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Aquarell Malkasten für Bastler - Tipps

Sie möch­ten in Ihre Bas­tel­ar­bei­ten eine neue farb­li­che Note ein­flie­ßen las­sen und mit Aqua­rell­far­ben ar­bei­ten? Dann be­nö­ti­gen Sie selbst­ver­ständ­lich ei­nen Aqua­rell Mal­kas­ten. Die Aus­wahl die­ser Mal­werk­zeu­ge ist schier un­end­lich und Sie fra­gen sich, wor­auf Sie beim Kauf ach­ten müs­sen? Dann sind Sie hier rich­tig, denn hier er­fah­ren Sie al­les, was Sie im Be­zug auf Aqua­rell­far­ben in Ver­bin­dung mit Bas­teln wis­sen müs­sen.

Bild eines Aquarell Malkastens mit 12 Farben

Die Prei­se der Mal­käs­ten va­ri­ie­ren enorm, was aus­schließ­lich an der Qua­li­tät der Deck­far­ben liegt. Doch auch an­de­re De­tails ent­schei­den über die Taug­lich­keit ei­nes Mal­kas­tens.

Malen mit Wasserfarben - Geschichte

Be­reits vor mehr als 30.000 Jah­ren ha­ben Men­schen mit­hil­fe von Was­ser­far­ben ge­malt. Die Höh­len­ma­le­rei ba­sier­te auf Pin­seln, Fett und Was­ser. Die al­ten Ägyp­ter er­zeug­ten Ruß durch die Ver­bren­nung von Na­del­höl­zern, ver­misch­ten die­sen mit Was­ser und mal­ten da­mit eben­falls mit Was­ser­far­ben.

Bild einer gelben Sonne aus AquarellmalereiMit dem Auf­kom­men der Öl­ma­le­rei, ver­lo­ren Was­ser­far­ben im­mer mehr an Be­deu­tung. Künst­ler wie Leo­nar­do da Vin­ci, Mi­chel­an­ge­lo oder Al­brecht Dü­rer be­nutz­ten die Aqua­rell­ma­le­rei aus­schließ­lich für Skiz­zen. Ende des 18. Jahr­hun­derts ka­men Aqua­rell­far­ben sehr in Mode. Zu die­ser Zeit wur­de in Groß­bri­tan­ni­en ein Pa­pier spe­zi­ell für das Ma­len mit Was­ser­far­ben ent­wi­ckelt, wel­ches das Was­ser dar­an hin­der­te kom­plett in die Pa­pier­fa­sern ein­zu­drin­gen. Dies führ­te zu gro­ßer Ex­pe­ri­men­tier­freu­dig­keit der bri­ti­schen Künst­ler. Das bri­ti­sche Un­ter­neh­men Wind­sor & New­ton, wel­ches heut­zu­ta­ge noch Farb­pig­men­te al­ler Art ver­kauft, mach­te Aqua­rell­far­ben im Jah­re 1846 all­tags­taug­lich, in­dem es ein­zel­ne Far­ben in Me­tall­tu­ben ver­kauf­te.

Da­durch wur­de die Ma­le­rei mo­bil und der Grund­stein für die Frei­licht­ma­le­rei war ge­legt, wel­che das Ma­len mit Aqua­rell­far­ben eta­blier­te, so­dass wir es alle in der Grund­schu­le im Fach Kunst­er­zie­hung er­ler­nen dür­fen.

Malkasten für Bastler - die Farben

Bild von fünf Aquarellmalfarben

Als Bast­ler soll­te die obers­te Prio­ri­tät bei der Wahl ei­nes Mal­kas­tens, auf der Farb­qua­li­tät lie­gen. Schließ­lich be­ma­len Sie sehr un­ter­schied­li­che Un­ter­grün­de, wel­che bei­spiels­wei­se bei Papp­ma­ché auch sehr un­eben sein kön­nen. Der Auf­bau von die­sen Far­ben ist im­mer gleich. Was­ser wird er­hitzt und dar­in das na­tür­li­che Bin­de­mit­tel Gum­mi ara­bicum auf­ge­löst. Ab­schlie­ßend wird das Farb­pig­ment in die dick­flüs­si­ge Mas­se ein­ge­rührt, da­nach kann die Aqua­rell­far­be ab­ge­füllt wer­den.

