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Pumps: Damenschuhe aus Papier basteln – Anleitung

Dominante Frauen mit Ausstrahlung tragen Pumps. Kein Wunder, schließlich wurden geschlossene Halbschuhe mit hohem Absatz eigentlich für männliche Fürsten entworfen. Aus diesem Grund werden Pumps im Englischen auch Hofschuhe (court shoes) genannt. Je höher an den königlichen Höfen der Renaissance der gesellschaftliche Stand eines Mannes war, umso höher durften seine Schuhabsätze sein.

Bild von teuflischer Domina aus Fimo mit hochhackigem Damenschuh aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinWer dem Hochadel angehörte, der konnte somit High Heels tragen, vor denen selbst New Yorker Drag Queens kreischend davonlaufen würden. Hingegen die Füße der Adelsdamen waren seinerzeit mit hohen absatzlosen Plateauschuhen mit durchgehender Sohle geschmückt. Wenn ein spätmittelalterlicher König mit seiner Frau einen Spaziergang machte, war es demzufolge nichts Ungewöhnliches, dass Diener ihre Majestäten für einen sicheren Gang stützen mussten.

The true precursors the Pumps/Court Shoe came from the medieval fashion traditions of the wealthy class of rulers and politicians in Renaissance countries […]. At one point of history, pattens and chopines were so big that wearer had to use help of the servants to walk in them.

Anonymous: History of Pumps/Court Shoes. shoeshistoryfacts.com (02/2017).

Pumps zwingen zu einer aufrechten Körperhaltung und lassen den Träger dadurch selbstbewusst auftreten.

Frauen, die Pumps tragen gelten als sexuell attraktiv und angriffslustig.

Kröll, Fabian: Pumps: Zeitloser Klassiker. erdbeerlounge.de (02/2017).

Collage of Military Pumps out of Paper. Crafted by Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Artist

Dass Pumps erfunden wurden, um Männerkörpern zu schmeicheln wird auch daran ersichtlich, dass vor allem Frauen mit einer eher knabenhaften V-Figur Schuhe mit Absatz tragen sollten. Durch die steile Fußstellung in diesen Schuhen wird die Beinlinie verlängert, was galant von den breiten Schultern und der schmalen Hüfte ablenkt. Für die Herren der Schöpfung waren Pumps zudem Nutzschuhe. Denn mit keinem anderen Schuhwerk konnte man zu Pferde treffsicherer mit Pfeil und Bogen schießen.

The heel helped soldiers’ feet stay put in the stirrups while they shot their bow and arrows.

BuzzFeedYellow: The History Of High Heels. youtube.com (02/2017).

Picture of women shoes for Bushcraft. Created by Veronika Vetter Fine ArtistIm Zeitalter der Aufklärung reduzierte sich die Absatzhöhe und beide Geschlechter trugen Pumps. Währenddessen die Herren den breiten Blockabsatz bevorzugten, waren Damenschuhe mit Pfennigabsätzen bestückt. Vor allem der eitle Sonnenkönig Ludwig XIV. kombinierte gerne weiße Strümpfe mit schneidigen Pumps, die eine rote Sohle und einen roten Absatz hatten. Und damit geistlose Fashion Victims seinen skurrilen Modestil nicht einfach kopierten, durften in Frankreich ausschließlich Mitglieder seines Hofes ebenfalls Schuhe mit roten Absätzen tragen.

In the 1670s, Louis XIV issued an edict that only members of his court were allowed to wear red heels.

Kremer, William: Why did men stop wearing high heels? bbc.com (02/2017).

Bild von sexy Domina aus Modelliermasse zusammen mit Pumps. Hoher Absatz zum Eier treten. Gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinWährend der Französischen Revolution hängte man mit den Adligen auch gleich Schuhe mit Absatz an den Nagel. Erst als Mitte des 19. Jahrhunderts Shopping zum Hobby wohlhabender Frauen wurde, gab es wieder eine Nachfrage nach Pumps. Die neuen Modelle waren allerdings wesentlich femininer und nur noch für zarte Frauenfüße gemacht. Seitdem haben sich Pumps zur beliebtesten Frauenschuhform aller Zeiten entwickelt.

For almost forty years, heels were not to be found in fashionable Western footwear. By the mid-1800s […] cities such as Paris and New York ushered in an age of promenading, café-going, and window-shopping. […] The high heel, which reappeared at this time, was now seen as a distinctly feminine form of footwear.

Cobban, Anne: High Stepping. allaboutshoes.ca (02/2017).

