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Wappen zum Ausmalen: Rechenspiele für kleine Heraldiker

Par­don, für wen bre­chen Sie Ihre Lan­ze? Das könn­te vor vie­len Tau­send Jah­ren eine oft ge­stell­te Fra­ge auf Schlacht­fel­dern ge­we­sen sein. Denn be­vor es Wap­pen und Uni­for­men gab, sa­hen die Sol­da­ten bei­der Kriegs­par­tei­en so ziem­lich alle gleich aus. Zur Ori­en­tie­rung be­fan­den sich zwar ei­ni­ge we­ni­ge Fah­nen­trä­ger im Pulk, die­se konn­ten ei­nem je­doch auch nicht im­mer si­cher sa­gen, wel­che der un­zäh­li­gen Lan­zen­trä­ger dem Feind an­ge­hör­ten. Die Ho­pli­ten wa­ren an­ti­ke grie­chi­sche Sol­da­ten in schwe­rer Rüs­tung und die Ers­ten, die zur Iden­ti­fi­zie­rung Em­ble­me auf ihre Schil­de mal­ten. Seit­dem ent­wi­ckel­te sich das Wap­pen zum vi­su­el­len Trä­ger kul­tu­rel­ler In­for­ma­tio­nen und steht wie kein zwei­tes Sym­bol für Be­sitz und Zu­ge­hö­rig­keit.

The an­ci­ent Greeks were one of the first cul­tures to em­brace he­ral­d­ry or war art. The hea­vi­ly ar­med war­ri­ors known as ho­pli­tes took their name from the Greek word ho­plon which me­ans (tool or shield) and de­co­ra­ted their shields with the images of gods [...].

Leh­man, John: The Histo­ry of He­ral­d­ry. coadb.com (02/2017).

Un­se­re drei Mal­spie­le bie­ten nicht nur die un­ter­schied­lichs­ten Wap­pen zum Aus­ma­len, son­dern hel­fen auch da­bei, der nächs­te Re­chen­kö­nig zu wer­den. Denn nur küh­le Rech­ner wis­sen, wie vie­le Män­ner es braucht, um die Trutz­burg des Lan­des­fein­des ein­zu­neh­men.

Bunte Rechenspiele für Kinder

Malspiel für Kinder: Wappen zum Ausmalen - Könige und Ritter im Mittelalter. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinIn den Wap­pen­schil­dern die­ses Mal­spiels be­fin­den sich Re­chen­auf­ga­ben, die für Grund­schü­ler in der vier­ten Klas­se ge­eig­net sind. Das Er­geb­nis der ers­ten Auf­ga­be in ei­nem Schild ist da­bei gleich­zei­tig ein Be­stand­teil der dar­auf­fol­gen­den Glei­chun­gen. Die Un­be­kann­ten sind pas­send zur Sze­ne­rie als be­lieb­te Wap­pen­sym­bo­le dar­ge­stellt. Ne­ben ed­len Rit­tern des Spät­mit­tel­al­ters bie­tet das Mal­spiel auch eine Burg zum Aus­ma­len. Auf­grund der Tat­sa­che, dass die Re­nais­sance oh­ne­hin die Blü­te­zeit der He­ral­dik war, war­ten zu­dem die Wap­pen von Kai­ser Karl V., Kö­nig Hein­rich VIII., Kö­nig Franz I. und die Lu­ther­ro­se dar­auf ko­lo­riert zu wer­den.

Bild von Ritterturm mit dem Wappen der Kreuzritter aus Fimo. Modelliert von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinEta­bliert hat sich das Wap­pen­we­sen im 12. Jahr­hun­dert. In die­ser hoch­mit­tel­al­ter­li­chen Zeit­epo­che ei­nig­ten sich die vie­len mit­tel­eu­ro­päi­schen Adels­ge­schlech­ter auf eine Norm, wie ein Fa­mi­li­en­wap­pen kor­rekt zu füh­ren sei. Auf dem ers­ten all­ge­mein an­er­kann­ten Wap­pen (eng­lisch coat of arms) be­fan­den sich sechs gol­de­ne Lö­wen auf blau­em Grund. Es ge­hör­te dem Fran­zo­sen Gott­fried V., wel­cher der Graf von An­jou war.

