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Schnelle Halloween Dekoration basteln – leuchtende Kürbisse

Obwohl der Oktober bekanntlich 31 Tage hat, kommt das Ende des goldenen Herbstmonats für viele doch immer wieder überraschend. Halloween ist der gespenstische Abend vor Allerheiligen, der auch hierzulande immer mehr furchterregende Geister und kleine Monster auf die Straßen lockt, um Süßes zu fordern. Falls Sie sich in letzter Minute dazu entschieden haben, auch am schauderhaften Treiben teilzunehmen und deshalb eine schnelle Halloween Dekoration benötigen, müssen Sie keinen Kürbis vom schleimigen Inneren befreien.

Bild von schneller Halloween Dekoration - leuchtende KürbislaternenLediglich etwas Papier, einige wenige Bastelwerkzeuge und meine Schablonen reichen aus, um in nur fünf Schritten grimmig leuchtende Kürbisse zu schnitzen. Außerdem habe ich bei der Gestaltung der Vorlagen darauf geachtet, dass Sie sich nicht zwingend für das klassische orangefarbene Kürbisdesign entscheiden müssen, welches auf der Legende rund um Jack O’Lantern beruht.

Übrigens trägt der original geschnitzte Kürbis den Namen Jack O’Lantern. Der irischen Legende nach hat dieser an zwei unterschiedlichen Halloweenabenden den Teufel ausgetrickst.

Sascha: Was wird an Halloween gefeiert? Rätselspiele für Kinder. gws2.de (09/2016).

Bild von drei leuchtenden Kürbissen für Halloween aus Papier von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinZum einen haben Sie nämlich die Option, aus drei unterschiedlichen Gesichtsmustern zu wählen und zum anderen passt auf jeden der bösen Würfel ein maßgeschneiderter Hut. Dadurch lassen sich im Handumdrehen geschlossene Halloweenlaternen für den Outdoorbereich basteln, die prädestiniert dafür sind, um mit elektrischen Teelichtern betrieben zu werden. Zudem können Sie durch den gezielten Farbeinsatz bestimmen, ob die kleinen Leuchten einem Kürbis, einem Geist, Frankenstein oder doch einem Minion ähnlich sehen sollen.

Bild von grüner Halloween Laterne mit Hut und FIMO Sarg von DAoCFrEakObwohl sich die hübschen Halloween Dekorationen sehr schnell basteln lassen, habe ich trotzdem dafür gesorgt, dass sie auch im praktischen Bereich überzeugen. Die einzelnen Wände der Würfel sind mindestens einfach verstärkt, um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass die leuchtenden Kürbisse im Inneren über eine Teelichthalterung verfügen. Somit ist es brennenden Teelichtern nicht möglich, zu verrutschen und das Papier anzukokeln.

Bild von leuchtender Halloween Laterne aus Papier gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Ein Papierkürbis ist 7,5 Zentimeter lang und breit sowie 10 Zentimeter hoch. Der optionale Hut, welcher einen Durchmesser von 13 Zentimetern hat, vergrößert das einfache Bastelmotiv auf eine Höhe von 17,5 Zentimetern.

Halloween Dekoration in fünf Schritten

Bild von Innenseite und Außenseite des Halloweenwürfels aus TonpapierFür jedes Exemplar verwendete ich immer zwei Tonpapierfarben und ein einfarbiges Transparentpapier. Die Gesichtskonturen und Schattierungen trug ich mithilfe eines Make-up Schwämmchens und eines grauen Stempelkissens auf. Als Bastelwerkzeuge kam nichts weiter als eine Schere, ein Falzbeil samt Lineal, flüssiger Kleber, ein Bastelmesser und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10) zum Einsatz.

Bild vom Aufkleben des gelben Transparentpapiers in das KürbisgesichtBevor Sie mit dem ersten Schritt zum Basteln der schnellen Halloween Dekoration beginnen können, müssen Sie sich zuerst für ein Motiv entscheiden. Die Schablonen #1 – #2, #3 – #4 sowie #5 – #6 gehören zusammen und ergeben am Ende jeweils einen leuchtenden Kürbis. Ich entschied mich für den klassischen Halloweenkürbis und schnitt mir deshalb die ersten beiden Bastelvorlagen zurecht. Das Schnittmuster von Schablone #1 fertigte ich mir daraufhin zweimal aus dunklem (Außenseiten) und einmal aus hellem (Innenseiten), orangefarbenem Tonpapier an.