Bild von Stöckelschuhen mit Camouflagemuster. Selbst gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinDie Geschichte der Pumps hat mich beim Basteln sehr beeinflusst. Meine hohen Papierschuhe sollten sehr autoritär und hochmütig sein sowie Sex-Appeal ausstrahlen. Am liebsten wäre es mir, wenn sich devote Fußfetischisten beim Anblick der tyrannischen Damenschuhe vor Schreck das Safeword in Erinnerung rufen würden. Dies wollte ich zum einen dadurch erreichen, indem ich die Pumps mit dem Camouflagemuster der US-Marines (MARPAT Woodland) bemalte. Zum anderen reizte ich die mögliche Absatzhöhe mit neun Zentimetern voll aus. Ab einem Absatz von zehn Zentimetern werden Damenschuhe bekanntlich als Stilettos oder High Heels bezeichnet.

Pumps mit Camouflagemuster aus Papier. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Meine Pumps aus Papier sind 16 Zentimeter lang, 6,5 Zentimeter breit und 13 Zentimeter hoch. Damit Sie diese schicken Schühchen auch bald Ihr Eigen nennen können, erzähle ich Ihnen nun Schritt für Schritt, wie ich meine Exemplare hergestellt habe.

Pumps aus Papier basteln

Bild vom Kleben der Innensohle eines Pumps aus PapierAbgesehen von der Zwischensohle aus Moosgummi, verwendete ich für das gesamte Konstrukt des Damenschuhs Tonpapier. Für die Verzierungen nahm ich zudem ein braunes Satinband zur Hilfe. Hingegen das grüne Camouflagemuster malte ich mit unterschiedlichen Acrylfarben auf. Als Werkzeuge sollten Sie sich außerdem eine Schere, ein Falzbeil samt Lineal, etwas flüssigen Kleber, einen Eyelet-Setter, ein gewöhnliches Feuerzeug und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6) zurechtlegen.

Hinweis: Selbst die dünnste Stelle des Damenschuhs hat eine Grammatur von 260 g/m², was daran liegt, dass ich sämtliche Einzelteile der Schablonen verstärkt habe. Dazu fertigte ich jedes Element stets zweimal aus Tonpapier an. Anschließend klebte ich alle identischen Stücke symmetrisch aufeinander.

Collage mit Anleitungsschritten: Basteln von grünen Pumps. Schuhquartier und Einlass. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Ich begann mit der Innensohle von Schablone #1. Nach dem Verstärken malte ich am Fersenbereich die Schuhgröße 37 als optionales Gimmick auf.

  • Dazu fertigte ich die Stempelvorlage der Schablone an und legte diese auf die Tonpapiersohle. Im Anschluss nahm ich ein Make-up Schwämmchen sowie ein Stempelkissen zur Hand und fuhr damit über die kleinen Aussparungen.
  • Als Nächstes bastelte ich die Seiten des Pumps, die auch als Quartier bezeichnet werden. Dafür fertigte ich die beiden Elemente von Schablone #2 jeweils zweimal aus Tonpapier an. Wichtig: Vor dem Verstärken stanzte ich in zwei der vier Einzelteile kleine Löcher (siehe Schablone) mithilfe meines Eyelet-Setters ein.
  • Nachdem ich die Knick- und Klebelinien der beiden präparierten Seitenelemente gefalzt hatte, klebte ich diese links und rechts an der Sohle fest. Hinweis: Damit sich beide Einzelteile auch exakt gegenüberlagen, legte ich nochmals die Sohlenvorlage von Schablone #1 auf die Tonpapiersohle, um die beiden hinteren Klebepunkte leichter ausfindig machen zu können.

Die Rückseite des Pumps wird auch Einlass genannt und befindet sich auf Schablone #3. Auch hier stanzte ich vor dem Verstärken zehn kleine Löcher in die obere Tonpapierseite. Nach dem Falzen knickte ich das Element leicht in der Mitte und verschloss damit im Anschluss den hinteren Sohlenbereich.

Maskuline Damenschuhe durch breite Schuhspitze

Damit meine Pumps nicht allzu feminin aussehen, habe ich das sogenannte Schuhblatt und die Vorderkappe verhältnismäßig breit gestaltet. Die Elemente dafür befinden sich auf Schablone #4. Zuallererst fertigte ich wieder sämtliche Einzelteile der Bastelvorlage aus Tonpapier an. Daraufhin stanzte ich in die Außenseite des Schuhblatts sechs kleine Löcher ein und verstärkte erst einmal nur dieses Element.

