GWS2.de: Kunst, Papier und Vordrucke seit 2011 A. D.

Herzschachtel für den Valentinstag basteln - Anleitung

Was ver­schen­ken Sie zum Va­len­tins­tag? Wen der 14. Fe­bru­ar wie­der ein­mal eis­kalt er­wischt hat, der greift in der Re­gel auf Blu­men zu­rück. Das ist ein so­li­des Prä­sent, an dem es über­haupt nichts aus­zu­set­zen gibt. Aus die­sem Grund sind die Hälf­te al­ler Va­len­tins­tags­ge­schen­ke auch Blu­men.

Flowers are the top choice among both men and wo­men, though men (57%) choo­se flowers more of­ten than wo­men (48%).

Far­ger, Jeff: The Best Valentine’s Day Gift. cbsnews.com (PDF) (01/2017).

Bild von Valentinstagsgeschenk für Ivanka Trump. Gebastelt von Fine Art Künstlerin Veronika VetterWer da­ge­gen am Tag der Lie­ben­den ein Par­füm ver­schenkt, der gilt schon als ori­gi­nell. Denn gut rie­chen­de Düf­te be­le­gen nur Platz zwei un­ter den be­lieb­tes­ten Ge­schen­ken für den Va­len­tins­tag. Falls Sie Ih­ren Lieb­ling die­ses Jahr mit et­was we­ni­ger Kon­ser­va­ti­vem über­ra­schen möch­ten und da­für eine reiz­vol­le Ver­pa­ckung su­chen, bie­te ich Ih­nen mei­ne Herz­schach­tel zum Nach­bas­teln an. Die zwei­tei­li­ge Pa­pier­box ist äu­ßerst uni­ver­sell ein­setz­bar und könn­te nicht nur ein Vin­ta­ge Hals­band, wie es Ivan­ka Trump von ih­rem Mann zum Va­len­tins­tag be­kom­men hat, stil­voll prä­sen­tie­ren.

A gor­ge­ous vin­ta­ge neck­lace that my hus­band gave me. [...]

Trump, Ivan­ka: What’s Your Fa­vo­ri­te Valentine’s Day Gift Ever? instyle.com (01/2017).

Zwi­schen dem, was am Va­len­tins­tag am meis­ten ver­schenkt wird und dem, was sich Frau­en und Män­ner wirk­lich wün­schen, herrscht eine gro­ße Kluft. So ga­ben bei ei­ner bri­ti­schen Um­fra­ge 83% der be­frag­ten Frau­en an, dass sie sich Des­sous zum Va­len­tins­tag wün­schen.

[...] and a mas­si­ve 83% of wo­men wan­ted lin­ge­rie for Va­len­ti­nes Day.

Jon: Ge­or­ge At Asda Poll, 83% Of Wo­men Want Lin­ge­rie For Va­len­ti­nes Day! lingerieblog.co.uk (01/2017).

Collage von erotischem, selbst gemachtem Valentinstagsgeschenk. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Mei­ne sta­bi­le Pa­pier­box in Herz­form ist auch für Ge­schen­ke die­ser Art her­vor­ra­gend ge­eig­net. Auf­rei­zen­de Un­ter­wä­sche wird durch das wohl­ge­form­te De­sign, die Far­ben so­wie die in­ne­re und äu­ße­re Rand­prä­gung per­fekt in Sze­ne ge­setzt.

Bild von herzförmiger Pralinenschachtel für den Valentinstag mit Confiserie aus Fimo. Angefertigt von Fine Art Künstlerin Veronika Vetter (DAoCFrEak)Bei Män­nern geht Lie­be eher durch den Ma­gen. Süß­schnä­bel wün­schen sich ihre Lieb­lings­scho­ko­la­de oder selbst ge­ba­cke­ne Köst­lich­kei­ten. Hin­ge­gen Sport­lieb­ha­ber ma­chen bei pro­te­in­rei­chem Tro­cken­fleisch oder selbst zu­be­rei­te­ten Müs­li­rie­geln gro­ße Au­gen. Auch bei Ess­ba­rem weiß mei­ne Herz­schach­tel für den Va­len­tins­tag zu punk­ten. Durch ein be­weg­li­ches Mo­dul ist es so­gar mög­lich, die Box in vier ein­zel­ne Fä­cher zu un­ter­tei­len.

Put your bak­ing skills to the test and bake a cake for him. [...] If your man has a sweet tooth, then cho­co­la­tes are the ea­sie­st op­ti­on for you. Get a box of the fi­nest cho­co­la­tes you can find, [...].

Wil­liams, Al­lan: 5 Pre­sent Ide­as for Him for Va­len­ti­nes Day. yourtango.com (01/2017).

Bild von Herzschachtel aus Papier für den Valentinstag. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die hand­li­che Herz­schach­tel ist 15 Zen­ti­me­ter lang, 15,5 Zen­ti­me­ter breit so­wie 4,5 Zen­ti­me­ter hoch und passt da­mit in jede Da­men­hand­ta­sche. Falls Ih­nen die Va­len­tins­tags­ver­pa­ckung ge­fällt, dann sage ich Ih­nen in der fol­gen­den An­lei­tung, was Sie zum Nach­bas­teln al­les be­nö­ti­gen.

