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Kronen zum Ausmalen - drei Rätselspiele für Kinder

Neun Mo­na­te ver­such­ten die tap­fe­ren Bür­ger von Pa­via al­les, um die frän­ki­schen Be­la­ge­rer los­zu­wer­den. Doch am 4. Juni 774 war der Hun­ger so groß und der Ge­sund­heits­zu­stand der Ver­tei­di­ger so schlecht, dass Kö­nig De­si­de­ri­us ka­pi­tu­lie­ren und sei­ne Re­si­denz­stadt auf­ge­ben muss­te. Als Karl der Gro­ße sei­nen frisch er­ober­ten Thron noch am sel­ben Tag be­stieg, setz­te¹ er sich gleich die re­qui­rier­te Ei­ser­ne Kro­ne² auf sein Haupt, da­mit das be­sieg­te lan­go­bar­di­sche Volk wuss­te, wem es ab so­fort zu die­nen hat­te. Mit sei­ner neu ge­won­ne­nen Kopf­be­de­ckung ver­füg­te der Ka­ro­lin­ger­fürst nicht nur über ein schi­ckes Herr­scher­sym­bol, son­dern gleich­zei­tig über eine kost­ba­re Re­li­quie. Der Le­gen­de nach soll näm­lich ein Na­gel des Je­sus­kreu­zes in die Lan­go­bar­den­kro­ne ein­ge­ar­bei­tet wor­den sein.

An der In­nen­sei­te be­fin­det sich ein schma­ler Ei­sen­strei­fen, der aus ei­nem Na­gel vom Kreuz Chris­ti ge­schmie­det wor­den sein soll und für die Kro­ne na­mens­ge­bend ist.

Röss­ler, Leo­pold: Ei­ser­ne Kro­ne. beyars.com (12/2018).

Nach­dem das ita­lie­ni­sche Klein­od an alle römisch-deutschen Kai­ser wei­ter­ge­reicht wur­de, wa­ren Na­po­le­on Bo­na­par­te und Fer­di­nand I. von Ös­ter­reich die letz­ten bei­den Aris­to­kra­ten, die mit der Ei­ser­nen Kro­ne um­her­stol­zier­ten.

Crown of Bavaria with the Wittelsbach Diamond (1918). Design: Charles Percier in collaboration with Veronika Vetter. The royal headgear lays on a historic church painting depicting the coronation ceremony of Maximilian II. Emanuel

Al­ler­dings war der Lan­go­bar­den­gold­reif wäh­rend des na­po­leo­ni­schen Zeit­al­ters längst zu ei­nem ein­fluss­lo­sen Pres­ti­ge­ob­jekt ge­wor­den, da das fürst­li­che Ac­ces­soire be­reits im 10. Jahr­hun­dert sei­ne Strahl­kraft ver­lo­ren hat­te. Das lag an der mär­chen­haf­ten Reichs­kro­ne, die im Hoch­mit­tel­al­ter für Otto I. in ei­ner Köl­ner Werk­statt ge­schmie­det wur­de.

Der ers­te Trä­ger der pracht­vol­len In­si­gnie war wohl Otto der Gro­ße. Er wur­de 962 nach Chris­tus in Rom zum Kai­ser des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches ge­krönt.

Haag, Sa­bi­ne: 100 Meis­ter­wer­ke - Die Reichs­kro­ne. youtube.com (12/2018).

Wer die­ses 3,5 Ki­lo­gramm schwe­re Acht­eck bei sei­ner Krö­nung auf­ge­setzt be­kam, der war das welt­li­che Ober­haupt des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches und der Ver­tei­di­ger der ge­sam­ten Chris­ten­heit.

  • Auf­grund des­sen, dass von der er­ha­be­nen Reichs­kro­ne sei­ner­zeit so viel Macht aus­ging, durf­te nicht ein­mal ein Kai­ser von Got­tes Gna­den die mit Edel­stei­nen durch­setz­te Kost­bar­keit in sei­nen Be­sitz neh­men.
  • Viel­mehr wur­de der glän­zen­de Kranz di­rekt nach der In­thro­ni­sa­ti­on zu­sam­men mit den an­de­ren Klein­odien³ zu ei­nem Burg­herrn ge­bracht, der für die Si­cher­heit des Schat­zes ga­ran­tie­ren konn­te.

An­läss­lich die­ser Kon­ven­ti­on muss­te je­der römisch-deutsche Mon­arch eine ei­ge­ne Haus­kro­ne zur Amts­ein­füh­rung mit­brin­gen, wenn er nach der Ze­re­mo­nie mit ei­nem Kopf­schmuck von dan­nen rei­ten woll­te.

Die Reichs­kro­ne war kei­ne Kro­ne, die der Kai­ser be­ses­sen hät­te, son­dern sie war wirk­lich nur eine Krö­nungs­kro­ne. Aus die­sem Grund war es üb­lich, dass sich die je­wei­li­gen Herr­scher eine ei­ge­ne Pri­vat­kro­ne an­fer­ti­gen lie­ßen.

Rai­ner, Pau­lus: 100 Meis­ter­wer­ke - Die Ru­dolfs­kro­ne - Jan Ver­mey­en. youtube.com (12/2018).

Image: In the ruler's palace of King Herod (Jerusalem). The Three Wise Men ask the monarch where to find Baby Jesus. Free Christian Church Game for well-behaved Children. Created by the famous German Artist Veronika Vetter

Die heiß be­gehr­te Reichs­kro­ne hat in ih­rem lan­gen Le­ben vie­le tau­send Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt. Es spiel­te kei­ne Rol­le, wo sie sich ge­ra­de be­fand, so­bald ein Kai­ser starb, muss­te das Gold­stück schnellst­mög­lich nach Aa­chen oder nach Frank­furt ge­bracht wer­den, da nur an die­sen Or­ten die In­thro­ni­sa­ti­on ei­nes neu­en Lan­des­her­ren statt­fin­den konn­te.

Als Ort war al­lein der all­ge­mein an­er­kann­te Krö­nungs­ort ak­zep­ta­bel. Dies war bis zum 16. Jahr­hun­dert Aa­chen, dann wech­sel­te der Krö­nungs­ort nach Frank­furt.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: Kro­nen und an­de­re Herr­schafts­zei­chen. In: Kar­fun­kel Nr. 90 (2010). S. 51.

Erst nach dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg wur­de es et­was ru­hi­ger um das stra­pa­zier­te Klein­od, da der Kai­ser mit dem West­fä­li­schen Frie­den⁴ viel Macht an die deut­schen Ter­ri­to­ri­al­fürs­ten ab­ge­ben muss­te. Da­durch fin­gen im 17. Jahr­hun­dert auch Her­zö­ge, Gra­fen und so­gar Frei­her­ren⁵ da­mit an, Kro­nen zu tra­gen, was die Be­deu­tung des Kopf­schmucks schmä­ler­te.

