Die Deutschen haben manchmal wirklich eine lange Leitung. Denn obwohl uns „Die Bill Cosby Show” den amerikanischen Halloweenkult bereits in den späten 1980er Jahren näher brachte, gehört das schauerhafte Event hierzulande erst seit Kurzem fest zum Rahmenprogramm des 31. Oktober. Bis dahin war der Abend vor Allerheiligen alleine für den Reformationstag reserviert. Dieser evangelische Gedenktag ist Martin Luther gewidmet, da dieser am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche genagelt hat.
[...] am Morgen des 31. Oktober 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, prangerte der Augustinermönch die Missbräuche beim geschäftsmäßigen Ablasshandel an.
Fauth, Andreas: Reformationstag. ekhn.de (10/2016).
Der Reformationstag hat rein gar nichts mit Halloween zu tun. Kein Wunder also, dass viele Menschen sich fragen, warum das amerikanische Geisterfest plötzlich auch in der Europäischen Union gefeiert werden muss. Selbst die polarisierende ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann äußerte¹ im Jahre 2012 lautstark ihr Missfallen über die Vermischung der beiden Anlässe. Dabei ist Halloween eine europäische Erfindung, die sogar älter als das Christentum ist.
Es waren keltische Stämme im angelsächsischen Sprachraum, die mit dem Vorläufer von Halloween namens Samhain das Ende des Sommers feierten. Dabei glaubten diese Naturvölker, dass die Totenwelt in der Nacht des 31. Oktober mit der Welt der Lebenden verschwimmt und somit Geister auf die Erde zurückkehren.
On the night of October 31 they celebrated Samhain, when it was believed that the ghosts of the dead returned to earth.
A+E Networks Corp.: Ancient Origins of Halloween. history.com (10/2016).
Was passiert an Halloween?
Dieses Malspiel ist ein Quiz, bei dem es am Ende darum geht, das Lösungswort² herauszufinden. Die Fragen drehen sich alle um Halloweenbräuche, die sich in den letzten 2000 Jahren sehr verändert haben. Alleine schon die Entstehung des Wortes Halloween ist äußerst spannend. Samhain wurde nämlich wie Sah-ween³ ausgesprochen. Mit der Christianisierung der heidnischen Angelsachsen im 6. Jahrhundert wurde der 1. November als All Saints’ Day (deutsch Allerheiligen) bekannt, der auch als All Hallows bezeichnet wird. Daraus ist dann mit der Zeit die Kurzform Halloween entstanden, die sich von All Hallows’ Eve (deutsch Abend vor Allerheiligen) ableitet.
Nach dem Beantworten der 13 kniffligen Fragen müssen die fleißigen Kinder mit ihren Süßigkeiten und Kürbissen natürlich noch ausgemalt werden. Doch einen Moment mal, warum eigentlich Kürbisse an Halloween?
Das ist wiederum eine amerikanische Erfindung. Die Kelten verwendeten hingegen Rüben, die sie mit brennender Glut befüllten und an Halloween vor ihre Haustüren legten. Nur so war sichergestellt, dass die bösen Geister die heidnischen Häuser nicht heimsuchten.
Celtic people in Ireland were carving turnips and lighting them with embers, to ward off evil spirits. This Celtic custom is the historical root of Halloween pumpkin carving. Irish immigrants brought their tradition with them to America.
Premier Star Co.: Carving Turnips for Halloween. pumpkinnook.com (10/2016).
Irische Einwanderer brachten dieses Ritual mit in die USA. Dort wurde der Brauch von den Nordamerikanern im 19. Jahrhundert zwar übernommen, die Rüben jedoch aufgrund der andersartigen Landwirtschaft durch Kürbisse ersetzt.
