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Schlitten basteln – Anleitung und Schablonen

Als Kind der bayerischen Berge habe ich Glück, denn immer wenn die Schneefallgrenze unter 1000 Meter sinkt, darf ich mich am kühlen Weiß erfreuen. Mögen Sie auch den Geruch von frisch gefallenem Schnee so sehr? Immer wenn ich diesen wahrnehme, verwandle ich mich zum Otter, zumindest was den Spieltrieb angeht. Ich stampfe dann mühevoll weiße Hügel hinauf nur um diese danach quietschfidel hinunterzuschlittern, also genau wie ein Otter, nur mit dem Unterschied, dass sich zwischen mir und dem Schnee noch mein Schlitten befindet.

And here it is, the perfect slide – a group slide. Here is a family of otters who rolling down a mountain […].

National Geographic: Otter Chaos. youtube.com (12/2015).

Bild von PapierschlittenDie Nordeuropäer der Jungsteinzeit hätten sich in jenen Tagen wohl nicht im Traum vorstellen können, dass ihre Nachfahren einmal auf ihrer bahnbrechenden Erfindung, nur so aus Spaß, einen Berg hinuntersausen. Schließlich waren die ersten Holzschlitten eine riesengroße Arbeitserleichterung für Holzfäller, Baumeister und Jäger. Denn bereits im Neolithikum spannten die findigen Menschen erst Hunde und später Ochsen vor ihre Schlitten, um die schweren Materialien nicht nur über Schnee, sondern auch über Gras und Steppe von den Tieren transportieren zu lassen.

Wooden sledges are first known, by at least 7000 BC, among communities living by hunting and fishing in northern Europe […].

Gascoigne, Bamber: The sledge: 7000-4000 BC. historyworld.net (12/2015).

Bild vom Davoser aus PapierAls im 4. Jahrtausend vor Christus das Wagenrad erfunden wurde, war die Zeit der Schlitten als wirtschaftliches Transportmittel weitestgehend beendet. Selbst in höher gelegenen Regionen wie beispielsweise dem sächsischen Erzgebirge waren Pferdepersonenpostschlitten eher Touristenattraktion als Arbeitserleichterung für den Postboten. Das Schlittenfahren als Hobby und Wintersport entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert. Auslöser war wohl das erste, internationale Schlittenrennen, welches im schweizerischen Davos stattfand.

In Davos fand im Winter 1881-82 das erste Rennen vom Wolfgangpass nach Klosters statt.

Müller, Reto: Wintersport. hls-dhs-dss.ch (12/2015).

Bild von weihnachtlichem Schlitten aus PapierDer Australier George Robertson konnte seinerzeit diesen Wettkampf für sich entscheiden. Die damals eingesetzte Schlittenform ist auch heute vor allem bei Kindern noch sehr beliebt und wird seither als „Davoser“ bezeichnet. Bereits 1924 wurde der Bobsport olympische Disziplin, jedoch änderte sich hierfür die Schlittenform und der „Bachmann-Schlitten“ ersetzte den „Davoser“. Natürlich war früher ein Schlitten noch große und teure Handwerkskunst. Doch auch die arme Bevölkerung wusste sich zu helfen und baute sich ihre Wintergefährte selbst. Die Materialien waren günstig aber ungewöhnlich, anstelle von Flachstahl für die Kufen wurden beispielsweise Tierknochen verwendet.

Man hat kleine Kinderschlitten noch bis ins 19. Jahrhundert […] benutzt, da bestehen die Kufen aus Schienbeinen von Rindern oder Pferden. Man hat sogar Rinderunterkiefer verwendet […] und auf die Zähne ein Sitzbrett montiert.

Furger, Andres: Kulturgeschichte des Schlittens. srf.ch (12/2015).

Bild von Davos Schlitten aus Papier von Fine Art Künsterlin Veronika Vetter (DAoCFrEak)

Als echter Schlittenfan blieb mir nichts anderes übrig, als einen klassischen, dreidimensionalen „Davoser“ aus Papier zu basteln. Das drollige Gefährt ist 27 Zentimeter lang und 13 Zentimeter breit. Der Papierschlitten kann gezogen werden und ist äußerst stabil, sodass dieser bei mir unter dem Weihnachtsbaum einen Teil meiner Geschenke präsentiert. Und wenn Sie dieses geschichtsträchtige Bastelmotiv nachbasteln möchten, bekommen Sie nun die Anleitung und die Schablonen dafür.

