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Sessel aus Papier - Bastelvorlage mit Anleitung

Ing­var Kam­prad Elm­ta­ryd Agun­na­ryd - könn­te ein nor­man­ni­sches Ge­bet oder der Lo­sungs­vers zum Be­tre­ten des Bern­stein­zim­mers sein. Das Akro­nym die­ser Wör­ter ist IKEA und da­mit ein Teil der deut­schen Leit­kul­tur. We­der Fürs­ten noch die römisch-katholische Kir­che kul­ti­vier­ten die Nach­fah­ren der Ot­to­nen so sehr wie Strand­mon, Ek­erö und Söder­hamn. Erst durch die Mis­sio­nie­rung die­ser IKEA Ses­sel lern­ten vor al­lem jun­ge Deut­sche, dass sie nicht mehr auf Bier­kis­ten sit­zen oder in Sitz­sä­cken lüm­meln müs­sen. Der jahr­zehn­te­lan­ge Auf­wand uns eine an­stän­di­ge Wohn­kul­tur bei­zu­brin­gen hat sich für IKEA aus­ge­zahlt. Denn das schwe­di­sche Mö­bel­haus ver­kauft im welt­wei­ten Ver­gleich die meis­ten sei­ner Pro­duk­te in Deutsch­land.

Thrif­ty Ger­mans are IKEA’s best cus­to­mers, ac­coun­ting for 15% of sa­les. It has be­co­me part of Ger­man cul­tu­re [...].

MALMO: The se­cret of IKEA’s suc­cess. economist.com (02/2017).

Bild von blauem Papiersessel. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDie zwei­te schwe­di­sche Re­for­ma­ti­on Deutsch­lands star­te­te im Jah­re 1973 holp­rig. Das ers­te IKEA Mö­bel­haus in der BRD soll­te ei­gent­lich in Ko­blenz er­öff­net wer­den. Al­ler­dings dach­te bei der Pla­nung ein Ver­ant­wort­li­cher wohl zu sehr an die Ni­xen der Lo­re­ley, so­dass man die blau­gel­be IKEA Fah­ne aus­ver­se­hen in Kon­stanz hiss­te. Bis man den Feh­ler kor­ri­gier­te, war 1974 be­reits das Ver­kaufs­haus in Eching bei Mün­chen fer­tig­ge­stellt. Seit­dem ent­stan­den hier­zu­lan­de über 50 Ver­kaufs­zi­ta­del­len, die mit stein­har­ten Kött­bullar ver­tei­digt wer­den.

In 1963, IKEA ope­ned its first store out­side Swe­den, in Oslo. Ten ye­ars la­ter, IKEA was ex­pan­ding so fran­ti­cal­ly that Ger­man exe­cu­ti­ves ac­ci­den­tal­ly ope­ned a store in Kon­stanz when they had meant to open one in Ko­blenz.

Coll­ins, Lau­ren: House Per­fect. newyorker.com (02/2017).

Ob­wohl IKEA be­reits im Jah­re 1943 ge­grün­det wur­de, de­signt das Un­ter­neh­men erst seit 1955 ei­ge­ne Mö­bel.

Bild von zwei bunten Sesseln aus Papier. Bastelanleitung und Schablonen von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Das ers­te Ver­kaufs­stück war ein blatt­för­mi­ger Bei­stell­tisch na­mens Lö­vet, der 1956 über den haus­ei­ge­nen Ka­ta­log be­stellt wer­den konn­te.

The first item of Ikea flat­pack fur­ni­tu­re was the LOVET, a leaf-shaped side ta­ble, which first ap­peared in the 1956 ca­ta­lo­gue.

Wal­lop, Har­ry: Ikea: 25 facts. telegraph.co.uk (02/2017).

Bild von weißer Maus, die auf einem Sessel aus Papier sitzt. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinZu die­ser Zeit gab es schon längst Mö­bel­ge­schäf­te und so­gar Ver­sand­ka­ta­lo­ge. Ing­var Kam­prad ent­wi­ckel­te je­doch ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal für sei­ne Pro­duk­te. Er ent­schied sich da­für kei­ne fer­tig mon­tier­ten Mö­bel­stü­cke, son­dern äu­ßerst preis­wer­te Bau­sät­ze zu ver­kau­fen. Seit­dem ver­drängt der schwe­di­sche Mö­bel­gi­gant sei­ne Kon­kur­ren­ten mit bio­lo­gi­schen Waf­fen, denn je­der IKEA Ka­ta­log macht süch­tig.

