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„Du bist cool“ – kostenlose Ausmalvorlage als Freundschaftsgeschenk für Kinder

Ein­sam­keit. Ei­nes je­ner The­men, das Leit­me­di­en und Social-Media-Algorithmen in der zwei­ten Hälf­te der 2020er-Jahre zu­ver­läs­sig nach oben spü­len. Als Be­grün­dung dient häu­fig eine Zahl: 46 Pro­zen­t¹ der 16- bis 30-Jährigen in Deutsch­land füh­len sich ein­sam. Gleich­zei­tig ge­ben die Bun­des­bür­ger an, im Durch­schnitt 3,7 enge und 11 er­wei­ter­te Freund­schaf­ten² zu pfle­gen. Wie passt das zu­sam­men? Fragt man Grund­schul­kin­der, was Freund­schaft für sie aus­macht, nen­nen sie im­mer die­sel­ben Din­ge: Ge­mein­sa­me In­ter­es­sen, ge­gen­sei­ti­ges Ver­trau­en, Ehr­lich­kei­t³ und Ver­füg­bar­keit. Ohne es zu wis­sen, be­schrei­ben die ABC-Schützen da­mit ge­nau jene voll­kom­me­ne Freund­schaft, die be­reits Aris­to­te­les als tu­gend­haft de­fi­nier­te.

ℹ️ Nach Aris­to­te­les ist tu­gend­haf­te Freund­schaf­t⁴ die höchs­te Form der Freund­schaft: Sie ent­steht zwi­schen Men­schen, die ein­an­der um ih­rer selbst wil­len schät­zen und ge­mein­sam mo­ra­lisch wach­sen. Sie ist dau­er­haft, ge­gen­sei­tig und nicht auf Nut­zen oder Ver­gnü­gen re­du­ziert.

Wer sich ein­sam fühlt und den Mut hat, sei­ne so­zia­len Be­zie­hun­gen ehr­lich zu prü­fen, stellt fest, dass von vie­len Kon­tak­ten meist nur null bis zwei ech­te Freund­schaf­ten üb­rig blei­ben.

Bildbeschreibung – Produktfoto „Freundschafts-Labyrinth“ (gws2.de) Auf dem Foto ist eine fertig ausgemalte DIN-A4-Vorlage zum Thema Freundschaft in der Vor- und Grundschule (5–9 Jahre) zu sehen, liebevoll präsentiert in einem handgefertigten Bilderrahmen. Die zentrale Ausmalvorlage zeigt ein Labyrinth, das zu einem großen, graffitiartigen Schriftzug führt: „Du bist cool!“ Der Schriftzug ist in einem hellen Blau ausgemalt und bildet den emotionalen Mittelpunkt der Seite. Rund um das Labyrinth befinden sich zahlreiche Freundschafts-Symbole zum Ausmalen, darunter: zwei Autos, die sich vorne sanft berühren zwei Briefe mit Weltraummotiven (Brieffreundschaft) zwei „Brofist“-Hände zwei perfekt ineinander passende Puzzleteile gemeinsame Aktivitäten wie Bowling (zwei Kegel mit Kugel) ein Gamecontroller als Symbol für gemeinsames Spielen Alle Motive sind bewusst schwarz-weiß gestaltet, sodass die Vorlage ausgedruckt und individuell ausgemalt werden kann. Oben auf der Seite befindet sich eine Wolke mit der Aufschrift „FÜR“, in die der Name des Freundes oder der Freundin eingetragen werden kann. So entsteht ein persönliches, selbstgemachtes Geschenk – ideal für Valentinstag, Freundschaftstag oder Geburtstage. Bilderrahmen & Farbkonzept Die ausgemalte DIN-A4-Seite steckt in einem handgefertigten Bilderrahmen, der aus bemalten Holz-Eisstielen besteht. Die Farben des Rahmens sind regenbogenartig, aber bewusst pastellig gehalten, darunter: Gelb Hellblau Lila Magenta ein sehr sanftes Orange Die Farben erinnern an Eisstiele im Sommer und sind so abgestimmt, dass sie das Bild unterstützen, ohne es zu dominieren. Die Ausmalvorlage greift diese Farbwelt auf: Gelb- und Lilatöne, Hellblau für den Schriftzug sowie bewusst gesetzte weiße Flächen, die dem Bild Luft und Ruhe geben. Zusätzliches Element Als dekorativer Bonus ist neben dem Bilderrahmen ein kleines grünes Schild zu sehen. Darauf sind drei Grundschulkinder abgebildet – zwei Mädchen und ein Junge in der Mitte. Die Überschrift lautet „Freundschaft“. Auch dieses Element ist handgezeichnet und farblich passend in Lila, Hellblau und Gelb gehalten. Entstehung & Urheberschaft Das gesamte Motiv – Ausmalvorlage, Illustrationen, Bilderrahmen, Zusatzschild sowie die Fotografie – wurde im Januar 2026 exklusiv für gws2.de erstellt. Alle auf dem Foto sichtbaren Elemente wurden von Veronika Helga Vetter: entworfen gezeichnet illustriert gebastelt farblich abgestimmt und fotografiert Creator-Credentials Veronika Helga Vetter Web- und Kreativkünstlerin seit 2011, spezialisiert auf: kindgerechte Illustrationen kreative Lern- und Spielmaterialien Print- & Downloadprodukte (PDF/DIN-A4) pädagogisch sinnvolle DIY-Inhalte für Vor- und Grundschule Alle Inhalte entstehen in Eigenarbeit – von der ersten Skizze bis zum fertigen Produktfoto. Januar 2026

Ge­nau die­se we­ni­gen, en­gen Bin­dun­gen sind es je­doch, die nach­weis­lich ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf Ge­sund­heit und Wohl­be­fin­den ha­ben – jene Freund­schaf­ten also, die Aris­to­te­les als tu­gend­haft be­zeich­net hät­te. Ar­beits­kol­le­gen, Sauf­kum­pa­nen, Mann­schafts­ka­me­ra­den oder Kom­mi­li­to­nen mö­gen so­zia­le Nähe si­mu­lie­ren, lin­dern Ein­sam­keit je­doch eben­so we­nig wie sie mess­ba­re Ef­fek­te auf das Herz-Kreislauf-System ha­ben.

Bea­te Dit­zen: Bei ho­her so­zia­ler Un­ter­stüt­zung ha­ben Men­schen we­ni­ger Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter im Blut.

Neu­de­cker, Jas­mi­na: Die­se Freund­schaf­ten hal­ten dich ge­sund. Ter­raX­plo­re | ZDF (2024).

Der Weg aus der Ein­sam­keit führt folg­lich über enge Freund­schaf­ten. Ge­ra­de jun­ge Er­wach­se­ne tun sich je­doch schwer, sol­che Be­zie­hun­gen auf­zu­bau­en, weil pla­to­ni­sche Nähe zu Be­ginn In­ves­ti­tio­nen ver­langt – emo­tio­nal, zeit­lich und nicht sel­ten auch ma­te­ri­ell.

  • Ver­tre­ter der Ge­ne­ra­ti­on Z ver­wei­sen da­bei ger­ne auf eine dau­er­haft lee­re „so­zia­le Batterie“⁵, ver­ur­sacht durch ver­dich­te­te Arbeits- und Le­bens­pro­zes­se.
  • Tat­säch­lich ist es je­doch oft be­que­mer, abends ei­nem Twitch-Streamer zu­zu­se­hen, als sich im Win­ter mit ei­nem po­ten­zi­el­len Freund zu tref­fen.

Kin­der ha­ben es leich­ter. Be­reits ab dem zwei­ten Le­bens­jahr ge­hen sie si­tua­ti­ve Spiel­be­zie­hun­gen mit Gleich­alt­ri­gen ein. Die­se kur­zen, ge­gen­warts­be­zo­ge­nen Freund­schaf­ten fol­gen ei­nem ein­fa­chen Prin­zip der Ge­gen­sei­tig­keit: Du spielst mit mir – ich spie­le mit dir.

Das zweite Foto zeigt dasselbe Freundschafts-Malspiel wie im ersten Bild, jedoch in einer bewusst ruhigeren, erdigen Inszenierung. Die DIN-A4-Ausmalvorlage zum Thema Freundschaft in der Vor- und Grundschule für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren ist erneut vollständig ausgemalt zu sehen, diesmal jedoch in warmen Gelb-, Hellbraun-, Orange- und leicht rötlichen Tönen, wobei ein sanftes, dominierendes Gelb die Farbwirkung bestimmt. Diese Farbwahl ist gezielt auf die Umgebung abgestimmt und erzeugt eine natürliche, warme Gesamtstimmung. Die Ausmal-Seite befindet sich in einem schlichten, dunkleren braunen Bilderrahmen, der auf einer hellbraunen Korkplatte liegt. Die Korkoberfläche bildet den Hintergrund des gesamten Arrangements und verstärkt den handgemachten, bodenständigen Charakter des Motivs. Der Bilderrahmen setzt einen klaren Kontrast zur helleren Ausmalfläche und lässt die zentralen Elemente des Malspiels gut zur Geltung kommen. Wie beim ersten Foto ist auch hier das Freundschafts-Labyrinth mit dem Ziel „Du bist cool!“ zu erkennen, ergänzt durch die bekannten Symbole rund um Freundschaft, Zusammenhalt und gemeinsames Erleben. Die Gestaltung bleibt identisch zum Produktmotiv des ersten Bildes, wird jedoch durch die erdige Farbpalette neu interpretiert und emotional anders aufgeladen. Im oberen Bereich der Ausmal-Seite liegt teilweise der Arm einer weiblichen Schaufensterpuppe auf, der bewusst einen kleinen Teil des Blattes verdeckt. An der Hand ist ein handgefertigtes Freundschaftsarmband aus Fimo-Modelliermasse zu sehen, das aus ineinandergreifenden Puzzleteilen besteht. Die Farben Gold und Rot greifen das Farbkonzept des Bildes auf und stehen symbolisch für Zusammenhalt und Freundschaft. Am Ringfinger trägt die Hand zusätzlich einen ebenfalls aus Fimo gefertigten Ring. Anstelle eines klassischen Schmucksteins ist dort ein rotes Puzzleteil eingesetzt, eingefasst in einen goldfarbenen Ringkörper, wodurch das Freundschaftsthema auch in diesem Detail konsequent fortgeführt wird. Das gesamte Arrangement wirkt ruhig, warm und handwerklich und richtet sich bewusst an Kinder sowie an Erwachsene, die ein persönliches, selbstgemachtes Geschenk gestalten möchten. Die gezeigte Ausmal-Seite ist Teil eines kostenlosen Produkts und kann auf gws2.de als DIN-A4-PNG-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie eignet sich als kleines Geschenk für Valentinstag, Freundschaftstag oder Geburtstage und lädt dazu ein, die Seite auszumalen, das Labyrinth zu lösen und sie anschließend einem Freund oder einer Freundin zu schenken. Wie bereits beim ersten Bild wurde auch dieses Motiv im Januar 2026 für gws2.de erstellt. Sämtliche sichtbaren Elemente – von der Ausmalvorlage über die Farbgestaltung bis hin zu den Fimo-Accessoires und der Fotografie – wurden von Veronika Helga Vetter entworfen, gestaltet, handgefertigt und fotografiert. Veronika Helga Vetter ist Web- und Kreativkünstlerin und arbeitet seit 2011 an eigenen Illustrationen, Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Präsentiert von Computerheld Linz

In den ers­ten bei­den Jah­ren der Grund­schu­le be­gin­nen Kin­der na­he­zu au­to­ma­tisch, sta­bi­le Ko­ope­ra­tio­nen⁶ zu bil­den. In­ner­halb die­ser Spiel­al­li­an­zen ent­ste­hen häu­fig asym­me­tri­sche Freund­schafts­struk­tu­ren mit kla­ren Rol­len: An­füh­rer, Mit­läu­fer, Ver­tei­di­ger und Op­fer. Die­sel­ben Kin­der tei­len wie­der­holt Er­fah­run­gen, ent­wi­ckeln ge­mein­sa­me Re­fe­ren­zen und eine ei­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne – ge­nau hier wird der Grund­stein für enge Freund­schaf­ten ge­legt.

  • Tref­fen zwei In­di­vi­du­en auf be­son­de­re Sym­pa­thie, ent­steht dar­aus eine Loyalitäts- und Fair­ness­bin­dung: Ich ma­che jetzt X mit dir – in der Er­war­tung, dass du spä­ter Y mit mir machst.

Erst die­ser im­pli­zi­te Aus­tausch un­ter­schei­det flüch­ti­ge Klein­kind­be­geg­nun­gen von ech­ten Schul­freund­schaf­ten.