  • Die Farb­pig­men­te ent­schei­den also über die Qua­li­tät der Was­ser­far­ben. Aus was die­se be­stehen, ist na­tür­lich gro­ßes Her­stel­ler­ge­heim­nis.
  • Durch die Pig­men­te kom­men auch die un­ter­schied­li­chen Prei­se der Mal­käs­ten zu­sam­men. 0,1 Li­ter Farb­pig­ment kos­tet je nach Qua­li­tät zwi­schen 2,00 und 15,00 Euro.
  • Bei der Be­zeich­nung auf den Mal­käs­ten soll­ten Sie des­halb auf Deck­far­ben mit licht­ech­ten Pig­men­ten mit star­ker Haf­tung nach DIN 5023 ach­ten. Mit die­sen An­ga­ben schlie­ßen Sie min­der­wer­ti­ge Farb­qua­li­tät aus. Für Bast­ler sind 12 un­ter­schied­li­che Far­ben völ­lig aus­rei­chend, schließ­lich eig­nen sich Was­ser­far­ben her­vor­ra­gend zum Mi­schen.

Ach­ten Sie bei der Wahl des Mal­kas­tens dar­auf, dass die Farb­töp­fe ein­zeln aus­tausch­bar sind. Sie wer­den fest­stel­len, dass Sie man­che Far­ben häu­fi­ger ver­wen­den und so kön­nen Sie für 0,70 - 1,00 Euro ein­zel­ne Töp­fe güns­tig nach­kau­fen, ohne den Mal­kas­ten zu wech­seln.

Wichtiges Zubehör für Aquarell Malkasten

Bild von Plastikmalkasten

Ver­wen­den Sie in je­dem Fal­le ei­nen Mal­kas­ten aus Plas­tik, denn die­ser hält ein Le­ben lang. Vor al­lem wenn Sie auf der Ober­sei­te des Kas­tens Ihre Far­ben mi­schen, set­zen Me­tall­käs­ten nach ei­ni­ger Zeit Rost an. Au­ßer­dem lässt sich das Plas­tik sehr ein­fach rei­ni­gen. Na­tür­lich soll­te sich auch min­des­tens ein Was­ser­be­häl­ter und 75 Gramm Deck­weiß mit im Zu­be­hör be­fin­den. Vor al­lem als Bast­ler, wer­den Sie viel mit Deck­weiß, wel­ches meist aus Zink­oxid her­ge­stellt wird, ar­bei­ten.

Preise und Fazit

Ein Aqua­rell Mal­kas­ten für Bast­ler, mit den oben ge­nann­ten At­tri­bu­ten, kos­tet zwi­schen 15,00 und 19,00 Euro. Da­mit ist die­ser teu­rer als ein durch­schnitt­li­cher Was­ser­mal­kas­ten für Grund­schü­ler.

Be­den­ken Sie, wenn Sie ein­mal den rich­ti­gen Mal­kas­ten ge­kauft ha­ben, Sie nie wie­der eine der­ar­ti­ge An­schaf­fung tä­ti­gen müs­sen.

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Parkscheibe selbst basteln - Vorlage

Eine selbst ge­bas­tel­te Park­schei­be ist das per­fek­te Män­ner­ge­schenk. Denn der nütz­li­che Park­zeit­mes­ser spart nicht nur Geld, son­dern steht in die­ser Rei­hen­fol­ge auch für das Ein­par­ken, Ter­min­druck und die Ord­nungs­wid­rig­keit. Das sind be­kannt­lich al­les The­men­be­rei­che, mit de­nen sich Mann bes­tens aus­kennt. Au­ßer­dem lässt sich an den sinn­li­chen Kur­ven ei­ner Park­schei­be deut­lich er­ken­nen, dass sie fran­zö­si­sche Vor­fah­ren hat.