Picture of Paper Armchair for Dollhouse. Crafted by Veronika Vetter Fine ArtistDie ex­trem güns­ti­gen Prei­se ma­chen uns Men­schen zu­nächst neu­gie­rig. Die schö­nen Ar­ran­ge­ments rei­zen uns und wir stel­len uns die ab­ge­bil­de­ten Mö­bel­stü­cke be­reits in un­se­rer ei­ge­nen Woh­nung vor. Dar­auf folgt dann ein Do­pa­min­aus­stoß, der uns wahr­schein­lich be­stel­len lässt. Wir ver­ges­sen da­bei völ­lig, dass wir IKEA Mö­bel nach der Lie­fe­rung selbst zu­sam­men­bau­en müs­sen. Das ist auch nicht so schlimm, denn lie­gen die Ein­zel­tei­le erst ein­mal vor uns, ent­steht in uns au­to­ma­tisch eine Er­folgs­er­war­tung.

Das nor­ma­ler­wei­se la­ten­te (ru­hen­de) Leis­tungs­mo­tiv (Be­dürf­nis, Leis­tung zu er­brin­gen) wird in ei­ner aku­ten Si­tua­ti­on ins­be­son­de­re durch die Er­folgs­er­war­tung und den emo­tio­na­len An­reiz an­ge­regt.

Edel­mann, Wal­ter: In­trin­si­sche und ex­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on. bauberufe.eu (PDF) (02/2017).

  • Wis­sen Sie was pas­siert, wenn Sie die IKEA Mö­bel er­folg­reich auf­ge­baut ha­ben? Ihr Ge­hirn schüt­tet En­dor­phi­ne aus und Sie wer­den IKEA in Zu­kunft im­mer als Ih­ren Mö­bel­händ­ler in Be­tracht zie­hen.

Mei­nen kom­for­ta­blen Ses­sel aus Pa­pier habe ich auf den Na­men Bek­väm ge­tauft. Er ist nicht nur be­quem, son­dern auch äu­ßerst funk­tio­nell. So lässt sich die Sitz­flä­che nach oben klap­pen, um die klei­nen Kis­sen or­dent­lich zu ver­stau­en. Zu­dem ist die Rü­cken­leh­ne gleich­zei­tig eine Hal­te­rung für Gruß­kar­ten. Da­mit prä­sen­tiert sich der Pa­pier­ses­sel als idea­le Ver­pa­ckung für klei­ne Ge­schen­ke.

Collage mit Papiersessel als Geschenkverpackung. Arrangiert mit Fimo Schokolade von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Bek­väm ist 12,5 Zen­ti­me­ter breit, 8,5 Zen­ti­me­ter tief und 11,5 Zen­ti­me­ter hoch. Sie möch­ten aus­pro­bie­ren, ob das Bas­teln die­ses Ses­sels bei Ih­nen eben­falls Glücks­hor­mo­ne frei­setzt? Dann er­war­ten Sie nun nicht nur die Scha­blo­nen, son­dern auch eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Auf­bau­an­lei­tung.

Bastelvorlagen für Sessel und Material

Bild von aufklappbarer Sitzfläche eines PapiersesselsZum Bas­teln ei­nes Ses­sels ver­wen­de­te ich Ton­pa­pier in drei ver­schie­de­nen Far­ben. In man­che Pa­pie­re präg­te ich un­ter­schied­li­che Mus­ter, um ei­nen le­ben­di­ge­ren Look und eine in­ter­es­san­te Hap­tik zu er­zeu­gen. Für die Ver­zie­rung nahm ich nichts wei­ter als Acryl­far­ben zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich zu­dem eine Sche­re, ein Falz­beil samt Li­ne­al, viel flüs­si­gen Kle­ber und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5) zu­recht­le­gen.

Bild eines Sitzkissens von einem Sessel aus PapierIch be­gann mit dem Zu­sam­men­bau­en der auf­klapp­ba­ren Sitz­flä­che von Scha­blo­ne #1. Hin­weis: Da­mit der Ses­sel sta­bil steht, habe ich je­des Ein­zel­teil aus zwei La­gen Ton­pa­pier her­ge­stellt. Nach­dem ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en des Sitz­pols­ters ge­falzt hat­te, ver­kleb­te ich das Bau­teil mit sich selbst. Beim Zu­sam­men­kle­ben der Sitz­flä­che muss­te ich be­son­ders dar­auf ach­ten, dass ich die Front­blen­de nicht aus­ver­se­hen am Sitz­kas­ten fest­kleb­te.