Bastelanleitung für Herzschachtel

Bild von vier Herzscheiben aus Papier zum Anfertigen des Bodens der ValentinstagsverpackungDa­mit die ro­man­ti­sche Pa­pier­schach­tel auch von je­dem schnell nach­ge­bas­telt wer­den kann, habe ich auf au­ßer­ge­wöhn­li­ches Bas­tel­ma­te­ri­al ver­zich­tet. Die Herz­box be­steht des­halb nur aus zwei Ton­pa­pier­far­ben und ei­ner schwar­zen Pa­pier­ser­vi­et­te. Für die op­tio­na­le Prä­gung nahm ich des Wei­te­ren ei­nen Mo­tiv­lo­cher zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich au­ßer­dem eine Sche­re, viel flüs­si­gen Kle­ber, ein Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4) zu­recht­le­gen.

Bild von Seitenverkleidungen zum Anfertigen einer Herzschachtel aus PapierIch be­gann mit der Un­ter­sei­te der Schach­tel, die sich mit­hil­fe von Scha­blo­ne #1 zu­sam­men­bau­en lässt. Die Herz­form­vor­la­ge für den Schach­tel­bo­den fer­tig­te ich zwei­mal aus schwar­zem, und zwei­mal aus ro­tem Ton­pa­pier an. Gleich dar­auf kleb­te ich mei­ne vier Pa­pier­her­zen so auf­ein­an­der, dass eine Sei­te rot und eine Sei­te schwarz war. Dar­auf­hin schnitt ich mir aus der Sei­ten­ver­klei­dung der­sel­ben Scha­blo­ne je­weils vier Strei­fen aus mei­nen bei­den Ton­pa­pier­far­ben zu­recht, so­dass ich ins­ge­samt acht Ele­men­te vor mir lie­gen hat­te.

Im nächs­ten Schritt kleb­te ich im­mer zwei gleich­far­bi­ge Sei­ten­strei­fen sym­me­trisch auf­ein­an­der. Im An­schluss falz­te ich sämt­li­che Knick- und Kle­be­l­i­ni­en mei­ner bis­her an­ge­fer­tig­ten Ein­zel­tei­le. Als Nächs­tes sorg­te ich da­für, dass die Un­ter­sei­te der Ge­schenk­ver­pa­ckung in­nen eine Prä­gung er­hielt, und nahm dazu ei­nen Mo­tiv­lo­cher zur Hand. Wich­tig: Ich stanz­te nur in mei­ne bei­den ro­ten, ver­stärk­ten Ein­zel­tei­le je­weils eine klei­ne Rose. Da­mit die bei­den Sym­bo­le gleich­mä­ßig ne­ben­ein­an­der­lie­gen, muss­te ich je­den Sei­ten­strei­fen von ei­ner an­de­ren Sei­te stan­zen.

  • Die eine Rose drück­te ich 2,5 Zen­ti­me­ter weit ent­fernt vom Rand mit der ge­falz­ten Kle­be­la­sche ein.
  • Das an­de­re Blüm­chen brach­te ich auf dem zwei­ten Ele­ment 1,5 Zen­ti­me­ter weit ent­fernt vom Rand ohne Kle­be­la­sche an.
  • Dar­auf­hin kleb­te ich im­mer ei­nen schwar­zen auf ei­nen ro­ten ge­stanz­ten Sei­ten­ver­klei­dungs­strei­fen.

Zu gu­ter Letzt nahm ich dann mei­nen ge­falz­ten Herz­bo­den und kleb­te dar­an zu­erst den Sei­ten­strei­fen fest, der die Rose in der Nähe der Kle­be­la­sche hat­te. Hin­weis: Das aus­ge­stanz­te Sym­bol muss­te da­bei in der Her­z­wöl­bung lie­gen. Den zwei­ten Strei­fen brach­te ich ab­schlie­ßend ent­ge­gen­ge­setzt zur ers­ten Sei­ten­ver­klei­dung am Bo­den an und hat­te da­mit die Un­ter­sei­te des Bas­tel­mo­tivs fer­tig­ge­stellt.

Bewegliches Kreuz erzeugt vier Fächer

Die Ein­la­ge für die Schach­tel­un­ter­sei­te hat eine Kreuz­form und be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #2. Die Be­son­der­heit des Raum­auf­tei­lers ist, dass die­ser nicht fest in die Box ein­ge­klebt wer­den muss, son­dern auch nur ein­ge­scho­ben funk­tio­niert.

Collage mit Anleitungsschritten, die zeigen, wie ein Raumaufteiler aus Papier gebastelt wird. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Zum Bas­teln des Kreu­zes fer­tig­te ich die bei­den Ele­men­te mit Kle­be­la­sche zwei­mal aus ro­tem, und die bei­den Vor­la­gen ohne Kle­be­la­sche zwei­mal aus schwar­zem Ton­pa­pier an.

  • Nach dem Fal­zen kleb­te ich alle gleich­gro­ßen ro­ten Ele­men­te so auf­ein­an­der, dass die Kle­be­la­schen auf bei­den Sei­ten wei­ter­hin von­ein­an­der weg­stan­den.
  • Als Nächs­tes ver­klei­de­te ich die ro­ten Ein­zel­tei­le mit ih­ren schwar­zen Pen­dants.

Ab­schlie­ßend be­kleb­te ich die bei­den üb­rig ge­blie­be­nen Pa­pier­strei­fen mit schwar­zem Ser­vi­et­ten­pa­pier. Au­ßer­dem schnitt ich je­des Ele­ment ein­mal ein (sie­he Scha­blo­ne) und steck­te da­nach mein Kreuz zu­sam­men.

