GWS2.de: Kunst, Papier und Vordrucke seit 2011 A. D.

Nussknacker basteln & verstehen: Erzgebirgische Tradition trifft moderne Papierkunst

In Sach­sen gab es im Lau­fe der Ge­schich­te fast jede Form von Ob­rig­keit: Kur­fürs­ten, Kö­ni­ge, Gau­lei­ter der NSDAP, Se­kre­tä­re der SED-Bezirksleitungen und Mi­nis­ter­prä­si­den­ten des Frei­staats. Wirk­lich zu­frie­den wa­ren die Men­schen zwi­schen Elbe und Mul­de nie. Zu den jün­ge­ren Pro­test­ak­tio­nen zäh­len die po­la­ri­sie­ren­den Pegida-Demonstrationen ab Herbst 2015, bei de­nen Dresd­ner Teil­neh­mer so­gar sym­bo­li­sche Gal­gen für An­ge­la Mer­kel und Sig­mar Ga­bri­el prä­sen­tier­ten.

Pegida-Frontfrau Tat­ja­na Fes­ter­ling reg­te ei­nen „Säxit” an, den Aus­tritt Sach­sens aus Bun­des­re­pu­blik und EU.

Diet­rich, Pau­li­ne: Gal­gen bei Pegida-Demo. lto.de (12/2025).

Un­ver­ges­sen sind auch die so­ge­nann­ten „Mon­tags­spa­zier­gän­ge“ wäh­rend der COVID-19-Maßnahmen, bei de­nen sich ver­ein­zelt auch Po­li­zis­ten¹ mit den De­mons­tran­ten so­li­da­ri­sier­ten. Sach­sen war also nie ein Land, das Au­to­ri­tät still hin­nahm. Die­se Hal­tung schlägt sich so­gar in sei­ner Volks­kunst nie­der: Wil­helm Fried­rich Fücht­ner, der bis heu­te als „Va­ter des mo­der­nen Nuss­kna­ckers“ gilt, ent­wi­ckel­te um 1870 die erz­ge­bir­gi­schen Nuss­kna­cker in Ge­stalt von Kö­ni­gen, Sol­da­ten und Be­am­ten. Mit Kro­ne, Pi­ckel­hau­be oder Grün­rock stell­te Fücht­ner die Staats­die­ner be­wusst als grim­mi­ge und über­heb­li­che Fi­gu­ren dar, eine hu­mor­vol­le Spit­ze ge­gen die Ob­rig­keit im Nord­deut­schen Bund wäh­rend des Deutsch-Französischen Krie­ges.

ℹ️ In der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts wa­ren Nuss­kna­cker oft als Spott­fi­gu­ren² ge­dacht. Sie gal­ten als hu­mor­vol­le Form des Pro­test­s³ ge­gen über­grif­fi­ge Ob­rig­kei­ten – denn die „Obe­ren“ soll­ten ru­hig auch ein­mal die har­ten Nüs­se des ein­fa­chen Vol­kes kna­cken.

Die Szene zeigt ein liebevoll inszeniertes Winterarrangement, das auf den ersten Blick wie ein kleiner Ausschnitt aus einem märchenhaften Weihnachtsdorf wirkt. Im linken Vordergrund steht der stolze Papier-Nussknacker, dessen Erscheinung unübersehbar an den legendären „Roten König“ aus dem erzgebirgischen Seiffen erinnert. Seine kräftig rote Uniform wurde mit goldenen Bordüren geschmückt, die im Licht feierlich aufscheinen. Über seinem Kopf thront eine ebenfalls rote Krone, die mit kleinen Schmucksteinen besetzt ist und der Figur eine beinahe königliche Würde verleiht. Die Wackelaugen blicken wach und aufmerksam in die Szene, während ein weicher, weißer Schnauzbart aus Watte dem strengen Offizierscharakter eine charmante, fast schelmische Note verleiht. Der Hintergrund ist in schlichtem Weiß gehalten, wodurch der Eindruck einer verschneiten Winterlandschaft entsteht. Hinter dem Nussknacker stehen zwei Origami-Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Grüntönen. Ihre kunstvoll gefalteten Schichten sind mit grünem Glitzer bestäubt, sodass die Bäume im Licht aufblitzen wie vereister Tannenschmuck – dezent, aber wirkungsvoll. Zur Rechten des Nussknackers befindet sich das eigentliche Highlight der Szenerie: ein Kamin, vollständig aus Papier gefertigt, jedoch so detailreich nachgebildet, dass man fast meint, es handle sich um ein echtes Miniaturmodell. Die Oberfläche des Kamins zeigt holzartige Marmorstrukturen, die den Eindruck eines edlen, schweren Möbels vermitteln. Im Kamininneren liegen gerollte Wellpapp-Scheite, die in ihrer Textur fast wie echtes Brennholz wirken. Zwischen ihnen lodert ein „Feuer“, dargestellt durch weiche, fächerartig arrangierte Federn in Rot, Orange und Gelb, die eine warme, lebendige Flammenoptik erzeugen. Auf der Kaminsimse ruht ein aus Quilling gearbeiteter Weihnachtsstern: zarte Papierstreifen, kunstvoll gerollt, bilden rote Blütenblätter und grüne Blätter, dahinter steht eine kleine Papierkerze, die das Ensemble abrundet. Diese feine Papierarbeit verleiht der Szenerie eine zusätzliche Ebene von filigraner Eleganz. Im rechten Vordergrund stehen zwei kleine Geschenke aus Papier, sorgfältig als klassische Geschenkverpackungen gestaltet – eines in Vanille, eines in Rot. Sie wirken wie frisch unter den Weihnachtsbaum gelegt und verleihen der Szene ein Gefühl von Vorfreude und behaglicher Festlichkeit. Die gesamte winterliche Nussknackerlandschaft wurde von Veronika Helga Vetter entworfen, gebastelt, inszeniert und fotografiert – ein detailreiches DIY-Kunstwerk und ein liebevoller Lifehack zum Nachbasteln für GWS2.de. Dezember 2025

Fi­gür­li­che Nuß­kna­cker gab es nach­weis­lich schon im 17. Jahr­hun­dert, ver­mut­lich so­gar frü­her. Im säch­si­schen Erz­ge­bir­ge ge­riet um 1670 die einst glanz­vol­le Mon­tan­wirt­schaft ins Wan­ken: Die er­trag­rei­chen Silber- und Zinn­vor­kom­men, die Frei­berg, An­na­berg oder Schnee­berg jahr­hun­der­te­lang lang reich ge­macht hat­ten, wa­ren weit­ge­hend er­schöpft.

Die Stol­len wur­den tie­fer, die För­de­rung teu­rer, der Er­trag ma­ge­rer. Für die Men­schen, die seit Ge­ne­ra­tio­nen vom Berg­bau leb­ten, be­deu­te­te das ei­nen ra­di­ka­len Ein­schnitt und die Not­wen­dig­keit, sich neu zu ori­en­tie­ren.

ℹ️ Die ers­ten Silber- und Zinnfun­de im heu­ti­gen Erz­ge­bir­ge da­tie­ren ins 12. Jahr­hun­dert. Als „Erz­ge­bir­ge“ wird die Re­gi­on je­doch erst seit dem 16. Jahr­hun­der­t⁴ be­zeich­net.

Die Ant­wort lag buch­stäb­lich vor ih­rer Haus­tür: der Wald. Der dunk­le, end­los wir­ken­de Fich­ten­wald über den al­ten Ze­chen wur­de zur neu­en Le­bens­grund­la­ge.

Die Szenerie trägt den passenden Titel „Erzgebirgischer Zauberwald“, denn sie wirkt wie ein Ausschnitt aus einer winterlichen Märchenlandschaft, die man ebenso gut in einem historischen Weihnachtsberg aus dem Erzgebirge antreffen könnte. Der Hintergrund bildet eine Kulisse aus dicht stehenden Tannen und Fichten, deren sattes Grün sich sanft gegen eine weiß bis hellgrau gestaltete Schneewand absetzt. Über das gesamte Bild rieseln feine, hellweiße Schneeflocken herab – dezent, aber deutlich genug, um die Illusion eines stillen, frostigen Winterabends zu erzeugen. Im Zentrum dieser Waldkulisse steht ein imposanter, reich verzierter Tannenbaum. Er wurde mit kleinen, violett- bis rotglitzernden Schmucksteinen geschmückt, die wie funkelnde Beeren im Geäst leuchten. Auf der Spitze des Baumes thront ein goldener Stern, der als strahlender Fixpunkt die gesamte Szene optisch zusammenzieht. Am Fuß dieses Baumes liegen mehrere vanillefarbene Geschenke, sauber mit silberfarbenen Schleifen verziert – als hätte jemand still und heimlich einen Weihnachtstraum in Papierform unter den Zweigen abgelegt. Zwischen Hintergrund und Vordergrund, leicht nach links und rechts versetzt, stehen zwei kleine Papierhäuser, deren Fassaden in einem warmen Vanilleton gehalten sind. Dachziegel und Türen erscheinen in einem gleichmäßigen Braun, das dem Ensemble einen behaglichen, handwerklichen Charakter verleiht. Die Fenster der Häuschen wurden ausgestanzt und mit gelbem Transparentpapier hinterlegt, sodass sie wie sanft erleuchtete Stuben wirken – eine dezente Einladung, sich vorzustellen, wie drinnen vielleicht ein Kamin knistert oder jemand an einem Holzofen Klöße kocht. Im Vordergrund stehen zwei Nussknackerfiguren, die diesmal nicht als Könige auftreten, sondern als Jäger oder Förster – ein gestalterischer Rückgriff auf jene historischen Nussknacker des 19. Jahrhunderts, die oft uniformierte Forstbeamte darstellten. Diese Männer verkörperten damals eine Obrigkeit, die über das Wildern wachte und dem einfachen Volk gern einmal das Leben schwer machte. Dass man sie später als Nussknacker karikierte, war eine kleine, stille Form des Widerstands – ein spöttischer Kommentar auf jene, die meinten, mit Hut und Hirschhorn alles regeln zu können. Der linke Jäger-Nussknacker trägt ein hellgrünes Gewand, vollständig im bekannten Schema mit goldglitzerndem Gürtel, Schulterpolstern und schimmernder Krempe am Zylinder. Der rechte Nussknacker ist identisch aufgebaut, zeigt sich jedoch in einem dunkleren, kräftigen Grün, sodass beide Figuren gemeinsam wirken wie ein kleines Forstkommando aus Papier, das in die Stille des Zauberwaldes tritt. Ganz vorne, links und rechts in der Szenerie, liegen kleine Wattebüschel, die dank Tiefenschärfe und Bildaufbau wie echter Pulverschnee wirken und die Winterillusion perfekt abrunden. Die gesamte Komposition – von den Nussknackern über die Tannen bis hin zu den Häusern – wurde von Veronika Helga Vetter erschaffen, einer Papierkünstlerin seit 2011, Photoshop-Meisterin, Führungskraft bei Lidl und, ohne jede Übertreibung, einer universellen Könnerin der modernen Webkunst

Aus dem Roh­stoff Holz ent­wi­ckel­te sich erst eine ein­fa­che Forst- und Holz­wirt­schaft, spä­ter das, wo­für das Erz­ge­bir­ge be­rühmt wer­den soll­te: ein fein ver­zweig­tes Drechsler- und Schnit­zer­hand­werk, das vom Löf­fel bis zur La­ter­ne al­les her­vor­brach­te, was sich aus ei­nem Stück Holz dre­hen oder schnit­zen ließ.

  • Zu all­täg­li­chen Din­gen, wie Knöp­fen, Spin­deln, We­ber­schiff­chen, Schüs­seln, Löf­feln und Tel­lern, ge­sell­ten sich bald Haus­halts­ge­rä­te, klei­ne Fi­gu­ren und ers­te de­ko­ra­ti­ve Ob­jek­te.

Der Nuss­kna­cker ge­hör­te zu die­ser frü­hen Pro­dukt­pa­let­te. Da­mals war er kein weih­nacht­li­cher Zier­of­fi­zier, son­dern vor al­lem ein prak­ti­scher Kü­chen­hel­fer, den jede Fa­mi­lie brauch­te.

