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Schultüte mit Bienengesicht basteln

Als Erst­kläss­ler wer­den wir ein­mal im Le­ben für das fol­gen­de an­stren­gen­de Schul­le­ben ent­schä­digt. Mit ei­ner Schul­tü­te voll­ge­packt mit Sü­ßig­kei­ten, Auf­kle­bern und Spiel­zeug ste­hen wir mit der Schul­ta­sche auf dem Rü­cken glück­lich da und wis­sen nicht, was uns die nächs­ten 9 - 13 Jah­re er­war­tet. Da­mit die­ses ein­ma­li­ge Er­leb­nis ge­büh­rend ze­le­briert wer­den kann, habe ich eine gro­ße und ganz be­son­de­re Schul­tü­te ge­bas­telt, die ein lus­ti­ges Bie­nen­ge­sicht hat. Die Scha­blo­nen und die Bas­tel­an­lei­tung stel­le ich Ih­nen hier zur Ver­fü­gung.

Bild von einer Schultüte mit Bienenmotiv

Die Bienen-Schultüte ist 90 Zen­ti­me­ter lang (mit Füh­lern) und 30 Zen­ti­me­ter breit. Da­mit ist die­se Schul­tü­te be­son­ders groß und un­ge­fähr 15 Zen­ti­me­ter län­ger als han­dels­üb­li­che Mo­del­le.

Bild von Veronika Vetter (DAoCFrEak) die eine Schultüte trägtDas obe­re Ende der Schul­tü­te kann ver­schlos­sen wer­den, so­dass der In­halt vor dem Schul­kind zu­nächst ver­bor­gen bleibt. Des Wei­te­ren habe ich be­son­ders auf die Sta­bi­li­tät ge­ach­tet, so­dass selbst ein Fal­len auf dem Bo­den der Schul­tü­te nichts an­ha­ben kann. Zur Zier­de trägt die Bie­ne eine be­weg­li­che Blu­me in den Hän­den und zwei lus­ti­ge Füh­ler auf dem Kopf.

Stabilität der Schultüte ist wichtig

Bild vom Material zum Basteln einer SchultüteDie Sta­bi­li­tät wird der Schul­tü­te durch gel­be und schwar­ze Well­pap­pe ver­lie­hen. Als wei­te­re Pa­pier­sor­ten ka­men Ton­pa­pier in Schwarz, Rot, Haut­far­ben, Weiß und Blau so­wie wei­ßes Krepp­pa­pier (120 x 70 Zen­ti­me­ter) zum Ein­satz. Für die Ver­zie­rung ver­wen­de­te ich Chen­il­le­draht in Schwarz und Oran­ge, rote Stem­pel­far­be mit ei­nem Schwämm­chen, sil­ber­nen und schwar­zen Mar­ker und gel­ben Bast. Als Werk­zeu­ge nahm ich mir ei­nen Lo­cher, eine Sche­re, Blei­stift, Wä­sche­klam­mern, flüs­si­gen Kle­ber, Dot­ting­tool, Falz­beil samt Li­ne­al und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7) zur Hil­fe.

Zusammenbau der Schablonen

Bild von gelber Wellpappe die aussieht wie eine EiswaffelDa die Schul­tü­te so groß ist, müs­sen Sie sich zu­nächst die Haupt­scha­blo­ne zu­sam­men­bau­en. Dazu dru­cken Sie die Scha­blo­nen #1 und #2 aus, schnei­den die­se aus und bau­en dar­aus ein gleich­schenk­li­ges Drei­eck. Die­ses lan­ge Drei­eck zeich­nen Sie nun fünf­mal auf Well­pap­pe auf und schnei­den dann die Ein­zel­tei­le aus. Die Well­pap­pe ist sehr hart und sta­bil, des­halb soll­ten

Bild von Falzbeil und Lineal auf gelber WellpappeSie nun ein Falz­beil und ein Li­ne­al neh­men und die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en fal­zen. Im An­schluss bau­en Sie aus den fünf ge­falz­ten Ein­zel­tei­len zwei gro­ße Schul­tü­ten­ele­men­te. Ein Ele­ment be­steht aus zwei, das an­de­re aus drei gleich­schenk­li­gen Drei­ecken. Kle­ben Sie die Drei­ecke mit viel flüs­si­gem Kle­ber zu­sam­men und ach­ten Sie dar­auf, dass die un­te­ren Spit­zen sau­ber ab­schlie­ßen.