Deckel der wiederverschließbaren Herzschachtel

Bild vom Stanzen eines schwarzen Tonpapierstreifens mit dem Motivlocher "Rose"Der De­ckel in Herz­form kann über die Un­ter­sei­te ge­stülpt wer­den und ver­schließt so­mit die Ge­schenk­ver­pa­ckung. Die Ein­zel­tei­le für die Schach­tel­ober­sei­te be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #3. Wich­tig: Die Un­ter­sei­te von Scha­blo­ne #1 ist mit der De­ckel­scha­blo­ne fast iden­tisch. Aus die­sem Grund habe ich die Ober­sei­te der Box bis zum Stan­zen nach fast ge­nau dem glei­chen Prin­zip wie den Schach­tel­bo­den an­ge­fer­tigt. Der ein­zi­ge Un­ter­schied da­bei war, dass ich alle vier Herz­vor­la­gen aus ro­tem Ton­pa­pier an­fer­tig­te und die­se zu­nächst nicht mit­ein­an­der ver­kleb­te.

Bild von zwei schwarzen Seitenverkleidungen aus Tonpapier, die mit roten Rosen verziert wurdenBeim De­ckel stanz­te ich je­weils drei Ro­sen in die dop­pelt ver­kleb­ten, schwar­zen Sei­ten­ver­klei­dun­gen. Ge­nau wie beim Bo­den, brach­te ich die Ro­sen auch an die­sen bei­den Sei­ten­tei­len ent­ge­gen­ge­setzt zu­ein­an­der, und mit dem­sel­ben Ab­stand zum Rand an. Als Nächs­tes ver­klei­de­te ich je­weils ei­nen schwar­zen Pa­pier­strei­fen mit ei­nem ro­ten un­ge­stanz­ten Pen­dant. Gleich da­nach nahm ich eine der be­reits zu­recht­ge­schnit­te­nen ro­ten Herz­vor­la­gen und kleb­te eine Sei­ten­ver­klei­dung nach der an­de­ren dar­an fest. Wich­tig: Beim Ver­kle­ben der Sei­ten­tei­le ach­te­te ich dar­auf, dass sich die Ver­bin­dungs­stel­le un­ten an der Herz­spit­ze be­fand.

Als der De­ckel schon als sol­ches zu er­ken­nen war, kleb­te ich die an­de­ren drei Herz­la­gen über die Front­sei­te und ka­schier­te da­mit zu­gleich die Kle­be­la­schen der Sei­ten­ver­klei­dun­gen. Um die Schach­tel leich­ter öff­nen zu kön­nen, schnitt ich an je­der Sei­te des Herz­de­ckels noch sym­me­trisch zu­ein­an­der eine Art Mau­se­loch ein. Mei­ne letz­ten Ar­beits­schrit­te be­stan­den zum ei­nen dar­in, dass ich sämt­li­che schar­fen Kan­ten der obe­ren Schach­tel­hälf­te mit schwar­zen Ser­vi­et­ten­pa­pier­strei­fen ver­klei­de­te.

  • Zum an­de­ren fer­tig­te ich noch das Schild von Scha­blo­ne #4 an, wel­ches wie ein Stück Treib­holz aus­sieht und kleb­te es als Gruß­feld auf das obe­re Drit­tel der Vor­der­sei­te.

Gleich dar­un­ter be­fes­tig­te ich au­ßer­dem noch ein Quil­ling Herz, wel­ches ich zwei­mal aus der Fi­gur Te­ardrop zu­sam­men­ge­setzt hat­te.

Blumenhändler können nichts für den Valentinstag

Bild von pinkfarbener Herzschachtel als Geschenkverpackung für den Valentinstag. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinAb­ge­se­hen von der op­tio­na­len Prä­gung ist mei­ne Herz­schach­tel für den Va­len­tins­tag ein sehr ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Ex­em­plars be­nö­tig­te ich un­ge­fähr drei Stun­den. Am bes­ten ge­fällt mir, dass das Pa­pier­herz sehr gut in der Hand liegt und eine wei­che Ober­flä­chen­struk­tur be­sitzt. Kein Wun­der, schließ­lich be­steht jede Wand aus vier La­gen Ton­pa­pier. Be­son­ders wit­zig fin­de ich es im­mer, wenn den Blu­men­händ­lern die Schuld am Va­len­tins­tag ge­ge­ben wird. Als ob eine an­ti­ke Re­gie­rung der Flo­ris­ten­lob­by ei­nen Ge­fal­len tun woll­te, ähn­lich wie es bei der Riester-Rente für die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft der Fall war.

Wuss­ten Sie, dass der 14. Fe­bru­ar des­halb der Tag der Lie­ben­den ist, da die al­ten Rö­mer zwi­schen dem 13. und 15. Fe­bru­ar das Frucht­bar­keits­fest Lu­per­ca­lia fei­er­ten?

Sa­scha: Va­len­tins­tag: Mal­spie­le und Rät­sel für Kin­der. gws2.de (01/2017).

Wenn al­ler­dings die Hälf­te al­ler Va­len­tins­tags­ge­schen­ke aus Blu­men be­steht, wun­dert es mich nicht, dass die fin­di­gen Flo­ris­ten ei­nen gro­ßen Rei­bach an die­sem ge­schichts­träch­ti­gen Tag ma­chen.

Ver­wand­te The­men:

An­lei­tung für sexy He­xen­schu­he aus Pa­pier
Sak­ko bas­teln - so geht’s

Valentinstagskarte basteln - I Love You

Als An­fang des 15. Jahr­hun­derts der fran­zö­si­sche Her­zog von Or­lé­ans sein Da­sein im be­rüch­tig­ten „Tower of Lon­don” fris­ten muss­te und auf sei­nen Pro­zess war­te­te, sen­de­te er sei­ner Frau Bona von Ar­ma­gnac un­ter an­de­rem fol­gen­de Zei­len:

I am al­re­a­dy sick of love, My very gent­le Va­len­ti­ne, Sin­ce for me you were born too late, And I for you was born too soon. [...].