This sys­tem was de­ve­lo­ped in nort­hern Eu­ro­pe in the mid-12th cen­tu­ry for the pur­po­se of iden­ti­fi­ca­ti­on and was very wi­de­ly adop­ted by kings, prin­ces, knights and other ma­jor power hol­ders throughout wes­tern Eu­ro­pe.

An­ony­mous: Coats of Arms. historic-uk.com (02/2017).

Nur we­ni­ge Jah­re spä­ter ent­stand das Wap­pen von Kai­ser Otto IV. von Braun­schweig. Der ihm zu­ge­teil­te schwar­ze dop­pel­köp­fi­ge Reichs­ad­ler auf gol­de­nem Grund ge­hör­te da­mit zum Adels­ge­schlecht der Wel­fen und ist der Vor­fah­re des Staats­wap­pens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

Kirchliche Würdenträger und ihre Wappen

Malspiel: Kirchenwappen zum Ausmalen mit Rechenaufgaben für Grundschulkinder. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinIn die­sem Mal­spiel müs­sen zehn Re­chen­py­ra­mi­den ge­löst wer­den. Dazu ist es not­wen­dig, jede ein­zel­ne Zahl in der Py­ra­mi­de mit der Nach­bar­zahl zu ad­die­ren. Das Er­geb­nis wird dar­auf­hin in die nächst­hö­he­re Zei­le über­tra­gen, in der die Auf­ga­be von Neu­em be­ginnt. Da­nach bie­tet die Vor­la­ge zahl­rei­che Kir­chen­wap­pen zum Aus­ma­len. Par­al­lel zu den Fürs­ten leg­ten sich näm­lich auch geist­li­che Wür­den­trä­ger ei­ge­ne Wap­pen zu. Dies war not­wen­dig, denn im Hei­li­gen Rö­mi­schen Reich Deut­scher Na­ti­on wa­ren Bi­schö­fe in ih­ren Bis­tü­mern die Ter­ri­to­ri­al­her­ren. Kir­chen­wap­pen sind gleich­zei­tig Rang­ab­zei­chen. Die An­zahl und die Far­ben der Quas­ten an ei­nem Schild sa­gen aus, wie hoch das Amt des Kir­chen­ver­tre­ters ist.

Die römisch-katholische Kir­che hat für ihre Wür­den­trä­ger be­stimm­te, stets gleich­blei­ben­de he­ral­di­sche Rang­ab­zei­chen ent­wi­ckelt, [...].

Kre­jcik z Ra­di­mo­vic, Miku­las: Die He­ral­dik der römisch-katholischen Kir­che. heraldik-1a.com (02/2017).

Bild vom Papstwappen von Benedikt XVI. Ausgemalt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDies lässt sich in die­sem Re­chen­spiel auf dem die Wap­pen ei­nes Pries­ters und ei­ner Äb­tis­sin zum Aus­ma­len be­reit­ste­hen sehr gut nach­voll­zie­hen. Au­ßer­dem thront in der Vor­la­gen­mit­te das Papst­wap­pen von Be­ne­dikt XVI. Üb­ri­gens, so­bald ein Kar­di­nal zum Papst be­ru­fen wird, muss sich die­ser um­ge­hend ein neu­es Wap­pen zu­sam­men­stel­len. Die­ses wird dann in den Va­ti­ka­ni­schen Gär­ten aus Pflan­zen nach­ge­bil­det.

In die­ses „le­ben­di­ge“ Kunst­werk wird viel Zeit und Ma­te­ri­al in­ves­tiert; an die 5800 Pflan­zen wer­den für die de­tail­ge­treue Dar­stel­lung be­nö­tigt.

Schult­ze, Frank: Dem Pe­ters­dom aufs Dach stei­gen. schultze-mit-tz.de (02/2017).