Schultüte wird eine Biene

Bild von schwarzen Elementen für einen BienenkörperAuf Scha­blo­ne #3 fin­den Sie die Quer­strei­fen für das Bie­nen­mus­ter. Die drei un­ter­schied­lich gro­ßen Strei­fen zeich­ne­te ich je­weils fünf­mal auf schwar­zes Ton­pa­pier auf, schnitt die­se aus und kleb­te die Quer­strei­fen von oben nach un­ten auf die Well­pap­pe. Auch hier soll­ten Sie akri­bisch dar­auf ach­ten, dass die schwar­zen Strei­fen auf den bei­den Haupt­ele­men­ten sym­me­trisch ver­lau­fen.

Bilder vom Basteln der BienenarmeUn­ter­halb der zwei­ten Quer­strei­fen, stach ich auf dem Haupt­ele­ment mit drei Drei­ecken zwei Lö­cher ein. Durch die­se Lö­cher fä­del­te ich Chen­il­le­draht. Die In­nen­sei­te des Drah­tes ver­klei­de­te ich mit zwei Well­pap­pe­krei­sen (sie­he Scha­blo­ne #7). An die En­den des Chen­il­le­drah­tes der Au­ßen­sei­te kleb­te ich zwei Hän­de (sie­he Scha­blo­ne #7), wel­che ich aus haut­far­be­nem Ton­pa­pier an­fer­tig­te.

Innenfutter zum Verschließen der Schultüte

Bild vom Einkleben des Krepppapiers in die Schultüte

Ver­kle­ben Sie jetzt die zwei Haupt­ele­men­te der Schul­tü­te und le­gen Sie die­se flach vor sich hin. Die kom­plet­te In­nen­sei­te der hüg­li­gen Ober­sei­te ver­klei­den Sie nun mit wei­ßem Krepp­pa­pier. Die Knick- und Kle­be­la­schen der bei­den Au­ßen­sei­ten mei­ner auf­ge­fä­cher­ten Well­pap­pe falz­te ich nun noch ein­mal mit dem Falz­beil. An­schlie­ßend be­strich ich die bei­den Kle­be­la­schen mit viel flüs­si­gem Kle­ber und kleb­te die Schul­tü­te zu­sam­men.

  • Da­mit die Schul­ta­sche die Form be­hält und der Kle­ber gut trock­nen kann, fi­xier­te ich die Kle­be­stel­le mit Wä­sche­klam­mern.
  • Nach zir­ka ei­ner Stun­de nahm ich die Wä­sche­klam­mern ab und kleb­te die schwar­zen Quer­strei­fen an den Über­gän­gen fest.
Verstärkte Spitze und Verzierungen

Bilder vom Basteln der unteren Spitze der SchultüteAuf Scha­blo­ne #3 be­fin­det sich die Vor­la­ge für die un­te­re Spit­ze der Vor­la­ge. Die­se fer­tig­te ich aus schwar­zer Well­pap­pe an. Die Spit­ze wird ein­fach auf die Un­ter­sei­te der Schul­tü­te ge­klebt und ver­klei­det zum ei­nen un­schö­ne Kle­be­stel­len und zum an­de­ren dient die­se als zu­sätz­li­che Ver­stär­kung. Die Schul­tü­te wäre ab die­sem Schritt ein­satz­be­reit. Da­mit aus dem Mo­dell eine ech­te Bie­ne wird, habe ich noch wei­te­re Ver­zie­run­gen an­ge­bracht.

Bilder vom Basteln des BienenkopfesFür den Bie­nen­kopf zeich­ne­te ich zu­nächst das Oval von Scha­blo­ne #4 auf gel­be Well­pap­pe auf und schnitt die­ses aus. Das Oval ist der Hin­ter­grund des Kop­fes. Auf den Scha­blo­nen #5 und #6 be­fin­den sich die Ele­men­te für das Bie­nen­ge­sicht. Die­ses bau­te ich aus un­ter­schied­li­chen Ton­pa­pier­far­ben zu­sam­men und ver­zier­te die Wan­gen mit ro­ter Stem­pel­kis­sen­far­be und zeich­ne­te den Mund und die Schat­tie­rung der Nase mit ei­nem schwar­zen und sil­ber­far­be­nen Mar­ker auf.