Charles, Duke of Or­leans: A Fa­re­well to Love.

Bild von I Love You Pop-up-Karte aus PapierDer Brief, in die­sem die­ses dra­ma­tisch, trau­ri­ge Lie­bes­ge­dicht stand gilt heut­zu­ta­ge als äl­tes­te Va­len­tins­tags­kar­te der Welt. Un­wis­sent­lich ist der ad­li­ge Kriegs­ge­fan­ge­ne da­mit Ur­he­ber der Ge­pflo­gen­heit, dass sich Lie­ben­de und die, die es bald wer­den wol­len, am 14. Fe­bru­ar Kar­ten mit klei­nen Lie­bes­bot­schaf­ten zu­kom­men las­sen.

The ol­dest known Va­len­ti­ne still exists to­day as a poem writ­ten by Charles Duke of Or­leans to his wife while he was im­pri­so­ned in the Tower of Lon­don [...].

Cra­ke, Dave: Sur­vi­val of Va­len­ti­ne cards. hullcc.gov.uk (01/2016).

Bild von Valentinstagskarte mit Umschlag - Be My ValentineNun war es na­tür­lich nicht so, dass sich di­rekt nach die­sem Er­eig­nis die nie­de­ren an­gel­säch­si­schen Da­men und Her­ren des Spät­mit­tel­al­ters auf ein­mal Va­len­tins­tags­kar­ten ge­schickt ha­ben. Je­doch nahm sich der Le­gen­de nach, ei­ni­ge Jah­re spä­ter der neue Gast­ge­ber Kö­nig Hein­rich V. ein Bei­spiel an sei­nem dich­ten­den Her­zog und ließ von ei­nem Poe­ten ein Va­len­tins­tags­ge­dicht für Ca­the­ri­ne de Va­lo­is kom­po­nie­ren.

Se­ve­ral ye­ars la­ter, it is be­lie­ved that King Hen­ry V hi­red a wri­ter na­med John Lyd­gate to com­po­se a va­len­ti­ne note to Ca­the­ri­ne of Va­lo­is.

A+E Net­works Corp.: Valentine’s Day: A Day of Ro­mance. history.com (01/2016).

Bild von selbst gebastelter ValentinstagskarteEs dau­er­te bis ans Ende des 19. Jahr­hun­derts, bis sich Va­len­tins­tags­poe­sie auch beim Klein­bür­ger­tum durch­set­ze. Be­son­ders gro­ßen An­teil an der Ver­brei­tung des Brauchs hat­te wohl eine französisch-englische Ju­gend­be­we­gung, die je­des Jahr am Va­len­tins­tag eine Art Frauen-Lotterie spiel­te. Da­bei zo­gen die jun­gen Män­ner ih­ren Va­len­ti­ne für die­sen Tag und hat­ten da­mit die Auf­ga­be, die Aus­er­ko­re­ne mit Kar­ten, Pra­li­nen und Blu­men zu be­zir­zen.

Zwar ist es auch hier­zu­lan­de kei­ne Sel­ten­heit mehr, dass meist Da­men von ih­ren Ver­eh­rern am Va­len­tins­tag eine Lie­bes­bot­schaft er­hal­ten, vom Valentinstags-Hype der USA, sind wir im deutsch­spra­chi­gen Raum je­doch noch mei­len­weit ent­fernt. Im „Land of the Free” fei­er­ten 2015 bei­spiels­wei­se 61,8% der US-Bürger Va­len­tins­tag. Das sind mehr Men­schen, als an den Prä­si­dent­schafts­wah­len 2012 teil­nah­men. Au­ßer­dem wech­sel­ten am 14. Fe­bru­ar rund 180 Mil­lio­nen Va­len­tins­tags­kar­ten den Be­sit­zer.

Num­ber of Valentine’s Day cards ex­ch­an­ged an­nu­al­ly - 180 Mil­li­on. Per­cent of con­su­mers who ce­le­bra­te Valentine’s Day - 61,8%.

Har­den, Seth: Va­len­ti­nes Day Sta­tis­tics. statisticbrain.com (01/2016).

Bild von Valentinstagskarte aus Papier (DAoCFrEak) Fine-Art Künstlerin

Falls Sie also die­ses Jahr je­man­dem Ihre Lie­be ge­ste­hen und et­was selbst bas­teln wol­len, emp­feh­le ich Ih­nen mei­ne Va­len­tins­tags­kar­te „I Love You”. Die Klapp­kar­te mit Pop-up-Effekt ist 20 Zen­ti­me­ter lang und 15,8 Zen­ti­me­ter breit. Sie passt da­mit in ei­nen ge­wöhn­li­chen DIN C6 Um­schlag, den Sie mit­hil­fe mei­ner Scha­blo­nen gleich im be­son­de­ren De­sign mit­bas­teln kön­nen.

Valentinstagskarte mit Glitzerherz

Bild von Papierelementen für Valentinstagskarte

Für das kom­plet­te Mo­tiv ver­wen­de­te ich Ton­kar­ton mit ei­ner Gram­ma­tur von 160 g/m² in den Far­ben Rot und Weiß. Als Ver­zie­run­gen ka­men des Wei­te­ren ro­tes Glit­zer­pul­ver (fein) und ein ro­tes Stem­pel­kis­sen samt Make-up Schwämm­chen zum Ein­satz. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, ein Bas­tel­mes­ser, eine schnitt­fes­te Un­ter­la­ge, flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Kle­be­stift, Streich­höl­zer, Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7) zu­recht­le­gen.