Bild vom Ankleben des smarten TeelichthaltersMeine Vorlage von Schablone #2 fertigte ich mir hingegen nur einmal aus der helleren Farbe an, sodass ich als Resultat vier Einzelteile vor mir liegen hatte. Danach schnitt ich mithilfe eines Bastelmessers die Gesichter sowie die Kerzenhalterung frei und falzte zudem noch die Knick- und Klebelinien (siehe Schablonen). Im zweiten Schritt klebte ich von der Innenseite gelbes Transparentpapier über die ausgeschnittenen Augen und den Mund.

Wichtig: Das durchsichtige Papier klebte ich ausschließlich auf die Gesichter der beiden dunkelfarbigen Außenseiten. Die Vorlage dafür befindet sich zusammen mit dem Teelichthalter auf Schablone #7.

Gruselige Dekoration stabil zusammenkleben

Bild vom Aufeinanderkleben der beiden TonpapiergesichterIm dritten Schritt fertigte ich mir den quadratischen Teelichthalter jeweils einmal aus meinen beiden Tonpapierfarben an. Nachfolgend klebte ich beide Elemente symmetrisch aufeinander, falzte die Kanten und versenkte das Ganze über die Klebelaschen in der Mitte meiner hellen Gesichterwand. Im vierten Schritt klebte ich nun meine vier präparierten Einzelteile zu einem Würfel zusammen.

Dazu verklebte ich zunächst immer eine helle Innenseite mit einer dunklen Außenseite. Hinweis: Durch diese Klebetechnik werden gleichzeitig die Überstände des Transparentpapiers verkleidet, wodurch der leuchtende Kürbis auch von innen sehr ästhetisch wirkt. Anschließend klebte ich meine beiden verstärkten Restelemente am Boden so zusammen, dass sich die beiden Gesichter gegenüberlagen. Danach stellte ich Wand für Wand auf und verklebte die Seiten miteinander.

  • Im fünften und letzten Schritt verzierte ich meine schnelle Halloween Dekoration noch, indem ich mit grauer Stempelfarbe diverse Gesichtskonturen von außen aufmalte.

Auch mit Hut erschreckt es sich gut

Bild vom Zusammenkleben des Hutes für den Halloweenkürbis aus PapierFalls Sie Ihrer furchterregenden Dekoration noch einen passenden Hut aufsetzen möchten, finden Sie die Krempe auf Schablone #8, die Hutkrone auf Schablone #9 und den Verschlussmechanismus auf Schablone #10. Nachdem ich die Hutkrone trichterförmig angefertigt hatte, klebte ich diese an den Klebelaschen unten an der Hutkrempe fest. Danach baute ich mir den quadratischen Verschlussmechanismus zusammen und befestigte diesen am runden Kreiselement. Zu guter Letzt klebte ich dann noch den spitzen Hut auf den fertiggestellten Verschluss.

Bild von zwei Papierlaternen Jack O’Lantern für HalloweenDurch diese Klebetechnik werden automatisch alle unschönen Ränder verdeckt, sodass die Kopfbedeckung so aussieht, als wäre sie aus einem Guss. Für eine leuchtende Kürbislaterne aus Papier mit Hut habe ich ungefähr zwei Stunden reine Bastelzeit benötigt. Neben der Einfachheit und dem klaren Design gefällt mir vor allem die Funktionalität meiner kleinen Leuchten. Gerade wenn Sie aus Sicherheitsgründen ein elektrisches Teelicht vorziehen, empfehle ich Ihnen Ihren Kürbis mit dem Hut abzuschließen. Durch den Deckel kann das Licht nicht entweichen und bringt deshalb das schaurige Bastelmotiv besonders gut zum Strahlen.

