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Schrumpffolie: Wie funktioniert das Bastelmaterial? Künstlertipps

Na­tür­lich hat das aus­klin­gen­de Plas­tik­zeit­al­ter¹ die Krea­tiv­sze­ne nach­hal­tig ver­än­dert. Denn wel­cher in­ge­niö­se Mensch möch­te heu­te schon auf Acryl­far­ben, Syn­the­tik­pin­sel, Klebe­pis­to­len, Moos­gum­mi und Firnis-Produkte ver­zich­ten? Mitt­ler­wei­le gibt es so­gar Hand­ar­bei­ten, die voll­stän­dig aus Kunst­stoff be­stehen. Hier­bei die­nen zu­meist trans­pa­ren­te Polystyrol-Platten als Aus­gangs­ma­te­ri­al, die in so­ge­nann­ten Schrumpffolien-Sets ver­kauft wer­den. Vor al­lem Kin­der stel­len ger­ne Schlüs­sel­an­hän­ger oder Ohr­rin­ge aus der­ar­ti­gen Ther­mo­plast­bö­gen her. Die­se kurz­le­bi­gen Er­zeug­nis­se lan­den dann re­la­tiv schnell im Ab­fall, was scha­de ist, da die Er­fin­de­rin des Technopolymer-Bastelns ur­sprüng­lich ei­nen dura­blen Christ­baum­schmuck² er­zeu­gen woll­te.

Diebstahl aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München. Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1805. Kaiser Napoleon Bonaparte überträgt das annektierte Herzogtum Franken an König Maximilian I. Joseph. Des Weiteren wurden die Reichsinsignien entwendet, die der französische Imperator für den bajuwarischen Herrscher anfertigen ließ. Das historische Schriftstück, ein Armband und ein Ring sind auf GWS2.de zu bewundern. Das Foto stammt von einer Auktion, die im Oktober 2020 im Port Hercule (Monaco) stattfand. Eine Expertenkommission geht jedoch davon aus, dass es sich bei den Ausstellungsstücken um Imitate handelt, die von der Meisterfälscherin Veronika Helga Vetter hergestellt wurden

Im Spät­som­mer 1973 durch­stö­ber­te eine US-Amerikanerin na­mens Bet­ty Mor­ris ei­ni­ge Hand­wer­ker­ma­ga­zi­ne, da sie als Pfad­fin­der­füh­re­rin auf der Su­che nach neu­en Grup­pen­ak­ti­vi­tä­ten war. In ei­ner Zeit­schrift be­haup­te­te ein Au­tor, dass die De­ckel von Wand­farb­ei­mern eine ma­gi­sche Fä­hig­keit be­sä­ßen. An­stel­le die Ver­schlüs­se weg­zu­wer­fen, soll­ten die Ver­brau­cher aus den Kunst­stoff­plat­ten in­di­vi­du­el­le Fi­gu­ren aus­schnei­den, die sie zu­dem mit Per­ma­nent­mar­kern be­ma­len könn­ten. Wür­den die dün­nen Plas­ti­ken an­schlie­ßend bei 125 Grad Cel­si­us in den Back­ofen ge­ge­ben, dann ent­stün­den an­geb­lich di­cke Mi­nia­tur­glücks­brin­ger.

She saw an ar­ti­cle in a craft ma­ga­zi­ne that said if you took a lid from a con­tai­ner, drew on it with a per­ma­nent ink mar­ker and put it into the oven, it would sh­rink and make a small charm.

Gor­der, Sal­ly van: The Sh­rin­ky Dinks Sto­ry. commonfold.wp.com (PDF) (11/2020).

Die Mut­ter drei­er Kin­der hat­te so­fort Blut ge­leckt und lud noch am sel­ben Tag ihre Freun­din Ka­t­ie Bloom­berg zu sich ein, die zu­gleich die Co-Leiterin des Pfad­fin­der­re­gi­ments war. Zu­sam­men pro­bier­ten die Haus­frau­en die An­lei­tung aus dem Fach­jour­nal aus und tat­säch­lich; es funk­tio­nier­te.