Die ers­ten Park­schei­ben wur­den 1957 in Pa­ris ein­ge­führt [...]. Er­fun­den wur­de das Sys­tem vom In­ge­nieur Ro­bert Thie­bau­lt und dem Po­li­zei­prä­fek­ten Ro­ger Ge­ne­brier.

An­ker, Sa­scha: Die Ge­schich­te der Park­schei­be – das Übel, das Ih­nen Park Easy er­spart! park-easy.ch (04/2017).

Bild von Parkscheibe selbst basteln. Schablonen von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinAls die Park­schei­be 1961 auch in der BRD ein­ge­führt wur­de, wuss­te nie­mand so recht, wie man mit der blau­en Pap­pe um­ge­hen soll. Kein Wun­der, zu die­ser Zeit gab es auch noch Park­plät­ze in Hül­le und Fül­le. Spä­tes­tens An­fang der 1980er Jah­re en­de­ten je­doch die pa­ra­die­si­schen Zu­stän­de für deut­sche Au­to­fah­rer und wer sei­ner­zeit ei­nen gu­ten Park­platz fand, der gab ihn so schnell nicht wie­der her. Um das Dau­er­par­ken auf den we­ni­gen Park­flä­chen in den Stadt­zen­tren ef­fi­zi­ent zu ver­hin­dern, ging ohne Park­schei­be schon bald nichts mehr.

Die Park­schei­be wur­de zeit­gleich zu ei­nem of­fi­zi­el­len Ver­kehrs­zei­chen (Richt­zei­chen) er­nannt, wel­ches auch heu­te noch für die Füh­rer­schein­prü­fung re­le­vant ist.

In Be­rei­chen, die mit die­sem Zei­chen ver­se­hen wur­den, dür­fen Fahr­zeu­ge nur für zwei Stun­den ab­ge­stellt wer­den und die Nut­zung ei­ner Park­schei­be ist vor­ge­schrie­ben.

Reh­berg, Con­stan­tin: Ver­kehrs­zei­chen Park­schei­be 2 Stun­den. fahrschule-123.de (04/2017).

Collage mit Parkscheiben aus Papier. GWS2.de Maskottchen Gustl liefert Pizza mit seinem Papierauto aus. Szenerie gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dies ist auch wich­tig, denn die Be­nut­zung ei­ner Park­schei­be ist gar nicht so ein­fach. Klar ist, dass die An­kunfts­zeit auf der Pa­pier­uhr an­ge­zeigt wer­den muss. Aber wuss­ten Sie, dass beim Ein­stel­len des Zei­gers ge­mäß §13 StVO groß­zü­gi­ges Auf­run­den er­laubt ist? Wenn Sie bei­spiels­wei­se um 13:03 Uhr ein­ge­parkt ha­ben, dann dür­fen Sie die Park­schei­be auf 13:30 Uhr vor­stel­len.

Laut Pa­ra­graf 13 der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ist die Park­schei­be nur dann gül­tig, wenn du den Zei­ger der Schei­be auf eben die hal­be Stun­de ein­ge­stellt hast, die dem Zeit­punkt folgt, an dem du dei­nen Wa­gen ge­parkt hast [...].

Pack­hei­ser, Phil­ipp: Park­schei­be rich­tig ein­stel­len. teilehaber.de (04/2017).

Bild von zwei selbst gebastelten Parkscheiben für das Auto in den Farben Blau und Rosa. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinNe­ben der un­sach­ge­mä­ßen Ver­wen­dung ist es vor al­lem das Aus­se­hen der Park­schei­ben, wel­ches Po­li­tes­sen oft­mals den Knöll­chen­block zü­cken lässt. Denn das durch­dach­te Ver­kehrs­zei­chen hat eine fest­ge­schrie­be­ne Norm. Eine zu­läs­si­ge Park­schei­be muss zwin­gend ei­nen blau­en Rah­men und eine wei­ße dreh­ba­re Schei­be ha­ben. Sie darf zu­dem nicht klei­ner als 15 Zen­ti­me­ter lang und 11 Zen­ti­me­ter breit sein. Wenn die­se Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wer­den, kön­nen Sie eine ver­kehrs­taug­li­che¹ Park­schei­be auch sel­ber bas­teln. Es spielt näm­lich kei­ne Rol­le, aus wel­chem Ma­te­ri­al der durch­dach­te Park­zeit­mes­ser be­steht.

