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Muttizettel kostenlos herunterladen

Sie sind über 16 aber noch nicht voll­jäh­rig und wol­len in eine Dis­ko­thek (Club)?  Das Ju­gend­schutz­ge­setz sagt hier­zu: „Ju­gend­li­chen ab 16 Jah­ren darf der Auf­ent­halt in Gast­stät­ten ohne Be­glei­tung ei­ner per­so­nen­sor­ge­be­rech­tig­ten oder er­zie­hungs­be­auf­trag­ten Per­son in der Zeit von 24 Uhr und 5 Uhr mor­gens nicht ge­stat­tet wer­den.” Be­deu­tet im Um­kehr­schluss, dass Sie bis 24 Uhr blei­ben dür­fen. Das Glei­che gilt für Tanz­ver­an­stal­tun­gen.

Wenn Sie län­ger blei­ben wol­len, be­nö­ti­gen Sie ei­nen Mut­ti­zet­tel, auch als „Voll­macht für Über­tra­gung von Er­zie­hungs­auf­ga­ben” be­kannt und eine voll­jäh­ri­ge Be­glei­tung. Den Zet­tel kön­nen Sie hier kos­ten­los her­un­ter­la­den.

Den Muttizettel erst einmal herunterladen

Vorschaubild um den Muttizettel herunterzuladenSie kön­nen den Mut­ti­zet­tel ent­we­der im PDF-Format down­loa­den, dazu kli­cken Sie ein­fach auf das Bild, oder Sie spei­chern sich die Da­tei im Libre(Open) Of­fice Wri­ter For­mat ab. Bei­des müs­sen Sie zu­nächst im Hoch­for­mat auf ein DIN A4 Blatt in schwarz­weiß aus­dru­cken. Der Name Mut­ti­zet­tel kommt da­her, weil vor al­lem Töch­ter schon seit Jahr­zehn­ten, ihre Mut­tis über­re­den und die­se Voll­macht aus­fül­len las­sen.

So funktioniert der Muttizettel

Es bleibt dem Be­trei­ber der Lo­ka­li­tät selbst über­las­sen, wie er den Ein­lass hand­habt. Vie­le Clubs las­sen ge­ne­rell kei­ne Ju­gend­li­chen un­ter 18 Jah­ren hin­ein. An­de­re, meist aus­län­di­sche Be­trei­ber, ha­ben noch nie et­was von ei­nem Mut­ti­zet­tel ge­hört. Am bes­ten se­hen Sie vor­her kurz auf der Home­page des Clubs nach, wie der Ein­lass ge­hand­habt wird, im Zwei­fel ru­fen Sie ein­fach die Te­le­fon­num­mer im Im­pres­sum an.

  • Mit dem Mut­ti­zet­tel über­trägt Ihr Er­zie­hungs­be­rech­tig­ter, die Ver­ant­wor­tung auf ei­nen Ih­rer voll­jäh­ri­gen Be­glei­ter. Dazu muss die Voll­macht voll­stän­dig aus­ge­füllt sein.
  • Selbst wenn Sie sich hier­bei wie­der ein­mal ko­ma­tös ge­trun­ken ha­ben, weil Ihre Be­glei­tung Ih­nen Al­ko­hol be­sorgt hat, be­fin­den Sie sich in Ob­hut ei­nes Er­wach­se­nen und der Be­trei­ber hat kei­nen Auf­wand.
  • Es kann gut sein, dass der Be­trei­ber den Mut­ti­zet­tel und Ih­ren Per­so­nal­aus­weis bis zum Ver­las­sen der Lo­ka­li­tät ein­be­hält.

Ohne eine voll­jäh­ri­ge Be­glei­tung mit über­tra­ge­ner Ver­ant­wor­tung, lässt das Ju­gend­schutz­ge­setz kei­ne Mög­lich­kei­ten mehr zu, nach 24 Uhr in ei­nem Club zu blei­ben.

Früher war alles besser

Im Ju­gend­schutz­ge­setz hat sich in den letz­ten Jah­ren viel zum Nach­teil der Ju­gend­li­chen ge­än­dert. Ich bin zwar noch nicht so alt, je­doch war es zu mei­ner Teen­ager­zeit noch üb­lich ...

  • Ab 16 Jah­ren Bier und Wein aus­ge­schenkt zu be­kom­men.
  • Die da­ma­li­gen Mut­ti­zet­tel lie­ßen es so­gar zu, eine Tanz­ver­an­stal­tung nach 24 Uhr, ohne voll­jäh­ri­ge Be­glei­tung, zu be­su­chen.