  • Das Wei­ße in den Au­gen ist nicht auf den Scha­blo­nen. Hier­für stanz­te ich ein­fach wei­ßes Ton­pa­pier mit ei­nem Lo­cher aus und kleb­te es auf die Pu­pil­len.
  • Das Bie­nen­ge­sicht kleb­te ich nun auf das gel­be Oval aus Well­pap­pe. Zwi­schen das Ton­pa­pier und die Well­pap­pe, kleb­te ich noch zwei Füh­ler aus Chen­il­le­draht ein. An­schlie­ßend wird der Bie­nen­kopf wie­der mit viel flüs­si­gem Kle­ber auf die Schul­tü­te ge­klebt.

Bild von Blume zwischen den Händen der SchultütenbieneAb­schlie­ßend fer­ti­ge ich aus wei­ßem und ro­tem Ton­pa­pier eine gro­ße Blu­me (sie­he Scha­blo­ne #6) an. Die schö­ne Pa­pier­blu­me kleb­te ich in die Hän­de der Bie­ne. Durch die be­weg­li­chen Arme aus Chen­il­le­draht bleibt die Blu­me eben­falls be­weg­lich. Wenn Sie dies nicht mö­gen, kle­ben Sie die Pa­pier­blu­me ein­fach an der Schul­tü­te fest. Nach­dem die Tüte be­füllt wur­de, ver­schlie­ßen Sie die­se oben mit dem Krepp­pa­pier und bin­den Sie das Gan­ze mit ei­ner Schlei­fe aus gel­bem Bast zu.

Fazit

Für die Bie­nen­schul­tü­te habe ich zir­ka zwei Stun­den Bas­tel­zeit be­nö­tigt. Mit Tro­cken­zeit des Kle­bers kön­nen Sie das Mo­tiv von A bis Z in un­ge­fähr drei Stun­den bas­teln.

Lie­be El­tern und Groß­el­tern. Egal, ob Sie eine Schul­tü­te kau­fen oder mein Mo­dell nach­bas­teln, eine gro­ße Schul­tü­te ge­hört zu je­der Ein­schu­lung dazu. Sei­en Sie auch beim In­halt der Tüte nicht zu gei­zig und kau­fen Sie viel­leicht auch ein­mal Din­ge ge­gen Ihre Über­zeu­gung. Bun­te, künst­li­che und Zäh­ne zer­fres­sen­de Sü­ßig­kei­ten kön­nen Sie Ih­rem Kind we­nigs­tens an die­sem und den nächs­ten Ta­gen gön­nen. Den­ken Sie an Ihre Schul­zeit zu­rück, Sie wis­sen selbst am bes­ten, was Ih­rem Spröss­ling das nächs­te Jahr­zehnt blüht.

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Basteln mit Kratzbildern

Das Krat­zen auf Pa­pier ist ein Trend aus Eng­land, wel­cher bei Bast­lern im deutsch­spra­chi­gen Raum im­mer mehr an Be­deu­tung ge­winnt. Mit­hil­fe von spe­zi­el­len Werk­zeu­gen, be­kannt als Scra­per, kann durch Krat­zen auf spe­zi­el­les Pa­pier ge­zeich­net und ge­schrie­ben wer­den. Was es mit Kratz­bil­dern ge­nau auf sich hat, was Sie da­mit bas­teln kön­nen und was Sie für die­se Tech­nik al­les brau­chen, habe ich hier für Sie zu­sam­men­ge­tra­gen.

Was benötige ich für Kratzbilder?