Bastelanleitung für Papierschlitten

Bild von vier Grundelementen der SchlittenkufenFür das komplette Bastelmotiv verwendete ich Tonpapier in fünf zueinanderpassenden Farben. Für die Zugstange nahm ich einen 13 Zentimeter langen Schaschlikspieß und ein Satinband zur Hilfe. Für die Verzierung entschied ich mich für kleine Elche aus Schrumpffolie. Als Bastelwerkzeuge sollten Sie sich eine Schere, ein Bastelmesser, Falzbeil samt Lineal, einen flüssigen Kleber und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9) zurechtlegen.

Bild von doppelt verstärkten KufenIch begann mit Schablone #1 und damit mit den Kufen des Schlittens. Ich fertigte die Elemente insgesamt achtmal aus zwei unterschiedlichen Tonpapierfarben an und falzte darauffolgend die Knick- und Klebelinien mit einem Falzbeil und einem Lineal. Gleich danach klebte ich immer zwei identische, unterschiedlich farbige Elemente aufeinander. Wichtig: Dieser Schritt wiederholt sich bei allen Einzelteilen, die das Grundgerüst des Papierschlittens betreffen. Dadurch wird das Wintergefährt noch stabiler.

Auf Schablone #2 befinden sich vier gleichgroße Streifen. Die Vorlagen klebte ich an den Markierungen A, B und C zusammen und fertigte diese danach zweimal aus Tonpapier an. Durch diese Verlängerungsmethode erhielt ich am Ende zwei Streifen, wovon jeder einzelne 70 Zentimeter lang ist. Im Anschluss nahm ich ein verstärktes Kufenelement von Schablone #1 und klebte einen langen Streifen einmal ringsum die Klebelinien. Gleich danach verschloss ich das Stück mit dem zweiten Kufenelement.

Bild von zwei Papierkufen von einem SchlittenIch wiederholte direkt im Anschluss die Schritte mit meinen restlichen Einzelteilen, sodass schließlich zwei dreidimensionale Papierkufen vor mir lagen. Zum Verkleiden der Klebelinien verlängerte ich die Elemente von Schablone #3 nach dem gleichen Prinzip. Die beiden ebenfalls 70 Zentimeter langen Streifen klebte ich zu guter Letzt über die Ober- und Unterseite meiner Kufen. Damit habe ich die Laufflächen meines Schlittens fertiggestellt.

Stabile Konstruktion durch Quer- und Längsbalken

Bild von Längsbalken für PapierschlittenDamit mein kleiner „Davoser“ auch mühelos Lasten tragen kann, habe ich mir eine Balkenkonstruktion einfallen lassen. Dafür fertigte ich das Element von Schablone #4 (Längsstreben) zwölfmal und von Schablone #5 (Querstreben) sechsmal aus zwei unterschiedlichen Tonpapierfarben an. Ich klebte wieder zwei identische Teile mit unterschiedlicher Farbe zur Verstärkung aufeinander.

Bild vom Einkleben der Längsstreben in die KufenFolgend falzte ich von den insgesamt neun Papierelementen die Knick- und Klebelinien und verklebte diese dann mit sich selbst zu kleinen Schachteln, die aussehen wie Pommes frites, zusammen. Die insgesamt sechs Längsstreben klebte ich darauffolgend in die Löcher der Kufen ein. Hinweis: Arbeiten Sie hierbei mir viel flüssigem Kleber, die Streben dürfen sich nicht mehr aus den Löchern entfernen lassen.

Bild davon, wie das Grundgerüst des Schlittens aus Papier erkennbar wirdNachdem die Längsstreben getrocknet waren, klebte ich diese in die Löcher der Querstreben ein. Dadurch kann der schicke Schlitten bereits stabil stehen. In die vordere Innenseite der beiden Kufen schnitt ich zuvor zwei Löcher mithilfe eines Bastelmesser ein. In die beiden Löcher klebte ich meine Zugstange, die aus einem 13 Zentimeter langen Schaschlikspieß besteht.

