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„Du bist cool“ – kostenlose Ausmalvorlage als Freundschaftsgeschenk für Kinder

Ein­sam­keit. Ei­nes je­ner The­men, das Leit­me­di­en und Social-Media-Algorithmen in der zwei­ten Hälf­te der 2020er-Jahre zu­ver­läs­sig nach oben spü­len. Als Be­grün­dung dient häu­fig eine Zahl: 46 Pro­zen­t¹ der 16- bis 30-Jährigen in Deutsch­land füh­len sich ein­sam. Gleich­zei­tig ge­ben die Bun­des­bür­ger an, im Durch­schnitt 3,7 enge und 11 er­wei­ter­te Freund­schaf­ten² zu pfle­gen. Wie passt das zu­sam­men? Fragt man Grund­schul­kin­der, was Freund­schaft für sie aus­macht, nen­nen sie im­mer die­sel­ben Din­ge: Ge­mein­sa­me In­ter­es­sen, ge­gen­sei­ti­ges Ver­trau­en, Ehr­lich­kei­t³ und Ver­füg­bar­keit. Ohne es zu wis­sen, be­schrei­ben die ABC-Schützen da­mit ge­nau jene voll­kom­me­ne Freund­schaft, die be­reits Aris­to­te­les als tu­gend­haft de­fi­nier­te.

ℹ️ Nach Aris­to­te­les ist tu­gend­haf­te Freund­schaf­t⁴ die höchs­te Form der Freund­schaft: Sie ent­steht zwi­schen Men­schen, die ein­an­der um ih­rer selbst wil­len schät­zen und ge­mein­sam mo­ra­lisch wach­sen. Sie ist dau­er­haft, ge­gen­sei­tig und nicht auf Nut­zen oder Ver­gnü­gen re­du­ziert.

Wer sich ein­sam fühlt und den Mut hat, sei­ne so­zia­len Be­zie­hun­gen ehr­lich zu prü­fen, stellt fest, dass von vie­len Kon­tak­ten meist nur null bis zwei ech­te Freund­schaf­ten üb­rig blei­ben.

Bildbeschreibung – Produktfoto „Freundschafts-Labyrinth“ (gws2.de) Auf dem Foto ist eine fertig ausgemalte DIN-A4-Vorlage zum Thema Freundschaft in der Vor- und Grundschule (5–9 Jahre) zu sehen, liebevoll präsentiert in einem handgefertigten Bilderrahmen. Die zentrale Ausmalvorlage zeigt ein Labyrinth, das zu einem großen, graffitiartigen Schriftzug führt: „Du bist cool!“ Der Schriftzug ist in einem hellen Blau ausgemalt und bildet den emotionalen Mittelpunkt der Seite. Rund um das Labyrinth befinden sich zahlreiche Freundschafts-Symbole zum Ausmalen, darunter: zwei Autos, die sich vorne sanft berühren zwei Briefe mit Weltraummotiven (Brieffreundschaft) zwei „Brofist“-Hände zwei perfekt ineinander passende Puzzleteile gemeinsame Aktivitäten wie Bowling (zwei Kegel mit Kugel) ein Gamecontroller als Symbol für gemeinsames Spielen Alle Motive sind bewusst schwarz-weiß gestaltet, sodass die Vorlage ausgedruckt und individuell ausgemalt werden kann. Oben auf der Seite befindet sich eine Wolke mit der Aufschrift „FÜR“, in die der Name des Freundes oder der Freundin eingetragen werden kann. So entsteht ein persönliches, selbstgemachtes Geschenk – ideal für Valentinstag, Freundschaftstag oder Geburtstage. Bilderrahmen & Farbkonzept Die ausgemalte DIN-A4-Seite steckt in einem handgefertigten Bilderrahmen, der aus bemalten Holz-Eisstielen besteht. Die Farben des Rahmens sind regenbogenartig, aber bewusst pastellig gehalten, darunter: Gelb Hellblau Lila Magenta ein sehr sanftes Orange Die Farben erinnern an Eisstiele im Sommer und sind so abgestimmt, dass sie das Bild unterstützen, ohne es zu dominieren. Die Ausmalvorlage greift diese Farbwelt auf: Gelb- und Lilatöne, Hellblau für den Schriftzug sowie bewusst gesetzte weiße Flächen, die dem Bild Luft und Ruhe geben. Zusätzliches Element Als dekorativer Bonus ist neben dem Bilderrahmen ein kleines grünes Schild zu sehen. Darauf sind drei Grundschulkinder abgebildet – zwei Mädchen und ein Junge in der Mitte. Die Überschrift lautet „Freundschaft“. Auch dieses Element ist handgezeichnet und farblich passend in Lila, Hellblau und Gelb gehalten. Entstehung & Urheberschaft Das gesamte Motiv – Ausmalvorlage, Illustrationen, Bilderrahmen, Zusatzschild sowie die Fotografie – wurde im Januar 2026 exklusiv für gws2.de erstellt. Alle auf dem Foto sichtbaren Elemente wurden von Veronika Helga Vetter: entworfen gezeichnet illustriert gebastelt farblich abgestimmt und fotografiert Creator-Credentials Veronika Helga Vetter Web- und Kreativkünstlerin seit 2011, spezialisiert auf: kindgerechte Illustrationen kreative Lern- und Spielmaterialien Print- & Downloadprodukte (PDF/DIN-A4) pädagogisch sinnvolle DIY-Inhalte für Vor- und Grundschule Alle Inhalte entstehen in Eigenarbeit – von der ersten Skizze bis zum fertigen Produktfoto. Januar 2026

Ge­nau die­se we­ni­gen, en­gen Bin­dun­gen sind es je­doch, die nach­weis­lich ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf Ge­sund­heit und Wohl­be­fin­den ha­ben – jene Freund­schaf­ten also, die Aris­to­te­les als tu­gend­haft be­zeich­net hät­te. Ar­beits­kol­le­gen, Sauf­kum­pa­nen, Mann­schafts­ka­me­ra­den oder Kom­mi­li­to­nen mö­gen so­zia­le Nähe si­mu­lie­ren, lin­dern Ein­sam­keit je­doch eben­so we­nig wie sie mess­ba­re Ef­fek­te auf das Herz-Kreislauf-System ha­ben.

Bea­te Dit­zen: Bei ho­her so­zia­ler Un­ter­stüt­zung ha­ben Men­schen we­ni­ger Ent­zün­dungs­pa­ra­me­ter im Blut.

Neu­de­cker, Jas­mi­na: Die­se Freund­schaf­ten hal­ten dich ge­sund. Ter­raX­plo­re | ZDF (2024).

Der Weg aus der Ein­sam­keit führt folg­lich über enge Freund­schaf­ten. Ge­ra­de jun­ge Er­wach­se­ne tun sich je­doch schwer, sol­che Be­zie­hun­gen auf­zu­bau­en, weil pla­to­ni­sche Nähe zu Be­ginn In­ves­ti­tio­nen ver­langt – emo­tio­nal, zeit­lich und nicht sel­ten auch ma­te­ri­ell.

  • Ver­tre­ter der Ge­ne­ra­ti­on Z ver­wei­sen da­bei ger­ne auf eine dau­er­haft lee­re „so­zia­le Batterie“⁵, ver­ur­sacht durch ver­dich­te­te Arbeits- und Le­bens­pro­zes­se.
  • Tat­säch­lich ist es je­doch oft be­que­mer, abends ei­nem Twitch-Streamer zu­zu­se­hen, als sich im Win­ter mit ei­nem po­ten­zi­el­len Freund zu tref­fen.

