GWS2.de: Kunst, Papier und Vordrucke seit 2011 A. D.

Dinosaurier basteln - T-Rex als Stecktier

Mit zwölf Me­tern Höhe, war der T-Rex der Kö­nig der Di­no­sau­ri­er sei­ner­zeit und stand an der Spit­ze der Nah­rungs­ket­te. Die Ske­let­te in Mu­se­en wir­ken ma­jes­tä­tisch, furcht­erre­gend und be­ein­dru­ckend zu­gleich, aus die­sem Grund habe ich dar­aus ein Pa­pier­mo­dell ge­bas­telt. Mein Di­no­sau­ri­er ist ein Steck­tier, wel­ches ohne Kle­ber zu­sam­men­ge­baut wer­den kann.

Bild von T-Rex aus Papier

Der T-Rex ist 13 Zen­ti­me­ter hoch und 14 Zen­ti­me­ter lang. Die gro­ße Be­son­der­heit an die­sem Steck­tier ist, dass es auf­recht ste­hen kann und durch die Bein­hal­tung und den Schwanz sta­bi­li­siert wird. Es wird au­ßer­dem kein Trop­fen Kle­ber be­nö­tigt.

Dinosaurier bietet viel Schneidespaß

Ausgeschnittene Papierteile zum Zusammenbau eines DinosauriersAls Bas­tel­ma­te­ri­al ver­wen­de­te ich für das Ske­lett ein gift­grü­nes und für die Kno­chen ein oran­ge­far­be­nes Ton­pa­pier mit ei­ner Gram­ma­tur von 300 g/m². Als Werk­zeu­ge be­nö­ti­gen Sie nur ein Bas­tel­mes­ser mit ei­ner schnitt­fes­ten Un­ter­la­ge oder al­ter­na­tiv eine klei­ne Spitz­sche­re und mei­ne DIN A4 Bas­tel­scha­blo­ne, wel­che Sie ein­fach nur aus­dru­cken müs­sen.

Bild vom Ausschneiden vom Kopf eines PapierdinosauriersIns­ge­samt be­steht der Pa­pier­di­no­sau­ri­er aus 22 Ein­zel­tei­len, die es aus­zu­schnei­den gilt. Wäh­rend­des­sen der T-Rex-Kopf eher zur Zier­de wei­ter mit dem Bas­tel­mes­ser be­ar­bei­tet wird, se­hen Sie auf der Scha­blo­ne wel­che Ele­men­te wie tief ein­ge­schnit­ten wer­den müs­sen, da­mit die­se zu­sam­men­steck­bar wer­den. Ha­ben Sie die Vorbereitungs- und Schnei­de­ar­beit ab­ge­schlos­sen, be­ginnt be­reits der Zu­sam­men­bau des Steck­tiers.

T-Rex aus Papier zusammenstecken

Bilder vom Zusammenstecken eines DinosaurierkopfesDas Zu­sam­men­ste­cken be­ginnt mit dem Di­no­sau­ri­er­hals. Dar­an wird eine Art Querträ­ger (Zun­ge) ein­ge­scho­ben und im An­schluss die bei­den Sei­ten­tei­le des Schä­dels. Vom Hals ab­wärts wer­den an­schlie­ßend fünf Rip­pen, wel­che nach un­ten hin grö­ßer wer­den, an­ge­steckt. An Rip­pe Num­mer drei, steck­te ich die bei­den Arme des T-Rex.

Bild vom Stecken des Hinterteils eines T-Rex-SkelettsDer Be­cken­kno­chen ver­bin­det den Di­no­sau­ri­er­hals mit dem Schwanz. Von jetzt an ist das Zu­sam­men­ste­cken kein Pro­blem mehr. Die bei­den lan­gen Bei­ne wer­den ans Be­cken ge­steckt und der Schwanz be­kommt noch sechs Quer­rip­pen, wel­che nach un­ten hin klei­ner wer­den ein­ge­scho­ben. Das Steck­tier kann nun auf­ge­stellt wer­den. Die Bei­ne sind auf der Scha­blo­ne be­reits so in Stel­lung ge­bracht, dass sich das Ge­wicht auf die­se und den Schwanz ver­teilt und der Di­no­sau­ri­er auf­recht ste­hen kann.