Das dritte Foto zeigt einen detailreichen Ausschnitt des Freundschafts-Malspiels und konzentriert sich bewusst auf die unteren etwa sechzig Prozent der Ausmalvorlage. Die DIN-A4-Seite ist erneut im bereits bekannten, handgefertigten Regenbogenbilderrahmen präsentiert, dessen pastellige Farbtöne dem Motiv Leichtigkeit und Wärme verleihen. Der Hintergrund des Fotos ist neutral grau freigestellt, wodurch alle Elemente klar hervortreten und harmonisch miteinander wirken. Im Zentrum der Ausmalvorlage ist der untere Bereich des Labyrinths mit dem Schriftzug „Du bist cool!“ zu sehen. Direkt darüber, auf der linken Seite aus Sicht des Betrachters, sind die Figuren Tom und Jerry ausgemalt dargestellt. Die Katze ist klassisch grau gehalten, die Maus warm braun. Beide Figuren blicken sich an, lächeln einander an und wirken vertraut und verbunden, fast so, als wären sie beste Freunde. Diese Darstellung fügt sich spielerisch und selbstverständlich in das Thema Freundschaft ein und spricht Kinder unmittelbar emotional an. Links unterhalb von Tom und Jerry liegt auf dem Bilderrahmen ein aufwendig gestalteter Pokal aus Fimo-Modelliermasse. Der Pokal ist kelchförmig gearbeitet und in Gold gehalten, wodurch er sofort ins Auge fällt. Er steht auf einem magentafarbenen Sockel, der dem Objekt Stabilität und gleichzeitig eine starke farbliche Basis verleiht. Auf dem Sockel befindet sich ein rosafarbenes Schild mit drei kleinen goldenen Knöpfen, die rein dekorativen Charakter haben und dem Pokal zusätzliche Tiefe und Verspieltheit geben. Das eigentliche Herzstück dieses Fimo-Pokals befindet sich auf der Vorderseite des Kelchs: ein rosafarbenes Herz, ebenfalls aus Modelliermasse gefertigt. Auf diesem Herz sind zwei kleine Figuren zu sehen, die sich die Hand reichen. Dieser Handschlag steht sinnbildlich für Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt und greift das Thema des Malspiels auf besonders klare und greifbare Weise auf. Der Pokal wirkt nicht wie ein beiläufiges Dekoelement, sondern wie ein eigenständiges kleines Kunstwerk. Die sorgfältige Modellierung, die saubere Farbwahl und die vielen Details machen deutlich, wie viel Zeit, handwerkliches Können und künstlerisches Gespür in dieses Objekt geflossen sind. Er dient nicht nur der Inszenierung der Ausmalvorlage, sondern unterstreicht deren Wert und die Idee, Freundschaft sichtbar zu würdigen und zu feiern. Auch dieses Foto ist Teil der Produktserie rund um das Freundschafts-Malspiel für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die Ausmalvorlage selbst ist kostenlos erhältlich und kann auf gws2.de als DIN-A4-PNG heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sämtliche sichtbaren Elemente – von der Illustration über den Bilderrahmen bis hin zum aufwendigen Fimo-Pokal – wurden von Veronika Helga Vetter entworfen, gestaltet, handgefertigt und fotografiert. Als Web- und Kreativkünstlerin arbeitet sie seit 2011 an eigenen Illustrationen und kreativen Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Finanziert von Computerheld Linz (Oberösterreich)

Geschenk für Schulfreund

Die Ausmalvorlage ist als schwarz-weiße DIN-A4-Illustration gestaltet und richtet sich gezielt an Vorschul- und Grundschulkinder im Alter von etwa fünf bis acht Jahren. Sie verbindet spielerisches Rätseln mit einer klaren sozialen Botschaft: Freundschaft zeigen – ohne etwas kaufen zu müssen. Gedacht ist die Vorlage als kleines, persönliches Geschenk für einen Schulfreund oder eine Schulfreundin, etwa zum Valentinstag, Namenstag oder ganz bewusst ohne besonderen Anlass. Durch das Ausmalen, Nachfahren und Verschenken entsteht eine Aufmerksamkeit, die Zeit, Mühe und Wertschätzung ausdrückt – nicht Konsum. Im Zentrum der Illustration steht ein weitläufiges Labyrinth, das rund siebzig Prozent der Seite einnimmt. Es beginnt am oberen Rand der Seite bei einer freundlich gezeichneten Wolke mit der Aufschrift „Für …“. Daneben befindet sich eine Linie, auf der der Name des beschenkten Kindes handschriftlich eingetragen wird. Ein Pfeil markiert den Einstieg in das Labyrinth und lädt dazu ein, den Weg entweder mit Bleistift nachzufahren oder die einzelnen Gänge farbig auszumalen. Das Labyrinth führt über verschlungene, aber gut lesbare Wege nach unten, wo es schließlich in einer großflächigen Graffiti-Schrift endet. Dort steht – klar, selbstbewusst und unmissverständlich – „DU BIST COOL!“ mit Ausrufezeichen. Diese Botschaft bildet das Ziel des Irrgartens und zugleich den emotionalen Kern der Vorlage: eine positive, platonische Wertschätzung, die ohne romantische Konnotation auskommt und sich gleichermaßen für gleich- wie gemischtgeschlechtliche Freundschaften eignet. Entlang der Labyrinthwege sind zahlreiche Symbole verteilt, die Freundschaft, Gemeinsamkeit und geteilte Aktivitäten visualisieren. Dazu gehören zwei Fäuste, die sich zu einer klassischen Bro-Fist berühren – eine davon mit Armband, die andere ohne, als dezenter Hinweis auf unterschiedliche Persönlichkeiten oder Geschlechter. Zwei Briefkuverts mit Weltraum-Motiven wie Rakete und Saturn greifen das bei Kindern beliebte Thema Raumfahrt auf und stehen sinnbildlich für Kontakt, Austausch und Verbundenheit, etwa im Sinne einer Brieffreundschaft. Auf der linken Seite der Vorlage sind zudem zwei bekannte Figuren – Tom und Jerry – in einer eigens neu gezeichneten, freundlichen Interpretation zu sehen, die sich gegenseitig anstrahlen. Ergänzt wird das Bild durch weitere Freundschafts- und Aktivitätssymbole: zwei ineinandergreifende Puzzleteile, zwei Spielzeugautos, die sich an den Stoßstangen berühren, ein Bowling-Motiv mit zwei Kegeln und Kugel sowie ein Game-Controller als modernes Spielsymbol. Kleine Sterne mit Gesichtern, Smileys und weitere verspielte Elemente lockern das Gesamtbild auf und laden zum Ausmalen ein. Die freien Flächen innerhalb des Labyrinths und in den Randbereichen sind bewusst mit einzelnen Buchstaben zum Ausmalen gefüllt. Dadurch wird visuell klar, dass sich die Vorlage an Grundschulkinder richtet, die sich bereits mit Buchstaben und Schrift auseinandersetzen – nicht an Kleinkinder. Die gesamte Gestaltung ist kontrastreich, freundlich und klar strukturiert, sodass sie sowohl zum konzentrierten Rätseln als auch zum kreativen Ausmalen einlädt. Die Illustration wurde zu hundert Prozent von Veronika Helga Vetter entworfen und gezeichnet. Als erfahrene Photoshop- und Web-Künstlerin arbeitet sie seit 2011 im digitalen Illustrationsbereich und verbindet technische Präzision mit einem ausgeprägten Gespür für kindgerechte Bildsprache. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch klare Linien, funktionale Gestaltung und eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche aus – immer mit dem Ziel, Inhalte verständlich, zugänglich und emotional wirksam zu transportieren. Insgesamt entsteht so eine positive, wertschätzende Ausmal- und Rätselvorlage, die Kinder motiviert, einen Weg zu gehen, Zeit zu investieren und am Ende eine einfache, aber starke Botschaft zu verschenken: Du bist mir wichtig. Du bist cool. GWS2.de - Januar 2026Ob­wohl Klas­sen­zim­mer grund­sätz­lich idea­le Be­din­gun­gen bie­ten und Kin­der zu­min­dest auf den ers­ten Blick über viel ge­mein­sa­me Zei­t⁷ ver­fü­gen, ge­lingt die Bil­dung en­ger Freund­schaf­ten nicht im­mer so­fort. Häu­fig sind es äu­ße­re Um­stän­de, die ver­hin­dern, dass zwei Schü­ler die tu­gend­haf­te Stu­fe der Freund­schaft er­rei­chen. So ver­bringt das eine Kind sei­ne Nach­mit­ta­ge im Hort, wäh­rend das an­de­re nach den Haus­auf­ga­ben von ei­nem Ver­ein zum nächs­ten wech­selt. Manch­mal woh­nen po­ten­zi­el­le Freun­de auch räum­lich zu weit aus­ein­an­der und den El­tern feh­len Res­sour­cen, re­gel­mä­ßi­ge Tref­fen zu er­mög­li­chen. Ge­ra­de in ur­ba­nen Räu­men spie­len el­ter­li­che Rah­men­be­din­gun­gen eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Freund­schafts­bil­dung. Oft ist die Über­ra­schung groß, wenn die acht­jäh­ri­ge Toch­ter kei­ne enge Freun­din hat, ob­wohl sie als be­liebt gilt oder so­gar Klas­sen­spre­che­rin ist.

ℹ️ So­zia­le Be­liebt­heit und Freund­schaft wer­den häu­fig gleich­ge­setzt, sind je­doch nich­t⁸ iden­tisch. Ein Kind kann von vie­len Gleich­alt­ri­gen ge­mocht wer­den und den­noch kei­ne – oder nur qua­li­ta­tiv schwa­che – Freund­schaf­ten ha­ben.

War­um also nicht ein we­nig nach­hel­fen? Mit un­se­rem Ausmal-Labyrinth kön­nen Grund­schü­ler ih­rem Sitz­nach­barn oder Pau­sen­freund auf spie­le­ri­sche Wei­se eine klei­ne Freu­de ma­chen.

  • „Schat­zi, du er­zählst doch im­mer von Mat­thi­as aus dei­ner Klas­se“, fragt die Mut­ter ih­ren ABC-Schützen.
  • „Ja, der ist cool“, ant­wor­tet der sie­ben­jäh­ri­ge Leon.

Höchs­te Zeit, ihm das auch zu sa­gen. Doch zu­erst führt der Weg durch ei­nen Irr­gar­ten, an des­sen Aus­gang in fet­tem Graf­fi­ti steht: „DU BIST COOL!“ Da­nach wird noch ein we­nig ko­lo­riert – und fer­tig ist ein klei­nes, per­sön­li­ches Ge­schenk für Namens-, Freundes- oder Va­len­tins­tag.

Das vierte Foto zeigt die oberen rund sechzig Prozent des Freundschafts-Malspiels und lenkt den Blick gezielt auf die einleitenden Elemente der Ausmalvorlage. Die DIN-A4-Seite ist diesmal sehr nah aufgenommen, wodurch Details der Gestaltung besonders gut erkennbar werden. Die Farbgebung ist deutlich lila-lastig und bewegt sich vor allem in warmen Gelb-, Lila- und dunkleren Blautönen. Dadurch richtet sich diese Inszenierung sichtbar eher an Mädchen im Alter von etwa fünf bis sieben Jahren, ohne dabei verspielt oder überladen zu wirken. Auch die bekannten Figuren Tom und Jerry sind in dieser Variante neu interpretiert. Die Katze ist hier nicht klassisch grau, sondern in Lila ausgemalt, was sich harmonisch in das Farbkonzept einfügt und dem Motiv eine weiche, freundliche Ausstrahlung verleiht. Die Figuren bleiben klar erkennbar, wirken jedoch durch die Farbwahl besonders sanft und kindgerecht. Im oberen Bereich der Ausmalvorlage ist gut sichtbar die Wolke mit der Aufschrift „FÜR“. Diese Wolke ist bewusst als freier Bereich gestaltet, in den der Name des Kindes oder der Freundin eingetragen werden kann, für die das Bild gedacht ist. Dadurch wird sofort verständlich, dass es sich bei dem Malspiel um ein persönliches Geschenk handelt, das individuell gestaltet und weitergegeben werden soll. Ebenfalls deutlich erkennbar ist der Startpunkt des Labyrinths. Ein Pfeil zeigt an, wo mit dem Nachzeichnen und Ausmalen der Linien begonnen wird. Diese klare visuelle Führung erleichtert Kindern den Einstieg und macht das Labyrinth sofort spielerisch zugänglich. Durch die Nähe der Aufnahme wird außerdem sichtbar, dass die Ränder des gesamten Malspiels aus Wolken bestehen. In diese Wolken sind einzelne Buchstaben integriert, die ebenfalls ausgemalt werden können. Dieses Detail zeigt auf den ersten Blick, dass sich die Vorlage an Schulkinder richtet und nicht an Kinder im Kindergartenalter, da Buchstabenkenntnisse vorausgesetzt und spielerisch eingebunden werden. Als dekorativer Abschluss sind drei Buntstifte in den Farben Orange, Gelb und Blau locker auf dem Malspiel arrangiert. Sie liegen scheinbar zufällig auf der Seite und erzeugen den Eindruck, als wäre das Bild gerade eben noch ausgemalt worden. Diese kleine Inszenierung verleiht dem Foto Lebendigkeit und unterstreicht den kreativen, offenen Charakter der Vorlage. Auch dieses Foto gehört zur gleichen Freundschafts-Ausmalvorlage, die kostenlos auf gws2.de als DIN-A4-PNG-Datei zum Ausdrucken zur Verfügung steht. Die gesamte Gestaltung, Illustration, Farbinterpretation und Fotografie stammen von Veronika Helga Vetter, die seit 2011 als Web- und Kreativkünstlerin tätig ist und sich auf kindgerechte Illustrationen sowie kreative Lern- und Spielmaterialien spezialisiert hat. Grundschullehrerinnen lieben diesen Trick

Es gilt längst als gut be­legt: Kin­der mit we­ni­gen oder qua­li­ta­tiv schwa­chen Freund­schaf­ten tra­gen ein er­höh­tes Ri­si­ko⁹ für spä­te­re Pro­ble­me im Be­zug auf so­zia­le Po­si­ti­on, Selbst­wahr­neh­mung oder psy­chi­sche Ge­sund­heit.

