Bei­ne an. Hier­bei ist gro­ße Sorg­falt beim Kle­ben ge­fragt, schließ­lich müs­sen die Vorder- und Hin­ter­bei­ne sym­me­trisch zu­ein­an­der­ste­hen. Im An­schluss soll­ten Sie ein drei­di­men­sio­na­les Pa­pier­pferd vor sich ste­hen ha­ben. Im nächs­ten Schritt fer­tig­te ich den Bo­gen von Scha­blo­ne #2 aus oran­ge­far­be­nem Ton­pa­pier an.

Papierschaukel für Schaukelpferd

Papierpferd wird zum SchaukelpferdIch habe vier Bo­gen­ele­men­te, wel­che aus je­weils fünf zu­sam­men­ge­kleb­ten Ele­men­ten be­stehen. Im­mer zwei Ele­men­te kleb­te ich nun rechts und links um die Hufe des Pa­pier­pfer­des. Da­mit be­kommt das Pferd­chen sei­ne Schau­kel. Im An­schluss nahm ich ei­nen Eyelet-Setter und stanz­te die vier Lö­cher (sie­he Scha­blo­ne) durch die Pa­pier­la­gen.

Bilder vom Stabilisieren des SchaukelpferdesDies ist sehr kraft­auf­wen­dig Sie müs­sen das Werk­zeug meh­re­re Male an­zie­hen, um die vie­len Pa­pier­la­gen zu durch­sto­ßen. Zum Sta­bi­li­sie­ren der Kon­struk­ti­on schnitt ich mir zwei Schasch­lik­spie­ße auf eine Län­ge von je­weils drei Zen­ti­me­tern zu­recht und steck­te die­se durch die Lö­cher. Die Lö­cher ver­sah ich da­nach noch mit Eye­lets. Die Hufe ver­zier­te ich nun noch auf bei­den Sei­ten mit li­la­far­be­nem Ton­pa­pier (sie­he Scha­blo­ne #2). Da­mit der Holz­spieß farb­lich zum Schau­kel­pferd passt, habe ich die­sen noch mit oran­ge­far­be­ner Was­ser­far­be be­malt.

Sattel und Verzierungen

Bild von PapierpferdekopfIch kleb­te dem Pferd Au­gen und eine Nase aus Ton­pa­pier auf. Die Pu­pil­len zeich­ne­te ich mit ei­nem Sil­ber­mar­ker ein. In die Mäh­ne schnitt ich zu­vor be­reits mit ei­nem Bas­tel­mes­ser ein. Mit­hil­fe die­ses Ein­schnitts flech­te­te ich ein Ge­schirr aus gel­bem Bast und brach­te es am Schau­kel­pferd an. Der Sat­tel be­steht aus zwei Tei­len und be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #2.

Bild von 3D-Schnee auf einem SchaukelpferdDas klei­ne­re Ele­ment fer­tig­te ich aus oran­ge­far­be­nem und das grö­ße­re aus li­la­far­be­nem Ton­pa­pier an. Ich falz­te die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en und kleb­te das klei­ne auf das gro­ße Ele­ment auf. An­schlie­ßend stanz­te ich noch ei­ni­ge Lö­cher zur Zier­de in den Sat­tel. Ich kleb­te den Sat­tel über den Rü­cken und die Ober­schen­kel des Schau­kel­pfer­des und voll­ende­te mein Mo­tiv ab­schlie­ßend noch mit 3D-Schnee.

Fazit

Seitenansicht von PapierschaukelpferdDie drit­te Scha­blo­ne be­nö­ti­gen Sie nicht zum Bas­teln. Die­se kann Ih­nen beim sym­me­tri­schen Aus­rich­ten des Pfer­des hel­fen. Das Schau­kel­pferd aus Pa­pier ist ein ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv, wel­ches ich selbst schon mit ei­ner Grup­pe fünf­jäh­ri­ger Kin­der ge­bas­telt habe. Für ein Ex­em­plar be­nö­tig­te ich un­ge­fähr 90 Mi­nu­ten Bas­tel­zeit. Au­ßer­dem ist für das Pa­pier­pferd kein au­ßer­ge­wöhn­li­ches Bas­tel­ma­te­ri­al von­nö­ten und auch des­halb ist es für Bas­tel­an­fän­ger ge­eig­net.

