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Lebkuchenmann mit Korb - Bastelidee aus Papier und Pappe

Wer Schil­lers Ma­ria Stuart ge­le­sen hat, kennt ver­mut­lich Eli­sa­beth I., Kö­ni­gin von Eng­land. Über­trie­ben ge­sagt geht fast al­les, was Groß­bri­tan­ni­en bis zur Spät­re­nais­sance her­vor­ge­bracht hat, auf die­se Frau zu­rück. So soll sie un­ter an­de­rem die spa­ni­sche Ar­ma­da be­siegt, die an­gli­ka­ni­sche Kir­che eta­bliert, Wil­liam Shake­speare „er­fun­den“ und die Pi­ra­te­rie für ihre ei­ge­nen Zwecke¹ ge­nutzt ha­ben. Doch da­mit nicht ge­nug: Zwi­schen dem Köp­fen ih­rer Cou­si­ne und dem Eta­blie­ren ei­ner steu­er­fi­nan­zier­ten Ar­men­für­sor­ge mach­te sie auch Leb­ku­chen­män­ner mas­sen­taug­lich. „Das sind doch al­les Le­gen­den“, könn­te manch ei­ner ein­wen­den. Doch in An­be­tracht des­sen, dass die Vir­gin Queen län­ger re­gier­te, als die DDR exis­tier­te, dürf­te an ih­ren zahl­rei­chen Hel­den­ta­ten durch­aus et­was dran sein. Zu­min­dest ist gut be­legt, dass die Lang­zeit­re­gen­tin so­wohl Höf­lin­ge als auch be­son­de­re Gäs­te² als Gin­ger­b­read Men nach­ba­cken ließ.

ℹ️ Der eli­sa­be­tha­ni­sche Leb­ku­chen­mann be­stand aus Sem­mel­brö­seln (bzw. Brot­kru­men), Ho­nig, Zimt, Nel­ken, Pfef­fer und na­tür­lich Ing­wer (eng­lisch: gin­ger). Er war deut­lich här­ter und wür­zi­ger als der deut­sche Leb­ku­chen.

Die men­schen­ähn­li­che Form war eine Neu­heit – eine Mi­schung aus Eh­rung und roya­lis­ti­schem Scha­ber­nack. Das Gin­ger­b­read selbst ge­hör­te je­doch längst zur hö­fi­schen Spei­sen­fol­ge und wur­de häu­fig nach dem Es­sen als Ver­dau­ungs­för­de­rer³ ge­reicht. Doch auf­ge­passt: Wir be­fin­den uns am reichs­ten Hof Eu­ro­pas. Von grö­ße­ren Men­gen Zimt, Nel­ken, Kar­da­mom, Anis, Mus­kat­nuss und Pi­ment konn­te ein deut­scher Kur­fürst im 16. Jahr­hun­dert nur träu­men.

In der dargestellten Szene herrscht eine stille, fast märchenhafte Winteratmosphäre. Der Hintergrund schimmert in kühlen Weiß- und Grautönen – ein frostiger Hauch, der an Schnee erinnert und den Zauber der Vorweihnachtszeit einfängt. Im Zentrum wächst ein dichter Busch aus zarten Tannennadeln, flankiert von zwei detailreich modellierten Fimo-Weihnachtsbäumen. Sie tragen ihr festliches Kleid aus hellen und dunklen Grüntönen, geschmückt mit weißen und goldenen Kugeln, die wie gefrorene Lichtpunkte zwischen den Zweigen glänzen. Ganz oben krönt ein goldener Stern das Ensemble und gibt dem Bild eine ruhige Symmetrie. Am Boden entfaltet sich ein duftender Teppich aus weihnachtlichen Zutaten – verstreute Nelken, Haselnüsse und Zimtstangen erinnern an vertraute Düfte und an die Wärme von Geborgenheit. Auf der rechten Seite steht die Lebkuchenfrau mit ihrem geflochtenen Korb. Ihr Körper leuchtet in sanften Vanille- und Goldtönen, die Wangen schimmern rosig, der Kragen wirkt wie aus Zuckerguss gemalt. Augen und Knöpfe sind in tiefem Schwarz gehalten, wodurch ihr Gesicht eine fast lebendige Freundlichkeit ausstrahlt. Ihr Korb ist randvoll mit winterlichen Schätzen – Erdnüsse, Haselnüsse und Mandeln füllen ihn bis zum oberen Rand und verleihen der Szene Fülle und Lebendigkeit. Links daneben wacht ein Nussknacker, der in seiner handwerklichen Machart ein kleines Kunstwerk für sich ist. Sein Körper besteht aus einer einfachen Toilettenpapierrolle, doch er wurde meisterhaft verwandelt: umhüllt von hautfarbenem und schwarzem Tonpapier, geschmückt mit Wackelaugen und einem weichen Wattebart. Um den Körper und die röhrenförmigen Arme legt sich roter Filz, sorgfältig verarbeitet, festlich und warm. Goldene Linien zeichnen seine Konturen nach – an Schultern, Gürtel, Knöpfen und Hut. Der goldene Besatz lässt ihn beinahe echt wirken, als wäre er einem alten Märchen entsprungen. Dieses Bild stammt von Veronika Helga Vetter, einer österreichischen Papier- und Webkünstlerin, die seit 2012 filigrane Bastel- und Dekorationsszenen erschafft. Ihre Komposition zeigt, wie aus einfachen Materialien eine ganze Wintergeschichte entstehen kann – voller Licht, Farbe und handwerklicher Seele. GWS2.de November 2025

Trotz­dem wa­ren Leb­ku­chen den Men­schen kei­nes­wegs fremd. Schon um 1550 las­sen sich Leb­zel­ter, also spe­zia­li­sier­te Leb­ku­chen­bä­cker, in der Ober­pfalz, in Nie­der­bay­ern und im ös­ter­rei­chi­schen Mühl­vier­tel nach­wei­sen. Ur­sprüng­lich war der süße Ho­nig­ku­chen eine Klos­ter­spei­se, doch bald tru­gen die wan­dern­den Back­hand­wer­ker ihre duf­ten­den Wa­ren auf Jahr­märk­te und Kirch­wei­hen hin­aus und mach­ten sie so dem ein­fa­chen Volk zu­gäng­lich.

Die re­gio­na­le Häu­fung er­klärt sich durch den Baye­ri­schen und den Böh­mer­wald, wo zahl­rei­che Zeid­ler (Wal­dim­ker) un­er­müd­lich Ho­nig sam­mel­ten. Den­noch blieb der Leb­ku­chen ein Lu­xus­gut: We­gen der teu­ren Ge­wür­ze wur­de er zu be­son­de­ren An­läs­sen im Herbst und Win­ter ge­ges­sen und meist schon im Spät­som­mer ge­ba­cken. In der üb­ri­gen Zeit stell­ten die Leb­zel­ter Met und Ker­zen her - eine per­fek­te Sym­bio­se mit ih­ren flei­ßi­gen Ho­nig­lie­fe­ran­ten.

Vor einem sanft strukturierten Hintergrund aus hellbrauner Korkplatte entfaltet sich eine warme, beinahe märchenhafte Adventsszene. Im Zentrum steht die Lebkuchenfrau, deren Körper in zarten Vanille- und Goldtönen schimmert. Ihre Wangen leuchten rosig, der Kragen trägt den gleichen zarten Farbton, während Augen und Knöpfe in tiefem Schwarz kontrastieren. An Händen und Füßen laufen feine weiße Bögen entlang, die wie Zuckergusslinien wirken und dem Papiermotiv eine täuschend echte Glasuranmutung verleihen – tatsächlich wurde alles mit glänzenden Acrylstiften koloriert. Die Figur strahlt eine ruhige Festlichkeit aus, als wäre sie einem klassischen Weihnachtsmärchen entsprungen. In ihrem geflochtenen Korb liegen diesmal keine Nüsse, sondern kleine, selbstgebackene Butterplätzchen in Herz- und Sternform. Ihre Oberflächen glänzen, bestreut mit winzigen weißen Sternen und goldenen Zuckerkügelchen, die das Licht sanft reflektieren. Der Korb wirkt prall gefüllt – eine Hommage an die Fülle und das Teilen in der Weihnachtszeit. Links neben der Lebkuchenfrau sitzt ein kleiner Fimo-Lebkuchenmann, dreidimensional modelliert, mit dunklem Teigbraun und einer charmanten roten Nase. Zwei schwarze Knopfaugen verleihen ihm Ausdruck, während die weiße Kochmütze mit rotem Verschlussknopf ihn als kleinen Zuckerbäcker ausweist. Sein plastisches Erscheinungsbild ergänzt die flache Papierfigur perfekt und schafft eine lebendige Mischung aus Dimension und Materialität. Rechts daneben steht eine leuchtend rote Teetasse – komplett aus feinen Papierstreifen gefertigt, in sorgfältiger Quillingtechnik. Die filigranen Windungen des Papiers bilden Wand, Henkel und Rand der Tasse. Am Henkel hängt eine kleine Zitrone, ebenfalls aus Papier gewickelt, und im Inneren schimmert gelb-oranges Papier wie duftender Tee. Diese Miniaturarbeit ist präzise, detailreich und von hoher handwerklicher Qualität – ein ruhiger Gegenpol zur Lebkuchenfigur in der Mitte. Im Vordergrund liegen zwei Zimtstangen und ein weiterer Butterplätzchenstern – kleine, aber wirkungsvolle Requisiten, die den Duft von Weihnachten beinahe sichtbar machen. Das gesamte Arrangement zeigt eine harmonische Balance zwischen Farbe, Form und Material. Es ist eine Szene voller Sorgfalt, Wärme und stiller Freude – komponiert, fotografiert und liebevoll umgesetzt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Arbeiten immer wieder den feinen Übergang zwischen Bastelkunst und visueller Poesie aufzeigen. GWS2.de