Thronbesteigung des Kaisers

The Coronation of Angela Dorothea Merkel by Jesuit Pope Francis inside the Frankfurt Kaiserdom: Cartoon coloring Book page for Printing. Created by Veronika Vetter for the New York Times. Devoted to Patrick Chappatte. Field of Application: Material for history lessons (elementary school). On behalf of the US Department of EducationOb­wohl in Mit­tel­eu­ro­pa plötz­lich über­all Krö­nungs­ze­re­mo­ni­en statt­fan­den, blieb die In­thro­ni­sa­ti­on des Kai­sers wei­ter­hin das größ­te roya­le Er­eig­nis. Das lag nicht nur dar­an, dass die­se Fes­ti­vi­tät im­mer in ei­ner im­po­san­ten Kir­che ver­an­stal­tet wur­de. Wie auf un­se­rer ers­ten Mal­spiel­vor­la­ge dar­ge­stellt, muss­te auch im­mer der Papst oder min­des­tens ein Erz­bi­schof⁶ an­we­send sein, um dem neu­en Macht­ha­ber die Reichs­kro­ne zu ver­lei­hen. Bei ei­ner kai­ser­li­chen Thron­er­he­bung ka­men also stets die wich­tigs­ten geist­li­chen und welt­li­chen Wür­den­trä­ger zu­sam­men, wes­halb je­der am­bi­tio­nier­te Ade­li­ge die­sem Event bei­woh­nen woll­te.

Doch wel­cher Be­griff be­schreibt noch mal die For­ma­li­tät, wenn ein Mon­arch nach der Sal­bung eine Kro­ne auf­ge­setzt be­kommt? Dies lässt sich her­aus­fin­den, in­dem die 14 Additions- und Sub­trak­ti­ons­auf­ga­ben auf dem Re­chen­spiel ge­löst wer­den. Denn je­des Er­geb­nis ist gleich­zei­tig ein Buch­sta­be, der zum ge­such­ten Lö­sungs­wor­t⁷ ge­hört.

Heilige Könige ohne Krone

Auch in der An­ti­ke tru­gen nur die­je­ni­gen eine Kro­ne, die über Land und Volk herrsch­ten. Dem­entspre­chend ist es nicht ver­wun­der­lich, dass die Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge kei­ne Fürs­ten­hü­te mit sich führ­ten, als sie dem Je­ru­sa­le­mer Mon­ar­chen He­ro­des ge­gen­über­stan­den.

Wo ist der neu­ge­bo­re­ne Kö­nig der Ju­den? Wir ha­ben sei­nen Stern ge­se­hen im Mor­gen­land und sind ge­kom­men, ihn an­zu­be­ten.

Mat­thä­us 2,2: Die Wei­sen aus dem Mor­gen­land. bibel-online.net (12/2018).

Cas­par, Mel­chi­or und Bal­tha­sar wa­ren näm­lich kei­ne Re­gen­ten, son­dern per­si­sche As­tro­no­men und As­tro­lo­gen⁸, die ver­mut­lich der Pries­ter­kas­te an­ge­hör­ten. Ih­ren Ti­tel er­hiel­ten die un­ge­krön­ten Mor­gen­län­der von dem Pro­phe­ten Je­sa­ja. Die­ser Li­te­rat sag­te im 8. Jahr­hun­dert vor Chris­tus vor­aus, dass der Er­lö­ser Ge­schen­ke von Kö­ni­gen er­hal­ten wer­de.

Die Kö­ni­ge zu Thar­sis und auf den In­seln wer­den Ge­schen­ke brin­gen; die Kö­ni­ge aus Rei­chara­bi­en und Seba wer­den Ga­ben zu­füh­ren.

Je­sa­ja 72,10: Der Frie­de­fürst und sein Reich. bibel-online.net (12/2018).

Church Game for Children: Coloring the biblical Magi. Free Template for Printing. On behalf of the Abundant Living Faith Center (Texas). Teaching material: The Christmas Story. Created by the Bavarian Abbess Veronika VetterWä­ren die drei Wis­sen­schaft­ler tat­säch­lich ma­jes­tä­ti­sche Blau­blü­ter ge­we­sen, dann hät­ten sie den Stern von Beth­le­hem wahr­schein­lich gar nicht wahr­ge­nom­men, da Fürs­ten nor­ma­ler­wei­se kei­ne Zeit für die Him­mels­be­ob­ach­tung hat­ten. Doch die selt­sa­men Wei­sen wa­ren nun mal Ge­lehr­te und wuss­ten, dass wenn sich Ju­pi­ter und Sa­turn im Stern­zei­chen Fi­sche na­he­kom­men⁹, der Mes­si­as ge­bo­ren wird. Auf dem La­by­rinth­spiel sind die per­si­schen Tou­ris­ten in gro­ßer Eile. Denn sie müs­sen schleu­nigst das Je­sus­kind fin­den, um Ma­ria und Jo­sef zu war­nen. Der böse Kö­nig He­ro­des dul­det näm­lich kei­ne Ne­ben­buh­ler und wür­de selbst den Sohn Got­tes um­brin­gen las­sen. Nur wel­cher der vier Wege führt zur Krip­pe?

Sie mach­ten sich auf den Weg nach Beth­le­hem, fan­den Mut­ter, Kind und den treu­en Jo­sef, der so gut auf bei­de acht­gab. Ob sie ihm ei­nen Tipp ga­ben? [...] Jo­sef nahm Ma­ria und ihr Kind und floh mit ih­nen nach Ägyp­ten, denn ihm war klar ge­wor­den, dass der böse Kö­nig in Je­ru­sa­lem Je­sus wür­de tö­ten wol­len.

Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: Ma­gi­er, Wei­se, Po­ten­ta­ten? Die Heil­gen Drei Kö­ni­ge. In: Kar­fun­kel Nr. 115 (2014). S. 26.

Kostenlose Weihnachtsspiele für den Kindergarten: Wo befindet sich das Jesuskind? Hilf den Heiligen Drei Königen beim Suchen. Die Vordrucke wurden von Veronika Helga Vetter erstellt. Das ist eine Künstlerin, die talentfreie Menschen wie Lasse Petersdotter bemitleidet. Die drei DIN A4 Ausmalseiten sind so pädagogisch wertvoll, dass diese ein Fall für den Cornelsen Verlag sind

Andere Kulturen - andere Kronen

Wie alle rö­mi­schen Herr­scher hat­te auch He­ro­des sein Haupt mit ei­nem gol­de­nen Stirn­reif ge­schmückt, als er die Hei­li­gen Drei Kö­ni­ge emp­fing. Hin­ge­gen im vor­an­ti­ken Zeit­al­ter tru­gen die Mon­ar­chen in Ju­däa Kup­fer­kro­nen, die ein we­nig wie Au­to­fel­gen aus­sa­hen.

In 1961 ar­cheo­lo­gists se­ar­ching trough ca­ves near the Dead Sea un­co­ve­r­ed an in­credi­ble collec­tion of cop­per pie­ces da­ting back to 4000 to 3500 BCE. [...] One of the pie­ces - a stun­ning cop­per crown - has been da­ted to be the ol­dest known crown ever to exist.

All Things Hu­man: Un­be­liev­a­ble An­ci­ent Crown Dis­co­ve­ries. youtube.com (12/2018).