  • Wichtig: Nach dem Falzen der Knick- und Klebelinien brachte ich nur die innere Verstärkung der Vorderkappe am bereits fertiggestellten Schuhblatt an.

Bild von breiter Spitze eines PapierpumpsDieses Konstrukt klebte ich dann gleich darauf vorne an der Innensohle fest. Mit der übrig gebliebenen Außenseite der Vorderkappe verkleidete ich nun sämtliche Klebelaschen der Schuhspitze. Tipp: Um die relativ scharfe Papierkante am Übergang zwischen Schuhblatt und Vorderkappe abzumildern, fuhr ich einige Male mit einem feinen Schleifpapier (Körnung 1000) darüber.

Military Pumps haben massiven Trichterabsatz

Das Basteln des Schuhabsatzes ist der schwierigste Teil des gesamten Motivs. Direkt beim Zurechtschneiden der Einzelteile von Schablone #5 musste ich darauf achten, dass beim trichterförmigen Element die Außenseite gleichzeitig die Laufsohle ist.

Collage mit Anleitungsschritten: Hohen Absatz für Papierschuhe basteln. Erstellt von Veronika Vetter Fine Art Künstlerin

Dementsprechend verwendete ich für dieses Stück, ein mit punkten geprägtes braunes Tonpapier.

Bild vom Schuheinlass grüner Damenpumps aus PapierAn der Unterseite des trichterförmigen Einzelteils klebte ich daraufhin das kleine sternförmige Element fest. Dabei war es wichtig, dass die braune Laufsohle nach außen zeigte. Für die Absatzrückseite brachte ich im Anschluss das größte Teil von Schablone #5 an der bisherigen Absatzkonstruktion an. Den damit fertiggestellten Trichterabsatz befestigte ich dann mit voranstehenden Klebelaschen unten an der Innensohle.

  • Zu guter Letzt kaschierte ich noch die unschönen Zacken, indem ich den Verkleidungsbogen hinten über die Verbindungsstelle zwischen Absatz und Schuheinlass klebte.

Bild von Unterseite eines grünen PapierpumpsAuch wenn der Absatzschuh nun schon als solches zu erkennen war, fehlten noch Teile der Laufsohle. Diese befinden sich auf Schablone #6. Beide Elemente der Vorlage fertigte ich einmal aus Moosgummi und einmal aus meinem geprägten Tonpapier an. Zuallererst klebte ich meine beiden Moosgummizwischensohlen unten auf die Innensohle und auf den Absatzboden. Abschließend verkleidete ich das Ganze mit dem gepunkteten Tonpapier.

Große Schuhmacherkunst durch feine Ziernähte

Zur Veredelung der Papierschuhe nahm ich ein dunkelbraunes Satinband zur Hilfe. Als Erstes verkleidete ich damit sämtliche Übergangskanten. Dadurch bekam der Absatzboden und der gesamte Sohlenbereich eine markante Silhouette. Als weitere Besonderheit schnitt ich mir aus dem Satinband eine feine Ziernaht zurecht. Das dünne Band zog ich daraufhin einmal ringsum durch die gestanzten Löcher in der Nähe der Schaftabschlusskante. Die Enden der Naht klebte ich in den hinteren Löchern des Einlasses fest.

  • Tipp: Beim Schneiden des Satinbands fiel mir auf, dass der Stoff zum Ausfransen neigt. Deshalb verödete ich das Band zunächst mithilfe der Flamme eines Feuerzeugs, bevor ich es am Papierschuh befestigte.

Picture of beautiful ladies high heel with Camouflage pattern for ball crushingNach dem Veredeln meines Absatzschuhs malte ich ein Camouflagemuster auf. Aufgrund dessen, dass meine Pumps eine dunkelgrüne Außenseite hatten, musste ich mir lediglich schwarze, braune und beigefarbene Acrylfarbe zurechtlegen. Nach dem Bemalen legte ich mein Bastelmotiv für circa zwei Stunden zum Trocknen. Tipp: Um die Farben mit dem Papier und dem Satinband verschmelzen zu lassen, besprühte ich meine Schühchen als Finish noch mit einem matten Acryllack.

Fazit: Das Basteln von Schuhen befeuert weibliches Verlangen

Meine dominanten Damenschuhe sind ein mittelschweres Motiv. Zum Anfertigen eines Paares benötigte ich gut und gerne sechs Stunden reine Bastelzeit. Ich finde es schade, dass Ursula von der Leyen während ihrer Amtszeit als Verteidigungsministerin im Kabinett Merkel III nie solche Pumps getragen hat.