  • Die stark po­la­ri­sier­te Ge­ne­ra­ti­on Z fühlt sich über­durch­schnitt­lich ein­sam, gilt als we­nig re­si­li­ent und kämpft häu­fig mit Schul­den.

Die Ur­sa­chen da­für lie­gen auch in der Art der Freund­schafts­bil­dung: Ei­ner­seits wur­de sie durch die COVID-19-Pandemie mas­siv ge­stört, an­de­rer­seits in vie­len Fäl­len von den El­tern kaum ak­tiv ge­för­dert.

Wie­der­ho­len wir also nicht die Feh­ler der Latchkey-Generation. Hel­fen wir un­se­ren Kin­dern, trag­fä­hi­ge so­zia­le Bin­dun­gen auf­zu­bau­en. Ein klei­nes Ge­schenk für ei­nen Schul­freund mag ba­nal wir­ken – ist aber oft der ers­te Schritt.

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¹Lush­t­a­ku, Au­ro­ra: Kann Gen Z kei­ne Freund­schaf­ten füh­ren? BRUST RAUS | ARD (2025).
²Parei­gis, Jana: Freund­schafts­pa­ra­dox: Je­der hat mehr Freun­de als du! Zwei­fels­frei | ZDF (2022).
³Knö­chel, Con­stan­ze: Freund­schaft ist wich­tig und so­gar ge­sund. logo! | ZDF (2025).
⁴Besl, Le­on­hard: Über die Freund­schaft. An­nä­he­run­gen an ei­nen so­zia­len Grund­be­griff. Ham­burg: Ver­lag Dr. Ko­vač 2016.
⁵1LIVE: Wir müs­sen über Ein­sam­keit re­den. youtube.com (01/2026).
⁶Uh­len­dorff, Ha­rald & Lo­thar Krapp­mann: Kin­der­freund­schaf­ten & Freund­schafts­kon­zep­te. researchgate.net (01/2026).
⁷Rön­ne, Ron­ja von: Vom Glück der gu­ten Freund­schaft. Un­hap­py | ARTE (2023).
⁸Mon­ks, Clai­re P. & Ka­tie Rix: Fri­end­ships among young child­ren: links with so­cial be­ha­viour. open.ac.uk (01/2026).
⁹Hol­der, Mark D. & Ben Co­le­man: Children’s Fri­end­ships and Po­si­ti­ve Well-Being. researchgate.net (01/2026).

Nussknacker basteln & verstehen: Erzgebirgische Tradition trifft moderne Papierkunst

In Sach­sen gab es im Lau­fe der Ge­schich­te fast jede Form von Ob­rig­keit: Kur­fürs­ten, Kö­ni­ge, Gau­lei­ter der NSDAP, Se­kre­tä­re der SED-Bezirksleitungen und Mi­nis­ter­prä­si­den­ten des Frei­staats. Wirk­lich zu­frie­den wa­ren die Men­schen zwi­schen Elbe und Mul­de nie. Zu den jün­ge­ren Pro­test­ak­tio­nen zäh­len die po­la­ri­sie­ren­den Pegida-Demonstrationen ab Herbst 2015, bei de­nen Dresd­ner Teil­neh­mer so­gar sym­bo­li­sche Gal­gen für An­ge­la Mer­kel und Sig­mar Ga­bri­el prä­sen­tier­ten.

Pegida-Frontfrau Tat­ja­na Fes­ter­ling reg­te ei­nen „Säxit” an, den Aus­tritt Sach­sens aus Bun­des­re­pu­blik und EU.

Diet­rich, Pau­li­ne: Gal­gen bei Pegida-Demo. lto.de (12/2025).

Un­ver­ges­sen sind auch die so­ge­nann­ten „Mon­tags­spa­zier­gän­ge“ wäh­rend der COVID-19-Maßnahmen, bei de­nen sich ver­ein­zelt auch Po­li­zis­ten¹ mit den De­mons­tran­ten so­li­da­ri­sier­ten. Sach­sen war also nie ein Land, das Au­to­ri­tät still hin­nahm. Die­se Hal­tung schlägt sich so­gar in sei­ner Volks­kunst nie­der: Wil­helm Fried­rich Fücht­ner, der bis heu­te als „Va­ter des mo­der­nen Nuss­kna­ckers“ gilt, ent­wi­ckel­te um 1870 die erz­ge­bir­gi­schen Nuss­kna­cker in Ge­stalt von Kö­ni­gen, Sol­da­ten und Be­am­ten. Mit Kro­ne, Pi­ckel­hau­be oder Grün­rock stell­te Fücht­ner die Staats­die­ner be­wusst als grim­mi­ge und über­heb­li­che Fi­gu­ren dar, eine hu­mor­vol­le Spit­ze ge­gen die Ob­rig­keit im Nord­deut­schen Bund wäh­rend des Deutsch-Französischen Krie­ges.

ℹ️ In der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts wa­ren Nuss­kna­cker oft als Spott­fi­gu­ren² ge­dacht. Sie gal­ten als hu­mor­vol­le Form des Pro­test­s³ ge­gen über­grif­fi­ge Ob­rig­kei­ten – denn die „Obe­ren“ soll­ten ru­hig auch ein­mal die har­ten Nüs­se des ein­fa­chen Vol­kes kna­cken.

Die Szene zeigt ein liebevoll inszeniertes Winterarrangement, das auf den ersten Blick wie ein kleiner Ausschnitt aus einem märchenhaften Weihnachtsdorf wirkt. Im linken Vordergrund steht der stolze Papier-Nussknacker, dessen Erscheinung unübersehbar an den legendären „Roten König“ aus dem erzgebirgischen Seiffen erinnert. Seine kräftig rote Uniform wurde mit goldenen Bordüren geschmückt, die im Licht feierlich aufscheinen. Über seinem Kopf thront eine ebenfalls rote Krone, die mit kleinen Schmucksteinen besetzt ist und der Figur eine beinahe königliche Würde verleiht. Die Wackelaugen blicken wach und aufmerksam in die Szene, während ein weicher, weißer Schnauzbart aus Watte dem strengen Offizierscharakter eine charmante, fast schelmische Note verleiht. Der Hintergrund ist in schlichtem Weiß gehalten, wodurch der Eindruck einer verschneiten Winterlandschaft entsteht. Hinter dem Nussknacker stehen zwei Origami-Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Grüntönen. Ihre kunstvoll gefalteten Schichten sind mit grünem Glitzer bestäubt, sodass die Bäume im Licht aufblitzen wie vereister Tannenschmuck – dezent, aber wirkungsvoll. Zur Rechten des Nussknackers befindet sich das eigentliche Highlight der Szenerie: ein Kamin, vollständig aus Papier gefertigt, jedoch so detailreich nachgebildet, dass man fast meint, es handle sich um ein echtes Miniaturmodell. Die Oberfläche des Kamins zeigt holzartige Marmorstrukturen, die den Eindruck eines edlen, schweren Möbels vermitteln. Im Kamininneren liegen gerollte Wellpapp-Scheite, die in ihrer Textur fast wie echtes Brennholz wirken. Zwischen ihnen lodert ein „Feuer“, dargestellt durch weiche, fächerartig arrangierte Federn in Rot, Orange und Gelb, die eine warme, lebendige Flammenoptik erzeugen. Auf der Kaminsimse ruht ein aus Quilling gearbeiteter Weihnachtsstern: zarte Papierstreifen, kunstvoll gerollt, bilden rote Blütenblätter und grüne Blätter, dahinter steht eine kleine Papierkerze, die das Ensemble abrundet. Diese feine Papierarbeit verleiht der Szenerie eine zusätzliche Ebene von filigraner Eleganz. Im rechten Vordergrund stehen zwei kleine Geschenke aus Papier, sorgfältig als klassische Geschenkverpackungen gestaltet – eines in Vanille, eines in Rot. Sie wirken wie frisch unter den Weihnachtsbaum gelegt und verleihen der Szene ein Gefühl von Vorfreude und behaglicher Festlichkeit. Die gesamte winterliche Nussknackerlandschaft wurde von Veronika Helga Vetter entworfen, gebastelt, inszeniert und fotografiert – ein detailreiches DIY-Kunstwerk und ein liebevoller Lifehack zum Nachbasteln für GWS2.de. Dezember 2025

Fi­gür­li­che Nuß­kna­cker gab es nach­weis­lich schon im 17. Jahr­hun­dert, ver­mut­lich so­gar frü­her. Im säch­si­schen Erz­ge­bir­ge ge­riet um 1670 die einst glanz­vol­le Mon­tan­wirt­schaft ins Wan­ken: Die er­trag­rei­chen Silber- und Zinn­vor­kom­men, die Frei­berg, An­na­berg oder Schnee­berg jahr­hun­der­te­lang lang reich ge­macht hat­ten, wa­ren weit­ge­hend er­schöpft.

Die Stol­len wur­den tie­fer, die För­de­rung teu­rer, der Er­trag ma­ge­rer. Für die Men­schen, die seit Ge­ne­ra­tio­nen vom Berg­bau leb­ten, be­deu­te­te das ei­nen ra­di­ka­len Ein­schnitt und die Not­wen­dig­keit, sich neu zu ori­en­tie­ren.

ℹ️ Die ers­ten Silber- und Zinnfun­de im heu­ti­gen Erz­ge­bir­ge da­tie­ren ins 12. Jahr­hun­dert. Als „Erz­ge­bir­ge“ wird die Re­gi­on je­doch erst seit dem 16. Jahr­hun­der­t⁴ be­zeich­net.

Die Ant­wort lag buch­stäb­lich vor ih­rer Haus­tür: der Wald. Der dunk­le, end­los wir­ken­de Fich­ten­wald über den al­ten Ze­chen wur­de zur neu­en Le­bens­grund­la­ge.

Die Szenerie trägt den passenden Titel „Erzgebirgischer Zauberwald“, denn sie wirkt wie ein Ausschnitt aus einer winterlichen Märchenlandschaft, die man ebenso gut in einem historischen Weihnachtsberg aus dem Erzgebirge antreffen könnte. Der Hintergrund bildet eine Kulisse aus dicht stehenden Tannen und Fichten, deren sattes Grün sich sanft gegen eine weiß bis hellgrau gestaltete Schneewand absetzt. Über das gesamte Bild rieseln feine, hellweiße Schneeflocken herab – dezent, aber deutlich genug, um die Illusion eines stillen, frostigen Winterabends zu erzeugen. Im Zentrum dieser Waldkulisse steht ein imposanter, reich verzierter Tannenbaum. Er wurde mit kleinen, violett- bis rotglitzernden Schmucksteinen geschmückt, die wie funkelnde Beeren im Geäst leuchten. Auf der Spitze des Baumes thront ein goldener Stern, der als strahlender Fixpunkt die gesamte Szene optisch zusammenzieht. Am Fuß dieses Baumes liegen mehrere vanillefarbene Geschenke, sauber mit silberfarbenen Schleifen verziert – als hätte jemand still und heimlich einen Weihnachtstraum in Papierform unter den Zweigen abgelegt. Zwischen Hintergrund und Vordergrund, leicht nach links und rechts versetzt, stehen zwei kleine Papierhäuser, deren Fassaden in einem warmen Vanilleton gehalten sind. Dachziegel und Türen erscheinen in einem gleichmäßigen Braun, das dem Ensemble einen behaglichen, handwerklichen Charakter verleiht. Die Fenster der Häuschen wurden ausgestanzt und mit gelbem Transparentpapier hinterlegt, sodass sie wie sanft erleuchtete Stuben wirken – eine dezente Einladung, sich vorzustellen, wie drinnen vielleicht ein Kamin knistert oder jemand an einem Holzofen Klöße kocht. Im Vordergrund stehen zwei Nussknackerfiguren, die diesmal nicht als Könige auftreten, sondern als Jäger oder Förster – ein gestalterischer Rückgriff auf jene historischen Nussknacker des 19. Jahrhunderts, die oft uniformierte Forstbeamte darstellten. Diese Männer verkörperten damals eine Obrigkeit, die über das Wildern wachte und dem einfachen Volk gern einmal das Leben schwer machte. Dass man sie später als Nussknacker karikierte, war eine kleine, stille Form des Widerstands – ein spöttischer Kommentar auf jene, die meinten, mit Hut und Hirschhorn alles regeln zu können. Der linke Jäger-Nussknacker trägt ein hellgrünes Gewand, vollständig im bekannten Schema mit goldglitzerndem Gürtel, Schulterpolstern und schimmernder Krempe am Zylinder. Der rechte Nussknacker ist identisch aufgebaut, zeigt sich jedoch in einem dunkleren, kräftigen Grün, sodass beide Figuren gemeinsam wirken wie ein kleines Forstkommando aus Papier, das in die Stille des Zauberwaldes tritt. Ganz vorne, links und rechts in der Szenerie, liegen kleine Wattebüschel, die dank Tiefenschärfe und Bildaufbau wie echter Pulverschnee wirken und die Winterillusion perfekt abrunden. Die gesamte Komposition – von den Nussknackern über die Tannen bis hin zu den Häusern – wurde von Veronika Helga Vetter erschaffen, einer Papierkünstlerin seit 2011, Photoshop-Meisterin, Führungskraft bei Lidl und, ohne jede Übertreibung, einer universellen Könnerin der modernen Webkunst

Aus dem Roh­stoff Holz ent­wi­ckel­te sich erst eine ein­fa­che Forst- und Holz­wirt­schaft, spä­ter das, wo­für das Erz­ge­bir­ge be­rühmt wer­den soll­te: ein fein ver­zweig­tes Drechsler- und Schnit­zer­hand­werk, das vom Löf­fel bis zur La­ter­ne al­les her­vor­brach­te, was sich aus ei­nem Stück Holz dre­hen oder schnit­zen ließ.