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Schmuckschachtel mit Herz für den Valentinstag - Bastelanleitung

Wenn Sie Ih­rem Liebs­ten zum Va­len­tins­tag ein be­son­de­res Schmuck­stück schen­ken möch­ten, be­nö­ti­gen Sie dazu na­tür­lich auch eine ganz be­son­de­re Ver­pa­ckung. Ich habe eine Schmuck­schach­tel mit Herz ent­wor­fen, die von au­ßen sehr un­schein­bar aus­sieht, je­doch wie ein Schmet­ter­ling, ihre vol­le Pracht erst beim Öff­nen ent­wi­ckelt. Die Bas­tel­an­lei­tung und die Scha­blo­nen für die­se Ge­schenk­ver­pa­ckung be­kom­men Sie in den fol­gen­den Ab­schnit­ten.

Bild von geöffneter Schmuckschachtel mit Ring zum ValentinstagDie qua­dra­ti­sche Schmuck­schach­tel ist 5 Zen­ti­me­ter breit und 6 Zen­ti­me­ter hoch. Ge­öff­net wird sie über zwei Herz­hälf­ten.

Bild von geschlossender Papierschmuckschachtel

In der Pa­pier­scha­tul­le be­fin­det sich der zwei­te, auf­klapp­ba­re Teil der Ver­pa­ckung. Ge­öff­net ist die­ser Teil 15 Zen­ti­me­ter lang und breit. In­mit­ten von Her­zen kön­nen Sie Ihr Valentinstags-Schmuckstück bet­ten. In mei­nem Fall ist das ein Origami-Ring. In das Po­dest kann selbst­ver­ständ­lich auch ech­ter Schmuck aus Edel­me­tall ge­steckt wer­den. Um­ran­det wird die Schmuck­stel­le des Wei­te­ren von vier aus­zieh­ba­ren Herz­kar­ten, auf die­se Sie Ihre Lie­bes­bot­schaft schrei­ben kön­nen.

Klares Design setzt Schmuckstück in Szene

Bild von Material zum Basteln einer Schmuckschachtel

Die Schmuck­schach­tel soll das ei­gent­li­che Prä­sent her­vor­he­ben und nicht über­trump­fen, des­halb be­we­ge ich mich in den drei schlich­ten Farb­tö­nen Weiß, Rosa und Rot. Als Pa­pier ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in den ge­nann­ten Far­ben und wei­ßes Krepp­pa­pier. Für die Ver­zie­run­gen ka­men Bast, ro­ter Glit­ter, ma­gen­ta­far­be­ne Stem­pel­far­be samt Make-up Schwämm­chen und wei­ße Wachs­mal­krei­de samt Bü­gel­eisen zum Ein­satz.

Bild von den Bodenelementen der Schmuckschachtel

Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Eyelet-Setter, ro­sa­far­be­nen Fine­li­ner, Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4) zu­recht­le­gen. Ich be­gann mit Scha­blo­ne #1 und fer­tig­te das gro­ße Ele­ment aus ro­sa­far­be­nem und die fünf klei­nen Qua­dra­te aus ro­tem Ton­pa­pier an. Da­nach falz­te ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en des gro­ßen Ele­ments, dies ist der auf­klapp­ba­re Bo­den der Schmuck­schach­tel.