Bild von Scrapern - Schabwerkzeug zum Erstellen von Kratzbildern

Zu­al­ler­erst be­nö­ti­gen Sie Kratz­werk­zeu­ge, die so­ge­nann­ten Scra­per bzw. Scha­be­mes­ser. Die me­tal­li­sche Kopf­sei­te der Mes­ser ist be­son­ders ge­schlif­fen, so­dass die­se nur die Ober­sei­te des Kratz­pa­piers an­greift. Fünf Scha­be­mes­ser kos­ten im Set mit Plas­tik­griff un­ge­fähr 5,00 Euro. Die Me­tall­köp­fe gibt es auch ein­zeln zum Aus­tau­schen. Dies ist hilf­reich, da für Kratz­bil­der man­ches Werk­zeug stär­ker be­an­sprucht und schnel­ler stumpf wird und ein­zeln aus­ge­tauscht wer­den kann.

Bild von Scrapern und schwarzem Kratzpapier

Das Kratz­pa­pier auch be­kannt als Scha­be­fo­lie, Scha­be­kar­ton bzw. Sil­ver­foil ist eine Me­tall­fo­lie aus Alu­mi­ni­um, Mes­sing oder Kup­fer. Auf der Fo­lie be­fin­det sich eine schwar­ze, glat­te und glän­zen­de Be­schich­tung. Die­se Be­schich­tung ist sehr an­fäl­lig für Fin­ger­ab­drü­cke und an­de­re äu­ße­re Ein­flüs­se. Mit den Scha­be­mes­sern lässt sich das Schwar­ze re­la­tiv ein­fach ab­krat­zen und so­mit zeich­nen oder schrei­ben.

  • Zu gro­ßer Be­kannt­heit ge­lang­te die Scha­be­tech­nik auf­grund der be­reits fer­ti­gen Kratz­bil­der. Ähn­lich wie bei „Ma­len nach Zah­len” wird da­bei ein fer­tig auf­ge­druck­tes Bild mit­hil­fe der Werk­zeu­ge frei­ge­schabt. Je nach Grö­ße und Mo­tiv, kön­nen die­se Scha­be­mo­ti­ve über 100,00 Euro kos­ten.
  • Künst­ler und Bast­ler grei­fen zu Blan­ko­pa­pier. Wäh­rend­des­sen es ech­te Scha­be­künst­ler gibt, wel­che frei­hän­dig auf Scha­be­kar­ton zeich­nen, über­tra­gen Bast­ler meis­tens Mo­ti­ve.

Basteln mit Schabekarton

Bild von Roboter auf Schabekarton und Transparentpapier

Auf die­sem Bild hat un­se­re Bast­le­rin Vro­ni ei­nen Ro­bo­ter auf ei­nem Blan­ko­scha­be­kar­ton auf­ge­kratzt. Der Ro­bo­ter ist je­doch nicht frei­hän­dig ent­stan­den, Vro­ni hat sich vor­her dazu eine Scha­blo­ne er­stellt und die­se über­tra­gen.

Bild von Backpapier und Schabekarton

Mit ei­nem Blei­stift zeich­ne­te sie zu­nächst frei­hän­dig den Ro­bo­ter auf ge­wöhn­li­ches Back­pa­pier. Sie kön­nen ge­nau­so ein Mo­tiv aus­dru­cken, aus­schnei­den und die Sil­hou­et­te auf das Back­pa­pier über­tra­gen. Im An­schluss schab­te Vro­ni wei­ße Krei­de auf das Back­pa­pier und ver­teil­te die­se mit ei­nem Pin­sel über den kom­plet­ten Ro­bo­ter. Die mit Krei­de be­stri­che­ne Sei­te wird nun auf den Scha­be­kar­ton ge­legt.

Roboter wird von Backpapier auf Schabekarton übertragen Mit ei­nem stump­fen Blei­stift wird das Mo­tiv auf dem Back­pa­pier nach­ge­fah­ren und über­trägt sich da­mit leicht auf das Kratz­pa­pier. Jetzt müs­sen die Kon­tu­ren nur noch mit den Scha­be­mes­sern ab­ge­kratzt wer­den. Nach­dem Krat­zen neh­men Sie ein feuch­tes Hy­gie­ne­tuch und be­frei­en da­mit die be­ar­bei­te­te Sei­te von Scha­be­res­ten.  Mit die­ser Back­pa­pier­tech­nik kön­nen Sie also im Prin­zip Ihre ei­ge­nen Kratz­bil­der an­fer­ti­gen.