Kin­der ha­ben es leich­ter. Be­reits ab dem zwei­ten Le­bens­jahr ge­hen sie si­tua­ti­ve Spiel­be­zie­hun­gen mit Gleich­alt­ri­gen ein. Die­se kur­zen, ge­gen­warts­be­zo­ge­nen Freund­schaf­ten fol­gen ei­nem ein­fa­chen Prin­zip der Ge­gen­sei­tig­keit: Du spielst mit mir – ich spie­le mit dir.

Das zweite Foto zeigt dasselbe Freundschafts-Malspiel wie im ersten Bild, jedoch in einer bewusst ruhigeren, erdigen Inszenierung. Die DIN-A4-Ausmalvorlage zum Thema Freundschaft in der Vor- und Grundschule für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren ist erneut vollständig ausgemalt zu sehen, diesmal jedoch in warmen Gelb-, Hellbraun-, Orange- und leicht rötlichen Tönen, wobei ein sanftes, dominierendes Gelb die Farbwirkung bestimmt. Diese Farbwahl ist gezielt auf die Umgebung abgestimmt und erzeugt eine natürliche, warme Gesamtstimmung. Die Ausmal-Seite befindet sich in einem schlichten, dunkleren braunen Bilderrahmen, der auf einer hellbraunen Korkplatte liegt. Die Korkoberfläche bildet den Hintergrund des gesamten Arrangements und verstärkt den handgemachten, bodenständigen Charakter des Motivs. Der Bilderrahmen setzt einen klaren Kontrast zur helleren Ausmalfläche und lässt die zentralen Elemente des Malspiels gut zur Geltung kommen. Wie beim ersten Foto ist auch hier das Freundschafts-Labyrinth mit dem Ziel „Du bist cool!“ zu erkennen, ergänzt durch die bekannten Symbole rund um Freundschaft, Zusammenhalt und gemeinsames Erleben. Die Gestaltung bleibt identisch zum Produktmotiv des ersten Bildes, wird jedoch durch die erdige Farbpalette neu interpretiert und emotional anders aufgeladen. Im oberen Bereich der Ausmal-Seite liegt teilweise der Arm einer weiblichen Schaufensterpuppe auf, der bewusst einen kleinen Teil des Blattes verdeckt. An der Hand ist ein handgefertigtes Freundschaftsarmband aus Fimo-Modelliermasse zu sehen, das aus ineinandergreifenden Puzzleteilen besteht. Die Farben Gold und Rot greifen das Farbkonzept des Bildes auf und stehen symbolisch für Zusammenhalt und Freundschaft. Am Ringfinger trägt die Hand zusätzlich einen ebenfalls aus Fimo gefertigten Ring. Anstelle eines klassischen Schmucksteins ist dort ein rotes Puzzleteil eingesetzt, eingefasst in einen goldfarbenen Ringkörper, wodurch das Freundschaftsthema auch in diesem Detail konsequent fortgeführt wird. Das gesamte Arrangement wirkt ruhig, warm und handwerklich und richtet sich bewusst an Kinder sowie an Erwachsene, die ein persönliches, selbstgemachtes Geschenk gestalten möchten. Die gezeigte Ausmal-Seite ist Teil eines kostenlosen Produkts und kann auf gws2.de als DIN-A4-PNG-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie eignet sich als kleines Geschenk für Valentinstag, Freundschaftstag oder Geburtstage und lädt dazu ein, die Seite auszumalen, das Labyrinth zu lösen und sie anschließend einem Freund oder einer Freundin zu schenken. Wie bereits beim ersten Bild wurde auch dieses Motiv im Januar 2026 für gws2.de erstellt. Sämtliche sichtbaren Elemente – von der Ausmalvorlage über die Farbgestaltung bis hin zu den Fimo-Accessoires und der Fotografie – wurden von Veronika Helga Vetter entworfen, gestaltet, handgefertigt und fotografiert. Veronika Helga Vetter ist Web- und Kreativkünstlerin und arbeitet seit 2011 an eigenen Illustrationen, Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Präsentiert von Computerheld Linz

In den ers­ten bei­den Jah­ren der Grund­schu­le be­gin­nen Kin­der na­he­zu au­to­ma­tisch, sta­bi­le Ko­ope­ra­tio­nen⁶ zu bil­den. In­ner­halb die­ser Spiel­al­li­an­zen ent­ste­hen häu­fig asym­me­tri­sche Freund­schafts­struk­tu­ren mit kla­ren Rol­len: An­füh­rer, Mit­läu­fer, Ver­tei­di­ger und Op­fer. Die­sel­ben Kin­der tei­len wie­der­holt Er­fah­run­gen, ent­wi­ckeln ge­mein­sa­me Re­fe­ren­zen und eine ei­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne – ge­nau hier wird der Grund­stein für enge Freund­schaf­ten ge­legt.

  • Tref­fen zwei In­di­vi­du­en auf be­son­de­re Sym­pa­thie, ent­steht dar­aus eine Loyalitäts- und Fair­ness­bin­dung: Ich ma­che jetzt X mit dir – in der Er­war­tung, dass du spä­ter Y mit mir machst.

Erst die­ser im­pli­zi­te Aus­tausch un­ter­schei­det flüch­ti­ge Klein­kind­be­geg­nun­gen von ech­ten Schul­freund­schaf­ten.

Das dritte Foto zeigt einen detailreichen Ausschnitt des Freundschafts-Malspiels und konzentriert sich bewusst auf die unteren etwa sechzig Prozent der Ausmalvorlage. Die DIN-A4-Seite ist erneut im bereits bekannten, handgefertigten Regenbogenbilderrahmen präsentiert, dessen pastellige Farbtöne dem Motiv Leichtigkeit und Wärme verleihen. Der Hintergrund des Fotos ist neutral grau freigestellt, wodurch alle Elemente klar hervortreten und harmonisch miteinander wirken. Im Zentrum der Ausmalvorlage ist der untere Bereich des Labyrinths mit dem Schriftzug „Du bist cool!“ zu sehen. Direkt darüber, auf der linken Seite aus Sicht des Betrachters, sind die Figuren Tom und Jerry ausgemalt dargestellt. Die Katze ist klassisch grau gehalten, die Maus warm braun. Beide Figuren blicken sich an, lächeln einander an und wirken vertraut und verbunden, fast so, als wären sie beste Freunde. Diese Darstellung fügt sich spielerisch und selbstverständlich in das Thema Freundschaft ein und spricht Kinder unmittelbar emotional an. Links unterhalb von Tom und Jerry liegt auf dem Bilderrahmen ein aufwendig gestalteter Pokal aus Fimo-Modelliermasse. Der Pokal ist kelchförmig gearbeitet und in Gold gehalten, wodurch er sofort ins Auge fällt. Er steht auf einem magentafarbenen Sockel, der dem Objekt Stabilität und gleichzeitig eine starke farbliche Basis verleiht. Auf dem Sockel befindet sich ein rosafarbenes Schild mit drei kleinen goldenen Knöpfen, die rein dekorativen Charakter haben und dem Pokal zusätzliche Tiefe und Verspieltheit geben. Das eigentliche Herzstück dieses Fimo-Pokals befindet sich auf der Vorderseite des Kelchs: ein rosafarbenes Herz, ebenfalls aus Modelliermasse gefertigt. Auf diesem Herz sind zwei kleine Figuren zu sehen, die sich die Hand reichen. Dieser Handschlag steht sinnbildlich für Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt und greift das Thema des Malspiels auf besonders klare und greifbare Weise auf. Der Pokal wirkt nicht wie ein beiläufiges Dekoelement, sondern wie ein eigenständiges kleines Kunstwerk. Die sorgfältige Modellierung, die saubere Farbwahl und die vielen Details machen deutlich, wie viel Zeit, handwerkliches Können und künstlerisches Gespür in dieses Objekt geflossen sind. Er dient nicht nur der Inszenierung der Ausmalvorlage, sondern unterstreicht deren Wert und die Idee, Freundschaft sichtbar zu würdigen und zu feiern. Auch dieses Foto ist Teil der Produktserie rund um das Freundschafts-Malspiel für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die Ausmalvorlage selbst ist kostenlos erhältlich und kann auf gws2.de als DIN-A4-PNG heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sämtliche sichtbaren Elemente – von der Illustration über den Bilderrahmen bis hin zum aufwendigen Fimo-Pokal – wurden von Veronika Helga Vetter entworfen, gestaltet, handgefertigt und fotografiert. Als Web- und Kreativkünstlerin arbeitet sie seit 2011 an eigenen Illustrationen und kreativen Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Finanziert von Computerheld Linz (Oberösterreich)