Bild von Bügeltechnik mit weißer Kreide

Die fünf qua­dra­ti­schen Pa­pier­ele­men­te wur­den nun ver­ziert. Da­für schab­te ich wei­ße Wachs­mal­krei­de auf die ein­zel­nen Stü­cke, leg­te ein wei­ßes Blatt Pa­pier über die Schnip­sel und fuhr ei­ni­ge, we­ni­ge Male mit dem Bü­gel­eisen dar­über. Das Wachs ver­schmilzt mit dem Rot und hin­ter­lässt ein ein­zig­ar­ti­ges Mus­ter. Die fer­tig ver­zier­ten Stü­cke kleb­te ich nun auf die fünf Fel­der des Bo­den­ele­ments.

Bild vom fertigen Boden der Schmuckschachtel mit Herz

Nun nahm ich mir die vier Her­zen des Bo­dens vor. Ich nahm ein ma­gen­ta­far­be­nes Stem­pel­kis­sen, tupf­te ein Make-up Schwämm­chen ein und wisch­te da­mit über die Flä­che und Kon­tu­ren der Her­zen des Bo­den­ele­ments. Da­mit ist der ers­te Teil der Herz­schach­tel voll­endet. Wei­ter geht es mit den Hal­te­run­gen für die Lie­bes­bot­schaf­ten und Scha­blo­ne #2.

Das Herz der Schmuckschachtel mit Herz

Bilder vom Basteln der LiebensbotschaftenIch fer­tig­te das qua­dra­ti­sche Ele­ment mit den Fel­dern der zwei­ten Scha­blo­ne aus ro­tem Ton­pa­pier an. Ich schnitt in alle durch­ge­hen­den Li­ni­en (sie­he Scha­blo­ne) mit der Sche­re ein. Die ge­stri­chel­ten Li­ni­en falz­te ich mit Li­ne­al und Falz­beil. Ich stell­te die ein­zel­nen Fel­der des Ele­ments auf und kleb­te die­se so, dass vier Ta­schen ent­ste­hen.

Bild von vier Liebeskarten für die PapierschmuckschachtelDie vier Kärt­chen von Scha­blo­ne #2 fer­tig­te ich aus ro­sa­far­be­nem und die vier Herz­chen aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Die Kon­tu­ren al­ler Ele­men­te fuhr ich wie­der mit ma­gen­ta­far­be­ner Stem­pel­far­be nach. An­schlie­ßend kleb­te ich die Her­zen auf die vier Ta­schen. In je­des der Kärt­chen stanz­te ich ein Loch mit­hil­fe ei­nes Eyelet-Setters und kno­te­te vier ma­gen­ta­far­be­ne Bast­stü­cke fest. Mit­hil­fe die­ser las­sen sich die Lie­bes­bot­schaf­ten aus den Ta­schen zie­hen.

Bild von Zentrum der SchmuckschachtelIch steck­te mei­ne be­schrie­be­nen Lie­bes­kar­ten in die Ta­schen und kleb­te das Mo­tiv, nur am mitt­le­ren Ele­ment, am Bo­den­ele­ment fest. Die Ta­schen mit den Bot­schaf­ten müs­sen schließ­lich be­weg­lich blei­ben. Nun bas­tel­te ich das Po­dest für das Schmuck­stück. Da­für fer­tig­te ich das Ele­ment von Scha­blo­ne #3 aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Ich falz­te die Knick- und
Bild von Schmuckschachtel für den Valentinstag mit Origami Ring mit Herz JuwelKle­be­l­i­ni­en und kleb­te das Ele­ment zum Po­dest zu­sam­men. Nun ver­klei­de­te ich das kom­plet­te Ele­ment mit wei­ßem Krepp­pa­pier. Da­durch fühlt sich das Po­dest be­son­ders an und be­kommt ein ex­klu­si­ves Mus­ter. Die wei­ße Schmuck­hal­te­rung kleb­te ich nun ge­nau in die Mit­te, auf das Mit­tel­stück der vier Ta­schen. Ich be­fes­tig­te dar­an mei­nen Origami-Ring mit Herz­ju­wel und der zwei­te Teil der Schmuck­schach­tel ist fer­tig.

