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Mit Bastelvideos Geld verdienen – 3 Portale

In unserer Serie „Geld durch Basteln„, zeigen wir Ihnen Wege, wie Sie Schritt für Schritt mit Ihrem Hobby und Talent, Geld verdienen können. Dieser Artikel befasst sich mit den immer beliebter werdenden Bastelvideos.

Regelmäßig wiederkehrende Besucher dieses Blogs werden feststellen, dass wir etwas Erfahrung mit Bastelvideos haben und deshalb gute Tipps geben können. Für die Vermarktung Ihrer Videos gibt es einige Plattformen mit ganz unterschiedlichen Modellen, ich stelle Ihnen hier die meiner Meinung nach 3 besten und lukrativsten vor.

Video-Workshops bringen viel Geld

Bild von CraftArtEduMit Online-Workshops lässt sich im Bastelbereich wohl mit das meiste Geld verdienen. Wie es im Leben nun mal so ist, hat dieser Weg seine Videos zu vertreiben auch die meisten Voraussetzungen. Die größte Videoplattform für diese Vermarktungsform ist das amerikanische Portal CraftArtEdu. Hier können Sie „Instructor“ werden und Ihre Video-Workshops verkaufen.

  • Jeder Künstler muss sich via E-Mail in englischer Sprache bewerben. Die Workshops später, können Sie jedoch in Deutsch bzw. mehrsprachig anbieten.
  • In die Bewerbung muss ein Link zu Ihrer Webseite, welche sich mit Ihrer Bastelkunst befasst und ein kurzer Lebenslauf. Außerdem müssen Sie beschreiben, welche Art von Video-Workshops Sie auf CraftArtEdu anbieten möchten.

So funktioniert CraftArtEdu

Wenn Sie auf der Videoplattform als „Instructor“ angenommen wurden, können Sie Ihre Bastelvideos hochladen. Neben internen Vorgaben, muss das Video mindestens 5 Minuten lang sein.

  • Mitglieder von CraftArtEdu können sich von Ihrem Video eine Vorschau anschauen. Hier wird das Produkt und der Künstler vorgestellt.
  • Neben der Vorschau sieht der Benutzer eine Videobeschreibung, den Schwierigkeitsgrad, Materialliste und die Videolänge. Außerdem kann das Mitglied, dass Video gleich kaufen und jederzeit über sein Profil ansehen.
  • Ein Video wird durchschnittlich für umgerechnet 19,00 Euro verkauft. Je nachdem was der Künstler mit CraftArtEdu in Sachen Provision verhandelt, ist dieser Verkaufspreis enorm. Bei meiner Recherche stellte ich fest, dass manche Videos schon über 150x verkauft wurden.

Risiken und Aufwand

  • CraftArtEdu verdient ja durch seine Videokünstler mit und übernimmt alles, von der Community-Arbeit bis hin zum Videohosting. Videokünstler müssen sich wirklich nur auf ihre Kunst und die Produktion der Videos kümmern.
  • Die angebotenen Videos haben wirklich eine Top-Qualität in allen Belangen, der Produktionsaufwand um die Norm zu erfüllen ist natürlich dementsprechend hoch und zeitaufwendig.

Vor- und Nachteile von CraftArtEdu

+ Sehr hohe Verkaufspreise
+ Großer Markt/Community, Videos haben viele Verkäufe
+ Keine Community-Arbeit notwendig
+ Gute Chancen weltweit Reputationen als Künstler aufzubauen
+ Sehr gutes Image

= Wenig deutsche Künstler bieten an
= Gute Englischkenntnisse notwendig

Hohe Voraussetzungen „Instructor“ zu werden

GWS2.de Bewertung: sehr gut (9/10)
Wenn Sie es auf CraftArtEdu geschafft haben, können Sie definitiv rein von Ihrer Bastelkunst leben.

Wir setzen auf YouTube – jedoch als Hobby

Bild von Vroni (DAoCFrEak) auf YouTubeUnsere Bastelanleitungen sind alle auf YouTube gehostet und beworben. Das komplette Thema YouTube-Videos ist dermaßen komplex, dass wir vielleicht in Zukunft mal ein kostenloses Ebook hier anbieten werden, ich beschränke mich deshalb hier nur auf einige wichtige Fakten. Jeder der eigene Videos macht, kann sich bei YouTube kostenlos anmelden und diese bewerben lassen, Voraussetzungen gibt es so gut wie keine.

  • Oftmals herrscht der Irrglaube, dass ein Video auf YouTube automatisch viele tausend Aufrufe hat und alle damit schnell reich werden, dass ist Blödsinn.
  • YouTube ist ein soziales Netzwerk wie Google+ oder Facebook und erfolgreich ist nur, wer täglich mehrere Stunden darauf verbringt. Es muss Ihnen also Spaß machen andere Videos anzusehen, Kontakte aufzubauen und am Leben auf YouTube teilzunehmen.
  • Um in einer Bastelnische erfolgreich zu sein, müssen Sie sich Reputationen aufbauen, dass dauert Jahre. Je länger Sie auf YouTube Videos machen, umso besser müssen Sie werden, denn desto kritischer wird Ihre Zuseherschaft.