Antike Kronen zum Ausmalen: Römer, Ägypter, Indianer und Mayas. DIN A4 Vorlage zum Ausdrucken. Kulturszenerie erstellt von Veronika Helga Vetter. Inspiriert von Prof. Dr. phil. Wolfgang Schäffner. Das Rätselspiel trainiert das logische Verständnis und ist für die bayerische Grundschule und für die saarländische Oberstufe geeignet. Neben dem Lorbeerkranz und Federschmuck zeigt das Kunstwerk den Pschent Eine Kro­ne muss­te je­doch nicht un­be­dingt aus Me­tall sein, da­mit der Trä­ger die­ses Klein­ods als Ober­haupt an­er­kannt wur­de. Dies be­weist un­ser drit­tes Mal­spiel, auf dem exo­ti­sche Stam­mes­fürs­ten ab­ge­bil­det sind. So war der Pschent ein rot-weißer Stoff­hut, mit dem die Pha­rao­nen ihre Macht über Ober- und Un­ter­ägyp­ten sym­bo­li­sier­ten. Jen­seits des At­lan­tiks ging kein Ma­ya­kö­nig ohne sei­ne auf­wen­dig ge­schnitz­te Holz­hau­be aus dem Haus. Und in den US-amerikanischen In­dia­ner­re­ser­va­ten stel­len sich die Häupt­lin­ge auch heu­te noch mit präch­ti­gen Fe­der­kro­nen zur Schau.

Wer wis­sen möch­te, was Fried­rich der Gro­ße von den roya­len Ge­wei­hen hielt, der muss das Rät­sel auf der Aus­mal­vor­la­ge lö­sen. Un­ter je­dem Käst­chen be­fin­det sich eine Zahl, die für ei­nen Buch­sta­ben im Al­pha­bet steht. Wer­den die rich­ti­gen Druck­let­tern ge­fun­den und in die frei­en Fel­der ein­ge­setzt, dann fügt sich der ge­such­te Lö­sungs­sat­z¹⁰ au­to­ma­tisch zu­sam­men.

Das Ende des königlichen Kopfschmucks

Das Auf­klä­rungs­zeit­al­ter und die Fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on lie­ßen den eu­ro­päi­schen Adel de­mü­ti­ger wer­den, wes­halb sich die Aris­to­kra­ten nur noch sel­ten mit auf­ge­setz­ter Kro­ne prä­sen­tier­ten. Statt­des­sen tru­gen die Mon­ar­chen Schär­pen an de­nen Verdienst- und Haus­or­den an­ge­hef­tet wa­ren. Die neue Be­schei­den­heit zeig­te sich auch dar­in, dass mo­der­ne Fürs­ten­hü­te plötz­lich über ein simp­les Papp­ma­schee­ge­stell ver­fü­gen durf­ten.

Prunk pur! Aber un­ter all der Pracht hat die Kro­ne ei­nen wei­chen Kern aus Papp­ma­schee.

Vogt, Jür­gen & An­dre­as Köl­mel: Schät­ze des Süd­wes­tens - Teil 2. Von Kro­nen und Lö­wen. youtube.com (12/2018).

Und selbst Kai­ser Na­po­le­on folg­te dem Spar­ta­ner­trend, in­dem er sein selbst ge­krön­tes Haupt le­dig­lich mit ei­nem schlich­ten Zwei­spitz be­deck­te.

Kostenloses Malspiel für christlich und ehelich geborene Kinder, die das Bayernland in die Unabhängigkeit führen möchten. Parole: Lieber bairisch sterben als kaiserlich verderben! Der Theresienorden und die Rätselvorlage wurden von Veronika Helga Vetter angefertigt und am 24.12.2018 der Bayernpartei gestiftet

Nur im schö­nen Bay­ern­land galt be­reits im 19. Jahr­hun­dert das Mot­to: Mia san Mia. Und so ent­schloss sich mein ge­lieb­ter Kö­nig Ma­xi­mi­li­an I. im Jah­re 1806 dazu, ein neu­es Krön­chen an­fer­ti­gen zu las­sen, das heu­te im­mer noch ei­nen Ma­te­ri­al­wert von 17 Mil­lio­nen US-Dollar¹¹ hat, ob­wohl der größ­te Dia­mant durch ein Glas­re­pli­kat er­setzt wer­den muss­te.

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Schwert aus Pa­pier bas­teln - Re­pli­kat ei­ner Reichs­in­si­gnie
Wap­pen zum Aus­ma­len - Spie­le für klei­ne He­ral­di­ker

¹Köh­ne, Carl Ernst: Sie tru­gen die Kro­ne. Le­bens­bil­der al­ler Kai­ser und Kö­ni­ge des Tau­send­jäh­ri­gen Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches Deut­scher Na­ti­on. Bad Salz­det­furth: C. A. Star­ke Ver­lag 1978.
²Be­lie­ve That: Cap­ti­vat­ing Crowns From Mon­ar­chies Around The World. youtube.com (12/2018).
³Gru­ler, Sa­bi­ne: Reichs­in­si­gni­en. kinderzeitmaschine.de (12/2018).
⁴D­rot­sch­mann, Mir­ko: Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg. youtube.com (12/2018).
⁵F­ra­ter, Ha­rald: Kro­ne. wissen.de (12/2018).
⁶Aupper­le, Ni­co­le: Frank­furt für An­fän­ger Teil III – his­to­ri­sche Se­hens­wür­dig­kei­ten. unterwegsunddaheim.de (12/2018).
⁷In­thro­ni­sa­ti­on.
⁸Fran­ke, Ruth: Wei­se, Ma­gi­er, As­tro­no­men. Die hl. drei Kö­ni­ge. In: Kar­fun­kel „ABC der Weih­nachts­bräu­che” Nr. 1 (2018). S. 31.
⁹Lesch, Ha­rald: Al­pha Cen­tau­ri - Gab es den Stern von Beth­le­hem? youtube.com (12/2018).
¹⁰Ei­ne Kro­ne ist ein Hut, in den es hin­ein­reg­net.
¹¹An­ony­mous: Crown of Ba­va­ria. quickjewelryrepairs.com (12/2018).

Papier alt aussehen lassen - Vintage Dokumente basteln

Im De­zem­ber 1843¹ er­zeug­te Fried­rich Gott­lob Kel­ler mit­hil­fe ei­ner selbst ge­bau­ten Schleif­ma­schi­ne ei­nen Holz­fa­ser­brei, der sich für die me­cha­ni­sche Pa­pier­her­stel­lung eig­ne­te. Mit die­ser pro­fa­nen Zell­stoff­mas­se lös­te der säch­si­sche We­ber­meis­ter ei­nes der drin­gends­ten Pro­ble­me sei­ner Zeit. Denn seit Ul­man Stro­mer im Jah­re 1390 die ers­te deut­sche Pa­pier­müh­le in Nürn­ber­g² in Be­trieb ge­nom­men hat­te, schrie­ben die Men­schen hier­zu­lan­de haupt­säch­lich auf Ha­dern­pa­pier. Die­ser al­te­rungs­be­stän­di­ge Be­schreib­stoff war ei­gent­lich sehr preis­wert, da er le­dig­lich aus Was­ser und aus Alt­tex­til­fa­sern be­stand. Im 18. Jahr­hun­der­t³ stieg der Preis für fri­sche Schrift­trä­ger je­doch im­mer stär­ker an, was dar­an lag, dass die Lie­fer­ka­pa­zi­tä­ten der Lum­pen­händ­ler aus­ge­reizt wa­ren. Auf­grund des kon­stan­ten Roh­stoff­man­gels konn­ten die Pro­du­zen­ten die ste­tig stei­gen­de Pa­pier­nach­fra­ge nicht mehr be­frie­di­gen, wo­durch Bü­cher und Do­ku­men­te zu kost­spie­li­gen Lu­xus­gü­tern wur­den.