Extraordinäre Schildhalter für Kunstliebhaber

Kostenlose Rechenspiele für Grundschule: Wappen und Ritterburgen. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDie Rit­ter­bur­gen auf die­sem Mal­spiel sind in je­weils acht num­me­rier­te Tei­le un­ter­glie­dert. Das klei­ne Wap­pen­schild vor je­der Burg zeigt ei­nen Di­vi­sor an. Wel­che Bur­g­ele­men­te las­sen sich durch die Zahl im Wap­pen tei­len? Die rich­ti­gen Burg­stü­cke dür­fen dann ge­folgt von den gro­ßen Schild­trä­gern aus­ge­malt wer­den. Die op­tio­na­len Pracht­stü­cke ha­ben rein de­ko­ra­ti­ve Zwe­cke, die ger­ne dazu ver­wen­det wur­den, um den Wap­pen­in­halt noch­mals zu be­to­nen. Denn wäh­rend­des­sen das Wap­pen­bild streng die he­ral­di­schen Re­geln be­fol­gen muss­te, durf­te der Schild­hal­ter nach ei­ge­nem Gus­to ge­wählt wer­den. Die Blick­rich­tung des Schild­hal­ters hat al­ler­dings eine tie­fe­re Be­deu­tung. So ste­hen bei­spiels­wei­se nach au­ßen bli­cken­de Fi­gu­ren für Wach­sam­keit und Ver­tei­di­gungs­wil­len.

Wi­der­se­hen­de Schild­hal­ter sind trotz der et­was un­na­tür­li­chen Pose sehr be­liebt, weil sie qua­si wach­sam nach au­ßen bli­cken und den von ih­nen ge­stütz­ten Schild ver­tei­di­gen.

Bern­hard, Pe­ter: Schild­hal­ter. dr-bernhard-peter.de (02/2017).

Fazit: Wappen sind lebendige europäische Geschichte

Als di­rek­ter Nach­kom­me zwei­er Baby-Boomer weiß ich per­sön­lich lei­der sehr we­nig über die He­ral­dik. Es ist ver­ständ­lich, dass die Ge­nea­lo­gie in den Jah­ren nach 1945 ver­pönt war und man sich lie­ber der Ge­gen­wart wid­me­te. Das führ­te mei­ner Mei­nung nach je­doch dazu, dass ge­ra­de Tei­le mei­ner Ge­nera­ti­on in ei­ner Iden­ti­täts­kri­se ste­cken. Das wie­der­um könn­te auch die Ant­wort auf die Fra­ge sein, war­um die Eu­ro­päi­sche Uni­on als nach­voll­zieh­ba­res Kon­strukt der Nach­kriegs­ge­nera­ti­on ste­ti­ge Pro­ble­me mit der Le­gi­ti­ma­ti­on hat.

Die Eu­ro­päi­sche Uni­on exis­tiert über­haupt nur als recht­li­ches Ge­bil­de [...].

Grimm, Die­ter: alpha-Lógos Eu­ro­pa - die Macht und das Recht. br.de (02/2017).

Ich hät­te auf je­den Fall ger­ne ge­wusst, wer mein Ur­ur­groß­va­ter war und ob mei­ne Vor­fah­ren be­reits ein Fa­mi­li­en­wap­pen führ­ten. Viel­leicht star­te ich die­se Tra­di­ti­on wie­der mit mei­ner Fa­mi­lie und las­se ein neu­es Wap­pen in ei­ner Wap­pen­rol­le re­gis­trie­ren. So könn­ten mei­ne Ur­ur­en­kel ein­mal nach­voll­zie­hen, wer ich war und was mei­ne Frau und ich so ge­macht ha­ben.

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Schuhe zum Ausmalen - Rätselspiele für Kinder

Nun ein­mal ehr­lich, wie vie­le Paar Schu­he be­sit­zen Sie? Höchst­wahr­schein­lich zu vie­le, denn dass es auch völ­lig ohne Schuh­werk geht, be­wei­sen die mehr als 200 in­di­ge­nen Völ­ker Bra­si­li­ens. Wer die Be­rich­te rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olym­pi­schen Spie­le 2016 über die dort le­ben­den Na­tur­men­schen ver­folg­te, der könn­te schnell mei­nen, dass Schu­he eine re­la­tiv neue Er­fin­dung sein müs­sen. Denn, egal, ob völ­lig nack­te Zo’é oder Bast­rock tra­gen­de Ka­tu­ki­na, alle bra­si­lia­ni­schen Ur­ein­woh­ner­stäm­me lie­fen in den Re­por­ta­gen bar­fuß durch die Sze­ne­rie.