Gemütliche Armlehnen sorgen für Stabilität

Als Nächs­tes küm­mer­te ich mich um die Arm­leh­nen. Dazu fer­tig­te ich das Ele­ment von Scha­blo­ne #2 vier­mal aus Ton­pa­pier an. Di­rekt im An­schluss präg­te ich zwei der vier Ein­zel­tei­le mit ei­nem eng­ma­schi­gen Punk­te­mus­ter. Da­durch er­zeug­te ich mei­ne rei­zen­den Arm­leh­nen­au­ßen­sei­ten, die ich da­nach auf ihre in­ne­ren Ver­stär­kun­gen kleb­te. Ab­schlie­ßend muss­te ich nur noch die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en der bei­den fer­tig prä­pa­rier­ten Bau­tei­le fal­zen.

Bild vom Ankleben der Armlehne an die SitzflächeZum Ver­kle­ben der Arm­leh­nen klapp­te ich zu­nächst je­des Ein­zel­teil wie eine Bur­ger­box zu­sam­men. Da­nach kleb­te ich alle brei­ten Kle­be­la­schen an­ein­an­der. Erst ganz zum Schluss be­fes­tig­te ich die Za­cken au­ßen am Kor­pus. Im nächs­ten Schritt brach­te ich die bei­den Arm­leh­nen sym­me­trisch zu­ein­an­der am Sitz­kis­sen an. Wich­tig: Beim An­kle­ben muss­te ich auf­pas­sen, dass die Arm­leh­nen den Öff­nungs­me­cha­nis­mus des Sitz­kas­tens nicht be­hin­dern.

Bunte Rückenlehne ist eine Kartenhalterung

Bild vom Display aus Papier, welches gleichzeitig eine Kartenhalterung istDie Rü­cken­leh­ne des Ses­sels be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #3. Nach dem An­fer­ti­gen habe ich das Ele­ment mit sich selbst ver­klebt und wie ein Dis­play auf­ge­stellt. Be­vor ich die Kar­ten­hal­te­rung am Sitz­kis­sen be­fes­ti­gen konn­te, muss­te ich erst die Sitz­be­zü­ge an­brin­gen. Dazu fer­tig­te ich mir die bei­den Ele­men­te von Scha­blo­ne #4 aus wei­ßem Ton­pa­pier an.

Dar­auf­hin nahm ich vier ver­schie­de­ne Acryl­far­ben zur Hand und mal­te da­mit ein mo­der­nes Strei­fen­mus­ter auf mei­ne Pa­pier­sitz­be­zü­ge.

Collage mit Anleitungsschritten: Sitzbezüge eines Papiersessels mit Acrylfarben bemalen. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Als die Far­be ge­trock­net war, kleb­te ich die bei­den ko­lo­rier­ten Ver­zie­rungs­ele­men­te auf die Sitz­flä­che und auf die Front­sei­te des Dis­plays.

  • Di­rekt im An­schluss be­fes­tig­te ich die Rü­cken­leh­ne mit viel flüs­si­gem Kle­ber am Sitz­kas­ten und voll­ende­te da­mit mei­nen Pa­pier­ses­sel.

Kleiner Sessel erhält den letzten Schliff

Bild vom Ankleben der Frontblenden für die ArmlehnenDie Kar­ten­hal­te­rung er­zeug­te auf der Ses­sel­rück­sei­te zwei un­schö­ne Kle­be­l­i­ni­en. Ge­ne­rell sa­hen die schma­len Arm­leh­nen­sei­ten noch sehr un­sau­ber aus. Des­halb fer­tig­te ich nun noch das lat­ten­zaun­för­mi­ge Ele­ment von Scha­blo­ne #5 vier­mal aus dem glei­chen Ma­te­ri­al wie die bei­den Arm­leh­nen an. Mit dem Auf­kle­ben die­ser Blen­den form­voll­ende­te ich zum Ab­schluss den Ses­sel.