Aufwand, Verdienst und Community-Arbeit

Der zeitliche Aufwand ist enorm und im Prinzip nur zu rechtfertigen, wenn Bastelvideos machen, gleichzeitig Ihr Hobby ist.

  • Um das zu verdienen, was Sie bei CraftArtEdu mit einem Verkauf verdienen, benötigen Sie ein Video, welches zwischen 5000 und 8000 Aufrufe hat.
  • Wenn Sie einen gewissen „Ruf“ haben und diesen behalten wollen, müssen Sie viel Zeit in Community-Arbeit investieren. Das bedeutet Sie müssen auf Fragen unterhalb Ihrer Videos eingehen und natürlich auch Wünsche und Anliegen Ihrer Zuseher sehr ernst nehmen und darauf eingehen.

Für uns ist YouTube in erster Linie ein Service für Sie, unsere Videos dort kostenlos verfügbar zu machen und hier einzubetten. Im Video versteht man einfach die Bastelschritte oftmals besser.

Zusammenfassung für YouTube

+ Völlig frei und keine Voraussetzungen
+ Kostenloser Speicher von Videos und leicht auf Blogs einzubetten
+ Tolles soziales Netzwerk mit vielen kreativen Leuten (Zielgruppe)

= Starke Konkurrenz – viele Bastelkanäle

Sehr geringe Einnahmen durch Werbung
Viel Community-Arbeit notwendig

GWS2.de Bewertung: ausreichend (04/10)
Natürlich finden wir YouTube super, sonst hätten wir dort nicht unsere Videos, die Serie hier heißt jedoch „Geld durch Basteln“ und in diesem Aspekt ist das soziale Netzwerk einfach nur ausreichend.

Verkaufsplattform in Verbindung mit Ihrem Blog

Bild von BastlerinEin weiterer Weg mit Bastelvideos über die Direktvermarktung Geld zu verdienen, funktioniert meiner Meinung nach am besten mit dem eigenen Blog. Sie schreiben beispielsweise eine Bastelanleitung. Darin verbauen Sie drei Bilder der Bastelschritte und verlinken das vollständige Bastelvideo auf eine Verkaufsplattform wie Catooth. Dieser Vermarktungsweg fällt mir sehr häufig bei amerikanischen Bastelblogs auf, obwohl er nicht besonders erfolgversprechend ist.

  • Auf dem amerikanischen Portal Catooth, dessen Webseite auch ins Deutsche übersetzt ist, sind Sie als Videokünstler im Gegensatz zu CraftArtEdu völlig frei, denn jeder kann sich anmelden und verkaufen.
  • Eigentlich ist das Portal 2006 erstellt worden, um professionellen Filmstudios eine Plattform zu bieten, auf der Sie kleine Sound- und Videosequenzen einkaufen können, der Anteil von Videoanleitungen ist wie bereits erwähnt, durch amerikanische Bastler, stark am wachsen.

Bei Catooth in wenigen Schritten Geld verdienen

Die einzige Voraussetzung für Videokünstler bei Catooth betrifft die Videoqualität. Das Video muss mindestens eine Auflösung von 720 x 576 Pixeln besitzen und im MPEG- oder MOV-Format gerendert worden sein.

  • Der Ablauf für Käufer ist ansonsten ähnlich wie bei CraftArtEdu, nur dass diese auf Catooth Ihr Video herunterladen und weiterverwenden dürfen.
  • Vor dem Kauf kann der Benutzer das Video jedoch komplett ansehen, ohne es zu kaufen. Die Qualität ist zwar denkbar schlecht, jedoch völlig ausreichend.
  • Der Verkaufspreis des Videos, richtet sich nach der Videoqualität. Ein HD-Video wird durchschnittlich für 7,50 Euro verkauft, wobei 50% davon Catooth als Provision einbehält. Ab 35,00 Euro, können Sie sich Ihr Geld auszahlen lassen.

Viele Risiken dafür völlig frei

  • Bis auf die geforderte Mindestqualität, sind Sie in der Videogestaltung völlig frei. Das Video kann so kurz und lang sein, wie Sie möchten und den Preis bestimmen ebenfalls Sie.
  • Da dieser Weg, wenn überhaupt, nur Hand in Hand mit Ihrem Blog funktioniert, müssen Sie auf Catooth selbst keine Community-Arbeit leisten, sind jedoch stark auf den guten Willen Ihrer Zuseher angewiesen, ein Video zu kaufen, welches Sie jederzeit auch kostenlos ansehen könnten.

Fazit für Videoanleitungen auf Catooth

+ Freie Videogestaltung
+ Geringe Voraussetzungen

= Community-Arbeit über Blog notwendig

Hohe Verkaufsprovision
Geringe Zielgruppe
Videos kostenlos komplett anschaubar

GWS2.de Bewertung: mangelhaft (2/10)
Catooth ist meiner Meinung nur etwas, wenn Sie ein Bastelvideo irgendwo kostenlos hosten möchten und dabei die Chance auf einen Verkauf bestehen soll.