Bild von bunten Sandalen aus Papier mit Bärenlutscher aus FIMO (DAoCFrEak)Wir Mit­tel­eu­ro­pä­er müs­sen je­doch kein schlech­tes Ge­wis­sen ha­ben, wenn wir für je­den An­lass und für je­des Wet­ter die pas­sen­den Schu­he be­sit­zen, denn schließ­lich ging schon der Sohn Got­tes nir­gend­wo hin ohne sei­ne Je­sus­lat­schen. Die­ses char­man­te Syn­onym für San­da­len be­legt zu­gleich, dass ein pas­sen­des Schuh­werk schon lan­ge die Füße des Men­schen klei­det.

Je­sus Chris­tus konn­te sei­ner­zeit auf eine Schuh­tech­no­lo­gie zu­rück­grei­fen, die be­reits weit mehr als 1700 Jah­re alt war, denn San­da­len mit ei­ner Holz­soh­le und Le­der­rie­men wur­den schon von den al­ten Ägyp­tern ge­tra­gen, wie Grab­fun­de be­wei­sen.

San­dal made of wood with lea­ther strap.

The Bri­tish Mu­se­um: San­dal EA41578. britishmuseum.org (08/2016).

Bild von Fimo Sneakers von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinWer den gan­zen Tag schwe­re Stei­ne über den hei­ßen Sand zie­hen muss­te, um Py­ra­mi­den zu bau­en, könn­te na­tür­lich auf die Idee ge­kom­men sein et­was zu er­fin­den, was sei­ne Füße schützt. Doch auch die Ägyp­ter kann­ten be­reits Schu­he und pass­ten die­se nur auf ihre kli­ma­ti­schen Be­din­gun­gen an. Es ist so­gar ein we­nig ver­wun­der­lich, dass die sonst so mo­de­be­wuss­ten Alt­ägyp­ter noch pri­mi­ti­ve San­da­len tru­gen. Schließ­lich hau­ten be­reits die Vor­läu­fer der höl­zer­nen Rie­men­schu­he, wel­che die Mo­de­za­ren des Jung­pa­läo­li­thi­kums aus Bei­fuß Rin­de fer­tig­ten, schon kei­ne zeit­ge­nös­si­sche Fa­shio­nis­ta mehr vom Mam­mut.

Sa­ge­brush bark san­dals from Fort Rock Cave, si­mi­lar to spe­ci­mens ra­dio­car­bon da­ted from 10,500 - 9,300 ye­ars old.

Con­nol­ly, Tom: The World’s Ol­dest Shoes. pages.uoregon.edu (08/2016).

Welche Schuhtypen gibt es?

Dass lang­wei­li­ge San­da­len nicht das Maß al­ler Din­ge im an­ti­ken Ägyp­ten sein muss­ten, be­weist der Fund von ge­schlos­se­nen Schu­hen im schi­cken Mokassin-Design, die be­reits 3500 vor Chris­tus her­ge­stellt wur­den.

A com­ple­te shoe was dis­co­ve­r­ed at the Areni-1 Cave in Ar­me­nia, and re­por­ted in 2010. It was a moccasin-type shoe [...].

Hirst, Kris, K.: Histo­ry of Shoes. archaeology.about.com (08/2016).

Im Ge­gen­satz zu Kleo­pa­tra I. sind die Frau­en heu­te in der glück­li­chen Lage, nicht nur zwi­schen kar­gen of­fe­nen San­da­len und kunst­lo­sen ge­schlos­se­nen Schu­hen aus­zu­wäh­len, son­dern kön­nen auf ein gan­zes Schuh­sam­mel­su­ri­um zu­rück­grei­fen.

Bild von Malspiel "Welche Schuhtypen gibt es"Un­ser ers­tes Mal­spiel ist ein Bil­der­rät­sel, wel­ches zeigt, dass seit frü­her min­des­tens 19 wei­te­re Schuh­ty­pen er­fun­den wur­den. Je­der ab­ge­bil­de­te Schuh trägt eine Num­mer und ist da­mit ei­ner Zei­le zu­ge­teilt, in die­se die ge­naue Schuh­be­zeich­nung ge­schrie­ben wer­den muss. Sind alle Fel­der rich­tig aus­ge­füllt? Dann er­ge­ben die num­me­rier­ten Käst­chen beim ver­ti­ka­len Le­sen den Lö­sungs­sat­z¹. Nach ge­ta­ner Ar­beit bie­tet das Rät­sel jede Men­ge Ge­le­gen­heit die an­ge­sag­ten Crocs, Wed­ges und Snea­kers aus­zu­ma­len. Üb­ri­gens der Ur­sprung der Tat­sa­che, dass wir heut­zu­ta­ge zu ver­schie­de­nen An­läs­sen im­mer un­ter­schied­li­che Schu­he tra­gen, ist im Mit­tel­al­ter zu fin­den. Denn war das Schuh­werk bis da­hin ein un­spek­ta­ku­lä­res, nütz­li­ches Klei­dungs­stück, än­der­te sich das ab 800 nach Chris­tus rasch.