Ich be­gann mit dem in­ne­ren Teil der Klapp­kar­te und da­mit mit Scha­blo­ne #1, wel­che ich aus ro­tem Ton­kar­ton an­fer­tig­te. Di­rekt im An­schluss nahm ich ein Bas­tel­mes­ser und schnitt die Kon­tu­ren des Her­zens (sie­he Scha­blo­ne) ein. Da­nach falz­te ich die ho­ri­zon­ta­le Li­nie mit­hil­fe ei­nes Falz­beils und ei­nes Li­ne­als. Be­reits da­nach soll­te sich das Herz beim Öff­nen der Kar­te auf­stel­len.

  • Als fun­keln­des High­light be­strich ich das aus­ge­schnit­te­ne Herz­sym­bol nun mit ei­nem Kle­be­stift und ließ ro­tes, fei­nes Glit­zer­pul­ver über die Kleb­stoff­stel­le rie­seln.

Bild vom Bestempeln der Konturen des "I Love You" Schriftzugs

Der Schrift­zug „I Love You” be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #2. Die­sen fer­tig­te ich aus wei­ßem Ton­kar­ton an und be­stem­pel­te die Kon­tu­ren mit­hil­fe ro­ter Stem­pel­far­be und ei­nes Make-up Schwämm­chens. Wich­tig: Auf die Rück­sei­te des Schrift­zugs kleb­te ich den höl­zer­nen Teil von Streich­höl­zern als Ab­stands­hal­ter auf. Da­durch ent­ste­hen ne­ben dem Pop-up-Herz wei­te­re drei­di­men­sio­na­le Ef­fek­te.

  • Das prä­pa­rier­te, wei­ße Herz kleb­te ich dar­auf­fol­gend auf mein Glit­zer­herz. Die Buch­sta­ben ar­ran­gier­te ich pas­send da­ne­ben.

Hintergrund und Stabilisator der Herzkarte

Bild vom Aufkleben des Pop-up-Herzens auf die KartenrückseiteDa­mit die rote Herz­kar­te schön ein­ge­rahmt ist und sich noch hoch­wer­ti­ger an­fas­sen lässt, habe ich die­se ab­schlie­ßend auf ei­nen wei­ßen Hin­ter­grund ge­klebt, der sich auf Scha­blo­ne #3 be­fin­det. Den Hin­ter­grund habe ich nach dem Aus­schnei­den in der Mit­te ge­falzt und di­rekt im An­schluss das Pop-up-Herz mit­tig auf­ge­klebt. Da­mit ist die Va­len­tins­tags­kar­te „I Love You” be­reits fer­tig­ge­stellt.

Einzigartiger Kartenumschlag - „Be My Valentine”

Bild von rotem Grundgerüst für einen Umschlag für eine Valentinstagskarte

Die Va­len­tins­tags­kar­te „I Love You” könn­ten Sie zwar in je­den x-beliebigen Um­schlag ste­cken, ich emp­feh­le Ih­nen je­doch mei­nen in­di­vi­du­el­len Kar­ten­um­schlag, des­sen Grund­ge­rüst sich auf Scha­blo­ne #4 be­fin­det. Ich fer­tig­te das gro­ße Ele­ment aus ro­tem Ton­kar­ton an und falz­te die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. An­schlie­ßend fer­tig­te ich von Scha­blo­ne #5 die wei­ßen Au­ßen­sei­ten an, de­ren Kon­tu­ren ich wie­der mit­hil­fe des ro­ten Stem­pel­kis­sens und des Make-up Schwämm­chens be­stem­pel­te.

Zu­erst kleb­te ich die drei wei­ßen Au­ßen­sei­ten auf das Grund­ge­rüst und bau­te das Gan­ze da­nach zu ei­nem DIN C6 Um­schlag zu­sam­men. Be­son­der­heit: Als Ver­schluss ver­fügt der be­son­de­re Um­schlag eben­falls über ein Glit­zer­herz, des­sen Ele­men­te sich auf Scha­blo­ne #6 be­fin­den. Die­ses Herz habe ich nach dem glei­chen Prin­zip wie das Pop-up-Herz an­ge­fer­tigt. Die rote Un­ter­sei­te ver­zier­te ich also wie­der mit ro­tem Glit­zer­pul­ver und das wei­ße Add-on ver­fügt eben­so über de­ko­rier­te Kon­tu­ren und Ab­stand­hal­ter aus Streich­höl­zern.

  • Zum Voll­enden mei­nes Kar­ten­um­schlags kleb­te ich das blit­zen­de Herz auf die hin­te­re Ver­schluss­la­sche auf.
  • Zu gu­ter Letzt kleb­te ich die Auf­schrift „Be My Va­len­ti­ne”, wel­che sich auf Scha­blo­ne #7 be­fin­det und die ich aus ro­tem Ton­kar­ton an­ge­fer­tigt hat­te, noch auf die Vor­der­sei­te mei­nes Um­schlags auf.

Fazit

Bild von glitzernder Valentinstagskarte mit weißem Umschlag aus PapierMei­ne Va­len­tins­tags­kar­te ist ein ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv, für wel­ches ich samt Um­schlag zir­ka 45 Mi­nu­ten Bas­tel­zeit be­nö­tigt habe. Vor al­lem Mi­ni­ma­lis­ten, die nicht so gut mit Wor­ten ma­len kön­nen und ih­ren Fo­kus ger­ne aufs We­sent­li­che le­gen kom­men mit die­ser Kar­ten­krea­ti­on auf ihre Kos­ten. Sau­ber an­ge­fer­tigt springt das Herz dem glück­li­chen Kar­ten­emp­fän­ger förm­lich ins Ge­sicht und schreit ihm „Ich lie­be dich!” ent­ge­gen. Ich be­haup­te, Amor selbst könn­te so et­was nicht bes­ser aus­drü­cken.