Bunter, geflochtener Sitz für Papierschlitten

Bild von zwei blauen SitzstangenUm über jeden Zweifel, was die Stabilität betritt, erhaben zu sein, fertigte ich des Weiteren die zwei langen Sitzstangen von Schablone #6 gleichermaßen wie die Balken von Schablone #4 und #5 an. Die Sitzfläche des Schlittens habe ich aus drei unterschiedlichen Tonpapierfarben geflochten. Die Vorlage für die 34 Papierstreifen befindet sich auf Schablone #7. Tipp: Verwenden Sie hierfür Farben, die Sie bisher noch nicht im Papierschlitten verarbeitet haben.

Ich legte meine beiden Sitzstangen nebeneinander und verband diese, indem ich 21 Streifen quer, in abwechselnder Farbfolge, anklebte. Die 13 restlichen Papierstreifen habe ich im Anschluss von der Längsseite nacheinander eingeflochten. Die überstehenden Streifen schnitt ich vorne und hinten einfach mit einer Schere ab und klebte die Enden an den Querstreifen fest. Die beiden Sitzstangen mit dem geflochtenen Sitz klebte ich nachfolgend vorne an den Kufen und in der Mitte an den Querstreben mit viel flüssigem Kleber fest.

Der „Davoser“ wird geschmackvoll verziert

Bild von den Eisen an den KufenDie Eisen an den Kufen simulierte ich mit zwei langen Papierstreifen, die ich von Schablone #8 verlängert, angefertigt und aufgeklebt habe. Die Zugstange bemalte ich passend zum Schlittendesign und das Zugband ist ein stilvolles Satinband, welches ich ebenfalls farblich abgestimmt habe. Mithilfe eines Motivlochers stanzte ich mir außerdem noch sechs Elche aus Schrumpffolie aus und klebte diese als letzte Dekoration an die Außenseiten der Querstreben fest. Die kleinen Elche befinden sich jedoch ebenso auf Schablone #9. Nach diesem Arbeitsschritt hatte ich meine kleine Winterdekoration fertiggestellt.

Fazit und wilde Rodelurlaube

Bild von zwei schönen WinterschlittenDer „Davoser“ ist deshalb ein anspruchsvolleres Bastelmotiv, da ein sehr genaues Arbeiten erforderlich ist, damit er zum einen symmetrisch aussieht und zum anderen die Kufen gut und gerade laufen. Dafür ist der Schlitten in Sachen Bastelmaterial sehr dankbar und kostengünstig herzustellen. Als Bastelzeit habe ich ungefähr vier Stunden benötigt, wobei das Flechten des Sitzes einen Großteil der Zeit beanspruchte.

Wie zu Beginn erwähnt, bin ich ein echter Schlittenfan. So war ich Mitte Dezember wieder einmal im Salzburger Land (Hochkönig) für ein paar Tage im Winterurlaub. Eigentlich bin ich ja Skifahrer, aber in diesem Skigebiet gibt es eine Alm (Jufenalm), von der eine Rodelbahn ins Tal führt. Weil das so viel Spaß gemacht hat und die Strecke auch am Abend beleuchtet war, bin ich von vier Tagen ganze drei nur Schlitten gefahren. Im Sommer bin ich übrigens des Öfteren auf der Sommerrodelbahn am Ochsenkopf anzutreffen.

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Schultasche aus Papier – Bastelanleitung

Liegt es an mir, oder werden Schulsachen wirklich immer teurer? Als gute Patentante ging ich dieses Jahr mit meiner großen Nichte Schulbedarf einkaufen und arbeitete die Liste der Grundschullehrerin Schritt für Schritt ab. Und was da nicht alles drauf stand. Zum Beispiel zwei dicke und dünne Bleistifte in der Stärke HB bevorzugt von Faber-Castell, sechs Schnellhefter in vorgegebenen Farben und mein Favorit, ein Oxford Rechenheft R, DIN A5, Querformat. Nur an Schulmaterial befanden sich 23 Positionen auf dieser Liste, die mich 103,96 Euro kosteten. Außerdem versprach ich meiner Nichte eine neue Schultasche, welche mit 59,90 Euro zu Buche schlug, einen neuen Turnbeutel für 19,90 Euro und ein Federmäppchen für 16,90 Euro. Ich bezahlte insgesamt 200,66 Euro, also gut 400,00 DM. Ihre Eltern durften außerdem noch Turnschuhe kaufen und Geld für den Kunstunterricht und die Klassenkasse bezahlen.

