Es gibt Papier, welches nicht immer für das eingesetzt wird, für das es produziert wurde und darunter fällt Metallicpapier. Als Bastler sollten Sie sich schon vor der Bestellung überlegen, was Sie mit diesem Feinpapier machen möchten, denn es ist sehr teuer. Was Metallicpapier ist, für was es verwendet wird und wie die Herstellung verläuft, werde ich Ihnen im folgenden Artikel erläutern.
Brillantes Metallicpapier ist Druckerpapier
Streng genommen ist Metallicpapier ein Druckerpapier, welches äußerst gut mit Laserdruckern funktioniert. Mit einer Grammatur von mindestens 120 g/m² bis zu 300 g/m² wird es häufig für edle Speisekarten oder zum Drucken für hochwertige Einladungen verwendet. Metallicpapier ist besonders steif und kann beidseitig sauber bedruckt werden.
- Dieses Feinpapier fühlt sich merkwürdig samtig an, obwohl es stabiler als gewöhnliches Tonpapier ist.
- Metallicpapier gibt es in den Farben Silber, Gold, Perlweiß, Grau, Hellblau, Elfenbein und Lindgrün. Alle Farben schimmern schon bei geringer Lichteinstrahlung und wirken dadurch metallisch.
Die Herstellung von Metallicpapier ist unterschiedlich
Die Herstellung von Metallicpapier ist zunächst jeder anderen Papierherstellung sehr ähnlich. Aus frischen Holzschnitzeln von langfaserigen Nadelbäumen wird Zellstoff hergestellt, welcher zu Papier in der jeweiligen Stärke verarbeitet wird. Für die Oberfläche benutzen die Hersteller jedoch verschiedene Verfahren, um den Effekt zu erzeugen. Manche Hersteller arbeiten glänzende Partikel in der angebotenen Farbe, in das Papier, ein. Diese Partikel können aus sehr feinem Glas oder Metall sein.
- Diese Methodik ist eine sehr gängige und hält den Preis des Metallicpapiers günstig. Dieses Papier ist preiswerter als Eispapier und wird deshalb oft verwendet, wenn sehr viele bezahlbare Exemplare, auf hochwertiger Unterlage, benötigt werden.
- Es gibt jedoch auch Metallicpapier in dieses echte Edelmetalle wie Silber und Gold eingearbeitet ist. Bei diesem Verfahren wird die Oberfläche gebürstet und bekommt so eine ganz spezielle und glänzende Oberflächenstruktur.
Alle Hersteller von Metallicpapier die uns bekannt sind, besitzen das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Metallicpapier ist außerdem alterungsbeständig, chlor- und säurefrei, sowie pH-neutral.
Basteln mit Metallicpapier

Auf dem Bild sehen Sie einen dreidimensionalen Dekostern aus echtem Metallicpapier, mit einer Grammatur von 120 g/m², in den Farben Silber und Perlweiß.
- Wenn Sie mit Metallicpapier basteln, können Sie sich andere Dekoelemente sparen, denn das Papier funkelt und strahlt schon für sich selbst.
- Von den Basteleigenschaften her, ist es mit sehr dickem Tonpapier gleichzusetzen. Es lässt sich sowohl mit einer Schere, als auch mit einem Bastelmesser gut schneiden. Zum Kleben empfehlen wir ausschließlich flüssigen Kleber.
- Sie können mit den Fingern über das Metallicpapier reiben, Ihre Hände bleiben sauber, denn die Glitzerelemente sind fest mit dem Feinpapier verbunden.
- Je nachdem wie das Licht auf das Metallicpapier fällt, ist der Glitzereffekt anders, mal schimmert das Metallic stärker durch, mal die Papieroptik.
Fazit, Preise und Einsatzgebiete
Von allen Papiersorten die wir bisher getestet haben, ist Metallicpapier eine der Schönsten. Wenn Sie einen glänzenden Bogen vor sich liegen haben, ist es fast zu schade, diesen zu zerschneiden. Sie sollten sich also vorher gut überlegen was Sie basteln möchten und eventuell das Motiv einmal mit Tonpapier vorbasteln.
Ein DIN A4 Blatt mit 120 g/m² echtes Metallicpapier kostet zirka 0,50 - 0,60 Euro. 300 g/m² kosten zwischen 1,70 und 2,00 Euro. Ich denke Bastler, welche beispielsweise Hochzeitskarten selbst herstellen, werden mit dieser Papiersorte sehr glücklich.
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Ein Motivlocher unterscheidet sich zu einem gewöhnlichen
Man könnte wegen der Optik meinen, Motivlocher seien etwas für Kinder, dies ist jedoch nicht der Fall. Zumindest wenn dieses Hilfsmittel diverse Kriterien erfüllt, lassen sich damit auf die Schnelle wunderschöne Akzente auf Bastelmotiven setzen. Gute Motivlocher sind innen aus Metall und somit sehr schwer, ähnlich wie ein guter Bürolocher.
Für Bastler eignen sich also Motivlocher durchaus, nur sollten diese auch wirklich anspruchsvolle Motive beherbergen. Wir persönlich bevorzugen auch nur die Kleinsten, denn je größer ein Motiv, umso leichter lässt es sich auch ohne Motivlocher sauber herstellen und Geld sparen. Gerade mit kleinen Lochern, lässt sich aus Papierresten noch viel rausholen.