Verzierungen mit Kratzpapier und weitere Tipps

Bild von blauem TonpapierroboterScha­be­kar­ton gibt es in Gram­ma­tu­ren von 110 - 600 g/m². Je di­cker das Pa­pier ist, umso teu­rer ist es und umso mehr kom­men Sie in den Kunst­be­reich. Dün­ne­res Kratz­pa­pier lässt sich mit ei­ner Sche­re oder ei­nem Bas­tel­mes­ser schnei­den und mit al­len gän­gi­gen Bas­tel­kleb­stof­fen, auf an­de­re Pa­pier­un­ter­grün­de, kle­ben. Als Ver­zie­rung für Pa­pier­bas­tel­mo­ti­ve kann ein Stück Scha­be­kar­ton bei­spiels­wei­se auf­ge­klebt und ähn­lich wie eine klei­ne Ta­fel be­nutzt wer­den.

Bild vom Aufkratzen eines Kopfes auf SchabekartonAuch für De­tails wie Pu­pil­len, Oh­ren etc., wel­che sich nur schwer mit Pa­pier dar­stel­len las­sen, ist das Kratz­pa­pier eine Al­ter­na­ti­ve. Beim Kauf von Blan­ko­scha­be­kar­ton soll­ten Sie vor al­lem auf die Qua­li­täts­un­ter­schie­de der Be­schich­tung ach­ten und die Kun­den­re­zen­sio­nen zu den ein­zel­nen Pro­duk­ten le­sen. Bei be­son­ders güns­ti­gem Kratz­pa­pier ist die schwar­ze Be­schich­tung zu dünn und zu schlecht auf­ge­klebt, so­mit krat­zen Sie beim Ar­bei­ten stän­dig zu viel mit weg und es kön­nen kei­ne schö­nen Kratz­bil­der ent­ste­hen. Tipp: Scha­be­kar­ton gibt es auch mit bunt ko­lo­rier­ter Hin­ter­grund­fo­lie.

Fazit

Das Bas­teln mit Kratz­bil­dern ist un­se­rer Mei­nung nach eine lus­ti­ge Tech­nik, um Bas­tel­mo­ti­ven noch eine klei­ne Be­son­der­heit zu ver­lei­hen. Wir wer­den die­ses be­son­de­re Pa­pier auf je­den Fall mit in un­ser Bas­tel­re­per­toire auf­neh­men.

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Elefant aus Wabenpapier basteln

Sie möch­ten et­was Gro­ßes mit Kin­dern bas­teln, um die Lan­ge­wei­le zu be­kämp­fen oder ein High­light auf ei­nem Kin­der­ge­burts­tag zu set­zen? Dann emp­feh­le ich Ih­nen ein Tier, wel­ches fast je­des Kind auf sei­ner Lieb­lings­tier­lis­te ste­hen hat, den lus­ti­gen Ele­fan­ten aus Wa­ben­pa­pier. Für Mäd­chen und Jungs glei­cher­ma­ßen ge­eig­net ist der schi­cke Dick­häu­ter nicht nur eine lie­be­vol­le De­ko­ra­ti­on fürs Kin­der­zim­mer, son­dern bie­tet auch lus­ti­ge Fea­tures.

Papierelefanten mit langem Rüssel

Auf dem Bild se­hen Sie zwei Ele­fan­ten mit aus­ge­fah­re­nem Rüs­sel in rosa für Mäd­chen und in blau für Jungs.

Bild von zwei Wabenpapierelefanten mit eingezogenem RüsselEin Ele­fant ist 20 Zen­ti­me­ter hoch und 30 Zen­ti­me­ter breit. Die Be­son­der­hei­ten die­ses Bas­tel­mo­tivs lie­gen zum ei­nen im Wa­ben­pa­pier, mit dem sich lus­ti­ge Din­ge wie der di­cke Bauch und der Rüs­sel bas­teln las­sen. Zum an­de­ren ist der Ele­fan­ten­rüs­sel durch den Ein­satz von Ma­gne­ten ein- und aus­fahr­bar. Ba­sis des Pa­pier­ele­fan­ten ist ein simp­ler Pa­pier­be­cher, da­durch er­hält das Mo­tiv vie­le lus­ti­ge Ein­satz­ge­bie­te.