Bild von Tarnfleck Pumps mit hohem Absatz. Gebastelt von Veronika Vetter Fine Art KünstlerinWie ist es bei Ihnen? Schauen Sie sich auch manchmal einfach nur so Ihre Schuhe an? Mir geht es bei meinen sechs Paar Pumps so. Fast noch wie neu liegen meine Absatzschuhe im Originalkarton auf einem Schrank. Obwohl ich wenig Gelegenheit habe meine wertvollsten Besitztümer auszuführen, könnte ich ständig neue Pumps kaufen. Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber als ich beim Entwerfen dieser Papierschuhe war, flogen echte Military Pumps aus Leder wie von Geisterhand in den Warenkorb meines Lieblingsonlineshops. Sie nicht zu kaufen war wohl das Schwerste, was ich bis zu diesem Zeitpunkt tun musste. Vor allem da mein Schuhkontingent noch lange nicht ausgereizt ist.

So fand eine britische Studie heraus, dass eine durchschnittliche, erwachsene Frau nicht mehr als 40 Paar Schuhe besitzt.

Sascha: Schuhe zum Ausmalen – Rätselspiele für Kinder. gws2.de (02/2017).

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Schuhe zum Ausmalen – Rätselspiele für Kinder

Nun einmal ehrlich, wie viele Paar Schuhe besitzen Sie? Höchstwahrscheinlich zu viele, denn dass es auch völlig ohne Schuhwerk geht, beweisen die mehr als 200 indigenen Völker Brasiliens. Wer die Berichte rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 über die dort lebenden Naturmenschen verfolgte, der könnte schnell meinen, dass Schuhe eine relativ neue Erfindung sein müssen. Denn, egal, ob völlig nackte Zo’é oder Bastrock tragende Katukina, alle brasilianischen Ureinwohnerstämme liefen in den Reportagen barfuß durch die Szenerie.

Bild von bunten Sandalen aus Papier mit Bärenlutscher aus FIMO (DAoCFrEak)Wir Mitteleuropäer müssen jedoch kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir für jeden Anlass und für jedes Wetter die passenden Schuhe besitzen, denn schließlich ging schon der Sohn Gottes nirgendwo hin ohne seine Jesuslatschen. Dieses charmante Synonym für Sandalen belegt zugleich, dass ein passendes Schuhwerk schon lange die Füße des Menschen kleidet.

Jesus Christus konnte seinerzeit auf eine Schuhtechnologie zurückgreifen, die bereits weit mehr als 1700 Jahre alt war, denn Sandalen mit einer Holzsohle und Lederriemen wurden schon von den alten Ägyptern getragen, wie Grabfunde beweisen.

Sandal made of wood with leather strap.

The British Museum: Sandal EA41578. britishmuseum.org (08/2016).

Bild von Fimo Sneakers von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünstlerinWer den ganzen Tag schwere Steine über den heißen Sand ziehen musste, um Pyramiden zu bauen, könnte natürlich auf die Idee gekommen sein etwas zu erfinden, was seine Füße schützt. Doch auch die Ägypter kannten bereits Schuhe und passten diese nur auf ihre klimatischen Bedingungen an. Es ist sogar ein wenig verwunderlich, dass die sonst so modebewussten Altägypter noch primitive Sandalen trugen. Schließlich hauten bereits die Vorläufer der hölzernen Riemenschuhe, welche die Modezaren des Jungpaläolithikums aus Beifuß Rinde fertigten, schon keine zeitgenössische Fashionista mehr vom Mammut.

Sagebrush bark sandals from Fort Rock Cave, similar to specimens radiocarbon dated from 10,500 – 9,300 years old.

Connolly, Tom: The World’s Oldest Shoes. pages.uoregon.edu (08/2016).

Welche Schuhtypen gibt es?

Dass langweilige Sandalen nicht das Maß aller Dinge im antiken Ägypten sein mussten, beweist der Fund von geschlossenen Schuhen im schicken Mokassin-Design, die bereits 3500 vor Christus hergestellt wurden.

A complete shoe was discovered at the Areni-1 Cave in Armenia, and reported in 2010. It was a moccasin-type shoe […].

Hirst, Kris, K.: History of Shoes. archaeology.about.com (08/2016).