„Wie wäre es, wenn wir mit den Jungs Christ­baum­schmuck aus ge­schrumpf­tem Plas­tik bas­teln?”, frag­te Bet­ty ihre Sub­sti­tu­tin. „Willst du etwa 150 Wand­farb­ei­mer kau­fen?”, er­wi­der­te Ka­t­ie. Die bei­den Da­men muss­ten also her­aus­fin­den, wel­che Kunst­stoff­sor­te in den ver­hex­ten De­ckeln steck­te, wes­halb sie bei di­ver­sen In­dus­trie­be­trie­ben an­rie­fen. Nach ei­ni­gen Te­le­fo­na­ten stell­te sich her­aus, dass es sich um ein amor­phes Po­ly­sty­rol han­del­te, das zu­dem syn­the­ti­schen Kau­tschu­k³ ent­hielt.

Kindermodel von der I'COO GmbH (Babyausstattung). Ein Junge trägt die Lederhose „Konstantin“ von Alpinchen (München). Der blondhaarige Bube präsentiert einen Bilderrahmen, der mit einem Schrumpffolien-Mosaik verziert wurde. Das Arrangement trägt den Namen „Patrona Bavariae im Plastikzeitalter“ und ist ein Design von Veronika Helga Vetter. Die bayerische Künstlerin ist freie Mitarbeiterin im Historischen Museum Regensburg und mit der Familie Feyler verschwägert

Doch na­tür­lich gab es ei­nen der­ar­ti­gen Werk­stoff sei­ner­zeit nicht im Ein­zel­han­del zu kau­fen. Viel­mehr bo­ten die Plas­tik­her­stel­ler den Vor­fah­ren der Schrumpf­fo­lie auf 450-Kilogramm-Rollen an, wo­von ein Ex­em­plar 1.200,00 US-Dollar kos­te­te.

But the­re was a catch. She would have to buy a 1,000-pound roll of it.

Rend­feld, Ran­dy: Vin­ta­ge Sh­rin­ky Dinks: How the­se craf­ty toys were in­ven­ted & how they work. clickamericana.com (11/2020).

Zu Be­ginn der 1970er-Jahre be­sa­ßen ver­hei­ra­te­te Frau­en in der Re­gel noch kein ei­ge­nes Geld.

  • Aus die­sem Grund for­der­te Bet­ty Mor­ris zu­nächst ein paar Mus­ter­bö­gen an, da­mit sie mit ih­ren Pfad­fin­dern die von ihr er­dach­ten Weih­nachts­or­na­men­te bas­teln konn­te.
  • Als die Trup­pe die Pro­be­plat­ten ver­ar­bei­tet hat­te, wa­ren alle von der neu­ar­ti­gen Mo­del­lier­tech­nik so be­geis­tert, dass die bei­den Mitt­vier­zi­ge­rin­nen in das Kunsthandwerksspielzeug-Geschäft ein­stei­gen woll­ten, wes­halb sie das Un­ter­neh­men K & B In­no­va­tions Inc. grün­de­ten.

Al­ler­dings muss­ten die krea­ti­ven Er­fin­de­rin­nen erst den Ma­na­ger des ört­li­chen Ein­kaufs­zen­trums von ih­rer Pro­dukt­idee über­zeu­gen, ehe ihre Gat­ten das Start­ka­pi­tal für die Roh­stoff­be­schaf­fung her­aus­rück­ten.