Bei al­len Vor­schrif­ten ist es je­doch in al­ler Re­gel un­er­heb­lich, ob die Park­schei­be aus Pap­pe oder Plas­tik be­steht. Und auch ein in­te­grier­ter Eis­krat­zer an ei­nem der Rän­der ei­ner Kunststoff-Parkscheibe lässt die­se nicht gleich un­gül­tig wer­den.

Voigt, Ma­thi­as: Par­ken mit Park­schei­be – Wie stel­len Sie die Park­schei­be rich­tig ein? bussgeldkatalog.org (04/2017).

Bild von einer blauweißen Parkscheibe aus Deutschland. Aufgenommen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Die­se selbst ge­bas­tel­te Park­schei­be ent­spricht der Ver­kehrs­blatt­ver­laut­ba­rung Nr. 237. Und da­mit auch Sie schnell zu solch ei­nem Ex­em­plar kom­men, ha­ben wir von GWS2.de vier kos­ten­lo­se Bas­tel­scha­blo­nen für Sie vor­be­rei­tet.

Parkscheibe selbst basteln - Anleitung

Bild vom Zusammenkleben der ParkscheibenvorderseiteZum Bas­teln ei­ner ech­ten blau­en Park­schei­be soll­ten Sie sich Ton­pa­pier mit ei­ner Gram­ma­tur von 130 g/m² in den Far­ben Ca­li­for­ni­ablau, Hell­blau und Weiß zu­recht­le­gen. Als Hilfs­mit­tel be­nö­ti­gen Sie au­ßer­dem et­was Bas­tel­draht, eine Zan­ge, eine Sche­re, ein Falz­beil samt Li­ne­al, ein Bas­tel­mes­ser, eine Na­del und et­was flüs­si­gen Kle­ber. Ha­ben Sie sich die­se Bas­tel­ma­te­ria­li­en be­reit­ge­legt? Dann dru­cken Sie zu­al­ler­erst un­se­re DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2A /#3 /#4) aus.

Be­gin­nen Sie mit der Park­schei­ben­vor­der­sei­te, in­dem Sie das Ele­ment von Scha­blo­ne #1 je­weils ein­mal aus den bei­den Blau­tö­nen an­fer­ti­gen.

Bild von selbst gebastelter Parkscheibenvorderseite mit weißer ZeitscheibeKle­ben Sie im An­schluss bei­de Ein­zel­tei­le sym­me­trisch auf­ein­an­der und schnei­den Sie gleich dar­auf das Zeit­fens­ter mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers frei. Fal­zen Sie dar­auf­fol­gend die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en so, dass die hell­blaue Sei­te spä­ter nach in­nen zeigt. Als Nächs­tes soll­ten Sie sich der Zeit­schei­be von Scha­blo­ne #2 wid­men, die Sie nach dem Aus­dru­cken ein­fach nur aus­schnei­den müs­sen.

ATipp: Sie er­hal­ten so­fort eine voll funk­ti­ons­tüch­ti­ge Zeit­schei­be, in­dem Sie wei­ßes Ton­pa­pier im DIN A4 For­mat in Ih­ren Dru­cker le­gen und Scha­blo­ne #2 auf die­sen Un­ter­grund dru­cken.

Collage mit Anleitungsschritten: Bewegliche Zeitscheibe mithilfe von Basteldraht an der Parkscheibenvorderseite fixieren

So­bald die Park­schei­ben­vor­der­sei­te und die Zeit­schei­be vor Ih­nen lie­gen, be­ginnt der schwie­rigs­te Teil.

