GWS2.de: Kunst, Papier und Vordrucke seit 2011 A. D.

Kekse für den Nikolaus: Tasse aus Papier basteln - Anleitung

Je­des Jahr am 6. De­zem­ber ist Ni­ko­laus­tag an die­sem die christ­li­che Glau­bens­ge­mein­schaft dem Hei­li­gen Ni­ko­laus von Myra (eng­lisch St. Ni­cho­las) ge­denkt. Kin­der bis zum Ende des Grund­schul­al­ters müs­sen am Abend die­ses auf­re­gen­den Ta­ges be­son­ders ban­gen, denn Ni­ko­laus und sein bö­ser Ge­hil­fe Knecht Ru­precht über­prü­fen ge­wis­sen­haft, wie sich die Klei­nen im ver­gan­ge­nen Ka­len­der­jahr ver­hal­ten ha­ben. Es ist wohl so, dass der gute Ni­ko­laus der Ein­fach­heit hal­ber zwi­schen den Ka­te­go­rien Sa­tans­bra­ten, lie­bens­wer­ter Frech­dachs und En­gel un­ter­schei­det.

Es muss je­doch schon ein sehr un­ge­zo­ge­nes Kind sein, bis der ge­dul­di­ge Ni­ko­laus die­sen Sa­tans­bra­ten sei­nem teuf­li­schen Ge­hil­fen über­lässt.

In die­sem Sack schleppt der Schwar­ze nicht nur mur­rend die Ge­schen­ke des Hei­li­gen her­an. Sprich­wört­lich darf er auch die „in den Sack ste­cken”, die nach Auf­fas­sung des Hei­li­gen Ni­ko­laus ihre re­li­giö­sen und häus­li­chen Pflich­ten nicht er­füllt ha­ben.

Becker-Huberti, Man­fred: Nikolaus-Begleiter. nikolaus-von-myra.de (10/2015).

Bild von Milch und Keksen für den NikolausBeim lie­bens­wer­ten Frech­dachs passt die Re­de­wen­dung Zu­cker­brot und Peit­sche, denn Ni­ko­laus wird mit er­ho­be­ner Rute ei­ni­ge mah­nen­de Wor­te spre­chen, am Ende gibt es für Kin­der die­ser Ka­te­go­rie den­noch die ein oder an­de­re Gabe aus dem Sack. Üb­ri­gens, wer in den Au­gen des Hei­li­gen Ni­ko­laus ein En­gel ist, der be­kommt ihn nie zu Ge­sicht. Ja, denn klei­ne En­gel­chen ken­nen die Re­geln und kön­nen so­gar Knecht Ru­precht sanft­mü­tig stim­men. Viel­leicht fra­gen Sie sich jetzt, wie die­se das hin­be­kom­men.

Bild von weihnachtlicher Kekstasse für den NikolausNun ja, trotz Hei­lig­spre­chung ist Ni­ko­laus auch nur ein Mensch, wenn die Kids also be­reits am 5. De­zem­ber flei­ßig ihre Stie­fel put­zen oder so­gar So­cken bas­teln, wel­che sie vor die Tür stel­len, ist der ers­te Teil be­reits ge­schafft. Ge­hen die Klei­nen am Ni­ko­laus­tag dazu noch früh ins Bett und stel­len ne­ben ihre Schu­he ein Glas Milch und Kek­se als Weg­zeh­rung be­reit, ver­gibt der Ni­ko­laus selbst so man­chem Frech­dachs und füllt auch des­sen Stie­fel­chen mit be­son­ders vie­len Mit­bring­seln.

Und weil das Auge be­kannt­lich im­mer mit­isst, habe ich eine weih­nacht­li­che Tas­se aus Pa­pier ge­bas­telt, in die­se Sie die Kek­se für den Ni­ko­laus hin­ein­le­gen kön­nen.

Bild von Milch und Keksen für den Nikolaus in einer selbst gebastelten Tasse aus Papier

Die Pa­pier­tas­se hat die Form ei­nes gro­ßen Kaf­fee­be­chers. Das drei­di­men­sio­na­le Bas­tel­mo­tiv ist 14 Zen­ti­me­ter breit und 10,5 Zen­ti­me­ter hoch. Als Be­son­der­heit steckt im Hen­kel ein gro­ßer Löf­fel, da­mit sich der Ni­ko­laus nicht sei­ne Hand­schu­he mit Scho­ko­la­de be­kle­ckert oder um da­mit Knecht Ru­precht, der sich heim­lich ein Plätz­chen sti­bit­zen möch­te, auf die Fin­ger zu hau­en.