Mit der Zeit ver­scho­ben sich die Schwer­punk­te. Wäh­rend in Or­ten wie Frey­ung oder Bad Le­on­fel­den noch gan­ze Fa­mi­li­en im Wech­sel Leb­ku­chen bu­ken, Ker­zen zo­gen und Met sie­de­ten, ver­la­ger­te sich das Zen­trum des sü­ßen Hand­werks zu­neh­mend nach Nürn­berg. Die dor­ti­gen Leb­zel­ter pro­fi­tier­ten von den Ge­würz­strö­men aus dem Sü­den und den Ho­nig­lie­fe­run­gen aus dem Nor­den. Wachs und Met fan­den ih­ren Weg über die Al­pen nach Ve­ne­dig, wo sie als kost­ba­re Han­dels­wa­re gal­ten. So ent­stand ein Kreis­lauf: Fran­ken und Ost­bay­ern lie­fer­ten den Ho­nig, Ve­ne­dig die Ge­wür­ze und Nürn­berg ver­band bei­des zu ei­ner Kunst, die bald sprich­wört­lich wur­de.

Im Nürn­ber­ger Reichs­wald gab es so viel da­von, dass man den Ho­nig bis nach Ve­ne­dig lie­fern konn­te und im Aus­tausch da­für kost­ba­re Ge­wür­ze wie Zimt, Va­nil­le, Nel­ken, Ko­ri­an­der, Pi­ment, Mus­kat, Ing­wer und Kar­da­mom er­hielt.

Hand­ler, Mar­gret: Nürn­ber­ger Leb­ku­chen. Ein Stück Weih­nachts­tra­di­ti­on. In: Ser­vus in Bay­ern Nr. 12 (2021). S. 33.

Vor einem warmen, hellbraunen Korkhintergrund entfaltet sich eine Szenerie, die vor weihnachtlicher Lebensfreude fast zu tanzen scheint – ein kleines Bühnenstück aus Papier, Fimo und Gebäck, bei dem alles glänzt, duftet und leuchtet. Im Mittelpunkt stehen zwei Lebkuchenfiguren mit ihren geflochtenen Körben: links der Lebkuchenmann, rechts die Lebkuchenfrau, beide bis ins Detail identisch gestaltet. Ihr Tonpapier besitzt einen satten Sienna-Braun-Ton – ein feiner, erdiger Kontrast zu den hellen Butterplätzchen, die in ihren Körben liegen. Diese Plätzchen schimmern in cremigen Farbtönen zwischen Elfenbein und hellbraun. Ihre Ränder sind mit bunter Zuckerglasur verziert, wie man sie aus kleinen Dekorfläschchen kennt: leuchtend Gelb, tiefes Rot, festliches Grün – klassische Weihnachtsfarben, die sofort nach Vanille, Zucker und Kindheit riechen. Zwischen den süßen Formen finden sich auch Christbaumkugeln aus Butterteig, glasiert und liebevoll verziert, als wollten sie in Miniaturform den ganzen Weihnachtsbaum ersetzen. Rund um das zentrale Duo herrscht fröhliches Durcheinander aus festlicher Deko: winzige Geschenkverpackungen in Gold, Silber und Rot, glänzend, mit kleinen Schleifen verziert – die typischen Päckchen, die nach Filmklassik und Heiligabend riechen. Sie liegen verstreut, als wäre hier gerade eine kleine Bescherung im Gange. Auf der rechten Seite, gleich neben der Lebkuchenfrau, steht Gustl von Mausbach, der in dieser Szene als 17.-Jahrhundert-Lebzelter in Erscheinung tritt. Seine Figur aus Fimo trägt ein ledernes Hütchen und ein passendes Wams, darüber eine weiße Schürze, die ihn als fleißigen Zuckerbäcker ausweist. In seiner rechten Hand hält er einen winzigen Holzlöffel, in der linken stützt er einen dunklen Lebkuchenmann, der wie frisch aus dem Ofen gekommen wirkt – mit weißen Knopfaugen, gezuckertem Lächeln und feinen Zuckerpunkten als Knöpfe. Gustl selbst ist in hellem Ton gehalten, was seine Figur fast zum leuchtenden Mittelpunkt macht. An den Bildrändern, halb im Anschnitt, schimmern zwei kunstvolle Orangenscheiben – gefertigt in Quillingtechnik, in feinen Windungen aus Papier geformt, wie duftende Zitrussterne. Und ganz vorn links lugt ein echter Christstollen ins Bild: drei aufgeschnittene Scheiben, goldbraun, durchzogen von Rosinen und gehackten Nüssen. Dieses Arrangement wirkt wie ein liebevoll gedeckter Weihnachtstisch im Miniaturformat – voller Farbe, Bewegung und Duft. Die Komposition fängt den Geist der Adventszeit ein: Fülle, Handarbeit, Sinnlichkeit. Das Werk stammt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Blick für Struktur, Farbe und Komposition aus Alltagsmaterialien poetische Weihnachtswelten entstehen lässt – warm, detailverliebt und mit einem Augenzwinkern handwerklicher Perfektion. GWS2.de

Im 17. Jahr­hun­dert, nach dem Ende des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges, er­wei­ter­ten die Nie­der­län­der ihre Han­dels­rou­ten⁴ nach In­di­en und Süd­ost­asi­en. Da­durch wur­den die be­gehr­ten Ge­wür­ze güns­ti­ger, und auch Bürg­erfa­mi­li­en in deut­schen Städ­ten konn­ten sich zu Weih­nach­ten Leb­ku­chen ba­cken. Die Leb­zel­ter ent­wi­ckel­ten neue Ge­schäfts­mo­del­le und fan­den sie in den so­ge­nann­ten Mo­dell­eb­zel­ten. Mo­ti­ve wie St. Ni­ko­laus, Rit­ter, Fat­schen­kindl oder Pfer­de wur­den mit­hil­fe kunst­voll ge­schnitz­ter Holz­for­men auf vier­ecki­ge Leb­ku­chen ge­prägt. Die­se be­lieb­ten An­denken wur­den bei­spiels­wei­se an Wall­fahrts­or­ten ver­kauft und wa­ren nicht zum Ver­zehr be­stimmt.

Die Zel­ten wa­ren also we­ni­ger zum Ge­nuss ge­dacht, als in be­stimm­ten For­men Spiel­zeug für Kin­der, meis­tens aber wert­voll ge­hal­te­ne Schau­ob­jek­te oder Er­in­ne­rungs­stü­cke, die man im Glas­kas­ten in der „ho­hen Stu­be” ne­ben kost­ba­ren Glä­sern, Hä­ferln und Wachs­stö­cken sorg­sam auf­be­wahr­te.

Man­zen­rei­ter, Fe­lix: Kast­ner Bad Le­on­fel­den. Leb­zel­ter seit fünf Jahr­hun­der­ten. Ried im Inn­kreis: Mo­ser­bau­er Ver­lag 2001.

Bis in die Zeit Bis­marcks hin­ein war die ty­pi­sche Form des Leb­ku­chen­man­nes im deutsch­spra­chi­gen Raum völ­lig un­be­kannt. Das än­der­te sich erst im Jahr 1875, als in der US-amerikanischen Zeit­schrift St. Ni­cho­las Ma­ga­zi­ne das Mär­chen „The Gin­ger­b­read Man“ er­schien. Dar­in flieht ein frisch ge­ba­cke­ner Leb­ku­chen­mann aus dem Ofen ei­ner al­ten Frau – um sei­nem sü­ßen Schick­sal zu ent­kom­men.

🍪 Der Leb­ku­chen­mann rief: „Run, run, as fast as you can! You can’t catch me, I’m the Gin­ger­b­read Man!“

Am Ende der Ge­schich­te ge­rät der zu­ge­knöpf­te, teils gla­sier­te Ho­nig­ku­chen­mann in die Fän­ge ei­nes lis­ti­gen Fuch­ses – und wird schließ­lich doch ge­fres­sen. „Was für ein trau­ri­ges Ende“, mag man heu­te den­ken. Doch in ei­ner Zeit, in der Kin­der zu Weih­nach­ten noch Zinn­sol­da­ten und De­gen ge­schenkt be­ka­men, war ein Hap­py End eher un­üb­lich. Spä­te­re Nach­er­zäh­lun­gen⁵ ga­ben dem Mär­chen ei­nen sanf­te­ren Aus­gang.