Die Szene wirkt wie ein friedliches, kleines Winterdorf, das gerade inmitten einer sanften Schneelandschaft erwacht ist. Im Zentrum steht ein Nussknacker aus Papier, festlich herausgeputzt in einem strahlend roten Gewand. Sein breiter Zylinder, die goldenen Bordüren und die kleinen, präzise platzierten Knöpfe verleihen ihm das würdige Auftreten eines festlichen Torwächters, der über das Weihnachtsdorf wacht. Der weiße Wattebart ist üppig und weich geformt, und die großen Wackelaugen verleihen der Figur einen warmherzigen, beinahe wachtmeisterlichen Ausdruck. Hinter dem Nussknacker reihen sich mehrere Papierhäuser, deren Fassaden in zartem Vanilleton gehalten sind. Die Fenster sind in warmem Gelb hinterlegt, sodass es wirkt, als würden im Inneren Kerzen brennen oder ein Kachelofen leise glühen. Die Häuser unterscheiden sich leicht in Größe und Dachform, bilden aber gemeinsam eine harmonische Dorfkulisse, die ideal in diese winterliche Szenerie passt. Im Hintergrund erhebt sich ein Weihnachtsbaum aus mehreren grünen Papierlagen, die wie übereinandergelegte Zweigschichten wirken. Der Baum ist mit einer Vielzahl farbkräftiger Schmucksteine verziert: violette, rote und orangefarbene Ornamente glitzern im Licht, als würden sie von einem unsichtbaren Kaminfeuer beleuchtet. An der Spitze thront ein goldener Stern, der über die gesamte Szenerie einen festlichen Glanz legt. Rechts und links daneben stehen weitere kleinere Bäume in einem etwas dunkleren Grünton, wodurch die Komposition Tiefe erhält und das Gefühl eines ruhigen Waldrandes entsteht. Im Vordergrund breitet sich eine weiche Schneedecke aus, dargestellt durch watteartige, unregelmäßige weiße Polster. Auf dieser Schneefläche stehen mehrere kleine Geschenke in Gold- und Vanilletönen, sorgfältig mit glänzenden Schleifen verziert – als hätte der Weihnachtsmann gerade erst seine Lieferung begonnen. Rechts im Bild entdeckt man außerdem einen kleinen Schlitten, auf dem sich mehrere rot-weiße Päckchen stapeln. Daneben steht ein Schneemann aus Papier, mit grünem Schal und passender Mütze. Seine runde Statur und sein freundliches Gesicht fügen der Szenerie eine kindliche Freude hinzu, wie man sie aus alten Weihnachtsbüchern kennt. Der Schlitten wirkt so, als würde er gleich losziehen, um die Geschenke durch das Dorf zu verteilen. Die gesamte Komposition wirkt liebevoll, ruhig und gleichzeitig wunderbar lebendig – ein winterliches Diorama, das das Gefühl eines weihnachtlichen Dorfes in Papierform einfängt. Gestaltet, gebastelt und fotografiert wurde diese Szene von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin, Photoshop-Meisterin und kreative Erzählerin von GWS2.de

Be­vor es eine in­dus­tri­el­le Le­bens­mit­tel­ver­ar­bei­tung gab, wur­den Nüs­se und Man­deln grund­sätz­lich in har­ter Scha­le ver­kauft. Ge­ra­de zur Ad­vents­zeit, wenn Christ­stol­len und Leb­ku­chen auf dem Plan stan­den, muss­ten die Frau­en da­für gro­ße Men­gen⁵ von Hand kna­cken. Ein sta­bi­ler Nuss­kna­cker war des­halb Gold wert, ein Werk­zeug, das Ar­beit ab­nahm, lang­le­big war und oft so­gar wei­ter­ver­erbt wur­de.

In der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts setz­te im Erz­ge­bir­ge eine re­gel­rech­te Se­ri­en­pro­duk­ti­on⁶ von Nuss­bei­ßern un­ter­schied­lichs­ter Aus­füh­rung ein. Das deu­tet dar­auf hin, dass die erz­ge­bir­gi­schen Holz­fi­gu­ren längst über die Gren­zen Sach­sens hin­aus ge­fragt wa­ren und ein wach­sen­des Pu­bli­kum fan­den.

ℹ️ Be­reits um 1770 ar­bei­te­ten rund 100 Drechs­ler im Erz­ge­bir­ge, die Holz­spiel­zeug und prak­ti­sche All­tags­hel­fer her­stell­ten.

Den Weg in die vor­in­dus­tri­el­le Pop­kul­tur fan­den Nuss­kna­cker vor al­lem durch Ja­cob Grimm, der ih­nen in sei­ner Ab­hand­lung „Deut­sche My­tho­lo­gie“ ei­nen schüt­zen­den, bei­na­he ma­gi­schen Cha­rak­ter zu­schrieb. Vom prak­ti­schen Kü­chen­hel­fer über den Glücks­brin­ger bis hin zur spöt­ti­schen Ka­ri­ka­tur der Ob­rig­keit – so lässt sich die Ent­wick­lung der Nuss­kna­cker bis in die Wei­ma­rer Re­pu­blik tref­fend zu­sam­men­fas­sen.

Die Szenerie wirkt wie ein liebevoll inszenierter Ausschnitt aus einer märchenhaften Weihnachtswelt, in der Süßwaren, Papierkunst und erzgebirgische Tradition miteinander verschmelzen. Im Zentrum des Bildes steht ein ungewöhnlich eleganter Papier-Nussknacker, diesmal in einem leuchtenden Purpurgewand. Sein Zylinder und seine Uniform sind in kräftigem Violett gehalten und mit goldenen Bordüren verziert, die das Licht reflektieren und der Figur eine festliche, fast majestätische Ausstrahlung verleihen. Der Nussknacker blickt mit großen Wackelaugen geradeaus, während ein weißer, fein geformter Watte-Schnurrbart und passende Augenbrauen ihm eine freundliche Würde verleihen. Hinter der Figur erhebt sich eine Kulisse aus mehrfach geschichteten, grünen Papier-Tannenbäumen. Einige sind mit großen rot- und violettglitzernden Schmucksteinen behangen, andere mit kleinen weißen Punkten versehen, die wie Schneeflocken erscheinen. Daneben ragen drei kunstvoll gestaltete Weihnachtsbäume aus Papier in die Höhe, jeweils mit goldenen Sternen an der Spitze und mit zarten weißen Punkten dekoriert, die wie frisch gefallener Schnee wirken. Die Komposition erinnert an eine kleine Waldlichtung, die für ein Fest herausgeputzt wurde. Im Vordergrund breitet sich eine köstliche Auswahl an weihnachtlichen Leckereien aus: Links liegt ein angeschnittener Christstollen, dessen helle, mit Früchten durchzogene Teigstruktur appetitlich hervorlugt. Daneben sind zwei Haselnüsse, Erdnüsse mit Schale und einige Kekse platziert, darunter Doppeldecker-Kekse mit sternförmigen Ausstanzungen in leuchtendem Rot. Rechts im Bild befindet sich ein kleiner Nikolausstiefel aus Papier in kräftigem Rot, der über die weiße Krempe hinweg eine Ladung selbstgebackener Vanillekipferl preisgibt. Einige Kekse sind dekorativ davor ausgestreut, sodass das Bild den Eindruck erweckt, als habe jemand eine winterliche Naschlandschaft liebevoll aufgebaut. Die gesamte Szenerie verbindet Handwerkskunst und Weihnachtsstimmung: der violette Nussknacker als strahlender Mittelpunkt, die grün glitzernden Bäume als Kulisse und die festlichen Süßwaren als stimmungsvolle Ergänzung. Das Arrangement wirkt wie eine Mischung aus Naschteller, Spielzeugtheater und erzgebirgischer Tradition – warm, einladend und detailverliebt. Erschaffen, arrangiert und fotografiert wurde diese winterliche Komposition von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin und kreative Visionärin hinter GWS2.de.

Als Al­bert Fücht­ner in den 1930er-Jahren⁷ den bis heu­te iko­ni­schen „Ro­ten Kö­nig“ schuf, wan­del­te sich das Er­schei­nungs­bild end­gül­tig hin zur fest­li­chen Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on. Mit An­schaf­fungs­kos­ten von bis zu 500,00 Euro sind die hand­ge­fer­tig­ten Seif­fe­ner Ori­gi­na­le heu­te vor al­lem be­gehr­te Samm­ler­stü­cke und wohl nie­mand käme mehr auf die Idee, mit ih­ren kunst­vol­len Ge­bis­sen eine Wal­nuss zu kna­cken.

Wer nicht gleich ein klei­nes Ver­mö­gen aus­ge­ben möch­te, greift gern zu den güns­ti­gen Pressholz-Nussknackern vom chi­ne­si­schen Online-Händler Temu. Al­ler­dings kom­men die­se Fi­gu­ren oft et­was schief da­her und die Lie­fer­zeit von Zhe­jiang nach Mit­tel­eu­ro­pa kann sich über meh­re­re Wo­chen zie­hen. Was also tun? Ganz ein­fach: selbst bas­teln! In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung zei­ge ich, wie sich hoch­wer­ti­ge Nuss­kna­cker aus Pa­pier her­stel­len las­sen und stel­le da­für so­gar alle Schnitt­mus­ter kos­ten­los zur Ver­fü­gung.

📦 Maße: Der Nuß­kna­cker ist etwa 10 cm hoch (ohne Kro­ne). Dank sei­ner mar­kan­ten Schul­ter­par­tie bringt es die Weih­nachts­fi­gur in der Brei­te auf stol­ze 8 cm.

Die Szenerie zeigt erneut den „Erzgebirgischen Zauberwald“, der sich im Hintergrund mit seiner vertrauten Kulisse aus dunkel- bis hellgrünen Tannen ausbreitet. Die Bäume stehen dicht an dicht, als hätten sie sich zu einer winterlichen Prozession versammelt, während im Hintergrund feine Schneeflocken vor der weiß-grauen Schneewand niedergehen. In der Mitte erhebt sich wieder der prächtigste Tannenbaum des Ensembles, geschmückt mit kleinen Christbaumkugeln, die farblich dezent, aber wirkungsvoll im Geäst funkeln. Auf seinem Wipfel sitzt ein goldener Stern, der der Szene erneut ihren festlichen Charakter verleiht. Der Vordergrund unterscheidet sich jedoch deutlich von den bisherigen Arrangements: Der Untergrund besteht diesmal aus einer hellbraunen Korkplatte, die eine warme, erdige Atmosphäre schafft – eine angenehme Abwechslung zur verschneiten Winterillusion. Auf dieser Korkfläche stehen links und rechts zwei Nussknackerfiguren, deren Gewänder in warmen Brauntönen gehalten sind. Diese Farbwahl ist eine Hommage an die frühen erzgebirgischen Nussknacker des 18. und 19. Jahrhunderts, die oft Bergleute darstellten. Ihre Uniformen besitzen wie gewohnt goldene Elemente: Gürtel, Krempen, Schulterpolster und die silberfarbenen Musterbeutelklammern als Knöpfe. Trotz ihres schlichten Farbschemas wirken sie durch die goldenen Akzente würdevoll und ein wenig feierlich – als hätten sich zwei bergmännische Ehrengäste für ein kleines Fest versammelt. Zwischen und neben den beiden braunen Nussknackern wurden verschiedene weihnachtliche Delikatessen arrangiert, sodass die Szene beinahe wie eine liebevoll dekorierte Auslage eines Konditors wirkt. Links liegen aufgeschnittene Mandarinenstücke, deren leuchtend orangefarbenes Fruchtfleisch einen frischen Akzent setzt. Daneben befindet sich ein angeschnittener Christstollen, zwei Scheiben sorgfältig drapiert, sodass die mit Puderzucker bestäubte Oberfläche appetitlich hervortritt. Weiter rechts liegt ein kleiner Lebkuchen – aus Fimo gestaltet – weiß glasiert und mit einer einzelnen Mandel verziert, wie ein süßer Gruß aus der Weihnachtsbäckerei. Zwischen den beiden Nussknackern stehen zwei kleine Nikolausstiefel aus Papier, einer in Vanille, der andere in Rot. Ihre weißen Krempen bestehen aus Watte, die weich und winterlich wirkt. Der vanillefarbene Stiefel ist prall gefüllt mit ganzen Haselnüssen, während der rote seine Füllung aus selbstgebackenen Vanillekipferln präsentiert. Es entsteht der Eindruck, als wären die Stiefel von fleißigen Weihnachtswichteln frisch bepackt worden. Am äußersten Bildrand – halb im Hintergrund versteckt – lugen wieder zwei Origami-Tannenbäume hervor, deren grüne Glitzerakzente das Gesamtbild harmonisch abrunden. Die gesamte Komposition wirkt urig, warm, etwas erdig, mit einer deutlichen Prise Genusskultur. Eine solche Szene könnte ohne Weiteres in der Auslage einer traditionellen Konditorei stehen, eingerahmt von dem Duft nach Stollen, Zimt und frisch gebackenen Kipferln. Diese gesamte winterliche Genusslandschaft wurde von Veronika Helga Vetter entworfen, gebastelt, arrangiert und fotografiert – Papierkünstlerin, DIY-Visionärin und Meisterin der stilvollen Webkunst seit 2011. Dezember 2025 / Linz / Oberösterreich

Nussknacker basteln

Der Auf­bau mei­nes Pa­pier­of­fi­ziers er­in­nert an ein ge­schirm­tes Ka­bel, bei dem meh­re­re Um­man­te­lun­gen für ei­nen stö­rungs­frei­en Be­trieb sor­gen. Der „Ka­bel­kern“ bil­det in mei­nem Fall die Papp­rol­le, die im In­ne­ren je­der Toi­let­ten­pa­pier­rol­le steckt. Doch be­vor ich mich die­sem sta­bi­len Rohr wid­me­te, fer­tig­te ich zu­nächst die ers­ten drei Schich­ten mit­hil­fe der ers­ten PDF-Scha­blo­ne an.