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Karte zu Ostern basteln

Es gibt Traditionen, die so alt sind, dass diese wahrscheinlich niemals aussterben. Dazu gehört auf jeden Fall das Verschicken von Grußkarten. Obwohl heutzutage selbst Uromis wie Königin Elisabeth II. über ein E-Mail-Konto sowie einen Facebook-Account verfügen und die Post die Portopreise so gut wie jährlich erhöht, gibt es immer noch in fast jedem Geschäft Grußkartenständer. Auch für mich gehört an besonderen Feiertagen wie Ostern eine echte Karte zum Anfassen an die liebe Verwandtschaft einfach dazu.

Bild von Osterkarte mit Pop-up-EffektMan geht davon aus, dass der Brauch sich Grüße und Glückwünsche zu schicken, bereits auf die alten Ägypter bzw. Chinesen (Shang-Dynastie) vor ungefähr 3500 Jahren zurückgeht. Lediglich zum Beginn eines neuen Jahres überbrachten sich die Menschen jener Zeit Nachrichten, die nur den Zweck hatten böse Geister zu vertreiben.

The tradition of sending good wishes goes back many centuries, probably beginning with the Chinese and Egyptians who exchanged goodwill messages at the start of a new year to ward off evil spirits.

The Greetings Card Company Ltd.: The History of Greetings Cards. greetingcards.co.uk (03/2016).

Bild von selbst gebastelter Grußkarte zu OsternEs dauerte viele Jahrhunderte, bis ein weiterer historischer Schritt hin zu unseren heutigen teils sehr poesievollen Grußkarten gemacht wurde. Dies lag vor allem daran, da im Europa des Früh- und Hochmittelalters nur die Kirche und Adelshöfe über eine Art Kuriersystem verfügten. Erst im 15. Jahrhundert in London, als die erste Valentinstagskarte vom französischen Herzog von Orléans an seine Frau versendet wurde, nimmt die Geschichte der Grußkarten wieder ihren Faden auf.

Der Brief, in diesem dieses dramatisch, traurige Liebesgedicht stand gilt heutzutage als älteste Valentinstagskarte der Welt.

Vetter, Veronika: Valentinstagskarte basteln – I Love You. gws2.de (03/2016).

Bild von Osterhasenkarte zum VerschickenDie erste reproduzierte Grußkarte, die immer noch als Vorbild für heutige Exemplare gilt, kam ebenfalls aus London und wurde 1843 von Sir Henry Cole erfunden. Dieser beauftragte den Künstler John Callcott Horsley, ein Weihnachtsmotiv anzufertigen. Die kolorierte Weihnachtskarte zeigte eine Gesellschaft, bei dieser witzigerweise auch Kinder Rotwein tranken. Neben der Illustration befand sich zudem der Gruß „A Merry Christmas and a Happy New Year to You“ auf der geschichtsträchtigen Karte, die insgesamt 1000 Mal hergestellt wurde.

John Callcott Horsley was commissioned by Sir Henry Cole in 1843 to to paint a card showing the feeding and clothing of the poor. […] Of the 1,000 original Christmas cards printed […].

Krug, Vivian: The Pioneers of the Greeting Card Industry. emotionscards.com (03/2016).

Vor allem dadurch, dass die britische Royal Mail drei Jahre zuvor im Jahre 1840 die erste Briefmarke mit dem Namen „One Penny Black“ herausgab und damit das Porto für jeden Grüßenden erschwinglich wurde, traten Postkarten ihren Siegeszug an.

Bild von Osterkarte mit OsterhasenIst Ihnen eventuell schon einmal aufgefallen, dass sich auf Karten fürs Osterfest meistens Tulpen befinden? Obwohl ich Tulpen über alles liebe, verstehe ich dabei die Illustratoren nicht, schließlich gibt es eine Blumensorte, die den Namen Osterglöckchen (Gelbe Narzisse) trägt. Außerdem heißt es zwar, Tulpen seien Frühlingsboten, selbst bei den frühsten Sorten (Purple Prince) muss das Wetter jedoch schon stark mitspielen, dass diese rechtzeitig in den weitesten Teilen der BRD an Ostern blühen.

Die einfachen, frühen Tulpen erblühen bis spätestens 21. April und wachsen durchschnittlich zwischen 25 und 30 Zentimeter hoch […].