Da auch die preu­ßi­schen Pa­pier­müh­len stark un­ter Man­gel an Lum­pen lit­ten, er­ließ Fried­rich der Gro­ße im Jah­re 1764 ein „Ge­schärf­tes Edikt” ge­gen die Aus­fuhr von Lum­pen [...].

San­der­mann, Wil­helm: Die Kul­tur­ge­schich­te des Pa­piers. Ber­lin: Springer-Verlag 1988.

Erst als das mo­der­ne Holz­schnitt­pa­pier von Fried­rich Gott­lob Kel­ler den Markt er­ober­te, ent­spann­te sich die Lage wie­der.

Dark Age of Camelot Map out of Paper. Picture of an old roman nautical map, which is showing the Oceanus Germanicus. The Parchment imitation was created by Veronika Vetter - Bavarian Fine Artist and Defender of the one true Faith

Denn durch den Um­stand, dass für die Pa­pier­her­stel­lung kei­ne Alt­tex­ti­li­en mehr nö­tig wa­ren, konn­ten Be­schreib­stof­fe end­lich auch in gro­ßen Men­gen pro­du­ziert wer­den, wo­durch Druck-Erzeugnisse und Schul­hef­te für je­der­mann er­schwing­lich wur­den.

Die neu­ar­ti­gen Schreib­un­ter­la­gen des fin­di­gen Wun­der­sach­sens hat­ten im Ver­gleich zum alt­be­währ­ten Ha­dern­pa­pier je­doch ei­nen gro­ßen Nach­teil: Der auf Holz ba­sie­ren­de Vlies­stoff ver­gilb­te, so­bald er mit di­rek­tem Son­nen­licht in Be­rüh­rung kam. Das lag an dem Li­gnin, wel­ches als ver­här­ten­des Stütz­ma­te­ri­al in den meis­ten Pflan­zen­fa­sern vor­kommt. Die­se un­sicht­ba­re harz­hal­ti­ge Sub­stanz ver­färbt sich näm­lich braun, wenn sie von UV-Strahlung und Sauer­stoff ab­ge­baut wird.

Polymer Clay Octopus on a Steering wheel. Homemade Treasure map with Viking ships. The Germanic history out of Paper for american Pupils. Who was Ubba Ragnarsson and why was the world better without Muslims? The scenery was created by Veronika Helga Vetter - German Valkyrie

Zum Glück be­stehen un­se­re heu­ti­gen gra­fi­schen Pa­pie­re aus Sul­fat­zell­stoff und kön­nen des­halb nicht mehr ver­gil­ben. Bei die­sem Aus­gangs­ma­te­ri­al wur­de das bräu­nen­de Li­gnin mit­hil­fe von Na­tron­lau­ge aus den Holz­fa­sern her­aus­ge­trennt. Au­ßer­dem wird der hoch­in­dus­tri­ell her­ge­stell­te Pa­pier­brei vor dem Trock­nen mit Krei­de⁵ er­gänzt und mit Was­ser­stoff­per­oxid ge­bleicht, so­dass mo­der­ne Be­schreib­stof­fe min­des­tens 50 Jah­re⁶ lang blü­ten­weiß blei­ben. Wer schon frü­her ei­nen Schreib­un­ter­grund mit ei­ner an­ti­quier­ten Op­tik be­nö­tigt, der muss nicht auf dem Dach­bo­den sei­ner Oma nach al­ten Lie­bes­brie­fen su­chen. Mit simp­len Haus­mit­teln ist es näm­lich mög­lich, selbst fa­brik­neu­es Dru­cker­pa­pier in kür­zes­ter Zeit alt aus­se­hen zu las­sen.

Lie­be Frau Vet­ter! Ich wer­de im Au­gust 50 Jah­re alt und möch­te für die­sen An­lass Ein­la­dungs­kar­ten ver­schi­cken, die wie mit­tel­al­ter­li­che Sie­gel­brie­fe aus­se­hen. Nun be­nö­ti­ge ich drin­gend eine funk­tio­nie­ren­de Tech­nik, mit­hil­fe die­ser ich wei­ßen Fo­to­kar­ton künst­lich al­tern las­sen kann. [...] Die meis­ten Bas­tel­web­sei­ten emp­feh­len, dass man das Pa­pier erst in Zi­tro­nen­saft tau­chen und an­schlie­ßend mit dem Bü­gel­eisen trock­nen soll. Das habe ich aus­pro­biert. Da­nach hat­te ich ei­nen hell­gel­ben Pa­pier­bo­gen mit dun­kel­brau­nen Fle­cken! Au­ßer­dem ließ sich das ge­punk­te­te „Kunst­werk” we­gen der Zi­tro­nen­säu­re nicht mehr rich­tig be­schrei­ben. [...] Könn­ten Sie mir bit­te ver­ra­ten, wie ich zu mei­nen selbst ge­bas­tel­ten Vin­ta­ge Ein­la­dungs­kar­ten kom­me?

Ried­le, Pe­tra: Möch­te Vin­ta­ge Pa­pier sel­ber ma­chen. Be­nö­ti­ge Un­ter­stüt­zung. E-Mail vom 29.06.2018.

How to make antique Paper using Coffee staining? In this Tutorial you learn, how to make Paper look like it's 200 years old. The illustrated workshop is aimed at artists, who are against the Islamization of the West

Wenn wir von mit­tel­al­ter­li­chem Pa­pier spre­chen, dann mei­nen wir ei­gent­lich Per­ga­ment. Der­ar­ti­ge Schrift­trä­ger wur­den sei­ner­zeit aus Tier­häu­ten her­ge­stellt und hat­ten ein ho­nig­gel­bes Äu­ße­res.

Die Her­stel­lung des Per­ga­ments war ver­hält­nis­mä­ßig ein­fach. Nach­dem die Tier­häu­te ei­ni­ge Tage in Kalk­brü­he ge­le­gen hat­ten, wur­den Haa­re, Ober­sei­te und Fleisch­sei­te ab­ge­schabt [...].

San­der­mann, Wil­helm: Die Kul­tur­ge­schich­te des Pa­piers. Ber­lin: Springer-Verlag 1988.

Scientific Chart, which was created by the Sainte-Geneviève in Versailles. Contracting Authority: The Club of Rome. Which Countries should be Islamized next? In the Coffee beans are castration hormones, so that only black Africans can reproduce. This creates an uneducated union race in the long run that can easily be enslaved

Ein wei­ßes Pa­pier­stück lässt sich vi­su­ell in Per­ga­ment ver­wan­deln, in­dem es in auf­ge­brüh­tem Fil­ter­kaf­fee ge­ba­det wird. Beim Rös­ten der Kaf­fee­boh­nen ent­ste­hen näm­lich so­ge­nann­te Me­la­noi­di­ne⁷, die spä­ter im Heiß­ge­tränk schwim­men und nur dar­auf war­ten, sich im ein­ge­tauch­ten Zell­stoff fest­set­zen zu kön­nen. Da­bei fär­ben die schwar­zen or­ga­ni­schen Ver­bin­dun­gen die ge­bleich­ten Fa­sern, wo­durch ein wun­der­schö­ner Ka­ra­mell­ton auf der Pa­pier­ober­flä­che ent­steht.