Ma­te­ri­al­be­darf:

Ton­pa­pier mit ei­ner Gram­ma­tur von 130 g/m² in Haut­far­be so­wie Rot oder Grün, zwei Mil­li­me­ter star­kes Moos­gum­mi zur Sta­bi­li­sie­rung, wei­cher Bas­tel­filz in pas­sen­den Far­ben, wei­ße Wat­te, sil­ber­ne Mus­ter­beu­tel­klam­mern⁸, Wa­ckel­au­gen, gol­de­nes Glit­zer­pul­ver und klei­ne Holz­ku­geln für die Hän­de (op­tio­nal).

Die Collage zeigt in vier Schritten, wie aus einfachen Bastelmaterialien der Grundkörper eines kleinen Nussknackers entsteht. Auf dem ersten Foto, links oben, liegt eine sauber ausgeschnittene Scheibe lilafarbenen Tonpapiers auf weißem Hintergrund. Darauf ruhend ein ebenso exakt zugeschnittenes Stück schwarzen Moosgummis – beides bereits nach der PDF-Schablone vorbereitet und wirkend wie zwei präzise Schichten eines technischen Bauteils. Rechts oben ist zu sehen, wie diese beiden Elemente nun um die innere Kartonrolle einer Toilettenpapierrolle geklebt wurden. Das Ergebnis erinnert verblüffend an ein geöffnetes, geschirmtes Kabel: Im Kern die Papprolle, darum die erste Schicht aus lilafarbenem Tonpapier, darüber die feste Lage Moosgummi. Eine kleine, humorvolle Hommage daran, dass selbst ein Nussknacker mit einer ordentlichen Portion „technischem Unterbau“ beginnt. Das dritte Bild, links unten, zeigt die nächste Entwicklungsstufe: Eine dritte Schicht – diesmal hautfarbenes Tonpapier – wurde etwas oberhalb der Mitte um das Rohr geklebt. Diese Lage markiert bereits das spätere Gesicht des Nussknackers und verleiht dem sonst nüchternen Aufbau erstmals eine menschliche Anmutung. Auf dem vierten Foto, rechts unten, erwacht die Figur endgültig zum Leben. Zwei Wackelaugen blicken keck aus dem frisch angebrachten Gesichtsband, direkt darunter sitzt ein flauschiger weißer Schnurrbart aus Wolle. Auch die Ohren und der Hinterkopf sind durch weich aufgeklebte Watte angedeutet. Man erkennt sofort: Aus einem dreilagigen Bastelrohr formt sich langsam, aber unaufhaltsam, der Charakterkopf eines kleinen weihnachtlichen Offiziers. Fotos und Idee dieses weihnachtlichen Lifehacks: Veronika Helga Vetter Dezember 2025

Als Ers­tes wi­ckel­te ich das gro­ße Ton­pa­pier­vier­eck um die Papp­rol­le. Di­rekt da­nach folg­te das et­was klei­ne­re Moos­gum­mi­stück. Bei­de Schich­ten die­nen aus­schließ­lich der Sta­bi­li­tät und ver­schwin­den spä­ter un­ter dem Bas­tel­filz.

  • Es ist also nicht schlimm, wenn die­se Um­man­te­lun­gen nicht ganz bün­dig auf­ge­klebt wer­den.
  • Ganz im Ge­gen­satz zum haut­far­be­nen Ge­sichts­band, das ich et­was ober­halb der Rol­len­mit­te an­brach­te.

Im An­schluss fan­den auch schon die bei­den Wa­ckel­au­gen so­wie ein wol­li­ger Schnurr­bart samt Na­cken­haar ih­ren Weg auf die Fi­gur.

Die Collage zeigt in vier aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten, wie der kleine Nussknacker seine charakteristische Offiziersjacke erhält. Auf dem ersten Foto, links oben, sieht man die Figur, wie sie gerade das lilafarbene Filzjackett angelegt bekommt. Die Jacke ist vorne elegant geschwungen, ganz wie bei einer echten Uniform, und liegt noch locker am Körper an, damit sie symmetrisch ausgerichtet werden kann. Die beiden geschwungenen Vorderkanten sollen später exakt nebeneinanderstehen, sodass der Nussknacker den typischen, leicht feierlichen Offiziersschnitt erhält. Das zweite Bild, rechts oben, zeigt den nächsten Schritt: Um die Jacke zu fixieren, wurde der Figur ein breiter Gürtel aus Moosgummi angelegt. Dieser wurde großzügig mit Kleber bestrichen und vollständig in goldenes Glitzerpulver getaucht. Das leuchtende Gold bildet einen kräftigen Kontrast zum kühlen Violett der Jacke und funkelt im Licht so intensiv, dass sofort eine festliche, weihnachtliche Anmutung entsteht. Auf dem dritten Foto, links unten, wird mit einem feinen Bastelskalpell gearbeitet. Zwei kleine Einschnitte wurden an der Frontseite der Jacke gesetzt, genau dort, wo später die Knöpfe sitzen sollen. Die Schnitte sind so präzise gesetzt, dass sie den Eindruck handwerklicher Miniaturmaßarbeit vermitteln. Das vierte Bild, rechts unten, zeigt schließlich das Ergebnis dieser Vorbereitung: In die eingeschnittenen Schlitze wurden zwei silberne Musterbeutelklammern gesteckt, die jetzt als glänzende Knöpfe über dem Gürtel fungieren. Durch das Zusammenspiel von Jackenform, goldglitzerndem Gürtel und silbernen Knöpfen erhält der Nussknacker bereits in dieser frühen Phase eine erstaunlich klare Persönlichkeit – streng, festlich und voller Charakter. Alle Fotos, die zugehörige Schablone und die komplette Idee stammen von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin seit 2012 und, wie man nach solcher Präzisionsarbeit ohne Übertreibung sagen darf: eine Universalgelehrte der Webkunst

Im nächs­ten Teil ar­bei­te­te ich mit der zwei­ten Scha­blo­ne wei­ter. Zu­erst kleb­te ich den flau­schi­gen Filz­man­tel bün­dig un­ter­halb des Schnurr­barts fest. Beim An­brin­gen der Ja­cke ist es hilf­reich, sich die Po­si­ti­on der Nase vor­zu­stel­len und das Ein­wi­ckeln der Rol­le knapp dar­un­ter zu be­gin­nen. Auf die­se Wei­se tref­fen die bei­den ge­schwun­ge­nen Man­tel­sei­ten spä­ter sau­ber und sym­me­trisch auf­ein­an­der.

  • Un­mit­tel­bar da­nach be­fes­tig­te ich die bei­den Ver­schlüs­se für den Zy­lin­der­de­ckel, die ich aus ei­nem klei­nen Mix aus Filz und EVA-Schaum­stoff ge­fer­tigt hat­te.

Im fol­gen­den Schritt wur­de es fi­li­gra­ner, denn nun ent­stan­den Gür­tel, Är­mel, die Hut­krem­pe und die Schul­ter­pols­ter. Hier­zu fer­tig­te ich die Schnitt­mus­ter aus Moos­gum­mi an und be­strich sie an­schlie­ßend mit flüs­si­gem Kle­ber auf Was­ser­ba­sis.

Noch be­vor der Kle­ber trock­ne­te, ließ ich groß­zü­gig Gold­pul­ver über die feuch­ten Ober­flä­chen rie­seln – ein An­blick, bei dem die Zier­ele­men­te so­fort edel auf­glimm­ten und dem klei­nen Of­fi­zier sei­nen ers­ten Hauch fest­li­cher Pracht ver­lie­hen.

Die zweigeteilte Aufnahme zeigt zwei zentrale Schritte beim Entstehen des charakteristischen Zylinderhuts des kleinen Nussknackers. Auf dem linken Foto liegt die Figur vertikal auf weißem Untergrund, mit dem Kopf nach unten geneigt und dem Gesicht behutsam aufgestützt. In dieser Position wird der Zylinder mit Bastelfilz verkleidet, der sich eng und glatt um die Hutform legt. Auf der Rückseite erkennt man, wie zwei zugeschnittene Filzelemente präzise aufeinander geklebt werden, sodass die Naht kaum sichtbar ist und der Zylinder eine gleichmäßige, saubere Oberfläche erhält. Die Szene wirkt beinahe chirurgisch – als würde der Nussknacker einer zarten, aber hochkonzentrierten Veredelung unterzogen werden. Das rechte Bild des Split-Screens zeigt den Nussknacker wieder aufrecht stehend und nun von vorne. Hier wird sichtbar, wie der Deckel des Zylinders mit einer weiteren Filzapplikation veredelt wurde, die den Hut optisch abschließt und ihm seine endgültige Kontur verleiht. Am unteren Rand des Zylinders befindet sich zudem eine breite Krempe, gefertigt aus Moosgummi und üppig mit funkelndem Glitzerpulver bestreut. Im Licht schimmert diese Krempe wie eine kleine goldene Bühne, auf der der Zylinder thronen darf – ein festlicher Akzent, der perfekt zum würdevollen Erscheinungsbild des Nussknackers passt

Nach­dem ich die bei­den Man­tel­knöp­fe (Mus­ter­beu­tel­klam­mern) und di­rekt dar­un­ter den gol­de­nen Gür­tel an­ge­bracht hat­te, ver­klei­de­te ich den Zy­lin­der mit Bas­tel­filz und ei­ner glit­zern­den Krem­pe.

  • Dann wur­de es noch ein­mal fum­me­lig, denn nun stan­den die bei­den Arme an.
  • Da­für dreh­te ich mir aus den Bas­tel­vor­la­gen zwei klei­ne Röhr­chen.

Der Durch­mes­ser rich­tet sich ein we­nig da­nach, wie groß die Holz­kü­gel­chen für die Hän­de aus­fal­len.

Die fünfteilige Collage zeigt Schritt für Schritt, wie die beiden Arme des Nussknackers entstehen – eine kleine Miniaturhandwerksarbeit, die trotz PDF-Schablone ein wenig Fingerspitzengefühl und Improvisation verlangt. Auf dem ersten Bild, links oben, sieht man, wie aus einfachem Tonpapier zwei schmale Röhrchen geformt werden. Diese dienen als Grundgerüst der Arme. Anschließend werden sie sorgfältig mit lilafarbenem Bastelfilz ummantelt, wodurch die Arme ihre Farbe und eine weiche, textile Oberfläche erhalten. Die Szene wirkt fast wie die Vorbereitung eines winzigen Kleidungsstücks für eine ebenso winzige, aber äußerst würdige Figur. Auf dem zweiten Foto wird die filzige Ummantelung weiter ausgestaltet: Um die Arme werden zwei Moosgummi-Applikationen geklebt, die jeweils mit goldenem Glitzerpulver bestreut wurden. Diese Zierelemente erinnern an die prunkvollen Uniformdetails alter Offiziersjacken – breite Schulterstücke, die Autorität ausstrahlen, und kleine Ärmelverzierungen, wie man sie aus den Bühnenjacken von Michael Jackson kennt. Die goldenen Highlights funkeln festlich und setzen lebhafte Akzente auf dem kühlen Lilaton. Das dritte Bild zeigt, wie das obere Ende des Röhrchens mit einem kleinen Kreis verschlossen wird, dessen Oberfläche ebenfalls reichlich mit Goldpulver glitzert. Damit erhält der Arm seine endgültige Form: ein unten offenes Röhrchen, oben geschlossen und insgesamt mit drei dekorativen Elementen versehen – Schulterpolster, Zierband direkt darunter und ein goldener Abschluss am unteren Ärmel. Dazwischen bleibt die violette Filzfläche sichtbar, die den Stil des Nussknackers harmonisch weiterführt. Auf dem vierten Foto wird die Konstruktion vervollständigt: Eine kleine Holzkugel wird in die untere Öffnung des Arms geschoben und festgeklebt. Diese Kugel fungiert als Hand und verleiht der Figur einen zugleich schlichten und charmanten Abschluss. Die Größe des Röhrchens richtet sich dabei nach der Größe der verwendeten Kugeln – ein Detail, das Bastlerinnen je nach Materialbestand leicht variieren können. Das fünfte und letzte Bild zeigt schließlich, wie einer der fertigen Arme am Nussknacker befestigt wurde. Nun wird sichtbar, wie stimmig das Gesamtbild ist: Die violett befilzten Arme fügen sich nahtlos in das Outfit ein, die goldenen Applikationen setzen festliche Akzente, und die Holzkugel-Hand ergänzt die Figur mit einem hölzernen Charme, der den Charakter des klassischen Nussknackers perfekt unterstreicht. Die Collage verdeutlicht eindrucksvoll, wie aus einfachen Materialien ein detailreiches, beinahe majestätisches Miniaturkunstwerk entsteht. Veronika Helga Vetter (12/2025)

Na­tür­lich er­hiel­ten auch die Ex­tre­mi­tä­ten eine pas­sen­de Filz- und Zier­ver­klei­dung, be­vor ich al­les am Nuss­kna­cker be­fes­tig­te und die Fi­gur da­mit voll­ende­te.