🍪 If you see a Gin­ger­b­read Man pass you by run­ning, do not try to catch him, be­cau­se he is the Gin­ger­b­read Man, and no­bo­dy can ever catch him.“

Die Szene liegt in warmem, sanft gedämpftem Licht, als hätte jemand die Stille eines frühen Winterabends eingefangen. Alles wirkt von einem goldgelblichen Schimmer überzogen – nicht grell, sondern leise leuchtend, beinahe so, als sei der Raum selbst aus Honiglicht gewebt. Im Hintergrund thront ein liebevoll gearbeitetes Lebkuchenhaus aus Papier. Seine Fassaden bestehen aus feinen Kartonflächen, die Fenster sind mit transluzentem Transparentpapier hinterlegt, weiß gerahmt, fast wie Zuckerglas. Dahinter glimmen zwei elektrische Teelichter, deren warmer Schein das Haus von innen heraus zum Strahlen bringt. Durch die gedimmte Studiobeleuchtung treten diese Lichtpunkte umso stärker hervor und verleihen dem gesamten Arrangement eine märchenhafte Tiefe. Im Vordergrund, leicht versetzt, steht der vertraute Lebkuchenmann mit seinem siennafarbenen Flechtkorb – das Herzstück der Komposition. Sein Korb ist bis zum Rand gefüllt mit frisch gebackenen Vanillekipferln, die Veronika Helga Vetter selbst hergestellt hat. Die Kipferl liegen locker geschichtet, hellgolden, zart bemehlt, so realistisch, dass man den Duft förmlich zu riechen meint. Das warme Braun des Korbes harmoniert perfekt mit dem cremigen Ton des Gebäcks, wodurch das Ensemble ruhig und geerdet wirkt. Hinter und um die Hauptfiguren herum breitet sich ein kleiner weihnachtlicher Zauberwald aus. Zwischen dem Lebkuchenhaus und dem Korbmann stehen verschiedene Christbäume – einige gefertigt aus weichem Chenilledraht, die von Kunstschnee überzogen in kleinen braunen Töpfchen wurzeln. Dazwischen funkeln Origami-Bäumchen aus grünem Papier, die mit winzigen Glitzerpartikeln bestäubt wurden. Dieses Zusammenspiel aus Textur, Glanz und Form schafft ein harmonisches Winterbild zwischen Handwerk und Fantasie. In den freien Flächen des Arrangements schimmern kleine Geschenkverpackungen, diesmal in Vanille- und Rottönen, mit goldenen Schleifen, wie zufällig, aber doch mit Blick für Balance arrangiert. Ganz vorne rechts ist ein Papierschlitten zu sehen, halb im Anschnitt, auf dessen Sitzfläche eines der Päckchen ruht – ein stilles Symbol für Bewegung und Erwartung. Diese Komposition ist mehr als nur Dekoration; sie erzählt von Licht, Handwerk und Geduld. Das Arrangement stammt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Werke den Zauber von Weihnachtsduft und Bastelkunst in eine feine, poetische Bildsprache übersetzen. Weihnachten auf GWS2.de

Heu­te ent­fal­ten Leb­ku­chen­män­ner in Deutsch­land den­sel­ben Weih­nachts­zau­ber wie Christ­baum­ku­geln oder Ad­vents­krän­ze.

  • Wer in der Ad­vents­zeit Plätz­chen backt und ver­schenkt, kennt das Di­lem­ma: „Wie ver­pa­cke ich mei­ne Le­cker­bis­sen hübsch, ohne gleich eine hal­be Keks­do­se zu ver­schen­ken?“

Tup­per­ware wirkt we­nig fest­lich, und die nost­al­gi­schen Me­tall­do­sen wer­den Jahr für Jahr teu­rer. Doch es gibt eine krea­ti­ve und char­man­te Al­ter­na­ti­ve: mein Leb­ku­chen­männ­chen mit ge­floch­te­nem Korb – blitz­schnell ge­bas­telt aus Ton­pa­pier und sta­bi­ler Grau­pap­pe.

📦 Maße: Der Leb­ku­chen­mann ist ca. 11 cm hoch. Der Korb misst 10,5 cm in der Brei­te und 6 cm in der Höhe – per­fekt, um ein paar selbst ge­ba­cke­ne Plätz­chen stil­voll zu ver­schen­ken.

Plätzchenkorb basteln

Der Bas­tel­spaß be­ginnt mit dem Aus­dru­cken mei­ner PDF-Scha­blo­ne. Nach dem Aus­schnei­den der fünf Schnitt­mus­ter wird die Bo­den­plat­te auf zwei Mil­li­me­ter di­cke Grau­pap­pe über­tra­gen – sie bil­det den sta­bi­len So­ckel für den ge­floch­te­nen Korb.

Ma­te­ri­al­be­darf für den Korb:
🧶 24 Strän­ge à 10 cm × 0,8 cm – für die senk­rech­ten Stre­ben.
🧵 7 Strän­ge à 40 cm × 0,8 cm – für die waag­rech­ten Flecht­rei­hen.

Die Collage zeigt in vier aufeinanderfolgenden Motiven die Entstehung des Papierkorbes, der später den Lebkuchenmann trägt. Im ersten Bild oben links liegt die Basis bereit: ein kräftig pinkfarbener Boden aus Tonpapier, von dem rundum schmale orangefarbene Streifen ausgehen. Sie sind exakt zugeschnitten und gleichmäßig verteilt – ein geometrisches Raster, das den Grundkörper des Korbes vorgibt. Die Komposition wirkt klar und konstruiert, wie ein Bauplan aus Farbe und Rhythmus. Oben rechts ist der nächste Arbeitsschritt zu sehen. Ein erster violetter Streifen wird über und unter die senkrechten Bahnen geführt. Der Beginn des Flechtmusters zeichnet sich ab, und man erkennt, wie sich die Form vom zweidimensionalen Plan in ein dreidimensionales Geflecht verwandelt. Das Farbspiel aus Orange, Pink und Violett erzeugt Tiefe und Spannung, beinahe wie bei einer Textilarbeit. Unten links zeigt sich, wie die Struktur wächst: Die senkrechten Elemente stehen bereits leicht nach oben, das Flechtwerk wird dichter, die Flächen beginnen, sich zu wölben. Die Streifen verlaufen präzise, sauber aneinandergelegt – kein Überstand, keine Unruhe. Die Ordnung, mit der gearbeitet wurde, vermittelt handwerkliche Ruhe. Im letzten Ausschnitt unten rechts wölbt sich der Korb weiter nach oben. Ein violetter Streifen wird gerade sorgfältig zwischen die stehenden Bahnen geschoben. Es ist der Moment, in dem sich Funktion und Ästhetik begegnen – der Korb bekommt Stabilität, Form und Ausdruck zugleich. Diese Bildserie stammt von der österreichischen Papier- und Webkünstlerin Veronika Helga Vetter, die seit 2012 filigrane Basteltechniken mit künstlerischer Präzision dokumentiert. Ihre Fotografien sind nicht nur Anleitung, sondern auch visuelle Erzählung: Sie machen sichtbar, wie aus einfachen Streifen eine tragfähige Struktur entsteht – handwerklich exakt, farblich harmonisch und mit einem leisen Hauch von Weihnachtsmagie. GWS2.de - November 2025

An je­der Kan­te der Bo­den­plat­te wer­den zu­nächst sechs Strei­fen in gleich­mä­ßi­gem Ab­stand be­fes­tigt. Da­bei soll­te dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass die En­den etwa 1,5 cm auf dem Fun­da­ment auf­lie­gen und sorg­fäl­tig ver­klebt sind – nur so er­hält der Korb spä­ter die not­wen­di­ge Sta­bi­li­tät.

  • Nach dem Wen­den des So­ckels und dem Auf­rich­ten der senk­rech­ten Ele­men­te lässt sich der ers­te lan­ge Pa­pier­strei­fen waa­ge­recht ein­flech­ten.

So­bald die ers­te Rei­he ein­mal rund­um ver­läuft, wird das Ende über­lap­pend fi­xiert.

