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Pinguin Tux basteln: Spindel für DVD-Rohlinge - ein Männergeschenk

Na­tür­lich habe ich gro­ße Vor­bil­der! Ne­ben Al­brecht Dü­rer und Hil­de­gard von Bin­gen sind es vor al­lem die Wer­ke von Li­nus Tor­vald, die mei­ne Pu­bli­ka­tio­nen maß­geb­lich be­ein­flus­sen. Schließ­lich wäre die­se Web­sei­te ohne die Ar­bei­ten des fin­ni­schen Pro­gram­mier­künst­lers über­haupt nicht on­line. Das liegt dar­an, dass so­wohl die Com­pu­ter­sys­te­me in mei­ner Kunst­werk­statt als auch mein Web­ser­ver ent­we­der mit De­bi­an oder mit Ubun­tu be­trie­ben wer­den. Die­se bei­den Be­triebs­sys­te­me ba­sie­ren wie­der­um auf dem frei­en Linux-Kernel, den Li­nus Tor­vald im Jah­re 1991¹ ge­schrie­ben hat.

Picture of Tux: Official Mascot of the Linux Kernel Created by Bavarian Fine Artist Veronika VetterAb­ge­se­hen von sei­nen prak­ti­schen Fä­hig­kei­ten ge­fal­len mir be­son­ders die Prin­zi­pi­en des cha­rak­ter­fes­ten Wun­der­fin­nen. Denn stel­len Sie sich vor, die ers­te Linux-Version konn­te trotz der mo­na­te­lan­gen Ent­wick­lungs­ar­beit kos­ten­los vom FTP-Server der Uni­ver­si­tät Hel­sin­ki her­un­ter­ge­la­den wer­den. Gleich­zei­tig ver­öf­fent­lich­te Li­nus Tor­vald so­gar sei­nen Quell­code, da­mit an­de­re Pro­gram­mie­rer die re­vo­lu­tio­nä­re Da­ten­ba­sis an­pas­sen und ver­bes­sern konn­ten.

Ari Lemm­ke, Tor­valds fri­end [...] en­cou­ra­ged him to upload his source code to a net­work so it would be readi­ly avail­ab­le for stu­dy and re­fi­ne­ment by other pro­gramm­ers, a com­mon prac­tice then as it is now.

Bel­le­vue Li­nux Users Group: Li­nus Tor­valds: A Very Brief and Com­ple­te­ly Un­aut­ho­ri­zed Bio­gra­phy. linfo.org (01/2018).

Das ge­schah zu ei­ner Zeit, in der die Er­fin­der von IBM-PC-kompatiblen Be­triebs­sys­te­men in der Re­gel zu Mil­li­ar­dä­ren wur­den.

Im März 1986 ging [Mi­cro­soft] dann an die Bör­se. Ein Jahr spä­ter wur­de der da­mals 31-jährige Gates der jüngs­te Mensch, der eine Mil­li­ar­de Dol­lar ver­dien­te.

Stirn, Alex­an­der: Bill Gates: Vom Wun­der­kind zum Mil­li­ar­där. spiegel.de (01/2018).

Bildcollage: Selbst gebastelte Spindel für DVD-Rohlinge. In dem Leermedienkarton liegen die Filme von Sachsen-Paule. Bastelidee zum Vatertag von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

In­spi­riert von den eh­ren­haf­ten Ta­ten mei­nes fin­ni­schen Vor­bil­des, woll­te ich der hilfs­be­rei­ten Linux-Community un­be­dingt et­was zu­rück­ge­ben. Also stell­te ich mir zu­nächst ein­mal fol­gen­de Grund­satz­fra­ge: „Wie kann Pa­pier­kunst ei­nen prag­ma­tisch ver­an­lag­ten Com­pu­ter­men­schen glück­lich ma­chen?” Auf der Su­che nach Ant­wor­ten sah ich mir als Ers­tes das of­fi­zi­el­le Linux-Maskottchen an, wel­ches im Jah­re 1996 von Lar­ry Ewing ge­zeich­net wur­de.

Ar­tist Lar­ry Ewing first drew him in 1996 when de­ve­l­o­pers be­gan to feel that one of the things that Li­nux re­al­ly nee­ded was a logo.