Nikolaustasse mit Schablonen basteln

Bild von zwei Elementen für die Innenseite des PapierbechersAls Ba­sis­ma­te­ri­al für mei­nen weih­nacht­li­chen Be­cher ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in Hell­rot, Dun­kel­rot und Reh­braun. Als Kon­trast kam durch­sich­ti­ge Fo­lie so­wie ein be­druck­tes Weih­nachts­pa­pier zum Ein­satz. Der Löf­fel be­steht aus ge­wöhn­li­chem Zei­tungs­pa­pier, die­sen habe ich nach der Pappmaché-Methodik an­ge­fer­tigt und mit Was­ser­far­ben an­ge­malt. Als Werk­zeu­ge und De­ko­high­lights ka­men au­ßer­dem Kunst­schnee, sprüh­ba­rer Acryl­lack, Glit­ter, ein Bas­tel­mes­ser, eine Sche­re, flüs­si­ger Kle­ber, Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zum Ein­satz.

Bild vom blauen Glitter, der auf ein Fensterelement mit Kleber rieseltIch be­gann mit der In­nen­sei­te der Kekstas­se, wel­che sich auf Scha­blo­ne #1 be­fin­det. Die­se fer­tig­te ich zwei­mal aus hell­ro­tem Ton­pa­pier an und falz­te gleich im An­schluss die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Dar­auf­fol­gend kleb­te ich bei­de Ele­men­te an den Sei­ten zu­sam­men. Nun nahm ich Scha­blo­ne #2 zur Hand und fer­tig­te die acht Fens­ter der Tas­se aus un­ter­schied­li­chen Pa­pier­sor­ten an. Für vier Fens­ter ver­wen­de­te ich reh­brau­nes Ton­pa­pier und für die an­de­ren vier weih­nacht­lich be­druck­tes Bas­tel­pa­pier.

Grundgerüst der Nikolaustasse wurde mit Fenstern beklebtWich­tig: Das Fens­ter in die­sem der Hen­kel steckt, habe ich mit ei­nem Bas­tel­mes­ser ein­ge­schnit­ten. Mei­ne reh­brau­nen Ein­zel­tei­le be­strich ich auf ei­ner Sei­te mit flüs­si­gem Kle­ber und rie­sel­te blau­en Glit­ter dar­auf. An­schlie­ßend ließ ich das Gan­ze so lan­ge auf der Hei­zung trock­nen, bis der Kle­ber nicht mehr zu se­hen war. Da­nach kleb­te ich die sie­ben Fens­ter, die nicht ein­ge­schnit­ten wur­den, ab­wech­selnd auf die In­nen­sei­te der Kekstas­se auf.

Großer Becher bekommt einen Henkel

Papierhenkel der Nikolaustasse zusammenklebenDer Hen­kel der Pa­pier­tas­se be­steht aus ins­ge­samt vier Ele­men­ten, wel­che sich alle auf Scha­blo­ne #3 be­fin­den und von mir aus dun­kel­ro­tem Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt wur­den. Nach­dem ich die Lö­cher für den Löf­fel ein­ge­schnit­ten hat­te, falz­te ich auch hier die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en. Im An­schluss habe ich die vier Ein­zel­tei­le ein­fach mit sich selbst ver­klebt.

Bild vom Ankleben des Henkels an der NikolaustasseIch nahm nun mein be­reits an­ge­fer­tig­tes Tas­sen­grund­ge­rüst zur Hand und be­strich die noch fens­ter­freie Sei­te mit viel flüs­si­gem Kle­ber. Dar­auf­fol­gend nahm ich den Hen­kel und steck­te die Kle­be­la­schen durch das letz­te ein­ge­schnit­te­ne Fens­ter und kleb­te al­les an der Tas­se fest. Da­mit hat­te ich den schwie­rigs­ten Teil die­ses Bas­tel­mo­tivs be­reits ab­ge­schlos­sen.