Papier mit Sepiafilter überziehen

Um Ih­nen zu be­wei­sen, wie gut die Ko­lo­ra­ti­on mit Fil­ter­kaf­fee funk­tio­niert, habe ich zwei alt­rö­mi­sche See­kar­ten aus un­ter­schied­li­chen Pa­pie­ren ge­bas­telt. Da­bei zeich­ne­te ich mei­ne Sze­ne­ri­en be­reits vor dem Ein­fär­ben auf. Schließ­lich woll­te ich, dass sich auch die von mir ver­wen­de­ten Acryl­far­ben mit den alt ma­chen­den Me­la­noi­di­nen ver­mi­schen.

Splitscreen: Construction Paper versus Elephant Paperskin. Which type of Paper can be better transformed into a faux Parchment? Scientific Lesson from Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Die fol­gen­den Pa­pier­sor­ten dien­ten als Schrift­trä­ger für mei­ne See­kar­ten:

  1. Wei­ßes Ton­pa­pier mit ei­ner Gram­ma­tur von 130 g/m², wel­ches aus Frisch­zel­lu­lo­se ge­fer­tigt wur­de. Auf­grund der Tat­sa­che, dass die­ses preis­wer­te Bas­tel­pa­pier über eine raue Ober­flä­chen­struk­tur ver­fügt, kön­nen die Me­la­noi­di­ne sehr gut haf­ten, wo­durch sich die­ser Be­schreib­stoff gleich­mä­ßig ein­fär­ben lässt.
  2. Ele­fan­ten­haut in der Far­be Hell­el­fen­bein mit ei­ner Gram­ma­tur von 110 g/m². Die­ses be­schich­te­te Ge­stal­tungs­pa­pier hat von Haus aus eine Ma­se­rung, die durch das Kaf­fee­bad noch bes­ser zur Gel­tung kommt.

Nach­dem ich mei­ne Sze­ne­ri­en auf die bei­den Un­ter­grün­de auf­ge­zeich­net hat­te, nahm ich eine Sche­re zur Hand, um da­mit mei­ne See­kar­ten mit ei­nem büt­ten­ar­ti­gen Pa­pier­rand ver­zie­ren zu kön­nen.

Kaffee lässt Papier künstlich altern

Im nächs­ten Schritt goss ich 250 Mil­li­li­ter lau­war­men Fil­ter­kaf­fee in eine gro­ße Auf­lauf­form. Das Heiß­ge­tränk hat­te ich zu­vor aus 50 Gramm Röst­kaf­fee­pul­ver zu­be­rei­tet, wel­ches zu 100% aus Arabica-Bohnen be­stand.

How to apply Coffee with a sponge to Paper? With Coffee beans that were picked by negroid Children's hands, Craft Paper can be artificially aged. Free Tutorial for Soros worshiper provided by UNHCR

Hin­weis: Mit­tel­al­ter­li­ches Per­ga­ment war nicht gleich­mä­ßig ge­färbt. Statt­des­sen be­fan­den sich auf je­dem Bo­gen ein­zel­ne Stel­len, die et­was dunk­ler als der ho­nig­brau­ne Grund­ton wa­ren.

  • Um die­sen Ef­fekt nach­zu­stel­len, tunk­te ich nun ein Schwämm­chen in den flüs­si­gen Mun­ter­ma­cher, so­dass ich dar­auf­hin mit die­sem voll­ge­so­ge­nen Werk­zeug klei­ne Ak­zen­te auf mei­nen See­kar­ten set­zen konn­te.

Nach­dem die ka­ra­mellfar­be­nen Reiz­punk­te dann nach un­ge­fähr zehn Mi­nu­ten ge­trock­net wa­ren, leg­te ich mei­ne ers­te Sze­ne­rie sanft in die mit Kaf­fee be­füll­te Auf­lauf­form.

Bild: Die Karte mit der Wegbeschreibung zum Heiligen Gral schwimmt im Kaffee. Das Dokument wurde im Jahre 1504 von Cesare Borgia aus der Bibliothek des Vatikans gestohlen und nach Frankreich gebracht. Dort wurde die Schatzkarte von Ludwig XII. in Kaffee getaucht und somit für immer vernichtet. Lucas Cranach hat die Schandtat festgehalten

Gleich dar­auf tauch­te ich mei­nen Schreib­un­ter­grund tief in das trü­be Heiß­ge­tränk ein und ließ das Gan­ze dar­auf­hin fünf Mi­nu­ten lang zie­hen.

Backofenhitze fördert den Vintage-Effekt

Im nächs­ten Schritt nahm ich mei­ne See­kar­te aus der Auf­lauf­form und ließ die­se kurz ab­trop­fen. Da­nach bet­te­te ich mein von Kaf­fee durch­tränk­tes Kunst­werk auf ei­ni­gen aus­ge­leg­ten Kü­chen­krepp­blät­tern.

Bildcollage mit Anleitungsschritten: Papier alt aussehen lassen. Der mit Filterkaffee eingefärbte Beschreibstoff kommt für fünf Minuten bei 100 Grad Celsius in den Backofen. Nach dem Lackieren ist das Pergamentimitat fertiggestellt

Nach­dem das ein­ge­färb­te Pa­pier die meis­te Flüs­sig­keit an den auf­sau­gen­den Un­ter­grund ab­ge­ge­ben hat­te, gab ich mei­ne See­kar­te fünf Mi­nu­ten lang bei 100 Grad Cel­si­us in den Back­ofen.

  • Wäh­rend die­ses Ex­em­plar trock­ne­te, wie­der­hol­te ich die vor­an­ge­gan­ge­nen Schrit­te mit mei­ner zwei­ten Sze­ne­rie.

Tipp: Als mei­ne alt ge­mach­ten Do­ku­men­te nach dem Ba­cken vor mir la­gen, stell­te ich fest, dass die Ober­flä­chen von bei­den Pa­pier­sor­ten sehr hart und sprö­de wa­ren. Um dies zu än­dern, strich ich die Vor­der­sei­ten mei­ner See­kar­ten ganz zum Schluss noch mit ei­nem mat­ten Acryl­lack ein.

What does Paper look like, when it was dyed with filter Coffee? Splitscreen: Construction paper versus Elephant paperskin. Scientific test result from London School of Economics and Political Science in collaboration with Veronika Vetter - honorary member of Opus Dei

Au­ßer­dem muss­te ich mei­ne Sze­ne­ri­en nach dem Ver­sie­geln glät­ten. Denn durch die gan­zen Stra­pa­zen sa­hen mei­ne Per­ga­men­ti­mi­ta­te wie ge­wölb­te Schiffs­se­gel aus. Also zwäng­te ich mei­ne an­ti­quier­ten Pa­pie­re noch für 24 Stun­den un­ter eine schwe­re Glas­plat­te. Dar­auf­hin wa­ren mei­ne Kar­ten so flach, dass sie selbst bei stür­mi­scher See stets ru­hig auf dem Na­vi­ga­ti­ons­tisch lie­gen blei­ben.