  • Schu­he wur­den zum Sta­tus­sym­bol. Je län­ger die Spit­ze des Schuhs war, umso ei­nen hö­he­ren Stand hat­te sein Trä­ger. Dem­entspre­chend tru­gen Kö­ni­ge und de­ren Ge­folgs­leu­te Schu­he mit ganz lan­gen Ze­hen­spit­zen.

Foot­we­ar styles con­ti­nued to chan­ge du­ring the Me­di­eval age. The length of one’s toe was an in­di­ca­ti­on of sta­tus. The King and his court had shoes with the lar­gest toes. This style wasn’t worn by wo­men.

Ken­ne­dy, Da­vid: The Histo­ry of shoes. northampton.gov.uk (08/2016).

Schöne Schuhe wollen geputzt werden

Bild von Strafarbeit für Schüler - Schuhe putzen und rechnenMit der auf­kom­men­den Schuh­mo­dell­viel­falt und der stän­dig wech­seln­den Mode ent­stand im 18. Jahr­hun­dert der Be­ruf des Schuh­put­zers. Eine äu­ßerst nie­de­re Tä­tig­keit, die von sehr ar­men Men­schen aus­ge­führt wur­de. Um sau­be­re Schu­he geht es auch in die­sem Re­chen­spiel. Ziel ist es, die Zah­len­rei­he fort­zu­set­zen. Da­bei muss ad­diert, sub­tra­hiert, mul­ti­pli­ziert und di­vi­diert wer­den, bis am Ende die rich­ti­ge Lö­sungs­zahl² ein­ge­setzt wer­den kann. Die Zwi­schen­er­geb­nis­se schlän­geln sich um ei­nen Jun­gen, der kni­end noch ei­nen gan­zen Berg schmut­zi­ger Schu­he put­zen muss. Er war­tet nur dar­auf, dass je­mand die Auf­ga­be rich­tig löst und end­lich et­was Far­be in sein Le­ben bringt.

  • Ganz so trist wie in den längst ver­gan­ge­nen Zei­ten ist der Be­ruf des Schuh­put­zers nicht mehr. Als Dienst­leis­ter der Bour­geoi­sie ist es mit die­ser Tä­tig­keit heu­te mög­lich, ein lu­kra­ti­ves Ein­kom­men zu er­zie­len.

[...] kommt zu ih­nen ins Büro, nach Hau­se oder lässt sich von Fir­men auf Mes­sen und Ver­an­stal­tun­gen bu­chen, auf de­nen er kos­ten­los die Schu­he der Kun­den rei­nigt. Da­für er­hält er zwi­schen 500 und 1000 Euro täg­lich [...].

Haug, Kris­tin: Schu­he ma­chen Leu­te. faz.net (08/2016).

Wo ist nur der zweite Schuh hin?

Bild von Rätselvorlage für Kinder zum Ausmalen - wo ist der Schuh hin?Ha­ben Sie schon ein­mal Ih­ren zwei­ten Schuh ver­lo­ren? Mir pas­sier­te das als Kind öf­ter. Das lag dar­an, dass mein Zim­mer Sa­chen ver­schwin­den las­sen konn­te. Es lohn­te sich auch nicht da­nach zu su­chen, denn nach ei­ni­gen Ta­gen war der ver­lo­ren ge­gan­ge­ne Ge­gen­stand plötz­lich wie­der da. In die­sem Such­spiel hat die Mut­ter nicht so viel Zeit ab­zu­war­ten, denn es sind gleich acht Schu­he im Cha­os des Kin­der­zim­mers ver­schwun­den. Die ge­such­ten Schu­he tra­gen Buch­sta­ben, die in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge das Lö­sungs­wor­t³ er­ge­ben. Die Auf­ga­be ist be­son­ders schwer, denn nicht alle Schu­he, die im Zim­mer um­her­flie­gen müs­sen ge­fun­den wer­den. Tipp: Am ein­fachs­ten ist es, wenn vor dem Zu­ord­nen iden­ti­sche Schu­he mit den glei­chen Far­ben aus­ge­malt wer­den.