  • Ste­chen Sie zu­nächst je­weils ein Loch (sie­he Scha­blo­nen) mit­hil­fe ei­ner Na­del in die bei­den Ele­men­te.
  • Dre­hen Sie da­nach eine brei­te Öse aus ei­nem Stück Bas­tel­draht.
  • Ste­cken Sie die bei­den Drah­ten­den dar­auf­hin vor­ne durch das Loch der Park­schei­ben­vor­der­sei­te.
  • Fä­deln Sie nun eben­falls die Dreh­schei­be auf den Draht.
  • Fi­xie­ren Sie die Zeit­schei­be an der Park­schei­ben­vor­der­sei­te, in­dem Sie die Drah­ten­den hin­ten mit­ein­an­der verz­wir­beln.

Lässt sich die wei­ße Schei­be mü­he­los dre­hen? Dann ha­ben Sie al­les rich­tig ge­macht.

Deutsche Richtzeichen sind akkurat beschriftet

Bild von Parkscheibenvorderseite nach dem Ankleben der BeschriftungenAuf Scha­blo­ne #3 be­fin­den sich die Be­schrif­tun­gen der Park­schei­be. Fer­ti­gen Sie sämt­li­che Ele­men­te zu­nächst ein­mal aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Den Zei­ger soll­ten Sie zu­erst auf­kle­ben, denn die­ser ver­steckt zu­gleich die un­schö­ne Draht­ö­se. Hin­ge­gen beim An­brin­gen der an­de­ren Be­schrif­tun­gen dür­fen Sie sich ger­ne Zeit las­sen, da­mit die Park­schei­be auch ein ma­kel­lo­ses Er­schei­nungs­bild be­kommt.

Bild vom Aufeinanderkleben der Vorder- und RückseiteNach die­ser Si­sy­phus­ar­beit ha­ben Sie es fast ge­schafft, denn es fehlt nur noch die Rück­sei­te von Scha­blo­ne #4. Auch die­ses Ein­zel­teil soll­ten Sie wie die Vor­der­sei­te aus Ih­ren zwei Blau­tö­nen an­fer­ti­gen. Kle­ben Sie als Nächs­tes die bei­den prä­pa­rier­ten Ele­men­te sym­me­trisch auf­ein­an­der, so­dass auch die Rück­sei­te der Park­schei­be et­was sta­bi­ler wird. Be­strei­chen Sie nun die äu­ße­ren ge­falz­ten Kle­be­la­schen der Park­schei­ben­vor­der­sei­te mit viel flüs­si­gem Kle­ber.

Le­gen Sie dar­auf­hin die Rück­sei­te ge­ra­de auf die Vor­der­sei­te und strei­chen Sie ei­ni­ge Male mit Ih­rer Hand kräf­tig über die Pa­pie­re. Da­mit ha­ben Sie Ihre selbst ge­bas­tel­te Park­schei­be fer­tig­ge­stellt.

Fazit: Einfaches Geschenk mit großem Nutzen

Bild von köstlichem Fast Food aus dem McDrive auf einer rosafarbenen Parkscheibe. Angefertigt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDas Bas­teln ei­ner Park­schei­be ist selbst für Bas­tel­an­fän­ger oder Kin­der ohne Hil­fe pro­blem­los mög­lich. Zum An­fer­ti­gen ei­nes Ex­em­plars habe ich un­ge­fähr 30 Mi­nu­ten be­nö­tigt. Falls Sie die Park­schei­be ver­schen­ken, soll­ten Sie even­tu­ell das Wis­sen des Be­schenk­ten über die­ses Ver­kehrs­zei­chen auf­fri­schen. Denn wuss­ten Sie, dass die Park­schei­be nach Ab­lauf der Zeit nicht nach­ge­stellt wer­den darf?

Das Wei­ter­dre­hen der Park­schei­be nach Ende der er­laub­ten Park­zeit ist ver­bo­ten. [...] Über­zie­hen Au­to­fah­rer die er­laub­te Zeit um 30 Mi­nu­ten, wer­den zehn Euro fäl­lig, bei ei­ner Stun­de 15 Euro.

ADAC e.V.: Tipps und Tricks: Al­les zur Park­schei­be. adac.de (04/2017).