Geschenk für Schulfreund

Die Ausmalvorlage ist als schwarz-weiße DIN-A4-Illustration gestaltet und richtet sich gezielt an Vorschul- und Grundschulkinder im Alter von etwa fünf bis acht Jahren. Sie verbindet spielerisches Rätseln mit einer klaren sozialen Botschaft: Freundschaft zeigen – ohne etwas kaufen zu müssen. Gedacht ist die Vorlage als kleines, persönliches Geschenk für einen Schulfreund oder eine Schulfreundin, etwa zum Valentinstag, Namenstag oder ganz bewusst ohne besonderen Anlass. Durch das Ausmalen, Nachfahren und Verschenken entsteht eine Aufmerksamkeit, die Zeit, Mühe und Wertschätzung ausdrückt – nicht Konsum. Im Zentrum der Illustration steht ein weitläufiges Labyrinth, das rund siebzig Prozent der Seite einnimmt. Es beginnt am oberen Rand der Seite bei einer freundlich gezeichneten Wolke mit der Aufschrift „Für …“. Daneben befindet sich eine Linie, auf der der Name des beschenkten Kindes handschriftlich eingetragen wird. Ein Pfeil markiert den Einstieg in das Labyrinth und lädt dazu ein, den Weg entweder mit Bleistift nachzufahren oder die einzelnen Gänge farbig auszumalen. Das Labyrinth führt über verschlungene, aber gut lesbare Wege nach unten, wo es schließlich in einer großflächigen Graffiti-Schrift endet. Dort steht – klar, selbstbewusst und unmissverständlich – „DU BIST COOL!“ mit Ausrufezeichen. Diese Botschaft bildet das Ziel des Irrgartens und zugleich den emotionalen Kern der Vorlage: eine positive, platonische Wertschätzung, die ohne romantische Konnotation auskommt und sich gleichermaßen für gleich- wie gemischtgeschlechtliche Freundschaften eignet. Entlang der Labyrinthwege sind zahlreiche Symbole verteilt, die Freundschaft, Gemeinsamkeit und geteilte Aktivitäten visualisieren. Dazu gehören zwei Fäuste, die sich zu einer klassischen Bro-Fist berühren – eine davon mit Armband, die andere ohne, als dezenter Hinweis auf unterschiedliche Persönlichkeiten oder Geschlechter. Zwei Briefkuverts mit Weltraum-Motiven wie Rakete und Saturn greifen das bei Kindern beliebte Thema Raumfahrt auf und stehen sinnbildlich für Kontakt, Austausch und Verbundenheit, etwa im Sinne einer Brieffreundschaft. Auf der linken Seite der Vorlage sind zudem zwei bekannte Figuren – Tom und Jerry – in einer eigens neu gezeichneten, freundlichen Interpretation zu sehen, die sich gegenseitig anstrahlen. Ergänzt wird das Bild durch weitere Freundschafts- und Aktivitätssymbole: zwei ineinandergreifende Puzzleteile, zwei Spielzeugautos, die sich an den Stoßstangen berühren, ein Bowling-Motiv mit zwei Kegeln und Kugel sowie ein Game-Controller als modernes Spielsymbol. Kleine Sterne mit Gesichtern, Smileys und weitere verspielte Elemente lockern das Gesamtbild auf und laden zum Ausmalen ein. Die freien Flächen innerhalb des Labyrinths und in den Randbereichen sind bewusst mit einzelnen Buchstaben zum Ausmalen gefüllt. Dadurch wird visuell klar, dass sich die Vorlage an Grundschulkinder richtet, die sich bereits mit Buchstaben und Schrift auseinandersetzen – nicht an Kleinkinder. Die gesamte Gestaltung ist kontrastreich, freundlich und klar strukturiert, sodass sie sowohl zum konzentrierten Rätseln als auch zum kreativen Ausmalen einlädt. Die Illustration wurde zu hundert Prozent von Veronika Helga Vetter entworfen und gezeichnet. Als erfahrene Photoshop- und Web-Künstlerin arbeitet sie seit 2011 im digitalen Illustrationsbereich und verbindet technische Präzision mit einem ausgeprägten Gespür für kindgerechte Bildsprache. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch klare Linien, funktionale Gestaltung und eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche aus – immer mit dem Ziel, Inhalte verständlich, zugänglich und emotional wirksam zu transportieren. Insgesamt entsteht so eine positive, wertschätzende Ausmal- und Rätselvorlage, die Kinder motiviert, einen Weg zu gehen, Zeit zu investieren und am Ende eine einfache, aber starke Botschaft zu verschenken: Du bist mir wichtig. Du bist cool. GWS2.de - Januar 2026Ob­wohl Klas­sen­zim­mer grund­sätz­lich idea­le Be­din­gun­gen bie­ten und Kin­der zu­min­dest auf den ers­ten Blick über viel ge­mein­sa­me Zei­t⁷ ver­fü­gen, ge­lingt die Bil­dung en­ger Freund­schaf­ten nicht im­mer so­fort. Häu­fig sind es äu­ße­re Um­stän­de, die ver­hin­dern, dass zwei Schü­ler die tu­gend­haf­te Stu­fe der Freund­schaft er­rei­chen. So ver­bringt das eine Kind sei­ne Nach­mit­ta­ge im Hort, wäh­rend das an­de­re nach den Haus­auf­ga­ben von ei­nem Ver­ein zum nächs­ten wech­selt. Manch­mal woh­nen po­ten­zi­el­le Freun­de auch räum­lich zu weit aus­ein­an­der und den El­tern feh­len Res­sour­cen, re­gel­mä­ßi­ge Tref­fen zu er­mög­li­chen. Ge­ra­de in ur­ba­nen Räu­men spie­len el­ter­li­che Rah­men­be­din­gun­gen eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Freund­schafts­bil­dung. Oft ist die Über­ra­schung groß, wenn die acht­jäh­ri­ge Toch­ter kei­ne enge Freun­din hat, ob­wohl sie als be­liebt gilt oder so­gar Klas­sen­spre­che­rin ist.

ℹ️ So­zia­le Be­liebt­heit und Freund­schaft wer­den häu­fig gleich­ge­setzt, sind je­doch nich­t⁸ iden­tisch. Ein Kind kann von vie­len Gleich­alt­ri­gen ge­mocht wer­den und den­noch kei­ne – oder nur qua­li­ta­tiv schwa­che – Freund­schaf­ten ha­ben.

War­um also nicht ein we­nig nach­hel­fen? Mit un­se­rem Ausmal-Labyrinth kön­nen Grund­schü­ler ih­rem Sitz­nach­barn oder Pau­sen­freund auf spie­le­ri­sche Wei­se eine klei­ne Freu­de ma­chen.