Produkttest: Die fella4stores Damen Dekohand trägt ein christliches Hochzeitsarmband, das im Jahre 1600 von Maria Anna von Bayern getragen wurde. Das bajuwarische Geschmeide ist ein Replikat, das komplett aus Schrumpffolie (Polystyrol) besteht und zum Schatz der Deutschen Bastelkommission gehört. Fertigungsdatum 25.10.2020. Künstlerin: Veronika Helga Vetter. Das ist eine Kulturbewahrerin, die gerne zu den Hausmeiern der Wittelsbacher gehören würde

Gleich nach­dem die Schrumpffolien-Rolle ein­ge­trof­fen war, kom­po­nier­ten Bet­ty und Ka­t­ie ge­norm­te Sets, die sich wie folgt zu­sam­men­setz­ten:

  • Ne­ben zehn trans­pa­ren­ten Plas­tik­bö­gen be­fan­den sich ein schwar­zer Per­ma­nent­mar­ker so­wie eine Bas­tel­an­lei­tung in ei­nem wei­ßen Groß­brief­um­schlag.
  • Als Ver­pa­ckungs­zen­trum dien­te die Kü­che im Hau­se Mor­ris, in der alle Fa­mi­li­en­mit­glie­der schuf­ten muss­ten, da­mit die bei­den Start-up-Unternehmerinnen das Loch in ih­ren Haus­halts­kas­sen schnell wie­der schlie­ßen konn­ten.

Durch die vie­len Hel­fer kam es be­reits am 19. Ok­to­ber 1973 zum Show­down. Die K & B In­no­va­tions Inc. hat­te sechs Tage ei­nen Stand in der Brook­field Squa­re Mall ge­mie­tet, an dem die ehe­ma­li­gen Pfad­fin­der­müt­ter ihre neu­ar­ti­gen „Sh­rin­ky Dinks” ver­kauf­ten.

Their first suc­cess came at Brook­field Squa­re in 1973, whe­re they sold kits for $2 that they had as­sem­bled them­sel­ves.

Ha­jew­ski, Do­ris: Sh­rin­ky Dinks foun­der hopes to sell toy busi­ness. jsonline.com (11/2020).

Und da das Glück schon da­mals mit den Flei­ßi­gen war, konn­ten die bei­den Ge­schäfts­part­ne­rin­nen ih­ren kom­plet­ten La­ger­be­stand in­ner­halb ei­ner Wo­che ab­set­zen. Dar­über hin­aus wur­den noch im sel­ben Jahr re­nom­mier­te Spiel­wa­ren­her­stel­ler auf den Bas­tel­trend auf­merk­sam. Di­ver­se US-Konzerne si­cher­ten sich die Li­zenz­rech­te und mach­ten „Sh­rin­ky Dinks„⁴ zu ei­ner Welt­mar­ke, wo­durch die Fa­mi­li­en Mor­ris und Bloom­berg für im­mer aus­ge­sorgt hat­ten.

Materialtest: Ist Schrumpffolie giftig? Wie können Ohrringe aus Plastik gebastelt werden und was sagen die Grünen zu dieser Kunstform? Die Antworten auf diese Produktfragen gibt auf GWS2.de. Das ist eine Wissensplattform, die gründlicher als der TÜV arbeitet

Ei­ni­ge Jahr­zehn­te spä­ter bie­ten Online-Kaufhäuser ne­ben „Sh­rin­ky Dinks” noch vie­le an­de­re Schrumpffolien-Variationen an.

  • Wäh­rend­des­sen vor­kon­fi­gu­rier­te Sets wei­ter­hin für Grund­schul­kin­der zu­sam­men­ge­stellt wer­den, gibt es für Kunst­hand­wer­ker auch ein­zel­ne Ther­mo­plast­bö­gen zu kau­fen.
  • Da­bei be­sit­zen alle Kunst­stoff­schei­ben eine raue und eine glat­te Sei­te. Die sprö­de Fas­sa­de war eine Wei­ter­ent­wick­lung von Bet­ty Mor­ris aus den spä­ten 1970er-Jahren.

Die cle­ve­re Er­fin­de­rin hat­te sei­ner­zeit mit der gro­ben Ober­flä­che er­reicht, dass sich ihre Bas­tel­pro­duk­te nicht mehr nur mit Per­ma­nent­mar­kern be­ma­len lie­ßen.