Kleine Schatulle mit großem Herz

Bilder vom Basteln der Außenseite der SchmuckschachtelDie Ele­men­te für die Außen- und Ober­sei­te der Schmuck­schach­tel be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #4. Das gro­ße Ele­ment fer­tig­te ich aus ro­sa­far­be­nem und die vier qua­dra­ti­schen Ele­men­te aus ro­tem Ton­pa­pier an. Ich falz­te die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en, schnitt die bei­den Herz­hälf­ten (sie­he Scha­blo­ne) ein und fal­te­te das äu­ße­re Ele­ment mei­ner Schmuck­schach­tel zu­sam­men.

  • Wie ein Gür­tel, band ich ein ma­gen­ta­far­be­nes Bast­band um die Schach­tel und band an ei­ner Sei­te eine Schlei­fe.
  • Die vier qua­dra­ti­schen Ele­men­te ver­zier­te ich, wie beim Bo­den­ele­ment, mit der Bü­gel­tech­nik und kleb­te die­se an die vier Au­ßen­sei­ten.
  • Die Herz­öff­nung be­strich ich mit flüs­si­gem Kle­ber und träu­fel­te ro­ten Glit­ter dar­über.
  • Ich schob die Ober­sei­te über das Bo­den­ele­ment und da­mit ist die Schmuck­schach­tel mit Herz für den Va­len­tins­tag ein­satz­be­reit.

Fazit

Bild von Origami Ring von DAoCFrEak mit Herzjuwel an der HandDie Schmuck­schach­tel ist prin­zi­pi­ell ein leich­tes Bas­tel­mo­tiv, wel­ches je­doch auf­grund der vie­len ein­zel­nen Schrit­te ei­nen gro­ßen Zeit­auf­wand mit sich bringt. Ich be­nö­tig­te un­ge­fähr 2,5 Stun­den Bas­tel­zeit. Die Ver­pa­ckung ist ide­al, um dem Va­len­tins­tags­ge­schenk ei­nen Touch Per­sön­lich­keit mit­zu­ge­ben. Au­ßer­dem bie­tet die Schach­tel dem Be­schenk­ten vie­le Über­ra­schun­gen. Erst wird die Ober­sei­te ge­öff­net und man kann er­ah­nen, um wel­ches Ge­schenk es sich han­delt. Dann zieht man die in­ne­re Ver­pa­ckung her­aus, öff­net die­se und er­kennt die Mühe, das Ideen­reich­tum und die Lei­den­schaft hin­ter dem Va­len­tins­tags­ge­schenk.

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Rainbow Loom und Rubber Loops - was ist das?

Seit An­fang 2014 ist der ame­ri­ka­ni­sche Bas­tel­trend, aus klei­nen, bun­ten Gum­miö­sen Arm­bän­der, Gür­tel, Hals­ket­ten, Rin­ge und Ver­zie­run­gen fürs Smart­phone zu flech­ten, ge­för­dert von der Bas­tel­mes­se CREATIVA und You­Tube, in den deutsch­spra­chi­gen Raum über­ge­schwappt. Für die­se Bas­tel­tech­nik wur­de im Jah­re 2011 der Rain­bow Loom (Re­gen­bo­gen Web­stuhl), von Che­ong Cho­on Ng in Mi­chi­gan (USA), ent­wi­ckelt. Die dazu pas­sen­den Gum­miö­sen wer­den als Rub­ber Loops be­zeich­net. Aus un­ter­schied­li­chen Web­tech­ni­ken las­sen sich bun­te Rub­ber Bands (Gum­mi­bän­der) bas­teln, die vor al­lem bei Kin­dern sehr im Trend lie­gen.