Großer Kopf und große Elefantenohren

Bild von Material zum Basteln eines Elefanten aus Papier für KinderAls Ma­te­ri­al ver­wen­de­te ich für den Kopf eine Sty­ro­por­ku­gel mit ei­nem Durch­mes­ser von 10 Zen­ti­me­tern. Für den Kör­per nahm ich ei­nen ge­wöhn­li­chen Pa­pier­be­cher mit 0,2 Li­tern Fas­sungs­ver­mö­gen und für die Füße Well­pap­pe. Für den blau­en Ele­fan­ten ka­men des Wei­te­ren Ton­pa­pier in Blau, Ma­gen­ta, Weiß und Schwarz, blau­es Krepp­pa­pier, blau­es Wa­ben­pa­pier und Pa­py­rus als Pa­pier­sor­ten zum Ein­satz.

Bild von Styroporkugel mit zwei Elefantenohren aus PapierAls wei­te­res Gim­mick ver­ar­bei­te­te ich klei­ne Pom­pons und blau­en Chen­il­le­draht. Als Werk­zeu­ge soll­ten Sie sich eine Sche­re, flüs­si­gen Kle­ber, ein Ma­gnet­band, Blei­stift, Kom­bi­zan­ge, ein Bas­tel­mes­ser, Li­ne­al und Falz­beil, ei­nen Lo­cher, Dot­ting­tool und mei­ne bei­den DIN A4 Bas­tel­scha­blo­nen (#1 / #2) zu­recht­le­gen. Zu­nächst zeich­ne­te ich die gro­ßen Oh­ren von Scha­blo­ne #2 auf Ton­pa­pier und schnitt die­se aus.

Halb fertiger Elefantenkopf aus PapierDas Ton­pa­pier ver­klei­de­te ich mit Krepp­pa­pier. Die in­ne­re Ver­zie­rung der Ele­fan­ten­oh­ren be­fin­det sich eben­falls auf der zwei­ten Scha­blo­ne. Die­se Ver­zie­rung fer­tig­te ich aus Pa­py­rus an und kleb­te sie auf die gro­ßen Oh­ren. Mit­hil­fe ei­nes Bas­tel­mes­sers schnitt ich an bei­den Sei­ten der Sty­ro­por­ku­gel Ein­schnit­te ein und kleb­te dar­in die bei­den gro­ßen Ele­fan­ten­oh­ren fest.

  • An­schlie­ßend ver­klei­de­te ich die Sty­ro­por­ku­gel eben­falls mit Krepp­pa­pier.
  • Die Au­gen be­fin­den sich auf Scha­blo­ne #2 und wur­den von mir aus Ton­pa­pier an­ge­fer­tigt und dem Ele­fan­ten­kopf auf­ge­klebt.
  • Als Haa­re kleb­te ich dem Kopf klei­ne Stü­cke aus flau­schi­gem Chen­il­le­draht auf.

Elefantenkopf bekommt Magnetrüssel

Bilder vom Anfertigen eines Papierelefantenrüssels mit MagnetenDa­mit der Ele­fan­ten­rüs­sel ein- und aus­fahr­bar ist, ver­wen­de­te ich ein Ma­gnet­band. Ein klei­nes Stück da­von kleb­te ich dem Kopf als Nase auf. Auf Scha­blo­ne #2 be­fin­det sich ein klei­ner Kreis, die­sen zeich­ne­te ich auf Wa­ben­pa­pier auf und schnitt die­sen aus. Auf den Kreis aus Wa­ben­pa­pier kleb­te ich zu­erst das Ge­gen­stück des Ma­gne­ten und da­nach ei­nen grö­ße­ren Kreis (sie­he Scha­blo­ne #2) aus Ton­pa­pier, wel­chen ich mit Krepp­pa­pier ver­klei­de­te und mit Na­sen­lö­chern aus Pa­py­rus ver­zier­te.

  • Das kom­plet­te Rüs­sel­kon­strukt kleb­te ich nun auf der Ma­gne­ten­na­se auf und mach­te da­mit den Ele­fan­ten­rüs­sel aus­fahr­bar.