  • Zu all­täg­li­chen Din­gen, wie Knöp­fen, Spin­deln, We­ber­schiff­chen, Schüs­seln, Löf­feln und Tel­lern, ge­sell­ten sich bald Haus­halts­ge­rä­te, klei­ne Fi­gu­ren und ers­te de­ko­ra­ti­ve Ob­jek­te.

Der Nuss­kna­cker ge­hör­te zu die­ser frü­hen Pro­dukt­pa­let­te. Da­mals war er kein weih­nacht­li­cher Zier­of­fi­zier, son­dern vor al­lem ein prak­ti­scher Kü­chen­hel­fer, den jede Fa­mi­lie brauch­te.

Die Szene wirkt wie ein friedliches, kleines Winterdorf, das gerade inmitten einer sanften Schneelandschaft erwacht ist. Im Zentrum steht ein Nussknacker aus Papier, festlich herausgeputzt in einem strahlend roten Gewand. Sein breiter Zylinder, die goldenen Bordüren und die kleinen, präzise platzierten Knöpfe verleihen ihm das würdige Auftreten eines festlichen Torwächters, der über das Weihnachtsdorf wacht. Der weiße Wattebart ist üppig und weich geformt, und die großen Wackelaugen verleihen der Figur einen warmherzigen, beinahe wachtmeisterlichen Ausdruck. Hinter dem Nussknacker reihen sich mehrere Papierhäuser, deren Fassaden in zartem Vanilleton gehalten sind. Die Fenster sind in warmem Gelb hinterlegt, sodass es wirkt, als würden im Inneren Kerzen brennen oder ein Kachelofen leise glühen. Die Häuser unterscheiden sich leicht in Größe und Dachform, bilden aber gemeinsam eine harmonische Dorfkulisse, die ideal in diese winterliche Szenerie passt. Im Hintergrund erhebt sich ein Weihnachtsbaum aus mehreren grünen Papierlagen, die wie übereinandergelegte Zweigschichten wirken. Der Baum ist mit einer Vielzahl farbkräftiger Schmucksteine verziert: violette, rote und orangefarbene Ornamente glitzern im Licht, als würden sie von einem unsichtbaren Kaminfeuer beleuchtet. An der Spitze thront ein goldener Stern, der über die gesamte Szenerie einen festlichen Glanz legt. Rechts und links daneben stehen weitere kleinere Bäume in einem etwas dunkleren Grünton, wodurch die Komposition Tiefe erhält und das Gefühl eines ruhigen Waldrandes entsteht. Im Vordergrund breitet sich eine weiche Schneedecke aus, dargestellt durch watteartige, unregelmäßige weiße Polster. Auf dieser Schneefläche stehen mehrere kleine Geschenke in Gold- und Vanilletönen, sorgfältig mit glänzenden Schleifen verziert – als hätte der Weihnachtsmann gerade erst seine Lieferung begonnen. Rechts im Bild entdeckt man außerdem einen kleinen Schlitten, auf dem sich mehrere rot-weiße Päckchen stapeln. Daneben steht ein Schneemann aus Papier, mit grünem Schal und passender Mütze. Seine runde Statur und sein freundliches Gesicht fügen der Szenerie eine kindliche Freude hinzu, wie man sie aus alten Weihnachtsbüchern kennt. Der Schlitten wirkt so, als würde er gleich losziehen, um die Geschenke durch das Dorf zu verteilen. Die gesamte Komposition wirkt liebevoll, ruhig und gleichzeitig wunderbar lebendig – ein winterliches Diorama, das das Gefühl eines weihnachtlichen Dorfes in Papierform einfängt. Gestaltet, gebastelt und fotografiert wurde diese Szene von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin, Photoshop-Meisterin und kreative Erzählerin von GWS2.de

Be­vor es eine in­dus­tri­el­le Le­bens­mit­tel­ver­ar­bei­tung gab, wur­den Nüs­se und Man­deln grund­sätz­lich in har­ter Scha­le ver­kauft. Ge­ra­de zur Ad­vents­zeit, wenn Christ­stol­len und Leb­ku­chen auf dem Plan stan­den, muss­ten die Frau­en da­für gro­ße Men­gen⁵ von Hand kna­cken. Ein sta­bi­ler Nuss­kna­cker war des­halb Gold wert, ein Werk­zeug, das Ar­beit ab­nahm, lang­le­big war und oft so­gar wei­ter­ver­erbt wur­de.

In der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts setz­te im Erz­ge­bir­ge eine re­gel­rech­te Se­ri­en­pro­duk­ti­on⁶ von Nuss­bei­ßern un­ter­schied­lichs­ter Aus­füh­rung ein. Das deu­tet dar­auf hin, dass die erz­ge­bir­gi­schen Holz­fi­gu­ren längst über die Gren­zen Sach­sens hin­aus ge­fragt wa­ren und ein wach­sen­des Pu­bli­kum fan­den.

ℹ️ Be­reits um 1770 ar­bei­te­ten rund 100 Drechs­ler im Erz­ge­bir­ge, die Holz­spiel­zeug und prak­ti­sche All­tags­hel­fer her­stell­ten.

Den Weg in die vor­in­dus­tri­el­le Pop­kul­tur fan­den Nuss­kna­cker vor al­lem durch Ja­cob Grimm, der ih­nen in sei­ner Ab­hand­lung „Deut­sche My­tho­lo­gie“ ei­nen schüt­zen­den, bei­na­he ma­gi­schen Cha­rak­ter zu­schrieb. Vom prak­ti­schen Kü­chen­hel­fer über den Glücks­brin­ger bis hin zur spöt­ti­schen Ka­ri­ka­tur der Ob­rig­keit – so lässt sich die Ent­wick­lung der Nuss­kna­cker bis in die Wei­ma­rer Re­pu­blik tref­fend zu­sam­men­fas­sen.

Die Szenerie wirkt wie ein liebevoll inszenierter Ausschnitt aus einer märchenhaften Weihnachtswelt, in der Süßwaren, Papierkunst und erzgebirgische Tradition miteinander verschmelzen. Im Zentrum des Bildes steht ein ungewöhnlich eleganter Papier-Nussknacker, diesmal in einem leuchtenden Purpurgewand. Sein Zylinder und seine Uniform sind in kräftigem Violett gehalten und mit goldenen Bordüren verziert, die das Licht reflektieren und der Figur eine festliche, fast majestätische Ausstrahlung verleihen. Der Nussknacker blickt mit großen Wackelaugen geradeaus, während ein weißer, fein geformter Watte-Schnurrbart und passende Augenbrauen ihm eine freundliche Würde verleihen. Hinter der Figur erhebt sich eine Kulisse aus mehrfach geschichteten, grünen Papier-Tannenbäumen. Einige sind mit großen rot- und violettglitzernden Schmucksteinen behangen, andere mit kleinen weißen Punkten versehen, die wie Schneeflocken erscheinen. Daneben ragen drei kunstvoll gestaltete Weihnachtsbäume aus Papier in die Höhe, jeweils mit goldenen Sternen an der Spitze und mit zarten weißen Punkten dekoriert, die wie frisch gefallener Schnee wirken. Die Komposition erinnert an eine kleine Waldlichtung, die für ein Fest herausgeputzt wurde. Im Vordergrund breitet sich eine köstliche Auswahl an weihnachtlichen Leckereien aus: Links liegt ein angeschnittener Christstollen, dessen helle, mit Früchten durchzogene Teigstruktur appetitlich hervorlugt. Daneben sind zwei Haselnüsse, Erdnüsse mit Schale und einige Kekse platziert, darunter Doppeldecker-Kekse mit sternförmigen Ausstanzungen in leuchtendem Rot. Rechts im Bild befindet sich ein kleiner Nikolausstiefel aus Papier in kräftigem Rot, der über die weiße Krempe hinweg eine Ladung selbstgebackener Vanillekipferl preisgibt. Einige Kekse sind dekorativ davor ausgestreut, sodass das Bild den Eindruck erweckt, als habe jemand eine winterliche Naschlandschaft liebevoll aufgebaut. Die gesamte Szenerie verbindet Handwerkskunst und Weihnachtsstimmung: der violette Nussknacker als strahlender Mittelpunkt, die grün glitzernden Bäume als Kulisse und die festlichen Süßwaren als stimmungsvolle Ergänzung. Das Arrangement wirkt wie eine Mischung aus Naschteller, Spielzeugtheater und erzgebirgischer Tradition – warm, einladend und detailverliebt. Erschaffen, arrangiert und fotografiert wurde diese winterliche Komposition von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin und kreative Visionärin hinter GWS2.de.

Als Al­bert Fücht­ner in den 1930er-Jahren⁷ den bis heu­te iko­ni­schen „Ro­ten Kö­nig“ schuf, wan­del­te sich das Er­schei­nungs­bild end­gül­tig hin zur fest­li­chen Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on. Mit An­schaf­fungs­kos­ten von bis zu 500,00 Euro sind die hand­ge­fer­tig­ten Seif­fe­ner Ori­gi­na­le heu­te vor al­lem be­gehr­te Samm­ler­stü­cke und wohl nie­mand käme mehr auf die Idee, mit ih­ren kunst­vol­len Ge­bis­sen eine Wal­nuss zu kna­cken.

Wer nicht gleich ein klei­nes Ver­mö­gen aus­ge­ben möch­te, greift gern zu den güns­ti­gen Pressholz-Nussknackern vom chi­ne­si­schen Online-Händler Temu. Al­ler­dings kom­men die­se Fi­gu­ren oft et­was schief da­her und die Lie­fer­zeit von Zhe­jiang nach Mit­tel­eu­ro­pa kann sich über meh­re­re Wo­chen zie­hen. Was also tun? Ganz ein­fach: selbst bas­teln! In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung zei­ge ich, wie sich hoch­wer­ti­ge Nuss­kna­cker aus Pa­pier her­stel­len las­sen und stel­le da­für so­gar alle Schnitt­mus­ter kos­ten­los zur Ver­fü­gung.

📦 Maße: Der Nuß­kna­cker ist etwa 10 cm hoch (ohne Kro­ne). Dank sei­ner mar­kan­ten Schul­ter­par­tie bringt es die Weih­nachts­fi­gur in der Brei­te auf stol­ze 8 cm.