Seitenansicht von kleiner Papierschultasche mit Blöcken und FedermäppchenBei dem ganzen Trubel um den jährlichen Schulanfang kommt ihre kleine Schwester, die erst nächstes Jahr eingeschult wird, immer zu kurz. Neidisch schaute meine kleine Nichte beim Einkaufen drein und schimpfte beim Heimfahren kleinlaut: „Ich will auch endlich in die Schule.“ Um nicht noch einmal 200,00 Euro ausgeben, und mich den Rest des Monats von Esspapier ernähren zu müssen, versprach ich ihr deshalb, dass wir zusammen eine Schultasche basteln. Die Schultasche muss zu ihr passen, also kleiner sein als eine normale, dennoch versprach ich ihr, dass ihre Papierschultasche mindestens so groß sein wird, dass dieses dämliche Oxford Rechenheft R, DIN A5, Querformat hineinpassen wird. Und so ist es dann auch gekommen.

Bild von magentafarbener, ausgeschütteter PapierschultascheMeine Schultasche ist ein kleiner Rucksack mit einer Höhe von 25,5 Zentimetern und einer Breite von 17 Zentimetern (inklusive der Schultergurte). Die Papierschultasche verfügt über eine kleine Vordertasche, die wie das Hauptfach mithilfe von Magneten verschlossen werden kann. Im Inneren der Tasche befinden sich Annehmlichkeiten wie Stiftehalter sowie ein Fach für Karteikarten.

Für den Transport verfügt dieses Modell über einen Handgriff und zwei Schultergurte. Außerdem ist die Schultasche mit einem Emblem, auf dem sich ein Abc-Schütze befindet, verziert.

Bild von selbst gebastelter Schultasche aus Papier
Wenn Sie diese äußerst stabile und dreidimensionale Schultasche nachbasteln möchten, erhalten Sie folgend eine Bildanleitung mit passenden Schablonen.

Klassische Schultasche für den Rücken

Bild von Tonpapierelementen für die SchultascheAls Basismaterial verwendete ich Tonpapier in den Farben Gelb, Hellgrün, Dunkelgrün und Hellblau sowie dunkelgrünen Tonkarton. Außerdem kamen zehn Stücke Magnetband mit einer Länge von 1,5 Zentimetern und einer Breite von einem Zentimeter sowie Schrumpffolie zum Einsatz. Für die Verzierung nahm ich mir Nagellack in den Farben Hellgrün, Hellblau und Rot zur Hilfe, die Marke spielt dabei keine Rolle. Als Werkzeuge sollten Sie sich eine Schere, ein Bastelmesser, Falzbeil samt Lineal, flüssigen Kleber, Buntstifte, kleine Mosaiksteine und meine DIN A4 Bastelschablonen (#1 /#2 /#3 /#4 /#5 /#6 /#7 /#8 /#9 /#10 /#11 /#12 /#13 /#14 /#15 /#16 /#17 /#18 /#19 /#20 /#21 /#22 /#23 /#24 /#25 /#26 /#27 /#28 /#29 /#30 /#31) zurechtlegen.

Bild vom Verzieren mit NagellackIch begann mit dem langen Bodenelement, welches gleichzeitig Seitenelement ist und sich auf den Schablonen #1 – #3 befindet. Nach dem Ausdrucken müssen die Schablonen verlängert werden. Dazu klebte ich die ausgeschnittenen Vorlagen an den Markierungen A und B mithilfe von Tesafilm zusammen und übertrug diese danach auf meinen Tonpapierbogen. Aufgrund der Größe der Papierschultasche ist diese Verlängerung auch bei manchen anderen Schablonen notwendig.

  • Folgend habe ich die Knick- und Klebelinien am langen Bodenelement mithilfe meines Falzbeils und Lineals gefalzt.