We­der ich, noch mei­ne Freun­de, muss­ten je­mals we­gen über­mä­ßi­gem Al­ko­hol­kon­sums in ein Kran­ken­haus. We­gen uns muss­te auch nie die Po­li­zei kom­men, weil wir halb be­wusst­los ge­stän­kert ha­ben, ob­wohl wir wie ge­sagt, mit 16 Jah­ren schon Al­ko­hol aus­ge­schenkt be­kom­men ha­ben. Wir muss­ten auch nicht schon um 21 Uhr mit Ruck­sä­cken auf dem Park­platz ste­hen und uns mit Schnaps voll­kip­pen, den uns je­mand aus ei­nem Le­bens­mit­tel­dis­coun­ter be­sorgt hat. Gut, da­mals kos­te­te der Ein­tritt ma­xi­mal 5,00 und ein Bier viel­leicht 2,00 Mark.

Appell an die Muttis

Von El­tern­teil zu El­tern­teil, Sie ha­ben si­cher­lich frü­her auch die Er­fah­rung ge­macht, dass die Kin­der die am we­nigs­ten durf­ten, wenn sie es mal durf­ten, es sich am här­tes­ten ge­ge­ben ha­ben. Sei­en Sie also im Rah­men der ge­setz­li­chen Mög­lich­kei­ten ku­lant und las­sen Sie Ihr Kind ein Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl für sich selbst ent­wi­ckeln.

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Mein Name ist Sa­scha ali­as Ki­lo­byte und ich bin Blog­ger seit 2009. Als Lieb­ha­ber und Be­wun­de­rer der bil­den­den Küns­te pu­bli­zie­re ich hier seit 2011 An­lei­tun­gen und Er­fah­rungs­be­rich­te über die schö­nen Din­ge des Le­bens. Au­ßer­dem sor­ge ich für die Funk­tio­na­li­tät von GWS2.de. Ich mag Pin­gui­ne, die Wei­ma­rer Klas­sik, Quen­tin Ta­ran­ti­no und für ita­lie­ni­sches Es­sen mit ei­nem Glas Grau­bur­gun­der ma­che ich fast al­les.


Kategorie: Blog
Tag:
  • Pia sagt:

    Dan­ke­schön für den tol­len Tipp!
    Wir ha­ben schon öf­ter Pro­ble­me ge­habt, weil ich mei­ner Tee­n­y­toch­ter den Zet­tel schrift­lich mit­ge­ge­ben habe, oder ei­nen fal­schen aus­ge­druckt habe. End­lich hab ich den Rich­ti­gen 😀 Lg Pia

  • Thomas sagt:

    @ Sa­scha
    Die Idee mit dem Mut­ti­zet­tel ist echt klas­se! War ge­ra­de auf der Su­che nach ei­ner sol­chen Mög­lich­keit und di­rekt die zwei­te Google-Seite hat mir die­sen Blog of­fen­bart!

    Vie­len Dank! Kann ich gut ge­brau­chen!

    LG Tho­mas

  • Tina sagt:

    Dan­ke für die Vor­la­ge, ha­ben wir für mei­ne klei­ne Schwes­ter ge­braucht. Ich hät­te ger­ne in der Zeit ge­lebt von der du uns er­zählst, heu­te ist es wirk­lich al­les sehr streng re­gle­men­tiert.

  • Patrizia sagt:

    Hal­lo erst woll­te ich mich für die Vor­la­ge be­dan­ken und dann für den er­fri­schen­den Ar­ti­kel, ich habe beim Le­sen des Öf­te­ren herz­haft ge­lacht 🙂 Ich brau­che den „Mut­ti­zet­tel” im­mer für mei­ne Toch­ter. Feed­back: Hat ge­klappt, mei­ne Toch­ter durf­te ins E4 Ber­lin, muss­te ih­ren Aus­weis ab­ge­ben und hat die­sen beim Ver­las­sen wie­der be­kom­men.

    Herz­lichs­te Grü­ße, Pa­tri­zia

  • Marina sagt:

    Hi, zu­nächst ein­mal dan­ke für die­sen wit­zi­gen Ar­ti­kel und na­tür­lich die Vor­la­ge. Ich bin selbst Mut­ti von zwei Töch­tern und ken­ne die Dis­kus­sio­nen je­des Wo­chen­en­de nur zu gut *lach*. Mei­ne jüngs­te Toch­ter ist vor kur­zem 16 ge­wor­den und möch­te mit ih­rer gro­ßer Schwes­ter mit ins Ma­trix - eine Dis­co in Mann­heim. Na gut geb ich ihr halt so ei­nen Wisch am Frei­tag mit, mal se­hen ob sie rein kommt 🙂 LG aus Mann­heim

    PS: Als ich jung war gabs Bier mei­ner Er­in­ne­rung nach schon ab 15. Wir ha­ben da­mals aber eher Bier ge­trun­ken weils ein­fach bil­li­ger war. Ein Bier 1 Mark und eine Cola 1,50 Mark 😉

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