Bild von Papierkissen für einen bunten SesselAls be­son­de­re De­ko­ra­ti­on bas­tel­te ich zu­dem mit­hil­fe der­sel­ben Scha­blo­ne noch rasch drei Ton­pa­pier­kis­sen. Ge­ne­rell ist mein schi­cker Ses­sel aus Pa­pier ein sehr ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv, wel­ches kei­ne Tü­cken be­reit­hält. Für ein Ex­em­plar muss­te ich un­ge­fähr zwei Stun­den Bas­tel­zeit auf­wen­den. Ne­ben dem ein­la­den­den Aus­se­hen ge­fal­len mir an mei­nem Mö­bel­stück vor al­lem die smar­ten Ex­tras am bes­ten. Im Sitz­fach ist ge­nü­gend Platz für klei­ne Prä­sen­te und die prak­ti­sche Kar­ten­hal­te­rung in der Rü­cken­leh­ne macht es mög­lich, den Pa­pier­ses­sel als kom­plet­tes Ge­schenk zu über­rei­chen.

Fazit: Spielt IKEA mit den deutschen Tugenden?

Bild von lilafarbener Milka-Kuh aus Fimo die vor einem Papiersessel sitzt. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDass IKEA wo­mög­lich psy­cho­lo­gi­sche Tricks an­wen­det, um er­folg­reich Mö­bel ab­zu­set­zen habe ich be­reits wei­ter oben ge­schil­dert. Der Grund für den au­ßer­or­dent­li­chen Ge­schäfts­er­folg in Deutsch­land könn­te je­doch auch noch an­de­re Ur­sa­chen ha­ben. Zu den deut­schen Tu­gen­den ge­hö­ren un­ter an­de­rem Spar­sam­keit, Fleiß und Durch­hal­te­ver­mö­gen. Das sind al­les Ei­gen­schaf­ten, die mit dem IKEA Prin­zip durch­weg kom­pa­ti­bel sind.

Au­ßer­dem liebt man hier­zu­lan­de die Be­stän­dig­keit. Dies wird auch da­durch er­sicht­lich, dass Kanz­ler in der BRD ein Job mit Pla­nungs­si­cher­heit ist. IKEA spielt mit die­sen Tu­gen­den und lie­fert des­halb mei­ner Mei­nung nach mit Ab­sicht im­mer we­ni­ger Schrau­ben als er­for­der­lich aus.

Geht es euch auch im­mer so, dass min­des­tens eine Schrau­be fehlt, wenn ihr was von IKEA zu­sam­men­baut?

Didi: Feh­len­de Tei­le! ikea-fans.de (02/2017).

Denn der Mö­bel­gi­gant weiß, dass wir oh­ne­hin lie­ber un­se­re be­währ­ten Schrau­ben aus dem Obi oder Bau­haus in die Press­span­plat­ten hin­ein­dre­hen.

Tipp: Ih­nen ge­fällt das fran­zö­si­sche Club­ses­sel De­sign aber Bek­väm ist nicht ganz das Rich­ti­ge für Sie? Wie wäre es dann mit dem Rent­ner­ses­sel von Lomi?

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Osterhenne basteln

Wer eine früh­lings­haf­te Os­ter­de­ko­ra­ti­on sucht, der hat es nicht leicht. Über­all Os­ter­ha­sen. Wenn man da nicht auf­passt, sieht die Woh­nung ganz schnell aus wie ein Ka­nin­chen­zucht­ver­ein. Zur Auf­lo­cke­rung emp­feh­le ich Ih­nen des­halb mei­ne Os­ter­hen­ne aus Pa­pier. Die Glu­cke kommt mit ih­ren sechs Kü­ken, die zu­gleich Ei­er­be­cher sind, und ist eine fri­sche und zu­gleich drol­li­ge Tisch­de­ko­ra­ti­on.

Bild von einer Henne aus Papier für die Osterdekoration

Die Pa­pier­hen­ne ist 22 Zen­ti­me­ter lang und 18,5 Zen­ti­me­ter hoch. An die Hen­ne sind an je­der Sei­te drei Pa­pier­kü­ken an­ge­klebt, wel­che als Ei­er­be­cher fun­gie­ren. Die klei­nen Ei­er­be­cher bie­ten Platz für sechs Eier der Grö­ße L.