Kleine Papierknochen als letztes Gimmick

Bild von PapierknochenAuf der Bas­tel­scha­blo­ne be­fin­den sich des Wei­te­ren noch Pa­pier­kno­chen in un­ter­schied­li­chen Grö­ßen. Na­tür­lich kön­nen die Kno­chen auch ge­steckt wer­den und be­nö­ti­gen kei­nen Kle­ber. Als Kon­trast zum fast schon gift­grü­nen T-Rex ver­wen­de­te ich da­für oran­ge­far­be­nes Ton­pa­pier. Als net­tes Gim­mick steck­te ich mei­nem Di­no­sau­ri­er ei­nen Kno­chen in sei­nen Mund.

Armer T-Rex und Fazit

Der T-Rex war in Wahr­heit wohl gar kei­ne al­les­fres­sen­de Kil­ler­ma­schi­ne wie bis­her an­ge­nom­men. Die­ses Bild hat sich durch Ste­ven Spiel­bergs gran­dio­sen Film­hit Ju­ras­sic Park (1993), wel­chen ich als Kind auch mehr­mals ge­se­hen habe, ziem­lich ma­ni­fes­tiert. Die­ser Di­no­sau­ri­er ist nach neue­ren Er­kennt­nis­sen ein Aas­fres­ser ge­we­sen, der oft mit Pa­ra­si­ten zu kämp­fen hat­te.

Dies kann mei­nem Pa­pier­di­no­sau­ri­er nicht pas­sie­ren. Für das Bas­tel­mo­tiv soll­ten Sie mit 45 Mi­nu­ten Bas­tel­zeit rech­nen und vor­her Ihre Hand­ge­len­ke or­dent­lich lo­ckern, denn das Mo­tiv for­dert viel Schnei­de­ar­beit.

Ver­wand­te The­men:

Ele­fant - Steck­tier
Schnei­de­spiel - Aus­schnei­den üben

Buntstifte zum Basteln

Mit Bunt­stif­ten aus Holz kom­men wir für ge­wöhn­lich sehr früh in Be­rüh­rung. Schon im Klein­kind­al­ter hat man uns ein Mal­heft und Bunt­stif­te in die Hand ge­drückt und uns die ers­te Stil­l­ar­beit auf­ge­ge­ben. Als Bast­ler ge­hört die­se Art Stift zur Grund­aus­stat­tung und ich möch­te Ih­nen die At­tri­bu­te zu­sam­men­fas­sen, auf die Sie beim Kauf ach­ten soll­ten.

Bild von Buntstiften für Bastler

Mine sehr wichtig für gute Buntstifte

Ein Bunt­stift be­steht prin­zi­pi­ell nur aus ei­ner Mine und Holz und auf die­se bei­den Be­stand­tei­le kommt es für Bast­ler be­son­ders an.

  • Eine Buntstift-Mine be­steht aus Kao­lin (wei­ße Ton­er­de), Wachs und Farb­pig­men­ten und die­se sind ent­schei­dend. Die Farb­pig­men­te sind der Haupt­fak­tor für die un­ter­schied­li­chen Prei­se von Bunt­stif­ten.
  • Wie ge­nau die Farb­pig­men­te her­ge­stellt wer­den, dar­über schwei­gen sich die Her­stel­ler na­tür­lich aus. Die Zeit­schrift ÖKO-TEST fand her­aus, dass man­che Pig­men­te ei­nen Stoff Na­mens Ani­lin ent­hal­ten, wel­cher un­ter dem Ver­dacht steht, Krebs zu er­zeu­gen.

  • Als Bast­ler soll­ten Sie in je­dem Fal­le dar­auf ach­ten, dass die Buntstift-Mine licht­echt, was­ser­ver­mal­bar, für glat­te Ober­flä­chen, weich und misch­bar ist. Da­mit kön­nen Sie auch auf Bas­tel­mo­ti­ve ma­len, die be­reits mit Glit­ter Glue bzw. Deco Spray oder Pa­per Pens be­han­delt wur­den.

Die drei Be­stand­tei­le der Mine wer­den nach dem Wie­gen ver­mischt und er­hitzt, es ent­steht eine zäh­flüs­si­ge Pas­te. Die­se Flüs­sig­keit wird durch ein klei­nes Loch, wel­ches den Durch­mes­ser be­stimmt in eine Form ge­drückt. Im An­schluss wer­den die Mi­nen ge­brannt und so­mit fest. Eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Buntstift-Mine hält üb­ri­gens pro­blem­los ei­nen fron­ta­len Ham­mer­schlag aus, ohne da­bei zu bre­chen.

Welches Holz für Buntstifte?