Papierelefant basiert auf Papierbecher

Bild eines blauen PapierbechersIst der Ele­fan­ten­kopf fer­tig, wid­men Sie sich dem Kör­per und der Füße. Ich ver­klei­de­te ei­nen Pa­pier­be­cher mit blau­em Ton­pa­pier (sie­he Scha­blo­ne #1). Das Gan­ze ver­klei­de­te ich im An­schluss mit blau­em Krepp­pa­pier. Die Vor­la­gen für die Füße von der ers­ten Scha­blo­ne zeich­ne­te ich auf Well­pap­pe auf. Nach­dem Aus­schnei­den falz­te ich die Knick- und Kle­be­l­i­ni­en mit­hil­fe ei­nes Falz­beils und ei­nes Li­ne­als.

Bild von Elementen aus Wellpappe für ElefantenfüßeAus je­weils zwei Ele­men­ten bau­te ich an­schlie­ßend die Ele­fan­ten­fü­ße zu­sam­men. Wenn Sie kei­ne Well­pap­pe ha­ben, kön­nen Sie eben­so gut eine Kü­chen­rol­le in Stü­cke schnei­den und die­se als Füße ver­wen­den. Die bei­den Stamp­fer ver­klei­de­te ich wie­der mit dem blau­en Krepp­pa­pier. Auf die Fuß­soh­le kleb­te ich ein ty­pi­sches Ab­druck­mus­ter für Tie­re aus Pa­py­rus (sie­he Scha­blo­ne #2).

Elefant bekommt sein Finish

Bild von Körper eines Elefanten aus WabenpapierMit ei­nem Bas­tel­mes­ser schnitt ich an die Sei­ten des ver­klei­de­ten Pa­pier­be­chers Ein­schnit­te ein. Dar­in steck­te ich den obe­ren Teil der Füße fest und ver­kleb­te die La­schen im In­ne­ren des Be­chers. Als Arme be­kommt mein Pa­pier­ele­fant zwei Pom­pons an­ge­klebt, wel­che mit blau­em Krepp­pa­pier ver­klei­det wur­den. Der Bauch ist aus Wa­ben­pa­pier. Ich zeich­ne­te den Halb­kreis von Scha­blo­ne #2 auf das Wa­ben­pa­pier auf und schnitt die­sen aus.

Anbringen des Schwanzes aus Chenilledraht

Ich kleb­te eine Sei­te des Halb­krei­ses auf den Ele­fan­ten­bauch, fä­cher­te das Wa­ben­pa­pier auf und kleb­te die an­de­re Sei­te eben­falls fest. Ich dreh­te den Be­cher um, stach mit ei­nem spit­zen Dot­ting­tool ein Loch an die Un­ter­sei­te des Pa­pier­be­chers und steck­te dort ein Stück Chen­il­le­draht für den Schwanz fest. Die Schwanz­spit­ze ver­klei­de­te ich noch mit Pa­py­rus.

  • Zu gu­ter Letzt be­strei­chen Sie die Ober­sei­te des Pa­pier­be­chers mit viel flüs­si­gem Kle­ber und kle­ben Sie den Kopf dar­auf fest. Ihr Pa­pier­ele­fant ist da­mit voll­endet.
Fazit und Einsatzgebiete

Ich habe die­sen Ele­fan­ten schon mit vie­len Kin­dern zwi­schen 5 und 12 Jah­ren ge­bas­telt und un­ge­fähr 2,5 Stun­den be­nö­tigt, bis je­des Kind ein Ex­em­plar vor sich ste­hen hat­te. Be­son­ders gut ge­fällt den Klei­nen na­tür­lich der aus­zieh­ba­re Rüs­sel mit dem sich wun­der­bar spie­len lässt.

Auf die Idee mit dem Be­cher kam ich, als ich mei­ne Nich­te ein­mal vom Hand­ball­trai­ning ab­hol­te. Die Be­treue­rin woll­te nicht, dass die Kin­der alle aus ei­ner Fla­sche trin­ken, und stülp­te bun­te Be­cher über die Fla­schen. So er­kann­ten die Kin­der an­hand der Far­ben ihre Fla­schen im Kas­ten. Als Merk­hil­fe für Fla­schen ist der Ele­fant dann doch zu pom­pös, als lus­ti­ge Fens­ter­brett­de­ko­ra­ti­on fürs Kin­der­zim­mer passt er je­doch per­fekt.

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