Bastelanleitung Papierkorb (geflochten): Oben links: Ein kleiner Korb aus Tonpapier zeigt seine frisch geflochtene Haut. Orange und Violett greifen wie Schachfelder ineinander, Reihe für Reihe, eng anliegend um die Ecke gelegt. Die Kanten wirken wie gebügelt, der Boden sitzt plan, und die senkrechten Streifen stehen noch wie ein zarter Wald nach oben – bereit, die nächsten Bahnen zu empfangen. Man spürt fast, wie jede Reihe den Körper straffer zieht und der Würfel langsam zur Schale wird. Oben rechts: Eine Nahaufnahme der Arbeit in Bewegung. Zwischen die stehenden Streifen wird eine weitere Bahn geschoben; ein flaches Werkzeug führt sie behutsam unter die bereits liegenden Lagen. Man sieht die Logik des Musters: drüber, drunter, drüber – ein gleichmäßiger Puls. Die Papieroberflächen sind matt und samtig, die Übergänge präzise; nichts wölbt, nichts franst. Hier entsteht Stabilität aus Rhythmus. Unten: Die Collage schließt mit der poetischen Technikaufnahme: Der Korb ist leicht gekippt, der Boden in warmem Orange füllt die Fläche, während das Werkzeug erneut eine Bahn sauber unterhebt. Kleine, exakt gesetzte Knicke an der Kante verraten, wo das Papier lenkt und wo es folgt. Das Geflecht wirkt jetzt geschlossen, klar definiert, als hätte es eine eigene Grammatik – jedes Band ein Satz, jede Ecke ein sorgfältig gesetztes Satzzeichen. Das Ergebnis: ein leichter, doch belastbarer Körper, der Form und Farbe zu einem ruhigen, weihnachtlichen Takt vereint. Bildcollage von Veronika Helga Vetter - GWS2.de November 2025

Beim Ein­ar­bei­ten des zwei­ten Strei­fens gilt es, die­sen in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rei­hen­fol­ge durch die senk­rech­ten Bah­nen zu füh­ren. Da­durch ent­steht ein har­mo­ni­sches Flecht­mus­ter und gleich­zei­tig zu­sätz­li­che Fes­tig­keit. Sind alle Pa­pier­la­gen ver­ar­bei­tet, wer­den die über­ste­hen­den En­den leicht ge­kürzt und sau­ber über die ho­ri­zon­ta­len Rei­hen ge­klebt. Ab­schlie­ßend emp­fiehlt es sich, mit Hil­fe der Scha­blo­ne eine zwei­te Bo­den­plat­te aus Ton­pa­pier an­zu­fer­ti­gen. Die­se ver­deckt die 24 Kle­be­stel­len am un­te­ren Rand und ver­leiht dem klei­nen Korb ein be­son­ders sau­be­res, hand­werk­lich an­mu­ten­des Er­schei­nungs­bild.

Anleitung Papierkorb flechten: Auf der linken Bildhälfte ist die Herstellung der Bordüre im Detail zu sehen. Zwei unterschiedlich farbige Tonpapierstreifen – einer in Orange, der andere in kräftigem Violett – sind diagonal miteinander verschlungen. Der violette Streifen verläuft dabei in einem etwa 45-Grad-Winkel über den orangefarbenen Grundstreifen, wodurch ein gleichmäßiges, diagonal gestreiftes Muster entsteht. Die sauberen Kanten und der präzise Winkel verdeutlichen, wie die Bordüre ihre charakteristische Optik erhält. Auf der rechten Seite wird das fertige Ergebnis gezeigt: Die geflochtene Korbwand aus orange-violetten Papierstreifen schließt am oberen Rand mit der zuvor gefertigten Bordüre ab. Diese umrahmt das Körbchen wie ein feiner Zierstreifen und betont die gleichmäßige Flechtstruktur. Das Zusammenspiel der beiden Farben verleiht dem Werk ein lebendiges, harmonisches Erscheinungsbild und rundet den gesamten Aufbau optisch ab. Fotos und Umsetzung: Veronika Helga Vetter – Papier- und Webkünstlerin seit 2012.

Zum Schluss er­hält der Korb eine klei­ne Be­son­der­heit; eine de­ko­ra­ti­ve Bor­dü­re. Da­für wird ein Ton­kar­ton­strei­fen mit den Ma­ßen 0,8 × 40 cm zu­ge­schnit­ten und mit ei­nem zwei­ten, gleich brei­ten Strei­fen um­wi­ckelt. Auf die­se Wei­se ent­steht eine sta­bi­le und op­tisch an­spre­chen­de Kan­te, die das Ge­samt­bild ab­run­det.

💡 Tipp: Der zwei­te Strei­fen soll­te in ei­nem Win­kel von etwa 45 Grad um den ers­ten ge­wi­ckelt wer­den. Das er­zeugt ein gleich­mä­ßi­ges, dia­go­na­les Mus­ter.

Der fer­tig ver­stärk­te Strei­fen wird an­schlie­ßend am obe­ren äu­ße­ren Rand be­fes­tigt. Da­durch er­hält das Körb­chen nicht nur zu­sätz­li­che Sta­bi­li­tät, son­dern auch ei­nen sau­be­ren, pro­fes­sio­nel­len Ab­schluss.

Der Lebkuchenmann (m/w)

Zum Ab­schluss ent­steht der freund­li­che Leb­ku­chen­mann be­zie­hungs­wei­se die pas­sen­de Leb­ku­chen­frau nach der bei­lie­gen­den Scha­blo­ne. Bei­de Fi­gu­ren un­ter­schei­den sich in den De­tails – bei der weib­li­chen Va­ri­an­te durch fei­ne Wim­pern, bei der männ­li­chen durch schlich­te­re Ge­sichts­zü­ge und ab­wei­chen­de Klei­dungs­mo­ti­ve.

Auf der linken Seite des Bildes wird liebevoll der letzte Feinschliff am Papierlebkuchen vorgenommen. Eine Hand führt einen rosafarbenen Acrylstift und setzt damit sanfte Akzente auf die Wangen des kleinen Kerlchens. Sein Gesicht wirkt lebendig und freundlich, die Augen glänzen, als würden sie Licht reflektieren, und das verschmitzte Lächeln lässt ihn beinahe echt erscheinen. Die weißen Zuckerglasur-Linien, die Arme und Beine umranden, wirken präzise gezogen und erinnern an die traditionelle Verzierung echter Lebkuchenfiguren. Der Kontrast zwischen dem warmen Braunton des Papiers und dem kühlen Rosa des Stifts schafft eine charmante, handwerkliche Spannung, die den Moment des Bastelns greifbar macht. Rechts im Bild steht das fertige Kunstwerk: der Lebkuchenmann sitzt stolz im geflochtenen Korb, als würde er dort auf seine süßen Gefährten warten. Die pastelligen Farben des Korbes – ein harmonisches Zusammenspiel aus Orange und Violett – bilden einen lebendigen Rahmen für die Figur. Der Lebkuchenmann trägt eine pink-weiße Fliege, die seinen verspielten Charakter unterstreicht, und seine Füße schmiegen sich leicht über den Rand des Korbes. Alles wirkt sorgfältig arrangiert, hell ausgeleuchtet und bis ins Detail durchdacht – eine Szene, die den Duft von Zuckerguss, Bastelpapier und Weihnachtsvorfreude fast greifbar macht. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - November 2025

💡 Tipp: Für mehr Sta­bi­li­tät lohnt es sich, zwei iden­ti­sche Leb­ku­chen­sil­hou­et­ten pass­ge­nau auf­ein­an­der­zu­kle­ben. Das­sel­be Vor­ge­hen gilt auch für die bei­den Fu­ß­ele­men­te.

Für die Ko­lo­ra­ti­on ka­men leuch­ten­de Acryl­stif­te zum Ein­satz, de­ren Glanz den Ein­druck er­weckt, als wäre der Pa­pier­leb­ku­chen mit fei­ner Zu­cker­gla­sur ver­ziert. Ab­schlie­ßend wird das un­te­re Drit­tel der Fi­gur – mit der farb­lo­sen Rück­sei­te vor­an – an der In­nen­sei­te des Kor­bes fi­xiert. Die Füße hin­ge­gen wer­den au­ßen an der ge­floch­te­nen Vor­der­sei­te an­ge­bracht und rei­chen von der Bor­dü­re bis etwa zur Korb­mit­te.

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¹Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Schatz­tru­he aus Kar­ton bas­teln - mor­sche Holz­kis­te aus der Ka­ri­bik. gws2.de (11/2025).
²Bil­ton, Sam: A Short Histo­ry of Gin­ger­b­read. english-heritage.org.uk (11/2025).
³Berg­stedt, Chris: Gin­ger­b­read Script. libres.uncg.edu (PDF) (11/2025).
⁴Schulz, Chris­ti­ne: Wie­so ist Weih­nachts­ge­bäck so wür­zig? In: P.M. Fra­gen & Ant­wor­ten Nr. 12 (2016). S. 43.
⁵Fairy Ta­les and Sto­ries for Kids: The Gin­ger­b­read Man Fairy Ta­les and Bedti­me Sto­ries for Kids in Eng­lish. youtube.com (11/2025).

Opa etwas schenken: Ausmalbild für aktive Silverworker - einfach Danke sagen

In Deutsch­land zeich­net sich zwei­fel­los eine Ge­ron­to­kra­tie ab - im­mer­hin war be­reits 2018 je­der fünf­te Bun­des­bür­ger¹ über 65 Jah­re alt. Seit­dem die ge­bur­ten­star­ken Jahr­gän­ge von 1955 bis 1965 all­mäh­lich in den Ru­he­stand wech­seln, macht sich in vie­len Be­rei­chen des Sys­tems spür­ba­re Un­ru­he breit. „Wie sol­len wir das fi­nan­zie­ren?”, rät­seln die Ex­per­ten im So­zi­al­mi­nis­te­ri­um, wäh­rend mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men fie­ber­haft über­le­gen, wie sie die aus­schei­den­den Fach­kräf­te ad­äquat er­set­zen kön­nen. Da­bei wird die Lage oft dra­ma­ti­scher dar­ge­stellt, als sie tat­säch­lich ist. Denn auch wenn die viel­kri­ti­sier­ten² Ba­by­boo­mer nicht ohne Ma­kel sind, ha­ben sie in Sa­chen Ar­beits­mo­ral da­mals wie heu­te Maß­stä­be ge­setzt.