Osterhenne hat schönes Federkleid

Bild von Bastelmaterial um eine Henne aus Papier zu bastelnDas kom­plet­te Bas­tel­mo­tiv be­steht haupt­säch­lich aus Ton­pa­pier. Ich ver­wen­de­te für die Hen­ne ein Hell­grau, Gelb, Rot, Schwarz, Weiß und Beige. Das Fe­der­kleid der Tisch­de­ko­ra­ti­on ist aus Sei­den­pa­pier. Die sü­ßen Kü­ken be­stehen aus Ton­pa­pier in ver­schie­de­nen Gelb­tö­nen, Weiß, Schwarz und Oran­ge. Als Bas­tel­werk­zeu­ge ka­men eine Sche­re, flüs­si­ger Kle­ber, ein Bas­tel­mes­ser, ein Lo­cher, Sil­ber­mar­ker und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1/#2/#3) zum Ein­satz.

Bild von Papierelemente die zusammengebaut eine Henne ergebenWid­men Sie sich zu­nächst der Hen­ne (Scha­blo­ne #1 und #2). Ich zeich­ne­te die Ele­men­te für den Kör­per auf hell­grau­es, Au­gen, Schna­bel und Hah­nen­kamm auf bun­tes Ton­pa­pier auf. Das Fe­der­kleid (Scha­blo­ne #2) kommt auf wei­ßes Sei­den­pa­pier. Nach dem Sie die Ele­men­te aus­ge­schnit­ten ha­ben, kle­ben Sie zu­nächst den Schna­bel plus Hah­nen­kamm auf eine Kör­per­hälf­te auf. An­schlie­ßend wird die zwei­te Kör­per­hälf­te dar­über ge­klebt.

Bilder vom Aufkleben des Federkleids einer PapierhenneNun wird das Ton­pa­pier mit dem Sei­den­pa­pier be­klebt. Die Struk­tur die­ses Spe­zi­al­pa­piers er­zeugt ei­nen op­ti­schen Ef­fekt und die Hen­ne hat da­mit ein Fe­der­kleid. Die Flü­gel aus Ton­pa­pier wer­den auch zu­nächst auf die Hen­ne auf­klebt und dann mit dem Sei­den­pa­pier ver­klei­det. Ab­schlie­ßend wird die Os­ter­hen­ne noch ver­ziert.

Bilder vom Zusammenbau eines PapierhühnerkopfesZu gu­ter Letzt kleb­te ich die wei­ßen Au­gen und das für Hen­nen ty­pi­sche rote Hals­ele­ment am Kopf an. Die Pu­pil­len, auch für die Kü­ken, stanz­te ich mit ei­nem Lo­cher aus Ton­pa­pier aus und kleb­te die­se auf. Zur Ver­deut­li­chung der Au­gen­par­tie be­kommt die Pa­pier­hen­ne noch ei­nen beige­far­be­nen Halb­mond an den Hin­ter­kopf ge­klebt und ist an­schlie­ßend fer­tig. Nun wird es Zeit für die Ei­er­be­cher.

Papierküken sind Eierbecher

Bild von Bastelmesser, welches ein Papierelement einschneidet

Al­les was Sie für die Pa­pier­kü­ken be­nö­ti­gen be­fin­det sich auf Scha­blo­ne #3. Das Haupt­ele­ment habe ich mit ei­nem Bas­tel­mes­ser links und rechts ein­ge­schnit­ten. In die Ein­schnit­te wer­den die bei­den Flü­gel ein­ge­scho­ben, nach au­ßen ge­knickt und fest­ge­klebt. An­schlie­ßend wird das Band, wie ein Ser­vi­et­ten­ring zu­sam­men­ge­fal­tet und ver­klebt.

Bild vom Zusammenbauen eines Eierbechers der aussieht wie ein KükenDurch die­se raf­fi­nier­te Steck­tech­nik ste­hen die Flü­gel­chen des Kü­kens von al­lei­ne und sym­me­trisch ab. Nun kle­ben Sie das Ge­sicht des Ei­er­be­chers auf. Je­des der sechs Kü­ken be­kommt ei­nen klei­nen Hah­nen­kamm, zwei Au­gen mit Pu­pil­len und ei­nen Schna­bel, wel­chen Sie vor­her leicht kni­cken müs­sen, auf­ge­klebt. Da­mit die Os­ter­hen­ne noch far­ben­fro­her aus­sieht emp­feh­le ich Ih­nen, für je­des Kü­ken ei­nen an­de­ren Gelb­ton zu ver­wen­den.