Fazit: Kein Klischee - besonders Frauen lieben Schuhe

Als aus­ge­wach­se­ner Mann ver­fü­ge ich über ins­ge­samt neun Paar Schu­he, wo­bei sich dar­un­ter na­tür­lich auch Sport­schu­he und Win­ter­schu­he be­fin­den. Ich wüss­te nicht, für wel­ches Ein­satz­ge­biet ich noch wei­te­res Schuh­werk kau­fen soll­te. Dass Frau­en ein­fach wahl­los Schu­he kau­fen ist ein Vor­ur­teil, denn auch beim schö­nen Ge­schlecht gibt es eine na­tür­li­che Sät­ti­gungs­gren­ze. So fand eine bri­ti­sche Stu­die her­aus, dass eine durch­schnitt­li­che, er­wach­se­ne Frau nicht mehr als 40 Paar Schu­he be­sitzt.

[...] the average Bri­tish wo­man has so­me­thing like 35 or 40 pairs of shoes [...].

Uni­ver­si­ty of War­wick: Shoes - a histo­ry. youtube.com (08/2016).

Bild von rotem Nikolausstiefel von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünsterlinDie meis­ten in­di­ge­nen Völ­ker Bra­si­li­ens wur­den im 19. Jahr­hun­dert von aben­teu­er­lus­ti­gen Eth­no­lo­gen und Na­tur­for­schern ent­deckt. Wä­ren dar­un­ter mehr Frau­en ge­we­sen, könn­te es durch­aus sein, dass die Ur­ein­woh­ne­rin­nen zwar im­mer noch wei­test­ge­hend un­be­klei­det durch das Ama­zo­nas­ge­biet strei­fen, je­doch wür­den die­se dann wahr­schein­lich im­mer dar­auf ach­ten, da­bei schö­ne Schu­he zu tra­gen.

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¹Wer bar­fuß geht, den drü­cken die Schu­he nicht
²20
³Schuh­schrank

Bienen zum Ausmalen - Rätselspiele für Kinder

In der längst ver­gan­ge­nen deut­schen Bier­gar­ten­kul­tur der 1980er und 1990er Jah­re gab es an je­dem Tisch im­mer die­se eine Bie­ne, die pe­ne­trant ih­ren Rüs­sel in das Glas mit Spe­zi tau­chen woll­te. Meis­tens fuch­tel­te man dann so lan­ge mit den Hän­den um­her, bis das Bi­en­chen ver­schwand. Ein Feh­ler, denn kurz dar­auf kam sie wie­der und brach­te ihre Freun­din­nen mit. Nicht etwa, um aus Ra­che zu ste­chen, son­dern um ge­mein­sam die süße Flüs­sig­keit zu schlür­fen.

Bild von Biene Maja aus Fimo (DAoCFrEak)Wenn eine Ar­bei­ter­bie­ne näm­lich eine viel­ver­spre­chen­de Nah­rung fin­det, dann fliegt sie zu­rück in den Bie­nen­stock und sagt al­len an­de­ren be­scheid, wo es was Le­cke­res zu fut­tern gibt. Nun könn­te man mei­nen, dass sie da­bei summt, um sich mit­zu­tei­len, doch weit ge­fehlt. Ähn­lich aus­drucks­stark wie Mad­die Zieg­ler tanzt sie fi­li­gran um­her. Da­bei han­delt es sich so­zu­sa­gen um ei­nen Son­nen­tanz, denn an die­sem Stern ori­en­tie­ren sich die flei­ßi­gen In­sek­ten. Tanzt eine Bie­ne bei­spiels­wei­se ei­nen 90 Grad Bo­gen nach links, wis­sen da­mit ihre Kol­le­gin­nen, dass sich 90 Grad links von der Son­ne eine Köst­lich­keit be­fin­det.

If a bee dan­ces 90 de­grees to the left, then bees lea­ving the hive should fly 90 de­grees to the left of the sun [...].