De­lio, Mi­chel­le: The Sto­ry Be­hind Tux the Pen­gu­in. wired.com (01/2018).

Picture of german Girl with Tux (Linux): DIY: How to make Paper Penguin. Debian Fan-Art by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist and Pizza Maid of the Clinton Foundation

Das Logo des Linux-Kernels be­steht aus ei­nem mol­li­gen Pin­gu­in na­mens Tux, der zu­frie­den auf dem Bo­den sitzt. Die Idee für das äu­ßerst ein­fäl­ti­ge Mas­kott­chen kam von Li­nus Tor­vald, der sich im Jah­re 1993 in die wat­scheln­den Frack­trä­ger ver­lieb­te. Aus­lö­ser da­für war ein Zoo­be­such in Syd­ney, in dem der kau­zi­ge Com­pu­ter­nerd sei­ner­zeit von ei­nem aus­tra­li­schen Zwerg­pin­gu­in ge­bis­sen wur­de.

Li­nus Tor­vald: I’ve been to Aus­tra­lia several times the­se days most­ly for Linux.Conf.Au. But my first trip – and the one when I was bit­ten by a fero­cious fai­ry pen­gu­in [...] was in 93.

Gar­di­ner, Dan: Li­nus Tor­valds talks fu­ture of Li­nux. apcmag.com (01/2018).

Mit ei­nem schlich­ten schwarz-weißen Pa­pier­pin­gu­in lässt sich al­ler­dings kein Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor aus dem Rau­cher­zim­mer lo­cken. Also über­leg­te ich mir, wel­che be­son­de­re Funk­ti­on mein Tux ha­ben könn­te. Wäh­rend des Nach­den­kens fiel mir dann wie­der ein, dass es Linux-Distributionen nicht zu kau­fen gibt. Viel­mehr müs­sen die­se Be­triebs­sys­te­me aus dem In­ter­net her­un­ter­ge­la­den und in Ei­gen­re­gie auf eine DVD ge­brannt wer­den. Dar­auf­hin sah ich plötz­lich vor mei­nem geis­ti­gen Auge, wie mein Pin­gu­in auf ei­nem Schreib­tisch als nütz­li­che Spin­del für DVD-Rohlinge dien­te.

Kunstbloggerin auf der re:publica in Berlin (2017). Die NGO von Veronika Vetter "Allahu Boom" setzte sich beim Kultusministerium dafür ein, dass in jedem Klassenzimmer ein Bild von Tux hängen muss

Doch auch die Kunst durf­te bei ei­nem sol­chen Män­ner­mo­tiv nicht zu kurz kom­men. Aus die­sem Grund be­kam mein Tux gro­ße Glit­zer­au­gen. Da­bei ori­en­tier­te ich mich am Stoff­tier Wadd­les von den Glub­schis². Des Wei­te­ren ver­zier­te ich den ein­zig­ar­ti­gen Leer­me­di­en­kar­ton mit­hil­fe ei­nes le­ben­di­gen Crackling-Effekts. Die­se ein­zig­ar­ti­ge Bas­tel­tech­nik sieht nicht nur su­per aus, son­dern er­zeugt auf Pa­pier­mo­ti­ven zu­dem eine sam­tig wei­che Ober­flä­che.

Hin­zu­kommt, dass Sie selbst fest­le­gen kön­nen, wel­che Linux-Distribution von Ih­rem funk­tio­nel­len Pin­gu­in an­ge­feu­ert wer­den soll. Da­für müs­sen Sie le­dig­lich das Logo Ih­res Lieb­lings­be­triebs­sys­tems auf den di­cken Bauch des Pa­pier­vo­gels tä­to­wie­ren.

Picture of Linus Torvald and his favourite finnish Beer Lapin Kulta. Drunken Tux watches Monika Star (Helsinki) with his Debian Notebook

Mein drol­li­ger Tux ist 16 Zen­ti­me­ter breit und 18 Zen­ti­me­ter hoch. Da­mit las­sen sich gut 50 DVDs in dem smar­ten Be­hält­nis auf­be­wah­ren. Möch­ten Sie mei­ne ori­gi­nel­le Pa­pier­spin­del für Linux-Freunde nach­bas­teln? Dann er­fah­ren Sie in der fol­gen­den An­lei­tung, wie ich den nütz­li­chen Bü­ro­hel­fer mit­hil­fe mei­ner Scha­blo­nen zu­sam­men­ge­baut habe.