Dühmke, Ringo: Tulpensorten & deren Blütezeiten im Überblick. gartentipps.com (03/2016).

Ich gehe deshalb einfach mal davon aus, dass Tulpen voll im Trend liegen, und habe diese schönen Blumen aus diesem Grund ebenfalls als Hintergrundmotiv in meine Karte zu Ostern eingebaut.

Bild von Karte zu Ostern selbst basteln von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine-Art Künstlerin

Die stylische Osterkarte hat Übergröße, denn sie ist 29 Zentimeter lang und 18 Zentimeter breit, kann also nur in einem Briefkuvert nach DIN C5 verschickt werden. Des Weiteren verfügt die frühlingshafte Grußkarte über einen Pop-up-Effekt. Beim Öffnen springen einem sofort ein verziertes Osterei und ein süßer Osterhase entgegen. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie ich diese Karte gebastelt habe, und erhalten außerdem die Schablonen zum Nachbasteln.

Bastelanleitung für Osterkarte

Bild vom roten Kartenhintergrund, der aus zwei Papiersorten bestehtDamit die Karte nicht nur gut aussieht, sondern sich auch besonders anfühlt, verarbeitete ich die verschiedensten Papiersorten. Ich verwendete weißen und roten Tonkarton, burgundrotes Tonpapier, ein rotes, gemustertes Transparentpapier, rote Strohseide sowie rosafarbenes Krepppapier. Für die weiteren Verzierungen kam etwas Naturbast, ein Schmuckstein in Herzform, die Stempelfarbe „Blazing Red“ und ein Make-up Schwämmchen zum Einsatz.

Bild vom Zusammenkleben der beiden PapiersortenAls Werkzeuge sollten Sie sich eine Schere, ein Bastelmesser, flüssigen Kleber, Streichhölzer, Falzbeil samt Lineal und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zurechtlegen. Ich begann mit dem Hintergrund der Karte und verlängerte zuallererst die Schablonen #1 und #2 an der Markierung A. Aus der daraus resultierenden großen Vorlage fertigte ich mir im Anschluss zwei Elemente an. Eines aus rotem Tonkarton mit einer Grammatur von 220 g/m² und das andere aus roter Strohseide. Gleich darauf klebte ich beide Einzelteile aufeinander und falzte die Knicklinie mithilfe meines Falzbeils und Lineals.

Osterei und Hase als Kartenszenerie

Für die Osterszenerie und den Pop-up-Effekt fertigte ich mir die Schablone #3 aus weißem Tonkarton an. Nachdem ich das Muster übertragen hatte, schnitt ich das Osterei und den Hasen mithilfe meines Bastelmessers vorsichtig aus. Ein weiteres verziertes Ei befindet sich auf Schablone #4, dieses fertigte ich aus einem roten, gemusterten Transparentpapier an.

Bild vom Falzen des weißen Tonkartons

Das Transparentpapierei klebte ich direkt danach als Verzierung auf das identisch große Pop-up-Ei. Hinter das aufgestellte Häschen legte ich ein Stück Papier als temporäre Unterlage und bemalte den Langlöffel mit roter Stempelfarbe, die ich zuvor auf ein Make-up Schwämmchen aufgetragen hatte. Tipp: Durch leichte Wischbewegungen entsteht auf dem Hasen ein konturreiches Muster. Im Anschluss falzte ich wieder die Knick- und Klebelinien.

Bild vom Aufkleben der Osterszenerie mit Pop-up-Effekt auf den KartenhintergrundHinweis: Der Osterhase steht etwas weiter vor dem Ei, dadurch wirkt das Motiv noch lebendiger. Den fertiggestellten Pop-up-Effekt klebte ich nun auf den Kartenhintergrund auf. Ich achtete dabei besonders darauf, dass der Abstand zu jeder Seite exakt einen Zentimeter betrug. Damit ist die Karte zu Ostern einsatzbereit und wurde von mir weiter verziert.