Im Gegensatz zu Kleopatra I. sind die Frauen heute in der glücklichen Lage, nicht nur zwischen kargen offenen Sandalen und kunstlosen geschlossenen Schuhen auszuwählen, sondern können auf ein ganzes Schuhsammelsurium zurückgreifen.

Bild von Malspiel "Welche Schuhtypen gibt es"Unser erstes Malspiel ist ein Bilderrätsel, welches zeigt, dass seit früher mindestens 19 weitere Schuhtypen erfunden wurden. Jeder abgebildete Schuh trägt eine Nummer und ist damit einer Zeile zugeteilt, in diese die genaue Schuhbezeichnung geschrieben werden muss. Sind alle Felder richtig ausgefüllt? Dann ergeben die nummerierten Kästchen beim vertikalen Lesen den Lösungssatz¹. Nach getaner Arbeit bietet das Rätsel jede Menge Gelegenheit die angesagten Crocs, Wedges und Sneakers auszumalen. Übrigens der Ursprung der Tatsache, dass wir heutzutage zu verschiedenen Anlässen immer unterschiedliche Schuhe tragen, ist im Mittelalter zu finden. Denn war das Schuhwerk bis dahin ein unspektakuläres, nützliches Kleidungsstück, änderte sich das ab 800 nach Christus rasch.

  • Schuhe wurden zum Statussymbol. Je länger die Spitze des Schuhs war, umso einen höheren Stand hatte sein Träger. Dementsprechend trugen Könige und deren Gefolgsleute Schuhe mit ganz langen Zehenspitzen.

Footwear styles continued to change during the Medieval age. The length of one’s toe was an indication of status. The King and his court had shoes with the largest toes. This style wasn’t worn by women.

Kennedy, David: The History of shoes. northampton.gov.uk (08/2016).

Schöne Schuhe wollen geputzt werden

Bild von Strafarbeit für Schüler - Schuhe putzen und rechnenMit der aufkommenden Schuhmodellvielfalt und der ständig wechselnden Mode entstand im 18. Jahrhundert der Beruf des Schuhputzers. Eine äußerst niedere Tätigkeit, die von sehr armen Menschen ausgeführt wurde. Um saubere Schuhe geht es auch in diesem Rechenspiel. Ziel ist es, die Zahlenreihe fortzusetzen. Dabei muss addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert werden, bis am Ende die richtige Lösungszahl² eingesetzt werden kann. Die Zwischenergebnisse schlängeln sich um einen Jungen, der kniend noch einen ganzen Berg schmutziger Schuhe putzen muss. Er wartet nur darauf, dass jemand die Aufgabe richtig löst und endlich etwas Farbe in sein Leben bringt.

  • Ganz so trist wie in den längst vergangenen Zeiten ist der Beruf des Schuhputzers nicht mehr. Als Dienstleister der Bourgeoisie ist es mit dieser Tätigkeit heute möglich, ein lukratives Einkommen zu erzielen.

[…] kommt zu ihnen ins Büro, nach Hause oder lässt sich von Firmen auf Messen und Veranstaltungen buchen, auf denen er kostenlos die Schuhe der Kunden reinigt. Dafür erhält er zwischen 500 und 1000 Euro täglich […].

Haug, Kristin: Schuhe machen Leute. faz.net (08/2016).

Wo ist nur der zweite Schuh hin?

Bild von Rätselvorlage für Kinder zum Ausmalen - wo ist der Schuh hin?Haben Sie schon einmal Ihren zweiten Schuh verloren? Mir passierte das als Kind öfter. Das lag daran, dass mein Zimmer Sachen verschwinden lassen konnte. Es lohnte sich auch nicht danach zu suchen, denn nach einigen Tagen war der verloren gegangene Gegenstand plötzlich wieder da. In diesem Suchspiel hat die Mutter nicht so viel Zeit abzuwarten, denn es sind gleich acht Schuhe im Chaos des Kinderzimmers verschwunden. Die gesuchten Schuhe tragen Buchstaben, die in der richtigen Reihenfolge das Lösungswort³ ergeben. Die Aufgabe ist besonders schwer, denn nicht alle Schuhe, die im Zimmer umherfliegen müssen gefunden werden. Tipp: Am einfachsten ist es, wenn vor dem Zuordnen identische Schuhe mit den gleichen Farben ausgemalt werden.