Bild vom Bekleben des Bodens mit verziertem TonpapierNun fertigte ich die Schablone #4 aus Tonpapier und Tonkarton an. Zwei der großen Quader habe ich mit drei verschiedenen Nagellackfarben verziert. Ein weiterer Quader ist aus Tonkarton und dient als Verstärkung des Bodens. Diesen habe ich direkt mittig auf das Bodenelement aufgeklebt. Darüber klebte ich anschließend ein Element mit Nagellackverzierung.

Bild vom verzierten BodenelementWichtig: Beim Aufkleben der verschiedenen Zierelemente auf der Vorder- und Rückseite des Bodenelements sollten Sie darauf achten, dass zu jedem Rand ein Abstand von 0,5 Zentimetern eingehalten wird. Dann ergibt sich automatisch ein schönes und symmetrisches Muster. Weiter fertigte ich mir die Vorderseite der Schultasche mithilfe der Schablonen #5 – #8 an.

Vorderseite der Schultasche mit Extrafach

Bild von Elementen für die Vorderseite der SchultascheIch verlängerte Schablone #5 und #6, fertigte diese aus Tonpapier an und klebte drei kleine Magneten (siehe Schablone) darauf. Schablone #7 und #8 wurde von mir ebenfalls verlängert, aus einer anderen Tonpapierfarbe angefertigt und mit der Nagellacktechnik verziert. Anschließend verkleidete ich das Trägerelement mit den Magneten mit dem verzierten Tonpapierelement.

Bild vom Verkleiden der Magneten auf der VorderseiteAuch hierbei ist es besonders wichtig, dass ein Seitenrand von 0,5 Zentimetern eingehalten wird. Als der flüssige Kleber getrocknet war, nahm ich mir eine schnittfeste Unterlage sowie ein Bastelmesser und schnitt die Vorderseite (siehe Schablone) viermal ein. Die Einschnitte sind für die kleine, praktische Vordertasche, die sich auf den Schablonen #9 und #10 befindet.

Das Täschchen befindet sich auf Schablone #9 und besteht bei mir aus zwei unterschiedlichen Tonpapierfarben. Das große Element habe ich gefalzt, mit zwei Magneten beklebt und mit einer Kontrastfarbe verkleidet. Danach habe ich es in die Einschnitte der Vorderseite geschoben und die Klebelaschen auf der Rückseite verklebt. Der Deckel der Tasche ist auf Schablone #10 zu finden. Dieser wird nach dem gleichen Prinzip angefertigt. Am Ende sollten die insgesamt vier Magneten die Vordertasche sicher verschließen.

Bild von Verkleidung der inneren VorderseiteNatürlich soll auch die Innenseite der Schultasche schön aussehen, deshalb habe ich diese ebenfalls verkleidet. Dafür verlängerte ich die Schablonen #11 und #12 sowie #13 und #14. Die beiden daraus entstehenden Schablonen fertigte ich mir wieder aus Tonpapier an. Das kleinere Element habe ich mit Nagellack verziert und auf das große Trägerelement geklebt. Wichtig: Um später die Seitenteile zu verstecken, muss diese Verkleidung zweimal (siehe Schablone) eingeschnitten werden.

Innere Rückseite mit vielen Features

Bild von Elementen für die Rückseite der SchultascheDie Rückseite der Schultasche ist der kniffeligste Teil des dreidimensionalen Bastelmotivs. Für die Innenseite verlängerte ich die Schablonen #15 – #17, fertigte diese dann aus Tonpapier an, falzte die Knick- und Klebelinien, befestigte drei Magnete (siehe Schablone) und schnitt das Ganze mithilfe eines Bastelmessers ein. Auf den Schablonen #18 – #20 befinden sich die dafür passenden Verkleidungselemente,

Bild vom Verkleiden der drei Magnetendie ich wieder mit Nagellack verzierte, mit dem Bastelmesser einschnitt und auf das innere Rückseitenelement aufklebte. Meine Papierschultasche verfügt außerdem über zwei Stiftehalter und ein Fach für Karteikarten. Die Elemente dafür befinden sich auf Schablone #21. Nach dem Anfertigen der Einzelteile klebte ich zunächst das Fach für die Karteikarten hinter dem ausgeschnittenen Streifen der einfarbigen Seite des Rückseitenelements fest.