Karte passend zum Frühling verzieren

Bild vom Aufstempeln der Nachricht Frohe Ostern

Die Karte trägt die Botschaft Frohe Ostern! und die befindet sich auf Schablone #5. Nachdem ich die Buchstaben mit meinem Bastelmesser ausgeschnitten hatte, legte ich die Stempelvorlage mittig auf die untere Hälfte meiner Karte. Folgend nahm ich wieder mein Stempelkissen und das Make-up Schwämmchen zur Hand und übertrug den Schriftzug auf die weiße Fläche.

Das Innere der Karte habe ich mit insgesamt sechs unterschiedlich großen Tulpen verziert. Die Elemente dafür befinden sich auf der Schablone #6. Die Tulpenblüten bestehen aus weißem Tonkarton und rosafarbenem Krepppapier. Hingegen die Blumenstängel fertigte ich aus burgundrotem Tonpapier an. Ich begann damit, indem ich immer eine Blüte aus Krepppapier auf eine Tonkartonblüte klebte. Darauffolgend befestigte ich die Stängel an der weißen Blütenrückseite. Wichtig: Damit auch die Papiertulpen später auf der Karte dynamisch wirken, beklebte ich die Rückseiten mit Streichhölzern als Abstandhalter.

Bild vom Aufkleben der Tulpen auf eine selbst gebasteltete Pop-up-Karte zu Ostern

Zwischen die Blüten und Stängel band ich abschließend noch eine Schleife aus Naturbast fest, danach klebte ich meine frühlingshaften Blumen auf die Karte auf. Der Pop-up-Hase bekam zu guter Letzt ebenfalls ein Halsband mit einem herzförmigen Schmuckstein verpasst. Damit ist die Grußkarte zum Osterfest bereit, um verschickt zu werden. Idee: Natürlich muss die Karte nicht unbedingt mit der Post auf die Reise gehen. Ich verschließe dieses Jahr zum Beispiel die Pop-up-Karte mit einem österlichen Dekoband und lege sie meinem Ostergeschenk bei.

Fazit

Meine Osterkarte ist ein Bastelmotiv für die Sinne. Egal, wo und wie Sie die Karte anfassen, Sie werden immer eine andere Oberflächenstruktur spüren. Auch optisch gesehen wirkt die Karte äußerst frisch und fröhlich, denn aus verschiedenen Winkeln betrachtet sieht das Pop-up-Motiv immer unterschiedlich aus. Aufgestellt ist die Themenkarte außerdem nicht nur ein Ostergruß, sondern gleichzeitig auch eine farbenfrohe Osterdekoration.

Als Bastelzeit sollten Sie sich gut und gerne 90 Minuten Zeit nehmen. Verwenden Sie ebenfalls viele verschiedene Papiersorten, wird aus jeder Karte ein Unikat.

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Beleuchteter Weihnachtsbaum – Bastelanleitung

Wer wie die Kelten und Germanen seinerzeit die Wälder um den Oceanus Germanicus besiedelte, der interessierte sich nicht für hebräische, vorderasiatische Geschichten. Dennoch hatten auch diese Heidenvölker nichts gegen einen Weihnachtsbaum einzuwenden. Zwischen dem 21. und dem 22. Dezember feierten die indigenen Bewohner Nordeuropas jährlich die Wintersonnenwende. Anlässlich der Feierlichkeiten nahmen sie grüne Nadelbäume mit in ihre Hütten, um die Rückkehr des Lebens nach dem Winter zu symbolisieren.

Dating back centuries before Christ, cultures brought evergreen trees, plants, and leaves into their homes upon the arrival of the winter solstice […].

CTH: Pagan Origins. christmastree.net (11/2015).

Bild vom beleuchteten Weihnachtsbaum auf einem Christkindlesmarkt. Szenerie gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinSelbstverständlich nannten die Heiden diese Bäume nicht Weihnachtsbäume. Auch die spirituellen Würdenträger dieser Völker fanden an diesem Baumkult ihren Gefallen. Als Druide oder Seher hatte man schließlich immer allerhand zu tun, um böse Geister und Dämonen fernzuhalten. Ein Baum, der selbst bei Minusgraden und Schnee trotzdem noch grünt, der musste ein Geschenk von Tyr/Smertrios sein. Wer also damals in der heutigen Adventszeit die Nähe zu Weihnachtsbäumen suchte, der konnte garantiert albtraumfrei schlafen.