Eine Millionenidee - Rainbow Loom

Bild von Rubber Loops von FoliaIn­spi­riert durch sei­ne Toch­ter, die mit ge­wöhn­li­chen Gum­mi­bän­dern ein Hals­band bas­tel­te, woll­te Che­ong Cho­on Ng ein Ge­rät ent­wi­ckeln, mit des­sen Hil­fe es ein­fa­cher ist, die Gum­mi­bän­der mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Die Idee für den Rain­bow Loom war ge­bo­ren. In sei­nem Kel­ler ent­stand 2010 der ers­te Pro­to­typ aus Holz, das Peg­board (Steck­ta­fel). Das Board mit sei­nen 39 Er­hö­hun­gen, hat eine Län­ge von 20 Zen­ti­me­tern und eine Brei­te von 5,1 Zen­ti­me­tern.

Die erst­ma­li­gen Pro­duk­ti­ons­kos­ten, das Peg­board aus Plas­tik her­zu­stel­len und die An­mel­dung fürs Pa­tent, be­lie­fen sich auf rund 12.000 Dol­lar.

To have his pro­duct ma­nu­fac­tu­red in the U.S. would have cost Ng $12,000 [...].

Clif­ford, Ca­the­ri­ne: In­ven­tor of the Wild­ly Po­pu­lar ‘Rain­bow Loom’ Wea­ves the Ame­ri­can Dream With Rub­ber Bands in a De­troit Ba­se­ment. entrepreneur.com (01/2015).

Bild von Werkzeug für Rainbow Looms

Ein Rain­bow Loom Kit be­steht da­mals wie heu­te aus ei­nem Peg­board, ei­ner Hä­kel­na­del (Hook Tool), 600 bun­ten Rub­ber Loops und 24 C-Clips (Ver­schluss­ö­sen). Be­son­ders be­liebt wa­ren die Kits bei Mäd­chen in ame­ri­ka­ni­schen Som­mer­camps. Die ge­bas­tel­ten Schmuck­stü­cke wur­den an­schlie­ßend in der Nach­bar­schaft ver­kauft und Video-Anleitungen zum Nach­ma­chen auf You­Tube ver­öf­fent­licht. Durch die da­durch ent­stan­de­ne Po­pu­la­ri­tät, konn­te Ng be­reits im Som­mer 2013 mehr als 1,2 Mil­lio­nen Rain­bow Loom Kits, mit ei­nem Ver­kaufs­preis von um­ge­rech­net 9,00 Euro, ab­set­zen.

he’s sold more than 1.2 mil­li­on Rain­bow Loom kits so far [...].

Need­le­man, Sa­rah E.: Pa­tent Fight Erupts Over Kids’ Fad. wsj.com (01/2015).

In der Zwi­schen­zeit darf sich Che­ong Cho­on Ng Selfmade-Millionär nen­nen, der ste­tig dar­an ar­bei­tet, sei­ne Er­fin­dung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Eine Gabel ersetzt das Pegboard

Bild von Kunst mit Rainbow Loom
Möch­ten Sie oder Ihre Kin­der zu­nächst aus­pro­bie­ren, ob Rain­bow Loom et­was für Sie ist, kön­nen Sie das Gan­ze auch erst ein­mal mit ei­ner Ga­bel aus­pro­bie­ren. Die Rub­ber Loops sind auch ohne Kit, sehr güns­tig, er­hält­lich. Mit die­sen Hilfs­mit­teln lässt sich ein Freund­schafts­arm­band ganz ein­fach her­stel­len.

Bild von vier grünen Rubber Loops um Gabel

Neh­men Sie da­für eine ge­wöhn­li­che Ga­bel mit vier Za­cken und ins­ge­samt 48 Loops. Ich flech­te mit 15 ne­on­pin­ken und 33 ne­on­grü­nen Loops. Sie be­gin­nen das Arm­band mit 2 ne­on­grü­nen Loops. Ein Gum­mi­band le­gen Sie als Acht (ver­kreuzt) um die Ga­bel­za­cken 1 und 2. Der zwei­te Loop wird eben­falls als Acht um die Za­cken 3 und 4 ge­legt.