Bild von zwei Stiftehaltern und dem KarteikartenfachAuf die Einschnitte der dekorierten Innenseite klebte ich anschließend die beiden Unterlegscheiben der Stiftehalter auf. Danach fädelte ich die beiden Halterungsbänder durch die Schlitze und klebte diese auf der Rückseite fest. Kugelschreiber und Tintenfüller können von nun an sicher an beiden Halterungen einrasten. Nun kümmerte ich mich um die Außenseite der Schultaschenrückseite.

Äußere Rückseite der Schultasche mit Schultergurten

Auch die Außenseite funktioniert nach dem bewährten Prinzip.

Zuerst verlängerte ich die Schablonen #22 – #24, fertigte diese dann aus Tonpapier an und falzte die Knick- und Klebelinien. Die passende Verkleidung dafür befindet sich auf den Schablonen #25 – #27, diese habe ich ebenfalls verlängert, angefertigt, mit Nagellack verziert und auf das Außenseitenelement aufgeklebt. Anschließend schnitt ich auch hier (siehe Schablonen) die Einschnitte für die Schultergurte und den Trageriemen ein.

  • Der Trageriemen befindet sich auf Schablone #28. Hier habe ich zuerst die eingeschnittenen Unterlegscheiben auf die passenden eingeschnittenen Stellen geklebt. Danach habe ich die beiden Elemente für den Riemen zusammengeklebt, diese dann durch die Schlitze gefädelt und auf der Rückseite mit ausreichend Kleber befestigt.
  • Die langen Riemen der Schultergurte von Schablone #29 habe ich verlängert und danach samt der Unterlegscheiben von Schablone #30 nach dem gleichen Prinzip an der Rückseite der Schultasche befestigt.
Der Zusammenbau der Schultasche

Bild vom Ankleben des Bodenelements an der Rückseite der SchultascheFür den Zusammenbau nahm ich mein großes Rückseitenelement mit den Karteikarten und legte es so vor mich hin, dass die bunte Innenseite mich anschaute. Anschließend nahm ich mein langes Bodenelement und bestrich die Klebelaschen an einer Seite mit viel flüssigem Kleber. Nun schob ich die Klebelaschen in die fast unsichtbaren Einschnitte der verzierten Innenseite und drückte alles gut fest.

Bild vom Zusammenkleben der PapierschultascheIm Anschluss bestrich ich die Klebelaschen der anderen Seite des Bodenelements mit Kleber und befestigte nach der gleichen Art und Weise mein etwas kleineres Vorderseitenelement. Anschließend klebte ich die Vorderseite samt Täschchen fest, welche zugleich die unschöne Rückseite der inneren Vorderseite verdeckte. Zu guter Letzt befestigte ich die Rückseite mit den Trageriemen. Wenn Sie sauber gebastelt haben und jetzt mit der großen Klappe die Schultasche verschließen, sollten die Magnete haften und das Bastelmotiv sicher verschlossen halten.

Abc-Schütze und Fazit

Bild eines Abc-Schützen auf einer Schultasche aus PapierAbschließend verzierte ich die Schultasche noch mit einem Abc-Schützen, welcher sich auf Schablone #31 befindet. Dieser ist bei mir aus Schrumpffolie und mithilfe von Mosaiksteinchen als Abstandhalter am Deckel der Schultasche befestigt. Als meine kleine Nichte und ich diesen süßen und stabilen Schulrucksack nach zirka vier Stunden Bastelzeit fertiggestellt haben, waren wir genauso geschafft wie glücklich. Stolz packte sie neben ihrer großen Schwester ihre kleine Schultasche mit Kinderbüchern und verlangte sogar von ihrer Mama ihr ein Pausenbrot zu machen.

Verglichen mit meiner Grundschulzeit hat sich zu heute wenig geändert. Auch damals gab es schon diese ellenlangen Einkaufslisten vor jedem Schuljahr. Der Unterschied zu damals, den guten alten 1990er Jahren, als Deutschland für seine Bewohner der Nabel der Welt war, die Landschaften blühten und Milch und Honig floss, ist 20 Jahre später die wachsende soziale Ungleichheit.