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¹Mei­er, Jörn: „Corona-Spaziergang” in Pir­na: Säch­si­scher Po­li­zist aus Be­am­ten­dienst ent­fernt. mdr.de (12/2025).
²Rimpl, Jan: Nuss­kna­cker aus dem Erz­ge­bir­ge. ARD Buf­fet (2023).
³Schuldt-Jensen: Mai­ke: Wo kommt ei­gent­lich der Nuss­kna­cker her? galaxus.ch (12/2025).
⁴Brauk­mül­ler, Hei­de: Vom Berg­mann zum Spiel­zeug­ma­cher. Zur Kultur- und So­zi­al­ge­schich­te des deut­schen Erz­ge­bir­ges. bergbaumuseum.de (PDF) (12/2025).
⁵F­röh­lich, Agnes: „Auf die Plät­ze, fer­tig, knack!“ – die Nussknacker-Devise. cazelmu.wordpress.com (12/2025).
⁶Schulz-Berg, Bri­git­te: Viel heid­nisch Zeug. Das christ­li­che Weih­nachts­fest und sei­ne Ur­sprün­ge in Kult und Brauch­tum ver­gan­ge­ner Zei­ten. Cott­bus: REGIA Ver­lag 2008.
⁷S­tern­kopf, Syl­va: Nuss­kna­cker­suite mal an­ders. resc.deskline.net (PDF) (12/2025).
⁸Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Wo­für sind Mus­ter­beu­tel­klam­mern und gibt es Al­ter­na­ti­ven? gws2.de (12/2025).

Lebkuchenmann mit Korb - Bastelidee aus Papier und Pappe

Wer Schil­lers Ma­ria Stuart ge­le­sen hat, kennt ver­mut­lich Eli­sa­beth I., Kö­ni­gin von Eng­land. Über­trie­ben ge­sagt geht fast al­les, was Groß­bri­tan­ni­en bis zur Spät­re­nais­sance her­vor­ge­bracht hat, auf die­se Frau zu­rück. So soll sie un­ter an­de­rem die spa­ni­sche Ar­ma­da be­siegt, die an­gli­ka­ni­sche Kir­che eta­bliert, Wil­liam Shake­speare „er­fun­den“ und die Pi­ra­te­rie für ihre ei­ge­nen Zwecke¹ ge­nutzt ha­ben. Doch da­mit nicht ge­nug: Zwi­schen dem Köp­fen ih­rer Cou­si­ne und dem Eta­blie­ren ei­ner steu­er­fi­nan­zier­ten Ar­men­für­sor­ge mach­te sie auch Leb­ku­chen­män­ner mas­sen­taug­lich. „Das sind doch al­les Le­gen­den“, könn­te manch ei­ner ein­wen­den. Doch in An­be­tracht des­sen, dass die Vir­gin Queen län­ger re­gier­te, als die DDR exis­tier­te, dürf­te an ih­ren zahl­rei­chen Hel­den­ta­ten durch­aus et­was dran sein. Zu­min­dest ist gut be­legt, dass die Lang­zeit­re­gen­tin so­wohl Höf­lin­ge als auch be­son­de­re Gäs­te² als Gin­ger­b­read Men nach­ba­cken ließ.

ℹ️ Der eli­sa­be­tha­ni­sche Leb­ku­chen­mann be­stand aus Sem­mel­brö­seln (bzw. Brot­kru­men), Ho­nig, Zimt, Nel­ken, Pfef­fer und na­tür­lich Ing­wer (eng­lisch: gin­ger). Er war deut­lich här­ter und wür­zi­ger als der deut­sche Leb­ku­chen.

Die men­schen­ähn­li­che Form war eine Neu­heit – eine Mi­schung aus Eh­rung und roya­lis­ti­schem Scha­ber­nack. Das Gin­ger­b­read selbst ge­hör­te je­doch längst zur hö­fi­schen Spei­sen­fol­ge und wur­de häu­fig nach dem Es­sen als Ver­dau­ungs­för­de­rer³ ge­reicht. Doch auf­ge­passt: Wir be­fin­den uns am reichs­ten Hof Eu­ro­pas. Von grö­ße­ren Men­gen Zimt, Nel­ken, Kar­da­mom, Anis, Mus­kat­nuss und Pi­ment konn­te ein deut­scher Kur­fürst im 16. Jahr­hun­dert nur träu­men.

In der dargestellten Szene herrscht eine stille, fast märchenhafte Winteratmosphäre. Der Hintergrund schimmert in kühlen Weiß- und Grautönen – ein frostiger Hauch, der an Schnee erinnert und den Zauber der Vorweihnachtszeit einfängt. Im Zentrum wächst ein dichter Busch aus zarten Tannennadeln, flankiert von zwei detailreich modellierten Fimo-Weihnachtsbäumen. Sie tragen ihr festliches Kleid aus hellen und dunklen Grüntönen, geschmückt mit weißen und goldenen Kugeln, die wie gefrorene Lichtpunkte zwischen den Zweigen glänzen. Ganz oben krönt ein goldener Stern das Ensemble und gibt dem Bild eine ruhige Symmetrie. Am Boden entfaltet sich ein duftender Teppich aus weihnachtlichen Zutaten – verstreute Nelken, Haselnüsse und Zimtstangen erinnern an vertraute Düfte und an die Wärme von Geborgenheit. Auf der rechten Seite steht die Lebkuchenfrau mit ihrem geflochtenen Korb. Ihr Körper leuchtet in sanften Vanille- und Goldtönen, die Wangen schimmern rosig, der Kragen wirkt wie aus Zuckerguss gemalt. Augen und Knöpfe sind in tiefem Schwarz gehalten, wodurch ihr Gesicht eine fast lebendige Freundlichkeit ausstrahlt. Ihr Korb ist randvoll mit winterlichen Schätzen – Erdnüsse, Haselnüsse und Mandeln füllen ihn bis zum oberen Rand und verleihen der Szene Fülle und Lebendigkeit. Links daneben wacht ein Nussknacker, der in seiner handwerklichen Machart ein kleines Kunstwerk für sich ist. Sein Körper besteht aus einer einfachen Toilettenpapierrolle, doch er wurde meisterhaft verwandelt: umhüllt von hautfarbenem und schwarzem Tonpapier, geschmückt mit Wackelaugen und einem weichen Wattebart. Um den Körper und die röhrenförmigen Arme legt sich roter Filz, sorgfältig verarbeitet, festlich und warm. Goldene Linien zeichnen seine Konturen nach – an Schultern, Gürtel, Knöpfen und Hut. Der goldene Besatz lässt ihn beinahe echt wirken, als wäre er einem alten Märchen entsprungen. Dieses Bild stammt von Veronika Helga Vetter, einer österreichischen Papier- und Webkünstlerin, die seit 2012 filigrane Bastel- und Dekorationsszenen erschafft. Ihre Komposition zeigt, wie aus einfachen Materialien eine ganze Wintergeschichte entstehen kann – voller Licht, Farbe und handwerklicher Seele. GWS2.de November 2025

Trotz­dem wa­ren Leb­ku­chen den Men­schen kei­nes­wegs fremd. Schon um 1550 las­sen sich Leb­zel­ter, also spe­zia­li­sier­te Leb­ku­chen­bä­cker, in der Ober­pfalz, in Nie­der­bay­ern und im ös­ter­rei­chi­schen Mühl­vier­tel nach­wei­sen. Ur­sprüng­lich war der süße Ho­nig­ku­chen eine Klos­ter­spei­se, doch bald tru­gen die wan­dern­den Back­hand­wer­ker ihre duf­ten­den Wa­ren auf Jahr­märk­te und Kirch­wei­hen hin­aus und mach­ten sie so dem ein­fa­chen Volk zu­gäng­lich.

Die re­gio­na­le Häu­fung er­klärt sich durch den Baye­ri­schen und den Böh­mer­wald, wo zahl­rei­che Zeid­ler (Wal­dim­ker) un­er­müd­lich Ho­nig sam­mel­ten. Den­noch blieb der Leb­ku­chen ein Lu­xus­gut: We­gen der teu­ren Ge­wür­ze wur­de er zu be­son­de­ren An­läs­sen im Herbst und Win­ter ge­ges­sen und meist schon im Spät­som­mer ge­ba­cken. In der üb­ri­gen Zeit stell­ten die Leb­zel­ter Met und Ker­zen her - eine per­fek­te Sym­bio­se mit ih­ren flei­ßi­gen Ho­nig­lie­fe­ran­ten.

Vor einem sanft strukturierten Hintergrund aus hellbrauner Korkplatte entfaltet sich eine warme, beinahe märchenhafte Adventsszene. Im Zentrum steht die Lebkuchenfrau, deren Körper in zarten Vanille- und Goldtönen schimmert. Ihre Wangen leuchten rosig, der Kragen trägt den gleichen zarten Farbton, während Augen und Knöpfe in tiefem Schwarz kontrastieren. An Händen und Füßen laufen feine weiße Bögen entlang, die wie Zuckergusslinien wirken und dem Papiermotiv eine täuschend echte Glasuranmutung verleihen – tatsächlich wurde alles mit glänzenden Acrylstiften koloriert. Die Figur strahlt eine ruhige Festlichkeit aus, als wäre sie einem klassischen Weihnachtsmärchen entsprungen. In ihrem geflochtenen Korb liegen diesmal keine Nüsse, sondern kleine, selbstgebackene Butterplätzchen in Herz- und Sternform. Ihre Oberflächen glänzen, bestreut mit winzigen weißen Sternen und goldenen Zuckerkügelchen, die das Licht sanft reflektieren. Der Korb wirkt prall gefüllt – eine Hommage an die Fülle und das Teilen in der Weihnachtszeit. Links neben der Lebkuchenfrau sitzt ein kleiner Fimo-Lebkuchenmann, dreidimensional modelliert, mit dunklem Teigbraun und einer charmanten roten Nase. Zwei schwarze Knopfaugen verleihen ihm Ausdruck, während die weiße Kochmütze mit rotem Verschlussknopf ihn als kleinen Zuckerbäcker ausweist. Sein plastisches Erscheinungsbild ergänzt die flache Papierfigur perfekt und schafft eine lebendige Mischung aus Dimension und Materialität. Rechts daneben steht eine leuchtend rote Teetasse – komplett aus feinen Papierstreifen gefertigt, in sorgfältiger Quillingtechnik. Die filigranen Windungen des Papiers bilden Wand, Henkel und Rand der Tasse. Am Henkel hängt eine kleine Zitrone, ebenfalls aus Papier gewickelt, und im Inneren schimmert gelb-oranges Papier wie duftender Tee. Diese Miniaturarbeit ist präzise, detailreich und von hoher handwerklicher Qualität – ein ruhiger Gegenpol zur Lebkuchenfigur in der Mitte. Im Vordergrund liegen zwei Zimtstangen und ein weiterer Butterplätzchenstern – kleine, aber wirkungsvolle Requisiten, die den Duft von Weihnachten beinahe sichtbar machen. Das gesamte Arrangement zeigt eine harmonische Balance zwischen Farbe, Form und Material. Es ist eine Szene voller Sorgfalt, Wärme und stiller Freude – komponiert, fotografiert und liebevoll umgesetzt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Arbeiten immer wieder den feinen Übergang zwischen Bastelkunst und visueller Poesie aufzeigen. GWS2.de

Mit der Zeit ver­scho­ben sich die Schwer­punk­te. Wäh­rend in Or­ten wie Frey­ung oder Bad Le­on­fel­den noch gan­ze Fa­mi­li­en im Wech­sel Leb­ku­chen bu­ken, Ker­zen zo­gen und Met sie­de­ten, ver­la­ger­te sich das Zen­trum des sü­ßen Hand­werks zu­neh­mend nach Nürn­berg. Die dor­ti­gen Leb­zel­ter pro­fi­tier­ten von den Ge­würz­strö­men aus dem Sü­den und den Ho­nig­lie­fe­run­gen aus dem Nor­den. Wachs und Met fan­den ih­ren Weg über die Al­pen nach Ve­ne­dig, wo sie als kost­ba­re Han­dels­wa­re gal­ten. So ent­stand ein Kreis­lauf: Fran­ken und Ost­bay­ern lie­fer­ten den Ho­nig, Ve­ne­dig die Ge­wür­ze und Nürn­berg ver­band bei­des zu ei­ner Kunst, die bald sprich­wört­lich wur­de.

