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Kleber und Kinder – was muss ich beachten?

Viele unserer Bastelanleitungen sind sehr gut für (Klein-)Kinder geeignet, jedoch muss dabei meistens geklebt werden. Zum Thema Kleber und Kinder bekommen wir auch regelmäßig E-Mails, ob wir wüssten, welches Fabrikat für ein gewisses Alter passt oder was es generelles zu beachten gibt.

In diesem Artikel werde ich offene Fragen klären, zeige Ihnen typische Fettnäpfchen beim Kauf von Kleber und fasse die allgemeinen Empfehlungen für Kinderkleber zusammen.

Warum ist Kleber nichts für Kinder?

Bild von weißem KleberDie meisten handelsüblichen Alleskleber bestehen aus diversen Lösungsmitteln wie Aceton (oftmals in Nagellackentferner), Butanon, Methylenchlorid und/oder Tetrahydrofuran. Alle diese Stoffe haben eine narkotisierende Wirkung, weshalb Kleber vor allem noch in Südamerika von Kindern und Jugendlichen konsumiert (geschnüffelt) wird.  Außerdem greift jedes unnatürliche Lösungsmittel auch die Schleimhäute an, weshalb bei längerem Kleben auch oftmals Husten bzw. eine laufende Nase die Folgen sind. In speziellen Klebern, beispielsweise für Parkett, befindet sich oftmals auch Methanol, welches im schlimmsten Fall Sehstörungen hervorrufen kann.

Wie Sie sehen, ist der gute alte Haushaltskleber eine reine Chemiebombe und nichts für Kinderhände.

Ab wann sollte ein Kind kleben?

Die Frage ab wann ein Kind kleben sollte, lässt sich mit der Freigabe spezieller Klebeprodukte beantworten.

  • Es gibt Papierkleber, welche auf Wasserbasis und Naturprodukten wie Kartoffelstärke oder Mehl beruhen. Diese entsprechen der EU-Sicherheitsnorm EN-71 bzw. EN-71-3 und sind für Kinder ab 3 Jahren geeignet.
  • Ab dem Grundschulalter können Kinder mit sogenanntem „Schulkleber“ arbeiten. Hiermit lassen sich neben Papier, auch Kunststoffe, bzw. Holz zusammenkleben. Dieser Kleber besteht aus einer Acrylat-Copolymer-Dispersion. Der Anteil dieser chemischen Verbindung, liegt innerhalb der Obergrenze, ist dennoch beim Verschlucken bzw. bei Augenkontakt gefährlich und mit einem Arztbesuch verbunden. Giftige Stoffe treten bei diesem Kleber nur aus, wenn dieser brennt.
  • Für Holzarbeiten sollte sowohl in der Schule, als auch zu Hause, ein Holzleim verwendet werden. Für Kinder ist ein Glutinleim bzw. ein Kaseinleim zu empfehlen. Der Erste beruht auf einer natürlichen Eiweissverbindung und der Zweite auf Kalkbasis.

Die allgemeine Empfehlung für gewöhnlichen Alles- bzw. Spezialkleber liegt bei Jugendlichen ab 16 Jahren.

Tipps für den Kauf

Kaufen Sie Klebstoffe für Ihre Kinder nicht einfach offline im Einzelhandel. Ich behaupte jetzt einfach mal, die meisten Verkäufer haben keine Ahnung von den Inhaltsstoffen Ihrer Produkte und eine Möglichkeit zum Informieren haben Sie vor Ort auch nicht.

  • Jeder Kleberhersteller (Henkel,Tesa,Gonis,Bungarten) hat für jedes Produkt, im Internet ein Datenblatt online, indem die Inhaltsstoffe stehen.
  • In diesem Datenblatt steht auch, wie man den Kleber anwendet bzw. welche Gefahren entstehen können.
  • Vertrauen Sie also nicht einfach dem Etikett, sondern schauen Sie nach. Nur weil ein Stoff innerhalb irgendwelcher EU-Obergrenzen liegt, bedeutet dies nicht, dass dieser keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen kann.

Fazit und Tipp

Gerade wenn Sie mit Kleinkinder basteln, ist es wirklich sehr wichtig, dass Sie auf die o. g. Attribute beim Kleber achten. Wie schnell landet bei kleinen Kindern etwas im Mund, währenddessen Sie nur kurz ans Telefon bzw. auf die Toilette gehen.

Tipp: Kennen Sie Gummibärchen-Kleber? Geben Sie einfach eine Hand voll handelsüblicher Gummibärchen in ein seichtes Wasserbad und erhitzen dieses auf zirka 50 Grad. Sind die Gummibärchen geschmolzen, haben Sie einen ungiftigen Kleber, der sich am besten mit einem Pinsel auftragen lässt und hervorragend für Papier geeignet ist.

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Mein Name ist Sascha alias Kilobyte und ich bin Blogger seit 2009. Als Liebhaber und Bewunderer der bildenden Künste publiziere ich hier seit 2011 Anleitungen und Erfahrungsberichte über die schönen Dinge des Lebens. Außerdem sorge ich für die Funktionalität von GWS2.de. Ich mag Pinguine, die Weimarer Klassik, Quentin Tarantino und für italienisches Essen mit einem Glas Grauburgunder mache ich fast alles.


Kategorie: Blog
  • Christmut Albrecht sagt:

    Hey,

    Danke für den hilfreichen Blog.
    Auf dem Gebiet kenne Ich mich noch nicht gut aus.
    Aber mit Hilfe von eurem Blog weiss Ich nun wieder etwas mehr.
    Tausend Dank dafür. Schönen Tag,

    Christmut

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