Geisterhaus für Halloween zum Ausmalen
Dieses Malspiel zeigt ein gruseliges Geisterhaus. In den Fenstern befinden sich Buchstabensalate, die richtig zusammengesetzt immer ein Wort ergeben, welches zu Halloween passt. Zum Ausmalen gibt es auf der Rätselvorlage neben Gespenstern auch den klassischen Halloweenkürbis. Dieser verschmitzt lachende Kürbis trägt den Namen Jack O’Lantern. Einer irischen Legende nach soll dieses Schlitzohr an zwei unterschiedlichen Halloweenabenden den Teufel ausgetrickst haben. Als er verstarb, fuhr er mit einem Kürbis unter dem Arm erst in den Himmel und danach in die Hölle. Allerdings fand Jack aufgrund seiner Taten zu Lebzeiten nirgends Einlass. Der Teufel hatte daraufhin jedoch Mitleid und gab dem Pechvogel ein Stück glühende Kohle als Licht für seinen ausgehöhlten Kürbis mit.
Dieses glühende Stück Kohle wird nie erlöschen. Lege es dir in die Kürbisschale, dann ist es wenigstens nicht mehr so dunkel. Mehr kann ich nicht für dich tun.
Hans Tond: Die Legende von Jack O’Lantern. youtube.com (10/2016).
Der Überlieferung nach irrt der Geist von Jack O’Lantern seitdem mit seiner Laterne durch die Dunkelheit der Lebenden.
Warum Verkleidungen und Süßigkeiten an Halloween?
Die typischen Verkleidungen für Halloween sind Geister, Mumien, Vampire, Skelette und Hexen. Diese befinden sich alle auf diesem Bilderrätsel. Die enthemmten Monster feiern auf dem Friedhof eine wilde Halloweenparty, doch inmitten der Szenerie gibt es freie Felder. Welches der neun Kästchen muss an welche Stelle? Beim Ausmalen können Ihre Kids schon einmal überlegen, als was sie sich dieses Jahr an Halloween verkleiden. Denn nur vollständig verkleidet gibt es an den Haustüren die begehrten Süßigkeiten. Der Brauch, dass Kinder an Halloween von Tür zu Tür gehen und dafür kleine Gaumenfreuden bekommen, basiert höchstwahrscheinlich auf der englischen Bonfire Night.
Der britische Fähnrich Guy Fawkes und dessen Mitverschwörer versuchten am 5. November 1605 das englische Parlament in die Luft zu sprengen, um einen katholischen König einzusetzen. Der Anschlag scheiterte und Guy Fawkes wurde hingerichtet. Die meisten Briten gehörten zu jener Zeit der Kirche von England an und deshalb feierten diese von da an jährlich das Scheitern des Anschlags. Die Kinder fertigten zu diesem Anlass Puppen des Papstes und von Guy Fawkes an, liefen damit von Haus zu Haus und baten die Bewohner um einen Penny für ihre Kunstwerke.
Preparations for Bonfire Night celebrations include making a dummy of Guy Fawkes, which is called „the Guy”. Some children even keep up an old tradition of walking in the streets, carrying „the Guy” they have just made, and beg passersby for „a penny for the Guy.” The kids use the money to buy fireworks for the evening festivities.
Anonymous: Guy Fawkes and Bonfire Night. bonfirenight.net (10/2016).
Die Puppen wurden später dann in einem Lagerfeuer verbrannt und die Kinder kauften sich von dem Geld Feuerwerkskörper. Britische Siedler brachten diesen Brauch mit in die USA, wo dieser wahrscheinlich aufgrund der zeitlichen Nähe mit Halloween verschmolz.
Hingegen den Spruch „Süßes oder Saures” (englisch trick or treat) gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert. Der furchterregende Ausruf entstand wohl während der großen Depression in den USA, als tatsächlich Saures folgte, wenn es kein Süßes gab.
The Great Depression exacerbated the problem, with Halloween mischief often devolving into vandalism, physical assaults and sporadic acts of violence.
A+E Networks Corp.: History of Trick-or-Treating. history.com (10/2016).
