Papyrus ist ein papierähnliches Material, welches aus der Papyrusstaude hergestellt wird. Bereits im alten Ägypten wurde auf diese Schreibunterfläche geschrieben. Das englische Wort für Papier „Paper”, stammt aus dem Begriff Papyrus was so viel bedeutet wie „Das, was zum Haus gehört”. Bis ins 10. Jahrhundert wurde auch in Mitteleuropa auf Papyrus geschrieben, anschließend wurde es von Pergament abgelöst. Heutzutage wird Papyrus hauptsächlich von Bastlern und Restauratoren verwendet, denn dafür ist dieses Bastelmaterial prädestiniert.
Pflanze wird zum Bastelmaterial
Öffnen Sie eine Packung mit Papyrus, kommt Ihnen einen strenger organischer Geruch entgegen und man merkt sofort, dass es sich um ein Naturmaterial handelt. Das raue und strapazierfähige Material fühlt sich ein wenig an wie eine Raufasertapete. Die Papyrusstaude wächst vor allem in Nordafrika und wird bis zu 5,5 Meter hoch. Geerntet werden die Stauden zwischen August und September. Für die Herstellung von Papyrus werden nur die unteren 60 Zentimeter, die dreieckigen Stängel, benötigt.
Nach der Ernte, werden die Stängel aufgeschnitten und das Mark herausgeholt. Ausgebreitet wird das Pflanzenmaterial nun zwei bis drei Wochen gewässert, sodass vor allem die Zuckerbestandteile aus den Fasern geschwämmt werden. Weil eine Lage Papyrus viel zu dünn ist, werden mehrere Schichten übereinander gelegt und gepresst. Dadurch verlieren die Pflanzenfasern ihren Saft, welcher die Schichten miteinander verklebt und die Oberfläche verdichtet. Durch den Saft bekommt das Papyrus beim Trocknen seine typisch braune Farbe. Mit Steinen oder Muscheln wird das Papyrus abschließend noch geglättet und dann versandfertig gemacht.
Basteln mit Papyrus - ein Highlight

Dieses Anubisbildnis ist aus Papyrus. Durch die unterschiedliche Färbung des Naturstoffes ist es möglich, Akzente wie Ohren oder die Nase mit demselben Material zu verdeutlichen.
- Papyrus lässt sich wie normales Papier mit einer Schere oder einem Bastelmesser schneiden.
- Es funktioniert außerdem äußerst gut mit flüssigem Kleber. Klebestifte sind aufgrund der unterschiedlich tiefen Fasern nicht geeignet.
- Auch das Kombinieren mit anderen Spezialpapieren, wie zum Beispiel mit Metallicpapier und Goldfolie ist kein Problem.
Das Papyrus lässt sich einwandfrei zusammenrollen. Zum Knicken für beispielsweise Origami ist das Material aufgrund seiner Festigkeit nicht geeignet. Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht, auf Papyrus lässt sich wunderbar mit Kugelschreiber, Bleistift oder Fineliner schreiben. Auch ein Bemalen mit Filz- oder Buntstiften ist kein Problem.
Haltbarkeit, Kosten und Unterschiede
Aufgrund des Materials und der aufwendigen Herstellung ist Papyrus mehrere 1000 Jahre haltbar. Wegen des fernen Herstellungsortes und der Handarbeit sind die Kosten dieses schönen Bastelmaterials sehr hoch.
Ein Bogen mit einer Größe von 20 x 30 Zentimetern kostet über 2,00 Euro. In der Regel wird Papyrus jedoch nicht einzeln verkauft und so muss man eine gewisse Bogenanzahl abnehmen.
In machen Online-Shops werden Sie die Wahl zwischen „Echtem Papyrus” und „Antikem Papyrus” haben. Beides ist haargenau das Gleiche! Antiker Papyrus ist jedoch dunkler gefärbt. Die dunklere Färbung entsteht durch einen Kochvorgang des Pflanzenmaterials. Durch diesen weiteren Fertigungsschritt ist antiker Papyrus deshalb auch teurer.
Fazit
Aufgrund der Stabilität von Papyrus hat das Material für Bastler unzählige Einsatzgebiete. Lesezeichen, Bucheinbände, Geschenkverpackungen, Kalender oder eine antik aussehende Geburtstagskarte, alles ist möglich.
Meiner Meinung nach sollte jeder Bastler mal mit Papyrus gearbeitet haben, alleine schon wegen der Geschichtsträchtigkeit. Trotzdem ist es nicht nur aufgrund des Preises ein Spezialpapier und nicht als Standardbastelmaterial anzusehen.
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Wenn Sie eine lange Anreise nach Dortmund haben, nutzen Sie das
Die CREATIVA ist eine Massenveranstaltung. Ein Besuch mit kleinen Kindern, Senioren oder Menschen mit Beeinträchtigung ist ausschließlich unter der Woche, am Vormittag direkt ab 09.00 Uhr zu empfehlen. Ab 13.00 Uhr wird das Gedränge trotz des weitläufigen Messegeländes sehr stark. Die Foyers, welche die Hallen miteinander verbinden und Toiletten bereitstellen, sind ab dieser Zeit auch stark besucht. Schlangen vor den Toiletten bzw. Menschen die auf dem Boden sitzen, um zu verschnaufen, behindern das Weiterkommen.