In Deutschland leben über 2,5 Millionen Kinder in Einkommensarmut. Dies entspricht etwa 19,4 Prozent aller Personen unter 18 Jahren. Das Ausmaß der Kinderarmut ist seit vielen Jahren gravierend hoch.

Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.: Kinderarmut in Deutschland. dksb.de (08/2015).

Ich habe Oxford Rechen- und Schreibhefte sowie Faber-Castell Bleistifte und eine Markenschultasche meiner Nichte kaufen können. Als Mensch, der mit offenen Augen durch die Welt geht, finde ich jedoch, dass die Grundschulen allmählich mal im Jahre 2015 ankommen sollten.

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Elefant aus Wabenpapier basteln

Sie möchten etwas Großes mit Kindern basteln, um die Langeweile zu bekämpfen oder ein Highlight auf einem Kindergeburtstag zu setzen? Dann empfehle ich Ihnen ein Tier, welches fast jedes Kind auf seiner Lieblingstierliste stehen hat, den lustigen Elefanten aus Wabenpapier. Für Mädchen und Jungs gleichermaßen geeignet ist der schicke Dickhäuter nicht nur eine liebevolle Dekoration fürs Kinderzimmer, sondern bietet auch lustige Features.

Papierelefanten mit langem Rüssel

Auf dem Bild sehen Sie zwei Elefanten mit ausgefahrenem Rüssel in rosa für Mädchen und in blau für Jungs.

Bild von zwei Wabenpapierelefanten mit eingezogenem RüsselEin Elefant ist 20 Zentimeter hoch und 30 Zentimeter breit. Die Besonderheiten dieses Bastelmotivs liegen zum einen im Wabenpapier, mit dem sich lustige Dinge wie der dicke Bauch und der Rüssel basteln lassen. Zum anderen ist der Elefantenrüssel durch den Einsatz von Magneten ein- und ausfahrbar. Basis des Papierelefanten ist ein simpler Papierbecher, dadurch erhält das Motiv viele lustige Einsatzgebiete.

Großer Kopf und große Elefantenohren

Bild von Material zum Basteln eines Elefanten aus Papier für KinderAls Material verwendete ich für den Kopf eine Styroporkugel mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern. Für den Körper nahm ich einen gewöhnlichen Papierbecher mit 0,2 Litern Fassungsvermögen und für die Füße Wellpappe. Für den blauen Elefanten kamen des Weiteren Tonpapier in Blau, Magenta, Weiß und Schwarz, blaues Krepppapier, blaues Wabenpapier und Papyrus als Papiersorten zum Einsatz.

Bild von Styroporkugel mit zwei Elefantenohren aus PapierAls weiteres Gimmick verarbeitete ich kleine Pompons und blauen Chenilledraht. Als Werkzeuge sollten Sie sich eine Schere, flüssigen Kleber, ein Magnetband, Bleistift, Kombizange, ein Bastelmesser, Lineal und Falzbeil, einen Locher, Dottingtool und meine beiden DIN A4 Bastelschablonen (#1 / #2) zurechtlegen. Zunächst zeichnete ich die großen Ohren von Schablone #2 auf Tonpapier und schnitt diese aus.

Halb fertiger Elefantenkopf aus PapierDas Tonpapier verkleidete ich mit Krepppapier. Die innere Verzierung der Elefantenohren befindet sich ebenfalls auf der zweiten Schablone. Diese Verzierung fertigte ich aus Papyrus an und klebte sie auf die großen Ohren. Mithilfe eines Bastelmessers schnitt ich an beiden Seiten der Styroporkugel Einschnitte ein und klebte darin die beiden großen Elefantenohren fest.

  • Anschließend verkleidete ich die Styroporkugel ebenfalls mit Krepppapier.
  • Die Augen befinden sich auf Schablone #2 und wurden von mir aus Tonpapier angefertigt und dem Elefantenkopf aufgeklebt.
  • Als Haare klebte ich dem Kopf kleine Stücke aus flauschigem Chenilledraht auf.