Uwe Sta­del­mey­er: [Äl­te­re Kol­le­gen] sind oft­mals die letz­te Not­ruf­num­mer, wenn man ei­nen Aus­fall zu kom­pen­sie­ren hat. Das sind die­je­ni­gen, die sehr fle­xi­bel sind und ger­ne auch mal kurz­fris­tig zum Dienst kom­men.

Schmitt, Ni­co­le: Sil­ver Worker am Kli­ni­kum Nürn­berg. Fran­ken­schau ak­tu­ell | BR (2024).

Ein liebevolles Kunstwerk im Blick: Die Vorlage „Für den weltbesten Opa“ in Szene gesetzt Dieses stimmungsvolle Foto fängt den Charme der Ausmalseite „Für den weltbesten Opa“ perfekt ein! Die DIN-A4-Seite wurde von der talentierten Illustratorin und Photoshop-Künstlerin Veronika Helga Vetter eigenhändig mit Buntstiften farbenfroh gestaltet. Dabei springt die kreative Detailverliebtheit sofort ins Auge: Von den kräftigen Blau- und Grüntönen, die dem Motiv Lebendigkeit verleihen, bis hin zu warmen Gelbnuancen, die eine heitere Atmosphäre zaubern, zeigt sich, wie ausdrucksstark ein ausgemaltes Motiv wirken kann. Ganz bewusst wurde jedoch die Überschrift „Für den weltbesten Opa“ in ihrer ursprünglichen Form belassen – weiß mit schwarzen Buchstaben. Sie hebt sich so klar ab und verleiht dem Bild eine moderne Note. Die ausgemalte Seite wurde in einen rustikalen braunen Rahmen gespannt und liebevoll auf eine hellbraune Korkplatte gelegt, die das natürliche Ambiente des Bildes unterstreicht. Das Foto zeigt die oberen 55 % der Seite und macht neugierig auf die weiteren liebevollen Details des Kunstwerks. Zusätzlich verstärken drei kleine, scheinbar zufällig platzierte Buntstifte in Grün, Blau und Gelb den einladenden Eindruck. Sie scheinen dem Betrachter zuzuraunen: „Hol dir auch deine Stifte und mach mit!“ Diese kleine Geste inspiriert zum kreativen Ausprobieren und macht die Vorlage zu einer wahren Einladung, Zeit mit Familie und Kunst zu verbringen. Das Motiv eignet sich ideal als Geschenk für Großväter, die berufstätig sind und den Spagat zwischen Arbeit und Familie meistern – ein perfekter Ausdruck von Liebe und Anerkennung. Die Ausmalseite kann kostenlos auf der Website GWS2.de heruntergeladen werden. Wer also noch auf der Suche nach einer charmanten Idee für den weltbesten Opa ist, wird hier fündig

Drei von vier Ver­tre­ter der Ge­ne­ra­ti­on Z fürch­ten sich vor Al­ters­ar­mut - kein Wun­der, wenn im Jahr 2021 nur noch 2,1 Ar­beit­neh­mer³ ei­nen Rent­ner fi­nan­zie­ren muss­ten. Da­bei wird oft über­se­hen, dass die Pro­duk­ti­vi­tät dank Ro­bo­tik und KI-gestützter Sys­te­me nicht nur kon­ti­nu­ier­lich steigt, son­dern auch im­mer un­ab­hän­gi­ger von mensch­li­cher Ar­beits­kraft wird. Zu­dem leb­ten die Ba­by­boo­mer deut­lich ge­sün­der als ihre El­tern, wes­halb mitt­ler­wei­le 19% der Ru­he­ständ­ler⁴ wei­ter­hin be­rufs­tä­tig sind.

Im Jahr 2002 sang die Band Echt: „Hey, du willst ’n Job bei der Deut­schen Bank, am bes­ten für ein Le­ben lang.” Tat­säch­lich streb­ten vie­le Deut­sche um die Jahr­tau­send­wen­de ei­nen frü­hen Ru­he­stand an. Gleich­zei­tig ent­wi­ckel­ten Ar­beit­ge­ber groß­zü­gi­ge Ab­fin­dungs­pa­ke­te und Vor­ru­he­stands­re­ge­lun­gen, um er­fah­re­ne Mit­ar­bei­ter - da­mals als Best Ager be­zeich­net - noch vor ih­rem 60. Ge­burts­tag zu ver­ab­schie­den.

Noch vor we­ni­gen Jah­ren galt, mög­lichst früh in Ren­te ge­hen. Mil­li­ar­den ga­ben Un­ter­neh­men und Staat für Früh­ver­ren­tung und Vor­ru­he­stands­re­ge­lun­gen aus.

Wilms, M., P. Schnei­der u. a.: Sil­ver­wor­ker (Plus­mi­nus). youtube.com (12/2024).

Heu­te hin­ge­gen be­schäf­ti­gen vier von zehn Un­ter­neh­men Ar­beit­neh­mer im Ru­he­stand. Rund 40% der Be­rufs­tä­ti­gen⁵ über 50 zie­hen ei­nen Job­wech­sel in Be­tracht. Das sind deut­li­che Hin­wei­se dar­auf, dass die Ren­te für vie­le Ba­by­boo­mer nicht mehr das ul­ti­ma­ti­ve Le­bens­ziel⁶ dar­stellt.

Dieter Hempfling auf Reisen – Ein Porträt voller Dynamik und Kreativität Im Mittelpunkt dieses Fotos steht das ausdrucksstarke Porträt von Dieter Hempfling, wie er während einer Autofahrt mit konzentriertem Blick hinter dem Steuer sitzt. Der Silverworker, angeschnallt und mit einem Headset im Ohr, verkörpert den modernen Rentner, der aktiv und voller Lebensfreude den Alltag meistert. Die Szene ist lebendig und strahlt eine bewundernswerte Energie aus – eine Hommage an alle Großväter, die auch im reifen Alter den Lebensweg dynamisch fortsetzen. Links neben dem Porträt zieht ein kleines Hochformatschild mit lilafarbenem Hintergrund die Aufmerksamkeit auf sich: „The Cock in the Crown“ – ein bemerkenswertes Kunstwerk von Veronika Helga Vetter. Im Zentrum des Schildes sitzt ein prachtvoller Hahn, der stolz eine kunstvoll gestaltete Krone trägt. Die funkelnden lila und roten Bastelsteine, die in die Acrylmalerei eingearbeitet wurden, verleihen dem Werk einen eleganten Glanz. Dieses Detail zeigt, wie Kunst mit Humor und Tiefe zugleich inspirieren kann. Das Schild ist mehr als nur ein dekoratives Element. Es symbolisiert Stärke, Würde und vielleicht auch eine Prise augenzwinkernden Stolzes – Eigenschaften, die perfekt zu unserem Protagonisten Dieter Hempfling passen. Der Hahn in der Krone könnte als Metapher für Dieter selbst gesehen werden: ein Mann, der in seiner zweiten Lebenshälfte nicht nur seinen Platz gefunden hat, sondern ihn auch mit Stolz und Selbstbewusstsein einnimmt. Umrahmt von dem rustikalen braunen Holzrahmen und dem hellbraunen Korkhintergrund, fügt sich dieses außergewöhnliche Kunstwerk harmonisch in die Gesamtkomposition ein. Die Verbindung von traditionellem Handwerk und modernem Ausdruck schafft eine einzigartige Atmosphäre, die sowohl kreative Köpfe als auch Familienmenschen anspricht. Dieses Bild vermittelt, dass das Leben – genauso wie Kunst – immer wieder neue Wege findet, uns zu inspirieren. Die Vorlage „Für den weltbesten Opa“ ist ein perfektes Geschenk für Großväter, die wie Dieter Hempfling mit Leidenschaft und Hingabe ihr Leben gestalten. Sie steht kostenlos zum Download auf GWS2.de bereit und wartet nur darauf, mit kreativer Farbe und persönlichen Geschichten gefüllt zu werden