Die Szenerie zeigt erneut den „Erzgebirgischen Zauberwald“, der sich im Hintergrund mit seiner vertrauten Kulisse aus dunkel- bis hellgrünen Tannen ausbreitet. Die Bäume stehen dicht an dicht, als hätten sie sich zu einer winterlichen Prozession versammelt, während im Hintergrund feine Schneeflocken vor der weiß-grauen Schneewand niedergehen. In der Mitte erhebt sich wieder der prächtigste Tannenbaum des Ensembles, geschmückt mit kleinen Christbaumkugeln, die farblich dezent, aber wirkungsvoll im Geäst funkeln. Auf seinem Wipfel sitzt ein goldener Stern, der der Szene erneut ihren festlichen Charakter verleiht. Der Vordergrund unterscheidet sich jedoch deutlich von den bisherigen Arrangements: Der Untergrund besteht diesmal aus einer hellbraunen Korkplatte, die eine warme, erdige Atmosphäre schafft – eine angenehme Abwechslung zur verschneiten Winterillusion. Auf dieser Korkfläche stehen links und rechts zwei Nussknackerfiguren, deren Gewänder in warmen Brauntönen gehalten sind. Diese Farbwahl ist eine Hommage an die frühen erzgebirgischen Nussknacker des 18. und 19. Jahrhunderts, die oft Bergleute darstellten. Ihre Uniformen besitzen wie gewohnt goldene Elemente: Gürtel, Krempen, Schulterpolster und die silberfarbenen Musterbeutelklammern als Knöpfe. Trotz ihres schlichten Farbschemas wirken sie durch die goldenen Akzente würdevoll und ein wenig feierlich – als hätten sich zwei bergmännische Ehrengäste für ein kleines Fest versammelt. Zwischen und neben den beiden braunen Nussknackern wurden verschiedene weihnachtliche Delikatessen arrangiert, sodass die Szene beinahe wie eine liebevoll dekorierte Auslage eines Konditors wirkt. Links liegen aufgeschnittene Mandarinenstücke, deren leuchtend orangefarbenes Fruchtfleisch einen frischen Akzent setzt. Daneben befindet sich ein angeschnittener Christstollen, zwei Scheiben sorgfältig drapiert, sodass die mit Puderzucker bestäubte Oberfläche appetitlich hervortritt. Weiter rechts liegt ein kleiner Lebkuchen – aus Fimo gestaltet – weiß glasiert und mit einer einzelnen Mandel verziert, wie ein süßer Gruß aus der Weihnachtsbäckerei. Zwischen den beiden Nussknackern stehen zwei kleine Nikolausstiefel aus Papier, einer in Vanille, der andere in Rot. Ihre weißen Krempen bestehen aus Watte, die weich und winterlich wirkt. Der vanillefarbene Stiefel ist prall gefüllt mit ganzen Haselnüssen, während der rote seine Füllung aus selbstgebackenen Vanillekipferln präsentiert. Es entsteht der Eindruck, als wären die Stiefel von fleißigen Weihnachtswichteln frisch bepackt worden. Am äußersten Bildrand – halb im Hintergrund versteckt – lugen wieder zwei Origami-Tannenbäume hervor, deren grüne Glitzerakzente das Gesamtbild harmonisch abrunden. Die gesamte Komposition wirkt urig, warm, etwas erdig, mit einer deutlichen Prise Genusskultur. Eine solche Szene könnte ohne Weiteres in der Auslage einer traditionellen Konditorei stehen, eingerahmt von dem Duft nach Stollen, Zimt und frisch gebackenen Kipferln. Diese gesamte winterliche Genusslandschaft wurde von Veronika Helga Vetter entworfen, gebastelt, arrangiert und fotografiert – Papierkünstlerin, DIY-Visionärin und Meisterin der stilvollen Webkunst seit 2011. Dezember 2025 / Linz / Oberösterreich

Nussknacker basteln

Der Auf­bau mei­nes Pa­pier­of­fi­ziers er­in­nert an ein ge­schirm­tes Ka­bel, bei dem meh­re­re Um­man­te­lun­gen für ei­nen stö­rungs­frei­en Be­trieb sor­gen. Der „Ka­bel­kern“ bil­det in mei­nem Fall die Papp­rol­le, die im In­ne­ren je­der Toi­let­ten­pa­pier­rol­le steckt. Doch be­vor ich mich die­sem sta­bi­len Rohr wid­me­te, fer­tig­te ich zu­nächst die ers­ten drei Schich­ten mit­hil­fe der ers­ten PDF-Scha­blo­ne an.

Ma­te­ri­al­be­darf:

Ton­pa­pier mit ei­ner Gram­ma­tur von 130 g/m² in Haut­far­be so­wie Rot oder Grün, zwei Mil­li­me­ter star­kes Moos­gum­mi zur Sta­bi­li­sie­rung, wei­cher Bas­tel­filz in pas­sen­den Far­ben, wei­ße Wat­te, sil­ber­ne Mus­ter­beu­tel­klam­mern⁸, Wa­ckel­au­gen, gol­de­nes Glit­zer­pul­ver und klei­ne Holz­ku­geln für die Hän­de (op­tio­nal).

Die Collage zeigt in vier Schritten, wie aus einfachen Bastelmaterialien der Grundkörper eines kleinen Nussknackers entsteht. Auf dem ersten Foto, links oben, liegt eine sauber ausgeschnittene Scheibe lilafarbenen Tonpapiers auf weißem Hintergrund. Darauf ruhend ein ebenso exakt zugeschnittenes Stück schwarzen Moosgummis – beides bereits nach der PDF-Schablone vorbereitet und wirkend wie zwei präzise Schichten eines technischen Bauteils. Rechts oben ist zu sehen, wie diese beiden Elemente nun um die innere Kartonrolle einer Toilettenpapierrolle geklebt wurden. Das Ergebnis erinnert verblüffend an ein geöffnetes, geschirmtes Kabel: Im Kern die Papprolle, darum die erste Schicht aus lilafarbenem Tonpapier, darüber die feste Lage Moosgummi. Eine kleine, humorvolle Hommage daran, dass selbst ein Nussknacker mit einer ordentlichen Portion „technischem Unterbau“ beginnt. Das dritte Bild, links unten, zeigt die nächste Entwicklungsstufe: Eine dritte Schicht – diesmal hautfarbenes Tonpapier – wurde etwas oberhalb der Mitte um das Rohr geklebt. Diese Lage markiert bereits das spätere Gesicht des Nussknackers und verleiht dem sonst nüchternen Aufbau erstmals eine menschliche Anmutung. Auf dem vierten Foto, rechts unten, erwacht die Figur endgültig zum Leben. Zwei Wackelaugen blicken keck aus dem frisch angebrachten Gesichtsband, direkt darunter sitzt ein flauschiger weißer Schnurrbart aus Wolle. Auch die Ohren und der Hinterkopf sind durch weich aufgeklebte Watte angedeutet. Man erkennt sofort: Aus einem dreilagigen Bastelrohr formt sich langsam, aber unaufhaltsam, der Charakterkopf eines kleinen weihnachtlichen Offiziers. Fotos und Idee dieses weihnachtlichen Lifehacks: Veronika Helga Vetter Dezember 2025

Als Ers­tes wi­ckel­te ich das gro­ße Ton­pa­pier­vier­eck um die Papp­rol­le. Di­rekt da­nach folg­te das et­was klei­ne­re Moos­gum­mi­stück. Bei­de Schich­ten die­nen aus­schließ­lich der Sta­bi­li­tät und ver­schwin­den spä­ter un­ter dem Bas­tel­filz.

  • Es ist also nicht schlimm, wenn die­se Um­man­te­lun­gen nicht ganz bün­dig auf­ge­klebt wer­den.
  • Ganz im Ge­gen­satz zum haut­far­be­nen Ge­sichts­band, das ich et­was ober­halb der Rol­len­mit­te an­brach­te.

Im An­schluss fan­den auch schon die bei­den Wa­ckel­au­gen so­wie ein wol­li­ger Schnurr­bart samt Na­cken­haar ih­ren Weg auf die Fi­gur.

Die Collage zeigt in vier aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten, wie der kleine Nussknacker seine charakteristische Offiziersjacke erhält. Auf dem ersten Foto, links oben, sieht man die Figur, wie sie gerade das lilafarbene Filzjackett angelegt bekommt. Die Jacke ist vorne elegant geschwungen, ganz wie bei einer echten Uniform, und liegt noch locker am Körper an, damit sie symmetrisch ausgerichtet werden kann. Die beiden geschwungenen Vorderkanten sollen später exakt nebeneinanderstehen, sodass der Nussknacker den typischen, leicht feierlichen Offiziersschnitt erhält. Das zweite Bild, rechts oben, zeigt den nächsten Schritt: Um die Jacke zu fixieren, wurde der Figur ein breiter Gürtel aus Moosgummi angelegt. Dieser wurde großzügig mit Kleber bestrichen und vollständig in goldenes Glitzerpulver getaucht. Das leuchtende Gold bildet einen kräftigen Kontrast zum kühlen Violett der Jacke und funkelt im Licht so intensiv, dass sofort eine festliche, weihnachtliche Anmutung entsteht. Auf dem dritten Foto, links unten, wird mit einem feinen Bastelskalpell gearbeitet. Zwei kleine Einschnitte wurden an der Frontseite der Jacke gesetzt, genau dort, wo später die Knöpfe sitzen sollen. Die Schnitte sind so präzise gesetzt, dass sie den Eindruck handwerklicher Miniaturmaßarbeit vermitteln. Das vierte Bild, rechts unten, zeigt schließlich das Ergebnis dieser Vorbereitung: In die eingeschnittenen Schlitze wurden zwei silberne Musterbeutelklammern gesteckt, die jetzt als glänzende Knöpfe über dem Gürtel fungieren. Durch das Zusammenspiel von Jackenform, goldglitzerndem Gürtel und silbernen Knöpfen erhält der Nussknacker bereits in dieser frühen Phase eine erstaunlich klare Persönlichkeit – streng, festlich und voller Charakter. Alle Fotos, die zugehörige Schablone und die komplette Idee stammen von Veronika Helga Vetter, Papierkünstlerin seit 2012 und, wie man nach solcher Präzisionsarbeit ohne Übertreibung sagen darf: eine Universalgelehrte der Webkunst

Im nächs­ten Teil ar­bei­te­te ich mit der zwei­ten Scha­blo­ne wei­ter. Zu­erst kleb­te ich den flau­schi­gen Filz­man­tel bün­dig un­ter­halb des Schnurr­barts fest. Beim An­brin­gen der Ja­cke ist es hilf­reich, sich die Po­si­ti­on der Nase vor­zu­stel­len und das Ein­wi­ckeln der Rol­le knapp dar­un­ter zu be­gin­nen. Auf die­se Wei­se tref­fen die bei­den ge­schwun­ge­nen Man­tel­sei­ten spä­ter sau­ber und sym­me­trisch auf­ein­an­der.

  • Un­mit­tel­bar da­nach be­fes­tig­te ich die bei­den Ver­schlüs­se für den Zy­lin­der­de­ckel, die ich aus ei­nem klei­nen Mix aus Filz und EVA-Schaum­stoff ge­fer­tigt hat­te.

Im fol­gen­den Schritt wur­de es fi­li­gra­ner, denn nun ent­stan­den Gür­tel, Är­mel, die Hut­krem­pe und die Schul­ter­pols­ter. Hier­zu fer­tig­te ich die Schnitt­mus­ter aus Moos­gum­mi an und be­strich sie an­schlie­ßend mit flüs­si­gem Kle­ber auf Was­ser­ba­sis.

Noch be­vor der Kle­ber trock­ne­te, ließ ich groß­zü­gig Gold­pul­ver über die feuch­ten Ober­flä­chen rie­seln – ein An­blick, bei dem die Zier­ele­men­te so­fort edel auf­glimm­ten und dem klei­nen Of­fi­zier sei­nen ers­ten Hauch fest­li­cher Pracht ver­lie­hen.

Die zweigeteilte Aufnahme zeigt zwei zentrale Schritte beim Entstehen des charakteristischen Zylinderhuts des kleinen Nussknackers. Auf dem linken Foto liegt die Figur vertikal auf weißem Untergrund, mit dem Kopf nach unten geneigt und dem Gesicht behutsam aufgestützt. In dieser Position wird der Zylinder mit Bastelfilz verkleidet, der sich eng und glatt um die Hutform legt. Auf der Rückseite erkennt man, wie zwei zugeschnittene Filzelemente präzise aufeinander geklebt werden, sodass die Naht kaum sichtbar ist und der Zylinder eine gleichmäßige, saubere Oberfläche erhält. Die Szene wirkt beinahe chirurgisch – als würde der Nussknacker einer zarten, aber hochkonzentrierten Veredelung unterzogen werden. Das rechte Bild des Split-Screens zeigt den Nussknacker wieder aufrecht stehend und nun von vorne. Hier wird sichtbar, wie der Deckel des Zylinders mit einer weiteren Filzapplikation veredelt wurde, die den Hut optisch abschließt und ihm seine endgültige Kontur verleiht. Am unteren Rand des Zylinders befindet sich zudem eine breite Krempe, gefertigt aus Moosgummi und üppig mit funkelndem Glitzerpulver bestreut. Im Licht schimmert diese Krempe wie eine kleine goldene Bühne, auf der der Zylinder thronen darf – ein festlicher Akzent, der perfekt zum würdevollen Erscheinungsbild des Nussknackers passt

Nach­dem ich die bei­den Man­tel­knöp­fe (Mus­ter­beu­tel­klam­mern) und di­rekt dar­un­ter den gol­de­nen Gür­tel an­ge­bracht hat­te, ver­klei­de­te ich den Zy­lin­der mit Bas­tel­filz und ei­ner glit­zern­den Krem­pe.

  • Dann wur­de es noch ein­mal fum­me­lig, denn nun stan­den die bei­den Arme an.
  • Da­für dreh­te ich mir aus den Bas­tel­vor­la­gen zwei klei­ne Röhr­chen.

Der Durch­mes­ser rich­tet sich ein we­nig da­nach, wie groß die Holz­kü­gel­chen für die Hän­de aus­fal­len.