Bild von Buntstiften in einem EtuiWir schwö­ren auf Bunt­stif­te aus Ze­dern­holz. Die­ses hell­brau­ne Holz ist weich, leicht und be­son­ders dicht­fa­se­rig. Die Stif­te soll­ten ein FSC-Siegel be­sit­zen, da­mit stam­men die­se aus nach­hal­ti­ger Forst­wirt­schaft. Eine Ma­schi­ne schnei­det in das Holz Fur­chen, die an­schlie­ßend mit Leim be­stri­chen wer­den. In eine Fur­che wird eine Mine ge­legt und mit ei­nem zwei­ten ge­furch­ten Holz­stück wie ein Sand­wich be­legt. Eine Pres­se ver­sie­gelt ab­schlie­ßend den Stift.

  • Die Form ei­nes Bunt­stifts, wel­che ein ma­schi­nel­ler Ho­bel in das Holz schnitzt, ist Glau­bens­sa­che. Wir sind der Mei­nung, dass sich mit ei­nem Bunt­stift mit sechs Kan­ten (He­xa­go­nal), im Ge­gen­satz zu ei­nem run­den Mo­dell, viel län­ger er­mü­dungs­frei ar­bei­ten lässt.
  • Wenn Ihre Kin­der auch mit Ih­ren Bunt­stif­ten bas­teln, soll­ten Sie von Mo­del­len mit La­ckie­rung ab­se­hen. In der La­ckie­rung be­fin­den sich oft­mals Phthalat-Weichmacher und Kin­der neh­men die Holz­ma­ler be­kannt­lich ger­ne in den Mund.

Preise, weitere Empfehlungen und Fazit

Bild von Buntstift-Minen

Wir drü­cken im­mer zu fest auf, wes­halb wir auch im­mer zu Bunt­stif­ten mit Minen-Schutzmantel grei­fen. Ein Set mit 12 Bunt­stif­ten, wel­che die­se und die oben ge­nann­ten Ei­gen­schaf­ten er­füllt, wor­in die Stif­te eine Län­ge von 17,5 Zen­ti­me­ter ha­ben, kos­tet in ei­nem Me­tal­l­etui zir­ka 10,00 Euro. Ein Bunt­stift kos­tet also über 0,80 Euro, ist da­für ein Pre­mi­um­pro­dukt und hält bei uns durch­schnitt­lich zwei Jah­re.

Wie Sie se­hen, ist ein prin­zi­pi­ell ba­na­ler Holz­stift ein viel­sei­ti­ges High-Tech-Produkt bei dem es viel zu be­ach­ten gibt. Tipp: Wenn Sie Bunt­stif­te für Ihre Kin­der kau­fen, ach­ten Sie auf die EN 71 Spiel­zeug­norm. Die­se Stif­te ha­ben dann zwar nicht so vie­le Fea­tures, da­für kön­nen Ihre Klei­nen ge­nüss­lich drauf rum kau­fen.

Ver­wand­te The­men:

Un­se­re Mal­spie­le für Kin­der
Was ist ein gu­ter Blei­stift?

Folienstifte - ein Bastelwerkzeug

Ver­schie­de­ne Fo­li­en­stif­te soll­ten sich bei je­dem Bast­ler im Haus­halt be­fin­den, denn die­ses Schreib­werk­zeug hat un­zäh­li­ge Ein­satz­ge­bie­te. Was wis­sen Sie ei­gent­lich über die­se un­schein­ba­ren Hel­fer? Ha­ben Sie sich schon ein­mal ge­fragt, war­um Fo­li­en­stif­te in der Re­gel güns­ti­ger sind als Bunt­stif­te? Wie die­ses Bas­tel­werk­zeug her­ge­stellt wird, was es für Un­ter­schie­de gibt und wel­che Ein­satz­ge­bie­te Fo­li­en­stif­te ha­ben, er­läu­te­re ich fol­gend.

Herstellung von Folienstiften

Bild von FolienstiftenEin Fo­li­en­stift ist ein Stift (Ahd. Dorn) der auf ei­ner Fo­lie (dün­ne Ober­flä­che aus Kunst­stoff oder Me­tall) schrei­ben kann. Die Hül­le ei­nes Fo­li­en­stifts be­steht aus drei Tei­len. Kap­pe, Stift­man­tel und Auf­füll­schacht am Ende (Plug) sind aus Po­ly­pro­py­len (PP). Da­durch hält die Plas­tik­hül­le Fet­te und Öle, so­wie Was­ser und Feuch­tig­keit ab. Des Wei­te­ren ist da­durch ein Fo­li­en­stift na­gel­fest und kann auch bei ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren ein­ge­setzt wer­den.