Tischdekoration steht von alleine

Bild einer Papierhenne mit sechs Küken von oben fotografiert

Neh­men Sie nun die Pa­pier­hen­ne zur Hand und kle­ben Sie links und rechts, je­weils ein Kü­ken in die Mit­te.  Die wei­te­ren Kü­ken bzw. Ei­er­be­cher wer­den jetzt so­wohl an die Hen­ne als auch an das mitt­le­re Kü­ken ge­klebt. Durch die­se aus­ge­klü­gel­te Tech­nik ha­ben Sie eine sta­bil ste­hen­de Tisch­de­ko­ra­ti­on. Be­füllt mir Os­ter­ei­ern lädt die­se nicht nur zum Zu­grei­fen ein, son­dern er­zeugt im Raum auch eine fri­sche und früh­lings­haf­te At­mo­sphä­re.

Tipps und Fazit

Be­son­ders gut ge­fällt mir an die­ser Os­ter­de­ko, dass die­se be­lie­big er­wei­ter­bar ist. Sie kön­nen so vie­le Kü­ken bas­teln, wie Sie möch­ten und die­se ent­we­der mit an der Hen­ne fest­kle­ben oder, um das Bas­tel­mo­tiv ver­tei­len. So wirkt die Tisch­de­ko­ra­ti­on noch vo­lu­mi­nö­ser.

Für eine Os­ter­hen­ne mit sechs Kü­ken be­nö­tig­te ich zir­ka 90 Mi­nu­ten Bas­tel­zeit. Für Kin­der ist das Mo­tiv eben­so sehr gut ge­eig­net, be­son­ders die klei­nen Ei­er­be­cher­kü­ken wer­den es den Klei­nen an­tun.

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Osterhase zieht Kutsche - Tischdekoration

Egal ob Wohnzimmer- oder Ess­zim­mer­tisch, wenn Sie noch eine schö­ne De­ko­ra­ti­on für Os­tern su­chen, kann ich Ih­nen mei­ne Os­ter­kut­sche emp­feh­len. Die­se Tisch­de­ko­ra­ti­on sieht nicht nur gut aus, son­dern ist auch funk­tio­nell. Die Kut­sche bie­tet ge­nug Platz zum Auf­be­wah­ren von Os­ter­ei­ern oder Sü­ßig­kei­ten.

Bild von einem Papierosterhasen der eine Kutsche zieht

Das Bas­tel­mo­tiv, be­stehend aus ei­nem Ha­sen der eine Kut­sche zieht, hat eine Ge­samt­län­ge von 30 Zen­ti­me­tern. Die Kut­sche ist 10 Zen­ti­me­ter (in­klu­si­ve der Rä­der) hoch, 9 Zen­ti­me­ter lang und 8 Zen­ti­me­ter breit. Auf­ge­sta­pelt pas­sen fünf ge­färb­te Os­ter­ei­er der Grö­ße M hin­ein.

Zweidimensionaler Osterhase aus Papier

Bild von Material zum Basteln einer Osterkutsche

Zum Bas­teln die­ses Mo­tivs be­nö­ti­gen Sie ein gro­ßes Re­per­toire an Ton­pa­pier. Ich ver­wen­de­te die Far­ben Weiß, Grün, Lila, Gelb, Oran­ge, Beige und Braun. Zur Ver­zie­rung nahm ich ei­nen Sil­ber­mar­ker, ein Sa­tin­band und eine Zick-Zack-Schere zur Hil­fe. An­sons­ten be­nö­ti­gen Sie die üb­li­chen Bas­tel­werk­zeu­ge wie eine Sche­re, ei­nen Blei­stift, Bas­tel­mes­ser, flüs­si­gen Kle­ber, Falz­beil und Li­ne­al, so­wie mei­ne bei­den DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1/#2).

Bild von ausgeschnittenem Tonpapier für einen OsterhasenBe­gin­nen Sie mit dem Os­ter­ha­sen, die­ser be­fin­det sich auf der ers­ten Scha­blo­ne. Zeich­nen Sie die Ele­men­te auf Ton­pa­pier auf, so er­hal­ten Sie nach dem Aus­schnei­den elf Ein­zel­tei­le. Zu­nächst neh­me ich die bei­den Ele­men­te für die Ja­cke, ein Bas­tel­mes­ser und eine schnitt­fes­te Un­ter­la­ge zur Hand. Nun schnei­de ich die Ja­cken­hälf­ten ein, hier wer­den spä­ter die Zü­gel ein­ge­steckt.