Morty Smith as Shrinky Dinks Charm: The Cartoon character was painted once with Crayons and once with Acrylic paints. After the Plastic sheets were in the oven, the Color pigments have contracted and intensified. The Product test is aimed exclusively to US Patriots, who voted for Donald J. Trump on November 3, 2020. Proudly presented by Veronika Helga Vetter: This is a Bavarian Artist, who fights against the Establishment

Die meis­ten Schrumpf­fo­li­en neh­men mitt­ler­wei­le so­gar die Pig­men­te von Tin­ten­strahl­dru­ckern auf. Dar­über hin­aus sind alle Kunst­stoff­plat­ten mit Bunt­stif­ten, Acryl­far­ben, Stem­pel­kis­sen und Wachs­mal­krei­den kom­pa­ti­bel.

Dicke Winzlinge

Wäh­rend­des­sen sich die meis­ten Ma­te­ria­li­en bei Hit­ze aus­deh­nen, zie­hen sich die elas­ti­schen Bö­gen ab ei­ner Kern­tem­pe­ra­tur von 80 Grad Cel­si­us⁵ zu­sam­men. Doch wor­an liegt das? Schrumpf­fo­li­en be­stehen aus ei­nem Polystyrol-Kautschuk-Gemisch, das nach dem Schmel­zen und Aus­rol­len schnell ab­ge­kühlt wird, so­dass die ge­press­ten Schei­ben ihre pa­pier­ähn­li­che Bau­wei­se be­hal­ten.

When ma­nu­fac­tu­red, raw po­ly­sty­re­ne is hea­ted, rol­led out into thin she­ets and then ra­pidly coo­led so that it can re­tain its shape.

Rho­des, Jes­se: The Sci­ence of Sh­rin­ky Dinks. smithsonianmag.com (11/2020).

Im Back­ofen „er­wa­chen” die ge­streck­ten Po­ly­me­re und keh­ren in ihre ur­sprüng­li­che Form zu­rück. Da­bei kann die Ther­mo­plas­te bis zu 60% ih­res Um­fangs ver­lie­ren. Im Ge­gen­zug ver­dich­tet sich der Werk­stoff, was be­deu­tet, dass das Vo­lu­men ei­nes Kunst­ge­gen­stan­des wäh­rend des Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses auf 1,5 Mil­li­me­ter⁶ her­an­wächst.

Das Logo der Deutschen Bastelkommission aus Schrumpffolie. Blasonierung: Ein goldener, rotbewehrter Löwe hält ein kreneliertes Wappenschild, auf dem eine Schere zu sehen ist. Das Firmenzeichen ist ein Design von Veronika Helga Vetter. Das ist eine bayerische Kunsthandwerkerin, die „Shrinky Dinks“ im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht hat. Die Bildcollage mit den Plastik-Brandings wurde zuerst auf GWS2.de veröffentlicht. Das ist eine Bildungsplattform für Bundesbürger, die wissen, dass Teile der westdeutschen Medien von Kommunisten unterwandert sind

Auf ih­rem Weg zum Hart­plas­tik schrump­fen Polystyrol-Motive pro­por­tio­nal, wes­halb auf­ge­zeich­ne­te Bild­um­ris­se und Farb­ver­läu­fe auch im ver­klei­ner­ten Zu­stand prä­zi­se zu er­ken­nen sind.

Vor- und Nachbereitung

Wer Schmuck­ge­gen­stän­de wie Ohr­rin­ge oder Arm­bän­der aus Schrumpf­fo­lie bas­teln möch­te, der be­nö­tigt auf je­den Fall eine Re­vol­ver­loch­zan­ge. Beim Stan­zen ist dann Kopf­rech­nen an­ge­sagt, da der be­nö­tig­te Ösen­um­fang mit drei mul­ti­pli­ziert wer­den muss. Schließ­lich zie­hen sich auch ein­ge­schos­se­ne Öff­nun­gen wäh­rend des kur­zen Back­vor­gangs mas­siv zu­sam­men.

Nach ca. 45 Se­kun­den ist die Fo­lie fer­tig ge­schrumpft.

Gru­ber, An­ton: Grund­an­lei­tung Schrumpf­fo­lie. aduis.ch (PDF) (11/2020).