Geor­gia Tech Col­le­ge of Com­pu­ting: The Wagg­le Dance of the Ho­ney­bee. youtube.com (04/2016).

Bild von Origami Sonnenblume (DAoCFrEak)Die­ser Um­stand war na­tür­lich auch vie­len Bier­gar­ten­be­su­chern be­kannt, die des­halb ver­such­ten, die Bie­ne zu fan­gen. Schnell auf das Glas oder den Aschen­be­cher ei­nen Bier­de­ckel ge­legt und schon war Schluss mit dem Pet­zen. Na­tür­lich wuss­te man es da­mals noch nicht bes­ser. Heu­te ge­hö­ren vie­le Bie­nen­ar­ten, Hum­meln und so­gar Hor­nis­sen zu den be­son­ders ge­schütz­ten Ar­ten und wer die­sen ein Leid zu­fügt, muss mit emp­find­li­chen Buß­gel­dern rech­nen.

Buß­geld für das Fan­gen, Ver­let­zen, Tö­ten von Wild­bie­nen so­wie für die Be­schä­di­gung oder Zer­stö­rung der Fortpflanzungs- oder Ru­he­stät­ten [...].

Ver­band für bür­ger­na­he Ver­kehrs­po­li­tik e.V.: Bie­nen und Wild­bie­nen un­ter Na­tur­schutz. tierschutz.bussgeldkatalog.org (04/2016).

Und um be­reits Kin­dern zu zei­gen, dass sich Bie­nen ih­ren Schutz red­lich ver­dient ha­ben, da die­se nicht nur gut tan­zen kön­nen, ha­ben wir drei Rät­sel­spie­le mit Bie­nen zum Aus­ma­len ent­wi­ckelt.

Buchstabenrätsel mit süßen Honigbienen

Malspiel über Bienen - Buchstabenpuzzle und BuchstabenrätselAuf die­sem zwei­tei­li­gen Quiz herrscht Cha­os. Über­all schwir­ren klei­ne Bie­nen auf der Su­che nach Nek­tar um­her. Der ers­te Teil ist ein Bil­der­rät­sel. Wo ver­ste­cken sich die acht an der lin­ken obe­ren Ecke ab­ge­bil­de­ten Bie­nen­ar­ten im Mal­spiel? Wur­den die­se von den Kids ge­fun­den und mar­kiert? Dann geht es mit dem Buch­sta­ben­rät­sel wei­ter, um das Lö­sungs­wor­t¹ her­aus­zu­fin­den. Dies ist gar nicht so ein­fach, denn die um­her­flie­gen­den Buch­sta­ben sind Frag­men­te, die im­mer nur an ei­ner Stel­le zu­sam­men­pas­sen. Zum Aus­ma­len bie­tet die­se Vor­la­ge nicht nur den Son­nen­tanz und eine be­son­ders gro­ße Bie­ne bei der Ar­beit, son­dern auch die Me­ta­mor­pho­se.

  • Auf­grund des­sen, dass eine Bie­nen­kö­ni­gin im Schnitt 1500 Eier am Tag legt, kann sie sich nicht auch noch um das Auf­zie­hen des Nach­wuch­ses küm­mern. Des­halb ist auf der Ab­bil­dung eine Am­men­bie­ne zu se­hen, die sich um die Lar­ve bis zur Ver­pup­pung küm­mert.

Wissenswertes über Bienen - 11 Quizfragen

Kinderspiel über Bienen mit 11 QuizfragenAuch auf die­sem Mal­spiel geht es dar­um, das Lö­sungs­wor­t² her­aus­zu­fin­den. Je­doch müs­sen hier­bei 11 Fra­gen über Bie­nen rich­tig be­ant­wor­tet wer­den. Doch wis­sen Sie ei­gent­lich, war­um Bie­nen so schüt­zens­wert sind? Gut, sie stel­len le­cke­ren Ho­nig und Wachs (Wa­ben) her. Auf Ers­te­res könn­te Mensch wahr­schein­lich ver­zich­ten und Wachs wird be­reits aus Par­af­fin (Erd­öl) pro­du­ziert. Viel wich­ti­ger sind je­doch die Pro­duk­te, die man nicht di­rekt aus dem Bie­nen­stock ent­neh­men kann. Denn welt­weit be­nö­ti­gen über ein Drit­tel der an­ge­bau­ten Pflan­zen Bie­nen als Be­stäu­ber. Ohne Bie­nen wür­de es also weit we­ni­ger Ge­mü­se, Obst und Nüs­se ge­ben, au­ßer der Mensch näh­me die Be­stäu­bung der Blü­ten mit bei­spiels­wei­se Pin­seln ma­nu­ell vor. Wo­bei schon her­aus­ge­fun­den wur­de, dass hier­bei der Er­trag deut­lich ge­rin­ger aus­fällt und die Pflan­zen­frucht we­ni­ger ge­schmack­voll ist.