  • „Schat­zi, du er­zählst doch im­mer von Mat­thi­as aus dei­ner Klas­se“, fragt die Mut­ter ih­ren ABC-Schützen.
  • „Ja, der ist cool“, ant­wor­tet der sie­ben­jäh­ri­ge Leon.

Höchs­te Zeit, ihm das auch zu sa­gen. Doch zu­erst führt der Weg durch ei­nen Irr­gar­ten, an des­sen Aus­gang in fet­tem Graf­fi­ti steht: „DU BIST COOL!“ Da­nach wird noch ein we­nig ko­lo­riert – und fer­tig ist ein klei­nes, per­sön­li­ches Ge­schenk für Namens-, Freundes- oder Va­len­tins­tag.

Das vierte Foto zeigt die oberen rund sechzig Prozent des Freundschafts-Malspiels und lenkt den Blick gezielt auf die einleitenden Elemente der Ausmalvorlage. Die DIN-A4-Seite ist diesmal sehr nah aufgenommen, wodurch Details der Gestaltung besonders gut erkennbar werden. Die Farbgebung ist deutlich lila-lastig und bewegt sich vor allem in warmen Gelb-, Lila- und dunkleren Blautönen. Dadurch richtet sich diese Inszenierung sichtbar eher an Mädchen im Alter von etwa fünf bis sieben Jahren, ohne dabei verspielt oder überladen zu wirken. Auch die bekannten Figuren Tom und Jerry sind in dieser Variante neu interpretiert. Die Katze ist hier nicht klassisch grau, sondern in Lila ausgemalt, was sich harmonisch in das Farbkonzept einfügt und dem Motiv eine weiche, freundliche Ausstrahlung verleiht. Die Figuren bleiben klar erkennbar, wirken jedoch durch die Farbwahl besonders sanft und kindgerecht. Im oberen Bereich der Ausmalvorlage ist gut sichtbar die Wolke mit der Aufschrift „FÜR“. Diese Wolke ist bewusst als freier Bereich gestaltet, in den der Name des Kindes oder der Freundin eingetragen werden kann, für die das Bild gedacht ist. Dadurch wird sofort verständlich, dass es sich bei dem Malspiel um ein persönliches Geschenk handelt, das individuell gestaltet und weitergegeben werden soll. Ebenfalls deutlich erkennbar ist der Startpunkt des Labyrinths. Ein Pfeil zeigt an, wo mit dem Nachzeichnen und Ausmalen der Linien begonnen wird. Diese klare visuelle Führung erleichtert Kindern den Einstieg und macht das Labyrinth sofort spielerisch zugänglich. Durch die Nähe der Aufnahme wird außerdem sichtbar, dass die Ränder des gesamten Malspiels aus Wolken bestehen. In diese Wolken sind einzelne Buchstaben integriert, die ebenfalls ausgemalt werden können. Dieses Detail zeigt auf den ersten Blick, dass sich die Vorlage an Schulkinder richtet und nicht an Kinder im Kindergartenalter, da Buchstabenkenntnisse vorausgesetzt und spielerisch eingebunden werden. Als dekorativer Abschluss sind drei Buntstifte in den Farben Orange, Gelb und Blau locker auf dem Malspiel arrangiert. Sie liegen scheinbar zufällig auf der Seite und erzeugen den Eindruck, als wäre das Bild gerade eben noch ausgemalt worden. Diese kleine Inszenierung verleiht dem Foto Lebendigkeit und unterstreicht den kreativen, offenen Charakter der Vorlage. Auch dieses Foto gehört zur gleichen Freundschafts-Ausmalvorlage, die kostenlos auf gws2.de als DIN-A4-PNG-Datei zum Ausdrucken zur Verfügung steht. Die gesamte Gestaltung, Illustration, Farbinterpretation und Fotografie stammen von Veronika Helga Vetter, die seit 2011 als Web- und Kreativkünstlerin tätig ist und sich auf kindgerechte Illustrationen sowie kreative Lern- und Spielmaterialien spezialisiert hat. Grundschullehrerinnen lieben diesen Trick

Es gilt längst als gut be­legt: Kin­der mit we­ni­gen oder qua­li­ta­tiv schwa­chen Freund­schaf­ten tra­gen ein er­höh­tes Ri­si­ko⁹ für spä­te­re Pro­ble­me im Be­zug auf so­zia­le Po­si­ti­on, Selbst­wahr­neh­mung oder psy­chi­sche Ge­sund­heit.

  • Die stark po­la­ri­sier­te Ge­ne­ra­ti­on Z fühlt sich über­durch­schnitt­lich ein­sam, gilt als we­nig re­si­li­ent und kämpft häu­fig mit Schul­den.

Die Ur­sa­chen da­für lie­gen auch in der Art der Freund­schafts­bil­dung: Ei­ner­seits wur­de sie durch die COVID-19-Pandemie mas­siv ge­stört, an­de­rer­seits in vie­len Fäl­len von den El­tern kaum ak­tiv ge­för­dert.

Wie­der­ho­len wir also nicht die Feh­ler der Latchkey-Generation. Hel­fen wir un­se­ren Kin­dern, trag­fä­hi­ge so­zia­le Bin­dun­gen auf­zu­bau­en. Ein klei­nes Ge­schenk für ei­nen Schul­freund mag ba­nal wir­ken – ist aber oft der ers­te Schritt.

Ver­wand­te The­men:

Fa­schings­rät­sel zum Aus­ma­len – spie­le­ri­sche Auf­ga­ben für die Schu­le
Not­fall­plan für Ba­by­sit­ter und Gäs­te – über­sicht­lich, sty­lisch, druck­be­reit

¹Lush­t­a­ku, Au­ro­ra: Kann Gen Z kei­ne Freund­schaf­ten füh­ren? BRUST RAUS | ARD (2025).
²Parei­gis, Jana: Freund­schafts­pa­ra­dox: Je­der hat mehr Freun­de als du! Zwei­fels­frei | ZDF (2022).
³Knö­chel, Con­stan­ze: Freund­schaft ist wich­tig und so­gar ge­sund. logo! | ZDF (2025).
⁴Besl, Le­on­hard: Über die Freund­schaft. An­nä­he­run­gen an ei­nen so­zia­len Grund­be­griff. Ham­burg: Ver­lag Dr. Ko­vač 2016.
⁵1LIVE: Wir müs­sen über Ein­sam­keit re­den. youtube.com (01/2026).
⁶Uh­len­dorff, Ha­rald & Lo­thar Krapp­mann: Kin­der­freund­schaf­ten & Freund­schafts­kon­zep­te. researchgate.net (01/2026).
⁷Rön­ne, Ron­ja von: Vom Glück der gu­ten Freund­schaft. Un­hap­py | ARTE (2023).
⁸Mon­ks, Clai­re P. & Ka­tie Rix: Fri­end­ships among young child­ren: links with so­cial be­ha­viour. open.ac.uk (01/2026).
⁹Hol­der, Mark D. & Ben Co­le­man: Children’s Fri­end­ships and Po­si­ti­ve Well-Being. researchgate.net (01/2026).