Wich­tig: Bei die­ser Tech­nik müs­sen Sie die Gum­mi­rin­ge stets nach hin­ten zie­hen, da­mit die­se auf der Vor­der­sei­te der Ga­bel auf Span­nung sind. Ich fi­xie­re mein Ge­flecht fort­wäh­rend mit­hil­fe der lin­ken Hand.

Bilder vom Rubber Looming mit einer Gabel

Als Nächs­tes folgt ein ne­on­pin­kes Gum­mi­band. Dies le­gen Sie als Acht über die Za­cken 2 und 3 über die ne­on­grü­nen Gum­mis. Nun wird das ers­te Mal ge­floch­ten. Ent­we­der grei­fen Sie zur Hä­kel­na­del oder Sie neh­men die Fin­ger zur Hil­fe. Zie­hen Sie den ne­on­grü­nen Gum­mi auf Za­cke 2 über den ne­on­pin­ken Loop nach hin­ten über die Ga­bel­za­cke. An­schlie­ßend wie­der­ho­len Sie den Schritt mit dem ne­on­grü­nen Loop auf Za­cke 3. Nach dem Straf­fen der Gum­mis muss die Farb­fol­ge auf der Vor­der­sei­te der Ga­bel wie folgt lau­ten: Grün, Pink, Pink, Grün.

Wiederholungsschritt für das Muster des Gabelarmbands

Für das Mus­ter des Gum­mi­arm­bands neh­men Sie wie­der 2 Gum­miö­sen. Le­gen Sie ei­nen Loop un­ver­kreuzt über die Ga­bel­za­cken 1 und 2 so­wie ei­nen wei­te­ren un­ver­kreuzt über 3 und 4. Hal­ten Sie die Loops mit der lin­ken Hand fest und he­ben Sie nach­ein­an­der alle Loops der un­te­ren Rei­he über die obe­re Rei­he nach hin­ten über die Ga­bel­za­cken. Die Farb­fol­ge lau­tet nun bei mei­nem Farb­bei­spiel: Grün, Grün, Grün, Grün.

Über das ge­straff­te Ge­flecht auf die mitt­le­ren Za­cken 2 und 3 ge­ben Sie nun ein un­ver­kreuz­tes ne­on­pin­kes Gum­mi­band. Da­nach wer­den nur die mitt­le­ren ne­on­grü­nen Loops über die ne­on­pin­ken Gum­miö­sen nach hin­ten über die Ga­bel­za­cken ge­ho­ben. Die Rück­sei­te sieht jetzt noch sehr chao­tisch aus. Dies än­dert sich al­ler­dings sehr schnell so­bald Sie das Mus­ter ein paar Mal wie­der­holt ha­ben.

Gummiarmband verschließen

Ich schlie­ße mein Rub­ber Band ab, so­bald nur noch ein ne­on­grü­ner Loop üb­rig ist. Dazu wer­den die äu­ße­ren Loops auf den Ga­bel­za­cken 1 und 4 auf die mitt­le­ren Ga­bel­za­cken 2 und 3 ge­ho­ben. Da­nach geht es auf der Rück­sei­te wei­ter, wel­che et­was wild wirkt, ge­strafft je­doch be­reits das Mus­ter des Ban­des zeigt. Fä­deln Sie eine Hä­kel­na­del durch die Schlin­gen der ne­on­grü­nen Loops,

so­dass die­se zeit­gleich auf Ga­bel und Na­del auf­ge­spießt sind. Neh­men Sie den letz­ten ne­on­grü­nen Loop und hän­gen die­sen in die Hä­kel­na­del ein. Zie­hen Sie den Gum­mi­ring durch die Schlin­gen, so­dass je ein Ende an den Sei­ten greif­bar ist. Die über­ste­hen­den En­den neh­men Sie mit der Hä­kel­na­del auf. An­schlie­ßend zie­hen Sie das Arm­band von der Ga­bel und neh­men ei­nen Clip­ver­schluss (C-Clip) zur Hand.