Die Jahrhunderte der Christianisierung vergingen, der Hokuspokus hatte ein Ende und die Bedeutung des ehemals heidnischen Wunderbaums wechselte des Öfteren.

Collage von selbst gebasteltem Weihnachtsbaum aus Papier. Erstellt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Bis die Europäer wieder damit begannen, Nadelhölzer in der Adventszeit in ihre Stuben zu stellen, dauerte es mindestens bis in das 16. Jahrhundert.

Bild von Papierweihnachtsbaum mit goldenen WalnüssenSpätestens jedoch im Jahre 1605 in Straßburg, welches zu jener Zeit noch zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte, wurde der allererste Weihnachtsbaum mit goldenen Nüssen samt kandierten Orangenscheiben geschmückt und damit diese schöne Tradition gestartet. Daraufhin dauerte es nicht lange, bis die geschichtsträchtigen Bäume auch zum Leuchten gebracht wurden.

It was in 1605 in Strasbourg in Alsace, then in Germany, that a chronicler wrote (in old German) […].

H. Flippo & Sons Publishing Co., LLC: The German Christmas Tree. german-way.com (11/2015).

Bild von Nikolaus aus Schokolade, der aus einem grünen Papierweihnachtsbaum fälltWer derjenige war, der im 17. Jahrhundert auf die Idee kam, seinen Weihnachtsbaum als Erstes zu beleuchten, ist unbekannt. Aufgrund dessen, dass Glühbirnen jedoch erst 1890 auf den Markt kamen, mussten die gläubigen Christen als Leuchtmittel auf gewöhnliche Kerzen zurückgreifen. Um diese an den Zweigen des Baums zu befestigen, nahmen sie kurzerhand flüssiges Wachs oder Stecknadeln zur Hilfe.

Candles for the tree were glued with melted wax to a tree branch or attached by pins.

Bellis, Mary: The History of Christmas Lights. inventors.about.com (11/2015).

Bei diesen waghalsigen Provisorien kam es natürlich häufig zu Bränden. Trotzdem wurden erst 1890 Kerzenhalter für Christbäume erfunden, deren Nachfahren es auch heutzutage noch zu kaufen gibt.

Bild von Tannenbaum aus Papier von untenZeitgleich entstand die Massenproduktion von Lichterketten für Weihnachtsbäume. Diese waren jedoch so teuer, dass eine der wenigen Abnehmer dieser Beleuchtungen der britische Hof von Königin Victoria war. Die Normalbevölkerung verwendete auch weiterhin Kerzen und so brannten Bäume und Wohnstuben so oft, dass manche Versicherungen für diese Art von Schaden nicht mehr aufkommen wollten.

By 1908, insurance companies wouldn’t even pay for damages caused by Christmas tree fires.

Jacob, Chris: In the Beginning, There was Fire. gizmodo.com (11/2015).

Bild von zarten Weihnachtssternen, die den Papiertannenbaum zierenObwohl sich bis in die 1980er Jahre eine komplett elektrische Beleuchtung für Weihnachtsbäume durchgesetzt hatte, brannten weiterhin die Bäume. Grund dafür war, dass die leuchtenden Glasköpfe der elektrischen Kerzen bei günstigen Modellen so heiß wurden, dass trockene Bäume dadurch fast explosionsartig in Flammen aufgehen konnten.

Heute sind selbst importierte Weihnachtsbeleuchtungen aus der hintersten chinesischen Provinz Zhejiang so sicher, dass diese sogar mit Papier verwendet werden können. Deshalb habe ich einen dreidimensionalen, beleuchteten Weihnachtsbaum aus Papier gebastelt, dessen Anleitung und Schablonen ich Ihnen nun zur Verfügung stelle.

Bild vom beleuchteten Weihnachtsbaum aus Papier - gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Dieser dreistöckige, leuchtende Weihnachtsbaum ist 18 Zentimeter breit und 32 Zentimeter hoch (inklusive 3D-Stern). Die Papiertanne ist im Inneren hohl und kann jederzeit über den Baumstumpf geöffnet werden. Dadurch ist es möglich, Leuchtmaterial wie Lichterkugeln oder elektrische Teelichter im Geäst unsichtbar zu verstauen.