Im Nürn­ber­ger Reichs­wald gab es so viel da­von, dass man den Ho­nig bis nach Ve­ne­dig lie­fern konn­te und im Aus­tausch da­für kost­ba­re Ge­wür­ze wie Zimt, Va­nil­le, Nel­ken, Ko­ri­an­der, Pi­ment, Mus­kat, Ing­wer und Kar­da­mom er­hielt.

Hand­ler, Mar­gret: Nürn­ber­ger Leb­ku­chen. Ein Stück Weih­nachts­tra­di­ti­on. In: Ser­vus in Bay­ern Nr. 12 (2021). S. 33.

Vor einem warmen, hellbraunen Korkhintergrund entfaltet sich eine Szenerie, die vor weihnachtlicher Lebensfreude fast zu tanzen scheint – ein kleines Bühnenstück aus Papier, Fimo und Gebäck, bei dem alles glänzt, duftet und leuchtet. Im Mittelpunkt stehen zwei Lebkuchenfiguren mit ihren geflochtenen Körben: links der Lebkuchenmann, rechts die Lebkuchenfrau, beide bis ins Detail identisch gestaltet. Ihr Tonpapier besitzt einen satten Sienna-Braun-Ton – ein feiner, erdiger Kontrast zu den hellen Butterplätzchen, die in ihren Körben liegen. Diese Plätzchen schimmern in cremigen Farbtönen zwischen Elfenbein und hellbraun. Ihre Ränder sind mit bunter Zuckerglasur verziert, wie man sie aus kleinen Dekorfläschchen kennt: leuchtend Gelb, tiefes Rot, festliches Grün – klassische Weihnachtsfarben, die sofort nach Vanille, Zucker und Kindheit riechen. Zwischen den süßen Formen finden sich auch Christbaumkugeln aus Butterteig, glasiert und liebevoll verziert, als wollten sie in Miniaturform den ganzen Weihnachtsbaum ersetzen. Rund um das zentrale Duo herrscht fröhliches Durcheinander aus festlicher Deko: winzige Geschenkverpackungen in Gold, Silber und Rot, glänzend, mit kleinen Schleifen verziert – die typischen Päckchen, die nach Filmklassik und Heiligabend riechen. Sie liegen verstreut, als wäre hier gerade eine kleine Bescherung im Gange. Auf der rechten Seite, gleich neben der Lebkuchenfrau, steht Gustl von Mausbach, der in dieser Szene als 17.-Jahrhundert-Lebzelter in Erscheinung tritt. Seine Figur aus Fimo trägt ein ledernes Hütchen und ein passendes Wams, darüber eine weiße Schürze, die ihn als fleißigen Zuckerbäcker ausweist. In seiner rechten Hand hält er einen winzigen Holzlöffel, in der linken stützt er einen dunklen Lebkuchenmann, der wie frisch aus dem Ofen gekommen wirkt – mit weißen Knopfaugen, gezuckertem Lächeln und feinen Zuckerpunkten als Knöpfe. Gustl selbst ist in hellem Ton gehalten, was seine Figur fast zum leuchtenden Mittelpunkt macht. An den Bildrändern, halb im Anschnitt, schimmern zwei kunstvolle Orangenscheiben – gefertigt in Quillingtechnik, in feinen Windungen aus Papier geformt, wie duftende Zitrussterne. Und ganz vorn links lugt ein echter Christstollen ins Bild: drei aufgeschnittene Scheiben, goldbraun, durchzogen von Rosinen und gehackten Nüssen. Dieses Arrangement wirkt wie ein liebevoll gedeckter Weihnachtstisch im Miniaturformat – voller Farbe, Bewegung und Duft. Die Komposition fängt den Geist der Adventszeit ein: Fülle, Handarbeit, Sinnlichkeit. Das Werk stammt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Blick für Struktur, Farbe und Komposition aus Alltagsmaterialien poetische Weihnachtswelten entstehen lässt – warm, detailverliebt und mit einem Augenzwinkern handwerklicher Perfektion. GWS2.de

Im 17. Jahr­hun­dert, nach dem Ende des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges, er­wei­ter­ten die Nie­der­län­der ihre Han­dels­rou­ten⁴ nach In­di­en und Süd­ost­asi­en. Da­durch wur­den die be­gehr­ten Ge­wür­ze güns­ti­ger, und auch Bürg­erfa­mi­li­en in deut­schen Städ­ten konn­ten sich zu Weih­nach­ten Leb­ku­chen ba­cken. Die Leb­zel­ter ent­wi­ckel­ten neue Ge­schäfts­mo­del­le und fan­den sie in den so­ge­nann­ten Mo­dell­eb­zel­ten. Mo­ti­ve wie St. Ni­ko­laus, Rit­ter, Fat­schen­kindl oder Pfer­de wur­den mit­hil­fe kunst­voll ge­schnitz­ter Holz­for­men auf vier­ecki­ge Leb­ku­chen ge­prägt. Die­se be­lieb­ten An­denken wur­den bei­spiels­wei­se an Wall­fahrts­or­ten ver­kauft und wa­ren nicht zum Ver­zehr be­stimmt.

Die Zel­ten wa­ren also we­ni­ger zum Ge­nuss ge­dacht, als in be­stimm­ten For­men Spiel­zeug für Kin­der, meis­tens aber wert­voll ge­hal­te­ne Schau­ob­jek­te oder Er­in­ne­rungs­stü­cke, die man im Glas­kas­ten in der „ho­hen Stu­be” ne­ben kost­ba­ren Glä­sern, Hä­ferln und Wachs­stö­cken sorg­sam auf­be­wahr­te.

Man­zen­rei­ter, Fe­lix: Kast­ner Bad Le­on­fel­den. Leb­zel­ter seit fünf Jahr­hun­der­ten. Ried im Inn­kreis: Mo­ser­bau­er Ver­lag 2001.

Bis in die Zeit Bis­marcks hin­ein war die ty­pi­sche Form des Leb­ku­chen­man­nes im deutsch­spra­chi­gen Raum völ­lig un­be­kannt. Das än­der­te sich erst im Jahr 1875, als in der US-amerikanischen Zeit­schrift St. Ni­cho­las Ma­ga­zi­ne das Mär­chen „The Gin­ger­b­read Man“ er­schien. Dar­in flieht ein frisch ge­ba­cke­ner Leb­ku­chen­mann aus dem Ofen ei­ner al­ten Frau – um sei­nem sü­ßen Schick­sal zu ent­kom­men.

🍪 Der Leb­ku­chen­mann rief: „Run, run, as fast as you can! You can’t catch me, I’m the Gin­ger­b­read Man!“

Am Ende der Ge­schich­te ge­rät der zu­ge­knöpf­te, teils gla­sier­te Ho­nig­ku­chen­mann in die Fän­ge ei­nes lis­ti­gen Fuch­ses – und wird schließ­lich doch ge­fres­sen. „Was für ein trau­ri­ges Ende“, mag man heu­te den­ken. Doch in ei­ner Zeit, in der Kin­der zu Weih­nach­ten noch Zinn­sol­da­ten und De­gen ge­schenkt be­ka­men, war ein Hap­py End eher un­üb­lich. Spä­te­re Nach­er­zäh­lun­gen⁵ ga­ben dem Mär­chen ei­nen sanf­te­ren Aus­gang.

🍪 If you see a Gin­ger­b­read Man pass you by run­ning, do not try to catch him, be­cau­se he is the Gin­ger­b­read Man, and no­bo­dy can ever catch him.“

Die Szene liegt in warmem, sanft gedämpftem Licht, als hätte jemand die Stille eines frühen Winterabends eingefangen. Alles wirkt von einem goldgelblichen Schimmer überzogen – nicht grell, sondern leise leuchtend, beinahe so, als sei der Raum selbst aus Honiglicht gewebt. Im Hintergrund thront ein liebevoll gearbeitetes Lebkuchenhaus aus Papier. Seine Fassaden bestehen aus feinen Kartonflächen, die Fenster sind mit transluzentem Transparentpapier hinterlegt, weiß gerahmt, fast wie Zuckerglas. Dahinter glimmen zwei elektrische Teelichter, deren warmer Schein das Haus von innen heraus zum Strahlen bringt. Durch die gedimmte Studiobeleuchtung treten diese Lichtpunkte umso stärker hervor und verleihen dem gesamten Arrangement eine märchenhafte Tiefe. Im Vordergrund, leicht versetzt, steht der vertraute Lebkuchenmann mit seinem siennafarbenen Flechtkorb – das Herzstück der Komposition. Sein Korb ist bis zum Rand gefüllt mit frisch gebackenen Vanillekipferln, die Veronika Helga Vetter selbst hergestellt hat. Die Kipferl liegen locker geschichtet, hellgolden, zart bemehlt, so realistisch, dass man den Duft förmlich zu riechen meint. Das warme Braun des Korbes harmoniert perfekt mit dem cremigen Ton des Gebäcks, wodurch das Ensemble ruhig und geerdet wirkt. Hinter und um die Hauptfiguren herum breitet sich ein kleiner weihnachtlicher Zauberwald aus. Zwischen dem Lebkuchenhaus und dem Korbmann stehen verschiedene Christbäume – einige gefertigt aus weichem Chenilledraht, die von Kunstschnee überzogen in kleinen braunen Töpfchen wurzeln. Dazwischen funkeln Origami-Bäumchen aus grünem Papier, die mit winzigen Glitzerpartikeln bestäubt wurden. Dieses Zusammenspiel aus Textur, Glanz und Form schafft ein harmonisches Winterbild zwischen Handwerk und Fantasie. In den freien Flächen des Arrangements schimmern kleine Geschenkverpackungen, diesmal in Vanille- und Rottönen, mit goldenen Schleifen, wie zufällig, aber doch mit Blick für Balance arrangiert. Ganz vorne rechts ist ein Papierschlitten zu sehen, halb im Anschnitt, auf dessen Sitzfläche eines der Päckchen ruht – ein stilles Symbol für Bewegung und Erwartung. Diese Komposition ist mehr als nur Dekoration; sie erzählt von Licht, Handwerk und Geduld. Das Arrangement stammt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Werke den Zauber von Weihnachtsduft und Bastelkunst in eine feine, poetische Bildsprache übersetzen. Weihnachten auf GWS2.de

Heu­te ent­fal­ten Leb­ku­chen­män­ner in Deutsch­land den­sel­ben Weih­nachts­zau­ber wie Christ­baum­ku­geln oder Ad­vents­krän­ze.

  • Wer in der Ad­vents­zeit Plätz­chen backt und ver­schenkt, kennt das Di­lem­ma: „Wie ver­pa­cke ich mei­ne Le­cker­bis­sen hübsch, ohne gleich eine hal­be Keks­do­se zu ver­schen­ken?“

Tup­per­ware wirkt we­nig fest­lich, und die nost­al­gi­schen Me­tall­do­sen wer­den Jahr für Jahr teu­rer. Doch es gibt eine krea­ti­ve und char­man­te Al­ter­na­ti­ve: mein Leb­ku­chen­männ­chen mit ge­floch­te­nem Korb – blitz­schnell ge­bas­telt aus Ton­pa­pier und sta­bi­ler Grau­pap­pe.

📦 Maße: Der Leb­ku­chen­mann ist ca. 11 cm hoch. Der Korb misst 10,5 cm in der Brei­te und 6 cm in der Höhe – per­fekt, um ein paar selbst ge­ba­cke­ne Plätz­chen stil­voll zu ver­schen­ken.