Zusammenfügen der Kekstasse für den Nikolaus

Bild von Fensterverkleidung für den PapierbecherAuf die Fens­ter, die mit Glit­ter be­ar­bei­tet wur­den, kleb­te ich nun die durch­sich­ti­ge Fo­lie. Fol­gend fer­tig­te ich die Fens­ter­ver­klei­dung zwei­mal von Scha­blo­ne #4 aus dun­kel­ro­tem Ton­pa­pier an und kleb­te die bei­den Ele­men­te nach dem Fal­zen an der Sei­te zu­sam­men. Die da­mit ver­län­ger­te Fens­ter­ver­klei­dung fä­del­te ich durch den Griff und kleb­te die­se da­nach auf mei­ne Fens­ter auf, da­durch wer­den au­to­ma­tisch alle un­schö­nen Kle­be­rän­der ver­deckt.

Das Grund­ge­rüst der Tas­se samt Hen­kel habe ich nach Ab­schluss der ge­nann­ten Schrit­te zu­sam­men­ge­klebt. Zu gu­ter Letzt fer­tig­te ich die bei­den Bo­den­ele­men­te von Scha­blo­ne #5 an und kleb­te das hell­ro­te Teil in­nen und das gro­ße, dun­kel­ro­te Bo­den­ele­ment au­ßen an der Tas­se fest. Den Tas­sen­rand und die Ober­sei­te des Hen­kels ver­zier­te ich ab­schlie­ßend noch mit 3D Kunst­schnee, da­nach war die Kekstas­se für den Ni­ko­laus ein­satz­be­reit.

Löffel aus Pappmaché ist ein nettes Gimmick

Bild von Bastelmaterial für PappmachéDer lan­ge Tas­sen­löf­fel ist ratz­fatz ge­bas­telt. Dazu fer­tig­te ich mir zu­al­ler­erst den Löf­fel von Scha­blo­ne #6 aus Ton­pa­pier an. Da­nach riss ich mir et­was Zei­tungs­pa­pier zu­recht und rühr­te mir eine Schüs­sel mit Kleis­ter an. Im An­schluss tunk­te ich das Zei­tungs­pa­pier in den Kleis­ter und um­wi­ckel­te da­mit mei­nen Pa­pier­löf­fel so lan­ge, bis die­ser eine Di­cke von ei­nem Zen­ti­me­ter er­reicht hat.

Den Löf­fel leg­te ich nun für 12 Stun­den zum Trock­nen. Im An­schluss be­mal­te ich die­sen mit beige­far­be­ner Was­ser­far­be und ver­sie­gel­te das Pappmaché-Besteck noch mit Sa­tin glän­zen­dem, sprüh­ba­rem Acryl­lack. Nach­dem auch der Lack ge­trock­net war, kann der je­der­zeit her­aus­nehm­ba­re, sta­bi­le Löf­fel senk­recht in den Hen­kel ge­steckt wer­den.

Fazit und meine Nikolauserfahrungen

Bild von gebastelter Nikolaustasse und einem Schild auf dem steht, dass Naschen erlaubt istDie Tas­se lässt sich wun­der­bar mit Ra­bau­ken bas­teln, die noch schnell dem Sack oder der Rute ent­kom­men wol­len. Ich habe für ein Ex­em­plar un­ge­fähr eine Bas­tel­zeit von 90 Mi­nu­ten be­nö­tigt. Als ich noch auf der Lis­te des Hei­li­gen Ni­ko­laus stand, hat­te ich bis auf zwei­mal im­mer Glück. Wäh­rend­des­sen ich brav schlief, füll­te der ge­müt­li­che Weiß­bart im­mer mei­ne Stie­fel­chen. Ein­mal muss wohl eine Kat­ze die Kek­se und die Milch ent­deckt ha­ben, denn in die­sem Jahr be­kam ich nur gars­ti­ge Man­da­ri­nen mit Nüs­sen, und nicht wie sonst köst­li­che Scho­ko­la­de ge­schenkt. In ei­nem an­de­ren Jahr war ich ein Frech­dachs und be­kam den Ni­ko­laus zu Ge­sicht. Zur Buße muss­te ich ein Lied auf mei­ner Block­flö­te spie­len und ein Ge­dicht auf­sa­gen. Al­les in al­lem ging es also ge­ra­de noch ein­mal gut.