Kein Bilderbuchopa

Die Schwarz-Weiß-Zeichnung auf der DIN-A4-Vorlage entfaltet eine herzerwärmende Erzählung über das vielseitige Leben eines 69-jährigen Rentners, der voller Elan weiterhin berufstätig ist. Links oben beginnt die Szene mit Opa, wie er im Fitnessstudio Hanteln stemmt. Sein Gesicht strahlt Konzentration und Vitalität aus, während im Hintergrund andere Trainierende sichtbar sind. Hier wird bereits klar: Dieser Opa lässt sich von der Zahl in seinem Pass nicht bremsen. Oben in der Mitte genießt er nach seinem Training die wohlverdiente Entspannung in der Sauna. Er sitzt auf einer Holzbank, in ein Handtuch gehüllt, und liest entspannt die Tageszeitung - ein Moment der Ruhe inmitten eines ereignisreichen Tages. Rechts oben wechselt Opa in den Umkleideraum, wo er sich für die Arbeit umzieht. Dabei nimmt er sich Zeit für einen kurzen Video-Chat mit seinem Enkelkind, dessen fröhliches Gesicht auf dem Smartphone-Bildschirm leuchtet. Dieser liebevolle Austausch zeigt, dass Familie trotz eines vollen Terminkalenders immer an erster Stelle steht. Im Mittelpunkt der Seite thront ein Porträt des Silverworkers: Er sitzt hinter dem Lenkrad seines Autos, angeschnallt und mit einem Headset im Ohr. Sein Blick ist fokussiert, seine Haltung selbstbewusst. Diese Szene symbolisiert seine Freude am Autofahren und seinen aktiven Lebensstil, der keine Grenzen kennt. Links unten taucht Opa in die lebendige Atmosphäre eines Katzencafés ein, wo er als Kellner ein Pärchen bedient. Die Frau trägt eine Hijab, und der Mann ist ein stilvoller Hipster mit Bart und Mütze - eine charmante Darstellung der urbanen Vielfalt westdeutscher Städte. Auf seinem Tablett balanciert Opa Getränke mit beeindruckender Leichtigkeit. In der unteren Mitte entspannt sich der weltbeste Opa nach der Arbeit. Er sitzt bequem in seinem Wohnzimmer, eingekuschelt in einen Sessel, und verfolgt die Nachrichten im Fernsehen. Die Szene strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus, während er den Tag in aller Gelassenheit ausklingen lässt. Rechts unten oben schließlich trifft er sich über die App Meet5 mit gleichaltrigen Bekannten. Gemeinsam genießen sie ein gediegenes Jazz-Konzert in stimmungsvoller Atmosphäre. Die Zeichnung fängt die Begeisterung der Gruppe für die Musik und das Miteinander auf eindrucksvolle Weise ein. Zum Abschluss, in der rechten unteren Ecke, wird es besonders intim: Opa liegt mit bloßem Oberkörper im Bett, ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen. Vor ihm entkleidet sich geschmackvoll eine ältere Dame, die er bei dem Konzert kennengelernt hat. Die Szene ist dezent gehalten und unterstreicht humorvoll, dass Liebe und Leidenschaft keine Altersgrenzen kennen. Diese Vorlage erzählt die Geschichte eines Rentners, der trotz seines Alters ein aktives, erfülltes und vielseitiges Leben führt – eine wunderschöne Hommage an alle Großväter, die als Vorbilder und Fels in der Brandung ihrer Familien geltenIn den all­seits be­lieb­ten Ar­muts­re­por­ta­gen taucht oft ein äl­te­rer Herr auf, der vor­mit­tags bei der Ta­fel an­steht und nach­mit­tags eine Stra­ßen­zei­tung ver­kauft. Häu­fig wird da­bei ein Prot­ago­nist mit DDR-Vergangenheit ge­zeigt, der di­ver­se Schick­sals­schlä­ge durch­le­ben muss­te. Die­se Son­der­fäl­le ha­ben je­doch we­nig mit der Le­bens­rea­li­tät der meis­ten Groß­vä­ter im Jahr 2024 ge­mein. Laut ei­ge­ner Aus­sa­ge ar­bei­ten die Babyboomer-Opas nicht aus fi­nan­zi­el­ler Not. Viel­mehr geht es den Sil­ver­wor­kern dar­um, ih­ren ho­hen Le­bens­stan­dard zu si­chern und den Kon­takt zu an­de­ren Men­schen zu pfle­gen. Ins­be­son­de­re für Män­ner spielt da­bei auch das Pres­ti­ge ih­res Jobs eine wich­ti­ge Rol­le.

Am wahr­schein­lichs­ten blei­ben die im Ru­he­stand be­rufs­tä­tig, die mehr als 250 000 Euro be­sit­zen.

Ha­ge­lü­ken, Alex­an­der: Lasst uns län­ger ar­bei­ten. Ar­beits­welt um­ge­stal­ten, Ren­te ret­ten - im Al­ter ak­tiv und zu­frie­den sein. Mün­chen: Droe­mer Ver­lag 2019.

Doch wel­che ge­sell­schaft­li­chen Kon­se­quen­zen er­ge­ben sich, wenn von den sie­ben Mil­lio­nen⁷ Er­werbs­tä­ti­gen, die zwi­schen 1955 und 1965 ge­bo­ren wur­den, vie­le im Ru­he­stand wei­ter­ar­bei­ten? Un­wei­ger­lich ent­ste­hen da­durch neue Fa­mi­li­en­kon­stel­la­tio­nen.

  • Wann soll Opa zwi­schen Be­su­chen im Fit­ness­stu­dio, be­ruf­li­chen Ver­pflich­tun­gen, Meet5-Gruppentreffen und wohl­ver­dien­ter Er­ho­lung noch Zeit für sei­ne En­kel­kin­der fin­den?

Wäh­rend die Mil­len­ni­als häu­fig noch von der en­ga­gier­ten Er­zie­hung ih­rer Groß­el­tern pro­fi­tie­ren konn­ten, sind El­tern heu­te zu­neh­mend auf öf­fent­li­che Be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen an­ge­wie­sen - mit der Fol­ge, dass Deutsch­lands Kin­der­ta­ges­stät­ten seit ge­rau­mer Zeit an ih­rer Be­las­tungs­gren­ze ope­rie­ren.

Ob­wohl Kita ein fa­mi­li­en­er­gän­zen­des An­ge­bot sein soll, las­sen uns die El­tern im Stich. Wenn ich Ein­la­dun­gen zum La­ter­nen­bas­teln ver­schi­cke, ern­te ich nur Spott und Häme.

Siller-Baldini, Ales­sia: Mar­tins­gans - Kita be­nö­tigt Hil­fe. gws2.de (2024).

Eben­so ha­ben sich Ba­by­sit­ting und schu­li­sche Nach­hil­fe durch die feh­len­de in­ner­fa­mi­liä­re Un­ter­stüt­zung zu flo­rie­ren­den Ge­schäfts­zwei­gen ent­wi­ckelt, in de­nen Stun­den­sät­ze von über 20,00 Eu­ro⁸ längst zur Norm ge­wor­den sind.

Ein Nachmittag voller Engagement: Der Opa, der für alle da ist Die untere Hälfte der Ausmalseite „Für den weltbesten Opa“ zeigt Dieter Hempflings facettenreiche Aktivitäten am Nachmittag – ein echter Hingucker für kreative Familienprojekte. Von Gesellschaftsengagement bis zu persönlichem Vergnügen spiegelt diese Szene die Vielfalt seines Lebens wider. Links ist Dieter als engagierter Ober in einem Katzencafé dargestellt. Mit einem freundlichen Lächeln balanciert er ein Tablett mit Getränken, während um ihn herum ein quirliger Mix aus Gästen und schnurrenden Katzen für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Hier wird Dieters Freude am Miteinander und an kleinen Gesten der Herzlichkeit sichtbar. In der Mitte ist er in seinem Wohnzimmer zu sehen, wo er sich auf dem Sofa entspannt und die TV-Nachrichten verfolgt. Dieser Moment unterstreicht, wie wichtig ihm ein wacher Geist und der Kontakt zur Weltpolitik sind – ein Symbol für die Neugier, die ihn auch in seinen späteren Lebensjahren antreibt. Rechts oben trifft sich Dieter mithilfe der Meet-Five-App mit Gleichgesinnten bei einem gediegenen Jazzkonzert. Die lockere Atmosphäre und das gemeinsame Erleben der Musik zeigen, wie schön es ist, neue Freundschaften zu schließen und gemeinsame Interessen zu teilen. Rechts unten wird Dieters Lebensfreude und Charme auf eine künstlerisch verspielte Weise dargestellt: Eine Frau, die er beim Konzert kennengelernt hat, entkleidet sich geschmackvoll, wobei ihre Silhouette von einer außergewöhnlichen Gitarre bedeckt ist. Diese Gibson SG Standard '61 Vintage Gitarre, meisterhaft aus Fimo-Modelliermasse geformt, ist ein Werk der vielseitigen Künstlerin Veronika Helga Vetter, die auch Filialleiterin einer Lidl-Filiale ist. Dieses Detail verleiht der Szene eine humorvolle Leichtigkeit und unterstreicht gleichzeitig die handwerkliche Raffinesse der Vorlage. Am unteren linken Rand der Seite befindet sich ein besonderes Highlight: ein vorgedrucktes Feld mit „von“, in das Enkelkinder ihren Namen schreiben können. Nachdem sie die Seite ausgemalt haben, könnten sie das Werk laminieren und ihrem Großvater schenken – eine bleibende Erinnerung voller persönlicher Note. Die Vorlage, kostenlos auf GWS2.de erhältlich, vereint Humor, Kreativität und Anerkennung. Sie lädt Familien dazu ein, gemeinsam Zeit zu verbringen und dabei eine Hommage an den weltbesten Opa zu gestalten. Ein perfektes Geschenk, das garantiert für Freude sorgt!

Die heu­ti­gen Sil­ver­wor­ker emp­fin­den sich häu­fig erst mit Mit­te 70 als alt, set­zen ihre Tä­tig­keit im Ru­he­stand oft aus Freu­de fort und tra­gen mit ih­rem En­ga­ge­ment dazu bei, das Ren­ten­pro­blem nicht wei­ter zu ver­schär­fen.

Es sind be­reits 100 Mil­li­ar­den, die die Staats­kas­se zur Ren­ten­kas­se dazu fi­nan­ziert. Das ist ein Vier­tel des Bun­des­haus­hal­tes.