Valentinstag: Rätselspiele über den Bischof von Terni - Unterrichtsmaterial

Im Jah­re 469¹ soll Papst Gel­asi­us I. an­geb­lich auf die Idee ge­kom­men sein, den Va­len­tins­tag in den lit­ur­gi­schen Ka­len­der der römisch-katholischen Kir­che auf­zu­neh­men. Das ist je­doch nur schwer vor­stell­bar, da der Nord­afri­ka­ner erst 23 Jah­re² spä­ter zum Hei­li­gen Va­ter er­ho­ben wur­de. Soll­te es sich al­ler­dings tat­säch­lich so zu­ge­tra­gen ha­ben, dann war die­se Maß­nah­me völ­lig le­gi­tim. Schließ­lich glaub­ten die Men­schen zu die­ser Zeit, dass Va­len­tin von Ter­ni durch sei­ne Hel­den­ta­ten im 3. Jahr­hun­dert vie­le po­ly­the­is­ti­sche Rö­mer zum Chris­ten­tum be­keh­ren konn­te. Wäh­rend des Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils, wel­ches zwi­schen dem 11. Ok­to­ber 1962 und dem 8. De­zem­ber 1965 tag­te, wur­de die Welt al­ler­dings ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Bei die­ser Zu­sam­men­kunft ka­men die Got­tes­die­ner näm­lich un­ter an­de­rem zu dem heu­te noch ak­tu­el­len Er­geb­nis, dass das Le­ben des um­bri­schen Bi­schofs nichts wei­ter als eine un­be­leg­te Volks­sa­ge ist. Dem­entspre­chend wur­de der Ge­denk­tag des be­lieb­ten Mär­ty­rers im Jah­re 1969³ wie­der aus dem rö­mi­schen Ge­ne­ral­ka­len­der ge­stri­chen.

The history of Valentine's Day. Scientific facts from the University La Sapienza Rome. Free school material for printing published by Veronika Vetter Bavarian Fine ArtistDoch selbst wenn Va­len­tin von Ter­ni kein Hei­li­ger, son­dern nur ein ge­wöhn­li­cher Geist­li­cher war, so ha­ben die Le­gen­den um den mys­te­riö­sen Bi­schof den­noch gro­ßen Ein­fluss auf un­se­re Zeit. Im­mer­hin ist der 14. Fe­bru­ar der Tag, an dem welt­weit die meis­ten Hei­rats­an­trä­ge⁴ ge­macht wer­den. Das liegt ein­zig an dem jahr­hun­der­te­al­ten Irr­glau­ben, dass der cha­ris­ma­ti­sche Mis­sio­nar an die­sem Da­tum im Jah­re 269⁵ für die Lie­be ge­stor­ben sei.

Wäh­rend sei­ner 43-jährigen Le­bens­zeit ar­bei­te­te Va­len­tin von Ter­ni je­doch nie als Lie­bes­dok­tor. Viel­mehr nutz­te der fin­di­ge Pre­di­ger sein me­di­zi­ni­sches Wis­sen dazu, um aus Hilfs­be­dürf­ti­gen wah­re Chris­ten­men­schen zu ma­chen. Das war in der An­ti­ke re­la­tiv ein­fach. Schließ­lich glaub­te die eu­ro­päi­sche Be­völ­ke­rung noch bis zum Ende des 17. Jahr­hun­derts, dass Kran­ke un­ter dem Ein­fluss von teuf­li­schen We­sen⁶ stün­den.

Valentinus - der betende Heiler

Unterrichtsmaterial für Geschichte: Bischof Valentin von Terni. Wissenschaftliche Dokumente für die Grundschule von der Universität Kalbermoos. Rätsel und Zeichnungen von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat BayernAuf­grund sei­nes mis­sio­na­ri­schen Ei­fers wur­de Va­len­ti­nus be­reits in jun­gen Jah­ren⁷ zum Bi­schof von Ter­ni ge­weiht. Hin­ge­gen sei­ne me­di­zi­ni­schen Fä­hig­kei­ten führ­ten den Got­tes­die­ner ei­nes Ta­ges nach Rom, wo er die ge­krümm­te Wir­bel­säu­le vom Sohn⁸ des vor­neh­men Athe­ner Rhe­tors Cra­ton kor­ri­gie­ren soll­te. Da­bei ge­lang es Va­len­tin tat­säch­lich den Bu­ben zu hei­len⁹, wes­halb dar­auf­hin die ge­sam­te Fa­mi­lie des be­rühm­ten Grie­chisch­leh­rers zum Chris­ten­tum über­trat. Das wie­der­um ge­fiel Kai­ser Clau­di­us Go­thi­cus ganz und gar nicht. Aus die­sem Grund for­der­te der Im­pe­ra­tor den Bi­schof dazu auf, wie­der zum rö­mi­schen Göt­ter­glau­ben zu­rück­zu­keh­ren. Va­len­tin er­wi­der­te je­doch, dass er kei­nen Dä­mo­nen die­nen wer­de, was ihn am 14. Fe­bru­ar 269 den Kopf kos­te­te.

Der rö­mi­sche Kai­ser ver­lang­te von Va­len­tin, zum rö­mi­schen Göt­ter­glau­ben zu­rück­zu­keh­ren. Va­len­tin wei­ger­te sich. Da frag­te ei­ner der kai­ser­li­chen Räte: „Was hältst du von den Göt­tern Roms?“ Va­len­tin ant­wor­te­te: „Das sind Dä­mo­nen.“

Kierlinger-Seiberl, Se­ve­rin: Va­len­tin von Ter­ni. dioezese-linz.at (02/2018).

Referat über Valentin von Terni (Valentinstag, 14. Februar). Kostenloser Download für Schüler und Studenten. Unterrichtsmaterial empfohlen von der Callidus-Stiftung und bereitgestellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Das Le­ben des um­bri­schen Bi­schofs war also von Leid und nicht von Ro­man­tik ge­prägt. Wie­so ist der Va­len­tins­tag dann der Tag der Lie­ben­den? Das liegt wo­mög­lich an ei­ner un­be­leg­ten Ge­schich­te, die Va­len­tin von Ter­ni vor Jahr­hun­der­ten an­ge­dich­tet wur­de.

Die Legende um den Valentinstag

Free school supplies about Valentin of Terni. Scientific documents of the UNHCR and the European Council on Foreign Relations. Treatise about Valentine's Day by Mark Leonard and Veronika Vetter. Queen Mary University of LondonWäh­rend­des­sen Va­len­tin in sei­ner Ge­burts­stadt Ter­ni flei­ßig mis­sio­nier­te, muss­te Kai­ser Clau­di­us Go­thi­cus das Rö­mi­sche Reich ge­gen die Ala­man­nen, die Go­ten und die Van­da­len ver­tei­di­gen. Dem­zu­fol­ge such­te der Herr­scher hän­de­rin­gend nach fri­schen Sol­da­ten. Al­ler­dings konn­ten nach Ge­setz nur un­ver­hei­ra­te­te Män­ner zum Le­gio­närs­dienst ver­pflich­tet wer­den. Aus die­sem Grund ließ der Im­pe­ra­tor alle Ehen an­nul­lie­ren und ord­ne­te zu­dem an, dass bis auf Wei­te­res kei­ne neu­en Hoch­zei­ten mehr ge­fei­ert wer­den dür­fen. Der re­bel­li­sche Bi­schof aus Um­bri­en wi­der­setz­te sich je­doch die­sem Be­fehl und nahm trotz­dem wei­ter­hin Trau­un­gen vor. Au­ßer­dem ver­mähl­te er die Lie­bes­paa­re un­ver­schäm­ter­wei­se nach christ­li­chem Ri­tus, was al­lei­ne schon ein Grund für sei­ne so­for­ti­ge Hin­rich­tung ge­we­sen wäre. Doch da­mit nicht ge­nug: Va­len­tin ver­hei­ra­te­te so­gar Skla­ven, die in der An­ti­ke ei­gent­lich gar nicht dazu be­rech­tigt wa­ren, den Bund der Ehe ein­zu­ge­hen.

Doch Bi­schof Va­len­tin ver­mähl­te ge­gen den kai­ser­li­chen Be­fehl heim­lich Sol­da­ten mit ih­ren An­ge­be­te­ten. Und nicht ge­nug der Be­fehls­ver­wei­ge­rung: Er ver­hei­ra­tet auch Skla­ven oder Paa­re, de­ren El­tern der Ehe nicht zu­stimm­ten.