Ver­wand­te The­men:

Ni­ko­laus im Ka­min - lus­ti­ge Pa­pier­schach­tel
Ad­vents­ka­len­der aus Kaf­fee­be­chern - Bas­tel­an­lei­tung

Engel basteln - beleuchtete Weihnachtsdekoration

En­gel ge­hö­ren ein­fach in die Weih­nachts­zeit und sind des­halb ein sehr be­lieb­tes De­ko­ra­ti­ons­mo­tiv. Die Be­liebt­heit der En­gel liegt wohl an ih­ren Auf­ga­ben­ge­bie­ten.

Sie bla­sen Po­sau­ne und spie­len im Pa­ra­dies die Har­fe; als gött­li­cher Hof­staat wid­men sie sich der An­be­tung.

Hal­ter, Hans: Geis­ter aus Got­tes Gar­ten. spiegel.de (12/2014).

Au­ßer­dem fei­ern Chris­ten an Weih­nach­ten die Ge­burt von Je­sus, wel­che der Erz­engel Ga­bri­el zu­vor ver­kün­det hat. En­gel sind also eng mit dem Glau­ben ver­bun­den. Ich habe ei­nen gro­ßen En­gel ge­bas­telt. wel­cher auch als Lam­pe in der Ad­vents­zeit ver­wen­det wer­den kann. Wenn Sie die­sen nach­bas­teln möch­ten, be­kom­men Sie hier die An­lei­tung und die Scha­blo­nen da­für.

Bild von Weihnachtsengel aus Papier
Der Pa­pie­rengel ist 30 Zen­ti­me­ter hoch und 23 Zen­ti­me­ter breit. Ba­sis des Bas­tel­mo­tivs ist ein Fünf­eck, so­dass der En­gel sta­bil ste­hen kann.

Bild von Luftaufnahme des PapierengelsIn die Mit­te des En­gels kön­nen elek­tri­sche Tee­lich­ter oder Lich­ter­ku­geln ge­legt wer­den, so­mit wird aus dem Mo­tiv eine schumm­ri­ge Lam­pe für die Ad­vents­zeit. Der Pa­pie­rengel hat zwei Flü­gel, ei­nen Kopf und ei­nen Hei­li­gen­schein. Au­ßer­dem be­fin­det sich am Fuße der Bas­te­lei noch ein wei­te­rer klei­ner En­gel, den ich mit der Quil­ling Tech­nik an­ge­fer­tigt habe.

Wenig Material für beleuchteten Engel

Bild von Material zum Basteln eines WeihnachtsengelsDas Grund­ge­rüst des Weih­nachts­en­gels ist lia­far­be­nes und wei­ßes Ton­pa­pier. Da­mit das Licht gut durch­schim­mern kann ver­wen­de­te ich des Wei­te­ren wei­ßes Lich­ter­pa­pier. Für die Ver­zie­run­gen ka­men wei­ße Fe­dern, Pa­per Pens, li­la­far­be­ne Stem­pel­kis­sen­far­be samt Make-up Schwämm­chen und Stem­pel so­wie ein wei­ßes Sa­tin­band zum Ein­satz. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re,

Bild von Papier für den Engelskörperflüs­si­gen Kle­ber, Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4) zu­recht­le­gen. Zu­erst fer­tig­te ich von Scha­blo­ne #1 das fünf­ecki­ge Bo­den­ele­ment aus wei­ßem und die fünf klei­nen Zier­ele­men­te aus li­la­far­be­nem Ton­pa­pier an. Die fünf gro­ßen Spit­zen, der Kör­per des En­gels, fer­tig­te ich aus Lich­ter­pa­pier an.