Bilder vom Zusammenbau der Papierosterhasens

Beim Auf­kle­ben der Ja­cken­hälf­ten gibt es ei­ni­ges zu be­ach­ten. Kle­ben Sie die­se nur an den Rän­dern und nicht in der Mit­te fest. Sie be­nö­ti­gen den Frei­raum in der Mit­te für die Zü­gel. An­schlie­ßend kle­ben Sie die Hin­ter­bei­ne und die Ele­men­te für die Au­gen, so­wie die Oh­ren auf. Die Pu­pil­len der Au­gen ver­zier­te ich di­rekt mit ei­nem Sil­ber­mar­ker.

Bild von einem Papierosternhasen mit eingesteckten ZügelnUm den Hals, band ich dem Ha­sen noch eine Schlei­fe aus Sa­tin­band. Die bei­den Pa­pier­zü­gel (sie­he Scha­blo­ne #2), sind aus farb­lich pas­sen­dem Ton­pa­pier. Die­se wer­den bis zum An­schlag in die Ja­cke des Os­ter­ha­sens ge­scho­ben und nicht ge­klebt. Die Zü­gel sind au­ßer­dem da­für ver­ant­wort­lich, dass der Hase ste­hen kann. Der ers­te Teil ist nun voll­endet, nun wird die Pa­pier­kut­sche ge­bas­telt.

Papierkutsche für Ostereier basteln

Bild von einzelnen Tonpapierteilen für eine OsterkutscheAl­les was Sie für die Kut­sche be­nö­ti­gen, fin­den Sie auf der zwei­ten Scha­blo­ne. Os­tern ist schließ­lich im Früh­ling, des­halb ent­schied ich mich für hel­le und leuch­ten­de Far­ben aus Ton­pa­pier. Be­vor das Kle­ben be­ginnt, nahm ich das größ­te Ele­ment der Kut­sche und falz­te die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en mit­hil­fe ei­nes Falz­beils und ei­nes Li­ne­als.

Bilder vom Zusammbau einer PapierosterkutscheAuf die obe­ren Kon­tu­ren der Os­ter­kut­sche kleb­te ich zur Ver­zie­rung gel­bes Ton­pa­pier. Stel­len Sie jetzt das gro­ße Kut­schen­ele­ment auf und neh­men Sie die Sei­ten­tei­le zur Hand. Ähn­lich wie bei der Ja­cke des Ha­sen, kön­nen Sie die Sei­ten nicht kom­plett fest­kle­ben. An der Vor­der­sei­te der Pa­pier­kut­sche las­sen Sie die Mit­te of­fen, um spä­ter die Zü­gel dort ein­schie­ben zu kön­nen.

Abschließende Verzierungen der Osterkutsche

Bild von bunter PapierkutscheDie früh­lings­haf­te Os­ter­kut­sche be­kommt nun noch eine Wie­se aus grü­nem Ton­pa­pier, wel­che ich mit ei­ner Zick-Zack-Schere aus­schnitt, auf­ge­klebt. Auf der Wie­se wach­sen schö­ne Pa­pier­tul­pen. Zu gu­ter Letzt kleb­te ich noch die vier Rä­der an und ver­band durch die Zü­gel die Kut­sche mit dem Ha­sen. Die lus­ti­ge und nütz­li­che Tisch­de­ko­ra­ti­on ist da­mit ein­satz­be­reit.

Fazit

Die süße Kut­sche be­weist mal wie­der, das Bas­tel­mo­ti­ve nicht nur de­ko­ra­tiv, son­dern auch nütz­lich sein kön­nen. Die­ses Jahr zu Os­tern ziert eine Kut­sche mei­nen Ess­tisch ge­füllt mit ge­färb­ten Os­ter­ei­ern.

Be­son­ders gut ge­fällt mir bei die­sem Mo­tiv, dass es aus­schließ­lich aus Ton­pa­pier be­steht. Da­mit ist die Os­ter­kut­sche per­fekt für Men­schen ge­eig­net, die erst mit dem Bas­teln an­ge­fan­gen und noch nicht so viel Ma­te­ri­al ha­ben. Als Bas­tel­zeit kön­nen Sie zir­ka 60 Mi­nu­ten ver­an­schla­gen.

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