Die fünfteilige Collage zeigt Schritt für Schritt, wie die beiden Arme des Nussknackers entstehen – eine kleine Miniaturhandwerksarbeit, die trotz PDF-Schablone ein wenig Fingerspitzengefühl und Improvisation verlangt. Auf dem ersten Bild, links oben, sieht man, wie aus einfachem Tonpapier zwei schmale Röhrchen geformt werden. Diese dienen als Grundgerüst der Arme. Anschließend werden sie sorgfältig mit lilafarbenem Bastelfilz ummantelt, wodurch die Arme ihre Farbe und eine weiche, textile Oberfläche erhalten. Die Szene wirkt fast wie die Vorbereitung eines winzigen Kleidungsstücks für eine ebenso winzige, aber äußerst würdige Figur. Auf dem zweiten Foto wird die filzige Ummantelung weiter ausgestaltet: Um die Arme werden zwei Moosgummi-Applikationen geklebt, die jeweils mit goldenem Glitzerpulver bestreut wurden. Diese Zierelemente erinnern an die prunkvollen Uniformdetails alter Offiziersjacken – breite Schulterstücke, die Autorität ausstrahlen, und kleine Ärmelverzierungen, wie man sie aus den Bühnenjacken von Michael Jackson kennt. Die goldenen Highlights funkeln festlich und setzen lebhafte Akzente auf dem kühlen Lilaton. Das dritte Bild zeigt, wie das obere Ende des Röhrchens mit einem kleinen Kreis verschlossen wird, dessen Oberfläche ebenfalls reichlich mit Goldpulver glitzert. Damit erhält der Arm seine endgültige Form: ein unten offenes Röhrchen, oben geschlossen und insgesamt mit drei dekorativen Elementen versehen – Schulterpolster, Zierband direkt darunter und ein goldener Abschluss am unteren Ärmel. Dazwischen bleibt die violette Filzfläche sichtbar, die den Stil des Nussknackers harmonisch weiterführt. Auf dem vierten Foto wird die Konstruktion vervollständigt: Eine kleine Holzkugel wird in die untere Öffnung des Arms geschoben und festgeklebt. Diese Kugel fungiert als Hand und verleiht der Figur einen zugleich schlichten und charmanten Abschluss. Die Größe des Röhrchens richtet sich dabei nach der Größe der verwendeten Kugeln – ein Detail, das Bastlerinnen je nach Materialbestand leicht variieren können. Das fünfte und letzte Bild zeigt schließlich, wie einer der fertigen Arme am Nussknacker befestigt wurde. Nun wird sichtbar, wie stimmig das Gesamtbild ist: Die violett befilzten Arme fügen sich nahtlos in das Outfit ein, die goldenen Applikationen setzen festliche Akzente, und die Holzkugel-Hand ergänzt die Figur mit einem hölzernen Charme, der den Charakter des klassischen Nussknackers perfekt unterstreicht. Die Collage verdeutlicht eindrucksvoll, wie aus einfachen Materialien ein detailreiches, beinahe majestätisches Miniaturkunstwerk entsteht. Veronika Helga Vetter (12/2025)

Na­tür­lich er­hiel­ten auch die Ex­tre­mi­tä­ten eine pas­sen­de Filz- und Zier­ver­klei­dung, be­vor ich al­les am Nuss­kna­cker be­fes­tig­te und die Fi­gur da­mit voll­ende­te.

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¹Mei­er, Jörn: „Corona-Spaziergang” in Pir­na: Säch­si­scher Po­li­zist aus Be­am­ten­dienst ent­fernt. mdr.de (12/2025).
²Rimpl, Jan: Nuss­kna­cker aus dem Erz­ge­bir­ge. ARD Buf­fet (2023).
³Schuldt-Jensen: Mai­ke: Wo kommt ei­gent­lich der Nuss­kna­cker her? galaxus.ch (12/2025).
⁴Brauk­mül­ler, Hei­de: Vom Berg­mann zum Spiel­zeug­ma­cher. Zur Kultur- und So­zi­al­ge­schich­te des deut­schen Erz­ge­bir­ges. bergbaumuseum.de (PDF) (12/2025).
⁵F­röh­lich, Agnes: „Auf die Plät­ze, fer­tig, knack!“ – die Nussknacker-Devise. cazelmu.wordpress.com (12/2025).
⁶Schulz-Berg, Bri­git­te: Viel heid­nisch Zeug. Das christ­li­che Weih­nachts­fest und sei­ne Ur­sprün­ge in Kult und Brauch­tum ver­gan­ge­ner Zei­ten. Cott­bus: REGIA Ver­lag 2008.
⁷S­tern­kopf, Syl­va: Nuss­kna­cker­suite mal an­ders. resc.deskline.net (PDF) (12/2025).
⁸Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Wo­für sind Mus­ter­beu­tel­klam­mern und gibt es Al­ter­na­ti­ven? gws2.de (12/2025).

Lebkuchenmann mit Korb - Bastelidee aus Papier und Pappe

Wer Schil­lers Ma­ria Stuart ge­le­sen hat, kennt ver­mut­lich Eli­sa­beth I., Kö­ni­gin von Eng­land. Über­trie­ben ge­sagt geht fast al­les, was Groß­bri­tan­ni­en bis zur Spät­re­nais­sance her­vor­ge­bracht hat, auf die­se Frau zu­rück. So soll sie un­ter an­de­rem die spa­ni­sche Ar­ma­da be­siegt, die an­gli­ka­ni­sche Kir­che eta­bliert, Wil­liam Shake­speare „er­fun­den“ und die Pi­ra­te­rie für ihre ei­ge­nen Zwecke¹ ge­nutzt ha­ben. Doch da­mit nicht ge­nug: Zwi­schen dem Köp­fen ih­rer Cou­si­ne und dem Eta­blie­ren ei­ner steu­er­fi­nan­zier­ten Ar­men­für­sor­ge mach­te sie auch Leb­ku­chen­män­ner mas­sen­taug­lich. „Das sind doch al­les Le­gen­den“, könn­te manch ei­ner ein­wen­den. Doch in An­be­tracht des­sen, dass die Vir­gin Queen län­ger re­gier­te, als die DDR exis­tier­te, dürf­te an ih­ren zahl­rei­chen Hel­den­ta­ten durch­aus et­was dran sein. Zu­min­dest ist gut be­legt, dass die Lang­zeit­re­gen­tin so­wohl Höf­lin­ge als auch be­son­de­re Gäs­te² als Gin­ger­b­read Men nach­ba­cken ließ.

ℹ️ Der eli­sa­be­tha­ni­sche Leb­ku­chen­mann be­stand aus Sem­mel­brö­seln (bzw. Brot­kru­men), Ho­nig, Zimt, Nel­ken, Pfef­fer und na­tür­lich Ing­wer (eng­lisch: gin­ger). Er war deut­lich här­ter und wür­zi­ger als der deut­sche Leb­ku­chen.

Die men­schen­ähn­li­che Form war eine Neu­heit – eine Mi­schung aus Eh­rung und roya­lis­ti­schem Scha­ber­nack. Das Gin­ger­b­read selbst ge­hör­te je­doch längst zur hö­fi­schen Spei­sen­fol­ge und wur­de häu­fig nach dem Es­sen als Ver­dau­ungs­för­de­rer³ ge­reicht. Doch auf­ge­passt: Wir be­fin­den uns am reichs­ten Hof Eu­ro­pas. Von grö­ße­ren Men­gen Zimt, Nel­ken, Kar­da­mom, Anis, Mus­kat­nuss und Pi­ment konn­te ein deut­scher Kur­fürst im 16. Jahr­hun­dert nur träu­men.

In der dargestellten Szene herrscht eine stille, fast märchenhafte Winteratmosphäre. Der Hintergrund schimmert in kühlen Weiß- und Grautönen – ein frostiger Hauch, der an Schnee erinnert und den Zauber der Vorweihnachtszeit einfängt. Im Zentrum wächst ein dichter Busch aus zarten Tannennadeln, flankiert von zwei detailreich modellierten Fimo-Weihnachtsbäumen. Sie tragen ihr festliches Kleid aus hellen und dunklen Grüntönen, geschmückt mit weißen und goldenen Kugeln, die wie gefrorene Lichtpunkte zwischen den Zweigen glänzen. Ganz oben krönt ein goldener Stern das Ensemble und gibt dem Bild eine ruhige Symmetrie. Am Boden entfaltet sich ein duftender Teppich aus weihnachtlichen Zutaten – verstreute Nelken, Haselnüsse und Zimtstangen erinnern an vertraute Düfte und an die Wärme von Geborgenheit. Auf der rechten Seite steht die Lebkuchenfrau mit ihrem geflochtenen Korb. Ihr Körper leuchtet in sanften Vanille- und Goldtönen, die Wangen schimmern rosig, der Kragen wirkt wie aus Zuckerguss gemalt. Augen und Knöpfe sind in tiefem Schwarz gehalten, wodurch ihr Gesicht eine fast lebendige Freundlichkeit ausstrahlt. Ihr Korb ist randvoll mit winterlichen Schätzen – Erdnüsse, Haselnüsse und Mandeln füllen ihn bis zum oberen Rand und verleihen der Szene Fülle und Lebendigkeit. Links daneben wacht ein Nussknacker, der in seiner handwerklichen Machart ein kleines Kunstwerk für sich ist. Sein Körper besteht aus einer einfachen Toilettenpapierrolle, doch er wurde meisterhaft verwandelt: umhüllt von hautfarbenem und schwarzem Tonpapier, geschmückt mit Wackelaugen und einem weichen Wattebart. Um den Körper und die röhrenförmigen Arme legt sich roter Filz, sorgfältig verarbeitet, festlich und warm. Goldene Linien zeichnen seine Konturen nach – an Schultern, Gürtel, Knöpfen und Hut. Der goldene Besatz lässt ihn beinahe echt wirken, als wäre er einem alten Märchen entsprungen. Dieses Bild stammt von Veronika Helga Vetter, einer österreichischen Papier- und Webkünstlerin, die seit 2012 filigrane Bastel- und Dekorationsszenen erschafft. Ihre Komposition zeigt, wie aus einfachen Materialien eine ganze Wintergeschichte entstehen kann – voller Licht, Farbe und handwerklicher Seele. GWS2.de November 2025

Trotz­dem wa­ren Leb­ku­chen den Men­schen kei­nes­wegs fremd. Schon um 1550 las­sen sich Leb­zel­ter, also spe­zia­li­sier­te Leb­ku­chen­bä­cker, in der Ober­pfalz, in Nie­der­bay­ern und im ös­ter­rei­chi­schen Mühl­vier­tel nach­wei­sen. Ur­sprüng­lich war der süße Ho­nig­ku­chen eine Klos­ter­spei­se, doch bald tru­gen die wan­dern­den Back­hand­wer­ker ihre duf­ten­den Wa­ren auf Jahr­märk­te und Kirch­wei­hen hin­aus und mach­ten sie so dem ein­fa­chen Volk zu­gäng­lich.

Die re­gio­na­le Häu­fung er­klärt sich durch den Baye­ri­schen und den Böh­mer­wald, wo zahl­rei­che Zeid­ler (Wal­dim­ker) un­er­müd­lich Ho­nig sam­mel­ten. Den­noch blieb der Leb­ku­chen ein Lu­xus­gut: We­gen der teu­ren Ge­wür­ze wur­de er zu be­son­de­ren An­läs­sen im Herbst und Win­ter ge­ges­sen und meist schon im Spät­som­mer ge­ba­cken. In der üb­ri­gen Zeit stell­ten die Leb­zel­ter Met und Ker­zen her - eine per­fek­te Sym­bio­se mit ih­ren flei­ßi­gen Ho­nig­lie­fe­ran­ten.