Bild vom Bearbeiten des EngelskörpersNach­dem ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en der Ele­men­te mit­hil­fe ei­nes Falz­beils und ei­nes Li­ne­als ge­falzt habe, kleb­te ich die li­la­far­be­nen Zier­ele­men­te an den Bo­den der fünf Spit­zen. Nun be­stem­pel­te ich die fünf Spit­zen. Da­für nahm ich ein li­la­far­be­nes Stem­pel­kis­sen und stem­pel­te je­weils zwei Or­na­men­te auf eine Spit­ze. Nun kleb­te ich die fünf ver­zier­ten Spit­zen

Bild von spitzem Kegel aus Lichterpapieran das wei­ße Fünf­eck. Wenn Sie dann ei­nen fünf­za­cki­gen Stern vor sich lie­gen ha­ben, kni­cken Sie zwei der Spit­zen nach oben und ver­kle­ben Sie die­se. Nach und nach bau­en Sie dann mit die­ser Me­tho­de ei­nen spit­zen Ke­gel. Zu gu­ter Letzt nahm ich noch ei­nen sil­ber­far­be­nen Pa­pier Pen zur Hand und ver­zier­te die Or­na­men­te. Mit ei­nem li­la­far­be­nem Pa­per Pen setz­te ich eben­falls noch klei­ne Ak­zen­te, dann ist der Kör­per des En­gels fer­tig.

Engelsfigur aus Papier basteln

Bild von Engelspodest aus PapierDie Ele­men­te für das fünf­ecki­ge Po­dest, auf dem der En­gel steht, be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #2. Die­se fer­tig­te ich aus li­la­far­be­nem Ton­pa­pier an. Ich falz­te zu­nächst wie­der die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en, an­schlie­ßend kleb­te ich die fünf klei­nen La­schen am Fünf­eck fest. Fol­gend dreh­te ich das Po­dest um, und ver­zier­te es mit li­la­far­be­nen Or­na­men­ten.

Bild von verschiedenen, lilafarbenen PapierelementenIm An­schluss fer­tig­te ich von Scha­blo­ne #3 und #4 die Ele­men­te für den Kopf und den Hei­li­gen­schein aus li­la­far­be­nem Ton­pa­pier an. Ich emp­feh­le Ih­nen, hier die dop­pel­te An­zahl an­zu­fer­ti­gen und glei­che Ele­men­te mit­ein­an­der zu ver­kle­ben. So wird der Pa­pie­rengel noch sta­bi­ler. Zu­nächst kleb­te ich den Ke­gel aus Lich­ter­pa­pier auf das Po­dest.

Bild von Grundgerüst des PapierengelsIch schob nun, Ele­ment für Ele­ment, in das fünf­ecki­ge Po­dest ein. Ach­ten Sie dar­auf, dass die Flü­gel par­al­lel zu­ein­an­der­ste­hen. Die fünf lan­gen Sei­ten­ele­men­te wer­den so­wohl mit dem Po­dest am Bo­den als auch am Kopf ver­klebt. Den Ring für den Hei­li­gen­schein habe ich zu­nächst mit ei­nem sil­ber­far­be­nem Pa­per Pen ver­ziert, dann als Kro­ne auf den Kopf des En­gels auf­ge­klebt.

Verzierung des Papierengels

Bild von Verzierungen des PapierengelsDie Pa­pier­flü­gel ver­zier­te ich mit wei­ßen Fe­dern, die ich ein­fach auf­kleb­te. Als Schal trägt der En­gel ein wei­ßes Sa­tin­band. Da­mit ist das Bas­tel­mo­tiv be­reits fer­tig. Als be­son­de­res Gim­mick habe ich den En­gel noch mit ei­nem klei­nen Quil­ling En­gel ver­ziert. Da­für fer­tig­te ich Strei­fen aus Ton­pa­pier an. Für den Kopf fer­tig­te ich ei­nen haut­far­be­nen Strei­fen á 150 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit (Ge­sicht),

Bild von Quilling Engelei­nen gel­ben Strei­fen á 200 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit (Haa­re) und vier gel­be Strei­fen á 11 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit (Lo­cken) an. Für die Klei­dung be­rei­te­te ich mir ei­nen wei­ßen Strei­fen á 200 Zen­ti­me­ter lang und ei­nen Zen­ti­me­ter breit (Kleid), zwei li­la­far­be­ne Strei­fen á 50 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit (Är­mel) und zwei haut­far­be­ne Strei­fen á 50 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit (Hän­de) vor. Die Flü­gel be­stehen aus zwei wei­ßen Strei­fen á 50 Zen­ti­me­ter lang und 0,5 Zen­ti­me­ter breit. Zum Quil­ling selbst be­nö­ti­gen Sie ent­we­der spe­zi­el­les Werk­zeug oder ei­nen Schasch­lik­spieß.