Ver­wand­te The­men:

Ro­man­ti­sche Mail­box für Lie­bes­bot­schaf­ten
Ein­fa­che Rose zum Va­len­tins­tag bas­teln - An­lei­tung

Briefkasten basteln - Verpackung für Liebesbotschaften

Am Va­len­tins­tag ma­chen sich Ver­lieb­te nur im wei­tes­ten Sin­ne Ge­schen­ke. Es han­delt sich viel­mehr um sym­bol­träch­ti­ge Auf­merk­sam­kei­ten wie bei­spiels­wei­se Blu­men, ein Vin­ta­ge Amu­lett mit per­sön­li­chem Foto, edle Pra­li­nen­va­ria­tio­nen oder Ki­no­kar­ten für die neus­te Lie­bes­ko­mö­die mit Han­nah Herz­sprung. Eine Ein­pack­ma­schi­ne ist bei al­le­dem nicht von­nö­ten, den­noch ist eine an­ge­mes­se­ne Ver­pa­ckung auch für Va­len­tins­tags­prä­sen­te wich­tig, schließ­lich soll­te die Lie­bes­bot­schaft nicht wie ein Last-minute-Geschenk von der Tank­stel­le aus­se­hen, son­dern stil­voll prä­sen­tiert wer­den.

Bild von US-Letterbox LOVEAls Lö­sung die­ses Pro­blems habe ich ei­nen Brief­kas­ten ent­wor­fen, der sich vom De­sign an ei­ner ech­ten, ame­ri­ka­ni­schen Mail­box (curbs­i­de Jo­r­o­le­man mail­box) ori­en­tiert. Im Ge­gen­satz zum DIN EN 13724 Brief­kas­ten der BRD, wel­cher dem Post­bo­ten ein knick­frei­es Seiten- und Quer­ein­wurf­erleb­nis bie­tet, sind die US-Letterboxes we­nig funk­tio­nell, da­für künst­le­risch ori­gi­nell und ge­schichts­träch­tig.

Bild von Verpackung zum Valentinstag (Papierbriefkasten)Bis Ende des 19. Jahr­hun­derts muss­te die Land­be­völ­ke­rung der USA ihre Post noch beim Post­amt ab­ho­len, da es noch kei­ne Zu­stel­lung frei Haus gab. Erst im Jah­re 1896 be­gan­nen die Post­bo­ten, ihre Run­den auch in länd­li­chen Ge­bie­ten zu dre­hen. Das Pro­blem da­bei war, dass die neu­en Post­emp­fän­ger, größ­ten­teils Far­mer, schlecht dar­auf vor­be­rei­tet wa­ren und kei­ne Post­käs­ten be­sa­ßen. Aus der Not wur­de eine Tu­gend und kur­zer­hand Zi­gar­ren­bo­xen so­wie Abwasser- und Ofen­roh­re zum Post­kas­ten um­funk­tio­niert.

1896: Rural free de­li­very (RFD) be­gan as an ex­pe­ri­ment. Some cus­to­mers used ho­me­ma­de woo­den bo­xes as mail­bo­xes, while others used old ci­gar bo­xes, soap and feed bo­xes, drai­na­ge pipes, [...].

UNITED STATES POSTAL SERVICE: Curbs­i­de Mail­bo­xes: A
Chro­no­lo­gy of Size Ch­an­ges. about.usps.com (PDF) (01/2016).

Bild von Liebesbotschaften in Curbside Joroleman MailboxNa­tür­lich stell­te dies nicht nur die Brief­zu­stel­ler vor di­ver­se Her­aus­for­de­run­gen, son­dern führ­te auch dazu, dass die Post der Wit­te­rung aus­ge­setzt war und des Öf­te­ren nass wur­de. Erst 1901 wur­de dar­auf­hin eine Norm ver­ab­schie­det, die be­sag­te, dass Post­käs­ten nur noch ge­schlos­se­ne Me­tall­be­häl­ter sein dür­fen, wel­che sich ein­fach an ei­ner Sei­te öff­nen las­sen müs­sen. Die Ma­xi­mal­län­ge be­trug sei­ner­zeit 18 Zoll (45,72 Zen­ti­me­ter). Die­se Norm war je­doch noch nicht aus­rei­chend de­fi­niert, so­dass vie­le Land­be­woh­ner noch zu klei­ne Post­käs­ten be­sa­ßen und grö­ße­re Wurf­sen­dun­gen, wie Ka­ta­lo­ge nicht zu­ge­stellt wer­den konn­ten.

Erst im Jah­re 1915 er­fand der Post­an­ge­stell­te Roy J. Jo­r­o­le­man den gleich­na­mi­gen, tun­nel­för­mi­gen Brief­kas­ten.

The most com­mon type of mail­box used for re­si­den­ces is the tun­nel style. It was de­si­gned in 1915 by an em­ployee at the Post Of­fice na­med Roy J. Jo­r­o­le­man,

Vin­cent, Dave: A Brief Histo­ry of Mail­bo­xes. nationalmailboxes.com (01/2016).