Vor einem sanft strukturierten Hintergrund aus hellbrauner Korkplatte entfaltet sich eine warme, beinahe märchenhafte Adventsszene. Im Zentrum steht die Lebkuchenfrau, deren Körper in zarten Vanille- und Goldtönen schimmert. Ihre Wangen leuchten rosig, der Kragen trägt den gleichen zarten Farbton, während Augen und Knöpfe in tiefem Schwarz kontrastieren. An Händen und Füßen laufen feine weiße Bögen entlang, die wie Zuckergusslinien wirken und dem Papiermotiv eine täuschend echte Glasuranmutung verleihen – tatsächlich wurde alles mit glänzenden Acrylstiften koloriert. Die Figur strahlt eine ruhige Festlichkeit aus, als wäre sie einem klassischen Weihnachtsmärchen entsprungen. In ihrem geflochtenen Korb liegen diesmal keine Nüsse, sondern kleine, selbstgebackene Butterplätzchen in Herz- und Sternform. Ihre Oberflächen glänzen, bestreut mit winzigen weißen Sternen und goldenen Zuckerkügelchen, die das Licht sanft reflektieren. Der Korb wirkt prall gefüllt – eine Hommage an die Fülle und das Teilen in der Weihnachtszeit. Links neben der Lebkuchenfrau sitzt ein kleiner Fimo-Lebkuchenmann, dreidimensional modelliert, mit dunklem Teigbraun und einer charmanten roten Nase. Zwei schwarze Knopfaugen verleihen ihm Ausdruck, während die weiße Kochmütze mit rotem Verschlussknopf ihn als kleinen Zuckerbäcker ausweist. Sein plastisches Erscheinungsbild ergänzt die flache Papierfigur perfekt und schafft eine lebendige Mischung aus Dimension und Materialität. Rechts daneben steht eine leuchtend rote Teetasse – komplett aus feinen Papierstreifen gefertigt, in sorgfältiger Quillingtechnik. Die filigranen Windungen des Papiers bilden Wand, Henkel und Rand der Tasse. Am Henkel hängt eine kleine Zitrone, ebenfalls aus Papier gewickelt, und im Inneren schimmert gelb-oranges Papier wie duftender Tee. Diese Miniaturarbeit ist präzise, detailreich und von hoher handwerklicher Qualität – ein ruhiger Gegenpol zur Lebkuchenfigur in der Mitte. Im Vordergrund liegen zwei Zimtstangen und ein weiterer Butterplätzchenstern – kleine, aber wirkungsvolle Requisiten, die den Duft von Weihnachten beinahe sichtbar machen. Das gesamte Arrangement zeigt eine harmonische Balance zwischen Farbe, Form und Material. Es ist eine Szene voller Sorgfalt, Wärme und stiller Freude – komponiert, fotografiert und liebevoll umgesetzt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Arbeiten immer wieder den feinen Übergang zwischen Bastelkunst und visueller Poesie aufzeigen. GWS2.de

Mit der Zeit ver­scho­ben sich die Schwer­punk­te. Wäh­rend in Or­ten wie Frey­ung oder Bad Le­on­fel­den noch gan­ze Fa­mi­li­en im Wech­sel Leb­ku­chen bu­ken, Ker­zen zo­gen und Met sie­de­ten, ver­la­ger­te sich das Zen­trum des sü­ßen Hand­werks zu­neh­mend nach Nürn­berg. Die dor­ti­gen Leb­zel­ter pro­fi­tier­ten von den Ge­würz­strö­men aus dem Sü­den und den Ho­nig­lie­fe­run­gen aus dem Nor­den. Wachs und Met fan­den ih­ren Weg über die Al­pen nach Ve­ne­dig, wo sie als kost­ba­re Han­dels­wa­re gal­ten. So ent­stand ein Kreis­lauf: Fran­ken und Ost­bay­ern lie­fer­ten den Ho­nig, Ve­ne­dig die Ge­wür­ze und Nürn­berg ver­band bei­des zu ei­ner Kunst, die bald sprich­wört­lich wur­de.

Im Nürn­ber­ger Reichs­wald gab es so viel da­von, dass man den Ho­nig bis nach Ve­ne­dig lie­fern konn­te und im Aus­tausch da­für kost­ba­re Ge­wür­ze wie Zimt, Va­nil­le, Nel­ken, Ko­ri­an­der, Pi­ment, Mus­kat, Ing­wer und Kar­da­mom er­hielt.

Hand­ler, Mar­gret: Nürn­ber­ger Leb­ku­chen. Ein Stück Weih­nachts­tra­di­ti­on. In: Ser­vus in Bay­ern Nr. 12 (2021). S. 33.

Vor einem warmen, hellbraunen Korkhintergrund entfaltet sich eine Szenerie, die vor weihnachtlicher Lebensfreude fast zu tanzen scheint – ein kleines Bühnenstück aus Papier, Fimo und Gebäck, bei dem alles glänzt, duftet und leuchtet. Im Mittelpunkt stehen zwei Lebkuchenfiguren mit ihren geflochtenen Körben: links der Lebkuchenmann, rechts die Lebkuchenfrau, beide bis ins Detail identisch gestaltet. Ihr Tonpapier besitzt einen satten Sienna-Braun-Ton – ein feiner, erdiger Kontrast zu den hellen Butterplätzchen, die in ihren Körben liegen. Diese Plätzchen schimmern in cremigen Farbtönen zwischen Elfenbein und hellbraun. Ihre Ränder sind mit bunter Zuckerglasur verziert, wie man sie aus kleinen Dekorfläschchen kennt: leuchtend Gelb, tiefes Rot, festliches Grün – klassische Weihnachtsfarben, die sofort nach Vanille, Zucker und Kindheit riechen. Zwischen den süßen Formen finden sich auch Christbaumkugeln aus Butterteig, glasiert und liebevoll verziert, als wollten sie in Miniaturform den ganzen Weihnachtsbaum ersetzen. Rund um das zentrale Duo herrscht fröhliches Durcheinander aus festlicher Deko: winzige Geschenkverpackungen in Gold, Silber und Rot, glänzend, mit kleinen Schleifen verziert – die typischen Päckchen, die nach Filmklassik und Heiligabend riechen. Sie liegen verstreut, als wäre hier gerade eine kleine Bescherung im Gange. Auf der rechten Seite, gleich neben der Lebkuchenfrau, steht Gustl von Mausbach, der in dieser Szene als 17.-Jahrhundert-Lebzelter in Erscheinung tritt. Seine Figur aus Fimo trägt ein ledernes Hütchen und ein passendes Wams, darüber eine weiße Schürze, die ihn als fleißigen Zuckerbäcker ausweist. In seiner rechten Hand hält er einen winzigen Holzlöffel, in der linken stützt er einen dunklen Lebkuchenmann, der wie frisch aus dem Ofen gekommen wirkt – mit weißen Knopfaugen, gezuckertem Lächeln und feinen Zuckerpunkten als Knöpfe. Gustl selbst ist in hellem Ton gehalten, was seine Figur fast zum leuchtenden Mittelpunkt macht. An den Bildrändern, halb im Anschnitt, schimmern zwei kunstvolle Orangenscheiben – gefertigt in Quillingtechnik, in feinen Windungen aus Papier geformt, wie duftende Zitrussterne. Und ganz vorn links lugt ein echter Christstollen ins Bild: drei aufgeschnittene Scheiben, goldbraun, durchzogen von Rosinen und gehackten Nüssen. Dieses Arrangement wirkt wie ein liebevoll gedeckter Weihnachtstisch im Miniaturformat – voller Farbe, Bewegung und Duft. Die Komposition fängt den Geist der Adventszeit ein: Fülle, Handarbeit, Sinnlichkeit. Das Werk stammt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Blick für Struktur, Farbe und Komposition aus Alltagsmaterialien poetische Weihnachtswelten entstehen lässt – warm, detailverliebt und mit einem Augenzwinkern handwerklicher Perfektion. GWS2.de

Im 17. Jahr­hun­dert, nach dem Ende des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges, er­wei­ter­ten die Nie­der­län­der ihre Han­dels­rou­ten⁴ nach In­di­en und Süd­ost­asi­en. Da­durch wur­den die be­gehr­ten Ge­wür­ze güns­ti­ger, und auch Bürg­erfa­mi­li­en in deut­schen Städ­ten konn­ten sich zu Weih­nach­ten Leb­ku­chen ba­cken. Die Leb­zel­ter ent­wi­ckel­ten neue Ge­schäfts­mo­del­le und fan­den sie in den so­ge­nann­ten Mo­dell­eb­zel­ten. Mo­ti­ve wie St. Ni­ko­laus, Rit­ter, Fat­schen­kindl oder Pfer­de wur­den mit­hil­fe kunst­voll ge­schnitz­ter Holz­for­men auf vier­ecki­ge Leb­ku­chen ge­prägt. Die­se be­lieb­ten An­denken wur­den bei­spiels­wei­se an Wall­fahrts­or­ten ver­kauft und wa­ren nicht zum Ver­zehr be­stimmt.

Die Zel­ten wa­ren also we­ni­ger zum Ge­nuss ge­dacht, als in be­stimm­ten For­men Spiel­zeug für Kin­der, meis­tens aber wert­voll ge­hal­te­ne Schau­ob­jek­te oder Er­in­ne­rungs­stü­cke, die man im Glas­kas­ten in der „ho­hen Stu­be” ne­ben kost­ba­ren Glä­sern, Hä­ferln und Wachs­stö­cken sorg­sam auf­be­wahr­te.

Man­zen­rei­ter, Fe­lix: Kast­ner Bad Le­on­fel­den. Leb­zel­ter seit fünf Jahr­hun­der­ten. Ried im Inn­kreis: Mo­ser­bau­er Ver­lag 2001.

Bis in die Zeit Bis­marcks hin­ein war die ty­pi­sche Form des Leb­ku­chen­man­nes im deutsch­spra­chi­gen Raum völ­lig un­be­kannt. Das än­der­te sich erst im Jahr 1875, als in der US-amerikanischen Zeit­schrift St. Ni­cho­las Ma­ga­zi­ne das Mär­chen „The Gin­ger­b­read Man“ er­schien. Dar­in flieht ein frisch ge­ba­cke­ner Leb­ku­chen­mann aus dem Ofen ei­ner al­ten Frau – um sei­nem sü­ßen Schick­sal zu ent­kom­men.

🍪 Der Leb­ku­chen­mann rief: „Run, run, as fast as you can! You can’t catch me, I’m the Gin­ger­b­read Man!“

Am Ende der Ge­schich­te ge­rät der zu­ge­knöpf­te, teils gla­sier­te Ho­nig­ku­chen­mann in die Fän­ge ei­nes lis­ti­gen Fuch­ses – und wird schließ­lich doch ge­fres­sen. „Was für ein trau­ri­ges Ende“, mag man heu­te den­ken. Doch in ei­ner Zeit, in der Kin­der zu Weih­nach­ten noch Zinn­sol­da­ten und De­gen ge­schenkt be­ka­men, war ein Hap­py End eher un­üb­lich. Spä­te­re Nach­er­zäh­lun­gen⁵ ga­ben dem Mär­chen ei­nen sanf­te­ren Aus­gang.

🍪 If you see a Gin­ger­b­read Man pass you by run­ning, do not try to catch him, be­cau­se he is the Gin­ger­b­read Man, and no­bo­dy can ever catch him.“

Die Szene liegt in warmem, sanft gedämpftem Licht, als hätte jemand die Stille eines frühen Winterabends eingefangen. Alles wirkt von einem goldgelblichen Schimmer überzogen – nicht grell, sondern leise leuchtend, beinahe so, als sei der Raum selbst aus Honiglicht gewebt. Im Hintergrund thront ein liebevoll gearbeitetes Lebkuchenhaus aus Papier. Seine Fassaden bestehen aus feinen Kartonflächen, die Fenster sind mit transluzentem Transparentpapier hinterlegt, weiß gerahmt, fast wie Zuckerglas. Dahinter glimmen zwei elektrische Teelichter, deren warmer Schein das Haus von innen heraus zum Strahlen bringt. Durch die gedimmte Studiobeleuchtung treten diese Lichtpunkte umso stärker hervor und verleihen dem gesamten Arrangement eine märchenhafte Tiefe. Im Vordergrund, leicht versetzt, steht der vertraute Lebkuchenmann mit seinem siennafarbenen Flechtkorb – das Herzstück der Komposition. Sein Korb ist bis zum Rand gefüllt mit frisch gebackenen Vanillekipferln, die Veronika Helga Vetter selbst hergestellt hat. Die Kipferl liegen locker geschichtet, hellgolden, zart bemehlt, so realistisch, dass man den Duft förmlich zu riechen meint. Das warme Braun des Korbes harmoniert perfekt mit dem cremigen Ton des Gebäcks, wodurch das Ensemble ruhig und geerdet wirkt. Hinter und um die Hauptfiguren herum breitet sich ein kleiner weihnachtlicher Zauberwald aus. Zwischen dem Lebkuchenhaus und dem Korbmann stehen verschiedene Christbäume – einige gefertigt aus weichem Chenilledraht, die von Kunstschnee überzogen in kleinen braunen Töpfchen wurzeln. Dazwischen funkeln Origami-Bäumchen aus grünem Papier, die mit winzigen Glitzerpartikeln bestäubt wurden. Dieses Zusammenspiel aus Textur, Glanz und Form schafft ein harmonisches Winterbild zwischen Handwerk und Fantasie. In den freien Flächen des Arrangements schimmern kleine Geschenkverpackungen, diesmal in Vanille- und Rottönen, mit goldenen Schleifen, wie zufällig, aber doch mit Blick für Balance arrangiert. Ganz vorne rechts ist ein Papierschlitten zu sehen, halb im Anschnitt, auf dessen Sitzfläche eines der Päckchen ruht – ein stilles Symbol für Bewegung und Erwartung. Diese Komposition ist mehr als nur Dekoration; sie erzählt von Licht, Handwerk und Geduld. Das Arrangement stammt von Veronika Helga Vetter, österreichische Papier- und Webkünstlerin seit 2012, deren Werke den Zauber von Weihnachtsduft und Bastelkunst in eine feine, poetische Bildsprache übersetzen. Weihnachten auf GWS2.de

Heu­te ent­fal­ten Leb­ku­chen­män­ner in Deutsch­land den­sel­ben Weih­nachts­zau­ber wie Christ­baum­ku­geln oder Ad­vents­krän­ze.

  • Wer in der Ad­vents­zeit Plätz­chen backt und ver­schenkt, kennt das Di­lem­ma: „Wie ver­pa­cke ich mei­ne Le­cker­bis­sen hübsch, ohne gleich eine hal­be Keks­do­se zu ver­schen­ken?“

Tup­per­ware wirkt we­nig fest­lich, und die nost­al­gi­schen Me­tall­do­sen wer­den Jahr für Jahr teu­rer. Doch es gibt eine krea­ti­ve und char­man­te Al­ter­na­ti­ve: mein Leb­ku­chen­männ­chen mit ge­floch­te­nem Korb – blitz­schnell ge­bas­telt aus Ton­pa­pier und sta­bi­ler Grau­pap­pe.