Fazit: Kein Klischee – besonders Frauen lieben Schuhe

Als ausgewachsener Mann verfüge ich über insgesamt neun Paar Schuhe, wobei sich darunter natürlich auch Sportschuhe und Winterschuhe befinden. Ich wüsste nicht, für welches Einsatzgebiet ich noch weiteres Schuhwerk kaufen sollte. Dass Frauen einfach wahllos Schuhe kaufen ist ein Vorurteil, denn auch beim schönen Geschlecht gibt es eine natürliche Sättigungsgrenze. So fand eine britische Studie heraus, dass eine durchschnittliche, erwachsene Frau nicht mehr als 40 Paar Schuhe besitzt.

[…] the average British woman has something like 35 or 40 pairs of shoes […].

University of Warwick: Shoes – a history. youtube.com (08/2016).

Bild von rotem Nikolausstiefel von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art KünsterlinDie meisten indigenen Völker Brasiliens wurden im 19. Jahrhundert von abenteuerlustigen Ethnologen und Naturforschern entdeckt. Wären darunter mehr Frauen gewesen, könnte es durchaus sein, dass die Ureinwohnerinnen zwar immer noch weitestgehend unbekleidet durch das Amazonasgebiet streifen, jedoch würden diese dann wahrscheinlich immer darauf achten, dabei schöne Schuhe zu tragen.

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¹Wer barfuß geht, den drücken die Schuhe nicht
²20
³Schuhschrank

Turnschuhe basteln – stylische Sneakers aus Papier

Währenddessen die politischen Erfolge der Partei Bündnis 90/Die Grünen in den letzten 30 Jahren eher überschaubar waren, hatten zumindest die ersten Parteimitglieder großen Einfluss auf die modische Entwicklung Deutschlands. Denn den ökologisch denkenden Pazifisten von früher ist es zu verdanken, dass Turnschuhe auch außerhalb von Sportstudios salonfähig wurden. Vor allem als am 12. Dezember 1985 der durch seine Lobbyarbeit stark polarisierende Joschka Fischer als Staatsminister für Umwelt und Energie im hessischen Landtag mit Turnschuhen der Marke Nike vereidigt wurde, staunte die Republik nicht schlecht.

Fischer ist nicht nur der erste grüne Minister in Hessen, er ist auch der erste Politiker, der sich in weißen Tennisschuhen der Marke Nike vereidigen lässt.

Haimerl, Kathrin: Mit Verlaub, Sie haben lässige Schuhe! sueddeutsche.de (08/2016).

Bild von High Sneakers aus PapierVon da an lagen die bequemen Schuhe hierzulande voll im Trend. Dies beweist auch die Gruppe Modern Talking, die 1986 zwei Nummer-eins-Hits landete und deren Leadgitarrist Dieter Bohlen zu jener Zeit gerne mit pastellfarbenen, sportlichen Overalls in Kombination mit weißen Turnschuhen auftrat. Wie auch heute noch kam bereits in den 1980er Jahren alles Coole aus den USA.

Bild von coolen High Sneakers aus PapierFür den Turnschuhhype war vor allem der amerikanische Sportartikelhersteller Nike verantwortlich, der im Herbst 1985 den damals noch jungen Basketball Star Michael Jordan mit kolorierten Sneakers aufs Feld schickte. Diese verstießen jedoch gegen die Regeln der NBA und so musste der Profi jedes Spiel eine Geldstrafe von 5000 US-Dollar bezahlen. Diesen Umstand nutzte Nike medial in TV-Spots und Werbeannoncen aggressiv aus, sodass vor allem der Basketballschuh „Air Jordan 1“ weltweit schnell ein Verkaufsschlager wurde.

The shoe initially gained a great deal of publicity and interest because its vibrant black and red color violated the league’s uniform rules […].

BLAZE HOOPS: AIR JORDAN 1 COMMERCIAL: Banned! (1985). youtube.com (08/2016).

Bild von Papierturnschuhen auf einem Basketballfeld mit kleinen FIMO BällenDoch worin unterscheiden sich eigentlich Turnschuhe von normalen Halbschuhen mit Schaftschnitt? Vor allem an der Sohle. Denn während lange Zeit so ziemlich jeder Schuh mit einer Sohle aus Holz oder Leder versehen war, änderte sich dies ab 1839 rasch. Dem amerikanischen Erfinder Charles Goodyear gelang es in diesem Jahr eine Gummimischung zu entwickeln, die elastisch war und der Hitze sowie Kälte nichts ausmachte. Zudem bestach das Gemisch durch eine äußerst geringe Abreibung, weshalb es auch heute noch Basis für Autoreifen und Gummihandschuhe ist.