Bastelanleitung für Weihnachtsbaum

Bild vom Verstärken der einzelnen Elemente mit dunkelgrünem TonpapierMein Leuchtbaum besteht aus vier Papiersorten. Neben Tonpapier, Krepppapier und Transparentpapier, garnierte ich das Äußere des Baums zudem mit magentafarbenem Bananenpapier. Für die dezente Dekoration kamen außerdem drei Nagellackfarben und kleine selbst gefaltete Sterne zum Einsatz. Als Werkzeuge sollten Sie sich eine Schere, etwas flüssigen Kleber, ein Falzbeil samt eines Lineals, einen Eyelet-Setter und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8) zurechtlegen.

Bild vom Verzieren des Papierbaums mit NagellackDer Papierweihnachtsbaum besteht prinzipiell aus zwei unterschiedlich großen, fliegenden Untertassen und einem Indianer Wigwam. Zum Anfertigen der größten Untertasse für den Baumboden legte ich mir die Schablone #1 und #2 zurecht. Abgesehen von den kleinen Verkleidungselementen aus Bananenpapier und Transparentpapier (siehe Schablonen), fertigte ich alle Einzelteile einmal aus hellgrünem und einmal aus dunkelgrünem Tonpapier an.

Zur Verstärkung klebte ich im Anschluss immer zwei identische Elemente so aufeinander, dass sich die dunkelgrüne Seite später im Inneren des Baums befindet. Nachdem ich die Knick- und Klebelinien sämtlicher Einzelteile gefalzt hatte, durchsuchte ich meine alten Glossyboxen nach drei farblich harmonierenden Nagellackfarben. Damit dekorierte ich im nächsten Schritt die hellgrüne Außenseite des Baumbodens von Schablone #1.

Bild vom Verkleiden der ausgestanzten Löcher mit TransparentpapierHingegen den Kranz von Schablone #2 verzierte ich mit sieben kontrastreichen Bananenpapierflächen. Als Nächstes nahm ich meinen Eyelet-Setter und stanzte damit kleine Löcher in die Papierschichten. Durch diese Aussparungen soll am Ende das elektrische Licht schimmern. Hinweis: Die Anordnung der Löcher spielt keine Rolle, ich habe mich jedoch für ein durchgängiges, symmetrisches Muster entschieden. Außerdem löcherte ich nur schräge Flächen und nicht den geraden Boden.

Bild von Papieruntertasse mit orangefarbenen LöchernDamit mein Bäumchen auch in vielen verschiedenen Farben leuchtet, verkleidete ich die Löcher von innen mit Transparentpapier. Ich fertigte mir also mithilfe der beiden Vorlagen insgesamt 14 Transparentpapierstücke an, welche ich über die dunkelgrünen Lochinnenseiten beider Einzelteile klebte. Tipp: Besonders gut kommen warme Farbtöne wie Gelb, Orange und Rot.

Bild vom Zusammenkleben des Tannenbaumfundaments aus PapierDer Zusammenbau der größten Untertasse konnte darauffolgend endlich beginnen. Dazu stellte ich zunächst einmal das präparierte Element von Schablone #1 auf und verklebte es mit sich selbst. Danach wiederholte ich das Ganze mit dem Kranz und klebte diesen Stück für Stück an den oberen Klebelaschen des Baumbodens fest. Dadurch entstand automatisch eine Wölbung in der Mitte der Papieruntertasse.

Weihnachtsbaum steht auf einem Baumstumpf

Die unterste Ebene des beleuchteten Weihnachtsbaums war daraufhin fertiggestellt und sah ein wenig so aus wie ein kleines Raumschiff. An dessen Unterseite befestigte ich im nächsten Schritt den Baumstumpf von Schablone #3. Die beiden Elemente auf der Vorlage schnitt ich mir jeweils einmal aus hellbraunem und einmal aus dunkelbraunem Tonpapier zurecht. Zur Verstärkung klebte ich auch hier wieder zwei identische Einzelteile aufeinander, und zwar so, dass die dunkelbraune Seite nach außen zeigte.