Kehl, Ri­chard: Va­len­tins­tag – Wo kommt die Tra­di­ti­on der Ver­lieb­ten ei­gent­lich her? uni.de (02/2018).

Wür­de die­ses herz­er­grei­fen­de Dra­ma auf Tat­sa­chen be­ru­hen, dann wäre es die per­fek­te Vor­la­ge für den Va­len­tins­tag. Doch lei­der ist die­se weit­ver­brei­te­te Er­leb­nis­er­zäh­lung frei er­fun­den.

Der Vielliebchentag gestern und heute

US-amerikanische Sol­da­ten brach­ten den Va­len­tins­tag nach dem Zwei­ten Welt­krieg in die Bon­ner Re­pu­blik. Da­bei nutz­ten die Be­sat­zer den Tag der Lie­ben­den vor al­lem als Vor­wand, um den ein­hei­mi­schen Fräu­leins et­was nä­her kom­men zu kön­nen. Und na­tür­lich wa­ren die trans­at­lan­ti­schen Ro­sen­ka­va­lie­re für die vom Krieg ge­beu­tel­ten Frau­en­zim­mer eine will­kom­me­ne Ab­wechs­lung. Es ist des­halb auch kein Wun­der, dass be­reits am 14. Fe­bru­ar 1950 in Nürn­berg der ers­te deut­sche Va­len­tins­ball ver­an­stal­tet wur­de.

In Deutsch­land ken­nen wir die­se Tra­di­ti­on erst seit dem Zwei­ten Welt­krieg: 1950 fand der ers­te Va­len­tins­ball in Nürn­berg statt.

Ma­res, Frank: Des­halb fei­ern wir den Va­len­tins­tag. abendblatt.de (02/2018).

Wit­zi­ger­wei­se sind die Nürn­ber­ger heu­te die­je­ni­gen, die in der Bun­des­re­pu­blik am we­nigs­ten Gel­d¹⁰ für Va­len­tins­tags­blu­men aus­ge­ben.

Die beliebtesten Valentinstagsgeschenke der Stars. Was schenkt Giuliana Farfalla ihrem Liebsten und wie groß ist der Butt-Plug, den Tatjana Gsell am 14. Februar zugeschickt bekommen hat? Liste vom Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie. Zeichnungen von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDas könn­te wie­der­um dar­an lie­gen, dass die Mit­tel­fran­ken fort­schritt­lich mit der Zeit ge­hen. Schließ­lich schin­den Ro­sen heut­zu­ta­ge längst nicht mehr den Ein­druck wie noch in den 1950er Jah­ren. Aus die­sem Grund ver­schen­ken die Deut­schen mitt­ler­wei­le lie­ber per­sön­li­che Fo­to­s¹¹ zum Viel­lieb­chen­tag. Aber auch Gut­schei­ne für auf­re­gen­de Städ­te­rei­sen lan­den im­mer häu­fi­ger auf dem ro­man­ti­schen Ga­ben­tisch. Hin­ge­gen die prag­ma­ti­schen Ja­pa­ner woll­ten sich nicht je­des Jahr den Kopf über tren­di­ge Va­len­tins­tags­ge­schen­ke zer­bre­chen, und ha­ben des­halb ei­ni­ge Re­geln auf­ge­stellt. So wer­den am 14. Fe­bru­ar im Land der auf­ge­hen­den Son­ne nur die Män­ner mit ei­ner Ta­fel Scho­ko­la­de be­schenkt.

Giri Cho­co wird an Män­ner ver­teilt, zu de­nen die Dame kei­ne ro­man­ti­sche Ver­bin­dung hat. [...] Die Hon­mei Cho­co ist die teu­re­re Form der Scho­ko­la­de – des­halb be­kom­men sie auch nur die Män­ner, für die die Dame Ge­füh­le hat.

Nego­vec, Lju­bica: Brauch­tum zum Va­len­tins­tag. translate-trade.com (02/2018).

Die Ja­pa­ne­rin­nen gin­gen da­ge­gen lan­ge Zeit leer aus. Die­se Un­ge­rech­tig­keit konn­te ein selbst­lo­ser Kon­di­tor je­doch nicht mehr er­tra­gen, wes­halb er im Jah­re 1977 den White Day er­fand. Seit­dem be­dan­ken sich die Män­ner am 14. März mit wei­ßer Scho­ko­la­de für ihre Va­len­tins­tags­ge­schen­ke.

Also rief im Jah­re 1977 kur­zer­hand ein Kon­di­tor den White Day ins Le­ben. An je­dem 14. März sol­len sich die Män­ner für die Ge­schen­ke, die sie zum Va­len­tins­tag er­hal­ten ha­ben, be­dan­ken.

Gie­se, Sven: Der Wei­ße Tag – White Day oder der ja­pa­ni­sche Va­len­tins­tag Ho­wai­to dē. kuriose-feiertage.de (02/2018).

Der Valentinstag: Geschenke, Liebe und Legenden

Wie Sie se­hen, ist am 14. Fe­bru­ar im Prin­zip al­les er­laubt. Mit Va­len­tin von Ter­ni hat der Tag der Lie­ben­den aber fast gar nichts zu tun. Denn der Bi­schof ver­hei­ra­te­te we­der Skla­ven noch ver­schenk­te er Ro­sen aus sei­nem Blu­men­gar­ten. Ge­nau­so we­nig war der um­bri­sche Mär­ty­rer ein an­ti­ker Ner­ven­arzt. Zwar gilt der Mis­sio­nar als Hel­fer ge­gen Epi­lep­sie¹², das liegt je­doch le­dig­lich an sei­nem Vor­na­men Va­len­tin.

Weil das, was ähn­lich klingt, im Volks­mund auch ähn­li­ches be­deu­tet, wur­de „Va­len­tin – Fall net hin” zum Schutz­pa­tron ge­gen die „fal­len­de Krank­heit”.

Ren­zi­kow­ski, Chris­toph: Der Hei­li­ge Va­len­tin schützt auch vor Epi­lep­sie. „Fall-net-hin”. bistum-muenster.de (02/2018).

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¹He­cke­ley, Chris­toph: Ma­ga­zin: Va­len­tins­tag 2018: Ein Fei­er­tag der Lie­ben­den. erzbistum-koeln.de (02/2018).
²Schä­fer, Joa­chim: Gel­asi­us I. heiligenlexikon.de (02/2018).
³Schie­pan­ski, Mar­tin: My­then zum Va­len­tins­tag. hildesheimer-allgemeine.de (02/2018).
⁴Af­fen­Arrrt: Va­len­tins­tag - Wie ent­stand er? Zah­len, Fak­ten! youtube.com (02/2018).
⁵Bis­tum Lim­burg: Wo­her kommt der Va­len­tins­tag? youtube.com (02/2018).
⁶Hein, Chris­ti­ne: Dr. Ei­sen­bart im Mul­den­tal - Er war an­ders als sein Ruf. In: Kar­fun­kel Nr. 10 (1995). S. 16.
⁷Schä­fer, Joa­chim: Va­len­tin von Ter­ni. heiligenlexikon.de (02/2018).
⁸Kel­ler, Hilt­gart L.: Re­clams Le­xi­kon der Hei­li­gen und der bi­bli­schen Ge­stal­ten. Le­gen­de und Dar­stel­lung in der bil­den­den Kunst. 8. durch­ge­se­he­ne Auf­la­ge. Stutt­gart: Phil­lip Re­clam jun. GmbH & Co. KG 1996.
⁹Ot­to, An­dre­as: Va­len­tin: Hei­li­ger der Zärt­lich­keit. katholisch.de (02/2018).
¹⁰Prie­be, Han­na: 14. Fe­bru­ar: Rei­bach mit Ro­man­tik – Wirt­schafts­fak­tor Va­len­tins­tag. orange.handelsblatt.com (02/2018).
¹¹­Tem­mel, Franz: Top 10: Die be­lieb­tes­ten Va­len­tins­tags­ge­schen­ke der Deut­schen. pressetext.com (02/2018).
¹²­Bie­ritz, Karl-Heinrich: Das Kir­chen­jahr: Fes­te, Gedenk- und Fei­er­ta­ge in Ge­schich­te und Ge­gen­wart. Über­ar­bei­te­te Auf­la­ge. Mün­chen: Ver­lag C. H. Beck 1994.