Wer sei­nen Park­platz nach der höchst­mög­li­chen Park­dau­er wei­ter­ver­wen­den möch­te, der muss ein­mal um den Block fah­ren und die Park­schei­be nach dem Ein­par­ken er­neut ein­stel­len. Ich kann mir al­ler­dings kaum vor­stel­len, dass sich ir­gend­je­mand je­mals an die­se vor­ge­schrie­be­ne Vor­ge­hens­wei­se ge­hal­ten hat. In der Re­gel schaut man doch ein­fach ein­mal nach links und nach rechts und dreht die Zeit­schei­be um­welt­freund­lich wei­ter.

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¹Al­le An­ga­ben sind ohne Ge­währ und kön­nen sich je­der­zeit än­dern. Die Be­nut­zung der Park­schei­be ge­schieht im­mer auf ei­ge­nes Ri­si­ko.

Was ist Naturpapier?

Beim Stö­bern durch die Online-Bastelshops un­se­res Ver­trau­ens und auf der Su­che nach neu­en au­ßer­ge­wöhn­li­chen Pa­pier­sor­ten sto­ße ich im­mer häu­fi­ger auf Na­tur­pa­pier. Da­bei ist Na­tur­pa­pier nur eine Ober­ka­te­go­rie für di­ver­se Spe­zi­al­pa­pie­re, wel­che be­son­de­re Kri­te­ri­en er­fül­len müs­sen. Die Be­trei­ber der Bas­tel­shops sind sich oft­mals selbst nicht ei­nig, was ein Na­tur­pa­pier ist und so fin­den sich des Öf­te­ren kon­ven­tio­nel­le Pa­pie­re in der fal­schen Ka­te­go­rie. Ich sage Ih­nen, was ein Na­tur­pa­pier ei­gent­lich ist, war­um die Shops nichts für die fal­sche Ka­te­go­ri­sie­rung kön­nen und auf was Sie als Bast­ler beim Kauf ei­nes sol­chen Pa­piers ach­ten soll­ten.

Naturpapier oder doch einfach nur Papier?

Bild von weißem NaturpapierDie Fra­ge, um wel­ches Pa­pier es sich bei ei­ner Sor­te han­delt, könn­te ei­gent­lich egal sein. Wir Men­schen sind be­kannt­lich Im­puls­käu­fer und kau­fen, was uns ge­fällt. So­weit ein so­ge­nann­tes Tot­schlag­ar­gu­ment. Pro­ble­ma­tisch ist es mei­ner Mei­nung nach nur, wenn ver­sucht wird, über Trend­ar­ti­kel mit an­de­ren Pro­duk­ten mehr Geld zu ver­die­nen. Sie ken­nen das, es ist Fuß­ball Welt­meis­ter­schaft, Adi­let­ten in Grau kos­ten 19,90 Euro und das glei­che Mo­dell in Deutsch­land­far­ben schlägt mit 29,90 Euro zu Bu­che. Ge­nau­so ist es über­all, auch im Bas­tel­be­darf.

Im Fal­le von Na­tur­pa­pier un­ter­stel­le ich den Bastelshop-Betreibern je­doch kei­nen Vor­satz, denn es gibt ver­schie­de­ne De­fi­ni­tio­nen.

  • Im eng­lisch­spra­chi­gen Raum un­ter­schie­det man zwi­schen coa­ted und un­coa­ted pa­per. Ers­te­res ist Pa­pier, wel­ches mit Kao­lin, Py­ri­di­ni­um­chlo­ro­chro­mat, Kleb­stof­fen, Pig­men­ten usw. be­han­delt wur­de. Dar­un­ter fal­len glän­zen­de Bro­schü­ren, Fo­to­pa­pier, Me­tal­lic­pa­pier usw.
  • Un­coa­ted pa­per be­deu­tet wört­lich über­setzt Na­tur­pa­pier und ist al­les, was nicht be­han­delt wur­de. Nach die­ser De­fi­ni­ti­on kann auch ge­wöhn­li­ches Ko­pier­pa­pier ein Na­tur­pa­pier sein.