  • In der Mit­te ei­nes Fo­li­en­stifts be­fin­den sich zwei Tex­ti­li­en. Die Mine be­steht aus ei­nem be­son­de­ren Fa­ser­stoff. Die Zu­sam­men­set­zung hand­habt je­der Her­stel­ler an­ders.

  • Die rest­li­che Fo­li­en­stift­hül­le wird vom so­ge­nann­ten Polyster-Tampon aus­ge­füllt. Die­ses ist mit der Tin­te der je­wei­li­gen Far­be durch­tränkt.

Die­ser ein­fa­che Auf­bau ist der glei­che wie bei Filz­stif­ten. Der Plug drückt die Tin­te des Polyester-Tampons hin zur Mine. Vie­le Fo­li­en­stif­te sind, wird der Plug ent­fernt, auch wie­der auf­füll­bar. Die Her­stel­ler be­zie­hen die Po­ly­pro­py­len­tei­le meist schon fer­tig und fül­len nur noch die Tin­te ein, wes­halb ein Fo­li­en­stift auch güns­ti­ger ist als ein Holz­bunt­stift.

Geheimnis von Folienstiften ist die Tinte

Bild von zwei roten Folienstiften in non-permanentDie Tin­te ei­nes Fo­li­en­stifts wird als per­ma­nent oder non-permanent de­kla­riert. Je nach­dem ist die Tin­te fest oder wie­der absch­wasch­bar. Die Grund­la­ge ei­nes Per­ma­nent­mar­kers ist ben­zo­ider Koh­len­was­ser­stoff (Erd­öl­ba­sis). Die­se Tin­te ist un­emp­find­lich ge­gen Licht, Feuch­tig­keit und Be­rüh­rung und kann nur mit ei­nem spe­zi­el­len Ra­dier­gum­mi wie­der ent­fernt wer­den.

  • Die Tin­te von Non-permanent-Folienstiften ba­siert auf ver­gäll­tem Etha­nol (Spi­ri­tus) ist nicht licht­echt und ver­wischt bei ge­rin­ger Feuch­tig­keit. Frü­her wur­de Xy­lol als Lö­sungs­mit­tel ver­wen­det, wel­ches je­doch zu ge­sund­heit­li­chen Schä­den füh­ren konn­te.
  • Wäh­rend­des­sen Per­man­ten­mar­ker in al­len er­denk­li­chen Far­ben er­hält­lich und wie­der auf­füll­bar sind, gibt es Fo­li­en­stif­te mit ab­schwisch­ba­rer Tin­te nur in den Far­ben Schwarz, Grün, Rot und Blau.

Warum ist ein Folienstift ein Bastelwerkzeug?

Fürs Bas­teln wer­den Sie oft­mals um Per­ma­nent­mar­ker nicht her­um­kom­men, denn die­se Stif­te wer­den dort ein­ge­setzt, wo Fine­li­ner schei­tern. Beim Bas­teln mit al­ten CDs oder beim Be­schrif­ten von Ge­schenk­pa­pier oder Gold- und Sil­ber­fo­lie.  Wir be­nut­zen auch ab­wisch­ba­re Fo­li­en­stif­te, je­doch eher als Office-Material, um Flip­chart­pa­pier zu spa­ren.

Preise, Tipps, Erfahrung und Fazit

Ein Set aus vier Per­ma­nent­mar­kern in Rot, Grün, Schwarz und Blau mit ei­ner Mi­nen­stär­ke von zwei Mil­li­me­tern kos­tet zir­ka 4,00 Euro und ist für Bas­tel­zwe­cke völ­lig aus­rei­chend. Fo­li­en­stif­te die sich wie­der auf­fül­len las­sen sind teu­rer. Weil das Auf­fül­len un­se­rer Er­fah­rung nach we­nig er­gie­big und eine Saue­rei ist, zie­hen wir Stif­te ohne die­se Funk­ti­on vor. Die­se hal­ten bei uns den­noch über zwei Jah­re.

Beim Kauf soll­ten Sie auf eine form­sta­bi­le Mine und blo­ckier­te Spit­zen ach­ten. Da­durch lässt sich viel schö­ner schrei­ben bzw. bleibt die Schrift sym­me­tri­scher.  Wenn Sie beim Bas­teln ger­ne Ver­schluss­kap­pen of­fen las­sen wäre ein Fo­li­en­stift mit ISO 554 sehr hilf­reich, die­se trock­nen erst nach Ta­gen ein.

Ver­wand­te The­men:

Wo gibt es denn Flip­chart­pa­pier?