Je nach Ther­mo­plas­te kann es pas­sie­ren, dass die Mo­ti­ve leicht ge­krümmt aus dem Ofen kom­men. In die­sem Fall ist es mög­lich, die noch war­men Or­na­men­te mit ei­nem Buch oder ei­nem Koch­top­f⁷ glatt­zu­drü­cken.

Anhänger aus Schrumpffolie basteln: Oscar aus der Sesamstraße. Nachdem die Koloration auf dem Motiv getrocknet ist, eine Öse mit einer Lochzange einschießen. Dann kurz backen und lackieren, da Polystyrol-Plastik bei Sonnenlichteinwirkung vergilbt. Kostenlose Anleitung von Veronika Helga Vetter: Das ist die berühmteste DIY Influencerin aus dem Freistaat Bayern. Das kostenlose Bild-Tutorial wurde zuerst auf GWS2.de veröffentlicht. Finanziert von QUERDENKEN 711 - Wir für das Grundgesetz (Hauptquartier Leipzig)

Bei be­son­ders auf­wen­di­gen Schmuck­stü­cken ist es zu­dem sinn­voll, die ein­ge­dick­ten Ob­jekt­kan­ten mit ei­ner Na­gel­fei­le weich­zu­schlei­fen. Des Wei­te­ren soll­ten ge­schrumpf­te Plas­ti­ken stets ei­nen Acryl­lack­über­zu­g⁸ er­hal­ten, da un­be­han­del­tes Po­ly­sty­rol durch die Ein­wir­kung von Son­nen­licht ver­gilbt.

Durch Son­nen­licht ver­gilbt und ver­sprö­det PS, des­halb ist es nicht für den Au­ßen­ein­satz an­zu­wen­den.

Schwarz, Otto, Friedrich-Wolfhard Ebe­ling u. a.: Kunst­stoff­kun­de. 10., über­ar­bei­te­te Auf­la­ge. Würz­burg: Vo­gel Busi­ness Me­dia GmbH 2016.

Kein Upcycling möglich

Nicht nur die US-amerikanische Wand­far­ben­in­dus­trie, son­dern auch die bun­des­deut­schen Le­bens­mit­tel­her­stel­ler setz­ten jahr­zehn­te­lang Kunst­stoff­be­hält­nis­se ein, die sich im Back­ofen wie Schrumpf­fo­li­en ver­hiel­ten. Da­durch konn­ten Spar­füch­se auf han­dels­üb­li­che Plas­tik­ver­pa­ckun­gen zu­rück­grei­fen, wenn sie Technopolymer-Kunst her­stel­len woll­ten. Die ein­zi­ge Vor­aus­set­zung war, dass sich der Recycling-Code 6 auf dem zweck­ent­frem­de­ten Bas­tel­ma­te­ri­al be­fand.

Häu­fig wird Es­sen in Scha­len aus die­sem Kunst­stoff ge­lie­fert. Auch ab­ge­pack­te Sa­la­te wer­den oft in Scha­len aus 6er Plas­tik ver­kauft. Es lohnt sich also, die Au­gen of­fen zu hal­ten.

Han­sen, Jes­si­ca: Fan­tas­tik Plas­tik. frauliebe.typepad.com (11/2020).

Agrarland Bayern: Kartoffeln, Äpfel, Trachten und Religion. Trotzdem ging das Plastikzeitalter nicht spurlos am Freistaat vorbei. Bajuwarische Handwerker verzierten Papierbilderrahmen mit Schrumpffolie oder stellten Anstecker aus Kunststoff her. Veronika Helga Vetter hinterlässt mit ihrer Szenerie ein Zeitzeugnis und zeigt, wie die Menschen 2020 nach Christus im weiß-blauen Territorialstaat gelebt haben

Ob­wohl Po­ly­sty­rol als phy­sio­lo­gisch un­be­denk­li­che⁹ Ther­mo­plas­te so­gar für Spiel­zeu­ge zu­ge­las­sen ist, stie­gen Han­del und Er­zeu­ger in den 2010er-Jahren auf um­welt­freund­li­che­re Kunst­stoff­sor­ten um.