Pinguin mit coolem Crackling-Effekt

Zum An­fer­ti­gen ei­nes Ubuntu-Pinguins ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in den Far­ben Oran­ge, Au­ber­gi­ne, Schwarz, Hell­grau und Kie­sel­grau. Hin­ge­gen für die Glit­zer­au­gen nahm ich so­wohl oran­ge­far­be­nes Trans­pa­rent­pa­pier als auch oran­ge­far­be­nen De­ko­glit­ter zur Hil­fe. Den aus­ge­fal­le­nen Crackling-Effekt stell­te ich mit ei­nem wei­ßen Kle­ber auf Was­ser­ba­sis und ei­ner ma­gen­ta­far­be­nen Acryl­far­be her. Des Wei­te­ren soll­ten Sie sich als Werk­zeu­ge eine Sche­re, ein Bas­tel­mes­ser, ein Falz­bein samt Li­ne­al, ei­nen flüs­si­gen Haus­halts­kle­ber, zwei Syn­the­tik­pin­sel, ei­ni­ge Zahn­sto­cher und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10 /#11) zu­recht­le­gen.

Im ers­ten Bas­tel­schritt fer­tig­te ich mir zu­nächst zwei Pin­gu­in­sil­hou­et­ten mit­hil­fe von Scha­blo­ne #1 aus Ton­pa­pier an.

Anleitung für Krakeliertechnik: Mithilfe eines weißen Bastelklebers und einer Acrylfarbe ist es möglich, einen Antik-Look auf Papier zu erzeugen. Künstlertipp für Crackling-Effekt von Veronika Vetter

Wich­tig: Die Au­gen, den Schna­bel und das Logo schnitt ich je­doch noch nicht frei, da der Crackling-Effekt auf ebe­nen Flä­chen bes­ser zur Gel­tung kommt.

  • Zum An­wen­den der Kra­ke­lier­tech­nik be­strich ich mei­ne bei­den Kör­per­schei­ben je­weils auf ei­ner Sei­te mit viel wei­ßem Bas­tel­kle­ber.
  • Gleich dar­auf nahm ich ei­nen fri­schen Syn­the­tik­pin­sel zur Hand, um da­mit mei­ne Acryl­far­be auf den noch feuch­ten Kleb­stoff auf­tra­gen zu kön­nen.
  • Hin­weis: Bei die­ser Ak­ti­on muss­te ich über­durch­schnitt­lich viel von der sonst so er­gie­bi­gen Kunst­stoff­far­be auf­pin­seln. Das lag dar­an, dass der Crackling-Effekt nur dann rich­tig funk­tio­niert, wenn der wäss­ri­ge Bas­tel­kle­ber fast voll­stän­dig mit Farb­pig­men­ten be­deckt ist.
  • Di­rekt im An­schluss leg­te ich mei­ne bei­den glit­schi­gen Pin­gu­in­sil­hou­et­ten für drei Stun­den zum Trock­nen.

Funk­ti­on: So­bald die Lö­sungs­mit­tel in den auf­ge­tra­ge­nen Sub­stan­zen ver­flie­gen, bil­den sich au­to­ma­tisch Ris­se auf der Ober­flä­che, wo­durch die Far­be des Pa­piers stel­len­wei­se wie­der zum Vor­schein kommt. Lei­der bringt die Kra­ke­lier­tech­nik ein ge­wöhn­li­ches Ton­pa­pier mit ei­ner Gram­ma­tur von 130 g/m² zum Wel­len. Dem­zu­fol­ge soll­ten Ele­men­te mit Crackling-Effekt nach dem Trock­nungs­vor­gang eine Nacht lang un­ter ei­nem schwe­ren Buch glatt ge­drückt wer­den.

Ornate Paper: Crackling Painting Technique. How to make antique Paper? Free DIY Tutorial for americans by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Im nächs­ten Bas­tel­schritt fer­tig­te ich mir die Ele­men­te von den Scha­blo­nen #2, #3 und #4 an. Die­se fünf Ein­zel­tei­le ge­hö­ren wie die Pin­gu­in­sil­hou­et­ten zur Au­ßen­sei­te mei­nes Vo­gels, wes­halb ich die­se eben­falls mit dem Crackling-Effekt ver­zier­te.