Charles Goodyear’s discovery of the vulcanization of rubber – a process that allows rubber to withstand heat and cold – revolutionized the rubber industry in the mid-1800s.

Somma, Ann Marie: Charles Goodyear and the Vulcanization of Rubber. connecticuthistory.org (08/2016).

Bild von Pumped Up KicksCharles Goodyear Jr., der Sohn des Gummigottes, gründete 1892 mit anderen Industriellen die „US Rubber Company“, um neuartige Schuhmodelle herzustellen. Nach etlichen Misserfolgen landete die Denkfabrik erst 1917 den ersten Verkaufshit. Unter dem Namen „Keds“ kamen Schuhe auf den Markt, die eine leise Gummisohle hatten.

Bild von ApoRed Sneakers auf BasketballfeldDiese Eigenschaft war seinerzeit phänomenal, da so ziemlich jeder Bürger Schuhe mit Absätzen trug, die beim Laufen über das städtische Kopfsteinpflaster laute Geräusche von sich gaben. Der Marketingfachmann Henry Nelson McKinney umschrieb die innovativen Schuhe aufgrund ihrer Beschaffenheit mit dem Begriff „Sneakers“ (deutsch Schleicher), der auch ein Jahrhundert später noch voll im Trend liegt.

The word “sneakers” was coined shortly after their release by advertising agent Henry Nelson McKinney, since they made it easy to sneak up on someone without the loud footsteps […].

McClurken, Jeffrey: Invention. sneakers.umwblogs.org (08/2016).

Heutzutage sind teure, schicke Sneakers genauso wie Baseball Caps eher Ghetto-Chic und gerne auch ein Abgrenzungsmerkmal von gewissen Milieus. Trotzdem ist die bunte Streetwear natürlich Kult, weshalb ich diese unbedingt aus Papier nachbasteln musste. Mein Modell ist dabei ein klassischer „High Sneaker“ mit hohem Knöchelschutz, einer breiten Zunge und einer dicken Sohle (Pumped Up Kicks).

Bild von Turnschuhen aus Papier gebastelt von Veronika Vetter (DAoCFrEak) Fine Art Künstlerin

Meine sportlichen Schnürschuhe sind 17 Zentimeter lang, 7 Zentimeter breit und 12,5 Zentimeter hoch. Die Designer aus dem Hause Nike haben seinerzeit mit der Erfindung der hohen, bunten Sneakers meines Erachtens viel Mut und künstlerisches Talent bewiesen, weshalb ich den Sportartikelhersteller dafür mit meiner Fan-Art preise.

Sneakers aus Papier – Bastelanleitung

Bild von Tonpapierelementen für die Zehenkappe der SneakersFür die Papierturnschuhe verwendete ich Tonpapier in verschiedenen Farben sowie gelbes Transparentpapier. Für die breiten Schnürsenkel kam Krepppapier zum Einsatz. Die Verzierungen nahm ich mithilfe von rotem Embossing-Pulver und roter Acrylfarbe vor. Als Werkzeuge sollten Sie sich eine Schere, einen Eyelet-Setter, flüssigen Kleber, Falzbeil samt Lineal, ein Bastelmesser und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /10) zurechtlegen.

Bild vom Zusammenkleben der Zehenkappen mit Luftlöchern

Für einen Turnschuh fertigte ich zuallererst die Zehenkappe von Schablone #1 aus Tonpapier und Transparentpapier an. Im Anschluss falzte ich die Knick- und Klebelinien der beiden Tonpapierelemente und stanzte mithilfe meines Eyelet-Setters sechs kleine Luftlöcher (siehe Schablone) in die Oberseite der Zehenkappe. Auf die Innenseite des Elements mit den Löchern klebte ich das Einzelteil der Vorlage, welches ich aus gelbem Transparentpapier angefertigt hatte und darauf dann die Tonpapierunterseite der Zehenkappe.

Bild vom Verkleben der Kantenabdeckung der ZehenkappeDirekt im Anschluss fertigte ich zweimal die Kantenabdeckung der Zehenkappe von Schablone #2 an. Ein Element klebte ich außen an den Klebelaschen der Zehenkappe fest. Von innen befestigte ich daran dann das zweite Papierstück. Dank dieser Klebetechnik ist die Zehenkappe nicht nur besonders stabil, es werden zugleich sämtliche unschönen Klebelaschen verkleidet.