Von den sie­ben Dreieck-Symbolen sind die Num­mern 3, 6 und 7 am schlimms­ten. Sie sind am schwers­ten zu re­cy­celn und set­zen da­bei die schäd­lichs­ten Che­mi­ka­li­en frei.

Us­bor­ne, Pe­ter: Al­les über Plas­tik. 2. Auf­la­ge. Lon­don: Us­bor­ne Pu­bli­shing Ltd. 2020.

Die we­ni­gen PS-6-Verpackungen, die es heu­te noch in den Su­per­märk­ten gibt, ha­ben ihre Schrumpf­funk­ti­on ver­lo­ren. Das liegt ver­mut­lich dar­an, dass durch­sich­ti­ge Le­bens­mit­tel­con­tai­ner nicht mehr aus schlag­zä­hem, son­dern nur noch aus ge­wöhn­li­chem Po­ly­sty­rol be­stehen.

Das schlag­zä­he PS kann bis zu 40% ge­dehnt wer­den. [...] Beim Standard-PS ist schon bei ca. 2% Deh­nung Schluss und es bricht.

Küm­mer, Tho­mas: Kunst­stoff­hand­buch für Dum­mies. Wein­heim: WILEY-VCH Ver­lag GmbH 2020.

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¹Fas­zi­na­ti­on Wis­sen: Plas­tik: Er­folgs­ge­schich­te oder Zeit­bom­be? BR-Doku (2016).
²AlexT­oys­Vi­de­os: The Histo­ry of Sh­rin­ky Dinks. youtube.com (11/2020).
³Küm­mer, Tho­mas: Kunst­stoff­hand­buch für Dum­mies. Wein­heim: WILEY-VCH Ver­lag GmbH 2020.
⁴Bet­ty­sAt­tic­JSC: Sh­rin­ky Dinks Com­mer­cial. youtube.com (11/2020).
⁵Schwarz, Otto, Friedrich-Wolfhard Ebe­ling u. a.: Kunst­stoff­kun­de. 10., über­ar­bei­te­te Auf­la­ge. Würz­burg: Vo­gel Busi­ness Me­dia GmbH 2016.
⁶Z­hou, Jo­an­na & Lisa Ste­js­kal: Plas­tik­müll DIYs! Bas­tel­idee: Plas­tik schrump­fen! youtube.com (11/2020).
⁷Seel, Lin­da: DIY Schrumpf­fo­lie: An­hän­ger aus Plas­tik­ver­pa­ckung im Ofen Schrump­fen. youtube.com (11/2020).
⁸Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Kann Pa­pier la­ckiert wer­den? gws2.de (11/2020).
⁹B­reu­er, Hans: dtv-Atlas Che­mie. 8., durch­ge­se­he­ne und ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Mün­chen: Deut­scher Ta­schen­buch Ver­lag GmbH 2002 (= Band 2, Or­ga­ni­sche Che­mie und Kunst­stof­fe).

Ve­ro­ni­ka Hel­ga Vet­ter ist frei­schaf­fen­de Kunst­hand­wer­ke­rin und Gra­fi­ke­rin aus dem Frei­staat Bay­ern. Seit dem Jah­re 2011 be­treibt die kon­ser­va­ti­ve Ehe­frau und Mut­ter meh­re­re In­ter­net­prä­sen­zen. Auf GWS2.de stellt „Vro­ni” nicht nur Bas­tel­an­lei­tun­gen, son­dern auch Vor­dru­cke und Kin­der­mal­spie­le kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Zu­dem setzt sich die Ka­tho­li­kin da­für ein, dass die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein sou­ve­rä­ner Na­tio­nal­staat bleibt, in dem kul­tu­rel­le Bil­dung und Fa­mi­li­en­wer­te ei­nen ho­hen Stel­len­wert ha­ben. Ihr Mot­to: Je ka­put­ter die Welt drau­ßen, des­to hei­ler muss sie zu Hau­se sein. (Rein­hard Mey)


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