Fazit und Ausblick

Mit Bastelvideos soviel Geld zu verdienen, um davon leben zu können, ist ein sehr hartes Stück Arbeit und nur einigen wenigen vorenthalten. Generell ist dieser Markt noch sehr rudimentär besetzt und alle Plattformen haben große Schwächen.

Im nächsten Artikel der Serie „Mit Basteln Geld verdienen„, zeige ich Ihnen, wie Sie mit Fotos- bzw. Bildanleitungen eventuell etwas Einkommen erzielen können.

Verwandte Themen:

Wo kann ich Bastelsachen online verkaufen?
Wie reduziere ich meine Ausgaben für Bastelmaterial?

Mein Name ist Sascha alias Kilobyte und ich bin Blogger seit 2009. Als Liebhaber und Bewunderer der bildenden Künste publiziere ich hier seit 2011 Anleitungen und Erfahrungsberichte über die schönen Dinge des Lebens. Außerdem sorge ich für die Funktionalität von GWS2.de. Ich mag Pinguine, die Weimarer Klassik, Quentin Tarantino und für italienisches Essen mit einem Glas Grauburgunder mache ich fast alles.


Kategorie: Blog
  • Christine sagt:

    Ich schaue sehr gerne eure Videos auf Youtube und habs vor einem Jahr selbst mal probiert mit einigen Bastelanleitungen für Kartenherstellung ein paar Euronen zu verdienen. Die Einnahmen waren wirklich sehr gering und mir peitschte auch schnell eine Welle von anderen Bastelkanälen entgegen die meine Videos negativ bewerteten und stark kritisierten. Nach vier Videos hab ichs dann aufgegeben weil mir die Zeit dafür einfach zu schade war. Ich bastle jetzt deshalb wieder nur noch stressfrei zum spaß und bewundere ab und zu die sympathische Vroni 🙂 Ich hoffe du machst noch lange weiter, liebe Grüße aus dem hohen Norden!

  • Mirjam sagt:

    Hi 🙂 Ich glaube bei CraftArtEdu reinzukommen ist ein Ding der Unmöglichkeit! Ich versuchte es mal 2011, als das Portal noch nicht so bekannt war, jedoch chancenlos. Ich denke das Wichtigste für die Bewerbung sind, dass man schon einen gewissen Bekanntheitsgrad hat. Die meisten deutschen Künstler haben ja in ihren Fachgebieten schon viele Motive erfunden, Bücher geschrieben oder auf Messen Workshops geleitet. Das ändert natürlich nichts am Wahrheitsgehalt des Artikels, wer bei CAE drin ist, hat ausgesorgt 🙂 Ich versuche nächtes Jahr noch einmal mein Glück.

  • Luise sagt:

    Hi ich würde gerne etwas zu YouTube in Verbindung mit Bastelvideos sagen. Ich denke die vergebene Note 4 ist noch zu gut gerechnet. Angenommen ich bastle ein großes Motiv und stecke dort viele Stunden Arbeit und Material im Wert von 50,00 Euro hinein, dauert das bestimmt 2 Jahre bis ich diese durch dieses Video und auch nur mit viel Glück, wieder hereingeholt habe. Ich bin der Meinung das „Geld für Video Download“ die einzig faire Sache in dem Bereich ist.

  • Jutta sagt:

    Hallo ein sehr aufschlussreicher Artikel, großes Lob!
    Ich sticke sehr gerne und habe mir überlegt ebenfalls Anleitungsvideos zu machen. Wenn ich mir jedoch die Videos auf YouTube oder die Vorschauen auf CraftArtEdu anschaue habe ich dabei große Bedenken, denn das ist mittlererweile alles so professionell das es dem Fernsehen im nichts mehr nachsteht. Ich schätze mal das die Leute dort nicht alles alleine machen und ein sehr teures Equipment haben. Schade, da hätte ich wohl fünf Jahre früher anfangen müssen als noch nicht alles so hochglanz war. Schönen Blog habt ihr hier übrigens, macht Spaß darin zu stöbern. Viele liebe Grüße aus Berlin!

  • Salina Schneeberg sagt:

    Hallo in die Runde ich habe den Artikel und die Kommentare aufmerksam gelesen und muss nun auch etwas dazu schreiben. Ich bin gelernte Schneiderin und habe schon 2008 versucht mit Anleitungen in Videoform Geld zu verdienen, leider erfolglos sodass ich meinen Youtube Kanal Ende 2010 geschlossen habe. Wie bereits angefügt hat sich die investierte Zeit und das Geld einfach nicht gelohnt. Jetzt wollte ich es nochmal versuchen und mich ein bisschen informieren so kam ich auf diese Seite. Aber wenn ich dann auf Youtube sehe, in welcher top Qualität oft Nähanleitungen etc. bereitgestellt werden müsste ich erst wieder viel Geld in Kameras und einen neuen Computer investieren ob sich das lohnt? Ich bedanke mich jedenfalls für die schöne Übersicht – viele Grüße!

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