We­ber, Flo­ri­an: Ren­te mit 70 - müs­sen wir län­ger ar­bei­ten? Zur Sa­che Baden-Württemberg! SWR (2024).

Opa in Bewegung: Zwischen Fitnessstudio, Sauna und digitaler Nähe Dieses Foto rückt die obere Hälfte der Ausmalseite „Für den weltbesten Opa“ in den Fokus und zeigt Dieter Hempfling in Momenten der Selbstfürsorge und familiären Verbundenheit. Als moderner Silverworker weiß er, wie wichtig es ist, auf seinen Körper und Geist zu achten, und zeigt sich aktiv und vital – ein wahres Vorbild für seine Enkel. Links oben stemmt Dieter im Fitnessstudio Hanteln, ein klares Symbol für Kraft und Ausdauer. Direkt daneben ist er in der Sauna zu sehen, wo er mit geschlossener Zeitung in der Hand den Moment der Ruhe genießt. Im Zentrum dieser oberen Hälfte steht jedoch die Umkleidekabine, wo Dieter auf seinem Smartphone via Telegram einen Videochat mit seinem Enkelkind führt. Sein Lächeln und die liebevolle Mimik verdeutlichen, dass er in Gedanken stets bei seinen Lieben ist, auch wenn sie weit entfernt leben. Besonders ins Auge stechen zwei charmante Buttons, die auf der linken Seite des Bildes arrangiert wurden. Diese kleinen Kunstwerke aus Fimo-Modelliermasse zeigen, wie kreativ und durchdacht selbst die Details dieses Projekts gestaltet wurden. Der größere Button, mit einem braunen Keksboden und weißer Glasur, trägt die schwarze Zahl „60“, eingerahmt von einem lilafarbenen Bogen, der an ein Verkehrsschild erinnert – ein humorvoller Hinweis darauf, dass das Leben mit 60+ alles andere als langsam verläuft. Der kleinere Button mit einem „+“-Zeichen ergänzt diese Aussage perfekt und unterstreicht, dass heutige Männer der Babyboomer-Generation aktiv, dynamisch und weit entfernt von gebrechlich sind. Diese Szene, meisterhaft arrangiert von der vielseitigen Künstlerin Veronika Helga Vetter, vereint Stärke und Zuwendung in einem harmonischen Gesamtbild. Der Korkhintergrund und der braune Holzrahmen setzen die Details optimal in Szene und laden dazu ein, sich mit Farbe und Fantasie an der Ausmalseite zu versuchen. Die Vorlage „Für den weltbesten Opa“, erhältlich als kostenloser PNG-Download auf GWS2.de, ist nicht nur ein ausdrucksstarkes Kunstwerk, sondern auch eine liebevolle Hommage an alle Großväter, die mit Stärke und Herz ihren Alltag meistern. Ein kreatives Geschenk für Kinder und Enkelkinder, das Generationen verbindet.

Den­noch ha­ben vie­le Ba­by­boo­mer mehr als 40 Jah­re in Voll­zeit ge­ar­bei­tet und se­hen sich heu­te ei­ner Ar­beits­welt mit stark ver­dich­te­ten Pro­zes­sen ge­gen­über.

  • Über­mut ist da­her kein wei­ser Rat­ge­ber, da krank­heits­be­ding­te Fehl­ta­ge von jün­ge­ren Kol­le­gen auf­ge­fan­gen wer­den müs­sen - ähn­lich wie die „neu­en Vä­ter” die Ab­we­sen­heit von Groß­el­tern kom­pen­sie­ren.

Es lohnt sich, in­ne­zu­hal­ten: So schön es auch ist, Geld zu ver­die­nen und mit dem SUV ins Nach­bar­land zu rei­sen - am Ende zäh­len kei­ne prall ge­füll­ten Kon­ten, son­dern die Er­in­ne­run­gen an kost­ba­re Mo­men­te mit der Fa­mi­lie. Das Kon­to „Er­in­ne­rung“ wächst nur, wenn wir be­wusst Zeit für un­se­re Liebs­ten in­ves­tie­ren. Und das ist die wert­volls­te Ren­di­te, die das Le­ben zu bie­ten hat.

Ver­wand­te The­men:

Papa, wir ha­ben dich lieb - ein Dan­ke­schön
Wunsch­zet­tel für Weih­nach­ten schrei­ben - Vor­la­ge

¹Jesch­ke, Anne: Wenn El­tern alt wer­den. Ein schö­nes Al­ter. In: ÖKO-TEST Nr. 9 (2018). S. 63.
²Das Kraft­fut­ter­misch­werk: Der WDR-Kinderchor singt „Mei­ne Oma ist ’ne alte Um­welt­sau“. youtube.com (12/2024).
³Scherel­lo, Di­nah: Al­ters­ar­mut: Was DU jetzt da­ge­gen tun MUSST! $AFE | ARD (2023).
⁴Fie­big, Ulla: Dis­kus­si­on um Ren­te - müs­sen wir im­mer län­ger ar­bei­ten? Zur Sa­che Rheinland-Pfalz | SWR (2024).
⁵Mül­ler, Se­bas­ti­an: Job­wech­sel mit 50+. ARD-Buffet (2023).
⁶Köl­ling, Nad­ja: Die Senior-Azubis. 37 Grad | ZDF (2022).
⁷Hup­pert, An­dre­as: Ar­bei­ten als Rent­ner | ZDFheu­te (2024).
⁸Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Vor­la­gen: Nach­hil­fe ge­ben - ex­tra­va­gan­te An­zei­gen fürs Schwar­ze Brett. gws2.de (12/2024).

Wunschzettel fürs Christkind drucken: Schreiben, Malen, Geschenke bekommen

Das jähr­li­che Wunsch­zet­tel­schrei­ben ge­hört seit je­her zur Lit­ur­gie ei­nes Bil­dungs­haus­halts. Die Ur­sa­che hier­für liegt im Schei­tern¹ der bür­ger­li­chen Re­vo­lu­ti­on von 1848, als die deut­sche Weih­nacht sei­ne Öf­fent­lich­keit ver­lor und sich zum hei­me­li­gen Fa­mi­li­en­fes­t² wan­del­te. Ging es bis da­hin dar­um, Ver­wand­te und Fak­to­ten mit sei­nen Hab­se­lig­kei­ten zu be­ein­dru­cken, brach­te in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts die päd­ago­gi­sche Ent­wick­lung des ei­ge­nen Nach­wuch­ses das er­sehn­te Pres­ti­ge. Es war also über­aus wich­tig, dass die Haus­leh­rer mit ih­ren Schütz­lin­gen die Wunsch­lis­ten für das Christ­kind or­tho­gra­phisch kor­rekt und in bes­ter Schön­schrift ver­fass­ten. Schließ­lich woll­te der ge­stren­ge Va­ter in il­lus­te­ren Run­den mit den kind­li­chen Do­ku­men­ten prah­len.

Mit viel Hin­ga­be wur­den die sehn­süch­tig er­hoff­ten Ge­schen­ke no­tiert und die Blät­ter oft noch lie­be­voll ver­ziert.

Witz­mann, Nora, Dag­mar But­ter­weck u. a.: Weih­nach­ten - noch Fra­gen? Wien: Ös­ter­rei­chi­sches Mu­se­um für Volks­kun­de 2012.

Wäh­rend der hoch­in­dus­tri­el­len Pha­se muss­te die Him­mels­post bis zum 15. De­zem­ber auf der Fens­ter­bank der Kin­der­stu­be plat­ziert wer­den, wenn Zinn­sol­da­ten, Pup­pen und Schau­kel­pfer­de an Hei­lig­abend un­ter dem Christ­baum lie­gen soll­ten.

Gutefrage.net: Ich suche einen Wunschzettel fürs Christkind als Vordruck, den ich zusammen mit meiner kleinen Schwester schreiben kann. Wenn es geht ohne Wasserzeichen, weil wir den mit der Post verschicken wollen, gibt es so etwas? Antwort: Jo Diggi, auf GWS2.de gibt es eine Wunschzettelvorlage mit Grundschullinien. Da kann deine kleine Schwester auch was ausmalen, sieht ziemlich süß aus. Achso, und Branding ist auch keins drauf, also du kannst die DIN-A4-Seite einfach ausdrucken und ausfüllen. Frohe Weihnachten ich hoffe, dass ich dir helfen konnte

Seit den An­fän­gen hat sich in Sa­chen Wunsch­zet­tel­schrei­ben we­nig ver­än­dert. Au­ßer viel­leicht, dass mit Ein­füh­rung der ge­samt­deut­schen Schul­pflich­t³ im Jah­re 1919 auch Bauern- und Ar­bei­ter­kin­der da­mit be­gan­nen, Brie­fe an den christ­li­chen Ga­ben­brin­ger zu ver­fas­sen.

Im Frei­staat Preu­ßen wur­de even­tu­ell noch der Weih­nachts­mann als Emp­fän­ger⁴ adres­siert, bis das gold­blon­de Christ­kind ab 1933 die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Volks­weih­nacht end­gül­tig do­mi­nier­te.