Plätzchenkorb basteln

Der Bas­tel­spaß be­ginnt mit dem Aus­dru­cken mei­ner PDF-Scha­blo­ne. Nach dem Aus­schnei­den der fünf Schnitt­mus­ter wird die Bo­den­plat­te auf zwei Mil­li­me­ter di­cke Grau­pap­pe über­tra­gen – sie bil­det den sta­bi­len So­ckel für den ge­floch­te­nen Korb.

Ma­te­ri­al­be­darf für den Korb:
🧶 24 Strän­ge à 10 cm × 0,8 cm – für die senk­rech­ten Stre­ben.
🧵 7 Strän­ge à 40 cm × 0,8 cm – für die waag­rech­ten Flecht­rei­hen.

Die Collage zeigt in vier aufeinanderfolgenden Motiven die Entstehung des Papierkorbes, der später den Lebkuchenmann trägt. Im ersten Bild oben links liegt die Basis bereit: ein kräftig pinkfarbener Boden aus Tonpapier, von dem rundum schmale orangefarbene Streifen ausgehen. Sie sind exakt zugeschnitten und gleichmäßig verteilt – ein geometrisches Raster, das den Grundkörper des Korbes vorgibt. Die Komposition wirkt klar und konstruiert, wie ein Bauplan aus Farbe und Rhythmus. Oben rechts ist der nächste Arbeitsschritt zu sehen. Ein erster violetter Streifen wird über und unter die senkrechten Bahnen geführt. Der Beginn des Flechtmusters zeichnet sich ab, und man erkennt, wie sich die Form vom zweidimensionalen Plan in ein dreidimensionales Geflecht verwandelt. Das Farbspiel aus Orange, Pink und Violett erzeugt Tiefe und Spannung, beinahe wie bei einer Textilarbeit. Unten links zeigt sich, wie die Struktur wächst: Die senkrechten Elemente stehen bereits leicht nach oben, das Flechtwerk wird dichter, die Flächen beginnen, sich zu wölben. Die Streifen verlaufen präzise, sauber aneinandergelegt – kein Überstand, keine Unruhe. Die Ordnung, mit der gearbeitet wurde, vermittelt handwerkliche Ruhe. Im letzten Ausschnitt unten rechts wölbt sich der Korb weiter nach oben. Ein violetter Streifen wird gerade sorgfältig zwischen die stehenden Bahnen geschoben. Es ist der Moment, in dem sich Funktion und Ästhetik begegnen – der Korb bekommt Stabilität, Form und Ausdruck zugleich. Diese Bildserie stammt von der österreichischen Papier- und Webkünstlerin Veronika Helga Vetter, die seit 2012 filigrane Basteltechniken mit künstlerischer Präzision dokumentiert. Ihre Fotografien sind nicht nur Anleitung, sondern auch visuelle Erzählung: Sie machen sichtbar, wie aus einfachen Streifen eine tragfähige Struktur entsteht – handwerklich exakt, farblich harmonisch und mit einem leisen Hauch von Weihnachtsmagie. GWS2.de - November 2025

An je­der Kan­te der Bo­den­plat­te wer­den zu­nächst sechs Strei­fen in gleich­mä­ßi­gem Ab­stand be­fes­tigt. Da­bei soll­te dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass die En­den etwa 1,5 cm auf dem Fun­da­ment auf­lie­gen und sorg­fäl­tig ver­klebt sind – nur so er­hält der Korb spä­ter die not­wen­di­ge Sta­bi­li­tät.

  • Nach dem Wen­den des So­ckels und dem Auf­rich­ten der senk­rech­ten Ele­men­te lässt sich der ers­te lan­ge Pa­pier­strei­fen waa­ge­recht ein­flech­ten.

So­bald die ers­te Rei­he ein­mal rund­um ver­läuft, wird das Ende über­lap­pend fi­xiert.

Bastelanleitung Papierkorb (geflochten): Oben links: Ein kleiner Korb aus Tonpapier zeigt seine frisch geflochtene Haut. Orange und Violett greifen wie Schachfelder ineinander, Reihe für Reihe, eng anliegend um die Ecke gelegt. Die Kanten wirken wie gebügelt, der Boden sitzt plan, und die senkrechten Streifen stehen noch wie ein zarter Wald nach oben – bereit, die nächsten Bahnen zu empfangen. Man spürt fast, wie jede Reihe den Körper straffer zieht und der Würfel langsam zur Schale wird. Oben rechts: Eine Nahaufnahme der Arbeit in Bewegung. Zwischen die stehenden Streifen wird eine weitere Bahn geschoben; ein flaches Werkzeug führt sie behutsam unter die bereits liegenden Lagen. Man sieht die Logik des Musters: drüber, drunter, drüber – ein gleichmäßiger Puls. Die Papieroberflächen sind matt und samtig, die Übergänge präzise; nichts wölbt, nichts franst. Hier entsteht Stabilität aus Rhythmus. Unten: Die Collage schließt mit der poetischen Technikaufnahme: Der Korb ist leicht gekippt, der Boden in warmem Orange füllt die Fläche, während das Werkzeug erneut eine Bahn sauber unterhebt. Kleine, exakt gesetzte Knicke an der Kante verraten, wo das Papier lenkt und wo es folgt. Das Geflecht wirkt jetzt geschlossen, klar definiert, als hätte es eine eigene Grammatik – jedes Band ein Satz, jede Ecke ein sorgfältig gesetztes Satzzeichen. Das Ergebnis: ein leichter, doch belastbarer Körper, der Form und Farbe zu einem ruhigen, weihnachtlichen Takt vereint. Bildcollage von Veronika Helga Vetter - GWS2.de November 2025

Beim Ein­ar­bei­ten des zwei­ten Strei­fens gilt es, die­sen in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rei­hen­fol­ge durch die senk­rech­ten Bah­nen zu füh­ren. Da­durch ent­steht ein har­mo­ni­sches Flecht­mus­ter und gleich­zei­tig zu­sätz­li­che Fes­tig­keit. Sind alle Pa­pier­la­gen ver­ar­bei­tet, wer­den die über­ste­hen­den En­den leicht ge­kürzt und sau­ber über die ho­ri­zon­ta­len Rei­hen ge­klebt. Ab­schlie­ßend emp­fiehlt es sich, mit Hil­fe der Scha­blo­ne eine zwei­te Bo­den­plat­te aus Ton­pa­pier an­zu­fer­ti­gen. Die­se ver­deckt die 24 Kle­be­stel­len am un­te­ren Rand und ver­leiht dem klei­nen Korb ein be­son­ders sau­be­res, hand­werk­lich an­mu­ten­des Er­schei­nungs­bild.

Anleitung Papierkorb flechten: Auf der linken Bildhälfte ist die Herstellung der Bordüre im Detail zu sehen. Zwei unterschiedlich farbige Tonpapierstreifen – einer in Orange, der andere in kräftigem Violett – sind diagonal miteinander verschlungen. Der violette Streifen verläuft dabei in einem etwa 45-Grad-Winkel über den orangefarbenen Grundstreifen, wodurch ein gleichmäßiges, diagonal gestreiftes Muster entsteht. Die sauberen Kanten und der präzise Winkel verdeutlichen, wie die Bordüre ihre charakteristische Optik erhält. Auf der rechten Seite wird das fertige Ergebnis gezeigt: Die geflochtene Korbwand aus orange-violetten Papierstreifen schließt am oberen Rand mit der zuvor gefertigten Bordüre ab. Diese umrahmt das Körbchen wie ein feiner Zierstreifen und betont die gleichmäßige Flechtstruktur. Das Zusammenspiel der beiden Farben verleiht dem Werk ein lebendiges, harmonisches Erscheinungsbild und rundet den gesamten Aufbau optisch ab. Fotos und Umsetzung: Veronika Helga Vetter – Papier- und Webkünstlerin seit 2012.

Zum Schluss er­hält der Korb eine klei­ne Be­son­der­heit; eine de­ko­ra­ti­ve Bor­dü­re. Da­für wird ein Ton­kar­ton­strei­fen mit den Ma­ßen 0,8 × 40 cm zu­ge­schnit­ten und mit ei­nem zwei­ten, gleich brei­ten Strei­fen um­wi­ckelt. Auf die­se Wei­se ent­steht eine sta­bi­le und op­tisch an­spre­chen­de Kan­te, die das Ge­samt­bild ab­run­det.

💡 Tipp: Der zwei­te Strei­fen soll­te in ei­nem Win­kel von etwa 45 Grad um den ers­ten ge­wi­ckelt wer­den. Das er­zeugt ein gleich­mä­ßi­ges, dia­go­na­les Mus­ter.

Der fer­tig ver­stärk­te Strei­fen wird an­schlie­ßend am obe­ren äu­ße­ren Rand be­fes­tigt. Da­durch er­hält das Körb­chen nicht nur zu­sätz­li­che Sta­bi­li­tät, son­dern auch ei­nen sau­be­ren, pro­fes­sio­nel­len Ab­schluss.

Der Lebkuchenmann (m/w)

Zum Ab­schluss ent­steht der freund­li­che Leb­ku­chen­mann be­zie­hungs­wei­se die pas­sen­de Leb­ku­chen­frau nach der bei­lie­gen­den Scha­blo­ne. Bei­de Fi­gu­ren un­ter­schei­den sich in den De­tails – bei der weib­li­chen Va­ri­an­te durch fei­ne Wim­pern, bei der männ­li­chen durch schlich­te­re Ge­sichts­zü­ge und ab­wei­chen­de Klei­dungs­mo­ti­ve.

Auf der linken Seite des Bildes wird liebevoll der letzte Feinschliff am Papierlebkuchen vorgenommen. Eine Hand führt einen rosafarbenen Acrylstift und setzt damit sanfte Akzente auf die Wangen des kleinen Kerlchens. Sein Gesicht wirkt lebendig und freundlich, die Augen glänzen, als würden sie Licht reflektieren, und das verschmitzte Lächeln lässt ihn beinahe echt erscheinen. Die weißen Zuckerglasur-Linien, die Arme und Beine umranden, wirken präzise gezogen und erinnern an die traditionelle Verzierung echter Lebkuchenfiguren. Der Kontrast zwischen dem warmen Braunton des Papiers und dem kühlen Rosa des Stifts schafft eine charmante, handwerkliche Spannung, die den Moment des Bastelns greifbar macht. Rechts im Bild steht das fertige Kunstwerk: der Lebkuchenmann sitzt stolz im geflochtenen Korb, als würde er dort auf seine süßen Gefährten warten. Die pastelligen Farben des Korbes – ein harmonisches Zusammenspiel aus Orange und Violett – bilden einen lebendigen Rahmen für die Figur. Der Lebkuchenmann trägt eine pink-weiße Fliege, die seinen verspielten Charakter unterstreicht, und seine Füße schmiegen sich leicht über den Rand des Korbes. Alles wirkt sorgfältig arrangiert, hell ausgeleuchtet und bis ins Detail durchdacht – eine Szene, die den Duft von Zuckerguss, Bastelpapier und Weihnachtsvorfreude fast greifbar macht. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - November 2025

💡 Tipp: Für mehr Sta­bi­li­tät lohnt es sich, zwei iden­ti­sche Leb­ku­chen­sil­hou­et­ten pass­ge­nau auf­ein­an­der­zu­kle­ben. Das­sel­be Vor­ge­hen gilt auch für die bei­den Fu­ß­ele­men­te.

Für die Ko­lo­ra­ti­on ka­men leuch­ten­de Acryl­stif­te zum Ein­satz, de­ren Glanz den Ein­druck er­weckt, als wäre der Pa­pier­leb­ku­chen mit fei­ner Zu­cker­gla­sur ver­ziert. Ab­schlie­ßend wird das un­te­re Drit­tel der Fi­gur – mit der farb­lo­sen Rück­sei­te vor­an – an der In­nen­sei­te des Kor­bes fi­xiert. Die Füße hin­ge­gen wer­den au­ßen an der ge­floch­te­nen Vor­der­sei­te an­ge­bracht und rei­chen von der Bor­dü­re bis etwa zur Korb­mit­te.

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¹Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Schatz­tru­he aus Kar­ton bas­teln - mor­sche Holz­kis­te aus der Ka­ri­bik. gws2.de (11/2025).
²Bil­ton, Sam: A Short Histo­ry of Gin­ger­b­read. english-heritage.org.uk (11/2025).
³Berg­stedt, Chris: Gin­ger­b­read Script. libres.uncg.edu (PDF) (11/2025).
⁴Schulz, Chris­ti­ne: Wie­so ist Weih­nachts­ge­bäck so wür­zig? In: P.M. Fra­gen & Ant­wor­ten Nr. 12 (2016). S. 43.
⁵Fairy Ta­les and Sto­ries for Kids: The Gin­ger­b­read Man Fairy Ta­les and Bedti­me Sto­ries for Kids in Eng­lish. youtube.com (11/2025).