Quilling Engel basteln

Bilder vom Kleben des Quilling EngelsDer En­gel be­steht aus ver­schie­de­nen Quil­ling Fi­gu­ren, eine Über­sicht dar­über fin­den Sie hier. Der Kopf be­steht aus zwei „tight coil” Fi­gu­ren, die ich zu­sam­men­kleb­te.  Die vier Lo­cken sind „c-scroll” Fi­gu­ren. Die Au­gen und den Mund habe ich mit ei­nem Pa­per Pen auf­ge­malt. Das wei­ße Kleid, die Är­mel und die Hän­de sind al­le­samt „tight coil” Fi­gu­ren.

Bild von der Rückseite des Quilling EngelsDie schwie­rigs­te Fi­gur ver­birgt sich in den Flü­geln und heißt „eye (mar­qui­se)”. Nach­dem ich den Quil­ling En­gel zu­sam­men­ge­baut habe, kleb­te ich die­sen noch auf das Po­dest mei­nes gro­ßen Pa­pie­rengels. Ins­ge­samt ist das weih­nacht­li­che Bas­tel­mo­tiv sehr ein­fach her­zu­stel­len. Ich habe es in zir­ka zwei Stun­den ge­bas­telt.

Fazit

Mein En­gel steht auf mei­nem Fens­ter­brett. Durch die Öff­nung am Bo­den habe ich bat­te­rie­be­trie­be­ne Lich­ter­ku­geln ein­ge­scho­ben und aus dem En­gel eine Lam­pe ge­macht. Ge­ra­de im De­zem­ber, wenn es so­wie­so nur kurz hell ist, er­zeugt der leuch­ten­de En­gel eine sehr an­ge­neh­me und war­me At­mo­sphä­re.

Ver­wand­te The­men:

Ad­vents­ka­len­der bas­teln - An­lei­tung
Be­leuch­te­te Weih­nachts­auf­stel­ler

Grußkarte zu Weihnachten basteln - Schneekugel

Auch wenn auf­grund von E-Mails jähr­lich we­ni­ger Brie­fe und Kar­ten ver­schickt wer­den, ist eins ge­wiss, auch die­ses Jahr in der Ad­vents­zeit muss die Post wie­der vie­le Tau­send kurz­fris­ti­ge Stel­len schaf­fen, um die Flut der Weih­nachts­post zu be­wäl­ti­gen. In ei­ner Groß­stadt müs­sen auf­grund der Weih­nachts­post, eine Mil­lio­nen Brief­sen­dun­gen täg­lich mehr be­ar­bei­tet wer­den.

Al­lein für das Duis­bur­ger Brief­zen­trum rech­net die Deut­sche Post mit ei­ner zu­sätz­li­chen Brief­men­ge von ei­ner Mil­li­on – täg­lich [...]

Gein­ow­ski, Fried­helm: Vor Weih­nach­ten täg­lich eine Mil­lio­nen Brie­fe mehr. derwesten.de (12/2014).

Ne­ben Gruß­kar­ten be­fin­den sich un­ter der Weih­nachts­post na­tür­lich auch Geld­kar­ten, Dan­kes­kar­ten für vor­ge­zo­ge­ne Ge­schen­ke und Ein­la­dungs­kar­ten für Weih­nachts­fei­ern. Ich habe eine Gruß­kar­te zu Weih­nach­ten ge­bas­telt, die aus­sieht wie eine Schnee­ku­gel. Wenn Sie die­se nach­bas­teln möch­ten, be­kom­men Sie hier die An­lei­tung und die Scha­blo­ne dazu.

Bild von Weihnachtskarte in Schneekugelform mit Tannenbaum
Die Kar­te hat die Form ei­ner Schnee­ku­gel und ist 15,5 Zen­ti­me­ter lang und 14 Zen­ti­me­ter breit. Da­mit passt die Gruß­kar­te in ein ge­wöhn­li­ches C6-Briefkuvert.