Strengere Unterscheidung zwischen Naturpapieren

Bild von Faserstrucktur eines bedruckten NaturpapiersSo grob wird bei uns nicht un­ter­schie­den, mei­ner Mei­nung nach den­noch falsch. Das Wort Na­tur be­deu­tet so viel wie „nicht vom Men­schen ge­schaf­fen” und das ist doch schon ein­mal ein An­halts­punkt. In den Ka­te­go­rien be­fin­det sich un­ter Na­tur­pa­pier je­doch in der Re­gel im­mer auch hand­ge­schöpf­tes Pa­pier, Wehnzhou Pa­pier, Wa­shi Pa­pier usw.

  • Die­se Pa­pie­re sind zwar che­misch un­be­han­delt und even­tu­ell so­gar in Hand­ar­beit her­ge­stellt, je­doch ha­ben die­se Werk­stof­fe ohne die Hil­fe des Men­schen kei­ne pa­pier­ähn­li­chen Ei­gen­schaf­ten.
  • Be­son­ders lus­tig fin­de ich dann im­mer, wenn ich un­ter Na­tur­pa­pier noch stark ein­ge­färb­te oder mit Me­tall ver­edel­te Pa­pie­re fin­de. Die­se wä­ren selbst nach der wäss­ri­gen eng­li­schen De­fi­ni­ti­on nicht mehr „un­coa­ted”.

Es gibt wenig echtes Naturpapier

Bild von einer Eule aus handgeschöpften Papier

Na­tur­pa­pier kann also nur sein, was schon auf­grund der Roh­stoff­be­schaf­fen­heit Pa­pier ist. Dar­un­ter fällt bei­spiels­wei­se Reis­pa­pier. Das Mark des Pa­pier­bau­mes wird in Stü­cke ge­schnit­ten, in Was­ser ge­legt, ge­trock­net und das Na­tur­pa­pier ist ein­satz­be­reit. Ge­nau­so ist Ko­kos­pa­pier bei ähn­li­cher Her­stel­lungs­me­tho­de ein Pa­pier die­ser Ka­te­go­rie. Die be­kann­tes­ten Ver­tre­ter von Na­tur­pa­pier sind je­doch Tapa (Maul­beer­baum­rin­de) und Pa­py­rus.

  • So ge­se­hen ist der Be­griff Na­tur­pa­pier ei­gent­lich völ­li­ger Quatsch. Die er­wähn­ten ech­ten Na­tur­pa­pie­re sind streng ge­nom­men also Na­tur­fa­ser­pa­pie­re. Man spricht bei die­sen Pa­pie­ren üb­ri­gens auch von Pseudo-Papier, weil die­se mit der ge­wöhn­li­chen Pa­pier­mix­tur aus Zell­stoff und Was­ser nichts zu tun ha­ben, aber den­noch ähn­lich funk­tio­nie­ren.
  • Das Meis­te, was in den Ka­te­go­rien der Bas­tel­shops un­ter Na­tur­pa­pier zu fin­den ist, ist also meist im­por­tier­tes, un­be­han­del­tes, nach kon­ven­tio­nel­ler Re­zep­tur hand­ge­fer­tig­tes Pa­pier.

Bastler sollten deshalb vergleichen

Bild eines Engels aus weißem handgeschöpften PapierDie Be­trei­ber von Online-Shops sind in ers­ter Li­nie Händ­ler und kei­ne Bast­ler oder Künst­ler. Wenn Sie ein neu­es Pro­dukt in der Ka­te­go­rie Na­tur­pa­pier ent­de­cken, wel­ches meis­tens dann noch ir­gend­ei­nen Neo­lo­gis­mus als Na­men trägt und ge­nau­so viel wie ech­ter Pa­py­rus kos­tet, ver­glei­chen Sie un­be­dingt die Prei­se mit an­de­ren Shops. Nicht dass sich da­hin­ter ein aus Alt­pa­pier hand­ge­schöpf­tes Pa­pier ver­steckt, des­sen ein­zi­ger Be­zug zur Na­tur ist, dass 30% des ent­hal­te­nen Zell­stoffs ir­gend­wann ein­mal ein Baum wa­ren.

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