In die eine Sei­te des Clips fä­deln Sie die zwei En­den, wel­che auf der Hä­kel­na­del lie­gen. Für die an­de­re Sei­te neh­men Sie die ers­ten 3 Gum­miö­sen, die zwei ne­on­grü­nen und den ne­on­pin­ken Loop, und be­fes­ti­gen die­se in der zwei­ten Schlau­fe des Clips. Fer­tig ist Ihr Rub­ber Band.

Für wen ist Rainbow Loom geeignet?

Die fest­ge­leg­te Ziel­grup­pe von Rain­bow Loom sind Mäd­chen im Al­ter zwi­schen 8 und 14 Jah­ren. Wenn Sie für Kin­der in die­sem Al­ter ein Ge­schenk su­chen, fah­ren Sie mit ei­nem Rain­bow Loom Kit sehr gut. Ach­tung: Jün­ge­re Kin­der wer­den sich mit dem Zu­sam­men­flech­ten der Gum­mi­bän­der schwer tun, denn die Loops sind oft­mals sehr wi­der­spens­tig. Für wei­te­re Rain­bow Loom An­lei­tun­gen müs­sen Sie prin­zi­pi­ell kein Geld in­ves­tie­ren. Der Her­stel­ler selbst bie­tet auf des­sen YouTube-Kanal eine Viel­zahl an kos­ten­lo­sen Vi­deo­an­lei­tun­gen an. Im Ka­nal mel­det sich auch des Öf­te­ren der Er­fin­der Che­ong Cho­on Ng zu Wort.

Im Ur­sprungs­land USA lässt der Trend mit den bun­ten Gum­mi­bän­dern so lang­sam nach. Spä­tes­tens seit­dem Papst Fran­zis­kus sich mit ei­nem Rub­ber Band ab­lich­ten hat las­sen, ging die Coolnes-Kurve für Kids nach un­ten.

Looks like even the Pope has caught the loom bands cra­ze.

Mio­net­te, In­grid: Pope Fran­cis wears a loom band. thedigitalspy.com (01/2015).

Bild mit Papiereule und Rubber BandFür Pa­pier­bast­ler sind Rub­ber Bands eben­falls in­ter­es­sant, um ein Mo­tiv zu ver­edeln. Im Hand­um­dre­hen sind, wie auf dem Bild zu se­hen, farb­lich pas­sen­de Rub­ber Bands im Paracord-Design ge­zau­bert. Aber auch für Ver­zie­run­gen für Schlüs­sel­an­hän­ger oder als sty­li­sches Band für FIMO Charms sind Rub­ber Bands ge­eig­net.

Fazit

Egal, ob groß oder klein, weib­lich oder männ­lich, Rain­bow Loom macht süch­tig. Wenn Sie ein­mal an­ge­fan­gen ha­ben die klei­nen Gum­miö­sen zu ver­bin­den und fest­stel­len, wie leicht es ist, bei­spiels­wei­se ei­nen Ring zu bas­teln, wol­len Sie di­rekt wei­ter­ma­chen und schwe­re­re Mo­ti­ve flech­ten.

Ich den­ke Rain­bow Loom wird sich lang­fris­tig bei Kin­dern eta­blie­ren. Die Kos­ten für die Kits bzw. Add-ons sind re­la­tiv mo­de­rat und ich selbst habe in mei­ner Ver­wandt­schaft fest­ge­stellt, dass bei den Mäd­chen eine ge­wis­se Grup­pen­dy­na­mik beim „Loo­ming” ent­steht. Au­ßer­dem ha­ben die Kids dann gleich et­was, was sie der Mama zum Mut­ter­tag bas­teln kön­nen.

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