Fazit
Im Gegensatz zu den meisten Festtagen, die wir hierzulande feiern und die auf alten Geschichten aus Vorderasien und Nordafrika beruhen, ist Halloween lebendige, moderne und damit greifbare, europäische Geschichte. Die US-Amerikaner haben Halloween im Laufe der Jahrhunderte nur an ihren Lebensraum angepasst.
Egal, wie Sie zu Halloween stehen, für Kinder ist das ganze Spektakel in jedem Fall ein riesiger Spaß. Mithilfe unserer drei Halloween Rätselspiele können Sie die Kleinen auf das muntere Treiben am letzten Oktobertag perfekt einstimmen.
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¹Bögel, Rudolf: Käßmann: Halloween ist „inhaltsloser Kommerz”. tz.de (10/2016).
²All Hallows’ Eve
³Santino, Jack: The Fantasy and Folklore of All Hallows. loc.gov (10/2016).
Fledermäuse sind schon ziemlich lange en vogue, doch wie kann das sein? Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass Vampire schon seit Jahren cool sind und keinen Schrecken mehr verbreiten. Als ich noch ein kleines Mädchen war, sah das Ganze noch völlig anders aus. Von wegen Vampir-Cosplay, denn wenn ich im Fernsehen schon eine Fledermaus oder geschweige denn einen Vampir-Film gesehen habe, schlief ich vor Angst die nächsten Tage unter dem Bett.
Zumindest gilt Vlad III. als Vorlage zur Romanfigur Dracula von Bram Stoker aus dem Jahre 1897. Bis dahin war ein Vampir ein blutsaugender, teuflischer Dämon, der nur vor dem Kreuz Christi zurückschreckte. Der Autor erzeugte mit seinem transsilvanischen Grafen ein neues Verständnis, denn von nun an waren Vampire außerdem elegante, polygame Frauenjäger, die sich bei Bedarf in eine Fledermaus verwandeln konnten. Manifestiert wurde dieses Bild durch die Hollywoodverfilmung des Romans im Jahre 1931.
Die große Papierlaterne ist ein echtes Beleuchtungsgenie, denn sie wird mit drei echten Teelichtern betrieben. Zwei davon schimmern durch die beiden Flügel und eins durch das Fledermausgesicht. Durch die doppelten Wände ist die Fledermaus äußerst stabil und dadurch, dass die Kerzen tief im Inneren verborgen sind, braucht es schon einen starken Wind, der die Flammen zum Erlöschen bringt.
Als Bastelmaterial verwendete ich Tonpapier und Transparentpapier in jeweils drei verschiedenen Farben. Zur Dekoration kamen 

Damit die Laterne stabiler wird und vor allem damit die Fledermaus weder innen noch außen unansehnliche Kleberänder hat, habe ich die Flügel mit den vier Elementen von Schablone #6 in einer Kontrastfarbe zur Innenseite verkleidet. Nach dem Aufkleben schnitt ich die überstehenden Ränder noch bündig ab, damit habe ich die beiden Fledermausflügel fertiggestellt.
Meinen nackten dreidimensionalen Fledermauskörper bestrich ich nun mit viel flüssigem Kleber und klebte vorne und hinten meine verzierten, zweidimensionalen Vorderseiten auf. Auf Schablone #16 befindet sich der Teelichthalter für den Kopf, nach dem ich diesen eingeklebt hatte, nahm ich einen
Das Loch ist dafür, um die Laterne später über einen Draht an einem Stück Holz zu tragen. Ganz zum Schluss klebte ich die beiden Flügel über die Klebelaschen am Fledermauskörper fest. Nun müssen Sie die Laterne nur noch mit drei Teelichtern ausstatten und eine Handhalterung befestigen, schon kann der quietschfidele Laternenumzug beginnen.
Sofort änderten sich deren Gesprächsthemen in Halloween, Sankt Martin oder die eigene Kindheit. Besonders gut gefällt mir neben der phänomenalen Leuchtkraft der Tragekomfort. Trotz der großen Spannweite bin ich mir sicher, dass auch größere Kindergartenkinder die Fledermaus eine Stunde problemlos tragen können. Wenn es dann zur Stärkung noch einen Weckmann (Stutenkerl) gibt, bestimmt auch länger.
