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Eisbär aus Papier basteln - Stecktier

Er wohnt am Nord­pol, ist un­ge­fähr 2,60 Me­ter lang und 600 Ki­lo­gramm schwer, der Eis­bär. Ob­wohl das zweit­größ­te Land­raub­tier im­mer auf der Jagd nach Rob­ben ist, se­hen vor al­lem Eis­bär­jun­gen zu­cker­süß und tap­sig aus und sind ein be­lieb­tes Mo­tiv in Zei­chen­trick­fil­men, bei Ma­lern und na­tür­lich auch bei Bast­lern. Ich habe ei­nen Eis­bä­ren aus Pa­pier ge­bas­telt, der zu­sam­men­ge­steckt wird und des­halb vor al­lem sehr gut für Kin­der ge­eig­net ist.

Bild von Papiereisbär mit Eisscholle

Der sit­zen­de Pa­pier­eis­bär hält in sei­nen Hän­den eine Eis­schol­le. Das Mo­tiv ist 17,5 Zen­ti­me­ter hoch und 20 Zen­ti­me­ter breit. Bär samt Schol­le wer­den aus 23 Ein­zel­tei­len (ohne Ver­zie­rung) zu­sam­men­ge­steckt.

Papierbär hat ein weißes Fell

Bastelmaterial für einen EisbärFür das süße Steck­tier ver­wen­de­te ich aus­schließ­lich Ton­pa­pier in den Far­ben Weiß, Blau, Grau, Rosa und Schwarz. Das Fell des Eis­bä­ren be­steht aus Wat­te und das Win­ter­fee­ling kommt durch 3D-Schnee zu­stan­de. Für die Ver­zie­run­gen nahm ich ein rot-weißes Sa­tin­band, graue Stem­pel­far­be, Sil­ber­mar­ker, Schmuck­stei­ne so­wie ei­nen schwar­zen und wei­ßen Lack­ma­ler zur Hil­fe. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3) zu­recht­le­gen.

Bild von Silhouette für PapiereisbärenIch be­gann mit Scha­blo­ne #1 und fer­tig­te die Sil­hou­et­te des Eis­bä­ren aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Gleich im An­schluss zeich­ne­te ich die Au­gen auf und ver­klei­de­te sei­ne Fri­sur mit Wat­te. Das In­ne­re der Oh­ren be­fin­det sich auf der­sel­ben Scha­blo­ne, wur­de von mir aus grau­em Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt und in die Oh­ren ge­klebt. Für ei­nen schö­nen Kon­trast fuhr ich die Kon­tu­ren der Oh­ren noch mit ei­nem wei­ßen Lack­ma­ler nach.

Bild vom Gesicht des PapiereisbärensZu gu­ter Letzt kleb­te ich noch ein Schmuck­stein­chen an ei­nes der Oh­ren. Nun schnitt ich (sie­he Scha­blo­ne) die Sil­hou­et­te an neun Stel­len ein. Ich fer­tig­te die zweit­größ­te Vor­la­ge von Scha­blo­ne #1 an, schnitt die­se ein und steck­te das Ele­ment in die Sil­hou­et­te. Da­mit ist das Grund­ge­rüst des Eis­bä­ren be­reits fer­tig­ge­stellt. Wei­ter geht es mit dem Kopf.

Eisbärenkopf aus Papier

Bild von sieben Papierstücken für den EisbärkopfFür den Kopf be­nö­ti­gen Sie die rest­li­chen Ele­men­te von Scha­blo­ne #1. Al­les, was ge­steckt wird, kam bei mir auf wei­ßes Ton­pa­pier. Des Wei­te­ren hat mein Eis­bär eine schwar­ze Schnau­ze und rosa Wan­gen. Zu­nächst nahm ich das Mund­ele­ment und be­tupf­te die gan­ze Flä­che mit ei­nem grau­en Stem­pel­kis­sen und ei­nem Make-up Schwäm­m­chen. Im An­schluss kleb­te ich Wan­gen und Schnau­ze auf und mal­te ei­nen schwar­zen Mund auf das Ele­ment.

Bilder vom Zusammenstecken des Eisbärenkopfes aus PapierFol­gend schnitt ich alle rest­li­chen Ele­men­te (sie­he Scha­blo­ne) ein. Zu­nächst steck­te ich die bei­den Quer­trä­ger in die Sil­hou­et­te, so sieht es aus, als hät­te der Eis­bär drei Na­sen. In die drei Na­sen steck­te ich von oben das Mund­ele­ment. Das letz­te wei­ße Ele­ment  steck­te ich am Hin­ter­kopf fest. Da­mit ist der Kopf des freund­li­chen Pa­pier­eis­bä­ren fer­tig­ge­stellt. Wei­ter geht es mit sei­nem di­cken Bauch und den Tat­zen.

Körper des Eisbären zusammenstecken

Bild vom weißem PapiereisbärenkörperIch fer­tig­te das gro­ße run­de Ele­ment und das mit den Schen­keln und seit­li­chen Fü­ßen von Scha­blo­ne #2 aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Das gro­ße run­de Ele­ment steck­te ich an die Rück­sei­te des Eis­bä­ren, dies ist der Rü­cken. Das Ele­ment mit den Fü­ßen steck­te ich an die Vor­der­sei­te. Auch wenn es auf den ers­ten Blick nicht so aus­sieht, ist die­ses Ele­ment der Bauch, der spä­ter die Tat­zen sta­bi­li­siert.