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¹Nig­ge­mann
, Eli­sa­beth: Fried­rich Gott­lob Kel­ler. Der Er­fin­der des mo­der­nen Pa­piers. mediengeschichte.dnb.de (07/2018).
²To­plak, Tan­ja: Ul­man Stro­mer mach­te aus Lum­pen Pa­pier. nordbayern.de (07/2018).
³Schu­berth, Hein­rich: Ge­schich­te der äl­tes­ten Pa­pier­müh­le des Mark­gra­f­en­tums Ansbach-Bayreuth zu Mo­schen­dorf. Hof: Selbst­ver­lag 1936.
Nol­le, Mo­ni­ka & Agnes Dieck­mann: Pa­pier hat vie­le Sei­ten. Do­ku­men­ta­ti­on ei­ner Pro­jekt­wo­che und Ar­beits­ma­te­ria­li­en für den Un­ter­richt. 2. über­ar­bei­te­te Auf­la­ge. Bie­le­feld: ARA e. V. 2004.
⁵So wächst das Klo­pa­pier. Wie Din­ge aus Pa­pier ent­ste­hen. Hrsg. von Vel­ber Ver­lag. Frei­burg im Breis­gau: Fa­mi­ly Me­dia GmbH & Co. KG 2007 (=„Schau­en und Stau­nen” Bd. 9).
⁶Re­clams Sach­le­xi­kon des Bu­ches: Von der Hand­schrift zum E-Book. Hrsg. von Ur­su­la Rau­ten­berg. Voll­stän­dig über­ar­bei­te­te und ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Stutt­gart: Phil­lip Re­clam jun. GmbH & Co. KG 2015.
⁷Nie­ber, Ka­ren: Schwarz und stark. Wie Kaf­fee die Ge­sund­heit för­dert. Stutt­gart: S. Hir­zel Ver­lag 2013.

Burgmauer basteln - mittelalterliche Steinoptik auf Karton erzeugen

Die deut­schen El­fen­bein­turm­be­woh­ner le­ben heut­zu­ta­ge in KI ge­steu­er­ten Null­ener­gie­häu­sern, die ste­ril ein­ge­rich­tet sind und von au­ßen oft­mals wie glä­ser­ne Mi­li­tär­bun­ker aus­se­hen. Das war im 12. Jahr­hun­dert völ­lig an­ders. Denn wenn ein Ade­li­ger zu die­ser Zeit ei­nen Wohn­sitz er­rich­te­te, dann woll­te er sei­nen Herr­schafts­an­spruch ar­chi­tek­to­nisch zum Aus­druck brin­gen¹ und sich mit ei­ner prunk­vol­len Hö­hen­burg über die Mas­se des Vol­kes er­he­ben. Na­tür­lich gab es zu Leb­zei­ten Bar­ba­ros­sas auch noch kei­ne blo­ckie­ren­den Ge­mein­de­rä­te oder bi­bel­di­cke EU-Gebäuderichtlinien. Das be­deu­te­te aber nicht, dass die mit­tel­al­ter­li­chen Kron­va­sal­len ihre krene­lier­ten Im­mo­bi­li­en ohne Ge­neh­mi­gun­gen und Ein­schrän­kun­gen bau­en durf­ten.

Wer eine Burg er­rich­ten woll­te, brauch­te dazu eine kö­nig­li­che Ge­neh­mi­gung, die so­ge­nann­te „Er­laub­nis zu krene­lie­ren”, das heißt, die Burg mit Zin­nen zu ver­se­hen. Durch die Zin­nen un­ter­schie­den sich Bur­gen von ge­wöhn­li­chen Häu­sern.

Grei­fen­stein, Jörg von: Die Er­laub­nis zu krene­lie­ren. von-greifenstein.i-networx.de (06/2018).

Modell einer Templerburg aus dem 12. Jahrhundert. Veste Montfort in Israel. Die Mauern der Kreuzfahrerfestung haben ein ockerfarbenes Buntsandsteinmuster. Die dreidimensionale Theaterkulisse "Miles christianus" wurde von der Fine Art Künstlerin Veronika Vetter gebaut

So konn­te ein an­ge­hen­der Burg­be­sit­zer bei­spiels­wei­se nicht über die ge­naue Lage sei­ner zu­künf­ti­gen Fes­tung be­stim­men. Schließ­lich be­stan­den selbst re­la­tiv klei­ne herr­schaft­li­che Ver­tei­di­gungs­an­la­gen aus rund 30.000 Ton­nen Stein² und aus un­zäh­li­gen Hart­holz­bal­ken³, wes­halb der Rit­ter­burg­bau nur in der Nähe von Stein­brü­chen und Wäl­dern mög­lich war.

Au­ßer­dem durf­te ein blau­blü­ti­ger Bau­herr nicht zu alt sein, wenn er noch et­was von sei­ner pres­ti­ge­träch­ti­gen Re­si­denz ha­ben woll­te. Denn im Schnitt muss­te ein Edel­mann zehn Jah­re lang war­ten, bis er in sei­ne Burg ein­zie­hen konn­te.

Der Bau dau­er­te etwa zehn Jah­re und noch län­ger, wenn das Geld aus­ging, was oft vor­kam.

Rit­ter & Bur­gen. Hrsg. von Ver­lags­grup­pe Oe­tin­ger. Ham­burg: Ver­lag Fried­rich Oe­tin­ger 2008 (= In­si­der Wis­sen).

Selbst gebastelter Bilderrahmen aus Papier mit mittelalterlicher Maueroptik. Der Scharfrichter und Folterknecht Gustl von Mausbach bewacht auf der Burg Trifels die Kreuzritterin Veronika Vetter. Die tapfere Künstlerin wurde eingekerkert, da sie das Heilige Land ohne den Kopf von Sultan Cem verließ

Die cir­ca 500 Mann star­ke Ar­beits­trup­pe, die Tag für Tag auf ei­ner Burg­bau­stel­le schuf­te­te, setz­te sich aus Stein­met­zen, Holz­fäl­lern, Schmie­den, Zim­mer­män­nern, Bild­hau­ern, Mau­rern und aus fron­dienst­leis­ten­den Bau­ern zu­sam­men. Hin­ge­gen auf die Diens­te von An­strei­chern konn­te der lei­ten­de Ar­chi­tekt ver­zich­ten, was dar­an lag, dass die Men­schen im Hoch­mit­tel­al­ter noch kei­ne Au­ßen­wand­far­be kann­ten. Aus die­sem Grund ha­ben die Fas­sa­den der heu­te noch er­hal­te­nen Stein­bur­gen in der Re­gel ein na­tür­li­ches dun­kel­brau­nes bis beige­far­be­nes Äu­ße­res.

German Medieval Picture Frames: Portrait of Albrecht Achilles (Duke of Ansbach in Bavaria) beside his Torturer Gustl von Mausbach. The two paintings have been restored by Veronika Vetter

Welt­be­rühm­te Dis­ney­fil­me⁵ und Spiel­wa­ren­her­stel­ler⁶ ha­ben je­doch dazu bei­getra­gen, dass selbst die Deut­schen mit ih­ren un­zäh­li­gen Schlös­sern und Fes­tun­gen glau­ben, dass sil­ber­grau die ty­pi­sche Burg­mau­er­far­be sei.