Sneakers haben dicke Sohle und eine breite Zunge

Bild vom Ankleben der Papiersohle am TurnschuhIm nächsten Schritt klebte ich die Innensohle von Schablone #3 an den inneren Klebelaschen des fertiggestellten Vorderschuhs fest. Danach fertigte ich die Zunge des Turnschuhs von Schablone #4 an. Diese besteht aus zwei breiten Zungenstücken und einem kleinen Emblemhintergrund. Nachdem ich alle Tonpapierteile mithilfe des Falzbeils und Lineals gefalzt hatte, klebte ich die beiden Zungenstücke aufeinander.

In die Mitte des daraus entstandenen Elements klebte ich meinen Emblemhintergrund. Darauffolgend befestigte ich die Schuhzunge mit viel flüssigem Kleber hinter den Luftlöchern des Vorderschuhs. Tipp: Fixieren Sie die Zunge nach dem Ankleben mit Wäscheklammern, bis der Kleber völlig ausgetrocknet ist und alles bombenfest zusammenhält.

Cooles Schuhdesign durch mehrere Papierschichten

Bild vom Schuhquartier und Knöchelschutz aus PapierFür das sogenannte Schuhquartier samt Knöchelschutz fertigte ich Schablone #5 und #6 in zwei unterschiedlichen Tonpapierfarben an. Danach klebte ich beide Elemente symmetrisch aufeinander. Im Anschluss fertigte ich die Verstärkung für den Fersenbereich von Schablone #7 an und klebte diese mittig auf mein zusammengesetztes Schuhquartier auf.

Mithilfe meines Eyelet-Setters schoss ich darauffolgend die Löcher für die Schnürsenkel (siehe Schablonen) in das große, zusammengeklebte Element ein. Mein damit fertiggestelltes Schuhquartier klebte ich gleich darauf am Vorderschuh fest und hatte damit bereits das Grundgerüst eines Turnschuhs erzeugt. Nun begann ich mit den Verzierungen, dafür verkleidete ich zuallererst die vordere Brandsohle. Dazu klebte ich zunächst das Element von Schablone #8 vorne um die Zehenkappe.

Bild von Schuhsohle, die mit Embossing Technik mit dem Branding Nike versehen wurde

Danach verlängerte ich Schablone #9 an der Markierung A und fertigte daraus die rundlaufende Brandsohlenverkleidung an. Hinweis: Beim Aufkleben dieser Verkleidung ist es besonders wichtig, dass die gefalzten Kleberänder alle gleichmäßig und eng an der unteren Schuhsohle aufliegen, denn nur so kann eine saubere, akkurate Verkleidungslinie am Schuh entstehen.

Turnschuhe bekommen Farbe und ein Branding

Bild vom Aufmalen des Niki Logos auf den Papierturnschuh

Damit meine Sneakers auch von unten ein echter Hingucker sind, fertigte ich die Laufsohle von Schablone #10 an und brannte darauf den Markennamen samt Logo mithilfe der Embossing Technik ein. Die fertig präparierte Sohle klebte ich unten auf meinen Papierschuh. Zu guter Letzt malte ich noch weitere Markenzeichen und Verzierungen mithilfe eines Pinsels und Acrylfarbe auf.

Bild vom Einziehen der Schnürsenkel in den Papiersneaker

Außerdem fädelte ich noch Schnürsenkel aus Krepppapier ein. Ein Senkel ist 110 Zentimeter lang und 5 Zentimeter breit. Als Auffädeltechnik entschied ich mich für ein klassisches Kreuzmuster. Nach diesem Arbeitsschritt waren meine stylischen Turnschuhe aus Papier startklar. Doch für welches Einsatzgebiet könnte man diese schicken Schühchen benötigen?

Fazit und Einsatzgebiete der Sneakers

Bild von kunstvollen Basketballschuhen aus PapierDie Turnschuhe sind ein simples Bastelmotiv, welches selbst absoluten Bastelanfängern ein schnelles Erfolgserlebnis verspricht. Zum Anfertigen eines Schuhs habe ich circa 90 Minuten benötigt. Währenddessen echte „High Sneakers“ vor allem junge Männer in Röhrenjeans mit Undercut-Frisur und Chin-Strap-Bart schmücken, sind ihre Pendants aus Papier eher eine räumliche Dekoration. Inspiriert zu diesem Motiv wurde ich unter anderem durch einen Besuch in Erfurt. In einer amerikanischen Sportbar hingen lauter kleine, niedliche Turnschuhe aus Textil von den Tresenlichtern – darunter waren auch meine aufgepumpten Schleicher.

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