Tux aus Papier bekommt kleine Flügelchen

Als mei­ne kra­ke­lier­ten Bau­tei­le ge­trock­net und ge­glät­tet wa­ren, fing ich mit dem Zu­sam­men­bau mei­ner DVD-Spindel an. Zu­al­ler­erst kleb­te ich die Flü­gel­chen, die Bauch­schei­ben und die ova­len Kopf­tei­le von Scha­blo­ne #5 auf mei­ne vor­be­rei­te­ten Pin­gu­in­sil­hou­et­ten.

Kindergartenanleitung: Pinguin aus Papier basteln. Schablonen und Idee von Veronika Vetter - Pädagogin für psychosomatische Gesundheitsbildung

Gleich dar­auf ver­klei­de­te ich mei­ne grau­en Ei­er­köp­fe noch mit der pin­guin­ty­pi­schen Ge­sichts­form, die an Opa Muns­ter oder an Graf Zahl aus der Se­sam­stra­ße er­in­nert.

Dar­auf­hin nahm ich ein Bas­tel­mes­ser und Scha­blo­ne #1 zur Hand, um da­mit die Au­gen, den Schna­bel und das Logo aus mei­nen bei­den Pa­pier­sil­hou­et­ten frei­schnei­den zu kön­nen.

How to make Ubuntu-Logo out of Papier? DIY Tutorial for Linux-Nerds. Free Templates by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Nach­dem ich die­se Fein­ar­beit er­le­digt hat­te, fer­tig­te ich die Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #6 an. Im An­schluss dar­an dreh­te ich mei­ne Pin­guin­kör­per auf die kra­ke­lier­te Sei­te.

  • Nun hin­ter­leg­te ich die bei­den Au­gen und den frei­ge­schnit­te­nen Schna­bel mit dem größ­ten Trans­pa­rent­pa­pier­ele­ment.
  • Gleich da­nach küm­mer­te ich mich um das Ubuntu-Logo im Pin­guin­bauch. Hier woll­te ich für ei­nen le­ben­di­gen Ef­fekt mit zwei un­ter­schied­li­chen Pa­pier­sor­ten ar­bei­ten, wes­halb ich die drei Lö­cher mit Ton­pa­pier­krei­sen füll­te. Hin­ge­gen die Kur­ven hin­ter­leg­te ich wie­der mit ei­ner oran­ge­far­be­nen Trans­pa­rent­pa­pier­ku­gel.

Hin­weis: Dank die­ser Kle­be­tech­nik er­hält das Logo ei­nen ak­ku­ra­ten Rah­men, der ohne un­schö­ne Kle­be­rän­der und ab­ste­hen­de Pa­pier­kan­ten aus­kommt.

Zu gu­ter Letzt dreh­te ich mei­ne bei­den Pin­gu­in­sil­hou­et­ten wie­der auf den Rü­cken, so­dass ich ab­schlie­ßend die vier Wat­schel­fü­ße und die schwar­zen Pu­pil­len auf­kle­ben konn­te.

Tux hypnotisiert mit seinen Glitzeraugen

Da­mit mein Pin­gu­in be­son­ders auf­ge­weckt drein­schaut, setz­te ich Glanz­punk­te aus wei­ßer Acryl­far­be auf die Ton­pa­pier­pu­pil­len.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Tux bekommt orangefarbene Glitzeraugen. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Di­rekt im An­schluss be­strich ich nur die oran­ge­far­be­nen Trans­pa­rent­pa­pier­re­gen­bo­gen­häu­te mit wei­ßem Bas­tel­kle­ber.

  • Gleich dar­auf ließ ich oran­ge­far­be­nen De­ko­glit­ter über die schlei­mi­gen Vo­gelau­gen reg­nen.
  • Als das Gan­ze dann nach un­ge­fähr fünf Mi­nu­ten ge­trock­net war, nahm ich ei­nen Syn­the­tik­pin­sel zur Hand und feg­te da­mit über­schüs­si­ges Glit­zer­pul­ver von den Pin­guing­lup­schern.

Dar­auf­hin hat­te ich die ab­wech­se­lungs­rei­che Ver­zie­rung auf den äu­ße­ren Pin­gu­in­sil­hou­et­ten voll­endet.