Bees are the most im­portant pol­li­na­tors of our fruits, ve­ge­ta­bles and flowers. [...] More than one third of the worlds crop pro­duc­tion is de­pen­ding on bee pol­li­na­ti­on.

Spivak, Mar­la: War­um Bie­nen ster­ben. youtube.com (04/2016).

Kühlen Kopf bewahren bei kniffligem Bienenspiel

Auf dem drit­ten und letz­ten Mal­spiel kön­nen cle­ve­re Kids ihre Mul­ti­tas­king­fä­hig­kei­ten un­ter Be­weis stel­len. Denn es muss ge­rech­net, ana­ly­siert und be­stimmt wer­den.

Malspiel mit Rechenaufgaben für KinderZu­al­ler­erst müs­sen die mehr­tei­li­gen Additions- und Sub­trak­ti­ons­auf­ga­ben ge­löst wer­den. Da­nach geht es um den Bie­nen­kör­per, wie heißt wel­cher Kör­per­teil? Da­bei be­fin­den sich alle Ant­wor­ten di­rekt auf dem Mal­spiel, zwi­schen lus­ti­gen Bi­en­chen und Blu­men, die nach ge­ta­ner Ar­beit nur dar­auf war­ten aus­ge­malt zu wer­den. Wenn Sie Bie­nen be­ob­ach­ten, se­hen man­che so aus, als wür­den sie gel­be Hös­chen tra­gen. Dies liegt dann dar­an, dass ihre Pol­len­körb­chen an den Hin­ter­bei­nen prall ge­füllt sind. Wäh­rend die Bie­ne näm­lich von Blü­te zu Blü­te fliegt, blei­ben an ih­rem be­haar­ten Kör­per über­all Pol­len kle­ben. Von Zeit zu Zeit macht sie sich mit ih­ren sechs Bein­chen sau­ber und so­mit lan­den die Pol­len im Bein­körb­chen. Als Sei­fe ver­wen­det die Bie­ne Spei­chel und so­mit sit­zen die gel­ben Hös­chen auch bei den wil­des­ten Flug­ein­la­gen bom­ben­fest am Kör­per.

Fazit zu den tollen Bienen

Je mehr ich über die Bie­nen weiß, umso we­ni­ger Angst habe ich, falls sich mal wie­der eine Sam­mel­bie­ne in mei­nem Wohn­zim­mer ver­irrt hat. Prin­zi­pi­ell sind Bie­nen näm­lich äu­ßerst fried­fer­ti­ge Le­be­we­sen, die ei­gent­lich über­haupt kei­ne Zeit ha­ben, um sich mit Homo sa­pi­ens aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Bie­nen merkt man ihre Un­ge­duld auch ge­ra­de­zu an, denn der gan­ze Kör­per ist im­mer in Be­we­gung. Dies ist aber ein gu­tes Zei­chen, denn es be­deu­tet, dass das In­sekt at­met. Bie­nen be­zie­hen den Sauer­stoff über die Tra­che­en (Luft­röhr­chen), die sich auf ih­rem Hin­ter­leib be­fin­den.

In­s­tead of lungs, in­sec­ts brea­the with a net­work of tiny tu­bes cal­led tra­cheae. Air en­ters the tu­bes through a row of ho­les along an insect’s ab­do­men.

Har­ri­son, Jon: How Do In­sec­ts Brea­the? askabiologist.asu.edu (04/2016).

Die un­ru­hi­gen Be­we­gun­gen der Bie­ne die­nen also nur dazu, den al­ten ver­brauch­ten Sauer­stoff durch neu­en zu er­set­zen.

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