Bild von Grußkarte zu Weihnachten, die aufgeklappt ist

In der Schnee­ku­gel be­fin­det sich ein kö­nig­li­cher und ver­schnei­ter Ori­ga­mi Tan­nen­baum. Des Wei­te­ren ist die Gruß­kar­te auf­klapp­bar und bie­tet zwei Sei­ten für Weih­nachts­grü­ße oder die Da­ten für die Weih­nachts­par­ty. Ab­ge­run­det wird das Mo­tiv durch Schnee­flo­cken-Ver­zie­run­gen und ei­nem Glöck­chen. Ich ver­spre­che Ih­nen, die­se Schnee­ku­gel ist auch für Bas­tel­an­fän­ger sehr gut ge­eig­net.

Schneekugel nimmt Form an

Bild von Material zum Basteln einer Schneekugel

Ba­sis der Gruß­kar­te ist Ton­pa­pier. Ich ver­wen­de­te ne­ben Weiß und Braun, ein be­reits mit Schnee­flo­cken ge­mus­ter­tes Pa­pier. Au­ßer­dem be­rei­te­te ich mir blau­es Ori­ga­mi­pa­pier vor. Der Tan­nen­baum be­nö­tigt 10 Stü­cke á 3,7 x 3,7 Zen­ti­me­ter. Für die Ver­zie­run­gen nahm ich un­ter­schied­li­che Stem­pel­far­ben mit Make-up Schwämm­chen, 3D-Schnee, Schmuck­stei­ne,

Bild von vier Papierkreisen für die Schneekugelkarteein Glöck­chen, Sil­ber­spray, eine Fe­der und ein Sa­tin­band zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­ne be­reit­le­gen. Zu­erst schnitt ich mir die Krei­se der Scha­blo­ne aus. Die zu­sam­men­hän­gen­den Krei­se fer­tig­te ich aus wei­ßem Ton­pa­pier an, die bei­den an­de­ren Krei­se habe ich aus dem be­reits be­druck­tem Pa­pier ge­fer­tigt.

Bild von geöffneter Schneekugelkarte aus Papier

Die Kon­tu­ren der wei­ßen, zu­sam­men­hän­gen­den Krei­se fuhr ich nun mit ei­nem blau­en Stem­pel­kis­sen und ei­nem Make-up Schwämm­chen nach. An­schlie­ßend kleb­te ich die­se in­mit­ten die an­de­ren bei­den Krei­se. Das Gan­ze funk­tio­niert jetzt be­reits wie eine auf­klapp­ba­re Bro­sche. In­nen ist Platz für die Grü­ße und au­ßen ziert die Kar­te das Win­ter­mus­ter.

Sockel der Schneekugel basteln

Bild von geöffneter PapierschneekugelDie Schnee­ku­gel steht auf ei­nem So­ckel. Das Ele­men­te da­für be­fin­det sich auf der Scha­blo­ne und wur­de von mir zwei­mal aus brau­nem Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt. Auch hier fuhr ich die Kon­tu­ren zu­nächst mit ei­nem brau­nem Stem­pel­kis­sen mit­hil­fe ei­nes Make-up Schwämm­chens nach und kleb­te die bei­den So­ckel­ele­men­te au­ßen an den bei­den Ku­geln fest. Au­ßer­dem fer­tig­te ich ein klei­nes Schild (sie­he Scha­blo­ne) aus wei­ßem Ton­pa­pier an, ver­zier­te auch hier die Kon­tu­ren und kleb­te die­ses, als wei­te­ren Platz für Weih­nachts­grü­ße, am So­ckel der grö­ße­ren Ku­gel fest.

Origami Tannenbaum ist in der Schneekugel

Es soll so aus­se­hen, als be­fän­de sich ein Tan­nen­baum in der Pa­pier­schnee­ku­gel. Ich fer­tig­te die­sen aus 10 Stü­cken (sie­he Scha­blo­ne) an.

Bilder von ersten Schritten für Tannenbaum

Zu­nächst fal­ten Sie die bei­den Dia­go­na­len und ent­fal­ten an­schlie­ßend wie­der das Pa­pier. Im An­schluss fal­ten Sie die ho­ri­zon­ta­le und senk­rech­te Falt­li­nie ein. Ent­fal­ten Sie das Pa­pier wie­der. Sie soll­ten nun vier Falt­li­ni­en durch das Blatt lau­fen ha­ben. Wei­ter schie­ben Sie das Gan­ze als Drei­eck zu­sam­men. Origami-Profis nen­nen die­se Fi­gur „zu­sam­men­ge­scho­be­nes Drei­eck”.