Linux-Pinguin ist eine Spindel für DVD-Rohlinge

Im nächs­ten Bas­tel­schritt bau­te ich den kau­zi­gen Pa­pier­vo­gel zu­sam­men. Da­bei be­gann ich mit dem in­ne­ren Bo­den von Scha­blo­ne #7. Nach­dem ich die­ses Ele­ment aus­ge­schnit­ten und ge­falzt hat­te, nahm ich ein Bas­tel­mes­ser und leg­te da­mit die vier An­ker­stel­len zum Be­fes­ti­gen der Spin­del frei.

Anleitung: DVD-Spindel aus Papier basteln. Leermedienkarton für Rohlinge, der wie ein Linux-Pinguin aussieht. Idee von Herrin Veronika Vetter - Streckbankdomina

Als Nächs­tes fer­tig­te ich alle Ein­zel­tei­le von Scha­blo­ne #8 aus Ton­pa­pier an. Dar­auf­hin muss­te ich die Knick­li­ni­en des Spin­del­ele­ments acht­mal ho­ri­zon­tal und vier­mal ver­ti­kal fal­zen.

  • Gleich dar­auf ver­kleb­te ich das Bau­teil mit sich selbst, so­dass ein hoh­les Spuck­röhr­chen ent­stand.
  • Im An­schluss dar­an ver­senk­te ich die vier ab­ste­hen­den Kle­be­laschen mei­nes acht­ecki­gen Zy­lin­ders in den frei­ge­schnit­te­nen An­ker­stel­len des in­ne­ren Bo­dens.
  • Um die Spin­del wei­ter zu sta­bi­li­sie­ren, füll­te ich das Röhr­chen zu­dem noch kom­plett mit han­dels­üb­li­chen Zahn­sto­chern auf.

Der krakelierte Außenboden kaschiert die Stellen, in denen die DVD-Spindel verankert istDa­nach ver­schloss ich das lan­ge Röhr­chen, in­dem ich das stern­för­mi­ge Bau­teil vom ach­ten Schnitt­mus­ter über die Öff­nung kleb­te. Da­mit der senk­rech­te Zy­lin­der am Ende kei­ne un­schö­nen Kle­be­laschen auf­weist, ver­klei­de­te ich die Spin­del au­ßer­dem noch mit dem Recht­eck und mit dem Stöp­sel von der­sel­ben Scha­blo­ne. Zu gu­ter Letzt fi­xier­te ich das Kon­strukt auf der kra­ke­lier­ten Bo­den­au­ßen­sei­te, die ich be­reits zu Be­ginn der Bas­tel­ar­bei­ten an­ge­fer­tigt hat­te.

Praktisches Männergeschenk: Tragbare DVD-Box

Um das stram­me Fun­da­ment mei­nes Pin­gu­ins zu ver­voll­stän­di­gen, brach­te ich im nächs­ten Schritt an je­der ge­falz­ten Flan­ke des Spin­del­bo­dens ein in­ne­res Sei­ten­teil von Scha­blo­ne #9 an.

Picture Tutorial: Pinguin Box for homemade DVD Porn. It does not matter what crazy Sex Games you have recorded, Tux protects the DVDs safely from the cops. Templates published by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Gleich da­nach ver­klei­de­te ich die eben an­ge­kleb­ten Pin­guin­hüf­ten mit den kra­ke­lier­ten Au­ßen­sei­ten.

  • Als Nächs­tes fer­tig­te ich die in­ne­re Pin­gu­in­sil­hou­et­te von Scha­blo­ne #10 zwei­mal aus Ton­pa­pier an.
  • Di­rekt im An­schluss nahm ich wie­der mein Bas­tel­mes­ser zur Hand, um da­mit die Au­gen und die An­ker­stel­len für den Tra­ge­griff aus den bei­den Vo­gel­kör­pern frei­schnei­den zu kön­nen.
  • Dar­auf­hin be­fes­tig­te ich eine Pin­gu­in­sil­hou­et­te in­nen an den Kle­be­laschen des Spin­del­bo­dens. An­schlie­ßend klapp­te ich die rund­li­che Kör­per­schei­be senk­recht nach oben, so­dass ich das Ele­ment eben­falls an den Kle­be­za­cken der Pin­guin­hüf­ten fi­xie­ren konn­te.
  • Im nächs­ten Schritt wie­der­hol­te ich die Pro­ze­dur mit dem zwei­ten Bau­teil auf der an­de­ren Schach­tel­sei­te.