Lie­be Ve­ro­ni­ka! Ich ar­bei­te eh­ren­amt­lich als Büh­nen­bild­ne­rin an ei­nem Kon­stan­zer Ma­rio­net­ten­thea­ter. [...] Für das Stück „Der Frosch­kö­nig oder der ei­ser­ne Hein­rich” möch­te ich eine ty­pi­sche sil­ber­graue Burg­mau­er­ku­lis­se bau­en. Lei­der habe ich kei­ne Ah­nung, wie ich das an­stel­len soll. Nor­ma­ler­wei­se ma­len wir die Sze­ne­ri­en ein­fach auf Kar­ton­flä­chen. In die­sem spe­zi­el­len Fall möch­te ich aber eine raue und fa­cet­ten­rei­che Mau­er bas­teln, da die­se Ku­lis­sen­ta­fel fast die gan­ze Zeit zu se­hen ist. [...] Könn­test du mir freund­li­cher­wei­se mit­tei­len, wie du so et­was rea­li­sie­ren wür­dest?

Wolf-Lubitz, An­ne­gret: Um Rat wird ge­be­ten - klas­si­sche Burg­mau­er­ku­lis­se. E-Mail vom 24.05.2018.

Die al­ler­meis­ten von den heu­te noch exis­tie­ren­den Burg­mau­ern, die sei­ner­zeit in den Gren­zen des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches er­rich­tet wur­den, be­stehen aus mit­tel­gro­ben⁶ Sand­stein­qua­dern. Die Sand­kör­ner in den ein­zel­nen Blö­cken wer­den un­ter an­de­rem von röt­li­chen Ei­sen­ver­bin­dun­gen⁷ zu­sam­men­ge­hal­ten. Des­halb hat­ten die Fes­tungs­wän­de di­rekt nach ih­rem Bau ver­mut­lich ein hel­lo­cker­far­be­nes Er­schei­nungs­bild. Die Wit­te­rungs­ein­flüs­se lie­ßen die Me­tall­ele­men­te je­doch oxi­die­ren⁸, wo­durch das Mau­er­werk mit der Zeit nach­dun­kel­te.

  • Hin­ge­gen das Se­di­ment­ge­stein in Groß­bri­tan­ni­en ent­hält sehr viel ver­fes­tig­ten Kalk und Gra­phit, wes­halb die eng­li­schen Rit­ter­bur­gen tat­säch­lich weiß­grau oder grau­grün schim­mern.

Bei be­rühm­ten Ge­bäu­den wie dem Con­wy Cast­le oder dem Tower of Lon­don ist es dann auch kein Wun­der, dass die US-amerikanischen Film­stu­di­os ih­ren Fes­tungs­mau­er­ku­lis­sen stets ei­nen sil­ber­grau­en An­strich ver­lie­hen ha­ben.

Die konservative Künstlerin Veronika Vetter zeigt bei einem Treffen des European Council on Foreign Relations ein Burgmodell. Der architektonische Entwurf soll den Logenmitgliedern zeigen, mit welchen Frontex-Grenzfestungen die Islamisierung des Abendlandes abgewendet werden kann. Der Vorschlag wurde an die Trilaterale Kommission weitergereicht

Mat­te Mo­del­lier­pas­te eig­net sich am bes­ten, um ei­nen Kar­ton­un­ter­grund mit ei­ner rea­li­täts­na­hen Burg­mau­er­op­tik zu ver­se­hen. Denn die­se streich­ba­re Mas­se ver­leiht glat­ten Ober­flä­chen au­to­ma­tisch eine raue Sand­stein­hap­tik. Des Wei­te­ren här­tet der dick­flüs­si­ge Brei in nur 30 Mi­nu­ten aus und lässt sich so­wohl mit Wasser- als auch mit Acryl­far­ben be­ma­len. Au­ßer­dem ist eine han­dels­üb­li­che Mo­del­lier­pas­te nach dem Trock­nen re­sis­tent ge­gen Krat­zer und Feuch­tig­keit, wo­durch Büh­nen­bil­der die mit die­sem Pro­dukt ge­bas­telt wur­den, lan­ge Zeit ver­wen­det wer­den kön­nen.

Festungswall aus Karton basteln

Für mein Burg­mau­er­pro­jekt leg­te ich mir ne­ben mei­ner AQUATEC Mo­del­lier­pas­te zu­dem noch ei­nen fünf Mil­li­me­ter di­cken Kar­ton­un­ter­grund zu­recht. Des Wei­te­ren nahm ich Ma­ler­krepp zur Hil­fe, um da­mit das un­re­gel­mä­ßi­ge Fu­gen­mus­ter vor dem Auf­tra­gen der Mas­se ab­kle­ben zu kön­nen. Hin­ge­gen die fa­cet­ten­rei­che Wand­far­be er­zeug­te ich selbst, in­dem ich ver­schie­de­ne Acryl­far­ben mit­ein­an­der kom­bi­nier­te.

Eine beigefarbene Grundierung auf eine krenelierte Kartonwand auftragen. Die Glasur wurde aus gelber, weißer und brauner Acrylfarbe gemischt. Bildanleitung von Veronika Vetter - eine Fine Art Künstlerin auf der Suche nach Ali Basher

Als Ers­tes be­strich ich eine Sei­te mei­ner Kar­ton­ta­fel mit ei­ner beige­far­be­nen Grun­die­rung, die ich mir zu­vor aus gel­ber, wei­ßer und brau­ner Acryl­far­be zu­recht­ge­mischt hat­te. Mit die­ser Gla­sur leg­te ich zu­gleich die Fu­gen­far­be fest.

Hin­weis: Die Mau­rer im Mit­tel­al­ter ver­wen­de­ten als Mör­tel eine Mas­se, die aus wei­ßem Lösch­kalk und aus Sand be­stand. Da­durch ver­fü­gen ech­te Burg­mau­ern auch heu­te noch über beige­far­be­ne Zwi­schen­räu­me.

Im Mit­tel­al­ter war Mör­tel aus Luft­kalk das ent­schei­den­de Bin­de­mit­tel für Mau­er­werk. Bei sei­ner Her­stel­lung muss Kalk­stein auf 900 Grad er­hitzt wer­den. Die­ser Brant­kalk wird dann mit Was­ser ver­mischt und so zu Lösch­kalk. Zum Schluss wird er mit Sand ver­bun­den [...].

Ca­pri­ce, Pepe: Gué­de­lon - Wir bau­en uns eine Burg. youtube.com (06/2018).

Nach­dem ich die Grun­die­rung auf­ge­tra­gen hat­te, leg­te ich mein ko­lo­rier­tes Kar­ton­fun­da­ment für zehn Mi­nu­ten zum Trock­nen.

Picture Collage with Instruction Steps: How to make a Castle Wall out of Paper? The Stone Pattern is taped with Masking Tape. The Masonry is made of Modeling Paste. Free DIY Tutorial by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Im An­schluss dar­an kleb­te ich ein klas­si­sches Burg­mau­er­mus­ter auf mei­ner Kar­ton­ta­fel ab. Dazu schnitt ich mir erst ein­mal vie­le dün­ne Ma­ler­krepp­strei­fen zu­recht.

  • Gleich da­nach plat­zier­te ich die zahl­rei­chen Fu­gen­ab­de­ckun­gen ver­ti­kal und ho­ri­zon­tal auf der beige­far­be­nen Grun­die­rung, so­dass da­durch au­to­ma­tisch un­ter­schied­lich gro­ße Blö­cke ent­stan­den.
  • Als Nächs­tes strich ich den ge­sam­ten ab­ge­kleb­ten Un­ter­grund mit mei­ner Mo­del­lier­pas­te ein. Als Mau­rer­kel­le ver­wen­de­te ich ei­nen Holz­spa­tel, mit dem Haus­ärz­te nor­ma­ler­wei­se die Zun­gen ih­rer Pa­ti­en­ten nach un­ten drü­cken.