Opa etwas schenken: Ausmalbild für aktive Silverworker - einfach Danke sagen

In Deutsch­land zeich­net sich zwei­fel­los eine Ge­ron­to­kra­tie ab - im­mer­hin war be­reits 2018 je­der fünf­te Bun­des­bür­ger¹ über 65 Jah­re alt. Seit­dem die ge­bur­ten­star­ken Jahr­gän­ge von 1955 bis 1965 all­mäh­lich in den Ru­he­stand wech­seln, macht sich in vie­len Be­rei­chen des Sys­tems spür­ba­re Un­ru­he breit. „Wie sol­len wir das fi­nan­zie­ren?”, rät­seln die Ex­per­ten im So­zi­al­mi­nis­te­ri­um, wäh­rend mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men fie­ber­haft über­le­gen, wie sie die aus­schei­den­den Fach­kräf­te ad­äquat er­set­zen kön­nen. Da­bei wird die Lage oft dra­ma­ti­scher dar­ge­stellt, als sie tat­säch­lich ist. Denn auch wenn die viel­kri­ti­sier­ten² Ba­by­boo­mer nicht ohne Ma­kel sind, ha­ben sie in Sa­chen Ar­beits­mo­ral da­mals wie heu­te Maß­stä­be ge­setzt.

Uwe Sta­del­mey­er: [Äl­te­re Kol­le­gen] sind oft­mals die letz­te Not­ruf­num­mer, wenn man ei­nen Aus­fall zu kom­pen­sie­ren hat. Das sind die­je­ni­gen, die sehr fle­xi­bel sind und ger­ne auch mal kurz­fris­tig zum Dienst kom­men.

Schmitt, Ni­co­le: Sil­ver Worker am Kli­ni­kum Nürn­berg. Fran­ken­schau ak­tu­ell | BR (2024).

Ein liebevolles Kunstwerk im Blick: Die Vorlage „Für den weltbesten Opa“ in Szene gesetzt Dieses stimmungsvolle Foto fängt den Charme der Ausmalseite „Für den weltbesten Opa“ perfekt ein! Die DIN-A4-Seite wurde von der talentierten Illustratorin und Photoshop-Künstlerin Veronika Helga Vetter eigenhändig mit Buntstiften farbenfroh gestaltet. Dabei springt die kreative Detailverliebtheit sofort ins Auge: Von den kräftigen Blau- und Grüntönen, die dem Motiv Lebendigkeit verleihen, bis hin zu warmen Gelbnuancen, die eine heitere Atmosphäre zaubern, zeigt sich, wie ausdrucksstark ein ausgemaltes Motiv wirken kann. Ganz bewusst wurde jedoch die Überschrift „Für den weltbesten Opa“ in ihrer ursprünglichen Form belassen – weiß mit schwarzen Buchstaben. Sie hebt sich so klar ab und verleiht dem Bild eine moderne Note. Die ausgemalte Seite wurde in einen rustikalen braunen Rahmen gespannt und liebevoll auf eine hellbraune Korkplatte gelegt, die das natürliche Ambiente des Bildes unterstreicht. Das Foto zeigt die oberen 55 % der Seite und macht neugierig auf die weiteren liebevollen Details des Kunstwerks. Zusätzlich verstärken drei kleine, scheinbar zufällig platzierte Buntstifte in Grün, Blau und Gelb den einladenden Eindruck. Sie scheinen dem Betrachter zuzuraunen: „Hol dir auch deine Stifte und mach mit!“ Diese kleine Geste inspiriert zum kreativen Ausprobieren und macht die Vorlage zu einer wahren Einladung, Zeit mit Familie und Kunst zu verbringen. Das Motiv eignet sich ideal als Geschenk für Großväter, die berufstätig sind und den Spagat zwischen Arbeit und Familie meistern – ein perfekter Ausdruck von Liebe und Anerkennung. Die Ausmalseite kann kostenlos auf der Website GWS2.de heruntergeladen werden. Wer also noch auf der Suche nach einer charmanten Idee für den weltbesten Opa ist, wird hier fündig

Drei von vier Ver­tre­ter der Ge­ne­ra­ti­on Z fürch­ten sich vor Al­ters­ar­mut - kein Wun­der, wenn im Jahr 2021 nur noch 2,1 Ar­beit­neh­mer³ ei­nen Rent­ner fi­nan­zie­ren muss­ten. Da­bei wird oft über­se­hen, dass die Pro­duk­ti­vi­tät dank Ro­bo­tik und KI-gestützter Sys­te­me nicht nur kon­ti­nu­ier­lich steigt, son­dern auch im­mer un­ab­hän­gi­ger von mensch­li­cher Ar­beits­kraft wird. Zu­dem leb­ten die Ba­by­boo­mer deut­lich ge­sün­der als ihre El­tern, wes­halb mitt­ler­wei­le 19% der Ru­he­ständ­ler⁴ wei­ter­hin be­rufs­tä­tig sind.

Im Jahr 2002 sang die Band Echt: „Hey, du willst ’n Job bei der Deut­schen Bank, am bes­ten für ein Le­ben lang.” Tat­säch­lich streb­ten vie­le Deut­sche um die Jahr­tau­send­wen­de ei­nen frü­hen Ru­he­stand an. Gleich­zei­tig ent­wi­ckel­ten Ar­beit­ge­ber groß­zü­gi­ge Ab­fin­dungs­pa­ke­te und Vor­ru­he­stands­re­ge­lun­gen, um er­fah­re­ne Mit­ar­bei­ter - da­mals als Best Ager be­zeich­net - noch vor ih­rem 60. Ge­burts­tag zu ver­ab­schie­den.

Noch vor we­ni­gen Jah­ren galt, mög­lichst früh in Ren­te ge­hen. Mil­li­ar­den ga­ben Un­ter­neh­men und Staat für Früh­ver­ren­tung und Vor­ru­he­stands­re­ge­lun­gen aus.

Wilms, M., P. Schnei­der u. a.: Sil­ver­wor­ker (Plus­mi­nus). youtube.com (12/2024).

Heu­te hin­ge­gen be­schäf­ti­gen vier von zehn Un­ter­neh­men Ar­beit­neh­mer im Ru­he­stand. Rund 40% der Be­rufs­tä­ti­gen⁵ über 50 zie­hen ei­nen Job­wech­sel in Be­tracht. Das sind deut­li­che Hin­wei­se dar­auf, dass die Ren­te für vie­le Ba­by­boo­mer nicht mehr das ul­ti­ma­ti­ve Le­bens­ziel⁶ dar­stellt.

Dieter Hempfling auf Reisen – Ein Porträt voller Dynamik und Kreativität Im Mittelpunkt dieses Fotos steht das ausdrucksstarke Porträt von Dieter Hempfling, wie er während einer Autofahrt mit konzentriertem Blick hinter dem Steuer sitzt. Der Silverworker, angeschnallt und mit einem Headset im Ohr, verkörpert den modernen Rentner, der aktiv und voller Lebensfreude den Alltag meistert. Die Szene ist lebendig und strahlt eine bewundernswerte Energie aus – eine Hommage an alle Großväter, die auch im reifen Alter den Lebensweg dynamisch fortsetzen. Links neben dem Porträt zieht ein kleines Hochformatschild mit lilafarbenem Hintergrund die Aufmerksamkeit auf sich: „The Cock in the Crown“ – ein bemerkenswertes Kunstwerk von Veronika Helga Vetter. Im Zentrum des Schildes sitzt ein prachtvoller Hahn, der stolz eine kunstvoll gestaltete Krone trägt. Die funkelnden lila und roten Bastelsteine, die in die Acrylmalerei eingearbeitet wurden, verleihen dem Werk einen eleganten Glanz. Dieses Detail zeigt, wie Kunst mit Humor und Tiefe zugleich inspirieren kann. Das Schild ist mehr als nur ein dekoratives Element. Es symbolisiert Stärke, Würde und vielleicht auch eine Prise augenzwinkernden Stolzes – Eigenschaften, die perfekt zu unserem Protagonisten Dieter Hempfling passen. Der Hahn in der Krone könnte als Metapher für Dieter selbst gesehen werden: ein Mann, der in seiner zweiten Lebenshälfte nicht nur seinen Platz gefunden hat, sondern ihn auch mit Stolz und Selbstbewusstsein einnimmt. Umrahmt von dem rustikalen braunen Holzrahmen und dem hellbraunen Korkhintergrund, fügt sich dieses außergewöhnliche Kunstwerk harmonisch in die Gesamtkomposition ein. Die Verbindung von traditionellem Handwerk und modernem Ausdruck schafft eine einzigartige Atmosphäre, die sowohl kreative Köpfe als auch Familienmenschen anspricht. Dieses Bild vermittelt, dass das Leben – genauso wie Kunst – immer wieder neue Wege findet, uns zu inspirieren. Die Vorlage „Für den weltbesten Opa“ ist ein perfektes Geschenk für Großväter, die wie Dieter Hempfling mit Leidenschaft und Hingabe ihr Leben gestalten. Sie steht kostenlos zum Download auf GWS2.de bereit und wartet nur darauf, mit kreativer Farbe und persönlichen Geschichten gefüllt zu werden

Kein Bilderbuchopa

Die Schwarz-Weiß-Zeichnung auf der DIN-A4-Vorlage entfaltet eine herzerwärmende Erzählung über das vielseitige Leben eines 69-jährigen Rentners, der voller Elan weiterhin berufstätig ist. Links oben beginnt die Szene mit Opa, wie er im Fitnessstudio Hanteln stemmt. Sein Gesicht strahlt Konzentration und Vitalität aus, während im Hintergrund andere Trainierende sichtbar sind. Hier wird bereits klar: Dieser Opa lässt sich von der Zahl in seinem Pass nicht bremsen. Oben in der Mitte genießt er nach seinem Training die wohlverdiente Entspannung in der Sauna. Er sitzt auf einer Holzbank, in ein Handtuch gehüllt, und liest entspannt die Tageszeitung - ein Moment der Ruhe inmitten eines ereignisreichen Tages. Rechts oben wechselt Opa in den Umkleideraum, wo er sich für die Arbeit umzieht. Dabei nimmt er sich Zeit für einen kurzen Video-Chat mit seinem Enkelkind, dessen fröhliches Gesicht auf dem Smartphone-Bildschirm leuchtet. Dieser liebevolle Austausch zeigt, dass Familie trotz eines vollen Terminkalenders immer an erster Stelle steht. Im Mittelpunkt der Seite thront ein Porträt des Silverworkers: Er sitzt hinter dem Lenkrad seines Autos, angeschnallt und mit einem Headset im Ohr. Sein Blick ist fokussiert, seine Haltung selbstbewusst. Diese Szene symbolisiert seine Freude am Autofahren und seinen aktiven Lebensstil, der keine Grenzen kennt. Links unten taucht Opa in die lebendige Atmosphäre eines Katzencafés ein, wo er als Kellner ein Pärchen bedient. Die Frau trägt eine Hijab, und der Mann ist ein stilvoller Hipster mit Bart und Mütze - eine charmante Darstellung der urbanen Vielfalt westdeutscher Städte. Auf seinem Tablett balanciert Opa Getränke mit beeindruckender Leichtigkeit. In der unteren Mitte entspannt sich der weltbeste Opa nach der Arbeit. Er sitzt bequem in seinem Wohnzimmer, eingekuschelt in einen Sessel, und verfolgt die Nachrichten im Fernsehen. Die Szene strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus, während er den Tag in aller Gelassenheit ausklingen lässt. Rechts unten oben schließlich trifft er sich über die App Meet5 mit gleichaltrigen Bekannten. Gemeinsam genießen sie ein gediegenes Jazz-Konzert in stimmungsvoller Atmosphäre. Die Zeichnung fängt die Begeisterung der Gruppe für die Musik und das Miteinander auf eindrucksvolle Weise ein. Zum Abschluss, in der rechten unteren Ecke, wird es besonders intim: Opa liegt mit bloßem Oberkörper im Bett, ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen. Vor ihm entkleidet sich geschmackvoll eine ältere Dame, die er bei dem Konzert kennengelernt hat. Die Szene ist dezent gehalten und unterstreicht humorvoll, dass Liebe und Leidenschaft keine Altersgrenzen kennen. Diese Vorlage erzählt die Geschichte eines Rentners, der trotz seines Alters ein aktives, erfülltes und vielseitiges Leben führt – eine wunderschöne Hommage an alle Großväter, die als Vorbilder und Fels in der Brandung ihrer Familien geltenIn den all­seits be­lieb­ten Ar­muts­re­por­ta­gen taucht oft ein äl­te­rer Herr auf, der vor­mit­tags bei der Ta­fel an­steht und nach­mit­tags eine Stra­ßen­zei­tung ver­kauft. Häu­fig wird da­bei ein Prot­ago­nist mit DDR-Vergangenheit ge­zeigt, der di­ver­se Schick­sals­schlä­ge durch­le­ben muss­te. Die­se Son­der­fäl­le ha­ben je­doch we­nig mit der Le­bens­rea­li­tät der meis­ten Groß­vä­ter im Jahr 2024 ge­mein. Laut ei­ge­ner Aus­sa­ge ar­bei­ten die Babyboomer-Opas nicht aus fi­nan­zi­el­ler Not. Viel­mehr geht es den Sil­ver­wor­kern dar­um, ih­ren ho­hen Le­bens­stan­dard zu si­chern und den Kon­takt zu an­de­ren Men­schen zu pfle­gen. Ins­be­son­de­re für Män­ner spielt da­bei auch das Pres­ti­ge ih­res Jobs eine wich­ti­ge Rol­le.