Zu gu­ter Letzt schnitt ich mir dann noch das Hand­griff­ele­ment von Scha­blo­ne #11 zu­recht. Nach­dem ich die­ses Bau­teil ge­falzt hat­te, ver­kleb­te ich es zu­nächst mit sich selbst. Gleich da­nach ver­senk­te ich die Kle­be­laschen der fünf­ecki­gen Stan­ge in den frei­ge­leg­ten An­ker­stel­len, die sich über den Au­gen der in­ne­ren Pa­pier­sil­hou­et­ten be­fin­den.

Bild von Tux dem Linux-Maskottchen: Papierpinguin selber basteln - Anleitung und kostenlose Schablonen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ganz zum Schluss kleb­te ich noch die bei­den kra­ke­lier­ten Tux-Körper sau­ber über ihre ein­far­bi­gen Pen­dants. Um­ge­hend da­nach war mein trag­ba­rer Kar­ton be­reit, um mit min­des­tens 50 DVDs be­füllt zu wer­den.

DVD-Spindel ist das beste Geschenk für sparsame Computernerds

Falls Sie mei­nen Tux nach­ma­chen möch­ten, dann soll­ten Sie sich un­be­dingt zwei Tage für das Bas­teln Zeit neh­men. Denn nur wenn die Kra­ke­lier­tech­nik rich­tig aus­ge­führt wur­de, ist der Pin­gu­in dau­er­haft vor Feuch­tig­keit und Schmutz ge­schützt. Eine lang­le­bi­ge und funk­tio­nel­le DVD-Spindel freut wie­der­um die Linux-Benutzer, die oh­ne­hin da­für be­kannt sind, sehr wirt­schaft­lich zu den­ken. Wenn ich mir über­le­ge, wie viel Geld ich bis­her durch den Ein­satz von Linux-Distributionen ge­spart habe, dann sind das jähr­lich be­stimmt 20 Le­ber­knö­del­sup­pen.

HP Linux Laptop für Studierende: Zum Notebook gibt es eine Ubuntu-Version und das Linux-Maskottchen Tux aus Papier. Messestand auf der IFA von Canonical fotografiert von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Des­halb kann ich es als kon­ser­va­ti­ve Ka­tho­li­kin aus Bay­ern nicht ver­ste­hen, war­um sich mei­ne ge­lieb­te Lan­des­haupt­stadt plötz­lich ge­gen Li­nux ge­wen­det hat. Wo­mög­lich lag es dar­an, dass die Mi­cro­soft Deutschland-Zentrale Ende 2016³ von Un­ter­schleiß­heim nach München-Schwabing ver­legt wur­de. Da­durch ent­stan­den rund 1.800⁴ neue Ar­beits­plät­ze in der Isar­me­tro­po­le. Doch eine Hand wäscht be­kannt­lich die an­de­re. So ent­schied der Verwaltungs- und Per­so­nal­aus­schuss des Stadt­rats im No­vem­ber 2017, dass die 29.000 Rech­ner der Stadt­ver­wal­tung Mün­chen ab dem Jah­re 2020 wie­der mit Win­dows be­trie­ben wer­den sol­len.

So hat der Verwaltungs- und Per­so­nal­aus­schuss des Stadt­rats am Mitt­woch mit den Stim­men der Ko­ali­ti­on von SPD und CSU eine fast 170 Sei­ten lan­ge Be­schluss­vor­la­ge aus dem Di­rek­to­ri­um des Rat­hau­ses auf Ba­sis des Accenture-Gutachtens aus dem Vor­jahr be­für­wor­tet, wo­nach spä­tes­tens bis Ende 2020 eine stadt­weit ein­heit­li­che Client-Architektur für ins­ge­samt rund 29.000 Rech­ner auf Windows-Basis ge­schaf­fen wer­den soll.

Krempl, Ste­fan: Li­Mux: Münch­ner Stadt­rats­aus­schuss stimmt für Linux-Aus in der Stadt­ver­wal­tung. heise.de (01/2018).