Bild vom Baumstumpf und Deckel für den beleuchteten Papierweihnachtsbaum Anschließend falzte ich die Knick- und Klebelinien und klebte den siebeneckigen langen Streifen ringsum an den unteren Klebelaschen der Untertasse fest. Danach stellte ich das andere vorbereitete Element von Schablone #3 zu einer Kappe auf und verklebte es an den sieben Ecken mit sich selbst. Hinweis: Aufgrund der Größe und der Form passt diese Verschlusskappe perfekt über den Baumstumpf. Durch diesen simplen Mechanismus lässt sich das Bastelmotiv jederzeit von unten öffnen und schließen.

Leuchtender Christbaum steigt zum Himmel empor

Mit dem Fertigstellen des Baumfundaments hatte ich den schwierigsten Teil des Bastelmotivs abgeschlossen.

  • Von nun an wiederholten sich die Schritte. Die zweite Untertasse bastelte ich nach genau dem gleichen Prinzip wie die erste. Die Vorlagen dafür befinden sich auf Schablone #4 und #5.

Bild vom Ankleben der Baumkrone auf den PapierchristbaumAuch das Spitzdach habe ich mithilfe von Schablone #6 und #7 haargenau so angefertigt wie die beiden Untertassen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass ich das Element von Schablone #7 zu einem Kegel geformt und geklebt habe. Um meine Weihnachtsbaumform zu vollenden, klebte ich im letzten Schritt erst die mittlere Untertasse und dann das Indianer Wigwam mit viel flüssigem Kleber auf das Baumfundament.

Stern von Bethlehem auf den Weihnachtsbaum setzen

Alle drei Ebenen der sieben Seiten des Weihnachtsbaums dekorierte ich abschließend mit jeweils einem selbst gemachten 3D-Stern aus Papier. Diese schicken Sternchen bestehen aus einfachen Papierstreifen, die Sie auf Schablone #8 finden.

Collage von Anleitungsschritten zum Falten eines 3D-Sterns von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Tipp: Für den ersten Stern sollten Sie mit dem größten Streifen für die Christbaumspitze beginnen.

  • Für einen Papierstern machte ich zunächst einen lockeren Knoten in das obere Drittel des Papierstreifens.

Bild vom Aufbauschen des 3D-SternsAnschließend knickte ich das kleine Ende, was oben überstand, über die Papierkante nach innen ein. Den langen Streifen wickelte ich nun so lange um das Grundgerüst, bis nur noch ein kleiner Rest übrig war. Das Papierende steckte ich unter die Papierwicklungen und fixierte damit meinen Stern ganz ohne Kleber. Das Ganze sah nun wie ein flaches Fünfeck aus. Zu guter Letzt bauschte ich dieses durch Druck von den Seiten auf, sodass ein dreidimensionaler Papierstern entstanden ist.

Bild vom Aufkleben kleiner Papiersterne auf magentafarbenes Bananenpapier

Den großen 3D-Stern klebte ich auf die Spitze meines Weihnachtsbaums. Die 21 kleinen Sternchen befestigte ich auf der Verzierung aus Bananenpapier. Wichtig: Die herausstehenden Kanten des Baums könnten nun noch unschöne Kleberänder aufweisen. Diese kaschierte ich, indem ich dünne Streifen aus grünem Krepppapier darüber klebte. Danach war mein beleuchteter Weihnachtsbaum einsatzbereit.

Fazit – wie leuchtet der Papierbaum richtig?

Bild von den Löchern des PapierweihnachtsbaumsMeinen fertigen Weihnachtsbaum beleuchtete ich mit einer elektrischen Lichterkette. Damit auch jedes der kleinen Transparentpapierlöcher im zarten Licht erstrahlte, fixierte ich die Kette. Tipp: Füllen Sie Ihren Baum mit gewöhnlicher Klarsichtfolie auf. Diese sorgt nicht nur dafür, dass die Lichterkette alle drei Ebenen des Tannenbaums gleichermaßen beleuchtet, sondern reflektiert das Licht zusätzlich.

Für das Basteln eines Exemplars habe ich ungefähr vier Stunden Bastelzeit benötigt. Übrigens, mein Bäumchen ist befüllt mit Naschereien auch das ideale Nikolausgeschenk.

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