Die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten hin­der­te ihre pro­pa­gier­te Re­li­gi­ons­feind­lich­keit nicht dar­an, die Tra­di­ti­on des Nürn­ber­ger Christ­kindl­mark­tes für ihre Zwe­cke zu in­stru­men­ta­li­sie­ren. 1933 fand sich der Rausch­gold­en­gel auf Pla­ka­ten wie­der.

Wein­gart­ner, Clau­dia: Al­les My­thos! 24 po­pu­lä­re Irr­tü­mer über Weih­nach­ten. Darm­stadt: WBG 2013.

Bildlicher Hinweislink mit Aufschrift: Woher kommt das Christkind? Weitere Informationen über den beliebtesten Gabenbringer in Deutschland

Wäh­rend­des­sen die El­tern im ge­teil­ten Deutsch­land auf lei­sen Soh­len die Wunsch­zet­tel ih­res Nach­wuch­ses ein­sam­mel­ten, ver­schick­ten die ös­ter­rei­chi­schen Kin­der ihre Sehn­suchts­brie­fe ab 1951 di­rekt mit der Post.

1951 öff­ne­te das zu­erst in klei­nem Rah­men ge­hal­te­ne Weih­nachts­post­amt Christ­kindl im Gast­haus Baum­gart­ner sei­ne Pfor­ten.

Baum­gart­ner, Ge­org: Ge­schich­te. christkindlwirt.at (12/2023).

Und ob­wohl die Nie­der­las­sung in Steyr mit Sen­dun­gen aus ih­rem west­li­chen Nach­bar­land über­schüt­tet wur­de, soll­ten noch rund 35 Jah­re ver­ge­hen, ehe das Christ­kind Zweig­stel­len so­wohl im nordrhein-westfälischen En­gels­kir­chen⁵ wie auch im baye­ri­schen Him­mel­stadt er­öff­ne­te.

Wunschzettel heute

Vordruck: Wunschzettel fürs Christkind. Die beste Vorlage im Netz vereint christliche Symbolik mit pädagogischen Elementen wie dem Schreiben und Ausmalen. . Der Hintergrund des Zettels ist von einer winterlichen Atmosphäre geprägt: Eine verschneite Landschaft mit sanften Hügeln, glitzernden Schneeflocken und einem sternenklaren Himmel bildet den Rahmen für das magische Geschehen. In der Mitte des Wunschzettels befindet sich eine fröhliche Weihnachtsbaumillustration, die zum Ausmalen einlädt. Der Tannenbaum ist mit leuchtenden Kerzen, funkelnden Kugeln und kleinen Geschenken geschmückt. Kinder können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und den Baum in den schönsten Farben gestalten. Der Detailreichtum der Zeichnung ermöglicht es, jeden Zweig und jede Dekoration individuell zu gestalten. Am Fuß des Weihnachtsbaums ist genügend Platz für den persönlichen Wunschzettel. Hier können die kleinen Künstler ihre Herzenswünsche für das Christkind in liebevollen Worten festhalten. Umrahmt wird dieser Bereich von verspielten Weihnachtsmotiven wie Rentieren, Glocken und Geschenkschleifen. Die weihnachtliche Ausmalszenerie ist kinderfreundlich gestaltet, mit klaren Linien und großen Flächen, um das Ausmalen für die Zielgruppe ab sechs Jahren angenehm und unterhaltsam zu gestalten. Das Design des Wunschzettels vereint die Vorfreude auf Weihnachten mit der Freude am kreativen Gestalten und ist somit eine liebevolle Einladung für Kinder, ihre Wünsche für das Fest der Liebe zu äußern. Erschaffen von: Veronika Helga Vetter - BIPA Marktleiterin Linz. Vom bayerischen Kultusministerium empfohlen, zuerst auf GWS2.de veröffentlichtIm zeit­ge­nös­si­schen In­for­ma­ti­ons­zeit­al­ter ist die Post ans Christ­kind ähn­lich päd­ago­gisch wie vor über 170 Jah­ren. Kaum kön­nen die Kita-Kinder ih­ren Vor­na­men schrei­ben, sind die Er­zie­he­rin­nen⁶ in der Ad­vents­zeit dar­auf er­picht, lieb­li­che Wunsch­zet­tel mit ih­ren Schütz­lin­gen zu for­mu­lie­ren. Eben­so spielt die Ver­zie­run­g⁷ der Sehn­suchts­brie­fe eine ge­nau so gro­ße Rol­le wie frü­her. Also ei­gent­lich al­les wie im­mer? Lei­der nicht. Be­schränk­ten sich die Kin­der­wün­sche bis zum Mill­en­ni­um fast voll­stän­dig auf ma­te­ri­el­le Din­ge, soll das Christ­kind heut­zu­ta­ge im­mer häu­fi­ger Frie­den schaf­fen, die ei­ge­ne Ge­ne­sung vor­an­trei­ben oder die ge­trenn­ten El­tern wie­der­ver­ei­ni­gen.

Doch eine Box ist an­ders, um sie küm­mert sich Ro­se­ma­rie Schot­te per­sön­lich. Der In­halt die­ser Brie­fe geht un­ter die Haut.

Schu­bert, Ka­rin: Christ­kind er­war­tet 80.000 Brie­fe. Fran­ken­schau ak­tu­ell | BR Fern­se­hen (2022).

Dar­über hin­aus le­ben zwar im­mer mehr Men­schen in Deutsch­land, aber gleich­zei­tig kön­nen sich im­mer we­ni­ger Bun­des­bür­ger vor­stel­len, wie eine Wunsch­lis­te ans Christ­kind aus­sieht.

What do Germans do before Christmas? The children write wish lists for the so called Christkind. This is an aryan blonde Angel who brings the gifts. The Christkind lives in Bavaria in the Town of Himmelstadt. The children send their letters to the local post office and receive a reply letter personally stamped by the Christkind. This custom originated in 1986. The photo is a product of GWS2.de: Published December 2023

Für all die­je­ni­gen, die nicht in ei­nen tra­di­ti­ons­rei­chen Bil­dungs­haus­halt hin­ein­ge­bo­ren wur­den, ha­ben wir von GWS2.de eine Brief­vor­la­ge zum Aus­ma­len und Aus­dru­cken ent­wi­ckelt.

  • Da­bei rich­tet sich un­ser DIN-A4-Vordruck an Grund­schü­ler, die ge­ra­de mit­hil­fe der Einser-Li­nea­tur das Schrei­ben ler­nen.
  • In­des sind Kin­der ab fünf Jah­ren in der Lage, die zu­cker­sü­ße Ad­vents­sze­ne­rie zu ko­lo­rie­ren. Hier­auf zei­gen Ame­lie und ihr klei­ner Bru­der „Gucki”, wie sie mit dem en­gels­glei­chen Ga­ben­brin­ger in Kon­takt tre­ten.

Au­ßer­dem be­fin­det sich auf der bildlich-verzierten Blanko-Liste kein Was­ser­zei­chen, so­dass die­se nach dem Be­ar­bei­ten völ­lig neu­tral an eine nahe ge­le­ge­ne Weih­nachts­post­fi­lia­le ge­sen­det wer­den kann.

Ein letz­ter Ex­per­ten­tipp!

Auf man­chen Weih­nachts­märk­ten nimmt das ört­li­che Christ­kindl die Wunsch­zet­tel zur Wei­ter­lei­tung ent­ge­gen.

Das Christ­kind kommt nur an Weih­nach­ten auf die Erde. Das Christ­kindl ver­tritt das Christ­kind.

Mans­ur­og­lu, Can: Der Christkind-Check. Che­cker Re­por­ta­gen | KIKA (2020).

Vie­le Städ­te stel­len aber auch so­ge­nann­te „Himm­li­sche Brief­käs­ten” in­mit­ten des Bu­den­zau­bers auf. Bei­de Op­tio­nen bie­ten die Ge­le­gen­heit, sei­ne Sehn­suchts­brie­fe por­to­frei an den be­lieb­ten Gold­rau­schen­gel zu schi­cken.

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¹Göt­tert, Kart-Heinz: Weih­nach­ten. Bio­gra­phie ei­nes Fes­tes. Dit­zin­gen: Phil­ipp Re­clam jun. Ver­lag GmbH 2020.
²Witz­mann, Nora, Dag­mar But­ter­weck u. a.: Weih­nach­ten - noch Fra­gen? Wien: Ös­ter­rei­chi­sches Mu­se­um für Volks­kun­de 2012.
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Vor­druck: Ent­schul­di­gung für Schu­le her­un­ter­la­den - Un­ter­richts­be­frei­ung. gws2.de (12/2023).
⁴Mans­ur­og­lu, Can: Der Christkind-Check. Che­cker Re­por­ta­gen | KIKA (2020).
⁵Mül­ler, Bir­git: Christ­kind­post­fi­lia­le der Deut­schen Post. engelskirchen.de (12/2023).
⁶Füs­se­nich, Iris, Ca­ro­lin Gei­sel u. a.: Li­ter­acy im Kin­der­gar­ten. Vom Spre­chen zur Schrift. 2., über­ar­bei­te­te Auf­la­ge. Mün­chen: Ernst Rein­hardt Ver­lag 2018.
⁷Schmidt-Roy, An­toine: Brie­fe ans Christ­kind - Wunsch­zet­tel für Weih­nach­ten. youtube.com (12/2023).