Zusammengeschobenes Dreieck weiter falten

Neh­men Sie den rech­ten Schen­kel des obe­ren Drei­ecks und fal­ten Sie die­sen nach in­nen. Ent­fal­ten Sie das Gan­ze wie­der. Wie­der­ho­len Sie den Schritt mit der lin­ken Sei­te. Jetzt stel­len Sie die rech­te, ge­fal­te­te Spit­ze auf und drü­cken die­se nach un­ten. Das Glei­che wie­der­ho­len Sie mit der lin­ken Sei­te. Dre­hen Sie das Pa­pier um und wie­der­ho­len Sie die Schrit­te auf der an­de­ren Sei­te.

Letzte Faltungen für den Origami TannenbaumAm Ende soll­ten Sie ein Ele­ment vor sich ha­ben das aus­sieht, als wür­den zwei Kra­wat­ten an ei­nem Drei­eck hän­gen. Da­von fer­tig­te ich 10 Stück an und be­sprüh­te die­se zu­nächst mit Sil­ber­spray. An­schlie­ßend nahm ich mei­ne Schnee­ku­gel und be­gann den Tan­nen­baum, Stück für Stück, auf den klei­nen Kreis auf­zu­kle­ben. Ich be­gann mit drei Stü­cken am un­te­ren Ende.

Bild von einem blauem Tannenbaum der auf eine Schneekugel geklebt wurdeWich­tig: Wenn Sie die Ele­men­te auf­kle­ben, kle­ben Sie die obe­re Spit­ze des Drei­ecks nicht fest. Die­se Spit­ze wird näm­lich, ab­ge­se­hen von der Baum­kro­ne, im­mer wie­der in ein wei­te­res Drei­eck ge­steckt. Ist der Tan­nen­baum fer­tig, wird die Kar­te ver­ziert. Ich setz­te dem Baum zu­nächst eine klei­ne ver­chrom­te Kro­ne auf. An den So­ckel kleb­te ich ein Glöck­chen, wel­ches an ei­nem blau­em Sa­tin­band samt Fe­der be­fes­tigt ist.

Winterliche Verzierungen der Schneekugelkarte

3D-Schnee auf Karte setzenAuf den Tan­nen­baum und wild um die Kar­te ver­teilt, kleb­te ich klei­ne Schmuck­stein­chen auf. Die Far­be die­ser war völ­lig egal, weil ich die­se an­schlie­ßend mit 3D-Schnee aus­mal­te. Die­ser Kunst­schnee sieht nicht nur rea­lis­tisch aus, er fühlt sich auch sehr schön an. Zu gu­ter Letzt schnitt ich mir noch ei­ni­ge Or­na­men­te aus wei­ßem Ton­pa­pier aus, be­mal­te die­se mit blau­er Stem­pel­far­be und kleb­te die­se der Weih­nachts­kar­te auf.

Fazit

Selbst gebastelte Papierschneekugel als WeihnachtskarteWie Sie se­hen, kön­nen Sie in kür­zes­ter Zeit eine in­di­vi­du­el­le Weih­nachts­kar­te für Ihre Liebs­ten bas­teln. Für die Kar­te habe ich un­ge­fähr eine Stun­de Bas­tel­zeit be­nö­tigt. Be­son­ders gut ge­fällt mir die Schnee­ku­gel­form und die Kom­bi­na­ti­on aus Ori­ga­mi fal­ten und Pa­pier­bas­teln. Mei­ne Kar­te hier ist be­reits an je­man­den aus mei­ner Ver­wandt­schaft, der in Ir­land wohnt, ver­schickt. Ich bin ge­spannt, wie viel Tage die Pa­pier­schnee­ku­gel zu un­se­ren eu­ro­päi­schen Nach­barn be­nö­tigt.

Ver­wand­te The­men:

Gro­ßen Ad­vents­ka­len­der bas­teln
Schnee­mann­kar­te zu Weih­nach­ten