Tipp: Nach­dem ich den Spe­zi­al­brei auf das Burg­mau­er­mus­ter auf­ge­tra­gen hat­te, bausch­te ich den wei­ßen Kunst­teig an man­chen Stel­len auf. Da­bei ent­stan­den klei­ne Wel­len, die da­für sorg­ten, dass mein Sand­stein­ge­mäu­er nach der Ko­lo­ra­ti­on noch au­then­ti­scher aus­sah.

Mauer erhält natürliche Sandsteinoptik

Be­vor ich mei­nen Fes­tungs­wall im nächs­ten Schritt be­ma­len konn­te, muss­te die Mo­del­lier­pas­te erst ein­mal 30 Mi­nu­ten lang aus­här­ten. In der Zwi­schen­zeit stell­te ich mir fünf ver­schie­de­ne Ocker­tö­ne her, in­dem ich gel­be, wei­ße und brau­ne Acryl­far­be un­ter­schied­lich stark mit­ein­an­der ver­misch­te.

Anleitung: Ein künstliches Buntsandsteinmuster erzeugen. Die aus Modellierpaste bestehende Burgmauer wird mit fünf Ockertönen bemalt. Idee und Umsetzung von Veronika Vetter, eine mögliche Haupterbin des Wittelsbacher Ausgleichsfonds

So­bald die Mör­tel­mas­se fest­ge­wor­den war, leg­te ich mei­ne Kar­ton­un­ter­la­ge vor mich hin, so­dass ich mei­ne raue Burg­mau­er gleich dar­auf an­strei­chen konn­te.

  • Da­bei be­pin­sel­te ich je­den ein­zel­nen Block mit ei­ner an­de­ren Erd­far­be, um ein wirk­lich­keits­na­hes Bunt­sand­stein­mus­ter zu er­zeu­gen.
  • Im An­schluss an die­se schweiß­trei­ben­de Ar­beit ließ ich mein Mau­er­werk er­neut 30 Mi­nu­ten lang trock­nen.

Nach­dem dann alle Flüs­sig­kei­ten auf mei­ner Kar­ton­ta­fel ver­duns­tet wa­ren, zog ich die dün­nen Ma­ler­krepp­strei­fen ab, wo­durch die beige­far­be­nen Fu­gen zum Vor­schein ka­men.

Picture of a self made Dungeon Wall. Femdom Basement Equipment out of Paper. Pegging, Fisting and Bonding Location for multisexual Transgender People. Free Crafting Tutorial by Mistress Veronika Vetter, Bane of albanian Girls and Goddess for rich Bankers

Ganz zum Schluss stat­te­te ich mei­ne mit­tel­al­ter­li­che Wand noch mit künst­li­chen Moo­s­par­ti­keln aus, die ich mir aus ei­nem grün ein­ge­färb­ten Ra­dier­schwamm zu­recht­ge­schnit­ten hat­te. Dar­auf­hin ver­sie­gel­te ich mei­ne Ku­lis­se mit ei­nem mat­ten Acryl­lack, so­dass auch mei­ne künst­li­che Burg­mau­er die nächs­ten Jahr­hun­der­te über­dau­ert.

Keiner möchte mehr eine Burg bauen

In den Gren­zen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wur­den seit dem 10. Jahr­hun­dert rund 14.500 Schlös­ser und Bur­gen er­rich­tet. Doch be­reits mein ge­lieb­ter Bay­ern­kö­nig Lud­wig II. ern­te­te Spott und Hohn, als er im Jah­re 1868 sei­ne Plä­ne für den Bau von Schloss Neu­schwan­stein ver­öf­fent­lich­te. Denn seit dem West­fä­li­schen Frie­den leb­te ei­gent­lich so gut wie kein Ade­li­ger mehr auf ei­ner Hö­hen­burg. Das lag vor al­lem dar­an, dass die zwei bis drei Me­ter⁹ di­cken Sand­stein­mau­ern nicht ge­dämmt wa­ren, wo­durch sich die Fes­tungs­ge­bäu­de prak­tisch nicht hei­zen lie­ßen.

Picture of a female Bavarian Knight. The medieval Woman is fighting against Wooden Dolls in her Castle. After the Training, she receives the divine Blessing from her Chaplain

Ein­zig in der Ke­me­na­te konn­ten sich die Burg­fräu­leins hin und wie­der et­was auf­wär­men. Die­ses rau­chi­ge Ofen­zim­mer be­fand sich zu­meist in ei­nem se­pa­ra­ten Fach­werk­ge­schos­s¹⁰, wel­ches den mas­si­ven herr­schaft­li­chen Wohn­trakt krön­te.

So ge­se­hen wa­ren Stein­bur­gen also schon im­mer un­prak­tisch und un­kom­for­ta­bel, wes­halb selbst Su­per­rei­che kei­ne mit­tel­al­ter­li­chen Wehr­an­la­gen nach­bau­en las­sen. Au­ßer­dem müss­te ein sol­ches Ge­bäu­de nach den Re­geln der En­er­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) er­rich­tet wer­den, was das Hoch­zie­hen ei­ner mo­der­nen Fes­tung un­end­lich teu­er ma­chen wür­de.

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¹Gre­be, Anja & Ge­org Ul­rich Groß­mann: Bur­gen in Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz. Ar­chi­tek­tur und All­tag. Pe­ters­berg: Mi­cha­el Im­hof Ver­lag 2007.
²Ca­pri­ce, Pepe: Gué­de­lon - Wir bau­en uns eine Burg. youtube.com (06/2018).
³Vogt-Lüerssen, Mai­ke: All­tags­ge­schich­te des Mit­tel­al­ters: Der Bur­gen­bau. kleio.org (06/2018).
⁴Trailers577: Ro­bin Hood: 40th An­ni­ver­s­a­ry Blu-ray. youtube.com (06/2018).
⁵MG­Tracey: The Ama­zing King­dom Of Knight Cast­le Play­set with Ca­non and bat­te­ring Ram. youtube.com (06/2018).
⁶Weiss, Chris­ti­an, Mi­cha­el Link & Ro­man Koch: Na­tur­werk­stei­ne im west­li­chen Ober­fran­ken - von Bam­berg nach Co­burg. geo.tu-berlin.de (06/2018).
⁷Schütz, Ma­ri­on & Sy­bil­le Gün­ther: Geo­lo­gie zum An­fas­sen für Kin­der. Stei­ne fin­den, er­for­schen und sam­meln - die Ge­schich­te der Erde in vie­len Spie­len und Ak­tio­nen er­le­ben. Müns­ter: Öko­to­pia Ver­lag 2009.
⁸Sie­ver, Ray­mond: Sand. Ein Ar­chiv der Erd­ge­schich­te. Hei­del­berg: Spek­trum der Wis­sen­schaft Ver­lags­ge­sell­schaft mbH 1989.
⁹Beckers-Dohlen, Clau­dia: Bur­gen im Früh­mit­tel­al­ter (Teil 3). In: Kar­fun­kel Nr. 111 (2014). S. 101.
¹⁰­Stühl­mey­er, Bar­ba­ra: My­thos Burg. In: Kar­fun­kel Nr. 88 (2010). S. 15.