Bilder vom Basteln der EisbärtatzenWei­ter fer­tig­te ich die bei­den gro­ßen Hin­ter­tat­zen von Scha­blo­ne #2 aus wei­ßem Ton­pa­pier an. Wuss­ten Sie, dass Eis­bä­ren an den Vor­der­tat­zen Schwimm­häu­te ha­ben und die Pfo­ten so dicht be­haart sind, so­dass die­se auf dem Eis nicht aus­rut­schen kön­nen? Die Tat­zen ver­klei­de­te ich zu­nächst wie­der mit wei­ßer Wat­te. Da­nach kleb­te ich ein ty­pi­sches Tat­zen­mus­ter (sie­he Scha­blo­ne #2) aus grau­em Ton­pa­pier auf jede der Tat­zen.

Bild vom gestecken, sitzendenen PapiereisbärenDie ins­ge­samt vier Bein­ele­men­te sind bei mir eben­falls aus Ton­pa­pier und wer­den wie die Tat­zen ein­ge­schnit­ten. Zu­erst steck­te ich die Bein­ele­men­te an Rü­cken, Sil­hou­et­te und Bauch fest. Das kür­ze­re Ele­ment ist an der Au­ßen­sei­te zu be­fes­tig­ten. An die vier Bein­ele­men­te steck­te ich dar­auf fol­gend mei­ne bei­den Hin­ter­tat­zen. Ähn­lich ver­fuhr ich mit den Vor­der­tat­zen und den Ar­men, wel­che sich auf Scha­blo­ne #3 be­fin­den. Die Vor­der­tat­zen habe ich eben­falls mit Wat­te ver­klei­det und die­se an den Ar­men, wel­che ich am Kör­per an­ge­steckt habe, be­fes­tigt.

Ein Schal und eine Eisscholle für den Polarbären

Bild von Eisscholle aus Papier, die an einem Eisbären steckt

Im Ge­gen­satz zu an­de­ren Bä­ren hält der Eis­bär kei­nen Win­ter­schlaf. Wenn er zwi­schen den Eis­schol­len um­her­schwimmt, tut er das zu sei­nem reins­ten Ver­gnü­gen, denn die Rob­ben sind im Was­ser viel zu schnell für ihn. Des­halb be­kam auch mein Steck­tier eine Eis­schol­le an­ge­steckt. Aus ins­ge­samt vier Ele­men­ten (sie­he Scha­blo­ne #3), wel­che ich aus blau­em Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt habe, wird die Eis­schol­le zu­sam­men­ge­baut.

Bild von fertig gebasteltem Eisbär mit EisscholleDie blau­en Ele­men­te be­mal­te ich mit 3D-Schnee, so se­hen die­se noch ei­si­ger aus. Nach dem Zu­sam­men­ste­cken der Eis­schol­le kann die­se di­rekt an die Vor­der­sei­te des Eis­bä­ren ge­steckt wer­den, so sieht es aus, als hält der knuf­fi­ge Bär die Eis­schol­le in den Hän­den. Zu gu­ter Letzt wi­ckel­te ich dem Po­lar­bä­ren noch ein weiß-rotes Band als Schal um den Hals, da­mit ist das Steck­tier fer­tig.

Fazit

Der Pa­pier­eis­bär ist ein ein­fa­ches Bas­tel­mo­tiv, wel­ches auch sehr gut für eine Bas­tel­stun­de mit klei­nen Kin­dern vor­be­rei­tet wer­den kann. Ein aus­ge­wach­se­ner Eis­bär frisst im Jahr un­ge­fähr 80 Rob­ben. Dies fin­de ich fas­zi­nie­rend, wenn man über­legt, dass eine Bar­t­ro­bbe un­ge­fähr 250 Ki­lo­gramm wiegt. Wo­bei der Eis­bär na­tür­lich nicht al­les auf­frisst.

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Ve­ro­ni­ka Hel­ga Vet­ter ist frei­schaf­fen­de Kunst­hand­wer­ke­rin und Gra­fi­ke­rin aus dem Frei­staat Bay­ern. Seit dem Jah­re 2011 be­treibt die kon­ser­va­ti­ve Ehe­frau und Mut­ter meh­re­re In­ter­net­prä­sen­zen. Auf GWS2.de stellt „Vro­ni” nicht nur Bas­tel­an­lei­tun­gen, son­dern auch Vor­dru­cke und Kin­der­mal­spie­le kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Zu­dem setzt sich die Ka­tho­li­kin da­für ein, dass die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein sou­ve­rä­ner Na­tio­nal­staat bleibt, in dem kul­tu­rel­le Bil­dung und Fa­mi­li­en­wer­te ei­nen ho­hen Stel­len­wert ha­ben. Ihr Mot­to: Je ka­put­ter die Welt drau­ßen, des­to hei­ler muss sie zu Hau­se sein. (Rein­hard Mey)


Kategorie: Basteln

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