Nur noch die­ser darf seit Som­mer 1916 in den USA am Stra­ßen­rand in zwei ge­norm­ten Ver­sio­nen auf­ge­stellt wer­den. Wie das Ori­gi­nal trägt auch mein Pa­pier­brief­kas­ten eine Si­gnal­flag­ge (se­ma­pho­re flag) zum Auf­stel­len an der lin­ken Sei­te. Doch wis­sen Sie, was es be­deu­tet, wenn die­se Flag­ge nach oben steht? Es si­gna­li­siert dem Post­bo­ten, dass sich Post für ihn im Brief­kas­ten zum Mit­neh­men be­fin­det, denn in den USA bringt der Brief­trä­ger nicht nur die Post, son­dern nimmt die­se auch mit.

Ich den­ke, dass das Fähn­chen hoch­ge­macht wird, wenn man Brie­fe ver­schi­cken will. Ich glau­be, dass es in Ame­ri­ka so ist, dass der Brief­trä­ger nicht nur Brie­fe bringt, son­dern auch Brie­fe ab­holt.

Zer­lett, Hel­mut Wer­ner: Ha­rald Schmidt Show 1006 - Der gro­ße Brief­käs­ten und Klin­gel Test. youtube.com (01/2016).

Bild von Briefkasten aus Papier (US-Letterbox) zum Valentinstag (DAoCFrEak) Fine-Art Künstlerin

Egal, ob rote Ro­sen, der Gut­schein fürs Well­ness­ho­tel oder der selbst ge­fal­te­te Ori­ga­mi Herz­umschlag, mein Brief­kas­ten mit ei­ner Län­ge von 14,5 Zen­ti­me­tern und ei­ner Brei­te von 8 Zen­ti­me­tern fasst je­des gän­gi­ge Va­len­tins­tags­ge­schenk.

Bastelanleitung für Liebesbriefkasten

Bild von Papierelementen für die Frontklappen der US-MailboxTrä­ger­ma­te­ri­al mei­nes Brief­kas­tens ist Ton­pa­pier. Ich ver­wen­de­te die Far­ben Rot, Rosa, Pink und Lachs. Für die Ver­zie­run­gen ka­men ro­tes Glit­zer­pul­ver und ein Or­na­ment­stem­pel samt ro­ter Stem­pel­far­be zum Ein­satz. Als Bas­tel­werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, ei­nen Kle­be­stift, Falz­beil samt Li­ne­al, Mus­ter­beu­tel­klam­mern, ei­nen Eyelet-Setter, ein Bas­tel­mes­ser und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10 /#11 /#12) zu­recht­le­gen.

Bild vom Zusammenkleben der Grundelemente der FrontklappenZu­al­ler­erst bas­tel­te ich die Front­klap­pen zum Öff­nen des Brief­kas­tens. Da­für fer­tig­te ich die Ele­men­te von Scha­blo­ne #1 zwei­mal aus ro­tem und zwei­mal aus lachs­far­be­nem Ton­pa­pier an. Hin­weis: Alle hel­len, lachs­far­be­nen Ele­men­te des Mo­tivs be­stem­pel­te ich auf ei­ner Sei­te mit ro­ten Or­na­men­ten. Dar­auf­fol­gend kleb­te ich im­mer zwei un­ter­schied­lich far­bi­ge Ein­zel­tei­le auf­ein­an­der, so­dass ich am Ende zwei ver­stärk­te brei­te und zwei läng­li­che Ele­men­te vor mir lie­gen hat­te.

  • Gleich da­nach falz­te ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en und kleb­te je­weils ei­nen lan­gen Strei­fen als Um­ran­dung um ein Klap­pen­ele­ment.

Wei­ter fer­tig­te ich die äu­ße­re Ver­klei­dung und Ver­zie­rung der Front­klap­pen von den Scha­blo­nen #2 - #4 an. Nach dem An­fer­ti­gen der Ein­zel­tei­le kleb­te ich zu­nächst je­weils ein Ele­ment mit den Her­zen von Scha­blo­ne #2 auf je­weils ein Ele­ment ohne Her­zen. Dies ist die mitt­le­re Zier­de der Front­klap­pen. Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die bei­den klei­ne­ren Ele­men­te von Scha­blo­ne #3 auf die bei­den grö­ße­ren Pen­dants. Das wie­der­um ist die Au­ßen­sei­te und gleich­zei­tig Ver­stär­kung der Front­klap­pen.

Bild von fertiger Frontklappe des Briefkastens

Zum Fer­tig­stel­len ei­ner Ein­gangs­klap­pe nahm ich eine mitt­le­re Zier­de mit den vie­len klei­nen Her­zen und kleb­te an de­ren Rück­sei­te das Ele­ment mit der Um­ran­dung von Scha­blo­ne #1 fest. An der Vor­der­sei­te be­fes­tig­te ich hin­ge­gen die Ver­stär­kung von Scha­blo­ne #3. Zu gu­ter Letzt fer­tig­te ich mir zwei Ton­pa­pier­her­zen von Scha­blo­ne #4 an, be­strich die­se mit ei­nem Kle­be­stift und rie­sel­te ro­tes Glit­zer­pul­ver über den Kleb­stoff­film.

  • Die bei­den Glit­zer­her­zen kleb­te ich ab­schlie­ßend mit­tig auf die Vor­der­sei­ten mei­ner bei­den Front­klap­pen auf.