Gutschein zum Ausdrucken: Vordruck für 3D-Figur - schlumpfige Geschenkidee

Die Deut­schen sind äu­ßerst für­sorg­lich und ver­schen­ken des­halb nur un­gern Bar­geld. Statt­des­sen lan­den hier­zu­lan­de vor al­lem mar­ken­ge­bun­de­ne Wa­ren­gut­schei­ne auf dem Ga­ben­tisch. Schließ­lich ist nur so si­cher­ge­stellt, dass sich der Be­schenk­te auch wirk­lich et­was Ver­nünf­ti­ges kauft. Der Ge­setz­ge­ber un­ter­stützt eben­falls die­se Art der Zu­wen­dung, in­dem er es den Ein­zel­händ­lern frei­stell­t¹, ob die­se ei­nen Gut­schein wie­der in ein an­de­res Zah­lungs­mit­tel um­tau­schen. Da­durch hat der Emp­fän­ger ei­nes so­ge­nann­ten klei­nen In­ha­ber­pa­piers ab­so­lut kei­ne Chan­ce das zu be­kom­men, was er sich wünscht. An­ge­sichts die­ser Rechts­si­cher­heit und des päd­ago­gisch wert­vol­len Nut­zens ist es kein Wun­der, dass ein sach­be­zo­ge­ner Gut­schein mitt­ler­wei­le das be­lieb­tes­te² Ge­schenk in Deutsch­land ist. So ge­ben die Bun­des­bür­ger al­lei­ne in der Vor­weih­nachts­zeit je­des Jahr 1,7 Mil­li­ar­den Euro für Wert­schei­ne aus.

Gut­schei­ne im Wert von 1,7 Mil­li­ar­den Euro lan­den in Deutsch­land je­des Jahr zu Weih­nach­ten un­term Tan­nen­baum.

Steil, Da­ni­el: Ge­schenk­ideen: Die Fal­schen pro­fi­tie­ren: War­um Sie zu Weih­nach­ten kei­ne Gut­schei­ne ver­schen­ken soll­ten. focus.de (02/2018).

Homemade voucher for Valentine's Day: Papa Smurf in Smurf village. Free DIY Tutorial für Children. Paper-Art by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Doch lei­der schrän­ken die käuf­li­chen Wa­ren­cou­pons nicht nur die Wahl­frei­heit des Be­schenk­ten ein. Die prag­ma­ti­schen Ge­schenk­zer­ti­fi­ka­te ste­hen zu­dem in dem Ruf, äu­ßerst un­per­sön­lich³ und un­krea­tiv zu sein. Des­halb wer­den auch vie­le Gut­schei­ne trotz der drei­jäh­ri­gen Gül­tig­keits­dau­er⁴ nicht ein­ge­löst.

30 Pro­zent ha­ben im ent­spre­chen­den La­den oder Web­shop nichts Pas­sen­des ge­fun­den. 28 Pro­zent ha­ben die Su­che gar nicht erst be­gon­nen, weil sie vom je­wei­li­gen An­bie­ter nichts brauch­ten und je­der Fünf­te (18 Pro­zent) konn­te mit Mar­ke oder Shop all­ge­mein nichts an­fan­gen.

Pau­se, Chris­toph: Vie­le Gut­schei­ne wer­den gar nicht ein­ge­löst. haufe.de (02/2018).

Auch als Last-minute-Geschenk sind Wa­ren­wert­schei­ne nicht ge­eig­net, da die­se erst im In­ter­net be­stellt oder um­ständ­lich in ei­nem Ge­schäft ge­kauft wer­den müs­sen.

Bild von bunten Einzelteilen, die für das Basteln eines Gutscheins benötigt werden. Kostenlose Schablone im PDF-Format von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Aber was sol­len Sie sonst schen­ken, wenn jede Mi­nu­te zählt und Sie auf gar kei­nen Fall mit lee­ren Hän­den zu ei­ner Fei­er kom­men möch­ten? In die­sem Sze­na­rio kann Ih­nen mei­ne drei­di­men­sio­na­le Gut­schein­fi­gur aus der Pat­sche hel­fen.

  • Denn mein selbst ge­bas­tel­ter Ge­schenk­gut­schein ist ein gran­dio­ser Par­ty­kra­cher, der aus le­dig­lich sechs Ein­zel­tei­len be­steht, die nach dem Aus­dru­cken ein­fach nur zu­sam­men­ge­klebt wer­den müs­sen.
  • Da­durch er­hal­ten Sie dann ei­nen 11 Zen­ti­me­ter ho­hen und acht Zen­ti­me­ter brei­ten Grund­kör­per, der sich im Hand­um­dre­hen in ei­nen Zei­chen­trick­cha­rak­ter Ih­rer Wahl ver­wan­deln lässt.

Mit die­ser Ver­zie­rung ver­lei­hen Sie Ih­rem ori­gi­nel­len Gut­schein­trä­ger eine per­sön­li­che Note. Schließ­lich wis­sen nur Sie, wel­che Co­mic­fi­gu­ren der Ge­schenk­schein­emp­fän­ger gern hat.

Gift ideas for Valentine's Day. Gift Certificate Template for Smurfs. Free DIY Tutorial by Veronika Vetter Fine Artist. Perfect men's gift recommended by Grandpa Smurf

Au­ßer­dem kön­nen Sie Ihr Gut­schein­ver­spre­chen so­fort am Com­pu­ter auf den Bauch der Pa­pier­fi­gur schrei­ben. Das spart nicht nur Zeit. Viel­mehr ver­schlei­ern die ak­ku­ra­ten Druck­buch­sta­ben zu­dem die Tat­sa­che, dass Ihr Ge­schenk erst vor ei­ni­gen Mi­nu­ten ent­stan­den ist.

Gutschein basteln - so einfach geht’s

Be­vor ich mit dem An­fer­ti­gen des Grund­kör­pers los­le­gen konn­te, öff­ne­te ich zu­nächst ein­mal mei­ne ODS-Datei (Libre­Of­fice), um das vier­zei­li­ge Gut­schein­feld in der ers­ten Ta­bel­le aus­zu­fül­len. Tipp: Mein Ge­schenk­zer­ti­fi­kat soll­te von Papa Schlumpf prä­sen­tiert wer­den, wes­halb ich mei­nen Dru­cker gleich da­nach mit drei blau­en DIN A4 Ton­pa­pier­bö­gen aus­stat­te­te. Nach­dem ich die Scha­blo­nen dar­auf­hin auf das Bas­tel­pa­pier aus­ge­druckt hat­te, be­gann ich so­fort da­mit die sechs Bau­tei­le frei­zu­schnei­den.