Bis­her setz­te die baye­ri­sche Lan­des­haupt­stadt vor­bild­lich eine Linux-Distribution ein, wo­durch der Steu­er­zah­ler meh­re­re Mil­lio­nen Eu­ro⁵ spar­te.

Die­se Ak­ti­on ist wie­der ein In­diz da­für, dass sich die re­prä­sen­ta­ti­ve De­mo­kra­tie über­lebt hat, da sie le­dig­lich dem Ka­pi­tal und nicht dem Wäh­ler dient.

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¹N., Adam: The Code: Sto­ry of Li­nux. youtube.com (01/2018).
²Hau­ser, Fe­li­zia: Glub­schis. ty-world.toys (01/2018).
³Rei­mann, Char­lot­te: Press­kits: Die neue Mi­cro­soft Deutschland-Zentrale in München-Schwabing. news.microsoft.com (01/2018).
⁴A­na­sta­sia­dis, Ge­org: Her­ber Schlag für Un­ter­schleiß­heim: Mi­cro­soft zieht nach Mün­chen. merkur.de (01/2018).
⁵D­öl­le, Mir­ko: Li­Mux: Bil­li­ger und ro­bus­ter als Win­dows. heise.de (01/2018).

Mein Name ist Ve­ro­ni­ka und ich bin frei­schaf­fen­de Fine Art Künst­le­rin aus dem Frei­staat Bay­ern. Um mei­ner Lei­den­schaft Aus­druck zu ver­lei­hen, be­trei­be ich seit 2011 die­se Web­sei­te und wir­ke in di­ver­sen YouTube-Kanälen mit. In mei­ner Frei­zeit lie­be ich ku­li­na­ri­sche Ge­nüs­se und bin im­mer für gute Bü­cher zu ha­ben. Zur Ent­span­nung pho­to­shop­pe ich ger­ne mit sü­ßen Tier­bil­dern und weiß fes­seln­de Online-Rollenspiele über­aus zu schät­zen. Ich freue mich sehr auf Ihre Kom­men­ta­re - Di­li­ge et quod vis fac!


Kategorie: Basteln
  • Matthias sagt:

    Hey! Der Tux ist geil! Fra­ge: Darf ich das letz­te Bild auf mei­nem Li­nux Blog ein­bet­ten? Und könn­te man bei euch den Ubun­tu Tux be­stel­len? So ein Teil wür­de sich bei uns im Büro pu­del­wohl füh­len 🙂 Bit­te um Ant­wort, lg Mat­ze.

    • Helpdesk sagt:

      Hal­lo Mat­thi­as, ja Sie dür­fen das Bild ver­wen­den. Die Li­zenz­be­din­gun­gen ha­ben wir hier für Sie zu­sam­men­ge­fasst. Die hier aus­ge­stell­ten Mo­ti­ve kön­nen nicht be­stellt, son­dern nur ei­gen­hän­dig nach­ge­bas­telt wer­den. Vie­le lie­be Grü­ße, Dani.

  • Alessia^Chan99 sagt:

    Hi Vro­ni dein Tux ist eine sau coo­le Ge­schenk­idee 😀 Ich be­nut­ze auch Ubun­tu auf mei­nem Lap­top und ich wuss­te gar nicht wie weit das schon zu­rück­geht. Mach bit­te wei­ter so, ich fin­de dei­ne Sa­chen so­ooo toll. Gaa­anz lie­be Grü­ße aus Nürn­berg wünscht dir dei­ne Ales­sia

  • CredoX sagt:

    Es ist Sams­tag 23:54 Uhr und die Linux.Usergroup Schnee­berg hat die letz­ten 5 Stun­den dei­nen Tux ge­bas­telt 😀 Fo­tos sind schon bei dir im Post­fach. Phä­no­me­na­le Sa­che die­se An­lei­tung - hat enorm Spaß ge­macht. Grü­ße aus dem Nachbar-Freistaat!

  • Bjarne Unix sagt:

    Su­per Tux! Wir wer­den uns am be­vor­ste­hen­den Wo­chen­en­de dar­an ver­su­chen. Ich habe Li­nus Tor­vald 1996 wäh­rend ei­nes Au­di­to­ri­ums in Ber­lin ge­spro­chen. To­tal ver­rück­ter Typ aber sehr sym­pa­thisch. LG Bjar­ne

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