Signalfahne und Mitte der US-Mailbox

Bild von den Einzelteilen fürs tunenlförmige Mittelstück des BriefkastensDer schwie­rigs­te Teil der Ver­pa­ckung wäre ge­schafft. Die Brief­kas­ten­fah­ne von Scha­blo­ne #5 habe ich ein­fach zu­sam­men­ge­klebt und mit ei­nem Eyelet-Setter (sie­he Scha­blo­ne) ge­locht. Für das tun­nel­för­mi­ge Mit­tel­stück fer­tig­te ich da­nach die Scha­blo­nen #6 - #8 aus mei­nen Ton­pa­pier­far­ben an. Nach dem Fal­zen der Knick- und Kle­be­l­i­ni­en kleb­te ich das Ele­ment von Scha­blo­ne #7 auf das von Scha­blo­ne #6.

Bild vom Einstecken der Fahne in die Briefkastenmitte

Dar­auf­fol­gend kleb­te ich die bei­den Strei­fen von Scha­blo­ne #8 auf­ein­an­der und die­se dann mit­tig auf mein Mit­tel­stück. Durch die­se Kle­be­tech­nik und die vier un­ter­schied­li­chen Far­ben ent­steht au­to­ma­tisch ein sehr no­bles Mus­ter.  Nun schoss ich wie­der mit mei­nem Eyelet-Setter ein Loch (sie­he Scha­blo­ne) durch die La­gen in das gro­ße Mit­tel­stück. In das Loch der Si­gnal­fah­ne steck­te ich eine Mus­ter­beu­tel­klam­mer. Über die­se Klam­mer be­fes­tig­te ich die be­weg­li­che Fah­ne am Haupt­teil des Brief­kas­tens.

Innenverkleidung und Boden der Valentinstagsbox

Für die In­nen­ver­klei­dung fer­tig­te ich das Ele­ment von Scha­blo­ne #9 aus lachs­far­be­nem Ton­pa­pier an und ver­zier­te es mit mei­nem Or­na­ment­stem­pel. Dar­auf­hin kleb­te ich die In­nen­ver­klei­dung in mein Mit­tel­stück mit der Si­gnal­fah­ne. Da­nach bog ich das nun sehr sta­bi­le, ver­zier­te Haupt­ele­ment des Brief­kas­tens in Form. Den in­ne­ren Bo­den von Scha­blo­ne #10 fer­tig­te ich noch ein­mal aus lachs­far­be­nem Ton­pa­pier an und ver­band die­sen über die Kle­be­la­schen mit dem Mit­tel­stück. An die­sem in­ne­ren Bo­den kleb­te ich di­rekt im An­schluss mit viel flüs­si­gem Kle­ber, links und rechts, die bei­den Front­klap­pen fest.

Bild vom Ankleben des äußerer Bodens des Valentinstags Briefkasten

Zum Ver­ste­cken der Kle­be­l­i­ni­en kleb­te ich ganz zum Schluss den äu­ße­ren Bo­den am drei­di­men­sio­na­len Pa­pier­brief­kas­ten fest. Die Ele­men­te da­für be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #11, die­se habe ich ein­fach auf­ein­an­der­ge­klebt und an der äu­ße­ren Un­ter­sei­te der US-Mailbox be­fes­tigt. Für den letz­ten Fein­schliff habe ich au­ßer­dem noch die Her­zen von Scha­blo­ne #12 aus ro­tem Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt und über den hel­len Mit­tel­strei­fen ge­klebt.

  • Ver­schluss der Front­klap­pen: Zu­nächst hielt ich je­weils eine Tür an mei­ne Mail­box. Da­nach nahm ich mei­nen Eyelet-Setter und schoss auf bei­den Sei­ten ein Loch von oben durch Brief­kas­ten und Front­klap­pe. Zum Ver­schlie­ßen habe ich mir ei­nen ein­fa­chen Herz­ver­schluss aus FIMO mo­del­liert. Sie kön­nen je­doch ge­nau­so gut Mus­ter­beu­tel­klam­mern oder Fähn­chen (Par­ty­spie­ße) ver­wen­den.

Fazit

Bild von rotem und blauem Liebensbriefkasten aus Papier für den ValentinstagDer an­mu­ti­ge Brief­kas­ten für Lie­ben­de ist ein mit­tel­schwe­res Bas­tel­mo­tiv, für wel­ches ge­nau­es Ar­bei­ten not­wen­dig ist, da­mit die be­weg­li­chen Ein­zel­tei­le alle gut funk­tio­nie­ren. Ich habe für ein Ex­em­plar un­ge­fähr drei Stun­den Bas­tel­zeit be­nö­tigt. In­spi­riert zu die­sem Mo­tiv hat mich mei­ne su­per süße sie­ben­jäh­ri­ge Pa­ten­toch­ter, die seit zwei Jah­ren ei­nen Schul­freund hat und mega stolz dar­auf ist. Der klei­ne Ra­bau­ke ist aber schon ein ech­ter Wo­ma­ni­zer und sie hat mir er­zählt, dass er auch schon mal was von an­de­ren Mäd­chen in der Schu­le ge­schenkt be­kom­men hat. Sie hat sich dar­auf­hin to­tal ge­är­gert und will ihm des­halb et­was ganz Be­son­de­res zum Va­len­tins­tag schen­ken.

Na­tür­lich habe ich ihr da ger­ne aus­ge­hol­fen und ihre be­reits ge­kauf­te Scho­ko­la­de und selbst ge­bas­tel­te Va­len­tins­tags­kar­te ab­ge­run­det. Mit ih­rer auf­ge­stell­ten Glei­chung - mehr Ge­schen­ke gleich mehr Lie­be - muss ihre Mut­ter aber wohl noch mal mit ihr re­den.

Ver­wand­te The­men:

Rose aus Pa­pier bas­teln
Blu­men in der Box - Bas­tel­an­lei­tung