Am wahr­schein­lichs­ten blei­ben die im Ru­he­stand be­rufs­tä­tig, die mehr als 250 000 Euro be­sit­zen.

Ha­ge­lü­ken, Alex­an­der: Lasst uns län­ger ar­bei­ten. Ar­beits­welt um­ge­stal­ten, Ren­te ret­ten - im Al­ter ak­tiv und zu­frie­den sein. Mün­chen: Droe­mer Ver­lag 2019.

Doch wel­che ge­sell­schaft­li­chen Kon­se­quen­zen er­ge­ben sich, wenn von den sie­ben Mil­lio­nen⁷ Er­werbs­tä­ti­gen, die zwi­schen 1955 und 1965 ge­bo­ren wur­den, vie­le im Ru­he­stand wei­ter­ar­bei­ten? Un­wei­ger­lich ent­ste­hen da­durch neue Fa­mi­li­en­kon­stel­la­tio­nen.

  • Wann soll Opa zwi­schen Be­su­chen im Fit­ness­stu­dio, be­ruf­li­chen Ver­pflich­tun­gen, Meet5-Gruppentreffen und wohl­ver­dien­ter Er­ho­lung noch Zeit für sei­ne En­kel­kin­der fin­den?

Wäh­rend die Mil­len­ni­als häu­fig noch von der en­ga­gier­ten Er­zie­hung ih­rer Groß­el­tern pro­fi­tie­ren konn­ten, sind El­tern heu­te zu­neh­mend auf öf­fent­li­che Be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen an­ge­wie­sen - mit der Fol­ge, dass Deutsch­lands Kin­der­ta­ges­stät­ten seit ge­rau­mer Zeit an ih­rer Be­las­tungs­gren­ze ope­rie­ren.

Ob­wohl Kita ein fa­mi­li­en­er­gän­zen­des An­ge­bot sein soll, las­sen uns die El­tern im Stich. Wenn ich Ein­la­dun­gen zum La­ter­nen­bas­teln ver­schi­cke, ern­te ich nur Spott und Häme.

Siller-Baldini, Ales­sia: Mar­tins­gans - Kita be­nö­tigt Hil­fe. gws2.de (2024).

Eben­so ha­ben sich Ba­by­sit­ting und schu­li­sche Nach­hil­fe durch die feh­len­de in­ner­fa­mi­liä­re Un­ter­stüt­zung zu flo­rie­ren­den Ge­schäfts­zwei­gen ent­wi­ckelt, in de­nen Stun­den­sät­ze von über 20,00 Eu­ro⁸ längst zur Norm ge­wor­den sind.

Ein Nachmittag voller Engagement: Der Opa, der für alle da ist Die untere Hälfte der Ausmalseite „Für den weltbesten Opa“ zeigt Dieter Hempflings facettenreiche Aktivitäten am Nachmittag – ein echter Hingucker für kreative Familienprojekte. Von Gesellschaftsengagement bis zu persönlichem Vergnügen spiegelt diese Szene die Vielfalt seines Lebens wider. Links ist Dieter als engagierter Ober in einem Katzencafé dargestellt. Mit einem freundlichen Lächeln balanciert er ein Tablett mit Getränken, während um ihn herum ein quirliger Mix aus Gästen und schnurrenden Katzen für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Hier wird Dieters Freude am Miteinander und an kleinen Gesten der Herzlichkeit sichtbar. In der Mitte ist er in seinem Wohnzimmer zu sehen, wo er sich auf dem Sofa entspannt und die TV-Nachrichten verfolgt. Dieser Moment unterstreicht, wie wichtig ihm ein wacher Geist und der Kontakt zur Weltpolitik sind – ein Symbol für die Neugier, die ihn auch in seinen späteren Lebensjahren antreibt. Rechts oben trifft sich Dieter mithilfe der Meet-Five-App mit Gleichgesinnten bei einem gediegenen Jazzkonzert. Die lockere Atmosphäre und das gemeinsame Erleben der Musik zeigen, wie schön es ist, neue Freundschaften zu schließen und gemeinsame Interessen zu teilen. Rechts unten wird Dieters Lebensfreude und Charme auf eine künstlerisch verspielte Weise dargestellt: Eine Frau, die er beim Konzert kennengelernt hat, entkleidet sich geschmackvoll, wobei ihre Silhouette von einer außergewöhnlichen Gitarre bedeckt ist. Diese Gibson SG Standard '61 Vintage Gitarre, meisterhaft aus Fimo-Modelliermasse geformt, ist ein Werk der vielseitigen Künstlerin Veronika Helga Vetter, die auch Filialleiterin einer Lidl-Filiale ist. Dieses Detail verleiht der Szene eine humorvolle Leichtigkeit und unterstreicht gleichzeitig die handwerkliche Raffinesse der Vorlage. Am unteren linken Rand der Seite befindet sich ein besonderes Highlight: ein vorgedrucktes Feld mit „von“, in das Enkelkinder ihren Namen schreiben können. Nachdem sie die Seite ausgemalt haben, könnten sie das Werk laminieren und ihrem Großvater schenken – eine bleibende Erinnerung voller persönlicher Note. Die Vorlage, kostenlos auf GWS2.de erhältlich, vereint Humor, Kreativität und Anerkennung. Sie lädt Familien dazu ein, gemeinsam Zeit zu verbringen und dabei eine Hommage an den weltbesten Opa zu gestalten. Ein perfektes Geschenk, das garantiert für Freude sorgt!

Die heu­ti­gen Sil­ver­wor­ker emp­fin­den sich häu­fig erst mit Mit­te 70 als alt, set­zen ihre Tä­tig­keit im Ru­he­stand oft aus Freu­de fort und tra­gen mit ih­rem En­ga­ge­ment dazu bei, das Ren­ten­pro­blem nicht wei­ter zu ver­schär­fen.

Es sind be­reits 100 Mil­li­ar­den, die die Staats­kas­se zur Ren­ten­kas­se dazu fi­nan­ziert. Das ist ein Vier­tel des Bun­des­haus­hal­tes.

We­ber, Flo­ri­an: Ren­te mit 70 - müs­sen wir län­ger ar­bei­ten? Zur Sa­che Baden-Württemberg! SWR (2024).

Opa in Bewegung: Zwischen Fitnessstudio, Sauna und digitaler Nähe Dieses Foto rückt die obere Hälfte der Ausmalseite „Für den weltbesten Opa“ in den Fokus und zeigt Dieter Hempfling in Momenten der Selbstfürsorge und familiären Verbundenheit. Als moderner Silverworker weiß er, wie wichtig es ist, auf seinen Körper und Geist zu achten, und zeigt sich aktiv und vital – ein wahres Vorbild für seine Enkel. Links oben stemmt Dieter im Fitnessstudio Hanteln, ein klares Symbol für Kraft und Ausdauer. Direkt daneben ist er in der Sauna zu sehen, wo er mit geschlossener Zeitung in der Hand den Moment der Ruhe genießt. Im Zentrum dieser oberen Hälfte steht jedoch die Umkleidekabine, wo Dieter auf seinem Smartphone via Telegram einen Videochat mit seinem Enkelkind führt. Sein Lächeln und die liebevolle Mimik verdeutlichen, dass er in Gedanken stets bei seinen Lieben ist, auch wenn sie weit entfernt leben. Besonders ins Auge stechen zwei charmante Buttons, die auf der linken Seite des Bildes arrangiert wurden. Diese kleinen Kunstwerke aus Fimo-Modelliermasse zeigen, wie kreativ und durchdacht selbst die Details dieses Projekts gestaltet wurden. Der größere Button, mit einem braunen Keksboden und weißer Glasur, trägt die schwarze Zahl „60“, eingerahmt von einem lilafarbenen Bogen, der an ein Verkehrsschild erinnert – ein humorvoller Hinweis darauf, dass das Leben mit 60+ alles andere als langsam verläuft. Der kleinere Button mit einem „+“-Zeichen ergänzt diese Aussage perfekt und unterstreicht, dass heutige Männer der Babyboomer-Generation aktiv, dynamisch und weit entfernt von gebrechlich sind. Diese Szene, meisterhaft arrangiert von der vielseitigen Künstlerin Veronika Helga Vetter, vereint Stärke und Zuwendung in einem harmonischen Gesamtbild. Der Korkhintergrund und der braune Holzrahmen setzen die Details optimal in Szene und laden dazu ein, sich mit Farbe und Fantasie an der Ausmalseite zu versuchen. Die Vorlage „Für den weltbesten Opa“, erhältlich als kostenloser PNG-Download auf GWS2.de, ist nicht nur ein ausdrucksstarkes Kunstwerk, sondern auch eine liebevolle Hommage an alle Großväter, die mit Stärke und Herz ihren Alltag meistern. Ein kreatives Geschenk für Kinder und Enkelkinder, das Generationen verbindet.

Den­noch ha­ben vie­le Ba­by­boo­mer mehr als 40 Jah­re in Voll­zeit ge­ar­bei­tet und se­hen sich heu­te ei­ner Ar­beits­welt mit stark ver­dich­te­ten Pro­zes­sen ge­gen­über.

  • Über­mut ist da­her kein wei­ser Rat­ge­ber, da krank­heits­be­ding­te Fehl­ta­ge von jün­ge­ren Kol­le­gen auf­ge­fan­gen wer­den müs­sen - ähn­lich wie die „neu­en Vä­ter” die Ab­we­sen­heit von Groß­el­tern kom­pen­sie­ren.

Es lohnt sich, in­ne­zu­hal­ten: So schön es auch ist, Geld zu ver­die­nen und mit dem SUV ins Nach­bar­land zu rei­sen - am Ende zäh­len kei­ne prall ge­füll­ten Kon­ten, son­dern die Er­in­ne­run­gen an kost­ba­re Mo­men­te mit der Fa­mi­lie. Das Kon­to „Er­in­ne­rung“ wächst nur, wenn wir be­wusst Zeit für un­se­re Liebs­ten in­ves­tie­ren. Und das ist die wert­volls­te Ren­di­te, die das Le­ben zu bie­ten hat.

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¹Jesch­ke, Anne: Wenn El­tern alt wer­den. Ein schö­nes Al­ter. In: ÖKO-TEST Nr. 9 (2018). S. 63.
²Das Kraft­fut­ter­misch­werk: Der WDR-Kinderchor singt „Mei­ne Oma ist ’ne alte Um­welt­sau“. youtube.com (12/2024).
³Scherel­lo, Di­nah: Al­ters­ar­mut: Was DU jetzt da­ge­gen tun MUSST! $AFE | ARD (2023).
⁴Fie­big, Ulla: Dis­kus­si­on um Ren­te - müs­sen wir im­mer län­ger ar­bei­ten? Zur Sa­che Rheinland-Pfalz | SWR (2024).
⁵Mül­ler, Se­bas­ti­an: Job­wech­sel mit 50+. ARD-Buffet (2023).
⁶Köl­ling, Nad­ja: Die Senior-Azubis. 37 Grad | ZDF (2022).
⁷Hup­pert, An­dre­as: Ar­bei­ten als Rent­ner | ZDFheu­te (2024).
⁸Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Vor­la­gen: Nach­hil­fe ge­ben - ex­tra­va­gan­te An­zei­gen fürs Schwar­ze Brett. gws2.de (12/2024).