Elefantenkopf bekommt Magnetrüssel

Bilder vom Anfertigen eines Papierelefantenrüssels mit MagnetenDamit der Elefantenrüssel ein- und ausfahrbar ist, verwendete ich ein Magnetband. Ein kleines Stück davon klebte ich dem Kopf als Nase auf. Auf Schablone #2 befindet sich ein kleiner Kreis, diesen zeichnete ich auf Wabenpapier auf und schnitt diesen aus. Auf den Kreis aus Wabenpapier klebte ich zuerst das Gegenstück des Magneten und danach einen größeren Kreis (siehe Schablone #2) aus Tonpapier, welchen ich mit Krepppapier verkleidete und mit Nasenlöchern aus Papyrus verzierte.

  • Das komplette Rüsselkonstrukt klebte ich nun auf der Magnetennase auf und machte damit den Elefantenrüssel ausfahrbar.

Papierelefant basiert auf Papierbecher

Bild eines blauen PapierbechersIst der Elefantenkopf fertig, widmen Sie sich dem Körper und der Füße. Ich verkleidete einen Papierbecher mit blauem Tonpapier (siehe Schablone #1). Das Ganze verkleidete ich im Anschluss mit blauem Krepppapier. Die Vorlagen für die Füße von der ersten Schablone zeichnete ich auf Wellpappe auf. Nachdem Ausschneiden falzte ich die Knick- und Klebelinien mithilfe eines Falzbeils und eines Lineals.

Bild von Elementen aus Wellpappe für ElefantenfüßeAus jeweils zwei Elementen baute ich anschließend die Elefantenfüße zusammen. Wenn Sie keine Wellpappe haben, können Sie ebenso gut eine Küchenrolle in Stücke schneiden und diese als Füße verwenden. Die beiden Stampfer verkleidete ich wieder mit dem blauen Krepppapier. Auf die Fußsohle klebte ich ein typisches Abdruckmuster für Tiere aus Papyrus (siehe Schablone #2).

Elefant bekommt sein Finish

Bild von Körper eines Elefanten aus WabenpapierMit einem Bastelmesser schnitt ich an die Seiten des verkleideten Papierbechers Einschnitte ein. Darin steckte ich den oberen Teil der Füße fest und verklebte die Laschen im Inneren des Bechers. Als Arme bekommt mein Papierelefant zwei Pompons angeklebt, welche mit blauem Krepppapier verkleidet wurden. Der Bauch ist aus Wabenpapier. Ich zeichnete den Halbkreis von Schablone #2 auf das Wabenpapier auf und schnitt diesen aus.

Anbringen des Schwanzes aus Chenilledraht

Ich klebte eine Seite des Halbkreises auf den Elefantenbauch, fächerte das Wabenpapier auf und klebte die andere Seite ebenfalls fest. Ich drehte den Becher um, stach mit einem spitzen Dottingtool ein Loch an die Unterseite des Papierbechers und steckte dort ein Stück Chenilledraht für den Schwanz fest. Die Schwanzspitze verkleidete ich noch mit Papyrus.

  • Zu guter Letzt bestreichen Sie die Oberseite des Papierbechers mit viel flüssigem Kleber und kleben Sie den Kopf darauf fest. Ihr Papierelefant ist damit vollendet.
Fazit und Einsatzgebiete

Ich habe diesen Elefanten schon mit vielen Kindern zwischen 5 und 12 Jahren gebastelt und ungefähr 2,5 Stunden benötigt, bis jedes Kind ein Exemplar vor sich stehen hatte. Besonders gut gefällt den Kleinen natürlich der ausziehbare Rüssel mit dem sich wunderbar spielen lässt.

Auf die Idee mit dem Becher kam ich, als ich meine Nichte einmal vom Handballtraining abholte. Die Betreuerin wollte nicht, dass die Kinder alle aus einer Flasche trinken, und stülpte bunte Becher über die Flaschen. So erkannten die Kinder anhand der Farben ihre Flaschen im Kasten. Als Merkhilfe für Flaschen ist der Elefant dann doch zu pompös, als lustige Fensterbrettdekoration fürs Kinderzimmer passt er jedoch perfekt.

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