Bild von einer Papierschablone zum Basteln eines selbst gemachten Gutscheins. Last-minute-Geschenk für den Valentinstag oder den Muttertag. Idee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Hin­weis: Sie ha­ben die kos­ten­lo­se Bü­ro­soft­ware Libre­Of­fice ge­ra­de nicht in­stal­liert oder möch­ten die Gut­schein­fi­gur lie­ber mit der Hand be­schrif­ten? Dann kön­nen Sie auch auf mein Schnitt­mus­ter im PDF-Format zu­rück­grei­fen.

Picture of Templates for crafting a Gift Certificate: Free Pattern for printing by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Als die aus­ge­schnit­te­nen Ele­men­te vor mir la­gen, falz­te ich erst ein­mal sämt­li­che Knick­li­ni­en mit­hil­fe ei­nes Falz­beins und ei­nes Li­ne­als.

  • Di­rekt im An­schluss kleb­te ich die sie­ben­glied­ri­ge Kör­per­sei­te vom zwei­ten Schnitt­mus­ter un­ten um ei­nes der drei un­be­schrif­te­ten Vier­zehn­ecke.
  • Hin­ge­gen die Ober­sei­te des Grund­kör­pers um­schloss ich mit dem klei­ne­ren Kop­f­ele­ment von Sei­te #3.

Nach die­sen Bas­tel­schrit­ten sah das Gan­ze dann be­reits wie ein ge­öff­ne­ter Sarg aus.

Collage mit Anleitungsschritten: Wie wird Papa Schlumpf aus Papier gebastelt? Gutscheinidee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Gleich da­nach dreh­te ich das Kon­strukt um, da­mit ich die of­fe­ne Stirn­sei­te mit ei­nem wei­te­ren Vier­zehn­eck ver­schlie­ßen konn­te.

  • Tipp: Da­bei be­fes­tig­te ich die Ab­deck­plat­te nicht nur un­ter, son­dern manch­mal auch auf den Kle­be­la­schen der Sei­ten­ver­klei­dun­gen. Die­se ab­wech­seln­de Fi­xier­tech­nik sorgt da­für, dass der in­ne­re Front­de­ckel ro­bus­ter wird und Stö­ße wie ein Trom­mel­fell ab­fe­dert.
  • Zu gu­ter Letzt ka­schier­te ich die brei­ten Kle­be­zun­gen, die noch auf der Vorder- und Rück­sei­te der Pa­pier­fi­gur zu se­hen wa­ren. Also nahm ich nun die Kör­per­sil­hou­et­te mit mei­nem auf­ge­druck­ten Gut­schein­ver­spre­chen zur Hand und kleb­te die­se auf ei­nes der bei­den Vier­zehn­ecke.

Als ich dann auch die Rück­sei­te der Fi­gur mit dem letz­ten üb­rig ge­blie­be­nen Bau­teil ver­klei­det hat­te, war mein Grund­kör­per be­reit, um in ei­nen Zei­chen­trick­cha­rak­ter ver­wan­delt zu wer­den.

Blauer Papierkörper wird zum Schlumpf

Wie be­reits er­wähnt, soll­te mein Gut­schein von Papa Schlumpf prä­sen­tiert wer­den, wes­halb ich erst ein­mal eine nach vor­ne ge­rich­te­te Bom­mel­müt­ze an­fer­ti­gen muss­te. Dazu wi­ckel­te ich den Kopf mei­ner Fi­gur so lan­ge mit ro­tem Krepp­pa­pier ein, bis ich ge­nug Ma­te­ri­al zu­sam­men­ge­rafft hat­te, um ei­nen di­cken An­ten­nen­knub­bel zu dre­hen.

Picture Tutorial: How to tinker Papa Smurf out of Papier? Free DIY Templates by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist

Nach­dem ich die Zip­fel­müt­ze dar­auf­hin am Grund­kör­per fi­xiert hat­te, kleb­te ich zu­dem zwei Au­gen und ei­nen wei­ßen Wat­te­bart auf das Schlumpf­ge­sicht.

Papa Smurf has a stubby tail. Rear view of the Boss Smurf. Free Paper-Art from Bavaria by Veronika VetterIm An­schluss dar­an zog ich mei­nem Papa Schlumpf eine farb­lich pas­sen­de Hose an. Da­für ver­klei­de­te ich das un­te­re Drit­tel mei­ner Gut­schein­fi­gur ein­fach mit ro­ten Ton­pa­pier­res­ten. Au­ßer­dem leg­te ich mir noch zwei blau ein­ge­färb­te Pom­pons zu­recht. Denn wie soll­te mein Schlumpf­chef sonst zu sei­ner Nase und zu sei­nem Schwänz­chen kom­men? Ganz zum Schluss ver­sie­gel­te ich mei­nen Zei­chen­trick­hel­den zu­dem noch mit ei­ner dün­nen Acryl­lack­schicht. Schließ­lich konn­te ich nur so si­cher­stel­len, dass mein lus­ti­ger Ge­schenk­gut­schein auch die feucht­fröh­lichs­te Par­ty über­lebt.

Gutscheinfigur schlägt jedes Last-minute-Geschenk

Wäh­rend­des­sen ich den Grund­kör­per be­reits nach zehn Mi­nu­ten fer­tig­ge­stellt hat­te, muss­te ich für die schlump­fi­ge Ver­zie­rung noch ein­mal wei­te­re 15 Mi­nu­ten auf­wen­den. Da­mit stand mir nach nicht ein­mal ei­ner hal­ben Stun­de eine hoch­wer­ti­ge und krea­ti­ve Gut­schein­fi­gur zur Ver­fü­gung, die den an­de­ren Ge­schen­ken auf dem Ga­ben­tisch ga­ran­tiert die Show stiehlt.

Was wünschen sich Männer? Nachts im Bett zu furzen. Gutschein für einen Freifurz im Ehebett wird von Schlumpfine präsentiert. Die kann es überhaupt nicht leiden, wenn Opa Schlumpf ihr Pilzhäuschen mit seinen Darmwinden beglückt. Szenerie und Gutscheinidee von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Wenn es also schnell ge­hen muss, dann ist mein selbst ge­bas­tel­ter 3D-Gutschein im­mer die bes­te Wahl. Schließ­lich sind die al­ler­meis­ten Last-minute-Geschenke aus Ramsch­lä­den oh­ne­hin nichts wei­ter als teu­re Ab­fall­pro­duk­te. Hin­zu­kommt, dass Prä­sen­te die auf den letz­ten Drü­cker ge­kauft wur­den, höchst­wahr­schein­lich wie­der um­ge­tauscht wer­den.

Wenn über­haupt um­ge­tauscht wür­de, dann sei­en es in ers­ter Li­nie Ge­schen­ke, die in letz­ter Mi­nu­te ge­kauft wur­den oder weil die Grö­ße ei­nes Klei­dungs­stü­ckes nicht rich­tig aus­ge­fal­len war, sagt Hues­mann.

Tap­pe, Irm­gard: Um­fra­ge bei den Ein­zel­händ­lern: Vie­le Gut­schei­ne, we­ni­ge Fehl­käu­fe. wn.de (02/2018).

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¹Nitz, Tho­mas: Ak­tu­el­les The­ma: De­zem­ber 2011: Gül­tig­keit von Be­schrän­kun­gen in ent­gelt­li­chen Gut­schei­nen. deutscher-verbraucherschutzverein.de (02/2018).
²A­na­sta­sia­dis, Ge­org: An Weih­nach­ten wer­den oft Gut­schei­ne ver­schenkt. merkur.de (02/2018).
³Hub­schmid, Ma­ris: Wirt­schaft: Gut­schei­ne wer­den im­mer be­lieb­ter: Schö­ner Schein. tagesspiegel.de (02/2018).
⁴§ 195 Abs. 1 S. 1 BGB.