Wenn Sie eine Frau sind und einen Garten haben, sollten Sie alles dafür tun, dass ein Igel bei Ihnen einzieht. Denn im Gegensatz zu Ihrem artgenössischen Beschützer schaffen es nur Igel zuverlässig schleimige, saftige Schnecken, haarige Spinnen, angriffslustige Wespen, Blindschleichen und Mäuse von Ihnen fernzuhalten. Ein Igel frisst also alles, was uns Frauen auf die Stühle springen lässt.
Was den relativ anspruchslosen und schweigsamen Igel mit seinen bis zu 8000 Stacheln noch zu einem angenehmen Untermieter macht, ist die Tatsache, dass dieser zwischen Ende Oktober und Anfang April Winterschlaf hält. Kaum kreucht und fleucht es im Frühling wieder um ihn herum erwacht er und beginnt gleich mit dem Aufräumen.
Als Material für dieses Herbstmotiv verwendete ich Tonpapier in den Farben Rehbraun, Hellbraun und Dunkelbraun. Highlights setzte ich mit einem braunen Stempelkissen, Wattestäbchen, einem Make-up Schwämmchen, einem schwarzen Acrylstift sowie mit schwarzer Wasserfarbe. Die Schnurrbarthaare sind aus schwarzem Basteldraht, die Augen aufgeklebt. Als Werkzeuge sollten Sie sich eine Schere, flüssigen Kleber, eine Zick-Zack-Schere,
ein Dottingtool und meine DIN A4 Bastelschablonen (
Im Anschluss fertigte ich die vertikalen Beinelemente und die Papiernase von Schablone #2 an. Auch hier habe ich zunächst immer zwei identische Einzelteile miteinander verklebt und darauffolgend mit der Schere eingeschnitten. Damit die Ohren des Igels symmetrisch aufgemalt werden können, befindet sich auf Schablone #2 eine Stempelvorlage. Mithilfe dieser und Wattestäbchen habe ich die beiden Ohren des Ohrenelements ausgemalt.
Nun stellte ich das Ohrenelement vertikal hin und steckte die beiden fertiggestellten Körperelemente in die mittleren Einschnitte ein. Gleiches wiederholte ich mit den Hinterbeinen, sodass das Igelgerüst bereits selbstständig stehen kann. Das Element für die Papiernase bemalte ich zuerst mit schwarzer Wasserfarbe, danach steckte ich es ganz vorne zwischen die beiden Körperelemente.
Sobald das Grundgerüst steht, geht es darum, dass der Papierigel in der Breite dicker wird. Dafür fertigte ich die Schablonen #3 und #4 nach dem gleichen Prinzip wie Schablone #1 an und steckte die fertiggestellten horizontalen Elemente zwischen die vertikalen Vorder- und Hinterbeine. Auf Schablone #5 befinden sich die äußersten Elemente und demnach das Gesicht des Igels.
Die Stacheln des Igels befinden sich auf den Schablonen #7 - #10. Diese habe ich aus hellbraunem Tonpapier angefertigt und mit brauner Stempelfarbe mithilfe eines Make-up Schwämmchens bestempelt. Wichtig: Die Stachelelemente werden nicht doppelt geklebt, sondern direkt der Größe nach von oben in den Papierigel gesteckt. Gerade bei den größten Stachelelementen müssen Sie beim Einstecken
etwas Kraft aufwenden, damit sich diese Einzelteile bis zum Boden schieben lassen. Als Ergebnis erhalten Sie dafür ein besonders stabiles, dreidimensionales Stecktier, welches sich gut anfassen lässt. Hinweis: Igelkenner könnten sich nun wundern, auf welcher Schablone denn das Schwänzchen des Igels zu finden ist. Dieses ist durch die langen horizontalen Körperelemente ganz von alleine entstanden.