📦 Maße: Der Leb­ku­chen­mann ist ca. 11 cm hoch. Der Korb misst 10,5 cm in der Brei­te und 6 cm in der Höhe – per­fekt, um ein paar selbst ge­ba­cke­ne Plätz­chen stil­voll zu ver­schen­ken.

Plätzchenkorb basteln

Der Bas­tel­spaß be­ginnt mit dem Aus­dru­cken mei­ner PDF-Scha­blo­ne. Nach dem Aus­schnei­den der fünf Schnitt­mus­ter wird die Bo­den­plat­te auf zwei Mil­li­me­ter di­cke Grau­pap­pe über­tra­gen – sie bil­det den sta­bi­len So­ckel für den ge­floch­te­nen Korb.

Ma­te­ri­al­be­darf für den Korb:
🧶 24 Strän­ge à 10 cm × 0,8 cm – für die senk­rech­ten Stre­ben.
🧵 7 Strän­ge à 40 cm × 0,8 cm – für die waag­rech­ten Flecht­rei­hen.

Die Collage zeigt in vier aufeinanderfolgenden Motiven die Entstehung des Papierkorbes, der später den Lebkuchenmann trägt. Im ersten Bild oben links liegt die Basis bereit: ein kräftig pinkfarbener Boden aus Tonpapier, von dem rundum schmale orangefarbene Streifen ausgehen. Sie sind exakt zugeschnitten und gleichmäßig verteilt – ein geometrisches Raster, das den Grundkörper des Korbes vorgibt. Die Komposition wirkt klar und konstruiert, wie ein Bauplan aus Farbe und Rhythmus. Oben rechts ist der nächste Arbeitsschritt zu sehen. Ein erster violetter Streifen wird über und unter die senkrechten Bahnen geführt. Der Beginn des Flechtmusters zeichnet sich ab, und man erkennt, wie sich die Form vom zweidimensionalen Plan in ein dreidimensionales Geflecht verwandelt. Das Farbspiel aus Orange, Pink und Violett erzeugt Tiefe und Spannung, beinahe wie bei einer Textilarbeit. Unten links zeigt sich, wie die Struktur wächst: Die senkrechten Elemente stehen bereits leicht nach oben, das Flechtwerk wird dichter, die Flächen beginnen, sich zu wölben. Die Streifen verlaufen präzise, sauber aneinandergelegt – kein Überstand, keine Unruhe. Die Ordnung, mit der gearbeitet wurde, vermittelt handwerkliche Ruhe. Im letzten Ausschnitt unten rechts wölbt sich der Korb weiter nach oben. Ein violetter Streifen wird gerade sorgfältig zwischen die stehenden Bahnen geschoben. Es ist der Moment, in dem sich Funktion und Ästhetik begegnen – der Korb bekommt Stabilität, Form und Ausdruck zugleich. Diese Bildserie stammt von der österreichischen Papier- und Webkünstlerin Veronika Helga Vetter, die seit 2012 filigrane Basteltechniken mit künstlerischer Präzision dokumentiert. Ihre Fotografien sind nicht nur Anleitung, sondern auch visuelle Erzählung: Sie machen sichtbar, wie aus einfachen Streifen eine tragfähige Struktur entsteht – handwerklich exakt, farblich harmonisch und mit einem leisen Hauch von Weihnachtsmagie. GWS2.de - November 2025

An je­der Kan­te der Bo­den­plat­te wer­den zu­nächst sechs Strei­fen in gleich­mä­ßi­gem Ab­stand be­fes­tigt. Da­bei soll­te dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass die En­den etwa 1,5 cm auf dem Fun­da­ment auf­lie­gen und sorg­fäl­tig ver­klebt sind – nur so er­hält der Korb spä­ter die not­wen­di­ge Sta­bi­li­tät.

  • Nach dem Wen­den des So­ckels und dem Auf­rich­ten der senk­rech­ten Ele­men­te lässt sich der ers­te lan­ge Pa­pier­strei­fen waa­ge­recht ein­flech­ten.

So­bald die ers­te Rei­he ein­mal rund­um ver­läuft, wird das Ende über­lap­pend fi­xiert.

Bastelanleitung Papierkorb (geflochten): Oben links: Ein kleiner Korb aus Tonpapier zeigt seine frisch geflochtene Haut. Orange und Violett greifen wie Schachfelder ineinander, Reihe für Reihe, eng anliegend um die Ecke gelegt. Die Kanten wirken wie gebügelt, der Boden sitzt plan, und die senkrechten Streifen stehen noch wie ein zarter Wald nach oben – bereit, die nächsten Bahnen zu empfangen. Man spürt fast, wie jede Reihe den Körper straffer zieht und der Würfel langsam zur Schale wird. Oben rechts: Eine Nahaufnahme der Arbeit in Bewegung. Zwischen die stehenden Streifen wird eine weitere Bahn geschoben; ein flaches Werkzeug führt sie behutsam unter die bereits liegenden Lagen. Man sieht die Logik des Musters: drüber, drunter, drüber – ein gleichmäßiger Puls. Die Papieroberflächen sind matt und samtig, die Übergänge präzise; nichts wölbt, nichts franst. Hier entsteht Stabilität aus Rhythmus. Unten: Die Collage schließt mit der poetischen Technikaufnahme: Der Korb ist leicht gekippt, der Boden in warmem Orange füllt die Fläche, während das Werkzeug erneut eine Bahn sauber unterhebt. Kleine, exakt gesetzte Knicke an der Kante verraten, wo das Papier lenkt und wo es folgt. Das Geflecht wirkt jetzt geschlossen, klar definiert, als hätte es eine eigene Grammatik – jedes Band ein Satz, jede Ecke ein sorgfältig gesetztes Satzzeichen. Das Ergebnis: ein leichter, doch belastbarer Körper, der Form und Farbe zu einem ruhigen, weihnachtlichen Takt vereint. Bildcollage von Veronika Helga Vetter - GWS2.de November 2025

Beim Ein­ar­bei­ten des zwei­ten Strei­fens gilt es, die­sen in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rei­hen­fol­ge durch die senk­rech­ten Bah­nen zu füh­ren. Da­durch ent­steht ein har­mo­ni­sches Flecht­mus­ter und gleich­zei­tig zu­sätz­li­che Fes­tig­keit. Sind alle Pa­pier­la­gen ver­ar­bei­tet, wer­den die über­ste­hen­den En­den leicht ge­kürzt und sau­ber über die ho­ri­zon­ta­len Rei­hen ge­klebt. Ab­schlie­ßend emp­fiehlt es sich, mit Hil­fe der Scha­blo­ne eine zwei­te Bo­den­plat­te aus Ton­pa­pier an­zu­fer­ti­gen. Die­se ver­deckt die 24 Kle­be­stel­len am un­te­ren Rand und ver­leiht dem klei­nen Korb ein be­son­ders sau­be­res, hand­werk­lich an­mu­ten­des Er­schei­nungs­bild.

Anleitung Papierkorb flechten: Auf der linken Bildhälfte ist die Herstellung der Bordüre im Detail zu sehen. Zwei unterschiedlich farbige Tonpapierstreifen – einer in Orange, der andere in kräftigem Violett – sind diagonal miteinander verschlungen. Der violette Streifen verläuft dabei in einem etwa 45-Grad-Winkel über den orangefarbenen Grundstreifen, wodurch ein gleichmäßiges, diagonal gestreiftes Muster entsteht. Die sauberen Kanten und der präzise Winkel verdeutlichen, wie die Bordüre ihre charakteristische Optik erhält. Auf der rechten Seite wird das fertige Ergebnis gezeigt: Die geflochtene Korbwand aus orange-violetten Papierstreifen schließt am oberen Rand mit der zuvor gefertigten Bordüre ab. Diese umrahmt das Körbchen wie ein feiner Zierstreifen und betont die gleichmäßige Flechtstruktur. Das Zusammenspiel der beiden Farben verleiht dem Werk ein lebendiges, harmonisches Erscheinungsbild und rundet den gesamten Aufbau optisch ab. Fotos und Umsetzung: Veronika Helga Vetter – Papier- und Webkünstlerin seit 2012.

Zum Schluss er­hält der Korb eine klei­ne Be­son­der­heit; eine de­ko­ra­ti­ve Bor­dü­re. Da­für wird ein Ton­kar­ton­strei­fen mit den Ma­ßen 0,8 × 40 cm zu­ge­schnit­ten und mit ei­nem zwei­ten, gleich brei­ten Strei­fen um­wi­ckelt. Auf die­se Wei­se ent­steht eine sta­bi­le und op­tisch an­spre­chen­de Kan­te, die das Ge­samt­bild ab­run­det.

💡 Tipp: Der zwei­te Strei­fen soll­te in ei­nem Win­kel von etwa 45 Grad um den ers­ten ge­wi­ckelt wer­den. Das er­zeugt ein gleich­mä­ßi­ges, dia­go­na­les Mus­ter.

Der fer­tig ver­stärk­te Strei­fen wird an­schlie­ßend am obe­ren äu­ße­ren Rand be­fes­tigt. Da­durch er­hält das Körb­chen nicht nur zu­sätz­li­che Sta­bi­li­tät, son­dern auch ei­nen sau­be­ren, pro­fes­sio­nel­len Ab­schluss.

Der Lebkuchenmann (m/w)

Zum Ab­schluss ent­steht der freund­li­che Leb­ku­chen­mann be­zie­hungs­wei­se die pas­sen­de Leb­ku­chen­frau nach der bei­lie­gen­den Scha­blo­ne. Bei­de Fi­gu­ren un­ter­schei­den sich in den De­tails – bei der weib­li­chen Va­ri­an­te durch fei­ne Wim­pern, bei der männ­li­chen durch schlich­te­re Ge­sichts­zü­ge und ab­wei­chen­de Klei­dungs­mo­ti­ve.

Auf der linken Seite des Bildes wird liebevoll der letzte Feinschliff am Papierlebkuchen vorgenommen. Eine Hand führt einen rosafarbenen Acrylstift und setzt damit sanfte Akzente auf die Wangen des kleinen Kerlchens. Sein Gesicht wirkt lebendig und freundlich, die Augen glänzen, als würden sie Licht reflektieren, und das verschmitzte Lächeln lässt ihn beinahe echt erscheinen. Die weißen Zuckerglasur-Linien, die Arme und Beine umranden, wirken präzise gezogen und erinnern an die traditionelle Verzierung echter Lebkuchenfiguren. Der Kontrast zwischen dem warmen Braunton des Papiers und dem kühlen Rosa des Stifts schafft eine charmante, handwerkliche Spannung, die den Moment des Bastelns greifbar macht. Rechts im Bild steht das fertige Kunstwerk: der Lebkuchenmann sitzt stolz im geflochtenen Korb, als würde er dort auf seine süßen Gefährten warten. Die pastelligen Farben des Korbes – ein harmonisches Zusammenspiel aus Orange und Violett – bilden einen lebendigen Rahmen für die Figur. Der Lebkuchenmann trägt eine pink-weiße Fliege, die seinen verspielten Charakter unterstreicht, und seine Füße schmiegen sich leicht über den Rand des Korbes. Alles wirkt sorgfältig arrangiert, hell ausgeleuchtet und bis ins Detail durchdacht – eine Szene, die den Duft von Zuckerguss, Bastelpapier und Weihnachtsvorfreude fast greifbar macht. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - November 2025

💡 Tipp: Für mehr Sta­bi­li­tät lohnt es sich, zwei iden­ti­sche Leb­ku­chen­sil­hou­et­ten pass­ge­nau auf­ein­an­der­zu­kle­ben. Das­sel­be Vor­ge­hen gilt auch für die bei­den Fu­ß­ele­men­te.

Für die Ko­lo­ra­ti­on ka­men leuch­ten­de Acryl­stif­te zum Ein­satz, de­ren Glanz den Ein­druck er­weckt, als wäre der Pa­pier­leb­ku­chen mit fei­ner Zu­cker­gla­sur ver­ziert. Ab­schlie­ßend wird das un­te­re Drit­tel der Fi­gur – mit der farb­lo­sen Rück­sei­te vor­an – an der In­nen­sei­te des Kor­bes fi­xiert. Die Füße hin­ge­gen wer­den au­ßen an der ge­floch­te­nen Vor­der­sei­te an­ge­bracht und rei­chen von der Bor­dü­re bis etwa zur Korb­mit­te.

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¹Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Schatz­tru­he aus Kar­ton bas­teln - mor­sche Holz­kis­te aus der Ka­ri­bik. gws2.de (11/2025).
²Bil­ton, Sam: A Short Histo­ry of Gin­ger­b­read. english-heritage.org.uk (11/2025).
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⁵Fairy Ta­les and Sto­ries for Kids: The Gin­ger­b­read Man Fairy Ta­les and Bedti­me Sto­ries for Kids in Eng­lish. youtube.com (11/2025).

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